Private Geldquellen erschließen

Alternativen zum Bankkredit

Autor: Andrea Claudia Delp
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Darlehen unter Privatpersonen sind wertvolle Ergänzungen oder auch Alternativen zum klassischen Bankkredit. Worauf es beim „Darlehen von Mensch zu Mensch“ ankommt und wie Sie auch per Internet an privates Kapital kommen.

Das Darlehen von Privat ist eine Alternative zur Finanzierung über eine Bank, die sehr oft in Anspruch genommen wird. So wurde auch das Café Schönhausen in Berlin (www.schoen-hausen.de) von Ann-Cathrin Rosenthal durch die finanzielle Unterstützung aus der Familie gegründet.

Diese Hilfe war ein wichtiger Meilenstein für die Gründerin, um ihren Traum wahr werden zu lassen. Um Probleme damit zu vermeiden, sollten Sie sich im Vorfeld mit einigen Fragen beschäftigen.

Wer kommt als privater Geldgeber in Frage?

Prinzipiell kommt jeder, der über genügend finanzielle Mittel verfügt, als Geldgeber in Frage. Neben Oma, Eltern oder Tante können Sie auch Kunden ansprechen. Häufig wollen Ihre Geldgeber allerdings auch bei der Finanzierung von Mensch zu Mensch ihre Investition zurück haben, und eine Verzinsung ist in vielen Fällen zudem gefordert. Wer Glück hat, kann auf eine Schenkung aus dem privaten Umfeld zurückgreifen und die unternehmerischen Pläne damit finanzieren.

Ob Schenkung oder Darlehen –  das Thema Geld im näheren Umfeld ist eine Vertrauenssache. Auch für Frau Rosenthal spielte das Vertrauen eine große Rolle. „Meiner Familie fühle ich mich nahe und man weiß ja nie, ob es nicht doch schief geht. Meinem Freundeskreis würde ich dieses Risiko nicht gerne auflasten. Die ältere Generation davon zu überzeugen, dass es nicht um ein bloßes Hirngespinst geht, war gar nicht so einfach. Ich habe meinen Businessplan vorgelegt und wir haben ausführlich über meine Pläne gesprochen.“ Wählen Sie wie Frau Rosenthal solche Personen aus, die Sie gut kennen und die Sie gut einschätzen können. Der Vorteil gegenüber dem Darlehen durch eine Bank zeigt sich im Fall von Engpässen. Meist sind Menschen aus dem näheren Umfeld eher bereit, einer großzügigen Lösung zuzustimmen.

Zur Checkliste Privat-Kredit: Das sollten Sie schriftlich festhalten

Was ist rechtlich zu beachten?

Wenn Ihr Unternehmen noch nicht besteht, ordnet der Gesetzgeber das Darlehen aus dem privaten Umfeld als ein Darlehen von einer Privatperson zu einer anderen Privatperson ein. Die Anwältin Elsa Ihde aus Berlin rät: „Eine schriftliche Vereinbarung ist in diesem Fall vom Gesetzgeber nicht zwingend vorgesehen. Ratsam ist eine solche Vereinbarung aber dennoch. So lassen sich die Abmachungen im Falle von Streitigkeiten jederzeit nachweisen und beide Parteien müssen Farbe bekennen oder – falls es doch noch Unklarheiten gibt – die Sache lieber noch einmal überdenken. Wenn hingegen ein Unternehmer im Rahmen seiner beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit Geld an einen Verbraucher verleiht, wird die schriftliche Form vom Gesetzgeber verlangt. Das gilt auch, wenn der Darlehensnehmer ein Existenzgründer ist; also bis zum Beginn der unternehmerischen Tätigkeit.“

Sollte es zum Zeitpunkt einer Vertragsunterzeichnung Unstimmigkeiten geben, betrachten Sie das als Glück im Unglück. Die schriftliche Vereinbarung hilft dabei, Streitpunkte frühzeitig zu erkennen. Werden diese Punkte nicht erkannt, kommt es späterhin oft zu noch viel größeren Problemen – beispielsweise einer überraschenden und kurzfristigen Rückforderung des Geldes.

Wie du die Potenziale des Crowdfunding gezielt nutzt

Erfolgsfaktoren für Crowdfunding-Kampagnen: Wie eine Kampagne funktioniert – von der Vorbereitung über die Finanzierung bis zur Nachbereitung – ein Überblick.

Crowdfunding erfreut sich wachsender Beliebtheit als Finanzierungsmethode, denn es hilft einem Start-up nicht nur bei der Finanzierung eines Projektes und damit dessen Idee zu fördern, sondern erlaubt es darüber hinaus potenzielle Endkonsumenten in eine frühe Phase der Produktentwicklung einzubeziehen und diese an das Start-up zu binden.

Die Crowd, bestehend aus vielen Unterstützern (oft auch „Kleininvestoren“ genannt), ist entsprechend essenziell, da diese die finanziellen Mittel zur Verfügung stellt und als Multiplikator die Projektidee an potenzielle Kunden bringt.

Zusätzlich zur Crowd gibt es zwei weitere wichtige Akteure für die Durchführung einer Crowdfunding-Kampagne: den Projektinitiator (bspw. ein Start-up) und die Crowdfunding-Plattform als Intermediär der beiden Parteien.

Der Ablauf

Eine Crowdfunding-Kampagne läuft in der Regel in drei Phasen ab: Vorbereitung, Finanzierung und Nachbereitung. Da die Crowd das Herzstück jeder Kampagne ist, sollte der Projektinitiator zunächst daran arbeiten eine Crowd aufzubauen, also so genanntes „Crowdbuilding“ betreiben. Damit wird eine erste Kommunikation in Form von Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt durchgeführt. Hilfreich ist es, wie bei jeder unternehmerischen Herausforderung, den Markt im Blick zu behalten, d.h. in diesem Fall andere aktuell laufende Crowdfunding-Projekte zu beobachten.

Mit einem möglichst konkret ausgearbeiteten Projektentwurf geht es anschließend darum, eine geeignete Plattform für das Projekt auszuwählen. Danach kann mithilfe der bereits erfolgten Ausarbeitungen die Projektseite generiert und gestaltet werden. Ob die Freischaltung der Kampagne direkt nach dem Ausfüllen der Projektseite erfolgt oder noch einer intensiven, internen Evaluation durch Mitarbeiter der Plattform unterzogen wird, ist von den gesetzten Kriterien und Vorgehensweisen der einzelnen Plattform abhängig. Je nach Plattform ist es mithin wichtig, dass in dieser Phase das Vertragswerk mit jener abgestimmt und unterschrieben wird, damit die Kampagne freigeschalten und vorgestellt werden kann.

Parallel zur Organisation mit der Plattform sollte ein Kommunikationsplan erstellt werden, denn in der Finanzierungsphase liegt der Fokus darauf, die Idee zu kommunizieren und dadurch die finanziellen Mittel einzusammeln. In der Regel erstreckt sich diese Phase über 30 bis 90 Tage, abhängig von der gewählten Plattform und der Festlegung des Initiators in der Vorbereitungsphase. Mit der Crowd zu interagieren und im besten Fall direktes Feedback zu erhalten, ist der Hauptfokus während der Finanzierungsphase und einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren einer guten Kampagne.

Die Prüfung und Freigabe durch die Crowdfunding-Plattform erfolgen in der letzten Phase, welche 2 bis 3 Wochen andauert.  Abhängig vom verfolgten Prinzip wird das eingesammelte Geld dann entsprechend an den Projektinitiator ausgezahlt. Die Ausrichtung der Nachbereitungsphase wird von der Zielerreichung des Projektes bestimmt: Wenn die Kampagne erfolgreich war und das Finanzierungsziel erreicht wurde, kann der vorab kommunizierte Plan umgesetzt werden. Im Fall des reward-based Crowdfundings sollte ebenso die Produktion zeitnah starten, um versprochene materielle Gegenleistungen entsprechend an die Unterstützer versenden zu können. Des Weiteren sollte die Auseinandersetzung mit neuen Chancen und Folgeeffekten der Kampagne durch den Projektinitiator erfolgen. Unabhängig davon, ob die Kampagne erfolgreich war, sollte nach Beendigung die Kommunikation mit der Crowd erneut aufgenommen werden, um sich zu bedanken und die nächsten Schritte zu beschreiben.

Erfolgsfaktoren für Crowdfunding-Kampagnen

Ob das Finanzierungsziel einer Kampagne erreicht wird, ist entscheidend abhängig davon, ob sich der Initiator vorher mit möglichen Erfolgsfaktoren auseinandergesetzt hat. Grundsätzlich ist ein entscheidender übergeordneter Faktor bei einer Crowdfunding-Kampagne immer die Crowd, d.h. die Gesamtanzahl an Unterstützern der Kampagne. Forscher sind sich bspw. einig darüber, dass das Herdenverhalten und die Schwarmintelligenz im Rahmen einer Kampagne erfolgsunterstützend wirken kann. Außerdem zeigt die wissenschaftliche Literatur, dass die Auswahl der richtigen Crowdfunding-Form und -Plattform vom Initiator für die entsprechenden Investoren ein Signal setzen kann.

Zudem ist die durchdachte Konzeption der Projektseite inkl. einem Video wichtig – dieses ist allerdings nicht zu verwechseln mit einem Trailer oder Film-Teaser. Das Video ersetzt ein persönliches Kennenlernen und sollte deshalb unbedingt die Investoren direkt ansprechen und die Bitte um Unterstützung auf einen bewussten Moment, bspw. einen prägnanten Abschlusssatz, konzentrieren. Das Video sollte zudem genutzt werden, um die wichtigsten Informationen zu kommunizieren: der Zeitplan für die anstehenden Entwicklungen, avisierte Meilensteine, relevante Inhalte des Businessplans und die Verwendung der eingesammelten finanziellen Mittel.

Wichtig ist auch, dass das Finanzierungsziel angemessen, transparent und gut begründet der Zielgruppe gegenüber dargestellt wird. Wissenschaftliche Studien zeigen weiterhin, dass folgende Faktoren erfolgsunterstützend wirken können: Updates des Initiators an die Investoren während der Laufzeit, die generelle Kommunikation und Interaktion mit der Crowd sowie die Verknüpfung zu aktuellen gesellschaftlichen Themen bzw. sozialen Vorteilen in der Kampagne. Uneinig ist sich die Forschung hingegen bei den Faktoren der Gegenleistungen und der Laufzeit. Während es Einigkeit darüber gibt, dass Gegenleistungen, vor allem bei reward-based Kampagnen einen positiven Einfluss haben, sind sich Forscher noch uneinig über die optimale Anzahl der angebotenen Gegenleistungen einer Kampagne. Ebenso weiß man, dass die Laufzeit der Kampagne einen Einfluss hat. Diese sollte lange genug sein, um die Aufmerksamkeit der potenziellen Investoren zu gewinnen, aber nicht zu lange, sodass die Kampagne nicht an Dynamik verliert. Eine klare Formel für die optimale Laufzeit einer erfolgreichen Kampagne konnte jedoch noch nicht identifiziert werden.

