Link-Marketing

Autor: Patricia Unfried
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Step by Step: Wie du deine Backlink-Kampagne startest und nachhaltiges Linkbuilding betreibst.

Wie so vieles hat sich auch das Link-Marketing im Laufe der Jahre stark verändert. Während es früher an der Tagesordnung war, einen Post in einem Forum zu hinterlassen und mit mehr oder weniger Aufwand einen Link darin zu platzieren, steht heute der User im Fokus. Es geht darum, dass du dem Nutzer neue Möglichkeiten aufzeigst, ihm einen passenden Ratgeber oder ein E-Book zur Verfügung zu stellen und nicht in herzlosen Linklisten aufzutauchen.

Verstehe das nicht falsch!

Eine Verlinkung in einer entsprechenden Partnerrubrik kann ebenfalls den gewünschten Erfolg bringen. Dein Hauptaugenmerkt sollte jedoch stets auf dem Mehrwert für deinen Leser oder Verbraucher liegen. Schließlich verfolgst du stets zwei Ziele: Einerseits userrelevanten Content zu verbreiten, was die Bekanntheit deiner Marke steigert und andererseits Reichweite zu generieren sowie die Keyword-Rankings und Sichtbarkeit bei Google zu verbessern.

Was macht modernes Link-Marketing aus?

Bedenkt man die voranschreitende Digitalisierung und die stetig ausgedehnte Mediennutzung bei einer damit verbundenen geringeren Aufmerksamkeitsspanne, ist es zentral, mit dem eigenen Content zu überzeugen und die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wie bereits erwähnt, funktioniert das nicht, indem du Forenlinks (Links in einem Post in einem Online-Forum), Blogkommentare (Kommentare unter einem Beitrag in einem Blog, der von anderen betrieben wird) oder Links in Listen aufbaust. Hat man sich früher auf die reine Masse konzentriert und demnach auf solche Methoden zurückgegriffen, ist das heute oft gar nicht mehr möglich.

Viele Foren löschen zusammenhanglose Links zu kommerziellen Angeboten und Blogger möchten ihren Blog in den meisten Fällen nicht nur sauber halten, sondern selbst bestimmen, was wann und wie verlinkt wird. Websites mit dem bloßen Zweck, Links zu sammeln sind für ein besseres Google-Ranking nicht relevant und schaden im schlimmsten Fall sogar.

Doch wie kannst du deine Website denn nun bekannter machen? Du solltest zwischen zwei zentralen Möglichkeiten unterscheiden: Klassisches Linkmarketing über Gastbeiträge, Interviews, Sponsored Posts oder Advertorials; Linkmarketing anhand eines E-Books, einer Infografik oder sonstigem kostenlosen userrelevanten Content.

In beiden Fällen musst du auf jeden Fall viel Zeit und gegebenenfalls auch Geld investieren. Beim klassischen Linkmarketing benötigst du ein gewisses Mediabudget, um die Erstellung der redaktionellen Artikel und deren Platzierungen zu zahlen. Wenn du ein E-Book oder eine Infografik erstellen willst, benötigst du meist sogar höhere Beträge. Zum einen musst du Daten erheben und eventuell eine Studie in Auftrag geben. Die gesammelten Informationen werden im Anschluss daran ausgewertet und sowohl grafisch als auch redaktionell aufbereitet. Hinzu kommen die Kosten für Grafiken und das Layout durch eine entsprechende Agentur. Und du wirst feststellen: Die Arbeit macht sich wie immer nicht von allein.

Sobald du also geklärt hast, welche Vorgehensweise für dich die richtige ist, geht es darum, passende Themen zu finden. Stellen wir uns einfach gemeinsam vor, du würdest dich für eine Infografik oder ein E-Book entscheiden. Dann solltest du dir mittels einer Checkliste folgende Fragen stellen:

  • Welches Budget habe ich zur Verfügung?
  • Wer ist meine Zielgruppe und was macht diese aus?
  • Welches Thema interessiert die Zielgruppe?
  • Gab es das Thema in der Form schon einmal?
  • Lässt sich das Thema interessant aufbereiten?
  • Hat die Thematik einen Aktualitätsbezug (sind ggf. saisonale Aspekte und Trends zu beachten!)?
  • Kann ich mit dem Thema ein vollwertiges E-Book beziehungsweise eine aussagekräftige Infografik erstellen oder ist es zu „dünn“ und gibt wenig her?
  • Gibt es einen oder mehrere Experten für eine potenzielle Zusammenarbeit?

