Das richtige Geschäftskonto fürs Start-up finden: alle Fakten, alle Tipps


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Spätestens, wenn der Termin beim Notar steht oder das Gewerbe angemeldet ist, wird es ernst. Was Gründer zum Geschäftskonto wissen müssen, erfahren sie hier.

Wann brauchen Gründer überhaupt ein Geschäftskonto?

Es gilt: Wer eine Kapitalgesellschaft oder eine Aktiengesellschaft gründet - GmbH, UG oder AG - kommt ums Geschäftskonto nicht umhin. Anders sieht es bei Freiberuflern und Kleinunternehmern aus - wer eine Personengesellschaft gründet, kann theoretisch alles übers Privatkonto laufen lassen. Wer allerdings viele Ein- und Ausgänge monatlich hat, sollte dennoch ein separates Geschäftskonto eröffnen und so privat und beruflich trennen.

Auf was achten beim Abschluss eines Geschäftskontos?

Kontoführungsgebühren, Kartengebühren und zusätzliche Gebühren z.B. für Auslandsüberweisungen summieren sich. Bei traditionellen Filialbanken geht das oftmals in die Hunderte von Euro jährlich. Wer ein kleines Budget hat, nutzt ein kostenloses Geschäftskonto: Dabei handelt es sich um die Basispakete von Onlinebanken wie Penta, Holvi, Fidor, Kontist & Co. Sie sind günstiger, weil kein Filialnetz vorhanden ist. Nur, wer weitere Services benötigt, springt auf ein größeres Paket um. Wer auch im Ausland handelt, muss Auslandsüberweisungen tätigen können und vorher Preise vergleichen. Und wer befürchtet, durch unstete Zahlungen seiner Kunden in einen Engpass zu gelangen, sollte auf die Option zum Kontokorrentkredit achten.

Kann man bei jeder Bank ein Konto eröffnen?

Tatsächlich weisen viele traditionelle Banken mittlerweile Gründer einer UG (haftungsbeschränkt) aufgrund des Eigenkapitals ab. Oder sie akzeptieren nur Kunden, die zu ihrem eigenen, regionalen Geschäftssinn passen. Dieses Verhalten kompensieren die neuen, jungen Onlinebanken: Sie bieten meist auch für UGs problemlos Geschäftskonten an. Dennoch: Manche Angebote richten sich nur an Personengesellschaften und Freiberufler. Deshalb sollte man das vorher online überprüfen.

Traditionelle Bank oder Onlinebank - was ist sinnvoll?

Onlinebanken haben kein Filialnetz mit Geldautomaten & Co, wo man sich Rat holen kann. Der Kontakt erfolgt per E-Mail oder über eine Internetplattform. Das Gute: Man kann innerhalb von Minuten ein Geschäftskonto abschließen - ohne viel Papierkram. Wer auf persönliche Beratung nicht verzichten kann, Bankangelegenheiten nicht digitalisieren will, Kredite in Anspruch nehmen möchte oder regional vernetzt ist, sollte bei einer Filialbank nachfragen. Onlinebanken sind meist Guthabenbanken - man kann das Konto gar nicht überziehen. Kreditmöglichkeiten gibt es deshalb nur vereinzelt.

Noch in Gründung - Geschäftskonto, wenn die Firma gar nicht da ist

Viele traditionelle Banken haben keine Möglichkeit, ein Geschäftskonto anzubieten, wenn die Firma noch in Gründung ist. Die Bank benötigt den Eintrag ins Handelsregister, Gewerbeanmeldung & Co. Anders sieht es bei Online- bzw. Guthabenbanken aus. Sie füllen diese Lücke aus und haben sich ausschließlich auf Start-Ups und Unternehmen in Gründung spezialisiert. Dazu zählt Penta, einer der rasant wachsenden Anbieter für Geschäftskonten und Unternehmen in Gründung. Penta & Co. bieten Geschäftskonto-Pakete für jede Wachstumsphase eines Unternehmens an.

Wie eröffnet man ein Geschäftskonto?

Wer online sein Geschäftskonto eröffnet, kann das mittlerweile sogar im Pyjama tun: Dazu braucht man nur ein Ausweisdokument, ggf. Gründungsdokumente und Smartphone oder Laptop. Man identifiziert sich dann online über das VideoIdent-Verfahren oder per PostIdent-Verfahren in einer Postfiliale. Alle anderen Gründer müssen zu ihrer Bank gehen und dort mit Ausweisdokument und Gründungspapieren erscheinen.

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So machst du mit Getränken dein Unternehmen attraktiver

Talentierte und motivierte Mitarbeitende sind der Schlüssel zum Erfolg jedes Unternehmens. Vor allem nach der Gründung ist ein Hochleistungsteam unabdingbar, um die Herausforderungen junger Unternehmen zu meistern. Mit einfachen Maßnahmen kannst du deine Arbeitgeberattraktivität stärken und gleichzeitig die Motivation aufrechterhalten. Die Bereitstellung von Getränken wird zunehmend beliebter, um auf dem Arbeitsmarkt mit attraktiven Leistungen zu überzeugen und den Mitarbeitenden Wertschätzung und Fürsorge zu zeigen.

Als junges Unternehmen attraktiv auf den Arbeitsmarkt sein

Neugegründete Unternehmen stehen täglich vor vielen Herausforderungen. Nur mit einem talentierten Team lassen sich betrieblichen Erfolge erzielen. Die Einstellung qualifizierter Mitarbeitenden ist im heutigen Arbeitsmarkt gar nicht so leicht. Um für Bewerber:innen attraktiv zu sein, sollten Unternehmen ihre Arbeitgebermarke stärken.

Die Entlohnung ist schon lange nicht mehr der ausschlaggebende Faktor bei der Arbeitgeberauswahl. Vor allem junge Talente legen Wert auf das Unternehmensklima, den Spaß bei der Arbeit, die Erfüllung der Aufgaben und die Work-Life-Balance.

Mitarbeitendenvorteile sorgen für ein positives Arbeitsklima

Die Einführung von Mitarbeitendenvorteilen kann ein positives Arbeitsklima erzeugen. Neben der betrieblichen Alters- und Gesundheitsvorsorge gibt es eine weitere Maßnahme, die jedes Unternehmen im Handumdrehen umsetzen kann: die Bereitstellung kostenfreier Getränke durch die flaschenpost.

Getränke liefern einen weiteren wichtigen Vorteil. Sie tragen zu einer Leistungssteigerung der Mitarbeitenden bei. Empfehlungen von Gesundheitskassen zeigen, dass eine ausreichende Getränkezufuhr nachweislich die Produktivität und die Gesundheit des Teams verbessert.

Management des Firmenkapitals im Unternehmen

Möchten Sie mehr über das Management des Firmenkapitals erfahren? Dann haben wir hier alle Informationen und Tipps für Sie parat.

Vor allem in Zeiten der Inflation und der Minuszinsen ist es nicht nur für Privatpersonen interessant, andere lukrative Wege zu finden, das eigene Geld anzulegen. Auch immer mehr Unternehmen fokussieren sich auf das optimale Einsetzen des Firmenkapitals. Doch wie wird das gemacht und vor allem, wie verläuft das Management des Firmenkapitals? In diesem Artikel möchten wir dies näher thematisieren und weitere hilfreiche Informationen geben.

Aktives Kapitalmanagement für Unternehmen

Als Unternehmen ein hohes Kapital in einer Bank zu lagern, war vielleicht damals eine beliebte Methode, doch heutzutage nicht mehr. Statt Geld zu verdienen, dank Zinsen, verlieren wir es stattdessen nur. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Unternehmen, auf Wertpapiere zu setzen und so mit der Zeit das Kapital weiter aufzubauen, statt stetig Geld zu verlieren. Auf Finanztrends finden Sie zum Beispiel eine große Übersicht der verschiedenen Wertpapiere und Anlegemöglichkeiten, wenn Sie dazu weitere Informationen suchen.

Mit Wertpapieren handeln

Mit Wertpapieren handeln ist eine der beliebtesten Optionen, das Unternehmenskapital anzulegen. Hierbei ist es natürlich wichtig, je nach Größe des Unternehmens auf eine passende Anlagestrategie zu setzen. Vor allem bei einem hohen Kapital ist es notwendig, einen ausgiebigen Depot-Vergleich anzustellen, bevor das Geld investiert wird. Durch die hohen Summen machen selbst kleine Unterschiede einen großen finanziellen Teil aus. Meist sind auch die Kosten für solche Firmen-Depots höher als bei Privatkunden, sodass dies ein weiterer finanzieller Aspekt ist, der berücksichtigt werden sollte. Bei hohen Summen und vielen verschiedenen Investitionen ist es zudem wichtig eine Person zu haben, welche sich um das Management dieser Depots kümmert. Solch einen Vollzeit- oder Teilzeit-Job muss ebenfalls Platz in der Kalkulation finden.

Lohnt sich ein Unternehmenskonto zum Trading?

Sie haben ein Unternehmen und haben aktuell ein Unternehmenskonto, auf dem Rücklagen sowie Firmengelder liegen? Dann werden Sie sicherlich bereits festgestellt haben, dass es aktuell kaum noch Zinsen gibt und es sich nicht mehr lohnt Geld als nötig auf dem Konto zu behalten. Wenn Sie konkret bestimmen können, wie viel Geld Sie „zu viel“ auf dem Konto haben, dann können Sie dieses Geld nutzen, um es an der Börse anzulegen. Hierbei haben Sie die Chance, höhere Zinsen zu erzielen und so das Geld für sich arbeiten zu lassen. Natürlich gibt es auch Risiken, wenn es um das Anlegen geht, sodass Sie sich hier konkret beraten lassen und eine Strategie ausarbeiten sollten, bevor Sie das Investieren beginnen.

Eigene Trading GmbH für die Firma gründen und eine Verlustbeschränkung umgehen

Nicht nur steuerlich ist es sinnvoll, eine GmbH zu gründen. Dies können Sie schnell und leicht umsetzen, indem Sie einen Gesellschaftsvertrag entwerfen und Ihre Firmierung bei der IHK überprüfen lassen. Lassen Sie zudem die Beurkundung beim Notar prüfen und erstellen Sie ein Firmenkonto. Nun können Sie Ihr Unternehmen im Handelsregister eintragen lassen und warten auf die Bestätigung des Amtsgerichtes. Dann können Sie mit dem Handel an der Börse mit Ihrer Trading GmbH beginnen.

Vorteile & Nachteile einer Trading GmbH

Falls Sie sich noch nicht sicher sind, dann möchten wir Ihnen hier die Vorteile und Nachteile einer Trading GmbH vorstellen.

Vorteile:

  • Steuerersparnisse
  • Übertragung von Unternehmensanteilen möglich
  • Anleger haftet nur bis zur max. Höhe des Stammkapitals

Nachteile:

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Artikel die wichtigsten Aspekte bezüglich des Managements des Firmenkapitals im Unternehmen näherbringen konnten. Denken Sie daran, dass zu viel Kapital auf dem Konto nicht mehr mit Zinsen etc. einhergeht und daher finanziell wenig Sinn ergibt. Lassen Sie sich am besten individuell beraten und arbeiten Sie einen Anlegeplan aus.

Immobilienkauf als Geldanlage: Auch für Start-ups eine Alternative?

Die Immobilienpreise steigen immer stärker an, ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht. Umso interessanter, sich mit dem Thema Immobilie als Geldanlage zu befassen.

Die Immobilienpreise steigen immer stärker an, ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht. Niedrige Zinsen und zunehmende Unsicherheiten am Aktienmarkt machen den Immobilienkauf für viele Anleger zu einem interessanten Investment, wovon auch Start-Ups profitieren können. Häuser und Wohnungen gelten als wertbeständig und renditestark. Die Aussicht auf Mieteinnahmen lockt Käufer an und bei einem Verkauf ist – zurzeit jedenfalls – mit einem satten Gewinn zu rechnen. Doch wann lohnt sich eine Immobilie als Geldanlage und wie erkennen an den richtigen Zeitpunkt für einen Verkauf?

