In Startups investieren


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Startups sind aufgrund ihres Innovations- und Wachstumspotenzials für viele Anleger interessant. Diese Möglichkeiten gibt es, um in Startups zu investieren.

Startups sind aufgrund ihres Innovations- und Wachstumspotenzials für viele Anleger interessant. Gegenüber klassischen Anlageformen weisen sie je nach Branche zum Teil erheblich höhere Renditeaussichten auf. Gleichzeitig müssen sich Anleger mit größeren Risiken arrangieren. Dieser Artikel zeigt, welche Möglichkeiten es für Privatanleger gibt, in Startups zu investieren, und worauf sie dabei achten müssen.

Diese Gründe sprechen für ein Investment in Startups

Ein zentrales Problem für viele junge innovationsstarke Unternehmen ist die Finanzierung. Die meisten Banken stellen aufgrund der hohen Risiken oft keine Kredite zur Verfügung und auch ein Börsengang ist in der Frühphase eines Unternehmens häufig noch keine Option. Eine mögliche Lösung besteht in der Zusammenarbeit mit privaten und institutionellen Investoren.

Für diese sind Startups vor allem aufgrund ihres großen Wachstumspotenzials interessant. Wenn sich eine neue Idee auf dem Markt durchsetzt, stehen erheblich größere Renditen in Aussicht als bei klassischen Anlageformen. Deutlich wird das mit einem Blick auf erfolgreiche Startups wie zum Beispiel WhatsApp. Das Unternehmen wurde 2014 für 19 Milliarden Dollar von Facebook gekauft. Auch der Kauf von Pillpack für eine Milliarde durch Amazon 2018 und der Kauf von DeepMind für 500 Millionen Euro durch Google 2014 zeigen das Potenzial von Investitionen in Startups eindrucksvoll auf.

Nicht zu verhehlen ist dabei allerdings auch das Risiko. Da es sich um nicht erprobte Geschäftsmodelle handelt, besteht auch die Gefahr von Totalverlusten. Aus diesem Grund spricht man bei Startup-Investitionen auch von Venture Capital (Wagniskapital).

Wie kann man in Startups investieren?

Bei der Investition in Startups handelt es sich um keine neuartige Anlageform. Eine aktuelle Entwicklung besteht allerdings daran, dass sie mittlerweile nicht mehr nur für institutionelle Anleger und Großinvestoren, sondern auch für Privatanleger interessant ist. Grundsätzlich haben sie drei Möglichkeiten, an den Erfolgen junger Unternehmen zu partizipieren.

1. Venture Capital Fonds

Venture Capital Fonds, auch Wagnisfinanzierungsgesellschaften, sind spezielle Private-Equity-Fonds, die sich auf Startups spezialisiert haben. Investoren profitieren dabei von der Erfahrung des Fondsmanagers. Er kennt die Marktlage sehr gut und kann den Fonds mit den erfolgversprechendsten Startups auffüllen. Der Anleger muss nichts tun. Ein weiterer Vorteil besteht in der Sicherheit. Da in einem Fonds mehrere Unternehmen enthalten sind, kann ein Verlust eines Startups durch Gewinne an anderer Stelle kompensiert werden. Allerdings sind zum Teil hohe Gebühren für die Fondsverwaltung zu entrichten und die Mindestanlagevolumina sind vergleichsweise hoch.

2. Business Angels

Business Angels sind erfahrene Investoren, die junge Unternehmen nicht nur finanziell, sondern auch mit ihrer Erfahrung unterstützen. So tragen sie zum Erfolg des Startups bei und werden dafür finanziell daran beteiligt.

Verschiedene Business-Angel-Netzwerke ermöglichen es Privatinvestoren, sich mit Startups zu vernetzen und sich auf regelmäßigen Treffen von ihren Ideen überzeugen zu lassen. Voraussetzungen für eine Tätigkeit als Business Angel sind in der Regel ein ausreichend großes Vermögen und fundierte Kenntnisse in der Unternehmensführung.

3. Crowdinvesting

Dank Crowdinvesting ist es auch Kleinanlegern möglich, in Startups zu investieren. Das Ganze funktioniert über Plattformen, auf denen kleine Anlagesummen vieler Privatinvestoren gebündelt werden, wodurch insgesamt ausreichend hohe Investitionssummen erreicht werden.

Die Beteiligung an den zukünftigen Gewinnen (oder Verlusten) des Startups erfolgt über partiarische Nachrangdarlehen. Gewinne entstehen meistens beim sogenannten Exit, also dem Verkauf oder Börsengang des Startups.

Vorteile bei der Investition in Startups

  • Investition fließt direkt in das operative Geschäft des Startups
  • Hohe Renditemöglichkeiten
  • Förderung innovativer Technologien
  • Geringe Mindestinvestitionssummen beim Crowdinvesting

Nachteile bei der Investition in Startups

  • Erhöhtes Totalverlustrisiko
  • Weniger Mitspracherecht als Crowdinvestor
  • Wenig Transparenz

Mehr Sicherheit durch Diversifikation

Aufgrund des hohen Risikos sollten Investitionen in Startups immer nur einen kleinen Teil des eigenen Asset-Portfolios ausmachen. Den wesentlichen Teil sollten Investitionen in sichere Unternehmen, Märkte und Länder bilden. Empfehlenswert sind hier große Blue Chips, also traditionsreiche erfolgreiche Unternehmen, die in den führenden Indizes der jeweiligen Volkswirtschaft geführt werden. Neben Indizes bieten auch Börsenbriefe und Musterdepots Einsteigern eine erste Orientierung, wenn sie an der Börse investieren wollen.

Eine weitere vergleichsweise sichere Anlageform, die ergänzend zu Startup-Investitionen zu empfehlen ist, sind Fonds. Sie werden von erfahrenen Managern aufgelegt und bündeln lukrative Aktien, Rohstoffe und andere Basiswerte.

Weiterführende Informationen

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Was ist SegWit?

SegWit ist die Abkürzung für Segregated Witness. Es war vielleicht das bisher größte Upgrade des Bitcoin-Protokolls, das mehrere Verbesserungen und Korrekturen in sich vereinte.

Die Vorteile von SegWit

Die wohl bemerkenswerteste Neuerung von SegWit ist die Abschaffung der Verfälschbarkeit von Transaktionen. Vor SegWit war es aufgrund einer Eigenart der kryptographischen Signaturen von Bitcoin möglich, Transaktionen so zu verändern, dass sie anders aussahen, auch von Leuten, die die Transaktion nicht selbst erstellt hatten. Dies machte die Transaktion zwar nicht ungültig oder änderte ihre Wirkung - es wurde immer noch die gleiche Menge an Münzen von den gleichen Adressen an die gleichen Adressen gesendet - aber es erschwerte den Einsatz von Schicht-2-Protokollen wie dem Lightning Network erheblich.

Sie können die Website von BitiQ besuchen, um Ihr Krypto-Handelserlebnis auf einer regulierten und vertrauenswürdigen Plattform zu beginnen.

SegWit löste dieses Problem, indem es die "Zeugen"-Daten einer Transaktion, zu denen auch die Signatur gehört, in einen neuen Teil eines Bitcoin-Blocks verschob. Damit ebnete es den Weg für das Lightning Network und andere Layer-2-Protokolle.

Als zusätzlichen Bonus bot SegWit auch eine bescheidene Erhöhung der Blockgröße auf theoretisch vier Megabyte bzw. realistischere zwei Megabyte, je nach Art der in den Blöcken enthaltenen Transaktionen. (Um genau zu sein: Das Blockgrößenlimit wurde durch ein Limit von vier Millionen Gewichtseinheiten ersetzt, wodurch eine neue Art der "Zählung" von Transaktionsdaten eingeführt wurde). Dies bedeutet, dass Nutzer mit SegWit-unterstützenden Wallets niedrigere Transaktionsgebühren zahlen.

Script Versions

Durch einen technischen Trick namens "Skriptversionen" erleichterte SegWit außerdem die Einführung weiterer Upgrades für das Bitcoin-Protokoll. Eines dieser kommenden Upgrades könnten Schnorr-Signaturen sein, ein neuer Signatur-Algorithmus, der die Programmierbarkeit und Flexibilität des Bitcoin-Protokolls weiter erhöhen würde.

Und nicht zuletzt wurde all dies möglich, ohne dass ein rückwärtskompatibles Hard-Fork-Protokoll-Upgrade erforderlich war. (Soft Fork Upgrades erfordern nur die Unterstützung einer Mehrheit der Hash-Power, um eine Spaltung des Netzwerks zu vermeiden, während Hard Forks einen netzwerkweiten Konsens erfordern.)

Wer hat SegWit entwickelt?

Eine Version von SegWit wurde zuerst von Blockstream für das Blockstream Elements Sidechain-Projekt entwickelt. Nachdem der Bitcoin-Core-Mitarbeiter Luke-jr herausgefunden hatte, wie SegWit durch ein rückwärtskompatibles Soft-Fork-Upgrade auf dem Bitcoin-Hauptprotokoll eingesetzt werden könnte, wurde es vom Bitcoin-Core-Entwicklungsteam entwickelt. Konkret wurde der entsprechende Bitcoin Improvement Proposal (BIP) von Eric Lombrozo, Johnson Lau und Pieter Wuille verfasst, die auch den Großteil der Programmierung übernahmen. Der Rest des Teams half während des gesamten Prozesses auf verschiedene Weise, einschließlich Überprüfung und Tests.

Dem pseudonymen Litecoin-Entwickler Shaolinfry und dem Bitmain-Garantie-Ingenieur James Hilliard wird die Entwicklung alternativer Aktivierungslösungen für die Soft Fork zugeschrieben.

War SegWit umstritten?

Innerhalb der technischen Gemeinschaft von Bitcoin war SegWit nicht umstritten.

Außerhalb der technischen Bitcoin-Gemeinschaft bevorzugten jedoch einige eine andere Skalierungslösung für Bitcoin oder glaubten nicht, dass SegWit selbst als Skalierungslösung ausreichend war. Dies hatte zur Folge, dass der SegWit-Vorschlag zu einer Art Verhandlungsmasse in einem viel größeren Streit voller Kontroversen wurde. Andere versuchten, SegWit gänzlich zu diskreditieren.

Der einzige Punkt der Kontroverse, der (wohl) eine gewisse Berechtigung hatte, war, dass es "sauberer" gewesen wäre, das Upgrade als Hard Fork statt als Soft Fork zu implementieren, da dies weniger technische Zweifel im Protokoll hinterlassen hätte. Der Einsatz von SegWit als Hard Fork hätte jedoch seine eigenen Probleme mit sich gebracht, die nach Ansicht der meisten Entwickler und Befürworter von SegWit viel größer gewesen wären.

Wie verwende ich SegWit?

Sie nutzen SegWit, indem Sie eine Wallet verwenden, die SegWit integriert hat. Diese Wallet sollte SegWit-Adressen für Sie generieren, und wenn Sie eine Zahlung von einer solchen Adresse vornehmen, ist die Gebühr, die Sie zahlen müssen, niedriger als wenn Sie SegWit nicht verwendet hätten.

Es gibt zwei Arten von SegWit-Adressen. Der eine Typ ("P2SH") beginnt mit einer "3" - allerdings sind nicht alle Adressen, die mit einer 3 beginnen, SegWit-Adressen. Die andere ("bech32") beginnt mit "bc1" und ist immer eine SegWit-Adresse. P2SH SegWit-Adressen sind eigentlich eine Art Umgehung; während SegWit-Transaktionen von solchen Adressen billiger sind als Nicht-SegWit-Transaktionen, sind Transaktionen von bech32-Adressen am billigsten.

Adressen, die mit einer "1" beginnen, sind niemals SegWit-Adressen.

Zu den Wallets, die SegWit integriert haben, gehören Bitcoin Core, Electrum, Green, Trezor, Ledger und eine Reihe von anderen. Um noch tiefer in die Materie einzutauchen, schließen Sie sich uns an und starten auf unserer Plattform durch.

Warum nutzt nicht jeder SegWit?

Weit über zwei Jahre nach der Aktivierung von SegWit nutzen weniger als die Hälfte aller Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk SegWit. Aus individueller Sicht gibt es wahrscheinlich zwei Gründe, SegWit nicht zu nutzen.

Ein Grund ist, dass die Implementierung von SegWit ein Upgrade erfordert, und manche Leute sind einfach zu langsam, um das zu tun. Für große Unternehmen kann dies einen erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand bedeuten, da möglicherweise ganze Systeme umgestellt werden müssen. Ebenso haben einige Wallets und andere Anwendungen SegWit noch nicht integriert, vermutlich weil sie andere Prioritäten haben.


Investorengeld? Nein, Danke!

Fünf Wege, wie du – unabhängig von Investor*innen – für dein Start-up sinnvolle Fördermittel beantragen und damit clever sparen kannst.

Nicht immer ist es Gründer*innen möglich, solvente Investor*innen oder Banken zu finden, die eine innovative Geschäftsidee subventionieren. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die Unternehmensgründung unmöglich ist. Es gibt schließlich viele Möglichkeiten, sich unabhängig von Investor*innen, Kapital zu beschaffen.

