Die Suche nach dem Kick


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Mit ausgefallenen Geschäftsideen und Innovationen zum ultimativen Kunden-Must-have.

In der Zeit des Überflusses und der Langeweile haben vor allem ausgefallene Geschäftsideen enormen Erfolg. Schließlich besitzen viele Menschen bereits fast alles, was sie sich kaufen könnten und sind deshalb stets auf der Suche nach etwas ganz Besonderem. Das trifft nicht nur auf materielle Dinge zu, zum Beispiel auf extravagante Kleidung, sondern auch auf Erlebnisse. Findige Geschäftsleute sind deshalb immer auf der Suche nach dem ultimativen Kick. Die Leute scheinen süchtig zu sein nach Trends und sehnen sich nach Abwechslung vom tristen Alltag.

Wer eine zündende Idee hat, kann mit seiner Innovation Millionen erwirtschaften. Das ist keine Erscheinung der Neuzeit, denn immer wieder kommen neue Trends auf den Markt, die viele Menschen mitreißen. In den 70er Jahren waren das die Jo-Jos, später folgten die Zauberwürfel und Flummis und 2011 eroberten die Mini Looms den internationalen Markt. Der Fidget Spinner, ein kleiner Handkreisel, kam 2016 ganz groß heraus und machte seine Hersteller um viele Millionen reicher. Das Forbes-Magazin bezeichnete das nette Spielzeug als „Must-Have Office Toy For 2017“. Wer ein solches Must-have erfolgreich auf den Markt bringt, hat zumeist ausgedient.

Innovationen erobern jede Branche



Die Neuheiten beschränken sich nicht nur auf die Herstellung von Spielzeug und Accessoires, sondern sie sind ein branchenübergreifendes Phänomen. Wer einen Blick in die Speisekarte der großen Fastfood-Ketten wirft, stellt schnell eine rasche Sortimentserweiterung fest. Neben den klassischen Ham- und Cheeseburgern kommen immer mehr fantasievolle Kreationen dazu. Und das Konzept scheint aufzugehen, denn die Anbieter erfreuen sich eines regen Zulaufs. Insbesondere auf dem Gebiet der Erlebnisgastronomie tut sich was. Man isst nicht des Essens willen, sondern man bucht ein ganz besonderes Abenteuer, und genau das gefällt den Leuten. Ob es sich dabei um ein sorgfältig zusammengestelltes Rahmenprogramm mit Tanz, Musik und komödiantischen Einlagen handelt oder um ein bestimmtes Speisenthema ist völlig egal, wichtig ist, dass es sich um etwas nicht Alltägliches handelt. Für den Unternehmer bedeutet das jedoch die gleiche Basisarbeit wie in einem herkömmlichen Restaurant.

Ganz egal, wie originell eine Geschäftsidee ist, wer ein Gewerbe in der Gastronomiebranche eröffnet, benötigt das hierfür erforderliche Equipment. Dazu gehören zum Beispiel die Anschaffung einer hochwertigen Kücheneinrichtung ebenso wie die Personalplanung. Der Betrieb ist kein Selbstläufer, nur weil dem Gast etwas Extravagantes geboten wird, sondern auch hier läuft das Geschäft nur, wenn die Qualität stimmt. Vor der Neugründung ist ein gutes Konzept unverzichtbar. So muss auf jeden Fall die Finanzierung stimmen, denn ein solcher Neustart, aber auch ein Umbau bereits vorhandener Strukturen, verschlingt zumeist einen schönen Batzen Geld. Diese finanziellen Mittel müssen irgendwann wieder hereingeholt werden.

Deshalb gilt es im Vorfeld zu prüfen, ob das Vorhaben überhaupt tragfähig ist. Denn nicht nur die Idee an sich ist für den Erfolg ausschlaggebend, sondern es spielen viele weitere Faktoren eine Rolle, zum Beispiel der Standort und die Erreichbarkeit der Zielgruppe. Im Vorfeld ist ein detailliertes Profil zu erstellen. Man sollte sich fragen, ob es genügend Nachfrage gibt. In einer Region mit einer überwiegend älteren Bevölkerung macht es wenig Sinn, sich vornehmlich an ein junges, dynamisches und abenteuerlustiges Publikum zu richten. Auch die Konkurrenz ist zu beachten. Vielleicht gibt es ein ähnliches Angebot bereits in der Nähe oder die geplante Einrichtung liegt allgemein an einem wenig frequentierten und daher ungünstigen Ort. Nur nach einer eingehenden Planungsphase und nur mit einem wirklich gut durchdachten Konzept kann ein Projekt erfolgreich starten.

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Lokal handeln, bundesweit online verkaufen

Lokal handeln – so die Initiative von DHL und HDE, die Starthilfe für den stationären Handel in den Online-Handel bietet. Jetzt mit attraktiven Rabatten der Technologiepartner.

Seit 2020/21 finden Interessierte aus dem Einzelhandel Informationen und Kontakte zu den passenden Technologie- und Beratungspartnern auf der Seite der Gemeinschaftsinitiative „Lokal handeln“ von Handel und Versand. Zu den Partnern gehören die bekannten Namen von Shop-, Multichannel- und Warenwirtschaftssystemen, wie JTL-Software, plentymarkets, Billbee, DreamRobot, VARIO-Software und viele andere. Exklusiv über die Initiative „Lokal handeln“ bieten die teilnehmenden Partner aktuell besondere Rabatte für Neukund:innen an.

Wer seine Waren und Dienstleistungen bundesweit verkaufen will, hat jetzt die Chance, mit diesen Rabatten besonders günstig in den Online-Markt einzusteigen. Zu den Angeboten gehören Erlass der Grundgebühren, kostenfreie begleitende Beratung oder Rabatte auf die Software-Miete, teilweise das ganze erste Jahr. Den exklusiven Rabatt erhalten Interessierte über das Kontaktformular HIER. Einfach Name und E-Mail eingeben und auf den Button „Rabattcode senden“ klicken, dann wird der exklusive Rabatt zugeschickt, der beim Wunschpartner eingelöst werden kann.

Mit der Gemeinschaftsinitiative „Lokal handeln“ haben inzwischen rund 1.150 Einzelhändler:innen, die über 2.600 stationäre Geschäfte repräsentieren, den Sprung in den Online-Handel geschafft. Und stetig kommen neue dazu. Wie unterschiedlich die Motivation und die Wege in den Online-Handel aussehen können, berichten Unternehmer:innen aus ganz unterschiedlichen Branchen, wie Online-Apotheken, Tiernahrung, ökologische Mode, Fahrradhandel oder Kaffeerösterei, um nur einige Beispiele zu nennen. Jede:r Einzelhändler:in hat eigene Ziele und braucht dazu passende Technologie- und Beratungspartner. „Die Möglichkeiten, Menschen im Einzelhandel zu erreichen, sind endlich. Gerade in der heutigen Zeit ist die digitale Welt super wichtig. Mit einem Onlineshop ist es für Unternehmer deutlich attraktiver, weil man seine Umsätze vergrößern kann“, verdeutlicht Kira vom Eco-Mode-Label soki. Für sie war bei der Gründung wichtig, dass der Concept Store in Kassel trotz Einstieg in den Online-Handel Priorität hat. Für Uwe Prommer von Cofi Loco war – wie für viele andere auch – die Corona-Pandemie Anlass für den Einstieg in den Online-Handel. Heute sind Prommers Kaffeespezialitäten deutschlandweit gefragt. Und auch wenn sich Online- und Einzelhandel inzwischen gut ergänzen, gilt für den Geschäftsführer mittlerweile: online first!

Andere Unternehmer sind schon lange im Online-Handel etabliert und nutzen die Angebote der Initiative, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Wie beispielsweise für den Apotheker Ingo Blümlein. Für ihn spielen nicht nur günstige Preise für frei verkäufliche Arzneimittel eine Rolle, sondern auch die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit bei der Lieferung zum Kunden nach Hause. Denn vielfach werden die bestellten Arzneimittel und Medizinprodukte dringend benötigt.

Wer über den Einstieg in den Online-Handel nachdenkt, sollte sich die zeitlich begrenzte Rabattaktion der Gemeinschaftsinitiative nicht entgehen lassen. Die Rabatte sind exklusiv für Unternehmer:innen über die Gemeinschaftsinitiative „Lokal handeln“ von DHL und HDE erhältlich. Wer sich jetzt für den Sprung in den Online-Handel entscheidet, erhält beispielsweise bei Gambio 25% Rabatt auf das gesamte erste Vertragsjahr. plentymarkets schnürt ein Rabattpaket mit Erlass der Grundgebühr für plentymarkts Edition CLASSIC für drei Monate und einem 50%-Rabatt auf den Einstiegssupport. Und Tricoma erlässt allen Neueinsteiger:innen die Kosten für 3 Monate Grundgebühr für die Software, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Auf der Seite von „Lokal handeln“ erhalten Sie Infos zu allen Technologie- und Beratungspartnern und ihren exklusiven Angeboten. Jetzt den lukrativen Sprung vom lokalen zum deutschlandweiten Handel mit attraktiven Sparpaketen wagen!

 

How to Grow a Start-up

André Moll, Co-Founder von Utry.me, dem weltweit einzigen Online-Probiermarkt ohne Preise, verrät seine acht Growth Hacks für einen erfolgreichen Markteintritt.

Die Hersteller*innen aus der Fast-Moving-Consumer-Goods-Branche bringen alljährlich mehr als 30.000 neue Produkte auf den deutschen Markt – bereits ein Jahr später sind rund 76 Prozent der Artikel wieder aus den Supermarktregalen verschwunden. Insbesondere neue Unternehmen, aber auch etablierte Marken stehen dabei stets vor einer großen Frage: Welche Strategien eignen sich, damit Konsument*innen alte Einkaufsgewohnheiten ablegen und stattdessen häufiger neue Produkte ausprobieren?

Um diese Frage zu beantworten, gilt es zunächst die Psychologie der Kaufentscheidung zu verstehen. Menschen handeln häufig nicht rational, sondern aus einer emotionalen Motivation heraus. Circa 70 bis 90 Prozent aller Entscheidungen werden unbewusst getroffen. Befinden Kund*innen einen Artikel für gut, kaufen sie ihn immer wieder, weil der Erwerb ein positives Gefühl auslöst. Obwohl es kein Geheimrezept gibt, Kund*innen direkt und zahlreich zu überzeugen, erhöhen gut durchdachte Strategien die Erfolgsquote einer Produkteinführung. Gerade für Start-ups stellt Growth Hacking ein wichtiges Marketingtool dar. Bei diesem Ansatz nutzen Unternehmen günstige Marketingtricks, um den Absatz zu steigern und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Analytisches Denken, kreative Ideen sowie der Einsatz von Social Media sind hierfür essenziell.

Folgende Growth Hacks lassen sich ideal einsetzen und erzielen in vielen Fällen bereits eine große Wirkung:

Growth Hack 1: Zielgruppen analysieren

Einer der wichtigsten Grundsätze im Marketing besteht darin, seine Zielgruppen exakt zu definieren. Nur wer die Wünsche des/der Endkund*in kennt, kann seine Produktneuheiten den Bedürfnissen des/der Kund*in anpassen. Geeignete Maßnahmen dafür stellen Kund*innenbefragungen und -analysen dar. Wie Zielgruppen ihre Kaufentscheidungen treffen, welchen Nutzen sie von dem Produkt erwarten und was ihnen außerdem gefallen könnte, stellen nur drei mögliche Fragen dar. Grundsätzlich hilft ein tieferes Verständnis für die Zielgruppen dabei, aktuelle Trends und Veränderungen früh zu erkennen und den Markterfolg maßgeblich zu beeinflussen.

Growth Hack 2: Marktforschung betreiben

Aber nicht nur Zielgruppenanalysen stellen einen wichtigen Baustein der Marktforschung dar – auch andere Erhebungen helfen Unternehmen, ihre Produkte zu optimieren. Sind Hersteller*innen die Bezeichnungen Conjoint-Analyse und Concept Screening bisher kein Begriff, sollten sie sich mit diesen vertraut machen. Beide Tools helfen herauszufinden, welche Produktmerkmale für die angestrebten Zielgruppen am wichtigsten sind und wie die allgemeinen Chancen auf dem Markt stehen.

Growth Hack 3: Sampling nutzen

Konsument*innen legen im Schnitt immer die gleichen 40 bis 50 Produkte in den Einkaufskorb. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein unbekannter Artikel ohne einen speziellen Grund hinzukommt, ist sehr gering. Hier kommt das Sampling ins Spiel: Bei dieser Marketingstrategie erhalten Konsument*innen die Möglichkeit, einen Artikel vor dem Kauf kostenlos auszuprobieren, zum Beispiel über Promotionsaktionen im Supermarkt oder Sampling an belebten Orten. Auf diese Weise widmen sie dem Produkt ihre volle Aufmerksamkeit und bilden sich eine Meinung. Fällt diese positiv aus, steigen die Chancen für einen tatsächlichen Kauf. Allerdings ist dieser analoge Push-Ansatz mit hohen Streuverlusten verbunden und weist keine Messbarkeit des Kaufverhaltens auf.

