Mangelware Payroll-Profis – Outsourcing als clevere Alternative


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Gehalts- und Lohnabrechnungen werden durch verschiedene Gesetzgebungen und Richtlinien immer komplizierter. Einen Payroll-Profi in der Personalabteilung zu haben, ist wichtig, jedoch ist fähiges Personal mit dieser Fachrichtung eine Mangelware.

HR Outsourcing ist eine elementare Lösung

Innerhalb der Personalabrechnung gibt es diverse überholte Prozesse, welche aber dennoch von den Unternehmen geführt werden. Dadurch kommt es aber zu einem größeren finanziellen und personellen Aufwand, welcher sich theoretisch erspart werden kann.

Die Prozesse müssen sowohl vereinfacht als auch stellenweise automatisiert werden und bei bestehenden Strukturen ist dies keine unkomplizierte Aufgabe. Selbst Experten tun sich damit nicht einfach. Die ideale Lösung nennt sich Payroll Outsourcing.

Im Outsourcing entsteht die Prozessoptimierung, welche mit dem Dienstleister auch vertraglich vereinbart wird. Die internen Prozesse werden den individuellen Anforderungen des Unternehmens angepasst.

Weitere Vorteile ergeben sich als Nebeneffekt, denn im Krankheitsfall ist dies das Risiko des Dienstleisters und dieser hat für gewöhnlich reichlich Personalreserven. Ein Unternehmen hat dies für gewöhnlich nicht, denn Payroll-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt Mangelware.

Zudem kann ein Geschäftsführer oder der Personalverantwortliche kaum die Kompetenz eines Mitarbeiters in Hinsicht auf die Personalabrechnung prüfen. Ein Dienstleister kann dies aber aufgrund seiner Erfahrungen tun, weshalb von einer deutlich höheren fachlichen Qualität ausgegangen werden kann.

Warum ist strategische Personalarbeit so bedeutend?

Es findet global ein sowohl demografischer als auch ein gesellschaftlicher Wandel statt, dessen Strukturierung aber nur die wenigsten Unternehmen vollziehen können. Es herrscht ein Mangel an Fachkräften, welcher auch durch die Zuwanderung von ausländischen Fachkräften nicht auf Dauer gedeckt werden kann. Zudem altert die Belegschaft schneller, als Nachwuchs ausgebildet werden wird.

Eine Führungskraft im Personalwesen muss daher folgende Bereiche umsetzen:

  • Unternehmenskultur fördern
  • Mitarbeiter an das Unternehmen binden (Employer Branding)
  • Für Work-Life-Balance beim Personal sorgen
  • Neue Mitarbeiter durch gezielte Kampagnen finden
  • Demografische Entwicklung kontrollieren bzw. steuern
  • Lukrative Vergütungsmodelle etablieren (Shares, Provision, …)
  • Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter fördern

In den deutschen Unternehmen ist insbesondere das Thema Mitarbeiterbindung gefragt, denn dies ist einfacher als die Mitarbeitergewinnung – in der Theorie. In der Praxis scheitern viele Unternehmen daran. Aus einer Umfrage geht hervor, dass 96 Prozent der Befragten überzeugt sind von diesem Konzept, aber nur 69 Prozent kamen bereits in die Umsetzung.

Die Umsetzung geschieht bei vielen Unternehmen insbesondere durch einen Auftritt in Social Media und durch diverse Aktionen, wodurch die Belegschaft „stolz“ ist für das Unternehmen zu arbeiten. Weil das großen Unternehmen oder Konzernen einfacher fällt, haben diese hier einen Vorteil.

Zudem ergeben sich diverse Probleme bei den Unternehmen, denn auch eine ausgewogene Work-Life-Balance ist für die meisten Bewerber von entschiedener Bedeutung. Dies ist ein Bereich, womit sich die meisten Unternehmen schwertun.

Fazit

Das HR Payroll Outsourcing ist eine Strategie, um dem Fachkräftemangel zumindest im Personalwesen zu bewältigen. Dieser Lösungsweg hat auch den Vorteil, dass Agenturen oder Dienstleister in diesen Bereichen als zuverlässig gelten – insbesondere auch wegen deren eigenen Personalreserven.

Zudem bleibt das Unternehmen vor Bußgeldern geschützt, denn die Dienstleister sind besser informiert bezüglich neuer Gesetzgebungen und werden diese automatisch berücksichtigen. Wenn die Lösung über Inhouse geschieht, dann muss das Personal regelmäßig auf Weiterbildungen geschickt werden.

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Der Arbeitsmarkt nach Corona – eine Chance für Start-ups?

Wie sich Start-ups jetzt aufstellen müssen, um Talente zu halten und die aktuelle Situation positiv für die Personalgewinnung zu nutzen.

Die COVID-19-Pandemie hat weltweit die Arbeitsmärkte gehörig durcheinander gebracht. Kurzarbeit und Stellenstreichungen erfassten weite Teile der Wirtschaft. Nach einer tiefen Talfahrt zieht die Wirtschaft erneut an und allerorts wird wieder kräftig eingestellt, der Kampf um die besten Talente geht in eine neue Phase. Umso wichtiger zu wissen, wie sich Start-ups in den nächsten Monaten aufstellen müssen, um Talente zu halten und die Situation positiv für die Personalgewinnung nutzen.

Drohende Kündigungswelle

Drastische Veränderungen, wie sie die COVID-19-Pandemie mit sich gebracht hat, machen viele Menschen nachdenklich. Eine Studie zeigt, dass sich Arbeitnehmende intensiv mit ihrer bisherigen Arbeitssituation beschäftigt haben und nun Veränderungen anstreben. Fast die Hälfte der befragten deutschen Arbeitnehmenden denken über einen Jobwechsel innerhalb der nächsten 6 bis 12 Monate oder nachdem die wirtschaftliche Lage sich erholt hat nach. Die Ergebnisse des jährlich erscheinenden Gallup Engagement Index Deutschland kommen zu einem ähnlichen Ergebnis: rund 44 Millionen Beschäftigte wollen ihre(n) derzeitige(n) Arbeitgeber*in verlassen. Die Wechselbereitschaft ist so hoch wie nie zuvor.

Unternehmen planen auch die Rückkehr ihrer Mitrbeitenden ins Büro. Doch eine mögliche nächste Welle stellt diese Pläne bereits in Frage, bevor sie überhaupt voständig umgesetzt werden. Es gilt: Viele Unternehmen werden sich neu erfinden müssen. Homeoffice – das war vor der Pandemie noch eine Seltenheit in deutschen Unternehmen. Dann kam der Lockdown. Was jahrzehntelang unmöglich schien, wurde in nur wenigen Tagen zur Realität. Ein großer Teil der Mitarbeitenden wollen bei einer Normalisierung der Lage die (neu-)gewonnenen Freiheiten nicht mehr missen wollen. Dies zeigt sich beispielsweise bei Apple.

Laut einem Bericht von “The Verge” wehrten sich Mitarbeitende gegen die pauschale Rückbeorderung ins Büro. Die aktuelle „Work Trend Index“ Studie von Microsoft stellt bei einer Befragung mit über 31.000 Personen aus 21 Ländern fest, dass 70 Prozent der Arbeitnehmenden sich weiterhin flexible Arbeitsmöglichkeiten wünschen. Unternehmen ohne ein Konzept zur hybriden und flexiblen Arbeit werden es zukünftig schwer haben, ihren Betrieb aufrechtzuerhalten und neue Mitarbeitende zu gewinnen. Ich gehe davon aus, dass Arbeitnehmende sich bei vergleichbaren Jobangeboten für den Arbeitgeber entscheiden, der ihnen flexible Arbeitsmodelle wie zum Beispiel Vertrauensarbeitszeit und Homeoffice anbietet. Ein Großteil wird sogar ein Jobangebot ausschlagen oder den Job kündigen, wenn flexibles Arbeiten nicht möglich ist.

Die Corona-Krise – eine Chance für Start-ups

Die Corona-Krise ist auch an der Start-up-Szene nicht spurlos vorübergegangen. Für die Zukunft ist die Branche aber trotz anhaltender Krise optimistisch. Ungeachtet der Pandemie stellten Start-ups 2020 mehr Arbeitsplätze als noch im Vorjahr. Dieser Trend soll nach einer Befragung des Bundesverband Deutsche Startups e.V. auch trotz der COVID-19-Pandemie weiter anhalten. 90 Prozent der Start-ups gaben an, weitere Neueinstellungen zu planen. Meine Prognose lautet von daher, dass vor allem Start-ups vom Wunsch nach flexiblen Arbeitsmodellen profitieren werden. Was die Umstände angeht, so konnten die meisten Start-ups die Veränderungen, die COVID mit sich brachte, relativ leicht meistern. Insbesondere im Punkt Flexibilität und Agilität sind Start-ups mittelständischen Arbeitgeber*innen oft weitaus überlegen.

Remote Work – Ein Beinahe-Standard in Start-ups

Die Unternehmenskultur und Arbeitsweise von Start-ups unterscheiden sich in der Regel erheblich von denen in etablierten Unternehmen. Start-ups haben in der seit Jahren zunehmend internationaler und vernetzter werdenden Wirtschaftswelt einen klaren Heimvorteil. Mit dem Wegfallen der Ortsabhängigkeit kann dieser Trend auch als Chance wahrgenommen werden. Denn nie war es einfacher, neue Mitarbeitende aus dem Ausland in bestehende Teams zu integrieren. Recruiter*innen haben damit die Möglichkeit, ihre Zielgruppe auszuweiten und auf einen größeren Talentpool zurückzugreifen. Für Arbeitssuchende war der Standort früher ein zentrales Kriterium bei der Jobauswahl. Wenn sich diese Einschränkung abschwächt, wird der Fokus noch stärker darauf liegen, ob Kompetenzen der Arbeitssuchenden und Anforderungen des Jobs wirklich passen. Die Pandemie hat uns deutlich gemacht, dass es wichtig ist, sich nicht länger an veraltete Denkmuster zu klammern. Vielfalt in der Arbeitswelt wird sich in Zukunft durchsetzen.

Kollaboration stärken

Auch wenn die zwischenmenschliche Komponente im digitalen Raum nicht gut abgebildet werden kann, kann die Bindung durch Kollaborationstools und den “Coffee talks”, die inzwischen sicher einige einsetzen, zumindest etwas gestärkt werden. In unseren regelmäßigen Meetings steht zu Beginn ein kurzer Check-in, um auch persönliche Themen einfließen zu lassen, was die Kolleg*innen so bewegt und beschäftigt. Wir ermutigen zudem dazu, one-on-one’s zu vereinbaren, die in einem gewissen zeitlichen Rahmen den Freiraum geben, sich unbedarft auszutauschen. Natürlich vertrauen wir darauf, dass unsere Mitarbeitenden die Angebote nutzen und selbständig entscheiden, wann sie das Bedürfnis danach haben, doch Vertrauen ist nun einmal einer der wichtigsten Werte in der neuen Arbeitswelt. Als Führungskraft mit gutem Vorbild voranzugehen hat einen ausgesprochen positiven Effekt auf die Nutzung und Akzeptanz entsprechender Angebote.