Vom Crowdfunding über die Aufnahme eines Kredits bei der KfW bis hin zu Investitionen und Kryptowährungen gibt es viele Strategien, die dem Start-up helfen. Einige Gründer*innen nehmen öffentliche Fördermittel in Anspruch. Sie präsentieren ihre zündende Idee auf Gründer*innenwettbewerben oder Crowdfunding-Plattformen, um Geld einzusammeln.

Doch wer kennt sich in der komplexen Welt der Fördermöglichkeiten schon wirklich gut aus? Wir stellen die verschiedenen Möglichkeiten vor, sich unabhängig von Investor*innen Finanzmittel für die eigene Geschäftsidee zu beschaffen.

Fördermöglichkeit 1: Fördermitteldarlehen über die Landesförderbanken oder die KfW

Es gibt zahlreiche Förderprogramme von der KfW, die sich lohnen. Hier können Start-ups vor allem in den Anfangsjahren der Gründung durch die Aussetzung der Tilgung finanzielle Erleichterung erfahren. Auch Landesförderprogramme unterstützen Start-ups. Viele der speziell auf Gründer*innen ausgelegten Darlehen sind in der Antragstellung einfach. Sie ermöglichen jungen Selbständigen dank niedriger Einstiegsvoraussetzungen die Existenzgründung.

Es empfiehlt sich, sich auf der Internetplattform einen Überblick zu verschaffen, und im Anschluss den Tilgungsrechner der Finanzierung zu bedienen. Eine Existenzgründungsberatung hilft dir zudem, Klarheit zu finden und den Kreditantrag richtig zu stellen.

Vorteile:

  • Du erhältst niedrige Zinssätze.
  • Die langen Laufzeiten bieten eine langfristige Kalkulation.
  • Mit den tilgungsfreien Jahren kannst du in den Anfangsjahren clever Kosten senken.
  • Kein Mitspracherecht durch die Bank.

Nachteile:

  • Die Bank ist nicht am Verlust beteiligt.
  • Feste Rückzahlungsvereinbarungen müssen eingehalten werden.
  • Komplette Risikoübernahme durch den Darlehensnehmer bzw. die -nehmerin, dadurch maximale Haftung.
  • Gute Bonität des Kreditnehmers ist zwingend erforderlich.
  • Ein Eigenkapital (EK) von mindestens 10 Prozent der gesamten Darlehenssumme ist in der Regel erforderlich (Ausnahmen gibt es nur wenige).

Fazit: Das Fördermitteldarlehen ist für alle Arten von Gründungen und Start-ups in allen Branchen, sowie innerhalb der ersten fünf Jahre nach Gründung geeignet.

Fördermöglichkeit 2: Eigenkapital vom Staat bringt entscheidenden Mehrwert

Es gibt neben privaten Kapitalgesellschaften, die Gründer*innen unterstützen, auch (je nach Bundesland) Geld von Investitionsbanken, die dem Start-up Hilfe bieten. Mit Venture Capital bzw. Risiko- oder Wagniskapital können sich Start-ups eine solide finanzielle Basis schaffen. Die Förderbanken der Länder sind zum Beispiel an Tochtergesellschaften beteiligt bzw. unterhalten Abteilungen, welche als Venture-Capital-Geber aktiv sind. So finanzieren staatliche Venture-Capital-Gesellschaften als Co-Investoren die Existenzgründung neben manchen privatwirtschaftlichen Capital-Gesellschaften. Eine Gründungsberatung kann auch hier wertvolle Tipps und praktische Hilfestellung geben.

Vorteile:

  • Die EK-Quote steigt, da das EK vom Staat als EK in der Bilanz verbucht wird.
  • Der Staat bekommt im Gegenzug prozentuale Beteiligung am Unternehmen.
  • Kein Mitspracherecht durch den Staat im Unternehmen.

Nachteile:

  • Die Zusage ist nur schwer zu erhalten. Diese Hilfe ist tendenziell für Hochtechnologieunternehmen und -Start-ups konzipiert.
  • Der Staat ist nicht am Verlust beteiligt, somit trägt das Unternehmensrisiko das Start-up.

Fazit: Für Hochtechnologie-Gründungen, sehr innovative Unternehmen sowie Start-ups geeignet.

Fördermöglichkeit 3: Mezzanine-Kapital, wenn das Eigenkapital knapp ausfällt

Durch Mezzanine-Kapital oder Mezzanine-Finanzierungen kannst du das Eigenkapital stärken. Mezzo bedeutet im Italienischen so viel wie „halb“. Somit handelt es sich bei dieser Art der Förderung um eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital, die auch in der Bilanz zu finden ist. Dabei wird in der klassischen Form einem Unternehmen sowohl wirtschaftliches als auch bilanzielles Eigenkapital zugeführt, doch der Kapitalgeber erhält kein Stimmrecht und kann keinen Einfluss auf Unternehmensentscheidungen nehmen. Diese Art der Finanzierung hat Fremdkapitalcharakter, ist aber als Eigenkapital in der Bilanz verbucht.

Vorteile:

  • Die EK-Quote steigt, da das Mezzanine-Kapital als Eigen­kapital in der Bilanz der Firma verbucht wird.
  • Der Staat erhält prozentuale Beteiligung am Unternehmen.
  • Kein Mitspracherecht durch den Staat.
  • Dieses Kapital ist auch für kleinere Gründungen oder Unternehmen geeignet.

Nachteile:

  • Relativ undurchsichtiges Auswahlverfahren, das nicht nachvollziehbar ist. Daher erfolgt die Zusage stets durch Einzelfallentscheidung.
  • Der Staat ist nicht am Verlust der Firma beteiligt.

Fazit: Für alle Unternehmen und Start-ups geeignet.

Fördermöglichkeit 4: Gründer*innenwettbewerbe und Crowdfunding-Plattformen

So manche(r) Unternehmer*in hat die Möglichkeit, Fördermittelzuschüsse für innovative Ideen über staatliche Fördermittelstellen oder staatliche Ausschreibungen zu erhalten. Doch nicht immer erhalten Start-ups hierbei den Zuschlag, deshalb sind die unterschiedlichsten Gründungswettbewerbe für innovative Geschäftsideen nicht zu vernachlässigen. Wer sich hierbei bewirbt, muss nur ein wenig Zeit investieren und seine Idee gut verkaufen. Auch das Crowdfunding ist in der heutigen Zeit eine moderne Möglichkeit, fremde Gelder für ein zündendes Vorhaben einzusammeln. Hierbei helfen Crowdfunding-Plattformen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Damit kannst du auch hier deine Geschäftsidee gut verkaufen und dir diese subventionieren lassen.

Vorteile:

  • Dieses Eigenkapital gibt es gegen nur geringe Auflagen.
  • Das Risiko ist auf viele Einzelne verteilt.
  • Ein Teil des Geldes ist meist geschenkt, was eine lukrative Finanzspritze bedeutet.

Nachteile:

  • Es bestehen nur geringe Erfolgschancen.
  • Der Wettbewerb ist hier sehr hoch.
  • Nur für innovative Start-ups und Unternehmen geeignet, die mit zündenden Geschäftsideen andere überzeugen.
  • Die Idee muss der breiten Masse gefallen.

Fazit: Dieser Finanzierungsweg ist für innovative Unternehmen und Start-ups, die mit ihrer Geschäftsidee die breite Masse überzeugen bzw. dieser gefallen wollen, hervorragend geeignet.

Fördermöglichkeit 5: Gründerzuschuss oder Einstiegsgeld über die Bundesagentur für Arbeit

Vor allem Personen, die aus einer Arbeitslosigkeit heraus in die Selbständigkeit starten, können mit dem Einstiegsgeld oder dem Gründerzuschuss rechnen. Diese Gelder dienen vor allem in der Anfangsphase der Unternehmensgründung dazu, die Kosten für Sozialbeiträge und den Lebensunterhalt zu bestreiten. Am besten ist es, sich vor Ort in Sachen Einstiegsgeld oder Gründerzuschuss beraten zu lassen. Je nachdem, ob du ALG I oder ALG II erhältst, fallen hier die Förderungen unterschiedlich aus. Fakt ist: Auch du kannst mit der Hilfe vom Staat das Eigenkapital stärken – und zwar ohne Mitspracherecht fremder Personen oder Anteilsverkauf. Der Rat von Expert*innen ist hierbei nicht teuer, dafür Gold wert.

Vorteile:

  • Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden.
  • Für 6 bis 12 Monate sind die privaten Kosten gedeckt.
  • Die Einnahmen des Start-ups können in den ersten Monaten komplett reinvestiert werden, weil die privaten Kosten durch den Zuschuss gedeckt sind.

Nachteile:

  • Der Gründer bzw. die Gründerin muss arbeitslos gemeldet sein.
  • Das Unternehmen darf noch nicht gegründet sein.
  • Der Antrag mit Zusage ist eine Einzelfallentscheidung.
  • Der Unternehmende hat keinen rechtlichen Anspruch
  • darauf.
  • Es sind zusätzliche Unterlagen (Businessplan, Antrag, fachkundige Stellungnahme) vonnöten.

Fazit: Nur für Gründer*innen geeignet, die aus der Arbeits­losigkeit heraus gründen.

Der Autor Maximilian Schreiber ist Gründungs- und Fördermittelberater, Experte für Zuschussberatungen KfW, LfA, IHK und HWK, Partner von www.existenzgründerjungunternehmer.de und von www.start­effekt.de

Warum Firmenleasing - Vorteile, Nachteile und Risiken

Firmenleasing - diese Vorteile, Nachteile und Risiken sollten Unternehmer*innen kennen.

Der Firmenwagen ist ein wichtiger Bestandteil des unternehmerischen Alltags. Er dient in erster Linie betrieblichen Fahrten im Umkreis des Unternehmens, wird für Dienstreisen genutzt, kann dem Personal aber auch zur privaten Nutzung oder für Fahrten zwischen der Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte überlassen werden. Meist verbergen sich hinter der Gestellung eines Firmenwagens wirtschaftliche Gründe. Da Unternehmen zunehmend daran interessiert sind, die Betriebsausgaben nachhaltig zu senken, rückt das Firmenleasing immer häufiger in den Fokus. Dieses bietet eine Reihe von Vorteilen, hat jedoch in gewisser Hinsicht auch seine Schattenseiten. Der folgende Überblick beleuchtet diese Aspekte und informiert außerdem zu den Risiken.

Firmenleasing - das steckt dahinter

Beim Leasing gibt es kein "entweder oder", sondern eine feste Bindung an den Leasinggeber. Der Firmenwagen wird für eine fest definierte Zeit gemietet und ist anschließend an den Leasinggeber zurückzugeben. Anders, als es bei einer Finanzierung der Fall ist, gibt es hierbei keine Option, das Fahrzeug gegen eine zusätzliche Rate auszulösen.

Wenn es darum geht, einen Firmenwagen zu leasen, sollten einige Kriterien zum Abwägen der Vor- und Nachteile in Betracht gezogen werden. Eine große Rolle bei diesen Überlegungen spielt der monatliche Leasingbetrag. Hierbei sind die aktuellen Ergebnisse des Unternehmens und die realistisch geplanten Ergebnisse der Zukunft zu berücksichtigen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Leasingrate durch den Einsatz von Eigenkapital zu schmälern. Außerdem sollte der Anteil privater Fahrten in die Kosten einkalkuliert werden. Zu guter Letzt ist es entscheidend, sich mit den Anforderungen an den Firmenwagen im Vorfeld gründlich auseinanderzusetzen. Effizienz ist hierbei ein Stichpunkt, bei dem es die Überlegungen zu konkretisieren gilt. Ein Oberklasse-Firmenwagen hat zwar Prestige, kann sich jedoch als Kostengrab erweisen. Hierbei sollten vor allem auch die zu entrichtenden Kfz-Steuern bedacht werden. Weiterhin ist es erforderlich, sich mit der Versteuerung eines Leasingfahrzeugs auseinanderzusetzen.

Musterdepot – So gelingt der sichere Einstieg ins Trading

Viele Menschen suchen nach einem Einstieg ins Trading. Ein Musterdepot bietet hierfür die perfekte Gelegenheit, um ohne Kosten und ohne Risiko herauszufinden, wie Trading funktioniert und was es dabei zu beachten gilt.

Die Aktienmärkte sind eine sehr gute Möglichkeit, um seine Ersparnisse gewinnbringend anzulegen. Denn auf dem Tagesgeldkonto oder auf Festgeldkonten gibt es nur noch sehr niedrige oder gar keine Zinsen, weshalb die Aktienmärkte als Alternative zunehmend attraktiv werden. Allerdings sollte man natürlich nicht einfach mit einer Investition in Aktien oder Fonds anfangen, ohne sich vorher zu informieren. Denn Einsteiger machen häufig Fehler, die sich mit ein wenig Vorbereitung leicht vermeiden lassen.
Deshalb bieten viele Broker ihren Kunden ein kostenloses Musterdepot an. Ein Musterdepot verfügt über die gleichen Funktionen wie ein echtes Depot. Allerdings wird im Musterdepot kein echtes Geld verwendet. Der Nutzer des Musterdepots erhält also die Möglichkeit, die Märkte und die Handelsplattform kennenzulernen, ohne dafür sein eigenes Geld zu riskieren. In diesem Artikel möchten wir uns ein wenig genauer mit dem Thema Musterdepot beschäftigen und den Lesern zeigen, wie sie solch ein Angebot optimal zu ihrem eigenen Vorteil nutzen können.