Was die Crowd motiviert

Um die Investitionsgründe von Crowdfundingunterstützern noch besser verstehen zu können, wurde am Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation der TU Dresden eine Umfrage mit 60 Teilnehmern ausgewertet, die im Rahmen einer Abschlussarbeit entstand. Die Umfrage zeigt, dass potenziellen Investoren und vor allem Investorinnen besonders die Übereinstimmung mit den persönlichen Werten wichtig ist. Auf Platz 2 der Investitionsgründe landete bei den abgefragten Kriterien der Nachhaltigkeitsaspekt einer Crowdfunding-Kampagne, dieser wurde als sehr wichtig angegeben.

Geschlechterspezifische Unterschiede zeigen sich in den motivierenden Faktoren: Während Frauen wichtiger ist ein Teil des Projektes zu sein, reizt Männer am Crowdfunding das beworbene Produkt noch vor dem Marktstart zu erhalten. Auch der Wunsch nach einer immateriellen Gegenleistung scheint Männern wichtiger zu sein als Frauen. Die materielle Gegenleistung landet insgesamt auf dem vorletzten Rang und wird als unwichtig bewertet, ebenso wie die geografische Entfernung zum Projekt.

Eiskalt erwischt: Eine junge Branche im Krypto-Winter

Trotz Massenentlassungen, Kursverlusten und Managementfehlern: Wie Krypto-Start-ups die aktuelle Krypto-Krise stemmen können.

Der Krypto-Winter hat verschiedenste Folgen für Start-ups aus der Branche. Die Ankündigung über Personalabbau bei Playern wie Coinbase, BlockFi oder auch Bitpanda sorgte bereits vor einigen Wochen für einen Aufschrei. Auch wenn die Krise nicht nur Start-ups aus dieser Branche betrifft, stellen sich doch aktuell folgende Fragen: Wie kommen Krypto-Unternehmen bestmöglich durch den Krypto-Winter? Können sie sich vor Massenkündigungen überhaupt schützen? Und wenn ja, wie? Der brutkasten, Österreichs multimediale Plattform für Start-ups, die digitale Wirtschaft und Innovation, hat für StartingUp bei Expert*innen nachgefragt und fasst die wichtigsten Fakten zusammen.

„Manchmal ist man Opfer seines eigenen Erfolgs“

Mit Blick auf die jüngsten Marktentwicklungen verweist Blockchain-Experte Robert Schwertner, alias CryptoRobby, darauf, dass Kündigungen manchmal notwendig sind, wenn ein Unternehmen ein massives Wachstum anstrebt. In diesem Kontext wäre das sozusagen ein Kollateralschaden. „Den kann man natürlich minimieren, indem man beispielsweise weniger schnell wächst – das ist aber leichter gesagt als getan“, erklärt CryptoRobby. Wenn sich der Markt bzw. äußere Umstände verändern, sei man manchmal Opfer seines eigenen Erfolgs, so der Experte.

Der Krypto-Experte Christopher Obereder stimmt dem zu und erklärt, dass in einem Marktumfeld wie diesem kein Weg an Massenkündigungen vorbeiführe, da Krypto-Start-ups nach starker Skalierung nun wieder zurückskalieren müssten.

Andere Expert*innen weißen darauf hin, dass negative Begleiterscheinungen wie Entlassungen während zyklischer Downs, die für die Entwicklung von Unternehmen in der Krypto-Branche bezeichnend seien, nicht zu verhindern seien – getreu dem Motto: Man würde dem Betreiber einer Eisdiele ja auch nicht vorschreiben, wie und in welcher Anzahl er seine Angestellten im Winter zu beschäftigen habe.

„Die Krise war absehbar“

Die Krise, in der sich Krypto-Unternehmen aktuell befinden, war laut CryptoRobby absehbar. Auch wenn die Ukraine-Krise verhältnismäßig überraschend gekommen sei, hätten bei den Krypto-Unternehmen dennoch die Alarmglocken direkt läuten müssen, da sich solche Ereignisse stets auf den Markt, und damit auch auf den Krypto-Markt auswirken würden. Dementsprechend kritisiert Crypto­Robby im Falle von Bitpanda einen seiner Meinung nach schweren Managementfehler: Zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin bereits einen massiven Kursverfall erlebt hat und sich die Branche bereits im Bärenmarkt befand, eine Meldung über unbegrenzten Urlaub für alle Mitarbeitenden zu verkünden, war seiner Meinung nach nicht nur verwirrend, sondern auch ein massiver Mana­gementfehler (Anm.: Der Bitcoin-Kurs befand sich Ende März 2022 bei ca. 44.000 US-Dollar). Auch wenn Bitpanda unbestritten eine Erfolgsgeschichte sei, müsse das Start-up laut Crypto­Robby nun den Preis für die Entwicklungen und (Fehl-)Entscheidungen der vergangenen Monate zahlen.

Welche Typen passen an die Start-up-Spitze?

Als besonders wichtig hebt CryptoRobby mit Blick auf die gesamte Start-up-Szene den Faktor Ehrlichkeit gegenüber den Mitarbeitenden hervor: „Meines Erachtens braucht es eine große Kraft, den eigenen Mitarbeitenden zu sagen, was Sache ist und offenzulegen, dass sich das Unternehmen in einer schwierigen Phase befindet. Aber genau das ist in einem Start-up immer wichtig.“

Zudem spricht er im Interview einen Punkt an, der über die Start-up-Branche immer wieder thematisiert wird: „Diese Start-ups werden meistens von Pionierpersönlichkeiten gegründet. Wenn das Unternehmen dann in die Konsolidierungsphase kommt, stellt sich aber die Frage: Sind das noch die richtigen Persönlichkeiten an der Spitze? Oft ist man in diesen Positionen extrem risikofreudig, hat dafür aber teil­weise Schwächen im strukturierten Arbeiten.“

Der Fiskus richtet sein Augenmerk auf die Krypto-Welt

In unserem Interview gehen die Steuerexperten von EY, Petar Groseta (Partner) und Ivana Jovanic (Senior Consultant), auf die Fragen der Besteuerung von Kryptowährungen aus der Perspektive von Krypto-Investoren und anderen Marktteilnehmern im Krypto-Ökosystem ein.

Warum ist es jetzt wichtig, über das Thema Besteuerung von Kryptowährungen zu sprechen?

Petar Groseta: Der Kryptowährungsmarkt hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Die Erwartung ist generell, dass die Bedeutung dieser Anlageklasse in Zukunft nur noch zunehmen wird.

Dabei gibt es viele verschiedene Marktteilnehmer mit ihren spezifischen Rollen. Die Grenzen zwischen dem Markt der "nativen Kryptowährung" und den "traditionellen Finanzsystemen" verschwimmen zunehmend, sowohl in Bezug auf bestehende Anlageinstrumente als auch in Bezug auf die Infrastruktur des gesamten Krypto-Ökosystems. Dies erhöht natürlich auch den Druck auf den Gesetzgeber und die Finanzverwaltung, die bestehenden steuerrechtlichen Rahmenbedingungen sowohl hinsichtlich der Besteuerung auf Anlegerebene als auch in Bezug auf eine vollständige Erfassung und Überprüfung der steuerpflichtigen Einkünfte weiterzuentwickeln.

Ivana Jovanic: Im Grunde geht es dabei um folgende zwei Fragen:

  1. Wie werden Einkünfte und Gewinne aus Kryptowährungen auf Ebene einzelner Anleger besteuert?
  2. Wie sollte ein effektives Meldesystem, d.h. „Steuerreporting“ ausgestaltet werden, um eine mögliche Steuerhinterziehung zu verhindern?

Können Sie kurz die diesbezüglichen Antworten des Gesetzgebers und der Finanzverwaltung darstellen?

Petar Groseta: Bezüglich der Besteuerungsfragen hat das Bundesfinanzministerium (BMF) am 10. Mai 2022 sein lang erwartetes Schreiben zu den Einzelfragen der ertragsteuerrechtlichen Behandlung von virtuellen Währungen und sonstigen Token veröffentlicht. Mit dem Schreiben äußert sich das BMF zum ersten Mal umfassend zu den verschiedenen Krypto-Sachverhalten, die zunächst technisch erläutert und danach aus der Finanzverwaltungssicht ertragsteuerrechtlich eingeordnet werden.

Sehr erfreulich dabei ist, dass nunmehr auch nach der Auffassung der Finanzverwaltung die Veräußerungen von Kryptowährungen im Rahmen privater Vermögensverwaltung nur dann steuerpflichtig sind, wenn die Veräußerung innerhalb der Ein-Jahresfrist nach der Anschaffung stattfindet. Damit geht auch das BMF davon aus, dass sich die für die Steuerpflicht relevante Einjahresfrist nicht verlängert, wenn die Kryptowährungen zur Einkünfteerzielung, z.B. durch Lending oder Staking eingesetzt werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Abgrenzung zwischen Gewerblichkeit und privater Vermögensverwaltung. Auch dazu nimmt das BMF ausführlich Stellung. Dabei geht das BMF insbesondere in den Fällen von „passivem“ Staking - etwa im Rahmen der Beteiligung an einem Staking-Pool - grundsätzlich von der privaten Vermögensverwaltung aus.

Ivana Jovanic: Auch wenn es sehr zu begrüßen ist, dass sich die Finanzverwaltung mit dem BMF-Schreiben ausführlich zu der Besteuerung von Kryptowährungen geäußert hat, betreffen die Aussagen des BMF nur die steuerlichen Folgen von direkten Investments in Kryptowährungen. Allerdings können die Investments nicht nur direkt, sondern auch indirekt über verschiedene Formen der „traditionellen“ Finanzinstrumente wie Tracking-Notes, Knock-Out Zertifikate oder ETFs erfolgen. Da die Steuerfolge, je nach Investmentform, sehr unterschiedlich sein kann, sollte diese aufgrund ihres erheblichen Einflusses auf die Netto-Rendite in die Investitionsentscheidung unbedingt immer miteinbezogen werden.

Und wie sieht es mit dem steuerlichen Reporting aus?

Ivana Jovanic: Hier hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am 22. März 2022 ein öffentliches Konsultationsdokument mit den Vorschlägen zur Einführung eines Rahmens für die Meldung von Krypto-Vermögenswerten, sog. Crypto-Asset Reporting Framework (CARF), veröffentlicht. Die öffentliche Konsultation lief bis 29. April 2022. Die OECD plant, im Oktober 2022 endgültige Vorschläge für die neuen Regeln zu veröffentlichen.

Das von der OECD vorgeschlagene Regelwerk basiert im Wesentlichen auf dem Modell des Meldestandards für grenzüberschreitende Meldungen von „traditionellen“ Konten- und Depotwerten durch Finanzinstitute, dem Common Reporting Standard (CRS). Anstatt jedoch die Meldung von gehaltenen Vermögenswerten zu verlangen, schreibt CARF die Meldung von Krypto-Transaktionen vor. Es ist durchaus vorstellbar, dass einige „Early-Adopters“-Länder die Vorschriften bereits ab dem 1. Januar 2024 umsetzen.

Petar Groseta: Neben den oben beschriebenen Bemühungen auf der OECD-Ebene arbeitet auch die EU-Kommission derzeit an einem unionseigenen Meldesystem für Krypto-Vermögenswerte im Rahmen der 8. Änderung der EU-Amtshilferichtline (DAC 8), die ebenfalls demnächst vorgestellt werden soll. Es ist davon auszugehen, dass die OECD Vorschläge zu CARF mit den Reporting-Pflichten nach DAC 8 abgestimmt sein werden.

