Inbound-Marketing: die 5 größten No-Gos

Autor: Maxine Stiebler
44 likes

Das Inbound-Marketing kann eine effektive und effiziente Methode für Start-ups sein, um jenseits von Kaltakquise und Direktwerbung auf sich aufmerksam zu machen. Die Voraussetzung dafür ist, die größten No-Gos rund um eine Inbound-Marketing-Kampagne zu kennen und von Beginn an tunlichst zu vermeiden.

Foto: rawpixel, unsplash.com

Was ist und was kann Inbound-Marketing?

Das Inbound-Marketing ist eine innovative und effiziente Methode, um potenzielle Kunden auf die Unternehmensleistung aufmerksam zu machen. Im Vergleich zum Outbound-Marketing wird die Zielgruppe nicht durch Direktwerbung oder Kaltakquise gestört. In der Inbound-Methodik setzen Marketer dagegen auf die Erstellung und Verbreitung von hochwertigen sowie relevanten Inhalten, die auf die Zielgruppe zugeschnitten sind. Das Inbound-Marketing ist allerdings nicht nur auf die Content-Produktion beschränkt, sondern umfasst auch die Optimierung von Newsletter-Kampagnen oder SEO-Ergebnissen.

Eine erfolgreiche Umsetzung der Methode kann somit einen Mehrwert in den zahlreichen Schritten der Customer-Journey garantieren. In diesem Sinne sollte besonders die Effektivität und Effizienz der Methodik beachtet werden. Laut der Invesp Consulting Inc. kann das Inbound-Marketing im Vergleich zum Outbound-Marketing die 10-fache Anzahl an Leads generieren, wobei jeder erbrachte Inbound-Lead 61% günstiger ist als ein Outbound-Lead.

Die Inbound-Methodik ist somit effektiver und kostengünstiger als eine Investition in klassische Marketingmethoden. Für Start-ups eignet sich das Inbound-Marketing besonders gut, da diese in der Regel ein begrenztes Marketingbudget zur Verfügung haben und damit ein Maximum an Effektivität erreichen müssen. Zudem können Start-ups von ihren flachen Hierarchien und flexiblen Strukturen profitieren. Im Vergleich zu etablierten Unternehmen können Start-ups dadurch neuartige Methoden weitaus schneller umsetzen.


Welche Fehler sollten beim Inbound-Marketing vermieden werden?


1. Inbound-Marketing-Fehler: Kein Fokus

Die einzelnen Schritte im Inbound-Marketing können überwältigend sein. Aus diesem Grund sollten Sie sich nicht blind ins Unglück stürzen, sondern fokussiert vorgehen. Die Inbound-Methodik besteht aus einzelnen Teilbereichen, welche die übergeordneten Unternehmensziele erfüllen müssen. Demnach ist es besonders am Anfang wichtig, Prioritäten zu setzen und nicht alle Bereiche gleichzeitig aufzubauen. Sie sollten sich davon distanzieren, zeitgleich eine Reihe an Videos, Webinaren oder Podcasts zu produzieren.

Finden Sie dagegen zunächst heraus, welches Medium und welche Art von Inhalten sich am besten für Ihre Zielgruppe eignet. Fokussieren Sie sich anschließend auf die ausgewählten Inhalte bis Sie wertvolle Ergebnisse erzielt haben. Der Fokus auf die relevanten Taktiken spart Ihrem Start-up somit langfristig wertvolle Ressourcen ein.


2. Inbound-Marketing-Fehler: Keine festgelegten und klaren Ziele

Die Basis jeder Inbound-Marketing-Kampagne ist eine dokumentierte Strategie, in der die relevanten Ziele und Key Performance Indicators (KPIs) festgehalten werden. Dem Softwareanbieter Hubspot zufolge sollten diese Ziele vor allem spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und fristgerecht sein. Sobald Sie diese Ziele festgelegt haben, erhalten Sie einen klaren Überblick über den Fortschritt Ihrer Maßnahmen.