Growth Hack 4: Königsweg Pull-Strategie

Im Gegensatz zur Push-Strategie fokussiert sich die Pull-Strategie direkt auf den/die Verbraucher*in. Dabei passen Unternehmen ihre Artikel an die Nachfrage der Konsument*innen an und bauen ein Image rund um die Marke auf. Im Idealfall wecken gezielte Marketingmaßnahmen bei potenziellen Kund*innen das Bedürfnis, ein Produkt unbedingt besitzen zu wollen. In der Folge fragt der/die Konsument*in im Handel nach dem Artikel und übt den gewünschten Druck aus.

Growth Hack 5: Social Media beherrschen

Guter Content stellt einen der wichtigsten Bestandteile jeder Marketing-Strategie dar. Im Gegensatz zur klassischen Werbung bieten spannende Inhalte nicht nur Informationen, sondern auch einen Mehrwert für potenzielle Käufer*innen. Ansprechendes Storytelling löst Gefühle aus und erleichtert die Kund*innenansprache. Ins­besondere Start-ups nutzen reichweitenstarke Social-Media-Plattformen, um vor allem die junge Zielgruppe zu erreichen. Influencer*innen-Kampagnen stellen ebenfalls eine effektive Möglichkeit zur Kund*innengewinnung und -bindung dar. Konsument*innen nehmen Influencer*innen nicht als Unternehmen, sondern als Personen wahr, wodurch sich die emotionale Distanz verringert. Darüber hinaus stärken attraktive Verkaufsaktionen eine bereits bestehende Community und locken Interessierte an, spannende Gewinnspiele erhöhen die Followerzahl und somit auch die Reichweite.

Growth Hack 6: SEO einsetzen

Wer kein großes Budget für Werbeanzeigen besitzt, kann die Suchmaschinenoptimierung (SEO) für sich nutzen und so die eigene Website weit vorne in den Suchergebnissen platzieren. Auf die gleiche Weise lassen sich auch die SERP-Snippets verbessern, also die Überschrift und der Beschreibungstext auf der Suchergebnisseite. Ein Call-to-­Action weckt Neugier und lockt Interessent*innen an.

Growth Hack 7: Community aufbauen

Eine treue Community, zum Beispiel in Form einer Fanpage auf Facebook oder Instagram, bietet für Hersteller*innen zahlreiche Vorteile: Insbesondere vor einem Roll-out lohnt es sich, darüber viele Kund*innenbewertungen und Verbesserungsvorschläge zu erhalten. So lässt sich ein neues Produkt überarbeiten und ideal auf die jeweilige Zielgruppe zuschneiden. Außerdem löst das Gemeinschaftsgefühl bei Mitgliedern positive Emotionen aus, wodurch sie sich mit der Marke verbunden fühlen und dieser womöglich für einen langen Zeitraum treu bleiben.

Growth Hack 8: Präsenz auf Messen und Events zeigen

Besonders für Unternehmen, die innovative oder kreative Produkte verkaufen, lohnt sich eine erhöhte Präsenz auf fachspezifischen Messen oder Events. An lokalen Ständen lassen sich Kund*innen auf der persönlichen Ebene einfacher und nachhaltiger überzeugen als über klassische Werbung oder den Onlineauftritt, da Face-to- Face-Interaktionen Emotionen viel leichter transportieren können. Zusätzlich generieren Messeauftritte weitere Käufe und steigern die Markenbekanntheit.

Dies ist ein Beitrag aus der aktuellen Ausgabe unseres Printmagazins StartingUp: Mehr liest du in der StartingUp - Heft 03/22 - ab dem 1. September 2022 im Handel oder jederzeit online bestellbar - auch als ePaper erhältlich - über unseren Bestellservice

Agiles Performance-Management

Das traditionelle Performance-Management hat ausgedient. So nutzt und förderst du das Potenzial deiner Leute.

Menschen wollen Leistung erbringen. Aber nur, wenn im Unternehmen die persönliche Entwicklung im Mittelpunkt steht, wird auch das Engagement der Mitarbeitenden wachsen. Nur wenn Befähigung statt Überforderung die Prämisse ist, steigen die Motivation und Arbeitsmoral. Nur wenn das Thema Leistung nicht nur einmal im Jahr besprochen wird, sondern ein kontinuierlicher Prozess ist, können Unternehmen ihr Potenzial tatsächlich voll ausschöpfen, ohne dass das Fass irgendwann leer ist. Wichtig dafür ist die Erkenntnis, wie eng das Prinzip des Performance-Managements mit der Selbstbestimmungstheorie verbunden ist.

Die Theorie von Deci und Ryan beschreibt die grundlegenden psychologischen Bedürfnisse, die beim Menschen eine hohe Motivation und ein hohes Wohlbefinden bewirken, und wie diese in verschiedenen sozialen Kontexten gefördert werden können. Kompetenz, Autonomie und Verbundenheit stehen dabei an erster Stelle. Ein wesentlicher Treiber des Menschen ist von Natur aus sein Bedürfnis nach Kompetenz – die positive Erfahrung, eine Tätigkeit zu beherrschen und effektiv zu sein. Am Arbeitsplatz drückt sich dies meistens als grundlegender Wunsch nach (guter) Leistung aus. In anderen Bereichen ist es manchmal auch der Reiz der Herausforderung.

Ein selbstwirksames Umfeld schaffen

Dabei unterscheidet die Selbstbestimmungstheorie zwischen Verhaltensweisen, die dem eigenen Selbstverständnis entspringen, also selbstbestimmt sind, und solchen, die nicht repräsentativ für das eigene Selbst sind. Während es sich bei ersteren um freiwillige Verhaltensweisen handelt, die mit der Erfahrung von Autonomie einhergehen, werden letztere stattdessen oft mit Kontrolle und Druck assoziiert. Den damit zusammenhängenden Unterschied zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation kennen wir alle. Für Unternehmen und deren Performance-­Management ist es demzufolge entscheidend, ein Umfeld zu schaffen, das die psychologischen Bedürfnisse des Menschen unterstützt, um die richtige Motivation zu nähren.

Keine Diskussion über Motivation wäre vollständig, ohne das Thema der Selbstwirksamkeit angesprochen zu haben. Dabei handelt es sich weniger um ein Bedürfnis, ondern vielmehr um eine Eigenschaft, die die Leistung und zugleich das Wohlbefinden jedes Menschen ganz entscheidend beeinflusst. Sind Mitarbeitende von ihrer Selbstwirksamkeit überzeugt, setzen sie sich erfahrungsgemäß höhere Ziele, sind in der Lage, größere Mühen auf sich zu nehmen, um diese zu erreichen und halten auch bei Schwierigkeiten länger durch. Zudem stecken sie – sollte der Fall eintreten – Misserfolge leichter weg. Auch deshalb, weil sie ebenfalls davon überzeugt sind, Leistung erbringen und damit ihr Leben beeinflussen zu können.

Das traditionelle Performance-Management hat ausgedient

Im heutigen Arbeitsumfeld ist eine Kultur gefragt, die veränderungsfähig und experimentierfreudig ist, die durch kontinuierliches Lernen eine persönliche Entwicklung des Einzelnen sowie die kollektive Entwicklung eines Teams ermöglicht. Eben jene Anreize, die durch ein traditionelles Performance-Management nicht mehr gegeben sind oder sogar zunichtegemacht werden. Der Tayloristische Ansatz der industriellen Effizienzsteigerung sowie alles und jeden einzeln messbar zu machen, widerspricht der zunehmenden Autonomie und dem wachsenden Teamgefüge, inklusive Projektarbeit, Netzwerkstrukturen und Solidarität.

Die Probleme mit aktuell gängigen Methoden im Performance-Management-Review-Prozess lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • Die Bewertung von Menschen für vergangene Leistungen steht möglichen Verbesserungen in „Echtzeit“ gegenüber.
  • Jährliche Leistungsbewertungen sind nachweislich nicht hilfreich, weil Menschen sich gedanklich meist auf die letzten Ereignisse (4 bis 6 Wochen) beziehen und nicht auf die Entwicklungen und Leistungen davor.
  • Welche Ziele vom Anfang des Jahres ergeben im letzten Quartal überhaupt noch Sinn, um darauf hinzuarbeiten?
  • Der Prozess ist für alle Beteiligten (insbesondere Führungskräfte) sehr zeitaufwändig.
  • Allerdings gilt auch: Performance-Bewertungen sind kein Performance-Management.

All das half in der Vergangenheit zu kontrollieren (ursprünglich der Sinn und Zweck), ist inzwischen aber wenig hilfreich, wenn es darum geht, das tatsächliche und so wertvolle Poten­zial von Mitarbeitenden zu entfalten. Agile Prinzipien sind also auch im Performance-Management gefragt. Der Bedarf verändert sich von Produktivität und Output hin zu Kreativität, Innovation und sog. Knowledge Working. Demzufolge braucht es mehr Raum für die eigene Autonomie, den Sinn und dafür, in bestimmten Dingen eine Meisterschaft zu erreichen, die uns als Menschen, als Führungskräfte und als Mitarbeitende sowie als Leistungsträger*innen voll und ganz erfüllt.

Mitarbeitende befähigen, ohne zu überfordern

Wenn heutzutage von Agilität, Selbstorganisation oder Teal die Rede ist, scheint Empowerment der Kern vieler Konzepte zu sein, die in Unternehmen verwendet werden – und doch scheinen viele noch immer mit „echter Befähigung“ zu kämpfen. Betrachtet man die Oxford-Definition, so sollte es recht einfach sein: Die Menschen übernehmen in ihrem Arbeitsbereich die Kontrolle und entscheiden über alles, was damit zusammenhängt. Klingt doch leicht, oder? Ist allerdings einfacher gesagt als getan! Weil viele Führungskräfte „ihre“ Mitarbeitenden nicht wirklich als Erwachsene mit bestimmten Fähigkeiten sehen und behandeln. Dabei wäre genau das wichtig, und heißt übrigens nicht, dass sie alles können (müssen), sondern Erfahrung in bestimmten Fertigkeiten haben und in der Lage sind, weiter zu lernen. Im Kern bedeutet das vielbesagte Empowerment also nichts anderes, als ein sicheres Umfeld zu schaffen, in dem sich die Menschen ermutigt fühlen, neue Dinge auszuprobieren, Entscheidungen zu treffen und keine Angst zu haben, dafür verantwortlich gemacht zu werden, wenn etwas nicht funktioniert.

Wichtig ist dabei: Der Aufbau und die Pflege dieses Umfelds sind keine einmalige Angelegenheit, sondern ein fortlaufender Prozess, der nie endet. Führungskräfte sind also immer gefordert und können sicher sein: Probiert ein mutiges Teammitglied etwas aus und bekommt keine Unterstützung, hält dies höchstwahrscheinlich andere davon ab, es überhaupt zu versuchen. Hier ist Verantwortung gefragt! Also die Situation erkunden, in der sich der/die Mitarbeitende gerade befindet und gemeinsam schauen, wo sich das Hindernis befindet. Führungskräfte sind dann aber nicht dazu da, das Problem für den/die Mitarbeitende(n) zu lösen, sondern allenfalls Hinweise zu geben, wie er oder sie es selbst überwinden kann. Sind Dinge gut gelaufen, spricht übrigens nichts gegen eine Bestätigung – gern öffentlich und bei besonderen Erfolgen vielleicht sogar im Rahmen einer kleinen Feier, um auch dem Rest des Teams zu zeigen, dass gute Arbeit anerkannt wird.

Sieben kleine Dinge, die du sofort tun kannst

Bei jeder Interaktion mit dem Team können und sollten Führungskräfte beweisen, dass ihnen die Befähigung der Mitarbeitenden wirklich am Herzen liegt – beispielsweise mit folgenden sieben kleinen Anregungen:

1. Hör deinem Team zu und mach dich zum Teil der Lösung

Gib regelmäßig Feedback und zeig deinen Mitarbeitenden, dass dir ihr Einfluss wichtig ist und du ihre Meinung schätzt. Aber Vorsicht: Eine zu hohe Taktzahl beim Feedback kann auch den Druck erhöhen und einen gegenteiligen Effekt erzielen. Die Kultur bei Amazon mit ständigem Feedback führte über einen bestimmten Zeitraum dazu, dass Mitarbeitendenzufriedenheit und -produktivität negativ beeinflusst wurden. Außerdem ist Feedback eben nur Feedback und kann demzufolge auch ignoriert oder nicht umgesetzt werden. Du musst also in jeder Hinsicht loslassen können von den eigenen Ideen. Die Verantwortung ist und bleibt beim Team.

