Erfolgreich bloggen

Tipps für den eigenen Weblog

Autor: Christine Schneider
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Weblogs sind ein topaktuelles Marketing-Instrument und weitaus mehr als nur „Geschichten erzählen“ oder Bilder hochladen. Wer einen Blog auf seiner Internetpräsenz führt, tut dies aus gutem Grund. Denn als sinnvolle Ergänzung zur Marketing-Strategie rundet er das Gesamtkonzept ab. Diese Webseiten sind klein, schnell und unglaublich präsent. Wie Sie mit Ihrem Blog qualitativ hochwertige Informationen liefern, verrät Christine Schneider, Mitautorin des Fachbuchs Marketing-Attacke. Für Weblogs gilt grundsätzlich: Spielregeln der „Blogosphäre“ einhalten. Damit der Blog bei Ihrer Zielgruppe auf Begeisterung stößt, ist zu beachten:

Konkrete Ziele definieren

Bevor Sie Ihren Blog online starten, brauchen Sie ein klares Konzept. Definieren Sie die Zielgruppe, die Ihr Weblog erreichen soll – am besten so detailliert wie möglich. Besonders wichtig sind die Inhalte. Besetzen Sie ein bestimmtes Themengebiet im Netz und etablieren Sie Ihr Unternehmen dadurch als Spezialist. Ihr Fachblog sollte neu und exklusiv sein. Achten Sie dabei auf eine genaue inhaltliche Positionierung. Das verschafft klare Vorteile gegenüber anderen Blogbetreibern, denn Leser wollen wissen, woran sie sind.

Der Blogger-Knigge

Mittlerweile haben sich feste Standards entwickelt, die Sie als Blogger-Neuling kennen sollten. Dazu gehört auf jeden Fall ein Archiv, in dem alle verfassten Blog-Einträge zu lesen sind. Machen Sie es den Lesern so leicht wie möglich: Der aktuellste Beitrag steht ganz oben, und jedes Posting wird mit Datum versehen. Lassen Sie Kommentare zu – auch für nicht registrierte Nutzer. Denn: Blogger wollen mitreden. Der Dialog mit Ihren Lesern ist immens wichtig, nur so bleibt Ihr Blog lebendig. Zudem gehört die sog. Blogroll zum guten Ton. Es handelt sich um eine Liste mit Blogs, die Sie selbst gern verfolgen. Sie unterstützt die enge Link- und Netzstruktur der Blogosphäre. Apropos Links: Verlinken Sie Wörter in Ihrem Text nur, wenn es wirklich sinnvoll ist, wie im Fall von wichtigen Schlüsselwörtern, die direkt auf Ihre Unternehmens-Homepage führen. So steigern Sie ganz nebenbei die Präsenz Ihres Unternehmens in Suchmaschinen.

Zur Checkliste Die 5 größten Don'ts des Bloggens

Integration: Warum Ihr Blog nicht allein gelassen werden soll

Marketing-Kampagnen sollten auf mehrere Instrumente setzen. Ein Blog ist nur ein Teil des Gesamtpakets. Verlinken Sie also unbedingt von Ihrer Homepage und Ihrem Newsletter auf den Blog und umgekehrt. Oder: Verweisen Sie im nächsten Kunden-Mailing darauf. Spannende Downloads oder eine nützliche Linkliste bieten einen zusätzlichen Anreiz für Ihre Kunden. So erreichen Sie auch Nicht-Blogger. Das Ziel ist es, ein Gesamtpaket zu schnüren, das begeistert.

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10 Tipps, mit denen sich jeder Onlinehandel sofort verbessern lässt

Wenn der Umsatz stagniert, ist es Zeit, die Funktionalität eines Onlineshops zu überprüfen. Sind die Produktbeschreibungen optisch und inhaltlich ansprechend? Wodurch heben sich die Angebote von denen der Konkurrenz ab? Ist die Navigation durch den Shop leicht verständlich oder gibt es offensichtliche Dinge, die einen potenziellen Kunden zum Absprung veranlassen? Die folgenden zehn Punkte sollen dabei helfen, einen Onlineshop zu maximalem Erfolg zu führen.

1. Steigerung der Conversion Rate

Um aus einem Besucher einer Internetseite einen Käufer zu machen, sind die ersten drei Sekunden von Bedeutung. Innerhalb dieser kurzen Zeit fällt die Entscheidung, ob ein Produkt für den Kunden interessant ist oder ob dieser die Webseite schließt und sich nach etwas anderem umsieht. Das bedeutet, dass der erste Eindruck des Produktes oder der Dienstleistung für den Umsatz von Bedeutung ist. Das Angebot muss optisch überzeugen und Lust machen, mehr darüber erfahren zu wollen. Mit perfekten Bildern und inhaltlich ansprechenden Headlines lässt sich die Verkaufsrate leicht steigern.

2. Mehrwert für den Kunden schaffen
Manche Produkte oder Dienstleistungen sind erklärungsbedürftig, doch das lässt sich in einer Produktbeschreibung im Onlineshop nicht immer detailliert umsetzen. Zusätzliche Tipps und Tricks können jedoch perfekt in einem Blog untergebracht werden und geben einem potenziellen Kunden das Gefühl, dass es nicht nur um den Verkauf geht. Wer sich die Mühe macht und Zeit in einen Blog investiert, erfüllt auch das Bedürfnis der Kunden, als Mensch wahrgenommen und behandelt zu werden. Kunden wünschen sich Information und Aufklärung und sind dankbar, wenn die Informationen über eine reine Produktbeschreibung hinausgehen. Diese Arbeit ist etwas zeitaufwendig, steigert aber langfristig gesehen die Umsatzquote.

3. Das preislich breitgefächerte Angebot
Wer im Internet einkauft, ist auf der Suche nach Produkten, die preislich den eigenen Vorstellungen entsprechen. Deshalb ist es von Vorteil, ein Produkt anzubieten, das mehrere Preissegmente bedient. Wer nach Dingen im mittleren Preisbereich sucht und fündig wird, wird sich auch teurere Varianten ansehen. Im Gegensatz dazu wird ein Besucher die Internetseite sofort verlassen, wenn es dort ausschließlich Produkte gibt, die seine Budgetvorstellungen übersteigen.

Sollte es nicht möglich sein, ein Produkt in unterschiedlichen Preisklassen anzubieten, hilft passendes Zubehör zu einem Preis, dem ein Kunde nicht widerstehen kann. In diesem Moment ist es egal, ob das Produkt hochpreisig ist. Wichtig ist das Gefühl, an irgendeiner Stelle ein Schnäppchen zu machen. Mit der richtigen Preisstrategie und (zusätzlichen) Angeboten aus unterschiedlichen Preisklassen lässt sich der Umsatz in kurzer Zeit steigern.

4. Verkauft wird ein Gefühl, nicht das Produkt
Im Verkauf geht es nicht um Produkte. Es geht um das Gefühl, das durch den Besitz und Einsatz dieser Dinge ausgelöst wird. Spart der Kunde Zeit oder Arbeitskraft? Fühlt er sich wohler oder glücklicher, wenn er das Produkt anwendet? Erlangt er mehr Sicherheit oder Unabhängigkeit? Wem es gelingt, mit seinen Produktbeschreibungen emotionale Zustände beim potenziellen Kunden zu erzeugen, hat den Kaufabschluss bereits in der Tasche.

Es reicht nicht aus, nur die Funktionalität des Produktes zu beschreiben. Damit hebt sich niemand von der Masse ab. Eine gute Produktbeschreibung erklärt, was das Produkt kann. Gleichzeitig weckt sie auch die Sehnsucht nach dem Gefühl, das entsteht, wenn das Produkt genutzt wird und das Leben einfacher oder schöner macht.

5. Schnäppchen und Preisnachlass statt Verknappung
Viele Onlinehändler arbeiten mit dem Prinzip der Verknappung. Das heißt, dass dem Kunden auf unterschiedliche Art suggeriert wird, dass von dem Produkt nur noch wenige Stückzahlen vorrätig sind. Wer mit dieser Strategie arbeitet, sollte ehrlich sein. Käufer werden sich betrogen fühlen, wenn das besagte Angebot nach drei Wochen immer noch und sogar in größerer Stückzahl vorhanden ist.

Ist das Produktangebot wirklich limitiert, animiert die Aussage, dass nur noch eine begrenzte Stückzahl zur Verfügung steht, wirklich zum Kauf. Soll lediglich der Verkauf angekurbelt werden, gibt es bessere Wege. Schnäppchenangebote oder Preisnachlässe sind ehrlichere Möglichkeiten, um einen Anreiz zum Kauf zu bieten. Wer Produktknappheit vortäuscht und entlarvt wird, steht als Lügner da und darf sich sicher sein, dass der Kunde nie wieder bei ihm kaufen und diese Vorgehensweise sicher im Internet verbreiten wird.

6. Testimonials schaffen Vertrauen
Es ist einfacher, einem Trend zu folgen, als ein Verlangen nach einem unbekannten Produkt zu kreieren. Deshalb sollte ein Produkt mit vielen Kundenstimmen beschrieben und bewertet werden, um die Hemmschwelle bei einem Onlinekauf zu senken. Im stationären Handel kann die Ware meist geprüft und in Augenschein genommen werden. Im Onlinehandel wird das Fehlen dieser Möglichkeit ausgeglichen, wenn viele positive Testimonials existieren.

Eine gute Produktbeschreibung ist die halbe Miete. Doch die Sicherheit, die der potenzielle Kunde braucht, entsteht durch unabhängige Produktbewertungen. Wenn Verbraucher ihre Erfahrungen mit dem Gerät oder der Dienstleistung teilen, wird dadurch Vertrauen in das Produkt und den Verkäufer aufgebaut. Je persönlicher die Testimonials sind,
desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch andere Menschen zum Kauf entschließen.

7. Die richtigen Versandkartons benutzen

Das Umweltbewusstsein wächst und mit ihm auch das Bedürfnis nach einer akzeptablen Versandstrategie. Je größer die Abnahmemenge der Versandkartons beim Einkauf, desto niedriger ist der Einzelpreis für den Unternehmer. Allerdings fällt die Stimme des Kunden immer stärker ins Gewicht, wenn es um das Verpacken der Produkte geht.

Werden kleine Artikel in großen Kartons mit viel Füllmaterial verschickt, hat das nichts mit Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein zu tun. Verpackungsmaterial sollte dem Inhalt angepasst sein. Füllmaterial darf nur bei stoßempfindlichen Produkten zum Einsatz kommen. Bei einer zeitlich versetzten Lieferung sollte beim Kunden nachgefragt werden, ob der Versand in mehreren Paketen erfolgen soll oder ob eine Wartezeit zumutbar wäre. Viele Kunden sind bereit, auch einen Tag länger auf die Zustellung zu warten, wenn ihnen die Situation erklärt und ihre Zustimmung erbeten wird. Dieses Vorgehen sorgt für mehr Kundenbindung, denn der Kunde wird in den Entscheidungsprozess eingebunden und erlebt, dass sich der Verkäufer um ihn und um Nachhaltigkeit bemüht.

8. Versandkostenfrei versenden
Wer im Internet einkauft, bevorzugt Shops, die versandkostenfrei versenden. Jeder Händler kann die Versandkosten ganz oder anteilig auf den Artikelpreis aufschlagen und somit den Versand portofrei anbieten. Hierbei handelt es sich um eine psychologische Hürde, die es zu meistern gilt. Werden einem Warenkorb abschließend zusätzliche Versandkosten hinzugefügt, sorgt diese Tatsache beim Käufer immer für ein Gefühl von Abwehr. Würde hingegen jeder Artikel im Shop um einen Euro erhöht werden, stieße das auf Akzeptanz.

Wer überwiegend Warenkörbe mit mehreren Artikeln verkauft, sollte unbedingt versandkostenfrei versenden. Auch auf Onlineplattformen setzen sich bekannterweise die Shops durch, die keine Portokosten berechnen. In vielen Fällen bringen versandkostenfreie Angebote einen größeren Umsatz als Rabattaktionen, bei denen sich der Preis des Produktes reduziert.

9. Verschiedene Versandanbieter
Der Umsatz eines Onlineshops lässt sich auch optimieren, wenn sich der Kunde seinen Versandanbieter selbst aussuchen darf. Wer nur mit DPD oder der Post versendet, wird mit Absprüngen während des Kaufprozesses rechnen müssen. Versandanbieter haben unterschiedliche Lieferzeiten. Je nach Wohnort werden Pakete, die nicht zugestellt werden können, in Shops abgegeben, die nicht im direkten Umfeld des Kunden liegen. Besonders im ländlichen Bereich fehlen Paketshops, sodass Kunden ein Versandunternehmen benötigen, das sich deren Bedürfnissen anpassen kann. In jedem Fall sollten mehrere Versandanbieter zur Auswahl stehen, sodass der Kunde das Unternehmen wählen kann, das seinen zeitlichen Verpflichtungen am besten entgegenkommt.

10. Rückgabebedingungen
Für die Rückgabe von Produkten gibt es gesetzliche Vorschriften. Allerdings können Shopbesitzer die Fristen für eine Rückgabe nach eigenen Vorstellungen verlängern. Die Möglichkeit, die Ware für vier statt für zwei Wochen prüfen zu können, erhöht die Kaufbereitschaft beim Kunden. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Rückgabemöglichkeit seltener in Anspruch genommen wird, wenn die Frist für die Rücksendung auf vier Wochen verlängert wurde. Selbst wenn das gekaufte Produkt nicht ganz überzeugt, bei längeren Rückgabefristen wird das Rückgaberecht seltener in Anspruch genommen.

Werbung in eigener Sache: 7 Marketingtipps für Start-ups

Die folgenden sieben Praxis-Tipps sind für Start-ups ein erster Schritt zur (noch) besseren Selbstvermarktung.

