Tipps zur Homepage-Optimierung

So optimieren Sie Ihre Website

Autor: Christian Böhme
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Der Informationsbedarf im Internet ist groß, Tendenz steigend. Laut einer 2010 erhobenen Onlinestudie von ARD und ZDF nutzen 67,1% der Befragten ab 14 Jahren das Internet – und das fast jeden Tag! Meist haben die User ein konkretes Ziel vor Augen: schnell und zielgerichtet an Informationen gelangen. Dabei entscheidet der Nutzer innerhalb weniger Sekunden über Sympathie oder Antipathie der von ihm besuchten Webseite. Deswegen gilt für Webseiten-Betreiber: Führen Sie Ihren Besucher und heben Sie sich mit verkaufsstarken Argumenten von der Konkurrenz ab. Dabei spielt die Bedienbarkeit eine entscheidende Rolle. Christian Böhme, Experte für Website-Usability, verrät Ihnen die wichtigsten Dinge, die hier zu beachten sind.

Das virtuelle Aushängeschild Ihres Unternehmens

Ihre Webseite repräsentiert Ihr Unternehmen im Internet. Als wahres Multitalent in Sachen Marketing muss sie eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen. Wer den Bedürfnissen der User nicht gerecht wird, wird bestraft – durch das Verlassen der Seite. Der Online-Markt ist hart umkämpft, und die Konkurrenz ist nur einen Klick von Ihnen entfernt. Wer die Spielregeln im Internet nicht kennt und nicht konsequent befolgt, hat auf Dauer große Schwierigkeiten, sein Angebot einer Vielzahl von Interessenten näher zu bringen. Deshalb sollten Sie sich beim Blick auf Ihre Firmen-Homepage zunächst folgende drei Fragen stellen und beantworten:

  • Sind die Informationen, die auf der Seite zu finden sind, wirklich nützlich (Frage nach der Effektivität Ihrer Webseite)?
  • Findet der Nutzer tatsächlich, wonach er gesucht hat (Frage nach der Effizienz Ihrer Webseite)?
  • Lässt sich die Webseite leicht und intuitiv bedienen (Frage nach dem Maß der Benutzerfreundlichkeit Ihrer Webseite)

Zur Checkliste Häufige Fehler bei der eigenen Website

Wichtige Grundlagen

Einige Dinge haben sich online bereits als Standards etabliert. Dazu gehört unter anderem die einheitliche Platzierung von Führungs-Elementen – von diesen wird einfach erwartet, dass man sie an bestimmten Stellen findet:

  • Platzieren Sie deshalb die Navigation entweder links oder auch oben auf der Webseite.
  • Ihr Firmenlogo gehört in die linke obere Ecke – dabei ist ein Link auf die Startseite ein Muss.
  • Bei der Einbindung der Suchfunktion gibt es mehrere Möglichkeiten der Platzierung: links neben der Navigationsleiste, rechts oben oder auch zentral in der Mitte. Die Devise sollte hierbei lauten: Hauptsache gut sichtbar! Denn wer nach Informationen sucht, möchte diese auf schnellstmöglichem Weg.
  • Unter Kontakt erwarten Ihre Nutzer Kontaktinformationen. Ein einfaches Formular ist hier zu wenig. Bieten Sie auch Ihre Telefonnummer, E-Mail-Adresse und (sofern Sie Publikumsverkehr haben) die wichtigsten Anfahrtsinformationen an.

Wenn Sie von diesen Standards abweichen, machen Sie es Ihren Usern unnötig schwer bzw. Sie vergraulen sich potenzielle Kunden schneller, als gedacht. Deshalb gilt: Spielregeln unbedingt beachten!

Die Landeseite

Ein Leitsatz der Website-Usability ist: Die Landeseite (auf die Sie jemanden gezielt hinführen wollen) muss halten, was die Werbung verspricht. Binnen weniger Sekunden entscheidet sich hier, ob ein User „tiefer einsteigt“ – oder Ihre Webseite wieder verlässt. Dabei sind klare Führungselemente ein Muss: Dazu gehören unter anderem aussagekräftige Produktfotos, eine klare Navigations-Struktur und eindeutige Formulierungen. Verabschieden muss man sich als Webseiten-Betreiber von Vorstellungen wie: „Das sieht man doch“ oder „Das wird schon gefunden“. Das Gegenteil ist der Fall: Es gibt viele andere Webseiten mit den potenziell richtigen Antworten. Wird der Informationsbedarf bei Ihnen nicht gedeckt, geht die Suche weiter – bei der Konkurrenz.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 02/2010

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HR: Trend-Statements 2022

Sechs Personalverantwortliche HR-Profis erklären, worauf es im Jahr 2022 ankommt.

In den USA ist aktuell von der „Great Resignation“ die Sprache, denn Millionen von Arbeitnehmer*innen kündigten dieses Jahres ihren Job. Sie werden gegen höhere Gehälter, Unternehmenswerte, flexible Arbeitsorte und -zeiten sowie bedürfnisorientierte Benefits eingetauscht. Petra Strombeck, New-Work-CEO, hält fest: „Wir leben in einem Arbeitnehmermarkt“. So muss der Fokus auf einer neuen Unternehmenskultur liegen, um Talente zu gewinnen und binden. Sechs Personalverantwortliche HR-Profis erklären, worauf es im Jahr 2022 ankommt.

Hybrid Work: Was kommt nach dem Homeoffice?

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Nora Feist, Geschäftsführerin und HR-Verantwortliche der PR- und Brand-Storytelling-Agentur Mashup Communications 

Die einen blieben am liebsten ewig in ihren vier Homeoffice-Wänden, die anderen zieht die Sehnsucht nach Kolleg*innen und persönlichem Austausch zurück ins Büro. Egal, wie die eigene Präferenz ist und ab wann die Welt wieder im „Normalzustand“ ist, eines wird sich durchsetzen: Unternehmen werden auch in Zukunft auf Vertrauen setzen und flexible, hybride Arbeitsmodelle anbieten müssen. Und die Remote-Regelung war erst der Anfang, um Mitarbeitende zu halten und zu rekrutieren: Workation, 4-Tage-Woche, Vertrauensurlaub oder andere Freiheiten in der Arbeitszeitgestaltung sind inzwischen bei vielen Firmen zum Standard geworden. Als Konsequenz werden Corporate Coworking, Desk Sharing oder Mobile Work in Unternehmen Einzug halten, aber auch ein verändertes Verständnis von Führung mit Blick auf die orts- und zeitunabhängige Arbeit wird uns 2022 beschäftigen.

Ganzheitliche Benefits für Inklusivität und Wohlfühl Kultur im Team

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Samuel Turnwald, Head of Corporate Wellbeing Gympass Deutschland

2022 wird das Jahr des hybriden Arbeitens. Spätestens jetzt gilt es, das Wohlbefinden aller Mitarbeitenden sicherzustellen. Egal, wann, wo oder wie gearbeitet wird, Gesundheit genießt Priorität. Moderne CEOs schaffen hierzu eine Wellbeing-Kultur. Um wirklich alle im Unternehmen anzusprechen, wird es wichtig, einen inklusiven und ganzheitlichen Ansatz zu wählen. So hat sich gezeigt, dass der Zugang zu verschiedenen Lösungen für die mentale Gesundheit, körperliche Aktivität und Fitness, die Produktivität, das Wohlbefinden und die Stressbewältigung verbessert. Schließlich gilt: Arbeitsergebnis trumpft Arbeitszeit. Eine gesunde Belegschaft benötigt somit ganzheitliche Wellbeing-Maßnahmen, die flexibel und hybrid nutzbar sind. Inklusivität ist hier das Stichwort, damit jede und jeder das individuelle Angebot findet, was für die persönlichen Bedürfnisse am besten geeignet ist – sei es zu Hause, im Büro, im Werk oder unterwegs.

New Work auch in der Finanzabteilung etablieren

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Ante Spittler, CEO Moss

Mit New-Work-Modellen steigern Unternehmen nachweislich Motivation und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden. Homeoffice und Co. ermöglichen es Angestellten, ihre Tätigkeiten von zu Hause aus über digitale Kanäle zu erledigen. Doch nicht alle Unternehmensbereiche profitieren gleichermaßen. So sind Finanzabteilungen und ihre Prozesse ebenso wie ihre Mitarbeitenden häufig noch an die analoge Zettelwirtschaft sowie den Gang ins Büro gebunden. Dass dieser Zustand mit den Herausforderungen einer modernen Arbeitswelt kollidiert, ist offensichtlich. Dabei wäre die Lösung hier denkbar einfach. Digitale Kreditkarten und SaaS-Anwendungen ermöglichen es nicht nur administrativen Mitarbeitenden Zugriff auf das Firmenkonto zu gewähren, sondern auch jedem Angestellten. Gleichzeitig appelliert es an das Verantwortungsbewusstsein der Kolleg*innen, im Rahmen der eigenen Rolle eine bestimmte Souveränität für die finanziellen Angelegenheiten des Unternehmens zu haben. Genau hier trifft New Work auf eine gewisse Finanzautonomie. Den Mitarbeitenden eine Eigenverantwortung gegenüber Zahlungen und Ausgaben zuzugestehen, kann die Unternehmenstreue und die Zuverlässigkeit stärken. Zudem entlasten digitale Tools das Personal, das sich fortan auf produktivere Tätigkeiten fokussieren kann. Und dabei die Kontrolle über das Finanzmanagement behält.

Zeit für das, was wirklich zählt

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Florian Berr, Director Sales Germany Planday

Während in Skandinavien die Digitalisierung schon seit Jahren auf Hochtouren läuft, wurden andere europäische Länder durch die Pandemie ins kalte Wasser geworfen. 2022 wird es vor allem in Deutschland weiterhin darum gehen, digitale Tools in den Arbeitsalltag einzubinden. Denn der Wunsch nach Zeitersparnis, Einfachheit und Flexibilität gewinnt die Oberhand. Die Pandemie hat außerdem gezeigt, wie wichtig es ist, das zu tun, was wirklich zählt. Niemand möchte Zeit vergeuden und viele tun nur noch das, was sie wirklich wollen. Individualität, eine Work-Life-Balance und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden treten noch stärker in den Vordergrund und Menschlichkeit wird wieder großgeschrieben.