2. Sei dir bewusst, dass deine Emotionen Auswirkungen auf dein Team haben

Es kann sein, dass etwas schief geht – das ist ein natürlicher Bestandteil der Schaffung von Neuem und Großem. Angenommen, etwas klappt nicht wie geplant oder erwartet: Bleib positiv und optimistisch – aber bitte nicht nur um des Optimismus willen. Deine Emotionen und die Bedeutung, die du den Dingen beimisst, spiegeln wider, wie dein Team danach über die Dinge denkt. Trotzdem darfst und sollst du natürlich auch sachlich analysieren, was schiefging. Wichtig aus Sicht der Führungskraft sind Fragen wie bspw.: Wie hätte ich besser unterstützen können? Welche Einblicke oder Skills haben allenfalls gefehlt?

3. Sei dankbar und zeige Wertschätzung

Es ist nur ein kleines Wort, aber es kann den großen Unterschied machen: Danke. Wenn du deinem Team zeigen willst, dass du ihm vertraust und es wertschätzt, sag Danke. Im Idealfall mit einer kurzen Begründung, wofür du sich bedankst – je spezifischer, desto besser. Übrigens ist ein Dankeschön manchmal gerade dann angebracht, wenn etwas schiefgegangen ist. Solange dein Team etwas daraus gelernt hat. Zeig jedem/jeder, dass du den individuellen Beitrag anerkennst. Dies wird langfristig dazu beitragen, Vertrauen aufzubauen, weil deine Leute sehen und spüren, dass sie Teil von etwas sind.

4. Unterstütze dein Team dabei, seine Leidenschaft zu finden

Jeder Mensch hat Stärken, und wenn er oder sie sich dieser Stärken bewusst ist und bereit ist, diese zu entfalten, unterstütze ihn oder sie dabei, sich zugehörig und erfolgreich zu fühlen. Unterstütze dein Team dabei, seine individuellen Stärken zu erkunden, und gib ihm am Arbeitsplatz die Möglichkeit, diese auch zu nutzen. Das wird die Motivation steigern und das Wohlbefinden fördern.

5. Sei ein Vorbild für das Verhalten, das du in deinem Team sehen willst

Es kommt darauf an, dass du es vorlebst, also sei ein lebendiges Vorbild für das Verhalten, das du von deinem Team erwartest.

6. Gib deinem Team Freiheiten – ermutige es, seinen Weg zu finden

Auch, wenn dieser Weg nicht deinem Weg oder deinen Erfahrungen entspricht. Nur so entsteht Innovation! Das ist besonders wichtig in einer Zeit, in der immer mehr aus der Ferne und in virtuellen Teams, gearbeitet wird. Das ist eine großartige Gelegenheit für dich, deinem Team zu zeigen, dass du ihm vertraust. Es kann frustrierend sein, nicht immer den Überblick zu haben, aber Mikromanagement ist das Gegenteil von Befähigung der Mitarbeitenden. Zeig ihnen, dass du ihnen zutraust, die Arbeit rechtzeitig zu erledigen, und dass sie sich an dich wenden können, wenn sie nicht weiterkommen oder Hilfe benötigen.

7. Schaffe unterstützende Strukturen

Klarheit, Transparenz und Leitplanken helfen den Mitarbeitenden, sich einen Überblick zu verschaffen, und unterstützen sie dabei, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Ein definierter Prozess, in dem ausdrücklich erklärt wird, wer wozu befugt ist, ist für Menschen von großer Bedeutung. Nicht wichtig ist hingegen ein Konsens über den Entscheidungs­findungsprozess an sich. Probier verschiedene Strukturen aus und finde heraus, welche am besten zu dir und deinem Team passen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Es ist gerade jetzt sinnvoll, den Review-Prozess zu überdenken und erste Schritte in Richtung agiles Performance-Management zu gehen. Auf klassische Leistungsbewertungen zu verzichten, sollte den Effekt erzielen, von „die Vergangenheit rechtfertigen“ hin zu „über aktuelles Wachstum und zukünftige Entwicklung nachdenken“ zu gelangen. Die Mitarbeitenden sollten sich befähigt und bestärkt fühlen, die Führungskräfte mehr Zeit haben, um sich auf die Kultur und Verhaltensweisen sowie Werte zu fokussieren statt nur auf strategische Ziele. Pilotprojekte helfen, um experimentierfreudig zu werden und gezielt vorwärtszukommen anstatt überall auf einmal zu sein. Davon profitieren sowohl die Leistung jedes einzelnen Mitarbeitenden als auch die Gesamt-Performance deines Unternehmens.

Der Autor Timm Urschinger ist Mitgründer und CEO von LIVEsciences, einem experimentierfreudigen Beraterteam, dessen Vision es ist, den Erfolg von Unternehmen und Organisationen zu katalysieren.

Infos und Tipps zum Verkauf von Gewerbeimmobilien

Was erfolgreiche Start-ups in der Expansionsphase beim Verkauf ihrer (zu klein gewordenen) Gewerbeimmobilie beachten sollten.

In erfolgreichen Start-ups ist es keine Seltenheit, dass schon wenige Jahre nach der Gründung der Umzug in ein größeres Büro ansteht. Neben den eigentlichen Umzugsarbeiten muss dabei auch der Verkauf der zu klein gewordenen Gewerbeimmobilie organisiert werden, wenn diese sich im Eigentum des Unternehmens befindet.

Verkauf von Gewerbeimmobilien im Überblick

  • Ein Objekt gilt laut Steuerrecht als Gewerbeimmobilie, wenn es mindestens zu 80 Prozent gewerblich genutzt wird.
  • Die Wertermittlung bei einem Gewerbeobjekt erfolgt anhand des Ertragswertverfahrens, das auf dem Bodenwert und dem Gebäudeertragswert basiert.
  • Um kostspielige Fehler zu vermeiden und schnell einen passenden Käufer zu finden, ist es empfehlenswert, einen Gewerbemakler zu beauftragen.

Ist das Objekt eine gewerbliche Immobilie?

Das Steuerrecht (§ 181 Abs. 6 BewG) definiert Gewerbeimmobilien als Immobilien, deren Verhältnis aus Nutz- und Gewerbefläche eine überwiegend gewerbliche Nutzung (mindestens 80 %) vorsieht und die kein Teileigentum sind. Die Unterscheidung zwischen Gewerbe- und selbstgenutzten Wohnimmobilien ist besonders aus Gründen der Bewertung und der Besteuerung wichtig.

Typen von Gewerbeimmobilien

In Deutschland unterscheidet man zwischen folgenden Typen von Gewerbeimmobilien:

  • Büroimmobilien – Büroräume, die die Verwaltung eines Unternehmens (z.B. Buchhaltung, Personalabteilung …) nutzt.
  • Produktionsimmobilien – Gebäude, die der Produktion von Waren dienen. Meist handelt es sich dabei um Hallen mit einem Stockwerk.
  • Freizeitimmobilien – Gebäude für Freizeitaktivitäten wie Golfanlagen, Bootshäuser usw.
  • Handelsimmobilien – Einkaufszentren, Ladengeschäfte, Supermärkte und andere Objekte, in denen gehandelt wird.
  • Logistikimmobilien – Objekte, in denen Waren (Endprodukte und Zwischenprodukte) gelagert und verteilt werden.
  • Spezialgewerbeimmobilien – Spezielle Objekte wie Kraftwerke und Flughäfen, die nicht in die übrigen Kategorien passen.

Gewerbeimmobilien richtig verkaufen

In der Regel werden Gewerbeimmobilien in Zusammenarbeit mit einem Gewerbemakler verkauft. Dieser hilft dem Eigentümer mit seinem Fachwissen bei den folgenden Teilschritten.

Die Marktanalyse

Die Marktanalyse ist essenziell für den Verkauf einer Gewerbeimmobilie. Dabei haben folgende Fragen eine grundlegende Bedeutung:

  • Welche Käufer könnte das Objekt interessieren?
  • Welche Arten von Gewerbe passen zur Immobilie?
  • Welcher Teilmarkt sollte speziell angesprochen werden?
  • Unterliegt der Teilmarkt saisonalen oder konjunkturellen Schwankungen?
  • Spricht die vorhandene Ausstattung des Objekts spezielle Gewerbe an?
  • Existieren Probleme, die potenzielle Käufer oder Investoren abschrecken könnten?

Die Wertermittlung

Die Wertermittlung sollte stets mithilfe eines professionellen Wertgutachtens erfolgen. Der Verkäufer erhält dadurch alle nötigen Informationen, um einen angemessenen Preis für seine Gewerbeimmobilie festzulegen. Besonders bei teureren Objekten sind verfügen auch die Käufer über Informationen zur aktuellen Marktlage und zum Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Um gut in die Verhandlungen zu starten, ist es aus Käufersicht deshalb essenziell, den realistischen Verkaufspreis zu kennen. Weil Gewerbeobjekte oft als Kapitalanlage dienen, mit der eine gute Rendite erwirtschaftet werden soll, erfolgt die Wertermittlung meist mit dem Ertragswertverfahren.

Unterlagen für den Verkauf

Zudem sollte der Verkäufer neben dem Wertgutachten Interessenten möglichst umfassende Informationen zur Verfügung stellen. Bei Gewerbeobjekten sind die folgenden Dokumente wichtig:

  • Lageplan und Flurkartenauszug
  • Grundbuchauszug, der alle Belastungen und Rechte Dritter am Objekt zeigt
  • Kubaturberechnung
  • Nutzflächenberechnung
  • Bebauungsplan
  • Baupläne (Maßstab 1:100) und Werkpläne (Maßstab 1:50)
  • Auszug aus dem Baulastenverzeichnis
  • Belege zu Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten der letzten Jahre
  • Baubeschreibungen (besonders zu Umbauten)
  • Betriebskostenaufstellung und Nebenkostenabrechnungen der letzten Jahre
  • Mietverträge der letzten Jahre
  • Energieausweis des Gebäudes

Ein Großteil der Dokumente kann beim Bauordnungsamt bezogen werden. Gewerbemakler helfen gern bei der Beschaffung und der Zusammenstellung der Unterlagen.

Preisbildungsfaktoren bei einer Gewerbeimmobilie

Der Wert einer Gewerbeimmobilie hängt von unterschiedlichen Preisbildungsfaktoren ab. Diese unterscheiden sich in Abhängigkeit vom Gewerbeteilmarkt teilweise stark voneinander. Es ist deshalb empfehlenswert, die Wertermittlung durch einen Immobilienexperten durchführen zu lassen.

In der Regel kommt bei Gewerbeimmobilien das sogenannte Ertragswertverfahren zum Einsatz. Die Preisbestimmung erfolgt bei diesem Verfahren anhand des Bodenwertes und des Gebäudeertragswerts, der sich primär aus den Mieteinnahmen und den Bewirtschaftungskosten zusammensetzt. Außerdem spielen folgende Kaufpreisfaktoren eine entscheidende Rolle:

  • Zustand – Ein guter Zustand, bei dem in den kommenden Jahren eher geringe Instandhaltungs- und Renovierungskosten anstehen, kann den Wert einer Gewerbeimmobilie deutlich erhöhen.
  • Lage – Die Lage und die Infrastruktur einer Gewerbeimmobilie beeinflussen deren Wert stark. Besonders Objekte in Großstädten oder deren unmittelbarer Nähe mit einer guten Verkehrsanbindung finden oft schnell einen zahlungskräftigen Käufer.
  • Vermietet oder unvermietet – Bei Gewerbeimmobilien erzielen vermietete Objekte meist einen höheren Wert, weil der Käufer dadurch eine finanzielle Sicherheit hat. Bei einem Leerstand stellt sich daher die Frage, warum und wie lange dieser bereits besteht und wie gut das Objekt, nachdem Kauf vermietet werden kann.
  • Mieteinnahmen – Bei vermieteten Gewerbeimmobilien ist neben der Höhe der Mieteinnahmen auch deren Ausfallsicherheit essenziell. Objekte, mit solventen Mietern, marktüblichen Miete und noch lange laufenden Mietverträgen erzielen die höchsten Preise.

Fazit zum Verkauf einer Gewerbeimmobilie

Der Verkauf einer Gewerbeimmobilie ist deutlich aufwendiger als bei einer Privatimmobilie. Der gesamte Prozess sollte deshalb durch einen spezialisierten Gewerbemakler betreut werden. Start-ups und andere unerfahrene Verkäufer können dadurch kostspielige Fehler vermeiden und einen marktüblichen Preis erzielen. Zudem können Immobilienmakler durch ihr großes Netzwerk aus Unternehmen und Investoren meist schnell einen passenden Käufer für die Gewerbeimmobilie finden.