Ein eigenes Unternehmen zu gründen ist aufregend und mit allerlei neuen Aufgaben verbunden. Um sich erfolgreich auf dem Markt zu etablieren, spielt vor allem Marketing eine zentrale Rolle. Hier muss zwischen Onlinemarketing und Offlinemarketing unterschieden werden, denn je nach Art des Start-ups kommen andere Werbemaßnahmen infrage. Neue Stores profitieren von auffällig gestalteten Schaufenstern und interessanten Kundenstoppern, reine Onlineunternehmen sind vor allem im Social-Media-Bereich gut aufgehoben. Marketing lässt sich aber auch kombinieren, selbst reine Offlinestores profitieren von einem seriösen Onlineauftritt. Die folgenden sieben Tipps sind für Start-ups ein erster Schritt zur besseren Selbstvermarktung.

1. Eine Zielgruppenanalyse definiert die nötigen Werbemaßnahmen

Für jede Zielgruppe gibt es spezielle Maßnahmen im modernen Marketing, sodass eine Zielgruppenanalyse der erste Schritt ist. Junge Menschen lassen sich durch moderne Medien eher erreichen, Fernsehwerbungen oder Print-Kampagnen kommen weniger gut an. Die wichtigste Frage ist, ob sich die jeweilige Zielgruppe eher online oder offline erreichen lässt.

Auch die Hintergründe der Marketingkampagne müssen geplant werden. Dient die Kampagne der Markenstärkung und dem Imageaufbau oder ist ein erhöhter Absatz im Fokus? Je genauer der potenzielle Kunde definiert wird und je mehr Informationen vorliegen, desto effizienter funktioniert das Marketing.

2. Messen für Start-ups ein wichtiger Bereich

Auch wenn das Messegeschäft in Deutschland Schwierigkeiten hat, gehören Messen für Start-ups immer noch zu den wichtigsten Marketingmaßnahmen. Die Möglichkeit, von Angesicht zu Angesicht mit potenziellen Kunden in Kontakt zu treten, stärkt vor allem die eigene Marke. Ein gut gestalteter Messestand kostet nicht viel Geld, sorgt aber für jede Menge Aufmerksamkeit. Entscheidend ist das richtige Personal, denn auf einer Messe wird das Image des Start-ups in die Welt getragen.

Sehr hilfreich sind kleine Werbegeschäfte, um das eigene Business in den Köpfen der Verbraucher ankommen zu lassen. Wichtig ist außerdem, dass die Messe den richtigen thematischen Schwerpunkt hat. Design-Start-ups sind auf Architekturmessen ideal aufgehoben, wohingegen neue und innovative Lebensmittelprodukte auf einer Food-Messe die besseren Chancen haben.

3. Flyer und Visitenkarten sind nicht out

Auch wenn Visitenkarten im Zeitalter des Onlinemarketings nur noch eine untergeordnete Rolle zu spielen scheinen, sind sie nach wie vor wichtig. Hier hat sich ein strukturierter und schlichter Aufbau bewährt, zu viel Kreativität kann abschrecken. Auch Flyer spielen nach wie vor eine Rolle, sie können in kooperierenden Unternehmen, in Gaststätten, beim Friseur oder an anderen öffentlichen Orten platziert werden.

Auch hier ist wichtig, dass die richtige Zielgruppe erreicht wird. Die Analyse dient auch dazu, mögliche Kooperationen auszuloten und Orte ausfindig zu machen, an denen die potenziellen Kunden bevorzugt angetroffen werden können. Der Vorteil von Visitenkarten und Flyern besteht in der günstigen Herstellung. Insbesondere große Wurfsendungen im von der Zielgruppe präferierten Wohngebiet kann sich als günstig und effektiv erweisen.

4. Der perfekte Social-Media-Auftritt

Mehr als zwei Milliarden Menschen sind in sozialen Netzwerken unterwegs, dabei sind alle Gesellschaftsschichten vertreten. Für moderne Unternehmen ist es keine Wahl mehr, ob sie den Schritt ins Netzwerk wagen möchten. Um Erfolg, direkte Kundenbindung und Umsätze zu generieren, ist es verpflichtend, auch die Social-Media-Präsenz auszubauen. Einzige Ausnahme sind Unternehmen, die eine überwiegend ältere Zielgruppe haben, deren Präsenz im Internet nur schwach ausgeprägt ist. Aber auch hier sind es Angehörige und Kontakte der Zielgruppe, die in Form von Mundpropaganda marketingfördernd einwirken können.

Ein gutes Social-Media-Profil ist allerdings für den langfristigen Erfolg des Start-ups nicht ausreichend. Stattdessen muss fortlaufender Content präsentiert werden. Qualitative Einblicke in das Unternehmen, eine direkte Bindung zum Kunden durch Kommunikation und kostenpflichtige AD-Kampagnen sind die großen Vorzüge, die von Facebook, Instagram und LinkedIn geboten werden.
 

5. Suchmaschinenoptimierung für eine bessere Präsenz bei Google und Co.

Hinter den drei Buchstaben SEO verbirgt sich ein wertvoller Beitrag zur Eigenvermarktung, der sich mit ein wenig Know-how zumindest anfangs in Eigenregie umsetzen lässt. Mit unterschiedlichen Maßnahmen ist es möglich, die eigene Website auf bevorzugten Positionen bei Google erscheinen zu lassen. Suchen Verbraucher nach dem richtigen Stichwort, wird das Start-up in guter Präsenz angezeigt.

Gut zu wissen: Waren es früher vor allem kurze Schlagworte auf der Website, die den Google-Algorithmus angesprochen haben, ist die Suchmaschine heute intelligenter geworden. Qualitativ hochwertiger Inhalt, interessant gesetzte Links und Verlinkungen durch vertrauenswürdige Partner sowie intelligent gesetzte Tags sorgen dafür, dass Googles Algorithmus die Sichtweite erhöht.

Für Einsteiger, deren Business keine Grundkenntnisse im Bereich Marketing umfasst, ist die Hilfe einer Agentur empfehlenswert. Günstige und innovative Optimierungskampagnen können auch von Start-ups in Anspruch genommen werden und unterstützen dabei, die Marke und das Unternehmen zu stärken.

6. Kundenfreundlichkeit bei Websiteaufbau beachten

Eine Website ist schnell erstellt, Baukastensysteme machen es sogar für Laien möglich, sich selbst im Internet zu präsentieren. Es gibt jedoch fulminante Unterschiede zwischen einer Website und einer guten Website. Wenn ein potenzieller Kunde auf das Internetangebot eines Unternehmens stößt, hat er Wünsche, Ziele oder auch Fragen. Die Aufgabe beim Websiteaufbau besteht darin, Wünsche, Ziele und Fragen des Kunden zu erfüllen und zu beantworten.

Der Aufbau muss daher immer aus objektiver Sicht passieren, um dem Kunden ein optimales Ergebnis zu bieten. Einfache Integration von Kauf- und Informationsbutton, ausreichende Informationen über die Art des Unternehmens, Videos, Animationen und eine gute Menüführung sind die Basics, die jede gute Webseite enthalten muss. Ob das Start-up offline oder online agiert, spielt keine Rolle. Auch ein Offlinestore kann sich promoten, indem eine gute Webpräsenz Onlinekunden zum Offlineerlebnis verführt.

7. Mutige und auffällige Aktionen wecken das Kundeninteresse

Wenn eine Person im Bärenkostüm durch die Innenstadt läuft und Schokoladenherzen verschenkt, ist die Aufmerksamkeit sicher. Ist auf der Verpackung des Herzens die Adresse des neuen Stores zu lesen, ist zumindest eine erste Markenbewusstheit beim Konsumenten angekommen. Junge Zielgruppen sind nahezu prädestiniert dazu, sie durch auffällige Aktionen neugierig zu machen. Je jünger, desto hipper die Aktionsmöglichkeiten.

Ob ein spontaner (angemeldeter) Waffelstand vor dem Laden oder die Einladung zu einer Limonadenverköstigung im Ladenlokal, je mehr Innovation ein Start-up zeigt, desto mehr Leads und Kundeninteraktionen sind erreichbar. Jüngere Generationen möchten angesprochen werden, der Erlebnishunger ist größer als je zuvor.

Hier zeigt sich einmal mehr, wie wichtig die in Punkt eins genannte Zielgruppenanalyse tatsächlich ist. Die Zielgruppe für orthopädische Gesundheitsschuhe lässt sich mit einem vom Start-up geplanten E-Scooter-Race nicht gewinnen, die nachhaltig denkende Zielgruppe für Elektromobilität hingegen schon.

Ist deine Website am Smartphone gut lesbar?

Diese 5-Punkte-Checkliste zeigt dir, was eine am Smartphone gut lesbare Website aus Kund*innensicht ausmacht.

Warum ist es wichtig, dass Websites für Smartphone-Nutzer*innen optimiert sind?

Immer mehr Besucher*innen besuchen Websites über das Smartphone. Laut einer Studie von Statista.com lag der Anteil der mobilen Internetnutzer*innen in Deutschland 2015 noch bei 54 %. 2021 waren es schon 82 % – und der Anteil steigt weiter.

Natürlich variiert die Zahl je nach Zielgruppe und Art der Website (hier eine weitere Studie zur Altersgruppe). Junge Menschen der Generation Z (14 bis 25 Jahre) sind natürlich die Vorreiter und nehmen 96 % ein.

Doch auch die Altersgruppen zwischen 26 und 65 Jahren liegen bei 83 bis 94 %.

Und da ist etwas, dass all diese Altersgruppen vereint. Jeder, der sich eine Website am Smartphone anschaut kennt ihn: den Moment, wenn man etwas Bestimmtes sucht, es aber nicht findet.

Und die Folge ist: Besucher*innen, die nicht schnell (innerhalb von Sekunden) fündig werden, sind wieder weg.

Was nervt Smartphone-Nutzer*innen, wenn sie eine Website besuchen?

„Wo finde ich was? Und wo muss ich als Nächstes klicken?“

Der erste Ort, den die meisten Website-Besucher*innen nutzen, um sich zu orientieren, ist die Website-Navigation.

Bestimmt ist dir folgendes schon häufig auf Websites aufgefallen: Eine lange Liste von Menüpunkten in der Website-Navigation bewirkt, dass du dich nicht entscheiden kannst, wo du klicken sollst. Die Auswahl ist einfach zu groß.

Und womöglich sind die einzelnen Navigationspunkte unklar formuliert. Du kannst in dem Fall nicht einschätzen, welcher Inhalt dich hinter den einzelnen Navigationspunkten erwartet.

Was tust du also? Du klickst keinen davon an, sondern verlässt die Website.

„Ich hatte nicht vor, Romane zu lesen …“ – beim mobilen Surfen im Netz haben wir es eilig

Lesen am Smartphone bedeutet: Wir scrollen viel mehr, als am großen Bildschirm.

Alle Texte stehen untereinander in einer langen, dünnen Spalte, da der Smartphone-Bildschirm sehr schmal ist.

Ein Textabsatz, der am Desktop-Bildschirm zwei Zeilen lang ist, kann am Smartphone schnell vier oder fünf Zeilen lang sein.

Ein Absatz mit vier Zeilen am Desktop ist am Smartphone schon ein Roman. Er ist wie eine Textwüste, die für den Leser eine optische Hürde darstellt.

Über so eine Hürde gehen deine Website-Besucher*innen gern einfach hinweg und scrollen weiter. Oder – was noch wahrscheinlicher ist – sie lesen gar nicht erst weiter.

„Wie lange muss ich denn jetzt noch scrollen?“

Am Smartphone sind wir es durchaus gewöhnt, länger zu scrollen – zum Beispiel, wenn wir E-Mails lesen.

Doch auf deiner Website am Smartphone zählt jede Millisekunde, die der/die Leser*in spart.

Als Website-Besucher*in sind wir ruck zuck wieder weg, wenn wir den Eindruck bekommen, dass wir eine Information erst suchen müssen.

  • Ausschweifende Texte,
  • zu große Schrift, durch die ein Text länger wirkt, als er ist
  • und Bilder, die viel Platz einnehmen, aber keine wichtige Information liefern.

All das sind Punkte, die Besucher*innen von deiner Website vertreiben, weil sie beim Lesen Zeit kosten.

5 Punkte, die du prüfen kannst, damit deine Website am Smartphone gut lesbar ist

#1 Wie ist es, wenn dein(e) Besucher*in deine Website am Smartphone öffnet. Was sieht er/sie als Erstes?

Nutze den Teil deiner Website, den man beim Betreten der Seite ohne zu scrollen sieht, um die wichtigsten Fragen deines/deiner Besucher*in zu beantworten.

  • „Was bekomme ich hier?“
  • „Ist das hier für mich?“
  • „Warum sollte ich weiterlesen?“ (Nutzen)  

Das hilft deinen Besucher*innen, zu entscheiden, ob sie bei dir richtig sind. Wenn deren Antwort Ja lautet, ziehst du sie in deine Website hinein.

#2 Mache deinen Besucher*innen das Lesen so leicht wie möglich

Nutze kurze Absätze und Zwischenüberschriften.

Du erinnerst dich: Am Smartphone werden wenige Sätze, die ohne Absätze hintereinander weg geschrieben sind, schon zu einem ziemlich langen, unübersichtlichen Textblock.

Kurze Absätze sorgen dafür, dass dein(e) Leser*in den Text am Smartphone leichter erfassen kann. Und dank aussagekräftiger Zwischenüberschriften kann dein(e) Website-Besucher*in beurteilen, ob ihn/sie bestimmte Textabschnitte interessieren.

#3 Nutze eine Schriftgröße, die für das Auge angenehm zu lesen ist

Das steigert die Verweildauer deine(r) Leser*in auf deiner mobilen Website.

Zu große Schrift bedeutet zu viel Scrollen, denn dein(e) Besucher*in sieht am Smartphone immer nur einen kleinen Textausschnitt der gesamten Website. Je größer die Schrift, desto weniger Zeichen passen in eine Textzeile.

Zu kleine Schrift andererseits ist am Smartphone visuell anstrengend, weil dein(e) Leser*in sehr genau hinschauen muss. Niemand möchte seine Augen „anspitzen“ müssen.

#4 Setze Bilder auf deiner Website am Smartphone sparsam ein

Liest dein(e) potenzielle(r) Kund*in am mobilen Gerät, bedeuten redundante Bilder Zeitverzögerung. Denn je mehr Bilder auf einer mobilen Website zu sehen sind, desto länger müssen Nutzer*innen scrollen.