Mit Sinnhaftigkeit und Verbundenheit die Talente an das Unternehmen binden

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Anke Behrendt, Personal- und Feel-Good-Managerin ADVOSERVICE

Wir leben heute in einer privilegierten Gesellschaft und können uns den Luxus erlauben, immer mehr die Selbstverwirklichung, also die Spitze der Bedürfnispyramide, anzustreben. Aus diesem Grund ist die Sinnhaftigkeit dessen, was Menschen den Großteil des Tages tun, sehr entscheidend dafür, wie erfüllt und zufrieden sie sich fühlen. Genau darauf sollten sich Arbeitgeber*innen konzentrieren: Gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden die Stellen so weiterzuentwickeln, dass diese sich damit identifizieren können. Die Eigenverantwortung wird zudem gefördert und die Kolleg*innen fühlen sich mit dem Unternehmen verbunden. Das geschenkte Vertrauen und diese Art der Wertschätzung resultieren bei den Talenten wiederum in Loyalität. So stehen sie auch mal schwierige Zeiten durch, agieren unterstützend, empfehlen die Firma weiter und bleiben.

Vom Recruiting bis zum Feedbackgespräch: HR spielt Schlüsselrolle in agiler Transformation

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Stefan Leinesser, Head of Human Resources Triple A 

Mit neuen Ansätzen und Kompetenzen für Führungskräfte und Mitarbeitende fungieren Personalabteilungen als Enabler und Treiber für den agilen Wandel. Damit schaffen sie die Voraussetzungen, um auf die digitale Geschwindigkeit reagieren zu können. Von der Neugestaltung der HR-Aufgaben mittels der Scrum-Methode über die Organisation des Feedbacks bis hin zu optimierten Recruiting-Prozessen: In Zeiten des allgemeinen Fachkräftemangels sind neue Arbeitsweisen längst nicht mehr nur in der Software-Entwicklung denkbar. Durch die rasanten Veränderungen der Prozesse, wird es 2022 somit für Unternehmen wichtig werden, agile Prinzipien auch auf weitere Bereiche auszuweiten. Bei dieser Transformation werden vor allem HR-Abteilungen eine Schlüsselrolle spielen.

Lieber Gründen statt Schulbank drücken?

Es gibt immer mehr junge Unternehmer*innen, die ihre Ideen oder Geschäftsmodelle schon während der Schule umsetzen wollen. Doch wie schlau ist es, dafür gleich auch die Schule zu schmeißen?

Garry Lazovskis (17) ist Gymnasiast und Co-Founder der in Frankfurt/Main im Januar 2021 gegründeten SocialSpark UG (haftungsbeschränkt). SocialSpark hilft Unternehmen, sich zielgerichtet und nachhaltig auf Social Media zu platzieren. In seinem schulischen Umfeld hatte Garry immer wieder mit jungen Leuten zu tun, die die Schule vorschnell abgebrochen haben, um eigene Ideen zu verfolgen – und diesen Schritt zumeist im Nachhinein bitter bereuten. Hier sein Plädoyer fürs Gründen mit Weitblick.

Es gibt immer mehr junge Unternehmer*innen, die ihre Ideen oder ihre Geschäftsmodelle schon während der Schule umsetzen wollen. Den Vorsatz finde ich sehr gut und kann ihn nur unterstützen. Doch leider gibt es auch Jungunternehmer*innen, die das Gründen eher als Ausrede nutzen, um nicht mehr in die Schule gehen zu müssen. Was ich davon halte, möchte in diesem Artikel darstellen.

Wie Schulabbrecher*innen argumentieren

Kommen wir erstmal zu den Gründen, warum viele Schülergründer*innen die Schule abbrechen wollen. Das sind die Gründe, die ich am häufigsten von anderen Jungunternehmer*innen zu hören bekam:

Die Doppelbelastung führt zu Zeitmangel und (noch) schlechteren Noten

Viele meiner Gesprächspartner*innen sagten mir, dass sie durch das Gründen einfach viel weniger Zeit zum Erledigen der Hausaufgaben, zum Lernen und allgemein für viele andere schulische Dinge haben. Viele von ihnen legen vor allem am Anfang den Fokus voll auf die Entwicklung des Geschäftsmodells und wollen das natürlich auch voranbringen. Durch diesen Prioritätenwechsel und den zunehmenden Stress werden bei vielen dieser jungen Gründer*innen die Noten schlechter – natürlich kommt dann häufig die Aussage, dass sich das Weitermachen in der Schule so oder so nicht mehr lohnt.

Gleichgültigkeit gegenüber dem Schulsystem

Diesen Grund habe ich früher sehr stark selbst vertreten. Meine Meinung war: Was man mir in der Schule beibringt, bringt mir nichts. Mir war alles egal, denn das Schulsystem war meiner Meinung nach veraltet und hätte mir 0,0 beim Gründen und meinen zukünftigen Plänen geholfen. Viele Jungunternehmer sind sich vor allem in der Anfangsphase sicher, dass ihre zukünftigen Pläne schon in dem jungen Alter feststehen und sich gar nicht mehr verändern werden – dies hat ein Gefühl der Gleichgültigkeit zur Folge.

Die eine Idee oder gar keine

Vor allem am Anfang des Gründungsprozesses sind die meisten Gründer*innen mit maximaler Leidenschaft dabei und stehen zu 100 Prozent hinter ihrer Idee. Manche erzählen mir aber auch, dass ihre Idee die Welt schon jetzt verändern würde und dass sie sich sicher seien, einen großen Erfolg zu landen. Die Realität zeigt: Manche behalten Recht, viele scheitern.

Glamouröse Vorstellungen vom Gründen

Heutzutage gibt es aber auch sehr viele junge Leute auf Instagram, TikTok usw., die mit teuren Uhren, teuren Autos und Co. am Strand posieren. Wir leben in einer Vergleichswelt. Sehr viele Jugendliche werden von diesen Posts beeinflusst und dazu verleitet, ein eigenes Business zu gründen (so wie die anderen es angeblich machen – dafür wird dann häufig mit Online-Kursen, eBooks etc. von den jeweiligen Influencer*innen geworben). Diese Vielfalt an Emotionen und die Honungen, die dadurch entstehen, verleiten einige dazu, ihren Fokus von der Schule komplett auf das angeblich „nützliche“ Wissen aus den Kursen zu lenken.

Das Autoritätsargument

Der letzte und meines Erachtens beliebteste Grund, den junge Gründer*innen für einen Schulabbruch nennen, ist, dass Mark Zuckerberg, Bill Gates usw. doch auch die schulische Ausbildung abgebrochen haben und jetzt Milliardäre sind. Hier gilt: Vorbilder werden angehimmelt – man versucht sich der Sichtweise bzw. des Lebensinhalts jener eher autoritätsfernen Businessstars anzugleichen.

(M)ein Plädoyer für den Abschluss

Warum es meines Erachtens sinnvoll sein kann, trotz einer Gründung weiterhin einen Abschluss (Realschulabschluss, Abitur usw.) anzustreben:

Zeitmanagement hilft bei der Doppelbelastung

Wie schon erwähnt, sagen viele Schülergründer*innen, dass sie aufgrund des Zeitmangels noch schlechtere Noten bekommen. Eigentlich ist mangelnde Zeit in den meisten Fällen lediglich eine Ausrede. Wer sich selbst analysiert, wie viel Zeit er bzw. sie wirklich eektiv für das Business nutzt, erkennt, dass eigentlich gar nicht mal so viel Zeit dafür investiert wird. Die meisten sitzen eher am Handy und entspannen sich, statt wirklich eektiv zu arbeiten. Wenn man also mal das Handy weglässt und mithilfe von To-Do-Listen sowie Morgen- und/oder Abendroutinen arbeitet, schat man es ganz sicher, genug Zeit sowohl für die Schule als auch für das Business zu haben. Es gilt somit herauszufinden, was für unproduktive Aktivitäten einem die Zeit rauben (am Handy sein, mit Freund*innen stundenlang telefonieren etc.). Denn dann kann man mit einer guten Struktur und Planung so gut wie alles unter einen Hut bekommen, auch Business und Schule.

Nicht nur ans Heute denken

Einige Gründer*innen geben sich der Gleichgültigkeit hin, weil sie denken, dass ihre zukünftigen Pläne schon jetzt im jungen Alter feststehen und sich gar nicht mehr verändern werden. Das kann auch so sein, dennoch sollte man auch mal weiterdenken. Sowohl Interessen als auch Werte ändern sich gefühlt jedes Jahr aufgrund von neuen Eindrücken, Erfahrungen etc. und da kann es auch mal passieren, dass man plötzlich nach zehn Jahren vorhat, Medizin studieren zu wollen. Schule ist also natürlich zum Zeitpunkt des Gründens für die meisten gefühlt unnötig und man hat natürlich andere Prioritäten. Es sollte jedoch verstanden werden, dass sich Interessen ändern können und auch Vorteile durch die Schule im Zusammenhang mit dem Gründen gegeben sind: In der Schule geht es um mehr als nur um die Fächer oder das sture Pauken. Man lernt, wie man sich ein Thema erarbeitet, Termine einhält und Verantwortung übernimmt, was einem später beim Gründen enorm weiterhelfen kann. Also sollte man sowohl die Vorteile als auch die Möglichkeit zukünftiger Interessensänderung in Betracht ziehen.

Es gibt nicht nur den einen Weg

Zum Argument der einen, jetzt oder nie zu verwirklichenden Idee bzw. zu ergreifenden Chance: Es kann jederzeit zur Änderung von Interessen/Prioritäten kommen (vor allem in der Pubertät, in der man sich nach einem Sinn im Leben sehnt). Deshalb sollte man immer hinterfragen, ob es jetzt wirklich die eine Idee ist. Und selbst wenn dem so ist, lässt sich das Vorhaben – wie zuvor beschrieben – mit einer zeitlich gut ausgeplanten Struktur (besonders am Anfang des Gründungsprozesses) hinbekommen, oder nicht?

Geld ist nicht alles

Wenn jetzt aber ein(e) Gründer*in sagt, dass er/sie endlich mal Geld verdienen möchte, um was Teures zu kaufen oder um Anerkennung zu bekommen etc., dann sollte diese(r) sich fragen, ob er/sie wirklich aus intrinsischen Gründen eine Idee voranbringen möchte und für den Gründungsprozess bereit ist. Ernsthaftes Business sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Stattdessen sollte man wirklich aus einer reifen Denkweise heraus mit der Gründungsumsetzung beginnen. Letztendlich empfehle ich nicht zu gründen, wenn man wirklich nur das Geld, die teuren Klamotten usw. im Blick hat. Natürlich kann das ein Motiv sein, aber bitte nicht der primäre Grund.