Firmengründung im Ausland – was gibt es zu beachten?

Wir geben Tipps für die Firmengründung im Ausland und zeigen Wege auf, wie Start-ups und andere Unternehmen am meisten profitieren.

Eine Firmengründung im Ausland kann diverse Vorteile bieten, sollte aber reiflich überlegt sein. So sind die rechtlichen und kulturellen Besonderheiten im Zielland zu berücksichtigen, aber auch das deutsche Außensteuergesetz, das Outsourcing eindämmen soll und schnell zu einer Doppelbesteuerung führen kann. Wir geben Tipps für die Firmengründung im Ausland und zeigen Wege auf, wie Start-ups und andere Unternehmer am meisten profitieren.

Warum eine Firma im Ausland gründen? Die Vorteile

Deutschland zehrt als einst hoch entwickeltes Industrieland von seiner Substanz. In vielen Bereichen war das Land in der Mitte Europas einst führend. Dies betraf die chemische Industrie, Ingenieurskunst, Autoindustrie, Stahlfertigung und den Maschinenbau. Doch es ist kein Geheimnis, dass der Lack zunehmend abblättert. In wichtigen neuen Branchen, die mit der Industrie 4.0 entstanden sind, droht Deutschland den Anschluss an die Spitze zu verlieren.

Sträfliche Versäumnisse bei der Digitalisierung, hohe Arbeitskosten, eine überbordende Bürokratie, die begabte Macher schier zur Verzweiflung bringen, und eine hohe Steuerlast werden als Gründe für die Abwanderung in andere Länder immer wieder genannt.

Wer an Steuern sparen möchte, sollte besonders auf sogenannte Steueroasen achten. Dies sind Länder wie Luxemburg, Liechtenstein, Estland, Litauen, Panama, Monaco, Andorra, Gibraltar, Zypern, Malta, die Kanaren und die Isle of Man. Andere Motive zur Gründung im Ausland sind geringere Arbeitskosten, weniger Bürokratie sowie die Erschließung neuer Absatzmärkte und Einflusssphären.

Wo kann eine Firma gegründet werden?

Wer eine Firma im Ausland gründen möchte, kann zunächst den Wirtschaftsraum der EU sondieren. Die EU selbst setzt im Zuge des EU-Freizügigkeitsrechts für Unternehmen die Standards zunehmend durch, dass eine Firmengründung nicht länger als drei Werktage und nicht mehr als 100 EUR kosten soll. Außerdem forciert sie die digitale Abwicklung des Procederes über eine einzige Behörde.

Gründer können bei ihrem Vorhaben mit einer großzügigen Unterstützung durch EU-Fonds rechnen und für die EU spricht auch die Vielzahl an Steueroasen, die noch lange nicht trockengelegt sind. Alternativen bestehen in den asiatischen Tigerstaaten, die mit geringen Arbeitskosten, wenig Bürokratie und einem hohen Digitalisierungsgrad locken.

In Amerika ist Panama für Gründer ein Geheimtipp, denn in puncto Bürokratie und Verwaltungsaufwand kann das mittelamerikanische Land durchaus als Deutschlands Antithese aufgefasst werden.

Liechtenstein, Norwegen und Island gehören zwar nicht zur EU, genießen aber aufgrund der hohen Kaufkraft seiner Einwohner und der herausragenden auch digitalen Infrastruktur als Standorte einen exzellenten Ruf.

Woran man vor der Firmengründung im Ausland achten sollte

Wichtig ist es, sich vor der Gründung mit den rechtlichen Gepflogenheiten im Ausland bekannt zu machen, um rechtliche Folgen mit negativen Auswirkungen auf Reputation und Finanzen zu vermeiden. Was die Unternehmenskultur betrifft, so gibt es zwar eine Reihe an allgemeinen Trends wie etwa das Ideal der flachen Hierarchien bis hin zu den sich selbst organisierenden, nahezu autonom agierenden Einheiten.

Dennoch hat jedes Land seine kulturellen Gepflogenheiten, die im Umgang mit den Mitarbeitern zu berücksichtigen sind. Außerdem wird Werbung je nach Land anders wahrgenommen. In Frankreich ist die Werbung emotionaler als im eher faktenorientierten Deutschland, und wer mit seiner Werbung in anderen Kulturkreisen provozieren möchte, sollte darauf achten, dass die Botschaft von den Menschen auch verstanden wird.

Die richtige Unternehmensform

Unternehmensformen gibt es reichlich, angefangen von der AG und UG, fortgesetzt bei der GbR und AHG und weitergeführt bis zur GmbH und KG. Jede Rechtsform ist mit steuerlichen Vor- und Nachteilen verbunden, die zu prüfen sind und mit der eigenen Branche verglichen werden sollten. Zu bedenken ist auch, dass im Ausland die Würfel neu gemischt werden:

Ein pointiertes Beispiel ist die GmbH, die in Polen Sp. z. o. o. heißt und in der mündlichen Sprache Spólka. Während in Deutschland als Voraussetzung für die Rechtsform 25.000 EUR als Stammkapital gefordert werden, sind es in Polen nur 5.000 Zloty, was nicht mehr als 1.100 EUR entspricht.

Marketingstrategien vor der Markteinführung

Wichtige Maßnahmen für deinen erfolgreichen Markteinstieg.

Von der Idee zum fertigen Produkt oder der marktkonformen Dienstleistung ist es ein langer Weg. Der wichtigste Teil passiert aber schon im Vorfeld bis zur eigentlichen Markteinführung. Themen wie Finanzierung, Marktforschung, Produktentwicklung und die richtigen Mitarbeiter sind Kernkompetenzen, wenn es um den erfolgreichen Start einer neu umgesetzten Idee geht. Hier kommt eine detailliert ausgearbeitete Marketing-Strategie zum Tragen. Mit ihr steht und fällt jede noch so gute Idee.

So floppte beispielsweise das grüne Ketchup von Heinz, denn Ketchup ist nun mal rot. Auch Crystal Pepsi kam bei den Konsumenten nicht gut an. Die koffeinfreie Pepsi, die aussah wie Wasser, sollte gesundheitsbewusste Käufer ansprechen. Funktioniert haben diese Konzepte aber nicht. Nicht nur in der Lebensmittelbranche gab es Fehlgriffe, auch im Unterhaltungssektor spielt Marketing eine sehr große Rolle. Vor allem im Gaming Sektor gab es in den letzten Jahren einige Flops: Marvel’s Avengers, Anthem, Star Wars Battlefront & Star Wars Battlefront 2 oder Crucible – um nur einige zu nennen. Alles richtig hingegen machen momentan die meisten Online Spielbanken. Sie betreiben eine einwandfreie Marketingstrategie. Seriöse Online Casinos arbeiten mit Anreizen wie Boni und bieten einen schnellen und unkomplizierten Kundenservice. An einer sauberen Marketingstrategie kann man auch erkennen, dass es sich um eine seriöse Spielbank handelt. Wie geht also gutes Marketing – von der Strategie bis zur Markteinführung? Welche Schritte man – egal für welches Produkt – im konkreten Fall setzen sollte, wird im Folgenden genauer skizziert.

CI - Corporate Identity

Die Basis für jedes gute Marketing ist eine entsprechende Corporate Identity. Hier handelt es sich um ein passendes Erscheinungsbild. Ein Produkt oder die Dienstleistung wird für potenzielle Kunden attraktiv und ansprechend gestaltet. Man spricht hier auch von der Grundlage für ein gelungenes Marketing. Denn wenn eine Idee nicht ansprechend gestaltet ist, wird sie es schwer haben. Zu einer unverwechselbaren CI gehört:

  • Firmenname
  • Logo
  • Passende Schriftart
  • Verpackung der Produkte / Design der Website
  • Farbliche Abstimmung sämtlicher Elemente
  • Generell ein einheitliches Look & Feel mit eindeutigem Wiedererkennungswert

Zusammengefasst sollte das Corporate Design dafür da sein, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung einen guten und einheitlichen Gesamteindruck beim Konsumenten hinterlassen. Sind diese wichtigen Standbeine fertig, kann man sich über den Marketingmix Gedanken machen. Dieser besteht aus vielen Faktoren, die den Erfolg von einem Produkt ausmachen.

Markteinführung

Hat man alle strategischen Fragen geklärt, kann man sich über den Produktlaunch Gedanken machen. Hier wird zu einem festgelegten Termin das Produkt oder die Dienstleistung dann endlich präsentiert. Damit so eine Markteinführung ein Erfolg wird, muss die Produktdefinition und die entsprechende Produktentwicklung gelingen. Man untergliedert hier die Phase der Entwicklung und die Phase der Produkteinführung. Die Entwicklung umfasst

  • Ideengewinnung und -bewertung,
  • Machbarkeitsanalyse,
  • Wirtschaftlichkeitsrechnung,
  • Erstellung eines Businessplans,
  • Erarbeitung des Lastenheftes und den Abgleich mit dem Pflichtenheft.

Danach startet man mit dem Entwicklungsprojekt. Parallel dazu beginnt die Phase der Produkteinführung. Die beinhaltet alle Maßnahmen, um ein Produkt oder eine Dienstleistung bekannt zu machen. Sobald dieses etabliert ist, kann man die Markteinführung als abgeschlossen betrachten. Diese Phase kann aber bis zu zwei Jahren dauern. In der Zeit wird am Marketingkonzept ständig weitergearbeitet. Es wird ausgebaut und adaptiert. Wichtig während diesem Prozess ist eine stringente Struktur und eine nahtlose Dokumentation.

Die wichtigsten Schritte im Überblick

Bevor man ein Produkt im Regal kaufen oder ein Game im APP Store downloaden kann, gibt es zahlreiche Prozesse und Schritte, die im Hintergrund passieren müssen. Die wichtigsten sind hier kurz zusammengefasst.

Step 1: Team zusammenstellen

Mit einem Team, das gut zusammenarbeitet und sich perfekt ergänzt, steht und fällt jede Geschäftsidee. Daher sollte man sich hier schon vorab Gedanken machen, welcher Kopf ins Team passt und wen man an seine Seite holen sollte. In der Hierarchie sollte es eine Teamleitung geben, welcher Bereichsmanager untergestellt sind. Wichtige Abteilungen sind Vertrieb, Marketing und Kommunikation, Service sowie Produktion und Einkauf.

Step 2: Konzept erarbeiten

Gemeinsam sollte man nun das Markteinführungskonzept erarbeiten. Konzeptionelle Gedanken sollten schon in Form gebracht worden sein. Hier geht es jetzt darum, diese Ideen zu konkretisieren und alles zeitlich zu strukturieren. Auch der strategische Fokus wird in dieser Phase festgelegt. Es gibt unzählige Fragen, die man in dieser Entwicklungsphase beantworten sollte. Einige davon lauten:

  • Worin besteht der besondere Nutzen für die Zielgruppe?
  • Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Markteinführung?
  • Welche Zielgruppe möchte man ansprechen?
  • Wie hebt man sich von den Mitbewerbern ab?
  • In welchen Märkten soll das Produkt / die Dienstleistung verfügbar sein?
  • Wie soll der Erfolg gemessen werden?

Step 3: Markteinführungsplan erstellen

Hat man für alle obigen Fragen die passenden Antworten gefunden, kann man mit der Planung der Markteinführung beginnen. Hier werden alle Einzelmaßnahmen zeitlich aufeinander abgestimmt. Diese Maßnahmen sollten außerdem mit den zuständigen Fachabteilungen terminiert und abgesprochen werden. Vor allem im Service und Vertrieb gibt es bei neuen Dienstleistungen oder Produkten längere Vorlaufzeiten. Diese sollte man unbedingt miteinkalkulieren. Alle Abteilungen sind aber letztendlich dafür verantwortlich, dass der gemeinsame Projektplan umgesetzt und kontrolliert wird.

4. Vertriebskonzept ausarbeiten

Nur wer selbst vom Produkt oder der Dienstleistung begeistert ist, kann auch Kunden begeistern. Daher ist es vor allem im Vertrieb wichtig, Sicherheit und Vertrauen, zu dem was man verkaufen soll, zu haben. Das ist der Schlüssel für einen erfolgreichen Verkauf. Die Vertriebsmitarbeiter sind die ersten internen Kunden, die das neue Produkt kennenlernen. Erst dann werden sie es schaffen, den Bedarf bei der Zielgruppe zu identifizieren und gewinnbringend zu verkaufen. Gute Verkäufer brauchen:

  • Hintergrundwissen zum Produkt oder der Dienstleistung,
  • Nutzungsargumente,
  • Alleinstellungsmerkmale und
  • für jedes Gegenargument die passende Antwort.