(Mentale) Gesundheit 

Damit Teams auch auf Distanz gut miteinander funktionieren können, hat die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter*innen einen hohen Stellenwert. Dafür haben wir z.B. neben der Möglichkeit, sich sportlich auszutoben oder beispielsweise an Yoga-Sessions teilzunehmen, auch vor kurzem einen Aktionsmonat geschaffen, in dem wir allen angeboten haben, kostenlose Konsultationen bei Online-Psycholog*innen wahrzunehmen. Schulungen beispielsweise zum Thema Stressmanagement gehören genauso zu einer effektiven Strategie zur Förderung der Mitarbeitergesundheit wie die Enttabuisierung und der fortlaufende Austausch zum Thema Gesundheit. Diese vielen, kleinen Schritte helfen, einen noch besseren Umgang miteinander zu schaffen.

Perspektiven schaffen und Autonomie stärken

Enorm wichtig finde ich es, die Mitarbeitenden zu fragen, was sie brauchen, um sich gemeinsam weiterzuentwickeln und gut miteinander arbeiten zu können. Dazu gehört auch die Förderung der Intramobilität. Deshalb bieten wir an, sich innerhalb des Unternehmens umzusehen, mit dem Vorgesetzten über Entwicklungspotenzial zu sprechen und so zu ermöglichen, dass versteckte Talente gefördert werden. Wir hatten im letzten Jahr einige in unserer Belegschaft, die, anstatt den Arbeitgeber zu wechseln, sich nach einer neuen Herausforderung innerhalb des Unternehmens umgesehen haben. Das war für beide Seiten extrem bereichernd. Eine Arbeitskultur, wie die unsere, kann sehr viel zur Eigeninitiative der Mitarbeitenden beitragen. Getragen wird sie von offener Kommunikation, bei der alle äußern können, wo und wie sie sich am besten einbringen können. Nicht zuletzt sind Perspektiven gerade bei Menschen, die sich in einem Start-up engagieren wollen, essenziell für ihr persönliches Wachstum und das Gefühl der Wertschätzung.

Der Autor Perry Oostdam ist CEO und Mitgründer von Recruitee und Experte für die Digitalisierung des Personalwesens. Recruitee gehört aktuell laut Deloitte zu den 10 am schnellsten wachsenden Technologie-Unternehmen der Niederlande.

Virtuelle Assistenz: mehr Luft fürs Business

Wie du mit Outsourcing an eine virtuelle Assistenz Freiräume für dein Business schaffen kannst.

Hand aufs Herz, ein eigenes Unternehmen zu gründen, egal ob als Start-up oder Solopreneur*in, ist großartig, aber es gibt auch einige Schatten­seiten. Denn im Mittelpunkt steht nicht nur deine fantastische Idee, sondern auch viel Ausdauer und Zeit, sowie Geld und Personal, weil deine Idee langfristig und gewinnbringend umgesetzt werden will.

Der bürokratische sowie administra­tive Hintergrund wird oft unterschätzt und mit steigenden Umsätzen steigt auch der Aufwand der verwaltungstechnischen Aufgaben. Zusätzlich fehlen auch oft die Fachkompetenzen für die unterschiedlichen Bereiche – so werden vermeintlich kleine Aufgaben zu zeitfressenden Dauerthemen auf deiner To-do-Liste und halten dich von dem ab, was wirklich zählt: die Weiterentwicklung deines Business.

Die Lösung wäre eine Person ohne Festeinstellung, die flexibel auf Abruf wichtige Aufgaben erledigt. Denn ein(e) feste(r) Mitarbeiter*in ist zu Beginn der Selbständigkeit sehr kosten- und zeitintensiv und damit für viele Jungunternehmer nicht zu realisieren.

Outsourcing

Outsourcing ist hier das richtige Stichwort. Als Erstes denkt jede(r) an eine Agentur oder eine(n) Freelancer*in, der/die Grafik- und Marketingthemen übernimmt. Inzwischen ist aber weitaus mehr möglich.

Die Buchung einer virtuellen Assistenz (VA), die in Ländern wie England oder Amerika schon gang und gäbe ist, steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen, kann für Solopreneur*innen und Start-ups aber eine interssante personelle Ergänzung sein.

Die Vorteile einer virtuellen Assistenz liegen klar auf der Hand:

  • Unternehmer*innen können sich wieder voll auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und Umsätze steigern.
  • Buchungen sind absolut flexibel und können auf den Bedarf des Unternehmens angepasst werden.
  • Unternehmer*innen haben die vollständige Kostenkon­trolle, denn Lohn- und Lohnnebenkosten entfallen.
  • Eine ortsunabhängige Zusammenarbeit erleichtert das Finden der passenden VA und es müssen weder Räumlichkeiten noch Büroausstattung zur Verfügung gestellt werden.
  • Überfüllte To-do-Listen gehören der Vergangenheit an und können durch eine(n) Partner*in mit einem breitgefächerten Erfahrungsschatz fokussiert abgearbeitet werden.
  • Eine ausgewogenere Work-Life-Balance rundet das Paket ab und ermöglicht durch eine höhere Zufriedenheit mehr Erfolg und Leichtigkeit im Berufs- und Privatleben.
  • Zu guter Letzt arbeiten virtuelle Assistenzen ausschließlich digital und müssen sich täglich an den wandelnden Markt anpassen. Sie sind somit ein Tor für Unternehmer*innen in die digitale Transformation und Automatisierung.

Beliebte Aufgaben, die outgesourct werden können, sind zum Beispiel das Office Management, wie etwa vorbereitende Buchhaltung, Recherchearbeiten, Projektmanagement, Auftragswesen, Pflege und Einführung von Tools oder Prozess­optimierung.

Auch im Marketing können viele Aufgaben delegiert werden. Virtuelle Assistenzen übernehmen die Betreuung von Social-Media-Kanälen, erstellen suchmaschinenfreundliche Webseiten und Wettbewerbsanalysen sowie Grafiken oder unterstützen Unternehmer*innen bei der Planung und Umsetzung von Marketingmaßnahmen und Strategien. Texterstellung- und korrektur sowie Lektorat und Übersetzung von Texten können ebenfalls problemlos an virtuelle Assitenzen ausgelagert werden.

Eine weitere dankbare VA-Tätigkeit ist die Betreuung und Erstellung von Podcasts und Online-Kursen sowie das Anlegen von Newsletter-Kampagnen.

Welche Aufgaben ein Unternehmen letztlich auslagern möchte, ist von mehreren Faktoren abhängig. Dabei sollte sich jede(r) Unternehmer*in die Frage stellen, welche Aufgaben, diese(r) gut kann, gern selbst erledigt und leicht von der Hand gehen. Unternehmer*innen sollten sich im besten Fall ausschließlich mit produktiven Themen beschäftigen und alle notwendigen unproduktiven Themen an eine VA auslagern.

Vertrauen und Professionalität

In unserer digitalen Zeit ist es inzwischen irrelevant, ob man in einem Raum oder an einem Tisch sitz, um ein gemeinsames Projekt zu verwirklichen. Das Einzige, das zwingend stimmen muss, sind die Vertrauensbasis sowie die Werte. Dabei sind eine offene Kommunikation und eine Begegnung auf Augenhöhe elementare Bestandteile einer digitalen Zusammenarbeit.

Besonders wichtig ist ein vertrauensvolles Verhältnis, da du als Unternehmer*in viele Aufgaben, Zugangsdaten sowie finanzielle oder firmeninterne Informationen offenlegst. Frage deine VA bei eurem Kennenlerntermin, wie sie deine Daten und Passwörter speichert und stelle sicher, dass sie einen sicheren Server sowie ein passwortgeschütztes Programm für deine Zugangsdaten nutzt, bspw. LastPass.

Außerdem sollte das Thema Datenschutz ernst genommen werden. So solltest du spätestens bei der Auftragserteilung eine Verschwiegenheitserklärung und einen AV-Vertrag unterzeichnen lassen.

Transparenz und Kommunikation

Zudem sollte eine möglichst transparente Zusammenarbeit gewährleistet werden, was bedeutet, dass man sich auf eine Kommunikationsplattform verständigt, wie zum Beispiel Teams, Trello oder Slack, um dort alle relevanten Informationen zur Zusammenarbeit auszutauschen. Auch sollten die Stunden getrackt und in regelmäßigen Abständen zur Verfügung gestellt werden.

Ein weiteres wichtiges Thema ist das Briefing der virtuellen Assistenz. Denke immer daran, dass die Person nicht in deinem Unternehmen beschäftigt ist und du alle notwendigen Informationen so ausführlich wie möglich bereitstellen solltest. So vermeidest du lästige Rückfragen und deine VA kann direkt mit der Arbeit beginnen und dich entlasten.

Virtuelle Assistenzen rechnen oft mit Stundenpaketen ab. Das heißt, du buchst ein bestimmtes Stundenkontingent, welches du meist im Voraus bezahlst – deine VA arbeitet die an sie/ihn delegierten Aufgaben ab. Für eine langfristige Zusammenarbeit mit fest zugesagten monatlichen Stundenkontingenten solltet du als Planungssicherheit für beide Seiten einen Dienstleistungsvertrag abschließen. So kann die VA feste Zeiten für dich einplanen und du weißt, dass deine externe Arbeitskraft garantiert deine Aufgaben erledigen kann.

Es gibt VA-Portale, die dir Angebote ab 3,50 Euro pro Stunde anbieten. Dabei muss sich jede(r) Unternehmer*in die Frage stellen, was sie/er für qualitativ hochwertige Arbeit bereit ist zu zahlen. Merke: Die meisten Portale vermitteln fremdsprachige Arbeitskräfte ohne Berufserfahrung.

Wie finde ich meine perfekte virtuelle Assistenz?

Du hast mehrere Möglichkeiten: Suche nach deiner virtuellen Assistenz bei Google und Co. oder in Social-Media-Portalen, vorrangig bei Facebook oder LinkedIn. Bei Facebook gibt es diverse Gruppen. Dort können Gesuche von beiden Seiten gepostet werden, ihr könnt euch vernetzen bzw. interessierte VAs werden dir eine Nachricht schicken. Oder suche bei LinkedIn, vielleicht findet sich sogar in deinem vorhandenen Netzwerk eine passende VA, und sende eine Nachricht. Beachte dabei: Auch VAs haben oft Spezialisierungen, sodass es sinnvoll sein kann, sich ein Team von verschiedenen VAs aufzubauen, um alle Bereiche deines Unternehmens professionell abzudecken.

Die Autorin Aline Pelzer ist Gründerin von Deine virtuelle Assistenz. Sie bietet virtuelle Leistungen rund um Office Management, Marketing, Texterstellung sowie Buiness-Road­map-Erstellung.

Wellbeing am Arbeitsplatz

Wie Unternehmen für (mehr) Wellbeing am Arbeitsplatz sorgen können.

Abgeschlagenheit, Ermüdung, Depression – dass Corona die mentale Gesundheit, sowie die Resilienzfähigkeit der Mitarbeitenden stark aus dem Gleichgewicht gebracht hat, ist kein Geheimnis mehr. Umso wichtiger ist es aber, dass sich Führungskräfte in den nächsten Jahren, auch unabhängig von der Entwicklung der Pandemie, weiterhin intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen. Nur durch den regelmäßigen Diskurs und durch das Erproben neuer Maßnahmen kann man als Unternehmen zu einem positiven Wandel der Arbeitswelt beitragen, in der das psychische Wohlbefinden der Mitarbeitenden kein Tabu-Thema mehr ist.

Was können nun Unternehmen sowie die Mitarbeitenden selbst tun, um das mentale Wohlbefinden ihrer Belegschaft zu stärken?