Kannst du diese Fragen zufriedenstellend beantworten, geht es an die Erstellung des Contents. Dieser Prozess ist essentiell, um heute erfolgreiches Linkmarketing betreiben zu können. Ein solch informativer und hochwertig aufbereiteter Content sollte sich ohne viel PR-Arbeit verbreiten und deine Besucherzahlen deutlich vorantreiben. Liegt nun das fertige Produkt vor, geht es mit den Backlinks los. Folgende Punkte sind dabei von hoher Relevanz: Wie findest du geeignete Websites und Partner, die nicht nur zu deinem E-Book beziehungsweise der Infografik und zu deiner Zielgruppe passen, sondern den Content auch verlinken oder erwähnen?

Schritt 1: Passende Kooperationspartner und Websites finden

Im besten Fall ist dein Content Social-Media-tauglich und kann von vielen Interessierten direkt über Facebook, Instagram, Pinterest, Twitter oder andere Plattformen mit allen Followern geteilt werden. Um das zu erreichen, suchst du dir passende Influencer aus und nimmst mit ihnen Kontakt auf. Hierbei stellst du dein E-Book vor – wenn es zum Influencer und seiner Zielgruppe passt, ist der erste Stein gelegt. Bitte ihn auf jeden Fall, dir Bescheid zu geben, wenn er einen Link zu deinem E-Book gesetzt hat. Das hilft dir am Ende dabei, eine Bilanz zu ziehen und herauszufinden, wie erfolgreich die Kampagne war.

Anders läuft es ab, wenn du deinen Inhalt gezielt bestimmten Websites vorstellen willst und dir dadurch eine Verlinkung versprichst. Hierbei gilt es, bestimmte Regeln und Kriterien zu beachten, die dir dabei helfen, die passenden Seiten zu finden. Als erstes empfiehlt es sich, das ausgewählte und behandelte Thema bei der Google-Suche einzugeben und sich die ersten zwanzig Ergebnisse anzuschauen.

Möglichweise finden sich hier bereits passende Websites, die du näher unter die Lupe solltest. Du fragst dich jetzt vielleicht, welche Kriterien für dich relevant sind. Das ist schnell anhand der nun folgenden Qualitätsrichtlinien erklärt.

Kriterium 1: Layout: Wenn eine Seite ansprechend gestaltet ist, ist schon mal die erste Hürde genommen.

Kriterium 2: Thema. Ein weiterer Blick auf das Thema und den groben Aufbau einer Website ist ebenso wichtig. Hat eine Seite zwar eine passende Kategorie, deckt ansonsten aber alle möglichen Themenbereiche von Auto über Mode, Familie und Ernährung ab, ist das für dich weniger interessant. Schaust du dir die einzelnen Kategorien nun genauer an und stellst fest, dass in nahezu jedem Beitrag ein Link zu einer kommerziellen Seite gesetzt wurde, solltest du Abstand nehmen. Es handelt sich hierbei höchstwahrscheinlich um eine Website, die einzig und alleine dazu da ist, um auf ihr Artikel zu platzieren und damit Geld zu verdienen. Ein weiteres Indiz für dieses Vorgehen sind Affiliate-Links in großer Masse. Achte darauf, dass eine Website der Information des Nutzers dient und nicht dem reinen Kommerz.

Kriterium 3: Veröffentlichungsmöglichkeiten. Die Website benötigt also einen geeigneten Bereich, in dem etwas Interessantes zu deinem Content veröffentlicht werden kann. Das kann ein Blogbereich oder ein Magazin sein. Möglich wäre ebenso ein Ratgeberteil oder eine passende Newsrubrik.

Kriterium 4: Impressum. Ist dieses gepflegt, aktuell und keine eingefügte Bilddatei, kannst du die Seite näher betrachten. Zwar gibt es Websitebetreiber, die sich nach eigenen Aussagen durch ein Bildimpressum vor Spam schützen wollen, hierfür gibt es jedoch andere Möglichkeiten. Beispielsweise könnte man die E-Mail-Adresse umschreiben, sodass sie nicht direkt als solche erkannt werden kann: info [ät] website [punkt] de

Kriterium 5: Aktualität der Website. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Aktualität einer Website. Es bringt dir nichts, deinen Inhalt bekannter zu machen, wenn die Seite ihren letzten Beitrag vor einem halben Jahr oder noch längerer Zeit gepostet hat. Ebenso kontraproduktiv ist es, wenn pro Tag mehrere Beiträge veröffentlicht werden. Bei einer Online-Zeitung ist das völlig normal, aber bei anderen Seiten sollte das nicht die Regel sein. Bei hochfrequenten Veröffentlichungen würde dein Beitrag zum E-Book untergehen und von wenigen Nutzern gesehen werden.

Dies ist ein Auszug aus einem aktuellen Artikel unseres Print-Objekts StartingUp: Den vollständigen Artikel liest du in der aktuellen StartingUp - Heft 01/19 - ab dem 14. Februar 2019 im Handel oder jederzeit online bestellbar - auch als epaper - in unserem Bestellservice-Bereich


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