Fazit

Wer erfolgreich sein möchte, muss sich schon in der Phase der Produktentwicklung mit den Säulen des Marketing-Mix beschäftigen. Je neuer das Produkt ist, desto höher werden die Investitionen in das Marketing sein. In Zeiten von Social-Media oder Content-Marketing gibt es aber zahlreiche wirksame und zugleich starke Werkzeuge, die einen erfolgreichen Markteintritt ermöglichen. Nur mit einem umsatzstarken Start schafft man eine Ausgangssituation, mit der ein schnelles und gesundes Wachstum des Unternehmens möglich sein wird.

Bildungsdienstleister – so findet man den passenden

Berufliche Fortbildung ist das Erfolgsrezept zur Verbesserung der eigenen Job-, Karriere- und Gehaltschancen. Aber Bildungsträger ist nicht gleich Bildungsträger. Auch auf dem Aus- und Weiterbildungsmarkt gibt es große qualitative Unterschiede. Deshalb müssen bei der Auswahl des richtigen Bildungsdienstleisters einige entscheidende Kriterien beachtet werden.

Lebenslanges Lernen – das A und O für Erfolg in Beruf und Karriere

Die Anforderungen, die an Arbeitnehmer im modernen Berufsleben gestellt werden, sind in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Deshalb müssen Angestellte viele verschiedene Eigenschaften und Fähigkeiten mitbringen, um in der heutigen Arbeitswelt bestehen zu können. Zu diesen Schlüsselqualifikationen gehören vor allem Teamfähigkeit, Stressresistenz, Flexibilität und Multitasking. Ein weiteres „Must-have“ für Erfolg in Beruf und Karriere ist die Bereitschaft zu ständiger beruflicher Weiterbildung.

Und das aus gutem Grund. Die Vorteile von lebenslangem Lernen im modernen Arbeitsleben liegen auf der Hand. Denn die Digitalisierung hat in den letzten Jahrzehnten zu einem explosionsartigen Wissenswachstum und zu einer erheblichen Beschleunigung des technischen Fortschritts geführt.

Die digitale Revolution hat natürlich nicht nur im Privat-, sondern auch im Berufsleben Einzug gehalten und auch hier zu starken und nachhaltigen Veränderungen geführt. Die Wissensexplosion hat hier die ohnehin schon sehr kurze Halbwertzeit von technischem und beruflichem Wissen und Ausbildungsinhalten noch weiter verkürzt, viele traditionelle und althergebrachte Berufsbilder vernichtet und viele neue und innovative Berufsbilder geschaffen.

Dieser Trend hat die Schnelllebigkeit sowie den Wettbewerbs- und Innovationsdruck auch in der Arbeitswelt stark erhöht. Deshalb müssen Arbeitnehmer heutzutage - mehr noch als früher - immer auf dem neuesten Stand der Wissensentwicklung und des technischen Fortschritts bleiben. Denn ein Wissensvorsprung ist auch im Berufsleben immer ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Nur so können Arbeitnehmer auf dem dynamischen und hart umkämpften Arbeitsmarkt auch morgen noch mit ihrer Konkurrenz erfolgreich mithalten. Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit – diese Redewendung war im Berufs- und Arbeitsleben noch nie so zutreffend wie in der heutigen, schnellebigen Wissens- und Informationsgesellschaft.

Die Auswahl des richtigen Bildungsdienstleisters

Nicht nur die Art sondern auch die Qualität und das Niveau der beruflichen Aus- und Weiterbildung spielen eine entscheidende Rolle für die Job-, Karriere- und Gehaltschancen von Arbeitnehmern. Deshalb müssen bei der Auswahl des richtigen Bildungsdienstleisters natürlich auch viele verschiedene Kriterien berücksichtigt werden. Dies ist eine ernsthafte Angelegenheit, bei der man nichts überstürzen und in die man immer ausreichend Zeit, Geduld und Mühe investieren sollte. Soviel Aufwand zahlt sich unter dem Strich immer aus.

Aber schon ein kurzer Blick auf die deutsche Aus- und Weiterbildungslandschaft lässt schnell erkennen, dass sehr viele verschiedene professionelle Bildungsdienstleister am Markt vertreten sind. Das Angebot an beruflichen Aus- und Weiterbildungsanbietern ist sehr groß und unübersichtlich, und die richtige Auswahl fällt bestimmt nicht immer leicht. Und deshalb stehen Arbeitnehmer hier immer wieder vor ein- und derselben schwierigen Frage: Woran erkennt man einen seriösen und vertrauenswürdigen Bildungsdienstleister?

Im Folgenden bekommen Sie einen Überblick über einige der wichtigsten Qualitätsmerkmale von zuverlässigen und professionellen Bildungsträgern.

Moderne und individuelle Lernformate wie E-Learning

Ein wichtiges Kriterium für professionelle und vertrauenswürdige Bildungsdienstleister sind moderne und individuelle Lernformate, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Dazu gehören im Zeitalter von Digitalisierung und Internet natürlich interaktive Online-Seminare im virtuellen Klassenzimmer. Die Unterstützung von digitalen Lehrkonzepten, die die traditionellen Methoden der Wissenvermittlung wie Präsenzunterricht bei Bedarf ergänzen, ist ein Zeichen für einen sehr guten Kundenservice und für eine hohe Arbeitnehmerfreundlichkeit.

E-Learning ist eine zeitgemäße Antwort auf die vielfältigen Anforderungen, die Beschäftigte heutzutage im Spagat zwischen Familien, Privatleben und Berufsalltag tagtäglich erfolgreich bewältigen müssen. Diese Herausforderungen heißen Stress, Hektik, Überarbeitung, Termindruck, ständige Erreichbarkeit und Burnout.

Die Vorteile dieser innovativen Unterrichtskonzepte für Arbeitnehmer bei der beruflichen Aus- und Weiterbildung liegen auf der Hand: sie bieten ein Höchstmaß an Lernfreiheit und berücksichtigen damit die tatsächliche Lebens- und Berufsrealitäten von Menschen in modernen und westlichen Industrie- und Informationsgesellschaften, die vor allem von Flexibilität und Mobilität geprägt sind.

Diese Lernformate erlauben Beschäftigten ein Maximum an Selbstbestimmung und zeitlicher und örtlicher Unabhängigkeit bei der beruflichen Fortbildung. Egal, ob im Urlaub oder auch von zu Hause aus - ein flexibles Lernen in individueller Lerngeschwindigkeit und -umgebung schafft die besten Lernbedingungen für Arbeitnehmer. Gerade in Zeiten von Corona-Krise und Social Distancing kommt berufliche Aus- und Weiterbildung im Home-Office den Bedürfnissen von vielen Arbeitnehmern sehr entgegen – und ist ein absoluter Pluspunkt in Sachen Kundenservice.

Staatliche Weiterbildungsförderung durch AVGS-Zertifizierung

Ein weiteres wesentliches Merkmal für seriöse und zuverlässige Bildungsträger sind staatliche Förderangebote für die berufliche Aus- und Weiterbildung. Sie sind ebenfalls ein Anhaltspunkt für einen sehr guten Kundenservice und für eine hohe Arbeitnehmerfreundlichkeit. Denn diese Fördermöglichkeiten berücksichtigen nicht nur die finanziellen Verhältnisse von Arbeitslosen und Arbeitssuchenden, sondern ermöglichen auch vielen Beschäftigten mit einem kleinen Geldbeutel überhaupt erst eine berufliche Aus- und Weiterbildung.

Das Zauberwort heißt AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung). Dies ist ein bundesweit anerkanntes staatliches Qualitätssiegel im Weiterbildungsbereich und sozusagen ein „Ritterschlag“ für private und staatliche Aus- und Weiterbildungsanbieter. Es setzt die Erfüllung von sehr hohen rechtlichen Anforderungen voraus. Dieses staatliche Gütesiegel garantiert z.B. das hohe fachliche Niveau, die Aktualität und die Arbeitsmarktrelevanz von beruflichen Aus- und Fortbildungsprogrammen. Bildungsdienstleister mit einer AZAV-Zertifizierung können ihren Kunden eine 100-prozentige staatliche Bildungsförderung durch den von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter ausgestellten Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) oder Bildungsgutschein anbieten.

Bestmögliche persönliche Bewerbungs-, Karriere- und Jobberatung

Ein anderes wichtiges Kriterium für professionelle und vertrauenswürdige Bildungsdienstleister ist eine bestmögliche persönliche Kundenberatung, die einen hohen Wert auf eine individuelle Berufsorientierung und auf eine gezielte Förderung und Entwicklung von beruflichen Kompetenzen und Potenzialen legt. Eine professionelle Bewerbungs-, Karriere- und Jobberatung, die maßgeschneiderte, auf die individuellen Bedürfnisse, Wünsche und Ideen von Arbeitnehmern abgestimmte berufliche Aus- und Weiterbildungsangebote recherchiert – soviel Engagement unterstreicht nicht nur eine jahrelange Erfahrung und eine umfangreiche Expertise, sondern auch das Herzblut und die Leidenschaft von Dozenten, Trainern und Coaches und ist ebenfalls ein Zeichen für einen sehr hohe Serviceorientierung und Arbeitnehmerfreundlichkeit.

Vielseitigkeit des beruflichen Aus- und Fortbildungsprogramms

Ein weiteres entscheidendes Merkmal für seriöse und zuverlässige Bildungsträger ist ein vielseitiges berufliches Aus- und Weiterbildungsprogramm, das sich nicht nur auf einige wenige Branchen und Lehrgänge beschränkt, sondern Kurse, Seminare und Schulungen für nahezu jedes Berufsbild umfasst. Ein solches Fortbildungsprogramm berücksichtigt alle aktuellen Trends und Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, bildet die gesamte Branchenvielfalt in der modernen Arbeits- und Berufswelt ab und spricht die unterschiedlichsten Zielgruppen an. Soviel Vielseitigkeit und Praxisnähe garantiert aktuelle, qualitativ hochwertige und arbeitsmarktrelevante berufliche Weiterbildungsangebote.

Startups, mehr FOMO bei der Internationalisierung!

Vorsicht ist sicherlich auch eine Mutter der Startup-Porzellankiste. Doch beim Thema Internationalisierung fehlt es den meisten Gründern an einer gesunden Portion FOMO (Fear Of Missing Out): Scheuklappen runter und Fokus auf den Markt, der wirklich zum Unternehmen passt - und das nicht nur in unmittelbarer Nähe, sondern überall auf der Welt. German Accelerator hilft Startups, den besten Markt auszuwählen und vor Ort Fuß zu fassen.

Erst Europa, dann der Rest

Laut dem aktuellen Startup Monitor 2021 wollen 89% der deutschen Startups innerhalb der EU expandieren. Das mag für einzelne Unternehmen sicher genau die richtige Entscheidung sein. Nicht selten steckt jedoch ein vermeintliches Gefühl von Sicherheit dahinter: Wenig Zeitverschiebung, schnell erreichbare Standorte und eine vermeintlich ähnliche Kultur minimieren das angenommene Risiko. Ist das gerechtfertigt? Der German Accelerator räumt mit Vorurteilen auf. Die individuell zugeschnittenen, bis auf wenige Ausnahme kostenlose Programme sowie Zugang zu einem globalen Netzwerk an Mentoren, Experten, Investoren und Partnern helfen Gründern aus verschiedenen Unternehmensphasen, ihre globale Expansion voranzutreiben und den Markt zu finden, der wirklich zu ihnen passt. Das beginnt schon bei der Bewerbung - für die Teilnahme am Großteil der Programme müssen Startups weder Firmenanteile abgeben, noch Gebühren zahlen - und setzt sich im individuellen Mentoring fort. Der German Accelerator wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziert und ist das offizielle Programm des Bundes zur Förderung von Tech Startups zur Skalierung und Internationalisierung. Er wird von German Entrepreneurship betrieben, die Innovation in Unternehmen aller Größen fördert - vom DAX-Konzern über den Mittelständler bis zum Startup.