Auf der nationalen Ebene hat zudem das BMF ein separates Schreiben hinsichtlich der Mitwirkungs- und Aufzeichnungspflichten der deutschen Krypto-Investoren angekündigt.

Welche Implikationen werden diese haben und was ist für unser Audience – Investoren und Start-ups – wichtig zu wissen?

Ivana Jovanic: Die Investoren werden die Veröffentlichung des BMF-Schreibens sicherlich sehr begrüßen, da damit zahlreiche Zweifelsfragen aus der Sicht der Finanzverwaltung beantwortet werden.

Petar Groseta: Die Implikationen für die Start-ups bzw. die Finanzindustrie im Allgemeinen werden nicht zuletzt davon abhängen, welche Rolle sie im „Krypto-Ökosystem“ einnehmen. Es sollte bedacht werden, dass eine effektive Nutzung der Kryptowährung sehr stark von der Existenz der Infrastruktur abhängt, die die Speicherung, Übertragung, das Ausleihen/Verleihen und den Handel unterstützt, genau wie es beim traditionellen Finanzsystem mit seinen Börsen, Brokern, Händlern, Marktmachern, Verwahrern, Kreditgebern und Zahlungssystemen der Fall ist. Hier könnten insbesondere die zu erwarteten Steuerreportingpflichten zum Teil beachtliche Auswirkungen auf die Geschäftsstrukturierung und Kosten der Compliance haben. Man kann jedenfalls sagen, dass die steuerlichen Auswirkungen in alle geschäftspolitischen Überlegungen miteinbezogen werden sollten.

Welche weitere Entwicklung erwarten Sie bzw. welchen Ausblick können Sie geben?

Petar Groseta: Es ist klar erkennbar, dass die Fragen der Besteuerung und der steuerlichen Transparenz mit großer Geschwindigkeit Eingang in die Krypto-Welt finden, sodass seitens der deutschen Finanzverwaltung, bzw. auf globaler Ebene mit weiteren Maßnahmen gerechnet werden kann. Dies hat auch die parlamentarische Staatssekretärin Katja Hessel sehr prägnant auf den Punkt gebracht, als sie meinte, dass die Veröffentlichung des BMF-Schreibens selbstverständlich nicht der Schlusspunkt der Auseinandersetzung mit dem Thema, sondern ein Zwischenergebnis sei, und dass die rasche Entwicklung der "Kryptowelt" dafür sorgen wird, dass uns die Themen nicht ausgehen.

Ivana Jovanic: In der Tat sollten sich die davon betroffenen Marktteilnehmer und Investoren intensiv mit dieser Materie auseinandersetzen, deren rechtlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf ihre Investmententscheidungen bzw. Geschäftsmodelle analysieren und ggf. die für sie relevanten Punkte rechtzeitig in die Diskussion einbringen.

Was ist der Cashflow aus Investitionstätigkeit?

BWL-Basics für Gründer: Was ist unter Cashflow aus Investitionstätigkeit zu verstehen und was sind überhaupt Investitionstätigkeiten in der Buchhaltung?

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist der Teil der Cashflow-Rechnung eines Unternehmens, der anzeigt, wie viel Geld in einem bestimmten Zeitraum für Investitionen verwendet (oder durch sie erwirtschaftet) wurde. Zu den Investitionstätigkeiten gehören der Erwerb von langfristigen Vermögenswerten (z.B. Sachanlagen), die Übernahme anderer Unternehmen und Investitionen in börsenfähige Wertpapiere (Aktien und Anleihen). Detailliertere Informationen zu diesen beiden Anlageklassen sind bei Brokerfolio zu finden. In diesem Artikel wollen wir erklären, was unter dem Cashflow aus Investitionstätigkeit verstanden wird und was überhaupt Investitionstätigkeiten in der Buchhaltung sind.

Was sind Investitionstätigkeiten in der Buchhaltung?

Schauen wir uns ein Beispiel dafür an, was Investitionstätigkeiten umfassen. In diesem Abschnitt der Cashflow-Rechnung kann eine Vielzahl von Posten aufgeführt und einbezogen werden. Daher ist es wichtig zu wissen, wie Investitionstätigkeiten in der Buchhaltung behandelt werden.

Zu den Investitionstätigkeiten können gehören:

  • Erwerb von Sachanlagen, auch bekannt als Investitionsausgaben.
  • Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen und Maschinen.
  • Erwerb von anderen Betrieben oder Unternehmen.
  • Erlöse aus dem Verkauf anderer Unternehmen (Veräußerungen).
  • Erwerb von marktfähigen Wertpapieren (d.h. Aktien, Anleihen, etc.).
  • Erlöse aus der Veräußerung von Wertpapieren.

Es gibt noch mehr Posten als die oben aufgeführten, die einbezogen werden können, und jedes Unternehmen ist anders. Der einzige sichere Weg, um zu wissen, was enthalten ist, ist ein Blick in die Bilanz und eine Analyse der Unterschiede zwischen den langfristigen Vermögenswerten in den beiden Zeiträumen. Jede Veränderung im Wert dieser langfristigen Vermögenswerte (mit Ausnahme der Auswirkungen von Abschreibungen) bedeutet, dass in der Cashflow-Rechnung Investitionsposten ausgewiesen werden müssen.

Was gehört nicht zu den Investitionsaktivitäten?

Nachdem nun klar ist, was enthalten ist, wollen wir uns ansehen, was nicht enthalten ist.

Nicht enthaltene Posten sind:

  • Zinszahlungen oder Dividenden.
  • Schulden, Eigenkapital oder andere Formen der Finanzierung.
  • Abschreibungen auf Kapitalanlagen (auch wenn der Erwerb dieser Anlagen Teil der Investitionen ist).
  • Alle Einnahmen und Ausgaben im Zusammenhang mit dem normalen Geschäftsbetrieb.

Wie Sie den Cashflow aus Investitionstätigkeit berechnen

Die Berechnung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit erfolgt automatisch, wenn Sie eine Buchhaltungssoftware zur Verwaltung und Aufzeichnung Ihrer finanziellen Aktivitäten verwenden. Andernfalls müssen Sie die Erlöse aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten oder die Einnahmen aus dem Verkauf von Aktien, Anleihen oder anderen marktfähigen Wertpapieren zusammenzählen.

Dann ziehen Sie die Kosten für den Erwerb langfristiger Vermögenswerte wie Ausrüstung oder Wertpapiere ab. Diese Gesamtbeträge werden dann in der Cashflow-Rechnung Ihres Unternehmens ausgewiesen.

Interpretation des Cash Flows aus Investitionstätigkeit

Der Posten Cashflow aus Investitionstätigkeit ist einer der wichtigeren Posten in der Cashflow-Rechnung, da er eine beträchtliche Quelle oder einen beträchtlichen Verbrauch von liquiden Mitteln darstellen kann, der die positiven oder negativen Beträge des aus dem operativen Geschäft generierten Cashflows deutlich ausgleicht. Er ist besonders wichtig in kapitalintensiven Branchen wie der verarbeitenden Industrie, die große Investitionen in das Anlagevermögen erfordern. Wenn ein Unternehmen einen anhaltend negativen Netto-Cashflow für den Kauf von Anlagevermögen ausweist, ist dies ein starker Indikator dafür, dass sich das Unternehmen im Wachstumsmodus befindet und glaubt, dass es mit zusätzlichen Investitionen eine positive Rendite erzielen kann.

Es kann auch nützlich sein, diese Cashflows anhand einer Trendlinie zu untersuchen. Ein stetiger Rückgang der Investitionen in das Anlagevermögen kann darauf hindeuten, dass die Geschäftsleitung keine guten Investitionsmöglichkeiten im Unternehmen sieht. Wenn dies der Fall ist, sollten die Dividendenausschüttungen erhöht werden, da sich das Management dafür entschieden hat, überschüssige Barmittel an die Investoren zurückzugeben. Ein Rückgang der Investitionen in das Anlagevermögen könnte aber auch bedeuten, dass das Unternehmen nicht profitabel ist und nicht mehr über die nötigen Barmittel verfügt, um weitere Investitionen zu tätigen. In diesem Fall sollte der Gewinn in der Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens niedrig oder negativ sein.


Warum ist der Cashflow aus Investitionstätigkeit wichtig?

Auch wenn ein Unternehmen einen negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausweist, bedeutet dies nicht unbedingt, dass sich dies negativ auf das Geschäft auswirkt.

Kurzfristig hat das Unternehmen durch den Kauf von Sachanlagen eine negative Auswirkung auf den Cashflow, aber langfristig könnten die Vermögenswerte dazu beitragen, dass die Einnahmen des Unternehmens wachsen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Investitionstätigkeit Aufschluss darüber gibt, wie effektiv das Unternehmen seine Vermögensbasis auf dem neuesten Stand hält und in künftiges Wachstum investiert.

Abschließende Gedanken zum Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Unabhängig von der Größe des Unternehmens, ist der Cashflow aus der Investitionstätigkeit aus verschiedenen Gründen wichtig. Wenn Sie beispielsweise viel Geld für den Erwerb langfristiger Vermögenswerte ausgeben, könnten diese Käufe Ihren gesamten Cashflow beeinträchtigen, wenn sie nicht von den operativen und den Finanzierungsaktivitäten getrennt werden.

Während ein negativer Cashflow aus der operativen Tätigkeit ein Grund zur Sorge sein kann, kann ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit in den meisten Fällen den Cashflow vorübergehend verringern. Er wird jedoch fast immer als eine lohnende Investition in Ihr Unternehmen angesehen, die kurzfristig zum Wachstum Ihres Unternehmens beiträgt.

Genau wie für Unternehmen ist auch im Privaten Cashflow wichtig. Für Unternehmer, die sich für Anlageklasse außerhalb der bekannten interessieren, empfehlen wir einen CFD Broker Vergleich zu machen, falls Sie in eine risikoreichere Anlageklasse mit höheren Gewinnmöglichkeiten einsteigen wollen.

Das Ökosystem um Digital Assets

Wer sind die Teilnehmer am Digital Asset Ökosystem und welche Rolle haben sie am Markt inne?

Die Evolution der Blockchain-Technologie der letzten Jahre spiegelt sich nicht nur in der rasanten Entwicklung der zugehörigen Digital Assets wider, sondern auch in dem weiteren Wachstum neuer Teilnehmer und deren Rollen am Markt. Insbesondere die Komplexität der Technologie und der Asset Klassen, die sich über die Zeit herauskristallisiert haben, haben den Bedarf nach gezielten Lösungen, die häufig die Interaktion unterschiedlicher Parteien fördern, aufgezeigt. Wer aber sind die Teilnehmer am Digital Asset Ökosystem und welche Rolle haben sie wirklich inne?

Das Digital Asset Ökosystem

Das Digital Asset Ökosystem kann als ein vielschichtiges System betrachtet werden, in welchem die einzelnen Technologien, Services und Applikationen aufeinander aufbauen und miteinander interagieren. Teilnehmer des Ökosystems können hierbei mit allen Ebenen direkt oder indirekt interagieren und sind aufgrund der dezentralen Natur des Ökosystems nicht zwingend auf eine zentral koordinierende Partei angewiesen. Die folgende Grafik zeigt die schematische Abbildung der einzelnen Ökosystemschichten sowie dessen Interakteure.

