Strom sparen im Büro: So geht's!


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Mit diesen einfachen Tipps lässt sich der Energieverbrauch im Büro reduzieren.

Die laufenden Kosten können für Unternehmen eine große Belastung sein. Bereits das Führen eines kleinen Büros ist mit enormen Ausgaben verbunden. Neben den Mietkosten und den Gehältern für Angestellte, müssen unter anderem auch die Energiekosten beglichen werden. Oft fällt die Nebenkostenabrechnung überraschend hoch aus. Im schlimmsten Fall führt sie sogar zu Zahlungsausfällen und schadet damit dem Ansehen des Unternehmens. Ein unerfreuliches Szenario, das allerdings gar nicht so selten vorkommt. Aufgrund von Fehlkalkulationen müssen viele Existenzgründer bereits nach wenigen Jahren Insolvenz anmelden.

Aus diesem Grund ist es wichtig zu wissen, wie sich der Energieverbrauch senken lässt. Bereits mit einfachen Maßnahmen lassen sich die Stromkosten stark reduzieren.

Gewerbestrom statt Privatstrom nutzen

Eigentlich sollte das selbsterklärend sein. Allerdings vergessen viele Existenzgründer nach wie vor, dass sie die Möglichkeit haben, auf Gewerbestrom zurückzugreifen. Wer ein Büro anmietet und sich darüber nicht bewusst ist, begeht unter Umständen einen großen Fehler. Zum einen bieten Stromanbieter bessere Tarife (pro kWh) für Unternehmen, da diese eine größere Menge an Strom abnehmen. Zum anderen sind beim Gewerbestrom einige Abgaben und Steuern geringer oder fallen gar gänzlich weg. Ein gutes Beispiel dafür ist die Umlage im Rahmen des EEG. Einige Branchen sind sogar komplett von der EEG-Umlage befreit. Allein das Nutzen von Gewerbe- statt Privatstrom ist also eine gute Möglichkeit, um die Energiekosten eines Büros zu senken.

Einen Stromanbieter-Vergleich durchführen

Es gibt viele Stromanbieter. Daher ist es gar nicht so einfach den Überblick zu behalten und den Anbieter zu finden, der sich am ehesten für einen lohnt. Ein Stromanbieter-Vergleich ist aus diesem Grund unabdingbar. Eine gute Möglichkeit dazu haben Unternehmer bei den Verivox Stromtarifen. Es genügen einige wenige Angaben, um einen Überblick über die verschiedenen Anbieter für Privat- und Gewerbestrom zu bekommen. Dabei werden auch deren Konditionen aufgelistet. Auf diese Weise ist es einfacher einen Stromanbieter zu finden, der den eigenen Ansprüchen am ehesten gerecht wird. Allerdings sollte bei der Wahl nicht nur der Preis eine Rolle spielen. Wichtig sind unter anderem auch Faktoren wie die Zahlungsweise, die Kündigungsfrist, die Vertragslaufzeit und die Preisgarantie. Im Optimalfall schneidet der Anbieter in Allem gut ab.

Energie effiziente Elektrogeräte nutzen

Viele Büros nutzen veraltete Elektrogeräte. Das ist allerdings nicht zu empfehlen. Zwar sind die Anschaffungskosten solcher Geräte selbsterklärend geringer, jedoch verursachen sie in der Regel höhere laufende Kosten. Daher ist es sinnvoll auf neue Elektrogeräte zurückzugreifen, die bezüglich der Energieeffizienz besser abschneiden. Gerade in Büros, wo Geräte häufig genutzt werden, können sich die hohen Anschaffungskosten schnell amortisieren.

Möglichst auf den Stand-By-Modus verzichten

Gerade in Büros neigen viele Mitarbeiter dazu Geräte in den Stand-By-Modus zu versetzen, anstatt sie einfach abzuschalten. Logischerweise ist das um einiges angenehmer. Zumindest bei Computern. Schließlich ist die Arbeit auf Knopfdruck wieder da. Allerdings verbrauchen Geräte auch im Stand-By-Modus Strom. Der Energieverbrauch ist zwar deutlich geringer, kann auf das komplette Jahr hochgerechnet aber dennoch hoch sein. Besonders dann, wenn viele Mitarbeiter auf das Abschalten von Geräten verzichten. Daher sollten Unternehmer die Mitarbeiter darauf hinweisen, dass sie den Stand-By-Modus nur nutzen, wenn es wirklich notwendig ist. Andernfalls wird unnötigerweise Energie verschwendet. Energie, die sich im Grunde leicht einsparen lässt.

Auf Energiesparleuchten setzen

Der Stromverbrauch bei der Beleuchtung wird gerne unterschätzt. Doch gerade hierfür fallen enorme Kosten an. Um diese zu senken, ist es sinnvoll auf Energiesparleuchten zurückzugreifen. Am besten wird ein Büro ausgesucht, das bereits über Energiesparleuchten verfügt. Alternativ kann aber auch der Vermieter gefragt werden, ob er es erlaubt die bestehende Beleuchtung durch Energiesparlampen zu ersetzen. Viele Unternehmer verzichten auf Energiesparleuchten, da sie der Ansicht sind, dass die Leuchtkraft zu gering ist. Zugegebenermaßen kann sie schlechter ausfallen, als es bei herkömmlichen Lampen der Fall ist. Dieses Problem lässt sich jedoch lösen. Ein Ansatz dafür sind beispielsweise weiße Wände, da sie das Licht besser reflektieren. Außerdem gibt es Energiesparleuchten mit einer relativ hohen Leuchtkraft. Diese sind zwar von den Anschaffungskosten höher, langfristig aber dennocoh eine gute Wahl.

Kühlgeräte regelmäßig abtauen

Nicht alle Büros haben einen Kühlschrank. Viele nutzen jedoch ein oder mehrere Kühlgeräte, um das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter zu steigern. Das ist im Grunde auch etwas Gutes. Allerdings ist es wichtig Kühlgeräte regelmäßig abzutauen, um zusätzliche Kosten zu vermeiden. Ob es dabei um das Abtauen eines Kühlschranks oder einer Gefriertruhe geht, spielt in erster Linie keine Rolle. Sofern sich eine zu dicke Eisschicht gebildet hat, ist ein Abtauen unabdingbar. Andernfalls steigt der Energieverbrauch in die Höhe.

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So machst du mit Getränken dein Unternehmen attraktiver

Talentierte und motivierte Mitarbeitende sind der Schlüssel zum Erfolg jedes Unternehmens. Vor allem nach der Gründung ist ein Hochleistungsteam unabdingbar, um die Herausforderungen junger Unternehmen zu meistern. Mit einfachen Maßnahmen kannst du deine Arbeitgeberattraktivität stärken und gleichzeitig die Motivation aufrechterhalten. Die Bereitstellung von Getränken wird zunehmend beliebter, um auf dem Arbeitsmarkt mit attraktiven Leistungen zu überzeugen und den Mitarbeitenden Wertschätzung und Fürsorge zu zeigen.

Als junges Unternehmen attraktiv auf den Arbeitsmarkt sein

Neugegründete Unternehmen stehen täglich vor vielen Herausforderungen. Nur mit einem talentierten Team lassen sich betrieblichen Erfolge erzielen. Die Einstellung qualifizierter Mitarbeitenden ist im heutigen Arbeitsmarkt gar nicht so leicht. Um für Bewerber:innen attraktiv zu sein, sollten Unternehmen ihre Arbeitgebermarke stärken.

Die Entlohnung ist schon lange nicht mehr der ausschlaggebende Faktor bei der Arbeitgeberauswahl. Vor allem junge Talente legen Wert auf das Unternehmensklima, den Spaß bei der Arbeit, die Erfüllung der Aufgaben und die Work-Life-Balance.

Mitarbeitendenvorteile sorgen für ein positives Arbeitsklima

Die Einführung von Mitarbeitendenvorteilen kann ein positives Arbeitsklima erzeugen. Neben der betrieblichen Alters- und Gesundheitsvorsorge gibt es eine weitere Maßnahme, die jedes Unternehmen im Handumdrehen umsetzen kann: die Bereitstellung kostenfreier Getränke durch die flaschenpost.

Getränke liefern einen weiteren wichtigen Vorteil. Sie tragen zu einer Leistungssteigerung der Mitarbeitenden bei. Empfehlungen von Gesundheitskassen zeigen, dass eine ausreichende Getränkezufuhr nachweislich die Produktivität und die Gesundheit des Teams verbessert.

Ablauf eines Penetrationstests: Vorteile einer kontrollierten Überprüfung des IT-Systems

Um vorhandene oder potenzielle Schwachstellen im eigenen IT-System zu identifizieren, ist eine kontrollierte Überprüfung des IT-Systems mithilfe eines Penetrationstests sinnvoll. So geht’s.

Wer ein Unternehmen führt und dazu ein eigenes IT-System nutzt, der muss dafür sorgen, dass die darin enthaltenen Daten und Informationen möglichst gut gesichert sind. Ist die Cybersicherheit nicht gewährleistet, könnten professionelle Hacker in die IT-Infrastruktur eindringen und große finanzielle oder auch systemische Schäden anrichten. Um vorhandene oder potenzielle Schwachstellen zu identifizieren, kann eine kontrollierte Überprüfung des IT-Systems mithilfe eines Penetrationstests sinnvoll sein.

Die wichtigsten Begriffe kurz erklärt

  • IT-Infrastruktur: Sie beschreibt die gesamten, in einem Unternehmen genutzten IT-Systeme (materielle und immaterielle Güter, durch die die Verwendung von Anwendungssoftware gewährleistet ist).
  • Netzwerk: Dieses steht in der Informationstechnologie für die Verbindung von mindestens zwei Computersystemen (via Kabel oder Funkverbindung) mit der Möglichkeit des Zugriffs auf die Daten der verbundenen Computer.
  • Pentester: Person, die den Penetrationstest durchführt. Es handelt sich um geschulte IT-Sicherheitsexperten, die über fundiertes, aktuellstes Hackerwissen verfügen.  

Der Penetrationstest – Ablauf der IT-Sicherheitsüberprüfung

Schon vor dem eigentlichen Start des Pentests müssen Auftraggeber und ausführendes Unternehmen zahlreiche Details zum bevorstehenden Penetrationstest klären, um beide Seiten bestmöglich rechtlich abzusichern. Immerhin handelt es sich bei einem Penetrationstest im Grunde um einen Hackerangriff auf die IT-Infrastruktur des Auftraggebers. Diese Phase wird als Scoping (Definition von Leistungsumfängen), Planung oder einfach Vorbereitung bezeichnet.

