Vergleichstest: 10 Homepage Baukästen


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Tests & Tools für Gründer: Welcher Homepage-Baukasten ist für Gründer die erste Wahl? Wir haben die Produkte von zehn wichtigen Anbietern auf Herz und Nieren getestet.

Ein sog. Homepage-Baukasten ist nichts weniger als ein (abgespecktes) browserbasiertes Content-Management-System, das dem Kunden als ein Service vermietet wird. Das heißt, man mietet die Website, ggf. die Domain und das Tool zum Pflegen der Website. Der Anspruch der meisten Anbieter ist, dass man mithilfe ihres Baukastens schnell und unkompliziert – ohne Vorkenntnisse – in die Lage versetzt wird, seine eigene Website zu erstellen und zu pflegen.

Ob das in der Praxis dann auch immer zutrifft und wie es sich mit den unterschiedlichen Homepage-Baukästen arbeiten lässt, wollten wir wissen. Dazu haben wir zehn Anbieter getestet, die im deutschsprachigen Raum besonders beliebt sind. Die meisten davon (6 Anbieter) haben uns im Vorfeld einen Testzugang eingerichtet; die übrigen, die auf unsere Anfrage nicht reagierten, haben wir entsprechend ohne deren Support getestet. Dies hat in unserem Test keinen Einfluss auf die Endbewertung, zeigt aber schon im Vorfeld, dass zumindest in Sachen Kommunikation nicht jeder Anbieter „state of the art“ ist.

Der Test

Wir erstellen eine Website für einen Business Coach, der keine profunden Kenntnisse in Sachen Website-Erstellung hat und das Ziel verfolgt, sich und seine Leistungen kostengünstig, schnell und zugleich bestmöglich online zu präsentieren. Die Website soll ihm demnach als digitale Visitenkarte dienen. Sie soll modern und ansprechend sein und die Möglichkeit bieten, dass potenzielle Kunden sich gut informiert fühlen und unkompliziert Kontakt aufnehmen können. Als optionale Erweiterung achten wir darauf, dass die Website zu einem späteren Zeitpunkt (z.B. durch ein Upgrade) um eine Shopfunktion ergänzt werden kann, falls unser Coach auch einmal Webinare oder eigene Bücher über seine Website verkaufen will.

Wir wählen bei jedem der getesteten Anbieter das Paket bzw. Angebot aus, welches der oben geschilderten Ausgangssituation am ehesten entspricht. Unsere Prüfkriterien sind klar definiert und in der großen Tabelle am Ende des Beitrags auf- und ausgeführt. Darüber hinaus schildern wir, was uns auf der Homepage des Anbieters an Informationen erwartet, was dort versprochen wird und was uns dann beim Testen alles auffällt.

Die 10 Anbieter im Test

Hier nun – in alphabetischer Reihenfolge – die von uns getesteten Produkte: 1&1; Cabanova; DomainFactory; Jimdo; one.com; STRATO; Web4Business; Webnode; Weebly; WIX.com

Produkt: MyWebsite PLUS

Die 1&1 Internet SE ist nach eigenen Angaben mit über 6 Mio. Kundenverträgen ein führender internationaler Anbieter von Cloud Services und Hosting-Dienstleistungen. Auf der Startseite finden wir im Menü „Homepage“ alle relevanten Informationen zu den Homepage-Baukästen. Die Seite liefert klare, schnelle und profunde Produktinformationen. Betont wird, dass man keine Vorkenntnisse benötigt und mit wenigen Klicks aus Hunderten von professionellen Homepage-Designs (wir haben rund 340 Vorlagen gezählt) auswählen kann. Verfügbar sind 20 Mio. Archivbilder, Business Apps und „Textvorschläge ideal auf Ihre Branche abgestimmt“. Das Versprechen: „Mit 1&1 MyWebsite ist schon nach wenigen Minuten (Online in nur 5 Minuten) eine repräsentative Startseite online.“ Das klingt vielversprechend – los geht’s!

Wir wählen aus den Tarifen das Paket MyWebsite PLUS aus. Das Paket kostet 9,99 Euro/Monat für 12 Monate, danach 19,99 Euro/Monat. Eine Besonderheit fällt auf: Die Domain ist dauerhaft kostenlos, während bei anderen Anbietern meist im zweiten Jahr Gebühren anfallen. Kleiner Wermutstropfen: Es ist eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 8,90 Euro zu entrichten. Nachdem wir uns angemeldet haben, die Wunschdomain gecheckt und unsere Branche ausgewählt haben (wegen der dazugehörigen Designvorlagen), landen wir im Control-Center, das uns zunächst mit seinen schier unendlichen Infos, Menüs etc. optisch fast erschlägt. 

Nachdem wir das Menü 1&1 MyWebsite entdeckt haben, landen wir im eigentlichen Homepage-Baukasten-Tool. Mit Hilfe dieses sog. Website Builders können wir nun die Vorlage nach unseren Wünschen und Vorstellungen anpassen bzw. umgestalten. Auch das Wechseln in andere Vorlagen ist problemlos möglich. Der Website Builder bietet uns großen Gestaltungsspielraum, die Texte (viele Schrifttypen!) lassen sich schnell und intuitiv einrichten, außerdem können unkompliziert Bilder, Formulare, Videos, HTML, Sound-cloud, FAQ und viele Widgets mehr per Drag & Drop eingefügt werden. Bei Bedarf kann auf HTML-Code umgestellt werden. Um bei Fragen bspw. zum Live Chat zu kommen, muss man gefühlt 10-mal klicken, aber es gibt ihn und er funktioniert gut!

Die für unsere Branche vorgegebenen Texte sind durchweg brauchbar und ordentlich formuliert. Unser Tipp: Die Texte sollten als Anregung gesehen werden, um diese dann zu individualisieren. Denn unser Anspruch ist es ja, eine digitale Visitenkarte zu erstellen, was nur Sinn ergibt, wenn wir uns darin auch mit unserem USP präsentieren. Auch in Sachen Suchmaschinen-Optimierung sind Standardtexte nicht unbedingt zu empfehlen. Unser Eindruck: Alles, was man braucht, ist bei 1&1 verfügbar – wir fühlen uns beim Editieren wohl, finden alles sehr schnell und kommen in kürzester Zeit, ohne Komplikationen zur fertigen Website.

Fazit

1&1 bietet eine Baukastenstruktur, die vieles vorgibt, uns dabei jedoch nicht einschränkt. Man kann an allen Stellen individualisieren, kann je nach eigener Kreativität und eigenen Ansprüchen in die Tiefe gehen oder stattdessen mit einfachen Mitteln schnell eine moderne, vollfunktionsfähige Website ohne viel eigenes Dazutun erstellen. Das Ergebnis ist für unseren Business Coach ein rundum gutes. Und wenn ein Shop gewünscht wird, kann dieser kostenpflichtig schnell hinzugefügt werden.

Produkt: Business

Die Düsseldorfer Cabanova GmbH  hat nach eigenen Angaben weltweit über 750.000 registrierte Nutzer. Auf der erfreulich schlicht gehaltenen Startseite werden wir mit vergleichsweise wenig Text empfangen. Aber dieser hat es in sich: „Erstelle die beste Homepage aller Zeiten für Deine Firma!“ Holla, die Waldfee, das nennen wir mal eine Ansage! Neben dieser vollmundigen Aussage findet man auch Infos zu den Leistungen: „Wähle eine voll anpassbare Hompagevorlage aus über 100 Branchen“, klingt gut! Wer noch nicht überzeugt ist, kann viele Beispiel-Homepages als Referenzen anklicken.

Wir wählen aus dem Angebot das Paket Business aus, die Laufzeit beträgt ein Jahr, sodass wir 8,32 Euro monatlich zu zahlen haben. Das Paket enthält eine kostenlose Domain für 12 Monate, danach sind jährlich 18 Euro als Gebühr fällig. Außerdem wird hier statt einer Einrichtungsgebühr eine einmalige Zahlungsgebühr in Höhe von 3 Euro verlangt.

Wir checken unsere Wunschdomain (alle Endungen sind hier theoretisch möglich) und suchen uns eine der ca. 200 Vorlagen aus. Unsere Suchfeld-Eingabe „Business“ ergibt 10 Vorlagen; die Suche nach „Coach“ ergibt immerhin 59 Vorlagen zur Auswahl. Die Suche „Berater“ ergibt ein Sammelsurium von Angler, Apotheke, Fahrschule bis zu Zahnarzt – damit können wir als Business Coach nichts anfangen. 

Dann folgt die Ernüchterung: Die Vorlagen muten nach Designs aus dem vergangenen Jahrzehnt an, die kostenlosen Bilder stammen wohl aus den 90ern und sind zumindest aus unserer Sicht dann nicht zu empfehlen, wenn man sich mit seiner Website modern oder auch „nur“ zeitgemäß präsentieren will. Die Bedienung des „SiteBuilders“ ist hingegen intuitiv, bietet per Drag & Drop ordentliche Möglichkeiten zur Gestaltung der Seite – man kommt gut zum gewünschten Resultat. Die in der Vorlage vorgegebenen Texte können wir nicht wirklich nutzen, aber wir empfehlen ja ehedem, seinen USP selbst in eigenen Worten zu formulieren. An Widgets finden wir alles, was man braucht. Auch ein Shop ist bereits integriert: allerdings für ganze drei Produkte! In Sachen Support sind wir positiv gestimmt: Man gibt uns telefonisch schnell, freundlich und kompetent Auskunft – so soll es sein!

Fazit

Der Cabanova-Baukasten genügt durchaus Grundansprüchen, zur Auszeichnung „beste Homepage aller Zeiten“ fehlen aus unserer Sicht Welten. Das Handling mutet alles andere als modern an. Der Support ist als positives Highlight hervorzuheben! Unser Tipp: Wer mit Cabanova arbeiten will und eher geringe Ansprüche an das Ergebnis hat, kann statt des von uns gewählten Paket „Business“ (8,32 Euro mtl.) durchaus das kleinere Paket „Economy“ für 4,19 Euro mtl. nehmen.

Produkt: Business

Die vor den Toren Münchens ansässige Domainfactory GmbH wirbt auf ihrer Homepage mit über 15 Jahren Erfahrung, über 200.000 zufriedenen Kunden und mit mehr als 1,3 Mio. verwalteten Domain-Namen, was das Unternehmen nach eigenen Angaben zu einem der größten Webhosting-Unternehmen im deutschsprachigen Raum macht. Die Server befinden sich in Straßburg und Köln; die Infrastruktur-Server in Deutschland. Weiter finden wir auf der klar strukturierten Seite ordentliche Grundinfos und sehr viele Templates als Beispiele für unsere mögliche Homepage. Das entspricht dem Credo des Anbieters: „Einfach machen“ bzw. „Kinderleicht erstellen“.

Also los geht’s! Wir wählen das Paket Business für 9,99 Euro im Monat aus, können das Angebot 60 Tage „risikolos testen“, und können – das ist im Vergleich zu vielen anderen Anbietern beachtlich – monatlich kündigen. Dies ermöglicht uns eine große Flexibilität bei dauerhaft gleichbleibenden Kosten.

Wir öffnen den Editor, erhalten ca. 100 Designvorlagen aus zahlreichen Branchen bzw. Berufen zur Auswahl. Wir nehmen die Vorlage „Beratung“, erhalten ein paar einführende Infos zur Arbeit mit und in dem Editor und legen los.Als erster Eindruck drängt sich uns auf: Den Editor kennen wir doch! Er erinnert uns nicht nur an den 1&1-Website-Builder, sondern entspricht ihm in der Menüführung und -Gestaltung. Unsere Recherche zeigt: Sowohl DomainFactory als auch 1&1 verwenden das Tool des global agierenden Software-Herstellers Duda. Der Unterschied: Die Textbausteine sind bei DomainFactory im Vergleich zu 1&1 in Englisch gehalten,  auch das Help Center bietet ausschließlich englische Texte. Das muss man aber können bzw. mögen!

Der Telefon-Support erweist sich dann – wir atmen durch – als deutschsprachig, ist schnell verfügbar, hinterlässt aber in unserem Fall keinen rundum souveränen Eindruck. Das Arbeiten in dem Baukasten selbst entspricht dann technisch voll und ganz dem, was wir zuvor bei 1&1 geschildert haben.

Fazit

Ein direkter Vergleich zwischen DomainFactory und 1&1 drängt sich hier natürlich auf. Dieser kann nur die jeweilige Preisstruktur und ggf. den Service betreffen. Es gilt: DomainFactory bleibt preislich dauerhaft – bei monatlicher Kündigungsoption – bei 9,99 Euro pro Monat (1&1 kostet uns ab dem 2. Jahr 19,99 Euro); die Domain kostet bei DomainFactory ab dem 2. Jahr 0,99 Euro mtl. (bei 1&1 bleibt sie dauerhaft kostenlos), und last but not least: hier haben wir keine Einrichtungsgebühr (1&1 nimmt einmalig 8,90 Euro). Wenn ein Shop gewünscht wird, ist ein Upgrade auf das Paket Online-Shop für 19,99 Euro mtl. möglich (bei 1&1 können wir ab 9,99 Euro mtl. (im 1. Jahr) ein eigenes Shop-Pakt dazu kaufen. Ein wesentlicher Unterschied: Ein eigenes Newsletter-Tool gibt es hier nicht (bei 1&1 ist dies inkludiert). Unser Urteil: DomainFactory ist eine echte Alternative zu 1&1 und hat – last but not least – in Sachen Preis-Leistung die Nase vorn.