Der Kern des Ökosystem bildet die zugrundeliegenden Blockchain Technologien und Protokolle, welche die Grundlage für die weiteren Ebenen bildet. Diese Technologien und Protokolle definieren die einzelnen Parameter der jeweiligen Blockchain, wie beispielsweise die Blockgröße, das Konsensmodell, die Netzwerkstruktur sowie die Art der Verschlüsselung. Die Protokolle und zugrunde liegenden Technologien bilden hierbei die Grundlage für die Ausgestaltung der Digital Assets und deren Umgebung wie beispielsweise digitale Welten im Metaverse oder die Emmisonsrate von dezentral emittiertem Token. Engverbunden mit den einzelnen Technologien sind die sogenannten Miner und Validator, welche die einzelnen Blöcke und die beinhalteten Transaktionen innerhalb der Netzwerke im Zuge der verteilten und dezentralen Konsensfindung verifizieren.

Digital Assets umfassen alle Arten von elektronisch gespeicherten Daten und Werten, die sowohl eindeutig identifizierbar sind als auch zur Wertschöpfung genutzt und im Zuge dessen gehandelt werden können. Digitale Assets, die mittel der Blockchain-Technologie erstellt und emittiert werden können, lassen sich in die fünf Subkategorien unterteilen: Institutional Money, Private Money, Fungible / Non Fungible Token und Utility Token. Eine genaue Beschreibung der Eigenschaften der einzelnen Subkategorien von Digital Assets findet sich hier.

Die Ebene der Marktinfrastruktur setz sich zusammen aus den folgenden drei Klassen: Börsen und Marktplätze, Verwahrung & Speicherung sowie Markt Support.

Währungsbörsen und Marktplätze

Währungsbörsen und Marktplätze für digitale Assets spielen eine zentrale Rolle innerhalb des Ökosystems, da sie Liquidität bereitstellen und marktgetriebene Preisfindung ermöglichen. Der Handel mit digitalen Assets hat im Zuge der fortschreitenden Akzeptanz in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen. Dies spiegelt sich vorrangig in der Marktkapitalisierung der einzelnen Kryptowerte und der Menge an verschiedenen Handelsplattformen wider. Die Marktproxy-Plattform CoinMarketCap indexiert Ende März 2022 18.215 verschiedene Kryptowerte mit einer Marktkapitalisierung von über 1.7 Trillion Dollar. Weiterhin werden 2101 NFT Kollektionen mit einer Marktkapitalisierung von 10 Milliarden Dollar indexiert, sowie 463 verschiedene Handelsplattformen gelistet.

Verwahrung & Speicherung

Der Begriff Custody (Verwahrung) ist ein Begriff aus dem Bereich der Finanzdienstleistungen und bezieht sich auf die Fähigkeit Vermögenswerte zu halten, zu bewegen und zu schützen. Die Verwahrung kann in Bereich vom Digital Assets sowohl durch die eigene Person oder durch eine externe Partei erfolgen. Die Ansätze zur Speicherung und Verwahrung reichen von der Verwendung von Software und Hardware-Wallets bis hin zur Erstellung komplexer Setups für die Vervielfältigung, Speicherung und Sicherung von ausgedruckten privaten Schlüsseln.

Börsen und Marktplätze für Digitale Assets können sowohl zentralisiert oder auch dezentralisiert betrieben und ausgestaltet werden. Zentralisierte Börsen und Marktplätze verwahren das Vermögen beziehungsweise die privaten Keys eines Benutzers in einer kollektiven oder auch segregierten Wallet der Börse. Der Handelt erfolgt dabei meist Off-Chain. Dezentrale Börsen und Marktplätze hingegen verwendet Smart Contracts oder andere Formen von Peer-to-Peer-Protokollen um ein dezentrales Handeln von digitalen Assets ohne Verwahrung durch eine zentrale Partei zu ermöglichen. Folglich erfolgt der Handelt in einem dezentralen Setup On-Chain, wobei die Marktteilnehmer selbst ihre private Keys und digitalen Assets verwahren.

Markt Supprt

Die Klasse Market Support hingegen umfasst jegliche Art von Unterstützungsleistung, die benötigt wird für die Ausgestaltung eines effizienten Markes. Hierzu zählen unteranderem Placement Provider, Market Maker oder Liquidity Pools.

Services und Applikationen können auf verschiedenen Eben des digital Asset Ökosystems angeboten und ausgestaltet werden. Primär kann unterschieden werden zwischen dezentralen Services & Applikation auf Basis von Smart Contracts und Dienstleistungen angeboten durch zentralen Dienstleister. Diese können sowohl direkt mit der Blockchain, dem digitalen Asset oder dem Markt interagieren oder losgelöst von diesen gestaltet werden. Der Farbverlauf innerhalb der oben abgebildeten Grafik spiegelt den Zentralisierungsgrad der einzelnen Services und Applikationen wider (Orange: zentral und dezentrale angebotene Services; Braun: Services primär angeboten durch zentralisierte Anbieter).

Weiterhin kann innerhalb dieser Klassifizierung zwischen Services und Applikationen differenziert werden, die direkt mit der Blockchain-Technologie interagieren (wie beispielsweise AML Services) und Services und Applikationen, die nicht direkt mit der Technologie interagieren, sondern zusätzliche Leistungen anbieten. Hierzu zählen unter anderem Consulting, Media oder Research Services.

Digital Asset Markt: Teilnehmer und Regulation

Das Ökosystem der digitalen Assets ist im direkten Vergleich zum traditionellen Finanzmarkt in weiten Teilen sowohl von intentionellen Teilnehmern wie beispielsweise Banken oder Hedge Funds, als auch von Retail Investoren und Anlegern frequentiert. Dies lässt sich vorrangig auf die niedrigen Markteintrittsbarrieren zurückführen. Die Anmeldung bei einem Marktplatz oder einer Börse und der anschließende Handel bedarf keines vorherigen Erwerbs einer Lizenz.

Weiterhin ist ein vermehrtes Aufkommen von sogenannten Decentralized Autonomous Organization (DAO) zu beobachten. DAOs lassen sich beschreiben als dezentrale mitgliedergeführte Organisationen, die vollständig oder in Teilen dezentral und transparent durch Smart Contracts gesteuert werden, wie beispielsweise MakerDAO.

Durch die fortschreitende Adaption und durch das stetige Wachstum des Marktes rum um digitale Assets, gewinnt das Thema einer einheitlichen Regulation des Marktes immer weiter an Bedeutung. Bedingt durch die dezentrale Natur, ist der Markt rum um digital Assets weitestgehend geprägt durch einen fehlenden Ansatz einer konsistenten übergreifenden Marktregulation. Dies spiegelt sich unter anderem in einem vermehrten Auftreten verschiedener Methoden der Marktmanipulation und einer reduzierten Effizienz des Markts wider. Zukünftige Regulationsansätze wie die Markets in Crypto Assets (MICA) Verordnung der Europäischen Kommission zielen darauf ab, die Märkte um digitale Assets einheitlich zu strukturieren und so die Effizienz des Market zu gewährleisten.

Weiterhin können zum aktuellen Zeitpunkt Digital Assets, hierbei vorrangig Kryptowährungen, theoretisch von jeder Partei innerhalb des Ökosystems dezentral emittiert werden. Die MICA Regulation verfolgt weiterhin unter anderem das Ziel, die Emittierung von Digital Assets zum Schutz des Verbrauches stärker zu regulieren. Beispielsweise soll die Ausgabe von sogenannten Stablecoins nur noch unter strengen Auflagen durch geprüfte Finanzdienstleister und Institute erfolgen.

Zwar stellt Regulation von Märkten eine adäquate Möglichkeit zur Wiederherstellung des Marktgleichgewichtes und der Effizienz da (siehe Dodd Frank Akt als Reaktion auf die 2007 Finanzkrise), jedoch bedeutet Regulation im Zuge dessen auch eine stärkere Zentralisierung und somit eine Einschränkung des Grundgedankens.

Schlusswort

Mit der weiteren Entwicklung der Blockchain-Technologie und der damit verbundenen Digital Assets ist es auch zu erwarten, dass auch das Ökosystem von Dynamismus geprägt wird und über die Jahre sich verändern wird. Während nach dieser ersten Expansionsphase eine gewisse Konsolidierung am Markt möglich wird, werden wir noch in der kurzfristigen Zukunft den Eintritt von neuem Teilnehmer merken können, solange das gesamte Potenzial hinter Digital Assets nicht greifbar ist. Insbesondere durch die vielfältige Nutzung von Klassen wie Fungible und Non Fungible Token, genauso wie der stärkeren Digitalisierung von Infrastrukturen und das parallele Entstehen von Metaversen, scheint die Expansionsphase für Digital Assets gerade am Anfang zu sein.

Die Autoren

Felix Eigelshoven ist Senior Consultant im Bereich Financial Services Technology-Consulting und seit 2022 für EY tätig. Er berät Kunden aktiv zur Entwicklung von Blockchain-basierten Geschäftsmodellen, sowie deren technischer Umsetzung. Neben seiner Tätigkeit als Berater forscht er aktiv an zum Thema Krypto-Marktmanipulation und Markteffizienz.

Dr. Francesco Pisani ist seit 2015 für EY tätig. Er ist EY EMEIA Deputy Startup Leader, Co-Initiator der EY Start-up Academy und Gastdozent an verschiedenen Hochschulen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Geschäftsmodelle und Innovationen sowie Preisstrategien und Partnerschaften.

Benjamin Bercz ist Senior Manager im EMEIA FSO und im Bereich Digital & Emerging Technology bei EY tätig. Er verfügt über mehr als 10 Jahre Beratungserfahrung in der Strategie, MVP Entwicklung und Umsetzung von digitalen Transformationen mit dem Fokus auf Financial Services und DLT-Lösungen

Christopher Schmitz ist Partner in EMEIA FSO und seit 2011 bei EY tätig. Er verfügt über mehr als 25 Jahren Erfahrung in der Strategie- und Transaktionsberatung für Unternehmen in Financial Services. Christopher ist auch EMEIA FinTech Leader und Innovation Leader für FSO Deutschland.

Hauptsache, du bist gesund

Die betriebliche Krankenversicherung als bester Wettbewerbsvorteil für Arbeitgebende – Tipps und To Do‘s von Versicherungsprofi Marius Michael.

Eine Firma ist nichts ohne ihre Mitarbeitenden. Das wissen die meisten Unternehmer*innen, aber zeigen sie dementsprechend auch genügend Wertschätzung? Gute Arbeitgebende kümmern sich heutzutage umfangreich um ihre Angestellten, denn diese kümmern sich wiederrum um die Kundschaft. In der betrieblichen Kausalkette stehen die Mitarbeitenden an vorderer Position, weshalb ihnen vorrangige Aufmerksamkeit zukommen muss.

Das gilt beim externen sowie internen Personalmarketing. Besonders Unternehmen in Ballungsgebieten mit viel Konkurrenz oder in strukturschwachen Umgebungen haben Probleme, qualifizierte Mitarbeitende zu finden. Um herauszustechen, braucht es ein unschlagbares, standortunabhängiges Einstellungsargument. Schon auf der Suche nach Bewerbenden sollten KMUs signalisieren, wie sie sich für das Wohl ihrer Angestellten einsetzen, denn so können sie die benötigten Fachkräfte gewinnen. Sind die richtigen Personen gefunden, gilt es diese zu halten. Mit Alleinstellungsmerkmalen und entscheidenden Wettbewerbsvorteilen als Arbeitgebende lässt sich das Personalmarketing meistern.

