Personal Branding bestimmt den Preis

Autor: Claudio Catrini
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Worauf es beim eigenen Personal Branding wirklich ankommt und wie du von den neuen Gewohnheiten der Menschen profitieren kannst.

Die Fähigkeit, sich digital einen Namen zu machen, wird wohl die unternehmerische Superkraft des Jahres 2021 und darüber hinaus. Die Covid-Pandemie hat nicht nur für enorme gesundheitliche und wirtschaftliche Verluste geführt, sondern sie sorgt vor allem für eins: Veränderung in allen Bereichen unseres Lebens. Wer sich hier nicht anpasst, wird den Kürzeren ziehen. Worauf es beim eigenen Personal Branding wirklich ankommt und wie du von den neuen Gewohnheiten der Menschen profitieren kannst.

Branding ist kein Marketing

Immer wieder liest man in der Literatur die Begriffe Branding und Marketing. Immer wieder werden sie als deckungsgleiche Synonyme verwendet. Doch es gibt erhebliche Unterschiede zwischen diesen Bereichen. Je besser diese Unterschiede verstanden werden, desto besser wird die Strategie sein, um das eigene Business profitabel in der digitalen Welt umzusetzen. Salopp gesagt: Branding bestimmt, wieviel Geld du verdienen kannst pro verkaufter Einheit, Produkt oder Dienstleistung. Marketing, im Gegensatz dazu, sorgt für die Menge an Menschen, die zu dir und deinem findet. Wer also Branding mit Marketing verwechselt oder überhaupt vermischt, macht große strategische Fehler, weil die Gefahr besteht, keines von beiden Elementen professionell umzusetzen.

Branding sorgt für Vertrauen

Im Idealfall sorgt ein professionelles Branding deines Unternehmens, Produktes oder deiner Person dafür, dass Vertrauen bei den potenziellen Kunden aufgebaut wird. Vertrauen darin, die Probleme der Kunden auf bestmögliche Art und Weise zu beheben. Erst, wenn dieses Vertrauen gefasst wurde, wird auch in Betracht gezogen, Geld für die Lösung des Problems zu bezahlen. Je mehr man dir und deiner Expertise vertraut, desto größer wird die Bereitschaft sein, auch mehr Geld für die Lösung des Problems zu bezahlen. Logischerweise hängt es auch vom jeweiligen Schmerz ab, wieviel Geld bezahlt wird.

Als Beispiel kann man hier Rückenschmerzen anführen. Jeder von uns hatte diese Art von Schmerz schon. Zuerst versucht man im Regelfall diesen, im wahrsten Sinne des Wortes, auszusitzen, doch mit der Zeit werden die Schmerzen immer unerträglicher, bis zu dem Punkt, wo du vielleicht nicht einmal mehr vernünftig gehen kannst. Wie viel Geld bist du in diesem Moment bereit, für eine gelingende Behandlung zu bezahlen?

Der “gebrandete” Rückenspezialist

Ok, bleiben wir bei diesem eingängigen, weil schmerzhaften Beispiel. Wenn du nun so daliegst auf deiner Couch und dich, trotz Schmerzmittel, nicht mehr bewegen kannst, was wirst du tun? Richtig, du wirst vermutlich die weltweit bekannteste Suchmaschine anwerfen und nach einer Lösung für dein schmerzhaftes Problem suchen. Dass du diese Lösung finden, ist Ergebnis eines hervorragenden, digitalen Marketings. Jeder, der sich mit dem Thema SEO und Google Ranking bereits auseinandergesetzt hat, weiß wie schwierig es ist, gut zu “ranken” und für die Kunden sichtbar zu sein.

Nun wirst du vermutlich nicht nur einen Therapeuten finden, sondern wahrscheinlich mehrere, die ihre Marketinghausaufgaben erledigt haben. Wem wirst du deinen  Rücken und damit dein Geld anvertrauen? Natürlich demjenigen, der am meisten Expertise ausstrahlt, der das beste Branding hat.

Synergie von Branding und Marketing

Anhand des eben gebrachten Beispiels wird schon relativ klar, wie eng Marketing mit Branding korreliert und dass beide Säulen gut funktionieren müssen, um einen unternehmerischen Impact zu erzielen. Es kann beispielsweise das Marketing gut sein, sodass jeder die Seite des Rückentherapeuten findet, der soll, doch das Branding ist so suboptimal, dass die Kunden lieber zur besser “gebrandeten” Konkurrenz gehen. Es nützt auch herzlich wenig, wenn das Branding fantastisch ist, jedoch keine Kunden diesen hervorragend “gebrandeten” Rückentherapeuten finden, weil das Marketing einfach mehr als bescheiden ist. So erging es übrigens sehr vielen Unternehmen in den letzten Jahren, die glaubten, dass es mit einem Onlineshop ausreicht, um erfolgreich digitalisiert zu werden. Diese staunten dann nicht schlecht als dann keine User auf ihre Seite aufmerksam wurden. Eine eigene Homepage ist kein “Free Lunch”.

Marketing ist nicht gleich Marketing

Die Gewohnheitsveränderungen, die durch die Covid-Pandemie ausgelöst wurden, sorgen dafür, dass die Menschen noch mehr Zeit im Internet verbringen. Es wird, je nach Kunde und Problemlage, immer zuerst nach digitalen Lösungen gesucht. Wo sollen die Menschen derzeit auch sonst suchen? Wer sich in der Onlinewelt gut positioniert hat, der profitiert derzeit enorm.

Was kann ein Rückentherapeut nun tun, um professionelles Marketing und Branding zu betreiben? Er kann beispielsweise auf Social Media einen eigenen Kanal betreuen, der die wichtigsten Aktivitäten beleuchtet, wie Sie Ihre Rückenschmerzen in den Griff bekommen. Er könnte ein eigenes E-Book oder einen Videokurs zu dem Thema gestalten. Er könnte Produkte verkaufen, die Sie auf Ihrem Weg in die schmerzlose Zeit begleiten. Branding beinhaltet auch Positionierung: der angesprochene Therapeut hat sich spezialisiert auf die Behandlung chronischer Rückenschmerzen. Er zeigt in seinem Onlineauftritt, dass er sich bereits seit Jahren professionell damit beschäftigt und lässt Menschen zu Wort kommen, denen er schon erfolgreich geholfen hat.

Fazit

Digitales Marketing und Branding sind schon lange keine reinen Fleißaufgaben mehr, sondern bilden die unhintergehbare Basis für den eigenen unternehmerischen Erfolg. Der Digitalisierungsbooster hat durch die Covid-Welle erneuten Schub verliehen bekommen, sodass sich niemand mehr dem professionellen Onlineauftritt verwehren kann. Es geht sogar darum, dass wir uns mehr und mehr überlegen müssen, wie die eigenen vorhandenen Strukturen digitalisiert werden können, sodass von diesen Gewohnheitsveränderungen der Kunden profitiert werden kann.

Viel Erfolg beim Umsetzen der Strategien!

Der Autor
Claudio Catrini ist einer der führenden digitalen Unternehmensberater innerhalb der DACH-Region. Mit über 20 Jahren Erfahrung weiß er genau, worauf es in Verkauf und Marketing ankommt. Seine Lösungsansätze als strategischer Berater bringen Unternehmern einen klaren Nutzen in Verbindung mit hohen ethischen und moralischen Werten.

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