Effektiver Einsatz von Ressourcen

Doch warum sollten Startups gleich den gesamten Globus im Blick haben? Es geht nicht darum, den größten, sondern den besten Markt für jedes einzelne Startup zu finden. Das kann innerhalb Europas sein, muss es aber nicht. Der Aufwand zur Erschließung eines kleineren Marktes unterscheidet sich in den meisten Fällen in Zeit und Kosten nicht erheblich von einem Eintritt in einen größeren Markt. Damit die meist anfangs noch begrenzten Ressourcen wirklich effektiv eingesetzt werden können, helfen für eine Expansion nach Asien (Singapur, Indien, Südkorea, Japan und China) die Market Discovery Programme des German Accelerator: Mentoren und Experten geben Einsicht in den jeweiligen Markt, die spezifischen Bedürfnisse und Charakteristiken in diesen Regionen und unterstützen die Startups, ihr Business Modell zu validieren und den optimalen Market-Fit zu finden. So profitieren Unternehmen aus dem Bereich FinTech zum Beispiel in Singapur von anpassungsfähigen Regularien, die mehr Freiraum zulassen als auch von einer generell höheren Bereitschaft, einen höheren Preis zu zahlen. Hinzu kommen gesellschaftliche Merkmale der Länder und daraus resultierende Bedürfnisse: Als Land mit dem höchsten Durchschnittsalter ist Japan besonders auf einen starken Healthtec Markt angewiesen.  Auch Startups, deren Expansionspläne noch in den Kinderschuhen stecken, finden bei German Accelerator wertvolle Hilfe. Durch das  Academy-Programm Kickstart International lernen Teilnehmer, wie sie ihr Unternehmen schon früh auf eine Internationalisierung vorbereiten können und erhalten die notwendige Grundlagen, um Schwierigkeiten beim Markteintritt zu vermeiden.

Die Konkurrenz schläft nicht

Ein Markteintritt außerhalb des Heimatlandes kostet neben Geld auch einiges an Zeit. Startups sollten nicht vergessen, dass während sie ihre Internationalisierung in einem “nahen” Markt vorantreiben, ihre Mitbewerber nicht untätig sind und mit eigenen Produkten und Dienstleistungen den Wettbewerb in anderen Zielmärkten für sich entscheiden wollen. Ein Blick in den Startup Genome Report 2021 verrät: Das nächste Einhorn könnte von überall herkommen. Neben dem Startup Hot Spot Nummer 1, Silicon Valley, wächst die Zahl der Ökosysteme, die ein Startup mit Milliardenbewertung hervorgebracht haben, von unter 10 im Jahr 2013 auf 91 in 2020. Mit den Market Access Programmen von German Accelerator fassen Unternehmen zum richtigen Zeitpunkt Fuß im Zielmarkt. Durch Zugang zu internationalen Innovationszentren in den USA und Asien, ein maßgeschneidertes Curriculum und intensives Einzel-Mentoring, bekommen Startups Unterstützung bei einem erfolgreichen Markteintritt- und ausbau. Dabei geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um Nachhaltigkeit. Bei einer Überlebensrate von 92% der Teilnehmer können Gründer auf die starke und langfristige Unterstützung des German Accelerators zählen.

Individuelle Lösungen für den Erfolg

Bei Internationalisierungen gibt es keine Einheitsgröße: Verschiedene Geschäftsbereiche, Produkte oder andere Kriterien ergeben für jedes Startup eine andere Erfolgsstrategie. Daher ist ein individualisierter Programmablauf der Kern jedes Angebots des German Accelerators. So können auch herausfordernde Markteintritte wie z.B. nach China angeboten werden. Dass China ein aufstrebender Markt mit großen Möglichkeiten für Startups ist, zeigt die Bilanz der letzten Jahre. Mit ANT Group und dem Mutterkonzern der Social Media-Plattform TikTok, ByteDance, stammen die beiden weltweit wertvollsten Einhörner aus China. 2021 verbesserte sich Beijing im Ranking des Startup Ecosystem Index und steht an dritter Stelle hinter San Francisco Bay und New York an der Spitze des Index. Besonders für einen Eintritt in einen hochkomplexen Markt wie China ist eine gründliche und umfassende Vorbereitung wichtig. Dies bietet das zweiteilige Angebot des German Accelerator, beginnend mit den China Essentials Workshop der German Accelerator Academy. Experten vermitteln dabei nicht nur die übergreifenden Chancen und Risiken der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Landschaft in China - so auch Kenntnisse zu der gesetzlichen Lage bezüglich des Schutzes geistigen Eigentums oder die Basics des Geschäftsverhaltens - sondern beraten Startups individuell: Die Einschätzung der persönlichen Readiness und Vermittlung von ersten lokalen Kontakten sind nur zwei der vielen Möglichkeiten, um Teilnehmern eine sichere Basis für ihre Entscheidung zu geben. Bei erfolgreichem Abschluss des Workshops erhalten Teilnehmer bei der anschließenden Market Discovery mit einem Fokus auf den Industrien AgriTech, CleanTech, HealthTech und Smart Manufacturing Hilfe, ihr Business Model anzupassen und Fuß in China zu fassen.

Ein verlässlicher Partner

Seit Gründung in 2012 hat der German Accelerator über 500 Unternehmen gefördert, die bisher mehr als 4,9 Milliarden US-Dollar an Finanzierung einsammeln konnten. Diese Erfahrung und das globale Expertennetzwerk macht German Accelerator zu einem verlässlichen, branchenunabhängigen Partner für Startups. Keine Angst vor dem Risiko: German Accelerator steht jungen Unternehmen zur Seite und begleitet sie auf dem Weg zum internationalen Erfolg. Nur eine Angst ist berechtigt: FOMO.

Worauf wartest du noch? Starte die Reise deines Startups in die Welt mit German Accelerator!

Corona geht: Wie lange bleiben die Spuren für Start-ups?

Bis Corona vorbei ist - wie übersteht man als Unternehmen oder Start-up diese Zeit bestmöglich ohne finanzielle Schieflage?

Seit April des letzten Jahres ist die Welt in einer Schockstarre gefangen. Für keinen von uns, weder Unternehmer, Selbständige, Start-ups noch Arbeitnehmer, war diese Zeit ohne Folgen und Einschnitte. Viele Unternehmen und Start-ups wurden von der Pandemie kalt erwischt und mussten sich mitunter radikal neu definieren und umdenken. Viele Geschäftsprozesse mussten digitalisiert werden und das Einrichten des Homeoffice zeigte in vielen Firmen Schwachstellen auf. Dabei sind viele an diesen notwendigen Maßnahmen gescheitert, da es an der nötigen Finanzierung scheiterte. Oftmals lag es an vermeidbaren Fehlern und Schwächen, durch die diese Finanzschieflage entstanden ist. Wir haben Tipps für Sie zusammengestellt, damit Sie diese Engstellen vermeiden können. Generell werden Sie auch von vielen dieser Tipps profitieren, auch wenn Sie keine Hilfen beantragen.

1. Übersicht

Viele Menschen bekommen Unterlagen und Dokumente zugeschickt oder ausgehändigt und diese werden dann einfach am erstbesten Ort abgelegt, der einem sinnvoll erscheint. Allerdings ist das eine nicht zu unterschätzende Fehlerquelle und kann sie wertvolle Zeit und im schlimmsten Fall sogar Geld kosten. Vielmehr sollten Sie alle Unterlagen und Dokumente zentral an einem Ort sammeln und auch direkt ein digitales Backup erstellen. Denn viele Stellen akzeptieren heute auch digitale Kopien Ihrer Unterlagen. Wenn Sie Ihre Unterlagen an einem festgelegten Ort aufbewahren, haben Sie direkt immer alles im Blick und müssen nicht erst in verschiedenen Aktenordnern und Ablagen suchen. Ihnen kann es auch nicht passieren, das die Bearbeitung Ihrer Anträge länger dauert, weil Sie ein wichtiges Dokument übersehen haben. So können Sie direkt loslegen.

2. Aktualität

Als Geschäftsführer haben Sie die Verantwortung für Ihr Unternehmen oder Ihr Start-up. Dazu gehört auch, dass Sie immer einen Überblick über Ihr Unternehmen haben sollten. Wichtig ist dabei, dass diese immer aktuell sein sollten. So können Sie Schwachstellen und Engpässe schneller entdecken und auf Sie reagieren. So können Sie oft schon im Vorhinein verhindern, dass Ihr Unternehmen überhaupt in eine Schieflage gerät. Zum anderen hilft Ihnen das bei den Anträgen, die Sie stellen möchten. Wenn Sie nicht erst auf Ihre betriebswirtschaftliche Auswertung warten müssen, gewinnen Sie wertvolle Zeit, die Sie produktiver und gewinnbringender einsetzen können. Sie könnten diese Zeit zum Beispiel besser einsetzen, um zu recherchieren für welche Förderprogramme oder Hilfen Sie außerdem noch infrage kommen.

3. Im Voraus planen

Je früher Sie mit der Planung eines Projektes beginnen, desto mehr Zeit können Sie in dessen Optimierung investieren. Kein Plan hält der Realität stand, aber wenn Sie mehr Zeit in Ihre Planung investieren konnten, ist es wahrscheinlicher, dass Sie Ihre Planung besser und schneller an die Gegebenheiten anpassen können. Als Richtlinie kann man sagen, dass Sie Ihre Planung mindestens sechs Monate vor dem eigentlichen Projektbeginn schriftlich festgehalten haben. Das gibt Ihnen die nötige Zeit, Ihr Projekt schon vorher auf Schwachstellen und potenzielle Probleme hin zu überprüfen. Damit Sie sich weitere Kopfschmerzen und unnötige Überarbeitungen ersparen, sollten Sie dringend einen Fördermittelberater mit in die Planung einbeziehen. Dieser stellt sicher, dass Ihr Projekt auch wirklich alle nötigen Vorgaben der Behörden für die einzelnen Förderprogramme erfüllt.

4. Holen Sie eine Bestätigung ein

Den Antrag für eine Förderung müssen Sie vor dem Beginn des Projektes stellen. Außerdem dürfen Sie das Projekt nicht starten, bevor Ihnen die infrage kommenden Fördermittel bewilligt wurden. So wollen die Behörden und Förderstellen sicherstellen, dass das Geld, welches sie bewilligen, auch nur für die Projekte eingesetzt werden, für die es vorgesehen ist. Diese Verzögerung können Sie allerdings umgehen, wenn Sie sich eine schriftliche Bescheinigung zum sofortigen Maßnahmenbeginn von der jeweiligen Fördermittelstelle ausstellen lassen. So können Sie direkt mit dem Projekt beginnen und müssen nicht abwarten bis Sie die Zusage bekommen. Außerdem können Sie damit die Bearbeitung Ihres Antrages beschleunigen, denn ihm wird durch den zusätzlichen Antrag eine höhere Priorität zugewiesen.

5. Lassen Sie sich beraten

Ein Fördermittelberater ist jedes Geld der Welt wert, denn er spart Ihnen Zeit, Geld und Nerven. Da er sich beruflich ständig mit diesem Thema auseinandersetzt, hat er naturgemäß einen wesentlich besseren Überblick und einen tiefergehenden Einblick als Sie. So kann er Ihnen essenzielle Tipps geben. Besonders unangenehm ist es, wenn Sie eine Förderung beantragt haben und Ihr Antrag dann auf den letzten Metern scheitert, weil Sie eine Vorgabe übersehen haben oder etwas anderes die Erteilung der Förderung verhindert. Vor diesen mitunter sehr teuren Fehlern kann Sie der Fördermittelberater bewahren und Ihnen so teure Fehler ersparen. Außerdem kann er Ihnen unter Umständen weitere Förderungsprogramme empfehlen, die Sie gar nicht gefunden haben.

Fazit

Das Beantragen einer Förderung kann wirklich kompliziert sein und ist mit viel Aufwand verbunden. Um Ihre Nerven zu schonen und um teure Fehler zu vermeiden, sollten Sie sich definitiv von einem Fördermittelberater beim Erstellen und einreichen der Anträge unterstützen lassen. Dieser hilft Ihnen mit seiner tiefgreifenden Einsicht auf jede erdenkliche Art und Weise. Außerdem sollten Sie Ihre Unterlagen zentral und griffbereit halten. Sorgen Sie auch dafür, das Sie immer eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung besitzen, so haben Sie auch gleichzeitig immer einen Überblick über Ihr Unternehmen. Wenn Sie ein neues Projekt planen, halten Sie diese mindestens sechs Monate vor dem Projektbeginn schriftlich fest, dann können Sie auch früher Ihren Fördermittelantrag stellen. Mit unseren Tipps sollte Ihrem Antrag aber nichts mehr im Weg stehen.

Der Autor Maximilian Schreiber ist Inhaber von Schreiber Consulting und bietet u.a. staatlich zertifizierte Fördermittelberatung.

BioTech – was kommt nach dem Boom?

Experten-Interview mit Marco Janezic zur aktuellen Lage der BioTech-Branche und den Zukunftsperspektiven für Gründer*innen.

Die deutsche BioTech-Branche boomt. Die Kreativität der Unternehmen, Lösungen zur Pandemiebekämpfung zu finden, ist enorm und die Finanzierungszahlen explodieren. Zur Info: Das Jahr 2020 war ein Rekordjahr mit einer Kapitalaufnahme von über 3 Mrd. Euro. Doch es bleibt die Frage, was kommt nach Corona? Denn die Gefahr ist groß, dass die BioTech-Branche wieder zu dem Orchideenfach wird, dass es lange Zeit war.

