Security für Start-ups

Autor: Markus Weidenauer
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Welche Gefahren in jungen Unternehmen realistisch sind und wie du dich vor ihnen präventiv bestmöglich schützt.

Für den Erfolg eines Start-up-Unternehmens braucht es eine innovative Idee, ein ausgeklügeltes Konzept sowie eine gute Portion Gründeroptimismus. Doch damit ist es leider nicht getan. Was Gründer bei der Etablierung ihrer Produkte oder Dienstleistungen am Markt häufig unterschätzen, ist die Relevanz eines entsprechenden Sicherheitskonzepts. Besonders wenn es mit der Produkteinführung schnell gehen soll, bleiben Sicherheitsvorkehrungen häufig auf der Strecke. Dabei zeigen sich in der Realität unterschiedliche Gefahren und Risiken, mit denen sich Unternehmen aller Größenordnungen frühzeitig auseinandersetzen sollten.

Risiken und Sicherheitslücken

Neben den allgemeinen, meist finanziellen Risiken einer Existenzgründung birgt ein Unternehmensstart zahlreiche weitere Gefahren. Ob wirtschaftliche Konkurrenzsituationen, Frustrationen bei Geschäftspartnern, politische Überzeugungen oder niedere Beweggründe – aus den unterschiedlichsten Motivationen heraus werden auch Start-ups immer häufiger Opfer gezielter Attacken. Schöpferische Innovationen und neue Konzepte, die den Wert des Unternehmens bilden, müssen besonders vor Außenstehenden geschützt werden. Informationsabfluss, Industriespionage sowie Mitbewerberausspähung im Allgemeinen und Lauschangriffe im Besonderen stellen daher eine ernstzunehmende Bedrohung dar.

Je nach Kerngeschäft kann neben dem Know-how eines Betriebes auch die Sicherheit von Produkten zum Angriffsziel werden. Daran gekoppelt ist in der Regel der Vorsatz der Erpressung, um sich auf Kosten des Unternehmens finanziell zu bereichern. Dabei machen kriminell Motivierte auch vor gewaltvollen Handlungen nicht Halt: Bedrohungen von Managern sowie Mitarbeitern in höheren Positionen bis hin zu Entführungen gehören ebenfalls zu möglichen Szenarien. Hier steigt die Gefahr mit wachsenden Auslandseinsätzen und Dienstreisen, die aufgrund der zunehmenden weltweiten Vernetzung immer mehr ins Job-Portfolio von Mitarbeitern unterschiedlichster Branchen und Unternehmensgrößen gehören.

Die meisten Angriffe auf Unternehmen bleiben allerdings für die breite Masse unbemerkt. Aufgrund eines drohenden Imageschadens und um Verunsicherung bei Kunden und Mitarbeitern zu vermeiden, sind Firmen bemüht, derartige negative Vorfälle möglichst nicht in die Öffentlichkeit gelangen zu lassen. Häufig verbietet sich sogar aufgrund laufender Ermittlungsverfahren eine öffentliche Inkenntnissetzung. Grundsätzlich bietet auch das Image eines Unternehmens eine breite Angriffsfläche für Attacken durch Außenstehende.

Angefangen bei einzelnen schlechten Bewertungen auf stark frequentierten Suchmaschinen-Programmen, Online-Portalen oder Webseiten bis hin zu sogenannten DDoS-Attacken, die durch eine gezielte Server-Überlastung ganze Rechner lahmlegen. Je nach Angriffsziel sabotieren Kriminelle mit derartigen Cyber-Attacken sogar ganze Fertigungsanlagen und Produktionsprozesse oder unterbrechen die Strom- oder Energieversorgung eines Firmenstandortes. Das Ergebnis: verärgerte Käufer, Vertrauens- und Kundenverlust, wirtschaftliche Einbußen oder Produktionsengpässe.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Wer negative Vorfälle im Unternehmen vermeiden möchte, sollte frühzeitig handeln. Selbst wenn das Sicherheitsrisiko als relativ gering eingeschätzt wird, sollten Start-ups prüfen, inwiefern ihre Sicherheitsstrukturen – falls vorhanden − auf verschiedene Bedrohungsszenarien hin ausgelegt sind. Grundsätzlich empfiehlt es sich, bereits an dieser Stelle fachkundige  Beratungsunternehmen der Sicherheitsbranche hinzuzuziehen. Diese Experten sind auf das Analysieren von Gefahren, das Erkennen von Schwachstellen und das Erstellen von individuellen Sicherheitskonzepten und Krisenplänen sowie deren Umsetzung spezialisiert. In der Regel benötigt es keinen riesigen Sicherheitsapparat, sondern individuell ausgearbeitete Konzepte, die sinnvolle Technik mit entsprechendem Personal und organisatorischen Maßnahmen verbinden. Je nach Kerngeschäft umfasst Corporate Security unterschiedliche technische und organisatorische Maßnahmen zum Objekt-, Personen- und Informationsschutz.

In Bezug auf digitale Daten gehören beispielsweise neben den klassischen Schutzmaßnahmen wie Antiviren-Programme und Firewalls auch spezielle Sicherheitssoftware und Verschlüsselungstechniken dazu. Ferner ist die Aufklärung, Sensibilisierung und Schulung von Mitarbeitern nicht außer Acht zu lassen. Hier gilt es das Personal in speziellen Awareness-Trainings auf Bedrohungen aller Art aufmerksam zu machen und bestimmte Verhaltensregeln, beispielsweise für den Umgang mit Passwörtern, aufzustellen. Nur wer über die von elektronischen Kommunikationsmöglichkeiten und sozialen Netzwerken ausgehenden Gefahren informiert ist, kann aktiv mit seinem Verhalten zum Unternehmensschutz beitragen.

Was tun im Schadenfall?

Tritt der Ernstfall trotz Präventionsmaßnahmen ein, gilt es vorbereitet zu sein und vor allem schnell und strukturiert zu handeln. Ein im Vorfeld ausgearbeiteter Notfallplan verschafft in Krisenfällen Klarheit über Handlungs- und Entscheidungsgewalten und gibt vor, welche Schritte als Erstes eingeleitet werden müssen. Dazu zählen neben der Festlegung der Kommunikationskanäle und der Einrichtung eines Krisenstabes auch Vorkehrungen, die einen möglichen Imageverlust so gering wie möglich halten. Hier greift ein entsprechendes Reputationsmanagement.

Das bedeutet nicht nur, die externe Kommunikation zu steuern und beispielsweise entsprechende Sprachregelungen zu treffen. Besonders im Zusammenhang mit IT-Vorfällen geht es auch darum, Ursachen schnell zu erkennen, um Angriffe zeitnah aufzuklären. Wer hier über keine eigenen Spezialisten im Bereich Unternehmenssicherheit und IT-Forensik verfügt, findet Hilfe bei externen Beratern der Sicherheitsbranche. Diese Experten geben nicht nur Maßnahmenempfehlungen, sondern untersuchen im Rahmen professioneller Ermittlungsarbeit auch verdächtige Vorfälle durch genaue Erfassung, Sicherung, Analyse und Auswertung digitaler Spuren. Denn um den Tätern auf die Schliche zu kommen, müssen sowohl das Angriffsziel als auch der genaue Zeitraum sowie der Umfang und die Ursache aufgedeckt werden.


Der Autor Markus Weidenauer ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der SecCon Group GmbH in München. Die SecCon Group ist bundesweit spezialisiert auf das Erstellen von individuellen Sicherheitskonzepten (Personenschutz, Event-Schutz, Notfall- und Krisenmanagement für Unternehmen) und deren Umsetzung.


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Winter-Blues & Darkness-Mood

5 Praxis-Tipps, um die kalte und dunkle Jahreszeit positiv zu überstehen.

Die Tage sind schon kürzer. Wer trotzdem noch in die Arbeit fährt geht im Dunkeln aus dem Haus und kehrt im Dunkeln wieder ins traute Heim. Das kann schon auf unser Gemüt schlagen. Wie wir die Wintertage positiv überstehen und daraus etwas entwickeln können, verrät Ihnen Mindset-Experte Philipp Nägele in einem Interview oder Gast-Beitrag.

Es stimmt: zu wenig Sonnenlicht hat negative Auswirkungen auf unser Gemüt. Nicht nur Stimmungsschwankungen sind dann ein Thema, sondern bei andauernder Überlastung im Sinne von zu viel Stress und zu wenig Ausgleich – gepaart mit Sonnenlicht und Bewegung – kann zu Depressionen führen. Nicht von ungefähr kommen die Verstimmungen in genau dieser Winterzeit. Hinzu kommen die weiteren Unsicherheiten seitens des beruflichen Aspektes und der Folgen der Pandemie.

Genau aus diesen Gründen musst du bewusst etwas dagegen tun. Mit diesen 5 Tipps entgehst du dem Blues des Winters und „belichtest“ dein Gemüt positiv.

Tipp Nr. 1: Es gibt noch mehr als nur Business, Essen und Schlafen
Nimm dir am Besten täglich etwas vor. Auch wenn es „nur“ 5 Minuten sind, wie zum Beispiel eine kurze Runde ums Haus, um das Unternehmen zu gehen. Spüre dabei bewusst die Luft, die Helligkeit, den Boden unter deinen Füßen. Vielleicht mal Barfuß durch den Schnee? Das belebt die Sinne! Ob aktiv oder ein paar Seiten in einem guten Buch, ob Zeit mit deiner Familie oder Freund*innen – auch digital! – oder einfach nur für dich: unterbreche den Winterblues und die schnell festgefahrenen Routinen.