Gewinnmitnahme bei Immobilien: Timing ist alles

Wer eine Immobilie besitzt, ob zur Eigennutzung oder als Investment, kann davon ausgehen, dass sie im Laufe der vergangenen Jahre deutlich im Wert gestiegen ist. Von 2015 bis 2021 zogen die Häuserpreise um knapp 54 Prozent an. So scheint der Verkaufszeitpunkt für eine hohe Gewinnmitnahme perfekt.

Der Begriff Gewinnmitnahme stammt ursprünglich aus dem Aktienmarkt. Er beschreibt Kursgewinne durch den Verkauf von Wertpapieren. Geschieht das zur richtigen Zeit, lassen sich lukrative Gewinne einstreichen – ebenso wie beim Verkauf einer Immobilie. Weiterführende Informationen zum Thema Gewinnmitnahme lassen sich auf der Webseite von realbest finden.

Viele stellen sich jedoch die Frage, ob nicht doch noch mehr herauszuholen ist und man mit der Veräußerung besser warten sollte. Hier liegt die Crux: Den perfekten Zeitpunkt kann niemand im Voraus bestimmen – wohl aber Anzeichen richtig deuten.

Wann sollte man die Immobilie verkaufen?

Vor dem Hintergrund eines schrumpfenden Angebots bei steigenden Preisen scheint der Moment für den Immobilienverkauf besser nicht sein zu können. So mancher Anleger sieht bereits eine erfreuliche Gewinnmitnahme, die sich anschließend reinvestieren lässt. Es gibt einige typische Hinweise, dass der Zeitpunkt für den Verkauf gekommen ist.

Eine starke Wirtschaftsleistung, niedrige Leitzinsen und hohe Immobilienpreise stellen beste Voraussetzungen für einen gewinnbringenden Verkauf dar. Dann ist davon auszugehen, dass in kurzer Zeit solvente Käufer gefunden werden, die sich den notwendigen Kredit auch leisten können. Allerdings sollten Verkäufer darüber hinaus einige weitere Faktoren bedenken.

So ist es ratsam, im Voraus zu überlegen, wie der Verkaufserlös angelegt werden soll. In Zeiten niedriger Zinsen lohnt es sich nicht, den Betrag auf dem Konto zu parken. Aktien, Fonds und Edelmetalle, insbesondere Gold, gelten als stabile und lukrative Anlagen. Besitzer von selbst bewohnten Eigentumswohnungen können auch eine Vermietung in Betracht ziehen, sofern sie den Erlös nicht dringend benötigen oder in neue Immobilien stecken möchten. Die daraus erzielten Einnahmen dienen etwa einer zusätzlichen Altersvorsorge. Für Start-Ups wäre dies natürlich eher keine Option. Hier kommt eher der Faktor Spekulationssteuer hinzu: Sie fällt an, wenn fremdgenutzte Immobilien weniger als zehn Jahre nach dem Kauf veräußert werden. Für selbstgenutzte Häuser und Wohnungen gilt das nicht.

Achtung Immobilienblase: Diese Indizien deuten auf ein baldiges Platzen hin

Die steigenden Preise führen bereits seit geraumer Zeit zur Befürchtung einer drohenden Immobilienblase. Diese entsteht, wenn stark überhöhte Kaufpreise gezahlt werden, Häuser, Wohnungen und Gewerbeobjekte also deutlich überbewertet auf dem Markt sind. Nach Erreichen eines Höchststands, fallen sie: Es finden sich immer weniger Käufer, die Nachfrage und in der Folge die Preise sinken.

Ein deutlicher Hinweis auf eine solche Blase ist die Entkopplung von Kauf- und Mietpreisen. Während zweitere kaum noch ansteigen, entwickeln sich die Kaufpreise drastisch. Kommt dazu eine sinkende Kaufkraft, etwa durch stagnierende Löhne oder hohe Inflationsraten, droht ein plötzlicher Preisverfall – und die Blase platzt.

Den perfekten Zeitpunkt erkennen

Unter Experten herrscht Uneinigkeit, ob Deutschland kurz vor einer Immobilienblase steht. Hohe Kaufpreise, eine wachsende Inflation aufgrund globaler Unsicherheiten und anhaltend niedrige Zinsen deuten darauf hin. Dagegen steht jedoch ein sinkendes Immobilienangebot: Die Nachfrage steigt, Objekte sind und bleiben voraussichtlich knapp. Das deutet nicht auf einen baldigen Preisverfall hin. So lässt sich die Frage nach dem perfekten Zeitpunkt für den Immobilienverkauf zwar nicht endgültig und eindeutig, jedoch voraussichtlich mit „genau jetzt“ beantworten.

Hauptsache, du bist gesund

Die betriebliche Krankenversicherung als bester Wettbewerbsvorteil für Arbeitgebende – Tipps und To Do‘s von Versicherungsprofi Marius Michael.

Eine Firma ist nichts ohne ihre Mitarbeitenden. Das wissen die meisten Unternehmer*innen, aber zeigen sie dementsprechend auch genügend Wertschätzung? Gute Arbeitgebende kümmern sich heutzutage umfangreich um ihre Angestellten, denn diese kümmern sich wiederrum um die Kundschaft. In der betrieblichen Kausalkette stehen die Mitarbeitenden an vorderer Position, weshalb ihnen vorrangige Aufmerksamkeit zukommen muss.

Das gilt beim externen sowie internen Personalmarketing. Besonders Unternehmen in Ballungsgebieten mit viel Konkurrenz oder in strukturschwachen Umgebungen haben Probleme, qualifizierte Mitarbeitende zu finden. Um herauszustechen, braucht es ein unschlagbares, standortunabhängiges Einstellungsargument. Schon auf der Suche nach Bewerbenden sollten KMUs signalisieren, wie sie sich für das Wohl ihrer Angestellten einsetzen, denn so können sie die benötigten Fachkräfte gewinnen. Sind die richtigen Personen gefunden, gilt es diese zu halten. Mit Alleinstellungsmerkmalen und entscheidenden Wettbewerbsvorteilen als Arbeitgebende lässt sich das Personalmarketing meistern.

Hierbei kommen u.a. Personalzusatzleistungen ins Spiel. Welche davon Arbeitnehmenden am wichtigsten sind, weiß Marius Michael von der Allianz Hauptvertretung in Frankfurt am Main: „Zu den beliebtesten Zusatzleistungen gehören heutzutage Gesundheitsservices und Altersvorsorge, weit vor Dienstwagen und Gutscheinen.“

Private Krankenzusatzversicherungen haben entscheidende Vorteile für Mitarbeitende und Vorgesetzte – und sie zeugen von Empathie und sozialer Verantwortung der Geschäftsführenden. „Vor allem die betriebliche Krankenversicherung steigert die empfundene Wertschätzung unmittelbar, da die Vorteile sofort erlebbar sind. Dadurch erhöht sich die Motivation und Zufriedenheit der Belegschaft“, weiß Marius Michael.

Nicht nur das, auch die Weiterempfehlungsbereitschaft für den Arbeitgeber steigt, wie Marius Michael erklärt. Das begünstigt Recruiting-Prozesse. Wenn sich Mitarbeitende wertgeschätzt fühlen, wird die emotionale Bindung zur Firma stärker. Die Fluktuationsquote ist mit einer betrieblichen Krankenversicherung (bKV) nur halb so hoch wie im Gesamtdurchschnitt aller befragten Unternehmen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Der beste Wettbewerbsvorteil für Arbeitgebende

In seiner Agentur entwickelt Marius Michael mit Gewerbekund*innen aus dem Mittelstand passende Versicherungskonzepte für deren Belegschaft. Er tritt dabei in knapp hundertjährige Fußstapfen der Vorgänger-Agentur und kombiniert deren renommierten Werte mit weltweiter, digitaler Beratung auf diversen Kommunikationswegen. Sein spezialisiertes Expertenteam nimmt dafür regelmäßig an Weiterbildungen und Schulungen teil.

Wenn Arbeitgebende bei Vorstellungsgesprächen Aufbau und Leistungen ihrer bKV schildern und erklären, dass die vollständige Kostenübernahme vom Arbeitgebenden erfolgt, sind die meisten Bewerber*innen positiv überrascht und schnell überzeugt. Diese Art der Zusatzleistung ist noch nicht verbreitet. Dabei ist die Organisation unkompliziert, kostengünstig und effizient. „Arbeitgebende können beispielsweise Angestellten ein jährliches Gesundheitsbudget zur Verfügung stellen, welches für verschiedene – mitunter von der Krankenkasse nicht bezahlte – Behandlungen genutzt werden kann. Beliebt sind Leistungen für Zähne, Brille, Heilpraktiker*innen oder Vorsorgeuntersuchungen“, sagt der Versicherungsprofi aus Frankfurt. Die Aufnahmeregelung ist dabei besonders einfach, denn sogar laufende und angeratene Behandlungen werden übernommen. „Der Gesundheitszustand der Mitarbeitenden spielt bei der Aufnahmeregelung keine Rolle. Für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen ist es die einzige Möglichkeit einer zusätzlichen Vorsorge“, erklärt Marius Michael. Seine Produktkonzepte können bei Firmen ab zehn Mitarbeitenden installiert werden. Die Aufwände als Betriebsausgaben sind steuerlich absetzbar.

Es wird auch Rücksicht genommen auf den Wunsch einer einfachen und digitalen Verwaltung für die Arbeitgebenden. Pro Monat muss sich nur wenige Minuten mit dem Versicherungskonzept auseinandergesetzt werden. Wird eine Leistung in Anspruch genommen, können die Beschäftigten den Ablauf mit einer App regeln oder die Mitarbeiter*in-Hotline nutzen. Darüber hinaus greift eine Sonderregelung für Angestellte in Elternzeit oder in anderen entgeltfreien Phasen: Dann müssen keine Beiträge gezahlt werden, von den Leistungen kann aber dennoch profitiert werden.

Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut. Einen Großteil unseres Lebens verbringen wir in Arbeitsverhältnissen. Rückenschmerzen, Stress und wenig Bewegung zeichnen den Alltag. Arbeitgebende zu haben, die sich um das gesundheitliche individuelle Wohlergehen kümmern, prägen nicht nur ein positives Mindset, sondern sorgen dafür, dass wir auch unsere arbeitsfreien Lebensmomente voll ausschöpfen können. Das sind keine Softskills, das ist ein Anrecht.

Geldanlagen in der Krise – Bitcoin, Aktien oder doch die gute alte Socke?

Die Zeiten, in denen man mit hohen Zinsen bei der Bank gute Renditen erzielen konnte, sind schon lange vorbei. Doch welche Alternativen sind sinnvoll?

Corona hat vieles in unserem täglichen Leben und in der Wirtschaft verändert. Wegen der Nullzinsen lohnt sich der Besuch einer Bank nicht mehr. Man riskiert sogar Verluste, wenn man sein Geld auf dem Konto liegen lässt. Denn die Inflation verschlingt Geldanlagen buchstäblich. Trotz der Krise tut sich jedoch an den Aktienmärkten viel. Auch ETFs und Kryptos bieten sich da als Möglichkeit, das eigene Geld in Krisenzeiten zu retten.

Anlegen bei der Bank

Die Zeiten, in denen man mit hohen Zinsen bei der Bank gute Renditen machen konnte, sind schon lange vorbei. Eine ganze Generation ist bereits aufgewachsen, ohne überhaupt zu wissen, was ein Sparbuch oder üppige Zinsen sind. Inzwischen sieht die Situation bezüglich Anlagen bei der Bank wirklich düster aus. Man bekommt für seine Investition kaum Zinsen. Bei den meisten Banken liegen die Werte zwischen 0,0 % und 0,1 %. Dementsprechend kann man der Inflation mit Sparzinsen nicht mehr entgegenwirken. Aber es kommt noch schlimmer. Manche Banken verlangen bereits Negativzinsen. Eine Bankanlage wird Ihnen somit in die Kasse greifen.