Du bist du

Schlussendlich bleibt noch das oben erwähnte Autoritätsargument. Ich bin ehrlich: Natürlich kann man es auch ohne einen Abschluss zu etwas Großem bringen. Es sind jedoch nur extrem wenige, die das schaen. Mark Zuckerberg, Bill Gates und Co. sind Ausnahmen und gehören zu den wenigen Prozent, die sich etwas weltweit Großes aufgebaut haben. Mein Rat: Man sollte stattdessen lieber auf sich selbst schauen, da es nicht unbedingt empfehlenswert ist, sich mit anderen Leuten zu vergleichen.

Fazit

Letztendlich steht ferst, dass man natürlich viel weniger Zeit hat, wenn man nach der Schule nach Hause kommt und anfängt, an einer Idee zu arbeiten, die etwas verändern soll. Aber viele Gründe, es sich vermeintlich leichter machen zu wollen, sind zum Teil lediglich Ausreden. Vor allem als Gründer*in sollte man immer nach Lösungen suchen, statt nur die Probleme zu betrachten. Es gibt durchaus gute Argumente, den Schulabschluss zu machen und zeitgleich das Gründungsvorhaben zu starten. Spätestens, wenn es mit dem Gründen nicht funktioniert, eröffnet der schulische Abschluss viele Möglichkeiten.

Was ich mit all dem sagen möchte? Ganz klar: Gründer*innen, macht euren Schulabschluss! Ich würde es so gut wie niemandem empfehlen, die Schule abzubrechen. Lediglich ein Prozent der Jungunternehmer*innen, die sich parallel zur Schule ein wirklich festes Standbein aufgebaut haben, von dem sie gut leben können und das längerfristig tragfähig erscheint, sollten es in Betracht ziehen, der Schule den Rücken zu kehren – auch ohne Abschluss.

Tipps zur optimalen Planung einer Website für Unternehmen

Das A und O eines erfolgreichen Unternehmens ist die Website. Das gilt es bei der strategischen Planung und Konzeption zu beachten.

Fakt ist: Die Website ist das virtuelle Schaufenster eines Unternehmens. Sie dient der Neukundengewinnung, der Informationsbekanntmachung und der Sichtbarkeit im Internet. Moderne, technisch einwandfreie und einzigartige Websites sind in den besten Rankings bei Google & Co. zu finden. Doch wie kommt man dorthin und worauf kommt es an?

Eine perfekte Website - worauf ist zu achten?

Von der Idee zur Veröffentlichung einer eigenen Homepage bis zur Projektvollendung gibt es viel zu tun. Der Seitenumfang, die Seitenstruktur und das Design werden geplant und in einem Konzept verarbeitet.

Die Webentwicklung wird technisch und graphisch für den stationären und für den mobilen Abruf vorgenommen. In dieser Phase ist die Fehlerquote enorm, da es um die grundlegende Programmierung aller Funktionen und Details geht. Kleinste Fehler können die gesamte Funktionalität der Website beeinträchtigen und dazu führen, dass die Seite bei Google nicht rankt und dass sie von potenziellen Kunden nicht gefunden wird.

DIY oder professionelle Agentur? Eine einfache Entscheidung!

Wer sich in der Webprogrammierung und in der Designentwicklung auskennt, kann seine Website in Eigenleistung erstellen. Alternativen wie Homepagebaukästen sind keine Lösung für die Präsentation eines Unternehmens. Eine professionelle Website kostet Geld, wird aber dafür auf das Unternehmensziel und die Zielgruppe abgestimmt. Kostenlose Möglichkeiten für die Seitengestaltung sind eine Option für Privatpersonen, nicht für das Business.

Mit der Seitenentwicklung ist es ja noch nicht getan. Die Website muss suchmaschinenoptimiert und mit den richtigen Keywords bestückt werden. Anschließend steht die Entwicklung der Marketingstrategie auf der Agenda. Nimmt man die Leistung einer Webagentur in Anspruch, spart man viel Zeit und erhöht seine Erfolgschancen nachhaltig. Spart man hingegen an der Online-Präsentation und an der Sichtbarkeit seines Unternehmens, wird wertvolles Potenzial verschenkt.

Wie die Homepage das Image eines Unternehmens beeinflusst

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Nirgendwo spielt diese These eine wichtigere Rolle als beim Ersteindruck, die eine Website bei ihren Besuchern hinterlässt. Bereits in den ersten drei Sekunden wird unterbewusst entschieden, ob man sich durch die Seite klickt oder abspringt. Unternehmen, die durch Empfehlungsmarketing punkten und die Karriereleiter erklimmen möchten, benötigen ein stabiles Fundament in Form einer perfekten Website. Wie eine Homepage gestaltet ist und wie es um die Funktionalität bestellt ist, sind zwei essentielle Indikatoren für das Firmenimage. Die Website kann Seriosität und Individualität ausstrahlen, die Qualität der Angebote hervorheben und die Unternehmensphilosophie präsentieren. Wer diese Ressource verschenkt, wird sich im Wettbewerb in den SERPs nicht durchsetzen.

Fazit

Das A und O eines erfolgreichen Unternehmens ist die Website. Allein aus diesem Grund sollten Unternehmer auf Kompetenz vertrauen und sich für eine fachmännische Erstellung entscheiden. „Schuster, bleib bei deinen Leisten!“ Was wie eine Metapher klingt, entscheidet letztendlich über den geschäftlichen Erfolg. Dazu kommt, dass das Outsourcing der Webentwicklung und Seitenerstellung mehr Zeit für das eigene Kerngeschäft und die eigenen Kunden verschafft.

Tipps zum Aufbau deines Online-Business

Wie schafft man es, sein eigenes Online-Business ohne übermäßig große Kosten und unverhältnismäßgen Aufwand ins Digitale zu heben und zum Erfolg zu machen? Dieser kleine Leitfaden hilft dabei.

Der Online-Handel erlebt durch Corona einen regelrechten Boom: Im Vergleich zum Vorjahr ist der B2C-E-Commerce in Deutschland um rund 23 Prozent gestiegen. Dabei wird online längst nicht mehr nur mit physischen Gütern gehandelt, sondern mit Ideen, Visionen, Kreativdienstleistungen, der eigenen Zeit u.v.m. Ob Yoga-Business, Online-Deli, Paartherapie, Online-Design-Shop, Online-Galerie, eigene Portfolio-Seite u.v.m. – Junge Unternehmer*innen können mittlerweile wirklich jede Geschäftsidee online abbilden.

Aber wie schafft man es, sein eigenes Business ohne große Kosten und Aufwand ins Digitale zu heben und zum Erfolg zu machen? Diese Basics sind dabei auf jeden Fall zu beachten:

Schritt 1: Gute Vorbereitung ist alles

  • Finde deinen Namen: Storytelling is key! Er sollte möglichst unverwechselbar sein, eine Geschichte erzählen und auch über Suchmaschinen gut auffindbar sein.
  • Eine klare Strategie: Mach dir direkt zu Beginn klar, was du anbieten möchtest: deine Kunst, ein physisches Produkt, eine Kreativdienstleistung, Kaffee, Yoga-Kurse, Tattoos, Catering? Was unterscheidet dich von deinen Mitbewerbern? Deine Website ist die perfekte Bühne, um das was dich ausmacht, zum Ausdruck zu bringen.
  • Mach dich unverwechselbar: Es kommt darauf an, was du sagst, aber eben auch, wie du es sagst. Mach dir, neben Ansprache und Tonalität, Gedanken zu Farbgebung, Schriftarten und Design. Aber keine Panik – Website-Baukästen greifen dir in Sachen Design unter die Arme. 
  • Pro-Tipp: Lege ein Dokument mit deinen Markenrichtlinien an und sammle dort Farben, Schriftarten, Kernbotschaften etc.

Phase 2: Website erstellen

  • Trial and error: Mit Website-Baukästen kann jede(r) auch ohne Programmierkenntnisse eine professionell gestaltete Website bauen. Dank einer kostenlosen Testphase kann man sich erst mal entspannt ausprobieren.
  • Mach es offiziell: Spätestens jetzt solltest du deine URL festlegen. Du musst diese nicht unbedingt bei einem Domain-Anbieter buchen, sondern kannst das oft auch direkt bei einem Website-Baukasten System erledigen.
  • Choose your look: Entscheide dich für ein Template und passe Farben, Schriften, Bilder und Text individuell an dein Business und deine Persönlichkeit an. 
  • Keine Foto-Sorgen: Du hast (noch) nicht genug eigenes Bildmaterial? Schau dich bei kostenlosen Datenbanken wie unsplash oder Foto-Agenturen wie Getty um. Bei manchen Anbietern von Website-Baukästen sind beide direkt ins Tool integriert, so dass du passende Bilder nahtlos einfügen kannst.
  • Integriere deinen Shop: Nutze die E-Commerce-Integrationen, wenn du etwas verkaufen möchtest oder binde ein Terminbuchungstool ein für dein Restaurant, Deli, dein Massageangebot u.v.m.
  • Pro-Tipp: Wenn du deine Fotodateien für deine Website sammelst, empfiehlt es sich, sie mit entsprechenden Keywords umzubenennen. Das kann dir bei der Suchmaschinenoptimierung helfen.

Phase 3: Sorge dafür, dass man über dich spricht

  • Zeige, dass es dich gibt: Integrierte Marketing-Tools bringen Traffic auf deine Website und sorgen dafür, dass deine Zielgruppe über dich spricht. Integrierte SEO-Tools messen und erhöhen deinen Erfolg.
  • Teile deine Arbeit mit deinen Followern: Binde deine Social-Media-Kanäle ein, teile deine Social-Inhalte direkt auf deiner Website und verkaufe via Social (z.B. über den Instagram-Shop).
  • Mach‘s deinen Kund*innen so komfortabel wie möglich: Erstelle exklusive Mitgliederinhalte, mit denen du deine Online-Community aufbauen und zusätzliche Einnahmen erzielen kannst.
  • Pro-Tipp: Mit der App Unfold kannst du Social Media Posts in deinem eigenen Stil erstellen und für ein einheitliches Markenbild sorgen.

Den kompletten Squarespace-Leitfaden für den Aufbau eines Online-Business findest du hier

Auf dem Prüfstand: Führung in Start-ups

Die Arbeitswelt im Wandel: Das sind die zukünftigen Anforderungen an Führungskräfte in Start-ups.

Der weltweite digitale Wandel verändert die Art der Menschen zu leben, zu arbeiten und zu lernen fundamental und in rasanter Geschwindigkeit (Fleming et al., 2019). Das wirtschaftliche, politische und soziale Umfeld von Organisationen ist in der heutigen Arbeitswelt von Ungewissheit, Überraschungen und vielfach disruptiven Brüchen gekennzeichnet. Diese neue Qualität der Instabilität wird als VUCA-Welt (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität) bezeichnet (Bartsch, 2015). Diese Entwicklung fordert zum einen Anpassungen der organisationalen Strukturen und Prozesse und führt zum anderen zu Veränderungen sozialer Beziehungen und intraorganisationaler Kooperationen (von Ameln & Wimmer, 2016). Demnach befinden sich nicht allein die Arbeits- und Organisationsprozesse in Unternehmen im Umbruch, sondern auch im Bereich Führung wird ein Umdenken gefordert (Worley & Mohrmann, 2014).