Produkt: JimdoBusiness

Nach Angaben der Hamburger Jimdo GmbH wurden bislang über 20 Mio. Websites mit Jimdo gebaut. Die Landingpage des Anbieters ist übersichtlich: Schnell und direkt wird auf den Punkt gebracht, was uns hier als Kunden erwartet. Unter „Designs“ werden wichtige Themen bzw. Branchen aufgezeigt – auch wir als Business Coach werden hier abgeholt: aus dem Gesamtangebot an Vorlagen stehen uns 14 Designvorlagen für Business & Coaching zur Verfügung. Die Produkte sind gut dargestellt und werden gut erklärt. 

Wir entscheiden uns für das Paket JimdoBusiness für 15 Euro monatlich bei einem Jahr Laufzeit (ein Shop ist hier bereits inkludiert!), könnten uns aber auch die günstigere Pro Version für 5 Euro mtl. vorstellen, denn ein Upgrade ist jederzeit möglich. Wichtig zu wissen: Die Domain ist im ersten Jahr kostenlos, danach sind 20 Euro pro Jahr fällig. Los geht’s: Wir checken und
sichern uns unsere Wunschdomain, wählen das Paket aus (Laufzeit 1 Jahr – wir wollen ja flexibel bleiben), schließen die Registrierung ab und kommen zu den Designvorlagen. Hier fällt uns auf: Die Vorlagen, die vorher noch unter Business & Coaching angezeigt wurden, finden wir jetzt nicht mehr. Auch nicht im Menü „Entscheidungshilfe“ und auch nicht nach Eingabe der Suchwörter Coaching oder Business. Stattdessen erhalten wir Vorlagen (keine 100 wie angekündigt, aber doch rund 40), die – warum auch immer – nach Städten benannt sind. Wir fühlen uns hier etwas im Stich gelassen, starten eine Support-Anfrage per Mail, wie wir denn an die gewünschte Vorlage kommen können. Schnell antwortet der Support, bietet uns an, die betreffende Vorlage mit wenig Aufwand freizuschalten, was dann auch zeitnah erfolgt. 

Parallel dazu testen wir auch eine der anderen Designvorlagen und stellen fest, dass diese nicht zu 100 Prozent dem entspricht, was in der Vorschau abgebildet war. Das heißt, wer die konkrete Vorlage nutzen will, kann dies nicht, sondern erhält eine Art von Grundaufbau der zuvor gezeigten Seite geliefert. Das irritiert. Das Gestalten der Vorlage und Einfügen von Elementen funktioniert dann intuitiv und problemlos, genauso wie das Einbauen eines Kontaktformulars oder Google Maps, einzelner Bilder, Share-Buttons, Videos etc.

Fazit

Das Arbeiten mit Jimdo mutet insgesamt spielerisch leicht und logisch an, ohne Vorkenntnisse kommt man in überschaubarer Zeit mit wenig Aufwand zu einem gut vorzeigbaren Ergebnis. Die Designvorlagen muten in Teilen leider etwas veraltet an, und die Vorlagen sind nicht wirklich branchenrelevant aufgebaut bzw. gestaltet. Kleiner Exkurs: Als Besonderheit bietet Jimdo seit kurzem den sog. Jimdo Dolphin an. Mit diesem Tool ist es tatsächlich möglich, in drei Minuten zur eigenen Website in verschiedenen Design-Optionen zu gelangen. Das Ergebnis: Bilder, Texte, Design werden quasi fertig eingespielt – schaut ordentlich aus –, man könnte damit loslegen. Wer sich von anderen abheben will (Stichwort: USP), sollte auf jeden Fall eigene Texte und Bilder verwenden. Der Dolphin ist unserer Meinung nach als eine pfiffige Anregung zu sehen, nicht unbedingt als ein Ersatz für einen klassischen Baukasten.

Produkt: Homepage-Baukasten Premium

One.com stammt aus Dänemark und hat nach eigenen Angaben über 1,5 Millionen Kunden in 149 Ländern. Wir beginnen unseren Test wie immer mit den Eindrücken von der Unternehmenswebsite. Man wird hier schnell zu den Baukasten-Angeboten geführt. Die Preispolitik mutet etwas unglücklich an. Kommuniziert werden Angebote und „Preise normalerweise“. Die Irritation setzen sich im Detail weiter fort: Im Paketüberblick steht als Leistung „eine Domain“ – wenn wir diese dann später tatsächlich haben wollen, müssen wir extra zahlen. Nur mit einem Sternchen (Verweis auf Fußnote) kommuniziert wird die einmalige Bereitstellungsgebühr in Höhe von stolzen 14,28 Euro.

Wir entscheiden uns für den Homepage-Baukasten Premium für 3,82 Euro monatlich (ab dem 2. Jahr sind 7,65 Euro/mtl. fällig) und wählen ein Template aus (ca. 75 Designvorlagen sind wählbar). Das Arbeiten in der Vorlage mutet dann sehr intuitiv an, alles ist gut sortiert und ebenso gut zu handhaben. Ein klarer Pluspunkt ist der schnelle und kompetente Live Chat! Die Minuspunkte: Es wird keine kostenlose Bilder-Datenbank geboten und die Verfügbarkeit von Widgets lässt deutlich zu wünschen übrig (z.B. ist Google Maps nicht verfügbar, auch nicht per HTML einbaubar). Für 12,16 Euro im Monat kann ein Shop eingerichtet werden. Hier fragt man sich allerdings, inwiefern die komplett in Englisch gehaltene Shop-Vorlage deutschem Recht wirklich genügt. Der Support weist auf unsere Nachfrage lediglich darauf hin, dass man dies in den ersten 15 Tagen selbst prüfen bzw. testen könne, um dann ggf. den Shop wieder kostenfrei zu stornieren.

Fazit

One.com ist eine wirklich günstige Lösung – daher verwundert es nicht, dass man mit deutlichen Abstrichen in den Leistungen leben muss. Es gibt keinen App Store und die Gestaltungsmöglichkeiten sind begrenzt. Wenn man bedenkt, dass andere Anbieter für nicht viel mehr Geld deutlich mehr bieten ...

Produkt: Homepage-Baukasten Pro

Srato betreibt nach eigenen Angaben mehr als 60.000 Server in Berlin und Karlsruhe und hostet vier Millionen Domains für Kunden weltweit. Auf der übersichtlichen Website fällt uns sofort ein Erklärvideo auf, das uns einen guten und schnellen Überblick über die Leistungen liefert. Das Motto: „Der einfache Weg zur modernen Website“. Dazu kann man aus 200 Branchenvorlagen und über 140 responsive Layouts auswählen. Das klingt alles gut. Eine Besonderheit sticht ins Auge: Strato bietet zwei Domains statt der sonst üblichen einen Domain an!

Wir entscheiden uns für den Homepage-Baukasten Pro: Wählbar ist die Laufzeit 1 Monat (10 Euro mtl. plus 15 Euro Einrichtungsgebühr) oder die Laufzeit über 12 Monate (12 x 1 Euro mtl., danach 9 Euro/mtl. plus 10 Euro Einrichtungsgebühr). Nachdem wir die Wunschdomains geprüft haben, erscheint der fette Hinweis, dass wir uns für 600 Euro die Website erstellen lassen können. Unser Eindruck: Traut uns Strato nicht zu, dass wir uns selbst eine Seite basteln können? Dann werden diverse kostenpflichtige Ergänzungen angezeigt, u.a. eine 24/7-Experten-Hotline für 10 Euro. Wir waren bei der Produktübersicht zunächst davon ausgegangen, dass wir eine Experten-Hotline haben: Dort ist bei genauem Hinsehen das Häkchen aber aber nur als „optional“ gesetzt. Das verwirrt!

Nun wählen wir „Dienstleistung“ als Thema unserer Website. Die dazugehörige Vorlage kann jederzeit gewechselt werden. Das Arbeiten im Editor lässt sich gut an, man findet sich gut zurecht. Schriften werden – sofern modifizierbar – nur als Schriftengruppen angeboten, was den Gestaltungsspielraum etwas einschränkt. Die vorgegeben Texte sind nicht branchenspezifisch, eher als Blindtext zu sehen. Einen App Store findet man nicht, Analysemöglichkeiten der Website sind nur rudimentär gegeben.

Fazit

Man kann mit Strato eine einfache Website erstellen, ist aber recht eingeschränkt in der Individualisierbarkeit. Das Arbeiten führt in überschaubarer Zeit zu einem brauchbaren Ergebnis, sofern man nicht zu hohe Ansprüche an die eigene Kreativität hat. Strato ist
unsere Empfehlung für diejenigen, die wenig ausgeben möchten und dabei schnell zu einer einfachen Website kommen möchten. Das Tool ähnelt dem von Web4business, ist allerdings günstiger und bietet weniger Branchenbezug.

Produkt: Business Plus

Die Web4business-Webseite ist übersichtlich, wirkt kompetent, professionell und solide. Der Anbieter präsentiert sich als der Branchenexperte. Alles ist hier auf Branchen ausgelegt; Rechtssicherheit und persönlicher Service werden hervorgehoben, branchenspezifische Texte sind in den Designvorlagen gleich integriert. Keine Angaben finden wir bspw. darüber, wo die Server stehen oder wie viel Speicherplatz dem Kunden zur Verfügung steht.

Wir wählen das Paket Business Plus für 29,90 Euro mtl. Nach dem Anmelden gibt man eine Branche an: dann wird automatisch eine Branchenseite als Vorschlag ausgewählt. Das Design: schlicht, sortiert und solide. Die Bedienung des Tools erweist sich als wenig intuitiv, gestalterisch sind wir recht streng an die von uns gewählte Designvorlage gebunden. Die vorgegebenen Texte sind allesamt branchenspezifisch und lesen sich rund: Könnte man so nutzen, sollte diese aber aus den bereits genannten Gründen individualisieren. Die Bildergalerie erscheint etwas verstaubt, der Anbieter verweist auf zusätzliche Bilder aus dem Stockfoto-Portal Fotolia. Negativ fällt uns auf, dass wir keine Möglichkeit finden, Eingaben Schritt für Schritt rückgängig zu machen und dass das Arbeiten mit zusätzlichen Textelementen recht mühsam ist.

Fazit

Mit web4business kann eine einfache Website schnell erstellt werden, die Ansprüche an Individualität und eigene Gestaltung sollten dabei nicht allzu hoch sein. Geeignet ist das Tool für denjenigen, der ohne große Erweiterungsansprüche schnell eine ordentlich aussehende Web-Visitenkarte haben  will und sich ansonsten mit dem Thema nicht wirklich weiter befassen möchte. Aber: Das Paket kostet immerhin stolze 29,90 Euro im Monat und ist damit im Vergleich zu anderen Anbietern teuer. Auffallend: Der Baukasten ähnelt in großen Teilen dem von Strato, ist teurer als dieser und dafür sehr viel mehr auf  Branchen fokussiert.

Produkt: Standard

Die Schweizer Webnode AG hat bis heute nach eigenen Angaben mehr als 30 Mio. Nutzer. Auf der Startseite erfährt man viel über das Unternehmen und die Köpfe dahinter – das schafft Sympathie. Der Auftritt mutet jung an, die Formulierungen sind recht vollmundig und werblich gehalten, wir finden zu wenig konkrete Infos über Features und über das, was uns hier letztlich erwartet. 

Wir entscheiden uns für das Paket Standard für 9,95 Euro mtl. Nach dem Registrieren wählen wir aus den 81 Layouts der Kategorie „Firma“ eine Vorlage aus, in der ein Unternehmensberater thematisiert wird. Das Editieren, Bildereinfügen, Texteeinfügen etc. funktioniert alles recht intuitiv, sodass wir uns schnell im Baukasten zurechtfinden. Die Aussage „Sie müssen sich auch keine Gedanken über die Texte machen – wir haben für über 100 Berufszweige die Basistexte vorbereitet.“ erweist sich in Realität allerdings als zu vollmundig. (Rubrik-)Überschriften werden geboten, ansonsten so gut wie nur Blindtexte. Negativ fällt uns auf, dass Widgets nur als HTML-Code umständlich eingefügt werden können.

Fazit

Man kommt schnell und einfach zu einer zeitgemäßen, ansehnlichen Website, obwohl eher begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten vorgesehen sind. Webnote ist damit ein Baukasten im eigentlichen Sinne, mit dem man gut arbeiten kann, ohne dass man selbst viel Initiative in Sachen Gestaltung zeigen muss.

