Branding Fehler vermeiden


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Gut zu wissen und zu vermeiden: 3 Branding-Fehler, die Investoren garantiert abschrecken.

Seit 2016 verdoppelten sich die staatlichen Zuschüsse für Wagniskapital-Investitionen. Die Rahmenbedingungen der deutschen Gründerszene sind damit aktuell besonders günstig. Doch ob sich ein Start-up die Unterstützung eines Investors sichern kann, steht und fällt mit dem Pitch vor dessen Stakeholdern. Hier zählt neben der Produktidee und dem Wachstumspotenzial vor allem das Branding des Unternehmens. Erfolgreiche Start-up’ler und Branding-Profis klären auf:

Diese Fehler sollten Sie auf jeden Fall vermeiden, um die Investoren nicht abzuschrecken.

Fehler 1: Kein Bewusstsein für die eigene Marke

Insbesondere zu Beginn einer Unternehmensgründung stehen harte Business-Faktoren wie Produktion und Accounting im Mittelpunkt. Dabei übersähen viele Gründer, dass sie von Anfang an eine Marke kreieren, so Arne Schepker, CMO der Online-Sprach-Plattform Babbel. Diese präge das externe Bild des Unternehmens – ob die Marke nun aktiv geformt werde oder nicht.

In der frühen Gründungsphase greifen Gründer häufig auf generische oder veraltete Designs zurück. So auch das australische Start-up Expressive AI. Nachdem sie sich jahrelang erfolglos um eine Finanzierung bemüht hatten, entschieden sich die Co-Founder Jared Peters und Angela Field für ein neues Branding. Ihre heutige Stellung im Portfolio des Boost VC Accelerator hätten sie dieser Entscheidung zu verdanken, die einer Kombination aus Glück, Zeitdruck und einem guten Verständnis ihrer Marke zuzuschreiben sei.

Fehler 2: Schlechtes Branding, das Schludrigkeit zu erkennen gibt

First-time Entrepreneuren fehlt zumeist die Expertise, um die Entwicklung ihres Brandings kompetent begleiten zu können. Zudem beschäftigen die wenigsten Start-ups in ihrer Anfangsphase einen profilierten Grafikdesigner. Ein negativ auffallendes Branding wirft bei erfahrenen VCs jedoch die Frage auf, ob dem Entrepreneur möglicherweise auch andere wichtige Grundlagen fehlen: „Schlechtes Branding kann einen gewissen Grad an Schludrigkeit zu erkennen geben“, so Cyril Ebersweiler, Gründer und Managing Director des HAX Accelerator. Wenn ein Start-up auf der Suche nach Investitionen sei, erläutert Ebersweiler, dürfe sich das Gegenüber auf keinen Fall fragen, ob die Gründer daran gedacht hätten, alle wichtigen Grundlagen abzudecken.

Fehler 3: Unterschiedliche Markenbotschaften auf allen Kanälen

Wenn Kunden mit einer Marke interagieren, erwarten sie auf allen Kanälen das gleiche Nutzererlebnis. Wer seine Marke auf der eigenen Website und Social Media dennoch mit unterschiedlichen Farben, Schriftarten und Sprachstilen präsentiert, stellt seine Seriosität in Frage: „Es ist ungeheuer wichtig, überall die gleiche Botschaft zu vermitteln“, erklärt Evan Luthra, mehrfacher Unternehmer und CEO der EL Group International. Ein uneinheitliches Branding sei ein wahrer Deal-Killer, so Luthra weiter. In diesem Fall helfe das Festlegen von Marken-Guidelines, so die Einschätzung von Simon Chuter, Sales und Marketing Innovation Advisor beim Sussex Innovation Inkubator: „Man kann die schönste Marke entwickeln, doch passen die Richtlinien [...] nur für einen Anwendungsfall, [...] schleicht sich Uneinheitlichkeit ein.“

Fazit: starkes Branding sorgt für den Mehrwert

Die Gründung eines eigenen Unternehmens erfordert viel Arbeit, häufig über Monate oder Jahre hinweg. Hierbei stehen harte Business-Fakten im Mittelpunkt, abstrakte Begriffe wie „Branding“ und „Unternehmensidentität“ sind für viele Gründer zunächst zweitrangig. Dabei vergessen sie jedoch, welchen Mehrwert eine starke Markenidentität ihrem Unternehmen bieten kann. Auch Eva Missling, General Manager Europe von 99designs, kennt den Wert eines starken Brandings. Für sie steht fest: „Eine starke Marke kann Investoren das Vertrauen vermitteln, dass ein Team die Fähigkeit hat, ein Produkt zu kreieren, das Kunden anspricht.“


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