10 Hacks für mehr Conversion auf YouTube

Autor: Simon Kaiser
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… die dir dabei helfen, mehr Nutzer*innen zu erreichen, die Abonnentenzahl zu erhöhen und die Watchtime, also die Zeit, die Zuschauer*innen mit eurer Marke verbringen, zu steigern.

YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Mit mehr als zwei Milliarden angemeldeten Nutzer*innen kann hier jede Altersgruppe erreicht werden. Das zahlt sich auch für Startups aus, denn Googles Videoplattform kann mehrere KPIs im Vertrieb, Employer Branding und Marketing unterstützen – von der Steigerung der Markenbekanntheit über die Erhöhung des Kaufinteresses bis hin zur Aktivierung von Offline- und Online-Käufen. YouTube sollte daher in die aktive Marketing- und Kommunikationsstrategie eingebunden werden – mit dem Ziel: aus einem Date mit dem Kunden eine langfristige Beziehung zu machen.

Wie das geht? Nutzer*innen sind auf der Videoplattform nicht nur auf der Suche nach Unterhaltung, sondern auch nach Informationen und Inspirationen. Wir verraten euch zehn Hacks, wie ihr als wachsendes Start-up selbst zum erfolgreichen YouTube-Creator werdet:

1. Click-Through-Rate: Die Kombination macht’s

Ihr wollt mit eurem YouTube-Kanal mehr Reichweite erzielen oder überhaupt erstmal starten? Dann müssen User auf euch aufmerksam werden und auf eure Videos klicken. Wie ihr das schafft? Es gibt drei wichtige Faktoren, die Einfluss auf die Click-Through-Rate haben: Thumbnail, Titel und Hype. Eine gute Thumbnail-, Titel-Kombination sollte im besten Fall eine Geschichte erzählen. Es ist wie eine schöne Überraschungstüte: Sieht toll aus, Neugierde wird geweckt – und wenn dann der Inhalt noch stimmt, ist die Begeisterung groß. Die perfekte Kombination sollte den User so neugierig machen, dass er auf das Video klickt und zum Zuschauer wird. Wenn ihr das geschafft habt, heißt es: halten!

2. Datengetriebenes Storytelling

Zuschauer auf YouTube zu halten, funktioniert über Storytelling – und Storytelling funktioniert nicht ohne Strategie. Wichtig ist, dass ihr eure Werbestrategie nicht eins zu eins auf YouTube übertragt – dafür braucht ihr ein ausgearbeitetes Konzept, das speziell die Mechanismen von YouTube einbezieht. Um erfolgreich auf der Videoplattform zu sein, müsst ihr spannende Geschichten erzählen. Für Thumbnail und Titel bedeutet das, dass sie nichts versprechen dürfen, was das Video nicht hält. Dafür ist vor allem der Anfang eines Videos entscheidend: In den ersten fünf Sekunden sollte der Inhalt den User packen und in den ersten 15 Sekunden überzeugen. Ein starker Einstieg, der die Story eröffnet, senkt die Absprungrate um bis zu 25 Prozent. Um das zu perfektionieren müsst ihr ganz viel üben, testen und analysieren. Auf YouTube solltet ihr eure Meinung und euren Geschmack stets hinterfragen – und die Inhalte konstant auf Basis der Daten weiterentwickeln. Behaltet dabei immer die Frage im Hinterkopf: Was ist der Mehrwert, den die Zuschauer*innen aus dem Video mitnehmen?

3. Einheitlichkeit

Als Start-up wollt ihr, dass die Welt euch da draußen hört und sieht und von eurer neuen Dienstleistung oder eurem Produkt erfahrt – dafür müsst ihr regelmäßig in Erscheinung treten. Auf YouTube ist das nichts anderes: Wer von Zuschauer*innen wahrgenommen werden möchte, muss auch kontinuierlich abliefern. Daher solltet ihr regelmäßig die Bedürfnisse der bereits aufgebauten Fanbase befriedigen. Das bedeutet: wiederkehrende Formate, ein Uploadplan und Konstanz in der Moderation der Videos. Diese Punkte sind für eine erfolgreiche YouTube-Strategie entscheidend.

4. Hero: Teilbare Videos mit Tent-Pole-Charakter

Mit sogenannten Hero-Videos kreiert ihr Aufmerksamkeit und sorgt dafür, dass ihr überhaupt wahrgenommen werdet. Sie sind für die Startseite von YouTube gemacht und sollen neue User für euren Kanal gewinnen. Diese Formate sind vor allem hilfreich, um die breite Masse über die Kernzielgruppe hinaus anzusprechen. Oft sind sie aufwendiger gemacht als andere YouTube-Formate – müssen aber auf das gleiche Kanal-Versprechen einzahlen. Wichtig: Diese Videos sollen nicht verkaufen, sondern im besten Fall informieren, inspirieren und unterhalten – drei Bedürfnisse, die eure Videos befriedigen sollten.