Und Zeit sparen ist am Smartphone noch wichtiger, als am Desktop-Bildschirm.

Andererseits helfen Bilder dabei, deine Website optisch zu strukturieren und sorgen für Ruhepole zwischen Textabsätzen.

#5 Zeige deinen Website-Besucher*innen glasklar, was sie als Nächstes tun können

Auf vielen mobilen Websites ist es für Website-Besucher*innen nicht leicht, die Information zu finden, die sie suchen.

Eine Website am Smartphone lesen bedeutet: Kleiner Bildschirm, wenig Inhalte auf einen Blick – da verliert man schnell den Überblick und die Gefahr, erst suchen zu müssen, ist groß.

Zeige den Besucher*innen deiner Website, welches ihre nächsten Schritte sein können:

  • Gestalte das Navigationsmenü deiner Website kurz und übersichtlich. Dein(e) Kund*in kann so schnell entscheiden, welche Navigationspunkte für ihn/sie relevant klingen. Er/sie schaut sich weitere Seiten seiner Website an und die Verweildauer steigt.
  • Wo kann dein(e) Kund*in klicken, um mehr Informationen zu bekommen? Hebe Handlungsaufforderungen (Links und Call-to-Action Buttons) optisch hervor. Dazu eignet sich zum Beispiel eine kontrastreiche Farbe.
  • Platziere in Texten immer wieder Links, die zu anderen Seiten deiner Website führen. Damit hilfst du deinem/deiner Besucher*in, schneller an Information zu kommen. Und sogenannte interne Links verbessern gleichzeitig die Suchmaschinenoptimierung.

Die Autorin Nicole van Meegen ist Diplom-Kommunikationsdesign und erstellt Websites für Solo- und kleine Unternehmen, die nicht nur „hübsch“ sind, sondern die Kund*innengewinnung ankurbeln.
Willst du wissen, wie deine Website Kund*innen gewinnt?
Hier ist Nicoles Selbsttest für dich, der dir zeigt, welche 8 Bedingungen du berücksichtigen musst.

A/B-Testing

Diese zehn elementaren Fehler solltest du beim A/B-Testing unbedingt vermeiden.

Beim A/B-Testing kann viel schiefgehen, insbesondere man sich (noch) nicht so gut auskennt. Deshalb ist es sinnvoll, A/B-Testing erst einmal zu definieren: Unter einem A/B-Test – auch Split-Test genannt – verstehen wir eine Testmethode zur Bewertung zweier Varianten. Das klingt zunächst sehr nüchtern, kann aber über den Erfolg eines ganzen Unternehmens entscheiden.

Anders ausgedrückt: Wer mithilfe dieser Tests die optimalen Entscheidungen für seine Firma trifft, kann sich positiv von der Konkurrenz abheben, den Umsatz steigern, expandieren und mehr Menschen einstellen. Kein Stochern im Nebel und keine vagen Vermutungen mehr, keine „Ich-hör-nur-auf-mein-Bauchgefühl“-Phrasen. Stattdessen: Fakten und Logik bei der Entscheidungsfindung. Man könnte auch sagen: Eine Trial-&-Error-Philosophie auf demokratischer Basis, die alte Denkmuster, Hierarchien und Ansichten hinter sich lässt und das 21. Jahrhundert begrüßt. Gelingt es dir, die folgenden zehn elementaren Fehler bei A/B-Tests zu vermeiden, dann bist du auf jeden Fall auf einem guten Weg.

A/B-Testing-Fehler 1: Testing-Roadmap dem/der Vorgesetzten überlassen

A/B-Testing steht für die Demokratisierung von Entscheidungsprozessen: Objektive Testergebnisse zählen, nicht überkommene, subjektive Denkmuster. Dennoch kommt es in der Praxis immer wieder vor, dass das Subjektivitätsprinzip über Umwege doch wieder ins Handeln einfließt. Das geschieht zum Beispiel dann, wenn nur eine bestimmte Gruppe von Leuten Ideen in die Testing-Roadmap einbringen darf oder eine Einzelperson die Priorisierung übernimmt. Durch diese unbewussten Verzerrungen regiert dann doch wieder das Bauchgefühl. Anders ausgedrückt: Niemand darf ein Sonderrecht bekommen – auch die Projektleitung oder der „Oberboss“ nicht! Sammelt die Testideen gemeinsam, erstellt und diskutiert in Ruhe die Hypothesen und bewertet die Ergebnisse im Team.

A/B-Testing-Fehler 2: Überflüssige Daten testen

Gehe behutsam und sparsam mit deinen Tests um – du kannst nicht alles auf einmal ausprobieren. Teste nichts, was keine deutliche Auswirkung auf deine Hauptkennzahlen haben dürfte. Und: Verirre dich nicht in zu vielen vermeintlichen Best Practices. Menschen stehen auf die praktischen Use Cases sowie Zahlen, Daten und Fakten von Best-Practice-Cases, doch diese Best Practices verkürzen Sachverhalte häufig viel zu stark. Andere Websites und digitale Produkte lassen sich nicht direkt mit dem Angebot deiner Firma vergleichen. Versuche also nicht, deine Roadmap nur mit diesen vermeintlich am Markt bereits bestätigten Testansätzen zu füllen. Auch beim Testen von offensichtlichen User*innen-Experience-Optimierungen, beim Lösen von Logiklöchern oder Usabi­lity-Problemen kannst du dich verlaufen. Grundsätzlich gilt: Teste nur das, was wirklich unklar erscheint. Alles andere ist Zeitverschwendung.

A/B-Testing-Fehler 3: Kleine Erfolge ignorieren

A/B-Testen ist wie Goldschürfen: Nach der Entdeckung einer neuen Goldader findest du schnell relativ viel vom Edelmetall. Doch im Laufe der Zeit versiegt die Goldquelle mehr und mehr, dann gelten auch schon winzige Krümelchen als Erfolg. Bei A/B-Tests weiß man nie genau, ob und wann man auf eine Goldader trifft. Deshalb solltest du auch kleine Teilerfolge feiern und als erreichte Etappenziele (optimierte Version des Angebots) ansehen. Am besten behältst du dazu den Zinseszinseffekt im Hinterkopf: Bei einer Steigerungsrate von beispielsweise fünf Prozent pro Monat kommst du innerhalb von zwölf Monaten auf eine Gesamt­steigerungsrate von 80 Prozent. Nicht schlecht, oder? Freue dich deshalb auch über vermeintlich kleine Erfolge, denn Kleinvieh macht auch Mist. Das verbessert die Performance auf Dauer deutlich.

A/B-Testing-Fehler 4: Irrelevante Seiten testen

Bei der Auswahl der Tests solltest du stets den Conver­sion-Funnel im Auge behalten. Spielt eine Seite in dieser Customer Journey keine entscheidende Rolle, ergibt es auch keinen Sinn, sie zu überprüfen. So verschwendest du nur Zeit und Ressourcen, die du für sinnvollere Dinge mit einem direkten Einfluss auf deine KPI verwenden kannst. Konzentriere dich also auf Tests an entscheidenden Stellen und widme diesen entsprechend viel Aufmerksamkeit und Zeit. In Form von Testserien erreichst du dein Ziel am effektivsten.

A/B-Testing-Fehler 5: Falsch aufgestellte oder nicht vorhandene Hypothesen

Über Erfolg oder Misserfolg beim A/B-Testing entscheidet maßgeblich die von dir aufgestellte Hypothese. Im schlimmsten Fall erfolgen Tests ohne Hypothese, was in der Praxis leider immer noch viel zu häufig vorkommt. Das ist ungefähr so schlau wie private Altersvorsorge durch wöchentliche Kreuzchen beim Lotto. Laotse sagte einst: „Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg.“ Dasselbe gilt auch für A/B-Tests. Eine durchdacht aufgestellte Hypothese gleicht einer Landkarte, die den Weg zum Erfolg weisen kann. Sie muss folgende Elemente beinhalten: Beobachtung der Daten, Spekulationen über die Gründe, Aufstellung einer Theorie, wie man das Problem beheben kann, und Messwerte der Ergebnisse nach der Implementierung. Folgende Faustformel unterstützt dich bei der Formulierung deiner Hypothese: Indem ich diese Veränderung vornehme, wird (KPI A/B/ähnliche zentrale Messgröße)* (leicht/bemerkbar/erheblich)* verbessert, weil (hier deine Daten/Theorie einfügen). (*Unzutreffendes streichen.)

A/B-Testing-Fehler 6: Mit zu komplizierten Tests beginnen

Wer sich zum ersten Mal mit A/B-Tests beschäftigt, möchte sich möglichst schnell über erste Erfolgserlebnisse freuen. Das verleitet jedoch dazu, sich gleich an einigen wenigen, eher komplexen Aufgabenstellungen zu versuchen, die nach hinten losgehen können. Gerade zu Beginn einer Testingstrategie darf Quantität auch einmal vor Qualität stehen. Komplizierte Tests nehmen nicht nur sehr viele Ressourcen in Anspruch – sie bergen auch immer die Gefahr des Scheiterns. Das kann dazu führen, dass manche Unternehmen aufgrund von anfänglichen Fehlschlägen frustriert sind und sich schließlich komplett vom A/B-Testing abwenden. Dadurch schaden sie sich selbst. Setze deshalb lieber auf iteratives Testing, bei dem sich erst nach und nach Erfolge einstellen. Das bringt dir die Sicherheit und Gelassenheit, dich auch an größere Projekte heranzuwagen. In der Praxis verspricht das mittel- und langfristig mehr Erfolg als die ungestüme Strategie, gleich alles auf eine Karte zu setzen.

A/B-Testing-Fehler 7: Zu viel parallel auf einmal testen

A/B-Tests erfordern eine sinnvolle Einteilung der Nutzer*innengruppen, was zu parallelen Tests führen kann. Eine Gruppe checkt zum Beispiel die Startseite, eine andere zeitgleich den Check-out-Prozess. Das erscheint zunächst logisch, hat aber einen großen Nachteil: Der Check-out-Test wird extrem lange laufen müssen, um ein verwertbares Ergebnis zu liefern. Um sicherzustellen, dass sich die beiden Tests nicht bedingen, muss der Test mehrere Monate laufen. Deshalb empfiehlt es sich, sequenziell vorzugehen, also Test eins und Test zwei nacheinander durchzuführen. Alternativ kann man das Targeting bei Test zwei so einstellen, dass beide Varianten eine 50:50-Verteilung der Besucher*innen aus Test eins beinhalten. Dies lässt sich per Cookie-basiertem Targeting steuern, bei dem die Zugehörigkeit zu einer Variante im Cookie vermerkt und das Test-Targeting darauf ausgerichtet wird.

A/B-Testing-Fehler 8: Die falschen Ziele testen

Beim Aufstellen von Testhypothesen musst du immer im Hinterkopf behalten, dass diese ein messbares Ziel beinhalten sollen, das durch deinen Test beeinflusst wird. Dabei vermutest du eine Auswirkung deiner Variante auf dieses Ziel. In der Praxis ist es jedoch so, dass je weiter du in der Customer Journey von diesem Ziel und seiner Erreichung entfernt bist, die Wahrscheinlichkeit steigt, dass dein Test keine oder kaum Auswirkungen auf das Ziel haben wird. Folglich musst du vielleicht sehr lange auf ein Ergebnis warten, falls sich deine Tests nur auf dieses Ziel oder diese Ziele konzentriert haben. Teile deine Tests deshalb lieber in Mikro-Conversions (Einzelziele entlang der Customer Journey) und Makro-Conversions (Hauptmetriken wie Bestellung oder Umsatz) auf. Indem du immer beide Metriken in den Tests verwendest, behältst du nicht nur das Hauptziel im Blick, sondern auch die Nebenziele.

A/B-Testing-Fehler 9: Schlechtes Timing

Auf das richtige Timing kommt’s an! Tests sollten nicht zu früh enden, aber auch nicht ewig laufen. Ersteres kann falsche Ergebnisse liefern, zu lange Warterei fällt in die Kategorie Zeitverschwendung. Vergiss nie die Sieben-Tage-Regel: Die Testdauer sollte immer durch sieben, besser noch 14 teilbar sein, damit du alle Wochentage gleich verteilt im Testzeitraum verwendet hast. Das schließt tagesbedingte Verzerrungen aus. Auch Unterbrechungen spielen eine Rolle, schließlich gleichen A/B-Tests Operationen am offenen Herzen der Webseite. Bei Tests im Livesystem können immer wieder Probleme auftauchen, die das Aussetzen von A/B-Tests erfordern. Und dann? Falls du unter idealen Laborbedingungen testen möchtest und die entsprechende Traffic-Menge hast, musst du den Test komplett neu starten, um Datenkonsistenz zu bewahren. In der Praxis wirst du jedoch eher mit einer gewissen Dateninkonsistenz leben müssen oder den Versuch unter Beachtung der Sieben-Tage-Regel länger laufen lassen. Für welche der Optionen du dich entscheidest, bleibt allein dir überlassen.

A/B-Testing-Fehler 10: Nur sporadische Tests

Viele Unternehmen betrachten A/B-Tests nur als punktuelle Maßnahmen, wenn beispielsweise Relaunches oder Starts von neuen Projekten vor der Tür stehen. Danach gerät das Testen schnell wieder in Vergessenheit, bis sich erneut etwas grundlegend ändern soll. Ein Fehler! Es ist zwar eine feine Sache, überhaupt User*innen-Feedback bei großen Veränderungen der Firma einzuholen, doch diese Sichtweise greift zu kurz. Eine sinnvolle Testing-Kultur ist nun mal kein Stop-&-Go-Verkehr, der abends oder nachts endet, sondern ein fortlaufender Optimierungszyklus ohne klares Enddatum. Betrachte es mal rein logisch: Wer schaltet schon freiwillig einen Kanal ab, wenn dieser nachweisbare Erfolge liefern kann? Der Weg zum Erfolg führt deshalb nur über viele Wiederholungen, Geduld und Ausdauer. Das Motto lautet: Testen, testen und noch mal testen.