Das richtige Musterdepot finden

Wer im Internet nach einem Musterdepot sucht, der wird dort ausgesprochen viele Angebote von den unterschiedlichsten Brokern finden. Man sollte sich als Nutzer aber nicht einfach für das erstbeste Angebot entscheiden. Denn ein Musterdepot sollte nicht nur genutzt werden, um die Märkte kennenzulernen und die eigenen Fähigkeiten auf die Probe zu stellen. Es ist auch dafür gedacht, die Trading-Plattform des jeweiligen Anbieters kennenzulernen. Denn diese bieten ihren Nutzern in der Regel sehr viele Möglichkeiten. Wer das Potenzial vollständig nutzen möchte, der muss sich also erst einmal einarbeiten. Und damit man sich diese Arbeit nicht mehrfach bei unterschiedlichen Anbietern machen muss, ist es sinnvoll, das Musterdepot direkt bei einem guten Broker zu eröffnen. Denn wenn das Musterdepot gefällt und man sein eigenes Geld investieren möchte, dann braucht man sich nicht noch einmal einarbeiten. Ein sehr guter Anbieter für Musterdepots ist Guidants. Dort kann man sich ganz einfach ein Musterdepot erstellen, um sich ein wenig an der Börse auszuprobieren. Und im Anschluss an die Nutzung des Musterdepots kann man dort dann auch direkt ein richtiges Depot eröffnen, um in Aktien von Unternehmen wie Tesla oder Apple zu investieren.

Mit einem Musterdepot die Märkte kennenlernen

Wegen der niedrigen Zinsen werden Aktien als Form der Geldanlage immer attraktiver. Denn Aktien sind eine sehr einfache Möglichkeit, um Unternehmensanteile zu erwerben. Wer in nicht börsennotierte Start-ups investieren möchte, der muss dafür ausgesprochen viel Aufwand betreiben. Doch der Kauf von Aktien ist in wenigen Sekunden und in der Regel mit überschaubaren Gebühren erledigt. Und mit einem Musterdepot kann man genau das erst einmal unverbindlich ausprobieren. Wer noch nie in Aktien oder Fonds investiert hat, der wird vor dem Kauf seiner Aktie vermutlich ein wenig aufgeregt sein. Denn man investiert sein hart verdientes Geld und hat selbst keine Möglichkeit, um die Performance des jeweiligen Aktienkurses zu beeinflussen. Doch mit einem Musterdepot kann man die Aufregung und die damit verbundenen Unsicherheiten bereits im Vorfeld abbauen. Denn es ist wirklich nicht schwer, sobald man es einmal ausprobiert hat. Und wenn man schon einmal in einem authentischen Musterdepot gehandelt hat, dann wird man das Setzen von Limits und andere wichtige Dinge nicht mehr vergessen. Allerdings gibt es auch einige Dinge, die man in einem Musterdepot nicht erproben kann. Dazu gehört beispielsweise die Besteuerung von Dividenden, die man als Aktionär eines Unternehmens erhält. Hier ist es sinnvoll, wenn man sich bereits vor den ersten Käufen informiert. Denn so kann man seine Strategie genau an die Gegebenheiten anpassen und sicherstellen, dass man keine Aktien erwirbt, bei denen eine unnötig hohe steuerliche Belastung anfällt. So steigert man dann die eigene Rendite und spart sich möglicherweise auch noch lästige Bürokratie.

Die Möglichkeiten der Trading-Software mit einem Musterdepot ergründen

Viele Menschen nutzen die Möglichkeiten ihrer Trading-Software nicht einmal ansatzweise aus. Das ist ausgesprochen ärgerlich, denn es gibt je nach Anbieter zahlreiche Funktionen, mit denen man in Zukunft spürbar einfacher handeln kann. Dazu gehört beispielsweise eine Benachrichtigungsfunktion für den Fall, dass ein Kurs eine bestimmte Schwelle über- oder unterschreitet. Darüber hinaus bieten die Betreiber der jeweiligen Plattformen ihren Nutzern sehr viele Funktionen, um eine Analyse von verschiedenen Unternehmen und den zugehörigen Kursen durchzuführen. So kann man beispielsweise die Performance verschiedener Unternehmen miteinander vergleichen und herausfinden, wie sich die unterschiedlichen Unternehmen aus einer Branche unterscheiden.

Fazit: Ein Musterdepot bietet den perfekten Einstieg in die Welt des Tradings

Viele Menschen suchen nach einem Einstieg im Bereich Trading. Doch sie möchten nicht direkt eigenes Geld investieren, bevor sie mit den Abläufen vertraut sind. In solch einem Fall ist ein Musterdepot wirklich die perfekte Lösung. Denn so kann man ohne Kosten und ohne jegliches Risiko herausfinden, wie Trading eigentlich funktioniert und was es als Nutzer zu beachten gilt. Die Suche nach dem passenden Anbieter sollte man in diesem Zusammenhang gewissenhaft betreiben. Denn viele Nutzer eröffnen später ihr richtiges Depot bei dem Anbieter, bei dem sie sich vorher mit einem Musterdepot ausprobiert haben. Deshalb kann es nicht schaden, wenn man sich bereits im Vorfeld über die Gebührenstruktur, den Service und weitere wichtige Eckdaten des Anbieters informiert. Denn dann steht einem erfolgreichen Einstieg ins Trading nichts mehr im Weg.

Finanzierungsflut: Geldschwemme für deutsche Start-ups

Die Investitionen in Start-ups sind in Deutschland im ersten Quartal 2021 auf den höchsten Wert angestiegen. Eine Einschätzung der aktuellen Lage.

Die Investitionen in Start-ups sind in Deutschland im ersten Quartal 2021 auf den höchsten Wert angestiegen. Dies hat eine Studie des Datenanbieters Refinitiv gezeigt. In den Monaten Januar bis März haben die deutschen Unternehmen nachweisbar in 165 Geschäften mehr als 2 Milliarden Euro gesammelt. Schon im letzten Quartal des Jahres 2020 war mit 1,2 Milliarden Euro eine entsprechend hohe Summe geflossen. Zugleich stellt die Bundesregierung zusätzliche 10 Milliarden Euro für einen Beteiligungsfonds für künftige Technologien (Zukunftsfonds) bereit. Davon profitieren vor allem Start-ups, welche sich noch in der Wachstumsphase befinden und einem hohen Bedarf an Kapital aufweisen. Daher beauftragten der Bundesfinanzminister Scholz sowie der Bundeswirtschaftsminister Altmaier die KfW mit der Verwaltung dieses neuen Zukunftsfonds.

Deutschland lag erneut im ersten Quartal hinter dem Land Großbritannien, in welchem vier Milliarden Euro für die Start-ups vergeben wurden und zugleich vor Frankreich, wo 1,1 Milliarden Euro geflossen sind. Dabei erholt sich die Wirtschaft und hoffnungsvolle Investoren in Deutschland und Europa investieren sehr viel Geld in Start-ups. Die größte Finanzierung hatte hierbei das Lebensmittel Lieferdienst-Start-up Gorillas geschafft, das insgesamt 245 Millionen Euro bei seinen Investoren sammelte. Danach folgten der Anbieter von Flugtaxis Volocopter mit 200 Millionen Euro sowie das Start-up Sennder im Bereich der Logistik, das mittlerweile mehr als eine Milliarde Dollar wert ist. Am betriebsamsten unter den Geldgebern in Deutschland war Global Founders Capital mit Kosten in Höhe von 98 Millionen Euro in insgesamt 22 Geschäften.

Die Rolle Deutschlands bei den Start-ups

Da Deutschland in diesem Jahr wieder ganz vorn bei der Finanzierung der Start-ups lag und die Investoren sehr zuversichtlich sind, kann dies eine gute Chance sein, dass die Wirtschaft sich nach der Coronakrise langsam wieder erholt. Besonders wichtig für den Erfolg der Start-ups sind ein optimal funktionierendes regionales Ökosystem sowie ein gründerfreundliches Arbeitsklima. Gemäß der Experten schätzen etwa 60 Prozent der Gründer das Start-up-Ökosystem an dem gewählten Standort als besonders gut ein. Dagegen erörtern etwa 15 Prozent ihr regionales Ökosystem mit besonders schlecht. Der Optimismus kommt für die Branche der Start-ups eher unerwartet. Im März letzten Jahres prophezeite der Start-up-Verband für Deutschland ein eher schwieriges Jahr, da sich viele überstaatliche Kapitalgeber aufgrund der Coronakrise zurückgezogen hatten. 70 Prozent der Jungunternehmen fürchteten damals, dass diese das kommende halbe Jahr nicht überstehen werden. Jene Sorgen hatten sich jedoch nicht bestätigt.

In Europa sammelten die Start-ups bis vor einiger Zeit ein Wagniskapital im Umfang von mehr als 11 Milliarden Euro in knapp 650 Runden ein, was einem Plus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von mehr als 120 Prozent entsprach. In dem bislang am Transaktionswert gemessen stärksten vierten Quartal des Jahres 2020 waren dies etwa 7,5 Milliarden Euro. Die Start-ups in Berlin haben im vergangenen Jahr das meiste Kapital in der Bundesrepublik von Investoren gesammelt. Insgesamt 3,7 Milliarden Euro flossen in die jungen digitalen Unternehmen der Hauptstadt, wie aus einer Untersuchung der Beratungsgesellschaft EY hervorgegangen ist. Dies waren etwa 40 Prozent mehr noch als im Vorjahr. Im Ländervergleich folgte Bayern an zweiter Stelle mit etwa 1,5 Milliarden Euro.

6,2 Milliarden Euro für innovative Ideen

So bekamen die Start-ups in Deutschland so viel Geld wie niemals zuvor. Diese sammelten viel Kapital der Investoren und gelangten an besonders hohe Summen für Ideen wie Softwarelösungen oder Mobilitätsdienste. Dies waren ungefähr 6,2 Milliarden Euro, wie aus einem Schreiben hervorgeht, welches der Deutschen Presse-Agentur vorgelegen hatte. Vor allem Investoren aus dem Ausland steckten gemäß der Studie viel Kapital in die hiesigen Start-ups. Die bundesweite Summe der Finanzierung stieg somit um 36 Prozent über den vorherigen Höchststand aus dem Jahr 2020. Zugleich war die Zahl der Finanzierungsrunden stark um 13 Prozent auf 704 gestiegen, davon entfielen 262 auf die Stadt Berlin. Im Vorjahr waren dies noch 245. Somit hält der Finanzierungsboom weiter an. Hier gibt es sehr viel Zahlungsfähigkeit auf dem Markt und die Tendenz ist weiter steigend.

In Deutschland gibt es nahezu keine Adressen, welche Finanzierungen von mehr als 50 Millionen Euro anbieten. Hierzu zählen die Start-up-Schmiede Rocket Internet in Berlin und Unternehmen wie Allianz. Die großen Anbieter stammen nahezu immer aus dem Ausland, meistens aus den USA. Überwiegend international aktive und finanzstarke Investoren aus den USA, Asien und Großbritannien sind vor allem an sehr großen Transaktionen interessiert. Dies liegt vor allem daran, dass die Start-ups in Europa niedriger bewertet sind als im Silicon Valley. Daher ist der Einstieg sehr viel günstiger.

Förderung durch die Bundesregierung

Die Bundesregierung hat mittlerweile das bestehende Problem erkannt. Sie möchte die Gründerkultur mit dem staatlichen Wagniskapitalfonds nach vorn bringen. Dazu soll eine neue Plattform für Gründer die Vernetzung und die Beratung fördern. Die Investoren-Szene für die Startphase hat sich dabei sehr gut entwickelt. Daher sind die ersten Millionen kein Problem. Es wird erst ab zehn Millionen Euro und mehr schwierig, wenn es für das Start-up darum geht, weiter nach oben zu steigen.

Dies zeigt sich ebenfalls bei den größten Geschäften des Jahres 2019. Bei der Runde der Finanzierung von Flixmobility über etwa 500 Millionen Euro stiegen die Investoren Permira und TCV neu ein. Die Plattform Getyourguide erhielt somit 428 Millionen Euro von einer Genossenschaft um den Medienkonzern Softbank aus Japan, und den Beteiligungsfonds aus dem Ausland. Vor zwei Jahren noch waren in 155 Bankgeschäften 1,95 Milliarden Euro in die jungen Unternehmen geflossen und in diesem Jahr haben ebenfalls zwei Mega-Deals den Wagniskapitalmarkt in Deutschland aufhorchen lassen: Der Investor Naspers aus Südafrika war im Mai mit knapp 390 Millionen Euro beim Berliner Essens Lieferdienst Delivery Hero mit eingestiegen, welcher mittlerweile an der Börse verzeichnet ist. Im selben Monat hatte der Autogroßhändler Auto1 360 Millionen Euro bei den einzelnen Investoren gesammelt.

Positiver Trend erkennbar

Die Start-up-Szene in Deutschland hat sich im ersten Halbjahr 2021 besonders lebhaft entwickelt. Zu diesem positiven Trend sollte auch die gute Entwicklung an der Börse beitragen, welche für die Investoren einen aufstrebenden Exit in einem Börsengang sehr wahrscheinlich macht. Eine zusätzliche Unterstützung könnte im zweiten Halbjahr der Börsengang des Unternehmens Delivery Hero schaffen, der erfolgreich verlaufen war und mit einem Emissionsvolumen von knapp einer Milliarde Euro den größten Anfang in diesem Jahr deutschlandweit vollzogen hatte.