Der wichtigste Unterschied zu einer realen Attacke besteht darin, dass der Penetrationstest vom Auftraggeber gewollt ist und in einer sicheren Umgebung stattfindet. Um diese zu kreieren, braucht es konkrete Absprachen, etwa zum Umfang des Pentests. Das bedeutet, dass er das gesamte Netzwerk beinhalten oder nur bestimmte Bereiche (z.B. Web-Application oder Cloud) berücksichtigen kann.

Zu den besprochenen Details gehören darüber hinaus beispielsweise die Art des Tests (interner oder externer Pentest), der Zeitraum, in dem der Test durchgeführt wird, erlaubte und nicht erlaubte Methoden, die Klärung der Frage, ob der Test angekündigt wird oder nicht sowie rechtliche Aspekte. Hier stehen vor allem die Eigentumsrechte von Software bzw. Dienstleistungen auf Seiten des Auftraggebers im Fokus. Nur was tatsächlich in seinem Eigentum steht, darf getestet werden, für alles andere muss vorher die Genehmigung des Eigentümers eingeholt werden.

Nach Klärung aller Details und ihrer Festschreibung in einem Dienstleistungsvertrag kann der eigentliche Penetrationstest beginnen. In einem kürzlich veröffentlichten Gastbeitrag hat Dr. Ewan Fleischmann, Gründer und Geschäftsführer der auf Penetrationstests spezialisierten Redlings GmbH beschrieben, wie ein solcher Penetrationstest zur Abwehr von Cyberbedrohungen normalerweise abläuft. Vor allem folgende Schritte sind wesentliche Bestandteile:

  • Sammeln möglichst umfangreicher technischer Informationen zum zu testenden IT-System (Enumeration).
  • Identifikation möglicher Schwachstellen (z.B. Fehlkonfigurationen, Programmierungsfehler, Exploits).
  • Ausnutzung identifizierter Schwachstellen (um herauszufinden, wie weit ein Eindringen ins System möglich ist).
  • „Aufräumarbeiten“ im System (die Beseitigung von möglichen Test-Spuren, sogenannten Artefakten).
  • Analyse & Abschlussbericht (beinhaltet identifizierte Schwachstellen sowie Vorschlägen zu deren Schließung).

Die Ergebnisse des Penetrationstests geben dem beauftragenden Unternehmen die Möglichkeit, sich einen Überblick über Schwachstellen sowie den Istzustand der IT-Sicherheit zu verschaffen. Der Test kann somit als Grundlage für eine Optimierung der unternehmenseigenen IT-Infrastruktur dienen.

Welche Vorteile bietet die kontrollierte Überprüfung des IT-Systems?

Es gibt zahlreiche Vorteile für Unternehmen, die regelmäßige Penetrationstests durchführen lassen. Diese Vorteile beziehen sich nicht alleine auf finanzielle Aspekte, sondern auch auf die Reputation des Unternehmens.

Größere IT-Sicherheit, geringeres Angriffsrisiko

Sie profitieren vor allem von der gesteigerten Sicherheit des eigenen IT-Systems, denn wenn ein Unternehmen seine Schwachstellen kennt und die vorhandenen Sicherheitsperipherien stärkt, wird Hackern das Eindringen ins System nahezu unmöglich gemacht. Ein daraus erwachsender Vorteil ist das geringere Risiko gestohlener Daten oder lahmgelegter Netzwerke. Das Unternehmen schützt durch Pentests letztendlich seine eigenen Werte bzw. seine wertvollste Ressource.

Erhalt von Vertrauen bei Kunden & Geschäftspartnern

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Penetrationstests, die aus ihnen gewonnen Informationen und entsprechend eingeleitete Optimierungen der Cybersicherheit das Vertrauen der Kunden in das jeweilige Unternehmen stärkt. Letztlich wird ein Kunde nur mit einem Unternehmen zusammenarbeiten, bei dem er seine Informationen (z. B. Kundendaten, Zahlungsdaten oder Geschäftsdaten) in sicheren Händen weiß.

Effiziente Überprüfung eigener Sicherheitskonzepte

Mit Penetrationstests lassen sich bereits vorhandene Sicherheitskonzepte überprüfen. Sie zeigen nicht nur Schwachstellen auf, sondern benennen auch besonders effizient arbeitende Sicherheitsmaßnahmen bzw. besonders gut geschützte Bereiche der IT-Infrastruktur. Dies ermöglicht es dem Unternehmen sehr zielgerichtet zu agieren und die IT-Sicherheit an der Stelle zu stärken, an der es notwendig ist.

Mit dem Penetrationstest immer einen Schritt schneller

Eine Besonderheit bei Pentests besteht darin, der der ausführende IT-Sicherheitsexperte über umfassendes Hackerwissen verfügt. Das bedeutet, dass er beim Penetrationstest exakt so vorgeht, wie es ein professioneller Cyberkrimineller tun würde. Dadurch verschafft sich das getestete Unternehmen einen Vorteil gegenüber den Hackern, weil es schnell reagieren und identifizierte Schwachstellen zielgenau schließen kann.

Dies erfordert vom Sicherheitsexperten zwar ein stetiges Dazulernen, denn die Hacker entwickeln immer wieder neue Methoden. Neben den bekannten Mitteln wie Ransomware oder DDoS-Attacken kommt immer häufiger Siegeware (spezielle Schadsoftware zur Übernahme ganzer Smart Buildings) zum Einsatz und auch sogenannte „Deep Fakes“, also unechte Video- oder Audiodateien, bzw. Schatten-ITs sind zu finden. Hier gilt es für den IT-Sicherheitsexperten, sich hinsichtlich aktuellster Trends im Bereich Cyber-Security sowie der neuen Hacker-Methoden umfassend zu informieren und diese auch bei einem Penetrationstest zu nutzen. So wird das Unternehmen in die Lage versetzt, sich mit Gegenmaßnahmen ausreichend auf ein entsprechendes Szenario vorzubereiten.

Kosten für Penetrationstests & Folgekosten

Cyberkriminelle hacken IT-Netzwerke nicht zum Spaß, sondern verfolgen ganz bestimmte Ziele. Durch das Eindringen in die IT-Infrastruktur eines Unternehmens wollen sie Zugang zu Informationen und Daten, um diese zu stehlen und dann zu verkaufen oder gegen ein Lösegeld zurückzugeben. Darüber hinaus platzieren Hacker nur von ihnen selbst zu deaktivierende Schadsoftware, legen mit dieser Teile des IT-Systems oder das gesamte Netzwerk lahm und erpressen Geld vom Unternehmen, nach dessen Erhalt sie die Blockade aufheben. Zu den größten Bedrohungen gehören Attacken auf Systeme, um terroristische Ziele zu erreichen. Das Lahmlegen sämtlicher Kühlsysteme in einem Atomreaktor hätte beispielsweise ungeahnte Konsequenzen, ähnlich denen der Katastrophe im AKW Tschernobyl.

Aus diesen Gründen ist es für Unternehmen sinnvoll, in Penetrationstests zu investieren, denn die Folgekosten in Form von Lösegeld, langwierigen Betriebsausfällen oder gar radioaktiver Verstrahlung ganzer Regionen als Folgen eines erfolgreichen Hackerangriffs wären vermutlich um ein Vielfaches höher.

Der Arbeitsmarkt nach Corona – eine Chance für Start-ups?

Wie sich Start-ups jetzt aufstellen müssen, um Talente zu halten und die aktuelle Situation positiv für die Personalgewinnung zu nutzen.

Die COVID-19-Pandemie hat weltweit die Arbeitsmärkte gehörig durcheinander gebracht. Kurzarbeit und Stellenstreichungen erfassten weite Teile der Wirtschaft. Nach einer tiefen Talfahrt zieht die Wirtschaft erneut an und allerorts wird wieder kräftig eingestellt, der Kampf um die besten Talente geht in eine neue Phase. Umso wichtiger zu wissen, wie sich Start-ups in den nächsten Monaten aufstellen müssen, um Talente zu halten und die Situation positiv für die Personalgewinnung nutzen.

Drohende Kündigungswelle

Drastische Veränderungen, wie sie die COVID-19-Pandemie mit sich gebracht hat, machen viele Menschen nachdenklich. Eine Studie zeigt, dass sich Arbeitnehmende intensiv mit ihrer bisherigen Arbeitssituation beschäftigt haben und nun Veränderungen anstreben. Fast die Hälfte der befragten deutschen Arbeitnehmenden denken über einen Jobwechsel innerhalb der nächsten 6 bis 12 Monate oder nachdem die wirtschaftliche Lage sich erholt hat nach. Die Ergebnisse des jährlich erscheinenden Gallup Engagement Index Deutschland kommen zu einem ähnlichen Ergebnis: rund 44 Millionen Beschäftigte wollen ihre(n) derzeitige(n) Arbeitgeber*in verlassen. Die Wechselbereitschaft ist so hoch wie nie zuvor.

Unternehmen planen auch die Rückkehr ihrer Mitrbeitenden ins Büro. Doch eine mögliche nächste Welle stellt diese Pläne bereits in Frage, bevor sie überhaupt voständig umgesetzt werden. Es gilt: Viele Unternehmen werden sich neu erfinden müssen. Homeoffice – das war vor der Pandemie noch eine Seltenheit in deutschen Unternehmen. Dann kam der Lockdown. Was jahrzehntelang unmöglich schien, wurde in nur wenigen Tagen zur Realität. Ein großer Teil der Mitarbeitenden wollen bei einer Normalisierung der Lage die (neu-)gewonnenen Freiheiten nicht mehr missen wollen. Dies zeigt sich beispielsweise bei Apple.

Laut einem Bericht von “The Verge” wehrten sich Mitarbeitende gegen die pauschale Rückbeorderung ins Büro. Die aktuelle „Work Trend Index“ Studie von Microsoft stellt bei einer Befragung mit über 31.000 Personen aus 21 Ländern fest, dass 70 Prozent der Arbeitnehmenden sich weiterhin flexible Arbeitsmöglichkeiten wünschen. Unternehmen ohne ein Konzept zur hybriden und flexiblen Arbeit werden es zukünftig schwer haben, ihren Betrieb aufrechtzuerhalten und neue Mitarbeitende zu gewinnen. Ich gehe davon aus, dass Arbeitnehmende sich bei vergleichbaren Jobangeboten für den Arbeitgeber entscheiden, der ihnen flexible Arbeitsmodelle wie zum Beispiel Vertrauensarbeitszeit und Homeoffice anbietet. Ein Großteil wird sogar ein Jobangebot ausschlagen oder den Job kündigen, wenn flexibles Arbeiten nicht möglich ist.