Tipp Nr. 2: Gestalte deinen Arbeitsalltag um
Oftmals ist es leichter als gedacht: der Arbeitsalltag lässt sich wunderbar adaptieren, und dein Chef – der du vielleicht selbst bist – hat nichts dagegen. Deine Gesundheit ist dein größtes Gut und wichtig, wenn es um Performance geht. Deshalb könnte ein späterer Arbeitsbeginn oder ein früheres Arbeitsende am Tag möglich sein. Nutze diese Sonnen- und Lichtminuten bewusst in der Natur. Tanke auf, atme durch. Es muss oftmals gar nicht mehr sein. Eine zusätzliche Pause im Arbeitsalltag im Freien birgt ungeahnte Kräfte.

Tipp Nr. 3: Sei bewusst aktiv
Bewegung ist das um und auf. Nicht nur im Sommer, allen voran in der Winterzeit. Denn körperliche Bewegung beeinflusst die geistige Flexibilität. Nicht vergessen: jede Bewegung zählt! Je mehr, desto besser. Vielleicht nutzt du deine Mittagspause mal anders und gehst zwei bis drei Mal die Woche laufen. Ja, auch Spazierengehen hilft! Lt. diversen Studien hat ein Spaziergang nach dem Essen großartige positive Auswirkungen auf Zuckerspiegel, und somit die Müdigkeit und die Kilos auf der Waage.

Tipp Nr. 4: Genieße eine mentale Lichtdusche
Die Wissenschaft zeigt, dass unsere Vorstellungskraft grandioses leisten kann. Für unser Gehirn ist nämlich nicht unterscheidbar, ob wir etwas im realen erleben, oder es nur in unserem Geist, in unseren Gedanken stattfindet. Wichtig ist, dass wir in unseren Gedanken die Dinge so echt und real erleben und empfinden, wie wir nur können. Dabei hilft, wenn wir alle Sinne ins Spiel bringen. Nicht nur was wir sehen, sondern genauso was wir hören, schmecken, fühlen oder riechen, all das ist notwendig, um unser Gehirn auszutricksen. Eine Lichtdusche ist dabei eine Vorstellung, dass wir ganz einfach in Licht ein Bad nehmen. Klingt komisch? Probiere es aus. Wir vermissen die Helligkeit im Leben und in der Winterzeit, also geben wir unserem Gehirn vor, dass genügend davon da ist und wir über die Haut aufnehmen. Die Ergebnisse werden dich überraschen.

Tipp Nr. 5: Wärme ist Willkommen
Ein genüsslicher Tee hilft. Eine Stunde am Kamin oder unter der warmen Wolldecke auf der Couch. Um genau zu sein: alles was wir mit Wärme verbinden, hilft uns in diesem Moment. Damit ist auch die Herzenswärme gemeint, die wir allen voran in der Weihnachtszeit bewusst erleben sollten. Beziehungen sind Wärme, geben uns den Halt und die innere Sicherheit, die wir so dringend brauchen. Und das wird deine Mundwinkel nach oben wandern lassen.

Das Fazit ist denkbar einfach
Bleibe in Bewegung! Geistig, mental wie auch physisch. Der springende Punkt dabei ist, dass du dich bewusst dafür entscheidest, in diesem Bezug etwas zu tun. Wer in dieser Zeit gut auf sich achtet und das eine oder andere Tool und Gedanken wie hier beschrieben nutzt, der/die ist auch im Winter auf der Sonnenseite des Lebens.

Der Autor Philipp Nägele ist seit über 10 Jahren Coach und Experte im Bereich Mindset & Business. In seiner Mindstyle.Academy bildet er dabei Entrepreneur*innen und Start-ups aus.

Tipps zur optimalen Planung einer Website für Unternehmen

Das A und O eines erfolgreichen Unternehmens ist die Website. Das gilt es bei der strategischen Planung und Konzeption zu beachten.

Fakt ist: Die Website ist das virtuelle Schaufenster eines Unternehmens. Sie dient der Neukundengewinnung, der Informationsbekanntmachung und der Sichtbarkeit im Internet. Moderne, technisch einwandfreie und einzigartige Websites sind in den besten Rankings bei Google & Co. zu finden. Doch wie kommt man dorthin und worauf kommt es an?

Eine perfekte Website - worauf ist zu achten?

Von der Idee zur Veröffentlichung einer eigenen Homepage bis zur Projektvollendung gibt es viel zu tun. Der Seitenumfang, die Seitenstruktur und das Design werden geplant und in einem Konzept verarbeitet.

Die Webentwicklung wird technisch und graphisch für den stationären und für den mobilen Abruf vorgenommen. In dieser Phase ist die Fehlerquote enorm, da es um die grundlegende Programmierung aller Funktionen und Details geht. Kleinste Fehler können die gesamte Funktionalität der Website beeinträchtigen und dazu führen, dass die Seite bei Google nicht rankt und dass sie von potenziellen Kunden nicht gefunden wird.

DIY oder professionelle Agentur? Eine einfache Entscheidung!

Wer sich in der Webprogrammierung und in der Designentwicklung auskennt, kann seine Website in Eigenleistung erstellen. Alternativen wie Homepagebaukästen sind keine Lösung für die Präsentation eines Unternehmens. Eine professionelle Website kostet Geld, wird aber dafür auf das Unternehmensziel und die Zielgruppe abgestimmt. Kostenlose Möglichkeiten für die Seitengestaltung sind eine Option für Privatpersonen, nicht für das Business.

Mit der Seitenentwicklung ist es ja noch nicht getan. Die Website muss suchmaschinenoptimiert und mit den richtigen Keywords bestückt werden. Anschließend steht die Entwicklung der Marketingstrategie auf der Agenda. Nimmt man die Leistung einer Webagentur in Anspruch, spart man viel Zeit und erhöht seine Erfolgschancen nachhaltig. Spart man hingegen an der Online-Präsentation und an der Sichtbarkeit seines Unternehmens, wird wertvolles Potenzial verschenkt.

Wie die Homepage das Image eines Unternehmens beeinflusst

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Nirgendwo spielt diese These eine wichtigere Rolle als beim Ersteindruck, die eine Website bei ihren Besuchern hinterlässt. Bereits in den ersten drei Sekunden wird unterbewusst entschieden, ob man sich durch die Seite klickt oder abspringt. Unternehmen, die durch Empfehlungsmarketing punkten und die Karriereleiter erklimmen möchten, benötigen ein stabiles Fundament in Form einer perfekten Website. Wie eine Homepage gestaltet ist und wie es um die Funktionalität bestellt ist, sind zwei essentielle Indikatoren für das Firmenimage. Die Website kann Seriosität und Individualität ausstrahlen, die Qualität der Angebote hervorheben und die Unternehmensphilosophie präsentieren. Wer diese Ressource verschenkt, wird sich im Wettbewerb in den SERPs nicht durchsetzen.

Fazit

Das A und O eines erfolgreichen Unternehmens ist die Website. Allein aus diesem Grund sollten Unternehmer auf Kompetenz vertrauen und sich für eine fachmännische Erstellung entscheiden. „Schuster, bleib bei deinen Leisten!“ Was wie eine Metapher klingt, entscheidet letztendlich über den geschäftlichen Erfolg. Dazu kommt, dass das Outsourcing der Webentwicklung und Seitenerstellung mehr Zeit für das eigene Kerngeschäft und die eigenen Kunden verschafft.

Erfolg(e) katalysieren in 4 Schritten

Wie Unternehmen und Menschen nachhaltig stärker werden.

In einer sich schnell verändernden Geschäftswelt sind neue Arbeitsweisen, Agilität und Innovation gefragt. Die bekannten Methoden helfen da nur sehr bedingt. Neue Konzepte wie Holokratie, Soziokratie, SCRUM oder Teal Organisationen könnten zwar zur Erreichung dieser Ziele beitragen, aber Unternehmen verlieren sich nur allzu leicht in den verschiedenen thematischen Ansätzen. Und eines bleibt dabei oft außen vor, obwohl es schon immer ein erklärter Schlüssel zum Erfolg ist: der Mensch.

Probleme brauchen Platz – nicht nur in Organisationen, sondern vor allem in den Köpfen der Menschen. Und je komplexer Probleme werden, umso mehr Platz muss gegeben sein. Dann jedoch lassen sie sich auf einfache Weise aufschlüsseln und dokumentieren. Vorausgesetzt man kennt bestimmte (Branchen-)Muster und kann schnell neue Ideen entwickeln, um unvermeidliche Hindernisse zu überwinden. Wichtig zu wissen: Herausforderungen haben oft Gemeinsamkeiten. Ein akutes Problem nach dem anderen zu lösen, hilft da nicht wirklich nachhaltig weiter. Ebenso wenig wie einheitliche Frameworks. Was es braucht, sind spezifische Lösungen und Techniken, die es ermöglichen, Erfolg(e) zu katalysieren. Sozusagen Do-it-yourself für Unternehmen, um als Organisation gesund wachsen zu können. Und für die Menschen, um wieder Sinn im und Spaß am Beruf zu entdecken. Beides zusammen macht unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft stärker.

Diese vier Schritte helfen dabei:

Think big – träumen und visionär sein

Sich über Dinge zu beschweren, die man nicht kontrollieren kann, ist unsinnig. Das gilt für Unternehmen und Menschen gleichermaßen. Deshalb sollten wir lieber groß denken und proaktiv handeln. Es kann nicht schaden, bestimme Vorgehen regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen und zu verbessern. Auch wenn das manchmal mehr Aufwand bedeutet als sich über etwas (Gesetze, die Politik, Bestimmungen u.a.) aufzuregen, das nicht in unserer Macht steht. Manchmal können auch Konkurrenten helfen, wenn wir Win-Win-Lösungen und Synergien überhaupt in Betracht ziehen. Fakt ist: 1-1<(meist)0 und 1+1=(oft)5. Ob Organisation oder Mitarbeitenden: Beginnen wir mit dem Schluss, entspricht das, was wir am Lebensende über uns hören wollen, oft nicht dem, was wir heute tun.