Unbehelligt bleibt die Gründerhauptstadt Berlin, denn hier flossen in den ersten sechs Monaten etwa 1,5 Milliarden Euro bzw. zwei Drittel des Investitionsvolumens für ganz Deutschland. Jedoch machten sich hier die beiden Finanzspritzen für Auto1 und Delivery Hero bemerkbar, gemessen an der Anzahl der Finanzierungsrunden.

Der Autor Grigori Kalinski ist Unternehmer und Coach im Bereich des Amazon-Kindle-Publishings, https://grigorikalinski.com

Vorteile und Risiken einer Investition in Bitcoin

Was Sie über die Kryptowährung Bitcoin wissen sollen, bevor Sie investieren.

Die Medien haben Bitcoin in letzter Zeit zweifelsohne viel Aufmerksamkeit geschenkt. Und das hat wiederum die Aufmerksamkeit vieler Menschen erregt, besonders derjenigen, die nach alternativen Investments suchen. Bitcoin ist ein dezentrales, globales Zahlungssystem. Es ist auch eine digitale Währung, die ohne die Regulierung durch eine Regierung oder eine Zentralbank funktioniert.

Diese virtuelle Währung nutzt die Blockchain-Technologie, die es den Nutzern ermöglicht, Transaktionen ohne die Einbindung von Zwischenhändlern durchzuführen. Bitcoin ist die am weitesten verbreitete und die erste Kryptowährung weltweit. Andere Kryptowährungen sind Ripple, Litecoin und Ethereum. Diese sind jedoch nicht so populär wie Bitcoin. Sie haben auch nicht das gleiche Transaktionsvolumen wie Bitcoin.

Ursprünglich war die einzige Möglichkeit, diese Kryptowährung zu erwerben, durch Bitcoin-Mining. Dabei handelt es sich um einen Prozess, bei dem komplexe mathematische Probleme mit Hilfe einer hohen Computer-Rechenleistung gelöst werden. Bitcoin-Miner verdienen Bitcoins, indem sie Computercodeblöcke verbessern oder validieren. Ihre Belohnungen generieren neue Münzen, die in das Bitcoin-Netzwerk gelangen.

Allerdings erfordert das Bitcoin-Mining eine erhebliche Investition in die Infrastruktur und die Stromrechnungen. Daher können es sich viele Menschen nicht leisten, Bitcoin zu schürfen. Nichtsdestotrotz ermöglichen Plattformen wie crypto trader den Menschen, Bitcoin online zu kaufen und zu verkaufen. Mit einer solchen Plattform tauschen Sie Fiat-Geld gegen Bitcoin. So müssen Sie nicht darum kämpfen, einen Käufer für Ihre Bitcoin zu finden, wenn Sie sich entscheiden, die Kryptowährung loszuwerden.

Heute verwenden viele Menschen Bitcoin als Währung, wenn sie Waren kaufen und verkaufen oder für Dienstleistungen bezahlen. Das liegt daran, dass diese Kryptowährung diese Kriterien für Geld erfüllt:

  • Sie ist eine Werteinheit.
  • Sie dient als Tauschmittel
  • Es ist ein Wertaufbewahrungsmittel
  • Es ist ein aufgeschobener Zahlungsstandard

In letzter Zeit hat Bitcoin aufgrund seines Zwecks als Wertaufbewahrungsmittel eine erhöhte Spekulation erfahren, anstatt einer erhöhten Nutzung. Infolgedessen vergleichen einige Leute diese Kryptowährung nun mit dem Tulpen-Boom der 1600er Jahre.

Vorteile von Bitcoin-Investitionen

Bitcoin hat eine hohe Volatilität, die eine Investitionsmöglichkeit schafft. Im Idealfall können Sie diese Kryptowährung kaufen und halten, in der Hoffnung, dass ihr Wert steigt. So können Sie niedrig kaufen und dann hoch verkaufen, um einen Gewinn zu erzielen.

Zusätzlich bedeutet der Mangel an Bitcoin-Regulierung und das begrenzte Angebot dieser digitalen Währung, dass ihr Preis höchstwahrscheinlich weiter steigen wird. Im Gegensatz zu Fiat-Geld kann keine Regierung oder Behörde den Wert von Bitcoin regulieren, um Investitionsrisiken wie Inflation zu vermeiden.

Bitcoin hängt von einer innovativen Infrastruktur ab, die viel Potenzial für verschiedene Sektoren birgt. Die Blockchain-Technologie ist eine Innovation, die mehrere Fintech-Entwickler anpassen und für verschiedene Zwecke nutzen wollen. Als solches wird Bitcoin höchstwahrscheinlich weiter wachsen und seine Nutzung erweitern, wenn mehr Menschen diese Technologie annehmen.

Risiken von Bitcoin-Investitionen

Die jüngste Popularität von Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel hat enorme Gewinne für den Bitcoin/USD-Wechselkurs verursacht. Und das erklärt die enorme Volatilität des Preises dieser Kryptowährung. Zu Beginn des Jahres 2017 lag der Bitcoin-Preis bei etwas mehr als $1000. Und bis November desselben Jahres war der Bitcoin-Preis auf etwa 6.400 $ gestiegen. Mitte Dezember lag der Preis dieser Kryptowährung bei 19.200 $, bevor er bis zum Ende des Jahres auf 13.400 $ fiel.

Die meisten Spekulanten wollen von dem kurzfristigen Momentum des Bitcoin-Preises profitieren, anstatt sich auf die langfristige, tägliche Nutzung von Bitcoin zu konzentrieren. Und diese treiben den Anstieg des Preises dieser Kryptowährung an. Folglich haben einige Händler, die begonnen hatten, Bitcoin-Zahlungen zu akzeptieren, dies aufgrund dieser Volatilität ausgesetzt.

Ein weiterer Nachteil von Bitcoin-Investitionen ist das Fehlen einer Regulierungsbehörde. Ohne regulatorische Aufsicht wird der Erwerb von Bitcoin auf einem Sekundärmarkt zu einer undurchsichtigen Erfahrung. Das liegt daran, dass es keine Transaktionszeit für den Kauf und Verkauf dieser Kryptowährung gibt.

Zusätzlich hat Bitcoin eine begrenzte Transaktionskapazität. Das begrenzte maximale Transaktionsvolumen bedeutet, dass es für diese Kryptowährung schwer sein wird, die anderen Zahlungsmethoden zu dominieren.

Abschließender Gedanke

Einige der Dinge, die Bitcoin-Investitionen lohnenswert machen, sind die zunehmende Popularität und Akzeptanz. Diese Kryptowährung verwendet eine innovative Technologie, die ihr einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Fiat-Währung gibt. Dennoch hat diese Investition einige Nachteile, wie z.B. das geringe Transaktionsvolumen. Nehmen Sie sich die Zeit, diese digitale Währung zu untersuchen, bevor Sie sich entscheiden, in sie zu investieren.

Die fünf besten Tipps für Bitcoin-Anfänger

Was Sie auf jeden Fall wissen und beachten sollten, bevor Sie in Bitcoins investieren.

Einige Personen fühlen sich verunsichert, wenn sie daran denken, in Bitcoin zu investieren. Sie können jedoch in diese digitale Währung investieren und gute Renditen einfahren, wenn Sie es richtig machen. Wie bei den meisten Investitionen sollten Sie Ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen, bevor Sie sich an Bitcoin-Investitionen wagen.

Derzeit stürzen sich viele darauf, diese Kryptowährung an Kryptobörsen zu kaufen. Das liegt daran, dass sie gehört haben, dass man mit dem Handel von Bitcoin Geld verdienen kann. Andere kaufen diese virtuelle Währung und halten sie in der Hoffnung, dass ihr Wert weiter steigt.

Bitcoin wird als eine der disruptiven Technologien angepriesen, die die Welt verändern könnten. Das liegt daran, dass sie die Blockchain-Technologie nutzt, die bedeutende Entwicklungen in verschiedenen Sektoren bewirken könnte. Diese Technologie bietet ein dezentralisiertes, Peer-to-Peer-Netzwerk für den Datentransfer und die Abwicklung von Transaktionen. Sie ist vielseitig einsetzbar und kann zur Übertragung, Speicherung und Abwicklung von Daten in Banken, Krankenhäusern und anderen Bereichen verwendet werden. Um in Bitcoins zu investieren, können Sie diese Seite besuchen.

Die Verwendung der Blockchain-Technologie sollte Sie jedoch nicht dazu verleiten, überstürzt in Bitcoin zu investieren. Nehmen Sie sich stattdessen die Zeit, mehr über diese virtuelle Währung zu recherchieren, bevor Sie einen Investitionsschritt machen. Hier sind die fünf besten Tipps für Bitcoin-Anfänger.

Machen Sie zuerst einige Hausaufgaben

Bevor Sie mit dem Bitcoin-Investieren beginnen, nehmen Sie sich die Zeit, einige Hausaufgaben zu machen. Dazu gehört, zu verstehen, wie diese Kryptowährung funktioniert und warum viele Menschen in sie investieren wollen. Diese digitale Währung bietet eine seltene und einzigartige Gelegenheit für Investoren. Es wäre jedoch hilfreich, wenn Sie bei der Investition in diese Währung vorsichtig wären.

In Bitcoin zu investieren ist ein hochspekulatives Unterfangen. Das liegt daran, dass der Krypto-Markt unter- oder unreguliert ist. Daher sollten Sie nur einen Teil Ihres Geldes investieren. Machen Sie sich außerdem darüber vertraut, wie die Blockchain funktioniert und wie Sie mit dieser Investition Geld verdienen können.

Gehen Sie behutsam vor

Jede Investition ist mit gewissen Risiken verbunden. Hinzu kommt, dass sich Kryptowährungen wie Bitcoin im Vergleich zu Asset-Märkten wie Anleihen- und Aktienmärkten noch in der Entwicklungsphase befinden. Das bedeutet, dass die Investition in Bitcoin ein hochriskantes Unterfangen ist. Investieren Sie daher nicht Ihr Geld, wenn Sie nicht bereit sind, es zu verlieren.

Idealerweise beginnen Sie mit einem kleinen Teil, anstatt Ihr gesamtes Kapital zu investieren. Vermeiden Sie außerdem, den Bitcoin-Kursen hinterherzulaufen. Entscheiden Sie sich stattdessen für einen Einstiegspunkt und bleiben Sie dann bei Ihrer Investitionsstrategie. Die meisten Investoren liegen fast immer richtig, wenn es um die vorhersehbare Preisbewegung geht. Aber Ihr Timing kann daneben liegen. Seien Sie daher geduldig und vermeiden Sie übereilte Entscheidungen.

Diversifizieren Sie Ihre Investitionen

Vermeiden Sie es, Ihr gesamtes Geld in ein einziges Bitcoin-Projekt zu investieren. Stattdessen sollten Sie Ihr Portfolio diversifizieren. Zum Beispiel können Sie einen Teil des Bitcoins kaufen und halten, während Sie gleichzeitig mit dieser Kryptowährung Daytrading betreiben. Auf diese Weise können Sie vermeiden, Ihre gesamte Bitcoin-Investition zu verlieren, wenn eine Strategie nicht funktioniert.

Idealerweise recherchieren Sie verschiedene Möglichkeiten, in Bitcoin zu investieren und wählen dann mehrere Optionen aus, die zu Ihnen passen. Außerdem sollten Sie sich über die neuesten Entwicklungen in diesem Sektor auf dem Laufenden halten, um bei jedem Schritt die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Speichern Sie Ihre Bitcoins in Wallets

Sie sind wahrscheinlich schon auf Krypto-Börsen gestoßen. Diese sind gute Marktplätze für den Kauf von Bitcoin. Bewahren Sie Ihre Bitcoin jedoch nicht in einer Krypto-Börse auf. Das liegt daran, dass diese Plattformen keinen Wert auf die Sicherheit von Kryptowährungen legen. So kann jemand eine Krypto-Börse hacken, was zum Verlust all Ihrer Bitcoin führt. Bewahren Sie daher die Bitcoin in Ihren Wallets auf und sorgen Sie für die Privatsphäre und Sicherheit Ihrer Zugangsschlüssel.

Seien Sie auf die Volatilität vorbereitet

Der Bitcoin-Markt ist notorisch volatil. Sie können jedoch verschiedene Strategien anwenden, um mit den Preisschwankungen von Bitcoin umzugehen. Zum Beispiel können Sie Diversifikation als Strategie für den Umgang mit Preisschwankungen nutzen. Kaufen und Halten ist auch eine effektive Strategie, die Investoren nutzen, um mit den unvermeidlichen Bitcoin-Kursschwankungen umzugehen. Dazu gehört, dass Sie der Versuchung widerstehen, Ihre Kryptowährung sofort zu verkaufen, sobald der Preis zu schwanken beginnt.

Fazit

Das Investieren in Bitcoin kann gute Renditen bringen. Sie sollten jedoch eine effektive Strategie haben und diese Tipps während Ihrer Investitionsreise befolgen. Halten Sie sich außerdem über Nachrichten und Ereignisse auf dem Laufenden, die den Wert dieser Kryptowährung beeinflussen können.

Rechnungswesen: Kreativ, aber schief?