Produkt: Business

Der US-Anbieter Weebly zählt nach eigenen Angaben weltweit über 30 Mio. Kunden. Der Webauftritt ist modern, kompetent, aber wenig produktbezogen. Stattdessen werden die Mehrwerte kommuniziert. Weebly will eine Komplett-Lösung für das Online-Marketing sein und nicht nur ein Baukasten-Anbieter. Uns fällt auf, dass die Texte im Verlauf der Startseite von Deutsch ins Englische wechseln: das muss man als deutschsprachiger Kunde mögen! Positiv fällt uns auf: Es gibt einen eigenen App Store mit über 200 Apps. Man erhält leider keine Infos zur Frage nach der Kompatibilität mit hiesigem Recht.

Wir entscheiden uns für das Paket Business. Dieses kostet bei einer Laufzeit von einem Jahr 23 Euro; bei zwei Jahren sind 19 Euro mtl. fällig. Ein Shop ist bereits inkludiert. Wir wählen in der Kategorie „Geschäft“ aus 15 Vorlagen eine aus und erhalten eine optisch aufgeräumt wirkende Vorlage, die gute Individualisierungsmöglichkeiten bietet, nicht mit Details überfrachtet ist und so das Arbeiten im Editor angenehm macht. Die Schriftenauswahl ist umfangreich; die kostenlosen Bilder sind nicht unbedingt zu empfehlen. Im App Store (nur in Englisch) findet man alles, was man benötigt, wie Terminplanung, Buchhaltung, Live Chat etc.

Fazit

Weebly ist ein Baukasten, der für Leute gedacht ist, die mit eigenen Ideen, ohne zu viel spielen zu wollen, zu einer eigenen, individuellen Seite kommen wollen, die letztlich alles kann, was benötigt wird. Die Hilfeseiten und Erklärvideos sind allesamt in Englisch, was wir suboptimal finden. Offen bleibt die Frage: Ist das alles für Deutschland auch wirklich rechtssicher? Hierzu findet man keine Infos. Unser Fazit: Wenn wir in New York ansässig wären, wäre Weebly für uns eine richtig gute Wahl.

Produkt: unlimited

Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Tel Aviv und bedient nach eigenen Angaben mehr als 90. Mio. Nutzer aus 190 Ländern. Der Blick auf die Website beeindruckt: Man kann aus über 500 Designvorlagen wählen und darüber hinaus scheint alles geboten zu sein. Von automatischem Newsletter, eigener Shop App, Kontaktverwaltung über Finanzverwaltung (Rechnungen erstellen, Mahnwesen) bis hin zu automatisierten Mails. Wer noch mehr benötigt, kann zusätzlich aus vielen kostenpflichtigen Diensten auswählen. Bei Wix erhalten wir ein Jahr lang eine kostenlose .com-Domain. Eine .de-Domain ist nicht buchbar. Wer diese will, muss sie bei einem externen Dienstleister buchen (Zusatzkosten) und kann sie dann mit seiner Wix-Domain verbinden. Die Infos zu den angebotenen Paketen sind leider nicht rundum transparent. Wir erfahren bspw. nicht, was die Domain ab dem zweiten Jahr kostet. Wer im Vorfeld die Verfügbarkeit einer Domain prüfen will, macht dies über das Menü „Abonnements, Domains“.

Wir wählen das Jahresabo Unlimited. Es kostet 12,42 Euro pro Monat, kann sogar monatlich gekündigt werden und wird ohne Einrichtungsgebühr zur Verfügung gestellt. Wir melden uns an, geben im Suchfeld unsere Branche ein, sehen uns das gut gemachte Einführungsvideo über den Wix Editor an und legen los. Erster Eindruck: Wow – hier wird sehr viel geboten bzw. es gibt viel zu tun. Wer kreativ ist und bereits erste Erfahrungen mit Websites gesammelt hat, wird hier voll abgeholt. Es gibt enorme Möglichkeiten, Elemente wie Bilder, Texte, Buttons, Listen oder auch interaktive Elemente einzufügen. Man kann sehr einfach mit sehr vielen Schrifttypen arbeiten und gefühlt unendlich viele kostenlose Apps (SEO, Shop, Kalender, Kommentare, Video, Live Chat, Sprache wechseln ...) nutzen.

Fazit

Schnell wird klar: Wix ist ein Eldorado für alle, die eine große Affinität für Gestaltung haben und bereit sind, sich in ein so umfangreiches Tool reinzuarbeiten – denn es bietet Gestaltungsoptionen und Tools quasi bis zum Abwinken. Wix ermöglicht es, eine professionelle Website zu erstellen, die ganz schnell viel mehr ist und kann als eine virtuelle Visitenkarte. Das Ergebnis wirkt international, modern, frisch. Unsere Empfehlung für Kreative, denen Wordpress zu kompliziert und Jimdo zu „begrenzt“ ist. Das Manko: Wichtige Fragen werden nicht konkret beantwortet. Zum Beispiel: Wo stehen die Server, was kostet mich die Domain nach dem ersten Jahr? Wie rechtssicher sind die Tools?

Und welcher Baukasten ist nun der richtige für mich?

Gibt es den klaren Testsieger? Zunächst sei festgestellt: Keiner der zehn Anbieter ist komplett durchgefallen. Einige Baukästen zeigen zwar Schwächen im Detail, aber überall erhalten wir am Ende ein vorzeigbares Ergebnis, das den durchschnittlichen Ansprüchen voll genügt. Wenn wir bedenken, dass ein Webdesigner schnell mal 2000 Euro nimmt, um eine individuelle Website zu bauen, können die Baukästen trumpfen, sofern man etwas Zeit investiert  und eine Idee von der eigenen Website hat. Mit überschaubarem Einsatz kommt man als Gründer so in jedem Fall zu einer modern anmutenden und individualisierten Website.

Tipp: Lege nicht zu großen Fokus auf die Bild-Archive und Textvorlagen, sondern werde hier selbst aktiv. Gute Bilder kann man heute durchaus selbst machen bzw. machen lassen! Und schaue nicht zu sehr auf die Anzahl der präsentierten Designvorlagen. Hier zählt letztlich nicht die Masse, sondern das, was du aus der einen Vorlage machst, um dich und dein USP gut zu transportieren. Uns war es möglich, aus jeder Vorlage ein ansehnliches Ergebnis zu basteln – zugegebenermaßen mal mit mehr, mal mit weniger Aufwand.

Unser Anspruch war es, schnell und möglichst unkompliziert zu einer modernen Website zu kommen. Positiv hervorzuheben sind folgende Homepage-Baukasten-Anbieter: 

  • Als „Preis-Leistungs-Sieger“ geht DomainFactory aus dem Test hervor. Schade, dass man dort in Sachen Kommunikation nicht genauso gut ist (kein Feedback auf redaktionelle Anfragen). 
  • Als eine Art „Rundum-Sorglos-Paket made in Germany“ hat uns 1&1 überzeugt. 
  • Jimdo ist hier auch noch zu nennen, fällt im direkten Vergleich aber hinter DomainFactory und 1&1 zurück.
  • Wer mehr Zeit investieren will, erste Webdesign-Kenntnisse mitbringt und sich bei der Erstellung seiner Website kreativ austoben will, ist bei WIX.com richtig aufgehoben. WIX bietet ähnliche Power wie das „Kult-Tool“ Wordpress, ist aber übersichtlicher und damit auch für weniger Erprobte noch gut zu handlen. Das Tool stellt eine eigene Baukasten-Dimension speziell für kreative Tüftler dar.

Unser Test zeigt auch: Homepage-Baukästen werden Webdesignern immer mehr Konkurrenz machen, zumal man beim Selbstmachen stets die Kontrolle über seine Inhalte etc. behält und nicht auf den Entwickler angewiesen ist, wenn bspw. später noch ein Shop benötigt wird. Die Baukästen bieten hierfür zumeist brauchbare Erweiterungen an. 

Hier gibts die Tabelle aller Anbieter zum Download.


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Threedy: Industrieller 3D-Spezialist sichert sich 10,4 Mio. US-Dollar

Threedy ist ein Hightech-Start-up, das 2020 als Spin-off des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung (IGD) in Darmstadt gegründet wurde. Die Investition soll es dem Start-up ermöglichen, die Entwicklung seines Produktportfolios weiter voranzutreiben.

Drei Jahre nach der Gründung hat sich Threedy eine Investition von 10,4 Millionen US-Dollar gesichert, um das Wachstum in verschiedenen Branchen und Regionen zu beschleunigen. Zu den neuen Investoren gehören die LBBW Venture Capital, TRUMPF VENTURE, Futury Capital und EquityPitcher Ventures. Die Investition unterstreicht die starke Position von Threedy, einen beträchtlichen Marktanteil im schnell wachsenden Bereich der industriellen digitalen Zwillinge zu erobern.

Digitale Transformation in der Industrie

Der instant3Dhub von Threedy ist eine hochleistungsfähige Spatial-Computing-Technologie, die es Kunden ermöglicht, ihre 3D-Daten in beliebiger Konfiguration zu nutzen und in großem Maßstab zu visualisieren. Indem sie Daten in Echtzeit auf jedem Gerät und zu jeder Zeit verfügbar und zugänglich macht, ermöglicht sie die Optimierung einer Vielzahl von digitalen Prozessen entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette und eine deutliche Reduzierung der damit verbundenen Kosten. Durch die Implementierung von instant3Dhub können Unternehmen wertvolle Zeit und Ressourcen sparen, z.B. durch den Wegfall von Wartezeiten, und die Reduzierung von Lizenz- und Infrastrukturkosten.

Threedy ermöglicht es seinen Kund*innen, eine moderne Software-Architektur zu etablieren, die die Abhängigkeit von den monolithischen und geschlossenen Stacks der etablierten Software- Anbieter reduziert und die Tür für die agile Entwicklung und den skalierbaren Roll-out einer modernen, leichtgewichtigen Anwendungsschicht öffnet. Mit einer breiten Palette an Funktionen für digitales Engineering, fortschrittliche Kollaboration und nahtlose Mixed Reality bietet die Software eine starke Grundlage für die digitale Transformation der Industrie.

Die Arbeit mit 3D-Daten soll so einfach wie das Teilen eines Links werden, indem man sie einfach aus beliebigen Quellen referenziert, z.B. aus bestehenden PDM/PLM-Lösungen, und das ohne jegliche Vorbereitung oder Vereinfachung. Die Technologie von Threedy ermöglicht neue, skalierbare Anwendungen über den gesamten Produktlebenszyklus, von der Entwicklung bis zum After-Sales – webbasiert und mit zero-footprint auf dem Client. Durch die Optimierung der 3D-Datennutzung und der Kommunikation können Unternehmen auch ihren ökologischen Fußabdruck verringern: Geschäftsreisen können weitgehend durch virtuellen Austausch ersetzt werden, wodurch Ressourcen und Zeit gespart werden.

Schnell wachsende Anzahl von Partnerschaften und Anwendungsszenarien

In den ersten drei Jahren hat sich Threedy erfolgreich von einer Fraunhofer-Abteilung zu einem unabhängigen Unternehmen entwickelt. Seit der Gründung Ende 2020 ist das Start-up deutlich gewachsen und hat seine Mitarbeitendenzahl fast verdreifacht, um ein Team von mehr als 50 hochqualifizierten Fachleuten aus aller Welt aufzubauen. Das Unternehmen hat nicht nur seine starken Kund*innenbeziehungen beibehalten, sondern auch ein bemerkenswertes Wachstum erlebt, insbesondere in den Bereichen Automotive und Fertigungsindustrie.

Die Spitzentechnologie von Threedy wird von zahlreichen Branchenführern geschätzt, darunter auch von den führenden deutschen Automobilherstellern. Darüber hinaus hat Threedy sein Netzwerk von Partnerschaften erfolgreich erweitert und ist über die ursprünglichen Schwerpunktbereiche Automotive und den deutschen Markt hinausgewachsen. Mit der substanziellen 10,4-Millionen-Dollar-Investition in der Serie A rüstet sich Threedy nun für den nächsten Schritt. Threedy will sein Engagement für die Kommerzialisierung seiner innovativen Spatial- Computing-Infrastruktur fortsetzen und die Einführung in verschiedenen Branchen und Anwendungsszenarien beschleunigen. Die Investition soll dem Start-up in die Möglichkeit geben, die Entwicklung seines Produktportfolios weiter voranzutreiben. Zu den Expansionsplänen gehört die weitere Internationalisierung, während das Unternehmen weiterhin auf Exzellenz und Innovation setzt und die digitale Transformation seiner Partner nachhaltig unterstützt. Threedy ist nun aktiv auf der Suche nach neuen Mitarbeitenden in verschiedenen Funktionen, die das Team verstärken und die Zukunft des industriellen digitalen Zwillings mitgestalten wollen.

Cybersecurity-Trends

Fünf Sicherheitstrends - für Unternehmen jeder Größe relevant.