Hierbei kommen u.a. Personalzusatzleistungen ins Spiel. Welche davon Arbeitnehmenden am wichtigsten sind, weiß Marius Michael von der Allianz Hauptvertretung in Frankfurt am Main: „Zu den beliebtesten Zusatzleistungen gehören heutzutage Gesundheitsservices und Altersvorsorge, weit vor Dienstwagen und Gutscheinen.“

Private Krankenzusatzversicherungen haben entscheidende Vorteile für Mitarbeitende und Vorgesetzte – und sie zeugen von Empathie und sozialer Verantwortung der Geschäftsführenden. „Vor allem die betriebliche Krankenversicherung steigert die empfundene Wertschätzung unmittelbar, da die Vorteile sofort erlebbar sind. Dadurch erhöht sich die Motivation und Zufriedenheit der Belegschaft“, weiß Marius Michael.

Nicht nur das, auch die Weiterempfehlungsbereitschaft für den Arbeitgeber steigt, wie Marius Michael erklärt. Das begünstigt Recruiting-Prozesse. Wenn sich Mitarbeitende wertgeschätzt fühlen, wird die emotionale Bindung zur Firma stärker. Die Fluktuationsquote ist mit einer betrieblichen Krankenversicherung (bKV) nur halb so hoch wie im Gesamtdurchschnitt aller befragten Unternehmen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Der beste Wettbewerbsvorteil für Arbeitgebende

In seiner Agentur entwickelt Marius Michael mit Gewerbekund*innen aus dem Mittelstand passende Versicherungskonzepte für deren Belegschaft. Er tritt dabei in knapp hundertjährige Fußstapfen der Vorgänger-Agentur und kombiniert deren renommierten Werte mit weltweiter, digitaler Beratung auf diversen Kommunikationswegen. Sein spezialisiertes Expertenteam nimmt dafür regelmäßig an Weiterbildungen und Schulungen teil.

Wenn Arbeitgebende bei Vorstellungsgesprächen Aufbau und Leistungen ihrer bKV schildern und erklären, dass die vollständige Kostenübernahme vom Arbeitgebenden erfolgt, sind die meisten Bewerber*innen positiv überrascht und schnell überzeugt. Diese Art der Zusatzleistung ist noch nicht verbreitet. Dabei ist die Organisation unkompliziert, kostengünstig und effizient. „Arbeitgebende können beispielsweise Angestellten ein jährliches Gesundheitsbudget zur Verfügung stellen, welches für verschiedene – mitunter von der Krankenkasse nicht bezahlte – Behandlungen genutzt werden kann. Beliebt sind Leistungen für Zähne, Brille, Heilpraktiker*innen oder Vorsorgeuntersuchungen“, sagt der Versicherungsprofi aus Frankfurt. Die Aufnahmeregelung ist dabei besonders einfach, denn sogar laufende und angeratene Behandlungen werden übernommen. „Der Gesundheitszustand der Mitarbeitenden spielt bei der Aufnahmeregelung keine Rolle. Für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen ist es die einzige Möglichkeit einer zusätzlichen Vorsorge“, erklärt Marius Michael. Seine Produktkonzepte können bei Firmen ab zehn Mitarbeitenden installiert werden. Die Aufwände als Betriebsausgaben sind steuerlich absetzbar.

Es wird auch Rücksicht genommen auf den Wunsch einer einfachen und digitalen Verwaltung für die Arbeitgebenden. Pro Monat muss sich nur wenige Minuten mit dem Versicherungskonzept auseinandergesetzt werden. Wird eine Leistung in Anspruch genommen, können die Beschäftigten den Ablauf mit einer App regeln oder die Mitarbeiter*in-Hotline nutzen. Darüber hinaus greift eine Sonderregelung für Angestellte in Elternzeit oder in anderen entgeltfreien Phasen: Dann müssen keine Beiträge gezahlt werden, von den Leistungen kann aber dennoch profitiert werden.

Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut. Einen Großteil unseres Lebens verbringen wir in Arbeitsverhältnissen. Rückenschmerzen, Stress und wenig Bewegung zeichnen den Alltag. Arbeitgebende zu haben, die sich um das gesundheitliche individuelle Wohlergehen kümmern, prägen nicht nur ein positives Mindset, sondern sorgen dafür, dass wir auch unsere arbeitsfreien Lebensmomente voll ausschöpfen können. Das sind keine Softskills, das ist ein Anrecht.

Kryptowährungen: Mit der richtigen Methode den Markt verstehen

Es gibt viele Möglichkeiten, sein Geld anzulegen, allerdings werfen nur noch die wenigsten eine einigermaßen vernünftige Rendite ab. Anleger*innen wollen mit ihrem hart erarbeiteten Geld ein Vermögen aufbauen oder sich ein zweites, finanzielles Standbein schaffen. Ein Beispiel, wie Start-ups das nötige Wissen und den Support bieten, ist Cryptory mit seiner gleichnamigen Methode eine Alternative zu klassischen Anlageformen.

Kryptowährungen und der Handel mit Coins

Für viele Verbraucher*innen sind Kryptowährungen immer noch ein Geheimnis, denn es gibt eine wahre Informationsflut zu den handelbaren Coins, dem richtigen Zeitpunkt für Kauf und Verkauf sowie zu allgemein gängigen Strategien. Der Zugang dieser Auskunft ist nicht immer aus der Motivation des erfolgreichen Tradens entstanden: auch das Bekanntmachen von Coins oder die Erhöhung der Reichweite von Trading-Plattformen sind vertretene Interessen. Ein gewisses Verständnis zum Markt ist notwendig, um solche Werbemaßnahmen zu durchschauen.

Seitdem 2009 der erste Bitcoin geschürft wurde, hat die digitale Währung eine von vielen nicht erwartete Performance hingelegt, die ihr im Herbst des Jahres 2021 einen Rekordwert von knapp 69.000 US-Dollar bescherte. Die Gründer von Cryptory möchten zu einem besseren Marktverständnis verhelfen. “Im Netz herrscht eine regelrechte Informationsflut zum Thema Kryptowährungen. Hier gilt es Privatinvestoren aufzuklären, welche Informationen wirklich wichtig sind und welche eben nicht. Das braucht natürlich Erfahrungswerte, die wir an unsere Kunden weitergeben.” Es geht darum, genau zu verstehen und zu wissen, was beim Krypto-Handel die jeweils nächsten Schritte sind. Die Kund*innen sollen ohne klassisches Daytrading, ständiges Beobachten und ohne „FOMO“ auskommen.

Die Cryptory-Methode: Mit 3 Schritten zum Erfolg

Mit drei einfachen Schritten, sozusagen den grundlegenden Stützpfeilern des Erfolgs, müssen sich Anwender*innen um die Auswirkungen der hohen Inflationsrate keine Sorgen mehr machen. Geschäftsleute, vom Beginner bis zum Krypto-Trading-Veteran, werden in das aufeinander aufbauende Coaching zu umfassendem Fachwissen geführt.

In einem ersten Schritt geht es beim Krypto-Handel vor dem eigentlichen Investment darum, zunächst einmal die Coins zu finden, die das größte Potenzial besitzen. Man muss sich quasi eine Schablone zurechtlegen, die es ermöglicht, eine fundierte und rationale Entscheidung zu treffen. Im Letzten geht es darum, nicht nach Bauchgefühl, sondern systematisch vorzugehen.

Ein wichtiger Aspekt beim Handel mit Kryptowährungen ist natürlich der Zeitpunkt des Kaufs bzw. Verkaufs. In thematischen Schulungen erhält man das dafür notwendige Handwerkszeug in Form von technischen Chartanalysen. Ohne von Tools oder Indikatoren überfordert zu werden, erzielt man so regelmäßige Einkünfte, ganz unabhängig von der jeweiligen Lage auf dem Krypto-Markt.

Der dritte wichtige Schritt, den man gehen muss, um zusätzliche Dividenden auf bereits generierte Gewinne zu erzielen, ist der Einsatz von Farming bzw. Verleihen (sogenanntes Yield-Farming) oder Staking (die Erzeugung neuer Blöcke in der Blockchain). Mit ihrer Hilfe sorgt man dafür, dass das eigene Kapital nicht nur einmal, sondern vielmehr ständig arbeitet. So verliert die Inflation an Schrecken und man kann beruhigt in die Zukunft schauen.

Diese drei Schritte bilden den roten Faden durch die Beratung und gewährleisten, dass der Kunde bzw. die Kundin durch Planung und fundiertes Wissen vom Kryptowährungsmarkt profitieren kann.

Damit die Kooperation tatsächlich fruchtbar sein kann, wird jede eingereichte Bewerbung vom Team analysiert und mithilfe eines kurzen Telefonats eruiert, ob für den Interessenten eine Zusammenarbeit nutzbringend sein kann.

Weitergereichte Fachkompetenz in Sachen Kryptowährungen

Mit seinen Dienstleistungen möchte das Unternehmen Cryptory deutlich machen, dass der Bitcoin eine seriöse Währung ist und sich für Langzeitanleger*innen eignet. Durch die Form der Beratung und der Wissensvermittlung ist eine enge Zusammenarbeit gewährleistet:

“Der beste Moment ist immer, wenn unsere Kunden*innen das erste Mal realisieren, dass ihr Geld endlich wieder für sie arbeitet.“

Das persönliche Coaching des vor allem im DACH-Bereich aktiven Unternehmens mit einem starken Netzwerk machen Cryptory zu einem enthusiastischen Partner für finanzielle Entscheidungen. „Gerade, wenn es um größere Mengen an Finanzmitteln geht, muss man die Besonderheiten des Kryptowährungsmarktes verstehen. Sonst schmerzt jeder kleine Fehler und kann richtig teuer werden.“

Kryptowährung kaufen – das sind die Optionen

Es gibt mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, Kryptowährung sicher und unkompliziert zu kaufen. Das Jahr 2022 wird sicherlich viel zu bieten haben, wenn es um das Thema Krypto geht – daher gilt: Jetzt gut informiert sein.

Digitales Geld findet in der aktuellen Zeit immer mehr Anklang in der breiten Gesellschaft. Der große Boom der Kryptowährungen begann vor rund vier Jahren und zeigt seitdem eine regelmäßige Wertsteigerung. Zwar sind die Kurse nach wie vor hoch volatil, doch betrachtet man das Große und Ganze, können vor allem die etablierten Währungen auf eine erfolgreiche Vergangenheit blicken.

Durch die ständige Präsenz in den Medien ist das Thema nicht mehr nur Finanzexperten vorbehalten. So wachsen das Verständnis und die Aufmerksamkeit rund um das digitale Geld bei einer Vielzahl an Leuten. Dieses gestiegene Interesse ist ein entscheidender Faktor für den positiven Verlauf der Krypto-Kurse. So wird für die Investition in den Markt für Unternehmen und Privatpersonen immer wichtiger. Fachleute gehen davon aus, dass vor allem begrenzte Krypto-Ressourcen wie der Bitcoin, eine ähnlich sinnvolle Wertanlage sind, wie beispielsweise Gold.