Das Rechnungswesen (neu) zu gestalten, ist wie ein Haus zu bauen. Es gilt: Ist der Bauplan falsch, wird das Haus schief. So vermeidest du Schieflagen von Anfang an.

Der erste Gedanke des jungen Unternehmers gilt dem Produkt und dem Markt. Das sollte immer so bleiben. Die Entwicklung des Unternehmens bringt es mit sich, dass es in die Bereiche Funktion, Einkauf, Produktion, Vertrieb, Verwaltung etc. aufgeteilt werden muss. Je nachdem, in welcher Entwicklungsphase das Unternehmen gerade ist – Seed-Phase, Start-up-Phase, Emerging Growth oder Expansion –, kommt diesen Bereichen eine besondere Gewichtung zu. Mit zunehmendem Wachstum werden diese immer umfangreicher und der junge Unternehmer muss Verantwortung abgeben und für die einzelnen Funktionsbereiche jeweils eine Abteilung aufbauen. Der Abteilung Rechnungswesen fällt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn neben der Aufsicht über die Geldangelegenheiten des Unternehmens sollen hier auch die Buchhaltung, die Registratur und das Controlling abgewickelt werden. Zudem greift diese Abteilung in alle anderen Abteilungen des Unternehmens ein oder ist in diesen zumindest präsent.

Dieser Zusammenhang soll anhand des Prozesses der Liquiditätsplanung verdeutlicht werden. Die Liquiditätsplanung ist die planvolle Zusammenführung der Ergebnisse von mindestens vier eigenständigen Prozessen. Diese Planung sollte für dein Unternehmen niemals so wichtig werden, dass sein Fortbestand davon abhängig ist. Die Liquiditätsplanung sollte durch permanente, tägliche Übung eine präzise Routine sein, die 100 Prozent genaue und verlässliche Auskunft gibt.

Daraus ergibt sich, dass du für die Erstellung einer Liquiditätsplanung folgende Instrumente benötigst:

  • Offene-Posten-Liste,
  • erwartete Umsätze anhand des Auftragsbestandes (Plan­umsatz),
  • offene Verbindlichkeiten sowie
  • geplante Kosten.

Jetzt gilt es, diese Instrumente so aufzubauen und zu koordinieren, dass eine Liquiditätsplanung entsteht.

Die Struktur des Rechnungswesens

Rechnungswesen ist primär ein Zusammenspiel aus Buchhaltung und Betriebsdatenerfassung. Beide Bereiche müssen so verknüpft werden, dass du sinnvolle und richtige Werte erhältst. Zudem besteht eine Wirkung nach außen, zum Beispiel mit der Bilanz und der Normierung im Handelsgesetzbuch (HGB) sowie in den Steuergesetzen, und eine Wirkung nach innen mit der Notwendigkeit, Kalkulationen und Kosten zu bestimmen. Dabei orientiert sich die europäische Normierung des Rechnungswesens primär an Kosten und Erträgen sowie am Schutz der Gläubiger*innen, wohingegen die angelsächsische Normierung eher Umsatz und zukünftige Profit-Möglichkeiten zulässt. Beides ist in gewissem Maß richtig und führt zur Frage: Wollen wir nicht alle mit wenig Umsatz den meisten Gewinn erzielen?  Denn wir wissen: Umsatz ist Arbeit, Gewinn ist Steigerung der Lebensqualität!

Externes Rechnungswesen

Mit dem externen Rechnungswesen sind die Ergebnisse aus der Bilanz gemeint, die für externe Interessengruppen wie Banken, Lieferanten, Kunden und Steuerbehörden unter Einhaltung der gesetzlichen Normen wichtig sind. Diese Aufgabe kann sehr gut von einem Steuerberater erbracht werden.

Internes Rechnungswesen

Unter internem Rechnungswesen versteht man die Nutzung der Buchhaltung im Zusammenspiel mit der Betriebsdatenerfassung, um damit Auswertungen für den eigenen Gebrauch zu erstellen, zum Beispiel für die Liquiditätsplanung, die Abweichungsanalyse und die Kalkulation. Das interne Rechnungswesen hilft dir also, unternehmerische Entscheidungen zu treffen. Das kannst nur du in deinem Unternehmen gestalten.

Betriebsdatenerfassung – die wenig beachtete Größe

Die Betriebsdatenerfassung ist die dritte, wenig beachtete Säule des Rechnungswesens. Hier wird festgelegt, was eine Leistungseinheit kosten soll. Es werden verbrauchte Leistungen und entstandene Halbfertig- und Fertigprodukte erfasst. Das sind messbare Werte. Diese müssen zu den erfassten Kosten auf die richtige Kostenstelle und Kostenart bei der Verbuchung jedes einzelnen Belegs passen.

Es gilt also, das Rechnungswesen so zu strukturieren, dass die Ergebnisse aus der Betriebsdatenerfassung zu den Ergebnissen des Rechnungswesens passen.

Beispiel: Die Kosten pro Kilometer setzen sich aus den gemessenen Fahrleistungen und den Kosten zusammen. Erfassen muss man also die Fahrleistung in Kilometern und die Kosten, die das Auto verursacht. Die Kosten sind dann falsch, wenn die Buchhaltung zum Beispiel Tankbelege falsch zuordnet oder die privat gefahrenen Kilometer nicht erfasst werden. Bei einem Fuhrpark mit 100 Fahrzeugen kann das schon mal passieren.

Der Weg zum internen Rechnungswesen

Vom Steuerberater zum internen Rechnungswesen – hier ist Diplomatie gefragt! Steuerberater*innen leisten in der Anfangsphase eines Start-ups Hervorragendes. Denn es gibt Tausende bürokratische Dinge zu tun. Belaste dich nicht damit. Die Buchhaltung hat am Anfang des Unternehmens hauptsächlich externe Wirkung und ist somit bei Steuerberater*innen in besten Händen. Irgendwann will jedoch der Unternehmer eine tagesaktuelle Liste mit offenen Posten, seine Liquidität in den nächsten vier Wochen bis sechs Monaten planen, seine Kosten zuordnen, eine Kalkulation aufbauen, eine Planung machen und so weiter. Er will sein Unternehmen also in Zahlen abgebildet sehen. Dafür muss er eine aussagekräftige interne Buchhaltung aufbauen und benötigt eine Betriebsdatenerfassung, welche die dazu passendenden Werte liefert.

Überzeuge deine Steuerberatung

Steuerberater*innen können diese Aufgabe einer aussagekräftigen internen Buchhaltung kombiniert mit dem Controlling nicht mehr erfüllen. Ganz einfach deshalb, weil sie als Externe von den täglichen Geschehnissen und der notwendigen richtigen Zuordnung der Belege zu weit weg sind. Allein schon die Zeitspanne zwischen der Abgabe der Belege beim Steuerberater am Monatsende bis zu deren Auswertung am Ende des folgenden Monats ist zu lang. Für Steuerberater*innen erschließen sich jedoch neue Beratungsfelder, die hauptsächlich in der Darstellung der externen Buchhaltung mit ihren Anforderungen an Handels- und Steuerrecht liegen sowie in der strategischen Beratung.

Struktur des internen Rechnungswesens

Die Anforderungen an das interne Rechnungswesen sind unbegrenzt. Es gibt unendlich viele Instrumente, aber nur wenige sind für die Steuerung deines Unternehmens wichtig. Es gibt Standardinstrumente, die unbedingt angewandt werden müssen und andere, die nur für dieses Unternehmen wichtig sind. Hier gilt: Die Struktur der einzelnen Instrumente muss aufeinander abgestimmt sein. Es gibt eine Hierarchie, wie welche Instrumente aufeinander aufbauen. Daran solltest du dich unbedingt halten.

Ein Beispiel: Eine Proficenter-Rechnung kann erst dann installiert werden, wenn die Struktur in externer und interner Buchhaltung richtig gelegt ist und die Verrechnungspreise stimmig sind.

Die wichtigsten grundlegenden Instrumente sind eine unternehmenseigene Struktur der Konten der Buchhaltung und die Kostenarten- sowie Kostenstellen-Rechnung. Sind in diesen Instrumenten strukturelle Fehler enthalten, ist das ganze zukünftige Gebäude der Kostenrechnung in Gefahr. Sind die Strukturen stimmig und richtig gesetzt, können zum Beispiel die Liquiditätsplanung und die Budgetierung aus derselben Struktur entwickelt werden. Liquiditätsplanung und Budgetierung passen dann auf ein Blatt Papier.

Abstrakt betrachtet, haben die einzelnen Instrumente folgende Ziele (die nachfolgende Aufzählung ist nur unvollständig):

Zeitreihen aus Vergangenheit und Zukunft

  • über das ganze Unternehmen oder
  • über bestimmte Segmente,
  • Produktgruppen,
  • Verkaufsgebiete etc.,
  • Umsätze nach Produktgruppen,
  • Gegenüberstellung von Vergangenheit-Ist-Plan.

Kalkulationssätze

  • Stundensatz.
  • Materialeinsatz.
  • Lohnstückkosten.
  • Gemeinkosten.
  • Vertriebskosten.

Gruppierungen zu

  • Produkten,
  • Verkaufsgebieten,
  • Rohstoffen,
  • Dienstleistungen.

Kennzahlen

  • für die tägliche Information: offene Posten, Auftrags­bestand, geleistete Stunden etc.
  • langfristige Kennzahlen wie Warenbestand, Auftrags­bestand, Forschung und Entwicklung etc.

Auswertungen für externe Interessent*innen

  • Steuererklärungen,
  • statistische Meldungen.

Geeignete Strukturen finden und umsetzen

Oft fällt es schwer, Strukturen zu entwickeln, die im Rechnungswesen ein genaues Abbild des Unternehmens darstellen. Das Problem besteht darin, unter Berücksichtigung der Regeln der abstrakten Betriebswirtschaft das individuelle Rechnungswesen zu entwickeln und gleichzeitig die Anforderungen aus der externen Buchhaltung (z.B. steuerliche Vorschriften) zu erfüllen. Oder anders ausgedrückt: Wie kann der Produktionsablauf im Rechnungswesen so dargestellt werden (internes Rechnungswesen), dass die Buchhaltung die externe Wirkung erfüllt und zudem die Grundlage zur Berechnung von z.B. Kalkulationssätzen sein kann? Welche Instrumente sind notwendig, wenn sich ein Start-up zum Beispiel mit der Gewinnung von Blutplasma befasst oder Bekleidung aus Stoffbahnen schneidet oder Silber für hochreflektierende Metallbahnen verdampft oder Programmierleistungen erbringt?

Das Bestimmen der Lohnkosten ist relativ einfach, schwieriger ist es, den Maschinenstundensatz zu bestimmen. Man denke hier an die Kosten der Stromerzeugung bei Windkraftanlagen: 80 Prozent der Kosten sind fix, der Wind weht aber unterschiedlich stark. Oder: Wie bestimmt man den Wert angefangener Programmierleistungen? Diese liegen im Computer und lassen sich im Gegensatz zu Lagerbeständen schlecht messen oder zählen. Möglich ist dies ist dann, wenn die wesentlichen Einflussgrößen der betrieblichen Praxis in die abstrakte Lehre der Betriebswirtschaft übertragen werden und daraus eine überschaubare Struktur mit allen zur Verfügung stehenden Instrumenten des Rechnungswesens wird. Dies beginnt zum Beispiel mit einem Kontenrahmen, der auf das Unternehmen abgestimmt ist und der geeigneten Definition der Kostenarten- und Kostenstellenrechnung.

Die größten Stolperfallen

Um Fehler zu vermeiden, muss man wissen, dass sich Rechnungswesen letztendlich nur in einem zweidimensionalen Raum abspielt: Alle Tabellen haben zwei Achsen: die X- und die Y-Achse. Selten ist es möglich, unter Beibehaltung einer Struktur (einer Achse) zwei und mehr Tabellen zu generieren. Dreidimensionale Darstellungen können schnell sehr unübersichtlich werden. Zudem ist strikt darauf zu achten, dass die verwendeten Begriffe immer die gleichen Inhalte haben. Zum Beispiel bieten ERP-Systeme oft Funktionen, die unterschiedliche Grundlagen fordern. Das Umsatzkostenverfahren braucht eine andere Struktur im Kontenrahmen als das Gesamtkostenverfahren. Es sind zwei unterschiedliche Betrachtungen:

  • Umsatzkostenverfahren: Gewinn = Umsatz – Kosten des Umsatzes;
  • Gesamtkostenverfahren: Gewinn = Umsatz – (Material­einsatz + Gemeinkosten).

Ein häufiger Fehler ist auch die sog. Buchungshygiene, also die unrichtige Verbuchung der Belege in falschen Konten und Kostenstellen. Ein weiterer Fehler ist das partielle Vertauschen der Struktur in einer Tabelle. Ein typisches Beispiel ist das Vertauschen von Kostenstellen und Kostenarten im Betriebsabrechnungsbogen. Ein Beispiel verdeutlicht den Zusammenhang: „Kosten pro Kilometer“ – die X-Achse stellt die Kosten dar, die Y-Achse die gefahrenen Kilometer. Was passiert, wenn im Bereich von 70 bis 130 km die Achsen vertauscht werden?  Das Ergebnis heißt dann in diesem Bereich Kilometer pro Kosten. Können wir mit dieser Aussage etwas anfangen? In Amerika wäre das selbstverständlich „miles per gallon“.