5. Hub: Erfolg mit seriellem Content

Ein regelmäßiges Format ist die beste Strategie, um auf YouTube erfolgreich zu sein. Mit Hub-Videos kann man Zuschauer an den Kanal binden und als Abonnenten gewinnen. In der Regel werden User über einzelne (Hero-)Videos auf euren Kanal aufmerksam – abonnieren aber noch nicht, nachdem sie ein einziges Video gesehen haben. Das Ziel ist also, Zuschauer dazu zu bringen, mehrere Videos anzuschauen. Und dafür sind Serien perfekt geeignet. Ihr kennt es bestimmt selber: Bei einer guten Serie fiebert man der nächsten Staffel entgegen und möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Auf YouTube ist das genauso: Eure Serie gibt den Nutzer*innen einen Grund euch zu abonnieren. So zählen Hub-Videos zum Rückgrat eurer Kanal-Strategie.

6. Help: Probleme? YouTube bietet die Lösung


Help-Videos beantworten wichtige Fragen. Was sind die am häufigsten gestellten Fragen eurer Kund*innen? Zack, auf YouTube könnt ihr die Antwort liefern und nicht nur durch kreativen Content inspirieren, sondern auch informieren und helfen. So baut ihr Nähe auf und stärkt das Vertrauen. Da Help-Videos gut über die Google-Suche gefunden werden, sorgen sie auch nach Jahren noch für Aufrufe/Traffic.


7. Watchtime

Views sind nicht der wichtigste KPI auf YouTube, sondern die Wiedergabezeit – denn das ist die Metrik, auf die der YouTube-Algorithmus optimiert. Das bedeutet: Ein Kanal mit Millionen von Aufrufen wird langfristig keine Reichweite aufbauen können, wenn die Wiedergabezeit nicht die Länge der Videos abbildet. Diese Metrik im Blick zu behalten, hilft euch zu erkennen, ob ihr die Aufmerksamkeit der Zielgruppe halten könnt – und an welchen Stellen Zuschauer entscheiden, das Video abzubrechen. Dementsprechend müsst ihr dann eure Strategie anpassen.

8. Algorithmus

Videos, die Zuschauer*innen dazu bringen, die YouTube-App zu öffnen, werden vom Algorithmus belohnt und häufiger vorgeschlagen. Wenn ein Video hingegen YouTube-Sessions vermehrt beendet, weil die User zum Beispiel auf einen Shop gelenkt werden oder vom Inhalt gelangweilt sind, wird es weniger oft vorgeschlagen. Konkret heißt das, dass alle Punkte, die wir aufgeführt haben, dazu verhelfen, dass ihr vom YouTube-Algorithmus besser gerankt werdet – vorausgesetzt, die relevanten KPIs werden erfüllt.

9. Seeding Strategie

Ein Video auf YouTube wird zur sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen, wenn ihr keine Seeding-Strategie zur Verbreitung habt. Neben guten Inhalten und rigorosem Verbessern auf Basis der Daten solltet ihr auch über die zwei wichtigsten bezahlten Verbreitungsmöglichkeiten nachdenken: Werbung und Creator.
Ads: Mit Google Ads stellt uns YouTube ein Arsenal an effizienten Werbeformen zur Seite, das ihr ohne großen Aufwand voll ausschöpfen könnt. Pro-Tipp: Nutzt nicht die voreingestellten Zielvorgaben, sondern erstellt lieber eigene Custom Campaigns, dann haltet ihr euch alle Möglichkeiten offen. Die beiden wichtigsten Werbeformen sind TrueView Instream (überspringbare Werbevideos, die vor, während oder nach organischen Videos gezeigt werden) und TrueView Discovery (ähnlich wie Werbung in der Google-Suche werden sie als Display Ads in Suche, Videovorschlägen und Startseite angezeigt).
Creator: Die nativste und organischste Art euren Kanal zu promoten. ist die Zusammenarbeit mit YouTuber*innen. Eine Kollaboration verschafft euch Zugang zur Zielgruppe des Creator und bringt diese dazu, euren Kanal zu entdecken. Wenn die Zusammenarbeit gut geplant ist, gewinnt ihr nicht nur Zuschauer, sondern auch neue Fans.

10. Bumper als Retargeting

Diese maximal sechs Sekunden langen Videoanzeigen eignen sich besonders gut, um günstig Reichweite zu erzielen, zum Beispiel als Verlängerung einer Trueview-Kampagne. Bumper sollten genau wie der Tag-on-Spot oder Reminder im TV eingesetzt werden, also als Teil einer Retargeting-Strategie. Da Bumper TKP-basiert abgerechnet werden und nicht überspringbar sind, eignen sie sich besonders gut, um einen Sales-Pitch an die Zuschauer auszuspielen, die sich vorher freiwillig Videos von euch angesehen haben. So könnt ihr eure Content-Videos frei von nervigen Werbebotschaften halten.


Fazit

Der Aufbau eines erfolgreichen YouTube-Kanals geht nicht mal eben nebenbei. Ihr braucht viel Zeit, Geduld und eine geeignete YouTube-Strategie mit Inhalten, die vor allem eurer Zielgruppe einen Mehrwert bieten.

Mehr Tipps zu YouTube und wie Unternehmen die Plattform für sich nutzen können, gibt es im „YouTube Pro Tactics Playbook" auf payhip.com/b/TQjN

Der Autor
Simon Kaiser ist Geschäftsführer und Gründer von Klein aber, Deutschlands Nr. 1 YouTube-Agentur, und Vollzeit-YouTuber für Markenkanäle. Er berät Unternehmen zu ihren Videostrategien und dabei, wie man seinen YouTube-Kanal erfolgreich aufsetzt, bespielt und vermarktet.

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