Die Zahl von Cyberangriffen zeigt unaufhaltsam. Diese Entwicklung machet Unternehmen schwer zu schaffen. Experten wie beispielsweise von Interpol prognostizieren auch für die kommenden Jahre, dass Cyberattacken wie Ransomware und Phishing deutlich zunehmen werden. Damit Unternehmen sich auf das kommende Jahr vorbereiten können, ist es wichtig, dass sie ihre Sicherheitslücken kennen und auch beheben. Dabei zeichnen sich einige Trends in Sachen Cybersecurity ab:

Cybersecurity-Trend 1: Kritische Infrastrukturen bleiben im Visier von Cyberkriminellen

Kritische Infrastrukturen sind laut Medienberichten fast täglich Ziel einer Cyberattacke. Diese Lage verunsichert Unternehmen zunehmend. Gerade hochsensible Infrastrukturen wie das Gesundheitswesen oder die Energieversorgung werden von Cyberkriminellen noch stärker attackiert werden. Auffallend ist, dass die Angriffe häufiger, schneller und fokussierter werden. Der Grund dafür ist nicht nur die zunehmende Professionalisierung der Hacker, sondern auch der Trend zu Cybercrime-as-a-Service (CaaS). Damit wird es auch für Hobbykriminelle einfacher, ihre eigenen Angriffe zu entwickeln und dadurch Profit zu machen.

Cybersecurity-Trend 2: Neue Regulierungen auf dem Weg

Das Europäische Parlament hat sich 2022 mit den Mitgliedsstaaten der EU auf einen Rahmen (NIS 2) geeinigt, der das Netz und Informationssysteme besser vor Cyberattacken schützen soll. Mit NIS 2 werden Mindestanforderungen zur Zusammenarbeit zwischen den Ländern geschaffen und diese so harmonisiert. Auch hier steht die kritische Infrastruktur im Fokus, da hohe Bußgelder verhängt werden, sollten die neuen Anforderungen nicht eingehalten werden. Andere Unternehmen müssen ebenfalls auf Grundlage des neuen Rahmens ihre Sicherheitsmaßnahmen nachbessern und Behörden innerhalb von 24 Stunden nach einem Vorfall einen Bericht zur Verfügung stellen. Erschreckend ist aber, dass 47 Prozent der IT-Sicherheitsverantwortlichen in Unternehmen im Sicherheitsbarometer 2022 angaben, die gängigen Maßnahmen überhaupt nicht zu kennen. Zehn Prozent der Befragten gaben an, keine Vorkehrungen für erhöhte IT-Sicherheit zu treffen. Unternehmen sollten demnach jetzt Maßnahmen ergreifen, um ihre Schwachstellen zu schließen und die Sicherheitsmaßnahmen auf den neuesten Stand bringen, um nicht nur Cyberangriffe zu vermeiden, sondern auch Bußgelder vorzubeugen.

Cybersecurity-Trend 3: IT-Fachkräftemangel macht den Unternehmen nach wie vor zu schaffen

Laut dem Statistischen Bundesamt hatten mehr als drei Viertel der deutschen Unternehmen Probleme, Stellen zu besetzen. Auch international sieht die Lage nicht besser aus. Laut der Cybersecurity Workforce Studie 22 fehlten Unternehmen 3,4 Millionen zusätzliche Arbeitskräfte im Bereich IT-Sicherheit. Gleichzeitig nehmen Cyberattacken zu. So verschärft sich die Lage weiter, da Sicherheitslücken zu spät oder gar nicht geschlossen werden können, da diese schlichtweg übersehen werden. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sollten Unternehmen junge Nachwuchstalente einstellen, auch wenn diese noch über geringe Berufserfahrung verfügen. Zudem eignen sich Schulungen und Weiterbildungen, wenn Firmen neue Sicherheitsstandards und Regularien rechtzeitig implementieren wollen.

Cybersecurity-Trend 4: Social-Engineering wird verstärkt Banken treffen

Social-Engineering-Attacken sind oft nur der Anfang eines größer angelegten Cyberangriffs. Das wird auch zukünftig der Fall sein und die Kriminellen werden ihre Ziele ausweiten, denn zunehmend gerät auch der Banken- und Finanzsektor in den Fokus. Eine hohe Gefahr geht von sogenannten Social-Engineering-Attacken in Echtzeit aus. Hier ruft ein vermeintlicher Bankmitarbeiter oder eine angeblich staatliche Organisation einen Kunden an und drängt diesen sein Geld auf ein „sicheres“ Konto zu überweisen. Da der/die Kund*in das Geld selbst überweist, ist es für die echte Bank nur schwer zu erkennen, dass in diesem Fall ein Betrugsdelikt vorliegt. Aber auch die Anzahl von Identitätsdiebstahl und Kontoübernahmen für kriminelle Zwecke werden im Banksektor ansteigen, da sich auch hier die Cyberkriminellen professionalisieren.

Cybersecurity-Trend 5: Deepfakes als neue Gefahr

Laut Europol und dem FBI geht eine ernsthafte Gefahr von Deepfakes aus. Auch wenn diese noch nicht so ausgereift sind, dass sie als massentauglich eingeschätzt werden, wird die Technologie zukünftig von Cyberkriminellen missbraucht werden, um ihre Betrugsszenarien noch authentischer zu gestalten. Es gibt bereits Fälle, in dem gefälschte Videos oder auch Voice-overs durch Deepfake zum Einsatz kamen und so Know-Your-Customer-Prozesse (KYC) ausgehebelt wurden. Da die Technologie sich auch hier immer weiter entwickelt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese von Cyberkriminellen genutzt wird. Denn die technischen Grundlagen sind vorhanden und der Quellcode, um ein Deepfake zu erzeugen, ist öffentlich zugänglich.

Fazit

Unternehmen und IT-Entscheider*innen sollten sich auf die zunehmenden Herausforderungen bezüglich IT-Sicherheit vorbereiten. Sie sollten auch ihre Sicherheitsmaßnahmen auf den neuesten Stand bringen, um ihre Kunden besser zu schützen. Denn das Risiko Opfer einer Cyberattacke ist nur mehr eine Frage der Zeit.

Der Autor Stephan Schweizer ist CEO der Nevis AG, die digitale Sicherheitslösungen entwickelt.

ERP-Gründerkredit 2024 – alles Wissenswerte über StartGeld

ERP-Gründerkredit – StartGeld: Welches sind die Antragsvoraussetzungen und welche Eckpunkte gelten im Jahr 2024?

Seitens der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden zinsgünstige Förderdarlehen gewährt, die Existenzgründerinnen und -gründern und jungen Unternehmen den Einstieg erheblich vereinfachen. Während der ERP-Gründerkredit – Universell im Jahr 2024 nicht mehr zur Auswahl steht, kann das Förderprodukt StartGeld unverändert genutzt werden. Doch was sind die Antragsvoraussetzungen und welche Eckpunkte gelten im Jahr 2024?

Wer wird mit dem ERP-Gründerkredit – StartGeld gefördert?

Von dem ERP-Gründerkredit – StartGeld können Existenzgründer einschließlich Freiberufler, Unternehmensnachfolger und kleine Unternehmen profitieren. Auch wer ein junges Unternehmen festigen möchte, kann von den Vorteilen des Förderprodukts profitieren, sofern die Aufnahme der Geschäftstätigkeit nicht länger als 5 Jahre zurückliegt. Geschäftsführer, die sich an einem Unternehmen beteiligen möchten, gehören ebenfalls zu den Antragsberechtigten. Ausgeschlossen von der Förderung sind mittlere und große Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten und mehr als 10 Millionen Euro Umsatz sowie Sanierungsfälle und insolvenzreife Unternehmen. Auch Unternehmen aus der Landwirtschaft und Fischerei sind nicht förderberechtigt.

Nicht nur den Ausgeschlossenen steht es frei, sich das Startkapital für die Existenzgründung anderweitig zu beschaffen. Oftmals leisten Familienangehörige und Freunde Unterstützung bei der Unternehmensgründung, indem sie Eigenmittel bereitstellen. Manche Start-up-Unternehmen basieren auf langjährigen Ersparnissen aus einer nichtselbständigen Tätigkeit. Mit etwas Glück können unter Umständen Online Wetten dabei helfen, die notwendigen finanziellen Mittel aufzubringen. Von Fußball über Handball bis hin zu Motorsport kann auf die verschiedensten Sportarten gewettet werden. Einige etablierte Unternehmer nutzen die Teilnahme an Online Wetten, um sich vom Geschäftsalltag zu erholen.

Maximale Kredithöhe und was gefördert wird

Bis zu 125.000 Euro können im Rahmen des Förderprodukts für die Gründung und den Betrieb eines Unternehmens in Anspruch genommen werden. Zu den förderfähigen Investitionen zählen die Anschaffung von Maschinen, Anlagen, EDV, Grundstücken und Gebäuden, Firmenfahrzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Einrichtungsgegenstände, immaterielle Investitionen wie Patente und Lizenzen sowie Software. Darüber hinaus umfasst das Förderprogramm Betriebsmittel, die zur Aufrechterhaltung des laufenden Geschäftsbetriebes erforderlich sind, einschließlich liquider Mittel, Personalkosten, Mieten, Marketingaufwendungen, Messeteilnahmen und Beratungskosten. Auch die Finanzierung von Material- und Warenlagern sowie der Kauf eines Unternehmens oder von Anteilen an einem Unternehmen, verbunden mit der Übernahme einer Geschäftsführungsfunktion, gehören zu den förderfähigen Maßnahmen.

Für das Förderprodukt gibt es jedoch spezifische Ausschlüsse. Nicht förderfähig sind Baumaßnahmen für „Betreutes Wohnen“, sogenannte In-Sich-Geschäfte wie der Erwerb eigener Gesellschaftsanteile, Treuhandkonstruktionen und stille Beteiligungen Dritter sowie Umschuldungen, Nachfinanzierungen, Anschlussfinanzierungen und Prolongationen.

Ablauf – der Weg zum zinsgünstigen Kredit

Die Kreditbeantragung geschieht über eine Hausbank, wie eine Geschäftsbank, Sparkasse oder Genossenschaftsbank, nicht direkt bei der KfW. Durch die Vorabnutzung des KfW-Förderassistenten lässt sich der Antrag effektiv vorbereiten, was das Bankgespräch zielgerichteter und schneller macht. Finanzierungspartner treffen eigenständig die Entscheidung, ob sie einen Kreditantrag unterstützen. Sollte ein Antrag abgelehnt werden, steht es frei, sich an einen anderen Finanzierungspartner zu wenden.

Die KfW überprüft die eingereichten Dokumente und trifft eine Entscheidung bezüglich der Förderung. Bei einer Zusage kommt es zum Abschluss des Kreditvertrags. Der Kredit steht zur Auszahlung bis zu 9 Monate nach Erhalt der Zusage bereit. In der anfänglichen tilgungsfreien Phase fallen lediglich Zinszahlungen an. Anschließend werden regelmäßige Monatsraten, bestehend aus Tilgung und Zinsen auf den ausstehenden Kreditbetrag, fällig. Eine vorzeitige vollständige oder teilweise Rückzahlung des Kredits ist möglich, wobei hierfür eine Vorfälligkeitsgebühr anfällt. Die Rückführung des Kredits erfolgt über die Hausbank, wobei die Kreditnehmer mit ihrem persönlichen Vermögen haften.

Gründer*in der Woche: Ecoblister - Medikamentenverpackung neu gedacht

Unsere Gründer*in der Woche: Falsch eingenommene Medikamente sorgen alljährlich für unzählige Krankenhausaufenthalte und sogar Todesfälle. Die Geschwister Jan Angermann, Anett Tanger und Mona Syhre wollen das mit ihrem Start-up Ecoblister ändern.

Alljährlich sterben in Deutschland mehr Menschen durch zu viele oder falsch eingenommene Medikamente als durch Verkehrsunfälle, illegale Drogen und Suizide zusammen. Das Problem liegt auf der Hand und ist ausgiebig wissenschaftlich untersucht: Insbesondere Menschen, die viele Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen, verlieren leicht den Überblick. Viele Pillen sehen ähnlich aus und werden auch noch in ähnlichen Verpackungen ausgeliefert.

Es gibt eine einfache und erprobte Lösung: die patient*innenindividuelle Verblisterung. Das bedeutet, dass sich insbesondere Menschen mit vielen verschiedenen Medikamenten diese individuell verpacken lassen können. Und zwar sortiert nach Tag und Uhrzeit, zu denen sie eingenommen werden müssen. Entsprechende Angebote gibt es schon seit mehr als 20 Jahren. Doch bisher fristen sie ein Nischendasein. Ein Beispiel: Von den rund sieben Millionen Menschen in Deutschland, die regelmäßige Pflege erhalten, bekommt weniger als eine Million ihre Medikamente individuell vorverpackt.