Support bieten: Langzeit-Strategien statt Corona-Methoden

Als Unternehmen reicht es nicht aus, neue Strukturen und Hilfestellungen während der Lockdowns und der Home Office Pflicht einzuführen, um diese wieder zu verwerfen, sobald die Pandemie abklingt. Ganz im Gegenteil: Die Pandemie bietet uns die Chance zu testen, was langfristig funktioniert und dauerhaft etabliert werden kann.

Nachhaltig zu handeln bedeutet auch, auf das Wohlbefinden aller Mitarbeitenden zu achten. Neben wichtigen digitalen Tools für die interne (Unternehmens-)Kommunikation lohnt es daher auch, in Anwendungen zu investieren, die die psychische Gesundheit unterstützen. So hilft eine Kooperation mit Mental Health Apps wie „Mindletic“ den Mitarbeitenden dabei, ihre Emotionen festzuhalten und reflektieren zu können. Außerdem haben alle Nutzer*innen die Möglichkeit, bezahlte Therapiestunden mit ausgebildeten Expert*innen wahrzunehmen.

Auch das Unternehmen bekommt durch diese Apps wichtige Insights. Die anonym angegebenen Daten zu den Emotionen und Stimmungen der Mitarbeitenden geben dem Betrieb die Chance, gegebenenfalls ihre Arbeitsweise und Strategien zu überdenken und anzupassen.

Wellbeing-Trainings einführen: Resilienz kann trainiert werden

Unternehmen brauchen Seminare und Workshops, die sich dem Thema Mental Health und Wellbeing widmen - auch nach der Pandemie. Die Resilienzfähigkeit der Mitarbeitenden muss also gestärkt werden. Durch Workshops können Unternehmen und Mitarbeitende an der Resilienzfähigkeit arbeiten und Emotionen und Reaktionen verstehen lernen.

Regelmäßige Kommunikation fördern

Führungskräfte haben darüber hinaus die Aufgabe, darauf zu achten, dass Mitarbeitende nicht überfordert sind. Um diese Gefühle von Anfang an zu verhindern, bedarf es regelmäßiger Kommunikation. Regelmäßige 1:1-Video-Calls, die auch Raum für private Gespräche bieten, und Kapazitäten-Check-ins sind daher unentbehrlich. Durch den kleineren vertrauten Rahmen, den regelmäßige Anrufe, kurze Treffen auf einen Kaffee oder Video-Calls bieten, fällt es Personen leichter sich zu öffnen. Probleme oder Sorgen können anschließend beseitigt und gelöst werden. Gemeinsam können so die neuen Strategien und Aufgabenverteilungen abgesprochen werden, ohne dass die fehlende Intonation, Mimik und Gestik durch Geschriebenes verloren geht.

Neue Routinen etablieren – der Basecoat zur Resilienz 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, heißt es doch so schön. Und das stimmt. Wir brauchen Routinen, denn sie helfen uns unseren Alltag zu strukturieren und Stress zu vermeiden. Durch die anhaltende Corona-Situation und die vermehrte Zeit im Home Office mussten wir uns ganz neue Routinen aneignen. Das Wichtige dabei: Die Routinen sollen für Energie und ein gutes Gefühl sorgen. Privatleben und Berufsalltag sollten so gut wie möglich getrennt werden. So hat beispielsweise die Arbeits-E-mail auf dem Smartphone nichts zur später Stunde im Bett zu suchen!

Veränderungen annehmen, Emotionen zulassen und verstehen lernen 

Nur wer Veränderungen akzeptiert, annimmt und versucht einen Mehrwert daraus zu ziehen, wird erfolgreich wachsen. Das gilt auch für Unternehmen. Durch Corona haben wir begonnen, uns mehr mit der verwundbaren und emotionalen Seite der Mitarbeitenden auseinanderzusetzen. Ein anhaltender, offener und ehrlicher Umgang mit der psychischen Gesundheit stärkt nicht nur die zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern trägt auch zu einer inklusiven Arbeitsatmosphäre bei. 

Die Autorin Jolita Gurskytė ist Senior Growth & Development Partner bei Vinted, einem Online-C2C-Marktplatz für Second-Hand-Mode, und leitet die Wellbeing-Strategie des Unternehmens. Sie ist ausgebildete Psychologin und Kriseninterventionsspezialistin.

Stress lass nach!

Tipps für Gründerinnen und Gründer für den besseren Umgang mit Stress.

Stress sollte ein Instrument für den Erfolg des eigenen Unternehmens sein, nicht ein permanenter Zustand. Da COVID-19 weltweit wirtschaftliche Unsicherheit verursacht, sind die Anforderungen an Gründerinnen und Gründer größer denn je. Dieser Artikel bietet praktische Ratschläge für das strategische Management von Stress – für Gründerinnen und Gründer in der aktuellen Zeit besonders relevant.

Stress: lebensrettend und tödlich zugleich

Die Gründung eines Unternehmens ist stressig. Sich gestresst zu fühlen ist auch völlig okay. Es ist die natürliche Reaktion darauf, etwas zu tun, das sowohl schwierig als auch wichtig ist. Der Einsatz jeder Gründerin und jedes Gründers ist hoch. Gute Entscheidungen sind elementar. Es ist wichtig, den richtigen Leuten zu vertrauen, einen Kundenstamm aufbauen, Marke und Werte klar zu kommunizieren, das Budget im Auge zu behalten, ein Netzwerk aufzubauen, Vertragspartner oder den ersten Mitarbeiter einzustellen. All diese Dinge sind stressig, weil sie wichtig sind. Stress und Motivation gehen Hand in Hand. Die Quellen von Stress sind oft die Dinge, um die wir uns am meisten kümmern müssen. Der Stress, den wir spüren, ist unser eigener interner Alarm.

Stress ist oft eine gute Sache. Er hält uns wach und aktiviert. Unser Körper ist dafür gebaut, Stress zu erfahren. Aber warum wird Stress oftmals so schlecht geredet? Stress wird von einem lebensrettenden zu einem lebensbedrohlichen Mechanismus, wenn er von akut auf chronisch umschlägt. Ein kurzfristiger, zeitlich begrenzter Stressauslöser ist das, was in der psychologischen Welt als akuter Stress bezeichnet wird. Dieser hilft Höchstleistungen zu erbringen, Probleme frontal zu bekämpfen, sich besser zu konzentrieren, kreativ zu sein und mit dem, was wir tun müssen, im Einklang zu stehen. Unser Körper weiß genau, was zu tun ist, und was vielleicht noch wichtiger ist, unser Körper weiß, wie er damit aufhören kann. Die Präsentation. Die Vorstandssitzung. Die Entscheidung. Es geschieht. Die Mechanismen im Körpers treten in Aktion, um damit umzugehen. Du tust es. Dann ist es vorbei. Wenn der Stressor verschwindet, schaltet sich das parasympathisches Nervensystem ein und deine Herzfrequenz normalisiert sich, die Muskeln entspannen sich, der Blutfluss kehrt zum Gehirn zurück, das Verdauungssystem funktioniert wieder.

Akuter Stress wirkt, um uns zu schützen, wenn wir bedroht sind. Wenn wir akutem Stress über einen längeren Zeitraum ausgesetzt sind – chronischem Stress – beginnen wir, unseren Körper dazu zu drängen, etwas zu tun, wofür er nicht geschaffen wurde. Chronischer Stress kann unserem Körper buchstäblich zersetzen. Er hat ernste und dauerhafte gesundheitliche Folgen. Die Forschung hat Zusammenhänge zwischen chronischem Stress und fast jedem chronischen Gesundheitsproblem aufgezeigt: Herzkrankheiten, Fettleibigkeit, Diabetes, Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Asthma, Migräne, Magen-Darm-Probleme, Multiple Sklerose, Alzheimer, Krebs. Das Software-Problem kann zu einem Hardware-Problem werden.

Darüber hinaus kann chronischer Stress große emotionale Probleme verursachen. Nicht bewältigter chronischer Stress verlagert sich in Angst – ein langwieriger innerer Kampf mit Ängsten und negativen oder schädlichen Gedanken. Chronischer Stress eignet sich nicht für effektive Unternehmer, Managerinnen oder Partner. Es gibt immer eine Frist, immer eine Entscheidung zu treffen, immer eine Präsentation oder eine Besprechung, immer einen heiklen Kunden oder Auftragnehmer, mit dem man umgehen muss. Man kann sich dem Stress nicht entziehen – vor allem, wenn man ein Unternehmen leitet –, also muss man Strategien finden, um das Tempo zu halten.

Chronischen Stress bewältigen – vier Tipps

Bei der Bewältigung von chronischem Stress geht es darum, herauszufinden, wie man über einen längeren Zeitraum gestresst sein kann, ohne aus dem Gleichgewicht zu kommen. Es gibt keinen einzigen richtigen Weg, sein Leben zu organisieren, aber es gibt einige Tipps aus der Forschung.

1. Die individuellen Stresssignale erkennen

Die negativen Folgen von chronischem Stress können sich langsam einschleichen. Vielleicht wachen wir mehrere Nächte hintereinander um 3 Uhr morgens auf. Wir sind müde und leicht reizbar. Wir haben ständig Kopfschmerzen – vielleicht verursacht durch Zusammenbeißen des Kiefers oder Zähneknirschen. Wir trinken mehr Koffein, um wach zu sein. Es wird schwieriger sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren. Entscheidungen werden reaktiver, impulsiver. Wie ist es soweit gekommen?

Der Zaubertrick einer wirksamen Behandlung von chronischem Stress besteht darin, ihn früh zu erkennen. Wir haben unsere eigenen Stress-Frühindikatoren. Manche Menschen leiden unter Magenverstimmungen. Andere wiederum bekommen Schulter-, Kopf- oder andere Arten von Schmerzen. Möglich sind auch Reizbarkeit oder sie sind launisch, oder aber auch die Sehnsucht nach Süßigkeiten oder salzigem Essen steigert sich. Manchen wenden sich einem Glas (oder drei) Wein oder Scotch zu, um nachts besser einschlafen können. Das Ansammeln von chronischem Stress wirkt sich bei jedem Menschen unterschiedlich auf Körper und Leben aus. Es gibt nicht eine bestimmte Sache, die bei jedem Menschen Probleme signalisiert. Die Kenntnis über unsere persönlichen Frühwarnsignale ist entscheidend für die Fähigkeit, proaktiv zu handeln und gegen chronischen Stress anzugehen, bevor er die Gesundheit geschädigt und in dem Unternehmen und Beziehungen verheerende Folgen hat.

2. Schmerzpunkte lösen

Was verursacht Stress? Es kann sein, dass wir uns gestresst fühlen, uns aber nicht wirklich darüber im Klaren sind, was dieses Gefühl hervorruft. Durch die Analyse der spezifischen Stressursachen wird es möglich, sich die Liste anzusehen und Stressauslöser nach und nach zu lösen. Einige Stressoren sind veränderbar oder vermeidbar. Hierbei gilt es sich zu fragen: "Welche Kontrolle habe ich hier? Wie kann ich diese Erfahrung in meinem Leben beseitigen oder verringern?"

Es ist sinnvoll Änderungen umzusetzen, die die Quellen des Stresses am direktesten angreifen. Regelmäßig sollten wir uns dann die Frage stellen: Wirken sich die Änderungen auf das Endergebnis des Stresses aus oder nicht?