Act small – kleine, machbare Schritte

Das Wichtigste zuerst: Häufig klafft eine (große) Lücke zwischen dem, was wir sagen, und dem, wofür wir tatsächlich Zeit aufwenden. Nichts gegen Produktivität, aber wir sollten unseren langen Weg, unseren Plan in machbare Etappen unterteilen. Vergleichbar mit einem Läufer, der einen Marathon anpeilt: Wenn ein Anfänger / eine Anfängerin daran denkt, 40 km laufen zu müssen, ist das gewaltig. Konzentrieren wir uns jeweils auf den nächsten Schritt, ist es leichter machbar und wir kommen gleichwohl an. Viele Hürden sind kleiner, wenn wir, statt ewig zu planen, einfach anfangen, losgehen und im Prozess lernen, uns anpassen, immer wieder neu ausrichten.

Fail fast – Fehler erlauben und feiern

Nur wer als Unternehmen, aber auch einzelne(r) Mitarbeiter*in in der Lage ist, das eigene Ego zurückzunehmen, kann Scheitern als Chance wahrnehmen. Um zu wachsen und zu lernen, braucht es einen kontinuierlichen Prozess aus Feedback erbitten, (zu)Hören, (er)Spüren und (re)Agieren. Zudem sollten Kriterien festgelegt werden, wann etwas als gescheitert gilt. Nur so können Organisationen mit ihren Ressourcen bei der nächsten Initiative erfolgreich sein, anstatt weiterhin „auf einem toten Pferd zu reiten“.

Learn rapidly

Unternehmen und Menschen dürfen nie vergessen: Das Scheitern und Lernen von heute ist die Grundlage für einen disruptiven Durchbruch von morgen. Auch wenn es im ersten Moment nicht so scheint: Gelernte Erkenntnisse zu gewinnen und Maßnahmen zu bewerten, um wieder groß zu denken, ist das wichtigste Element des schnellen Scheiterns. Im Idealfall lernen wir über Bildung: Bildung ist das, was Menschen mit uns machen. Lernen ist das, was wir uns selbst antun (müssen).

Teal Minute: 1 Minute, 1 Sprecher, 1 Thema, 1 Meinung

Apropos Bildung: New Work ist den meisten Menschen ein Begriff. Anders der Begriff Teal, bekannt geworden durch das Buch „Reinventing Organizations“ von Frédéric Laloux. Teal, ursprünglich die Farbe blaugrün, ist ein Konzept evolutionärer Organisationen, die unter anderem den Prinzipien Selbstführung, Ganzheitlichkeit und Sinn folgen. Aber was genau steckt dahinter? Und welche Verbindung gibt es zur vielgeforderten Agilität? Diese und weitere Fragen beantworten Menschen, die in unterschiedlichen Bereichen und Branchen agil arbeiten. Wer sich also selbst weiterbilden und sein Unternehmen weiterentwickeln will, findet hier spannenden Content in den kostenlosen Teal Talks sowie Teal Minutes.

Der Autor Timm Urschinger ist Mitgründer und CEO von LIVEsciences, ein experimentierfreudiges Berater-Team, dessen Vision es ist, den Erfolg von Unternehmen und Organisationen zu katalysieren. www.livesciences.com

Tipps zum Aufbau deines Online-Business

Wie schafft man es, sein eigenes Online-Business ohne übermäßig große Kosten und unverhältnismäßgen Aufwand ins Digitale zu heben und zum Erfolg zu machen? Dieser kleine Leitfaden hilft dabei.

Der Online-Handel erlebt durch Corona einen regelrechten Boom: Im Vergleich zum Vorjahr ist der B2C-E-Commerce in Deutschland um rund 23 Prozent gestiegen. Dabei wird online längst nicht mehr nur mit physischen Gütern gehandelt, sondern mit Ideen, Visionen, Kreativdienstleistungen, der eigenen Zeit u.v.m. Ob Yoga-Business, Online-Deli, Paartherapie, Online-Design-Shop, Online-Galerie, eigene Portfolio-Seite u.v.m. – Junge Unternehmer*innen können mittlerweile wirklich jede Geschäftsidee online abbilden.

Aber wie schafft man es, sein eigenes Business ohne große Kosten und Aufwand ins Digitale zu heben und zum Erfolg zu machen? Diese Basics sind dabei auf jeden Fall zu beachten:

Schritt 1: Gute Vorbereitung ist alles

  • Finde deinen Namen: Storytelling is key! Er sollte möglichst unverwechselbar sein, eine Geschichte erzählen und auch über Suchmaschinen gut auffindbar sein.
  • Eine klare Strategie: Mach dir direkt zu Beginn klar, was du anbieten möchtest: deine Kunst, ein physisches Produkt, eine Kreativdienstleistung, Kaffee, Yoga-Kurse, Tattoos, Catering? Was unterscheidet dich von deinen Mitbewerbern? Deine Website ist die perfekte Bühne, um das was dich ausmacht, zum Ausdruck zu bringen.
  • Mach dich unverwechselbar: Es kommt darauf an, was du sagst, aber eben auch, wie du es sagst. Mach dir, neben Ansprache und Tonalität, Gedanken zu Farbgebung, Schriftarten und Design. Aber keine Panik – Website-Baukästen greifen dir in Sachen Design unter die Arme. 
  • Pro-Tipp: Lege ein Dokument mit deinen Markenrichtlinien an und sammle dort Farben, Schriftarten, Kernbotschaften etc.

Phase 2: Website erstellen

  • Trial and error: Mit Website-Baukästen kann jede(r) auch ohne Programmierkenntnisse eine professionell gestaltete Website bauen. Dank einer kostenlosen Testphase kann man sich erst mal entspannt ausprobieren.
  • Mach es offiziell: Spätestens jetzt solltest du deine URL festlegen. Du musst diese nicht unbedingt bei einem Domain-Anbieter buchen, sondern kannst das oft auch direkt bei einem Website-Baukasten System erledigen.
  • Choose your look: Entscheide dich für ein Template und passe Farben, Schriften, Bilder und Text individuell an dein Business und deine Persönlichkeit an. 
  • Keine Foto-Sorgen: Du hast (noch) nicht genug eigenes Bildmaterial? Schau dich bei kostenlosen Datenbanken wie unsplash oder Foto-Agenturen wie Getty um. Bei manchen Anbietern von Website-Baukästen sind beide direkt ins Tool integriert, so dass du passende Bilder nahtlos einfügen kannst.
  • Integriere deinen Shop: Nutze die E-Commerce-Integrationen, wenn du etwas verkaufen möchtest oder binde ein Terminbuchungstool ein für dein Restaurant, Deli, dein Massageangebot u.v.m.
  • Pro-Tipp: Wenn du deine Fotodateien für deine Website sammelst, empfiehlt es sich, sie mit entsprechenden Keywords umzubenennen. Das kann dir bei der Suchmaschinenoptimierung helfen.

Phase 3: Sorge dafür, dass man über dich spricht

  • Zeige, dass es dich gibt: Integrierte Marketing-Tools bringen Traffic auf deine Website und sorgen dafür, dass deine Zielgruppe über dich spricht. Integrierte SEO-Tools messen und erhöhen deinen Erfolg.
  • Teile deine Arbeit mit deinen Followern: Binde deine Social-Media-Kanäle ein, teile deine Social-Inhalte direkt auf deiner Website und verkaufe via Social (z.B. über den Instagram-Shop).
  • Mach‘s deinen Kund*innen so komfortabel wie möglich: Erstelle exklusive Mitgliederinhalte, mit denen du deine Online-Community aufbauen und zusätzliche Einnahmen erzielen kannst.
  • Pro-Tipp: Mit der App Unfold kannst du Social Media Posts in deinem eigenen Stil erstellen und für ein einheitliches Markenbild sorgen.

Den kompletten Squarespace-Leitfaden für den Aufbau eines Online-Business findest du hier

Gleichstellung von Frauen in jungen Unternehmen – so gelingt‘s

Bei dem Überwinden von Rollenstereotypen ist vor allem die Weitsicht von Manger*innen in Führungspositionen gefragt. Was hilft wirklich, die Gleichstellung zu fördern?

Eine Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft ist leider noch keine Realität. Die Frauenquote, das wachsende Bewusstsein für die Gender-Pay-Gap und die Debatte um “Care Arbeit”, haben die Gleichstellung zwar maßgeblich vorangetrieben, aber eben noch nicht weit genug: Circa zwei Drittel der Dax-Unternehmen haben kein einziges weibliches Vorstandsmitglied und in der Start-up-Welt lag der Anteil an gründenden Frauen 2020 bei gerade mal knapp 16 Prozent. Dabei weist eine Studie von BCG 2018 unter anderem nach, dass von Frauen gegründete Unternehmen einen höheren Umsatz erwirtschaften.

Weil Gleichstellung in der Wirtschaft eben nicht immer gelebt wird, müssen Führungskräfte junger Unternehmen ihren eigenen Weg finden, um branchenspezifische Hürden abzuschaffen, vorherrschende Verhaltens- und Denkmuster aufzubrechen und Gleichberechtigung umzusetzen. Nachfolgend stellen wir dir Manager*innen vor, die eine moderne und faire Arbeitskultur mitgedacht haben:

Empowerment mittels Mentor:innen-Programmen

Über die Bedeutsamkeit der Gleichstellung ist sich Chief Strategy Officer Katrin Bacic von wayra, dem technologieorientierten Open Innovation Hub von Telefónica Deutschland, bewusst. Als Leiterin für Strategie und Venture Development verbindet Bacic High-Potential-Gründer*innen von Tech-Start-ups, Investor*innen, Partner-Acceleratoren und Corporate Partner mit der Telefónica. Um auch außerhalb dieser Position Frauen zu fördern, begleitet sie Gleichgesinnte unter anderem im Stealth Mode Program der Factory Berlin und bei WAI Accelerate (Women in AI) als Mentorin.