Investieren in Aktien

Aktienmärkte – das war vor einigen Jahren nur ein Revier für professionelle Händler. Die Corona-Krise hat hier jedoch für einen Wandel gesorgt und immer mehr Privatanleger wagen die neue Form der Investition. Trotz Einbruch der Wirtschaft boomen die Aktienmärkte regelrecht und das hat seinen Grund. Bewirkt haben den positiven Trend bei den Aktien die Staatshilfen für die Wirtschaft. Deshalb drängt das Geld buchstäblich an die Börse. Man muss dabei vom Aktienhandel nicht unbedingt etwas verstehen oder ein zu großes Risiko eingehen. Denn Privatanlegern werden Aktienfonds angeboten. Solche findet man zum Beispiel in den Filialbanken. Da man dabei in mehrere Aktien aus aller Welt oder aus bestimmten Branchen investiert, sind solche Anlagen risikoärmer.

Kryptowährung

Was als eine Möglichkeit begonnen hat, das Monopol der Banken zu umgehen und einfache, anonyme und kostengünstige Zahlungen abzuwickeln, ist auf dem Weg, die Welt der Finanzen auf den Kopf zu stellen. Das digitale Geld, das nur im Netzwerk in Form von Datensätzen existiert, droht inzwischen, den uns gut bekannten Fiat-Währungen, wie US-Dollar und Euro, komplett den Wind aus den Segeln zu nehmen. Was jedoch die Anlage in den begehrten Bitcoin und Co. angeht, sind sich die Experten nicht einig. Viele raten wegen der großen Kurssprünge auf diesem volatilen Markt von einer Investition in Kryptowährungen ab. Allerdings geht auch hier der Trend nach oben, sodass man bei einer langfristigen Anlage profitieren kann. Man darf sich von momentanen Kursschwankungen nur keine Angst einjagen lassen und sollte die dauerhaft positive Kursentwicklung im Auge behalten.

ETFs

Die Abkürzung steht für Exchange Traded Funds – Indexfonds, die an der Börse gehandelt werden. ETFs sind meistens an sogenannte Benchmarks gebunden. Das Risiko wird davon bestimmt, wie breit diese Benchmarks gestreut sind. Orientieren sich ETFs zum Beispiel am Deutschen Aktienindex (DAX), ist das Risiko deutlich geringer als bei einem Fond, der nur Aktien in einem Wirtschaftszweig abbildet. Am besten investiert man sein Geld in ETFs, die weltweite Indizes, wie den „MSCI World“ oder den „MSCI All Countries World Index“, widerspiegeln. Hier profitiert man von mehreren tausend Aktien von Unternehmen aus der ganzen Welt. Der Rückgang einiger Aktien wird dabei durch den Anstieg anderer ausgeglichen.

Fazit

Wer nach einem sicheren Hafen für sein hart verdientes Geld sucht, muss die Geldscheine heutzutage nicht mehr in Socken oder unter der Matratze horten. Denn sicher werden sie dort kaum sein, selbst wenn man sein Zuhause in eine Festung umbaut. Außerdem würde die Inflation dem Vermögen in diesem Falle den letzten Schlag versetzen. Anlagen in Aktien, Indexfonds oder gar in Kryptowährungen, die heutzutage in aller Munde sind, bieten hingegen eine Möglichkeit, auch in Krisenzeiten gut zu verdienen. Selbstverständlich gibt es hierbei keine Garantie auf Gewinne. Viele vergleichen Geldanlagen während der Krise deshalb mit reinem Glücksspiel, das dem in einem Online Casino gleicht.

Kryptowährung kaufen – das sind die Optionen

Es gibt mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, Kryptowährung sicher und unkompliziert zu kaufen. Das Jahr 2022 wird sicherlich viel zu bieten haben, wenn es um das Thema Krypto geht – daher gilt: Jetzt gut informiert sein.

Digitales Geld findet in der aktuellen Zeit immer mehr Anklang in der breiten Gesellschaft. Der große Boom der Kryptowährungen begann vor rund vier Jahren und zeigt seitdem eine regelmäßige Wertsteigerung. Zwar sind die Kurse nach wie vor hoch volatil, doch betrachtet man das Große und Ganze, können vor allem die etablierten Währungen auf eine erfolgreiche Vergangenheit blicken.

Durch die ständige Präsenz in den Medien ist das Thema nicht mehr nur Finanzexperten vorbehalten. So wachsen das Verständnis und die Aufmerksamkeit rund um das digitale Geld bei einer Vielzahl an Leuten. Dieses gestiegene Interesse ist ein entscheidender Faktor für den positiven Verlauf der Krypto-Kurse. So wird für die Investition in den Markt für Unternehmen und Privatpersonen immer wichtiger. Fachleute gehen davon aus, dass vor allem begrenzte Krypto-Ressourcen wie der Bitcoin, eine ähnlich sinnvolle Wertanlage sind, wie beispielsweise Gold.

Fest steht, dass der Krypto-Markt weiterhin kontinuierlich wächst. Das liegt neben der Funktion als Geldanlage oder Zahlungsmittel auch an weiteren Anwendungsgebieten, die auf der Blockchain-Technologie basieren. Hier ist vor allem Ethereum gefragt, ein Blockchain-Protokoll mit der eigenen Währung Ether. Hier werden Smart Contracts genutzt, die automatisch gültig werden, sobald alle im Code platzierten Voraussetzungen erfüllt sind. Auch Nun-Fungible Token (NFT) machen sich ebenjene Technologie zunutze, genau wie das Feld der Decentralized Finance (DeFi). Durch die vielen Applikationen konnte Ethereum im vergangenen Jahr rasant zum Marktführer Bitcoin aufholen und hat Potenzial, die Spitzenposition 2022 einzunehmen.

All diese Entwicklungen zeigen, dass Kryptowährungen immer mehr in den Mittelpunkt der Finanz- und Technikwelt rücken. Interessenten sehen im digitalen Geld einen großen Reiz, der auch für Privatpersonen immer zugänglicher wird. Daher lohnt sich ein Blick auf die Optionen, die sich bieten, sollte man mit dem Gedanken spielen, Kryptowährungen zu erwerben.

PayPal

Für Geduldige hierzulande gibt es eine Möglichkeit, die sich höchstwahrscheinlich noch in diesem Jahr ergeben wird. So hat der Marktführer für Online-Zahlungsdienste PayPal im vergangenen Jahr ihre überarbeitete App vorgestellt. Diese fokussiert sich vor allem auf das Thema Krypto. Seit Anfang 2021 können User aus den USA bereits mit ihrem eWallet und Kryptowährungen bezahlen oder Bitcoins mit PayPal kaufen. Während das Vereinigte Königreich ebenfalls bereits im letzten Jahr die neuen Funktionen erhalten hat, müssen Deutschland und weitere europäische Länder noch etwas warten.

PayPal überzeugt mit einem hohen Sicherheitsstandard und intuitiver Handhabung, was es bei seinen Kunden so beliebt macht. Der Krypto-Handel über das Unternehmen wird sicherlich ein attraktives Vorhaben für Interessenten. Neben Bitcoin sollen auch Ethereum und Litecoin in das System integriert werden. Außerdem interessant ist, dass PayPal an einer eigenen Währung, dem PayPal Coin arbeitet. Der Konzern bestätigte bereits die Spekulationen und wird in den nächsten Wochen und Monaten mehr Informationen preisgeben.

Broker und Börsen

Broker und Börsen gehören zu den beliebtesten Methoden, um in der Krypto-Welt das Handeln zu beginnen. Im Vergleich zu einigen anderen Optionen werden hier tatsächliche Bestände an Bitcoin und Co. gekauft. Das bedeutet, dass nicht nur auf den Verlauf der Kurse spekuliert wird. Wer in diesem Fall Kryptowährungen kauft, hat die Möglichkeit die Coins auf ein Wallet zu transferieren und damit Zahlungen oder andere Transaktionen zu tätigen. Bei einer Börse wird der Handel direkt zwischen der Börse selbst und dem Käufer abgewickelt.

Im Gegensatz dazu gibt es außerdem Marktplätze, die schlichtweg als Plattform fungieren. Dort werden lediglich Käufer und Verkäufer zusammengebracht, um anschließend selbstständig über den Deal zu entscheiden. Es gibt eine ganze Bandbreite an Börsen und Marktplätzen, die für jeden Trader eine passende Option bereithalten. Hier lohnt sich der Vergleich, denn die Kurse der Kryptowährungen können sich teilweise stark unterscheiden.

Nutzt man einen Broker, ändern sich die Voraussetzungen für den Handel. Prinzipiell stellt der Broker nämlich nur den Zugang zum Krypto-Markt dar. So kann dieser die digitalen Gelder verwahren und zu Investitionszwecken nutzen, eine Übertragung auf ein Wallet ist allerdings nicht möglich. Auch hier ist ein Vergleich enorm sinnvoll. Vom Angebot der Coins über die Einzahlungsoptionen bis hinzu den Gebühren gibt es große Unterschiede und je nach persönlicher Situation sollte man diese Aspekte gut abwägen.

Exchange Traded Product (ETP)

Exchange Traded Products beschreiben Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden und stellen eine Überkategorie dar, in die beispielsweise auch Exchange Traded Funds (ETFs) fallen. Auch für Bitcoin gibt es entsprechende ETPs, die den Handel der Kryptowährung erlauben. Dabei sind die digitalen Gelder rein als Anlage- beziehungsweise Spekulationsobjekt zu sehen, denn ähnlich wie bei Brokern lässt sich der Bestand nicht in ein Wallet transferieren. Teilweise bieten Trader Devisen in Form von Kryptowährung an, der Standard ist es allerdings definitiv nicht.

Wer diese Option wählt, verfolgt eine ähnliche Herangehensweise wie bei Aktien, da das Kapital mittel- bis langfristig zur Vermehrung angelegt wird, in der Hoffnung an der Wertentwicklung von Krypto teilzuhaben.

Es gibt mittlerweile also zahlreiche Möglichkeiten, Kryptowährung sicher und unkompliziert zu kaufen. Weitere Optionen wie Differenzkontrakte eigenen sich für erfahrene Trader, da in diesem Fall lediglich auf den Kursverlauf gewettet wird. Das Jahr 2022 hat sicherlich wieder einmal viel zu bieten, wenn es um das Thema Krypto geht. Wie sich der Markt entwickeln wird, wird die Zukunft zeigen. Erste Indikatoren sprechen für ein erfolgreiches Jahr.

Was ist SegWit?

SegWit ist die Abkürzung für Segregated Witness. Es war vielleicht das bisher größte Upgrade des Bitcoin-Protokolls, das mehrere Verbesserungen und Korrekturen in sich vereinte.

Die Vorteile von SegWit

Die wohl bemerkenswerteste Neuerung von SegWit ist die Abschaffung der Verfälschbarkeit von Transaktionen. Vor SegWit war es aufgrund einer Eigenart der kryptographischen Signaturen von Bitcoin möglich, Transaktionen so zu verändern, dass sie anders aussahen, auch von Leuten, die die Transaktion nicht selbst erstellt hatten. Dies machte die Transaktion zwar nicht ungültig oder änderte ihre Wirkung - es wurde immer noch die gleiche Menge an Münzen von den gleichen Adressen an die gleichen Adressen gesendet - aber es erschwerte den Einsatz von Schicht-2-Protokollen wie dem Lightning Network erheblich.

Sie können die Website von BitiQ besuchen, um Ihr Krypto-Handelserlebnis auf einer regulierten und vertrauenswürdigen Plattform zu beginnen.

SegWit löste dieses Problem, indem es die "Zeugen"-Daten einer Transaktion, zu denen auch die Signatur gehört, in einen neuen Teil eines Bitcoin-Blocks verschob. Damit ebnete es den Weg für das Lightning Network und andere Layer-2-Protokolle.

Als zusätzlichen Bonus bot SegWit auch eine bescheidene Erhöhung der Blockgröße auf theoretisch vier Megabyte bzw. realistischere zwei Megabyte, je nach Art der in den Blöcken enthaltenen Transaktionen. (Um genau zu sein: Das Blockgrößenlimit wurde durch ein Limit von vier Millionen Gewichtseinheiten ersetzt, wodurch eine neue Art der "Zählung" von Transaktionsdaten eingeführt wurde). Dies bedeutet, dass Nutzer mit SegWit-unterstützenden Wallets niedrigere Transaktionsgebühren zahlen.