Mona Syhre hat zusammen mit ihren Geschwistern Anett Tanger und Jan Angermann das Leipziger Start-up Ecoblister gegründet, um das zu ändern. Dazu haben sie den Arznei­kalender erfunden, der sogar noch mehr bietet als individuell verblisterte Medikamente. Für ihr Produkt hat die Chemikerin Mona ein Material entwickelt, das vorher noch keine Medikamentenverpackung weltweit zu bieten hatte: Es ist kompostierbar, bietet aber dieselbe Sicherheit wie die bisher üblichen Verbundverpackungen aus Kunststoff und Aluminium.

Bei der Gründung war Mona bereits 57 Jahre alt. „Wir sagen immer, wir sind ein erwachsenes Start-up“, meint sie. Mit dem jungen Start-up-Umfeld können sich die Geschwister oft nicht identifizieren. Start-up-Veranstaltungen seien zwar eine gute Gelegenheit, um zu netzwerken und sich auszutauschen, trotzdem empfindet Mona solche Veranstaltungen häufig als oberflächlich und wenig konkret. Die Gründung im höheren Alter sei für sie aber die beste Entscheidung gewesen: „Im Gegensatz zu jungen Unternehmer*innen bringe ich viel Berufserfahrung mit und lasse mich nicht so leicht verunsichern.“

Neuseeland als Initialzündung

Das erste Mal sah Mona nach Tag und Uhrzeit vorsortierte Medikamente in einer Apotheke in Neuseeland. Das machte sie neugierig. Sie war damals in der Forschung tätig und hatte bereits eine lange Karriere hinter sich. Trotzdem wurde ihr schnell klar, dass dieses Thema ihrem Berufsleben noch einmal eine neue Richtung geben könnte.

„Schon bei der ersten Recherche stieß ich auf erschreckende Zahlen“, sagt sie. Laut einer Stellungnahme des Bundestags aus dem Jahr 2018 stecken Medikationsfehler hinter rund 250.000 Krankenhauseinweisungen jährlich alleine in Deutschland. Die Schätzungen darüber, wie viele Menschen als Folge falsch eingenommener Medikamente sogar frühzeitig sterben, gehen weit auseinander. Laut einer in der Zeitschrift MWW – Fortschritte in der Medizin veröffentlichten Schätzung liegt die Zahl derer, die in Folge sogenannter Polymedikation sterben, zwischen 15.000 und 25.000. Die Krankenkasse BARMER geht sogar von bis zu 70.000 Todesfällen aus, die sich jedes Jahr durch besseres Arzneimitteltherapie­Management verhindern ließen.

Ein Beitrag zur Umwelt und Gesundheit

Damit war die Idee von Ecoblister geboren. Da die Pharma­branche enormen Plastikmüll produziert, war für Mona von Anfang an klar, dass ihre Lösung umweltfreundlich sein sollte. Jährlich werden laut ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. allein 42 Millionen Packungen Ibuprofen in Deutschland verkauft – so gut wie alle in Kunststoff (PVC) verpackt und mit Alufolie verschlossen. Diese Mischung ist in der Müllverwertung kaum zu trennen und damit auch nicht recyclebar. Das Ziel von Ecoblister war es, den weltweit ersten kompostierbaren Blister zu entwickeln.

Nachdem das Ziel klar war, mussten die Geschwister das Marktpotenzial herausarbeiten und professionelle Partner*innen für das Produkt finden. Dazu ließen sie zunächst zahlreiche mögliche Materialien testen: auf Kompostierbarkeit einerseits, aber auch, ob sie die strengen Verpackungsvorschriften für Medikamente erfüllen. Auch andere Unternehmen bat Mona um Hilfe, bis sie schließlich mit ihrem Produkt zufrieden war.

„Die größte Herausforderung war anschließend, Investor*innen zu finden, die an unsere Idee glauben. Gerade in Deutschland ist das für Start-ups oft schwierig, selbst wenn sie bereits ein fertiges Produkt und Produktionspartner*innen haben“, sagt Mona. Eine weitere Herausforderung war, dass viele potenzielle Investor*innen Einfluss auf das Produkt nehmen wollten, obwohl sie nicht vom Fach waren. Schließlich entschieden sich die Geschwister für einen Kredit.

Zielgruppe Senior*innen

Der Fokus des Arzneikalenders liegt vor allem auf Patient*innen mit Polymedikation, also solchen, die dauerhaft fünf oder mehr Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen. Wer schon einmal mehr als zwei oder drei Medikamente gleichzeitig regelmäßig einnehmen musste, kennt sehr wahrscheinlich diese Fragen: Habe ich die Dosis für heute Abend schon genommen? Ist die braune Pille das richtige Präparat oder nur eine von den Vitamintabletten, die so ähnlich aussehen? Und wo ist nochmal der Zettel mit den Einnahme-Anweisungen für das neue Medikament? Häufig betrifft das Menschen über 65 Jahren. Das zeigen auch Analysen des BARMER GEK Arzneimittelreports: Innerhalb eines Quartals wurden etwa einem Drittel aller Versicherten über 65 Jahre fünf und mehr Medikamente zur täglichen Anwendung verordnet.

2023, also mehr als 20 Jahre, nachdem Verblistern zum ersten Mal in Deutschland angeboten werden durfte, kommt langsam Bewegung in den Markt: Eine erste Versandapotheke bietet sogenannte Blisterrollen als kostenlosen Service an. Mit diesem System werden die Medikamente zwar nach Einnahmezeitpunkt neu sortiert und verpackt, allerdings erhalten Patient*innen die einzelnen Blister-Abteile in einer langen Rolle, weshalb insbesondere Menschen mit einer Sehbehinderung immer noch Probleme haben dürften, diese auseinanderzuhalten. Und das Müllproblem der Branche löst dieses Angebot auch nicht.

Überzeugungsarbeit für ein sicheres Gesundheitswesen

Damit Verblisterung flächendeckend funktioniert, sind insbesondere ältere Patient*innen ohnehin oft auf ihre lokale Apotheke angewiesen. „Es ist nicht damit getan, dass wir den Ecoblister entwickelt haben“, sagt Mona. „Ich leiste auch täglich Überzeugungsarbeit – bei Apotheken, Ärzt*innen, Krankenkassen und auf Blister-Workshops, die wir regelmäßig organisieren.“ In vielen anderen Ländern, etwa in den benachbarten Niederlanden, zahlt die Krankenkasse, wenn Medikamente individuell sortiert und neu verpackt werden. Dort hat man erkannt, dass individuelle Verblisterung ein einfacher und günstiger Weg ist, die Gesundheit von Menschen zu schützen. In Deutschland übernehmen die Kassen die Kosten trotzdem nur dann, wenn ein professioneller Pflegedienst die Dienstleistung bestellt. Wer nicht im Heim wohnt und beispielsweise von Angehörigen zu Hause versorgt wird, geht leer aus.

Monas Traum ist, dass irgendwann alle Apotheken in Deutschland auf Wunsch individuell verblistern – und dass dabei möglichst wenig Müll entsteht. Dazu braucht es einerseits klare Regeln, wer dafür bezahlt. Andererseits müssten die Apotheken auch mehr Medikamente als sogenannte Schüttware bestellen können, also in großen Behältern verpackt, anstatt, wie aktuell üblich, bereits einzeln verblistert.

Der Erfolg gibt Mona und ihren Geschwistern Recht: Im vergangenen Jahr ist Ecoblister um 50 Prozent gewachsen, bereits 40 Apotheken haben die Produkte in ihr Sortiment aufgenommen. Ohne ihr in langer Berufserfahrung gewonnenes Wissen und hartnäckiges Networking wäre das nicht gelungen, sagt Mona. Ihr Tipp für jüngere Gründer*innen lautet: Nicht verunsichern lassen, keine Angst haben, nach Hilfe zu fragen und immer hartnäckig bleiben. „Ich kann gar nicht zählen, wie viele Menschen mir von der Gründung abgeraten haben. Ich habe einfach weitergemacht – und es funktioniert.“

Hier geht’s zu Ecoblister

HolyPoly: Mit rund 1 Mio. Euro auf dem Weg zum Scale-up

Mit fast einer Million Euro aus dem jüngsten Crowdinvesting will das 2021 von Johanna Bialek und Fridolin Pflüger gegründete Kunststoff-Recycling-Start-up HolyPoly gezielt auf die Suche nach neuen Talenten gehen und zum „Closed-Loop-Weltmeister“ werden.

HolyPoly ist ein gefragter Full-Service-Partner für Kunststoff-Recycling in der Industrie. Auch in Finanzdingen geht das Unternehmen neue Wege und finanziert die nächste Wachstumsetappe mit einem Crowdinvesting, das fast eine Million Euro einbrachte – für neue „Recycling-Talente“ und zur Internationalisierung.

Der Erfolg der Crowdinvesting-Premiere hat selbst die Optimisten bei HolyPoly überrascht: Nach nur zwei Wochen war das angepeilte Investitionsziel von 750.000 Euro in Sicht und das Funding-Limit konnte auf 1 Million Euro erhöht werden. Als die Kampagne im Januar 2024 endete, war selbst diese Marke fast erreicht. Weniger als 10.000 Euro fehlten schließlich an der magischen Summe. Das offizielle Endergebnis: 990.850 Euro.

„Mit diesem überwältigenden Erfolg starten wir sehr zuversichtlich ins Jahr 2024“, sagt HolyPoly CEO Fridolin Pflüger – „denn wir haben uns viel vorgenommen, besonders im Recruiting.“ Mit der Investitionssumme will man bei HolyPoly vor allem neue Talente akquirieren. „Wir haben schon jetzt mehr Projektanfragen auf der Liste als wir bewältigen können“, erklärt Pflüger den wachsenden Personalbedarf. „Unter den potenziellen Kunden finden sich etliche weltweit agierende Marken, die von unserer Expertise profitieren wollen. Darauf können wir nicht verzichten, wenn wir unsere Mission, Kunststoffrecycling selbstverständlich zu machen, wirklich ernst nehmen.“

Um diesem Ziel gerecht zu werden, stellt HolyPoly 2024 wichtige Weichen für eine Transformation. Der geplante Personalzuwachs von zehn bis 15 Prozent folgt dem Ziel, „vom Start-up zum ‘Scale-up’ zu werden“, wie es CEO Pflüger formuliert. Die Wachstumsstrategie zielt deshalb nicht nur auf die Personalgewinnung, sondern forciert auch die bereits angestoßene Internationalisierung im Kundenportfolio und die Umsetzung von Projekten mit wesentlich größeren Produktionsvolumen.

„Wir haben gezeigt, dass unsere Kreislaufprozesse für die Großserienproduktion bereit sind“, sagt Fridolin Pflüger selbstbewusst und geht davon aus, dass „HolyPoly Ende 2025 der Closed-Loop Weltmeister“ ist. Auch mittelfristig legt er die Messlatte für den Unternehmenserfolg hoch: Eine Million Tonnen hochwertiges Rezyklat will HolyPoly bis 2030 durch seine Kund*innenprojekte in hochwertige Kunststoffanwendungen überführen.

Wie wichtig industrielle Recyclinglösungen sind, haben viele Unternehmen verstanden. Sie sehen, dass eine weltweite Kunststoffrecyclingquote von nur 10 Prozent viel zu wenig ist. Namhafte Firmen wie Bosch, Mattel, NUK oder Lamy setzten deshalb heute schon auf die Expertise des HolyPoly-Teams. Mehr als 30 Mitarbeitende aus Bereichen wie Kunststofftechnik, Recycling, Chemie, IT, Design, Kommunikation, Recht, Logistik, Beratung und Nachhaltigkeit arbeiten daran, für diese Kund*innen smarte und zeitgemäße Recyclingprozesse für hochwertige Kunststoffprodukte zu entwickeln.

Die Unternehmenszahlen zeigen deutlich, dass HolyPoly sich erfolgreich in einem extrem dynamischen Wachstumsmarkt mit enormem Entwicklungspotenzial positioniert hat. Der Umsatz hat nach drei Jahren die Grenze von 1,5 Millionen Euro überschritten und die Prognose ist auch hier eindeutig: Wachstum! 54 Projekte hat das Unternehmen inzwischen abgeschlossen. Zu den Kund*innen in Deutschland und Europa kommen derzeit verstärkt auch große internationale Konzerne, die künftig einen erheblichen Beitrag zum Umsatzwachstum leisten werden.

Die perfekte Software zur Ressourcenplanung – die Geheimwaffe erfolgreicher Start-ups?

Hier findest du wertvolle Tipps zur Auswahl und Anpassung der richtigen Software zur effizienten Ressourcenplanung.

Die Gründung eines Unternehmens ist immer ein Wagnis. Die Märkte sind dynamischer denn je und der Erfolg ist kaum vorhersehbar. Eine detaillierte Planung, die klare Strategie und die Werkzeuge, um genau das bewerkstelligen zu können, werden immer wichtiger. Besonders bei der Ressourcenplanung dürfen sich junge Unternehmen keine Fehler erlauben. Eine Software, die Gründern fehlerfrei unter die Arme greift, wird so schnell zu einem Katalysator für Wachstum und die maximale Effizienz.