Netzwerke speziell für Frauen sind eine grandiose Gelegenheit, um den themenspezifischen Austausch zu fördern und sich gegenseitig zu unterstützen.

Auch das internationale Immobilienmaklerunternehmen Avison Young, das seit 2014 in Deutschland aktiv ist, setzt auf durchdachte Mentoring-Programme, um Top-Talente zu fördern – ungeachtet, welche Herkunft, Zugehörigkeit oder welches Alter der Mitarbeitende aufweist. “Nur der stetige Dialog sowie eine gelebte Kultur des Miteinanders und selbstverständliche Diversity-Standards sorgen dafür, langfristig Denk- und Verhaltensmuster zu verändern, die gerade in einer konservativen Branche wie der Immobilienwirtschaft häufig noch dominieren”, erklärt Katharina Biermann, Leiterin des Standortes Berlin. Ihre People-First-Mission setzt das Unternehmen unter anderem in einem Mentoring-Programm um, in dem insbesondere die weiblichen Führungskräfte als Vorbild, Inspiration und Wegbereiter für jüngere Kolleg*innen dienen. Biermann schätzt darüber hinaus das Unconscious-bias-Training, das jeder Mitarbeitende bei Avison Young absolviert, um unbewusster Voreingenommenheit entgegenzuwirken.

Im Tech-Sektor gründen

Laut den Female Founders ist die Anzahl an Frauen, die selbst gründen, von 2019 auf 2020 kaum gestiegen und der Female Founders Monitor geht im darauffolgenden Jahr auch nicht von einer erheblichen Steigerung aus. Anna Hofmann, CTO von Profishop, geht mit ihrer Gründung mit gutem Beispiel voran. Als Co-Gründerin stellt sie im Unternehmen ihr technisches Know-how tagtäglich unter Beweis und zeigt der männerdominierten Branche, dass es auch ohne die bisherige “klassische Rollenverteilung” geht. Sie verantwortet den technischen und datengetriebenen Bereich der B2B-Hersteller-Plattform ohne Zwischenhändler für jegliche Profi-Anwender aus Bau, Handwerk und Industrie.

Immer wieder schreiben Unternehmer*innen, die einen Onlineshop aufbauen, beeindruckende Erfolgsgeschichten, wie beispielsweise mithilfe der führenden E-Commerce-Plattform für den Multichannel-Vertrieb Shopify. “Wir sind sehr stolz, zahlreichen erfolgreichen Frauen eine Plattform zu bieten, mit der sie erfolgreiche Unternehmen gründen und führen können”, so Linda Hoffmann, Senior Business Development Manager bei Shopify. Unter den erfolgreichen Marken, die via Shopify verkaufen, befinden sich Gitti, Gamechanger und Kuchentratsch. Auf internationaler Ebene gehören dazu auch große Namen wie Kylie Jenner, die für ihr Geschäft im Direktvertrieb von Anfang an auf Shopify baute. Doch der Weg zum Erfolg kann gerade für Gründer*innen steinig sein, wie Hoffmann berichtet. So bekamen die Gründer*innen des Shopify-Händlers Ooia in der “Höhle der Löwen” kein Investment – weil sie ein typisches Frauenprodukt vertreiben und sich lieber weibliche Investor*innen suchen sollten. Die Gründer*innen ließen sich nicht beirren und sind heute eine der bekanntesten Marken für Periodenunterwäsche.

Aber auch unternehmensintern kann quasi gegründet werden: Einblicke geben Lara Schermer und Andreas Krönke von PIABO PR, einer PR-Agentur, die sich auf Tech- und Digitalthemen fokussiert hat. Gemeinsam beraten die Kommunikationsexpert*innen innovative Unternehmen, die einen positiven Klima- oder Nachhaltigkeitseffekt erzielen. 2020 gründeten sie dazu eine eigene Greentech- und Nachhaltigkeitsabteilung. “Gerade im Technologiebereich ist der Anteil an Frauen insgesamt noch geringer als in anderen Branchen”, kommentiert Lara Schermer, Communications Director bei PIABO PR. “Unternehmen mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell und Tech4Good-Start-ups, die mit innovativer Technologie etwas verändern möchten, ziehen jedoch inzwischen zahlreiche Frauen an, die mit ihren Fähigkeiten sinnstiftende Arbeit leisten möchten. So verzeichnet unsere Abteilung derzeit einen Frauenanteil von 61 Prozent.”

Recruiting als Schlüsselfunktion

Das Recruiting ist definitiv ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, weibliche Talente für sich zu gewinnen und zu fördern. Sowohl die Formulierung von Stellenausschreibungen als auch die Art und Weise der Einstellung haben Einfluss darauf, wer am Ende den Job bekommt. Julian von Blücher, Gründer und CEO von Talent Tree, führt eine Personalberatung, spezialisiert auf Impact-Scaleups und die Besetzung von Führungsrollen. Dank seiner jahrelangen Erfahrung, gerade im männerdominierten Climatetech-Bereich, hat er selbst miterlebt, dass der Anteil an Frauen in “typischen Männerberufen” zwar angestiegen ist, bei weitem aber noch nicht das Ausmaß hat, den er haben könnte. Die Frauenquote bei Stellenbesetzungen von Führungspositionen liegt bei Talent Tree mit rund 25 Prozent über dem Durchschnitt.

Zukunftsweisende Prozesse etablieren

Diese Maßnahmen, die jedes Unternehmen auf Basis des eigenen Verständnisses und der eigenen Mission in die Realität trägt, sind mehr als nur vereinzelte Schritte. Initiiert von der Managementriege und Ideen aus den Teams, fördern sowohl die Autonomie als auch die Mitbestimmungsmöglichkeiten von Frauen am Arbeitsplatz. Wer diese Gleichstellung fördert und sie auch leben kann, setzt nicht nur ein starkes Zeichen an die eigenen Talente, sondern auch an die gesamte Branche.

Hester Anderiesen Le Riche ist Ingenieurin und CEO von Tover, einem Start-up, das dafür sorgt, dass an Demenzerkrankte aktiv bleiben. Sie sagt: „Wir arbeiten schon lange auf allen Ebenen gleichberechtigt in diversen Teams. Uns eint unsere Neugierde dafür, wie unsere Mitmenschen ihren Alltag erleben, was sie sich wünschen, was in ihren Augen ihre Lebensqualität verbessert. Gerade, weil wir zudem alle so verschieden sind, kreieren wir Lösungen, die sonst vielen fehlen.“

Eine solche tagtäglich gelebte Einstellung wünscht man sich - hier und jetzt. An starken Beispielen, wie dies in kleinen und großen Schritten gelingen kann, mangelt es freilich nicht. Nun gilt es, davon zu lernen und Prozesse anzustoßen. Nicht nur für Jungunternehmen, sondern auch für die ganz Großen.

Erfolgreich Mitarbeiter für das Start-up gewinnen

Jedes Start-up steht früher oder später vor der Herausforderung, die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen zu müssen. Durch das Finden gut qualifizierter und motivierter Mitarbeiter sollen die ersten Personalkosten wirklich lohnend sein. Gerade in diesen Tagen fällt es jedoch oftmals schwer, passende Angestellte zu finden. Worauf bei diesem Prozess zu achten ist, sehen wir uns in diesem Artikel an.

Die erste HR-Analyse

In einem ersten Schritt ist es wichtig, sich an eine erste HR-Analyse zu machen. Dabei gilt es zu klären, in welchem Umfang Arbeitskräfte benötigt werden. Ungedeckte Personalkosten, hinter denen sich also nicht die ersehnte Gegenleistung befindet, können für junge Unternehmen ein entscheidender Grund des Scheiterns sein. Besonders wichtig für die Analyse sind aus dem Grund die folgenden Fragen:

  • Wie viele Arbeitsstunden müssen gedeckt werden?
  • Welche Qualifikationen sind dafür notwendig?
  • Welches Arbeitsmodell soll es sein?

Sind diese drei Entscheidungen erst einmal gefallen, können die weiteren Charakteristiken der Stelle in den Blick genommen werden. Welche finanziellen Konditionen sind möglich? Mögliche Bewerber wollen außerdem wissen, wie viele Urlaubstage sie erwarten, ob sie in Gleitzeit arbeiten können und ob die Arbeit im Homeoffice für sie eine Option sein wird.

Passende Jobbörsen wählen

Mit diesen Parametern kann nun die Stellenanzeige auf den Weg gebracht werden. Entscheidend ist nicht zuletzt die Plattform, die für diesen Zweck gewählt wird. Bestimmte Seiten verfügen in einzelnen Branchen über ein besonders dichtes Angebot und steigern damit die Chancen einer erfolgreichen Vermittlung enorm. Wer zum Beispiel mit der Stellenanzeige einen Hausmeister für die neuen Räumlichkeiten finden möchte, kann hier zur Tat schreiten.

Personaldienstleister als Alternative

Der Weg über einen Personaldienstleister wird gern als die traditionelle Option betrachtet. Besonders in den hart umkämpften Branchen, in denen gut qualifizierte Bewerber rar sind, kann es sich um die richtige Option handeln. Dies gilt zum Beispiel für den Bankensektor in Metropolen wie Frankfurt am Main. Während ein Personaldienstleister die Erfolgschancen steigern kann, sind damit jedoch zunächst deutliche Mehrkosten verbunden, die gestemmt werden müssen.