Helfen kann auch ein Wechseln vom passiven Denken (dieser Stress passiert mir) zum aktiven Denken (ich kann einige Teile meines Stresses unter Kontrolle bringen). Stress ist nicht länger ein Schurke, und wir sind kein wehrloses Opfer mehr. Wir haben eine gewisse Kontrolle darüber, wie viel Stress wir erleben, während wir ein Unternehmen aufbauen. Nutzen wir Stress zu unserem Vorteil. Lassen wir uns von ihm zu kurzen Ausbrüchen anspornen, wenn wir Spitzenleistungen benötigen, und gehen dann auf lange Sicht auf die Grundlinie zurück.

3. Mit Stress im Moment umgehen

Nicht jedes Problem, dass zu Stress führt, können wir lösen. Dazu zählen z. B. Krankheiten in der Familie oder emotionale Schicksalschläge. Solche Ereignisse passieren und liegen völlig außerhalb der eigenen Kontrolle. Was tun wir gegen Stressauslöser, deren Probleme wir nicht lösen können? Wenn man das Problem (d. h. den Stressor) nicht angreifen kann, greift man den Stress selbst an. Damit wir gut funktionieren können, müssen wir in der Lage sein, einen gewissen Grad an ruhiger Kontrolle darüber zu haben, wie Stress unseren Körper und unsere Emotionen beeinflusst. Leicht gesagt... Doch wie jede andere Fähigkeit kann man auch, angesichts von erheblichem Stress, innere Ruhe kultivieren und fördern.

Wenn wir merken, dass sich unser Brustkorb zusammen zieht, der Atem flach wird oder die Handflächen zu schwitzen beginnen, was auch immer die eigenen frühen Stresssignale sind, ist es Zeit für eine Pause – sogar eine mikroskopische Pause. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das beste Mittel langsame und tiefe Atemzüge sind. Wenn es ein Werkzeug gäbe, mit dem sich jede/-r Unternehmer/-in ausrüsten könnte, dann wäre es die Fähigkeit, langsam und tief zu atmen. Andere Taktiken, die schnell für Entspannung sorgen, sind zum Beispiel ruhige Musik einzuschalten, einmal um den Block zu spazieren, eine Tasse heißen Tee zu trinken oder zu meditieren – Kaffee würde als Alternative eher nicht in Frage kommen, da dieser das Nervensystem pusht und nicht beruhigt.

Bei der Stressreaktion geht es darum, schnell zu sein und zu beschleunigen, um reaktionsfähig zu sein. Indem wir das Gegenteil tun und uns selbst verlangsamen, wirken wir den Emotionen hinter der Reaktion und damit dem Stress selbst entgegen. Indem wir eine oder mehrere Quellen von Sinneseindrücken (Sehen, Töne, Gerüche, Geschmack und taktile Empfindungen) verändern, geben wir unserem Gehirn neue Daten zur Berechnung. Wenn diese neuen sensorischen Informationen beruhigend wirken, kann dies ein weiterer Auslöser sein, um das parasympathische, also das beruhigende System zu aktivieren.

Diese Fähigkeiten können als Beruhigungsmechanismus inmitten von erhöhtem Stress geübt werden. Sie können auch dauerhaft in das tägliche Leben integriert werden, um unsere "Anti-Stress-Muskeln” aufzubauen. Ein paar Minuten tiefes Atmen oder Meditation pro Tag können Wunder bewirken, um unser Ausgangsniveau von Stress und Angst zu senken. Diese Praktiken unterstützen auch eine erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration, verbesserten Schlaf und vermindern Depressionen. Es ist eine großartige Investition in uns selbst und damit unsere Unternehmen.

4. Einen stressfreien Lebensstil pflegen

Das erste Jahr eines Unternehmens ist möglicherweise die wichtigste Zeit, um das Leben so zu gestalten, dass man Stress auf gesunde und proaktive Weise bewältigen kann. Entgegen der landläufigen Meinung ist mehr arbeiten nicht immer besser arbeiten. Die Gewohnheiten, die wir in unser Unternehmen (und damit in unser tägliches Leben) einbauen, werden sich über Jahre hinweg fortsetzen. Wir sollten Gewohnheiten wählen, die chronischem Stress entgegenwirken, bevor er überhand nimmt oder gar erst entsteht. Dies wird zur langfristigen Nachhaltigkeit des Unternehmens beitragen und das Leben in den ersten Jahren der Intensität angenehmer machen.

Wichtig dabei ist, genug und gut zu schlafen, sich gut zu ernähren und sich dreimal pro Woche mindestens 30 Minuten lang zu bewegen, um so die Herzfrequenz zu erhöhen. Diese drei Dinge sind für eine optimale Stressbewältigung und ein optimales neurologisches Funktionieren unerlässlich. Ohne grundlegende Pflege und Wartung funktioniert unser Gehirn nicht gut. Essen, Schlafen und Bewegen sind die grundlegenden Bausteine der Selbstpflege, die unseren Körper gut versorgen.

Entscheidend sind auch unsere Beziehungen zu anderen Menschen. Wenn wir erfolgreich sind, feiern wir das gerne mit anderen. Wenn wir scheitern, wünschen wir uns von geliebten Menschen wieder aufgerichtet zu werden. Ein stressverträglicher Lebensstil ist ein Lebensstil, in dem wir Stress mit proaktiven und emotional als auch körperlich gesunden Entscheidungen entgegenwirken.

Die Autorin Dr. Sherry Walling ist die Verfasserin des Originaltextes “Managing Founder Stress” in den Stripe Atlas Guides. Sie arbeitet mit Führungskräften und Unternehmen zusammen, um die Herausforderungen anzugehen, die mit dem Streben nach einem außergewöhnlichen Leben einhergehen.

Start-ups und der TÜV

Was auf den ersten Blick vielleicht wie ein etwas merkwürdiger Witz klingen mag: „Trifft sich ein Start-up mit dem TÜV …“, ist auf den zweiten Blick weitaus sinnvoller als vielleicht angenommen. Fünf erfolgreiche Start-up‘ler aus verschiedenen Branchen beschreiben ihre Erfahrungen mit dem TÜV und warum sie mit ihm kooperieren.

Die Deutschen lieben Ordnung, Gründlichkeit und Sicherheit – so zumindest das Klischee. Der TÜV steht sinnbildlich für dieses Bedürfnis, stets auf der sicheren Seite zu sein. Auch viele Start-ups und Tech-Unternehmen haben das inzwischen erkannt, und arbeiten eng mit dem TÜV zusammen, um ihre Produkte oder gleich das ganze Unternehmen zertifizieren zu lassen. Denn Start-ups sind zwar für ihre schnellen, innovativen Lösungen und Produkte bekannt – gleichzeitig fehlt es Ihnen aufgrund ihrer Neuartigkeit auf dem Markt häufig an Vertrauen bei den Endverbraucher*innen. Was auf den ersten Blick also wie ein etwas merkwürdiger Witz klingen mag: Trifft sich ein Start-up mit dem TÜV …, ist auf den zweiten Blick weitaus sinnvoller als angenommen. Führungskräfte von fünf Unternehmen aus den verschiedensten Branchen beschreiben ihre Erfahrungen mit dem TÜV und warum sie mit ihm kooperieren. Dazu geben sie konkrete Tipps für die Zusammenarbeit.

Sicherheit bei der Online-Nachhilfe: Studienkreis Online-Nachhilfe

„Wir haben bereits im September 2019 die Initiative ergriffen und sind auf den TÜV Rheinland zugegangen, um das Angebot der Studienkreis Online-Nachhilfe zertifizieren zu lassen. Unsere Intention war es, das eigene Angebot auf den Prüfstand zu stellen und uns durch die Zusammenarbeit mit dem TÜV zu verbessern. Viele Eltern haben noch Vorbehalte vor Online-Nachhilfe, mit der TÜV-Zertifizierung geben wir ihnen und ihren Kindern die Sicherheit, dass unser Angebot professionell und genauso gut ist wie die klassische, physische Nachhilfe. Online-Nachhilfe ist spätestens durch Corona zu einer berechtigten Alternative zur klassischen Nachhilfe geworden. Da wurde es Zeit, auch die Professionalität extern prüfen und bestätigen zu lassen. Anfang November 2021 war es dann endlich soweit: Wir wurden als eines der ersten Unternehmen für Online-Nachhilfe vom TÜV zertifiziert. Neben der erfolgreichen Zertifizierung, über die wir uns natürlich riesig freuen, war bereits der gesamte Prozess mit dem TÜV gewinnbringend für uns. Deshalb kann ich jedem Start-up und Tech-Unternehmen nur wärmstens empfehlen, den Kontakt zum TÜV zu suchen. Auch wenn die Prozesse für Start-up-Verhältnisse lange erscheinen mögen und der TÜV den Ruf einer verstaubten Institution haben mag – die Wirkkraft des TÜV sollte nicht unterschätzt werden!“

HR: Trend-Statements 2022

Sechs Personalverantwortliche HR-Profis erklären, worauf es im Jahr 2022 ankommt.

In den USA ist aktuell von der „Great Resignation“ die Sprache, denn Millionen von Arbeitnehmer*innen kündigten dieses Jahres ihren Job. Sie werden gegen höhere Gehälter, Unternehmenswerte, flexible Arbeitsorte und -zeiten sowie bedürfnisorientierte Benefits eingetauscht. Petra Strombeck, New-Work-CEO, hält fest: „Wir leben in einem Arbeitnehmermarkt“. So muss der Fokus auf einer neuen Unternehmenskultur liegen, um Talente zu gewinnen und binden. Sechs Personalverantwortliche HR-Profis erklären, worauf es im Jahr 2022 ankommt.

Hybrid Work: Was kommt nach dem Homeoffice?

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Nora Feist, Geschäftsführerin und HR-Verantwortliche der PR- und Brand-Storytelling-Agentur Mashup Communications 

Die einen blieben am liebsten ewig in ihren vier Homeoffice-Wänden, die anderen zieht die Sehnsucht nach Kolleg*innen und persönlichem Austausch zurück ins Büro. Egal, wie die eigene Präferenz ist und ab wann die Welt wieder im „Normalzustand“ ist, eines wird sich durchsetzen: Unternehmen werden auch in Zukunft auf Vertrauen setzen und flexible, hybride Arbeitsmodelle anbieten müssen. Und die Remote-Regelung war erst der Anfang, um Mitarbeitende zu halten und zu rekrutieren: Workation, 4-Tage-Woche, Vertrauensurlaub oder andere Freiheiten in der Arbeitszeitgestaltung sind inzwischen bei vielen Firmen zum Standard geworden. Als Konsequenz werden Corporate Coworking, Desk Sharing oder Mobile Work in Unternehmen Einzug halten, aber auch ein verändertes Verständnis von Führung mit Blick auf die orts- und zeitunabhängige Arbeit wird uns 2022 beschäftigen.