Fazit

Das waren sie, die schlimmsten Fehler im A/B-Test-Betrieb, die du allesamt leicht vermeiden kannst. A/B-Tests macht man nicht mal so eben im Vorbeigehen, da auf dem Weg einige Fettnäpfchen lauern. Die häufigsten Probleme zu kennen, hilft dabei, diese schon einmal proaktiv im Team zu besprechen und für das Unternehmen Mechanismen zu schaffen, die das Auftreten verhindern sollen. Mögliche Fehler sollten dich auf keinen Fall davon abhalten, überhaupt zu testen. Denn viel schlimmer als den einen oder anderen Fehltritt bei seinen A/B-Tests zu machen, ist immer noch, überhaupt keine Tests durchzuführen. Lass dich von kleinen Rückschlägen nicht entmutigen, die Reise lohnt sich! Eine gute Planung und Geduld sind bereits die halbe Miete für eine erfolgreiche Testing-Strategie.

Tipp: Unser Anbieter-Check: A/B-Tests

Wir haben 11 A/B-Test-Tools unter die Lupe genommen: Was sind die Stärken der jeweiligen Softwarelösung und mit welchen Extras unter­stützen sie dich bei der Optimierung deiner Website, App und Co.?

Zum Weiterlesen und -arbeiten

Mit dem Buch „Quick Guide A/B-Testing: Wie Sie Ihr Website- und E-Commerce-Testing erfolgreich auf- und umsetzen“ (ISBN: 978-3-658-34648-5, SpringerGabler 2021, 24,99 Euro) hat der Autor dieses Beitrags, Kameleoon-Geschäftsführer und Testing-Profi Michael Witzenleiter, das erste deutschsprachige Buch auf den Markt gebracht, das sich ausschließlich auf das Thema A/B-Testing konzentriert.

7 typische Vertriebsfehler in B2B-Start-ups …

… und wie sie verhindert werden können.

Einhorn oder Rohrkrepierer?

Start-ups haben klassischen Unternehmen einiges voraus. Sie sind oftmals agiler, dynamischer, schneller – und mit starken Investoren im Rücken häufig auch handlungsfähiger. Nur in einem Punkt schneiden Start-ups in der Regel nicht sehr gut ab: Im Vertrieb. Woran liegt das? Viele Gründer*innen haben einen Programmier-, Design-, oder Hardware-Hintergrund. Sie sind besonders gut darin, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Doch diese Produktorientierung schmälert die Kundenorientierung. Und darauf kommt es beim Going-to-Market eigentlich an. Das Produkt kann noch so gut sein: Erreicht es die Zielgruppe nicht, wird aus potenziellen Einhörnern schnell ein teurer Rohrkrepierer.

Diese Vertriebsfehler gilt es in B2B-Start-ups tunlichst zu vermeidsen

Ich habe schon mehrfach mit Start-ups zusammengearbeitet und gesehen, wie dort Vertrieb gemacht wird. Dabei zogen sich bestimmte Fehler im Vertrieb wie ein Muster durch die jungen Unternehmen – und zwar unabhängig von der Branche. Die sieben häufigsten Fehler dabei waren:

B2B-Vertriebsfehler 1: Mit einem zu großen Marktsegment starten

Wer von Anfang an auf zu viele verschiedene Kund*innen abzielt, wird nur schwer einen guten Produkt- oder Markt Fit sowie Kund*innen zu finden. Um eine klare Marke aufzubauen, sollten B2B-Start-ups ihr Angebot so spitz wir möglich formulieren und auch ganz bewusst potenzielle Kund*innengruppen ausschließen – zumindest vorläufig. So etabliert sich das Produkt und die Marke mit einem klaren Profil im Markt. Ein spezifischer Auftritt bleibt eher in den Köpfen der Kund*innen hängen als das generische Full-Service-Angebot für alle.

B2B-Vertriebsfehler 2: Produkte ohne Kundenfeedback entwickeln

Der US-Unternehmer Steve Blank sagte treffend: „No business plan survives the first contact with customers – go out of the building and talk to your customers!” Wer sich bei der Produktentwicklung in sein stilles Kämmerlein zurückzieht, anstatt in Co-Kreation die Kund*innen von Phase Eins an mit einzubinden, vergeudet nur kostbare Zeit. Kund*innenfeedback im Entwicklungsprozess ist essenziell, denn: so fühlen sich die Kund*innen ernst genommen und erhalten ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Produkt.

B2B-Vertriebsfehler 3: Sich unter Wert verkaufen

Der Preisgestaltungsmechanismus ist komplex und wird oftmals unterschätzt, wenn es darum geht, den Wert eine Transaktion zu erhöhen. Doch Start-ups, die sich allein über den Preis vom Wettbewerb abgrenzen, gelten schnell als Ramschware. Wo ist der direkte Kund*innenmehrwert? Was gibt es für einen Kauf, was beim Wettbewerb nicht gibt? Nur wenige B2B-Kund*innen lassen sich von einer hohen Preisgestaltung abschrecken, sie sind ja an einer für sie passenden Lösung interessiert.

B2B-Vertriebsfehler 4: Pilotprojekte mit Kund*innenaufträgen verwechseln

Im B2B-Bereich sind Pilotprojekte gang und gäbe – immerhin möchte der/die potenzielle Käufer*in das Produkt erst einmal testen, bevor er/sie eine große Investition tätigt. Oftmals unterliegen Start-ups aber dem Trugschluss, dass mit der Pilotierung schon die „Katze im Sack“ ist. Weit gefehlt! Die bekannte Folge ist dann der „Tod durch 1.000 Piotprojekte“. Auch darum ist regelmäßiges Feedback wichtig: Warum entscheidet sich der/die Kund*in nach dem Pilotprojekt nicht für das Produkt? Was war der ausschlaggebende Punkt? Und wie können wir das verhindern?

B2B-Vertriebsfehler 4: Starre Vertriebsprozesse

Durch das zu frühe Standardisieren des Vertriebsprozesses werden wertvolle Lektionen verpasst. Der Vertrieb kann zu Beginn offen und experimentierfreudig sein, neue Herangehensweisen ausprobieren und aus Fehlern lernen. Wichtig dabei ist wieder, das direkte Gespräch mit den Kund*innen zu suchen. Denn von diesen lernen wir am meisten über unser Produkt.

B2B-Vertriebsfehler 5: Den Wachstumsfaktor Mensch unterschätzen

Das Aufbauen einer erfolgreichen Vertriebsorganisation ist komplex. Abteilungen werden größer, neue Managementebenen werden etabliert, Strukturen, Prozesse und Abläufe verändern sich. Oftmals verfangen sich Gründer*innen im Mikromanagement, statt das Steuer weiterzureichen und Verantwortung abzugeben. Ratsam ist es, sich an diesem kritischen Punkt Unterstützung ins Boot zu holen. Ab einem gewissen Grad an Komplexität zählt vor allem Erfahrung aus erster Hand.

B2B-Vertriebsfehler 6: Zu stark auf Neukund*innenakquise fokussieren

Mehr Kund*innen bedeuten mehr Umsatz, also wollen Start-ups oftmals schnell ihren Kund*innenstamm vergrößern. Viele Gründer*innen vernachlässigen das Marktsegment, dessen Türen für ihre Angebote bereits weit offenstehen: zufriedene Bestandskund*innen. Laut einer Metastudie der US-Beratungsfirma Invesp liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Bestandskund*innen kaufen bei 60 bis 70 Prozent. Neukund*innen hingegen kaufen nur bei einer Wahrscheinlichkeit von 5 bis 20 Prozent.

B2B-Vertriebsfehler 7: Kurzfristiger Support hilfreich

In Gesprächen mit Gründer*innen stelle ich immer wieder fest, dass der Bedarf nach kurzfristigem Sales-Know-how sehr hoch ist. Viele benötigen für einen Zeitraum von 6 bis 12 Monate eine(n) Expert*in, der bzw. die eine solide Vertriebsorganisation im Start-up etabliert. Dabei wissen Gründer*innen oftmals gar nicht, dass sie dafür Interim Management einsetzen können, also zeitlich begrenzter Hilfe von außen. Interim Manager*innen haben Fach- und Erfahrungswissen, können sich schnell in Unternehmen hineindenken und identifizieren in kurzer Zeit Optimierungspotenzial. Sie unterstützen bei der Umsetzung – und sind nach Projektabschluss wieder runter von der Payroll.

Es gilt: Wer sich der sieben typischen Vertriebsfehler bewusst ist, kann sein Start-up schneller auf die nächste Wachstumsstufe heben.

Der Autor Ralf Komor ist Executive Interim Manager, zertifizierter Beirat, Most Trusted Adviser für die Beratung von Familienunternehmen, Key Note Speaker und Springer Autor.

Marketing: Trend-Statements 2022

Fünf CEOs, Gründer*innen und Marketing-Expert*innen mit ihren persönlichen Trend-Statements für das kommende Jahr.

Themen und Medienkonsum haben sich nicht zuletzt seit und wegen der Corona-Pandemie verändert. Änderungen in der Gesetzgebung sowie der Boom von neuen Plattformen sind ebenfalls Gründe dafür. Warum und wie Purpose, Gesundheitsthemen und die Aufbereitung von Content sich 2022 verändern wird, beschreiben die fünf CEOs, Gründer*innen und Marketing-Expert*innen in ihren Trend-Statements für das kommende Jahr.

Kollaboratives Storydoing: Gesellschaftlicher Wandel wird wichtiger als Konkurrenzdenken

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Miriam Rupp, Gründerin und Geschäftsführerin der PR- und Brand-Storytellng-Agentur Mashup Communicatons 

LEGO bringt Star-Wars-Figuren heraus, adidas und die Berliner Verkehrsbetriebe launchen einen Schuh, GoPro und RedBull promoten Extremsportler*innen. Brand-Partnerschaften sind ein unterhaltsamer Weg, die Zielgruppen und Reichweiten von zwei Marken zu kombinieren und damit zu vervielfachen. Doch in einer Purpose-getriebenen Welt, wo sich Unternehmen zunehmend auch gesellschaftlicher Probleme annehmen wollen, braucht es ein neues Level an Zusammenhalt. Immer häufiger organisieren sich Firmen aus ein und derselben Branche, also gar auch Konkurrenten, um für eine gemeinsame Initiative einzustehen. Ob es sich um die größten deutschen digitalen Bildungsanbieter handelt, die pandemiebedingte Lernrückstände bekämpfen wollen, um die Impfkampagne, bei der 150 Brands ihren Markenclaim änderten, oder um Agenturen, die sich für eine bessere Arbeitswelt einsetzen – vereint Haltung zeigen, also kollaboratives Storydoing, wird die Grenzen zwischen Wettbewerbern und Verbündeten durchlässiger machen und für echten Impact sorgen können.

Video-Content muss authentisch und snackable sein

Martin Schottstädt, CMO des Social Media Powerhouses HAPPYGANG

Nichts wurde in diesem Jahr so forciert, wie der Konsum von Videos. Innerhalb eines Jahres ist das Volumen von aufgerufenen Videoinhalten um 80 Prozent gestiegen. Spätestens seit der Einführung von Instagram Reels und Youtube Shorts haben sich die User an snackable Videocontent im Hochformat gewöhnt. Auch Facebook stellt in diesem Zuge mehr und mehr Short Videos aktiv in den Fokus. Wer im Jahr 2022 mit seiner Botschaft zu den User*innen durchdringen will, sollte daher auf Kurzvideos setzen, deren Content auf den Lebensalltag und die Bedürfnisse seiner Zielgruppe abgestimmt ist. Wichtiger denn je ist, das Herstellen eines Wir-Gefühls. Bewegtbild-Content muss es möglich machen, sich mit diesem zu identifizieren und in die eigene Gefühlswelt eintauchen zu können. Hierbei spielen Erinnerungen oder auch emotionale Assoziationspunkte eine besondere Rolle, denn nur über diese können Marken bestimmte Gruppen oder ganze Communities ansprechen.

Digitales Marketing nach der „Cookiecalypse“: Nachhaltige Datenerhebung lohnt sich!


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Siamac Rahnavard, Gründer und Managing Partner der Agentur für digitales Marketing Echte Liebe

Das Ende der Cookie-Ära war aufgrund jahrelanger Kritik von Datenschützern nur eine Frage der Zeit. Mittelständische Unternehmen, die sich im Online-Marketing bisher gänzlich auf Third-Party-Cookies verlassen haben, befürchten nun einen enormen Wettbewerbsnachteil für die nächsten Jahre. Es gibt jedoch noch weitaus mehr Möglichkeiten, die Needs der User verlässlich zu erfassen und somit Erkenntnisse für die eigene Werbestrategie zu gewinnen. Vor allem die Erhebung von Nutzerdaten, welche sauber verwaltet und eingesetzt werden, spielt in der Post-Cookie-Ära eine große Rolle. Marketer und Unternehmen werden zukünftig Wege finden müssen, um Zielgruppen wieder besser auf ihre individuellen Interessen abgestimmt zu erreichen. Dabei darf jedoch der hohe Anspruch an Klarheit und Transparenz gegenüber den Nutzern bzw. Kunden nicht vernachlässigt werden. Dennoch! Das Cookie ist noch da und solange das der Fall ist, sollte die Zeit genutzt werden, um sich einen möglichst umfangreichen Pool an First-Party-Data zu generieren.

Influencer-Marketing it is: Markenbotschafter nehmen noch höheren Stellenwert ein
 

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Sajeh Tavassoli, Senior Brand Managerin von hi!share.that

Influencer Marketing wird sich um ein Vielfaches professionalisieren. Die Standards werden anderen Werbemedien angepasst. Ob das jetzt Influencer selber machen oder Agenturen bzw. Managements wird sich noch herausstellen. Es muss möglich sein, neben den Reichweiten der Creator auch andere wichtige Kennzahlen zu analysieren. Influencer als Markenbotschafter werden künftig einen noch viel größeren Platz einnehmen im Marketing-Mix. Es folgt eine Entwicklung, indem sich der Markt aufgrund von Transparenz und Messbarkeitswünschen seitens Advertiser und der genutzten Social Media Tools von selbst „aufräumt“. Die Influencer, die sich an die neuen und geforderten Business Standards angleichen, werden in ihrem Beruf erfolgreicher sein. Abseits dessen wird TikTok für die Werbewirtschaft unserer Kunden immer attraktiver. Die Plattform wird definitiv mehr ins Zentrum von Influencer Marketing Strategie aller Brands rücken. Auf dieser sehen wir auch ein sehr großes Potenzial für die Zukunft unserer Partner.