Script Versions

Durch einen technischen Trick namens "Skriptversionen" erleichterte SegWit außerdem die Einführung weiterer Upgrades für das Bitcoin-Protokoll. Eines dieser kommenden Upgrades könnten Schnorr-Signaturen sein, ein neuer Signatur-Algorithmus, der die Programmierbarkeit und Flexibilität des Bitcoin-Protokolls weiter erhöhen würde.

Und nicht zuletzt wurde all dies möglich, ohne dass ein rückwärtskompatibles Hard-Fork-Protokoll-Upgrade erforderlich war. (Soft Fork Upgrades erfordern nur die Unterstützung einer Mehrheit der Hash-Power, um eine Spaltung des Netzwerks zu vermeiden, während Hard Forks einen netzwerkweiten Konsens erfordern.)

Wer hat SegWit entwickelt?

Eine Version von SegWit wurde zuerst von Blockstream für das Blockstream Elements Sidechain-Projekt entwickelt. Nachdem der Bitcoin-Core-Mitarbeiter Luke-jr herausgefunden hatte, wie SegWit durch ein rückwärtskompatibles Soft-Fork-Upgrade auf dem Bitcoin-Hauptprotokoll eingesetzt werden könnte, wurde es vom Bitcoin-Core-Entwicklungsteam entwickelt. Konkret wurde der entsprechende Bitcoin Improvement Proposal (BIP) von Eric Lombrozo, Johnson Lau und Pieter Wuille verfasst, die auch den Großteil der Programmierung übernahmen. Der Rest des Teams half während des gesamten Prozesses auf verschiedene Weise, einschließlich Überprüfung und Tests.

Dem pseudonymen Litecoin-Entwickler Shaolinfry und dem Bitmain-Garantie-Ingenieur James Hilliard wird die Entwicklung alternativer Aktivierungslösungen für die Soft Fork zugeschrieben.

War SegWit umstritten?

Innerhalb der technischen Gemeinschaft von Bitcoin war SegWit nicht umstritten.

Außerhalb der technischen Bitcoin-Gemeinschaft bevorzugten jedoch einige eine andere Skalierungslösung für Bitcoin oder glaubten nicht, dass SegWit selbst als Skalierungslösung ausreichend war. Dies hatte zur Folge, dass der SegWit-Vorschlag zu einer Art Verhandlungsmasse in einem viel größeren Streit voller Kontroversen wurde. Andere versuchten, SegWit gänzlich zu diskreditieren.

Der einzige Punkt der Kontroverse, der (wohl) eine gewisse Berechtigung hatte, war, dass es "sauberer" gewesen wäre, das Upgrade als Hard Fork statt als Soft Fork zu implementieren, da dies weniger technische Zweifel im Protokoll hinterlassen hätte. Der Einsatz von SegWit als Hard Fork hätte jedoch seine eigenen Probleme mit sich gebracht, die nach Ansicht der meisten Entwickler und Befürworter von SegWit viel größer gewesen wären.

Wie verwende ich SegWit?

Sie nutzen SegWit, indem Sie eine Wallet verwenden, die SegWit integriert hat. Diese Wallet sollte SegWit-Adressen für Sie generieren, und wenn Sie eine Zahlung von einer solchen Adresse vornehmen, ist die Gebühr, die Sie zahlen müssen, niedriger als wenn Sie SegWit nicht verwendet hätten.

Es gibt zwei Arten von SegWit-Adressen. Der eine Typ ("P2SH") beginnt mit einer "3" - allerdings sind nicht alle Adressen, die mit einer 3 beginnen, SegWit-Adressen. Die andere ("bech32") beginnt mit "bc1" und ist immer eine SegWit-Adresse. P2SH SegWit-Adressen sind eigentlich eine Art Umgehung; während SegWit-Transaktionen von solchen Adressen billiger sind als Nicht-SegWit-Transaktionen, sind Transaktionen von bech32-Adressen am billigsten.

Adressen, die mit einer "1" beginnen, sind niemals SegWit-Adressen.

Zu den Wallets, die SegWit integriert haben, gehören Bitcoin Core, Electrum, Green, Trezor, Ledger und eine Reihe von anderen. Um noch tiefer in die Materie einzutauchen, schließen Sie sich uns an und starten auf unserer Plattform durch.

Warum nutzt nicht jeder SegWit?

Weit über zwei Jahre nach der Aktivierung von SegWit nutzen weniger als die Hälfte aller Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk SegWit. Aus individueller Sicht gibt es wahrscheinlich zwei Gründe, SegWit nicht zu nutzen.

Ein Grund ist, dass die Implementierung von SegWit ein Upgrade erfordert, und manche Leute sind einfach zu langsam, um das zu tun. Für große Unternehmen kann dies einen erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand bedeuten, da möglicherweise ganze Systeme umgestellt werden müssen. Ebenso haben einige Wallets und andere Anwendungen SegWit noch nicht integriert, vermutlich weil sie andere Prioritäten haben.


Finanzplanung und Budgetierung: Vorteile und passende Software

Ein Start-up zum Erfolg zu führen, ist keine leichte Aufgabe: Neben einer spannenden Geschäftsidee und den nötigen Mitteln zur Umsetzung ist auch die Planung ein essenzieller Teil des Managements eines jungen Unternehmens. Dazu gehört vor allem der finanzielle Aspekt, denn eine kluge und durchdachte Budgetierung ist der Grundpfeiler für den Erfolg eines Start-ups.

Warum ist die Finanzplanung für ein Start-up so wichtig?

Eine Finanzplanung ist aus verschiedenen Blickpunkten essenziell für junge Unternehmen. So dient der Finanzplan zunächst dem eigenen Blick über die finanziellen Mittel und die anstehenden Ausgaben. Das hilft vor allem dabei, zukunftsorientiert zu agieren: Wer eine ausgeklügelte Finanzplanung zum Beispiel für das folgende halbe Jahr vorliegen hat, kann etwa verschiedene Einflussfaktoren und deren Auswirkungen auf den eigenen Umsatz berechnen. Zusätzlich gibt eine solche Analyse auch Planungssicherheit bei Ausgaben wie größeren Anschaffungen.

Doch auch extern bietet die Finanzplanung Vorteile. Viele Start-ups sind gerade zu Beginn auf Investitionen angewiesen. In den meisten Fällen werden Investoren zur finanziellen Unterstützung gewonnen, indem ein detaillierter Businessplan über Zustand, Ziele und Vision des Start-ups vorgelegt wird. Teil dieses Businessplans ist im Idealfall auch eine Finanzplanung, die den potenziellen Investor*innen die finanzielle Gesundheit des Unternehmens zeigt und gleichzeitig beweist, dass sich die Gründer*innen konkret mit der Budgetierung auseinandergesetzt haben.

Was versteht man unter Budgetierung?

Was aber versteht man konkret unter dem Begriff Budgetierung? Bei der Budgetierung werden in einem festgelegten Zeitraum - in der Regel von wenigen Monaten bis zu einem Jahr - Budgets identifiziert, festgelegt und geprüft. Bei langfristigen Budgetierungen werden diese Maßnahmen für bis zu 10 Jahre in die Zukunft umgesetzt. Der Budgetplan besteht in beiden Fällen aus verschiedenen Bestandteilen, die sich unter anderem an Material, Investitionen, Umsätze oder Produktion richten. Ob die gesetzten Ziele eingehalten werden, wird durch das Controlling überprüft.

Eine konkrete Budgetierung hat dabei einige wichtige Vorteile. So können die Mitarbeitenden durch diese Maßnahmen angespornt werden, festgelegte Leistungsziele zu erreichen. Zudem gibt es mit der Budgetierung einen übersichtlichen Blick auf die Finanzen des Unternehmens. Als Folge können Unternehmer*innen kurzfristig einschreiten, falls die Zahlen unter beziehungsweise über die gesetzte Marke fallen.

Die wichtigsten Vorteile einer Finanzplanungssoftware

Wer die Finanzplanung übernehmen möchte, hat mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Der traditionelle Weg verläuft über klassische Tabellenprogramme wie Excel - die Daten werden hier händisch eingetragen und überprüft. Diese Form der Finanzplanung ist allerdings häufig unübersichtlich und kostet dabei recht viel Zeit.

Mittlerweile sind alternativ auch zahlreiche Softwares zur Finanzplanung verfügbar. Diese zeigen vor allem im Vergleich zu der veralteten Finanzplanung ihre Vorteile: Durch Diagramme und Grafiken werden die eigenen Finanzen sowie die wichtigsten Daten übersichtlich dargestellt. Die Planung kann dabei nach individuellen Vorstellungen zum Beispiel monatlich, jedes Quartal oder jedes Jahr erstellt werden. Zudem sind in solchen Softwares Hochrechnungen, Liquiditätsrechnungen und eine Datenübernahme aus Excel integriert - damit gelingt der Umstieg auf die Software ganz leicht und problemlos.

Nicht zuletzt überzeugen moderne Softwares zur Finanzplanung durch ihre Sicherheit. So ist die Software LucaNet etwa mehrmals von der BARC Planning Survey 21 ausgezeichnet und überzeugte hier unter anderem in den Bereichen Business Value und Project Success.

Die Finanzierungslandschaft muss an Fahrt aufnehmen

Gast-Kommentar von Timo Bey, geschäftsführender Gesellschafter von Startupfinanzen.de, zum Thema Unternehmensfinanzierung von Startups via Venture Capital.

Ich bin Betriebswirt mit einer Spezialisierung im Bereich M&A, Sanierungs- und Insolvenzmanagement und habe zuvor praktische Erfahrungen als Head of Finance, Controlling & HR in einem Startup sowie im Investmentbanking im Bereich M&A, Corporate Finance, Distressed Advisory und Equity Capital Markets und in der Unternehmensberatung gesammelt. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Startupfinanzen.de unterstütze ich mit meinem Team Startups rund um das Thema der Unternehmensfinanzen. Hier supporten wir z.B. bei anstehenden Finanzierungsrunden, erstellen Finanzplanungen oder Unternehmensbewertungen. Aber auch das Tagesgeschäft begleiten wir etwa als CFO. In meiner Freizeit bin ich Mentor eines Startup-Accelerators und einer gemeinnützigen Organisation, die junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen unterstützt.“

„Es braucht mehr Kapital“

In vielen aktuellen Nachrichtenmeldungen und Artikeln lesen wir von florierenden Investitionen in Startups. Aber stimmt das? Naja, für einige bestimmt. Leider kommt das Geld aber nicht überall an. Dadurch kommt es zu einer ungleichen Verteilung, die man grob in drei Problemfelder aufteilen kann, die ich im Folgenden weiter beleuchten möchte:

So steigen Investitionen zwar in ihren Volumina, jedoch nicht in ihrer absoluten Anzahl. Genauer erhalten weniger Startups mehr Geld in einzelnen Finanzierungsrunden, wodurch das Volumen von Venture Capital im Absoluten steigt. Relativ betrachtet, sinkt die Anzahl einzelner Finanzierungsrunden. Dadurch sind besonders frühphasige Startups von einer Finanzierungslücke betroffen. Diese Lücke wird im „Startup-Lebenszyklus“ als die sogenannte „Valley of Death“ bezeichnet (siehe: https://www.startplatz.de/was-ist-ein-startup-definition/).

Die Finanzierungslandschaft für Startups in Deutschland

Um das Missverhältnis der Investitionen in Startups näher zu beleuchten, gehe ich nachfolgend auf die Finanzierungslandschaft für Startups in Deutschland ein:

Nach einer eigenen Auswertung der letzten sechs Jahre (2015 – 2020) des DSM (Der Deutsche Startup Monitor ist eine jährliche Onlinebefragung von Startups, in welcher Unternehmen, die jünger als 10 Jahre sind, untersucht werden) etwa, kann man klar erkennen, dass die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit von Venture Capital besonders hoch ist.

Exemplarisch bevorzugen 42,3 % der Startups eine Finanzierung durch Venture Capital und nur 18,6 % der Startups haben eine erhalten.