Die Corona-Krise – eine Chance für Start-ups

Die Corona-Krise ist auch an der Start-up-Szene nicht spurlos vorübergegangen. Für die Zukunft ist die Branche aber trotz anhaltender Krise optimistisch. Ungeachtet der Pandemie stellten Start-ups 2020 mehr Arbeitsplätze als noch im Vorjahr. Dieser Trend soll nach einer Befragung des Bundesverband Deutsche Startups e.V. auch trotz der COVID-19-Pandemie weiter anhalten. 90 Prozent der Start-ups gaben an, weitere Neueinstellungen zu planen. Meine Prognose lautet von daher, dass vor allem Start-ups vom Wunsch nach flexiblen Arbeitsmodellen profitieren werden. Was die Umstände angeht, so konnten die meisten Start-ups die Veränderungen, die COVID mit sich brachte, relativ leicht meistern. Insbesondere im Punkt Flexibilität und Agilität sind Start-ups mittelständischen Arbeitgeber*innen oft weitaus überlegen.

Remote Work – Ein Beinahe-Standard in Start-ups

Die Unternehmenskultur und Arbeitsweise von Start-ups unterscheiden sich in der Regel erheblich von denen in etablierten Unternehmen. Start-ups haben in der seit Jahren zunehmend internationaler und vernetzter werdenden Wirtschaftswelt einen klaren Heimvorteil. Mit dem Wegfallen der Ortsabhängigkeit kann dieser Trend auch als Chance wahrgenommen werden. Denn nie war es einfacher, neue Mitarbeitende aus dem Ausland in bestehende Teams zu integrieren. Recruiter*innen haben damit die Möglichkeit, ihre Zielgruppe auszuweiten und auf einen größeren Talentpool zurückzugreifen. Für Arbeitssuchende war der Standort früher ein zentrales Kriterium bei der Jobauswahl. Wenn sich diese Einschränkung abschwächt, wird der Fokus noch stärker darauf liegen, ob Kompetenzen der Arbeitssuchenden und Anforderungen des Jobs wirklich passen. Die Pandemie hat uns deutlich gemacht, dass es wichtig ist, sich nicht länger an veraltete Denkmuster zu klammern. Vielfalt in der Arbeitswelt wird sich in Zukunft durchsetzen.

Kollaboration stärken

Auch wenn die zwischenmenschliche Komponente im digitalen Raum nicht gut abgebildet werden kann, kann die Bindung durch Kollaborationstools und den “Coffee talks”, die inzwischen sicher einige einsetzen, zumindest etwas gestärkt werden. In unseren regelmäßigen Meetings steht zu Beginn ein kurzer Check-in, um auch persönliche Themen einfließen zu lassen, was die Kolleg*innen so bewegt und beschäftigt. Wir ermutigen zudem dazu, one-on-one’s zu vereinbaren, die in einem gewissen zeitlichen Rahmen den Freiraum geben, sich unbedarft auszutauschen. Natürlich vertrauen wir darauf, dass unsere Mitarbeitenden die Angebote nutzen und selbständig entscheiden, wann sie das Bedürfnis danach haben, doch Vertrauen ist nun einmal einer der wichtigsten Werte in der neuen Arbeitswelt. Als Führungskraft mit gutem Vorbild voranzugehen hat einen ausgesprochen positiven Effekt auf die Nutzung und Akzeptanz entsprechender Angebote.

(Mentale) Gesundheit 

Damit Teams auch auf Distanz gut miteinander funktionieren können, hat die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter*innen einen hohen Stellenwert. Dafür haben wir z.B. neben der Möglichkeit, sich sportlich auszutoben oder beispielsweise an Yoga-Sessions teilzunehmen, auch vor kurzem einen Aktionsmonat geschaffen, in dem wir allen angeboten haben, kostenlose Konsultationen bei Online-Psycholog*innen wahrzunehmen. Schulungen beispielsweise zum Thema Stressmanagement gehören genauso zu einer effektiven Strategie zur Förderung der Mitarbeitergesundheit wie die Enttabuisierung und der fortlaufende Austausch zum Thema Gesundheit. Diese vielen, kleinen Schritte helfen, einen noch besseren Umgang miteinander zu schaffen.

Perspektiven schaffen und Autonomie stärken

Enorm wichtig finde ich es, die Mitarbeitenden zu fragen, was sie brauchen, um sich gemeinsam weiterzuentwickeln und gut miteinander arbeiten zu können. Dazu gehört auch die Förderung der Intramobilität. Deshalb bieten wir an, sich innerhalb des Unternehmens umzusehen, mit dem Vorgesetzten über Entwicklungspotenzial zu sprechen und so zu ermöglichen, dass versteckte Talente gefördert werden. Wir hatten im letzten Jahr einige in unserer Belegschaft, die, anstatt den Arbeitgeber zu wechseln, sich nach einer neuen Herausforderung innerhalb des Unternehmens umgesehen haben. Das war für beide Seiten extrem bereichernd. Eine Arbeitskultur, wie die unsere, kann sehr viel zur Eigeninitiative der Mitarbeitenden beitragen. Getragen wird sie von offener Kommunikation, bei der alle äußern können, wo und wie sie sich am besten einbringen können. Nicht zuletzt sind Perspektiven gerade bei Menschen, die sich in einem Start-up engagieren wollen, essenziell für ihr persönliches Wachstum und das Gefühl der Wertschätzung.

Der Autor Perry Oostdam ist CEO und Mitgründer von Recruitee und Experte für die Digitalisierung des Personalwesens. Recruitee gehört aktuell laut Deloitte zu den 10 am schnellsten wachsenden Technologie-Unternehmen der Niederlande.

Für Start-ups: 7 Schritte zum perfekten Webdesign

Wie du Schritt für Schritt ein perfektes Webdesign entwickelst und dabei möglichst wenig von deinem Startkapital investieren musst.

Zu Beginn einer Start-up-Gründung ist Geld oft Mangelware, dennoch sind gerade am Anfang viele Investitionen notwendig. Allen voran zählt der eigene Internetauftritt zu den wichtigsten Marketing-Maßnahmen einer erfolgreichen Unternehmensgründung. Daher erfährst du in diesem Artikel, wie du Schritt für Schritt ein perfektes Webdesign entwickelst und dabei möglichst wenig von deinem Startkapital ausgeben musst.

Schritt 1: Ziele der neuen Webseite definieren

Bevor du dir konkrete Gedanken darüber machst, wie deine neue Webseite aussehen und welcher Inhalt dort platziert werden soll, solltest du die Ziele definieren, die du mit deinem Webdesign erreichen möchtest. Das können zum Beispiel sein:

  • Meine Kund*innen über mein Unternehmen informieren
  • Kund*innen für meine Dienstleistung direkt online gewinnen
  • Produkte in meinem Online-Shop verkaufen

Hast du deine Ziele festgelegt, kannst du darauf basierend entscheiden, welche wesentlichen Funktionen deine Webseite enthalten sollte, wie beispielsweise

  • ein Kontaktformular,
  • einen Online-Shop,
  • eine Bildergalerie oder
  • eine Schnittstelle zu einer Eventbuchungsplattform.

Diese Überlegungen sind sehr wichtig, denn sie dienen als Grundlage für unseren zweiten Schritt.

Schritt 2: Homepage-Baukasten vs. Webdesign-Agentur

Du weißt also nun, welche Ziele deine Webseite erreichen soll und welche Funktionen zwingend notwendig sind. Nun ist es an der Zeit, dass du dich für die Art der Website-Erstellung entscheidest. Denn hier gibt es zwei wesentliche Möglichkeiten, die sich bedeutend voneinander unterscheiden:

  • Webdesign durch einen Homepage-Baukasten
  • Webdesign von einer Agentur
  • Website-Baukästen genießen in Teilen immer noch einen schlechten Ruf – allerdings häufig zu Unrecht! Die Zeiten, in denen die Qualität der Webdesigns mangelhaft, die Funktionsvielfalt eingeschränkt und die Chancen auf gute Google-Rankings gering waren, sind längst vorbei.

Mit einem Website-Baukasten von beispielsweise Jimdo lässt sich ein Internetauftritt schnell, günstig und mit einem flexiblen Design erstellen. Es ist kein hohes Anfangsinvestment notwendig, stattdessen wird monatlich eine Gebühr von wenigen Euro in Rechnung gestellt.

Alternativ lässt sich mit einer Webdesign-Agentur eine Webseite erstellen. Hier liegen die Einmalkosten in der Regel irgendwo zwischen 1.000 und 5.000 Euro, dafür erhält man jedoch häufig ein individuelles Webdesign, das perfekt an die eigenen Bedürfnisse angepasst und flexibler bei der Erweiterung um neue Funktionen ist. WordPress ist hier meistens das CMS der Wahl.

Ob Website-Baukasten oder ein Internetauftritt durch eine Webdesign-Agentur – beide Optionen haben Vor- und Nachteile und sollten abhängig von der eigenen Situation und den definierten Zielen wohl durchdacht werden.

Schritt 3: Inhaltsstruktur erstellen

Bevor es nun an die Entwicklung der Webseite geht, solltest du dir über die Struktur deines neuen Webdesigns Gedanken machen. Folgende Fragen gilt es zu beantworten:

  • Welche Themen möchte ich auf meiner Webseite platzieren?
  • Was sind die Hauptthemen und welche Unternehmen gibt es jeweils?
  • Wie könnte die dazu passende Seitenstruktur aussehen?
  • Welche Inhalte sollten in der Hauptnavigation verlinkt werden?

Die Antworten auf diese Fragen können sich auf den Aufbau und das Design deiner Webseite auswirken, daher sollten sich nach Abschluss der Designentwicklung keine gravierenden Änderungen mehr am Inhalt ergeben.

Übrigens: Die Struktur deiner Inhalte ist auch ein wichtiger Punkt im Rahmen einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung. Sollte deine Marketing-Strategie schwerpunktmäßig auch SEO-Maßnahmen beinhalten, solltest du für die Definition deines Contents unter Umständen eine SEO-Agentur zu Rate ziehen, die dich bei einer Keyword-Recherche unterstützt.

Schritt 4: Screendesign oder Mockup erstellen

In Zusammenarbeit mit dem Webdesigner entwickelst du nun ein Screendesign, zum Beispiel mit einem Mockup-Tool, das eine grobe Designstruktur der geplanten Webseite vorgibt. Je mehr Input du der Webdesign-Agentur lieferst, desto schneller kann diese arbeiten – außerdem sparst du so einige Euros. Bedenke dabei die Ziele deiner Webseite, deine Content-Struktur und dein Corporate Design. In der Regel sind mehrere Feedback- und Korrekturschleifen notwendig, bis das finale Designkonzept steht.

Hast du dich für die Homepage-Erstellung mit einem Website-Baukasten entschieden, ist in der Regel kein vorheriges Screendesign notwendig, da du hier aus einer großen Anzahl an Website-Vorlagen auswählen kannst.

Schritt 5: Webdesign umsetzen

Nun ist es an der Zeit, dass die Webdesign-Agentur das erstellte Screendesign in Programmiercode umsetzt. Wird ein vollständig neues Webdesign entwickelt, ist dies mit viel Aufwand verbunden. Arbeitet der Webdesigner mit einem vorgefertigten Premium-Theme und passt dieses nur an, kannst du als Gründer*in viel Geld sparen.

Nutzt du einen Homepage-Baukasten, dann liegt der Arbeitsaufwand auf deiner Seite. Du musst

  • dich für eine Webdesign-Vorlage entscheiden (häufig nach Branchen sortiert),
  • diese nach deinen eigenen Bedürfnissen per Drag-and-Drop anpassen,
  • die Navigation hinterlegen und
  • die Seitenstruktur anlegen.

Wurde das Webdesign erfolgreich erstellt, solltest du dieses in einer Testumgebung ausführlich testen.

Schritt 6: Inhalte erstellen und einpflegen

Basierend auf deiner bereits definierten Inhaltsstruktur muss nun für die jeweiligen Unterseiten der passende Content erstellen werden. Natürlich kannst du hierfür eine Content-Marketing-Agentur beauftragen, kostensparender ist es allerdings, wenn du deine Texte selbst verfasst. Im Internet findest du viele Anleitungen, wie ein guter SEO-Text zu verfassen ist. Für die Grafik-Erstellung kannst du kostenfreie Grafiktools wie z.B. Canva verwenden.

Die fertigen Inhalte werden danach im Content-Management-System wie WordPress oder eben im Admin-Bereich des Homepage-Baukasten-Anbieters eingepflegt. Dazu sind in der Regel keine Programmierkenntnisse notwendig, sodass diese Arbeit auch durch die Gründer*innen selbst vorgenommen werden können.

Schritt 7: Webseite veröffentlichen und bewerben

Sind alle Inhalte korrekt eingepflegt, kann die Webseite live geschaltet werden. Führe daraufhin nochmals ein ausführliches Testing durch, denn häufig haben sich noch irgendwelche kleinen Fehler im Webdesign eingeschlichen.

Nun ist es an der Zeit, deine Webseite bekannt zu machen. Nutze die sozialen Medien, um auf deinen neuen Internetauftritt hinzuweisen. Trage deine Webseite in relevanten Branchenverzeichnissen ein und beschäftige dich idealerweise mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung. Schließlich möchtest du mit deiner Homepage auch bei Google gefunden werden! Möchtest du schnelle Marketing-Ergebnisse erzielen, dann solltest du über das Schalten von Anzeigen per Google Ads nachdenken.

Wie du siehst, ist der Prozess der Webdesign-Erstellung vom Zeitaufwand her nicht zu unterschätzen. Eine Webdesign-Agentur nimmt dir zwar viel Arbeit ab, die Zusammenarbeit mit dieser ist aber auch mit höheren Kosten verbunden als bei der Umsetzung mit einem Website-Baukasten. Am Ende zählt aber das Ergebnis: Ein perfektes Webdesign mit vielen Besucher*innen!

Lohnt sich das Mieten eines virtuellen Büros?

Ein virtuelles Büro ist eine unkomplizierte Lösung für alle, die kein eigenes Büro benötigen, beim Kontakt mit Kund*innen und Geschäftspartner*innen aber Professionalität und Seriosität vermitteln wollen. Was leistet ein virtual Office und für wen ist es geeignet?

Es ist ein offenes Geheimnis, dass insbesondere in der Geschäftswelt der erste Eindruck über alles entscheiden kann. Wer in Business-Fragen erfolgreich sein möchte, sollte sich unbedingt Gedanken machen, was potentielle Geschäftspartner als erstes von einem mitbekommen – und wie man diesen entscheidenden ersten Eindruck optimieren könnte. Je nachdem, in welcher Position man ist und in welcher Branche man sich bewegt, fallen einem vermutlich ganz unterschiedliche Punkte ein, auf die man optimalerweise achten will: das persönliche Auftreten, die Website, der Briefkopf, die Visitenkarte … Woran allerdings nur wenige denken, ist das eigene Impressum. Ein virtuelles Büro ist eine elegante und unkomplizierte Lösung für alle, die beim Kontakt mit Kund*innen und Geschäftspartner*innen Professionalität und Seriosität vermitteln wollen.

Was ist ein virtuelles Büro?

Ein virtuelles Büro ist, wenn man es kurz und knackig ausdrücken möchte, eine Firmenadresse zu repräsentativen Zwecken. Es geht beim Virtual Office nicht darum, selbst am Geschäftsstandort anwesend zu sein. Im Gegenteil ist ein virtuelles Büro ursprünglich für diejenigen Unternehmer*innen gedacht, die für ihren Service oder ihr Produkt eigentlich gar keinen festen Bürostandort brauchen und ihr Büro deswegen nur zu repräsentativen Zwecken nutzen würden.

Die Dienstleistungen, die ein virtuelles Büro bietet, sind vielfältig und können von einer bloßen Postadresse am gewünschten Standort (inklusive der Weiterleitung der erhaltenen Post) bis hin zur bedarfsgerechten Bereitstellung von Büro- und Konferenzräumen reichen, sollten diese doch einmal benötigt werden. Auch in Sachen Telefon, Rezeption und Sekretariatsverwaltung sind Services möglich. Auf diese Weise können auch kleine Start-ups professionell auf der großen Bühne auftreten, ohne sich in zu hohe Unkosten stürzen zu müssen.

Vor- und Nachteile eines virtuellen Büros

Es gibt viele Anbieter für ein virtuelles Büro und alles, was dazugehört. Sie unterscheiden sich durch den angebotenen Leistungsumfang, die Qualität der Services, die sie anbieten, und natürlich durch die Standorte, die Ihnen als Firmenadresse zur Verfügung stehen. Beliebt sind vor allem Adressen in wirtschaftlich relevanten Großstädten und urbanen Knotenpunkten.

Zu den ausschlaggebenden Vorteilen eines virtuellen Büros und der dadurch erhaltenen Geschäftsadresse zählt, neben dem positiven ersten Eindruck bei potenziellen Geschäftspartner*innen, natürlich die finanzielle Ersparnis. Gerade in der Gründungszeit ist das Budget oft knapp. Das Anmieten und Ausstatten von Büroräumen ist teuer, ebenso wie die Beschäftigung von Mitarbeitenden im Bereich Telefon, Empfang und Sekretariat. Diese umfangreichen Kosten nicht stemmen zu müssen, kann in der Anfangszeit eines Unternehmens absolut entscheidend über Erfolg und Misserfolg sein. Schließlich gilt es nicht nur, regelmäßige Kosten wie Miete und Lohnkosten zu tragen, sondern auch einmalige Zahlungen wie Maklerprovision und Kosten für die Büroausstattung.

Ein weiterer entscheidender Vorteil eines virtuellen Büros ist die Flexibilität, die mit dem Modell einhergeht. Wenn das Unternehmen wächst, können die notwendig gewordenen Leistungen meist einfach zugebucht werden; was sich als nicht lukrativ herausgestellt hat, kann man ohne große Umstände wieder kündigen. So zahlen Gründer*innen nur für das, was sie auch wirklich brauchen.

Der Nachteil eines virtuellen Büros kann sein, dass die Gründer*innen nicht ständig selbst physisch vor Ort sind, den Kund*innen oder Geschäftspartner*innen jederzeit aufsuchen könnten, um mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten. Hierfür wird aber in den professionellen Business Centern auch ein entsprechender Empfang besetzt und Arbeitsplätze lassen sich flexibel nutzen. Auch individualisierter Support am Telefon kann geleistet werden. Selbstverständlich lässt sich ebenfalls eine Ortsrufnummer einrichten, welche an jede beliebige Rufnummer weitergeleitet werden kann.

Stress lass nach!

Tipps für Gründerinnen und Gründer für den besseren Umgang mit Stress.

Stress sollte ein Instrument für den Erfolg des eigenen Unternehmens sein, nicht ein permanenter Zustand. Da COVID-19 weltweit wirtschaftliche Unsicherheit verursacht, sind die Anforderungen an Gründerinnen und Gründer größer denn je. Dieser Artikel bietet praktische Ratschläge für das strategische Management von Stress – für Gründerinnen und Gründer in der aktuellen Zeit besonders relevant.

Stress: lebensrettend und tödlich zugleich

Die Gründung eines Unternehmens ist stressig. Sich gestresst zu fühlen ist auch völlig okay. Es ist die natürliche Reaktion darauf, etwas zu tun, das sowohl schwierig als auch wichtig ist. Der Einsatz jeder Gründerin und jedes Gründers ist hoch. Gute Entscheidungen sind elementar. Es ist wichtig, den richtigen Leuten zu vertrauen, einen Kundenstamm aufbauen, Marke und Werte klar zu kommunizieren, das Budget im Auge zu behalten, ein Netzwerk aufzubauen, Vertragspartner oder den ersten Mitarbeiter einzustellen. All diese Dinge sind stressig, weil sie wichtig sind. Stress und Motivation gehen Hand in Hand. Die Quellen von Stress sind oft die Dinge, um die wir uns am meisten kümmern müssen. Der Stress, den wir spüren, ist unser eigener interner Alarm.

Stress ist oft eine gute Sache. Er hält uns wach und aktiviert. Unser Körper ist dafür gebaut, Stress zu erfahren. Aber warum wird Stress oftmals so schlecht geredet? Stress wird von einem lebensrettenden zu einem lebensbedrohlichen Mechanismus, wenn er von akut auf chronisch umschlägt. Ein kurzfristiger, zeitlich begrenzter Stressauslöser ist das, was in der psychologischen Welt als akuter Stress bezeichnet wird. Dieser hilft Höchstleistungen zu erbringen, Probleme frontal zu bekämpfen, sich besser zu konzentrieren, kreativ zu sein und mit dem, was wir tun müssen, im Einklang zu stehen. Unser Körper weiß genau, was zu tun ist, und was vielleicht noch wichtiger ist, unser Körper weiß, wie er damit aufhören kann. Die Präsentation. Die Vorstandssitzung. Die Entscheidung. Es geschieht. Die Mechanismen im Körpers treten in Aktion, um damit umzugehen. Du tust es. Dann ist es vorbei. Wenn der Stressor verschwindet, schaltet sich das parasympathisches Nervensystem ein und deine Herzfrequenz normalisiert sich, die Muskeln entspannen sich, der Blutfluss kehrt zum Gehirn zurück, das Verdauungssystem funktioniert wieder.

Akuter Stress wirkt, um uns zu schützen, wenn wir bedroht sind. Wenn wir akutem Stress über einen längeren Zeitraum ausgesetzt sind – chronischem Stress – beginnen wir, unseren Körper dazu zu drängen, etwas zu tun, wofür er nicht geschaffen wurde. Chronischer Stress kann unserem Körper buchstäblich zersetzen. Er hat ernste und dauerhafte gesundheitliche Folgen. Die Forschung hat Zusammenhänge zwischen chronischem Stress und fast jedem chronischen Gesundheitsproblem aufgezeigt: Herzkrankheiten, Fettleibigkeit, Diabetes, Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Asthma, Migräne, Magen-Darm-Probleme, Multiple Sklerose, Alzheimer, Krebs. Das Software-Problem kann zu einem Hardware-Problem werden.

Darüber hinaus kann chronischer Stress große emotionale Probleme verursachen. Nicht bewältigter chronischer Stress verlagert sich in Angst – ein langwieriger innerer Kampf mit Ängsten und negativen oder schädlichen Gedanken. Chronischer Stress eignet sich nicht für effektive Unternehmer, Managerinnen oder Partner. Es gibt immer eine Frist, immer eine Entscheidung zu treffen, immer eine Präsentation oder eine Besprechung, immer einen heiklen Kunden oder Auftragnehmer, mit dem man umgehen muss. Man kann sich dem Stress nicht entziehen – vor allem, wenn man ein Unternehmen leitet –, also muss man Strategien finden, um das Tempo zu halten.

Chronischen Stress bewältigen – vier Tipps

Bei der Bewältigung von chronischem Stress geht es darum, herauszufinden, wie man über einen längeren Zeitraum gestresst sein kann, ohne aus dem Gleichgewicht zu kommen. Es gibt keinen einzigen richtigen Weg, sein Leben zu organisieren, aber es gibt einige Tipps aus der Forschung.

1. Die individuellen Stresssignale erkennen

Die negativen Folgen von chronischem Stress können sich langsam einschleichen. Vielleicht wachen wir mehrere Nächte hintereinander um 3 Uhr morgens auf. Wir sind müde und leicht reizbar. Wir haben ständig Kopfschmerzen – vielleicht verursacht durch Zusammenbeißen des Kiefers oder Zähneknirschen. Wir trinken mehr Koffein, um wach zu sein. Es wird schwieriger sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren. Entscheidungen werden reaktiver, impulsiver. Wie ist es soweit gekommen?

Der Zaubertrick einer wirksamen Behandlung von chronischem Stress besteht darin, ihn früh zu erkennen. Wir haben unsere eigenen Stress-Frühindikatoren. Manche Menschen leiden unter Magenverstimmungen. Andere wiederum bekommen Schulter-, Kopf- oder andere Arten von Schmerzen. Möglich sind auch Reizbarkeit oder sie sind launisch, oder aber auch die Sehnsucht nach Süßigkeiten oder salzigem Essen steigert sich. Manchen wenden sich einem Glas (oder drei) Wein oder Scotch zu, um nachts besser einschlafen können. Das Ansammeln von chronischem Stress wirkt sich bei jedem Menschen unterschiedlich auf Körper und Leben aus. Es gibt nicht eine bestimmte Sache, die bei jedem Menschen Probleme signalisiert. Die Kenntnis über unsere persönlichen Frühwarnsignale ist entscheidend für die Fähigkeit, proaktiv zu handeln und gegen chronischen Stress anzugehen, bevor er die Gesundheit geschädigt und in dem Unternehmen und Beziehungen verheerende Folgen hat.

2. Schmerzpunkte lösen

Was verursacht Stress? Es kann sein, dass wir uns gestresst fühlen, uns aber nicht wirklich darüber im Klaren sind, was dieses Gefühl hervorruft. Durch die Analyse der spezifischen Stressursachen wird es möglich, sich die Liste anzusehen und Stressauslöser nach und nach zu lösen. Einige Stressoren sind veränderbar oder vermeidbar. Hierbei gilt es sich zu fragen: "Welche Kontrolle habe ich hier? Wie kann ich diese Erfahrung in meinem Leben beseitigen oder verringern?"

Es ist sinnvoll Änderungen umzusetzen, die die Quellen des Stresses am direktesten angreifen. Regelmäßig sollten wir uns dann die Frage stellen: Wirken sich die Änderungen auf das Endergebnis des Stresses aus oder nicht?

Helfen kann auch ein Wechseln vom passiven Denken (dieser Stress passiert mir) zum aktiven Denken (ich kann einige Teile meines Stresses unter Kontrolle bringen). Stress ist nicht länger ein Schurke, und wir sind kein wehrloses Opfer mehr. Wir haben eine gewisse Kontrolle darüber, wie viel Stress wir erleben, während wir ein Unternehmen aufbauen. Nutzen wir Stress zu unserem Vorteil. Lassen wir uns von ihm zu kurzen Ausbrüchen anspornen, wenn wir Spitzenleistungen benötigen, und gehen dann auf lange Sicht auf die Grundlinie zurück.

3. Mit Stress im Moment umgehen

Nicht jedes Problem, dass zu Stress führt, können wir lösen. Dazu zählen z. B. Krankheiten in der Familie oder emotionale Schicksalschläge. Solche Ereignisse passieren und liegen völlig außerhalb der eigenen Kontrolle. Was tun wir gegen Stressauslöser, deren Probleme wir nicht lösen können? Wenn man das Problem (d. h. den Stressor) nicht angreifen kann, greift man den Stress selbst an. Damit wir gut funktionieren können, müssen wir in der Lage sein, einen gewissen Grad an ruhiger Kontrolle darüber zu haben, wie Stress unseren Körper und unsere Emotionen beeinflusst. Leicht gesagt... Doch wie jede andere Fähigkeit kann man auch, angesichts von erheblichem Stress, innere Ruhe kultivieren und fördern.

Wenn wir merken, dass sich unser Brustkorb zusammen zieht, der Atem flach wird oder die Handflächen zu schwitzen beginnen, was auch immer die eigenen frühen Stresssignale sind, ist es Zeit für eine Pause – sogar eine mikroskopische Pause. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das beste Mittel langsame und tiefe Atemzüge sind. Wenn es ein Werkzeug gäbe, mit dem sich jede/-r Unternehmer/-in ausrüsten könnte, dann wäre es die Fähigkeit, langsam und tief zu atmen. Andere Taktiken, die schnell für Entspannung sorgen, sind zum Beispiel ruhige Musik einzuschalten, einmal um den Block zu spazieren, eine Tasse heißen Tee zu trinken oder zu meditieren – Kaffee würde als Alternative eher nicht in Frage kommen, da dieser das Nervensystem pusht und nicht beruhigt.

Bei der Stressreaktion geht es darum, schnell zu sein und zu beschleunigen, um reaktionsfähig zu sein. Indem wir das Gegenteil tun und uns selbst verlangsamen, wirken wir den Emotionen hinter der Reaktion und damit dem Stress selbst entgegen. Indem wir eine oder mehrere Quellen von Sinneseindrücken (Sehen, Töne, Gerüche, Geschmack und taktile Empfindungen) verändern, geben wir unserem Gehirn neue Daten zur Berechnung. Wenn diese neuen sensorischen Informationen beruhigend wirken, kann dies ein weiterer Auslöser sein, um das parasympathische, also das beruhigende System zu aktivieren.

Diese Fähigkeiten können als Beruhigungsmechanismus inmitten von erhöhtem Stress geübt werden. Sie können auch dauerhaft in das tägliche Leben integriert werden, um unsere "Anti-Stress-Muskeln” aufzubauen. Ein paar Minuten tiefes Atmen oder Meditation pro Tag können Wunder bewirken, um unser Ausgangsniveau von Stress und Angst zu senken. Diese Praktiken unterstützen auch eine erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration, verbesserten Schlaf und vermindern Depressionen. Es ist eine großartige Investition in uns selbst und damit unsere Unternehmen.

4. Einen stressfreien Lebensstil pflegen

Das erste Jahr eines Unternehmens ist möglicherweise die wichtigste Zeit, um das Leben so zu gestalten, dass man Stress auf gesunde und proaktive Weise bewältigen kann. Entgegen der landläufigen Meinung ist mehr arbeiten nicht immer besser arbeiten. Die Gewohnheiten, die wir in unser Unternehmen (und damit in unser tägliches Leben) einbauen, werden sich über Jahre hinweg fortsetzen. Wir sollten Gewohnheiten wählen, die chronischem Stress entgegenwirken, bevor er überhand nimmt oder gar erst entsteht. Dies wird zur langfristigen Nachhaltigkeit des Unternehmens beitragen und das Leben in den ersten Jahren der Intensität angenehmer machen.

Wichtig dabei ist, genug und gut zu schlafen, sich gut zu ernähren und sich dreimal pro Woche mindestens 30 Minuten lang zu bewegen, um so die Herzfrequenz zu erhöhen. Diese drei Dinge sind für eine optimale Stressbewältigung und ein optimales neurologisches Funktionieren unerlässlich. Ohne grundlegende Pflege und Wartung funktioniert unser Gehirn nicht gut. Essen, Schlafen und Bewegen sind die grundlegenden Bausteine der Selbstpflege, die unseren Körper gut versorgen.

Entscheidend sind auch unsere Beziehungen zu anderen Menschen. Wenn wir erfolgreich sind, feiern wir das gerne mit anderen. Wenn wir scheitern, wünschen wir uns von geliebten Menschen wieder aufgerichtet zu werden. Ein stressverträglicher Lebensstil ist ein Lebensstil, in dem wir Stress mit proaktiven und emotional als auch körperlich gesunden Entscheidungen entgegenwirken.

Die Autorin Dr. Sherry Walling ist die Verfasserin des Originaltextes “Managing Founder Stress” in den Stripe Atlas Guides. Sie arbeitet mit Führungskräften und Unternehmen zusammen, um die Herausforderungen anzugehen, die mit dem Streben nach einem außergewöhnlichen Leben einhergehen.

Start-ups und der TÜV

Was auf den ersten Blick vielleicht wie ein etwas merkwürdiger Witz klingen mag: „Trifft sich ein Start-up mit dem TÜV …“, ist auf den zweiten Blick weitaus sinnvoller als vielleicht angenommen. Fünf erfolgreiche Start-up‘ler aus verschiedenen Branchen beschreiben ihre Erfahrungen mit dem TÜV und warum sie mit ihm kooperieren.

Die Deutschen lieben Ordnung, Gründlichkeit und Sicherheit – so zumindest das Klischee. Der TÜV steht sinnbildlich für dieses Bedürfnis, stets auf der sicheren Seite zu sein. Auch viele Start-ups und Tech-Unternehmen haben das inzwischen erkannt, und arbeiten eng mit dem TÜV zusammen, um ihre Produkte oder gleich das ganze Unternehmen zertifizieren zu lassen. Denn Start-ups sind zwar für ihre schnellen, innovativen Lösungen und Produkte bekannt – gleichzeitig fehlt es Ihnen aufgrund ihrer Neuartigkeit auf dem Markt häufig an Vertrauen bei den Endverbraucher*innen. Was auf den ersten Blick also wie ein etwas merkwürdiger Witz klingen mag: Trifft sich ein Start-up mit dem TÜV …, ist auf den zweiten Blick weitaus sinnvoller als angenommen. Führungskräfte von fünf Unternehmen aus den verschiedensten Branchen beschreiben ihre Erfahrungen mit dem TÜV und warum sie mit ihm kooperieren. Dazu geben sie konkrete Tipps für die Zusammenarbeit.

Sicherheit bei der Online-Nachhilfe: Studienkreis Online-Nachhilfe

„Wir haben bereits im September 2019 die Initiative ergriffen und sind auf den TÜV Rheinland zugegangen, um das Angebot der Studienkreis Online-Nachhilfe zertifizieren zu lassen. Unsere Intention war es, das eigene Angebot auf den Prüfstand zu stellen und uns durch die Zusammenarbeit mit dem TÜV zu verbessern. Viele Eltern haben noch Vorbehalte vor Online-Nachhilfe, mit der TÜV-Zertifizierung geben wir ihnen und ihren Kindern die Sicherheit, dass unser Angebot professionell und genauso gut ist wie die klassische, physische Nachhilfe. Online-Nachhilfe ist spätestens durch Corona zu einer berechtigten Alternative zur klassischen Nachhilfe geworden. Da wurde es Zeit, auch die Professionalität extern prüfen und bestätigen zu lassen. Anfang November 2021 war es dann endlich soweit: Wir wurden als eines der ersten Unternehmen für Online-Nachhilfe vom TÜV zertifiziert. Neben der erfolgreichen Zertifizierung, über die wir uns natürlich riesig freuen, war bereits der gesamte Prozess mit dem TÜV gewinnbringend für uns. Deshalb kann ich jedem Start-up und Tech-Unternehmen nur wärmstens empfehlen, den Kontakt zum TÜV zu suchen. Auch wenn die Prozesse für Start-up-Verhältnisse lange erscheinen mögen und der TÜV den Ruf einer verstaubten Institution haben mag – die Wirkkraft des TÜV sollte nicht unterschätzt werden!“

Winter-Blues & Darkness-Mood

5 Praxis-Tipps, um die kalte und dunkle Jahreszeit positiv zu überstehen.

Die Tage sind schon kürzer. Wer trotzdem noch in die Arbeit fährt geht im Dunkeln aus dem Haus und kehrt im Dunkeln wieder ins traute Heim. Das kann schon auf unser Gemüt schlagen. Wie wir die Wintertage positiv überstehen und daraus etwas entwickeln können, verrät Ihnen Mindset-Experte Philipp Nägele in einem Interview oder Gast-Beitrag.

Es stimmt: zu wenig Sonnenlicht hat negative Auswirkungen auf unser Gemüt. Nicht nur Stimmungsschwankungen sind dann ein Thema, sondern bei andauernder Überlastung im Sinne von zu viel Stress und zu wenig Ausgleich – gepaart mit Sonnenlicht und Bewegung – kann zu Depressionen führen. Nicht von ungefähr kommen die Verstimmungen in genau dieser Winterzeit. Hinzu kommen die weiteren Unsicherheiten seitens des beruflichen Aspektes und der Folgen der Pandemie.

Genau aus diesen Gründen musst du bewusst etwas dagegen tun. Mit diesen 5 Tipps entgehst du dem Blues des Winters und „belichtest“ dein Gemüt positiv.

Tipp Nr. 1: Es gibt noch mehr als nur Business, Essen und Schlafen
Nimm dir am Besten täglich etwas vor. Auch wenn es „nur“ 5 Minuten sind, wie zum Beispiel eine kurze Runde ums Haus, um das Unternehmen zu gehen. Spüre dabei bewusst die Luft, die Helligkeit, den Boden unter deinen Füßen. Vielleicht mal Barfuß durch den Schnee? Das belebt die Sinne! Ob aktiv oder ein paar Seiten in einem guten Buch, ob Zeit mit deiner Familie oder Freund*innen – auch digital! – oder einfach nur für dich: unterbreche den Winterblues und die schnell festgefahrenen Routinen.

Tipp Nr. 2: Gestalte deinen Arbeitsalltag um
Oftmals ist es leichter als gedacht: der Arbeitsalltag lässt sich wunderbar adaptieren, und dein Chef – der du vielleicht selbst bist – hat nichts dagegen. Deine Gesundheit ist dein größtes Gut und wichtig, wenn es um Performance geht. Deshalb könnte ein späterer Arbeitsbeginn oder ein früheres Arbeitsende am Tag möglich sein. Nutze diese Sonnen- und Lichtminuten bewusst in der Natur. Tanke auf, atme durch. Es muss oftmals gar nicht mehr sein. Eine zusätzliche Pause im Arbeitsalltag im Freien birgt ungeahnte Kräfte.

Tipp Nr. 3: Sei bewusst aktiv
Bewegung ist das um und auf. Nicht nur im Sommer, allen voran in der Winterzeit. Denn körperliche Bewegung beeinflusst die geistige Flexibilität. Nicht vergessen: jede Bewegung zählt! Je mehr, desto besser. Vielleicht nutzt du deine Mittagspause mal anders und gehst zwei bis drei Mal die Woche laufen. Ja, auch Spazierengehen hilft! Lt. diversen Studien hat ein Spaziergang nach dem Essen großartige positive Auswirkungen auf Zuckerspiegel, und somit die Müdigkeit und die Kilos auf der Waage.

Tipp Nr. 4: Genieße eine mentale Lichtdusche
Die Wissenschaft zeigt, dass unsere Vorstellungskraft grandioses leisten kann. Für unser Gehirn ist nämlich nicht unterscheidbar, ob wir etwas im realen erleben, oder es nur in unserem Geist, in unseren Gedanken stattfindet. Wichtig ist, dass wir in unseren Gedanken die Dinge so echt und real erleben und empfinden, wie wir nur können. Dabei hilft, wenn wir alle Sinne ins Spiel bringen. Nicht nur was wir sehen, sondern genauso was wir hören, schmecken, fühlen oder riechen, all das ist notwendig, um unser Gehirn auszutricksen. Eine Lichtdusche ist dabei eine Vorstellung, dass wir ganz einfach in Licht ein Bad nehmen. Klingt komisch? Probiere es aus. Wir vermissen die Helligkeit im Leben und in der Winterzeit, also geben wir unserem Gehirn vor, dass genügend davon da ist und wir über die Haut aufnehmen. Die Ergebnisse werden dich überraschen.

Tipp Nr. 5: Wärme ist Willkommen
Ein genüsslicher Tee hilft. Eine Stunde am Kamin oder unter der warmen Wolldecke auf der Couch. Um genau zu sein: alles was wir mit Wärme verbinden, hilft uns in diesem Moment. Damit ist auch die Herzenswärme gemeint, die wir allen voran in der Weihnachtszeit bewusst erleben sollten. Beziehungen sind Wärme, geben uns den Halt und die innere Sicherheit, die wir so dringend brauchen. Und das wird deine Mundwinkel nach oben wandern lassen.

Das Fazit ist denkbar einfach
Bleibe in Bewegung! Geistig, mental wie auch physisch. Der springende Punkt dabei ist, dass du dich bewusst dafür entscheidest, in diesem Bezug etwas zu tun. Wer in dieser Zeit gut auf sich achtet und das eine oder andere Tool und Gedanken wie hier beschrieben nutzt, der/die ist auch im Winter auf der Sonnenseite des Lebens.

Der Autor Philipp Nägele ist seit über 10 Jahren Coach und Experte im Bereich Mindset & Business. In seiner Mindstyle.Academy bildet er dabei Entrepreneur*innen und Start-ups aus.

Betriebswirtschaftslehre: Fit für die Digitale Wirtschaft

Warum Digitale Wirtschaft ein Studiengang für die Zukunft ist.

Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran und macht auch vor der Wirtschaft nicht Halt - ganz im Gegenteil. Das bedeutet eine ganze Bandbreite an neuen Möglichkeiten und einen immer allgegenwärtigen Wandel. Dieser bietet große Chancen für Unternehmen, die durch die digitale Wirtschaft einen nachhaltigen Erfolg sicherstellen wollen. Da wundert es nicht, dass ein Studiengang in digitaler Wirtschaft absolut zukunftssicher und attraktiv ist.

Studiengang der digitalen Wirtschaft als Master BWL

Der Studiengang Digitale Wirtschaft ist der Betriebswirtschaftslehre zuzuordnen. Ein solcher bietet sich als Master BWL an, also im Anschluss an ein BWL Studium. Der Studiengang Digitale Wirtschaft (M.A.) wird beispielsweise von der Akad University angeboten. Der Schwerpunkt wird dabei auf Digital Transformation und Digital Business gelegt. Auch Digital Leadership und Digital Management sind wichtige Bereiche des Studiengangs. Auf diese Weise können Fähigkeiten erworben werden, die fast jedes Unternehmen im Rahmen der Digitalisierung dringend braucht.

Auf diese Weise können die Studenten eine ideale Ausbildung für ihre Karriere machen. Ein solches Studium ist eine Investition für die Zukunft, die sich als wichtigste Entscheidung der beruflichen Laufbahn herausstellen kann. Denn durch einen solchen Start in das Berufsleben kann man zu einer gesuchten Führungskraft im strategischen Markt werden. Als Experte der strategischen Geschäftsentwicklung stehen fast alle Türen in der digitalisierten Welt offen. Es handelt sich daher um ein zukunftsfähiges Kompetenzprofil, welches international ausgerichtet ist und alle wichtigen Bereiche und Faktoren der digitalen Wirtschaft umfasst.

Fokus auf ethische Verantwortung

Im Fokus stehen in der modernen Welt der Unternehmen auch viele ethische Werte und eine ethische Verantwortung. Auch darum geht es in dem Studiengang der digitalen Wirtschaft. Das ist von größter Bedeutung, denn die Konsumenten verlangen von Unternehmen immer eher eine offene Herangehensweise an wichtige Themen wie beispielsweise den Klimaschutz und die Nachhaltigkeit.

Ein wichtiges Stichwort ist auch die digitale Transformation. Alle neuartigen Formen des Digital Management unterliegen einem stetigen Wandel, welcher unumgänglich ist. In dem Studiengang lernt man daher nicht nur aktuelle Zusammenhänge, sondern auch, wie diese in neuartigen Formen umgewandelt und umgedacht werden können. So entsteht ein fortschrittliches Gesamtpaket, welches für die moderne Berufswelt ideal ausgerichtet ist.

Fernstudiengang als gute Option

Ein Fernstudiengang der digitalen Wirtschaft dürfte für viele ambitionierte Menschen sehr interessant sein. Dieser bringt einige Vorteile mit sich. Der wohl größte ist die völlige Ungebundenheit an den Ort. Die Vorlesungen können von überall verfolgt werden, dazu braucht es nur einen Laptop, ohne den heutzutage sowieso recht wenig geht. Prüfungen können oftmals auch online abgehalten werden. Hinzu kommt auch eine große Flexibilität rund um den Faktor Zeit. Viele Vorlesungen müssen nämlich nicht live verfolgt werden, sondern können genau dann angesehen und angehört werden, wenn es zeitlich passt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Fernstudium völlig abseits von Veränderungen und Krisensituationen in der Gesellschaft absolviert werden kann. Dieser Nutzen zeigt sich gerade in der Corona-Pandemie deutlich, in der ein Fernstudium kaum einen Nachteil genießt.

Studium der digitalen Wirtschaft neben der Arbeit

Auch für BWLer, die bereits einem Job nachgehen, kann ein Fernstudium der digitalen Wirtschaft sehr interessant sein. Mit diesem können sie sich weiterbilden und für höhere Positionen empfehlen. Oftmals wird solch ein Vorhaben von den Vorgesetzten unterstützt und die Arbeitnehmer können auf eine flexiblere Arbeitszeit und weniger Stunden hoffen, um sich dem Studium widmen zu können. Oftmals wird ein solches Fernstudium als Weiterbildung auch bezuschusst. Immerhin ist es für die Arbeitgeber eine attraktive Aussicht, bestens ausgebildete Arbeitnehmer in den eigenen Reihen zu wissen, welche in Zukunft wichtige Posten übernehmen könnten.

Spezialanfertigungen für Startups

Worauf ist zu achten, wenn Dinge benötigt werden, die nicht von der Stange kommen – also Sonder- beziehungsweise Spezialanfertigungen?

Copy und Paste ist nichts, was in der Startup-Branche wirklich durchsetzungsfähig ist. Es geht darum, neue Wege zu beschreiten, besondere Lösungsansätze zu finden und Kreativität und Innovation ganz oben auf die Liste der Ziele zu setzen. Das ist natürlich Fluch und Segen zugleich, denn einerseits verändert man die Welt, andererseits ist die Welt nicht immer dafür bereit.

Das bedeutet, dass sowohl in der Produktion als auch im täglichen Geschäft möglicherweise Dinge benötigt werden, die nicht von der Stange kommen – also Sonder- beziehungsweise Spezialanfertigungen. Diese können physische Produkte im Herstellungsprozess sein, aber auch individualisierte Softwarelösungen fallen in diese Kategorie.

Spezialanfertigungen in der Produktion

Das Problem mit speziellen Produkten ist, dass sie nun mal nicht massenweise produziert werden – das hebt den Preis an. Doch Gründer sind sich dieser Situation meist bewusst und wollen es trotzdem versuchen. Dann brauchen sie Partner, die Spezialanfertigungen liefern, die bei der Umsetzung der eigenen Vision helfen.

Sondervarianten können unterschiedlich aussehen. Manchmal sind es Kleidungsstücke aus einem bestimmten Stoffmix, manchmal eher Flaschen in besonderen Formen oder aber Spezialschrauben vom Experten. Wie man aus diesen Beispielen sieht – manchmal ist eine Sonderanfertigung schon das Produkt, das am Ende verkauft oder nur noch minimal verarbeitet wird. Oder aber es sind wie im Falle der Spezialschrauben Teile nötig, um die Eigenproduktion überhaupt erst zu ermöglichen.

Wichtig ist bei der Suche nach einem Zulieferer, dass man sich professionell präsentiert. Erfahrene Unternehmer wissen, dass die Zusammenarbeit mit Startups Risiken beinhaltet. Deshalb ist der erste Eindruck wichtig. Doch man darf auch selbst Ansprüche haben – auf keinen Fall sollte man nur wegen eines guten Preises den erstbesten Geschäftspartner wählen, bei dem aber die Chemie so gar nicht stimmt.

Das Besondere im Unternehmen

Neben den notwendigen Spezialanfertigungen, die die Produktion überhaupt erst ermöglichen, gibt es auch noch Sonderanfertigungen, die nicht das Überleben des Startups bedingen. Sie sind eher dazu da, Identität und Wiedererkennungswert zu schaffen.

Das können beispielsweise Werbegeschenke sein. Diese zu individualisieren, ist ein erster Schritt, um sich von ähnlichen Unternehmen zu unterscheiden und ein wenig Aufmerksamkeit zu erhalten. Neben klassischen Werbegeschenken wie Kugelschreibern oder Einkaufschips kann man mithilfe eines Druckservices vielleicht auch Dinge bedrucken, die nicht so weit verbreitet sind, wie Kopfhörer oder Fitnessgeräte.

Besonderheiten gibt es auch für das Büro:

  • Wandmalerei für Aufenthaltsraum
  • höhenverstellbare Tische und Stühle
  • Gründertoken (z.B. Münze oder Plakette)
  • Namensschilder

Die Besonderheiten im Büro helfen nicht nur Besuchern des Startups, sondern auch den Mitarbeitern dabei, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren. Diese müssen nicht immer Sonderanfertigungen sein, aber so kann nun mal das gewisse Etwas in die Büroräume kommen.

Nicht-physische Sonderanfertigungen

Wichtiger als die Gestaltung oder mögliche Werbegeschenke sind individuelle Produkte, die nicht physisch sind. Darunter fallen zum Beispiel Softwarelösungen. Denn nicht alle Startups wollen greifbare Produkte vertreiben. Auch Anwendungen und Programme können Grundlage für ein Unternehmen sein.

Häufig werden Apps innerhalb des Unternehmens entwickelt und müssen somit nicht extern beschafft werden. Doch es gibt auch Situationen, in denen es sinnvoll sein kann, sich Hilfe von außen zu holen. Beispielsweise, wenn ein bestimmter Produktionsablauf automatisiert werden soll oder wenn die Integration von Code in eine bestehende Website oder Anwendung Schwierigkeiten bereitet.

Auch eine Website kann als Sonderanfertigung gelten. Denn eine Website mit Wiedererkennungswert stammt meist nicht aus dem Baukasten. Design, Funktionen, Inhalte, Shops – all das kann ebenfalls durch Dienstleister speziell für das Startup gestaltet werden. Möglicherweise kann man hier schauen, ob man nicht auf Freiberufler oder auch andere Startups setzt, um sich gegenseitig zu unterstützen und auch langfristige Partnerschaften zu knüpfen, die sich später noch einmal auszahlen.

Auf dem Prüfstand: Führung in Start-ups

Die Arbeitswelt im Wandel: Das sind die zukünftigen Anforderungen an Führungskräfte in Start-ups.

Der weltweite digitale Wandel verändert die Art der Menschen zu leben, zu arbeiten und zu lernen fundamental und in rasanter Geschwindigkeit (Fleming et al., 2019). Das wirtschaftliche, politische und soziale Umfeld von Organisationen ist in der heutigen Arbeitswelt von Ungewissheit, Überraschungen und vielfach disruptiven Brüchen gekennzeichnet. Diese neue Qualität der Instabilität wird als VUCA-Welt (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität) bezeichnet (Bartsch, 2015). Diese Entwicklung fordert zum einen Anpassungen der organisationalen Strukturen und Prozesse und führt zum anderen zu Veränderungen sozialer Beziehungen und intraorganisationaler Kooperationen (von Ameln & Wimmer, 2016). Demnach befinden sich nicht allein die Arbeits- und Organisationsprozesse in Unternehmen im Umbruch, sondern auch im Bereich Führung wird ein Umdenken gefordert (Worley & Mohrmann, 2014).

Führungskräfte nehmen dabei eine wichtige Rolle ein, denn der langfristige Erfolg einer Organisation hängt von den Qualitäten der Führungskraft genauso ab wie von hohen Umsätzen und hochwertigen Produkten oder Dienstleistungen. Einhergehend mit dem Wandel, werden auch die gesellschaftlichen Werte beeinflusst und verändern sich die Erwartungen der Mitarbeitenden an ihre Führungskraft (Schrörs & Kuhle, 2020). So gilt es, die zukünftigen Anforderungen an Führungskräfte zu betrachten und benötigte Kompetenzen zu fördern sowie zielgerichtet einzusetzen, um einerseits als Führungskraft, aber auch als Unternehmen in Zukunft erfolgreich zu sein.