Mit Online-Marketing-Kampagnen Patient*innen bewegen


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Thomas-Marco Steinle, CEO der good healthcare group

70 Prozent aller Internetnutzer*innen suchen online nach gesundheitsrelevanten Themen. Ob Google, Instagram, LinkedIn oder Facebook* Patient*innen haben den digitalen Raum schon längst für sich entdeckt. Höchste Zeit also für Pharma nachzuziehen! Und zwar mit Online-Marketing-Kampagnen, die ankommen und Patient*innen bewegen. Pharma kann so nicht nur mit der Zielgruppe in einen authentischen Dialog treten und den Patient*innen aktiv zur Seite stehen, sondern steigert die Awareness und macht Produkte erlebbar. Darüber hinaus findet die Ansprache auf Augenhöhe statt und bietet starkes Identifikationspotenzial. Pharmaunternehmen, die solche Kampagnen ganzheitlich nutzen – also SEA, SEO, Influencer*innen-Koops und Social Media aufeinander abstimmen, können so nicht nur Patient*innen abholen, sondern auch medizinisches Fachpersonal auf Social Media für beispielsweise seltene Krankheitsbilder sensibilisieren. Denn sind Ärzte bzw. Ärztinnen erst einmal aufgeklärt, lassen sich so auch zusätzlich neue Patient*innen finden oder Abverkäufe von Over-the-counter-Produkten fördern. Egal also, ob es um mehr Webseiten-Traffic, Disease Awareness, Patient Finding, die Verbesserung der Markenwahrnehmung oder den Aufbau einer eigenen Community geht: Mit der richtigen Online-Marketing-Strategie können Unternehmen all das, aber vor allem auch Patient*innen erreichen!

YouTube-SEO – für mehr Aufmerksamkeit

Für wen sich YouTube-SEO lohnt und auf welche Ranking-Faktoren es ankommt.

Mit rund 2,3 Milliarden aktiven Nutzer*innen weltweit gilt YouTube nach Google als zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Direkt nach Facebook gehört die Videoplattform außerdem zu den meistgenutzten Social-Media-Kanälen. Daher sollten sich Unternehmen unbedingt die Frage stellen, wie sie hier ihren Content platzieren können, um hochwertige Leads zu generieren. Denn für die allermeisten Branchen lassen sich Inhalte auch per Video darstellen und im Content-Marketing einbauen.

So können Unternehmen gleichzeitig ihre Nutzer*innen unterhalten sowie ihr Angebot inszenieren und damit mehr Aufmerksamkeit generieren. Wie Google wird auch YouTube viel als Suchmaschine genutzt. Es ist daher naheliegend, dass sich auch hier mittels Suchmaschinenoptimierung Reichweite generieren lässt. Allerdings gelten bei der Videoplattform andere Parameter als bei Google und Co.

Potenziale ausschöpfen

Weltweit planten laut Statista Anfang 2020 rund 60 Prozent der Marketingentscheider*innen, ihre Präsenz auf YouTube auszubauen. Das liegt nicht nur an der hohen Zahl monatlich aktiver Nutzer*innen, sondern auch daran, dass Video-Content anderweitig nutzbar ist. Auf der Website eingebundene YouTube-Videos bewerten die Crawler der Suchmaschinen als positiv, sodass die Platzierung in den Suchergebnissen steigt. Darüber hinaus werden YouTube-Videos auch häufig in den Suchmaschinen selbst angezeigt – das schafft wiederum zusätzlichen Traffic. Besonders interessant ist ein YouTube-Auftritt für Unternehmen, deren Zielgruppe dort aktiv vertreten ist. Schließlich gaben laut Statista 93 Prozent der befragten 14- bis 19-Jährigen an, YouTube zu nutzen. Doch auch ältere Zielgruppen nutzen noch regelmäßig die Video-Plattform. Denn Videos verarbeitet das Gehirn wesentlich schneller als Texte und auch die Inhalte bleiben häufig besser im Gedächtnis.

Allerdings werden bereits jetzt pro Minute rund 500 Stunden neuer Content auf der Plattform hochgeladen. Entsprechend hoch ist der Wettbewerb um Aufmerksamkeit und umso wichtiger ist eine zielgerichtete Strategie. Um von Interessierten gefunden zu werden, gilt eine professionelle Kanalinfo als unerlässlich. Zusätzlich sollte unter jedem Video eine informative Beschreibung stehen. Sie darf insgesamt bis zu 5.000 Zeichen lang sein, allerdings werden nur die ersten 125 Zeichen in der Vorschau angezeigt, sodass die wichtigsten Informationen direkt an den Anfang gehören. Neben der Beschreibung sollten Unternehmen zusätzlich auch Tags anlegen, also Schlüsselbegriffe, die langfristig dafür zu sorgen, dass das Publikum auch zu Abonnenten wird.

Optimieren statt aufgeben

Anders als bei Google handelt es sich bei YouTube eher um eine Empfehlungssuchmaschine. Denn meist beginnt der Besuch auf der Plattform zwar mit einer konkreten Suche, läuft jedoch häufig über vorgeschlagene Videos weiter. Daher gilt es bei YouTube nicht nur eine gute SEO-Strategie zu fahren. Der YouTube-Algorithmus ist auf Empfehlungen ausgerichtet. Wer Content produziert, der von den Nutzer*innen gern gesehen wird, wird auch von der Plattform weiterempfohlen. Als einen der wichtigsten Ranking-Faktoren bewertet YouTube dabei die Watchtime. Sie setzt sich zusammen aus der Anzahl der Views multipliziert mit der konsumierten Video-Zeit. Das bedeutet nicht, dass ein Video nun so lang wie möglich sein soll, um diesen Wert künstlich zu erhöhen. Idealerweise hat ein Clip nämlich laut Experten etwa eine Länge von acht Minuten.

Damit die Absprungrate der Interessenten so niedrig wie möglich ausfällt, sollte eine gute Videoqualität selbstverständlich sein. Außerdem entscheiden die ersten 15 Sekunden darüber, ob ein(e) User*in das Video tatsächlich als interessant empfindet oder nicht. Unternehmen sollten daher eher einen knackigen, informativen Einstieg wählen, als sich in langen Erklärungen zu verlieren. Um die Ergebnisse stetig zu optimieren und an den richtigen Stellschrauben zu drehen, bietet auch YouTube ein Analyse-Tool an. Hier finden sich beispielsweise Informationen über die beste Klickrate der eigenen Videos oder zu welcher Uhrzeit die Interessenten am aktivsten sind. Hieraus lässt sich auf lange Sicht eine Erfolgsstrategie entwickeln. Unternehmen sollten einen eigenen YouTube-Kanal definitiv in Erwägung ziehen, da visuelle Inhalte im Marketing immer mehr Wichtigkeit erlangen werden. Wer im täglichen Betrieb nicht genügend Zeit dafür aufbringen kann oder möchte, kann auch externe Experten in diesem Bereich beauftragen.

Der Autor Andreas Karasek ist Geschäftsführer der Agentur SEM-Berater

Guter Content zur Gründung

Gerade für Start-ups und Gründungen im Allgemeinen ist es häufig enorm wichtig, im Internet präsent zu sein. Für viele spielt daher die gute Platzierung bei den Suchmaschinen eine große Rolle. Um hier jedoch überhaupt eine Rolle spielen zu können, muss der Internet-Auftritt entsprechend optimiert werden. Wer selbst dafür sorgen möchte, benötigt entsprechend Zeit, was gerade zu Beginn Geld kosten kann. Zeit und Geld spart dann die SEO-Agentur. Allerdings sollte bei der Auswahl das eine oder andere beachtet werden.

Optionen ausloten

Professionelle Agenturen im Bereich SEO, Linkbuilding und anderen Bereichen des Online-Marketings zeigen, dass es um ein ganzheitliches Konzept geht und nicht ausschließlich um Einzelbereiche, damit ein Erfolg verbucht werden kann. Entsprechend zeichnet sich bspw. die Agentur performanceLiebe durch individualisierte Maßnahmen aus, die auf den Kunden sowie dessen Anforderungen und Ansprüche gemünzt sind. Damit lassen sich die wesentlichen Schritte ausloten, um nicht nur Kampagnen umzusetzen, sondern den Erfolg messbar zu machen.

Wichtig:

Je umfangreicher das Angebot einer spezialisierten Agentur, desto ganzheitlicher kann das Angebot sein, um genau die Ziele zu erreichen, die gesteckt wurden.

In diesem Kontext ist speziell darauf zu achten, dass die gewählte Agentur Maßnahmen ermöglicht, die auf dem neusten Stand sind. Denn immer noch gibt es eine Vielzahl von Dienstleistern in dieser Branche, die auf veraltete Mittel setzen, die heute nicht mehr erfolgreich sind und zudem gar in einer Abstrafung der Suchmaschine münden können. Entsprechend sinnvoll ist es nicht nur die offerierten Dienstleistungen unter die Lupe zu nehmen und eine grundlegende Entscheidung zu treffen, sondern ebenfalls Auskünfte zur Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter einzuholen. Nur so lässt sich abwägen, ob die Agentur den an sie gestellten Aufgaben gerecht werden kann.

Inhalte von der performanten Online-Marketing-Agentur

Neben der Planung von Kampagnen sowie deren Überwachung kann die richtige Agentur ebenfalls für gezielte Inhalte sorgen oder über das Kaufen von Backlinks eine verbesserte Sichtbarkeit sicherstellen. Hierbei ist es wichtig, ein Unternehmen zu engagieren, das themenrelevanten sowie hochwertigen Content erstellt. Eine Möglichkeit, die gewünschte Qualität sicherzustellen, ist nachzufragen, woher die Inhalte stammen. Manche Agenturen produzieren diesen selbst, andere hingegen kaufen ihn bei anderen Dienstleistern.

Dieser Content muss anschließend entsprechend professionell eingebunden werden. Doch dann beginnt erst die eigentliche Arbeit der Experten einer Agentur. Schließlich muss das Bereitgestellte entsprechend analysiert werden können. Hierzu gibt es unterschiedliche Maßnahmen und Möglichkeiten. Die gewählte Agentur sollte jedoch zumindest mit Google Analytics umzugehen wissen. Dabei geht es vor allem darum, die ausgelesenen Daten richtig zu interpretieren und daraus die richtigen Schlüsse abzuleiten.

Ob sich die Zusammenarbeit mit einer Online-Marketing-Agentur am Ende wirklich lohnt, lässt sich zu Beginn freilich erst einmal nicht feststellen. Jedoch sollte der Dienstleister regelmäßige Berichte vorlegen, die Aufschluss über Fortschritte enthalten. So kann der Kunde zumindest grundlegend ausloten, ob die Kooperation sich auch so bezahlt macht, wie das geplant war.

Sollte bei der Suche einer zuverlässigen Agentur tatsächlich der Umstand eintreten, dass diese als Beispiel keine Berichte und Auswertungen vorlegen möchte, ist von dieser Abstand zu nehmen. Denn professionelle Online-Marketing-Agenturen liefern nicht nur Leistung, sondern ebenfalls eine zuverlässige Arbeit, die sie entsprechend aufbereitet, jederzeit auch dem Kunden gegenüber nachweisen. Schließlich kann als Kunde nur anhand der Auswertung der Strategie ein Erfolg abgeleitet werden.

Kommunikation bei Lieferengpässen

Ware nicht lieferbar? Fünf Tipps, wie du das deinen Kund*innen gekonnt vermittelst.

Die Corona Pandemie führt zu einer globalen Warenknappheit: zu wenig Holz, keine Pappe für Kartons und selbst Chips sind nicht ausreichend vorhanden. Die Zustände auf den Häfen und bei Containerschiffen sind chaotisch. Für viele Unternehmen stellt das ein ernsthaftes Problem dar. Wie reagiere ich richtig, wenn die Lieferung ausbleibt und ich meinen Kund*innen keine mehr Ware anbieten kann? Und wie erkläre ich das meinen Kund*innen ohne Einbußen?

Die Sache ist klar: Beschönigen sollte man nichts. Stattdessen gilt es, ehrlich zu sein. Wer es richtig macht, kann aus der Situation gestärkt hervorgehen. Mit welchen Methoden das gelingt, zeigen wir in diesem Artikel.

Erstelle eine Bestandsanalyse

Mach dir bewusst, aus welchen Teilen deine Lieferkette besteht und wo es Schwierigkeiten gibt oder geben könnte. Beschäftige dich jetzt damit und trage alle Daten zusammen, auch dann, wenn dich die Warenknappheit gegenwärtig (noch) nicht betrifft. Gehe alternative Situationen durch und überlege, woher du deine noch Produkte beziehen kannst. Und bedarf es einer Preiserhöhung? Obwohl dieser Schritt noch kein Kommunikationsaspekt darstellt, ist er immens wichtig - denn für eine gelungene Kommunikation benötigst du solche Informationen. Andernfalls ist keine zielgerichtete Kommunikation möglich.

Triff Vorsorge und gehe auf deine Kund*innen zu

Du bist von den Lieferengpässen nicht betroffen? Trotzdem solltest du dich mit deinen Kund*innen in Verbindung treten und die aktuelle Situation thematisieren. Lass deine Kund*innen wissen, dass es theoretisch auch dich treffen könnte und rede Klartext. Du musst dir dabei keine Sorgen machen, die aktuelle Lage ist bereits in den Medien und höchstwahrscheinlich fragen sich deine Kund*innen ohnehin schon, ob es zu Komplikationen kommen könnte. Schließlich haben alle anderen Lieferanten dieselben Schwierigkeiten. Wenn du dich vorbereitest und deinen Kund*innen ein gutes Gefühl vermittelst, dann kannst du nur gewinnen.