Social Media Recruiting

Als der moderne Weg zu neuen Mitarbeitern für das Start-up wird gern das Social Media Recruiting betitelt. Ziel ist es, die jungen Menschen dort abzuholen, wo sie sich ohnehin fast täglich aufhalten. Dort geschaltete Anzeigen bieten die Möglichkeit, sich ganz gezielt an eine junge Zielgruppe zu richten.

Dank der Informationen, welche Instagram, Facebook und Co. vorliegen, ist sogar ein noch genauerer Zuschnitt möglich. So können sich die Anzeigen gezielt an jene richten, welche eine technische Universität besucht haben oder die einen bestimmten Abschluss vorweisen können, und dadurch Interesse haben könnten.

Das erste Gespräch

All diese Bemühungen münden am Ende im ersten Gespräch mit den Bewerbern. Dafür ist es wichtig, als Verantwortlicher die richtigen Fragen zu stellen, um nicht nur einen Eindruck von der jeweiligen Qualifikation zu erhalten. Stattdessen ist es wichtig, sich auch über die persönlichen Eigenschaften des Gegenübers zu informieren, um Aspekte wie die Teamfähigkeit in den Mittelpunkt der Auswahl zu rücken.

Mit dem eigenen Unternehmen an die gläserne Decke stoßen?

Viele Selbständige sind im Hamsterrad gefangen. Sie arbeiten gefühlt pausenlos, die großen Fortschritte bleiben jedoch aus. Theoretisch wissen sie, wie sie ihr eigenes Unternehmen auf die nächste Stufe heben können, doch in der Umsetzung scheitert es. Und jetzt?

Tag- und Traumziele definieren

Wenn man sich selbstständig macht oder ein eigenes Unternehmen gründen möchte lernt man schnell, man solle sich Ziele setzen. Sogenannte SMART-Ziele, messbar für die nächsten fünf oder zehn Jahre. Für Kalkulationen und Prognosen im Businessplan sind diese Art von Zielen durchaus notwendig, dennoch schrecken sie viele Unternehmer*innen in ihrem Tagesgeschäft meist ab, weil sie nicht direkt realisierbar sind. Um das eigene Unternehmen zum Wachstum zu verhelfen ist es auch sinnvoll, Tag- und Traumziele als Unternehmer*in zu identifizieren. Traumziele sind all jene Träume, die man sich erfüllen möchte – einen Urlaub, ein neues Auto. Um sich die eigenen Träume erfüllen zu können, legt man ein Tagesziel fest, das es jeden Tag zu erledigen gilt, um seinem Traumziel ein Stück näher zu kommen Ein Traumziel kann eine gewisse Geldsumme sein, das Gründen einer eigenen Stiftung aber auch einfach die Motivation, die Nummer Eins in der. Branche zu werden. Traumziele sollten so hoch wie möglich gesteckt sein, denn riesige Ziele sind ein großer Antrieb.

„Cut Off Zeit“

Unternehmer*innen und Selbständige arbeiten oft mehr als die für einen Angestellten typischen 40 Stunden die Woche. Ihnen fällt es schwer, Business und Freizeit zu trennen, sie werden von dem Gefühl geplagt immer und überall arbeiten zu müssen. Immerhin sind sie insbesondere in der Gründungsphase oftmals alleine für den Erfolg des Start-ups verantwortlich. Dass eine feste Arbeitszeiteinteilung ihnen enorm dabei helfen würde, wissen viele nicht. Durch festgelegte Arbeitszeiten und eine gewisse Arbeitsroutine kann jedoch die Arbeitszeit nicht nur kontrolliert werden, sondern meist steigt so auch die Produktivität. Ein simpler Hack ist eine „Cut Off Zeit“ festzulegen. Das heißt zum Beispiel immer um 18 Uhr die Arbeit zu beenden, die Abendroutine durchzuführen und damit eine klare Trennung zwischen Freizeit und Arbeit zu schaffen. Egal, was im Business noch ansteht, nach der Cut Off Zeit wird nicht mehr gearbeitet. Natürlich klappt das nicht immer. Doch auch wenn die Cut Off Zeit nur an 5 von 7 Tagen eingehalten wird, hilft dieser simple Trick die Produktivität zu steigern und Stress zu senken.

Komfort versus Risiko

Im Laufe des Lebens lernen wir immer wieder, dass Sicherheit unerlässlich ist. Doch wer immer in Sicherheit lebt, der verlässt seine Komfortzone nicht und bleibt im goldenen Hamsterrad gefangen. Natürlich braucht es bei der Unternehmensgründung und -führung immer ein gewisses Maß an Sicherheit, um gegen böse Überraschungen gewappnet zu sein, jedoch verfangen sich Unternehmer*innen oftmals in genau dieser Sicherheit. Wer weiterkommen möchte, muss das Hamsterrad verlassen, den nächsten Schritt wagen und riskieren. Dabei geht es nicht darum, vollkommen planlos eine Veränderung zu starten, sondern vielmehr um ebendiesen Plan.

Wer will, der findet immer Wege, seine Ziele zu erreichen. Dafür ist es manchmal nun mal notwendig, ein Risiko in Kauf zu nehmen. Investitionen, das Einstellen neuer Mitarbeiter, das Launchen eines neuen Produkts – Entscheidungen sind immer mit Risiko verbunden, Sicherheit gibt es hier nicht. Doch anstatt daran zu denken, dass beispielsweise der erste Angestellte dem Unternehmen Geld kostet, sollten Unternehmer*innen dies als eine Investition sehen: Ein neuer Mitarbeiter bring neues Know-how ins Unternehmen und bringt das Business voran.

Um dem goldenen Hamsterrad zu entkommen müssen Unternehmer*innen mutig sein. Sie dürfen ihre eigene Motivation nicht aus den Augen verlieren, auch wenn ein eigenes Unternehmen zu führen insbesondere zu Beginn meist schwer ist. Wer das eigene Unternehmen weiter vorantreiben möchte, der muss Entscheidungen treffen, auch wenn diese ein Risiko mit sich bringen.

Der Autor Deniz Deke ist Gründer des Persönlichkeitsentwicklungs-Unternehmens „Erschaffe Dich Neu“ und bietet mit „Mental Strength Challenge“ ein intensives Coaching-Programm für mentale Stärke und Disziplin, www.erschaffedichneu.de

Diversity, Equity und Inclusion (DE & I)

Wie du als Entscheider*in Vielfalt, Gleichheit und Inklusion in dein Unternehmen bringst.

Sprache ist ein erster Schritt in Richtung gelebter Realität. Doch ein Gendersternchen allein sorgt noch nicht für Vielfalt, Gleichheit und Inklusion. Was kannst du als Entscheider*in im Unternehmen tun, damit echte Diversität in den Teams Einzug hält? Wie werdet ihr als Unternehmen auch für die Generation Z attraktiv? Hier erfahrt ihr, welche Maßnahmen hilfreich sein können.

Die Gesellschaft verändert sich – und das auf allen Ebenen. Das hat zur Folge, dass Menschen weltweit heute auch von Unternehmen soziales Engagement und Vielfalt am Arbeitsplatz erwarten. Hier sind Entscheider*innen gefordert, konkrete Strategien und Errungenschaften, statt reine Lippenbekenntnisse vorzuweisen. Wichtig ist, dass die klaren Absichten des Unternehmens erkennbar sind und über die Ziele nachgedacht wird. Denn nur so lässt sich abbilden, was tatsächlich erreicht werden soll.

Handeln beginnt auf der Führungsebene

Inklusive Kulturen machen stärkere Unternehmen – und fangen beim Management an. Damit Diversity, Equity und Inclusion (DE & I) überhaupt gelebt wird, müssen Gründer*innen und Entscheider*innen Verantwortung übernehmen. Sie müssen einen Nährboden für eine unternehmensweite Beteiligung und Unterstützung der Themen Vielfalt, Gleichheit und Inklusion schaffen.

Habt die nächste Generation im Blick und kommuniziert adäquat

Laut einer Studie von Stepstone ist Bewerber*innen neben Faktoren wie Gehalt, Unternehmenskultur oder Weiterbildungsmöglichkeiten ist ebenso wichtig, dass die bzw. der potenzielle Arbeitgeber*in für Vielfalt steht. 77 Prozent aller Befragten geben an, sich eher bei einem Unternehmen zu bewerben, das genau diese Vielfalt lebt. 78 Prozent sagen ausdrücklich, dass sie gern in einem vielfältigen Umfeld arbeiten möchten.

Insbesondere bei der jüngeren Generation spielt das Thema eine große Rolle. Um diese Zielgruppe anzusprechen, sollten sich Organisationen ihre Webseite anschauen. Ist die Mission und Vision klar verständlich? Zeigen die Fotos echte Vielfalt? Hier gilt es im Zweifel nachzubessern.

Definiert, warum Vielfalt für euer Unternehmen wichtig ist und skaliert die Messgrößen

Wenn DE & I in eurem Unternehmen wichtig sein soll, dann braucht es eine für alle Mitarbeiter*innen nachvollziehbare Begründung, warum das so ist. Denn es ist vorrangig die Aufgabe der Entscheider*innen im Unternehmen darzulegen, welche Relevanz Vielfalt hat und die Gründe hierfür zu vermitteln. Neben dem „Warum“ geht es aber auch um das „Wie“. Hier müssen Entscheider*innen klar formulieren, was genau Diversität für die eigene Organisation bedeutet.