Fest steht, dass der Krypto-Markt weiterhin kontinuierlich wächst. Das liegt neben der Funktion als Geldanlage oder Zahlungsmittel auch an weiteren Anwendungsgebieten, die auf der Blockchain-Technologie basieren. Hier ist vor allem Ethereum gefragt, ein Blockchain-Protokoll mit der eigenen Währung Ether. Hier werden Smart Contracts genutzt, die automatisch gültig werden, sobald alle im Code platzierten Voraussetzungen erfüllt sind. Auch Nun-Fungible Token (NFT) machen sich ebenjene Technologie zunutze, genau wie das Feld der Decentralized Finance (DeFi). Durch die vielen Applikationen konnte Ethereum im vergangenen Jahr rasant zum Marktführer Bitcoin aufholen und hat Potenzial, die Spitzenposition 2022 einzunehmen.

All diese Entwicklungen zeigen, dass Kryptowährungen immer mehr in den Mittelpunkt der Finanz- und Technikwelt rücken. Interessenten sehen im digitalen Geld einen großen Reiz, der auch für Privatpersonen immer zugänglicher wird. Daher lohnt sich ein Blick auf die Optionen, die sich bieten, sollte man mit dem Gedanken spielen, Kryptowährungen zu erwerben.

PayPal

Für Geduldige hierzulande gibt es eine Möglichkeit, die sich höchstwahrscheinlich noch in diesem Jahr ergeben wird. So hat der Marktführer für Online-Zahlungsdienste PayPal im vergangenen Jahr ihre überarbeitete App vorgestellt. Diese fokussiert sich vor allem auf das Thema Krypto. Seit Anfang 2021 können User aus den USA bereits mit ihrem eWallet und Kryptowährungen bezahlen oder Bitcoins mit PayPal kaufen. Während das Vereinigte Königreich ebenfalls bereits im letzten Jahr die neuen Funktionen erhalten hat, müssen Deutschland und weitere europäische Länder noch etwas warten.

PayPal überzeugt mit einem hohen Sicherheitsstandard und intuitiver Handhabung, was es bei seinen Kunden so beliebt macht. Der Krypto-Handel über das Unternehmen wird sicherlich ein attraktives Vorhaben für Interessenten. Neben Bitcoin sollen auch Ethereum und Litecoin in das System integriert werden. Außerdem interessant ist, dass PayPal an einer eigenen Währung, dem PayPal Coin arbeitet. Der Konzern bestätigte bereits die Spekulationen und wird in den nächsten Wochen und Monaten mehr Informationen preisgeben.

Broker und Börsen

Broker und Börsen gehören zu den beliebtesten Methoden, um in der Krypto-Welt das Handeln zu beginnen. Im Vergleich zu einigen anderen Optionen werden hier tatsächliche Bestände an Bitcoin und Co. gekauft. Das bedeutet, dass nicht nur auf den Verlauf der Kurse spekuliert wird. Wer in diesem Fall Kryptowährungen kauft, hat die Möglichkeit die Coins auf ein Wallet zu transferieren und damit Zahlungen oder andere Transaktionen zu tätigen. Bei einer Börse wird der Handel direkt zwischen der Börse selbst und dem Käufer abgewickelt.

Im Gegensatz dazu gibt es außerdem Marktplätze, die schlichtweg als Plattform fungieren. Dort werden lediglich Käufer und Verkäufer zusammengebracht, um anschließend selbstständig über den Deal zu entscheiden. Es gibt eine ganze Bandbreite an Börsen und Marktplätzen, die für jeden Trader eine passende Option bereithalten. Hier lohnt sich der Vergleich, denn die Kurse der Kryptowährungen können sich teilweise stark unterscheiden.

Nutzt man einen Broker, ändern sich die Voraussetzungen für den Handel. Prinzipiell stellt der Broker nämlich nur den Zugang zum Krypto-Markt dar. So kann dieser die digitalen Gelder verwahren und zu Investitionszwecken nutzen, eine Übertragung auf ein Wallet ist allerdings nicht möglich. Auch hier ist ein Vergleich enorm sinnvoll. Vom Angebot der Coins über die Einzahlungsoptionen bis hinzu den Gebühren gibt es große Unterschiede und je nach persönlicher Situation sollte man diese Aspekte gut abwägen.

Exchange Traded Product (ETP)

Exchange Traded Products beschreiben Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden und stellen eine Überkategorie dar, in die beispielsweise auch Exchange Traded Funds (ETFs) fallen. Auch für Bitcoin gibt es entsprechende ETPs, die den Handel der Kryptowährung erlauben. Dabei sind die digitalen Gelder rein als Anlage- beziehungsweise Spekulationsobjekt zu sehen, denn ähnlich wie bei Brokern lässt sich der Bestand nicht in ein Wallet transferieren. Teilweise bieten Trader Devisen in Form von Kryptowährung an, der Standard ist es allerdings definitiv nicht.

Wer diese Option wählt, verfolgt eine ähnliche Herangehensweise wie bei Aktien, da das Kapital mittel- bis langfristig zur Vermehrung angelegt wird, in der Hoffnung an der Wertentwicklung von Krypto teilzuhaben.

Es gibt mittlerweile also zahlreiche Möglichkeiten, Kryptowährung sicher und unkompliziert zu kaufen. Weitere Optionen wie Differenzkontrakte eigenen sich für erfahrene Trader, da in diesem Fall lediglich auf den Kursverlauf gewettet wird. Das Jahr 2022 hat sicherlich wieder einmal viel zu bieten, wenn es um das Thema Krypto geht. Wie sich der Markt entwickeln wird, wird die Zukunft zeigen. Erste Indikatoren sprechen für ein erfolgreiches Jahr.

Was ist SegWit?

SegWit ist die Abkürzung für Segregated Witness. Es war vielleicht das bisher größte Upgrade des Bitcoin-Protokolls, das mehrere Verbesserungen und Korrekturen in sich vereinte.

Die Vorteile von SegWit

Die wohl bemerkenswerteste Neuerung von SegWit ist die Abschaffung der Verfälschbarkeit von Transaktionen. Vor SegWit war es aufgrund einer Eigenart der kryptographischen Signaturen von Bitcoin möglich, Transaktionen so zu verändern, dass sie anders aussahen, auch von Leuten, die die Transaktion nicht selbst erstellt hatten. Dies machte die Transaktion zwar nicht ungültig oder änderte ihre Wirkung - es wurde immer noch die gleiche Menge an Münzen von den gleichen Adressen an die gleichen Adressen gesendet - aber es erschwerte den Einsatz von Schicht-2-Protokollen wie dem Lightning Network erheblich.

Sie können die Website von BitiQ besuchen, um Ihr Krypto-Handelserlebnis auf einer regulierten und vertrauenswürdigen Plattform zu beginnen.

SegWit löste dieses Problem, indem es die "Zeugen"-Daten einer Transaktion, zu denen auch die Signatur gehört, in einen neuen Teil eines Bitcoin-Blocks verschob. Damit ebnete es den Weg für das Lightning Network und andere Layer-2-Protokolle.

Als zusätzlichen Bonus bot SegWit auch eine bescheidene Erhöhung der Blockgröße auf theoretisch vier Megabyte bzw. realistischere zwei Megabyte, je nach Art der in den Blöcken enthaltenen Transaktionen. (Um genau zu sein: Das Blockgrößenlimit wurde durch ein Limit von vier Millionen Gewichtseinheiten ersetzt, wodurch eine neue Art der "Zählung" von Transaktionsdaten eingeführt wurde). Dies bedeutet, dass Nutzer mit SegWit-unterstützenden Wallets niedrigere Transaktionsgebühren zahlen.

Script Versions

Durch einen technischen Trick namens "Skriptversionen" erleichterte SegWit außerdem die Einführung weiterer Upgrades für das Bitcoin-Protokoll. Eines dieser kommenden Upgrades könnten Schnorr-Signaturen sein, ein neuer Signatur-Algorithmus, der die Programmierbarkeit und Flexibilität des Bitcoin-Protokolls weiter erhöhen würde.

Und nicht zuletzt wurde all dies möglich, ohne dass ein rückwärtskompatibles Hard-Fork-Protokoll-Upgrade erforderlich war. (Soft Fork Upgrades erfordern nur die Unterstützung einer Mehrheit der Hash-Power, um eine Spaltung des Netzwerks zu vermeiden, während Hard Forks einen netzwerkweiten Konsens erfordern.)

Wer hat SegWit entwickelt?

Eine Version von SegWit wurde zuerst von Blockstream für das Blockstream Elements Sidechain-Projekt entwickelt. Nachdem der Bitcoin-Core-Mitarbeiter Luke-jr herausgefunden hatte, wie SegWit durch ein rückwärtskompatibles Soft-Fork-Upgrade auf dem Bitcoin-Hauptprotokoll eingesetzt werden könnte, wurde es vom Bitcoin-Core-Entwicklungsteam entwickelt. Konkret wurde der entsprechende Bitcoin Improvement Proposal (BIP) von Eric Lombrozo, Johnson Lau und Pieter Wuille verfasst, die auch den Großteil der Programmierung übernahmen. Der Rest des Teams half während des gesamten Prozesses auf verschiedene Weise, einschließlich Überprüfung und Tests.

Dem pseudonymen Litecoin-Entwickler Shaolinfry und dem Bitmain-Garantie-Ingenieur James Hilliard wird die Entwicklung alternativer Aktivierungslösungen für die Soft Fork zugeschrieben.

War SegWit umstritten?

Innerhalb der technischen Gemeinschaft von Bitcoin war SegWit nicht umstritten.

Außerhalb der technischen Bitcoin-Gemeinschaft bevorzugten jedoch einige eine andere Skalierungslösung für Bitcoin oder glaubten nicht, dass SegWit selbst als Skalierungslösung ausreichend war. Dies hatte zur Folge, dass der SegWit-Vorschlag zu einer Art Verhandlungsmasse in einem viel größeren Streit voller Kontroversen wurde. Andere versuchten, SegWit gänzlich zu diskreditieren.

Der einzige Punkt der Kontroverse, der (wohl) eine gewisse Berechtigung hatte, war, dass es "sauberer" gewesen wäre, das Upgrade als Hard Fork statt als Soft Fork zu implementieren, da dies weniger technische Zweifel im Protokoll hinterlassen hätte. Der Einsatz von SegWit als Hard Fork hätte jedoch seine eigenen Probleme mit sich gebracht, die nach Ansicht der meisten Entwickler und Befürworter von SegWit viel größer gewesen wären.

Wie verwende ich SegWit?

Sie nutzen SegWit, indem Sie eine Wallet verwenden, die SegWit integriert hat. Diese Wallet sollte SegWit-Adressen für Sie generieren, und wenn Sie eine Zahlung von einer solchen Adresse vornehmen, ist die Gebühr, die Sie zahlen müssen, niedriger als wenn Sie SegWit nicht verwendet hätten.

Es gibt zwei Arten von SegWit-Adressen. Der eine Typ ("P2SH") beginnt mit einer "3" - allerdings sind nicht alle Adressen, die mit einer 3 beginnen, SegWit-Adressen. Die andere ("bech32") beginnt mit "bc1" und ist immer eine SegWit-Adresse. P2SH SegWit-Adressen sind eigentlich eine Art Umgehung; während SegWit-Transaktionen von solchen Adressen billiger sind als Nicht-SegWit-Transaktionen, sind Transaktionen von bech32-Adressen am billigsten.

Adressen, die mit einer "1" beginnen, sind niemals SegWit-Adressen.