Ein weiterer Trend verstärk dieses Ungleichgewicht noch weiter. So kann man die ungleiche Verteilung nicht nur am Lebenszyklus eines Startups festmachen, sondern es spielen anscheinend auch geografische Faktoren eine gewichtige Rolle. Startups außerhalb der Finanzierungshotspots wie Berlin oder München haben es meist schwerer an Finanzierungen zu kommen.

Selbst unter den beiden Spitzenreitern klafft eine große Kluft. Zahlen der Unternehmensberatung EY zeigen, dass in der ersten Jahreshälfte 2021 Unternehmen aus Berlin mit 4,1 Mrd. Euro fast 70 % mehr Geld einsammeln konnten als Startups aus München.

Problemfeld: ungleiche Verteilung von Venture Capital und Co. zw. Gründer und Gründerinnen

Das letzte Problemfeld ist die ungleiche soziodemografische Verteilung von Venture Capital und ähnlichen Finanzierungsarten. Als Beispiel ist hier die ungleiche Verteilung von Finanzierungsmöglichkeiten zwischen männlichen Gründern und weiblichen Gründerinnen aufzuführen.

So haben laut Female Founders Monitor nur 5,2% der Frauen-Teams eine Finanzierung von 1 Mio. € oder mehr erhalten. Im Vergleich schafften Männer-Teams diese Marke mit einem Anteil von 27,8 %.

Obwohl die Probleme von Female Foundern vielschichtig sind, Stichwort geringer Anteil der Gründerinnen, so erkennt man dennoch eine ungleiche Verteilung des Finanzierungsangebotes zwischen Mann und Frau.

Diese Maßnahmen sind jetzt zu ergreifen

Ich glaube, dass die vorherrschenden Gegebenheiten das Potential, das von vielen Startups ausgehen könnte, systematisch nicht zur Entfaltung kommen lassen. Damit die Potentiale besser zum Tragen kommen und die Finanzierungslandschaft an Fahrt aufnimmt, schlage ich Folgendes vor:

  • Incentivierung des Mittelstands, sich an frühphasigen Startups zu beteiligen.
  • Bereitstellung von Know-how, Coaching und einem Netzwerk - zielgerichtet an weibliche Gründerinnen.
  • Professioneller Brückenbau zwischen den einzelnen Bundesländern und ausländischen Investoren.
  • Aufbau besserer Organisationsstrukturen von staatlichen und halbstaatlichen Fonds mit Expertengremien mit Nähe zu Startups.
  • Öffentliche Workshops und Weiterbildungsprogramme für Business Angels (z.B. Schärfen des Investitionsfokus).
  • Ausbau von Hubs und Acceleratoren.
  • Transparenz der Investitions- und Finanzierungslandschaft für Startups.

Der Autor Timo Bey ist geschäftsführender Gesellschafter von Startupfinanzen.de sowie Sprecher für das Ressort NRWenture von NRWalley e.V., das sich für bessere Finanzierungsmöglichkeiten für Startups einsetzt.

Ratgeber: Staatliche Corona-Hilfen

Das Thema ist alles andere als sexy – aber schlichtweg wichtig: Was tun, wenn Rückzahlungen drohen?

Dank der zahlreichen, seit April 2020 staatlich bewilligten Finanzhilfen, konnten viele Selbstständige und Kleinunternehmer die Lockdown-Monate überbrücken und pandemiebedingte Liquiditätsengpässe bewältigen. Die schnelle Antragsbewilligung ließ allerdings kaum Zeit für eine detaillierte Prüfung. Jetzt folgen nach und nach flächendeckende Überprüfungen, ob die beantragenden Unternehmen tatsächlich Bedarf an Unterstützung hatten und die Förderbedingungen erfüllen. Wer die Hilfen zu Unrecht erhalten hat, dem drohen (Teil)-Rückzahlungen sowie im schlimmsten Fall sogar straf- und gewerberechtliche Konsequenzen. Noch bis Ende September haben die Empfänger*innen Zeit, zu überprüfen, wie hoch ihr Bedarf tatsächlich war. Nicht benötigtes Geld muss bis Jahresende zurückgezahlt werden. Der folgende Beitrag klärt darüber auf, in welchen Fällen Unternehmen von Rückzahlungen betroffen sein können, was sie jetzt tun sollten und warum sich eine Rechtschutzversicherung lohnt.

Im Juni 2021 meldete das Bundeskriminalamt, dass der Betrug im Zusammenhang mit den Finanzhilfen zu einem sprunghaften Anstieg des Subventionsbetrugs von 318 Fällen im Vorjahr auf 7.585 Fälle geführt hat. Eine Umfrage der Welt am Sonntag bei den 16 Landeskriminalämtern ergab zudem, dass es bereits im Mai 2020 stattliche 25.400 Verdachtsfälle von Subventionsbetrug in Bezug auf die Corona-Hilfen gab. Allerdings haben nicht alle Antragssteller*innen absichtlich betrogen, sondern z.B. zu Beginn der Pandemie vorsorglich Soforthilfe beantragt. Spätestens mit Abgabe der Steuerklärung für 2020 wird dann aber oft klar, dass sie die Hilfe gar nicht gebraucht hätten.

Heißt das nun, dass ein Subventionsbetrug vorliegt? Hier kommt es darauf an: Hat sich der Unternehmer bzw. die Unternehmerin bei Antragstellung keine Gedanken darüber gemacht, ob und in welcher Höhe er bzw. sie antragsberechtigt ist, ist er bzw. sie bei missbräuchlicher Antragstellung zumindest wegen leichtfertigen Handelns strafbar. Wer seinen Liquiditätsbedarf hingegen nur falsch eingeschätzt hat und der Förderstelle nach Ablauf des Förderzeitraums meldet, dass er keinen so hohen Liquiditätsbedarf hatte, wie geplant, macht sich nicht strafbar. Wird dies jedoch nicht gemeldet, liegt ebenfalls eine Straftat vor.

Wem stehen die staatlichen Corona-Soforthilfen rechtmäßig zu?

Der einmalige Zuschuss in Form der Corona-Soforthilfe sollte eine existenzbedrohende Notlage durch Corona abwenden und wurde auf Antrag für drei Monate an die Unternehmen ausgezahlt. Er dient länderabhängig nahezu ausschließlich der Deckung von Betriebskosten (z. B. Betriebsmiete, Strom-, Versicherungs- oder Telefonkosten). Die Hilfe von bis zu 15.000 Euro darf hierbei aber nicht allgemeine Lebenshaltungskosten des Unternehmens oder die im Rahmen des Kurzarbeitergeldes erstattungsfähigen Personalkosten decken. Auch Umsatzeinbuße dürfen durch die Förderung nicht ausgeglichen werden. Ebenso wenig darf eine Überkompensation vorliegen, z.B. bei Inanspruchnahme verschiedener Förderungen oder für den Fall, dass das Unternehmen noch über eigene betrieblicher Rücklagen verfügt.

Wie verhält es sich bei der Überbrückungshilfe III …

Seit dem zweiten Lockdown gibt es zusätzlich die Überbrückungshilfe. Auch hier stellt sich die Frage: Welche Kriterien müssen erfüllt sein, um die Unterstützung rechtmäßig zu erhalten? Wer einen Antrag gestellt hat, muss zunächst nachweisen können, dass seine Geschäfte wegen Corona schlechter laufen als vorher, und zwar auf einen Monat gerechnet um mindestens 30 Prozent – alternativ um mindestens 50 Prozent in einem Zeitraum von drei Monaten. Darüber hinaus muss der Umsatz generell niedriger sein als 750 Millionen Euro. Des Weiteren sind Selbständige im Nebenerwerb von der Hilfe ausgenommen, genauso wie Unternehmen, die sich bereits vor dem 31. Dezember 2019 in einer finanziellen Notlage befanden.

… und dem Kurzarbeitergeld?

Von der Bundesagentur für Arbeit bekommen Unternehmer Kurzarbeitergeld und Sozialversicherungsbeiträge erstattet – ganz oder zu Teilen. Damit diese Hilfen ausbezahlt werden, müssen Angaben darüber gemacht werden, wie lange und in welchem Umfang das Unternehmen von Kurzarbeit betroffen sein wird. Das Unternehmen muss mindestens eine(n) Arbeitnehmer*in beschäftigen und einen erheblichen Arbeitsausfall vorweisen können. Dazu müssen mindestens zehn Prozent der Arbeitnehmer*innen zehn Prozent weniger an monatlichen Bruttoeinkünften erhalten. Darüber hinaus wird der Zuschuss nur nach Abbau von Resturlaub, Überstunden, dem Vorziehen späterer Arbeiten und nur für sozialversicherungspflichtige Angestellte gewährt. Und grundsätzlich gilt: Nichts geht ohne die Zustimmung des betroffenen Mitarbeitenden (sowie ggf. dem Betriebsrat). Wichtig ist es, die Arbeitszeiten der Mitarbeiter*innen während der Kurzarbeit zu dokumentieren, da diese später nachgewiesen werden müssen.

Wer ist von einer Rückzahlung betroffen?

Die schnelle Antragsbewilligung und Zuschusszahlung in den ersten Monaten führte dazu, dass oftmals ungeprüft der Förderhöchstbetrag ausgezahlt wurde - ein möglicher Grund, warum ggf. eine (Teil)-Rückzahlung der Soforthilfe erforderlich ist. Weitere Gründe sind z.B. ein schnellerer Umsatzanstieg oder ein geringerer Liquiditätsbedarf als seinerzeit geschätzt sowie Doppelerhalt der Förderung bei nur einem Antrag aufgrund technischer Probleme, Überkompensation oder unberechtigte Beantragung aufgrund fehlerhafter Einschätzung der Antragsvoraussetzungen. In Bezug auf das Kurzarbeitergeld gilt zudem: Wurde doch mehr gearbeitet als für das Kurzarbeitergeld erlaubt, muss auch diese Unterstützung zurückgezahlt und der Antrag zurückgezogen werden.

Grundsätzlich ist jeder Antragstellende selbst verpflichtet, zu prüfen, ob er oder sie sich durch die Corona-Krise in einer existenzbedrohenden Wirtschaftslage befindet und wie hoch der tatsächliche Liquiditätsbedarf ist. Bei Unstimmigkeiten hat er diese unverzüglich bei der bewilligenden Stelle zu melden und eine (Teil-)Rückzahlung an diese vorzunehmen. Besteht also der Verdacht, den Antrag fehlerhaft ausgefüllt und somit zu Unrecht Geld erhalten zu haben oder wurde schlichtweg weniger Geld benötigt, als zunächst angenommen, ist es auch sinnvoll, dieses in Eigeninitiative zurückzuzahlen und nicht auf die Aufforderung zu warten. Eine solche Rückzahlung ist straffrei möglich. Anders ist dies im Falle des Subventionsbetruges. Dieser liegt dann vor, wenn man vorsätzlich versucht hat, sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen. Aber auch dann lohnt eine freiwillige Rückzahlung, die sich in diesem Fall strafmildernd auswirken kann.

Wie erfolgt die Rückzahlung?

Die Abwicklung der Rückzahlungen variiert, wie auch die Antragstellung und deren Voraussetzungen selbst, je nach Bundesland. Einige Länder bieten etwa online Formulare für die Prüfung des Liquiditätsbedarf und die Meldung ggf. notwendiger Rückzahlungen an. In anderen Ländern genügt wiederum die Schilderung des Sachverhalts und die Mitteilung der Rückzahlung an die auszahlende Stelle mittels eines formlosen Schreibens. In der Regel erfolgt die Rückzahlung auf das auszahlende Konto der jeweiligen Landesbank unter der Angabe „Rückzahlung“, des Bescheiddatums sowie der Bescheidnummer.

Versicherung, Steuerberater und Dokumentation – alles, was jetzt wichtig ist!