Warum Ehrlichkeit unbedingt erforderlich ist

Es hat dich erwischt und der Lieferengpass ist eingetroffen: Du steckst mitten in der Krise und weißt nicht, wie du deinen Aufträgen nachkommen sollst? Du kannst deinen Kund*innen falsche Versprechen machen und sie vertrösten. Das wäre aber zum einen nicht ehrlich und zum anderen würde es dir auf Dauer schaden. Und schiebe die Schuld auf keinen Fall auf andere ab. Mit einer offenen und ehrlichen Kommunikation kommst du am weitesten. Auch wenn du nicht weißt, wann du wieder liefern kannst: Sag das deinen Kund*innen! Bleibe fair und spiele mit offenen Karten. Außerdem ist es wichtig, dass du Verständnis zeigst und immer freundlich bleibst. Dann wird auch niemand schlecht über dein Unternehmen sprechen, ganz im Gegenteil!

Zeige Engagement und biete Alternativen an

Mit einem Angebot an Alternativen zeigst du, dass du dir Gedanken machst. Biete das an, was du hast! Der Kunde / die Kundin wartet auf den Neuwagen, der kann aber nicht geliefert werden? Die Prognose der Lieferung beläuft sich auf zwei Jahre? Dann biete einen guten und jungen Gebrauchtwagen an. Auch wenn er nicht so attraktiv ist wie das Gewünschte, so kann es helfen - dem Kunden bzw. der Kundin und dir. Denn wenn er/sie stattdessen die Alternative nimmt, dann entlastet das auch deinen vollen Schreibtisch. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Kunde/die Kundin nicht ständig anruft und selbst nach Alternativen fragt. Eine Win-Win-Situation also.

Nimm regelmäßig Kontakt auf

Ständige Anrufe und überfüllte Postfächer in deinem Unternehmen kannst du auch dann vermeiden, wenn du dich einfach in wöchentlichen Mails meldest und über den Stand der Dinge berichtest. Es gibt nichts Neues zu berichten? Dann berichte genau das! Denn mit Ehrlichkeit, Transparenz und Freundlichkeit kommst du auch hier wieder am weitesten. Die Hauptsache ist, dass sich die Kund*innen nicht vergessen vorkommen”. Danke deinen Kund*innen daher auch auf jeden Fall für ihre Geduld, wenn wieder geliefert werden kann.

Der Autor Ruben Schäfer ist Journalist und PR-Experte. Als Kommunikationsexperte berät er Konzerne und erfolgreiche Mittelständler*innen bei ihrer Medienarbeit. Zudem ist er Chefredakteur des GEWINNERmagazins und Geschäftsführer der DCF Verlag GmbH.

Interviews: So präsentierst du dich optimal

Hilfreiche Regeln und Tipps, um erfolgreich und zufrieden aus einem Interview mit Journalist*innen zu gehen.

Interviews sind eine ideale Gelegenheit für Unternehmen, um – im Kontext einer für die Öffentlichkeit relevanten Frage – auf sich aufmerksam zu machen. Dabei kann es sich um eine Expertenmeinung handeln, die das Unternehmen einnimmt oder aber eine persönliche Vorstellung des Unternehmens und seiner Vertreter*innen. Die deutlich unbequemste Situation wäre ein Interview zu schlechten Quartalszahlen und beispielsweise drohenden Entlassungen oder gar ein Krisenfall wie etwa eine Datenpanne. In jedem Falle gilt es, sich innerhalb des Gesprächs – gegebenenfalls auch vor der Kamera – optimal und im Sinne des Unternehmens zu präsentieren. Dafür gibt es ein paar hilfreiche Regeln und Tipps.

Umgang mit Medien und Journalist*innen

Grundlegend ist es wichtig zu verstehen, dass Medien, ihrer Verpflichtung zur unabhängigen Information und Berichterstattung nachkommen. Das gilt natürlich auch dann, wenn eine kritische Auseinandersetzung zu befürchten ist. Im Zusammenspiel mit Journalist*innen empfiehlt es sich daher immer, auf partnerschaftlicher Ebene miteinander zusammenzuarbeiten und keinerlei negative Gefühle in Richtung “die wollen uns was Böses” zuzulassen. Professionalität ist hier oberstes Gebot. Um diese zu wahren, sollten Unternehmen und ihre Vertreter*innen immer pünktlich zum Interview erscheinen und genügend Zeit bei einer notwendigen Anreise einplanen.

Vor Beginn des Interviews ist eine nette Begrüßung der interviewenden Person Pflicht. Findet das Gespräch in den eigenen Büroräumen statt, ist es selbstverständlich, dem/der Gesprächspartner*in einen angenehmen Aufenthalt zu bieten und für eine ungestörte Interviewsituation zu sorgen. Im Gegenzug kann man Journalist*innen immer im Vorfeld um die Interviewfragen oder zumindest um einen groben Gesprächsleitfaden bitten, um sich inhaltlich vorbereiten zu können. Im Zweifel ist es möglich – besonders bei potenziell sehr kritischen Interviews – die mögliche Gesprächsdauer von vornherein zu begrenzen. Nur wenn geschäftsschädigende Folgen aus einem Interview zu erwarten sind oder rechtliche Gründe dagegensprechen, sollte ein Interview höflich abgelehnt werden. Im Nachgang eines Interviews werden Journalist*innen Zitate zur Freigabe schicken, nie aber einen ganzen Text oder Artikel.

Das oberste Gebot: Kenne deine Kernbotschaften

Inhaltlich sollte jedes Interview einwandfrei vorbereitet sein. Das bedeutet aber keineswegs, dass vorgefertigte Antworten ausformuliert worden sein müssen, die dann – mit möglichst vielen Marketingbotschaften versehen – auswendig gelernt vorgetragen werden sollten. Dies wäre eher kontraproduktiv. Vielmehr geht es darum, sich im Interview als authentisches Sprachrohr des Unternehmens zu präsentieren. Dabei hilft es ungemein, die eigenen Kernziele, Fakten und Botschaften zu verschiedenen Themen sehr(!) gut zu kennen und zu diesen stichpunktartige Begründungen und Argumentationen im Kopf zu haben. Diese werden dann im Interview mit Formulierungen, die der eigenen Sprechweise (natürlich ohne Schimpfwörter oder Ähnliches) entsprechen, untergebracht. Geht das Gespräch in eine Richtung, die völlig von den Kernbotschaften wegführt, kann das sogenannte Bridging helfen, das Gespräch wieder auf diese zurück zu lenken. Beim Bridging, zu Deutsch “Überbrückung”, handelt es sich um Brückensätze wie beispielsweise “Ich möchte aber nochmal einen Aspekt in diesem Zusammenhang verdeutlichen”. Eine ruhige und positive Grundeinstellung ist zudem in jedem Interview die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Gespräch.

Grundlegend gilt im Interview:

  • Sich Zeit lassen und kurz vor einer Antwort sammeln.
  • Ruhig und in Tonhöhe und Tempo leicht variierend (also nicht monoton) sprechen.
  • Antworten mit Kernbotschaften verbinden und wenn nötig, das Gespräch wieder auf diese zurückführen (Bridging).
  • Keine Angst vor Wiederholungen der Kernbotschaften haben.
  • Nachfragen, wenn eine Frage nicht verstanden wurde oder man einen Teil wieder vergessen hat.
  • Sich niemals provozieren oder aus der Ruhe bringen lassen.
  • Immer höflich bleiben.

Nicht nur inhaltlich top vorbereitet sein

Steht der inhaltliche Unterbau, geht es darum, auch organisatorisch und technisch gut vorbereitet zu sein. Wie bereits erwähnt, Pünktlichkeit ist oberste Pflicht. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Interview per Videokonferenz, in einem persönlichen Gespräch vor Ort mit oder ohne Kamera, telefonisch oder per Videokonferenz stattfindet.

In Kombination mit einem gepflegten Äußeren kann nun das Interview beginnen. Bei Interviews-vor laufender Kamera sollte die Kleidung zusätzlich knitterfrei sein. Wer zu sehr glänzende Haut vermeiden möchte, verschafft sich mit HD-geeignetem Puder schnelle Abhilfe. Dabei sind transparente Varianten empfehlenswert, da sie den eigenen Hautton nicht unnatürlich verändern. Ebenso ist es möglich, sich vor einem Kamerainterview einen Überblick über den Bildausschnitt zu verschaffen, um genau zu wissen, wie viel und in welcher Entfernung von einem selbst zu sehen sein wird. Das gibt zusätzlich Sicherheit. Wer bei einem Interview steht, läuft seltener Gefahr, energielos zu wirken und nimmt automatisch eine aufrechte Körperhaltung ein.

Lampenfieber überwinden statt Herzklopfen und zitternde Stimme

Nun ist ein Interview in den meisten Fällen weder eine alltägliche Situation noch  fühlen sich alle Unternehmenssprecher*innen in solch einem Rahmen wohl. So kann es durchaus vorkommen, dass Lampenfieber auftritt und einem das Leben etwas schwer macht. Doch mit ein paar einfachen Mitteln lässt sich dieses überwinden. Prinzipiell lautet hier die Devise: Übung macht den Meister bzw. die Meisterin. Nur wer sich diesen Situationen auch aussetzt und mögliche Patzer in Kauf nimmt, kann aus ihnen lernen und besser werden. Dabei können auch Probeläufe vor Publikum helfen, die die Interviewsituation vorab simulieren. Es hilft, sich durch mentales Training – ähnlich wie Sportler*innen – auf das Interview positiv einzustimmen.

Zusätzlich ist es gut zu wissen, dass die eigene Nervosität nach innen viel stärker wahrgenommen wird, als nach außen. Mit Atemtechniken, die den Wohlklang der Stimme unterstützen und die Herzfrequenz wieder in den Normalbereich bringen, gelingt es, vor und während des Interviews nicht vom Lampenfieber überwältigt zu werden. Ist die Nervosität besonders stark ausgeprägt, ist es sinnvoll, ein gezieltes Medientraining zu absolvieren, das auch solche Techniken schult.

Fazit

Wer die Gelegenheit erhält, sich im Rahmen eines Interviews für das eigene Unternehmen zu äußern, sollte dies mit Freude und Verantwortung tun. Es bietet die einerseits die Chance, die eigenen Unternehmensbotschaften an die Öffentlichkeit zu vermitteln. Gleichzeitig ist es eine hervorragende Möglichkeit, sich selbst als Expert*in auf einem bestimmten Gebiet zu präsentieren. Wer sich dabei an inhaltliche und organisatorische Grundregeln hält, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich und zufrieden aus dem Gespräch gehen.

Die Autorin Julia Ströhle ist ausgebildete Opernsängerin. Sie ist zudem PR-Beraterin für digitale Themen und berät u.a. bei der Berliner Agentur Laika Communications internationale Kund*innen aus dem B2B und B2C Bereich.

Co-Creation

Wie du deine Kund*innen in die Wertschöpfungskette einbeziehst und somit vielschichtige Mehrwerte schaffen kannst.

Für Gründer*innen ist es essenziell notwendig, sich mit dem Bedarf der Kund*innen zu beschäftigen und diesen stetig zu optimieren. Denn nach diesem Bedarf, also der Nachfrage, richtet sich das Angebot, das sie auf den Markt bringen können. Folglich ist es wichtig, das angebotene Produkt möglichst bedarfsorientiert auszurichten. Dadurch können zum einen die Verkaufszahlen erhöht und die eigene Produkt- bzw. Angebotspalette erweitert werden, zum anderen wirkt ein Start-up auch für Kund*innen attraktiver, wenn man auf deren Bedürfnisse eingeht. Doch wie bekomme ich das ohne allzu großen Aufwand hin?

Feedback einholen

Der erste Schritt sollte dabei sein, Feedback von Kund*innen zu sammeln und daraus logische Schlussfolgerungen zu ziehen. Wie nutzen sie bisher ähnliche Produkte? Was ist hier beliebt und was eher nervig? Gibt es hierbei Ansätze, die man optimieren kann? Im Internet gibt es heutzutage so viele Rezensionen zu Produkten, dass eine solche Analyse auch ohne große Marktforschung und viel Aufwand gut umsetzbar ist. Die Ansätze und Vorgehensweisen der Konkurrent*innen sollten dabei nicht außer Acht gelassen werden, um zu sehen, wobei noch Optimierungsbedarf herrscht.

Bei unserer digitalen Werkzeugmarke WIESEMANN 1893 haben wir anfangs beispielsweise Werkzeughalter inkludiert mit dem jeweiligen Werkzeug im Paket geliefert. Schnell haben wir durch die Rückmeldungen erkannt, dass die meisten dieses inkludierte Zubehör nicht nutzen und direkt in den Müll entsorgen, weil sie eine individuelle Art der Aufbewahrung bevorzugen.

Das Entsorgen ist natürlich nicht besonders umwelt- oder ressourcenschonend. Außerdem ist die Nachfrage nach einer guten Halterung für das Werkzeug trotzdem vorhanden. Wir wollten also unbedingt eine geeignete Lösung finden, die all diese Hindernisse auf eine simple Weise meistert und gleichzeitig sehr nahe am Bedarf der Kund*innen ausgerichtet ist.

Lösungen auf Basis des Feedbacks kreieren

Wenn du das gesammelte Feedback also ausgewertet hast, gilt es nun Konsequenzen daraus zu ziehen. Der Bedarf von Menschen für ein bestimmtes Produkt kann sehr unterschiedlich ausfallen, sodass sehr individuelle Ergebnisse entstehen müssten, um dem gerecht zu werden. Ist das wirtschaftlich überhaupt umsetzbar?

In unserem Fall der Werkzeughalterung bedienen wir uns der additiven Fertigung. Bei der additiven Fertigung handelt es sich um ein Herstellungsverfahren, bei dem ein 3D-Drucker verwendet wird. Dieser druckt das finale Produkt Schicht für Schicht und stellt so einen dreidimensionalen Gegenstand her. Wir bieten Werkzeughalter für den 3D-Druck. Individualität ist hier auf verschiedenste Weise in großem Umfang möglich. Gleichzeitig ist es wirtschaftlich für uns ein Leichtes die Produkte umzusetzen, da wir nur die Designs zum Download zur Verfügung stellen müssen und die Kund*innen Farbe, Material und Form beliebig anpassen können.