Gefahren bei der Einführung

Der Prozess der Gestaltung des Rechnungswesens wird unterschätzt. Häufig passieren hier folgende Szenarien: Wer soll das Rechnungswesen gestalten? Der junge Unternehmer ist zunehmend mit den Auswertungen des Steuerberaters unzufrieden. Beide beschließen, einen Buchhalter einzustellen. Ein Buchhalter soll die oben beschriebenen Strukturen im Unternehmen aufbauen. Damit sind selbst exzellente Buchhalter überfordert, weil für den Aufbau der richtigen Struktur ein „Gestalter“ des internen Rechnungswesens notwendig ist, der die Struktur der Buchhaltung (externes Rechnungswesen) nicht auf den notwendigen Anforderungen der Steuergesetzgebung aufbaut, sondern diese gesetzeskonform an die Struktur des Unternehmens anpasst.

Außerdem setzt sich der Geschäftsführer rechtlichen Problemen aus. Ein Beispiel: Das Unternehmen hat sehr gut verdient und zahlt entsprechend Steuern. Die Steuervorauszahlungen werden nach oben angepasst. Im Folgejahr sind gleichbleibende Umsätze prognostiziert, jedoch verzögert ein Großkunde die Abnahme eines Auftrags. Zur Sicherung der Liquidität muss nun frühzeitig eine Anpassung der Steuervorauszahlung erfolgen. Doch dafür ist eine Liquiditätsplanung notwendig.

Ein weiterer Gefahrenpunkt ist die Zeitschiene bei der Einführung des internen Rechnungswesens. Das erste halbe Jahr wird benötigt, um die Grundstrukturen zu schaffen, die Gesamt­idee zu entwickeln, die Buchhaltung anzupassen, laufende Reportings zu integrieren, das IT-System kennenzulernen etc. Aus Sicht des Unternehmens ist in dieser Zeit aber nichts Greifbares passiert bzw. ist das, was man eigentlich erreichen wollte, noch nicht vorhanden.

Risiken

Für Unternehmensgründer*innen, die nicht selten einen rein technischen Hintergrund haben, kann Rechnungswesen ein Buch mit sieben Siegeln sein. Die Logik, von Soll nach Haben zu Buchen und das Bestimmen des Gewinns anhand des Vermögensvergleichs in einer Zeitperiode sind sehr verwirrend. Hinzu kommt ein Begriffs-Wirrwarr: Gleiche Sachverhalte werden oft unterschiedlich bezeichnet. Das führt zu Missverständnissen und letztlich zu Misstrauen. Der beauftragte „Gestalter“ muss genug Empathie haben, um alle Mitarbeitenden abzuholen, und er muss ihnen die neuen Strukturen so erklären, dass sie akzeptiert werden.

Ein weiterer Aspekt ist die notwendige Veränderung der bestehenden Struktur bzw. der Umgang mit daraus entstehenden Altlasten. Denn der Einfluss des Festhaltenwollens ist enorm. Es ist viel Überzeugungsarbeit vonnöten, wenn es einen neuen Kontenrahmen zu vermitteln gilt, ein neues Modell zur Bewertung der Bestände gibt oder die Tatsache kommuniziert werden muss, dass Cashflow-Betrachtung (Analyse der vergangenen Zahlungsströme) und Liquiditätsplanung (zukunftsorientierte Planung der Zahlungsströme) nicht das Gleiche sind.

Wichtig: Zuerst die Pflicht und dann die Kür. Der „Gestalter des Rechnungswesens“ muss Nein sagen dürfen, wenn der Wunsch des Unternehmers nach einer bestimmten Auswertung bezüglich des sich aufbauenden, ineinandergreifenden Instrumentariums des Rechnungswesens noch nicht möglich ist.

Fazit

Die Entwicklung eines für dein Unternehmen geeigneten internen Rechnungswesens ist ein aufwändiger Prozess. Sie erfordert Erfahrung und Fingerspitzengefühl seitens des „Gestalters“ sowie den Mut, die Struktur für ein gesamtheitliches Rechnungswesen aufzuzeigen. Zudem ist die Bereitschaft gefragt, sich verändern zu wollen und dem „Gestalter“ das notwendige Vertrauen zu schenken. Außerdem ist es wichtig, erst einmal das Fundament des Rechnungswesens zu legen, um dann die Stockwerke, die einzelnen Instrumente des Rechnungswesens, Stück für Stück aufzusetzen – alles Weitere kommt von allein. Ob das Fundament richtig gelegt ist, zeigt sich in der Regel erst, wenn der erste Stock aufgesetzt wird.

Start-ups nehmen sich meist zu viel in zu kurzer Zeit vor oder werden von der Marktentwicklung überrannt. Wichtig ist, die grundlegenden Instrumente konsequent richtig zu gestalten. Das kostet am Anfang Zeit, macht sich aber bezahlt, wenn die folgenden Stockwerke aufgesetzt werden. „Gut Ding will Weile haben“ und „Weniger ist mehr“ sei hier geraten.

Wenn du dich dann mit den ersten Auswertungen in der Hand fragst: Warum haben wir das nicht schon immer so gemacht?, haben alle gut zusammengearbeitet. Es ist ein natür­liches Abbild der Werteflüsse des Unternehmens in Zahlen entstanden, dessen Aussagen leicht verständlich und nachvollziehbar sind. Es ist eine Entscheidungshilfe entstanden.

Der Autor Stefan Walther ist Betriebswirt und seit 20 Jahren in schnell wachsenden Unternehmen mit dem Aufbau von Rechnungswesen beschäftigt. Zudem ist er seit Jahren Tutor für Businesspläne bei BayStartUP, [email protected]

Start-up-Finanzierung – so geht’s!

Vielen Gründer*innen fehlt es nicht an guten Ideen oder an einem Konzept, sondern an dem nötigen Geld. Manches Gründungsvorhaben scheitert an der Finanzierung und zu wenig Kapital ist häufig ein Grund, warum ein Start-up vorzeitig aufgibt. Banken zeigen sich gerade bei Gründungsfinanzierungen manchmal ziemlich „sperrig“ - aber es gibt andere Mittel und Wege. Darum geht es in diesem Beitrag.

Finanzplanung - wann brauche ich wie viel Geld?

Start-ups stehen meist vor dem Problem, dass noch kaum Umsätze erzielt werden, aber schon viele Ausgaben für den Aufbau des Geschäfts anfallen. Die Finanzierung ist in dieser Phase ein besonderer Engpass und vor allem auf Mittel von außen angewiesen. Die - wenn überhaupt - schmalen Umsätze können den Finanzbedarf nicht annähernd decken.

Eine solide Finanzierung braucht eine fundierte Finanzplanung, die die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben veranschlagt. Der Plan sollte einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren umfassen und regelmäßig überprüft und angepasst werden. Nur so lässt sich feststellen, wie viel Geld für welchen Zeitraum tatsächlich benötigt wird.

Ganz ohne Eigenkapital geht es nicht

Je mehr Eigenkapital in eine Gründung eingebracht werden kann, umso besser. Eigenkapital muss weder verzinst, noch zurückgezahlt werden und kann gerade typische Verluste in der Startphase auffangen. Es erweitert außerdem die Finanzierungsspielräume, weil es die Kreditwürdigkeit verbessert. Doch woher Eigenkapital nehmen, wenn nur wenig eigenes Vermögen für die Gründung vorhanden ist? Ein Ausweg: sich (Beteiligungs-)Partner mit ins Boot holen. Dafür gibt es durchaus Möglichkeiten:

Mittelständische Beteiligungsgesellschaften: bieten in der Regel mittel- bis langfristige stille Beteiligungen bei „klassischen“ Gründungsvorhaben. Die Beteiligungsgesellschaften findet man in fast jedem Bundesland. Sie stehen in enger Verbindung mit den Bürgschaftsbanken oder den Landesförderbanken;

Wagnisfinanzierungsgesellschaften und private Investoren: spielen vor allem bei Start-up-Finanzierungen im digitalen Umfeld als Inkubatoren eine wichtige Rolle. Sie begleiten Gründungsvorhaben von frühen Phasen bis zur erfolgreichen Etablierung am Markt und stellen Beteiligungskapital auf Zeit zur Verfügung. Ziel: der spätere Ausstieg mit Gewinn;

High Tech Gründerfonds: ist eine Gemeinschaftsinitiative von Bundeswirtschaftsministerium, Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und einigen namhaften Industrieunternehmen. Der High Tech Gründerfonds beteiligt sich als Frühphaseninvestor an innovativen und technologieorientierte Gründungen mit größerem Kapitalbedarf; 

Business Angels: bieten mehr als finanzielle Beteiligung auf Zeit, sondern helfen - als eine Art „Schutzengel“ - auch mit Rat und Tat bei der Gründung. Oft verfügen Business Angels über eigene Management- und Gründungserfahrung. Es gibt in Deutschland verschiedene Business Angels-Netzwerke, sie haben sich im Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. zusammengeschlossen.

Alle diese Ansätze sind Möglichkeiten, um eine schmale Eigenkapitalbasis aufstocken, trotzdem: ganz ohne „eigenes“ Eigenkapital gelingt kaum eine Gründung. Wie viel Eigenkapital benötigt wird, hängt vom Gründungsvorhaben ab. Rein dienstleistungsbezogene Geschäftsmodelle erfordern meist weniger Kapital als wenn etwas produziert werden soll. Ein tragfähiges Konzept ist immer Voraussetzung für externe Beteiligungen.

Wenn die Bank nicht will: Förderprogramme und -kredite helfen

Öffentliche Förderprogramme sollen Existenzgründungen und Start-ups bei der Finanzierung unterstützen. Die Förderlandschaft ist bunt und vielfältig. Es gibt Programme für fast jedes Vorhaben und jeden Zweck. Die Förderung funktioniert überwiegend über günstige Kredite zu Vorzugskonditionen. Manchmal findet man auch Zuschüsse und Beteiligungsprogramme. Das maßgebliche Förderinstitut auf Bundesebene ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Daneben hat jedes Bundesland seine eigene Förderbank mit eigenen Förderprogrammen. Oft ergänzen und erweitern diese die KfW-Programme.

Die drei wichtigsten KfW-Programme für Existenzgründung sind:

  • der ERP-Gründerkredit Startgeld: bietet fünf- oder zehnjährige Darlehen bis zu 125.000 Euro;
  • das ERP-Kapital für Gründung: ermöglicht fünfzehnjährige Darlehen bis zu 500.000 Euro. Es handelt sich um Nachrangdarlehen mit Eigenkapitalcharakter;
  • der ERP-Gründerkredit Universell: bietet in unterschiedlichen Varianten Kredite mit bis zu 20 Jahren Laufzeit - überwiegend für (Sach-)Investitionen und in fast beliebiger Höhe (Obergrenzen sind aktuell 100 Mio. Euro bzw. 25 Mio. Euro).

Darüber hinaus können oft weitere Programme genutzt werden, zum Beispiel für Forschung und Entwicklung, Digitalisierung oder im Rahmen der Strukturförderung. Das hängt vom Geschäftsmodell, der geplanten Investition, dem Standort und weiteren Faktoren ab. Öffentliche Förderkredite werden fast ausschließlich über die Kreditinstitute vor Ort vergeben. Diese prüfen das Vorhaben und auch die Kreditwürdigkeit. Da die Förderinstitute das Kreditrisiko oft ganz oder teilweise übernehmen und auch bei Sicherheiten großzügiger sind, ist der Kreditzugang wesentlich einfacher als beim normalen Bankkredit. Ein tragfähiges Konzept inkl. Business Plan ist allerdings auch hier ein Muss!

Tipp der Redaktion: Unser-Fördermittel-Check mit Sofortauswertung

Die einzigartige Fördersuchmaschine von Gründerberater.de ermittelt die passenden Fördermittel maßgeschneidert für den Vorhaben. Die Auswertung basiert auf Ihrem Gründerprofil und wird perfekt auf Ihre individuelle Gründungssituation abgestimmt. Dazu analysieren wir u.a. deine Ausgangslage, Branche sowie den Zeitpunkt deiner Gründung. Du erhältst sofort deine Auswertung.

Optimierung von Kapitalkosten im Mittelstand: Strategische und nachhaltige Lösungen

Auch wer die unmittelbare Gründungszone verlassen hat, wird noch weiterhin investieren müssen, damit sein Unternehmen wächst. Doch wie lassen sich die dadurch entstehenden Kapitalkosten managen?

Investitionen sind etwas, das zu einem Unternehmen ungeachtet seines Betätigungsfeldes so sehr im Grundsatz dazugehört wie das Tagesgeschäft. Denn Investitionen sorgen nicht nur für Wachstum, sondern auch eine Effizienzmaximierung – langfristig weniger Geld dadurch ausgeben, dass kurzfristig mehr ausgegeben wird. Das gilt in der jetzigen Lage ebenso wie in vollkommen „normalen“ Zeiten.

Gerade bei KMU hat diese Maxime besonderes Gewicht, sehen diese sich doch häufig von besonders vielen Konkurrent*innen umringt und speziell im inländischen sowie grenzüberschreitenden Online-Handel auch der ständigen Gefahr ausgesetzt, Boden gegenüber den Branchengrößen und anderen Big Playern zu verlieren.

