5 Herausforderungen für Gründer


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Von der Finanzierung bis zur Umsetzung gilt: Diesen fünf Herausforderungen müssen sich Existenzgründer stellen.

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Selbstständige und Chefs von Start-up-Unternehmen eint eine gemeinsame Aufgabe: Die Herausforderungen einer Existenzgründung zu stemmen. Gerade die Anfangszeit einer Unternehmensgründung ist hier mit zahlreichen Anstrengungen verbunden. Von der Finanzierung bis zur Umsetzung gilt es, zahlreiche Hürden zu nehmen. Damit ihr hier nicht im Chaos versinkt, nachstehend ein paar der wichtigsten Punkte, die Gründer unbedingt beachten müssen.

Gute Planung ist das A und O

Was es zu Beginn einer Geschäftsgründung braucht, ist zunächst einmal eine zündende Geschäftsidee. Es hilft nichts, die berufliche Selbstständigkeit mit einem Geschäftsmodell zu beginnen, das keinen Erfolg verspricht. Um hier ein Erfolgskonzept zu finden, muss man sich an modernen Business-Trends und Marktlücken gleichermaßen orientieren.

  • Welche Geschäftsmodelle sind derzeit besonders beliebt?
  • Gibt es vielleicht erfolgversprechende Serviceleistungen oder Produkte, die im derzeitigen Marktangebot zu kurz kommen?
  • Wie sieht es mit der Marktkonkurrenz aus?
  • Habe ich überhaupt die nötigen Schlüsselqualifikationen, um meine Geschäftsidee zu verwirklichen?

Es gibt unzählige Fragen, die sich Gründer bei der Planung stellen müssen. Dabei ist gerade in unserer modernen Zeit auch an das Thema Digitalisierung zu denken. Immer mehr konservative Geschäftsmodelle sterben derzeit aus, weil sie nicht mit der Zeit gehen. Wer neu gründet, sollte darum fit in den Bereichen moderne Geschäftswelt und Unternehmenstrends sein.

Nicht zu vergessen ist darüber hinaus auch die Standort- und Strukturplanung. Ein Unternehmen benötigt einen festen Geschäftssitz, ggf. mit Produktions- und Lagerstätten, einem Büro oder einer Verkaufsfläche. Wer zudem im großen Stil produzieren möchte, kommt ohne helfende Hände kaum aus. Von der Anzahl künftiger Mitarbeiter bis hin zu Zulieferern und Geschäftspartnern ist deshalb vieles im Voraus zu bedenken. Außerdem kosten Geschäftsunterkünfte zusätzliches Geld. Für Solo-Selbstständige kann es am Anfang darum sinnvoll sein, zunächst in Homeoffice zu arbeiten, um Kosten zu sparen.

Grundsätzlich gilt: Niemand wird mit umfassendem Know-how zur Existenzgründung geboren. Viel Fachwissen müsst ihr euch geschäftsspezifisch erst durch Kurse und Praxiserfahrung aneignen. Eine gute Hilfestellung bei der Planung sind diesbezüglich zum Beispiel Seminare und Beratungsangebote verschiedener Einrichtungen. Mit nützlichen Informationen und Kursen zum Thema Existenzgründung werden Neueinsteigern in der Geschäftswelt einige hilfreiche Anlaufstellen geboten.

Thema Finanzierung: Finanzhilfen und Zuschüsse für Gründer

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Ein besonderes Augenmerk liegt bei der Planung der eigenen Selbstständigkeit auf der Finanzierung der eigenen Geschäftsidee. Seien es nun Arbeitsmaterialien, Kosten für Geschäftsreisen, Löhne für Mitarbeiter, Liefer- und Versandkosten oder die Miete für Geschäftsräume. Kostenpunkte gibt es bei der Existenzgründung zuhauf.

Wichtig ist hier für Gründer vor allem, zu wissen, wo sie sich finanzielle Hilfe holen können. Denn auch, wenn ein gewisses Eigenkapital gerade zu Beginn fast unumgänglich ist, müsst ihr bei der Geschäftsgründung nicht alles aus der eigenen Tasche bezahlen. Der Staat weiß um das wirtschaftliche Potenzial aufgeweckter Neugründer. Sie bringen frischen Wind in die Wirtschaft und glänzen immer wieder durch bahnbrechende Innovationen. Es gibt deshalb diverse staatliche Förderprojekte für junge Start-ups und Selbstständige. Zu nennen wäre in diesem Zusammenhang zum Beispiel der Gründerzuschuss der Bundesagentur für Arbeit. Er half in den vergangenen Jahren zahlreichen Selbstständigen erfolgreich zur Existenzgründung.

Neben direkten Zuschüssen existieren für Gründer auch verschiedene steuerliche Vergünstigungen für Unternehmen. Im Grunde können nämlich alle Kosten, die durch die Gründung und Führung eines Geschäfts entstehen, von der Steuer abgesetzt werden. Das hilft Gründern gerade in den ersten Jahren sehr und manchmal entfallen Steuereinnahmen so vollständig, wenn der Gewinn eine bestimmte Grenze nicht überschreitet.

Eigenverantwortung und Disziplin – die wichtigsten Skills für Gründer

Viele stellen sich die Selbstständigkeit wie das Paradies der Berufstätigen vor. Man ist sein eigener Chef und niemand sagt einem, was man zu tun oder zu lassen hat. Aufstehen kann man, wann man will, und die Arbeitszeit lässt sich als Selbstständiger auch recht frei einteilen. Weit gefehlt, denn wer sein eigenes Unternehmen führt, ist nicht nur für den beruflichen Erfolg, sondern auch den Misserfolg selbst verantwortlich.