Corona-Hilfen sind nicht steuerfrei, sie zählen zu den Betriebseinnahmen und müssen in der Steuererklärung angegeben werden. In der Steuererklärung 2020 gibt es dafür die neue Anlage „Corona-Hilfen“. Hier sind alle 2020 erhaltenen Zuschüsse anzugeben. Und wer ohne Corona-Hilfe ausgekommen ist, muss erklären, dass er nichts bezogen hat. Da auch die Prüfung einer möglichen Überkompensation im Rahmen der Steuererklärungen 2020 erfolgen soll, ist es ratsam, einen Steuerberater hinzuzuziehen, der mögliche Überzahlung von Soforthilfen im Blick hat und auf eine eventuelle Rückzahlungsverpflichtung hinweist.

Da die Steuererklärungen oder Jahresabschlüsse aber meist erst im Jahr 2022 oder später vorliegen, ist es ohne Aufzeichnungen für Unternehmen kaum möglich, genau nachzuweisen, dass, wann, warum und in welchem Umfang sie zu Beginn der Pandemie oder auch im Jahr 2021 Zahlungsprobleme hatten. Daher sollten Unternehmer*innen, die Hilfen erhalten haben, spätestens jetzt tätig werden und möglichst rückwirkend ab März 2020 dokumentieren, wie sich die Situation im Betrieb entwickelt hat und warum die staatlichen Hilfen benötigt wurde. Je besser und detaillierter die Dokumentation, desto leichter und schneller lassen sich mögliche unberechtigte Rückforderungen der Behörden widerlegen.

Nicht zuletzt lohnt sich in dieser Situation auch eine Rechtsschutzversicherung, die vor teuren Gerichts- und Anwaltskosten schützt. Wer noch keine hat, sollte diese unverzüglich abschließen, denn im Ernstfall muss diese schon vorhanden sein, bevor ein Streitfall eintritt. Vor dem Abschluss sollten Unternehmer*innen darauf achten, dass der Rechtsschutz zum eigenen Unternehmen und den jeweiligen Bedürfnissen passt. Anbieter wie insureQ bieten komplett digitale, schnell abschließbare und individuell auf den Versicherungsnehmer bzw. die Versicherungsnehmerin angepasste Pakete an, wobei nur für den Schutz bezahlt wird, den er oder sie wirklich braucht.

Der Autor Alexander Le Prince ist CEO und Mitgründer von insureQ

Änderungen bei der Einfuhrumsatzsteuer

Die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) wird von der Zollverwaltung erhoben, wenn Waren aus Drittländern - also Staaten, die nicht der EU angehören - nach Deutschland eingeführt werden. Für Unternehmen haben sich zum 1. Juli 2021 diesbezüglich einige wichtige Änderungen ergeben, auf die wir im Folgenden näher eingehen.

Sinn und Zweck der Einfuhrumsatzsteuer

Warum gibt es die Einfuhrumsatzsteuer überhaupt? Erhältst du Waren aus einem Staat, der nicht der EU angehört, so fällt im Ausfuhrland keine Umsatzsteuer an. Um zu verhindern, dass Verbraucher*innen die Waren völlig ohne Umsatzsteuer erhalten, wird die Einfuhrumsatzsteuer erhoben. Ansonsten wären Waren aus einem Drittstaat steuerlich begünstigt.

Unternehmer*innen sollten sich dessen bewusst sein, dass seit dem 1. Juli 2021 umfangreiche Änderungen im Bereich E-Commerce gelten. Diese sollen den grenzüberschreitenden Handel vereinfachen und für faire Wettbewerbsbedingungen sorgen, welche Unternehmern innerhalb der EU zugutekommen. Die wichtigsten Punkte fassen wir hier zusammen.

Waren mit einem Wert von bis zu 22 Euro sind nicht mehr von der Einfuhrumsatzsteuer befreit

Bislang galt für Waren mit einem Wert von bis zu 22 Euro eine Befreiung von der Einfuhrumsatzsteuer. Diese fällt nun weg. Das bedeutet: Bereits ab dem ersten Cent wird die EUSt fällig. Damit werden Versandhändler*innen aus einem Drittstaat zukünftig nicht mehr steuerrechtlich bevorzugt. Das soll wiederum die europäische Wirtschaft stärken.

Die Abgabe einer elektronischen Zollanmeldung ist verpflichtend

Ab sofort müssen alle Waren elektronisch beim Zoll angemeldet werden. Ausnahmen gelten dabei lediglich für Briefsendungen. Bei einem Warenwert von maximal 150 Euro reicht für die Anmeldung ein reduzierter Datensatz aus. Die entsprechenden Waren müssen dabei lediglich mit sechs Stellen tarifiert werden. Beachte jedoch, dass der reduzierte Datensatz nicht ausreicht, wenn es sich um Waren handelt, welche verbrauchsteuerpflichtig sind bzw. Beschränkungen oder Verboten unterliegen.

Für die elektronische Anmeldung soll ein neues IT-System mit dem Namen ATLAS-IMPOST eingeführt werden. Dieses ist momentan allerdings noch nicht verfügbar. Voraussichtlich können Sie darauf erst ab dem 15. Januar 2022 zugreifen. In der Zwischenzeit müssen

Unternehmen entsprechende Zollanmeldungen über die Fachanwendung ATLAS-Zollbehandlung durchführen. Es handelt sich dann um eine Standardzollanmeldung, für welche der volle Datensatz angegeben werden muss.

Weitere Option zur Anmeldung: Import One Stop Shop (IOSS)

Als Alternative zur elektronischen Anmeldung von Waren mit einem Wert von maximal 150 Euro über ATLAS-IMPOST wurde der sogenannte Import One Stop Shop (IOSS) eingeführt. Dabei handelt es sich um ein Internetportal, auf welchem sich die folgenden Gruppen registrieren können:

  • Verkäufer*innen aus Drittländern
  • In der EU befindliche Vertreter*innen, welche im Auftrag von Verkäufer*innen aus Drittländern handeln
  • Deutsche Unternehmen, welche Waren aus einem Drittland einführen und verkaufen

Das registrierte Unternehmen kann Waren in der EU verkaufen und dabei die Umsatzsteuer beim Erwerber erheben. Im Anschluss meldet er die Umsatzsteuer und entrichtet diese an die zuständige Steuerbehörde. Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass IOSS nicht genutzt werden kann, wenn es sich um B2B-Lieferungen handelt.

Wie funktioniert IOSS nun Schritt für Schritt? Zunächst muss sich das Unternehmen, wie bereits erwähnt, registrieren. Werden dann Waren bestellt, erhält das Unternehmen eine Zahlung vom Erwerber. Im Rechnungsbetrag ist die Umsatzsteuer enthalten. Es erfolgt anschließend der Versand der Ware in die EU. Damit der Import stattfinden kann, müssen die Waren beim Zoll angemeldet werden.

Nach einer Zollprüfung können die Waren an den Erwerber ausgeliefert werden. Der Verkäufer muss dann monatlich eine Erklärung über die eingenommene Umsatzsteuer bei der zuständigen Steuerbehörde abgeben und den Betrag entrichten.

Special Arrangement gemäß § 21a UStG: Sammelmeldungen für Post- und Kurierdienste

Neben dem Standardverfahren und IOSS gibt es noch eine weitere Option zur Entrichtung der Einfuhrumsatzsteuer. Hierbei handelt es sich um die Sonderregelung gemäß § 21a Umsatzsteuergesetz (UstG) - auch Special Arrangement genannt. Sie ist vor allem für Post- und Kurierdienste gedacht.

Die Person, welche die Waren erwirbt, zahlt dabei die Einfuhrumsatzsteuer an denjenigen, der die Waren angemeldet hat - also in der Regel den Post- oder Kurierdienst. Dieser muss den Betrag dann nicht sofort an die Zollverwaltung entrichten. Vielmehr wird ihm ein Zahlungsaufschub gewährt.

Im folgenden Monat ist er dann dazu verpflichtet, der zuständigen Zollstelle unter anderem mitzuteilen, wie viele Sendungen ausgeliefert wurden und wie viel Einfuhrumsatzsteuer er eingenommen hat. Nach einer entsprechenden Prüfung muss der Kurier- bzw. Postdienst dann die Einfuhrumsatzsteuer gesammelt an die Zollverwaltung zahlen.

Möchtest du mehr zur Einfuhrumsatzsteuer erfahren? Im Ratgeber von anwalt.org kannst du unter anderem nachlesen, was die Bemessungsgrundlage für die Steuer ist. Dort findest du unter anderem auch eine Infografik, welche die wichtigsten Informationen zur EUSt noch einmal anschaulich zusammenfasst.

Start-Booster für Gründer*innen

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Qonto: Wie ein digitales Geschäftskonto das Gründen eines Unternehmens grundlegend vereinfacht.

Der kürzlich veröffentlichte KfW Gründungsmonitor liefert ein umfassendes Bild des aktuellen Gründungsgeschehens in Deutschland. Ein Augenmerk der Studie liegt auf der Frage, mit welchen Hemmnissen Gründer*innen hierzulande zu kämpfen haben. Neben den vielschichtigen Corona-bedingten Störfaktoren nennen die befragten Selbständigen insbesondere Finanzierungsschwierigkeiten, steuerliche Belastungen sowie bürokratische Hürden, die ihnen das Gründen bzw. Durchstarten massiv erschweren.

Vor diesem Hintergrund erhalten Tools und Dienstleistungen, die es Gründer*innen individuell ermöglichen, möglichst unkompliziert und schnell unternehmerisch handlungsfähig zu sein, eine noch wichtigere Bedeutung. Denn sie verschaffen den nötigen Vorsprung, den ein innovatives, am Markt noch nicht etabliertes Unternehmen vom Start weg benötigt.

Eine Branche, die sich diesem wichtigen Thema angenommen hat, sind die Banken. Hier sind es insbesondere die sog. Neobanken, oft selbst Start-ups, die mit ihren innovativen digitalen Konzepten und Services neue Märkte kreieren, den strukturellen Wandel vorantreiben und damit auch gezielt Gründer*innen wertvolle Starthilfe bieten. Das Motto: Start-ups wissen besser, was Gründer*innen wirklich brauchen.

Was Neobanken leisten

Die Banken-Branche versucht seit Jahren den Spagat zwischen teurem Filialnetz und digitalen Angeboten. Während die etablierten Player eher mit Filialschließungen für Aufsehen sorgen (und das nicht erst seit der Pandemie), trumpfen digitale Neobanken mit Innovationen. Indem sie Gründer*innen tatsächlich dort abholen, wo sie stehen: Am Anfang, idealerweise bereits im Gründungsprozess mit all seinen bürokratischen Hürden und Herausforderungen.

Qonto ist eines dieser dynamischen Fintech-Start-ups, die auf Gründer*innen fokussiert. Das Unternehmen wurde 2016 in Frankreich gegründet und bietet seine digitalen Services seit 2019 auch in Italien, Spanien und Deutschland an. Innerhalb von nur drei Jahren hat Qonto über 150.000 Unternehmen zu einem digitalen Geschäftskonto verholfen und ist damit Europas größter B2B-Digital-Finance-Anbieter.

Die fünf besten Tipps für Bitcoin-Anfänger

Was Sie auf jeden Fall wissen und beachten sollten, bevor Sie in Bitcoins investieren.

Einige Personen fühlen sich verunsichert, wenn sie daran denken, in Bitcoin zu investieren. Sie können jedoch in diese digitale Währung investieren und gute Renditen einfahren, wenn Sie es richtig machen. Wie bei den meisten Investitionen sollten Sie Ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen, bevor Sie sich an Bitcoin-Investitionen wagen.

Derzeit stürzen sich viele darauf, diese Kryptowährung an Kryptobörsen zu kaufen. Das liegt daran, dass sie gehört haben, dass man mit dem Handel von Bitcoin Geld verdienen kann. Andere kaufen diese virtuelle Währung und halten sie in der Hoffnung, dass ihr Wert weiter steigt.

Bitcoin wird als eine der disruptiven Technologien angepriesen, die die Welt verändern könnten. Das liegt daran, dass sie die Blockchain-Technologie nutzt, die bedeutende Entwicklungen in verschiedenen Sektoren bewirken könnte. Diese Technologie bietet ein dezentralisiertes, Peer-to-Peer-Netzwerk für den Datentransfer und die Abwicklung von Transaktionen. Sie ist vielseitig einsetzbar und kann zur Übertragung, Speicherung und Abwicklung von Daten in Banken, Krankenhäusern und anderen Bereichen verwendet werden. Um in Bitcoins zu investieren, können Sie diese Seite besuchen.