Just dies ist aber ein Problem. Denn Investitionen gibt es nicht zum Nulltarif. Jede sorgt dafür, dass Kapitalkosten entstehen. Auch das Daily Business lässt ebenfalls diese Kosten wachsen. Diese so zu managen, dass sie nicht zum Stolperstrick werden, sondern nachhaltig gehandhabt werden können, ist eine hohe Kunst – die alle Firmeninhaber*innen beherrschen sollten und die sie dank einiger Tricks auch beherrschen können.

1. Den gewaltigen Unterschied kennen und jederzeit anerkennen

Was sind Kapitalkosten? Der lexikalischen Definition nach sind es alle Kosten, die dadurch entstehen, dass eine Firma in etwas investiert. Doch so einfach sich dies anhört, so sehr gibt es doch in der Praxis einen gewaltigen Unterschied, denn Kapitalkosten teilen sich auf:

  • Eigenkapitalkosten und
  • Fremdkapitalkosten

Hier kommt nun der Unterschied: Eigenkapitalkosten sind – de facto – nur dem Namen nach „echte“ Kosten. Tatsächlich sind es nur interne Kosten. Sie werden so errechnet, als hätte das dafür aufgewendete Eigenkapital bei einer anderen Verwendung als der Investition einen bestimmten Zins und somit Gewinn erbracht.

Alternativ sind Eigenkapitalkosten die Höhe einer Rendite, welche die Geber*innen von Eigenkapital als Rückfluss erwarten. Das heißt, diese Summen kommen Personen zugute, die unmittelbar am Unternehmen beteiligt sind.

Fremdkapitalkosten sind hingegen die „wahren“ Kapitalkosten. Denn dabei handelt es sich um Geld, welches tatsächlich unausweichlich aus dem Unternehmen abfließt. Das vielleicht beste Beispiel dafür sind Zinsen, die einem Kreditinstitut gezahlt werden müssen.

Den Unterschied zwischen beiden Kosten zu kennen und diese auch mit den richtigen Formeln berechnen zu können, ist essenziell wichtig. Denn nur mit diesem Wissen kann ein wirklich strategischer Lösungsansatz verfolgt werden. Davon leitet sich auch der nächste Tipp ab:

2. Keinesfalls Personalkosten senken

Personalkosten sind für viele Unternehmen einer der größten Einzelpunkte auf ihrer Ausgabenliste. Sie beständig zu optimieren, erscheint deshalb vordergründig als sinnvolle Methode, um die Kosteneffizienz zu verbessern. Allerdings ist dies, wie gesagt, nur eine vordergründig tragfähige Möglichkeit.

Tatsächlich jedoch sorgt das unzweckmäßige Drücken der Personalkosten durch geringe Löhne und/oder eine dünne Personaldecke praktisch immer dafür, dass mehr Schaden als Nutzen entsteht. Geld ist für viele Angestellte zwar nicht alles, aber ein wesentlicher Motivator. Nur wer anständige Löhne zahlt, kann auf eine Personaldecke aus Top-Leuten hoffen – gerade in der heutigen Zeit ständiger Personalsorgen in vielen Unternehmen.

3. Überbestände weitmöglich minimieren

Es ist eine simple Gleichung: Jede Sekunde, die eine Ware in einem Unternehmen liegt, sorgt dafür, dass sich die Kapitalkosten erhöhen. Denn durch diese Lagerung werden Mittel festgelegt und somit die Gewinnspanne reduziert.

Hier sollte das Ziel deshalb lauten, ständig bestrebt zu sein, diese Überbestände auf einem absoluten Minimum zu halten. Dies geht nicht zuletzt durch den Einsatz wirkungsvoller Prognosemodelle für den Absatz – mitunter auf KI basierend. So kann ein System aufgebaut werden, welches eng mit der Just-in-time Produktion verwandt ist: Im Idealfall wird eine Ware angeliefert und sofort nach der Einbuchung verkauft.

Ergänzend kann es hierzu auch von Vorteil sein, die Angebotsstruktur einer beständigen Evaluierung zu unterziehen. Dadurch werden Low-Performance-Produkte konsequent aufgedeckt und können so aus dem Portfolio entfernt werden.

4. Fremdkapital dem Zinsniveau anpassen

Agentur als Start-up-Investor

Start-ups brauchen nicht nur Geld, sie brauchen ebenso fachliche Expertise, häufig bei der Entwicklung des Designs. Warum nicht beides kombinieren? Die Lösung: Agenturen, die sich an den Start-ups beteiligen, für die sie arbeiten.

27,7 Milliarden Dollar. Eine hübsche Stange Geld, mit der sich Stewart Butterfield ein paar bescheidene Wünsche erfüllen könnte. Der Gründer von Slack hatte sein Unternehmen im vergangenen Jahr an Salesforce verkauft – für eben jene astronomische Summe. Wirtschaftsexperten waren begeistert über den Deal, und auch Butterfield wird sich gefreut haben. Weniger angetan, nein, ziemlich sauer, war dagegen Andrew Wilkinson. Der Gründer von Metalab, einer kanadischen Designagentur, hatte einst die Nutzeroberfläche für Slack designt und damit den raketenhaften Aufstieg des Instant-Messaging-Dienstes erst möglich gemacht. Für seine Arbeit hatte Metalab damals schlappe 60.000 Dollar bekommen.

Cash is (not always) king

Hätte er mal lieber auf Stewart Butterfield gehört. Der hatte ihm nämlich Aktienanteile statt einer Bezahlung angeboten. Doch die Anteile waren damals wenig wert, niemand konnte vorhersehen, dass Slack einmal so durch die Decke gehen würde. Wilkinson bestand darum auf einem regulären Honorar. „Cash is king“, schrieb Wilkinson in seinem Tweet. Neun von zehn Kapitalbeteiligungen an Start-ups entpuppten sich später als Toilettenpapier und damit könne man nicht die Gehälter der Mitarbeiter bezahlen. Rückblickend war die Entscheidung von Wilkinson zwar ärgerlich, aber dennoch alternativlos, oder?

Nein, es hätte eine Alternative gegeben. Doch dazu muss man neu denken, wie Agenturen und Kunden zusammenarbeiten. Beim klassischen Modell schätzt die Agentur ihren voraussichtlichen Aufwand und der Kunde bezahlt diesen Aufwand nach Tagessätzen, die je nach Expertise des Mitarbeiters zwischen 1000 und 2000 Euro betragen. Bei großen Projekten sind mehrere Leute beschäftigt, die man gut auslasten aber auch nicht überlasten darf. Für den Kunden kommt da eine erhebliche Summe zusammen, weshalb viele Kunden versuchen, den Preis zu drücken, vor allem Start-ups, die nicht in Geld schwimmen. Aber wird das Honorar weniger, muss man an den Arbeitsstunden knapsen und weniger Leistung liefern.

Agentur gibt Venture-Capital

Ich behaupte: Dieses klassische Agenturmodell ist kaputt. Und das ist mein Vorschlag: Die Agentur beteiligt sich an dem Unternehmen des Kunden, die Agentur wird vom Dienstleister zum Partner. Frog Design, das wie Metalab negative Erfahrungen gemacht hat, geht diesen Weg bereits. Die Kalifornier haben für ein überschaubares Honorar das Design für das VR-Headset von Oculus entworfen, nur um mit ansehen zu müssen, wie Oculus neun Monate später für zwei Milliarden Dollar verkauft wurde. Heute investiert das Unternehmen mit seinem Inkubator FrogVentures in vielversprechende Start-ups und kooperiert mit einer Venture-Capital-Firma.

Goodpatch geht nun einen ähnlichen Weg. Mit Mitteln aus unserem Börsengang von 2020 haben wir den Goodpatch Design Fund aufgelegt. Damit beteiligen wir uns in einer frühen Seed-Phase mit 100.000 bis 300.000 Euro an einem Start-up, was typischerweise drei bis fünf Prozent der Anteile ausmacht. Dabei fließt tatsächlich Geld, aber es ist „schlaues Geld“, wie wir es nennen. Das Start-up beauftragt uns damit zu marktüblichen Konditionen mit dem Erstellen des Designs. So genanntes „Sweat Capital“ lehnen wir ab, also das Abarbeiten von Unternehmensanteilen. Denn auch Goodpatch muss seine Rechnungen bezahlen. Idealerweise ist unser Auftragsvolumen etwa doppelt so hoch wie das Kapital, das wir ins Unternehmen stecken. Selbst wenn das Start-up Pleite geht, wäre nur die Hälfte unserer Arbeitsleistung verloren, immerhin können wir so die Unkosten größtenteils decken.

Davon profitiert auch das Start-up. Entscheidend ist nicht nur das Geld, sondern auch dass die Gründer einen Partner bekommen, der sich langfristig engagiert. Die Zusammenarbeit als Partner ist viel enger als mit einem Dienstleister. Das funktioniert allerdings nur mit Gründern, denen bewusst ist, dass Design geschäftskritisch ist. Das trifft auf immer mehr Start-ups zu. Die Gründer hoffen außerdem darauf, dass sie gemeinsam mit uns in späteren Finanzierungsrunden leichter Kapitalgeber finden.

Kleine Agenturen als Verlierer?

Über den Goodpatch Design Fund spricht man bereits in der Start-up-Szene, es gibt schon Gründer, die sich bei uns bewerben. Wir schauen uns genau an, wie sie ticken und ob das vom Menschlichen zu uns passt, auch das Exit-Szenario besprechen wir vorher. Seit einigen Monaten stehen wir in Europa in Verhandlungen mit den ersten Kandidaten. Global sind wir schon weiter. In Japan hat der Goodpatch Design Fund gerade in 400F investiert, das Investmentberatung für Privatinvestoren mittels Chatbot und KI anbietet. In den letzten drei Jahren hat sich der Fund außerdem beteiligt am Gesundheits-Start-up FiNC, an der Performance Marketing Company WED des 19-jährigen Shootingstars Soto Yamauchi sowie an Bitkey, das elektronische Türschlösser verkauft.

Nun müssen wir abwarten, ob sich dieses neue Agenturmodell so bewährt, wie wir es uns wünschen. Allerdings ist schon deutlich, dass sich unsere Branche zunehmend mit neuen Venture-Modellen befasst, und ich gehe davon aus, dass das die Zukunft ist. Für kleinere Designagenturen, die sich mangels Geldes nicht an Start-ups beteiligen können, dürfte es immer schwieriger werden, sich im Wettbewerb zu behaupten und von den Honoraren auskömmlich zu leben. Sie werden sich also weiter spezialisieren müssen, um neben den großen Designagenturen zu bestehen, die gleichzeitig Software entwickeln und Venture Capital vergeben. Vermutlich werden etliche Kleine in den nächsten Jahren von den Großen übernommen.

Der Autor Boris Jitsukata ist Vorstand des börsennotierten Designunternehmens Goodpatch und Geschäftsführer der deutschen Tochtergesellschaft mit Büros in Berlin und München.

Mission Best-Price: Ihre Lizenz zum Abschluss

Preisverhandlungen beginnen beim ersten Kontakt mit Ihrem potenziellen Kunden - wie Sie Ihre Preisvorstellungen mit der richtigen Strategie zum Abschluss bringen.

Preisverhandlungen beginnen mit dem ersten Kontakt zu Ihrem Geschäftspartner. Welchen Eindruck erweckt Ihr Internet-Auftritt, welche Wertigkeit geht von Ihren Produkten und Dienstleistun gen aus, wie wird Ihr Kunde angesprochen und behandelt, wenn er das erste Mal Kontakt zu Ihrem Unternehmen hat? Die ersten Informationen sind immer die prägendsten. Häufig entscheidet sich schon hier, ob der Kunde am Ende der Verhandlungen Ihren Preis als stimmig erachtet – oder nicht. Auch die anderen Phasen in Preisverhandlungsgesprächen haben einen Einfluss: das persönliche Kennenlernen ebenso wie die Analyse des Kundenbedarfs, die Präsentation Ihrer Produkte oder Dienstleistungen genauso wie die Art und Weise, wie Sie mit Fragen, Einwänden und Wettbewerbsvergleichen umgehen. Sie haben immer die Chance, Ihren Gesprächspartner gut, wertschätzend und respektvoll zu behandeln – oder durch Nachlässigkeiten und Versäumnisse Beziehungspunkte zu verschenken. Die allerwenigsten Kunden und Gesprächspartner machen Sie jedoch darauf aufmerksam. Vergessen tut es allerdings auch niemand. Abgerechnet wird, wenn es um den Preis geht – ganz am Ende. Dort bekommen Sie die Quittung für alles, was vorher gelaufen ist.

Nicht um den heißen Brei herumreden

Deswegen beginnen Preisverhandlungen in dem Moment, in dem Ihr Gegenüber auf Sie aufmerksam wird. Anstatt das Thema Preis zu vermeiden und wie ein Kater um den heißen Brei herumzuschleichen, empfehlen wir Ihnen, sich möglichst früh nach dem Budget Ihres Gesprächspartners zu erkundigen – und gegebenenfalls eine Frage nachzuschieben wie: Sagen Sie, wenn ich jetzt etwas habe, dass Ihren Vorstellungen genau entspricht, aber über Ihrem Budget liegt – soll ich Ihnen das dann zeigen oder nicht?