Berufliche Verantwortung, das heißt für Gründer in erster Linie früh aufstehen und alles in Eigenregie machen. Da man selbst der Chef ist, muss man seine Kunden-Akquise selbst betreiben. Mögliche Geschäftspartner müssen erst gefunden werden und diese dann durch eine überzeugende Kontaktaufnahme und Werbung an Land gezogen werden. Es geht um erfolgreiches Geschäftsmarketing, wobei Trends wie Start-up Branding und Social Media Marketing zum Standardrepertoire jedes Selbstständigen gehören. In diese Rolle als Regisseur der eigenen Karriere müssen viele Gründer erst einmal hineinwachsen. Rückschläge sind in den ersten 5 bis 10 Jahren ganz normal. Aus den Fehlern lernt man aber und kann sich künftig deutlich besser aufstellen.

Geht es um die Arbeitszeit, ist von Highlife in der Gründerphase auch erst mal weit und breit nichts zu sehen. Die meisten arbeiten am Anfang für ein paar Hundert Euro Monatslohn doppelt so lange wie herkömmliche Arbeitnehmer. Von Work-Life-Balance keine Spur. Stattdessen besteht für Existenzgründer ein hohes Risiko, an stressbedingten Berufskrankheiten zu erkranken, wenn sie es nicht schaffen, ihr Zeitmanagement in den Griff zu bekommen.

Gesund bleiben trotz Gründerstress

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Jeder fünfte Arbeitnehmer in Europa klagt über zu viel Stress im Berufsleben. Ständig unter Druck zu stehen und Höchstleistung erzielen zu wollen, ohne dem Körper Ruhephasen zu gönnen, bewirkt genau das Gegenteil. Man wird unausgeglichen, müde und gereizt. Alle diese Faktoren führen dann letztlich zu einer höheren Fehlerquote und somit zur Unzufriedenheit.

Anstatt also ständigem Druck ausgesetzt zu sein, sollten man Stress im Job am besten gar nicht erst entstehen lassen. Viele entscheiden sich deshalb zunächst für eine nebenberufliche Selbstständigkeit, um nicht völlig im Gründerstress unterzugehen. Früher oder später muss man sich aber dennoch entscheiden, ob man den finalen Sprung in die hauptberufliche Selbstständigkeit wagt oder nicht. Entscheidet ihr euch dafür, werdet ihr schnell merken, wie wertvoll eine gesunde Lebensführung für den beruflichen Erfolg sein kann.

Sich als Gründer eine gesunde Schlafhygiene an zu gewöhnen ist ein guter Start. Wer ausgeschlafen ist, wird tagsüber leistungsfähiger, kann sich besser konzentrieren und ist auch weniger gereizt. Auch eine gesunde Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Eine gute Nährstoffversorgung wird in Sachen berufliche Leistungsfähigkeit häufig unterschätzt und das, obwohl es kein Geheimnis ist, dass Gehirn und Nerven besser arbeiten, wenn sie mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt zur Stressvermeidung sind regelmäßige Bewegung und Entspannung. Beim sportlichen Auspowern lässt sich wunderbar Stress abbauen und Entspannungsmaßnahmen wie Yoga oder Meditation sorgen dafür, dass ihr als Gründer ausgeglichener seid.

Wichtig: Wer als Gründer Mitarbeiter einstellt, muss Ergonomie und Gesundheitsrichtlinien am Arbeitsplatz nicht nur für sich selbst umsetzen. Das Arbeitsschutzgesetz spricht hier eine ganz klare Sprache und macht ein gesundes Arbeitsumfeld zur gesetzlichen Chefsache.

Marketing und Eigenwerbung – Eine digitale Challenge

Ohne das Internet funktioniert in der Geschäftswelt heutzutage gar nichts mehr. Sei es nun Homeoffice oder digitale Geschäftskommunikation, ein Gründer muss sich in den Untiefen des World Wide Web gut auskennen, um gegen die Konkurrenz bestehen zu können. Suchmaschinen sind hierbei nicht nur die besten Tools zur Suche potenzieller Kunden. Ebenso sind sie für das Geschäftsmarketing unerlässlich. Außerdem nutzen auch immer mehr Arbeitnehmer das Internet, um Stellenausschreibungen zu finden oder sich für einen Job zu bewerben.

Als Gründer muss man im Internet also zwei unterschiedliche Nutzergruppen erreichen: Kunden und Personal. In beiden Fällen kann eine eigene Geschäftsseite sehr nützlich sein. Unerlässlich sind dabei optimierte Landingpages, Suchmaschinenoptimierung sowie zielgerichtetes Content-Marketing. Zusätzlich solltet ihr auch auf Sozialen Plattformen und in virtuellen Firmenregistern Präsenz zeigen. Je besser eure Seite im Netz mit externen Informationsquellen verknüpft ist, desto schneller steigt euer Bekanntheitsgrad. Regelmäßige Beiträge, Updates und Werbeposts sind hierfür sehr wichtig, um Seitenbesucher und Follower auf dem Laufenden zu halten.

Tipp: Falls ihr euch mit Online- und Content-Marketing schwertut, kann es eine Überlegung wert sein, sich professionelle Marketing Experten, Blogger und Influencer mit ins Boot zu holen, die euch bei der Gründung einer erfolgreichen Online-Präsenz helfen können.

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