Antworten dazu liefert Marco Janezic, der unter anderem selbst das Berliner Life Science Unternehmen Eternygen gegründet hat und als Managing Director den Aufbau eines Gründungszentrums, der Life Science Factory, in Göttingen mitgestaltet:

Welche Anforderungen stellt die BioTech-Branche an junge Unternehmer? Hat sich hier durch Corona etwas geändert?

Die deutsche BioTech-Branche hat vor dem Hintergrund der Pandemie einen echten Boom erlebt. Die Finanzierungszahlen explodieren und immerhin gab es laut dem Deutschen Biotechnologie Report 2021 trotz Krise 19 BioTech-Gründungen in Deutschland.

Doch es bleibt die Frage, was kommt nach Corona? Wenn wir mehr Erfolgsgeschichten wie “Biontech” sehen wollen, dann müssen wir den Standort Deutschland stärken, jungen Unternehmen ein besseres Umfeld bieten – und das besser heute als morgen. Denn aktuell stehen junge Unternehmer immer noch vor enormen Herausforderungen und bürokratischen Hürden.

Was bremst Gründer*innen aus? Was hält Gründer*innen ab?

Was es braucht ist eine gezielte Förderung über alle wichtigen Phasen der kommerziellen Entwicklung hinweg. Und zwar von der Übertragung bzw. Lizenzierung von IP aus Universitäten, über die verschiedenen Finanzierungsstufen bis hin zur Rekrutierung von gründungserfahrenen Führungskräften. Es gibt zwar verschiedene Förderprogramme, diese greifen aber meist nur für die Phase der Grundlagenforschung bzw. der akademischen Forschung sowie manchmal vielleicht auch noch für das Frühstadium der Translation. Alles was danach kommt, also etwa die hohen Kosten im Bereich der klinischen Studien, aber auch rechtliche Fragen rund um Patente der klinischen Entwicklung, lasten meist vollkommen auf den Schultern der jungen Unternehmen bzw. deren Geldgebern. Daher wagen viele den Weg in die Unternehmensgründung erst gar nicht.

Hinzu kommt: Die regulatorischen Rahmenbedingungen für Investitionen haben sich in diesem Feld weiter verschärft, Stichwort Außenwirtschaftsverordnung. Damit wurde eine weitere Hürde für Investitionen aus dem Ausland geschaffen, so dass Gründer noch stärker auf gezielte innerdeutsche Programme und Förderungen angewiesen sind

Was wird neben Kapital noch dringend benötigt, um die Entwicklung innovativer Technologien in Deutschland weiter zu stärken?

Zwei Dinge: Erstens, wissenschaftliche, regulatorische und unternehmerische Fachkenntnis seitens der Unterstützer, Investoren und Förderer. Nur so lässt sich auch die nötige fachliche Expertise aufbauen, um so ganz konkret Life Science Ausgründungen und Start-ups dabei zu unterstützen ihr Ziel zu erreichen: nämlich erfolgreiche Unternehmen zu werden. 

Und zweitens: ganz konkrete inhaltliche Unterstützung bei der Entwicklung von Produkten, und zwar von der präklinischen Forschung bis hin zur kommerziellen Marktreife. Das beginnt beim kosteneffektiven Zugang zu modernen S1- und S2-Laboren oder Prototyping-Werkstätten, sogenannten Dry Labs, bis hin zur Bereitstellung von Büroinfrastruktur. Darüber hinaus ist es für junge Life Science Gründer essentiell unkompliziert und kostengünstig auf fachliche Beratung, wie etwa von Rechts- und Regulierungsexperten, Industrie-Insidern, Wissenschaftlern und Medizinern zugreifen zu können. Das ist auch der Ansatz, den wir in der Life Science Factory im Sartorius Quartier in Göttingen gewählt haben – alles an einem Ort und flexibel nutzbar – um Unternehmen aus der Biotechnologie hier wirkliche Starthilfe im Sinne eines Inkubators zu bieten.

Welchen Stellenwert räumen Sie Kollaborationen ein, um die BioTech-Zukunft in Deutschland erfolgreich zu gestalten?

Wissenschaft und insbesondere wissenschaftsbasierte Unternehmensgründungen sind längst keine Singleplayer-Angelegenheiten mehr und intensive Kooperationen in der Biotechnologie sind schon seit langem fester und vor allem prägender Bestandteil. Das wurde nicht zuletzt 2020 durch die spannende Kollaboration zwischen Biotechnologie und Pharmaindustrie bei der Entwicklung des COVID-19-Impfstoffes mehr als deutlich.

Umso wichtiger ist es, dass Orte der kollaborativen Zusammenarbeit wie das Sartorius Quartier in Göttingen als Begegnungsort für Gründer geschaffen werden, die diese Form der flexiblen und gleichzeitig stark werttreibenden Zusammenarbeit fördern und dadurch ideale Bedingungen schaffen, erfolgreiche wissenschaftliche Durchbrüche und Unternehmensgründungen zu generieren. Ich bin davon überzeugt, dass das Thema Vernetzung und Interdisziplinarität eines der prägendsten sein wird und in einem intelligenten, leistungsstarken Labor der Zukunft Forscher und Entwickler, Ingenieure, Informatiker, MTAs und Mediziner ebenso Hand in Hand wie Wirtschaftswissenschaftler oder Rechtswissenschaftler arbeiten werden.

Und wie wichtig sind vor diesem Hintergrund Mentoring-Programme?

Mentoring ist für mich eines der wirklich essenziellen Instrumente zur gezielten und erfolgreichen Nachwuchsförderung und eine Win-win-Situation für beide Seiten. Als Unternehmer profitiert man in jedem Stadium vom Austausch mit erfahrenen und kompetenten Experten und Förderern. Denn grundsätzlich wurde jeder „Fehler” schon einmal gemacht - und wenigstens die kann man durch einen engen Austausch umgehen.

Gemeinsam die unternehmerischen Kräfte zu mobilisieren und dann junge Unternehmer*innen dabei zu unterstützen, ein eigenes starkes Produkt und Profil zu entwickeln, macht mir als Mentor jedes Mal wieder große Freude. Und wenn dann auch noch die Möglichkeiten besteht, Zukunftstechnologien zu identifizieren und zusammen voran zu bringen, ist das doch perfekt.

Und last but not least: Was raten Sie BioTech-Gründer*innen und -Start-ups, um sich für die oben genannten Herausforderungen bestmöglich zu wappnen?

Mein Rat an BioTech-Gründerinnen und -Gründern ist neben der Arbeit an ihrem Produkt, bzw. ihrer Wissenschaft den Fokus auf zwei Dinge zu richten: Erstens, empfehle ich möglichst früh das „erweiterte Unterstützer-Team“ aufzubauen, welche Mentoren, Berater und vor allem erfahrene Unternehmer enthält. Es ist so viel einfacher Hürden zu nehmen, wenn man Menschen an seiner Seite hat, die diese bereits erfolgreich gemeistert haben. Zweitens rate ich jedem, ab dem ersten Tag an der Finanzierungsstrategie zu arbeiten. Die meisten BioTech-Firmen scheitern letztendlich daran, dass sie das Thema Fundraising unterschätzen, anstatt es zur Chef-Sache und Priorität 1 zu erklären.

Start-up-Power aus den Niederlanden

Über den Tellerrand geguckt: vier innovative Start-ups aus den Niederlanden, die ihre deutschen Zielmärkte derzeit transformieren.

Innovationsfreudig und flexibel: so lassen sich die in Deutschland operierenden Start-ups aus den Niederlanden sehr gut beschreiben. Die Niederlande sind zu einem der führenden Ideen-Hubs für die digitale Wirtschaft in Europa geworden: das Land befindet sich auf dem vierten Platz der führenden Innovationsländer im European Innovation Scoreboard 2020. Bereits 2016 war Amsterdam im European Digital City Index auf Platz drei (Berlin: 6) und konnte letztes Jahr im Global Startup Ecosystem Report den 12. Platz erringen. Wir stellen euch vier innovative Start-ups aus den Niederlanden vor, die ihre deutschen Zielmärkte derzeit transformieren:

Tovertafel

Mit der Tovertafel (dt. Zaubertisch) sorgt inzwischen eine leicht in jeden Pflegealltag integrierbare Neuerung aus den Niederlanden für große Freude in deutschen Pflegeheimen, Kliniken und Senioreneinrichtungen. Die Niederländerin Hester Anderiesen Le Rieche hat ihre interaktive Spieleplattform 2015 im Rahmen ihrer Doktorarbeit im Fachbereich Industriedesign entwickelt. Per Lichtprojektionssystem werden bunte Blumen oder Seifenblasen auf jeden Tisch projiziert und laden Menschen mit Demenz spielerisch zur Interaktion mit ihrer Umwelt ein. In mittlerweile mehr als 5.500 Pflegeinstitutionen weltweit, darunter 500 Pflegeeinrichtungen und Seniorenheimen in Deutschland, sorgt die Tovertafel für Anregung, Bewegung, Spaß und Entspannung.

Company Building statt Inkubatoren

Warum der Mittelstand echtes Company Building und keine Inkubatoren braucht.

Innovation ist gefragt wie selten zuvor, um mittelständische Unternehmen über die Krise hinaus am Markt zu halten. Und dennoch werden Inkubatoren, die zu diesem Zwecke ins Leben gerufen wurden, aktuell wieder zurückgefahren oder verkauft, wie die OGDS der OTTO Group oder Daimlers Lab1886. Während ihre Innovationskraft gerade jetzt dringend gebraucht wird, geraten Inkubatoren durch die aktuelle Situation noch stärker unter Druck. Die Brutstätten für Start-ups stehen schon länger im Ruf zu teuer zu sein und zu wenig konkrete Business Cases hervorzubringen. Es gilt Lösungsansätze zu finden, die einerseits den Bedarf nach Neuerungen decken und gleichzeitig wirtschaftlich rentabel sind. Aber wie?

Company Building statt klassischem Inkubator

Mittelständische Unternehmen, die unabhängig vom Bestandsgeschäft neue Geschäftsmodelle durch Ausgründungen entwickeln wollen, sollten zunächst einmal nicht auf klassische Inkubatoren setzen. Letztere sind zumeist in die Kernorganisation integriert und an deren gewachsene Prozesse gebunden. Klassische Unternehmensstrukturen machen die Kernorganisation eher wie einen Tanker, der ruhig und mit konstantem Tempo in eine Richtung fährt, wohingegen Start-ups, eher wie unabhängige Schnellboote agieren, die kurzfristig und agil neue Richtungen einschlagen können. Investitionsprozesse in Corporates gestalten sich wesentlich langwieriger, wodurch Start-ups das Zeitfenster für Innovationen und damit die “First Mover Advantage” verpassen würden. Außerdem hätten die jungen Unternehmen durch eine zu enge Bindung an die Kernorganisation vermutlich nicht die notwendige Freiheit um gerade zu Beginn mit Geschäftsmodellen zu experimentieren.

Aus diesen Gründen sollte eine eindeutige Trennung der Einheiten durch “Chinese Walls” angestrebt werden. Company Builder erfüllen diese Anforderung, in dem sie das Bindeglied zwischen der Kernorganisation und den Start-ups darstellen. So schaffen Company Builder einen hohen Grad an Freiraum und Unabhängigkeit, den Start-ups in dieser frühen Phase brauchen. Zudem vermittelt das Company Builder Team zwischen Start-up und Unternehmen, da es beide Welten verstehen und bewerten kann, welche infrastrukturelle Unterstützung und Kompetenzen des Mutterunternehmens bei der Entwicklung des Start-ups hilfreich sind.

Lernen aus den Fehlern von anderen

Ein häufiger Kardinalfehler bei Ausgründungen sind zu starre Eigentumsstrukturen. Hält das Mutterunternehmen 100 Prozent der Anteile an einem Unternehmen und sind die Gründer*innen lediglich über Gehaltsstrukturen und nicht über Shares incentiviert, fehlt ein wichtiger Anreiz, um sich langfristig für den messbaren Erfolg des Start-ups zu engagieren. Gleichzeitig werden so externe Finanzinvestor*innen von vornherein ausgeschlossen. Doch die Öffnung für externes Kapital schafft ganz neue Wachstumschancen. Die wenigsten Unternehmen können all ihre Start-ups finanziell ausstatten, dass sie ihr volles Skalierungspotenzial erreichen. Es gilt das einfache Motto "Lieber einen kleinen Anteil an einem großen Kuchen, als einen großen Anteil an einem sehr kleinen Kuchen". Gleichzeitig muss immer die Option im Raum stehen, ein Start-up aufzulösen, wenn sich abzeichnet, dass ein Geschäftsmodell keinen Erfolg verspricht. Nie sollte man in eine “sunk cost fallacy” verfallen und weiter an einem Start-up festhalten, nur weil man bereits Summe X investiert hat.