Sicherheit durch Testabschluss-Fragen

Im weiteren Verlauf des Gesprächs sind Sie gut beraten, immer wieder nachzufragen, ob Sie mit Ihrem Angebot und Ihren Ideen auf dem richtigen Weg sind, ob es das ist, was Ihr Kunde braucht. Man spricht bei solchen Fragen von Test-Abschlussfragen. Sie sollen verhindern, dass Sie sich stundenlang Mühe geben, ein Geschäft zum Abschluss zu bringen, der Kunde dann aber ganz am Ende sagt: Nein, das ist doch nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Oder mit einem kurzen: „Vielen Dank, aber das ist mir zu teuer“ – seine schnelle Verabschiedung einleitet. Probieren Sie sie es doch einmal aus. Auch wenn Sie anspruchsvollen Einwänden begegnen, können Sie vor der Argumentationsarbeit durchaus einmal nachfragen: „Sagen Sie, wenn wir diesen Einwand ausräumen, sind Ihre Zweifel dann beseitigt?"

Rabatte sind schnell verschenkter Profit

Erstaunlicherweise ist es vielen Verkäufern nicht klar, wie stark sich Preisnachlässe auf den Gewinn ihres Unternehmens auswirken. Wenn ich als Kunde im Fachhandel einen Fernseher für 1000 Euro im Visier habe und dazu einen zehnprozentigen Nachlass fordere, denke ich: Zehn Prozent, das sind gerade mal hundert Euro, da bleiben für die andere Seite immer noch 900 übrig, das ist doch auch eine hübsche Summe, zumal ja alles in großen Stückzahlen industriell gefertigt wird. Für den Fachhandel hingegen sieht die Situation vollkommen anders aus: Weil seine Anschaffungs-, Raum-, Personal- und alle weiteren Kosten gleichbleiben, gehen diese hundert Euro direkt von seinem Gewinn ab. Nehmen wir einmal an, er würde an dem Fernseher, den er für tausend Euro verkauft, 150 Euro verdienen. Dann würden die hundert Euro Preisnachlass seinen Bruttogewinn um zwei Drittel reduzieren und einen erheblichen Mehrumsatz erfordern, um das wieder reinzuholen. Diese einfachen Zusammenhänge sollten sich Verkäufer immer wieder vor Augen halten. Wenn Unternehmen hingegen dauerhaft hohe Rabatte geben, sollte klar sein, dass diese in der Preiskalkulation berücksichtigt sein müssen. Der Preis ist also von vornherein so berechnet, dass auch nach der Rabattierung noch ein ausreichender Deckungsbeitrag übrig bleibt. Bei vielen Geiz-ist-geil-Aktionen wird den Kunden da kiloweise Sand in die Augen gestreut.

Das ist zu teuer!

„Das ist zu teuer!“ ist ein beliebter Einstiegssatz in Preisverhandlungen. Aus Käufersicht ist so ein Statement ja auch absolut okay. Warum also sollte man nicht versuchen, den Spielraum der anderen Seite auszuloten? Einkäufer würden ihrer Funktion nicht gerecht, wenn sie das nicht zumindest versuchen würden. Überraschend für uns ist, dass bei Befragungen „off the records“ auch viele Verkäufer der Meinung sind, dass ihre Produkte oder Dienstleistungen zu teuer sind. Wie aber bitte will jemand einen Preis verteidigen, hinter dem er nicht wirklich steht.

Innere Preissolidarität
Ihre Preise können Sie nur durch eine hohe innere Preissolidarität durchsetzen. Das bedeutet, dass Sie selbst voll und ganz von der Angemessenheit des Preises überzeugt sein müssen. Es gibt keinen Zweifel in Ihnen, dass der Preis gerechtfertigt ist. Wenn Sie selbst diese Zweifel haben, spürt Ihr Kunde das. Spürt er Ihre Unsicherheit, wecken Sie seinen Jagdinstinkt. Und besonders bei Einkäufern ist dieser siebte Sinn sehr ausgeprägt. Jetzt wollen sie etwas aus Ihnen rausholen. Spürbar ist auch das Gegenteil: Ihre Überzeugung, dass Ihre Leistung und Sie den Preis wert sind, den Sie verlangen. Im Preis drückt sich die Anerkennung des Kunden für Sie und für Ihre Leistung aus. Diese Überzeugung kann man als innere Preissolidarität bezeichnen.

Die wichtigsten Mehrwertfelder in Preisgesprächen
Statt im Preis nachzugeben, sollten Sie darüber nachdenken, wo Sie Ihren Kunden Mehrwert bieten. Und eben auch: Wo und wie bieten Sie ihm mehr Wert als andere? Auf drei Mehr wertfelder wollen wir genauer eingehen: Sie selbst, Ihr Produkt, und Ihre Beziehung zum Kunden.

Mehrwert: Sie!
Sie sind derjenige, bei dem der Kunde kauft. Deswegen sollten Sie derjenige sein, der sein Gegenüber versteht, der weiß, wie es in der Firma, dem Markt und dem ganzen Umfeld aussieht. Der die persönliche Situation des Kunden kennt und ihn dabei unterstützt, seine Ziele zu erreichen und erfolgreich zu sein. Was wissen Sie von Ihren Kunden?

Mehrwert: Ihr Produkt – Ihre Dienstleistung
Wo schafft Ihr Produkt Werte für den Kunden? Wo schafft Ihr Produkt mehr Werte für den Kunden, als die Produkte Ihrer Mitbewerber? Welche Facetten Ihres Produkts sind für den Kunden am wichtigsten – und wie bringen Sie den Kunden dahin, diese Vorteile möglichst schnell zu nutzen? So hat es wenig Sinn, einem Einkäufer zu berichten, dass der neue Filter um 19 Prozent im Umfang reduziert wurde. Überzeugender wäre das Argument eines einfacheren Einbaus oder dass es mehr Platz für eine größere Klimaanlage gibt, die die Temperaturregelung im Wageninneren verbessert. So „verpackt“ erkennt der Kunde seinen zusätzlichen Nutzen sofort.

Mehrwert: Kundenbeziehung
Wir können keine Sachinhalte vermitteln, ohne gleichzeitig unser Gegenüber in irgendeiner Weise zu behandeln. Sie können noch so kompetent sein, wenn Ihr Gesprächspartner Sie nicht mag, haben Sie kaum eine Chance. Wenn aber der Kontakt zwischen Ihnen stimmig ist, verläuft das Preisge- spräch fairer und sicherlich nicht so hart. Als Verkäufer sollten Sie daher echtes Interesse an der Person des Kunden zeigen. Behandeln Sie jeden Kunden als Persönlichkeit und unterlassen Sie beispielsweise Sätze wie „Unsere Kunden sind davon überzeugt, dass …“ Damit rauben Sie Ihrem Gesprächspartner sein individuelles Auftreten und machen ihn zu einem beliebigen Kunden unter vielen. Tolerieren Sie die Ecken und Kanten in den Verhaltensweisen Ihres Kunden, lassen Sie den Kunden, wie er ist, er wird es Ihnen danken. Suchen Sie nach Gemeinsamkeiten; dies ist nicht nur inhaltlich gemeint. Denn wenn Sie Ihre Köpersprache (Händedruck, Sitzhaltung etc.) oder Sprechgeschwindigkeit ein wenig nach dem Gesprächspartner ausrichten, so erhöhen sich in der Regel – meist unbewusst – die Sympathiewerte. Ihr Auftreten und Ihre Sprache sollten von Wertschätzung geprägt sein. Jeder von uns braucht Anerkennung. Bleibt die gefühlte Anerkennung beim Kunden aus, so wird er sich auf der Beziehungsebene von Ihnen tendenziell zurückziehen, was unmittelbare Auswirkungen auf die Preisverhandlung haben wird. Stimmt die Beziehungsebene, können Sie auch schwierige Preisverhandlungen kooperativ angehen.

Das ist zu teuer! – Warum?
Eine der effizientesten Entgegnungen auf den Klassiker „Das ist zu teurer!“ ist die Frage: Warum? Wieso? Und das aus vielen Gründen: Zunächst wissen Sie nicht, was dahinter steckt. Was genau ist dem Kunden zu teuer? Das ganze Paket, einzelne Teile daraus, die Garantie oder der Service? Verglichen womit ist es ihm zu teuer? Ist es ihm zu teuer – oder seiner Organisation, seinem Vorgesetzten? Ist es ihm absolut zu teuer oder relativ? Liegt es am Preis oder an seinen aktuellen pekuniären Mitteln? All das wissen Sie nicht. Deswegen ist die Frage nach dem Warum bzw. aus welchen Gründen der erste richtige Schritt. Zudem gewinnen Sie damit Zeit. Viele Kunden sind überrascht, wenn Sie um die Begründung ihres Einwands gebeten werden. Vor allem vermeiden Sie das Risiko, sich in einem Lamento über Qualität und Ausstattungen zu verlieren. Die Frage nach dem Warum hingegen zeigt, dass Sie sehr interessiert sind, was genau der Kunde im Hinterkopf hat.

Umsatz- und Gewinnplanung

Beim Einschätzen der zum gesunden Wirtschaften benötigten Gewinne fehlt Gründern oft das Wissen bzw. die Erfahrung. Wie Sie Ihre Gewinnmargen von Anfang an realistisch und strategisch geschickt planen und somit besser erreichen.

Zahlen und Daumenregeln lassen oft vergessen, dass jede Statistik zwar ihren Fokus hat und dennoch immer vereinfachen muss. So unterschlägt ein rein ökonomischer Blick, dass Gründen per se ein Stück neu gelebter Selbstverantwortung ist, ja, dass jeder Gründer in seine Umgebung ein Stück Leidenschaft hinein trägt, die aufrührt und inspiriert. Das muss hier vorangeschickt werden. Dennoch – jetzt geht es um ein Abschätzen von Umsatz- und Gewinnaussichten in Verfolg eines Businessplans: Grundregel eins für Gründer heißt: Konzentration auf die Kernaufgaben. Grundregel zwei: Maßnahmen entwickeln, die die erzielbaren Renditen möglich erscheinen lassen. Gerade bei der Abschätzung von Renditepotenzialen fehlt Gründern oft das richtige Handwerkszeug.

Umsatz-Prognose ohne Hexerei

Mit welchem Umsatz können Sie im ersten Geschäftsjahr rechnen? Diese – meist entscheidende – Frage können Sie mit Hilfe unserer Hinweise nun auch ohne Wahrsagerin beantworten …

Investitionen und Kosten zu planen ist einfach, denn Sie können Preise vergleichen und Angebote einholen. Auch was bei Ihrer Selbständigkeit unter dem Strich übrig bleiben sollte, ist relativ klar: Sie werden sich dabei zumeist an Ihrem letzten Bruttogehalt orientieren.

Doch werden Sie auch die nötigen Umsätze erzielen, damit sich die Selbständigkeit nach einer Übergangszeit von sechs bis zwölf Monaten alleine trägt?

Zeit, Menge, Umsatz

Zunächst müssen Sie sich über Ihr Geschäftsmodell klar werden. Womit verdienen Sie eigentlich Ihr Geld? Die meisten Dienstleister verkaufen ihre Arbeitszeit. Ihr Umsatz berechnet sich als Produkt „Stunden x Stundensatz“ oder „Tage x Tagessatz“. Das Ziel besteht darin, eine möglichst hohe zeitliche Auslastung zu erreichen, also einen möglichst hohen Anteil der Arbeitszeit auch tatsächlich in Rechnung zu stellen. Auch wenn Sie für ein Projekt einen Festpreis anbieten, wird sich Ihre Kalkulation letztlich am geschätzten Zeitbedarf orientieren.

Wenn Sie dagegen pro Stück bezahlt werden, lautet Ihr Umsatzmodell „Menge x Preis“. In der Gastronomie spricht man zum Beispiel von „Anzahl Bons x Durchschnittsbon“. Das Ziel ist hier entweder viele Bons, sprich Kunden, oder möglichst hohe Bons, also zum Beispiel teure Geschäftsessen.

Wenn Sie als Immobilienmakler eine Vermittlungsprovision erzielen oder als eBay-Händler eine Gewinnspanne in den Preis einkalkulieren, so lautet Ihr Geschäftsmodell „Umsatz x Umsatzanteil“.

Meist lässt sich das Umsatzmodell auf eine einfache Multiplikation dieser Art reduzieren. Belassen Sie es nicht beim Nachvollziehen der grundsätzlichen Logik, sondern fangen Sie an, Geschäftsmodelle von Wettbewerbern und Vorbildern konkret durchzurechnen. Beispiel: Ein Schnell-Imbiss, der sich auf Mittagsgäste aus einem nahe liegenden Großunternehmen spezialisiert, macht sein Hauptgeschäft werktags in der Zeit von 11.30 Uhr bis 15.00 Uhr.

Wenn Sie die Anzahl der verkauften Mittagsgerichte und Getränke mitzählen, können Sie daraus eine recht genaue Umsatzschätzung ableiten. Sie werden sicherlich die Anzahl der Sitzplätze zählen und überlegen, wie sich mehr oder weniger Sitzplätze auf den Umsatz auswirken. An Ihrem Standort sind mehrere Unternehmen mit doppelt so vielen Angestellten? Im Mai gibt es viele Brückentage? Im August macht eines der Unternehmen Betriebsferien? Alle diese Faktoren werden natürlich Einfluss auf Ihre Umsatzplanung haben.