Zu den Wallets, die SegWit integriert haben, gehören Bitcoin Core, Electrum, Green, Trezor, Ledger und eine Reihe von anderen. Um noch tiefer in die Materie einzutauchen, schließen Sie sich uns an und starten auf unserer Plattform durch.

Warum nutzt nicht jeder SegWit?

Weit über zwei Jahre nach der Aktivierung von SegWit nutzen weniger als die Hälfte aller Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk SegWit. Aus individueller Sicht gibt es wahrscheinlich zwei Gründe, SegWit nicht zu nutzen.

Ein Grund ist, dass die Implementierung von SegWit ein Upgrade erfordert, und manche Leute sind einfach zu langsam, um das zu tun. Für große Unternehmen kann dies einen erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand bedeuten, da möglicherweise ganze Systeme umgestellt werden müssen. Ebenso haben einige Wallets und andere Anwendungen SegWit noch nicht integriert, vermutlich weil sie andere Prioritäten haben.


Wie profitieren Arbeitgeber von einer betrieblichen Altersvorsorge?

Da die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung immer geringer ausfällt, gewinnen die private und die betriebliche Altersvorsorge immer mehr an Bedeutung. Davon profitieren vor allem Arbeitnehmer, die nur über ein geringes Einkommen verfügen. Eine betriebliche Altersvorsorge kann aber auch für Arbeitgeber Vorteile bringen. Einerseits können sie Mitarbeiter binden, andererseits können sie Kosten in Form von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen sparen.

Image des Unternehmens stärken mit der betrieblichen Altersvorsorge

Für Unternehmer ist es aufgrund des Fachkräftemangels oft schwer, geeignete Fachkräfte zu gewinnen und Mitarbeiter an ihr Unternehmen zu binden. Deutlich attraktiver als eine Gehaltserhöhung können umfangreiche Sozialleistungen für die Mitarbeiter sein. Startups sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können längst nicht so hohe Löhne und Gehälter zahlen wie die großen Konzerne. Auch die Sozialleistungen fallen häufig geringer aus. Eine betriebliche Altersvorsorge hilft, die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden und neue Mitarbeiter zu gewinnen. In Stellenausschreibungen können Unternehmen bereits auf die Möglichkeit einer betrieblichen Altersvorsorge hinweisen, um interessant für Bewerber zu sein. Auch Startups, die nur über ein geringes Budget verfügen, können bereits eine betriebliche Altersvorsorge anbieten, um Mitarbeiter zu gewinnen. Von geeigneten Partnern können sie Tipps erhalten, welche Möglichkeiten sich am besten eignen.

Betriebliche Altersvorsorge als Muss für Arbeitgeber

Arbeitgeber können, aber müssen die betriebliche Altersvorsorge nicht vollständig selbst finanzieren, wenn das nicht im Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag festgelegt ist. Sie müssen auch ihre Mitarbeiter nicht auf die Möglichkeit der betrieblichen Altersvorsorge hinweisen. Mitarbeiter haben jedoch das Recht, danach zu fragen. Die Möglichkeit einer Entgeltumwandlung als Form der betrieblichen Altersvorsorge müssen alle Arbeitgeber anbieten. Das Gesetz geht sogar noch einen Schritt weiter. Bis Ende 2021 müssen Arbeitgeber bei Verträgen für die Entgeltumwandlung, die ab 2018 abgeschlossen wurden, 15 Prozent als Zuschuss zahlen. Ab 2022 müssen auch Verträge, die vor 2018 abgeschlossen werden, vom Arbeitgeber mit 15 Prozent bezuschusst werden. Arbeitgeber können ihr Image verbessern, wenn sie einen noch höheren Zuschuss zahlen oder die Beiträge für die betriebliche Altersvorsorge komplett selbst tragen.

 

Betriebliche Altersvorsorge für Arbeitgeber vorteilhafter als Gehaltserhöhung

Für Arbeitgeber kann eine betriebliche Altersvorsorge für die Mitarbeiter vorteilhafter als eine Gehaltserhöhung sein. Auf eine Gehaltserhöhung müssen Arbeitgeber Steuern und Sozialabgaben zahlen. Anders sieht es bei der betrieblichen Altersvorsorge aus, wenn sich Arbeitgeber für das richtige Modell entscheiden. Grundsätzlich ist der Arbeitgeber für die Organisation der betrieblichen Altersvorsorge verantwortlich. Er entscheidet, welche Anlageform er wählt. Das Bruttogehalt der Mitarbeiter sinkt durch eine Entgeltumwandlung, da ein Teil des Entgelts in die betriebliche Altersvorsorge geht. Trotzdem Arbeitgeber einen Zuschuss von 15 Prozent zahlen müssen, können sie ungefähr 20 Prozent an Lohnnebenkosten einsparen. Die Zuschüsse, die vom Arbeitgeber zu zahlen sind, stellen Betriebsausgaben dar. Sie können steuerlich geltend gemacht werden und die Steuerlast für Unternehmen senken. Mit der geeigneten Finanzierungsform können auch Startups über genug finanzielle Mittel verfügen, die sie für die betriebliche Altersvorsorge verwenden können.

Verschiedene Anlageformen für die betriebliche Altersvorsorge

Für die betriebliche Altersvorsorge können Arbeitgeber verschiedene Anlageformen wählen, die teilweise davon abhängig sind, ob ein Tarifvertrag vorhanden ist. Auch die Unternehmensgröße ist ein Kriterium dafür, welche Möglichkeit gewählt wird. Mit den verschiedenen Möglichkeiten genießen Arbeitgeber unterschiedliche Vorteile:

  • Direktzusage, bei der sich der Arbeitgeber verpflichtet, einen Teil des Betriebsvermögens für die Pension der Mitarbeiter zu zahlen. Der Arbeitgeber finanziert die betriebliche Altersvorsorge selbst und kann die Kosten steuerlich absetzen.
  • Direktversicherung, bei dem Arbeitgeber für ihre Mitarbeiter eine Lebens- oder Rentenversicherung abschließen und die Beiträge mit 20 Prozent versteuern können, wenn die Beiträge pro Mitarbeiter und Jahr nicht mehr als 1.752 Euro betragen. Sozialabgaben fallen dann nicht an.
  • Pensionskasse, bei der es sich um eine spezielle Lebensversicherung handelt und die dem Arbeitgeber Aufwand erspart. Arbeitgeber können ihre Anteile steuerlich absetzen.
  • Pensionsfonds funktionieren ähnlich wie die Pensionskasse, doch können Arbeitgeber, um für ihre Mitarbeiter eine bessere Rendite zu erzielen, das Geld in Fonds oder ETFs einzahlen. Entwickelt sich der Fonds oder ETF nicht wie erwartet, muss der Arbeitgeber mit der Differenz zur Mindestleistung haften.
  • Eine Unterstützungskasse verwaltet das Geld im Sinne des Arbeitgebers und legt es gewinnbringend an. Die vom Arbeitgeber gezahlten Beiträge gelten als nachträglicher Arbeitslohn.

Grundsätzlich können Arbeitgeber mit allen Durchführungsmöglichkeiten ihr Image stärken. Steuervorteile bringen Pensionskassen, Pensionsfonds und Direktzusagen.

Die Finanzierungslandschaft muss an Fahrt aufnehmen

Gast-Kommentar von Timo Bey, geschäftsführender Gesellschafter von Startupfinanzen.de, zum Thema Unternehmensfinanzierung von Startups via Venture Capital.

Ich bin Betriebswirt mit einer Spezialisierung im Bereich M&A, Sanierungs- und Insolvenzmanagement und habe zuvor praktische Erfahrungen als Head of Finance, Controlling & HR in einem Startup sowie im Investmentbanking im Bereich M&A, Corporate Finance, Distressed Advisory und Equity Capital Markets und in der Unternehmensberatung gesammelt. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Startupfinanzen.de unterstütze ich mit meinem Team Startups rund um das Thema der Unternehmensfinanzen. Hier supporten wir z.B. bei anstehenden Finanzierungsrunden, erstellen Finanzplanungen oder Unternehmensbewertungen. Aber auch das Tagesgeschäft begleiten wir etwa als CFO. In meiner Freizeit bin ich Mentor eines Startup-Accelerators und einer gemeinnützigen Organisation, die junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen unterstützt.“

„Es braucht mehr Kapital“

In vielen aktuellen Nachrichtenmeldungen und Artikeln lesen wir von florierenden Investitionen in Startups. Aber stimmt das? Naja, für einige bestimmt. Leider kommt das Geld aber nicht überall an. Dadurch kommt es zu einer ungleichen Verteilung, die man grob in drei Problemfelder aufteilen kann, die ich im Folgenden weiter beleuchten möchte:

So steigen Investitionen zwar in ihren Volumina, jedoch nicht in ihrer absoluten Anzahl. Genauer erhalten weniger Startups mehr Geld in einzelnen Finanzierungsrunden, wodurch das Volumen von Venture Capital im Absoluten steigt. Relativ betrachtet, sinkt die Anzahl einzelner Finanzierungsrunden. Dadurch sind besonders frühphasige Startups von einer Finanzierungslücke betroffen. Diese Lücke wird im „Startup-Lebenszyklus“ als die sogenannte „Valley of Death“ bezeichnet (siehe: https://www.startplatz.de/was-ist-ein-startup-definition/).

Die Finanzierungslandschaft für Startups in Deutschland

Um das Missverhältnis der Investitionen in Startups näher zu beleuchten, gehe ich nachfolgend auf die Finanzierungslandschaft für Startups in Deutschland ein:

Nach einer eigenen Auswertung der letzten sechs Jahre (2015 – 2020) des DSM (Der Deutsche Startup Monitor ist eine jährliche Onlinebefragung von Startups, in welcher Unternehmen, die jünger als 10 Jahre sind, untersucht werden) etwa, kann man klar erkennen, dass die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit von Venture Capital besonders hoch ist.

Exemplarisch bevorzugen 42,3 % der Startups eine Finanzierung durch Venture Capital und nur 18,6 % der Startups haben eine erhalten.

Ein weiterer Trend verstärk dieses Ungleichgewicht noch weiter. So kann man die ungleiche Verteilung nicht nur am Lebenszyklus eines Startups festmachen, sondern es spielen anscheinend auch geografische Faktoren eine gewichtige Rolle. Startups außerhalb der Finanzierungshotspots wie Berlin oder München haben es meist schwerer an Finanzierungen zu kommen.

Selbst unter den beiden Spitzenreitern klafft eine große Kluft. Zahlen der Unternehmensberatung EY zeigen, dass in der ersten Jahreshälfte 2021 Unternehmen aus Berlin mit 4,1 Mrd. Euro fast 70 % mehr Geld einsammeln konnten als Startups aus München.

Problemfeld: ungleiche Verteilung von Venture Capital und Co. zw. Gründer und Gründerinnen

Das letzte Problemfeld ist die ungleiche soziodemografische Verteilung von Venture Capital und ähnlichen Finanzierungsarten. Als Beispiel ist hier die ungleiche Verteilung von Finanzierungsmöglichkeiten zwischen männlichen Gründern und weiblichen Gründerinnen aufzuführen.

So haben laut Female Founders Monitor nur 5,2% der Frauen-Teams eine Finanzierung von 1 Mio. € oder mehr erhalten. Im Vergleich schafften Männer-Teams diese Marke mit einem Anteil von 27,8 %.