Die Verwendung der Blockchain-Technologie sollte Sie jedoch nicht dazu verleiten, überstürzt in Bitcoin zu investieren. Nehmen Sie sich stattdessen die Zeit, mehr über diese virtuelle Währung zu recherchieren, bevor Sie einen Investitionsschritt machen. Hier sind die fünf besten Tipps für Bitcoin-Anfänger.

Machen Sie zuerst einige Hausaufgaben

Bevor Sie mit dem Bitcoin-Investieren beginnen, nehmen Sie sich die Zeit, einige Hausaufgaben zu machen. Dazu gehört, zu verstehen, wie diese Kryptowährung funktioniert und warum viele Menschen in sie investieren wollen. Diese digitale Währung bietet eine seltene und einzigartige Gelegenheit für Investoren. Es wäre jedoch hilfreich, wenn Sie bei der Investition in diese Währung vorsichtig wären.

In Bitcoin zu investieren ist ein hochspekulatives Unterfangen. Das liegt daran, dass der Krypto-Markt unter- oder unreguliert ist. Daher sollten Sie nur einen Teil Ihres Geldes investieren. Machen Sie sich außerdem darüber vertraut, wie die Blockchain funktioniert und wie Sie mit dieser Investition Geld verdienen können.

Gehen Sie behutsam vor

Jede Investition ist mit gewissen Risiken verbunden. Hinzu kommt, dass sich Kryptowährungen wie Bitcoin im Vergleich zu Asset-Märkten wie Anleihen- und Aktienmärkten noch in der Entwicklungsphase befinden. Das bedeutet, dass die Investition in Bitcoin ein hochriskantes Unterfangen ist. Investieren Sie daher nicht Ihr Geld, wenn Sie nicht bereit sind, es zu verlieren.

Idealerweise beginnen Sie mit einem kleinen Teil, anstatt Ihr gesamtes Kapital zu investieren. Vermeiden Sie außerdem, den Bitcoin-Kursen hinterherzulaufen. Entscheiden Sie sich stattdessen für einen Einstiegspunkt und bleiben Sie dann bei Ihrer Investitionsstrategie. Die meisten Investoren liegen fast immer richtig, wenn es um die vorhersehbare Preisbewegung geht. Aber Ihr Timing kann daneben liegen. Seien Sie daher geduldig und vermeiden Sie übereilte Entscheidungen.

Diversifizieren Sie Ihre Investitionen

Vermeiden Sie es, Ihr gesamtes Geld in ein einziges Bitcoin-Projekt zu investieren. Stattdessen sollten Sie Ihr Portfolio diversifizieren. Zum Beispiel können Sie einen Teil des Bitcoins kaufen und halten, während Sie gleichzeitig mit dieser Kryptowährung Daytrading betreiben. Auf diese Weise können Sie vermeiden, Ihre gesamte Bitcoin-Investition zu verlieren, wenn eine Strategie nicht funktioniert.

Idealerweise recherchieren Sie verschiedene Möglichkeiten, in Bitcoin zu investieren und wählen dann mehrere Optionen aus, die zu Ihnen passen. Außerdem sollten Sie sich über die neuesten Entwicklungen in diesem Sektor auf dem Laufenden halten, um bei jedem Schritt die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Speichern Sie Ihre Bitcoins in Wallets

Sie sind wahrscheinlich schon auf Krypto-Börsen gestoßen. Diese sind gute Marktplätze für den Kauf von Bitcoin. Bewahren Sie Ihre Bitcoin jedoch nicht in einer Krypto-Börse auf. Das liegt daran, dass diese Plattformen keinen Wert auf die Sicherheit von Kryptowährungen legen. So kann jemand eine Krypto-Börse hacken, was zum Verlust all Ihrer Bitcoin führt. Bewahren Sie daher die Bitcoin in Ihren Wallets auf und sorgen Sie für die Privatsphäre und Sicherheit Ihrer Zugangsschlüssel.

Seien Sie auf die Volatilität vorbereitet

Der Bitcoin-Markt ist notorisch volatil. Sie können jedoch verschiedene Strategien anwenden, um mit den Preisschwankungen von Bitcoin umzugehen. Zum Beispiel können Sie Diversifikation als Strategie für den Umgang mit Preisschwankungen nutzen. Kaufen und Halten ist auch eine effektive Strategie, die Investoren nutzen, um mit den unvermeidlichen Bitcoin-Kursschwankungen umzugehen. Dazu gehört, dass Sie der Versuchung widerstehen, Ihre Kryptowährung sofort zu verkaufen, sobald der Preis zu schwanken beginnt.

Fazit

Das Investieren in Bitcoin kann gute Renditen bringen. Sie sollten jedoch eine effektive Strategie haben und diese Tipps während Ihrer Investitionsreise befolgen. Halten Sie sich außerdem über Nachrichten und Ereignisse auf dem Laufenden, die den Wert dieser Kryptowährung beeinflussen können.

Rechnungswesen: Kreativ, aber schief?

Das Rechnungswesen (neu) zu gestalten, ist wie ein Haus zu bauen. Es gilt: Ist der Bauplan falsch, wird das Haus schief. So vermeidest du Schieflagen von Anfang an.

Der erste Gedanke des jungen Unternehmers gilt dem Produkt und dem Markt. Das sollte immer so bleiben. Die Entwicklung des Unternehmens bringt es mit sich, dass es in die Bereiche Funktion, Einkauf, Produktion, Vertrieb, Verwaltung etc. aufgeteilt werden muss. Je nachdem, in welcher Entwicklungsphase das Unternehmen gerade ist – Seed-Phase, Start-up-Phase, Emerging Growth oder Expansion –, kommt diesen Bereichen eine besondere Gewichtung zu. Mit zunehmendem Wachstum werden diese immer umfangreicher und der junge Unternehmer muss Verantwortung abgeben und für die einzelnen Funktionsbereiche jeweils eine Abteilung aufbauen. Der Abteilung Rechnungswesen fällt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn neben der Aufsicht über die Geldangelegenheiten des Unternehmens sollen hier auch die Buchhaltung, die Registratur und das Controlling abgewickelt werden. Zudem greift diese Abteilung in alle anderen Abteilungen des Unternehmens ein oder ist in diesen zumindest präsent.

Dieser Zusammenhang soll anhand des Prozesses der Liquiditätsplanung verdeutlicht werden. Die Liquiditätsplanung ist die planvolle Zusammenführung der Ergebnisse von mindestens vier eigenständigen Prozessen. Diese Planung sollte für dein Unternehmen niemals so wichtig werden, dass sein Fortbestand davon abhängig ist. Die Liquiditätsplanung sollte durch permanente, tägliche Übung eine präzise Routine sein, die 100 Prozent genaue und verlässliche Auskunft gibt.

Daraus ergibt sich, dass du für die Erstellung einer Liquiditätsplanung folgende Instrumente benötigst:

  • Offene-Posten-Liste,
  • erwartete Umsätze anhand des Auftragsbestandes (Plan­umsatz),
  • offene Verbindlichkeiten sowie
  • geplante Kosten.

Jetzt gilt es, diese Instrumente so aufzubauen und zu koordinieren, dass eine Liquiditätsplanung entsteht.

Die Struktur des Rechnungswesens

Rechnungswesen ist primär ein Zusammenspiel aus Buchhaltung und Betriebsdatenerfassung. Beide Bereiche müssen so verknüpft werden, dass du sinnvolle und richtige Werte erhältst. Zudem besteht eine Wirkung nach außen, zum Beispiel mit der Bilanz und der Normierung im Handelsgesetzbuch (HGB) sowie in den Steuergesetzen, und eine Wirkung nach innen mit der Notwendigkeit, Kalkulationen und Kosten zu bestimmen. Dabei orientiert sich die europäische Normierung des Rechnungswesens primär an Kosten und Erträgen sowie am Schutz der Gläubiger*innen, wohingegen die angelsächsische Normierung eher Umsatz und zukünftige Profit-Möglichkeiten zulässt. Beides ist in gewissem Maß richtig und führt zur Frage: Wollen wir nicht alle mit wenig Umsatz den meisten Gewinn erzielen?  Denn wir wissen: Umsatz ist Arbeit, Gewinn ist Steigerung der Lebensqualität!

Externes Rechnungswesen

Mit dem externen Rechnungswesen sind die Ergebnisse aus der Bilanz gemeint, die für externe Interessengruppen wie Banken, Lieferanten, Kunden und Steuerbehörden unter Einhaltung der gesetzlichen Normen wichtig sind. Diese Aufgabe kann sehr gut von einem Steuerberater erbracht werden.

Internes Rechnungswesen

Unter internem Rechnungswesen versteht man die Nutzung der Buchhaltung im Zusammenspiel mit der Betriebsdatenerfassung, um damit Auswertungen für den eigenen Gebrauch zu erstellen, zum Beispiel für die Liquiditätsplanung, die Abweichungsanalyse und die Kalkulation. Das interne Rechnungswesen hilft dir also, unternehmerische Entscheidungen zu treffen. Das kannst nur du in deinem Unternehmen gestalten.

Betriebsdatenerfassung – die wenig beachtete Größe

Die Betriebsdatenerfassung ist die dritte, wenig beachtete Säule des Rechnungswesens. Hier wird festgelegt, was eine Leistungseinheit kosten soll. Es werden verbrauchte Leistungen und entstandene Halbfertig- und Fertigprodukte erfasst. Das sind messbare Werte. Diese müssen zu den erfassten Kosten auf die richtige Kostenstelle und Kostenart bei der Verbuchung jedes einzelnen Belegs passen.

Es gilt also, das Rechnungswesen so zu strukturieren, dass die Ergebnisse aus der Betriebsdatenerfassung zu den Ergebnissen des Rechnungswesens passen.

Beispiel: Die Kosten pro Kilometer setzen sich aus den gemessenen Fahrleistungen und den Kosten zusammen. Erfassen muss man also die Fahrleistung in Kilometern und die Kosten, die das Auto verursacht. Die Kosten sind dann falsch, wenn die Buchhaltung zum Beispiel Tankbelege falsch zuordnet oder die privat gefahrenen Kilometer nicht erfasst werden. Bei einem Fuhrpark mit 100 Fahrzeugen kann das schon mal passieren.

Der Weg zum internen Rechnungswesen

Vom Steuerberater zum internen Rechnungswesen – hier ist Diplomatie gefragt! Steuerberater*innen leisten in der Anfangsphase eines Start-ups Hervorragendes. Denn es gibt Tausende bürokratische Dinge zu tun. Belaste dich nicht damit. Die Buchhaltung hat am Anfang des Unternehmens hauptsächlich externe Wirkung und ist somit bei Steuerberater*innen in besten Händen. Irgendwann will jedoch der Unternehmer eine tagesaktuelle Liste mit offenen Posten, seine Liquidität in den nächsten vier Wochen bis sechs Monaten planen, seine Kosten zuordnen, eine Kalkulation aufbauen, eine Planung machen und so weiter. Er will sein Unternehmen also in Zahlen abgebildet sehen. Dafür muss er eine aussagekräftige interne Buchhaltung aufbauen und benötigt eine Betriebsdatenerfassung, welche die dazu passendenden Werte liefert.

Überzeuge deine Steuerberatung

Steuerberater*innen können diese Aufgabe einer aussagekräftigen internen Buchhaltung kombiniert mit dem Controlling nicht mehr erfüllen. Ganz einfach deshalb, weil sie als Externe von den täglichen Geschehnissen und der notwendigen richtigen Zuordnung der Belege zu weit weg sind. Allein schon die Zeitspanne zwischen der Abgabe der Belege beim Steuerberater am Monatsende bis zu deren Auswertung am Ende des folgenden Monats ist zu lang. Für Steuerberater*innen erschließen sich jedoch neue Beratungsfelder, die hauptsächlich in der Darstellung der externen Buchhaltung mit ihren Anforderungen an Handels- und Steuerrecht liegen sowie in der strategischen Beratung.