Start-ups müssen bereits vor ihrer Gründung die einzigartigen Herausforderungen verstehen, die auf sie in der nahen Zukunft zukommen. Von Beginn an muss eine Software gewählt werden, die sämtliche Bedürfnisse erfüllt und zugleich möglichst viele Eigenschaften in sich vereint. Natürlich ist es in diesem Punkt zudem wichtig, eine Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen. Eine gute Software als Grundgerüst für die Ressourcenplanung muss skalierbar sein und genau das bieten, was zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt wird. Die Softwarelösung muss also gemeinsam mit dem Unternehmen wachsen und gedeihen.

Die Auswahl und Anpassung der richtigen Software

Was braucht es überhaupt, um das eigene Ressourcenmanagement auf das nächste Level zu befördern? Nun, die Kernfunktionen sollten neben dem Projektmanagement auf jeden Fall die Zeitplanung und eine detaillierte Fortschrittsverfolgung umfassen. So ist es möglich, mittels einer spezifischen Software möglichst viele Vorteile zu vereinen. Nicht nur die Effizienz steigert sich, auch die Kommunikation innerhalb der Teams eines Start-ups verbessert sich deutlich.

Damit das ERP für Startup für gewünschten Veränderungen schnell herbeiführt, ist es wichtig, die Implementierung der neuen Software richtig anzugehen. Das bedeutet, dass sämtliche Mitarbeiter, die ein Tool nutzen, im Detail geschult werden. Nur, wenn der Wissensstand bezüglich der Anwendung in den Teams ähnlich ist, zeigen sich die gewünschten Veränderungen in kurzer Zeit. Es lohnt sich also für Start-ups, wenn sie sich von Beginn an nach Lösungen umsehen, die sowohl die Skalierung, die Implementierung und das Training umfassen. Der Einstieg in eine neue Software oder ein neues Tool muss so einfach und schnell wie möglich erfolgen, denn nur so ist es möglich, sich auf die wichtigen Kernkompetenzen in der Frühphase der eigenen Unternehmensgeschichte zu fokussieren.

Das volle Potenzial ausschöpfen

Zu Beginn der unternehmerischen Laufbahn muss das Potenzial vollends ausgeschöpft werden. Das geht nur, wenn möglichst verantwortungsvoll mit allen Ressourcen umgegangen wird. Das betrifft sowohl die Mitarbeiter und das Know-how als auch tatsächliche Ressourcen, die eine Grundlage darstellen, um sich auf dem Markt behaupten zu können.

Da die Zeit in der Frühphase ein wichtiger Faktor ist, lohnt es sich, wenn sich für die Zusammenarbeit mit einem Software-Unternehmen entschieden wird, das Lösungen aus einer Hand bietet. Die beste Software ist nur dann hilfreich, wenn sie im Detail auf das Start-up zugeschnitten ist. Die Software muss die Arbeit erleichtern und sie muss für den notwendigen Überblick sorgen. Ist das nicht möglich, so stellt sie womöglich sogar ein unnützes Hindernis dar.

Die effektive Software zur Ressourcenplanung ist, zusammengefasst gesagt, für Start-ups von unschätzbarem Wert. Mit ihr ist es möglich, die Verwaltung zu vereinfachen, die Produktivität zu steigern und alles das trägt von Anfang an dazu bei, erfolgreicher zu sein. Und der Erfolg, genau das ist es, woran sich Start-ups und neu gegründete Unternehmen letztlich messen lassen müssen.

Effizientes Zeitmanagement für Start-ups

Wir stellen dir erprobte Zeitmanagement-Methoden vor, die dir dabei helfen, Prioritäten zu setzen, Ablenkungen zu minimieren und dein Start-up noch besser zu führen.

Effizientes Zeitmanagement ist in der schnelllebigen Welt der Start-ups einer der Schlüssel zum Erfolg. Als Gründer weißt du, dass jede Sekunde zählt und dass es entscheidend ist, die vorhandene Zeit optimal zu nutzen. In diesem Artikel stellen wir dir verschiedene Methoden des Zeitmanagements vor, die sich besonders für die Anforderungen von Start-ups eignen. Diese Techniken helfen dabei, Prioritäten zu setzen, Ablenkungen zu minimieren und dein Unternehmen besser zu führen.

Vorteile von Zeitmanagement

Effizientes Zeitmanagement ist mehr, als nur eine Liste von Aufgaben abzuarbeiten. Es geht darum, den Wert jeder Arbeitsstunde zu maximieren. Und du stellst sicher, dass jeder Mitarbeiter sich auf die Aktivitäten konzentriert, die dem Unternehmen den größten Nutzen bringen – denn es ist nachgewiesen, dass sich fast jeder am Arbeitsplatz schnell ablenken lässt.

Die Vorteile eines guten Zeitmanagements sind umfangreich und können den Unterschied zwischen Erfolg und Stillstand bedeuten. Hier sind einige Schlüsselvorteile des Einsatzes von Zeitmanagement-Methoden, die besonders für Start-up-Gründer relevant sind:

  • Gesteigerte Produktivität und Effizienz: Mehr Arbeit in weniger Zeit zu schaffen – das ist in einer Welt, in der Ressourcen oft begrenzt sind, sehr wertvoll. Die klare Strukturierung des Tages und das Priorisieren der Aufgaben führen dazu, dass Ziele schneller erreicht werden. Zeitfresser werden vermieden.
  • Verbesserte Arbeitsqualität: Zeitmanagement fördert nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Arbeit. Durch die Zuweisung angemessener Zeitblöcke für jede Aufgabe stellst du sicher, dass du jeder Aufgabe die Aufmerksamkeit und Sorgfalt widmest, die sie verdient. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit von Fehlern und steigert die Gesamtqualität des Outputs.
  • Reduzierter Stress: Gründer stehen oft unter enormem Druck, ihr Start-up zum Erfolg zu führen. Effektives Zeitmanagement kann helfen, diesen Stress zu mindern. Indem du Überarbeitung vermeidest und für ausreichend Pausen und Pufferzeiten sorgst, reduzierst du das Risiko von Burn-out und hältst dich und dein Team langfristig motiviert und produktiv.
  • Bessere Entscheidungsfindung: Mit einer klaren Vorstellung davon, wie deine Zeit genutzt wird, kannst du bessere Entscheidungen darüber treffen, welche Projekte oder Aufgaben Priorität haben. Dies ist entscheidend für Start-ups, da Ressourcen klug eingesetzt werden müssen, um Wachstum und Entwicklung voranzutreiben. Zeitmanagement hilft dir, den Überblick zu behalten und strategische Entscheidungen zu treffen, die dein Start-up voranbringen.

Die besten Zeitmanagement-Methoden

Die folgenden bewährten Techniken für effizientes Zeitmanagement eignen sich besonders für die Bedürfnisse und Herausforderungen von Start-ups:

Das Eisenhower-Prinzip

Diese Methode ist auch bekannt als Eisenhower-Matrix und hilft insbesondere bei der Priorisierung von Aufgaben. Hierzu werden To-do‘s in vier Kategorien eingeteilt: dringend und wichtig; wichtig, aber nicht dringend; dringend, aber nicht wichtig und weder dringend noch wichtig. Für Start-ups ist dieses Prinzip besonders wertvoll, weil es hilft, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist, und nicht nur auf das, was dringend erscheint. Dies fördert das strategische Denken und die Entscheidungsfindung. Das Eisenhower-Prinzip verdeutlicht, welche Aufgaben sofortige Aufmerksamkeit benötigen und welche du delegieren oder sogar ignorieren kannst. So unterstützt es Start-up-Gründer dabei, ihre begrenzten Ressourcen effektiv einzusetzen und ihre langfristigen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

Die ABC-Analyse

Die ABC-Analyse ist eine Methode zur Kategorisierung von Aufgaben basierend auf ihrer Wichtigkeit. 'A'-Aufgaben sind sehr wichtig, 'B'-Aufgaben sind wichtig, aber weniger kritisch, und 'C'-Aufgaben sind diejenigen mit der geringsten Wichtigkeit. Für Start-ups bietet das Zeitmanagement durch die ABC-Analyse eine einfache und effektive Möglichkeit, Prioritäten zu setzen. Sie zwingt Gründer dazu, über die relative Bedeutung jeder Aufgabe nachzudenken. So wird sichergestellt, dass das Team seine Energie auf die Aufgaben konzentriert, die den größten Einfluss auf das Unternehmen haben. Dies kann besonders nützlich sein, um Ressourcen sinnvoll zu verteilen und Schlüsselinitiativen voranzutreiben. Weniger wichtige Aufgaben kannst du dagegen entsprechend delegieren oder zurückstellen.

Die Pomodoro-Technik

Die Pomodoro-Technik ist eine Zeitmanagement-Methode, bei der die Arbeit in kurze, fokussierte Intervalle (traditionell 25 Minuten), gefolgt von kurzen Pausen (in der Regel 5 Minuten), unterteilt wird. Dieser Ansatz ist ideal für Start-ups, da er hilft, die Konzentration zu maximieren und Ermüdung zu vermeiden. Indem man die Arbeit in „Pomodori“ aufteilt, wird ein Gefühl der Dringlichkeit geschaffen, das dazu motiviert, in den festgelegten Zeiträumen so viel wie möglich zu erledigen. Für Start-up-Teams kann die Pomodoro-Technik auch eine einfache Möglichkeit sein, die Zusammenarbeit zu synchronisieren und sicherzustellen, dass alle regelmäßige Pausen einlegen, was langfristig zur Produktivität und zum Wohlbefinden beiträgt.

Getting Things Done (GTD)

Die Getting-Things-Done-Methode ist ein umfassendes Zeitmanagement-System, das darauf abzielt, den Geist zu klären und die Produktivität zu erhöhen. Hierzu werden alle Aufgaben in einem externen System erfasst und organisiert. Für Start-ups ist GTD besonders wertvoll, weil es hilft, den Überblick über multiple Projekte und Verantwortlichkeiten zu behalten. Durch das Erfassen aller Aufgaben außerhalb des Kopfes und das Festlegen des nächsten konkreten Schrittes für jede Aufgabe können Gründer und ihre Teams sich auf die Ausführung konzentrieren, anstatt Zeit damit zu verschwenden, sich zu erinnern, was als Nächstes zu tun ist. GTD fördert eine proaktive Haltung gegenüber Aufgaben und Projekten und kann dabei helfen, die Komplexität des Start-up-Lebens zu bewältigen.

GameChanger des Monats: Tao Climate – CO2 binden mittels Industriehanf

Die Mission der Tao-Climate-Founder Felix Roick und Gary Byrnes ist es, Industriehanfbauern und -produzenten weltweit zu vereinen, um CO2 zu binden und dauerhaft einzulagern. Mit ihrem neuesten Projekt haben sie das Finale von Elon Musks 100-Millionen-Dollar-Wettbewerb XPRIZE Carbon Removal erreicht.

Das von Gary Byrnes und Felix Roick gegründete GreenTech-Start-up Tao Climate, Mitglied der in Berlin ansässigen Greentech Alliance, setzt sich dafür ein, Technologie für einen positiven, messbaren Einfluss auf die Umwelt zu nutzen und die drängende Herausforderung des Klimawandels anzugehen. Tao Climates Mission ist es, Industriehanfbauern und -produzenten weltweit zu vereinen, um CO2 zu binden und dauerhaft einzulagern. Durch den Verkauf hochwertiger CO2-Zertifikate generiert Tao Climate zusätzliche Mittel für die Industriehanf-Industrie weltweit, um letztendlich die Hanfproduktion zu erhöhen und die UN-Emissionslücke von 23 Gigatonnen CO2 pro Jahr zu schließen.

Finale des 100 Mio. Dollar Wettbewerb XPRIZE Carbon Removal erreicht

Jetzt gibt Tao Climate, Mitglied des Google Startups for Sustainable Development-Programms, bekannt, das Finale von Elon Musks Wettbewerb XPRIZE Carbon Removal erreicht zu haben. Der XPRIZE Carbon Removal zielt darauf ab, die größte Bedrohung für die Menschheit anzugehen – den Kampf gegen den Klimawandel und das Wiederherstellen des Kohlenstoffkreislaufs der Erde. Finanziert von Elon Musk und der Musk Foundation, ist dieser 100-Millionen-Dollar-Wettbewerb der größte Anreizpreis in der Geschichte.

Das gemeinsame Projekt mit Hemp Technology, einem ukrainischen Unternehmen für die Verarbeitung und den Bau von Hanfbeton, unterstreicht die Kraft von Innovation, Umweltverantwortung und sozialem Engagement und bietet eine überzeugende und effektive Lösung für die Klimakrise. Die gemeinsame Einreichung konzentriert sich auf den Bau nachhaltiger Hanfbeton-Häuser für 170 Binnenvertriebene und Kriegswaisen in Lwiw, Westukraine. Die sichere und dauerhafte Einlagerung des extrahierten CO2 wurde von einer unabhängigen dritten Partei verifiziert.