Führungskräfte nehmen dabei eine wichtige Rolle ein, denn der langfristige Erfolg einer Organisation hängt von den Qualitäten der Führungskraft genauso ab wie von hohen Umsätzen und hochwertigen Produkten oder Dienstleistungen. Einhergehend mit dem Wandel, werden auch die gesellschaftlichen Werte beeinflusst und verändern sich die Erwartungen der Mitarbeitenden an ihre Führungskraft (Schrörs & Kuhle, 2020). So gilt es, die zukünftigen Anforderungen an Führungskräfte zu betrachten und benötigte Kompetenzen zu fördern sowie zielgerichtet einzusetzen, um einerseits als Führungskraft, aber auch als Unternehmen in Zukunft erfolgreich zu sein.

Für Gründer*innen ist die Geschwindigkeit des Wandels zusätzlich herausfordernd. Neben der Entwicklung des Unternehmens muss parallel eine Führungsstrategie gefunden werden, die dem entsprechenden Wachstum des Start-ups, dem digitalen Wandel und den damit einhergehenden kontinuierlichen Veränderungen gerecht wird (Wolff, 2019). Start-ups charakterisieren Merkmale wie begrenztes Startkapital, knappe Ressourcen, überschaubare Vorerfahrungen und schnelles Wachstum. Sie befinden sich in der Frühphase unternehmerischer Entwicklung und sind daher einer besonders starken Konkurrenz ausgesetzt (Kollmann, Hensellek, Jung & Kleine-Stegemann, 2019). Diese Merkmale stellen Führungskräfte in Start-ups vor besondere Herausforderungen.

Führung im Kontext der Digitialisierung

Bis zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich zahlreiche Berichte finden, die sich damit beschäftigen, dass gravierende Veränderungen in der Arbeitswelt zu erwarten sind (Fleming et al., 2019). Jedoch basieren die zugrundeliegenden Studien selten auf empirischer Forschung nach wissenschaftlichen Standards. Auch wird in den Studien kaum eine psychologische Sichtweise eingenommen und Berufsprofile mit Führungsaufgaben spielen eine eher untergeordnete Rolle. Besonders fehlt es im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung an Forschung zu zukünftigen Anforderungen an Führungskräfte in Start-ups.

Die hier dargestellte Interviewstudie – sie basiert auf dem Herausgeberband mit Expert*inneninterviews von Nachtwei & Nachtwei (2021) – verfolgte demnach das Ziel, die im Kontext der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt veränderten Anforderungen an Führungskräfte in Start-ups zu ermitteln und aufzuzeigen. In dem Expert*inneninterviewband haben Gründer*innen, Investor*innen und Forscher*innen in fünf inhaltlichen Frageblöcken Fragen zu Erfolgsmerkmalen von Gründungsteams, zur Personalauswahl und -entwicklung in Start-ups, zur Führung in Start-ups und zur Zukunft der Arbeit aus Perspektive des Entrepreneurships schriftlich beantwortet.

Die vorliegende Studie basiert auf Frageblock vier des Interviewbands: Wie nimmst du die Führungskultur in Start-ups wahr? Gibt es bestimmte Führungsstile, die sich in der Start-up-Szene durchgesetzt haben? Oder soll die Führungsrolle deiner Erfahrung nach sogar mehr oder minder abgeschafft werden?

Für die Datenanalyse wurden vorab fünf Hauptkategorien (Rollen, Kompetenzen, Verhalten und Aufgaben der Führungskraft und Rahmenbedingungen) festgelegt, um anhand dieser die Daten des Interviewbands differenziert und strukturiert auswerten und die zukünftigen Anforderungen an Führungskräfte in Start-ups ermitteln zu können.

Zukünftige Anforderungen an Führungskräfte

In dem Interviewband wurden insgesamt 41 Interviews mit insgesamt 43 Start-up-Expert*innen veröffentlicht(Nachtwei & Nachtwei, 2021). Für die Datenauswertung mit Fokus auf zukünftige Anforderungen an Führungskräfte in Start-ups konnten 38 Interviews berücksichtigt werden. Zehn Teilnehmende waren Frauen (26 %), 28 Männer (74 %). Die Teilnehmenden verfügen über mindestens fünf Jahren Berufserfahrung und mehrjährige Gründungserfahrung. Der Großteil war bereits in mehreren Unternehmen tätig und hat Unternehmen gegründet. Sie bringen diesbezüglich eine große Vielfalt an Erfahrungen mit.

Der Arbeitsmarkt nach Corona – eine Chance für Start-ups?

Wie sich Start-ups in den nächsten 12 Monaten aufstellen müssen, um Talente zu halten und die Situation positiv für die Personalgewinnung zu nutzen.

Die COVID-19-Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit die Arbeitsmärkte durcheinander gebracht. Kurzarbeit und Stellenstreichungen erfassten weite Teile der Wirtschaft. Nach einer tiefen Talfahrt zieht die Wirtschaft erneut an und allerorts wird wieder kräftig eingestellt, der Kampf um die besten Talente geht in eine neue Phase. Umso wichtiger zu wissen, wie sich Start-ups in den nächsten 12 Monaten aufstellen müssen, um Talente zu halten und die Situation positiv für die Personalgewinnung nutzen.

Drohende Kündigungswelle

Drastische Veränderungen, wie sie die COVID-19-Pandemie mit sich gebracht hat, machen viele Menschen nachdenklich. Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich Arbeitnehmende intensiv mit ihrer bisherigen Arbeitssituation beschäftigt haben und nun Veränderungen anstreben. Fast die Hälfte der befragten deutschen Arbeitnehmenden denken über einen Jobwechsel innerhalb der nächsten 6 bis 12 Monate oder nachdem die wirtschaftliche Lage sich erholt hat nach. Die Ergebnisse des jährlich erscheinenden Gallup Engagement Index Deutschland kommen zu einem ähnlichen Ergebnis: rund 44 Millionen Beschäftigte wollen ihren derzeitigen Arbeitgeber verlassen. Die Wechselbereitschaft ist so hoch wie nie zuvor.

Unternehmen denken darüber nach, wie eine auch immer geartete Rückkehr ins Büro aussehen kann. Doch eine mögliche vierte Welle stellt diese Pläne bereits in Frage, bevor sie überhaupt in die Tat umgesetzt wurden. Viele Unternehmen werden sich neu erfinden müssen. Homeoffice – das war vor der Pandemie noch eine Seltenheit in deutschen Unternehmen. Dann kam der Lockdown. Was jahrzehntelang unmöglich schien, wurde in nur wenigen Tagen zur Realität. Ein großer Teil der Mitarbeitenden wollen bei einer Normalisierung der Lage die (neu-)gewonnenen Freiheiten nicht mehr missen wollen. Dies zeigt sich beispielsweise bei Apple.

Laut einem Bericht von “The Verge” wehrten sich Mitarbeitende gegen die pauschale Rückbeorderung ins Büro. Die aktuelle „Work Trend Index“ Studie von Microsoft stellt bei einer Befragung mit über 31.000 Personen aus 21 Ländern fest, dass 70 Prozent der Arbeitnehmenden sich weiterhin flexible Arbeitsmöglichkeiten wünschen. Unternehmen ohne ein Konzept zur hybriden und flexiblen Arbeit werden es zukünftig schwer haben, ihren Betrieb aufrechtzuerhalten und neue Mitarbeitende zu gewinnen. Ich gehe davon aus, dass Arbeitnehmende sich bei vergleichbaren Jobangeboten für den Arbeitgeber entscheiden, der ihnen flexible Arbeitsmodelle wie zum Beispiel Vertrauensarbeitszeit und Homeoffice anbietet. Ein Großteil wird sogar ein Jobangebot ausschlagen oder den Job kündigen, wenn flexibles Arbeiten nicht möglich ist.

Die Corona-Krise – eine Chance für Start-ups

Die Corona-Krise ist auch an der Startup-Szene nicht spurlos vorübergegangen. Für die Zukunft ist die Branche aber trotz anhaltender Krise optimistisch. Ungeachtet der Pandemie stellten Start-ups 2020 mehr Arbeitsplätze als noch im Vorjahr. Dieser Trend soll nach einer Befragung des Bundesverband Deutsche Startups e.V. auch trotz der COVID-19-Pandemie weiter anhalten. 90 Prozent der Start-ups gaben an, weitere Neueinstellungen zu planen. Meine Prognose lautet von daher, dass vor allem Start-ups vom Wunsch nach flexiblen Arbeitsmodellen profitieren werden. Was die Umstände angeht, so konnten die meisten Start-ups die Veränderungen, die COVID mit sich brachte, relativ leicht meistern. Insbesondere im Punkt Flexibilität und Agilität sind Start-ups mittelständischen Arbeitgebern oft weitaus überlegen.

Remote Work – Ein Beinahe-Standard in Start-ups

Die Unternehmenskultur und Arbeitsweise von Start-ups unterscheiden sich in der Regel erheblich von denen in etablierten Unternehmen. Start-ups haben in der seit Jahren zunehmend internationaler und vernetzter werdenden Wirtschaftswelt einen klaren Heimvorteil. Mit dem Wegfallen der Ortsabhängigkeit kann dieser Trend auch als Chance wahrgenommen werden. Denn nie war es einfacher, neue Mitarbeitende aus dem Ausland in bestehende Teams zu integrieren. Recruiter*innen haben damit die Möglichkeit, ihre Zielgruppe auszuweiten und auf einen größeren Talentpool zurückzugreifen. Für Arbeitssuchende war der Standort früher ein zentrales Kriterium bei der Jobauswahl. Wenn sich diese Einschränkung abschwächt, wird der Fokus noch stärker darauf liegen, ob Kompetenzen der Arbeitssuchenden und Anforderungen des Jobs wirklich passen. Die Pandemie hat uns deutlich gemacht, dass es wichtig ist, sich nicht länger an veraltete Denkmuster zu klammern. Vielfalt in der Arbeitswelt wird sich in Zukunft durchsetzen.

Kollaboration stärken

Auch wenn die zwischenmenschliche Komponente im digitalen Raum nicht gut abgebildet werden kann, kann die Bindung durch Kollaborationstools und den “Coffee talks”, die inzwischen sicher einige einsetzen, zumindest etwas gestärkt werden. In unseren regelmäßigen Meetings steht zu Beginn ein kurzer Check-in, um auch persönliche Themen einfließen zu lassen, was die Kolleg*innen so bewegt und beschäftigt. Wir ermutigen zudem dazu, one-on-one’s zu vereinbaren, die in einem gewissen zeitlichen Rahmen den Freiraum geben, sich unbedarft auszutauschen. Natürlich vertrauen wir darauf, dass unsere Mitarbeitenden die Angebote nutzen und selbständig entscheiden, wann sie das Bedürfnis danach haben, doch Vertrauen ist nun einmal einer der wichtigsten Werte in der neuen Arbeitswelt. Als Führungskraft mit gutem Vorbild voranzugehen hat einen ausgesprochen positiven Effekt auf die Nutzung und Akzeptanz entsprechender Angebote.

(Mentale) Gesundheit 

Damit Teams auch auf Distanz gut miteinander funktionieren können, hat die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter*innen einen hohen Stellenwert. Dafür haben wir z. B. neben der Möglichkeit, sich sportlich auszutoben oder beispielsweise an Yoga-Sessions teilzunehmen, auch vor kurzem einen Aktionsmonat geschaffen, in dem wir allen angeboten haben, kostenlose Konsultationen bei Online-Psycholog*innen wahrzunehmen. Schulungen beispielsweise zum Thema Stressmanagement gehören genauso zu einer effektiven Strategie zur Förderung der Mitarbeitergesundheit wie die Enttabuisierung und der fortlaufende Austausch zum Thema Gesundheit. Diese vielen, kleinen Schritte helfen, einen noch besseren Umgang miteinander zu schaffen.

Perspektiven schaffen und Autonomie stärken

Enorm wichtig finde ich es, die Mitarbeitenden zu fragen, was sie brauchen, um sich gemeinsam weiterzuentwickeln und gut miteinander arbeiten zu können. Dazu gehört auch die Förderung der Intramobilität. Deshalb bieten wir an, sich innerhalb des Unternehmens umzusehen, mit dem Vorgesetzten über Entwicklungspotenzial zu sprechen und so zu ermöglichen, dass versteckte Talente gefördert werden. Wir hatten im letzten Jahr einige in unserer Belegschaft, die, anstatt den Arbeitgeber zu wechseln, sich nach einer neuen Herausforderung innerhalb des Unternehmens umgesehen haben. Das war für beide Seiten extrem bereichernd. Eine Arbeitskultur, wie die unsere, kann sehr viel zur Eigeninitiative der Mitarbeitenden beitragen. Getragen wird sie von offener Kommunikation, bei der alle äußern können, wo und wie sie sich am besten einbringen können. Nicht zuletzt sind Perspektiven gerade bei Menschen, die sich in einem Start-up engagieren wollen, essenziell für ihr persönliches Wachstum und das Gefühl der Wertschätzung.

Der Autor Perry Oostdam ist CEO und Mitgründer von Recruitee und Experte für die Digitalisierung des Personalwesens. Recruitee mit seinem Bewerbungsmanagement-System gehört laut Deloitte heute zu den 10 am schnellsten wachsenden Technologie-Unternehmen der Niederlande.

King of Content

Dank purer Lebensfreude besseren Content generieren – Der König von Ghana zeigt, wie es geht.

Laut, schrill und einfach nur anders, so lässt sich der Auftritt des ghanaischen Königs Céphas Bansah in einem Musikvideo, das er gerade mit dem Jungschauspieler Maurice Fuchs in Saarbrücken gedreht hat, wohl am besten beschreiben. Dabei ist es vor allem die charmante und authentische Art dieses Mannes, der ihn so sympathisch macht und dafür sorgt, dass man ihn nie wieder vergisst, wenn man ihn einmal gesehen hat.

Der außergewöhnliche Auftritt ist daher eine tolle Inspiration für all jene, die ihrem Online Business einen ganz besonderen Stempel aufdrücken wollen, um den Menschen damit ebenfalls im Gedächtnis zu bleiben. Im Folgenden liest du, wie Sie es schaffen, ein Alleinstellungsmerkmal zu erschaffen, das Ihnen dabei hilft, zur Nummer eins zu werden.

1. Einfach mit dem Strom schwimmen? Das kann wirklich jeder …

Möchten Sie Ihr Online Business in eine erfolgreiche Zukunft führen und nicht einfach nur die Kunden für sich gewinnen, die den anderen Anbietern durch die Lappen gegangen sind? Dann sorgen Sie dafür, dass Sie sich von der grauen Masse abheben und scheuen Sie sich keinesfalls davor, völlig neue Marketingideen auszuprobieren. Seien Sie dabei möglichst kreativ und lassen Sie sich von Ihrem Alltag inspirieren. Sie werden erstaunt sein, mit welchen auf den ersten Blick sehr simpel scheinenden Möglichkeiten sich bereits einiges erreichen lässt. Wichtig ist vor allem, nahe bei Ihrem Kunden zu bleiben und nicht zu abgehoben zu denken. Der König von Ghana hat auf eindrucksvolle Weise unter Beweis gestellt, wie das geht. Ein einfaches Musikvideo reicht aus und schon ist er in aller Munde, denn seine Lebensfreude ist einfach ansteckend.

2. Mit Authentizität zum Ziel

Wie wir nun bereits erfahren haben, können außergewöhnliche Marketingstrategien eine perfekte Möglichkeit darstellen, um sich von den anderen Firmen abzuheben, aber Achtung: Sie sollten dabei sich selbst und Ihre Vorstellungen niemals aus den Augen verlieren. Nur allzu schnell kann es passieren, dass wir einen anscheinend besonders originellen Trend hinterherjagen ohne zu merken, dass sich dieser für uns gar nicht gut anfühlt. Ist das der Fall, werden die Erfolge, die wir mit diesem erreichen können, eher gering ausfallen. Lassen Sie sich also keinesfalls von scheinbar besonders innovativen Ideen in die Irre führen. Hören Sie stattdessen lieber in sich hinein und Sie werden schon bald sehr genau merken, was zu Ihnen passt und wovon Sie lieber die Finger lassen sollten.

3. Probieren Sie völlig Neues aus und verlassen Sie die Komfortzone

Selbstverständlich kann es äußerst gemütlich sein, stets auf die gleiche Internetwerbung zu setzen oder den hundertsten vorgefertigten Newsletter zu versenden und dabei jedes Mal den Inhalt nur etwas zu ändern. Doch seien wir uns mal ehrlich: Wie viele Ihrer Kunden oder potenziellen Kunden werden diese überhaupt noch lesen? Meistens werden sie einfach nur auf “löschen“ klicken und dann war selbst die geringe Arbeit, die Sie sich damit gemacht haben, umsonst. Verlassen Sie daher unbedingt das bereits bekannte Terrain und wagen Sie sich an Marketingstrategien heran, die Ihnen Anfangs vielleicht sogar etwas zu forsch vorkommen. Es kann durchaus sein, dass Sie genau damit Erfolg haben.

4. Zusammen ist man weniger allein

Das Oberhaupt von Ghana möchte ein Musikvideo produzieren, dieses Gebiet ist jedoch völliges Neuland für ihn. Was macht er also? Er holt sich einen jungen Influencer ins Boot, den er bereits von einem früheren Dreh kennt und seinen Freund nennt. Hierbei handelt es sich wohl um einen der intelligentesten Marketing-Tricks, denn nur weil Sie Ihr eigenes Online Business auf den Markt bringen wollen heißt das noch lange nicht, dass Sie dabei nicht auf professionelle Hilfe zurückgreifen können. Wenn Sie sich allerdings dafür entscheiden, mit jemandem zusammenzuarbeiten, ist es wichtig, dass die jeweilige Person zwar eine neue Dimension in Ihr Werbekonzept mit einbringt, aber dennoch wichtige Grundideen und Vorstellungen mit Ihnen teilt. Ist das der Fall, steht einer äußerst erfolgversprechenden Zusammenarbeit nichts mehr im Wege.

5. Mit Herzblut und Ausdauer werden Sie viel mehr erreichen, als Sie es je für möglich gehalten haben

Wirklich erfolgreich werden Sie mit Ihrem Online Business dann sein, wenn Sie sich ganz auf Ihre Intuition verlassen und das tun, was Ihnen wirklich Freude bereitet. Natürlich ist das manchmal viel leichter gesagt als getan, denn all der Alltagsstress und die zahlreichen bürokratischen Verpflichtungen machen dies nicht immer möglich. Dennoch sollten Sie versuchen, immer wieder zu hinterfragen, ob Sie wirklich noch voll und ganz hinter dem stehen, was Sie tun. Ist das nämlich der Fall, wird es Ihnen viel leichter fallen, auch die unangenehmeren Dinge mit einem Lächeln im Gesicht zu meistern und sich schneller wieder auf die schönen Seiten des Lebens zu konzentrieren.

Fazit: Mit Spaß am Leben und Authentizität zum Erfolg

Möchten Sie sicherstellen, dass sich Ihr Online Business von der Konkurrenz abhebt? Dann versuchen Sie stets auf Ihr Bauchgefühl zu hören und bleiben Sie dabei möglichst authentisch. Einfach blind ohne viel zu überlegen anderen nachzueifern oder schnelllebigen Trends hinterherzujagen, wird Sie nämlich keinesfalls weiterbringen, als Sie nun sind. Der Herrscher von Ghana zeigt auf beeindruckende Art, wie viel man mit purer Lebensfreude und Lust an dem, was man tut, kommen kann. Lassen Sie sich also ruhig von diesem beeindruckenden Mann inspirieren und Sie werden sehen, der Erfolg kommt dann ganz von allein.

Der Autor Grigori Kalinski ist Unternehmer und einer der bekanntesten Coaches im Bereich des Amazon-Kindle-Publishings.

Diversity, Equity und Inclusion (DE & I)

Wie du als Entscheider*in Vielfalt, Gleichheit und Inklusion in dein Unternehmen bringst.

Sprache ist ein erster Schritt in Richtung gelebter Realität. Doch ein Gendersternchen allein sorgt noch nicht für Vielfalt, Gleichheit und Inklusion. Was kannst du als Entscheider*in im Unternehmen tun, damit echte Diversität in den Teams Einzug hält? Wie werdet ihr als Unternehmen auch für die Generation Z attraktiv? Hier erfahrt ihr, welche Maßnahmen hilfreich sein können.

Die Gesellschaft verändert sich – und das auf allen Ebenen. Das hat zur Folge, dass Menschen weltweit heute auch von Unternehmen soziales Engagement und Vielfalt am Arbeitsplatz erwarten. Hier sind Entscheider*innen gefordert, konkrete Strategien und Errungenschaften, statt reine Lippenbekenntnisse vorzuweisen. Wichtig ist, dass die klaren Absichten des Unternehmens erkennbar sind und über die Ziele nachgedacht wird. Denn nur so lässt sich abbilden, was tatsächlich erreicht werden soll.

Handeln beginnt auf der Führungsebene

Inklusive Kulturen machen stärkere Unternehmen – und fangen beim Management an. Damit Diversity, Equity und Inclusion (DE & I) überhaupt gelebt wird, müssen Gründer*innen und Entscheider*innen Verantwortung übernehmen. Sie müssen einen Nährboden für eine unternehmensweite Beteiligung und Unterstützung der Themen Vielfalt, Gleichheit und Inklusion schaffen.

Habt die nächste Generation im Blick und kommuniziert adäquat

Laut einer Studie von Stepstone ist Bewerber*innen neben Faktoren wie Gehalt, Unternehmenskultur oder Weiterbildungsmöglichkeiten ist ebenso wichtig, dass die bzw. der potenzielle Arbeitgeber*in für Vielfalt steht. 77 Prozent aller Befragten geben an, sich eher bei einem Unternehmen zu bewerben, das genau diese Vielfalt lebt. 78 Prozent sagen ausdrücklich, dass sie gern in einem vielfältigen Umfeld arbeiten möchten.

Insbesondere bei der jüngeren Generation spielt das Thema eine große Rolle. Um diese Zielgruppe anzusprechen, sollten sich Organisationen ihre Webseite anschauen. Ist die Mission und Vision klar verständlich? Zeigen die Fotos echte Vielfalt? Hier gilt es im Zweifel nachzubessern.

Definiert, warum Vielfalt für euer Unternehmen wichtig ist und skaliert die Messgrößen

Wenn DE & I in eurem Unternehmen wichtig sein soll, dann braucht es eine für alle Mitarbeiter*innen nachvollziehbare Begründung, warum das so ist. Denn es ist vorrangig die Aufgabe der Entscheider*innen im Unternehmen darzulegen, welche Relevanz Vielfalt hat und die Gründe hierfür zu vermitteln. Neben dem „Warum“ geht es aber auch um das „Wie“. Hier müssen Entscheider*innen klar formulieren, was genau Diversität für die eigene Organisation bedeutet.

Wenn diese Fragen geklärt sind, geht es ans Eingemachte: Ihr müsst damit starten, Messgrößen zur Skalierung zu definieren und Feedback einzuholen, um einen Maßstab für eure DE & I-Aktivitäten zu definieren. Im nächsten Schritt sollten Meilensteine, Ziele und Zeitpläne für die Aktivitäten beschlossen werden. Vor allem Zeitpläne helfen dabei, Teams in Verantwortung zu bringen und gleichzeitig transparent zu sein.

Seid transparent – selbst wenn noch nicht alles perfekt ist

Transparent mit dem umzugehen, was beschlossen, gelebt und aber auch optimierungsbedürftig ist, ist essenziell. Warum nicht einen eigenen jährlichen Bericht herausbringen, der den aktuellen Status Quo zu DE & I-Aspekten darlegt? Häufig geht von diesem eine Signalwirkung auf andere Unternehmen aus und ermutigt sie, ebenfalls Stellung zu beziehen.

Es geht nicht um Perfektion, sondern um Fortschritt. Menschen wollen wissen, wie Organisationen zu DE & I aufgestellt sind und was sie tun, um sich hier zu positionieren. Vor allem im Rahmen von Bewerbungsprozessen können diese Themen von Bewerber*innen aktiv angesprochen werden und damit Personalverantwortliche zu fordern – es ist also wichtig das Engagement öffentlich zu machen.

Schafft mit einem strukturierten Ansatz einen gerechteren Rahmen für Vorstellungsgespräche

Insbesondere im Hiring-Prozess hilft ein strukturierter Ansatz beispielsweise dabei unvoreingenommenere Vorstellungsgespräche zu führen. Und zwar indem Kriterien zur Bewertung im Voraus definiert werden, Interviewfragen auf diese Kriterien abgestimmt und verschriftlicht werden, sodass nachvollziehbar ist, wie Kandidat*innen bewertet wurden.

Es geht also unter anderem um Rahmenbedingungen, die einen besseren und faireren Einstellungsprozess ermöglichen. Auch die Erfahrung der Kandidat*innen wird positiver, wenn ein Plan und ein Grundgerüst den Prozess des Hirings bestimmt. Situationsbezogene Fragen wie “Was wird für die Rolle benötigt?” oder “Wie wird der Tagesablauf des neuen Teammitglieds aussehen?” helfen dabei, einen Eindruck zu bekommen wie Bewerber*innen in bestimmten Situationen handeln oder ein Problem lösen würden. Wichtig ist, dass die Fragen den Kern eines Jobs treffen und nicht voreingenommen sind.

Aufpassen bei Empfehlungsprogrammen

Empfehlungsprogramme für Mitarbeitende haben häufig einen Effekt: Sie verstärken die bestehende Zusammensetzung in Organisationen. Vielfältiger werden Empfehlungen dann, wenn die Anforderungen an die Empfehlungen so konkret wie möglich spezifiziert sind.

Statt einfach zu sagen “Hey, wenn du uns jemanden empfiehlst und wir diese Person einstellen, bekommst du Bonuspunkte“ ist es besser beispielsweise zu fragen “Wer ist die beste Ingenieurin, mit der du je gearbeitet hast?" oder “Wir suchen mehr Kundenbetreuer*innen, die von unterschiedlicher ethnischer Herkunft sind. Wen kennst du, der gut ist?

Das Team für präzisere Anforderungen zu sensibilisieren, führt nicht nur zu einem größeren Volumen an potenziellen Kandidat*innen, sondern sorgt durch die Verringerung von Voreingenommenheit für vielfältig Teams.

Gebt allen Bewerber*innen eine faire Chance 

Laut einer Studie der Vereinigung Society for Human Resource Management halten über 80 Prozent der Befragten den Wert eines Mitarbeitenden, der über Vorstrafen verfügt für mindestens genauso hoch und höher, wie den Wert eines Mitarbeitenden ohne Vorstrafen. Was bedeutet das für das Bewerbungsverfahren? Evaluiert, ob der Mensch, der in der Vergangenheit vielleicht einen Fehler gemacht hat, dennoch für den Job geeignet ist. Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Qualifikationen für einen Job zu präsentieren, unabhängig von ihrer Vergangenheit, kann sich lohnen. Denn erst das persönliche Gespräch mit einer Person, in dem man mehr über ihren Hintergrund erfährt, ermöglicht euch wirklich einschätzen zu können, ob Bewerber*innen aus ihren Erfahrung gelernt, sich geändert haben und rehabilitiert sind.

Im Einstellungsprozess jedem eine faire Chance zu geben – also „fair chance hiring“ zu betreiben – ermöglicht nicht nur eine Vielfalt in der Belegschaft zu erzielen, sondern kann auch eine Quelle für Top-Talente sein. Das gilt besonders für Branchen, in denen Fachkräftemangel herrscht und zu einem echten Wettbewerbsvorteil für das einstellende Unternehmen werden.

Radikal emphatisch sein ist ein kraftvolles Tool

Wer Vielfalt, Gleichheit und Inklusion am Arbeitsplatz eine echte Chance geben will, der kann sich des Tools des radikal empathischen Führungsstils bedienen. Dazu ist es hilfreich, die Persönlichkeitsstruktur von Mitarbeitenden zu kennen und die intrinsische Motivation, die die Person antreibt, zu verstehen. Eine Kultur zu schaffen, in der sich Mitarbeiter*innen sicher fühlen und auch kritische Themen ansprechen können, ist dabei essenziell. Um so ein sicheres Umfeld zu schaffen, braucht es klare Richtlinien und Leitplanken. So lassen sich nicht nur die besten Talente gewinnen, sondern auch eine große Führungsherausforderung bewältigen.

Der Autor Jon Stross ist Präsident und Mitbegründer von Greenhouse Software. Mit seiner Software unterstützt das Unternehmen beim optimierten Hiring-Prozess. Stross ist zudem Co-Autor des neuen HR-Buches "Talent Makers“.

Chancen für die Zukunft: Das Personalwesen in Zeiten der Digitalisierung

Wie auch Ihr Unternehmen von den neuen Möglichkeiten eines digitalisierten Personalwesens profitiert und welche Herausforderungen dabei auf Sie warten.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist unaufhaltsam. Sie erleichtert Arbeitsschritte, erschließt neue Märkte und ermöglicht das Arbeiten im Home Office, wie zuletzt die weltweite Pandemie zeigte. Personalabteilungen hinken bei diesem Trend leider in vielen Unternehmen noch immer hinterher. Ein Fehler, denn im Bereich Human Resources bietet Digitalisierung eine Reihe an entscheidenden Vorteilen - von der Talent-Akquisition über das Onboarding bis hin zu Mitarbeitertrainings. Erfahren Sie, wie auch Ihr Unternehmen von den neuen digitalen Möglichkeiten profitiert und welche Herausforderungen dabei auf Sie warten!

Die Vorteile einer digitalisierten Personalabteilung

Die täglich anfallenden, administrativen Aufgaben des Personalwesens sind in der klassischen, papierbasierten Form zeitaufwändig, repetitiv und bieten wenig Raum für Flexibilität. Werden genau jene Routinetätigkeiten digitalisiert, bleibt der Personalabteilung mehr Zeit und Energie für wesentlich bedeutendere Aufgaben. Darunter fallen zwischenmenschliche Problemlösungen und verbesserte Kommunikation. Die HR-Mitarbeiter tragen durch den veränderten Fokus zum weiteren Erfolg des Unternehmens und der Zufriedenheit des gesamten Teams bei.

Bei der Suche nach neuen Talenten spielt die Digitalisierung im Personalwesen ebenfalls eine große Rolle. Remote Work macht es möglich, Fachkräfte völlig unabhängig von ihrem Wohnort für den eigenen Betrieb zu gewinnen. Sowohl beim Recruiting als auch bei der späteren Einbindung in die Betriebsabläufe müssen die digitalen Prozesse optimal laufen, um ein produktives Arbeiten zu ermöglichen.

Herausforderungen und Nachteile des digitalen Personalwesens

Die Digitalisierung bringt neben einer Vielzahl an Vorteilen auch einige Risiken und Gefahren mit sich. Besonders hervorzuheben ist hierbei der Umgang mit dem Zugriff auf sensible Daten - etwa bei der digitalen Personalakte - und das Einhalten aller datenschutzrechtlichen Vorgaben. Das Einsetzten eines Datenschutzbeauftragen ist für die meisten Unternehmen Pflicht.

Ein weiterer Nachteil der Digitalisierung sind die hohen Kosten. Unternehmen können hier intelligente Entscheidungen treffen, indem sie nur jene digitalen Lösungen erwerben, die auch wirklich gebraucht werden. Langfristig lohnt sich die Investition: Die Produktivität der Mitarbeiter steigt und frei werdende Kapazitäten können intensiv und kreativ genutzt werden.

Digitalisiertes Personalmanagement effizient gestalten

Software-Anbieter stellen ihren Kunden flexible Lösungen zur Verfügung, um die ersten Schritte hin zur kompletten Digitalisierung zu treffen. So entscheiden sich zu Beginn viele Unternehmen für den Aufbau eines digitalen Onboarding-Prozesses, der das Integrieren von neuen Mitarbeitern effektiv und einheitlich gestaltet. Oft schon vor dem ersten Arbeitstag können neue Talente per Software Kontakte knüpfen, ihren Arbeitsplatz kennenlernen und sich optimal einarbeiten.

Moderne Tools wie die Prozessautomatisierung für HR von Haufe ermöglichen ein schnelles Generieren von Daten und die digitale Abwicklung der anfallenden täglichen Arbeiten. Software dieser Art überzeugt unter anderem durch ein intuitives Interface und eine flexible Anpassung an die eigenen Bedürfnisse.

Fazit: Digitalisierung leicht gemacht

Mit den richtigen technischen Tools ist der Umstieg vom Papier auf digitale Akten schnell und unkompliziert abgewickelt. Die HR-Mitarbeiter könne auf Anpassungen und Veränderungen rascher reagieren und müssen weniger Zeit für rein administrative Aufgaben einplanen. Das steigert ihre eigene Zufriedenheit ebenso wie jene der ganzen Belegschaft. So hat die Digitalisierung des Personalwesens einen positiven Einfluss auf gleich mehrere Aspekte in einem erfolgreichen Unternehmen.

Gründer*innen vor der Entscheidung: Laserdrucker versus Tintenstrahldrucker

Wir wollten wissen: Welcher Drucker ist für neu gegründete Unternehmen die beste Wahl?

Mit einer Startup-Idee auf den Markt kommen, sich mit Bürokratie und Hürden herumschlagen und dann noch auf die Hardware achten. So geht es vielen Gründer*innen. Sie müssen an allen Ecken und Enden Entscheidungen treffen und manchmal kann der Blick auf die Details zur Last werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Anschaffung von Druckern für das neu gegründete Unternehmen. Doch so kompliziert muss es gar nicht sein, wenn man nur ein paar wichtige Grundlagen kennt.

Werden Drucker obsolet?

Zunächst muss sich die Frage gestellt werden, ob Drucker überhaupt noch lange benötigt werden. Immerhin wird die Welt zunehmend digitaler. Papierberge zu vermeiden, ist nicht nur einfacher geworden – als Teil einer umweltbewussten Unternehmenspolitik gehört es fast zum guten Ton.

Trotzdem kann nicht behauptet werden, dass der Unternehmensdrucker bald ausgedient hat. Das ist eigentlich nur in zwei Fällen möglich: Bei einem guten Verhältnis zum Copy Shop um die Ecke oder bei einer Printabteilung im Gebäude, wenn nur ein Büro angemietet wurde. Ist Drucken nicht ständig notwendig, dann kann es sinnvoll sein, lieber auf Gemeinschaftsdrucker oder den Copy Shop zu setzen.

Doch das birgt immer auch Risiken. Gründer*innen arbeiten schon mal gern bis tief in die Nacht hinein oder schon bevor alle anderen aufgestanden sind. Eine Abhängigkeit von Öffnungs- oder Nutzungszeiten kann dann den Arbeitsfluss stören. Also hat der Drucker für das eigene Unternehmen immer noch Vorteile.

In folgenden Situationen ist es dann doch angenehmer, wenn der eigene Drucker griffbereit ist:

  • Bürokratische Hindernisse, die die alltägliche Arbeit verzögern
  • Spontane Meetings
  • Ungewöhnliche Arbeitszeiten (z.B. wegen einer Deadline)
  • Ausfall von digitalen Präsentationsmöglichkeiten

Also nein: Der Drucker für das Start-up ist noch nicht obsolet. Allerdings kann die Arbeitsleistung eines Druckers wohl mittlerweile stark minimiert werden. Das ist kein unwichtiger Faktor, wenn es um die Frage geht, welcher Drucker der beste für die eigenen Ansprüche ist.

Welche Druckerarten gibt es?

Für die meisten Gründer*innen wird die Entscheidung bei einem Drucker (für den Büroalltag) zwischen diesen zwei Typen fallen: Tintendrucker versus Laserdrucker. Beide erfüllen theoretisch ihren Job, doch sie sind trotzdem nicht mit den gleichen Vor- und Nachteilen ausgestattet.

  • Kaufpreis: Grundlegend ist zu sagen, dass Tintenstrahldrucker günstiger in der Anschaffung sind als Laserdrucker. Gerade für Unternehmen sind gute Farblaserdrucker allerdings nahezu alternativlos.
  • Druckqualität: Wenn es um Schärfe und farbliche Qualität geht, dann sind Tintenstrahldrucker im Vorteil.
  • Druckgeschwindigkeit: Laserdrucker drucken wesentlich schneller als die meisten Tintenstrahldrucker.
  • Laufende Kosten: Laserdrucker sind zwar teurer in der Anschaffung, allerdings sind die Kosten für die Farbe sehr viel geringer, da sie auf Tonerbasis hergestellt wird. Der Tintenstrahldrucker setzt hingegen auf Tintenpatronen, die teuer in der Anschaffung sind und den Drucker wartungsintensiver machen.

Mittlerweile entscheiden sich viele Unternehmer für einen Multifunktionsdrucker. Dieser kann Faxen, Scannen, Kopieren, Drucken – und zwar je nach Bedarf auf Tintenstrahl- oder Laserbasis. Das sorgt für maximale Flexibilität, hat aber auch seinen Preis. Außerdem ist die Benutzung natürlich etwas komplizierter und die Wartung eher etwas für den Fachmann.

Wie findet man den richtigen Drucker?

Schritt eins bei der Anschaffung eines Druckers für das eigene Unternehmen muss ganz klar sein: Die eigenen Bedürfnisse realistisch einschätzen. Ein Drucker soll idealerweise viele Jahre lang gute Arbeit leisten und auch wirklich zu den Ansprüchen des Unternehmens passen. Folgende Fragen müssen also beantwortet werden:

  • Wie viel Papier wird täglich bedruckt?
  • Wie viel Budget ist für laufende Kosten eingeplant?
  • Werden die Druckerzeugnisse an Kunden ausgegeben?
  • Wird in Zukunft der Druckaufwand steigen oder sinken?

Steht erst einmal fest, was genau der Drucker alles übernehmen wird, muss natürlich noch ein Budget festgelegt werden. Einen günstigen Tintenstrahldrucker zu kaufen, um Kosten zu sparen, kann sinnvoll sein, wenn er kurzfristig eingesetzt wird und in Zukunft ein neues Gerät angeschafft wird. Sollte das Gerät länger eingesetzt werden, dann müssen die laufenden Kosten bedacht werden und plötzlich können sich ein paar hundert Euro mehr für einen Laserdrucker wieder lohnen. Informationen dazu liefern zum Beispiel Tests wie der Farblaserdrucker Test von toner-dumping.de.

Letztlich gibt es dann nur noch zwei Dinge zu beachten: Nicht vergessen, den Drucker steuerlich abzusetzen, und Preise vergleichen beziehungsweise ein Angebot vor Ort einholen. Auch wenn etwas Zeit investiert werden muss, um den idealen Drucker für das Start-up zu finden, spart das später Zeit, Geld und Nerven.

Wie du als Gründer*in mit Fehlern umgehen solltest

Für viel Stress sorgt es, wenn Fehler im Entwicklungsprozess erst sehr spät auffallen und aufwändig korrigiert werden müssen. Besser ist es, möglichst früh Fehler zu machen. Denn die Idee, dass eine Entwicklung ohne Rückschläge möglich ist, ist eine Utopie. Die entscheidende Frage ist: Wie werden Fehler schnellstmöglich entdeckt, um im Zeitplan zu bleiben und unnötige Kosten zu vermeiden?

SpaceX hat keine Probleme mit dem Scheitern

Was unterscheidet SpaceX und die NASA? Vor allem die Art zu arbeiten. Die NASA simuliert und zertifiziert alles, jede Schraube entspricht Weltraumstandards. In der Regel verwendet die NASA Baugruppen, die erprobt und bewährt sind. Das hemmt Innovationen und man bedient sich nicht der modernen technischen Möglichkeiten.

Auf der anderen Seite steht SpaceX. Das private Raumfahrtunternehmen geht in fast allen Bereichen mit großem Erfolg neue Wege. Vor allem die Art der Entwicklung ist eine vollkommen andere – modern und viel schneller. SpaceX verzichtet auf die Zertifizierung aller Teilkomponenten und weist die Eignung einzelner Baugruppen durch gezielte Tests nach. Designs können schnell abgeändert und verbessert werden. Gerade bei der aktuellen Prototypen-Serie „Starship“ zeigt SpaceX dies eindrucksvoll. Das Unternehmen fertigt die Prototypen nahezu fließbandartig und lässt jeden Erkenntnisgewinn in die nächste Version einfließen. Der Fokus liegt dabei nicht darauf, schon ab der ersten Version alle Projektziele zu erreichen.

Stattdessen sollen mit jedem Test möglichst viele Erkenntnisse gewonnen werden. Fehlfunktionen und Misserfolge sind dabei stets willkommen. Das Credo: Wenn alles direkt auf Anhieb funktionieren würde, könnte man nicht ausschließen, dass der Erfolg Zufall war.

Die Arbeitsweise von SpaceX hat neben dem schnellen Fortschritt noch einen weiteren entscheidenden positiven Aspekt: Das Scheitern wird nicht mehr als negatives Erlebnis wahrgenommen, sondern als das verstanden, was es ist: als notwendiger Zwischenschritt des Fortschritts und ein willkommenes Ereignis auf unbekannten Wegen.

Was können Start-ups von SpaceX lernen?