Wenn diese Fragen geklärt sind, geht es ans Eingemachte: Ihr müsst damit starten, Messgrößen zur Skalierung zu definieren und Feedback einzuholen, um einen Maßstab für eure DE & I-Aktivitäten zu definieren. Im nächsten Schritt sollten Meilensteine, Ziele und Zeitpläne für die Aktivitäten beschlossen werden. Vor allem Zeitpläne helfen dabei, Teams in Verantwortung zu bringen und gleichzeitig transparent zu sein.

Seid transparent – selbst wenn noch nicht alles perfekt ist

Transparent mit dem umzugehen, was beschlossen, gelebt und aber auch optimierungsbedürftig ist, ist essenziell. Warum nicht einen eigenen jährlichen Bericht herausbringen, der den aktuellen Status Quo zu DE & I-Aspekten darlegt? Häufig geht von diesem eine Signalwirkung auf andere Unternehmen aus und ermutigt sie, ebenfalls Stellung zu beziehen.

Es geht nicht um Perfektion, sondern um Fortschritt. Menschen wollen wissen, wie Organisationen zu DE & I aufgestellt sind und was sie tun, um sich hier zu positionieren. Vor allem im Rahmen von Bewerbungsprozessen können diese Themen von Bewerber*innen aktiv angesprochen werden und damit Personalverantwortliche zu fordern – es ist also wichtig das Engagement öffentlich zu machen.

Schafft mit einem strukturierten Ansatz einen gerechteren Rahmen für Vorstellungsgespräche

Insbesondere im Hiring-Prozess hilft ein strukturierter Ansatz beispielsweise dabei unvoreingenommenere Vorstellungsgespräche zu führen. Und zwar indem Kriterien zur Bewertung im Voraus definiert werden, Interviewfragen auf diese Kriterien abgestimmt und verschriftlicht werden, sodass nachvollziehbar ist, wie Kandidat*innen bewertet wurden.

Es geht also unter anderem um Rahmenbedingungen, die einen besseren und faireren Einstellungsprozess ermöglichen. Auch die Erfahrung der Kandidat*innen wird positiver, wenn ein Plan und ein Grundgerüst den Prozess des Hirings bestimmt. Situationsbezogene Fragen wie “Was wird für die Rolle benötigt?” oder “Wie wird der Tagesablauf des neuen Teammitglieds aussehen?” helfen dabei, einen Eindruck zu bekommen wie Bewerber*innen in bestimmten Situationen handeln oder ein Problem lösen würden. Wichtig ist, dass die Fragen den Kern eines Jobs treffen und nicht voreingenommen sind.

Aufpassen bei Empfehlungsprogrammen

Empfehlungsprogramme für Mitarbeitende haben häufig einen Effekt: Sie verstärken die bestehende Zusammensetzung in Organisationen. Vielfältiger werden Empfehlungen dann, wenn die Anforderungen an die Empfehlungen so konkret wie möglich spezifiziert sind.

Statt einfach zu sagen “Hey, wenn du uns jemanden empfiehlst und wir diese Person einstellen, bekommst du Bonuspunkte“ ist es besser beispielsweise zu fragen “Wer ist die beste Ingenieurin, mit der du je gearbeitet hast?" oder “Wir suchen mehr Kundenbetreuer*innen, die von unterschiedlicher ethnischer Herkunft sind. Wen kennst du, der gut ist?

Das Team für präzisere Anforderungen zu sensibilisieren, führt nicht nur zu einem größeren Volumen an potenziellen Kandidat*innen, sondern sorgt durch die Verringerung von Voreingenommenheit für vielfältig Teams.

Gebt allen Bewerber*innen eine faire Chance 

Laut einer Studie der Vereinigung Society for Human Resource Management halten über 80 Prozent der Befragten den Wert eines Mitarbeitenden, der über Vorstrafen verfügt für mindestens genauso hoch und höher, wie den Wert eines Mitarbeitenden ohne Vorstrafen. Was bedeutet das für das Bewerbungsverfahren? Evaluiert, ob der Mensch, der in der Vergangenheit vielleicht einen Fehler gemacht hat, dennoch für den Job geeignet ist. Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Qualifikationen für einen Job zu präsentieren, unabhängig von ihrer Vergangenheit, kann sich lohnen. Denn erst das persönliche Gespräch mit einer Person, in dem man mehr über ihren Hintergrund erfährt, ermöglicht euch wirklich einschätzen zu können, ob Bewerber*innen aus ihren Erfahrung gelernt, sich geändert haben und rehabilitiert sind.

Im Einstellungsprozess jedem eine faire Chance zu geben – also „fair chance hiring“ zu betreiben – ermöglicht nicht nur eine Vielfalt in der Belegschaft zu erzielen, sondern kann auch eine Quelle für Top-Talente sein. Das gilt besonders für Branchen, in denen Fachkräftemangel herrscht und zu einem echten Wettbewerbsvorteil für das einstellende Unternehmen werden.

Radikal emphatisch sein ist ein kraftvolles Tool

Wer Vielfalt, Gleichheit und Inklusion am Arbeitsplatz eine echte Chance geben will, der kann sich des Tools des radikal empathischen Führungsstils bedienen. Dazu ist es hilfreich, die Persönlichkeitsstruktur von Mitarbeitenden zu kennen und die intrinsische Motivation, die die Person antreibt, zu verstehen. Eine Kultur zu schaffen, in der sich Mitarbeiter*innen sicher fühlen und auch kritische Themen ansprechen können, ist dabei essenziell. Um so ein sicheres Umfeld zu schaffen, braucht es klare Richtlinien und Leitplanken. So lassen sich nicht nur die besten Talente gewinnen, sondern auch eine große Führungsherausforderung bewältigen.

Der Autor Jon Stross ist Präsident und Mitbegründer von Greenhouse Software. Mit seiner Software unterstützt das Unternehmen beim optimierten Hiring-Prozess. Stross ist zudem Co-Autor des neuen HR-Buches "Talent Makers“.

Fehlermanagementkultur statt Fehlerkultur

Statt eine Fehlerkultur zu leben, gilt es im Start-up eine Fehlermanagementkultur mit Fokus auf Management zu etablieren. So geht’s.

Dass Fehler zum (Arbeits-)Leben dazugehören, ist mittlerweile fast überall common sense – glücklicherweise. Wo aber in vielen Unternehmen, auch in Start-ups, noch jede Menge Potenzial geborgen werden kann, ist im Umgang mit Fehlern. Denn jeder Fehler enthält wertvolle Informationen und das Potenzial für Innovationen, die ein erfolgreiches von einem sehr erfolgreichen Start-up unterscheiden.

Doch statt eine Kultur der Fehler, also eine „Fehlerkultur“ zu etablieren, muss der Umgang mit Fehlern viel mehr in den Vordergrund gerückt werden; es braucht eine „Fehlermanagementkultur“, mit einem deutlichen Fingerzeig auf das Wort Management.

Diese zu etablieren, muss ein wichtiges Ziel für ein Start-up sein, das langfristig offen und innovativ sein möchte. Denn über Fehler zu sprechen, aus ihnen zu lernen und sie nicht nur verhindern zu wollen, ist der Kern einer guten Fehlermanagementkultur.

Diese zu etablieren ist grundsätzlich Aufgabe des gesamten Teams. Aber, wie bei allen zentralen Entscheidungen im Unternehmen, kommt es letztlich auf die Gründer*innen und die Führungskräfte an. Sie sind verantwortlich für die Unternehmenskultur, zu der eine gute Fehlermangementkultur gehört.

Die gute Nachricht ist: Es lassen sich drei wissenschaftlich fundierte Strategien identifizieren, wie eine Fehlermanagementkultur etabliert werden kann.

Gründer*innen sind Vorbilder, auch beim Managen von Fehlern

Fehler zu machen und darüber zu reden, klingt wie eine Binse. Aber die wichtigen Fehler, über die schweigen wir dann doch gern: Wenn wir das Potenzial eines Projekts einfach falsch eingeschätzt haben. Oder die Marketing-Kampagne doch nicht abgehoben ist wie gehofft. Finden wir dann Ausreden – die Kampagne oder das Projekt hat einfach nicht die richtige Zielgruppe erreicht und war in einem schwierigen Umfeld? Oder sagen wir: Ja, das war ein Fehler, wir haben etwas falsch gemacht – aber daraus ziehen wir diese oder jene Schlussfolgerung?

Das ist ein zentraler Unterschied in der Haltung und im Umgang mit Fehlern. Und den schauen sich gerade juniorige Kolle*innen sehr genau an, weil sie ihr eigenes Verhalten nach dem ihrer Vorgesetzten und Vorbilder ausrichten. Oft adaptieren wir, was wir sehen und es wird zur Norm. Das gilt nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch im Berufsleben. Deswegen sollten Gründer*innen mit gutem Beispiel vorangehen, auch beim Fehlerumgang.

Gründer*innen geben den Rahmen fürs Fehlermachen vor

Mit dem Komplexitätsgrad der Aufgabe steigt oder sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, Fehler zu machen. Wer also in seinem Team Kolleg*innen auch mit themenfremden Herausforderungen betraut, fördert sie, auch indem er sie eigene Fehler machen lässt. Der berühmte Sprung ins kalte Wasser, aber in einem Rahmen, in dem man sich weiterentwickeln kann. Dies entspricht dem sogenannten Aktionslernen, also dem „Learning by Doing“. Eigenverantwortung ist hier das Zauberwort, denn die Entscheidungen werden im gesteckten Rahmen den Kolleg*innen übergeben, der oder die Gründer*in unterstützt nur, steht aber mit ausgestreckter Hand zur Seite. Eigene Erfahrungen sollen also im Team gesammelt werden, ohne dass die Gefahr besteht, das Projekt gegen die Wand zu fahren.