Struktur des internen Rechnungswesens

Die Anforderungen an das interne Rechnungswesen sind unbegrenzt. Es gibt unendlich viele Instrumente, aber nur wenige sind für die Steuerung deines Unternehmens wichtig. Es gibt Standardinstrumente, die unbedingt angewandt werden müssen und andere, die nur für dieses Unternehmen wichtig sind. Hier gilt: Die Struktur der einzelnen Instrumente muss aufeinander abgestimmt sein. Es gibt eine Hierarchie, wie welche Instrumente aufeinander aufbauen. Daran solltest du dich unbedingt halten.

Ein Beispiel: Eine Proficenter-Rechnung kann erst dann installiert werden, wenn die Struktur in externer und interner Buchhaltung richtig gelegt ist und die Verrechnungspreise stimmig sind.

Die wichtigsten grundlegenden Instrumente sind eine unternehmenseigene Struktur der Konten der Buchhaltung und die Kostenarten- sowie Kostenstellen-Rechnung. Sind in diesen Instrumenten strukturelle Fehler enthalten, ist das ganze zukünftige Gebäude der Kostenrechnung in Gefahr. Sind die Strukturen stimmig und richtig gesetzt, können zum Beispiel die Liquiditätsplanung und die Budgetierung aus derselben Struktur entwickelt werden. Liquiditätsplanung und Budgetierung passen dann auf ein Blatt Papier.

Abstrakt betrachtet, haben die einzelnen Instrumente folgende Ziele (die nachfolgende Aufzählung ist nur unvollständig):

Zeitreihen aus Vergangenheit und Zukunft

  • über das ganze Unternehmen oder
  • über bestimmte Segmente,
  • Produktgruppen,
  • Verkaufsgebiete etc.,
  • Umsätze nach Produktgruppen,
  • Gegenüberstellung von Vergangenheit-Ist-Plan.

Kalkulationssätze

  • Stundensatz.
  • Materialeinsatz.
  • Lohnstückkosten.
  • Gemeinkosten.
  • Vertriebskosten.

Gruppierungen zu

  • Produkten,
  • Verkaufsgebieten,
  • Rohstoffen,
  • Dienstleistungen.

Kennzahlen

  • für die tägliche Information: offene Posten, Auftrags­bestand, geleistete Stunden etc.
  • langfristige Kennzahlen wie Warenbestand, Auftrags­bestand, Forschung und Entwicklung etc.

Auswertungen für externe Interessent*innen

  • Steuererklärungen,
  • statistische Meldungen.

Geeignete Strukturen finden und umsetzen

Oft fällt es schwer, Strukturen zu entwickeln, die im Rechnungswesen ein genaues Abbild des Unternehmens darstellen. Das Problem besteht darin, unter Berücksichtigung der Regeln der abstrakten Betriebswirtschaft das individuelle Rechnungswesen zu entwickeln und gleichzeitig die Anforderungen aus der externen Buchhaltung (z.B. steuerliche Vorschriften) zu erfüllen. Oder anders ausgedrückt: Wie kann der Produktionsablauf im Rechnungswesen so dargestellt werden (internes Rechnungswesen), dass die Buchhaltung die externe Wirkung erfüllt und zudem die Grundlage zur Berechnung von z.B. Kalkulationssätzen sein kann? Welche Instrumente sind notwendig, wenn sich ein Start-up zum Beispiel mit der Gewinnung von Blutplasma befasst oder Bekleidung aus Stoffbahnen schneidet oder Silber für hochreflektierende Metallbahnen verdampft oder Programmierleistungen erbringt?

Das Bestimmen der Lohnkosten ist relativ einfach, schwieriger ist es, den Maschinenstundensatz zu bestimmen. Man denke hier an die Kosten der Stromerzeugung bei Windkraftanlagen: 80 Prozent der Kosten sind fix, der Wind weht aber unterschiedlich stark. Oder: Wie bestimmt man den Wert angefangener Programmierleistungen? Diese liegen im Computer und lassen sich im Gegensatz zu Lagerbeständen schlecht messen oder zählen. Möglich ist dies ist dann, wenn die wesentlichen Einflussgrößen der betrieblichen Praxis in die abstrakte Lehre der Betriebswirtschaft übertragen werden und daraus eine überschaubare Struktur mit allen zur Verfügung stehenden Instrumenten des Rechnungswesens wird. Dies beginnt zum Beispiel mit einem Kontenrahmen, der auf das Unternehmen abgestimmt ist und der geeigneten Definition der Kostenarten- und Kostenstellenrechnung.

Die größten Stolperfallen

Um Fehler zu vermeiden, muss man wissen, dass sich Rechnungswesen letztendlich nur in einem zweidimensionalen Raum abspielt: Alle Tabellen haben zwei Achsen: die X- und die Y-Achse. Selten ist es möglich, unter Beibehaltung einer Struktur (einer Achse) zwei und mehr Tabellen zu generieren. Dreidimensionale Darstellungen können schnell sehr unübersichtlich werden. Zudem ist strikt darauf zu achten, dass die verwendeten Begriffe immer die gleichen Inhalte haben. Zum Beispiel bieten ERP-Systeme oft Funktionen, die unterschiedliche Grundlagen fordern. Das Umsatzkostenverfahren braucht eine andere Struktur im Kontenrahmen als das Gesamtkostenverfahren. Es sind zwei unterschiedliche Betrachtungen:

  • Umsatzkostenverfahren: Gewinn = Umsatz – Kosten des Umsatzes;
  • Gesamtkostenverfahren: Gewinn = Umsatz – (Material­einsatz + Gemeinkosten).

Ein häufiger Fehler ist auch die sog. Buchungshygiene, also die unrichtige Verbuchung der Belege in falschen Konten und Kostenstellen. Ein weiterer Fehler ist das partielle Vertauschen der Struktur in einer Tabelle. Ein typisches Beispiel ist das Vertauschen von Kostenstellen und Kostenarten im Betriebsabrechnungsbogen. Ein Beispiel verdeutlicht den Zusammenhang: „Kosten pro Kilometer“ – die X-Achse stellt die Kosten dar, die Y-Achse die gefahrenen Kilometer. Was passiert, wenn im Bereich von 70 bis 130 km die Achsen vertauscht werden?  Das Ergebnis heißt dann in diesem Bereich Kilometer pro Kosten. Können wir mit dieser Aussage etwas anfangen? In Amerika wäre das selbstverständlich „miles per gallon“.

Gefahren bei der Einführung

Der Prozess der Gestaltung des Rechnungswesens wird unterschätzt. Häufig passieren hier folgende Szenarien: Wer soll das Rechnungswesen gestalten? Der junge Unternehmer ist zunehmend mit den Auswertungen des Steuerberaters unzufrieden. Beide beschließen, einen Buchhalter einzustellen. Ein Buchhalter soll die oben beschriebenen Strukturen im Unternehmen aufbauen. Damit sind selbst exzellente Buchhalter überfordert, weil für den Aufbau der richtigen Struktur ein „Gestalter“ des internen Rechnungswesens notwendig ist, der die Struktur der Buchhaltung (externes Rechnungswesen) nicht auf den notwendigen Anforderungen der Steuergesetzgebung aufbaut, sondern diese gesetzeskonform an die Struktur des Unternehmens anpasst.

Außerdem setzt sich der Geschäftsführer rechtlichen Problemen aus. Ein Beispiel: Das Unternehmen hat sehr gut verdient und zahlt entsprechend Steuern. Die Steuervorauszahlungen werden nach oben angepasst. Im Folgejahr sind gleichbleibende Umsätze prognostiziert, jedoch verzögert ein Großkunde die Abnahme eines Auftrags. Zur Sicherung der Liquidität muss nun frühzeitig eine Anpassung der Steuervorauszahlung erfolgen. Doch dafür ist eine Liquiditätsplanung notwendig.

Ein weiterer Gefahrenpunkt ist die Zeitschiene bei der Einführung des internen Rechnungswesens. Das erste halbe Jahr wird benötigt, um die Grundstrukturen zu schaffen, die Gesamt­idee zu entwickeln, die Buchhaltung anzupassen, laufende Reportings zu integrieren, das IT-System kennenzulernen etc. Aus Sicht des Unternehmens ist in dieser Zeit aber nichts Greifbares passiert bzw. ist das, was man eigentlich erreichen wollte, noch nicht vorhanden.

Risiken

Für Unternehmensgründer*innen, die nicht selten einen rein technischen Hintergrund haben, kann Rechnungswesen ein Buch mit sieben Siegeln sein. Die Logik, von Soll nach Haben zu Buchen und das Bestimmen des Gewinns anhand des Vermögensvergleichs in einer Zeitperiode sind sehr verwirrend. Hinzu kommt ein Begriffs-Wirrwarr: Gleiche Sachverhalte werden oft unterschiedlich bezeichnet. Das führt zu Missverständnissen und letztlich zu Misstrauen. Der beauftragte „Gestalter“ muss genug Empathie haben, um alle Mitarbeitenden abzuholen, und er muss ihnen die neuen Strukturen so erklären, dass sie akzeptiert werden.

Ein weiterer Aspekt ist die notwendige Veränderung der bestehenden Struktur bzw. der Umgang mit daraus entstehenden Altlasten. Denn der Einfluss des Festhaltenwollens ist enorm. Es ist viel Überzeugungsarbeit vonnöten, wenn es einen neuen Kontenrahmen zu vermitteln gilt, ein neues Modell zur Bewertung der Bestände gibt oder die Tatsache kommuniziert werden muss, dass Cashflow-Betrachtung (Analyse der vergangenen Zahlungsströme) und Liquiditätsplanung (zukunftsorientierte Planung der Zahlungsströme) nicht das Gleiche sind.

Wichtig: Zuerst die Pflicht und dann die Kür. Der „Gestalter des Rechnungswesens“ muss Nein sagen dürfen, wenn der Wunsch des Unternehmers nach einer bestimmten Auswertung bezüglich des sich aufbauenden, ineinandergreifenden Instrumentariums des Rechnungswesens noch nicht möglich ist.

Fazit

Die Entwicklung eines für dein Unternehmen geeigneten internen Rechnungswesens ist ein aufwändiger Prozess. Sie erfordert Erfahrung und Fingerspitzengefühl seitens des „Gestalters“ sowie den Mut, die Struktur für ein gesamtheitliches Rechnungswesen aufzuzeigen. Zudem ist die Bereitschaft gefragt, sich verändern zu wollen und dem „Gestalter“ das notwendige Vertrauen zu schenken. Außerdem ist es wichtig, erst einmal das Fundament des Rechnungswesens zu legen, um dann die Stockwerke, die einzelnen Instrumente des Rechnungswesens, Stück für Stück aufzusetzen – alles Weitere kommt von allein. Ob das Fundament richtig gelegt ist, zeigt sich in der Regel erst, wenn der erste Stock aufgesetzt wird.

Start-ups nehmen sich meist zu viel in zu kurzer Zeit vor oder werden von der Marktentwicklung überrannt. Wichtig ist, die grundlegenden Instrumente konsequent richtig zu gestalten. Das kostet am Anfang Zeit, macht sich aber bezahlt, wenn die folgenden Stockwerke aufgesetzt werden. „Gut Ding will Weile haben“ und „Weniger ist mehr“ sei hier geraten.

Wenn du dich dann mit den ersten Auswertungen in der Hand fragst: Warum haben wir das nicht schon immer so gemacht?, haben alle gut zusammengearbeitet. Es ist ein natür­liches Abbild der Werteflüsse des Unternehmens in Zahlen entstanden, dessen Aussagen leicht verständlich und nachvollziehbar sind. Es ist eine Entscheidungshilfe entstanden.

Der Autor Stefan Walther ist Betriebswirt und seit 20 Jahren in schnell wachsenden Unternehmen mit dem Aufbau von Rechnungswesen beschäftigt. Zudem ist er seit Jahren Tutor für Businesspläne bei BayStartUP, [email protected]