Hanfbeton, oder auch Hanfkalk genannt, ist ein Verbundmaterial aus Hanfschäben, Kalk und Wasser. Dieses seit Jahrhunderten genutzte Baumaterial bietet nicht nur widerstandsfähigen Schutz, sondern auch beispiellose Umweltvorteile, einschließlich dauerhafter CO2-Einlagerung. Die Vision von Tao Climate besteht darin, die nachhaltige Rekonstruktion der Ukraine aktiv durch den Einsatz von Hanfbeton-Gebäuden zu unterstützen, sowohl während als auch nach Ende des Konflikts.

"Bei Tao Climate sind wir fest entschlossen, die Kraft der Natur für eine nachhaltige Zukunft zu nutzen", bekräftigt Gary Byrnes, CEO von Tao Climate. "Unsere Zusammenarbeit mit Hemp Technology repräsentiert eine ideale Synergie von Innovation, Umweltverantwortung und sozialem Einfluss. Gemeinsam präsentieren wir unseren Finalbeitrag im XPRIZE Carbon Removal Wettbewerb und heben das enorme Potenzial von Hanfbeton zur Reduzierung von Kohlenstoffdioxid Emissionen und zur Verbesserung von Lebensbedingungen hervor."

Chatbot-Pionier Kauz schließt 2,3 Mio. Euro Finanzierungsrunde ab

Das 2016 von Dr. Thomas Rüdel gegründete Chatbot-Unternehmen Kauz GmbH erhält für den weiteren Ausbau seiner generativen KI-Plattform 2,3 Mio. Euro vom Investorennetzwerk Companisto.

Kauz kombiniert führende Large Language Modelle mit der selbst entwickelten NLU-Technologie und ermöglicht damit einen kontrollierbaren KI-Einsatz in Unternehmen.

2.3 Millionen über den Angel Club und Privatinvestoren

Kauz ging bereits im März 2023 als erster Chatbot-Anbieter im DACH-Raum mit einer ChatGPT-Integration auf den Markt. Parallel dazu wurde der Ausbau zu einer Self-Service Plattform für KI-Assistenten forciert, die durch zusätzliche finanzielle Mittel beschleunigt werden soll. Dabei wurde ganz bewusst auf das Privatinvestorennetzwerk von Companisto gesetzt, um den bisher erfolgreichen Expertenansatz in der Technologieentwicklung auch in den kommenden Jahren unabhängig fortsetzen zu können. Innerhalb weniger Wochen wurden über den Angel Club, Bestandsinvestoren einschließlich einer Wandelanleihe des Gründers sowie über Mikroinvestments von Privatinvestoren 2,3 Millionen Euro zugesagt. “Die rasche und unkomplizierte Durchführung der Finanzierungsrunde bestätigt das bereits jetzt greifbare Potenzial unseres Technologie- und Marktansatzes”, zeigt sich der Gründer und CEO von Kauz Dr. Thomas Rüdel erfreut.

Kauz aiStudio: Self-Service Plattform für KI-Assistenten

Die Finanzierung wird in den weiteren Ausbau des Kauz aiStudios investiert, das Unternehmen jeder Größe den Einsatz von Website-Chatbots und KI-Assistenten für interne Bedarfe ermöglicht. Die Mission von Kauz besteht in der Sicherstellung der Kontrollierbarkeit von KI-Lösungen. Diesem Ziel dient auch die Einführung sogenannter “privater Modelle”, mit denen Kauz den Trend zu Open- Source-Modellen, die kundenindividuell anpassbar und bei Bedarf auch on-premise einsetzbar sind, unterstützt.

“Historisch sind wir mit 180 Chatbot-Anwendungen überwiegend im Mittelstands-Segment angesiedelt. Durch die Nutzbarkeit von generativer KI können wir mit dem Kauz aiStudio unsere Lösung nun noch besser skalieren und damit auch die Digitalisierung im Mittelstand beschleunigen und sogar neue Kundensegmente wie zum Beispiel Handwerksbetriebe erschließen", bestätigt Dr. Rüdel weiters eine neue Marktfacette.

Start-ups und Patente: Was du wissen solltest

Welche Maßnahmen Start-ups im Rahmen einer Schutzrechtsstrategie ergreifen sollten, erläutert Patentanwalt und Start-up-Kenner Florian Meyer.

Die Geschäftsidee ist innovativ, die Technologie einzigartig. Optimismus und Risikobereitschaft sind ungebrochen. Doch auch an den Schutz des geistigen Eigentums gedacht? Start-ups tun gut daran, ihre eigenen Ideen vor Plagiaten zu schützen – und gleichzeitig die Rechte anderer Unternehmen zu beachten. Denn Fehler können später richtig teuer werden. Patentanwält*innen helfen Gründer*innen dabei, sich im komplexen IP-Recht zurechtzufinden und eine eigene Patentschutzstrategie zu entwickeln.

In einer Studie aus dem Oktober 2023 haben das Europäische Patentamt (EPA) und das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) herausgefunden: Patent- und Markenrechte sind mitentscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg von Start-ups. So ist es für Start-ups, die in der Gründungs- und frühen Wachstumsphase über diese Rechte verfügen, durchschnittlich über zehn Mal wahrscheinlicher, sich eine Finanzierung zu sichern – vor allem in Hightech-Branchen mit hohem Kapitalbedarf. Investor*innen benötigen eine möglichst große Sicherheit, dass ihre Investitionen abgesichert sind. Außerdem steigern erworbene Schutzrechte die Bewertung des Unternehmens. Der Rat: Die frühzeitige Entwicklung einer Schutzrechtsstrategie sollte ein wichtiger Teil der unternehmerischen Planung sein. Das verhindert nicht nur, dass die eigenen Ideen kopiert werden, sondern stärkt auch die Position von Start-up-Gründer*innen in Verhandlungen mit Geldgeber*innen oder bei der Entwicklungsarbeit mit Industriepartner*innen.

Professionelle Begleitung durch die komplexe IP-Welt

Dabei ist Schutzrecht nicht gleich Schutzrecht. Mit Patenten oder Gebrauchsmustern können technische Innovationen geschützt werden, mit Designs die gestalterischen Aspekte. Durch Markenschutz können Start-ups ihre Marke langfristig am Markt absichern. Daneben gibt es weitere Spezialrechte, wie den Halbleiter- oder Sortenschutz. Start-ups stehen vor der Herausforderung, sich in der komplexen Welt des geistigen Eigentums zurechtzufinden. Umso wichtiger ist eine kompetente Beratung durch erfahrene Patentanwält*innen. Sie unterstützen das Start-up dabei, seine Innovationskraft optimal zu nutzen und zu schützen.

Eine Herausforderung für Start-ups ist, dass sie meist wenig Ressourcen haben. Viele von ihnen können sich daher einen weltweiten Schutz nicht leisten. Die gute Nachricht: Sie brauchen ihn oft auch gar nicht, zumindest nicht sofort. Zum Glück gibt es den sogenannten Patentzusammenarbeitsvertrag („Patent Cooperation Treaty”, PCT). Hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt sich eine Option auf eine Patentanmeldung in rund 150 Ländern. Die Kosten können Start-ups zeitlich nach hinten verlagern. Wenn die Innovation später ihre Erwartungen nicht erfüllt oder wenn sie nur in bestimmten Ländern vertrieben werden soll, können sie den Patentierungsprozess abbrechen oder anpassen, bevor die Kosten steigen.

Gewerblichen Rechtsschutz von Anfang an mitdenken und Innovationen schützen

Wann sollten sich Gründer*innen mit dem gewerblichen Rechtsschutz befassen? Klar ist: Spätestens, sobald Wissen das eigene Haus verlassen soll, etwa bei der Suche nach Geldgebern oder bei Kooperationen mit Partnern, müssen die Start-ups sicherstellen, dass die eigenen Ideen geschützt sind. Dazu ist nicht immer direkt eine Patentanmeldung erforderlich, womöglich genügt anfangs auch ein Geheimhaltungsvertrag. Gleichzeitig sollten die Gründer*innen die Schutz- und Nutzungsrechte, die ursprünglich bei Mitarbeitenden oder externen Entwickler*innen liegen, auf ihre Firma übertragen. Hierfür müssen sie rechtlich eindeutige Schutzrechtsübertragungsvereinbarungen abschließen.

Schutzrechte der Konkurrenz berücksichtigen

Neben dem Erwerb von Schutzrechten müssen Start-ups auch die Rechte anderer Marktteilnehmer*innen beachten. Sonst läuft das Start-up schlimmstenfalls Gefahr, vor Gericht zu landen. Einen ersten Anhaltspunkt bieten hier Patentrecherchen der Patentämter. Wer schließlich seine eigenen Innovationen anmeldet, verhindert, dass Konkurrent*innen Schutzrechte für dieselbe Innovationen erhalten. Gleichzeitig reduziert sich der Aufwand für die Überwachung des Marktes. Klar ist aber auch: Eigene Schutzrechtanmeldungen ersetzen keineswegs die Analyse der bestehende Fremdschutzrechte. Gründer*innen sollten eine umfassende und systematische Prüfung immer dann vornehmen, wenn sie ein neues Produkt im Markt anbieten wollen.

In der Anfangseuphorie klingt der Schutz des geistigen Eigentums eher wie ein Stimmungskiller. Doch das Thema des gewerblichen Rechtsschutzes sollten Gründer*innen nicht auf die lange Bank schieben, damit ihr Unternehmen erfolgreich durchstarten kann.

Der Autor Florian Meyer kennt die Herausforderungen für Start-ups im Detail – aus dem Blickwinkel des Patentanwalts und als Entwickler in einem Robotik-Start-up. Bei der IP-Kanzlei Meissner Bolte begleitet er Start-ups aus unterschiedlichen Branchen und verschiedenen EU- Staaten.

„Innovatives Storytelling und personalisierte Online-Erlebnisse für Luxusmarken schaffen“

Social Media und Influencer Marketing zwingen auch Luxusmarken zum Umdenken in der Markenführung. Im Interview erklärt Cornelius Engelmann, Communications & Brand Specialist bei Ascent Boutique, wie Luxus-Brands auf allen Kanälen bei ihren Zielgruppen richtig punkten können und welche ambitionierten Ziele sein Unternehmen in den nächsten Jahren selbst verfolgt.

Der klassische Fahrstuhl-Pitch: Ihr habt drei Hauptsätze, um die Idee der Ascent Boutique auf den Punkt zu bringen. Wie lauten sie?

Wir sind eine junge dynamische Agentur, die sich klar im Lifestyle- und Premium-Bereich positioniert und durch kreative Kampagnen, innovative Strategien und exzellenten Kundenservice Marken dabei unterstützt, ihre einzigartige Identität authentisch zu präsentieren. Dazu kommen unsere speziellen Fähigkeiten, die wir für den maximalen Kundenerfolg einsetzen: Wir verstehen die einzigartige Sprache des Lifestyle- und Premiumsegments und setzen sie ein, um starke Verbindungen zwischen unseren Kunden und ihrer Zielgruppe zu schaffen. Darüber hinaus setzen wir nachhaltige Trends in unseren Schwerpunktsegmenten und entwickeln laufend neue Ansätze im Bereich PR und Influencer-Marketing.

Angesichts der Fülle an Wettbewerbern, wie differenziert sich Ascent Boutique mit Blick auf Innovationen und maßgeschneiderte Lösungen im PR- und Influencer-Marketing?

Da der Markt stark umkämpft ist, setzen wir vor allem auf innovative Storytelling-Strategien, die den Kunden ins rechte Licht rücken und gleichzeitig die Kundenbindung herstellen. Dazu passen wir unsere Strategien kontinuierlich an die neuesten Lifestyle-Trends an, die wir selbstverständlich kontinuierlich verfolgen.

Darüber hinaus können wir durch gezielte Kooperationen mit sorgfältig ausgewählten Medien und Influencern die Qualität der Produkte betonen und das Vertrauen der Verbraucher in die Marke steigern. So erzielen wir gleichzeitig eine höhere Sichtbarkeit.

Eure Kundschaft sind neue, aber auch renommierte Brands aus dem Lifestyle-Bereich. Gerade viele traditionelle Luxus-Brands scheinen im Zeitalter der digitalen und sozialen Medien mit ihren radikal veränderten Regeln und Zielgruppen immer noch nicht richtig ankommen zu sein …

Der Lifestyle- und Premium-Sektor entwickelt sich in der Tat mit großem Tempo laufend weiter. Gerade bei den traditionellen Luxusmarken ist das eine Herausforderung, die wir aber durch innovative und kreative Ansätze meistern können. Schließlich achten wir darauf, etablierte Marken so an die Trends und Kundenwünsche anzupassen, dass sie attraktiv bleiben, ohne ihre Authentizität zu verlieren.

Kannst du konkrete Beispiele nennen, wie Ascent Boutique diesen Luxusmarken geholfen hat, sich langfristig digital zu positionieren? Welche Ansätze haben sich als besonders erfolgreich erwiesen?