Bereits dieses Loslassen und Aufgaben übergeben mag manche(n) Gründer(in), die bzw. der sehr an einzelnen Projekten hängt, vor Schwierigkeiten stellen; denn loslassen ist immer schwer. Aber: Damit wird wiederum ein normalisierender Umgang mit Fehlern etabliert und gleichzeitig werden die Mitarbeiter*innen in ihrer Entwicklung gefördert. Also ein Win-win für Unternehmen und Mitarbeiter*innen.

Gründer*innen müssen beim Umgang mit Fehlern coachen

Gründer*innen sind Getriebene. Das ist nachvollziehbar in ihrer Mission, die Welt zu erobern. In diesem ständigen Drang kann aber auch das Innehalten und Reflektieren vergessen werden – dabei ist das entscheidend. Denn egal ob ein Projekt, eine Finanzierungsrunde oder ein Launch „gut“ oder „schlecht“ geklappt hat: Das Team sollte sich danach die Zeit zum Einordnen nehmen. Was haben wir mitgenommen, was können wir nächstes Mal besser machen? Die Erkenntnisse zu verschriftlichen – auf einem Whiteboard, auf Post-its, auf dem eigenen LinkedIn-Profil, wo auch immer –, hilft für die Zukunft. Hier sollten Gründer*innen zu Coaches werden, die zum (kritischen) Reflektieren animieren – und somit langfristig für Lernen, Innovationen und Resilienz sorgen.

Fehlermanagementkultur bedeutet: Fehler machen und sie aktiv managen ist besser als Fehler immer nur verhindern zu wollen

Alle drei genannten Prinzipien sorgen dafür, dass Fehler nicht verdammt und verhindert werden. Sie sorgen dafür, dass über Fehler gesprochen wird und wir daraus lernen, ihnen positive Aspekte abzugewinnen. Für Gründer*innen und Führungskräfte in Start-ups ist es daher wichtig, diese drei Strategien anzunehmen und so oft wie möglich im Joballtag zu leben. Wann immer möglich offensiv mit Fehlern umzugehen, sie einordnen und erklären, damit andere davon lernen können – das unterscheidet langfristig erfolgreiche Start-ups von sehr erfolgreichen Start-ups. 

Der Autor Christoph Seckler leitet seit 2019 den Lehrstuhl für Entrepreneurial Strategy an der ESCP Business School in Berlin. Er forscht zu Entrepreneurship und speziell zum Lernen aus Fehlern und zu Fehlermanagementkultur.

Herausforderungen beim Etablieren eines Start-ups

Diese Bausteine helfen dir dabei, dein Start-up nach dem gelungenen Markteintritt erfolgreich in der Aufbauphase zu lenken.

Ein eigenes Start-up zu gründen ist keine leichte Aufgabe. Auf dieses Statement können sich sicher eine Vielzahl von Unternehmern einigen. In Deutschland liegt die Anzahl der Start-ups in den vergangenen Jahren relativ konstant bei 70.000 – eine solide Zahl. Doch im europaweiten Vergleich gibt es einige Länder, in den sich das Gründen eines Start-ups deutlich attraktiver gestaltet. Dazu zählen vor allem Staaten in Osteuropa, Skandinavien und im Baltikum. Besonders die deutsche Bürokratie kann den ein oder anderen Stolperstein in den Weg der Gründer legen. Aber auch die Kapitalbeschaffung gestaltet sich in vielen der oben genannten Länder deutlich einfacher als in der Bundesrepublik.

Die verschiedenen Hürden und Problematiken der Neugründung eines Unternehmens sind den meisten jedoch ausreichend bekannt und Hilfestellung dazu finden sich en masse. Wie geht es aber weiter, nachdem die anfänglichen Hindernisse gemeistert wurden?

Hat es ein Start-up erstmal auf den Markt geschafft, beginnt die sogenannte Aufbauphase. Hier geht es darum, das Unternehmen zu etablieren und sich einen Namen in der Branche zu schaffen. Wir werfen einen Blick auf die einzelnen Bausteine, die hierbei helfen können.

Siegel und Sicherheit

Wenn es um Labels geht, die heutzutage auf Produkten oder bei Services zu finden sind, ist ein wenig Verwirrung vorprogrammiert. Speziell in der momentanen Zeit ist es für Kunden wichtig zu wissen, ob Unternehmen auch wirklich für das einstehen, was sie vorgeben. Eines der größten Themen ist dabei Nachhaltigkeit. Ein bewusster Umgang mit der Umwelt wird nicht nur gewünscht, es wird vermehrt eingefordert. Um dabei sicherzugehen, dass es sich nicht um Greenwashing handelt, vergeben Institute verschiedene Siegel und Prüfzeichen. Durch die Unabhängigkeit dieser Einrichtungen kann Objektivität gewährleistet werden, wovon Kunden und Unternehmen gleichermaßen profitieren.

So können diese Siegel helfen, sich eine gewisse Autorität und ein sicheres Image zu schaffen. Geht es um Gütesiegel für Lebensmittel, gibt es beispielsweise die EG-Öko-Verordnung, die ökologischen Landbau kennzeichnet. Bei Textilien gibt das Siegel „Blauer Engel“, der auf Umweltfreundlichkeit und Schadstoff-Verzicht hinweist. Für Services im Internet gibt es verschiedene Kennzeichnung und Bewertungsseiten, die über Erfahrungen aufklären. So sind unter anderem seriösen Online Casino Tests sowie zertifizierte Siegel in Online Shops ein guter Indikator für vertrauenswürdige Webseiten.

Zielgruppe

Die Zielgruppe wird natürlich schon vor einer Neugründung erforscht und analysiert. Doch meist sind diese Gruppen relativ weitläufig definiert. Deshalb eignet sich die Aufbauphase des Unternehmens, um speziell auf Teilgruppen einzugehen. So sollten zu Beginn jene Personen angesprochen werden, die leicht zu adressieren sind. Das entsprechende Publikum kann spezifisch über die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen aufgeklärt werden, um eine wertvolle Bindung zu schaffen. Da Start-ups in der Regel innovative Lösungen anbieten, muss der Mehrwert effektiv kommuniziert werden. Die ersten Kunden werden oftmals „early adopters“ sein, die ähnlich innovativ arbeiten und denken. Mit der Zeit kann das Angebot getestet und adaptiert werden, um die Zielgruppe nach und nach aufzubauen.

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Erstkunden sorgt für Aufmerksamkeit auf dem Markt und bietet auch größeren Kunden gute Argumente, um sie von den Angeboten zu überzeugen. Netzwerken ist ebenfalls ein entscheidender Punkt dieser Phase, da man von der Expertise und den Verbindungen der „early adopters“ profitieren kann.

Marktumfeld und Wettbewerb

Bedingt durch technologischen Fortschritt ist die heutige Geschäftswelt in nahezu allen Bereichen sehr sprunghaft. Dementsprechend gilt es zu jeder Zeit den Markt und seine Entwicklung genaustens im Auge zu behalten. In der Aufbauphase haben Start-ups einen wichtigen Vorteil gegenüber Großkonzernen und Konglomeraten. Im Notfall können sie schneller eingreifen und sich an den Markt anpassen, da die Unternehmensstruktur im Regelfall weniger komplex ist.

Regelmäßige Adaption an den Markt und die Geschehnisse im Umfeld sind natürlich ein Aspekt, der immer und während jeder Unternehmensphase eine wichtige Rolle spielt. Doch während der Aufbauphase können es sich Start-ups erlauben in gewissen Situationen etwas mehr Risiko einzugehen. So kann an einigen Stellschrauben gedreht werden, um ein Produkt oder Service gegebenenfalls zu optimieren und sich somit auf den Markt durchzusetzen und neue Potenziale zu erkennen.

Diese Ratschläge können als Orientierung und Inspiration dienen, um das ein oder andere Prozent rauszuholen. Sicherlich kommt es im Detail immer auf die Situation an in der sich ein Start-up befindet. Auch Branche und Makroumfeld spielen eine wichtige Rolle, sodass es für jedes Unternehmen ein anderer Ausgangspunkt ist. Wer es aber schafft, sein Angebot früh und effektiv auf dem Markt zu etablieren, wird davon profitieren und einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz haben.

Outsourcing - mit der richtigen Idee zum erfolgreichen Unternehmen

Für die einen ist es ein Segen, für die anderen der pure Schrecken: Outsourcen. Doch nichts bietet einem Startup bessere Chancen zu wachsen, als die Aufgaben an Spezialisten abzugeben. Vielen Gründern bereitet es allerdings große Sorgen, dass eigene “Baby” abzugeben und darauf zu vertrauen, dass es gut behandelt wird. Outsourcing ist jedoch ein Phänomen, welches immer beliebter wird. Vor allem in der Startup-Welt, die sehr schnelllebig ist, kann sich so ein Wettbewerbsvorteil verschafft werden.

Outsourcing kann sinnvoll sein für Startups

Existenzgründer müssen mit einem überschaubaren Budget eine Vielzahl an Aufgaben decken. Insbesondere in der Anfangsphase investiert man große personelle Ressourcen in das Marketing, um neue Kunden gewinnen zu können. Auch Personal- und Finanzmanagement beanspruchen viele Gründer, in die meisten Themen muss man sich dann mühsam selbst einarbeiten. Parallel muss natürlich weiterhin das Tagesgeschäft laufen, denn auf die Kunden ist man finanziell angewiesen. Durch Outsourcing entlastet man sich von diesem Aufwand und kann sich auf den eigentlichen Kern konzentrieren. Soll beispielsweise eine eigene Webseite erstellt werden, solle man diese Tätigkeit abgeben, anstatt sich selbst stundenlang mit Homepage-Baukästen oder gar Programmiersprachen abzukämpfen. Wird diese Arbeit ausgelagert, erhält man am Ende sogar ein besseres Ergebnis und konnte die Zeit sinnvoll in die eigenen Kernkompetenzen investieren.