Allzu häufig scheitern die Experimente mit Ausgründungen nicht zuletzt aufgrund fehlender Toleranz zwischen Mutterschiff und Start-ups. Wichtig sind vor allem ein offenes Mindset und die Förderung gegenseitigen Verständnisses. Wer glaubt, ein junges Unternehmen wie eine mittelständische Firma führen zu können, der verurteilt sich selbst zum Scheitern. Allerdings ist der beidseitige Austausch von Wissen und Assets auch das, was das Company-Building-Modell so erfolgreich macht.

Wie der Mittelstand mit Company Building erfolgreich sein kann

Die notwendige Umgebung für den Erfolg der Start-ups schaffen Company Builder, indem sie ein erfahrenes und gut vernetztes Management-Team aufbauen und eine klare Trennung zwischen Start-ups und Kernorganisation schaffen. Einem Corporate Manager die Hauptverantwortung zu übertragen, der durch seine mangelnde Erfahrung mit Start-ups wenig Glaubwürdigkeit gegenüber Gründer*innen oder der VC-Szene hat, ergibt wenig Sinn und lädt zu Fragen über die Ernsthaftigkeit des Vorhabens ein. Für die Auswahl des Führungspersonals des Company Builders kommen vor allem Personen infrage, die sich einerseits mit der Corporate als auch der Start-up-Seite auskennen und zwischen den beiden moderieren können. Um diese Brücke zu schlagen, gibt es viele Wege, wie z.B. komplementäre Teams, die zusammenkommen, um sich gegenseitig weiterzubilden.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die klare Trennung der Start-ups von konkreten Business Units des Mutterunternehmens und den Zielvorgaben von dessen Geschäftsführung. Verständlicherweise ist das Ziel der Geschäftsführung stets ein positiver Jahresumsatz. Wer sich allerdings auf das Experiment mit Ausgründungen einlässt, muss in Kauf nehmen, dass der Aufbau neuer Geschäftsmodelle und der Sprung in die Profitabilität mehrere Jahre in Anspruch nehmen und Investments relativ lang gebunden sind.

Fazit: Company Builder können Unternehmen “Disruption-proof” machen

Fest steht, dass sich kein Unternehmen Stagnation leisten kann. Gewachsene Unternehmensstrukturen sind dahingehend optimiert, das Bestandsgeschäft voranzutreiben. Für Innovationen im Bestand sind sie häufig zu starr und zu langsam. Deshalb sind gut geführte Company Builder eine wichtige Möglichkeit sich langfristig zukunftsfähig aufzustellen und die Zukunft der eigenen Branche zu gestalten, bevor es andere tun.

Der Autor Matthias Friese ist Managing Partner bei XPRESS Ventures sowie Head of Company Building bei FIEGE

RBI - mit neuen Technologien zum innovativen Ökosystem

Was geschieht, wenn Open API, Blockchain Hub und Elevator Lab zu einer Abteilung verschmelzen? Darüber sprachen wir mit dem Leiter der Raiffeisenbank International (RBI), Christian Wolf.

Christian Wolf, „Head of Strategic Partnerships & Ecosystems“ der Raiffeisenbank International (RBI), verfolgt den großen Plan, ein Ökosystem neu zu erschaffen. In seiner Abteilung wurden jüngst die Aktivitäten rund um Open Banking / Open API, Blockchain sowie das FinTech Partnership-Programm Elevator Lab zusammengeführt. „Wir sehen uns auf einer strategischen Ebene an, wie sich die Geschäftsmodelle der Banken weiterentwickeln, welche Schritte wir über den nächsten logischen Schritt hinaus gehen können und wie wir neue Technologien bewerten können“, erklärt Wolf.

Partnerschaften, Produkte, Services

Wolfs Aufgabe ist es nun, die drei genannten Bereiche miteinander zu verknüpfen bzw. Synergien zu schaffen. „Wir möchten die Themen zusammenbringen und gemeinschaftlich die Fähigkeiten dazu nutzen, um Partnerschaften aufzubauen und zusammen neue Produkte und Services zu entwickeln“, so Wolf, und ergänzt: „Die Beschäftigung mit diesen Bereichen führt zu einer Änderung der Geschäftsmodelle. In dieser B2B-Kette sind Fintechs besonders wegweisend. In diesem Sinne war es ein Ziel, auch das Fintech-Partnership Programm, Elevator Lab, zu integrieren.“ Zusammen soll nun also noch größeres entstehen. Doch auch innerhalb der Teilbereiche kann die RBI bereits einige Projekte vorweisen.

Die Vorteile eines externen Ökosystems nutzen

„Wir haben uns sehr früh mit dem Thema Open Banking auseinandergesetzt, das im Bankenbereich ja bekanntlich von der Zahlungsverkehrsdirektive (Anm.: PSD2) getrieben wurde. Wir haben schon zu Beginn beschlossen, dass wir darüber hinausgehen wollen und Open Banking als Möglichkeit verstehen, unsere Produkte und Services in einem externen Ökosystem zu positionieren und externe Dienste schneller bei uns zu integrieren“, sagt Wolf. APIs seien für die RBI „weniger ein Mittel der Digitalisierung und mehr der Connectivity“.

API Marketplace: Einfach, schlank, effizient

Vor diesem Hintergrund betreibt die Raiffeisenbank International einen API Marketplace, der externen Partnern und Mitarbeitern in allen Netzwerkbanken offensteht. „Auch wenn die APIs da sind, sind sie per se einmal unsichtbar“, sagt Wolf. Mit dem Marktplatz wolle man für die Sichtbarkeit gegenüber Kooperationspartnern sorgen. „Wir sagen bewusst ‚Marktplatz‘ und nicht ‚Developer Portal‘ dazu, weil wir glauben, dass er nicht nur als technische Dokumentation dienen soll, sondern auch aufzeigen soll, was wir in unserem RBI-Portfolio bereits zu Verfügung haben und was man businessseitig gemeinsam mit Partnern auf Basis dieser APIs bauen kann.“ Ziel sei ein möglichst einfacher Zugang, der technisch nicht sehr kompliziert sei und einheitliche Prozesse im Onboarding biete. Die regulatorisch notwendigen Zertifizierungsprozesse wolle man dabei transparent und einfach halten.

„Wir wollten mit dem RBI API Marketplace Möglichkeiten schaffen, wo man über einen Single Point of Entry mit der gesamten RBI Gruppe an digitalen Lösungen arbeiten kann“, sagt Wolf. Und er spricht von einem großen Vorhaben: Die RBI ist mit ihren Netzwerkbanken in insgesamt 13 Ländern aktiv, wo gegenwärtig noch sehr unterschiedliche Setups herrschen.

Tokenisierung per RBI Coin und REST

Auch im Bereich Blockchain sieht Wolf den Ökosystem-Gedanken als zentral an. „Eine Blockchain-Lösung für mich selbst ergibt wenig Sinn. Sie lebt vom Ökosystem“, sagt er. Dabei beschränke man sich keineswegs auf den Bereich Kryptowährungen. Im Gegenteil: „Sie sind in der RBI-Gruppe nicht im Hauptfokus. Wir beobachten den Markt aber natürlich intensiv.“ Stattdessen gehe es darum, zu verstehen, welche neuen Anwendungsfälle die Technologie ermögliche und wo sie zur Auflösung bestehender Geschäftsmodelle führen könnte.

Besonders relevant seien für die Bankengruppe Kryptoassets mit realen Gegenwerten. „Unser Major-Asset in der Bank ist Cash. Das wollten wir tokenisieren. Aus der Frage, wie wir das so machen können, dass es handelbar und rekonvertierbar wird und sinnvolle Usecases für uns erfüllt, entstand der RBI Coin“, erzählt Wolf. Der Token hat einen Gegenwert von einem Euro und wird für Transaktionen in der Bankengruppe verprobt. „Und er dient nicht nur dem Zahlungsverkehr, sondern auch dem Dokumentenaustausch“, erklärt Wolf – die Blockchain macht’s möglich.

Die RBI hat aber noch einen zweiten Ein-Euro-Stable-Token: REST. „Dieser dient vor allem der Bewusstseinsbildung innerhalb der Gruppe. Man kann damit etwa in den Kantinen bezahlen. Unsere Mitarbeiter sollen auf diese Weise sanft an die Benutzung von Krypto-Assets herangeführt werden.“

Ein weiteres Vorhaben im Blockchain-Bereich stellt die Beteiligung am Forschungsprojekt Pantos von Bitpanda und der TU Wien dar. „Für unterschiedliche Usecases sind verschiedene Blockchains geeignet. Bei Pantos geht es um die Blockchain-Kompatibilität, also die Möglichkeit, Werte von einer auf die andere Blockchain zu transferieren“, erläutert Wolf.

Elevator Lab: FinTech und mehr

Abschließend gibt Wolf noch einen kurzen Rück- und Ausblick zum Elevator Lab: „Corona war natürlich auch hier, bei einem stark auf physische Anwesenheit aufgebauten Programm, eine große Herausforderung. Doch der Wechsel in rein virtuelles Programm hat sehr gut funktioniert. Derzeit haben wir wieder vier PoCs am Laufen“, so Wolf. Auch in diesem Jahr werde man das Elevator Lab durchführen – „auf die aktuelle Situation angepasst und noch mehr auf lokale Bedürfnisse der Netzwerkbanken eingehend“. Auch wolle man es weiter über die Zielgruppe der FinTechs hinaus öffnen, in „Teilbereiche, die man nicht unmittelbar einer Bank zuordnen kann“ und eine stärkere Öffnung gegenüber Corporate-Co-Innovation forcieren.

Das Interview führte Dominik Perlaki, Redakteur von der brutkasten

Auslandsmärkte erobern

Es hat nur selten etwas mit Abenteuerlust zu tun, wenn deutsche Unternehmen bereits kurz nach der Gründung den Schritt ins Ausland wagen. Es gilt vielmehr: Wenn die Strategie stimmt, tun sich dort wertvolle Absatzmärkte auf.

Vom ersten Tag an war Cosnova-Gründerin Christina Oster-Daum Deutschland zu eng, die Internationalisierung beschlossene Sache. Es gab einfach keinen vernünftigen Grund, die Lippenstifte, Lidschatten und Nagellacke nur in der Heimat zu verkaufen, wo es doch auch in anderen Ländern an Kosmetika im Einstiegspreissegment – und damit wie gemacht für Teenager – fehlte. Nur ein Jahr nach Einführung der Marke Essence in Deutschland wagte Oster-Daum deshalb den Schritt nach Österreich. 2010, acht Jahre später, liefert das hessische Unternehmen zwei Kosmetiklinien in 30 Länder. Ein Drittel des Gesamtumsatzes entfällt aufs Auslandsgeschäft.

Krisen allein sind kein Hinderungsgrund

Immer mehr Unternehmer steigen wie Oster-Daum und Javier González, der seit 2003 als zweiter Geschäftsführer bei Cosnova fungiert, bereits kurz nach der Firmengründung in Auslandsmärkte ein. Laut Dr. Manfred Gößl, Leiter der Außenwirtschaftsabteilung der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, ist das eine gute Strategie, der Experte rät vor allem Unternehmen, die eine Nische besetzen, zur frühen Expansion ins Ausland. „Über den Daumen kann man sagen: Je kleiner die Nische, desto wichtiger ist es, beizeiten internationale Märkte anzusteuern“, sagt Gößl. Für Anbieter von Hightech-Produkten könne es gar sinnvoll sein, „sofort“ zu internationalisieren.

Auf keinen Fall, so Gößl weiter, sollte man angesichts der Wirtschaftskrise und des dramatischen Exporteinbruchs im Frühjahr 2009 – mit minus 30 Prozent so stark wie nie zuvor seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs – geplante Internationalisierungsvorhaben auf Eis legen. Denn erstens sei im April 2009 der Tiefpunkt erreicht worden, seither ziehe die Nachfrage nach Produkten aus Deutschland wieder an. Zweitens sollte sich ein Gründer grundsätzlich nicht „von Monatszahlen verunsichern“ lassen. „Wenn die Entscheidung, ins Ausland zu gehen, grundsätzlich richtig ist, dann ist sie das auch jetzt“, so Gößl. Und sie ist richtig. Schließlich ist der deutsche Markt schnell gesättigt, Wachstum ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch außerhalb der Grenzen möglich. Mehr noch: Firmen, die es versäumen, sich international aufzustellen, werden auf Dauer möglicherweise sogar im Heimatland Probleme bekommen, wettbewerbsfähig zu bleiben.

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