Natürlich verraten wir hier nicht unser Geheimrezept. Doch die wichtigsten Zutaten sind neben den einzigartigen digitalen Geschichten die bereits erwähnte reichweitensteigernde Kooperation mit klug ausgewählten Influencern oder Medien, die eine bekannte Affinität zur beworbenen Luxusmarke haben.

Generell kann man sagen, dass es extrem wichtig ist, personalisierte Online-Erlebnisse zu schaffen – beispielsweise individuelle Empfehlungen und exklusive Veranstaltungen, um die Kundenbindung zu fördern. Gleichzeitig stärken wir durch kreative Ansätze in den sozialen Medien die digitale Präsenz von Lifestyle- und Premiummarken.

Setzt ihr auf bestimmte favorisierte Social-Media-Kanäle, die ihr euren Kunden empfehlt? Und wenn wir die Liste der großen Social-Media-Plattformen einmal durchgehen, was spricht wo für eine Kampagne?

Die Antwort auf diese Frage hängt von verschiedenen Faktoren ab. Sie hängt immer ganz vom Kunden, dessen Zielgruppe und seinen Kampagnenzielen ab. Danach kann die passende Plattform ausgewählt werden, wobei in der Regel bei Lifestyle-Produkten die visuellen Plattformen wie TikTok oder Instagram eine gute Wahl sind.

Welche Rolle spielen Influencer im Bereich Luxus-Brands? Auf welches Netzwerk stützt ihr euch dabei, und wie baue ich als Brand vielleicht meinen eigenen Influencer auf?

Früher haben bekannte Marken mit Anzeigen in Printmedien geworben. Heute übernehmen Influencer diese Aufgabe. Man könnte sie als „Medienplattform“ betrachten, die die Produkte ihren Followern, also der angestrebten Zielgruppe, präsentieren. Wichtig ist die Auswahl authentischer Influencer, die einen „Image-Transfer“ vom Influencer auf die Marke (und umgekehrt) garantieren. Dadurch erhöht sich für die Kunden der Trust-Faktor.

Wir haben ein eigenes umfangreiches Netzwerk an Influencern, mit denen wir bereits erfolgreich zusammengearbeitet haben, doch erweitern dieses kontinuierlich. Dabei nutzen wir beispielsweise verschiedene KI-basierte Tools, die uns dabei helfen, mögliche Influencer vorab zu überprüfen. Dadurch können wir Influencer mit einer echten, treuen Community herausfiltern, die sich für eine effektive Kooperation am besten eignen.

Für mich die wichtigsten Punkte, wenn es darum geht einen eigenen Influencer aufzubauen, sind Kontinuität, Authentizität, hochqualitativer Content und Community-Interaktionen. Niemand möchte Influencer haben, die für Geld alles promoten, völlig ohne Überzeugung und Authentizität. Oft erreicht man damit nicht das gewünschte Ergebnis, im Gegenteil – es kann sich sogar negativ auf eine Marke und deren Wahrnehmung auswirken.

Gerade in Deutschland ist die Konjunkturstimmung derzeit mies. Im Bereich der Topmarken dagegen scheint die Krise kein Thema zu sein. Warum ist Luxus aus eurer Sicht so krisenfest?

Die Krisenfestigkeit der Luxusmarken basiert auf verschiedenen Faktoren. Zum einen vertrauen Verbraucher auch in Krisenzeiten bewährten Marken mit langjähriger Tradition. Zum anderen suchen sie auch in schwierigen Zeiten nach hochwertigen Produkten mit einem Prestigewert. Dabei sind diese Produkte ein Ausdruck des persönlichen Lebensstils oder dienen als Aufmunterung oder Belohnung. Luxusmarken haben außerdem den Vorteil, dass sie eine globale Kundschaft anziehen und ihre Stabilität auch bei schwankender regionaler Nachfrage bewahren können.

Welche Ziele habt ihr als Start-up? Also die klassische Bewerberfrage einmal umgedreht – wo seht ihr euch in fünf Jahren?

Unsere Ambition ist es, an der Spitze der Branche zu stehen und die neuesten Trends und Technologien zu integrieren. Intern wollen wir ein inspirierendes und kollaboratives Arbeitsumfeld entwickeln, sodass unsere Unternehmenskultur innerhalb der nächsten fünf Jahre noch mehr talentierte Mitarbeiter anzieht.

Langfristig wollen wir eine der führenden Agenturen im Bereich Lifestyle und Premium werden, indem wir einen exzellenten Ruf für kreative Kampagnen, innovative Strategien und erstklassigen Kundenservice aufbauen. Wir wollen über die Grenzen von München und Deutschland hinaus, um uns als international anerkannte Agentur zu etablieren. Die Expansion ermöglicht es uns dann, einen breiteren Kundenstamm zu bedienen und globale Trends im Lifestyle-Bereich mitzugestalten.

Danke, Cornelius, für das Interview.

Gründer*in der Woche: Frontnow - KI aus und mit Leidenschaft

Unsere Gründer*in der Woche: Warum KI gerade auch für junge Unternehmen relevant ist, sei es als Tool zur internen Nutzung oder als innovatives Start-up-Produkt, erläutert Marc Funk, Co-Founder von Frontnow.

Nicht nur Großunternehmen profitieren von KI, sondern auch Start-ups und junge Unternehmen. Wir als junges Unternehmen nutzen KI beispielsweise, um die Effizienz unserer IT-Abteilung zu optimieren. Somit sind wir als Start-up trotz unserer begrenzten Ressourcen auf Augenhöhe mit den Großen der Branche. Während Softwarecodes früher nur von hochqualifizierten Mitarbeitenden mit hohen Gehältern geschrieben werden konnten, übernimmt das bei uns heute zumindest teilweise eine KI.

In der Interaktion mit den Verbrauchenden entfaltet KI aber ihr wirkliches Potenzial. Egal ob im After-Sales, also im Customer Service, oder im Bereich Pre-Sales – es gilt: KI revolutioniert den Handel, und zwar schon heute.

Die Idee zur unserem Start-up Frontnow entsprang der Erkenntnis, dass die kompetente, maßgeschneiderte und bedürfnisorientierte Beratung, die Kund*innen im stationären Handel (im Idealfall) genießen können, im Online-Handel oft fehlt. Um die Ansprüche der Online-Kund*innen zu erfüllen und sie zum passenden Produkt zu führen, sind qualitativ hochwertiger Content auf der Website und eine individuelle Beratung entscheidend.

KI ist der Schlüssel

Wir, die Gründer Bernhard Lihotzky, Cedric May und ich, wollten diese Lücke schließen und dabei noch einen Schritt weitergehen. Unsere Vision war es, eine Beratung anzubieten, die nicht nur fehlerfrei und individuell, sondern auch rund um die Uhr verfügbar und unabhängig von Ort, Zeit und Sprache ist.

Wir wussten, dass KI der Schlüssel zur Verwirklichung dieser Vision ist. Unser Ziel war und ist es, den/die Kund*in in den Mittelpunkt zu stellen und ihm/ihr eine nahtlose Beratung zu bieten, die zu sinnvollen, schnellen und erfolgreichen Kauf­entscheidungen führt.

Auch wenn wir auf Enterprise-Only-Kund*innen fokussieren, können unsere KI-basierten Lösungen auch kleinere Shops befähigen, den Verbrauchenden ein bedürfnisorientiertes Einkaufserlebnis zu bieten, 24/7 und ohne zusätzliches Personal.

So wollen wir dazu beitragen, dass die Customer Experience auch bei Start-ups technologisch den modernsten Standards entspricht und Kund*innen von Beginn an optimal bedient und beraten werden, während gleichzeitig Ressourcen und Manpower gespart werden, die beispielsweise in die Weiterentwicklung anderer Bereiche des Unternehmens investiert werden können.

Wie KI den E-Commerce revolutioniert

Unser Frontnow Advisor ist ein KI-gesteuerter virtueller Assistent, der die Kund*innenerfahrung und -bindung auf den Websites digitaler Unternehmen auf ein neues Niveau hebt. Diese Technologie nutzt natürliche Sprachverarbeitung und Machine Learning, um Anfragen zu verstehen sowie personalisierte Empfehlungen abzugeben, und ermöglicht es, Informationsüberflutung auf komplexen Websites zu reduzieren und ein intuitives Einkaufserlebnis zu bieten. Durch kontinuierliches Lernen aus den Benutzer*inneninteraktionen wird das Produkt stetig optimiert. KI-gesteuerte virtuelle Assistenten sind ein mächtiges Werkzeug für Unternehmen mit großer Online-­Präsenz – unser Produkt ist ein Vorreiter dieser Technologie.

Derzeit fokussieren wir einzig auf den Bereich Pre-Sales im E-Commerce. Warum Pre-Sales? Weil der Handel dort das Geld verdient. Zudem ist Pre-Sales ein Bereich der Customer Journey, den seltsamerweise kaum jemand anderes adressiert. Die meisten KI-Anwendungen im Online-Handel richten sich auf den Bereich CRM oder Customer Service, also After­Sales.

Pre-Sales ist nicht ganz einfach, weil die Verbrauchenden ihre Bedürfnisse äußern, die so vielfältig sind, wie sie selbst. Traditionell gehen Kund*innen in solchen Fällen in ein Ladengeschäft. Der Frontnow Advisor kann das ändern, weil er in der Lage ist, den/die Kund*in zu beraten, auch wenn diese(r) zwar sein/ihr Bedürfnis kennt, aber keine Lösung dafür hat. Mit anderen Worten: Das Tool kann mit Bedürfnissen genauso gut umgehen wie das Verkaufspersonal im Ladengeschäft.

Automatisierte Datenerfassung und KI-gestützte Datenanreicherung

Ein Großteil der Online-Shops hat bereits mit konkreten Suchanfragen Schwierigkeiten. Generische Produkte, wie z.B. ein üblicher Betondübel, sind oft über die Website-Suche per Eingabe in die Suchleiste oder Suchen in den Kategorien nicht auffindbar. Auch das ändert der Advisor und sorgt dafür, dass der/die Kund*in immer das passende Produkt zum Anliegen findet. Ganz nebenbei wird damit auch noch die Warenkorbgröße durch effektives Cross-Selling erhöht, weil zu dem eigentlich gesuchten Produkt auch noch die logischen Komplementärprodukte mit angeboten werden. Um beim Beispiel zu bleiben: Den Kund*innen werden zum Betondübel auch noch die passenden Bolzen bzw. Schrauben angeboten.

Mit unserem zweiten Produkt, Frontnow Enhance, bieten wir zukunftsorientierte KI-Technologie, die nicht nur vorhandene Daten des Shops optimiert, sondern auch neue Daten generiert, um ein umfassendes Bild der Produkte zu erstellen. Unsere Lösung nutzt intelligente Web-Crawler, um automatisch Produktinformationen von Herstellerwebsites, Bedienungsanleitungen und Produktdatenblättern zu sammeln. Zudem sind wir damit in der Lage, Produkteigenschaften auch aus Bildern bzw. Videos zu extrahieren. Das Tool sieht also am Bild eines Fahrrads, dass dieses die Farbe Gelb hat, auch wenn das Wort Gelb nirgends steht. Durch die Kombination dieser externen Quellen mit internen Daten stellen wir sicher, dass Produktdaten stets aktuell, präzise und vollständig sind.

Diese Kombination aus automatisierter Datenerfassung und KI-gestützter Datenanreicherung ermöglicht es Unternehmen, einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen und die Kund*innenzufriedenheit zu steigern.

Teamvielfalt und Lust aufs Mitgestalten unserer KI-Zukunft

Als Gründer und Unternehmer bin ich stolz darauf, mit meinem Team einen Beitrag zur KI-Revolution im E-Commerce zu leisten. Die Basis hierfür: Teamvielfalt im Gründerteam. Bernhard, Cedric und ich sind extrem unterschiedlich, sodass jeder von uns etwas Wertvolles mitbringt, was für den Aufbau eines Tech-Start-ups elementar ist. Cedric, unser CTO, ist ein technisches Genie, dabei extrem empathisch und eher der emotionale Typ. Bernhard ist ein Perfektionist, hat als solcher bereits mehrere Firmen erfolgreich aufgebaut und verkauft. Ich selbst bin der „konzeptionelle Vorprescher“ im Team und habe mein letztes Venture auf über 100 Mio. Euro skaliert. Wir ergänzen uns hervorragend, aber vor allem schätzen wir die Qualitäten und Eigenschaften der anderen im Gründerteam. Unsere additiven Eigenschaften und unser gegenseitiger Respekt sind die Basis unseres gemeinsamen Erfolgs.

Genauso entscheidend ist: Wir glauben an die transforma­tive Kraft der Technologie und die Bedeutung einer kund*innenzentrierten Herangehensweise. Für uns geht es darum, echte Lösungen für echte Probleme zu schaffen. In unserem Start-up haben wir das Privileg, jeden Tag mit leidenschaft­lichen Menschen zusammenzuarbeiten. Gemeinsam sind wir nicht nur Zeugen der KI-Revolution im E-Commerce, sondern aktive Mitgestaltende dieser spannenden Zukunft.