Strategie und Marketing

Bei Online Startups ist der Kern meistens eine Online Plattform und rundherum fallen dann Aufgaben an, wie Produktion, Lagerung und Versand. Aber auch Buchhaltung und Marketing kann an gute Partner abgegeben werden. So bleibt dann mehr Zeit, um sich unter anderem der strategischen Unternehmensentwicklung zu widmen, was ein Bereich ist, den man nicht outsourcen kann. Dennoch kann man sich so gezielt darum kümmern, dass das Unternehmen wächst, Prozesse werden optimiert und Qualität sowie Marketing verbessern sich.

Konzentration auf das Kerngeschäft

Wenn man sich nur mit dem beschäftigt, was man wirklich kann und was den Kern des Unternehmens ausmacht, dann kann man langfristig deutlich schneller wachsen und gleicht damit die Kosten für externe Mitarbeiter aus. Aber man kann auch einfach mal die Füße hochlegen, von überall auf der Welt arbeiten und so geistig wieder neue Energie tanken.

Verschiedene Möglichkeiten des Outsourcings

Es kommen viele Dienstleistungen für das Outsourcing infrage. Marketing, IT, Bürotätigkeiten, Buchhaltung oder Reinigung. Grundsätzlich kann jede Aufgabe ausgelagert werden, man sollte jedoch mit Bedacht damit umgehen. Es empfiehlt sich eine Analyse, welche Bereiche sich im eigenen Business dazu eignen. Auch sollte man darauf achten, dass die externen Firmen wirklich gut gewählt sind, denn etwaige Qualitätsmängel werden auf das Startup zurückgeführt.

Produktidee, aber wie herstellen?

Hat man zum Beispiel eine gute Produktidee, möchte diese umsetzen, aber besitzt nicht die notwendigen Maschinen, kann man die Produktion an 3dhubs abgeben und das Produkt einfach fertigen lassen. Vor allem bei der Produktion von physischen Dingen bietet sich eine solche strategische Partnerschaft an, da es dem Startup riesige Summen an Geld einspart.

Weitere Beispiele

Aber auch Textarbeiten, Recherchen oder Kundenservice sind Bereiche, die einfach abgegeben werden können. Wird es dann mal etwas komplizierter, sollte man sich mit Freelancern beschäftigen, für jeden Bereich wird man einen passenden finden.

Vor - und Nachteile des Outsourcings

Vorteile sind vor allem die kurzfristigen Kosteneinsparungen, ein einfaches Management, mehr Zeit für das Kerngeschäft sowie eine höhere Flexibilität, da es keine Festangestellten gibt. Negativ ist natürlich, dass man externe Mitarbeiter nicht so motivieren kann wie die eigenen und auch Überstunden werden diese nicht machen. Zudem greift bei Projekten die an externe Dienstleister abgegeben werden oftmals der “Doppler-Effekt”, das Projekt dauert also immer doppelt so lange wie geplant, was an der Kommunikation oder auch vielen anderen Komponenten liegen kann. Zudem stellt sich kein Lerneffekt ein, da nichts selbst gemacht wird. Möchte man irgendwann dann doch mal selbst produzieren, fängt man vom Know-how her oftmals fast bei Null wieder an.

Ergonomie am Arbeitsplatz: Wie gestalte ich mein Home-Office?

Ein optimaler Arbeitsplatz schützt nicht nur vor Krankheit, sondern fördert vor allem durch entsprechende Maßnahmen die Gesundheit. Dabei ist Ergonomie heutzutage in aller Munde, weil die Ergonomie Arbeit, Technik und Menschen verbindet. Von Büromöbel bis zum Computerzubehör werden Produkte und Arbeitsmittel an den Menschen angepasst, um den größtmöglichen Nutzen aus ihnen zu ziehen.

Doch wie lässt sich Ergonomie in den Arbeitsalltag zu Hause integrieren? In diesem Artikel werden einige ergonomische Helfer für den heimischen Arbeitsplatz vorgestellt. Darüber hinaus wird präzisiert, warum Sie damit gesund und produktiv arbeiten können. '

Bewege dich – auch im Home-Office!

Wer viel im Home-Office sitzt, dem drohen die gleichen negativen gesundheitlichen Folgen wie bei der monotonen Sitzarbeit im klassischen Büro. Abwechseln im Stehen zu arbeiten wirkt dem entgegen. Ergänze deinen Arbeitsplatz mit einem elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch, mit dem du mal sitzend mal stehend arbeitest. Mobilität ist eine Wohltat für deinen Bewegungsapparat.

Schluss mit Killerwörtern und Null-Aussagen

In Kundengesprächen können Floskeln und andere verbale Unsitten „tödlich“ sein. Wenn Sie sich und Ihr Unternehmen überzeugend präsentieren wollen, müssen Sie kundenorientiert und rhetorisch geschickt kommunizieren.

Ein gewisses Maß an „Sprach-Hygiene“ ist erforderlich, wenn Sie mit Ihren Kunden kommunizieren. Sprach-Schlampereien lösen keine Handlung aus und verunsichern möglicherweise den Kunden. Wer Sicherheit und Kompetenz ausstrahlen will, drückt sich eindeutig und klar aus. Kunden mögen keine butterweichen Aussagen. Im Folgenden lesen Sie, worauf Sie im Kundengespräch achten sollten, damit Sie und Ihre Botschaft richtig ankommen.

Es gibt Signalwörter, die Unsicherheit oder Zweifel ausdrücken, wie „in etwa“, „irgendwie“, „sozusagen“, „gewissermaßen“, „oder so“. Wer solche Wörter oft in eine Aussage einfügt, verrät, dass er sich nicht genau auskennt, dass er sich nicht genau festlegen will. „Das wird sich dann technisch irgendwie lösen lassen“, „In etwa kann man sich vorstellen, was dann passiert“, „Das ist gewissermaßen sicher“. Diese wachsweichen Aussagen überzeugen nicht. „Sicher“ ist das Heftpflaster für Unsicherheit. „Sicher ist morgen schönes Wetter“. „Es wird sicher nicht so schlimm sein.“ Wer eigene Zweifel hat, deckt seine Unsicherheit dadurch auf. Soll der Kunde etwa so überzeugt werden?

Null-Aussagen auf den Müll

Formulierungen wie „Eigentlich kann ja nichts schief gehen ...“ oder „Wir sind wahrscheinlich in der Lage...“ brechen der Aussage die Spitze ab, relativieren sie zu einer Null-Aussage. Deshalb: Auf den Müll mit „eigentlich“, „vielleicht“, „eventuell“, „einigermaßen“, „möglicherweise“ und ähnlichen Verbal-Pölsterchen. Zumindest dort, wo Kompetenz und Standing sowie persönliche Durchsetzungsfähigkeit auch sprachlich gefragt sind. Dazu gehören solche Konjunktiv-Aussagen wie „Es könnte sein ...“, „Wir würden gerne ...“ oder „Es wäre gut ...“

Als Spezialist in die Marktnische

Gründer, die von Anfang an ihre Internetpräsenz mit einem Webshop verbinden, haben Vorteile – wenn das Konzept dahinter stimmt. In diesem Crashkurs erfahren Sie, worauf Sie beim Aufbau Ihres Online-Handels achten sollten.

Wenn Sie als Gründer das Internet für Ihren Unternehmenserfolg gewinnbringend nutzen wollen, sollten Sie über einen eigenen Internet-Shop nachdenken. Auch Handwerker und Dienstleister können gleich mehrfach vom Internet profitieren, indem sie an ihre Homepage einen eigenen Online-Shop angliedern. Dies ist häufig bereits mit dem ungefähren Budget einer mittelguten Homepage zu realisieren.

Auffindbarkeit ist maßgeblich

Einer der wohl wesentlichsten Vorzüge des Online-Handels in der Marktnische ist, dass Sie, die richtige Umsetzung vorausgesetzt, unter umsatzrelevanten Suchbegriffen auf die erste Google-Seite vorstoßen können. Dies hat damit etwas zu tun, dass Suchmaschinen u.a. die Häufigkeit eines speziellen Suchbegriffs auf einer Internetseite zählen, um die Relevanz dieser Seite für diesen Begriff zu beurteilen. Ein Online-Shop in der Marktnische konzentriert sich deshalb auf einige wenige, gut gewählte Suchbegriffe und bietet hierzu ein umfangreiches Sortiment an.

Während nämlich auf der herkömmlichen Homepage eines Schreiners etwa der Suchbegriff „Holztüren“ maximal zehn Mal vorkommt, steigern Sie mit einem angegliederten Shop und entsprechendem Zubehör für Holztüren die Präsenz des Begriffs „Holztüren“ in Ihrem Internet-Auftritt um ein Vielfaches. So landen Sie bei Google ganz automatisch weiter vorne. Dies ist wichtig! Denn wer in Deutschland bei Google nicht auf der ersten Seite erscheint, ist für 87 Prozent aller potenziellen, deutschen Internetsurfer einfach nicht existent.

Zum Verständnis: Google ist in Deutschland die einzige wirklich relevante Suchmaschine. 87 Prozent aller Suchanfragen wurden im Jahr 2009 hierüber gestellt. Und 90 Prozent aller Suchmaschinen-Nutzer geben eher einen anderen Suchbegriff ein, als auf die zweite Seite der Suchmaschine zu wechseln. Im Klartext heißt das: Wer bei Google nicht auf der ersten Seite mit seinem Angebot gelistet wird, macht über das Internet keine Werbung, keine Kontakte und damit letztlich auch keinen Umsatz.