Auch für unsere Kundschaft mit eigenem 3D-Drucker sind unsere Wandhalterungen für ihr Werkzeug eine kostengünstige Alternative, da nur die Kosten für das Filament und den Strom in Betracht gezogen werden müssen. Eine unserer 3D-Druckhalterung für ein sechsteiliges Schraubendreherset, was schon zu den Halterungen mit größeren Volumen zählt, kostet im Druck beispielsweise 2,42€. Hier fallen 77 Cent für Strom und 1,65€ für das Filament an. Wandhalter für Schraubendreher mit gleicher Stückzahl kosten im herkömmlichen Handel um die 15€. Das heißt Konsumierende mit 3D-Drucker können nicht nur selbst Farbe und Qualität ihres Produkts bestimmen, sondern auch viel Geld sparen – eine wirtschaftliche Win-win-Situation für beide Seiten.

Das Konzept der Co-Creation einsetzen

Allgemein gesehen können individuelle Produkte durch das Konzept der Co-Creation realisiert werden. Denn hierbei übernimmt die Kundschaft einen Teil der Wertschöpfungskette und wird somit direkt in das Geschehen miteinbezogen. Interessierte erhalten dadurch zusätzlich einen neuen Einblick in das Firmengeschehen und werden stärker an das Unternehmen gebunden.

Vielleicht denkst du jetzt, dass du doch solch einen Prozess niemals aus der Hand geben würdest, aber du solltest dafür offen sein. Soll dein Produkt möglichst individuell und bedarfsorientiert sein, birgt dieses Konzept eine Menge Vorteile und Möglichkeiten, die für beide Seiten – Endkonsument*in und Unternehmen – bereichernd sein können. Co-Creation ist der Überbegriff für Co-Design und Co-Produktion.

Via Co-Design nimmt die Kundschaft schon bei der Gestaltung des Produkts Einfluss darauf. Abhängig von der Branche werden Teile (z.B. die Konfiguration eines Autos) oder der vollständige Designprozess übernommen. Diese Art des Co-Designs ist eine positive Form der Kund*innenbindung. Sie ermöglicht den Aufbau einer intensiveren Verbindung zu Kaufenden und das Entstehen einer nachhaltigen und langfristigen Beziehung.

Bei WIESEMANN 1893 haben wir Kreative aufgerufen, ihren eigenen Wandhalter für unsere Werkzeuge zu gestalten. Über unser Community Development Programm haben sie die Möglichkeit, ihre Ideen in 3D-Modelle zu verwandeln und nach unserer Prüfung öffentlich über unsere Kanäle zugänglich zu machen. Das Angebot wurde von der Community positiv angenommen. Die Bereitschaft, eigene Halter kreieren zu können, die aber dennoch den Anforderungen und Richtlinien unserer Brand Identity entsprechen, war überwältigend. Durch diese Form des Co-Designs haben wir mittlerweile langfristig Kollaborationspartner*innen gefunden, die uns bei den Prozessen unterstützen und auch ihre eigenen Ideen einbringen.

Die zweite Möglichkeit der Co-Creation ist die Co-Produktion. Hier übernehmen die Konsumierenden am Ende der Wertschöpfungskette die finale Herstellung des Produkts. Einfache Beispiele sind ihr die Montage eines Möbelstücks, das Backen einer Tiefkühlpizza im Ofen oder das Ausdrucken eines 3D-Modells. Wenn du diese Beispiele betrachtest, kommt dir das Konzept der Co-Creation vielleicht nicht mehr so abwegig vor, weil man sie sich sehr gut vorstellen kann und sie einfach umzusetzen sind.

Know-how von Erfahrenen einer Community zunutze machen

Die Nutzung dieses Konzepts eignet sich besonders in einem Gebiet, auf dem du nicht unbedingt die höchste Expertise hast und dir die Hilfe anderer zunutze machen kannst. Wage dich also ohne Bedenken vor in unbekanntes Gewässer und erforsche es, wenn du denkst, dass es dein Unternehmen voranbringen könnte. Austesten ist gerade für Startups sehr wichtig für den Lern- und damit Wachstumsprozess.

So ist der 3D-Druck (die additive Fertigung) beispielsweise ein sehr komplexes Thema. Doch das sollte dich nicht daran hindern, Lösungen für diesen Bereich in deinem Geschäftsmodell anzubieten. Wir haben uns davon nicht abschrecken lassen und konnten mit ein wenig Hilfe den einfachen Nutzen aus dem komplexen Thema für uns herausziehen. So gibt es zu jedem Fachgebiet Communities, deren Knowhow du dir beispielsweise über Kooperationen zunutze machen kannst.

Betrachten wir unseren Fall bei WIESEMANN 1893. Zwar ist das Thema 3D-Druck aktuell in aller Munde und es handelt sich dabei um ein sehr zukunftsträchtiges Projekt, jedoch sind wir bei unseren Analysen auf einige Probleme gestoßen. Da 95 Prozent der deutschen Bevölkerung keinen eigenen 3D-Drucker Zuhause haben, haben wir auch für die potentielle Kundschaft ohne solch eine Art Drucker nach einer Lösung gesucht. Schließlich sollen die Produkte einer breiten Maße zur Verfügung stehen. So wurde der Community Development Service ins Leben gerufen, über den ein Mitglied der 3D-Druck Community die gewünschten Wandhalter ausdruckt und per Post verschickt. Dieser Service ist aber eben nur über eine Kooperation einer erfahrenen Community möglich.

Auch in deiner Branche gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit genug Expert*innen. Sie können dich bei Methoden unterstützen, die du gerne für deine Produktentwicklung einführen würdest, über die du bisher aber über noch nicht genügend Fachwissen verfügst, um sie eigenständig umsetzen zu können.

Marketing-Starterkit für Gründer*innen

Wichtige Do‘s und Don’ts: So gelingen die ersten Schritte beim Marketing.

Die Geschäftsidee ist durchdacht, Markt, Kunden sowie Wettbewerber analysiert und das Produkt- und Leistungsangebot klar definiert. Also, ready to start! Neben Angebot und Preisstruktur ist die Kommunikation mit den (zukünftigen) Kunden ein elementarer Baustein. Was dabei alles schiefgehen kann, das fassen die folgenden Do‘ und Don’ts zusammen.

KUNDEN

DO: Zuhören, testen und optimieren

Wer sind meine Kunden? Was bewegt sie? Oder anders gefragt, wer wäre traurig, wenn es mein Produkt oder meine Dienstleistung nicht mehr geben würde, sind essentielle Fragen, die jede Gründer*in beantworten oder zumindest eine starke Hypothese bilden sollte, bevor viel Geld für Marketing ausgegeben wird.

DON’T: Die Zielgruppe aus dem Blick verlieren

Von sich und seiner Geschäftsidee überzeugt zu sein, das ist gut. Aber man sollte es nicht übertreiben. Ein kleiner Selbsttest: Wenn die Kund*innen schuld sind, wenn sie das Produkt nicht verstehen und die Genialität der Idee nicht durchschauen, dann stimmt sehr wahrscheinlich etwas nicht mit meinem Produkt oder der Kommunikation.

Unternehmen in allen Größen passiert oft der Fehler, dass sie in eine Art Unternehmens-Cocooning verfallen. Sie optimieren z.B. ihre Produkte und Dienstleistungen immer weiter, die Kund*innen verlieren sie jedoch aus dem Blick. Das ist auch ein Grund dafür, dass der Markt für externe Berater boomt. Den Blick von außen können sich aber auch Gründer*innen leisten, wenn sie Family & Friends bitten, einmal auf die Website, den Flyer oder das Plakat zu schauen: Ist das alles verständlich? Sind die Vorteile klar kommuniziert? Fühle ich mich angesprochen? Bin ich überzeugt?

MARKETINGPLAN

DO: Planung garantiert nicht den Erfolg, ist aber wichtig

Sobald man ein Verständnis für seine Kunden hat, ist die Zeit für eine konkrete und realistische Marketing- und Kommunikationsplanung sinnvoll investiert. Der Marketingplan fasst die strategischen Ziele, die Zielgruppen und das Vorgehen zusammen. Die Planung hilft, wenn die Projekte immer mehr werden und die Zeit knapp ist, im Marketing nicht den Überblick zu verlieren. Weiterhin hilft die Planung eigene Annahmen auf Plausibilität zu überprüfen (Beispiel: Ist es realistisch X Neukunden zu Y Kosten zu akquirieren). Je konkreter desto besser: Der Marketingplan kann eine riesige Unterstützung sein, wenn er wie eine Checkliste angibt, wann welche Aktionen geplant sind, wer sie organisiert und wie viel Budget dafür eingeplant werden soll.

Apropos Budget: Marketing muss nicht teuer sein. Meist reicht eine gute Idee für den Start aus. Aber die Zeit für die Ideenfindung müssen sich Gründer*innen nehmen.

DON’T: Marketing ... damit man es halt macht

Für viele Gründer*innen ist nicht nur der Businessplan, sondern auch im Besonderen der Marketingplan, eine lästige Pflichtübung. Auch ohne Plan kann es laufen. Aber das Risiko ist groß, dass das Marketing ein Puzzle ohne roten Faden im Design und in den Botschaften bleibt, und die Maßnahmen nicht dann umgesetzt werden, wenn es zeitlich sinnvoll ist, sondern wenn es die Zeit zulässt.

Vor allem in der Startphase vernachlässigen Selbständige oft ihre Kommunikation mit potenziellen Kund*innen. Häufig tüfteln sie am Produkt oder optimieren die Dienstleistung und vergessen dabei, ihre Zielgruppen über das neue Unternehmen und seine Services zu informieren. Klar, Kundenservice steht an erster Stelle auf der Agenda, aber Neukundenakquise sollte direkt folgen. Außerdem: Glückliche Kund*innen sind die besten Testimonials. Vielleicht ist das auch ein Ansatz für das eigene Marketing.

STORYTELLING

DO: Die Unternehmensgeschichte erzählen

Von Gründer*innen und Selbständigen wird erwartet, dass sie überzeugt sind, von dem, was sie tun. Das „Warum“, also die Beweggründe und die Motivation zur Gründung des Unternehmens, ist eine optimale Grundlage für eine gute Story. Und eine gute Unternehmensgeschichte hilft, die Kund*innen emotional zu erreichen und zu binden. Es muss nicht die Geschichte vom Computerentwickler aus der Garage zum globalen Technologieunternehmen sein. Es geht um die eigenen Ideen, Werte und Visionen.

Häufig müssen Selbständige einfach einmal aus dem Hamsterrad aussteigen. Dann können sie sich ihr „Warum“ bewusst machen: Warum gibt es das Unternehmen? Was wollen wir im Leben der Menschen verändern? Welche Überzeugung treibt uns an? Was würde fehlen, wenn es das Unternehmen nicht gäbe? Dagegen ist die Frage des „Wie“, wie die Vision also realisiert werden soll, für die meisten Gründer*innen sehr viel einfacher zu beantworten. Hier können sie die Ideen und Vorteile ihrer Produkte und Services verdeutlichen.

Die Übung ist es wert: Denn das Ergebnis ist eine Unternehmensstory und auf deren Basis eine glaubwürdige, mitreißende, identifikationsstiftende Kundenkommunikation.

DON’T: Rein transaktionaler Fokus

Dagegen führen Aktionismus und einzelne, nur lose oder gar nicht miteinander verbundene Marketingaktionen meist (wenn überhaupt) nur zu einem One-Hit-Wonder im Verkauf, aber nicht zum nachhaltigen Erfolg. Eine langfristige Positionierung mit Story und aufeinander aufbauenden Maßnahmen verfolgt einen anderen Plan: Es geht um Beziehungen und Kundenbindung. Selbstverständlich können kurzfristige, vor allem auf Abverkauf zielende Marketingmaßnahmen durchaus Sinn machen, wie z.B. Aktionstage, sie sollten aber im Marketing-Mix eingebunden sein.

DESIGN

DO: Alles aus einem Guss

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – der Satz passt wie die Faust aufs Auge bei einem guten Logo. Das Logo gibt dem Unternehmen ein Gesicht und fasst die Unternehmensidentität in aller Prägnanz, in Farben und grafischen Elementen zusammen. Optimalerweise ist das Logo Bestandteil bzw. das erste Produkt des Corporate Designs (CD). Das CD bzw. der Styleguide ist der optische Leitfaden für ein Unternehmen und gibt unter anderem Auskunft darüber, welche Farben innerhalb der Kommunikation genutzt werden, welche Schriften, Schriftgrößen und Schriftfarben verwendet werden.

Schlägt sich das Corporate Design auf allen gedruckten und digitalen Informationen nieder, dann hat es einen starken Einfluss darauf, wie ein Produkt oder ein Unternehmen wahrgenommen wird. Es kann Wiedererkennung und Bekanntheit erhöhen und letztlich die Marke stärken.

DON’T: Lieblos und unauthentisch

Auf dem Verkaufstresen stehen und liegen unterschiedliche Marketingmaterialien wie Flyer, Bonuskarten und Gutscheine. Variiert auf den Materialien der Farbton des Logos oder der Schriftzug des Claims erkennen wir sofort den Fehler. Die Auftritte sind nicht stimmig und wirken bei den Kund*innen im schlimmsten Fall unprofessionell.

Es ist wie bei vielen Dingen: Erst der Fehler zeigt die Notwendigkeit für eine Struktur, für Abstimmungsprozesse im Team oder eben für ein Styleguide auf.

VISUELLE KOMMUNIKATION

DO: Illustrationen nutzen

Bilder, Grafiken und Design können Informationen begleiten, sie vereinfachen und verständlicher machen. Zugleich wirken sie viel emotionaler als Text. Ein wesentliches Argument für Illustrationen ist aber das Tempo. Visuelle Informationen können Menschen sehr viel schneller verarbeiten als Text – 60.000 Mal schneller. Und Geschwindigkeit ist in Zeiten der mobilen Kommunikation ein großes Plus.