Obwohl die Probleme von Female Foundern vielschichtig sind, Stichwort geringer Anteil der Gründerinnen, so erkennt man dennoch eine ungleiche Verteilung des Finanzierungsangebotes zwischen Mann und Frau.

Diese Maßnahmen sind jetzt zu ergreifen

Ich glaube, dass die vorherrschenden Gegebenheiten das Potential, das von vielen Startups ausgehen könnte, systematisch nicht zur Entfaltung kommen lassen. Damit die Potentiale besser zum Tragen kommen und die Finanzierungslandschaft an Fahrt aufnimmt, schlage ich Folgendes vor:

  • Incentivierung des Mittelstands, sich an frühphasigen Startups zu beteiligen.
  • Bereitstellung von Know-how, Coaching und einem Netzwerk - zielgerichtet an weibliche Gründerinnen.
  • Professioneller Brückenbau zwischen den einzelnen Bundesländern und ausländischen Investoren.
  • Aufbau besserer Organisationsstrukturen von staatlichen und halbstaatlichen Fonds mit Expertengremien mit Nähe zu Startups.
  • Öffentliche Workshops und Weiterbildungsprogramme für Business Angels (z.B. Schärfen des Investitionsfokus).
  • Ausbau von Hubs und Acceleratoren.
  • Transparenz der Investitions- und Finanzierungslandschaft für Startups.

Der Autor Timo Bey ist geschäftsführender Gesellschafter von Startupfinanzen.de sowie Sprecher für das Ressort NRWenture von NRWalley e.V., das sich für bessere Finanzierungsmöglichkeiten für Startups einsetzt.

Schneller zum Geld

Jeder Selbständige braucht eine tragfähige Finanzierung für sein Unternehmen. Neben den klassischen Wegen Bankkredit, Förder- und Eigenmittel kommen – besonders nach einer erfolgreichen Startphase – auch andere Geldquellen in Betracht. Wenn es etwa um die Sicherung der Liquidität geht, kann Factoring hier Lücken schließen. Doch nicht für jeden eignet sich der Rechnungsverkauf.

Das Factoring-Prinzip

Das Prinzip des Factoring ist einfach: Ein externer Dienstleister, der sogenannte Factor, kauft die offenen Rechnungen eines Unternehmens. Dieses erhält damit schnell den Großteil des Be­trages und bleibt damit flüssig, auch wenn die Kunden langsam zahlen. Der Factor wiederum treibt das fällige Geld beim Schuldner ein. Jedoch muss hier niemand Angst vor rüden Inkassomethoden haben, die Branche ist seriös und der Rechnungsverkauf längst Standard. Insbesondere Großunternehmen greifen ganz selbstverständlich auf Factoring zurück, um alle Möglichkeiten einer breiten Finanzierung auszuschöpfen. In jedem Fall gilt: Der Rechnungsverkauf kann kein wackliges Geschäftsmodell retten und er kann andere Finanzierungsarten auch nicht ersetzen. Gut passt Factoring dagegen in Situationen, wo Unternehmen stets eine große Zahl offener Rechnungen vor sich herschieben und dieses Geld beispielsweise für Investitionen nutzen könnten.

Für wen geeignet?

In der Gründungsphase ergibt der Rechnungsverkauf daher selten Sinn. Ein Dienstleister braucht üblicherweise einige vergangene Geschäftsjahre, um beurteilen zu können, ob die Neugründung erfolgreich gestartet ist. Doch es gibt Ausnahmen: Legt das Un­­ternehmen einen qualifizierten Businessplan vor und verfügt es über eine hohe Eigenkapitalquote, steht auch manchen Neugründern Factoring offen. Neben den normalerweise erforderlichen, bereits erfolgreich absolvierten Jahren, sind jedoch noch andere Voraussetzungen zu beachten.

Individuelle Verträge

Stimmen die Voraussetzungen, sollte das Unternehmen sich einen passenden Partner suchen. Argumente sind etwa Branchenkenntnisse, ein ausgewogenes Kunden- und Debitorenverhältnis sowie eine lange Kundenbindung. Im Vertrag lässt sich etwa regeln, ob der Factor das Forderungsmanagement komplett übernehmen oder wie im Fall von Mahnungen verfahren werden soll. So ist es etwa möglich, die Ansprache der säumigen Zahler dem Unternehmen zu überlassen. Auch kauft der Factor meist nicht alle Forderungen.

Die Kosten-Faustregel

Ein wichtiges Auswahlkriterium sind die Kosten. Als Faustregel gilt, dass zwei bis drei Prozent der Rechnungssumme an den Factor gehen. Die genaue Höhe hängt von den individuellen Gegebenheiten ab, eine schwierige Kundenstruktur führt häufig zu einem Aufschlag. Diese Ausgaben lassen sich jedoch teilweise durch Skontorabatte, entfallende Überziehungszinsen und einen geringeren Aufwand für das Forderungsmanagement ausgleichen.

Der Autor Martin Schwer ist Inhaber der Martin Schwer Text & Konzept GmbH und erfahrener Ghostwriter, Journalist, Texter und PR-Berater.

Änderungen bei der Einfuhrumsatzsteuer

Die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) wird von der Zollverwaltung erhoben, wenn Waren aus Drittländern - also Staaten, die nicht der EU angehören - nach Deutschland eingeführt werden. Für Unternehmen haben sich zum 1. Juli 2021 diesbezüglich einige wichtige Änderungen ergeben, auf die wir im Folgenden näher eingehen.

Sinn und Zweck der Einfuhrumsatzsteuer

Warum gibt es die Einfuhrumsatzsteuer überhaupt? Erhältst du Waren aus einem Staat, der nicht der EU angehört, so fällt im Ausfuhrland keine Umsatzsteuer an. Um zu verhindern, dass Verbraucher*innen die Waren völlig ohne Umsatzsteuer erhalten, wird die Einfuhrumsatzsteuer erhoben. Ansonsten wären Waren aus einem Drittstaat steuerlich begünstigt.

Unternehmer*innen sollten sich dessen bewusst sein, dass seit dem 1. Juli 2021 umfangreiche Änderungen im Bereich E-Commerce gelten. Diese sollen den grenzüberschreitenden Handel vereinfachen und für faire Wettbewerbsbedingungen sorgen, welche Unternehmern innerhalb der EU zugutekommen. Die wichtigsten Punkte fassen wir hier zusammen.

Waren mit einem Wert von bis zu 22 Euro sind nicht mehr von der Einfuhrumsatzsteuer befreit

Bislang galt für Waren mit einem Wert von bis zu 22 Euro eine Befreiung von der Einfuhrumsatzsteuer. Diese fällt nun weg. Das bedeutet: Bereits ab dem ersten Cent wird die EUSt fällig. Damit werden Versandhändler*innen aus einem Drittstaat zukünftig nicht mehr steuerrechtlich bevorzugt. Das soll wiederum die europäische Wirtschaft stärken.

Die Abgabe einer elektronischen Zollanmeldung ist verpflichtend

Ab sofort müssen alle Waren elektronisch beim Zoll angemeldet werden. Ausnahmen gelten dabei lediglich für Briefsendungen. Bei einem Warenwert von maximal 150 Euro reicht für die Anmeldung ein reduzierter Datensatz aus. Die entsprechenden Waren müssen dabei lediglich mit sechs Stellen tarifiert werden. Beachte jedoch, dass der reduzierte Datensatz nicht ausreicht, wenn es sich um Waren handelt, welche verbrauchsteuerpflichtig sind bzw. Beschränkungen oder Verboten unterliegen.

Für die elektronische Anmeldung soll ein neues IT-System mit dem Namen ATLAS-IMPOST eingeführt werden. Dieses ist momentan allerdings noch nicht verfügbar. Voraussichtlich können Sie darauf erst ab dem 15. Januar 2022 zugreifen. In der Zwischenzeit müssen

Unternehmen entsprechende Zollanmeldungen über die Fachanwendung ATLAS-Zollbehandlung durchführen. Es handelt sich dann um eine Standardzollanmeldung, für welche der volle Datensatz angegeben werden muss.

Weitere Option zur Anmeldung: Import One Stop Shop (IOSS)

Als Alternative zur elektronischen Anmeldung von Waren mit einem Wert von maximal 150 Euro über ATLAS-IMPOST wurde der sogenannte Import One Stop Shop (IOSS) eingeführt. Dabei handelt es sich um ein Internetportal, auf welchem sich die folgenden Gruppen registrieren können:

  • Verkäufer*innen aus Drittländern
  • In der EU befindliche Vertreter*innen, welche im Auftrag von Verkäufer*innen aus Drittländern handeln
  • Deutsche Unternehmen, welche Waren aus einem Drittland einführen und verkaufen

Das registrierte Unternehmen kann Waren in der EU verkaufen und dabei die Umsatzsteuer beim Erwerber erheben. Im Anschluss meldet er die Umsatzsteuer und entrichtet diese an die zuständige Steuerbehörde. Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass IOSS nicht genutzt werden kann, wenn es sich um B2B-Lieferungen handelt.

Wie funktioniert IOSS nun Schritt für Schritt? Zunächst muss sich das Unternehmen, wie bereits erwähnt, registrieren. Werden dann Waren bestellt, erhält das Unternehmen eine Zahlung vom Erwerber. Im Rechnungsbetrag ist die Umsatzsteuer enthalten. Es erfolgt anschließend der Versand der Ware in die EU. Damit der Import stattfinden kann, müssen die Waren beim Zoll angemeldet werden.

Nach einer Zollprüfung können die Waren an den Erwerber ausgeliefert werden. Der Verkäufer muss dann monatlich eine Erklärung über die eingenommene Umsatzsteuer bei der zuständigen Steuerbehörde abgeben und den Betrag entrichten.

Special Arrangement gemäß § 21a UStG: Sammelmeldungen für Post- und Kurierdienste

Neben dem Standardverfahren und IOSS gibt es noch eine weitere Option zur Entrichtung der Einfuhrumsatzsteuer. Hierbei handelt es sich um die Sonderregelung gemäß § 21a Umsatzsteuergesetz (UstG) - auch Special Arrangement genannt. Sie ist vor allem für Post- und Kurierdienste gedacht.

Die Person, welche die Waren erwirbt, zahlt dabei die Einfuhrumsatzsteuer an denjenigen, der die Waren angemeldet hat - also in der Regel den Post- oder Kurierdienst. Dieser muss den Betrag dann nicht sofort an die Zollverwaltung entrichten. Vielmehr wird ihm ein Zahlungsaufschub gewährt.

Im folgenden Monat ist er dann dazu verpflichtet, der zuständigen Zollstelle unter anderem mitzuteilen, wie viele Sendungen ausgeliefert wurden und wie viel Einfuhrumsatzsteuer er eingenommen hat. Nach einer entsprechenden Prüfung muss der Kurier- bzw. Postdienst dann die Einfuhrumsatzsteuer gesammelt an die Zollverwaltung zahlen.

Möchtest du mehr zur Einfuhrumsatzsteuer erfahren? Im Ratgeber von anwalt.org kannst du unter anderem nachlesen, was die Bemessungsgrundlage für die Steuer ist. Dort findest du unter anderem auch eine Infografik, welche die wichtigsten Informationen zur EUSt noch einmal anschaulich zusammenfasst.