Ganzheitliche Benefits für Inklusivität und Wohlfühl Kultur im Team

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Samuel Turnwald, Head of Corporate Wellbeing Gympass Deutschland

2022 wird das Jahr des hybriden Arbeitens. Spätestens jetzt gilt es, das Wohlbefinden aller Mitarbeitenden sicherzustellen. Egal, wann, wo oder wie gearbeitet wird, Gesundheit genießt Priorität. Moderne CEOs schaffen hierzu eine Wellbeing-Kultur. Um wirklich alle im Unternehmen anzusprechen, wird es wichtig, einen inklusiven und ganzheitlichen Ansatz zu wählen. So hat sich gezeigt, dass der Zugang zu verschiedenen Lösungen für die mentale Gesundheit, körperliche Aktivität und Fitness, die Produktivität, das Wohlbefinden und die Stressbewältigung verbessert. Schließlich gilt: Arbeitsergebnis trumpft Arbeitszeit. Eine gesunde Belegschaft benötigt somit ganzheitliche Wellbeing-Maßnahmen, die flexibel und hybrid nutzbar sind. Inklusivität ist hier das Stichwort, damit jede und jeder das individuelle Angebot findet, was für die persönlichen Bedürfnisse am besten geeignet ist – sei es zu Hause, im Büro, im Werk oder unterwegs.

New Work auch in der Finanzabteilung etablieren

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Ante Spittler, CEO Moss

Mit New-Work-Modellen steigern Unternehmen nachweislich Motivation und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden. Homeoffice und Co. ermöglichen es Angestellten, ihre Tätigkeiten von zu Hause aus über digitale Kanäle zu erledigen. Doch nicht alle Unternehmensbereiche profitieren gleichermaßen. So sind Finanzabteilungen und ihre Prozesse ebenso wie ihre Mitarbeitenden häufig noch an die analoge Zettelwirtschaft sowie den Gang ins Büro gebunden. Dass dieser Zustand mit den Herausforderungen einer modernen Arbeitswelt kollidiert, ist offensichtlich. Dabei wäre die Lösung hier denkbar einfach. Digitale Kreditkarten und SaaS-Anwendungen ermöglichen es nicht nur administrativen Mitarbeitenden Zugriff auf das Firmenkonto zu gewähren, sondern auch jedem Angestellten. Gleichzeitig appelliert es an das Verantwortungsbewusstsein der Kolleg*innen, im Rahmen der eigenen Rolle eine bestimmte Souveränität für die finanziellen Angelegenheiten des Unternehmens zu haben. Genau hier trifft New Work auf eine gewisse Finanzautonomie. Den Mitarbeitenden eine Eigenverantwortung gegenüber Zahlungen und Ausgaben zuzugestehen, kann die Unternehmenstreue und die Zuverlässigkeit stärken. Zudem entlasten digitale Tools das Personal, das sich fortan auf produktivere Tätigkeiten fokussieren kann. Und dabei die Kontrolle über das Finanzmanagement behält.

Zeit für das, was wirklich zählt

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Florian Berr, Director Sales Germany Planday

Während in Skandinavien die Digitalisierung schon seit Jahren auf Hochtouren läuft, wurden andere europäische Länder durch die Pandemie ins kalte Wasser geworfen. 2022 wird es vor allem in Deutschland weiterhin darum gehen, digitale Tools in den Arbeitsalltag einzubinden. Denn der Wunsch nach Zeitersparnis, Einfachheit und Flexibilität gewinnt die Oberhand. Die Pandemie hat außerdem gezeigt, wie wichtig es ist, das zu tun, was wirklich zählt. Niemand möchte Zeit vergeuden und viele tun nur noch das, was sie wirklich wollen. Individualität, eine Work-Life-Balance und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden treten noch stärker in den Vordergrund und Menschlichkeit wird wieder großgeschrieben.

Mit Sinnhaftigkeit und Verbundenheit die Talente an das Unternehmen binden

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Anke Behrendt, Personal- und Feel-Good-Managerin ADVOSERVICE

Wir leben heute in einer privilegierten Gesellschaft und können uns den Luxus erlauben, immer mehr die Selbstverwirklichung, also die Spitze der Bedürfnispyramide, anzustreben. Aus diesem Grund ist die Sinnhaftigkeit dessen, was Menschen den Großteil des Tages tun, sehr entscheidend dafür, wie erfüllt und zufrieden sie sich fühlen. Genau darauf sollten sich Arbeitgeber*innen konzentrieren: Gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden die Stellen so weiterzuentwickeln, dass diese sich damit identifizieren können. Die Eigenverantwortung wird zudem gefördert und die Kolleg*innen fühlen sich mit dem Unternehmen verbunden. Das geschenkte Vertrauen und diese Art der Wertschätzung resultieren bei den Talenten wiederum in Loyalität. So stehen sie auch mal schwierige Zeiten durch, agieren unterstützend, empfehlen die Firma weiter und bleiben.

Vom Recruiting bis zum Feedbackgespräch: HR spielt Schlüsselrolle in agiler Transformation

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Stefan Leinesser, Head of Human Resources Triple A 

Mit neuen Ansätzen und Kompetenzen für Führungskräfte und Mitarbeitende fungieren Personalabteilungen als Enabler und Treiber für den agilen Wandel. Damit schaffen sie die Voraussetzungen, um auf die digitale Geschwindigkeit reagieren zu können. Von der Neugestaltung der HR-Aufgaben mittels der Scrum-Methode über die Organisation des Feedbacks bis hin zu optimierten Recruiting-Prozessen: In Zeiten des allgemeinen Fachkräftemangels sind neue Arbeitsweisen längst nicht mehr nur in der Software-Entwicklung denkbar. Durch die rasanten Veränderungen der Prozesse, wird es 2022 somit für Unternehmen wichtig werden, agile Prinzipien auch auf weitere Bereiche auszuweiten. Bei dieser Transformation werden vor allem HR-Abteilungen eine Schlüsselrolle spielen.

Lieber Gründen statt Schulbank drücken?

Es gibt immer mehr junge Unternehmer*innen, die ihre Ideen oder Geschäftsmodelle schon während der Schule umsetzen wollen. Doch wie schlau ist es, dafür gleich auch die Schule zu schmeißen?

Garry Lazovskis (17) ist Gymnasiast und Co-Founder der in Frankfurt/Main im Januar 2021 gegründeten SocialSpark UG (haftungsbeschränkt). SocialSpark hilft Unternehmen, sich zielgerichtet und nachhaltig auf Social Media zu platzieren. In seinem schulischen Umfeld hatte Garry immer wieder mit jungen Leuten zu tun, die die Schule vorschnell abgebrochen haben, um eigene Ideen zu verfolgen – und diesen Schritt zumeist im Nachhinein bitter bereuten. Hier sein Plädoyer fürs Gründen mit Weitblick.

Es gibt immer mehr junge Unternehmer*innen, die ihre Ideen oder ihre Geschäftsmodelle schon während der Schule umsetzen wollen. Den Vorsatz finde ich sehr gut und kann ihn nur unterstützen. Doch leider gibt es auch Jungunternehmer*innen, die das Gründen eher als Ausrede nutzen, um nicht mehr in die Schule gehen zu müssen. Was ich davon halte, möchte in diesem Artikel darstellen.

Wie Schulabbrecher*innen argumentieren

Kommen wir erstmal zu den Gründen, warum viele Schülergründer*innen die Schule abbrechen wollen. Das sind die Gründe, die ich am häufigsten von anderen Jungunternehmer*innen zu hören bekam:

Die Doppelbelastung führt zu Zeitmangel und (noch) schlechteren Noten

Viele meiner Gesprächspartner*innen sagten mir, dass sie durch das Gründen einfach viel weniger Zeit zum Erledigen der Hausaufgaben, zum Lernen und allgemein für viele andere schulische Dinge haben. Viele von ihnen legen vor allem am Anfang den Fokus voll auf die Entwicklung des Geschäftsmodells und wollen das natürlich auch voranbringen. Durch diesen Prioritätenwechsel und den zunehmenden Stress werden bei vielen dieser jungen Gründer*innen die Noten schlechter – natürlich kommt dann häufig die Aussage, dass sich das Weitermachen in der Schule so oder so nicht mehr lohnt.

Gleichgültigkeit gegenüber dem Schulsystem

Diesen Grund habe ich früher sehr stark selbst vertreten. Meine Meinung war: Was man mir in der Schule beibringt, bringt mir nichts. Mir war alles egal, denn das Schulsystem war meiner Meinung nach veraltet und hätte mir 0,0 beim Gründen und meinen zukünftigen Plänen geholfen. Viele Jungunternehmer sind sich vor allem in der Anfangsphase sicher, dass ihre zukünftigen Pläne schon in dem jungen Alter feststehen und sich gar nicht mehr verändern werden – dies hat ein Gefühl der Gleichgültigkeit zur Folge.

Die eine Idee oder gar keine

Vor allem am Anfang des Gründungsprozesses sind die meisten Gründer*innen mit maximaler Leidenschaft dabei und stehen zu 100 Prozent hinter ihrer Idee. Manche erzählen mir aber auch, dass ihre Idee die Welt schon jetzt verändern würde und dass sie sich sicher seien, einen großen Erfolg zu landen. Die Realität zeigt: Manche behalten Recht, viele scheitern.

Glamouröse Vorstellungen vom Gründen

Heutzutage gibt es aber auch sehr viele junge Leute auf Instagram, TikTok usw., die mit teuren Uhren, teuren Autos und Co. am Strand posieren. Wir leben in einer Vergleichswelt. Sehr viele Jugendliche werden von diesen Posts beeinflusst und dazu verleitet, ein eigenes Business zu gründen (so wie die anderen es angeblich machen – dafür wird dann häufig mit Online-Kursen, eBooks etc. von den jeweiligen Influencer*innen geworben). Diese Vielfalt an Emotionen und die Honungen, die dadurch entstehen, verleiten einige dazu, ihren Fokus von der Schule komplett auf das angeblich „nützliche“ Wissen aus den Kursen zu lenken.

Das Autoritätsargument

Der letzte und meines Erachtens beliebteste Grund, den junge Gründer*innen für einen Schulabbruch nennen, ist, dass Mark Zuckerberg, Bill Gates usw. doch auch die schulische Ausbildung abgebrochen haben und jetzt Milliardäre sind. Hier gilt: Vorbilder werden angehimmelt – man versucht sich der Sichtweise bzw. des Lebensinhalts jener eher autoritätsfernen Businessstars anzugleichen.

(M)ein Plädoyer für den Abschluss

Warum es meines Erachtens sinnvoll sein kann, trotz einer Gründung weiterhin einen Abschluss (Realschulabschluss, Abitur usw.) anzustreben:

Zeitmanagement hilft bei der Doppelbelastung

Wie schon erwähnt, sagen viele Schülergründer*innen, dass sie aufgrund des Zeitmangels noch schlechtere Noten bekommen. Eigentlich ist mangelnde Zeit in den meisten Fällen lediglich eine Ausrede. Wer sich selbst analysiert, wie viel Zeit er bzw. sie wirklich eektiv für das Business nutzt, erkennt, dass eigentlich gar nicht mal so viel Zeit dafür investiert wird. Die meisten sitzen eher am Handy und entspannen sich, statt wirklich eektiv zu arbeiten. Wenn man also mal das Handy weglässt und mithilfe von To-Do-Listen sowie Morgen- und/oder Abendroutinen arbeitet, schat man es ganz sicher, genug Zeit sowohl für die Schule als auch für das Business zu haben. Es gilt somit herauszufinden, was für unproduktive Aktivitäten einem die Zeit rauben (am Handy sein, mit Freund*innen stundenlang telefonieren etc.). Denn dann kann man mit einer guten Struktur und Planung so gut wie alles unter einen Hut bekommen, auch Business und Schule.