Ohne definierte Ziele können Sie den Erfolg oder Misserfolg der Inbound-Marketing-Methode nur schwer messen. Folglich können Sie keine wertvollen Rückschlüsse über die Ausführung Ihrer Kampagne ziehen.


3. Inbound-Marketing-Fehler: Keine kundenspezifischen Inhalte

Der potenzielle Kunde steht im Zentrum des Inbound-Marketings. Sämtliche Maßnahmen müssen daher an eine Buyer-Persona angepasst werden. Die Buyer-Persona sollte im besten Fall demografische, psychografische und emotionale Elemente eines Kunden beinhalten.

Durch eine Persona erhalten Sie somit relevante Aufschlüsse über die Lebensumstände und Herausforderungen der potenziellen Kunden. Auf dieser Grundlage können Sie hilfreiche Inhalte erstellen, die Ihrem Kunden einen echten Mehrwert bieten. Wer auf eine Persona verzichtet, tendiert dazu, generische Inhalte zu produzieren.


4. Inbound-Marketing-Fehler: Content-Produktion ohne Qualitätsstandards

Das Inbound-Marketing besteht zu einem Großteil aus erstellten Inhalten wie etwa Videos, Blogartikeln, Podcasts oder auch E-Books. Eine Produktion derartiger Inhalte ohne bestimmte Qualitätsstandards ist nicht ausreichend. Alle veröffentlichten Inhalte müssen qualitativ hochwertig und auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sein. Insgesamt ergeben sich folgende Fehlerquellen bei der Content-Produktion:

  • Der erstellte Content ist nicht einheitlich und passt nicht zur Corporate Identity (CI)
  • Die Qualität ist nicht hochwertig genug
  • Die gewählten Themen unterscheiden sich nicht von der Konkurrenz oder wurden überwiegend übernommen


5. Inbound-Marketing-Fehler: Verzicht auf einen Blog

Im Bereich des Inbound-Marketings sind zahlreiche Bestandteile variable. So benötigt nicht jedes Start-up einen eigenen Podcast oder einen Auftritt in allen Social-Media-Kanälen. Ein eigener Blog ist dagegen fast unverzichtbar. Start-ups, die in einen eigenen Blog investieren, können von zahlreichen Vorteilen profitieren. Ein Blog kann nicht nur das Suchmaschinenranking verbessern, sondern auch den Dialog zum Kunden eröffnen.

Darüber hinaus können sich Start-ups durch regelmäßige Blogartikel als Experte in ihrer Nische behaupten und damit das Vertrauen der Zielgruppe gewinnen. Im direkten Vergleich zu aufwendigen Videos oder inhaltsreichen E-Books sind Blogbeiträge zudem relativ schnell umsetzbar. Es empfiehlt sich daher, das Inbound-Marketing durch regelmäßige Blogartikel zu unterstützen.


Fazit

Das Inbound-Marketing kann eine effektive und effiziente Methode für jedes Start-up sein. Um die vollständige Wirkung zu entfalten, sind allerdings zahlreiche Voraussetzungen und Fehlerquellen zu beachten. In unserem digitalen Zeitalter kann Ihnen die korrekte Umsetzung der Inbound-Marketing-Methode dagegen einen echten Wettbewerbsvorteil ermöglichen.


Die Autorin Maxine Stiebler hat in diesem Jahr Contentartup gegründet und sich seither darauf spezialisiert, Start-ups aus der Tech-Branche mit kundenspezifischen Web-Inhalten zu unterstützen.


Sie möchten selbst ein Unternehmen gründen oder sich nebenberuflich selbständig machen? Nutzen Sie jetzt Gründerberater.deDort erhalten Sie kostenlos u.a.:

  • Rechtsformen-Analyser zur Überprüfung Ihrer Entscheidung
  • Step-by-Step Anleitung für Ihre Gründung
  • Fördermittel-Sofort-Check passend zu Ihrem Vorhaben

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: