Steuer-Basics für Gründer: die wichtigsten Steuerarten für Unternehmen

Steuer-Basics für Gründer

Autor: Sabine Olschner
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Hier erfahren Sie, mit welchen Steuern Sie zu rechnen haben, und ob Sie ein Gewerbe anmelden müssen oder als Freiberufler starten können.

Sie müssen kein Steuerexperte sein, um sich selbständig zu machen. Aber Sie sollten zumindest einen groben Überblick darüber haben, welche Steuern auf Sie zukommen und wie viel Geld Sie dafür zur Seite legen müssen. Ansonsten droht Ihnen irgendwann eine böse Überraschung. In unserer kleinen Steuer-Serie zeigen wir, was Sie von Beginn Ihrer Selbständigkeit an beachten sollten.

Auch wenn das Geschäft gut läuft, passiert es vielen Selbständigen, dass sie nach ein paar Jahren finanzielle Probleme bekommen – nämlich dann, wenn die ersten Steuerforderungen anstehen und sie keine Rücklagen dafür gebildet haben. Vor allem bei schwankenden Erträgen kann man den Überblick über anstehende Nachzahlungen oder nachträglich erhöhte Steuervorauszahlungen schnell verlieren. Fällige Zahlungen an das Finanzamt von mehreren Tausend Euro haben schon so manchem Unternehmer das Genick gebrochen. Daher gilt von Anfang an: Die Steuern im Hinterkopf behalten und einen Teil der Einnahmen dafür zurücklegen – am besten auf ein separates Konto, von dem man fortan die Finger lässt.

Rücklage bilden

Wie hoch die Steuerlast sein wird, lässt sich pauschal nicht sagen und hängt von vielen Faktoren ab: zum Beispiel von der Höhe der Einnahmen oder davon, ob der Unternehmer umsatzsteuerpflichtig ist oder Gewerbesteuer zahlen muss. Manche Experten raten, rund ein Drittel der Einnahmen für die Steuerzahlungen zurückzulegen – bei guten Umsätzen und einem entsprechend hohen Grenzsteuersatz kann das allerdings auch zu wenig sein. Im Zweifel hilft ein Steuerberater bei der Steuerschätzung weiter.

Vor dem Gang zum Steuerexperten kann man sich jedoch erst einmal grundlegend zu Steuerfragen schlau machen. Eine wichtige Frage: Mit welchen Steuerarten haben Sie als Selbständiger überhaupt zu tun?

Einkommensteuer

Die wichtigste Steuer für Selbständige ist die Einkommensteuer. Sie richtet sich nach der Höhe der Einnahmen – abzüglich der beruflichen Ausgaben (welche Ausgaben abzugsfähig sind, behandeln wir im übernächsten Teil der Serie). Je nach Höhe der Vorauszahlungen muss der Unternehmer Nachzahlungen leisten – oder er bekommt einen Teil seiner bereits gezahlten Einkommensteuer zurück. Wer im Laufe eines Jahres absehen kann, dass die Einnahmen viel höher oder viel niedriger sein werden als erwartet, kann die Vorauszahlungshöhe beim Finanzamt anpassen lassen. Grundsätzlich ist die Einkommensteuererklärung bis zum 31. Mai des Folgejahres fällig – man kann das Finanzamt jedoch um Aufschub bitten. Wer einen Steuerberater beauftragt, hat bis zum 31. Dezember Zeit, die Steuererklärung für das Vorjahr abzugeben.

Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer muss je nach Höhe der Einnahmen monatlich oder vierteljährlich ans Finanzamt abgeführt werden. Die Berechnung ist recht einfach: Der Unternehmer stellt dem Kunden Mehrwertsteuer in Rechnung – auch Umsatzsteuer genannt. Je nach Ware oder Dienstleistung sind dies 19 oder 7 Prozent. Von dieser Umsatzsteuer wird die Vorsteuer abgezogen, also die Umssatzsteuer aus den Rechnungen, die der Unternehmer selbst bezahlt hat. Die Differenz aus Umsatzsteuer und Vorsteuer muss der Selbständige ans Finanzamt überweisen. Hat er mehr Vorsteuer bezahlt als Umsatzsteuer eingenommen, erhält er die Differenz vom Finanzamt erstattet. Vor allem zur Existenzgründung haben Selbständige in der Regel mehr Ausgaben als Einnahmen, sodass sie Geld vom Fiskus zurückbekommen.

Kleinunternehmer, deren Umsatz im letzten Jahr weniger als 17.500 Euro betrug und im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird, brauchen ihren Kunden keine Mehrwertsteuer zu berechnen und entsprechend keine Umsatzsteuer ans Finanzamt zu zahlen. (Weitere Details über das Thema Umsatzsteuer erfahren Sie im nächsten Teil dieser Serie.)

Gewerbesteuer

Jeder Selbständige, der ein Gewerbe betreibt, muss Gewerbesteuer bezahlen. Zu den Gewerbetreibenden gehören zum Beispiel Händler, Handwerker, Dienstleister oder Inhaber von Industrieunternehmen. Freiberufler gelten in der Regel nicht als Gewerbetreibende (siehe Info-Kasten). Die Höhe der Gewerbesteuer hängt zum einen von der Höhe des Ertrags ab und ist erst ab einem Gewinn von mehr als 24.500 Euro im Jahr fällig. Zum anderen bestimmt die Kommune, in der das Unternehmen seinen Sitz hat, den sogenannten Hebesatz. Hier kann sich ein Vergleich lohnen, bevor man den Standort für seine Firma wählt: Vielleicht hat der Nachbarort einen viel günstigeren Gewerbesteuersatz? Durch die geschickte Wahl des Firmenstandortes lassen sich unter Umständen mehrere Tausend Euro im Jahr sparen.

Risikokapital 2024: So investieren VCs in Start-ups

Diese externen Faktoren und Entscheidungsprozesse spielen 2024 aus Sicht des VC-Gebers eine große Rolle – gut zu wissen für Start-ups auf der Suche nach Venture Capital.

Lenins Worte: "Es gibt Jahrzehnte, in denen nichts passiert, und es gibt Wochen, in denen Jahrzehnte passieren", lassen sich gut auf das heutige Investitionsklima übertragen.

Dennoch geben VCs wie jedes Jahr ihre Vorhersagen unabhängig davon ab, was in der Welt außerhalb der Technologieblase passiert. Für VCs sind die traditionellen Standards: Team, Technologie, Traktion und TAM (Total Adressable Market) und Marktwachstum, die einzigen Kriterien, die zählen, richtig? Die Geschwindigkeit, mit der sich der Markt verändert, spricht jedoch dagegen. Deshalb empfiehlt sich die sorgfältigeren Bewertung anderer Faktoren, die dabei helfen können, zusammen mit den Unternehmern die nächste große Welle zu erwischen.

Wie viel Gewicht sollten wir externen Faktoren bei der Entscheidungsfindung eines VCs geben?

Während technologische Neuerungen wie Risc-V und LLM sowie Investmentteams im Mittelpunkt jeder neuen Investition stehen, müssen wir neuen Marktbedingungen mehr Aufmerksamkeit schenken. Diese Faktoren reichen von sich entwickelnden regulatorischen Landschaften bis hin zu makroökonomischen Veränderungen, die alle ihr Gewicht in der komplexen Balance der Investitionsstrategie haben.

Investieren im Jahr 2024 - drei wichtige Einflussfaktoren:

Faktor 1: Vorschriften

Hier haben wir es mit einem zweischneidigen Schwert zu tun. Auf der einen Seite bedeutet die Regulierung ein Nullrisiko für den Markt und eine hohe Zahlungsbereitschaft für die Einhaltung der Vorschriften, was ein sicheres Investitionsumfeld bietet. Dies hat jedoch den Nachteil eines potenziell engen Wertangebots, das sich auf die Einhaltung von Vorschriften beschränkt und damit die Chancen verringert, ein innovatives Unternehmen zu werden, das eine neue Kategorie definiert.

Faktor 2: Politischer Fokus - Verteidigung

Dass die Verteidigungsindustrie den KI-Hype ersetzen wird, mag eine steile These sein. Tatsache ist jedoch, dass Verteidigungstechnologien derzeit gefragt sind und es wahrscheinlich auch in Zukunft sein werden. Das Thema ist ebenso wichtig, wie umstritten. Sogenannte Dual-Use-Technologien sind daher besonders gefragt. Dabei handelt es sich um Produkte, die auf vielfältige Weise genutzt werden können, wobei die Verteidigung nur eine davon ist.

Die Vorteile liegen auf der Hand: In der Rüstungsindustrie gibt es Budgets, die ein großes Umsatzpotenzial garantieren. Vor allem, wenn man bedenkt, dass zum einen eine Krise auf die andere folgt und zum anderen der aktuelle Bestand der europäischen Länder einer Aktualisierung bedarf. Im Jahr 2023 verfügte Deutschland über 50 Milliarden Euro im Verteidigungshaushalt. Dieser wird dieses Jahr um 1,7 Milliarden Euro aufgestockt. Im aktuellen Finanzrahmen der EU sind 14,9 Milliarden Euro für Sicherheit und Verteidigung vorgesehen.

Andererseits sind die Ausstiegsmöglichkeiten für Unternehmen der Verteidigungsindustrie stark eingeschränkt, da sie oft nur einen einzigen Käufer haben und kaum über die Grenzen ihrer nationalen oder regionalen geopolitischen Interessen hinaus verkauft werden können. Der European Chips Act ist beispielsweise ein Beleg für diese Exit-Doktrin.

Faktor 3: Makroökonomische Faktoren

Das große Interesse an Verteidigungstechnologien ist das Ergebnis von weltbewegenden Ereignissen. Diese sind kaum vorhersehbar oder veränderbar und wirken sich oft auf fast jede Branche aus. Die Pandemie 2020 und der Krieg in der Ukraine sind mit einer höheren Inflation verbunden. Um diesen Anstieg zu bewältigen und das Ende des billigen Geldes einzuläuten, wurden mehrere Zinserhöhungen inszeniert.

Durch die jüngsten Zinsschwankungen werden die Karten für viele VC-finanzierte Unternehmen neu gemischt. Das könnte VCs sogar dazu veranlassen, nach azyklischen Investitionsmöglichkeiten Ausschau zu halten oder zumindest nach solchen, die potenziell von den neuen Marktbedingungen profitieren könnten, zum Beispiel im Immobilienbereich. (Siehe Ventech 2024s' First Investment: einwert - Real Estate Valuations).

Auch wenn unterschiedliche Finanzierungsumgebungen unterschiedliche Equity Stories und Finanzierungstaktiken erfordern, sollten sich sowohl Investoren als auch Unternehmer der Paradigmenwechsel auf den Finanzmärkten bewusst sein.

To-do’s für Gründer inmitten der sich verändernder Marktbedingungen

Wie können Gründer also die optimale Unternehmensstrategie finden, um sich an künftige Veränderungen anzupassen? Es ist verlockend, zurückzublicken und zu versuchen, aus den Erfahrungen zu lernen. Einerseits ist es natürlich wichtig, zurückzublicken und aus den Erfahrungen zu lernen. Andererseits müssen externe Faktoren jetzt erkannt, abgewogen und optimal bewertet werden.

1. Mach dir ein Bild davon, ob bestimmte Veränderungen vorübergehend oder dauerhaft sind und wie sie sich auf deine Equity Story auswirken

Ein Beispiel hierfür ist die Politik der Telearbeit nach Covid. In den USA ist ein großer Trend zu beobachten, dass Technologieunternehmen ihre Mitarbeiter*innen für die gesamte Arbeitswoche ins Büro zurückrufen. Dies mag für einige Mitarbeitende, die sich ans Home-Office gewöhnt haben, hart erscheinen. Für Start-ups ist es jedoch unerlässlich, Teammitglieder wirklich einzubinden, schnelle Entscheidungen zu treffen und einen reibungslosen Austausch zu gewährleisten. Nun, die Entscheidung liegt bei dir.

2. Führe dein eigenes Risikomanagement durch

Investoren analysieren die Risiken von Unternehmen, in die sie investieren wollen, aber das sollten auch Unternehmer tun! Da die Qualität der Einnahmen heute Wachstum um jeden Preis übertrumpft, ist das Verständnis der Gegenparteirisiken in der Anfangsphase eines Start-ups für seine Kunden, Banken, Vertriebspartner und natürlich die Investoren von entscheidender Bedeutung.

3. Das Beste aus den staatlichen Vorschriften machen und den rechtlichen Rahmen verstehen

Was sich wie ein restriktives Korsett anhört, muss nicht zwangsläufig einengend sein. Neue Geschäftsmöglichkeiten können auch aus Vorschriften erwachsen und den Weg für neue Marktkategorien ebnen.

Nehmen wir das Beispiel von Prewave, das vollständige Transparenz in der Lieferkette bietet und damit die Verpflichtungen aus dem Supply Chain Act Germany und der CS3D auf EU-Ebene erfüllt. Mit anderen Worten, sie nehmen ihren Kunden eine enorme Last von den Schultern: Hast du schon einmal versucht, die Arbeitsschutzstandards von Tausenden von Lieferanten gleichzeitig zu überprüfen?

Vorschriften können vielleicht sogar eine inspirierende Wirkung haben, da sie einen Nährboden für Innovationen bieten. Auch das neu verabschiedete europäische Gesetz - DMA (Digital Marketing Acts) - kann ein Chancenmotor für Start-ups und KMU sein.

Neben den Regelungen, die bereits in Kraft sind und Auswirkungen auf das eigene Unternehmen haben, sollten Unternehmer auch einen Blick in die Zukunft werfen. Welche Machtwechsel und Wahlen stehen an? Welches Land hat derzeit die Präsidentschaft auf europäischer Ebene inne?

4. Pflege Beziehungen zum öffentlichen Sektor

Nicht jedes junge Unternehmen kann es sich leisten, Lobbyarbeit zu betreiben. Abgesehen von den Arbeitszeiten ist Lobbying kein Sprint, sondern ein Marathon. Der Aufbau von Beziehungen zu öffentlichen Entscheidungsträgern ist immer wichtig, um nah an den aktuellen Diskursen zu sein.

5. Frühzeitiger Aufbau von Beziehungen zu Investoren - noch vor der Finanzierungsrunde!

Unternehmer sollten ihre Investoren gut kennenlernen wollen. Das Ziel sollte immer sein, einen langfristigen Partner für das eigene Unternehmen zu finden und nicht nur einen kurzfristigen Lückenfüller.

Kristallkugel vs. Vertrauensvorschuss

Es ist verständlich, dass sich Gründer nur auf das konzentrieren wollen, was sie kontrollieren können. Doch gut erforschte Vermutungen von Gründern über "neue" Dimensionen wie Geopolitik, Vorschriften oder makroökonomische Ereignisse werden von Investoren mehr als begrüßt. Oft ist es die einzigartige Interpretation eines Unternehmers über Marktveränderungen und die Art und Weise, wie man davon profitieren kann, die uns letztendlich davon überzeugt, zu investieren (und die Grundlage für öffentlich geteilte Vorhersagen bildet ...).

Der Autor Nicholas Barthalon ist seit 2016 bei Ventech und arbeitet als Principal im Münchner Büro. Bevor er in die VC-Branche einstieg, arbeitete Nicolas u.a. zwei Jahre lang im Investmentbanking bei Bryan, Garnier & Co. und führte Fundraising- und M&A-Mandate für Start-ups aus verschiedenen Branchen aus. Bei Ventech konzentriert sich Nicolas auf Investitionen in B2B SaaS, produktorientiertes Wachstum, Robotik und Industrie 4.0.

Kapitalspritze für Innovationen: Wie Start-ups erfolgreich Investoren gewinnen können

In der rasanten Welt der Technologie und des Unternehmertums ist Kapital der Lebensnerv, der es Start-ups ermöglicht, ihre Visionen in die Tat umzusetzen. Die Fähigkeit, Investoren anzuziehen, steht im Zentrum zahlreicher Erfolgsgeschichten. Doch wie können Start-ups in einem Meer von Wettbewerbern auffallen und Kapitalgeber für sich gewinnen?

Die Vision überzeugend präsentieren

Der erste Schritt, um Investoren zu gewinnen, ist die Präsentation einer klaren und überzeugenden Vision. Investoren suchen nach Start-ups, die nicht nur ein Produkt, sondern eine Veränderung im Markt bewirken wollen. Die Vision sollte ambitioniert, aber erreichbar sein und das Potenzial haben, die Branche zu revolutionieren oder zumindest zu verbessern. Start-ups müssen in der Lage sein, ihre langfristigen Ziele zu kommunizieren und zu zeigen, wie ihre Lösung oder ihr Produkt das Kundenleben verbessern oder ein bestehendes Problem effektiver lösen kann als die aktuell verfügbaren Optionen.

Marktkenntnis und Wachstumspotenzial

Eine tiefgehende Kenntnis des Zielmarktes ist unerlässlich, um Investoren zu überzeugen. Start-ups müssen nicht nur das aktuelle Marktumfeld verstehen, sondern auch zukünftige Trends und das potenzielle Wachstum ihres Marktes prognostizieren können. Dies zeigt Investoren, dass das Unternehmen gut positioniert ist, um von zukünftigen Marktentwicklungen zu profitieren. Ein klarer Einblick in die Zielkunden, ihre Bedürfnisse und Verhaltensweisen ist ebenso wichtig, um zu demonstrieren, dass das Start-up eine Produkt-Markt-Fit erreichen kann.

Ein ausgearbeiteter Geschäfts- und Finanzplan

Investoren möchten sehen, dass ein Start-up einen soliden Geschäfts- und Finanzplan hat. Dieser Plan sollte eine klare Roadmap für die Produktentwicklung, Markteinführung, Kundengewinnung und Skalierung enthalten. Start-ups müssen in der Lage sein, ihre Umsatzmodelle, Kostenstrukturen und Finanzierungsstrategien darzulegen. Dabei ist es wichtig, dass sie auch ihre finanzielle Vorausschau präsentieren, die auf realistischen Annahmen basiert.

Ein überzeugender Finanzplan zeigt nicht nur, wie das Unternehmen Gewinne erzielen wird, sondern auch, wie es mit den Investitionen effizient umgeht, um Wachstum zu generieren. Dies beinhaltet auch den klugen Umgang mit Ressourcen, wie etwa das Anlegen von Rücklagen auf Festgeldkonten, um von Zinsen zu profitieren, wobei ein Zinsen Festgeld Vergleich dazu beitragen kann, die besten Konditionen zu sichern und somit das Vertrauen der Investoren in die finanzielle Umsichtigkeit des Start-ups zu stärken.

Das Team als Fundament des Erfolgs

Investoren wissen, dass hinter jedem erfolgreichen Startup ein starkes Team steht. Es ist entscheidend, dass das Team nicht nur über die erforderlichen technischen Fähigkeiten verfügt, sondern auch über Geschäftssinn, Anpassungsfähigkeit und eine gemeinsame Vision.

Ein diversifiziertes Team mit ergänzenden Fähigkeiten und Erfahrungen kann ein überzeugendes Argument für Investoren sein, da es die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass das Start-up auf Herausforderungen effektiv reagieren und Chancen nutzen kann. Start-ups sollten hervorheben, wie jede Person im Team zum Gesamterfolg beiträgt und wie ihre individuellen Hintergründe und Kompetenzen eine solide Grundlage für Innovation und Wachstum bilden.

Der Weg zur Investition: Pitching und Netzwerken

Die Fähigkeit, die Geschäftsidee klar und überzeugend zu präsentieren, ist für Start-ups unerlässlich. Ein gut vorbereiteter Pitch kann den Unterschied ausmachen, ob ein Investor an Bord kommt oder nicht. Neben einem überzeugenden Pitch ist das Netzwerken ein entscheidender Aspekt beim Gewinnen von Investoren. Start-ups sollten jede Gelegenheit nutzen, um Kontakte zu knüpfen und ihre Präsenz in der Start-up-Community zu stärken. Networking-Events, Branchenkonferenzen und sogar informelle Treffen bieten Gelegenheiten, Beziehungen zu potenziellen Investoren aufzubauen. Es ist wichtig, dass diese Bemühungen authentisch sind und auf gegenseitigem Interesse und Respekt basieren, da Investoren oft in die Menschen hinter einem Startup investieren und nicht nur in die Geschäftsidee selbst.

Die Bedeutung von Transparenz und Offenheit

Investoren schätzen Start-ups, die offen und transparent agieren. Das bedeutet, dass sie bereit sind, sowohl die positiven Aspekte ihres Unternehmens als auch die Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen, zu teilen. Transparenz in Bezug auf die Geschäftsstrategie, Finanzen und betriebliche Prozesse schafft Vertrauen und zeigt, dass das Managementteam reif und verantwortungsbewusst ist. Darüber hinaus sollten Startups bereit sein, Feedback und Anregungen von Investoren anzunehmen und zu zeigen, dass sie in der Lage sind, ihre Strategie entsprechend anzupassen, um das Unternehmen voranzubringen.

Abschließende Überlegungen

Um Investoren erfolgreich zu gewinnen, müssen Start-ups nicht nur eine beeindruckende Vision und ein starkes Team haben, sondern auch das Geschäfts-Know-how, um ihre Ideen in profitable Unternehmen zu verwandeln. Sie müssen verstehen, wie sie ihre Finanzen verwalten, einschließlich der Optimierung ihrer Zinsstrategien durch einen Festgeld Vergleich, und wie sie das Wachstum ihres Unternehmens skalieren können.

Die Business Strategin

Im Interview: Carol Cueva Camacho ist in Equador geboren, in Spanien aufgewachsen und lebt in München. Sie berät internationale Gründungsteams bei Wachstum und Internationalisierung. Zuletzt verantwortete Sie bei der BayWa r.e. Global die digitale Transformation.

Du lebst in München, bist aber oft in Barcelona, London, Lissabon und in Lateinamerika. Wo würdest du heute ein Start-up gründen?

Ich würde einen Standort in Abhängigkeit von der Branche und folgenden drei grundlegenden Aspekten auswählen: günstiges Geschäftsumfeld, Zugang zu Finanz- und Humankapital sowie kosteneffizientes und einigermaßen bürokratisches System. Ich persönlich würde ein Start-up in München gründen, weil es die ersten beiden Aspekte sehr gut abdeckt und ich irgendwie gelernt habe, mich in der deutschen Bürokratie zurechtzufinden. Gleichwohl stehen Barcelona und London innerhalb Europas ganz oben auf meiner Liste und innerhalb Lateinamerikas Mexiko, Kolumbien und Sao Paulo.

Was sind die Vorzüge und Nachteile der unterschiedlichen Hotspots?

Vorteile wie Unterstützung in der Gründungsphase, Zugang zu einem starken Markt und Zugang zu zahlreichen Private-Equity- und Venture-Capital-Investoren findet man in London, Berlin und München. Städte wie Barcelona und Lissabon bieten Zugang zu einem großen Pool hochqualifizierter internationaler Talente und eine sehr mobilitätsfreundliche Internet-­Infrastruktur. Zu den Nachteilen: Die hohen Lebenshaltungskosten in Städten wie München oder London erschweren die Einstellung und Bindung von Talenten vor Ort. Außerdem schafft ein stark reguliertes und komplexes bürokratisches System wie in Deutschland und Spanien kostspielige Hindernisse für das Unternehmertum.

Wie unterscheiden sich die Gründungskulturen in Deutschland, Spanien und Lateinamerika?

Kultur ist ein komplexes Thema. Ich habe in Deutschland eine Gründungskultur erlebt, die durch das Vertrauen in einen starken Binnenmarkt charakterisiert und stark vom Managementstil des industriellen Mittelstands und der Unternehmensberatung beeinflusst ist. Start-ups in Spanien zeichnen sich durch eine sozial orientierte Kultur aus und werden von internationalen Trends beeinflusst, da etwa 80 Prozent der Investitionen von ausländischem Kapital stammen. In Lateinamerika gibt es eine starke Kultur des Unternehmertums, die von der „Freiheit, sich auszuprobieren“ bestimmt wird; das Vertrauen in das Wachstum wird jedoch durch politische Veränderungen sowie durch ausländische Investitionen beeinflusst, die sich hauptsächlich auf die natürlichen Ressourcen der Region konzentrieren.

Start-ups haben es aktuell nicht einfach. Die Investor*innen sind zurückhaltend, die Bewertungen zurückgegangen. Wo drückt die Start-ups deiner Meinung nach der Schuh am meisten?

Ich bemerke sicherlich, dass Start-ups in dem neuen Szenario Rentabilität und effizientere Wege zur Verwaltung des investierten Kapitals nachweisen müssen, im Gegensatz zu Skalierbarkeit und prognostiziertem Wachstum. Die Schwierigkeit besteht darin, realistischere Pläne vorzulegen, die für die Investoren attraktiv sind und gleichzeitig die Wachstumsambitionen der Gründer ermöglichen.

In welchen Branchen beobachtest du aktuell die interessantesten Geschäftsmodelle?

Ich beobachte die Branchen FinTech, HealthTech, CleanTech und LegalTech genau. Geschäftsmodelle, die auf der Blockchain-Technologie basieren, sind tatsächlich sehr interessant, weil sie einen Reifegrad erreicht haben, bei dem sie ihre Anwendbarkeit auf traditionelle Unternehmen bewiesen haben. Außerdem erwarte ich, dass im Zuge der Anwendung der EU Digital Identity Wallet neue Geschäftsmodelle zur Unterstützung der Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen und ­alternative Cybersicherheitslösungen entstehen, die es den Nutzern ermöglichen, ihre Privatsphäre wirksam zu schützen.

Welchen Gründer*innen würdest du zu Risikokapital raten, welchen nicht?

Ich würde VC-Investitionen solchen Gründern empfehlen, die die Finanzierung wirklich brauchen, um zu wachsen, und die eine klare Vision und eine solide operative Strategie haben.  Wenn der Gründer hingegen einen Wachstumspartner sucht, der neben Kapitalinvestitionen auch praktische Unterstützung bietet, ohne sich in die Entscheidungsfindung einzumischen, würde ich die Partnerschaft mit einem VC nicht empfehlen.

Du hast die letzten Jahre die digitale Transformation bei BayWa r.e. Global vorangetrieben. Wie sehr hat dir deine Start-up-Vergangenheit dabei geholfen?

Bei den Start-ups habe ich Brücken zwischen den strategischen Geschäftszielen und den Produkt- bzw. operativen Realitäten geschlagen, damit die Wachstumsziele erreicht werden und die Auswirkungen auf die Organisation so nachhaltig wie möglich sind. Dieses Prinzip hat mir sehr geholfen, sinnvolle Entscheidungen zu treffen und zu groß angelegten Transformationsinitiativen beizutragen. Auch der frühere Zugang zu verschiedenen technologischen Geschäftsmodellen in Kombination mit den Erfahrungen, die ich in der Branche der erneuerbaren Energien gesammelt habe, haben mich dazu bewogen, mich an BayWa r.e. Energy Ventures zu beteiligen.

Carol Cueva Camacho, danke für das Interview.

Das Interview führte Mathias Renz

Wenig Budget und viel zu tun – wie sich bei der Start-up-Gründung sparen lässt

Wir haben für dich die ultimative Liste mit Spartipps, die dir dabei helfen, dein Budget zu schonen und trotzdem alles für dein Start-up zu tun.

Noch bevor die ersten Einkünfte auf dein Konto fließen, warten schon jede Menge Kosten auf dich. Du hast natürlich die Möglichkeit, verschiedene Fördergelder für dich zu beanspruchen. Sie erleichtern dir den Weg ganz nach oben, es gibt aber weitere Optionen.

Da „Kleinvieh“ bekanntlich auch „Mist“ macht, lohnt es sich beispielsweise, Kostenloses auf www.mein-deal.com abzustauben, denn jeder gesparte Euro wandert in dein Start-up. Wir haben für dich die ultimative Liste mit Spartipps, die dir dabei helfen, dein Budget zu schonen und trotzdem alles für dein Start-up zu tun.

Am Anfang steht die Budgetplanung – was hast du und was brauchst du?

Du hast frisch gegründet und natürlich würdest du am liebsten sofort den Senkrechtstarter hinlegen. Die Realität sieht anders aus. du hast kaum Kohle und ständig musst du für irgendwas Geld bezahlen. Gehst du es nicht richtig an, sitzt du schon nach wenigen Monaten auf dem Trockenen.

Bevor du also loslegst und dein Budget unter die Leute bringst, mach dir einen Plan. Gehe dabei nach folgenden Schritten vor:

  • Finanzplan Grundlagen: Erstelle eine Liste all deiner Ausgaben und der realistischen Einnahmen. Denke dabei an variable Kosten, halte aber auch die monatlich wiederkehrenden Verpflichtungen fest. Eine genaue Gegenüberstellung hilft dir dabei festzustellen, ob du am Ende des Monats im „Plus“ bist oder ob du ins „Minus“ rutschst.
  • Realismus ist wichtig: Zu hoch gesteckte Einnahmeziele oder unterschätzte Ausgaben werden schnell zum Problem. Schätze deine Kosten realistisch ein und denke daran, dass du für ungeplante Ausgaben einen Puffer berücksichtigst. Bei der Gründung deines Start-ups können einmalige Kosten auf dich zukommen, die zu beachten sind.
  • Prioritäten setzen: Spartipp Nummer eins ist es, deine Ausgaben zu priorisieren. Reicht das Budget nicht für „alles“, teile Investitionen auf. Sortiere die geplanten Kosten danach, welchen Mehrwert sie für dein Unternehmen bringen. Der Aufbau deiner Unternehmenswebsite fördert dein Wachstum direkt. Ein neuer Tisch ist zwar schick, muss aber nicht zwingend im ersten Monat gekauft werden.
  • An Outsourcing denken: Obwohl du am Anfang vieles selbst machen kannst, halte die Option Outsourcing im Hinterkopf. Auch wenn es Geld kostet, ist es manchmal sinnvoll, redundante und schwierige Aufgaben auszulagern. Du hast dadurch mehr Zeit und kannst dein Start-up effizienter vorantreiben.

Diese vier Schritte helfen dir dabei, das Budget am Anfang optimal zu verwalten. Vor allem das Thema Priorisierung ist wichtig, denn sonst läufst du Gefahr, zu viel Geld auf einmal auszugeben. Bedenke, dass du im Idealfall jeden Monat neue Einkünfte verzeichnest, sodass du nicht-priorisierte Investitionen im Verlauf der nächsten Monate immer noch tätigen kannst! Das nachfolgende Video hilft dir dabei, deinen individuellen Finanzplan für dein Start-up zu erstellen:

Rudy: erster dt. Crypto-Robo-Advisor will Kryptomarkt revolutionieren

Der Kryptomarkt stellt viele Privatanleger*innen aufgrund seiner Volatilität, Intransparenz und Komplexität vor große Herausforderungen. Das wollen Philipp Schulden und Thomas Faber mit Rudy ändern.

Um den Krypromarkt für Jedermann zugänglich zu machen, haben Philipp Schulden und Thomas Faber, zwei ehemalige Studenten von Prof. Philipp Sandner (Gründer des Frankfurt School Blockchain Center FSBC), den ersten deutschen Crypto-Robo-Advisor Rudy entwickelt. Um die Investments ihrer Nutzer*innen abzusichern, verfügt Rudy über zwei vollautomatische Anlagestrategien: die „Growth-Strategien“ und die „Steady-Strategien“: Die „Growth-Strategien“ setzen wie bei herkömmlichen Krypto-Börsen auf Preissteigerungen von Krypto-Werten wie beispielsweise Bitcoin und Ethereum. Die „Steady-Strategien“ hingegen konzentrieren sich darauf, kontinuierliches Einkommen zu erzielen, unabhängig von den Schwankungen der Kryptowährungskurse. Dies geschieht, indem die Nutzer dem Kryptowährungsmarkt Liquidität bereitstellen. Zum Beispiel können sie Zinsen verdienen, indem sie Kryptowährungen verleihen, oder sie können Gebühren verdienen, indem sie Kryptowährungen für den Handel zur Verfügung stellen.

Rudys „Steady-Strategien“ bieten gegenüber den „Growth-Strategien“ eine höhere Sicherheit, da sie nicht allein auf Kurssteigerungen setzen. Philipp Schulden, Co-Founder von Rudy, sagt: „Statt nur auf steigende Kurse zu hoffen, können die Nutzer von Rudy zudem Geld verdienen, indem sie den Krypto-Märkten risiko-optimiert Liquidität bereitstellen. Die Risiken der Anleger werden dank der Doppelstrategie besser verteilt.“

Den Risiken proaktiv begegnen

Um ein erhöhtes Maß an Sicherheit zu gewährleisten, sind die „Steady-Strategien“ nicht nur gegen die Unwägbarkeiten volatiler Märkte, sondern auch gegen systemische Risiken wie bspw. Hackerangriffe auf Smart Contracts abgesichert. Smart Contracts sind automatisierte Vertragsprotokolle auf der Blockchain, die definierte Aktionen ausführen, sobald vorher festgelegte Bedingungen erfüllt sind. Rudys Sicherheitssysteme sind nach eigenen Angaben so konzipiert, dass sie proaktiv auf Anomalien (z.B. Hackerangriffe) reagieren und die Anlagen der Kund*innen umgehend sichern.

Individuelle Risikoprofile der Nutzer*innen

Die Nutzer*innen können entscheiden, wie sicher oder risikofreudig sie ihr Geld auf Rudy investieren möchten, indem sie ihr Risikoprofil innerhalb weniger Minuten mittels eines Fragebogens konfigurieren. Je nach Risikopräferenz stellt Rudy dann ein personalisiertes, risikooptimiertes Portfolio aus den sicheren „Steady-Strategien“ und den risikoreichern „Growth-Strategien“ zusammen. Die „Steady-Strategien“ und den risikoreichern „Growth-Strategien“ werden dann laufend und voll-automatisiert optimiert und den Marktentwicklungen angepasst.

Hochliquide Investitionen

Die Anleger*innen können ihre Investitionen jederzeit wieder in Euro umwandeln. Sie verfügen stets über das Eigentum an den Vermögenswerten, welche von einem BaFin-regulierten Drittverwahrungsstelle verwaltet werden. So müssen sie sich nicht sorgen, beispielsweise ihren Wallet-Schlüssel zu verlieren. Investor*innen behalten die volle Kontrolle über ihre Investments, während Rudy automatisch und kontinuierlich das Portfolio im Einklang mit der vom Kunden bzw. der Kundin gewählten Investment-Strategie anpasst, ohne dass der Kunde bzw. die Kundin selbst aktiv werden muss.

Warteliste für den Start 2024 veröffentlicht

Interessent*innen können sich jab sofort für Rudy anmelden, um den Start Anfang 2024 nicht zu verpassen. Meldet man sich auf der Warteliste an, wird man mit drei Monaten gebührenfreiem Investieren belohnt. Sollten noch zwei weitere Kund*innen geworben werden, kann man sogar ein ganzes Jahr lang kostenfrei investieren. Zusätzlich steht Lehrmaterial gratis zur Verfügung.

Investition in die Zukunft: Grüne Start-ups sind nicht nur Image

Effektive Lösungen für den Klimawandel finden, heißt langfristig wirtschaften. Warum der Klimawandel alle Investor*innen zur Förderung nachhaltiger Start-ups aufruft, erläutert Ronald Paul, Gründer und CEO von Muzungu Capital, einem Venture-Capital- und Private-Equity-Unternehmen, das sich auf die Unterstützung innovativer Start-ups insbesondere in den Bereichen MarTech, PropTech, DeepTech und FinTech konzentriert.

Fridays for Future, Die Letzte Generation. Seit drei Jahren gibt es kaum jemanden, der nicht davon gehört, gelesen oder direkt betroffen war. Der Klimawandel ist unbestritten eine gigantische Herausforderung. Trotz der Proteste und vieler Initiativen scheint eine Lösung weit weg. Viele essenzielle Bestandteile unseres Alltags kommen ohne Klimatreiber nicht aus. Ist es realistisch zu glauben, dass Verzicht- und Konsumveränderungen die einzigen Lösungen für den Klimawandel sein können?

Stattdessen bin ich davon überzeugt, dass nur ein technologisches und wirtschaftliches Umdenken dazu führt, uns zu retten. Es mag unbequem sein, aber der Schlüssel, um den Klimawandel wirksam zu bekämpfen, sind nachhaltige Alternativen zu alltäglichen Prozessen, Dienstleistungen und Produkten.

Anstatt uns Protesten und Talk-Show-Diskussionen zu verlieren, sollten wir der Herausforderung kreativ und mit neuen Ideen begegnen. Es ist die Chance für uns, Strategien zu entwickeln, um diese Innovation effektiv zu fördern.

Start-ups sind Innovationstreiber - auch in Nachhaltigkeitsfragen

Etablierte Unternehmen sind häufig unter einem zu starken wirtschaftlichen Druck, um diese Alternativen selbst zu entwickeln. Der Druck, profitabel zu wirtschaften, lässt wenig Spielraum für Experimente. Also, Bühne frei für grüne Start-ups. Laut dem Green Startup Monitor 2023 vom Startup-Verband und dem Borderstep Institut, ist der Anteil grüner Start-ups in Deutschland zwischen 2019 und 2022 von 21 auf 35 Prozent gestiegen. Die Bandbreite der Gründer*innen reicht von Elektromobilität über erneuerbare Energien bis hin zur Ernährung und Ressourceneffizienz. Start-ups bringen die nötige Agilität und schlanke Strukturen mit, die es braucht, um Alternativen langfristig zu entwickeln, bis sie profitabel werden. Zwei Beispiele aus unserem Portfolio:

  1. Palmöl ist überall und befeuert eine 61-Milliarden-Dollar-Industrie. Es ist in unseren Lebensmitteln, unserer Kleidung, unserem Shampoo und selbst im Treibstoff, der unsere Autos antreibt. Der Anbau hat jedoch drastische ökologische und gesellschaftliche Folgen: Regenwälder von Costa Rica bis Indonesien werden zerstört, um Platz für Ölpalmenplantagen zu schaffen, wodurch Kohlendioxid in der Atmosphäre freigesetzt und die Umwelt zerstört werden. Das Start-up C16 Biosciences hat mikrobiologische Prozesse entwickelt, um eine klima- und landschonende Alternative für Palmöl auf den Markt zu bringen.
  2. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt, dass die weltweite Nachfrage nach Fleisch bis 2050 um 70 Prozent steigen wird. Die derzeitigen Produktionsmethoden kann diese Nachfrage nicht nachhaltig decken. Viehzucht trägt durch die unkontrollierte Emission von Methan, einem Treibhausgas, das 20- bis 30-mal schädlicher ist als Kohlendioxid, erheblich zur globalen Erwärmung bei. Fleisch aus Zellkulturen kann die Nachfrage mit einem gleichwertigen Produkt abdecken, ohne dass wir dafür große Mengen Tiere züchten und schlachten müssen. Das Start-up Mosa Meat ist eines der weltweit führenden Unternehmen für kultiviertes Rindfleisch und hat sich diesem Problem angenommen.

Beide Beispiele zeigen, dass Lösungen, die keinen kompletten Verzicht auf das Endprodukt voraussetzen, möglich sind. Sobald die Produkte marktfähig sind, wahrscheinlich sogar zu niedrigeren Preisen, können sie die herkömmlichen Rohstoffe nahtlos ersetzen. Allerdings ist der Weg zur Marktreife lang und teuer. Um dies zu überbrücken, sind starke und engagierte Investoren gefordert. Genau hier hakt es aber. Kaum ein Venture Capital-Fond kommt ohne Verweis auf Nachhaltigkeit aus. Trotzdem werden viele nachhaltige Start-ups weiterhin zu großen Teilen durch staatliche Unterstützung, Stiftungen und von auf nachhaltige Investments spezialisierten Fonds finanziert.

Das allein wird nicht ausreichen, um die benötigte Innovationskraft zu entwickeln, die es braucht, um dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen. Laut Green Startup Monitor 2023 werden grüne Start-ups seltener durch Business Angels finanziert und häufiger durch staatliche Förderung als nicht-grüne Start-ups. Nachhaltige Start-ups können seltener Kapital einsammeln und generieren damit deutlich weniger Finanzierung. Gerade einmal 18 Prozent haben über eine Million Euro Fremdkapital bekommen. Den herkömmlichen Start-ups gelang das immerhin zu 25 Prozent. Für die Praxis heißt das, nicht nur in gut vermarktbare Konsumprodukte zu investieren, um das eigene Image aufzupolieren. Wir brauchen noch mehr Investitionen in Bereiche, die die Produktionsketten nachhaltig verändern: Erneuerbare Energien, die Kreislaufwirtschaft, alternative Nahrungsmittelproduktion oder Bio-Ersatz für Kunststoffe und Fette.

Der Klimawandel betrifft auch Investoren direkt

Nachdem der wirtschaftliche Gegenwind zunächst an grünen Start-ups vorbeizugehen schien und viele Stimmen schon von grüner Krisensicherheit sprachen, ist die Risikokapitalfinanzierung für europäische Klima-Tech-Unternehmen laut Dealroom in der ersten Hälfte des Jahres 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 43 Prozent gefallen. Nachhaltige Start-ups sind den gleichen Kräften ausgesetzt wie alle jungen Unternehmen: Die Auswirkungen der Zinserhöhungen auf Investoren werden immer deutlicher spürbar. Viele Start-ups wurden auf dem Höhepunkt des Tech-Marktes zudem sehr hoch bewertet. Unter diesen Voraussetzungen frisches Kapital zu generieren, ist nicht leicht. Zumal nachhaltige Start-ups oft langfristige Finanzierung, Vertrauen und Geduld brauchen. Forderungen nach mehr Risikokapital und einer angepassten Strategie von Investoren, für die Nachhaltigkeit bisher kein primärer Fokus war, sind berechtigt.

Bereits aus eigenem Interesse sollte der Klimawandel für alle Investor*innen ein zentraler Planungsbestandteil sein. Zu Beginn dieses Jahres hat das Weltwirtschaftsforum die größten Risiken benannt, mit denen Investor*innen in den nächsten zehn Jahren konfrontiert sein werden. Die vier größten Risiken stehen alle im Zusammenhang mit dem Klimawandel:

  • Versagen bei der Eindämmung des Klimawandels
  • Defizite bei der Anpassung
  • extreme Wetterzyklen
  • Zusammenbruch von Ökosystemen

Gewinn mit Gewissen: Warum grüne Investments weit mehr als nur Weltrettung sind

Die Bekämpfung des Klimawandels bietet auch Perspektiven für Investor*innen. Mit Risikobereitschaft und Geduld können grüne Start-ups potenziell hohe Gewinne erzielen. Umweltschonende Technologien und Produkte sind per Definition zukunftssicher. Laborfleisch oder Alternativen zu Palmöl sind heute noch teuer in der Produktion, bei entsprechender Skalierung fallen die Produktionskosten jedoch drastisch. Wenn dieser Break-Even erreicht ist, steigen auch die Gewinne rapide. Wenn es jemals eine Win-win-Situation in der Investitionswelt gab, kommt ein guter Portfolio-Mix aus herkömmlichen Investitionen und nachhaltigen Start-ups dieser Definition sehr nahe. Dieser Ansatz kann nicht nur das Risiko minimieren, sondern bietet auch die Chance, gezielt vielversprechende nachhaltige Innovationen zu fördern. Das Ergebnis: Die positive Entwicklung der eigenen Gewinne und ein langfristiger und nachhaltiger Beitrag für das Klima. Das ist sicherlich ein Erfolg, den wir alle gerne sehen würden.

Als Investor*innen müssen wir dem Klimawandel und dem Gedanken, dass Nachhaltigkeit nur mit Verzicht und einer schrumpfenden Wirtschaft möglich ist, etwas entgegensetzen. Dafür müssen wir das Buzzword Innovation mit Leben füllen und konkrete Lösungen entwickeln und fördern.

Das könnte eine Chance für europäische Investor*innen und Gründende sein, eine neue Identität für die hiesige Tech- und Start-up-Szene zu entwickeln: eine als Klima-Hub. Wenn Europas Alleinstellungsmerkmal in der Förderung von Technologien liegt, die die Welt ein kleines bisschen besser anstatt einfach nur bequemer machen, könnte das mittelfristig ein Standortvorteil werden. Dafür muss Nachhaltigkeit ein Grundpfeiler für jede Star-tup-Bewertung werden.

Der Autor Ronald Paul ist der Gründer und CEO von
Muzungu Capital, einem Venture-Capital- und Private-Equity-Unternehmen, das sich auf die Unterstützung innovativer Start-ups insbesondere in den Bereichen MarTech, PropTech, DeepTech und FinTech konzentriert, die sich von der Frühphase zu einer starken Marktposition entwickeln.

Kredite für Selbständige: Das sollte beachtet werden

Selbständige stehen oft vor einer besonderen Herausforderung, wenn es darum geht, einen Kredit aufzunehmen. Der Grund? Banken und Kreditinstitute sehen die finanzielle Situation von Selbständigen häufig als volatil oder unvorhersehbar an. Dieses oft zutreffende Bild von unregelmäßigen Einnahmen, fehlenden Arbeitsverträgen oder gar der Abhängigkeit von wenigen Großkunden kann die Kreditvergabe erschweren. Sie als Unternehmer oder Freiberufler müssen deshalb Ihre Kreditwürdigkeit besonders unterstreichen und das Vertrauen der Bank gewinnen. Im folgenden Artikel erfahren Sie, worauf Sie dabei achten sollten und wie Sie Ihre Chancen auf einen Kredit für Selbständige erhöhen können.

Die Eigenheiten von Selbständigen

Selbständige und Freiberufler schätzen ihre berufliche Autonomie. Diese Unabhängigkeit ermöglicht ihnen eine flexible Arbeitsgestaltung und die Wahl ihrer Geschäftspartner. Doch genau diese Ungebundenheit kann bei der Beantragung eines Kredits zu Hürden führen. Laut der Finanzexperten von Finanzradar sind das die wesentlichen Ursachen:

1. Schwankendes Einkommen: Wer eigenverantwortlich arbeitet, erlebt oft monatliche Einkommensunterschiede. Dieses variable Einkommen ist Banken wohlbekannt, und aus ihrer Sicht kann es die Wahrscheinlichkeit von Zahlungsausfällen oder -verzögerungen erhöhen.

2. Mangelnde Einkommensgarantie: Im Gegensatz zu festangestellten Arbeitnehmern betrachten Kreditinstitute das Einkommen von Selbstständigen und Freiberuflern weniger als feste Sicherheit. Daher müssen diese oft zusätzliche Garantien oder Sicherheiten bieten.

3. Branchenabhängige Bedenken: Die Branche, in der Sie tätig sind, kann Ihre Kreditaussichten beeinflussen. So könnten beispielsweise Baugewerbetreibende aufgrund branchenspezifischer Risiken auf größere Hürden stoßen als freiberufliche Softwareentwickler.

4. Geschäftserfahrung zählt: Insbesondere für diejenigen, die erst kürzlich den Sprung in die Selbständigkeit gewagt haben, kann es herausfordernd sein, Kreditgeber zu überzeugen. Ohne umfangreiche Geschäftsdokumentation fällt es Finanzinstituten schwer, den langfristigen Erfolg und die finanzielle Stabilität einzuschätzen.

Trotz dieser spezifischen Hindernisse sollten Sie sich nicht entmutigen lassen. Mit strategischer Vorbereitung und der richtigen Herangehensweise können Sie Ihre finanziellen Ambitionen als Selbstständiger oder Freiberufler verwirklichen.

Diese Faktoren gilt es bei der Kreditsuche für Selbständige zu berücksichtigen

Wenn Sie als Selbständiger auf der Suche nach einem Kredit sind, gibt es einige Aspekte, die Sie berücksichtigen sollten:

  • Bonitätsprüfung
  • Zinsen und Gebühren
  • Laufzeit und Flexibilität
  • Vollständigkeit und Aktualität der Unterlagen
  • Sicherheiten bereitstellen

Banken und Kreditinstitute bewerten Ihre Bonität, um das Risiko eines Kreditausfalls zu beurteilen. Daher sollten Sie sich mit den Kriterien vertraut machen, nach denen diese Bewertung erfolgt. Eine positive Bonität erhöht Ihre Chancen auf einen Kredit zu günstigen Konditionen. Falls Ihre Bonität nicht optimal ist, können Sie Maßnahmen ergreifen, um diese zu verbessern. Dies kann beispielsweise durch die Vorlage aktueller Geschäftszahlen oder positiver Kundenbewertungen geschehen.

Bei der Suche nach einem Kredit für Selbständige werden Sie auf unterschiedliche Zinssätze und Gebührenmodelle stoßen. Nehmen Sie sich die Zeit, diese genau zu vergleichen. Ein vermeintlich günstiger Kredit kann durch hohe Bearbeitungsgebühren oder versteckte Kosten schnell teurer werden als erwartet. Überlegen Sie außerdem, wie lange Sie den Kredit benötigen und wie flexibel Sie bei der Rückzahlung sein möchten. Einige Kredite bieten die Möglichkeit für vorzeitige Rückzahlungen ohne zusätzliche Kosten oder flexible Zahlungspausen im Falle von Liquiditätsengpässen.

Für eine transparente Darstellung Ihrer wirtschaftlichen Lage gegenüber der Bank sollten Sie umfassende und aktuelle Geschäftsunterlagen bereithalten. Zum Gespräch in der Bankfiliale empfiehlt es sich, die Einkommenssteuerbescheide der letzten drei Jahre, eine ausführliche Gewinn- und Verlustrechnung, einen Überblick über Ihre aktuellen Schulden sowie die jüngste betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) mitzubringen.

Da bei einem Kredit für Selbstständige Ihr Einkommen nicht als Garantie dient, wäre es ratsam, der Bank alternative Sicherheiten zu präsentieren. Hierzu könnten Immobilien oder eine Risikolebensversicherung gehören. Mit diesen zusätzlichen Absicherungen sind Banken in der Regel eher geneigt, Ihren Wünschen entgegenzukommen und günstigere Zinssätze zu bieten. Sie sorgen dafür, dass die Bank bei unvorhergesehenen Zahlungsschwierigkeiten, sei es durch Krankheit, Tod oder Geschäftsaufgabe, ihre Forderungen dennoch beglichen bekommt.

Welche Kreditarten stehen Selbständigen zur Verfügung?

Selbständige und Freiberufler können sowohl Kredite für private Anliegen als auch für geschäftliche Belange in Anspruch nehmen. Der Hauptunterschied zwischen diesen Kreditarten liegt in ihrem Verwendungszweck.

Darlehen für persönliche Anliegen

Selbständige und Freiberufler sind mehr als nur ihre berufliche Tätigkeit. Wie jeder Mensch verfolgen sie individuelle Träume und Ambitionen, ob es nun das moderne Auto, eine topaktuelle Musikanlage oder stilsichere Einrichtung für das Eigenheim ist. Für solche Vorhaben kann ein privater Ratenkredit die ideale Lösung sein.

Wenn Sie als Selbständiger oder Freiberufler über einen privaten Kredit nachdenken, stehen Ihnen grundsätzlich zwei Optionen zur Verfügung. Sie können entweder einen flexiblen Kredit wählen, der Ihnen volle Verfügungsfreiheit bietet, oder sich für einen zweckgebundenen Kredit entscheiden, beispielsweise für den Autokauf. Zweckgebundene Kredite bieten häufig vorteilhaftere Zinsen, da sie durch den Wert des erworbenen Gegenstands - in diesem Beispiel das Auto - gesichert sind. Bei Zahlungsschwierigkeiten könnte die Bank den finanzierten Artikel veräußern, um den Kredit zu kompensieren.

Auf der anderen Seite sind Kredite zur freien Verwendung in der Regel zinstechnisch etwas kostspieliger, da sie nicht durch einen konkreten Wert gesichert sind. Es ist zu beachten, dass die Zinsen für Selbständige und Freiberufler tendenziell etwas höher ausfallen können, unabhängig von der Kreditart. Falls der Erwerb eines Eigenheims auf Ihrer Wunschliste steht: Selbständige haben durchaus die Option einer Baufinanzierung. Aufgrund des unregelmäßigen Einkommens kann dies jedoch komplexer sein als für regulär Angestellte, wobei spezielle Kriterien erfüllt werden müssen.

Darlehen für geschäftliche Anliegen

Im Geschäftskreditbereich gibt es zwei dominante Typen:

  • den Betriebsmittelkredit
  • den Investitionskredit

Der Betriebsmittelkredit dient hauptsächlich zur Finanzierung von alltäglichen Geschäftsausgaben wie dem Kauf von Waren oder der Überbrückung finanzieller Kurzzeitschwankungen. Er bietet Freiberuflern und Selbständigen auch die Flexibilität, ihren Kunden Zahlungsaufschübe zu gewähren. Mit dem von der Bank bereitgestellten Geld können Sie so Ihre laufenden Kosten decken, auch wenn Ihre Kunden noch nicht gezahlt haben. Ein möglicher Nachteil dieses Kredits sind jedoch die Zinssätze, die bei größeren Summen mitunter recht hoch sein können, da keine konkrete Sachwertabsicherung hinterlegt ist.

Der Investitionskredit hingegen wird genutzt, um längerfristige Anschaffungen wie Maschinen, Firmenfahrzeuge oder Produktionsanlagen zu finanzieren. Er unterstützt Unternehmen dabei, zu wachsen und sich weiterzuentwickeln. Da solche Kredite in der Regel durch den materiellen Wert der erworbenen Güter abgesichert sind, sind die Zinssätze in der Regel günstiger als bei Betriebsmittelkrediten.

Alternativen zu traditionellen Bankkrediten für Selbständige

In der heutigen Zeit haben Selbständige eine Vielzahl von Finanzierungsoptionen zur Verfügung, die über die klassischen Bankkredite hinausgehen. Diese Alternativen bieten oft mehr Flexibilität und können besser auf die spezifischen Bedürfnisse von Selbständigen zugeschnitten sein.

1. Peer-to-Peer-Kredite (P2P-Kredite): Online-Plattformen verbinden Kreditnehmer direkt mit privaten Investoren. Als Selbständiger legen Sie Ihren Kreditbedarf und den Verwendungszweck dar. Interessierte Investoren bieten dann Geld zu festgelegten Konditionen an. Dabei profitieren Sie von oft günstigeren Zinsen und schnelleren Entscheidungsprozessen.

2. Crowdinvesting: Hier investiert eine Menge von Menschen kleine Beträge in Ihr Geschäft im Austausch für eine Beteiligung oder einen festen Zinssatz. Dies eignet sich besonders für innovative Geschäftsideen oder Projekte, die auf eine breite Unterstützung aus der Community abzielen.

3. Mikrokredite: Diese kleineren Kredite werden oft von spezialisierten Instituten oder gemeinnützigen Organisationen vergeben. Sie richten sich speziell an Gründer und Selbständige, die Schwierigkeiten haben, einen traditionellen Bankkredit zu erhalten.

4. Kredit von Online-Direktbanken: Einige Direktbanken bieten spezielle Kredite für Selbständige an. Ohne Filialnetz können diese Banken oft bessere Konditionen bieten und den Prozess dank Digitalisierung beschleunigen.

Fazit

Die Entscheidung, als Selbständiger einen Kredit aufzunehmen, bringt viele Überlegungen und Herausforderungen mit sich. Dabei steht im Vordergrund, wie Banken Ihre Bonität bewerten und welche Kreditform am besten zu Ihren individuellen Bedürfnissen passt. Eine gut durchdachte Finanzierungsentscheidung unterstützt Sie effektiv in Ihrer Selbständigkeit und ermöglicht es Ihnen, Ihre unternehmerischen Ziele zu erreichen.

Finanzmanagement per Unternehmer-Kreditkarte

Wie die Wahl der richtigen Unternehmer-Kreditkarte den Geschäftserfolg eines Start-ups maßgeblich unterstützen kann.

In der dynamischen Welt des Unternehmertums ist ein effizientes Finanzmanagement unerlässlich. Es bildet das Rückgrat eines jeden erfolgreichen Unternehmens und ermöglicht es Gründerinnen und Gründern, ihre Visionen in die Realität umzusetzen. Dabei geht es nicht nur darum, die Finanzen im Auge zu behalten, sondern auch darum, strategische Entscheidungen zu treffen, die das Wachstum fördern. In diesem Kontext kann die richtige Kreditkarte zu einem wertvollen Werkzeug werden. Sie bietet nicht nur die Flexibilität, Geschäftsausgaben zu tätigen, sondern kann auch dabei helfen, den Cashflow zu optimieren und wertvolle Belohnungen zu sammeln. In den folgenden Abschnitten werden wir tiefer in die Vorteile eintauchen, die eine Unternehmer-Kreditkarte bieten kann.

Liquiditätsmanagement und Cashflow

In der Geschäftswelt sind Liquidität und Cashflow zwei zentrale Faktoren, die über den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheiden können. Eine Unternehmer-Kreditkarte kann hierbei als wertvolles Instrument dienen, um beide Aspekte effizient zu managen.

Erstens ermöglicht sie eine flexible Zahlungsweise. Anstatt sofortige Ausgaben zu tätigen, können Unternehmer Zahlungen aufschieben, was wertvolle Zeit verschafft, um Einnahmen zu generieren. Dies kann besonders nützlich sein, wenn es darum geht, saisonale Schwankungen oder unerwartete Ausgaben zu bewältigen.

Zweitens bieten viele Kreditkarten, insbesondere solche, die speziell für Geschäftskunden konzipiert sind, Bonusprogramme und Cashback-Angebote. Diese können dazu beitragen, die Betriebskosten zu senken und gleichzeitig wertvolle Vorteile für das Unternehmen zu schaffen.

Ein herausragendes Beispiel in diesem Bereich ist die American Express Gold Card. Sie bietet nicht nur großzügige Belohnungen und Vorteile, sondern auch Tools und Ressourcen, die speziell darauf ausgerichtet sind, Unternehmern bei der Verwaltung ihrer Finanzen zu helfen.

Insgesamt kann die richtige Unternehmer-Kreditkarte einen erheblichen Unterschied im täglichen Geschäftsbetrieb machen, indem sie Liquidität erhöht und den Cashflow optimiert.

Schutz vor Betrug und unautorisierten Transaktionen

In der digitalen Ära, in der Online-Transaktionen und elektronische Zahlungen zur Norm geworden sind, ist Sicherheit ein zentrales Anliegen für jeden Unternehmer. Glücklicherweise sind moderne Unternehmer-Kreditkarten mit fortschrittlichen Sicherheitsfeatures ausgestattet, die sowohl den Karteninhaber als auch das Unternehmen schützen.

Ein Hauptmerkmal vieler Kreditkarten ist die EMV-Chip-Technologie, die einen zusätzlichen Schutz gegen Kartenbetrug bietet. Im Gegensatz zum herkömmlichen Magnetstreifen generiert der Chip bei jeder Transaktion einen einzigartigen Code, der nur einmal verwendet werden kann, wodurch das Risiko von Datenlecks minimiert wird.

Zusätzlich bieten viele Kreditkartenanbieter Echtzeit-Benachrichtigungen bei verdächtigen Aktivitäten, sodass Unternehmer sofort reagieren können. Auch die Möglichkeit, die Karte bei Verlust oder Diebstahl sofort zu sperren, ist ein unverzichtbares Sicherheitsfeature.

Abschließend ist es wichtig zu betonen, dass, während diese Sicherheitsmaßnahmen einen robusten Schutz bieten, Unternehmer stets wachsam bleiben und ihre Karteninformationen sicher aufbewahren sollten, um maximale Sicherheit zu gewährleisten.

Zugang zu exklusiven Events und Netzwerkmöglichkeiten

In der Geschäftswelt sind Netzwerke und Beziehungen oft genauso wertvoll wie finanzielle Ressourcen. Hier können spezielle Unternehmer-Kreditkarten einen entscheidenden Vorteil bieten. Abseits der üblichen Vorteile wie Cashback und Bonuspunkten bieten viele dieser Karten exklusive Dienstleistungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Geschäftsleuten zugeschnitten sind.

Ein solches Angebot sind exklusive Einladungen zu Business-Events, Konferenzen oder Workshops. Diese Veranstaltungen bieten nicht nur wertvolle Lernmöglichkeiten, sondern auch die Chance, sich mit Branchenkollegen, potenziellen Kunden oder Partnern zu vernetzen. In einer Zeit, in der persönliche Beziehungen immer wichtiger werden, kann der Zugang zu solchen Events ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein.

Zudem bieten einige Kreditkarten auch Zugang zu exklusiven Lounges an Flughäfen, was besonders für Unternehmer, die häufig reisen, von Vorteil ist. Diese Lounges sind nicht nur Orte der Entspannung, sondern auch perfekte Orte für spontane Meetings oder um in Ruhe zu arbeiten.

Ein weiteres Highlight sind oft personalisierte Beratungsdienste, sei es in Finanzfragen, Reiseplanung oder sogar bei der Eventorganisation. Mit solchen Dienstleistungen wird die Kreditkarte zu einem echten Business-Partner, der Unternehmern hilft, ihr Geschäft auf das nächste Level zu heben.

Die Wahl der richtigen Kreditkarte als Schlüssel zum Geschäftserfolg

In der heutigen Geschäftswelt, in der Flexibilität, Effizienz und Netzwerken von zentraler Bedeutung sind, kann die Wahl der richtigen Kreditkarte den Unterschied zwischen einem florierenden und einem stagnierenden Unternehmen ausmachen. Eine Unternehmer-Kreditkarte ist nicht nur ein Mittel zur Zahlung, sondern ein strategisches Werkzeug, das Liquidität sichert, den Cashflow optimiert und exklusive Vorteile bietet.

Von Sicherheitsfeatures, die vor Betrug schützen, über Bonusprogramme bis hin zu exklusiven Netzwerkmöglichkeiten – die Vorteile sind vielfältig. Doch der wahre Wert liegt in der maßgeschneiderten Unterstützung, die sie Unternehmern in ihrem täglichen Geschäftsbetrieb bietet.

Abschließend lässt sich sagen, dass in der dynamischen und oft herausfordernden Welt des Unternehmertums die richtige Kreditkarte ein verlässlicher Partner sein kann. Sie unterstützt, schützt und ermöglicht Wachstum, und ist somit ein unverzichtbares Instrument auf dem Weg zum Geschäftserfolg.

Finanzielle Vorsorge für Selbständige: Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung im Blick

Die finanzielle Vorsorge und Sicherheit im Falle von unvorhersehbaren Ereignissen wie Krankheit oder Unfall ist für jeden Einzelnen von großer Bedeutung. Doch für Selbständige und Freiberufler erhält diese Thematik eine noch höhere Relevanz, da sie nicht auf den Schutz durch einen Arbeitgeber oder gesetzliche Vorsorgeleistungen bauen können. In diesem Zusammenhang ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ein essenzieller Baustein, der jedoch mit Kosten verbunden ist. Aber welche Kosten kommen auf Selbständige zu und wie können sie diese in ihre finanzielle Planung einbinden? Das wollen wir in diesem Artikel erörtern.

Bedeutung der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung hat für Selbständige eine besondere Bedeutung, weil sie in vielen Fällen die einzige Absicherung gegen das finanzielle Risiko der Berufsunfähigkeit darstellt. Bei Angestellten springt in der Regel die gesetzliche Rentenversicherung ein, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr arbeiten können. Selbständige hingegen sind in der Regel nicht gesetzlich rentenversichert und erhalten daher keine Berufsunfähigkeitsrente. Deshalb ist es für sie besonders wichtig, sich privat gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit abzusichern. Im Fall der Fälle ermöglicht die Berufsunfähigkeitsversicherung, den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten und finanzielle Engpässe zu vermeiden.

Kostenfaktoren der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Kosten einer BU hängen von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen das Eintrittsalter, der Gesundheitszustand, die Berufsgruppe und die Höhe der gewünschten monatlichen Rente. Im Durchschnitt kann man mit Kosten zwischen 50 und 200 Euro pro Monat rechnen.

Eintrittsalter und Gesundheitszustand

Je jünger und gesünder man bei Vertragsabschluss ist, desto günstiger sind die Beiträge. Vor Vertragsabschluss ist eine Gesundheitsprüfung notwendig. Bestehende Krankheiten können zu Risikozuschlägen führen oder im schlimmsten Fall zur Ablehnung des Antrags.

Berufsgruppe

Auch die Berufsgruppe spielt eine Rolle bei der Kostenberechnung. Risikoreichere Berufe, wie Handwerker oder Künstler, müssen mit höheren Beiträgen rechnen als zum Beispiel Büroangestellte.

Höhe der monatlichen Rente

Die Höhe der monatlichen Rente, die man im Leistungsfall erhalten möchte, beeinflusst die Kosten stark. Eine höhere Rente bedeutet auch höhere Beiträge. Es ist ratsam, die Rente so zu wählen, dass sie den Lebensunterhalt im Falle einer Berufsunfähigkeit deckt.

Auswahl des richtigen Tarifs

Es ist empfehlenswert, mehrere Angebote einzuholen und die Tarife genau zu vergleichen. Achten Sie dabei nicht nur auf die Kosten, sondern auch auf die Leistungen und Bedingungen.

Leistungen

Stellen Sie sicher, dass der Versicherer bereits bei einer 50%igen Berufsunfähigkeit leistet. Einige Anbieter zahlen erst bei einer höheren Berufsunfähigkeit. Darüber hinaus sollten Sie prüfen, ob die Versicherung auch dann leistet, wenn Sie aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen gezwungen sind, in einem anderen Beruf zu arbeiten, der weit unterhalb Ihres bisherigen Einkommens liegt. Einige Tarife beinhalten auch eine Dynamik, das heißt, die Berufsunfähigkeitsrente erhöht sich jährlich um einen bestimmten Prozentsatz, um die Inflation auszugleichen.

Bedingungen

Prüfen Sie die Bedingungen für die Nachversicherungsgarantie. Diese ermöglicht es Ihnen, den Versicherungsschutz bei bestimmten Ereignissen (z.B. Heirat, Geburt eines Kindes, Erhöhung des Einkommens) ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen.

Schlussfolgerung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine wichtige Absicherung für Selbständige. Trotz der Kosten ist sie eine lohnende Investition in die eigene finanzielle Sicherheit. Dabei sollte man verschiedene Angebote vergleichen und sowohl die Kosten als auch die Leistungen und Bedingungen im Blick behalten. Denn eine gute Absicherung ist mehr wert als der rein finanzielle Aspekt. Sie gibt das beruhigende Gefühl, im Falle einer Berufsunfähigkeit finanziell abgesichert zu sein.

Start-up im E-Commerce ohne Steuerberater? Auf keinen Fall!

Im E-Commerce gibt es weiterhin sehr viele Start-ups. Leider nehmen viele Gründerinnen und Gründer in diesem Bereich das Thema Steuern jedoch nicht ernst genug. Dabei gibt es besonders im Onlinehandel sehr viele steuerliche Regelungen zu beachten. Das fängt schon damit an, dass die wichtigsten Plattformen (wie zum Beispiel Amazon) ihre Versandlager europaweit betreiben und so fast automatisch auch Verkauf ins Ausland erfolgt. Das bedeutet, dass auch internationales Steuerrecht zur Anwendung kommt und unbedingt ein spezialisierter Steuerberater E-Commerce eingeschaltet werden sollte. Erfahrt hier mehr darüber, warum ihr so früh wie möglich einen Steuerberater aufsuchen solltet, welche besonderen Herausforderungen in steuerlicher Hinsicht im E-Commerce auf euch zukommen und wo ihr Unterstützung findet.

Welche Probleme gibt es vor allem für Start-ups im Hinblick auf Steuern?

Gründerinnen und Gründer von Start-ups sind meist vollauf damit beschäftigt, ihr Geschäft ans Laufen zu bringen. Dann bleiben Dinge wie Belegbearbeitung, Buchhaltung und Umsatzsteueranmeldungen oft liegen, von Steueranmeldungen im Ausland mal ganz abgesehen. Irgendwann führt dies zu einer Menge an unbearbeiteten Rechnungen, zu verpassten Umsatzsteuervoranmeldungen und irgendwann zu Strafzahlungen. Spätestens dann wird es höchste Zeit, das Thema Steuerberater anzugehen. Sucht spätestens jetzt nach einer auf E-Commerce spezialisierten Steuerberatungskanzlei. Besser wäre es natürlich, ihr macht das noch vor der Gründung. Dann würdet ihr direkt am Anfang wichtige Tipps bekommen.

Warum sollte ein Steuerberater für E-Commerce digital arbeiten?

Onlinehandel findet digital statt, deshalb sollten Buchhaltung und Belegerfassung möglichst auch digital erfolgen. Achtet daher darauf, dass ihr einen Steuerberater findet, der vorwiegend digital arbeitet. Dann können Belege gescannt und komplett digital weiterverarbeitet werden. Das spart viel Papier, stapelweise Ordner und ermöglicht es euch außerdem, stets den aktuellen finanziellen Stand eures Unternehmens bezüglich Gewinn, Verlust, Cash Flow und Rendite einsehen zu können. Dies ist immens wichtig, gerade in der Gründungsphase.

Welche Themen sind im E-Commerce bezüglich Steuern besonders wichtig?

Im Onlinehandel gibt es eine Reihe von sehr speziellen und oft komplizierten steuerlichen Regelungen zu beachten.

Verkauf ins Ausland & Umsatzsteuer im Ausland

Der Vorteil von E-Commerce ist, dass nicht nur regional und überregional, sondern auch international verkauft werden kann. Die Abwicklung erfolgt meist über sogenannte “Fulfillment-Center” im Ausland. Dies bietet große Vorteile für die Endkunden, da die Lieferzeiten so verkürzt werden können. Für den Onlinehändler bedeutet dies jedoch, dass die Waren in verschiedenen Ländern gelagert und verkauft werden und dann dort auch Umsatzsteuer zu zahlen ist.

Lieferschwellen & One-Stop-Shop

In der Regel ist bei Verkäufen ins Ausland die Umsatzsteuer im Bestimmungsland, also im Land des Empfängers, abzuführen. Dies gilt allerdings nicht schon ab dem ersten Euro Umsatz, sondern erst nach Erreichen einer sogenannten Lieferschwelle. Diese liegt bei Verkäufen an Endkunden innerhalb der EU bei einem Umsatz von 10.000 Euro. Alles, was darüber hinausgeht, ist im Land des Empfängers zu versteuern, für alles darunter ist Umsatzsteuer in Deutschland zu zahlen.

Die Abwicklung wird zentral in Deutschland über das sogenannte One-Stop-Shop-System (OSS) abgewickelt. Ein Steuerberater kann für Euch die Anmeldung organisieren und außerdem klären, ob nicht in Einzelfällen doch eine Umsatzsteuervoranmeldung im jeweiligen Land erfolgen muss. Die Regelungen dazu sind äußerst komplex. Nach derzeitigem Stand können nämlich nicht alle Transaktionen im Onlinehandel über das OSS-System abgewickelt werden. Nur Steuerberater, die sich auf E-Commerce spezialisiert haben, sind hier stets auf dem aktuellen Stand.

Abrechnungen der Plattformanbieter nicht kompatibel zur korrekten Buchführung

Bei den Abrechnungen mit den virtuellen Plattformen und Marktplätzen (wie zum Beispiel Amazon) gibt es einige Besonderheiten zu beachten, die Euch in der Buchhaltung vor große Herausforderungen stellen. Die Abrechnungen von Amazon & Co. erfolgen nämlich zeitlich versetzt zu den getätigten Verkäufen und zudem werden die erhobenen Gebühren nicht den Verkäufen zugeordnet. Für eine korrekte Buchhaltung ist aber genau das erforderlich. Inzwischen gibt es Software Tools, die das Thema unterstützen. Sucht daher nach einem Steuerberater, der möglichst schon in der Pilotphase für diese Software dabei war und sich wirklich gut auskennt.

Fazit

E-Commerce bietet sich geradezu für Start-up-Unternehmen an. Allerdings sollte das Thema Steuern nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Hier lauern vielschichtige Gefahren, die nur ein spezialisierter Steuerberater für E-Commerce und internationales Steuerrecht erkennen und vermeiden kann. Also investiert ein wenig Zeit in das Thema Steuern und sucht rechtzeitig nach einem geeigneten Steuerberater.

Ohne Planung droht die Schuldenfalle

Fünf Basics, damit du vom Start weg die Finanzen fest im Griff hast und nicht umgekehrt.

Selbständigkeit gehört zu den „Big Six“, die laut Bundesamt für Statistik als Verursacher für die Überschuldung privater Haushalte verantwortlich sind. Bei der jüngsten Erhebung waren es immerhin 8,3 Prozent der Verschuldeten. Also fast jede(r) Zehnte. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie einfach es insbesondere im Online-Bereich ist, sich selbständig zu machen.

Eine gute Idee, ein starker Wille, ein Laptop, ein paar Klicks, dann die Anmeldung beim Finanzamt – schon ist dein Geschäft gegründet. Los geht’s, be your own boss! Doch Vorsicht. Wenn du nicht in die Schuldenfalle tappen willst, brauchst du gleich nach der guten Idee eine sehr gute Planung.

Denn die bittere Wahrheit ist: Viele Selbständige erzielen Umsätze, aber keine oder nur unzureichend Gewinne. Sie leben über ihre Verhältnisse, haben die Ausgaben nicht im Blick, vergessen die Rücklagen für die Steuer und landen somit früher oder später in der Verschuldung. Nicht wenige vermeintlich erfolgreiche Online-Unternehmer*innen geben nach einigen Jahren auf. Es ist deshalb dringend zu empfehlen, sich vor der Gründung nicht nur mit zentralen Themen wie Traumkund*in, einzigartige Positionierung, professionelle Online-Auftritt und passende Marketingstrategie auseinanderzusetzen, sondern mit den Finanzen. Folgende fünf Punkte sollten hierbei beherzigt werden:

1. Warum rollierende Planung – und was ist das überhaupt?

Eine rollierende Hochrechnung ergänzt die Jahresplanung, die du natürlich ebenfalls machst, und in der du zum Beispiel die geplanten Ausgaben für Werbung, die Ausgaben für Mitarbeitende und die zu erwartenden Einnahmen festhältst. Im Jahresplan steht, welchen Gewinn du am Ende des Jahres erreicht haben willst. Eine rollierende Budgetplanung machst du dagegen auf Monats- oder Quartalsebene. Sie ist also flexibler und näher am tatsächlichen Geschäftsgeschehen.

Angenommen, du machst dich als Fitnesstrainerin selbständig und willst ab April einen Onlinekurs für Menschen anbieten, die ihren Arbeitstag am Schreibtisch verbringen und sich zu wenig bewegen. Mit deiner Hilfe sollen sie kurze Übungen lernen, die sich leicht in ihren Alltag einbauen lassen. Der Kurs findet im Mai statt und kostet 150 Euro. Du gehst, vorsichtig geschätzt, von 50 Verkäufen aus. In deiner Planung für April steht also die Einnahme von 7500 Euro. Im Mai weißt du dann, wie viele Menschen tatsächlich deinen Kurs gebucht haben und kannst diese Zahl, wenn nötig, korrigieren sowie deine gesamte Budgeterwartung anpassen.

Wegen drei Teilnehmenden mehr oder weniger musst du natürlich nichts ändern. Hast du aber den Launch gar nicht gemacht oder die Einnahmen sind weit unter deinen Erwartungen zurückgeblieben (vielleicht aber auch übertroffen worden), musst du deine Planung anpassen. Mit der rollierenden Budgetplanung behältst du deinen Erfolg, aber auch Rückschläge und vor allem deine Liquidität im Blick.

2. Umsatzplanung auf Produktebene

Schon vor der Gründung empfiehlt sich zudem eine Umsatzplanung auf Produktebene. Je nach Branche und Geschäftsmodell sieht sie anders aus. Machst du eine Bar auf, gehst du von einem durchschnittlichen Umsatz pro Gast aus, sagen wir im Schnitt 40 Euro. Als nächstes schätzt du die Zahl deiner Gäste und kannst so die Entwicklung deines Umsatzes abschätzen. Im Online-Bereich empfiehlt sich dagegen die Berechnung auf der Basis von Produkten wie dem Fitnesskurs im Beispiel oben. Falls du monatlich verkaufst: Wie hoch sind deine Erwartungen? Berater*innen und Coaches schnüren und verkaufen sinnvollerweise meist Angebotspakete (statt Zeit stundenweise zu berechnen). Eine Marktanalyse vor dem Start kann ebenfalls bei der Umsatzplanung helfen.

3. Genaue Kenntnis von Einnahmen, Ausgaben und Vermögen

Die Planung ist das eine, die genaue Kenntnis deiner aktuellen Finanzen das andere. Im Bereich Buchhaltung ist Aufschieberitis brandgefährlich. Deshalb gilt: Mach deine Buchhaltung direkt am Monatsbeginn – und zwar in jedem Monat. Kauf oder buch dir ein professionelles Buchhaltungstool für deine monatliche Beleg- und Rechnungsverwaltung, mit dem auch dein(e) Steuerberater*in gut arbeiten kann. Damit verwaltest du deine laufenden Rechnungen.

Zusätzlich brauchst du eine monatliche Aufstellung über deine regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben (am besten ist eine Excel-Tabelle). Sie ist nicht für den/die Steuerberater*in gedacht, sondern nur für dich. Es geht darum, den Überblick über größere wiederkehrende Kosten wie Leasingraten oder Büromiete, aber auch über variable Kosten wie zum Beispiel Aus­gaben für Werbung zu behalten. Vergiss die realistischen Rücklagen für das Finanzamt nicht. Steuerzahlungen haben schon so mancher/manchem Selbständigen das Genick gebrochen.

Eine zusätzliche Vermögensübersicht zeigt dir, wo du grade stehst: Welche Vermögenswerte hast du? Welche Schulden?

4. Finanzielle Ziele konkret festlegen

„Davon leben können“ ist kein finanzielles Ziel, tut mir leid. Du musst schon konkreter werden, wenn du langfristig Erfolg haben und nicht in der Schuldenfalle landen willst. Nur wenn du deine Ziele klar definierst, kannst du auch auf sie hinarbeiten. Nur dann stellt sich dein Denken und Handeln darauf ein, diese Ziele zu erreichen. Also zum Beispiel: 38.000 Euro Gewinn nach zwölf Monaten. Das ist spezifisch und messbar. Ob auch realistisch, musst du selbst beurteilen. Die rollierende Vorhersage hilft dir dabei.

5. Für Messbarkeit des Wachstums sorgen

Das machst du zum Beispiel über eine Cashflow-Berechnung, die die Fähigkeit deines Unternehmens verdeutlicht, Liquidität zu erzeugen. Der Cashflow gehört zu den Kennzahlen, mit denen du dein Wachstum messen kannst. Er zeigt dir, welche Summen für Investitionen, Schuldentilgung und deine Gewinnausschüttung zur Verfügung stehen. Der Cashflow drückt also aus, welchen Überschuss du erarbeitet hast.

Keine Sorge: Man muss weder BWL studiert haben noch Steuerberater*in sein, um die Finanzen des eigenen Unternehmens im Griff zu behalten und rechtzeitig zu erkennen, wenn eine Schieflage droht. Ein gutes Buchhaltungstool zur Abbildung der Vergangenheit und ein paar kontinuierlich ausgefüllte Excel-Tabellen zur Planung der Zukunft mit den genannten Instrumenten reichen für kleinere Unternehmen völlig aus. Anders gesagt: Wer ausreichend über sein eigenes Business informiert ist, kann Risiken frühzeitig erkennen und Chancen rechtzeitig nutzen.

Die Autorin Kristin Woltmann hat mit ihrem ganzheitlichen Ansatz als Holistic Business Coach bereits mehr als 2000 Frauen auf dem Weg zu ihrem eigenen Business begleitet.

Innovative Technologien im Öl Trading

Auf den Finanzmärkten der Welt werden gegenwärtig nicht nur Unternehmensaktien gehandelt, sondern auch viele andere Finanzprodukte. Rohstoffe wie Öl zählen dabei zu den wichtigsten Anlagemöglichkeiten der heutigen Zeit, täglich werden Milliarden US-Dollar investiert, um die Öl-Aktien zu handeln. Erfahrene Öl-Trader setzen dabei auf fortgeschrittene Technologien, mit denen die Trends auf dem Markt analysiert und bessere Vorhersagen getroffen werden können. Welche innovativen Technologien dabei zum Einsatz kommen, haben wir uns genauer angesehen!

Tools für das Öl Trading

Um am Handel mit Rohstoffen wie Öl, Erdgas oder anderen Erdölderivate teilzunehmen, stehen Investoren verschiedene Trading-Plattformen im Netz zur Verfügung. Hier können Anleger innerhalb weniger Minuten Deals abschließen und ihre Anlagewerte jederzeit im Blick behalten. Unter den Rohstoffen ist Erdöl das wichtigste Produkt, das auf den Finanzmärkten gehandelt wird, da es nicht nur zur Herstellung von Treibstoff für verschiedenste Transportmittel genutzt wird, sondern auch als wichtiges Heizmittel und zur Erzeugung von Kunststoffen, Asphalt und anderen Materialien herangezogen wird. Aus diesem Grund wird Öl Trading mittlerweile bei zahlreichen Online Börsen ermöglicht und hat als meistgehandelter Rohstoff eine besonders hohe Liquidität am Markt. Um einen Überblick über den Markt zu erlangen und aktuelle Trends aktiv verfolgen zu können, stehen außerdem Echtzeit-Überwachungstools bereit, die Nutzer von Trading-Plattformen oftmals kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Hier lassen sich aktuelle Veränderungen der Preise und des Handelsvolumens beobachten, sowie wirtschaftliche oder politische Faktoren, die einen Einfluss auf den Kurs haben können. Die Analyse wird durch automatische Trading-Algorithmen unterstützt, die bei den Kauf- oder Verkaufsentscheidungen helfen. Sie erkennen Markttrends, Signale zum Kaufen oder Verkaufen und beziehen sich dabei immer auch auf bekannte Muster, die bereits in der Vergangenheit beobachtet werden konnten.

Technologien zur Datenanalyse

Viele Signale auf dem Markt lassen sich von Tradern nicht einfach mit dem freien Auge erkennen. Stattdessen kommen hier Tools zur Datenanalyse zum Einsatz, die deutlich einfacher Markttrends erkennen und Trading-Möglichkeiten aufzeigen können. Gleichzeitig werden dabei auch mögliche Risiken aufgezeigt. Der Ölpreis steigt und fällt mit der Nachfrage und wird stark durch wirtschaftliche und politische Faktoren beeinflusst. Deshalb wird beim Öl Trading oftmals mit CFDs gehandelt, bei denen Investoren nicht den eigentlichen Wert besitzen, sondern auf die steigenden oder fallenden Preise spekulieren. Somit können Trader auch bei einem Preisabfall gute Zahlen schreiben. Um die Ergebnisse der Datenanalyse besser zu verstehen, helfen Visualisierungstools, mit denen die Markttrends und Muster übersichtlich dargestellt werden können. Um nicht nur Vergangenes zu analysieren, sondern auch möglichst realistische Prognosen für die Zukunft abzugeben, werden außerdem Algorithmen zum Maschinellen Lernen eingesetzt. Damit können bekannte Muster auf den zukünftigen Markt umgelegt werden.

Zukünftige Trends im Öl Trading

Da es sich bei Öl um einen der wichtigsten Rohstoffe auf den Finanzmärkten handelt, werden sich Tools für das Öl Trading auch in Zukunft rasant weiterentwickeln. So wird z. B. der Einsatz von Blockchain-Technologien wie Kryptowährungen immer wichtiger werden. Während man derzeit noch bei vielen Plattformen nicht die Möglichkeit hat, Aktien, CFDs und andere Finanzprodukte in Verbindung mit Öl mit Kryptowährungen zu bezahlen, könnte dies in Zukunft ganz anders aussehen. Auch das Internet der Dinge spielt auf dem Markt der Zukunft eine größere Rolle. Die Kommunikation verschiedener Tools untereinander wird Marktanalysen noch aufschlussreicher machen und bei Kauf- und Verkaufsentscheidungen effektiv unterstützen. Natürlich stehen dem Ölmarkt auch einige Herausforderungen bevor. Die fortschreitende Umstellung auf alternative Energiequellen und die Volatilität des Ölpreises wird neue technologische Innovationen benötigen, um Risiken beim Trading besser handhaben zu können. Dabei punktet vor allem Online Trading, denn hier haben Anleger Zugriff auf die internationalen Märkte und eine hohe Transparenz kombiniert mit niedrigen Transaktionskosten.

Der Handel mit Öl ist ein komplexer und volatiler Markt, auf dem hochmoderne und innovative Technologien benötigt werden, um Risiken zu minimieren und möglichst hohe Profite zu machen. Aus diesem Grund setzen Öl Trader auf Trading-Tools, Datenanalyse und automatisierte Algorithmen, die bei den Handelsentscheidungen unterstützen. Der Markt entwickelt sich laufend weiter und so werden auch hilfreiche Tools stetig aktualisiert, um den Anforderungen der Trader gerecht zu werden.

Falsche Start-up-Finanzierung als K.O.-Kriterium

Welches sind die klassischen Fehler in der Finanzierung eines Start-ups, welche Investitionen sind wesentlich? Tipps und To-do’s für angehende Jungunternehmer*innen.

Neun von zehn Start-ups scheitern bereits in den ersten zwölf Monaten nach ihrer Entstehung. Der erste Grund hierfür ist die fehlende Nachfrage nach dem angepriesenen Produkt und direkt danach folgen Fehler in der Finanzierung. Doch weiterhin hegen unzählige Arbeitnehmene den Wunsch nach einem eigenen Unternehmen.

Anstelle eines festgelegten Gehaltes locken wirtschaftliche Unabhängigkeit und hohe Gewinne, wenn das Geschäftsmodell stimmt. Wer ein vielversprechendes Unternehmenskonzept vorweist und dieses verwirklichen möchte, braucht für die Durchführung viel Selbstdisziplin und ausreichendes Startkapital. Deshalb sollte jede(r) Gründende genau wissen, in welchen Bereichen sich Geld einsparen lässt.

Eines steht ohne Zweifel fest: Die Gründung des eigenen Unternehmens beginnt in der Regel mit einer guten Geschäftsidee. Gleichzeitig ist sie in den meisten Fällen relativ teuer und mit massenhaft Arbeit verbunden. Es überrascht auch nicht, dass ein guter Businessplan allein nicht ausreichend ist, um ein Start-up zu gründen und zu halten. Wirtschaftliche Diskrepanzen, wie die Fehleinschätzung der Höhe des Kapitalbedarfs bei der Umsetzung der Geschäftsidee, sind nach wie vor einer der Hauptgründe für das Scheitern von jungen Unternehmen, wie eine Studie zeigt. Sie haben oft Liquiditätsengpässe zur Folge, welche nicht selten direkt in die Insolvenz führen. Gleichauf liegt die fehlende Nachfrage des angebotenen Produkts. Doch auch wenn Startup-Finanzen nicht richtig verwaltet werden, kann dies ein Rezept für den geschäftlichen Niedergang sein. Laut Statisitk versagen neun von zehn Start-ups, bevor sie erfolgreich werden.

Fatale Fehler in der Finanzierung

Unabhängig von der jeweiligen Branche, ist es ab einem bestimmten Punkt schwierig das gegründete Unternehmen aus eigenem Kapital zu finanzieren. Gründer*innen, die dringend einen Kredit benötigen, sollten nicht beim erstbesten Angebot zuschlagen, sondern die einzelnen Kreditmöglichkeiten miteinander vergleichen. Hier wäre es definitiv falsch Kompromisse einzugehen. Wer einen Kredit aufnimmt, muss sich nicht nur auf die Auszahlung der Summe verlassen, sondern natürlich auch die einzelnen Raten bedienen können. Stelle dir ein klares Budget auf, das auch die Gehälter einschließt, da es sonst aus dem Ruder läuft.

Auch das Sparen an den falschen Enden ist ein Fehler, den viele Gründende machen. Es liegt in der Natur der Sache, dass man bei der Erstellung des Businessplans, die potenziellen Ausgaben möglichst weit herunterschraubt und optimistische Ziele bei den Einkünften angibt. Ein Beispiel wäre, wenn ein auf Software für B2B-Kund*innen spezialisiertes Unternehmen beim Thema Sicherheit und Support spart. Hier würden die sogenannten Business Angels, also Personen, die sich finanziell am Unternehmen beteiligen und ihr Know-how weitergeben, stutzig werden und die Lage durchschauen. Anleger*innen möchten nicht, dass Gründer*innen wenig Geld investieren, sondern dass Start-ups ihr Geld smart und an der richtigen Stelle einsetzen.

Weiterhin empfiehlt Rau die Nachverfolgung der Ausgaben von Beginn an so transparent und einfach, wie möglich zu gestalten, da sonst der ganzheitliche Überblick auf die Spesen gefährdet sei. So bieten vor allem digitale Produkte für Ausgaben-Controlling den Vorteil, dass Kosten schnell per App eingelesen werden können und im Anschluss besser nachzuvollziehen sind.

Mit Fachwissen vor Investor*innen glänzen

Intelligente Finanzierungspläne sind das Gebot der Stunde. Der Grund, weshalb viele Start-ups bereits in den ersten zwölf Monaten scheitern, ist die oftmals fehlende Sachkompetenz des Gründungsteams. Angehende Founder, die einer Finanzierung durch Investor*innen sicher sein wollen, sollten unbedingt mit Expertise glänzen – ganz egal ob bei den Finanzen, Steuern, beim Management oder Detailwissen. Hier ist es essenziell, sich mit der Materie auszukennen, da ein Unternehmen zu führen viel Geschick erfordert – neben der Produktidee sollte hier der Fokus darauf gerichtet werden. Zudem spielt die passende Rechtsform eine entscheidende Rolle. Viele Jungunternehmer*innen neigen dazu, ihr Unternehmen zu Beginn direkt als GmbH rechtlich zu definieren. Hier kommen aber weitaus höhere Kosten auf die Firma zu. Bei kleineren Betrieben reicht vorerst die einfachste Form – das Gründen eines Einzelunternehmens. Dafür muss nur ein Gewerbeschein beantragt werden. Gründen mehrere Personen, bietet sich die Rechtsform die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) an. So entfallen zum einen hohe Initialkosten und zum anderen kostenintensive Vorschriften, die bei einer GmbH einzuhalten sind.

Bootstrapping als optimale Finanzierungsform?

Beim Gründen wird die Frage nach der bestmöglichen Bereitstellung von Kapital oft gestellt. Allerdings gibt es darauf keine allgemeingültige Antwort, da die beste Lösung jeweils vom Geschäftsmodell und der persönlichen Situation abhängt. Genauso verhält es sich mit dem Bootstrapping – der Existenzgründung, die ausschließlich mit eigenem Geld realisiert wird. Nicht für jeden ist es ratsam, eine Bootstrapping Strategie zu verfolgen –es gilt wie so oft, Chancen und Risiken abzuwägen. Neben Bargeld und Sparguthaben gehören zum Eigenkapital auch Gegenstände, die die Gründer in ein Unternehmen einbringen können. In Frage kommende Objekte können zum Beispiel Maschinen, Anlagen oder Fuhrparks sein, die dem Unternehmen unbegrenzt zur Verfügung stehen. Aber auch Kapitalbeteiligungen an einem Unternehmen gelten als Eigenkapital. Zum Vermögen gehören auch die finanziellen Rücklagen und – je nach Rechtsform – das Grund- bzw. Stammkapital des Unternehmens. Auch der Bilanzgewinn und das persönliche Vermögen zählen dazu. Der Teil der unternehmerischen Finanzen, der nicht aus eigener Tasche stammt, sollte möglichst nicht unter 20 Prozent liegen, sondern eher darüber.

Rentabilität wird wichtiger als Wachstum

Start-ups sind für ihre zwei Hauptaspekte bekannt: Geschäftsinnovation und Wirtschaftswachstum. Sie entwickeln und präsentieren jedes Jahr neue Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt. On-Demand-Start-ups sind ein perfektes Beispiel dafür, wie sie die Welt beeinflussen können. Haben sie die kritische Phase einmal überstanden, sich etabliert und den Fokus auf Wachstum gerichtet, wartet bereits eine nächste Hürde auf Existenzgründer. Denn selbst wenn alle Reglements und Tipps strikt befolgt wurden, man einen wasserdichten Businessplan vorweisen kann und mutige Geldgebende gefunden hat, so ist man vor einem zukünftigen Scheitern dennoch nicht bewahrt. Das Jahrzehnt der Krisen ist angebrochen – und die eine jagt die nächste. Im Moment ist die Rentabilität wichtiger, als das Umsatzwachstum. Das wird Founder dazu zwingen, konservativer zu kalkulieren und immer einen Plan B zu haben. Die Finanzierung für Start-ups, die Wachstum um jeden Preis anstreben und keine Hebel für kurzfristige Rentabilität haben, werden schwieriger als noch vor einigen Jahren. Zudem besteht die Gefahr, dass gut finanzierte Start-ups auf dem Markt die Gehälter schnell in die Höhe treiben könnten und es so für finanziell schwächere Start-ups anstrengend machen, entsprechende Talente zu finanzieren. An dieser Stelle ist es am schwierigsten, die Kosten für Gehälter niedrig zu halten.

Der Autor Malte Rau ist CEO und Co-Founder von Pliant. Das FinTech wurde 2020 gegründet und bietet Unternehmen eine digitale Kreditkartenlösung für maximale Flexibilität und Ersparnis.