Nicht nur ans Heute denken

Einige Gründer*innen geben sich der Gleichgültigkeit hin, weil sie denken, dass ihre zukünftigen Pläne schon jetzt im jungen Alter feststehen und sich gar nicht mehr verändern werden. Das kann auch so sein, dennoch sollte man auch mal weiterdenken. Sowohl Interessen als auch Werte ändern sich gefühlt jedes Jahr aufgrund von neuen Eindrücken, Erfahrungen etc. und da kann es auch mal passieren, dass man plötzlich nach zehn Jahren vorhat, Medizin studieren zu wollen. Schule ist also natürlich zum Zeitpunkt des Gründens für die meisten gefühlt unnötig und man hat natürlich andere Prioritäten. Es sollte jedoch verstanden werden, dass sich Interessen ändern können und auch Vorteile durch die Schule im Zusammenhang mit dem Gründen gegeben sind: In der Schule geht es um mehr als nur um die Fächer oder das sture Pauken. Man lernt, wie man sich ein Thema erarbeitet, Termine einhält und Verantwortung übernimmt, was einem später beim Gründen enorm weiterhelfen kann. Also sollte man sowohl die Vorteile als auch die Möglichkeit zukünftiger Interessensänderung in Betracht ziehen.

Es gibt nicht nur den einen Weg

Zum Argument der einen, jetzt oder nie zu verwirklichenden Idee bzw. zu ergreifenden Chance: Es kann jederzeit zur Änderung von Interessen/Prioritäten kommen (vor allem in der Pubertät, in der man sich nach einem Sinn im Leben sehnt). Deshalb sollte man immer hinterfragen, ob es jetzt wirklich die eine Idee ist. Und selbst wenn dem so ist, lässt sich das Vorhaben – wie zuvor beschrieben – mit einer zeitlich gut ausgeplanten Struktur (besonders am Anfang des Gründungsprozesses) hinbekommen, oder nicht?

Geld ist nicht alles

Wenn jetzt aber ein(e) Gründer*in sagt, dass er/sie endlich mal Geld verdienen möchte, um was Teures zu kaufen oder um Anerkennung zu bekommen etc., dann sollte diese(r) sich fragen, ob er/sie wirklich aus intrinsischen Gründen eine Idee voranbringen möchte und für den Gründungsprozess bereit ist. Ernsthaftes Business sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Stattdessen sollte man wirklich aus einer reifen Denkweise heraus mit der Gründungsumsetzung beginnen. Letztendlich empfehle ich nicht zu gründen, wenn man wirklich nur das Geld, die teuren Klamotten usw. im Blick hat. Natürlich kann das ein Motiv sein, aber bitte nicht der primäre Grund.

Du bist du

Schlussendlich bleibt noch das oben erwähnte Autoritätsargument. Ich bin ehrlich: Natürlich kann man es auch ohne einen Abschluss zu etwas Großem bringen. Es sind jedoch nur extrem wenige, die das schaen. Mark Zuckerberg, Bill Gates und Co. sind Ausnahmen und gehören zu den wenigen Prozent, die sich etwas weltweit Großes aufgebaut haben. Mein Rat: Man sollte stattdessen lieber auf sich selbst schauen, da es nicht unbedingt empfehlenswert ist, sich mit anderen Leuten zu vergleichen.

Fazit

Letztendlich steht ferst, dass man natürlich viel weniger Zeit hat, wenn man nach der Schule nach Hause kommt und anfängt, an einer Idee zu arbeiten, die etwas verändern soll. Aber viele Gründe, es sich vermeintlich leichter machen zu wollen, sind zum Teil lediglich Ausreden. Vor allem als Gründer*in sollte man immer nach Lösungen suchen, statt nur die Probleme zu betrachten. Es gibt durchaus gute Argumente, den Schulabschluss zu machen und zeitgleich das Gründungsvorhaben zu starten. Spätestens, wenn es mit dem Gründen nicht funktioniert, eröffnet der schulische Abschluss viele Möglichkeiten.

Was ich mit all dem sagen möchte? Ganz klar: Gründer*innen, macht euren Schulabschluss! Ich würde es so gut wie niemandem empfehlen, die Schule abzubrechen. Lediglich ein Prozent der Jungunternehmer*innen, die sich parallel zur Schule ein wirklich festes Standbein aufgebaut haben, von dem sie gut leben können und das längerfristig tragfähig erscheint, sollten es in Betracht ziehen, der Schule den Rücken zu kehren – auch ohne Abschluss.

Spezialanfertigungen für Startups

Worauf ist zu achten, wenn Dinge benötigt werden, die nicht von der Stange kommen – also Sonder- beziehungsweise Spezialanfertigungen?

Copy und Paste ist nichts, was in der Startup-Branche wirklich durchsetzungsfähig ist. Es geht darum, neue Wege zu beschreiten, besondere Lösungsansätze zu finden und Kreativität und Innovation ganz oben auf die Liste der Ziele zu setzen. Das ist natürlich Fluch und Segen zugleich, denn einerseits verändert man die Welt, andererseits ist die Welt nicht immer dafür bereit.

Das bedeutet, dass sowohl in der Produktion als auch im täglichen Geschäft möglicherweise Dinge benötigt werden, die nicht von der Stange kommen – also Sonder- beziehungsweise Spezialanfertigungen. Diese können physische Produkte im Herstellungsprozess sein, aber auch individualisierte Softwarelösungen fallen in diese Kategorie.

Spezialanfertigungen in der Produktion

Das Problem mit speziellen Produkten ist, dass sie nun mal nicht massenweise produziert werden – das hebt den Preis an. Doch Gründer sind sich dieser Situation meist bewusst und wollen es trotzdem versuchen. Dann brauchen sie Partner, die Spezialanfertigungen liefern, die bei der Umsetzung der eigenen Vision helfen.

Sondervarianten können unterschiedlich aussehen. Manchmal sind es Kleidungsstücke aus einem bestimmten Stoffmix, manchmal eher Flaschen in besonderen Formen oder aber Spezialschrauben vom Experten. Wie man aus diesen Beispielen sieht – manchmal ist eine Sonderanfertigung schon das Produkt, das am Ende verkauft oder nur noch minimal verarbeitet wird. Oder aber es sind wie im Falle der Spezialschrauben Teile nötig, um die Eigenproduktion überhaupt erst zu ermöglichen.

Wichtig ist bei der Suche nach einem Zulieferer, dass man sich professionell präsentiert. Erfahrene Unternehmer wissen, dass die Zusammenarbeit mit Startups Risiken beinhaltet. Deshalb ist der erste Eindruck wichtig. Doch man darf auch selbst Ansprüche haben – auf keinen Fall sollte man nur wegen eines guten Preises den erstbesten Geschäftspartner wählen, bei dem aber die Chemie so gar nicht stimmt.

Das Besondere im Unternehmen

Neben den notwendigen Spezialanfertigungen, die die Produktion überhaupt erst ermöglichen, gibt es auch noch Sonderanfertigungen, die nicht das Überleben des Startups bedingen. Sie sind eher dazu da, Identität und Wiedererkennungswert zu schaffen.

Das können beispielsweise Werbegeschenke sein. Diese zu individualisieren, ist ein erster Schritt, um sich von ähnlichen Unternehmen zu unterscheiden und ein wenig Aufmerksamkeit zu erhalten. Neben klassischen Werbegeschenken wie Kugelschreibern oder Einkaufschips kann man mithilfe eines Druckservices vielleicht auch Dinge bedrucken, die nicht so weit verbreitet sind, wie Kopfhörer oder Fitnessgeräte.

Besonderheiten gibt es auch für das Büro:

  • Wandmalerei für Aufenthaltsraum
  • höhenverstellbare Tische und Stühle
  • Gründertoken (z.B. Münze oder Plakette)
  • Namensschilder

Die Besonderheiten im Büro helfen nicht nur Besuchern des Startups, sondern auch den Mitarbeitern dabei, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren. Diese müssen nicht immer Sonderanfertigungen sein, aber so kann nun mal das gewisse Etwas in die Büroräume kommen.

Nicht-physische Sonderanfertigungen

Wichtiger als die Gestaltung oder mögliche Werbegeschenke sind individuelle Produkte, die nicht physisch sind. Darunter fallen zum Beispiel Softwarelösungen. Denn nicht alle Startups wollen greifbare Produkte vertreiben. Auch Anwendungen und Programme können Grundlage für ein Unternehmen sein.

Häufig werden Apps innerhalb des Unternehmens entwickelt und müssen somit nicht extern beschafft werden. Doch es gibt auch Situationen, in denen es sinnvoll sein kann, sich Hilfe von außen zu holen. Beispielsweise, wenn ein bestimmter Produktionsablauf automatisiert werden soll oder wenn die Integration von Code in eine bestehende Website oder Anwendung Schwierigkeiten bereitet.

Auch eine Website kann als Sonderanfertigung gelten. Denn eine Website mit Wiedererkennungswert stammt meist nicht aus dem Baukasten. Design, Funktionen, Inhalte, Shops – all das kann ebenfalls durch Dienstleister speziell für das Startup gestaltet werden. Möglicherweise kann man hier schauen, ob man nicht auf Freiberufler oder auch andere Startups setzt, um sich gegenseitig zu unterstützen und auch langfristige Partnerschaften zu knüpfen, die sich später noch einmal auszahlen.

Tipps zum Aufbau deines Online-Business

Wie schafft man es, sein eigenes Online-Business ohne übermäßig große Kosten und unverhältnismäßgen Aufwand ins Digitale zu heben und zum Erfolg zu machen? Dieser kleine Leitfaden hilft dabei.

Der Online-Handel erlebt durch Corona einen regelrechten Boom: Im Vergleich zum Vorjahr ist der B2C-E-Commerce in Deutschland um rund 23 Prozent gestiegen. Dabei wird online längst nicht mehr nur mit physischen Gütern gehandelt, sondern mit Ideen, Visionen, Kreativdienstleistungen, der eigenen Zeit u.v.m. Ob Yoga-Business, Online-Deli, Paartherapie, Online-Design-Shop, Online-Galerie, eigene Portfolio-Seite u.v.m. – Junge Unternehmer*innen können mittlerweile wirklich jede Geschäftsidee online abbilden.

Aber wie schafft man es, sein eigenes Business ohne große Kosten und Aufwand ins Digitale zu heben und zum Erfolg zu machen? Diese Basics sind dabei auf jeden Fall zu beachten:

Schritt 1: Gute Vorbereitung ist alles

  • Finde deinen Namen: Storytelling is key! Er sollte möglichst unverwechselbar sein, eine Geschichte erzählen und auch über Suchmaschinen gut auffindbar sein.
  • Eine klare Strategie: Mach dir direkt zu Beginn klar, was du anbieten möchtest: deine Kunst, ein physisches Produkt, eine Kreativdienstleistung, Kaffee, Yoga-Kurse, Tattoos, Catering? Was unterscheidet dich von deinen Mitbewerbern? Deine Website ist die perfekte Bühne, um das was dich ausmacht, zum Ausdruck zu bringen.
  • Mach dich unverwechselbar: Es kommt darauf an, was du sagst, aber eben auch, wie du es sagst. Mach dir, neben Ansprache und Tonalität, Gedanken zu Farbgebung, Schriftarten und Design. Aber keine Panik – Website-Baukästen greifen dir in Sachen Design unter die Arme. 
  • Pro-Tipp: Lege ein Dokument mit deinen Markenrichtlinien an und sammle dort Farben, Schriftarten, Kernbotschaften etc.