Grundsätzlich werden bei allen Projekten zunächst die Anforderungen an das Produkt erhoben und diese dann Stück für Stück abgearbeitet, entwickelt, produziert und getestet. Das funktioniert gut, wenn man sich in einem Bereich befindet, in dem das Unternehmen zuhause ist – nennen wir diesen Bereich die Komfortzone. Daneben gibt es aber auch noch den Bereich außerhalb der Komfortzone, der Bereich hinter dem Tellerrand oder einfach gesagt, das unentdeckte Feld, in dem die Innovationen liegen.

Im Bereich des Prototyping muss dieses strikte und strukturierte Vorgehen neu gedacht werden. Im Anschluss an die Anforderungserhebung ist es wichtig, das Gesamtprojekt zu segmentieren und zum Teil zu vereinfachen. Das Teilprojekt kann dann mit dem üblichen Entwicklungsablauf realisiert werden, ist jedoch bedeutend schneller abgeschlossen. Diese Teilergebnisse können selbst wieder verwendet werden, um Erfahrungen zu sammeln, sei es durch eigene Tests oder durch Nutzerbefragungen. Im Anschluss können Anpassungen vorgenommen, Teilprojekte wieder zusammengeführt oder eventuell sogar verworfen werden. Insgesamt verkürzt das die Zeit zum Markteintritt und bietet durch die Reifung innerhalb des Entwicklungsprozesses einen Marktvorteil.

Wer unterm Strich weniger Geld für Fehler ausgeben will, sollte folgende Tipps beherzigen:

  • Gesamtprojekt in Teilprojekte zerlegen.
  • Möglichst viel Feedback einholen (von Nutzern, Fachfremden, aus der Produktion und von anderen Entwicklern).
  • Viel testen und erproben.
  • Tests und Ergebnisse analysieren und gründlich dokumentieren.
  • Mut haben zu kreativen neuen Ansätzen.

Der Autor Nils Hartmann ist selbständiger Technischer Berater für die Konzeption und Entwicklung von technischen Prototypen und Produktinnovationen.

 

Kleine Karte, große Wirkung

Mit ihrer Visitenkarte machen Selbständige Werbung für sich und ihr Unternehmen. Hier finden Sie sieben Tipps, wie Sie Ihre Karte seriös gestalten – und ein paar Hinweise, wie Sie sie geschickt unter die Leute bringen.

 

In der Schublade oder Brieftasche können Visitenkarten ihre Wirkung als Werbeträger kaum entfalten. Wichtig ist, dass Sie Ihre Karten großzügig unter die Leute bringen. "Es ist durchaus gestattet, zum Beispiel zufriedenen oder gar begeisterten Kunden einige Visitenkarten zu geben und sie zu bitten,

diese zusammen mit einer Empfehlung weiterzureichen", betont Kommunikationstrainerin Susanne Helbach-Grosser. Außerdem ist es hilfreich, die Karten an wirkungsvollen Orten zu platzieren – etwa im Eingangsbereich von Ausstellungen, bei befreundeten Geschäftspartnern oder bei Behörden. Wichtig ist auch: Führen Sie Ihre Karten am besten in einem Kartenetui mit sich.

Um die Karten schnell griffbereit zu haben, sollten sie mit zwei Taschen im Jackett/Blazer arbeiten: In der Tasche rechts haben Sie die eigenen Karten griffbereit, links hinein kommen Karten, die Ihnen andere zustecken. Und sorgen Sie dafür, dass Ihre Karte nicht schnell im Papierkorb landet: Konnten Sie Ihrem Gesprächspartner zum Beispiel einen wichtigen Literaturtipp geben, dann notieren Sie den doch einfach auf der Rückseite Ihrer Visitenkarte. Diese Notiz wird nicht so schnell weggeworfen.

Tipp 1 - Die Maße

"Üblich ist das Scheckkartenformat", sagt Beraterin Helbach-Grosser. Die Standardabmessungen betragen ca. 90 mal 55 Millimeter. Das hat einen einfachen Grund: Viele Geschäftspartner archivieren die Karten in vorgefertigten Plastikeinlagen, zum Beispiel in ihren Ringbuch-Kalendern.

Tipp 2 - Das Papier

Auch beim Datenträger gilt: Klassisch ist besser als verspielt. Karton mit mindestens 180 bis 200 Gramm, besser gar von 250 Gramm aufwärts sollte es schon sein. Je dicker der Karton, desto edler wirkt die Karte.

Tipp 3 - Das Design

Früher war die Karte so aufgeteilt: Name und akademischer Titel in der Mitte, Adresse rechts unten, Telefon- und Faxnummern links unten. "Diese strikte Einteilung ist einer kreativeren Anordnung gewichen", sagt Helbach-Grosser. Auch beim Design gilt: Lassen Sie sich die Karte etwas kosten.

Tipp 4 - Die Berufsbezeichnung

Selbständige sollten auf allzu blumige Berufsbezeichnungen verzichten, findet Expertin Hertwig. Zurückhaltung sei außerdem bei akademischen Titeln angebracht, meint die Karriereberaterin.

Tipp 5 - Die Kontaktdaten

Die Telefonnummer gehört auf jede Visitenkarte. Überlegen Sie sich aber gut, wie und wo Sie Ihre beruflichen Gespräche lieber führen. Wer ungern mit dem Handy telefoniert, gibt besser eine Festnetznummer an – sollte dann aber auch sicherstellen können, dass er unter dieser Nummer auch tatsächlich zu erreichen ist.

Tipp 6 - Die E-Mail

"Ein Muss ist mittlerweile auch eine E-Mail-Adresse", sagt Karriereberaterin Hertwig. Auf keinen Fall sollten Sie eine Adresse mit einem langen, spaßigen oder gar peinlichen Nicknamen verwenden. Achten Sie auch darauf, dass der von Ihnen genutzte Provider genügend Speicherplatz bietet und das Postfach nicht nach ein paar Tagen bereits überquillt.

Tipp 7 - Die Fremdsprache

Wer Geschäftskontakte im Ausland anbahnen möchte, sollte auf eine "penible Übersetzung der Karte in die jeweilige Landessprache oder ins Englische achten", rät Helbach-Grosser.

Die richtige Kommunikation im Notfall

Nicht immer läuft alles rund nach der Gründung. Gerüchte, Finanzsorgen und manchmal auch mangelhafte Produkte und Dienstleistungen werden zur kommunikativen Existenzfrage.

Für viele junge Unternehmen ist das frisch gewonnene Vertrauen ihrer Kunden das wichtigste Kapital. Dieses auch in schwierigen Situationen zu erhalten und eine existenzielle Schieflage zu verhindern ist Aufgabe der Krisen-PR.

 

 


Die Krisenkommunikation lässt sich in folgende drei Stufen einteilen:

1. Stufe:
Gerät Ihr Unternehmen in eine Krise sollten Sie genau hinhören. Von welcher Seite werden welche Vorwürfe gemacht? Analysieren Sie für sich, ob die Anschuldigungen und Tatsachen korrekt sind und gewinnen Sie einen Eindruck, welche Interessen hinter diesen stecken. Nutzen Sie dabei auch das Internet, um zu ermitteln, welche Medien und Communities das Thema aufgegriffen haben. Für diese Stufe bleibt Ihnen nur wenig Zeit, sie muss innerhalb von Stunden abgeschlossen sein.

2. Stufe:
Stellen Sie die nötigen Fakten und Informationen zusammen, die ihnen helfen der Öffentlichkeit Ihre Sichtweise zu erklären bzw. zu vermitteln, was Sie in Zukunft anders machen werden. Durch eine gute Vorbereitung (z.B. mit einem Krisen-Handbuch) gelingt diese Zusammenstellung sehr schnell. Wenn Sie an die Öffentlichkeit treten, dürfen Sie, außer im allerersten Statement, nicht überrascht oder uninformiert wirken. Betroffenheit und Interesse an einer konstruktiven Lösung zu zeigen wirkt erfahrungsgemäß nur für kurze Zeit.

3. Stufe:
Formulieren Sie Ihren Standpunkt und vermitteln Sie diesen den relevanten Zielgruppen. Journalisten, Politiker und Kunden sind je nach Art der Krise die wichtigsten Empfänger für Ihre Botschaft. Achten Sie darauf, die Krise nicht selbst zu verstärken, indem Sie bisher nicht Beteiligte auf diese aufmerksam machen. Übernehmen Sie Verantwortung und zeigen Sie, dass Sie enttäuschte Erwartungen in Zukunft wieder erfüllen werden. Bleiben Sie dabei bei der Wahrheit und achten Sie darauf, die gesellschaftlichen Werte nicht zu missachten.

 

 

 

 

Gründen trotz Unsicherheit - @@@ein Plädoyer für mehr Mut

Sie denken über eine Gründung nach, zögern aber noch aufgrund der wirtschaftlich unsicheren Lage? Sie haben eine Geschäftsidee, glauben aber, dass Sie kein „Macher“ sind? Fühlen Sie sich ertappt? Dann lesen Sie weiter ...

Ob es nun die viel beschworene Rezession ist, oder eine Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus: Man ist schnell bei dem Schlagwort „Gründen in der Krise“. Doch wird hier nicht ein bisschen zu hoch gegriffen? Betrachtet man die psychologische Definition des Begriffs, so ist das wichtigste Merkmal einer Krise, dass sie der Betroffene nicht aus eigenen Kräften bewältigen kann. Doch muss er das überhaupt? Es gibt wertvolle Hilfsangebote: beim Businessplan, bei der Finanzierung und bei allem, was sonst noch nötig ist. Warum also nicht Unternehmer werden?

Kein Unternehmer ist je vom Himmel gefallen

Auch andersherum betrachtet wird ein Schuh draus: Wer beispielsweise dauerhaft keine Arbeit findet, dafür aber die Möglichkeit sieht, selbständig tätig zu werden, hat wohl keine bessere Wahl. Was nützt da das Räsonieren über besondere Risiken der Gründung aus einer Krisensituation heraus? Oft liegt die Zaghaftigkeit bei der Existenzgründung auch in dem Zweifel begründet, ob man das überhaupt schaffen kann, ob man „zum Unternehmer geboren ist“. Aber wer hat andererseits behauptet, man sei zum Angestellten geboren?

Der Arbeitnehmerstatus ist zahlenmäßig dominierend in unserer Gesellschaft. Daher empfinden wir ihn als normal. Das Dasein als Unternehmer ist seltener anzutreffen, somit wird es automatisch als besonders empfunden. Dass ein Unternehmer besonders herausragende Talente und Fähigkeiten haben muss, wird zwar häufig angenommen – und es ist natürlich hilfreich im Falle einer Gründung –, aber es ist in der Tat keine Grundvoraussetzung. Zum erfolgreichen Unternehmertum gehören Wagemut statt allzu große Besonnenheit und nicht selten sogar eine gewisse Portion Frechheit.