Viele gute Vorbilder finden Gründer*innen im Netz: Seien es gut arrangierte Bilder auf Instagram, Fotos, die neugierig auf die Geschichte machen und Infografiken oder animierte Erklärvideos, die einen komplizierten Sachverhalt auf den Punkt bringen. Animierte Gifs, die Minifilmchen, sollte man nicht unterschätzen. Sie sind leicht erstellt und gehen gern viral.

Es ist also die Kreativität des Teams gefragt. Ohne professionelle Unterstützung klappt es aber meistens nicht. Dafür muss nicht die große und teure Grafikagentur gebucht werden, eine Online-Beratung durch Grafik-Expert*innen, wie beim Designservice 99designs von Vistaprint, gibt wertvolle Tipps und hilft bei der Umsetzung.

DON‘T: Hauptsache Bildchen

Visuelle Kommunikation nicht um jeden Preis! Jede Marketingmaßnahme muss zum Unternehmen passen, und sie sollte gut umgesetzt werden. Das fängt bei den Motiven an, sie sollten authentisch sein und zum Kommunikationsanlass passen. Der Begriff „Text-Bild-Schere“ drückt einen der größten Fehler bei der Bildauswahl aus: Das Bild passt schlichtweg nicht zum Text. Zudem muss die Qualität stimmen: Pixelige Fotos fallen auf. Wir sind durch die neuesten Smartphone-Kameras Qualität gewohnt. Und zu guter Letzt ist es die Idee hinter den „Bildchen“, die zählt und überzeugt.

MARKETINGMATERIAL

DO: Professionelles Auftreten

Obwohl wir im digitalen Zeitalter leben und der persönliche Kontakt durch Corona stark eingeschränkt war, wird der persönliche Kontakt mit Kund*innen und Geschäftspartner*innen auch in Zukunft wichtig bleiben. Für Unternehmer*innen ist in jeder Begegnung entscheidend, einen professionellen Eindruck zu vermitteln und die eigene Firmenmarke optimal beim Gegenüber zu positionieren. Hierbei spielen Marketingmaterialien (z.B. Visitenkarte) mit gutem Design und hoher Qualität eine wichtige Rolle.

DON‘T: Der bunte Blumenstrauß

Viel hilft nicht automatisch viel – Marketingmaterialien wollen gezielt eingesetzt werden: Liegen Informationen in vielen verschiedenen Formen und Farben auf dem Verkaufstresen oder auf dem Messestand, sind Kund*innen schnell überfordert. Bei der Umsetzung sollten Gründer*innen vielmehr die Zielgruppe im Visier behalten und auf eine hochwertige Umsetzung achten.

Der Autor Jörg Sutara ist General Manager Vistaprint Deutschland, Österreich und Schweiz. Zuvor hat er Erfahrung im eigenen Tech Startup, bei Amazon und FlixBus gesammelt. Der internationale Marketing- und Druckexperte Vistaprint ist Teil der 2014 gegründeten Cimpress Gruppe.

PR-Arbeit für Start-ups: Darauf kommt es an

Tue Gutes und rede darüber! PR macht Ihr Start-up zum Thema, über das die Medien berichten. Hier ein kleiner Leitfaden vom PR-Profi Peter Suwandschieff, Geschäftsführer der Wiener textwerk GmbH.

Vor allem für Start-ups und junge Unternehmen ist es von eminenter Bedeutung, den Markt von der eigenen Existenz in Kenntnis zu setzen. Da gerade zu Beginn des Unternehmertums meist die finanziellen Mittel für einen umfassenden und nachhaltigen Werbedruck fehlen, spielt Öffentlichkeitsarbeit oder Public Relations (PR) eine zentrale Rolle. Denn was nützt die genialste (Geschäfts)Idee, wenn die Zielpersonen sie nicht kennen. Daher sollten sich gerade Start-ups für das Kommunikationsinstrument PR entscheiden – nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber!

Das sorgt aber nicht nur für die nötige Bekanntheit, Medienberichte schaffen auch Vertrauen. Im Gegensatz zu Satire Medien oder Social Networks wie Twitter, Facebook, Google+ und Co wollen klassische Medien vor allem eines: sachlich informieren! Sie publizieren deshalb nur Inhalte, die zuvor nach den strengen journalistischen Kriterien geprüft wurden. Daher fungieren sie als Gratmesser für das, was sich tatsächlich auf unserem Planeten abspielt und was das für uns selbst bedeutet. Mit anderen Worten: Was Journalisten veröffentlichen, wird von uns als seriös und wahrhaftig anerkannt – als Nachricht mit einem Wert für uns. Dies gilt natürlich auch für Berichte über Sie oder Ihr Unternehmen.

PR ist die günstigste Form von Werbung

Haben Sie einmal die für Ihr Start-up relevanten Journalisten vom News-Wert Ihrer Botschaft überzeugt und es erscheint ein Bericht über Ihr Unternehmen – im Idealfall sogar mehrere in einigen Medien –, dann ist das aus mehreren Gründen wertvoll: Die Leser der Zeitung oder des Magazins (online und offline) bzw. die Rezipienten der TV- oder Radioanstalt wissen nicht nur, dass die Nachricht journalistisch geprüft und somit auch ernst zu nehmen ist. Aller Personen, die an der Thematik interessiert sind, werden den Bericht darüber hinaus ganz genau lesen oder mitverfolgen, um möglichst viele Informationen darüber zu erhalten.

Wir alle wissen aber, dass auch Medien Unternehmen sind, die den Gesetzen des wirtschaftlichen Gebarens gehorchen müssen. D.h., sie brauchen Einnahmequellen. Der Kaufpreis am Kiosk allein reicht schon lange nicht mehr aus, um etwa Personal- und Druckkosten oder sonstige Aufwendungen zu decken. Daher werden „Flächen“ für kommerzielle Werbung zur Verfügung gestellt. Und diese Werbeflächen sind teuer. Wenn Sie den redaktionellen Platz in jenen Medien, die über Sie berichtet haben, mit den Kosten vergleichen, die für eine Werbeeinschaltung angefallen wären (dazu können Sie die Mediadaten der jeweiligen Medien heranziehen), werden Sie Ihr blaues Wunder erleben! Deshalb bezeichne ich gute PR gern auch als die günstigste Form von Werbung. Und: Wie bereits erwähnt, wird ein redaktioneller Bericht ganz anders wahrgenommen als etwa ein Anzeigensujet oder eine Business-Promotion.

Medienpräsenz wirkt nachhaltig

Öffentlichkeitsarbeit beeinflusst aber auch das Image einer Marke oder eines Unternehmens enorm. Gerade durch regelmäßige PR lässt sich der Markenkern bzw. der Spirit Ihres Unternehmens auf eine sehr persönliche Weise und effektiv transportieren, ohne dabei den potenziellen Kunden oder Auftraggebern etwas verkaufen zu wollen. Das hilft Ihnen zudem dabei, Ihr junges Unternehmen bzw. Ihre Marke am Markt zu positionieren.

Auch wenn PR mit Sicherheit nicht als direktes Verkaufsinstrument zu bezeichnen ist, werden Ihre Zielpersonen genau dann, wenn Sie vor der Wahl zwischen Ihrem Produkt/Ihrer Dienstleistung und dem Produkt/der Dienstleistung eines anderen, unbekannten Anbieters stehen, sich mit großer Wahrscheinlichkeit für Ihr Angebot entscheiden, weil sie es bereits aus den Medien kennen. Und ein interessanter Medienbericht bleibt den Rezipienten für sehr lange Zeit im Gedächtnis. Was natürlich nicht bedeutet, dass Sie alle paar Jahre einmal eine Presseaussendung versenden und das war´s dann. Mitnichten: So richtig wirkungsvoll ist PR dann, wenn Ihre Botschaften immer wieder in den Medien auftauchen.

Gute PR liefert die richtigen Inhalte

Journalisten brauchen interessante Geschichten für ihre Leser – also die Zielpersonen für Ihre Produkte oder Dienstleistungen. Die Kunst der Pressearbeit besteht darin, sich von den zahlreichen Mitteilungen abzuheben, die tagtäglich über unterschiedliche Kanäle an Journalisten herangetragen werden. Alles muss darauf ausgerichtet sein, dass der Nachrichtenwert Ihrer Aussendung auf den ersten Blick erkennbar ist. Das beginnt bereits bei der Auswahl des richtigen Betreffs der E-Mail, die Ihren Pressetext befördert.

Versuchen Sie, sich selbst in die Lage eines Journalisten zu versetzen, der an jedem einzelnen Tag je nach Medium und Ressort bis zu 300 E-Mails erhält – die allermeisten davon sind Presseaussendungen von anderen Unternehmen, die genau dasselbe wollen, wie Sie: Medienpräsenz. Um dieser E-Mail-Flut Herr werden zu können, wird rigoros selektiert. Alle Nachrichten, die es vor diesem Hintergrund nicht binnen Sekunden schaffen, die Aufmerksamkeit der Journalisten zu erregen, werden gelöscht.

Die gute Nachricht: PR funktioniert! Dazu sind allerdings einige Aspekte bei der Erstellung Ihrer Pressemitteilung zu beachten.

Ein guter Pressetext hat einen tauglichen Aufhänger

Der Aufhänger eines Start-ups ist zu allererst natürlich die Gründung des Unternehmens – mit allen dazugehörenden Fakten und Details. Danach können etwa der Launch neuer Tools und Dienstleistungen, die Expansion, Partnerschaften mit anderen Unternehmen, Jubiläen, Personalien uvm. kommuniziert werden. Sie können natürlich auch selbst proaktiv Themen setzen, wenn dies zu ihrem Unternehmen bzw. zu Ihren Produkten oder Dienstleistungen passt. Z.B. könnte ein Mentaltrainer den nahenden Jahreswechsel insofern PR-technisch nutzen, als er beispielsweise Tipps gibt, wie all die guten Vorsätze für das kommende Jahr auch tatsächlich umgesetzt und nicht nach einer Woche wieder vergessen werden. Oder wie man zu Frühlingsbeginn dem Winterspeck effektiv und ohne Jo-Jo-Effekt den Garaus macht und so auch die Chancen beim jeweils anderen Geschlecht deutlich steigert.

Auf jeden Fall muss Ihr Pressetext aktuell und relevant sein und einen Nachrichtenwert aufweisen! Auf keinen Fall jedoch dürfen Werbebotschaften darin enthalten sein!

Erstellung und Pflege des Verteilers

Mindestens genauso wichtig wie der Inhalt Ihrer Pressemitteilung ist der Verteiler – die Liste jener Journalisten also, die Sie mit den News aus Ihrem Hause beliefern wollen. Hier kommt vor allem der Aspekt der Relevanz zum Tragen. Wie bereits beschrieben, werden Pressemeldungen, die aus Sicht des Journalisten nicht relevant sind, gleich gelöscht und Ihre Arbeit war um sonst. Im Extremfall – nämlich dann, wenn Sie Journalisten immer wieder mit irrelevanten Botschaften „zuspammen“ –, landen Sie mit Ihrem Unternehmen auf einer imaginären Blacklist, und Ihre E-Mails werden ab diesem Zeitpunkt ignoriert.

Aus diesem Grund sollte bei der Erstellung des Medienverteilers größte Sorgfalt an den Tag gelegt werden. Im Zweifelsfall beim jeweiligen Medium anrufen und den für das passende Ressort zuständigen Journalisten erfragen. Da auch Journalisten nur Menschen sind, ergeben sich naturgemäß auch in der Medienlandschaft personelle Veränderungen, Karenz- oder Auszeiten, die es notwendig machen, den Verteiler auf den neuesten Stand zu bringen – das ist zumindest vor jeder geplanten Aussendung durchzuführen.

Aufbau einer Beziehung zu den Journalisten

Es ist vermutlich nur sehr schwer möglich, sämtliche Journalisten, die für Ihre Unternehmenskommunikation von Bedeutung sind, persönlich kennenzulernen. Aber jede Ihrer Presseaussendungen bietet immer auch die Möglichkeit, zumindest ein kurzes Telefonat über das aktuelle PR-Thema mit den Medienvertretern zu führen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass Sie sich vorstellen und in Erinnerung rufen können, im Zuge dieses Telefonats können Sie außerdem den News-Wert Ihrer aktuellen Aussendung noch einmal verbal und eventuell etwas angepasst vortragen und versuchen, Interesse dafür zu generieren.

Doch dabei ist sehr viel Fingerspitzengefühl notwendig. Druck und Ungeduld sind vollkommen fehl am Platz, schließlich hat niemand von uns ein wie auch immer geartetes Recht auf Berichterstattung. Es obliegt ausschließlich der Redaktion, was publiziert wird und was eben nicht.

Eine weitere Möglichkeit der Pflege von Journalistenbeziehungen sind Events, zu denen Sie die Journalisten einladen. Das können Ausflüge oder kleine Reisen sein, Verkostungen, Führungen, ... Ihrer Kreativität sind dabei fast keine Grenzen gesetzt.

Regelmäßig kommunizieren

Sobald Sie kein völlig unbeschriebenes Blatt mehr für die Journalisten sind, haben Sie es bei Ihren künftigen Aussendungen schon um ein Vielfaches leichter. Wichtig daher: dranbleiben! Versorgen Sie Ihre Key-Journalisten regelmäßig mit News aus Ihrem Hause. Doch Vorsicht! Machen Sie auf gar keinen Fall ein Dogma daraus! Denn nur, um eine vordefinierte Frequenz einzuhalten, eine Pressemeldung ohne jegliche Relevanz zu verschicken wird in der Regel keinen Erfolg zeitigen.

Ganz im Gegenteil. Es ist sogar kontraproduktiv und all Ihre Anstrengungen, die Sie unternommen haben, um sich den Journalisten gegenüber als relevante Informationsquelle zu positionieren, können dann schnell vergeblich gewesen sein. Und: Es kostet ein Vielfaches an Kraft, das verspeilte Vertrauen erneut aufzubauen. Ergo: Nur, wenn Sie tatsächlich etwas mitzuteilen haben, sollten Sie die Journalisten mit einer Pressemeldung dazu beliefern.

Der Autor Peter Suwandschieff ist Geschäftsführer der textwerk GmbH, PR-Profi für KMU und Start-ups, www.textwerk.at