Phase 2: Website erstellen

  • Trial and error: Mit Website-Baukästen kann jede(r) auch ohne Programmierkenntnisse eine professionell gestaltete Website bauen. Dank einer kostenlosen Testphase kann man sich erst mal entspannt ausprobieren.
  • Mach es offiziell: Spätestens jetzt solltest du deine URL festlegen. Du musst diese nicht unbedingt bei einem Domain-Anbieter buchen, sondern kannst das oft auch direkt bei einem Website-Baukasten System erledigen.
  • Choose your look: Entscheide dich für ein Template und passe Farben, Schriften, Bilder und Text individuell an dein Business und deine Persönlichkeit an. 
  • Keine Foto-Sorgen: Du hast (noch) nicht genug eigenes Bildmaterial? Schau dich bei kostenlosen Datenbanken wie unsplash oder Foto-Agenturen wie Getty um. Bei manchen Anbietern von Website-Baukästen sind beide direkt ins Tool integriert, so dass du passende Bilder nahtlos einfügen kannst.
  • Integriere deinen Shop: Nutze die E-Commerce-Integrationen, wenn du etwas verkaufen möchtest oder binde ein Terminbuchungstool ein für dein Restaurant, Deli, dein Massageangebot u.v.m.
  • Pro-Tipp: Wenn du deine Fotodateien für deine Website sammelst, empfiehlt es sich, sie mit entsprechenden Keywords umzubenennen. Das kann dir bei der Suchmaschinenoptimierung helfen.

Phase 3: Sorge dafür, dass man über dich spricht

  • Zeige, dass es dich gibt: Integrierte Marketing-Tools bringen Traffic auf deine Website und sorgen dafür, dass deine Zielgruppe über dich spricht. Integrierte SEO-Tools messen und erhöhen deinen Erfolg.
  • Teile deine Arbeit mit deinen Followern: Binde deine Social-Media-Kanäle ein, teile deine Social-Inhalte direkt auf deiner Website und verkaufe via Social (z.B. über den Instagram-Shop).
  • Mach‘s deinen Kund*innen so komfortabel wie möglich: Erstelle exklusive Mitgliederinhalte, mit denen du deine Online-Community aufbauen und zusätzliche Einnahmen erzielen kannst.
  • Pro-Tipp: Mit der App Unfold kannst du Social Media Posts in deinem eigenen Stil erstellen und für ein einheitliches Markenbild sorgen.

Den kompletten Squarespace-Leitfaden für den Aufbau eines Online-Business findest du hier

Entscheidungen treffen: So geht’s schneller und leichter

Es gibt viele Tipps und Tricks, um eine Entscheidung leichter zu treffen. Aber ein paar scheinbar ganz simple werden häufig vernachlässigt – dabei sind es die stärksten und wichtigsten von allen.

Start-Upper und junge Entrepreneur*innen müssen täglich viele Entscheidungen in kurzer Zeit treffen. Da ein junges Unternehmen oftmals gleichzeitig viele Dinge tut, Strategien und Strukturen entwickelt, mit vielen Menschen und Kund*innen täglich spricht, überhäufen sich die zu erledigenden Aufgaben. Da kann ein junger Unternehmer bzw. eine junge Unternehmerin sich schon mal überrumpelt fühlen. Eine der ersten Erkenntnisse dabei ist wichtig: All das ist natürlich! Das musst du verstehen lernen. Das bedeutet, dass du die Dinge richtig einordnest und akzeptierst, dass vieles gleichzeitig passieren kann. Wenn du weißt, was du selbst kannst und was deine Unzulänglichkeiten sind, hast du einen riesigen Vorteil. Wenn du nun intelligent genug bist, die Dinge, die du nicht kannst, an Expert*innen in und außerhalb deines Unternehmens abzugeben, hast du alle Asse im Ärmel.

Ziele und Vision koordinieren

Eine Frage zwischendurch: Wer wünscht sich nicht manchmal eine 25. Stunde am Tag? Weil wir viele Unternehmer*innen-Hüte besitzen – Geschäftsführer*in, Buchhalter*in, Social-Media- und Content-Creator*in und vieles mehr – und dadurch Zeit nicht immer unser Freund ist, sind zwei Dinge elementar wichtig: Deine Ziele und Vision, und somit auch deine Intuition. Wenn du diese beiden Faktoren zusammenführst, dann wirst du immer goldrichtig liegen. Dazu stellt sich immer die Frage: Bringt dich das, was du jetzt tun willst bzw. die Entscheidung, die zu treffen ist – z.B. die Mitarbeiterin einzustellen, die strategische Partnerschaft einzugehen, die Social-Media-Strategie zu ändern – deinen Zielen und Visionen einen Schritt näher?

Ja, manchmal ist Trail and Error gar nicht so schlecht. Viele große Unternehmer*innen sagen es immer wieder: fail often and fail fast. Fehler bringen dich nach vorne. Wir sind niemals fehlerfrei. Auch aus diesem Grund ist unsere Intuition so wichtig. Und die Möglichkeit zu reflektieren, für uns ganz persönlich. Denn nur so können wir die Ergebnisse unserer Entscheidungen richtig einordnen.

Der strategische Schlüssel: Intuition

Die Strategie für deine Intuition, die ich dir hier mitgeben möchte, ist denkbar einfach. Der erste Schritt ist auf einen mentalen, geistigen Buzzer-Knopf zu drücken. Stelle dir einen roten Knopf wie in einer Game-Show vor, und drücke diesen vor deinem geistigen Auge. Dieser sagt zuerst mal STOPP. Stoppe dein Gedankenkarussell. Das funktioniert auch dann, wenn du das Gefühl hast, von den Dingen übermannt oder überlastet zu sein.

Der nächste Schritt ist einen Body-Scan durchzuführen. Dieser stammt aus der Psychologie. Stelle dir vor, du scannst deinen Körper von den Haarspitzen bis zu den Zehen ab. Wie bei einer MRT-Untersuchung im Krankenhaus. Alles ist dabei zu spüren. Dein Körper, deine Muskeln. Wo drückt es? Wo ist Spannung drauf? Oder ist alles locker? Sei genau, spezifisch und denke in alle kleinen Körperteile hinein. Wichtig dabei zu wissen ist, dass dein Körper dir hier Aufschluss darüber gibt, was wirklich los ist.
Je öfter du das tust, umso besser wird nicht nur dein Körpergefühl. Du wirst jede Nuance der Veränderung in deinem Körper, deinen Muskeln und dadurch deine Gefühlswelt erkennen. Denn es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Gefühlen und deinen Muskeln.

Eine Sache noch: Deine Intuition – deine Gefühle – betrügen dich niemals! Denn diese sind aus deiner Geschichte und Erfahrungen heraus richtig. Dein Körper speichert alle Erfahrungen und Erlebnisse in deiner Muskulatur, in jeder Zelle deines Körpers. Und dieser lässt sich nicht austricksen. Deshalb musst du nur lernen, auf die Signale zu hören: egal ob du Vorsicht walten lassen oder eine Möglichkeit sofort ergreifen solltest. Aufgrund deiner körperlichen Intuition und deinen Gefühlen „weißt“ du intuitiv und unbewusst, was das Richtige ist. Und deine reale Erfahrung und Reflektion deines Lebens wird dies unterstreichen. So entstehen die besten und wirkungsvollsten Entscheidungen.

Nutze diese Strategie mehrmals täglich – vielleicht wie das Zähneputzen dreimal am Tag – um deine Intuition zu schärfen und dadurch die richtigen Entscheidungen zu treffen: und zwar die richtigen Entscheidungen für dich persönlich. Niemand kann dir sagen, ob deine Strategie die richtige ist. Nur du kannst das wissen. Es gibt für Erfolg und Entrepreneurship kein Schema X, welches für alle funktioniert. Genau deshalb musst du deiner Intuition vertrauen lernen und damit arbeiten.

Der Autor Philipp Nägele ist Entrepreneur und Mindset-Experte. Nach über 10 Jahren in einem klassischen Karriereleiter-Rad entschied sich Philipp, sein berufliches Leben komplett umzudrehen. Inzwischen hat er hunderte Menschen im Thema Mindset, Erfolg und Entrepreneurship gecoacht und sie ihre Ziele realisieren lassen, www.mindstyle.academy

Erfolgreich Mitarbeiter für das Start-up gewinnen

Jedes Start-up steht früher oder später vor der Herausforderung, die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen zu müssen. Durch das Finden gut qualifizierter und motivierter Mitarbeiter sollen die ersten Personalkosten wirklich lohnend sein. Gerade in diesen Tagen fällt es jedoch oftmals schwer, passende Angestellte zu finden. Worauf bei diesem Prozess zu achten ist, sehen wir uns in diesem Artikel an.

Die erste HR-Analyse

In einem ersten Schritt ist es wichtig, sich an eine erste HR-Analyse zu machen. Dabei gilt es zu klären, in welchem Umfang Arbeitskräfte benötigt werden. Ungedeckte Personalkosten, hinter denen sich also nicht die ersehnte Gegenleistung befindet, können für junge Unternehmen ein entscheidender Grund des Scheiterns sein. Besonders wichtig für die Analyse sind aus dem Grund die folgenden Fragen:

  • Wie viele Arbeitsstunden müssen gedeckt werden?
  • Welche Qualifikationen sind dafür notwendig?
  • Welches Arbeitsmodell soll es sein?

Sind diese drei Entscheidungen erst einmal gefallen, können die weiteren Charakteristiken der Stelle in den Blick genommen werden. Welche finanziellen Konditionen sind möglich? Mögliche Bewerber wollen außerdem wissen, wie viele Urlaubstage sie erwarten, ob sie in Gleitzeit arbeiten können und ob die Arbeit im Homeoffice für sie eine Option sein wird.

Passende Jobbörsen wählen

Mit diesen Parametern kann nun die Stellenanzeige auf den Weg gebracht werden. Entscheidend ist nicht zuletzt die Plattform, die für diesen Zweck gewählt wird. Bestimmte Seiten verfügen in einzelnen Branchen über ein besonders dichtes Angebot und steigern damit die Chancen einer erfolgreichen Vermittlung enorm. Wer zum Beispiel mit der Stellenanzeige einen Hausmeister für die neuen Räumlichkeiten finden möchte, kann hier zur Tat schreiten.

Personaldienstleister als Alternative

Der Weg über einen Personaldienstleister wird gern als die traditionelle Option betrachtet. Besonders in den hart umkämpften Branchen, in denen gut qualifizierte Bewerber rar sind, kann es sich um die richtige Option handeln. Dies gilt zum Beispiel für den Bankensektor in Metropolen wie Frankfurt am Main. Während ein Personaldienstleister die Erfolgschancen steigern kann, sind damit jedoch zunächst deutliche Mehrkosten verbunden, die gestemmt werden müssen.

Social Media Recruiting

Als der moderne Weg zu neuen Mitarbeitern für das Start-up wird gern das Social Media Recruiting betitelt. Ziel ist es, die jungen Menschen dort abzuholen, wo sie sich ohnehin fast täglich aufhalten. Dort geschaltete Anzeigen bieten die Möglichkeit, sich ganz gezielt an eine junge Zielgruppe zu richten.

Dank der Informationen, welche Instagram, Facebook und Co. vorliegen, ist sogar ein noch genauerer Zuschnitt möglich. So können sich die Anzeigen gezielt an jene richten, welche eine technische Universität besucht haben oder die einen bestimmten Abschluss vorweisen können, und dadurch Interesse haben könnten.

Das erste Gespräch

All diese Bemühungen münden am Ende im ersten Gespräch mit den Bewerbern. Dafür ist es wichtig, als Verantwortlicher die richtigen Fragen zu stellen, um nicht nur einen Eindruck von der jeweiligen Qualifikation zu erhalten. Stattdessen ist es wichtig, sich auch über die persönlichen Eigenschaften des Gegenübers zu informieren, um Aspekte wie die Teamfähigkeit in den Mittelpunkt der Auswahl zu rücken.

Nachhaltigkeitsreport für Start-ups

Für viele Start-ups ist nachhaltiges Handeln ein wichtiger Baustein der Unternehmensstrategie. Wie aber können Start-ups ihre Nachhaltigkeit professionell kommunizieren?

Der Stellenwert von Nachhaltigkeit wächst

Börsennotierte Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern haben das Thema Nachhaltigkeit längst auf dem Schirm: Sie sind seit 2017 verpflichtet, einen sogenannten CSR (Corporate Social Responsibility)-Bericht zu veröffentlichen, der die Transparenz nicht-finanzieller Aspekte erhöhen soll und zum Beispiel Themen wie Umwelt, Soziales, Digitalisierung, Arbeitnehmerbelange oder Integration beleuchtet.

Zur gefühlten Pflicht wird die Nachhaltigkeitsberichterstattung aber auch immer mehr für kleinere Unternehmen. Der Stellenwert der Nachhaltigkeit nimmt in der Gesellschaft weiter zu – und damit wächst auch die Verantwortung von Unternehmen, sich mit dem eigenen Handeln auseinanderzusetzen. Das Umweltbundesamt fand in einer repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2020 heraus, dass 65 Prozent der Befragten verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit als sehr wichtig bewerten. Schon 2018 ermittelte das Marktforschungsunternehmen YouGov in einer Studie außerdem, dass 88 der Befragten Maßnahmen ergreifen, um nachhaltiger zu leben. Dass diese Menschen lieber bei Unternehmen Produkte kaufen oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen, die sich ihrer unternehmerischen Verantwortung stellen, ist naheliegend.

CSR-Bericht versus Nachhaltigkeitsreport

Die eigene Forschungsabteilung, das Rentenprogramm für die Beschäftigten oder der Betriebskindergarten – Inhalte wie diese und eine umfangreiche Struktur sorgen dafür, dass gerade kleinere Unternehmen die Nachhaltigkeitsberichterstattung als Luxus ansehen, den sie sich selbst nicht leisten können. Dabei muss es gar nicht der große CSR-Bericht sein. Mithilfe eines sogenannten Nachhaltigkeitsreports können Unternehmen ihr Handeln genauso strategisch ausrichten und wirksam vor den Vorhang holen.

Im Gegensatz zum CSR-Bericht erlaubt der freiwillige Nachhaltigkeitsreport mehr Freiheiten: Unternehmen können selbst entscheiden, wo sie ihre Schwerpunkte setzen; üblicherweise sind aber Informationen aus den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales enthalten. Genau wie der CSR-Bericht, eignet sich der Nachhaltigkeitsreport dazu, Schwachstellen zu ermitteln, zu beseitigen und dadurch besser zu wirtschaften. Unternehmen, die klar Position beziehen, verbessern außerdem die Beziehung zu ihrer Kundschaft und erhöhen durch den Zugang zu neuen Zielgruppen ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Wie verbessert man seine englische Aussprache?

Wir sind uns alle einig, dass Fremdsprachelernen viel Zeit, Mühe und Aufwand im Allgemeinen erfordert. Aber die erfolgreichsten Sprachlerner*innen finden einen Weg, ihre Sprache zum Teil des Alltags zu machen. Das kann sich immer lohnen, besonders wenn es um Business-Englisch geht.

Die Aussprache zu üben kann zu einer Gewohnheit werden, wie das Zähneputzen. Wenn Sie Ihre Aussprache verbessern möchten, sollten Sie sich so oft wie täglich üben. Um Ihnen dabei zu helfen, haben wir 5 Tipps zusammengestellt, die Sie jeden Tag nutzen können und sollten, um Ihre englische Aussprache zu verbessern.

1. Üben, üben, üben

Wenn Sie Ihre Aussprache jeden Tag konsequent üben, können Sie in kurzer Zeit spürbare Verbesserungen erzielen. Wie können Sie also damit beginnen? Wir empfehlen Ihnen, das IPA, das internationale phonetische Alphabet, zu lernen. Wenn Sie das IPA lernen, können Sie jedes einzelne englische Wort mit den richtigen englischen Lauten vergleichen und richtig aussprechen.

Eine weitere großartige Möglichkeit, Ihre Aussprache zu üben, sind Nachahmungsunterricht. Es sind wirklich tolle, schnelle 5- oder 10-Minuten-Videos, mit denen Sie regelmäßig üben können.

Nachdem Sie eine Lektion einige Male geübt haben, machen Sie eine Aufnahme Ihrer Stimme und vergleichen Sie sie mit der Stimme des Sprechers. Versuchen Sie, einige der Fehler zu identifizieren, die Sie beim Aussprechen machen.

2. An einer Diskussion teilnehmen

Nehmen Sie an einer englischen Diskussion über etwas teil, das Sie interessiert. Das klingt jetzt trocken und vielleicht kompliziert, aber das ist es nicht. Es geht nur darum, einer aktiven Gruppe oder Online-Community beizutreten, in der Menschen interagieren. Sie teilen ihre Ideen, geben Meinungen ab und Sie können darauf reagieren. Sie werden sehen, wie Englisch im wirklichen Leben verwendet wird, mit Aspekten wie die Verwendung von ‘Which’ oder ‘That’.

So können Sie kommentieren und tatsächlich Teil der Diskussion in Echtzeit sein. Nun, Sie können das auch persönlich, aber es kann einfacher als Teil einer Online-Community geschafft werden. Und das macht es umso einfacher, eine tägliche Gewohnheit daraus zu machen, weil es einfach darum geht, ab und zu eine Site zu besuchen und zu sehen, worüber die Anderen gesprochen haben, und sich zu einem Thema zu äußern.

Wie finden Sie diese Gemeinschaften?

Es braucht ein wenig Mühe. Sie können nicht einfach etwas googeln und der ersten Gruppe beitreten, die Sie finden. Schließen Sie sich ein paar verschiedenen Gruppen an, sehen Sie, welche am aktivsten ist und in welcher ​​Gruppe die interessantesten Diskussionen stattfinden.

Beginnen Sie damit, Ihre wichtigsten Hobbys oder Interessen aufzuschreiben. Beginnen Sie nicht mit der englischen Sprache. Interessieren Sie sich für Politik oder Yoga oder Marketing, Fotografie, Sport? Ich meine, Sie folgen wahrscheinlich bereits Leuten oder Gruppen in diesen Bereichen. Sie müssen sich also nur dazu selbst verpflichten, diese einmal am Tag online zu besuchen und ein Kommentar zu schreiben. Es ist nicht kompliziert. Wenn jemand etwas geteilt hat und nach Meinungen fragt, scrollen Sie nicht weiter. Es ist eine Gelegenheit für Sie, etwas zu teilen. Sie hören, wie die Anderen sprechen. Finden Sie beispielweise einen Blog oder eine Fernsehserie, die Sie interessiert, damit Sie nicht nach etwas suchen müssen. Nehmen Sie sich etwa eine Woche Zeit, um die richtige Art von Community zu finden, der Sie beitreten und an den Diskussionen teilnehmen können.

3. Vorlesen

Sie können auch einfach laut vorlesen, um Ihre Aussprache zu verbessern. Wenn Sie dies jeden Tag tun, können Ihre Mundmuskeln arbeiten. Es wird dann einfacher, englische Laute zu erzeugen und Sie werden sich besser dabei fühlen. Es ist einfach und muss nicht lange dauern, nur fünf oder zehn Minuten am Tag reichen aus.

Achten sie nur darauf, dass Sie es konsequent machen. Sie könnten es sogar tun, indem Sie englische Lieder singen.

4. Machen Sie sich keine Sorgen um den Akzent

Als Kinder lernen wir unsere Muttersprache von selbst. Zu diesem Zeitpunkt unseres Lebens ist der Teil unseres Gehirns, der für das Erlernen einer Sprache verantwortlich ist, sehr plastisch. Wissenschaftler sagen, dass wir unsere Akzente bereits im Alter von 6 Monaten entwickeln.

Wenn wir älter werden und das Beherrschen unserer Sprache entwickeln, konzentriert sich unser Gehirn auf die Ausführung anderer Aktivitäten und verliert die Plastizität, die beim Sprachenlernen so sehr hilft. Aus diesem Grund ist es viel schwieriger, unseren Akzent loszuwerden, wenn wir als Erwachsene eine neue Sprache lernen.

Wenn wir mit dem Erlernen einer Sprache beginnen, gibt es viele Faktoren, die unsere Aussprache beeinflussen. Einige davon sind:

  • Alter – Als wir jung waren und ggf. mehrere Sprachen gleichzeitig lernten, nutzten wir den gleichen Bereich unseres Gehirns. Wenn wir älter werden und anfangen, eine andere Sprache zu lernen, verwenden wir einen anderen. Es ist ein Bereich des Gehirns, der an den Bereich angrenzt, den wir als Kinder benutzt haben.
  • Die Zeit, in der wir der Zweitsprache ausgesetzt waren – Als wir unsere Muttersprache schon fließend sprechen konnten, waren wir 5 oder 6 Jahre alt. Das bedeutet, dass wir über 5 Jahre lang zuhören und üben können.
  • Unsere natürliche Fähigkeit, Akzente zu imitieren – Manche Menschen sind von Natur aus gut darin, fremde Akzente nachzuahmen. Mit anderen Worten, sie haben ein „Ohr“ für Sprachen.

Trotzdem möchten wir betonen, dass es immer noch sehr gut möglich ist, Englisch als Muttersprache zu erwerben. Helfen Sie sich selbst, indem Sie daran denken, dass ein makelloser Akzent nicht unbedingt ein Hinweis auf die Beherrschung einer Sprache ist. Sie können mit einem Akzent sprechen und ein äußerst eloquenter Redner sein.

5. Sprechen Sie langsam

Viele Englischstudentinnen und -studenten denken, dass sie einen besseren Eindruck hinterlassen, wenn Sie schnell sprechen. Dies ist normalerweise nicht der Fall. Schnelles Sprechen neigt dazu, Sprache undeutlich zu machen und schlechte Gewohnheiten zu verstärken. Wenn Sie dagegen langsam sprechen, haben Sie Zeit, darüber nachzudenken, was Sie sagen und wie Sie es sagen wollen. Sie werden sich dadurch auch entspannter fühlen.

Wenn Sie Ihre Aussprache üben, ist es auch immer eine gute Idee, Klänge zu übertreiben. Achten Sie besonders auf diejenigen, bei denen Sie Schwierigkeiten haben, sie auszusprechen. Dies mag Ihnen zunächst etwas seltsam erscheinen, aber keine Sorge: Es ist eine ausgezeichnete Übung, um Ihre Aussprache zu verbessern.