Für Gründer*innen ist die Geschwindigkeit des Wandels zusätzlich herausfordernd. Neben der Entwicklung des Unternehmens muss parallel eine Führungsstrategie gefunden werden, die dem entsprechenden Wachstum des Start-ups, dem digitalen Wandel und den damit einhergehenden kontinuierlichen Veränderungen gerecht wird (Wolff, 2019). Start-ups charakterisieren Merkmale wie begrenztes Startkapital, knappe Ressourcen, überschaubare Vorerfahrungen und schnelles Wachstum. Sie befinden sich in der Frühphase unternehmerischer Entwicklung und sind daher einer besonders starken Konkurrenz ausgesetzt (Kollmann, Hensellek, Jung & Kleine-Stegemann, 2019). Diese Merkmale stellen Führungskräfte in Start-ups vor besondere Herausforderungen.

Führung im Kontext der Digitialisierung

Bis zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich zahlreiche Berichte finden, die sich damit beschäftigen, dass gravierende Veränderungen in der Arbeitswelt zu erwarten sind (Fleming et al., 2019). Jedoch basieren die zugrundeliegenden Studien selten auf empirischer Forschung nach wissenschaftlichen Standards. Auch wird in den Studien kaum eine psychologische Sichtweise eingenommen und Berufsprofile mit Führungsaufgaben spielen eine eher untergeordnete Rolle. Besonders fehlt es im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung an Forschung zu zukünftigen Anforderungen an Führungskräfte in Start-ups.

Die hier dargestellte Interviewstudie – sie basiert auf dem Herausgeberband mit Expert*inneninterviews von Nachtwei & Nachtwei (2021) – verfolgte demnach das Ziel, die im Kontext der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt veränderten Anforderungen an Führungskräfte in Start-ups zu ermitteln und aufzuzeigen. In dem Expert*inneninterviewband haben Gründer*innen, Investor*innen und Forscher*innen in fünf inhaltlichen Frageblöcken Fragen zu Erfolgsmerkmalen von Gründungsteams, zur Personalauswahl und -entwicklung in Start-ups, zur Führung in Start-ups und zur Zukunft der Arbeit aus Perspektive des Entrepreneurships schriftlich beantwortet.

Die vorliegende Studie basiert auf Frageblock vier des Interviewbands: Wie nimmst du die Führungskultur in Start-ups wahr? Gibt es bestimmte Führungsstile, die sich in der Start-up-Szene durchgesetzt haben? Oder soll die Führungsrolle deiner Erfahrung nach sogar mehr oder minder abgeschafft werden?

Für die Datenanalyse wurden vorab fünf Hauptkategorien (Rollen, Kompetenzen, Verhalten und Aufgaben der Führungskraft und Rahmenbedingungen) festgelegt, um anhand dieser die Daten des Interviewbands differenziert und strukturiert auswerten und die zukünftigen Anforderungen an Führungskräfte in Start-ups ermitteln zu können.

Zukünftige Anforderungen an Führungskräfte

In dem Interviewband wurden insgesamt 41 Interviews mit insgesamt 43 Start-up-Expert*innen veröffentlicht(Nachtwei & Nachtwei, 2021). Für die Datenauswertung mit Fokus auf zukünftige Anforderungen an Führungskräfte in Start-ups konnten 38 Interviews berücksichtigt werden. Zehn Teilnehmende waren Frauen (26 %), 28 Männer (74 %). Die Teilnehmenden verfügen über mindestens fünf Jahren Berufserfahrung und mehrjährige Gründungserfahrung. Der Großteil war bereits in mehreren Unternehmen tätig und hat Unternehmen gegründet. Sie bringen diesbezüglich eine große Vielfalt an Erfahrungen mit.

Entscheidungen treffen: So geht’s schneller und leichter

Es gibt viele Tipps und Tricks, um eine Entscheidung leichter zu treffen. Aber ein paar scheinbar ganz simple werden häufig vernachlässigt – dabei sind es die stärksten und wichtigsten von allen.

Start-Upper und junge Entrepreneur*innen müssen täglich viele Entscheidungen in kurzer Zeit treffen. Da ein junges Unternehmen oftmals gleichzeitig viele Dinge tut, Strategien und Strukturen entwickelt, mit vielen Menschen und Kund*innen täglich spricht, überhäufen sich die zu erledigenden Aufgaben. Da kann ein junger Unternehmer bzw. eine junge Unternehmerin sich schon mal überrumpelt fühlen. Eine der ersten Erkenntnisse dabei ist wichtig: All das ist natürlich! Das musst du verstehen lernen. Das bedeutet, dass du die Dinge richtig einordnest und akzeptierst, dass vieles gleichzeitig passieren kann. Wenn du weißt, was du selbst kannst und was deine Unzulänglichkeiten sind, hast du einen riesigen Vorteil. Wenn du nun intelligent genug bist, die Dinge, die du nicht kannst, an Expert*innen in und außerhalb deines Unternehmens abzugeben, hast du alle Asse im Ärmel.

Ziele und Vision koordinieren

Eine Frage zwischendurch: Wer wünscht sich nicht manchmal eine 25. Stunde am Tag? Weil wir viele Unternehmer*innen-Hüte besitzen – Geschäftsführer*in, Buchhalter*in, Social-Media- und Content-Creator*in und vieles mehr – und dadurch Zeit nicht immer unser Freund ist, sind zwei Dinge elementar wichtig: Deine Ziele und Vision, und somit auch deine Intuition. Wenn du diese beiden Faktoren zusammenführst, dann wirst du immer goldrichtig liegen. Dazu stellt sich immer die Frage: Bringt dich das, was du jetzt tun willst bzw. die Entscheidung, die zu treffen ist – z.B. die Mitarbeiterin einzustellen, die strategische Partnerschaft einzugehen, die Social-Media-Strategie zu ändern – deinen Zielen und Visionen einen Schritt näher?

Ja, manchmal ist Trail and Error gar nicht so schlecht. Viele große Unternehmer*innen sagen es immer wieder: fail often and fail fast. Fehler bringen dich nach vorne. Wir sind niemals fehlerfrei. Auch aus diesem Grund ist unsere Intuition so wichtig. Und die Möglichkeit zu reflektieren, für uns ganz persönlich. Denn nur so können wir die Ergebnisse unserer Entscheidungen richtig einordnen.

Der strategische Schlüssel: Intuition

Die Strategie für deine Intuition, die ich dir hier mitgeben möchte, ist denkbar einfach. Der erste Schritt ist auf einen mentalen, geistigen Buzzer-Knopf zu drücken. Stelle dir einen roten Knopf wie in einer Game-Show vor, und drücke diesen vor deinem geistigen Auge. Dieser sagt zuerst mal STOPP. Stoppe dein Gedankenkarussell. Das funktioniert auch dann, wenn du das Gefühl hast, von den Dingen übermannt oder überlastet zu sein.

Der nächste Schritt ist einen Body-Scan durchzuführen. Dieser stammt aus der Psychologie. Stelle dir vor, du scannst deinen Körper von den Haarspitzen bis zu den Zehen ab. Wie bei einer MRT-Untersuchung im Krankenhaus. Alles ist dabei zu spüren. Dein Körper, deine Muskeln. Wo drückt es? Wo ist Spannung drauf? Oder ist alles locker? Sei genau, spezifisch und denke in alle kleinen Körperteile hinein. Wichtig dabei zu wissen ist, dass dein Körper dir hier Aufschluss darüber gibt, was wirklich los ist.
Je öfter du das tust, umso besser wird nicht nur dein Körpergefühl. Du wirst jede Nuance der Veränderung in deinem Körper, deinen Muskeln und dadurch deine Gefühlswelt erkennen. Denn es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Gefühlen und deinen Muskeln.

Eine Sache noch: Deine Intuition – deine Gefühle – betrügen dich niemals! Denn diese sind aus deiner Geschichte und Erfahrungen heraus richtig. Dein Körper speichert alle Erfahrungen und Erlebnisse in deiner Muskulatur, in jeder Zelle deines Körpers. Und dieser lässt sich nicht austricksen. Deshalb musst du nur lernen, auf die Signale zu hören: egal ob du Vorsicht walten lassen oder eine Möglichkeit sofort ergreifen solltest. Aufgrund deiner körperlichen Intuition und deinen Gefühlen „weißt“ du intuitiv und unbewusst, was das Richtige ist. Und deine reale Erfahrung und Reflektion deines Lebens wird dies unterstreichen. So entstehen die besten und wirkungsvollsten Entscheidungen.

Nutze diese Strategie mehrmals täglich – vielleicht wie das Zähneputzen dreimal am Tag – um deine Intuition zu schärfen und dadurch die richtigen Entscheidungen zu treffen: und zwar die richtigen Entscheidungen für dich persönlich. Niemand kann dir sagen, ob deine Strategie die richtige ist. Nur du kannst das wissen. Es gibt für Erfolg und Entrepreneurship kein Schema X, welches für alle funktioniert. Genau deshalb musst du deiner Intuition vertrauen lernen und damit arbeiten.

Der Autor Philipp Nägele ist Entrepreneur und Mindset-Experte. Nach über 10 Jahren in einem klassischen Karriereleiter-Rad entschied sich Philipp, sein berufliches Leben komplett umzudrehen. Inzwischen hat er hunderte Menschen im Thema Mindset, Erfolg und Entrepreneurship gecoacht und sie ihre Ziele realisieren lassen, www.mindstyle.academy

Zurück ins Büro während der Coronazeit

Was ist aktuell bei der Rückkehr aus dem Home-Office ins Büro zu beachten und was kann der Arbeitgeber verlangen?

Die Anzahl von Neuinfektionen durch Covid-19 vermindert sich momentan fast jeden Tag. Dadurch steht mittlerweile in vielen Lebensbereichen Veränderung zurück zu normalen Verhältnissen im Raum. Dies trifft auch für Arbeitnehmer zu, denn in vielen Betrieben scheint die Zeit des vollständigen Home-Office bald vorüber zu sein. Doch was genau ist bei der Rückkehr ins Büro zu beachten und was kann der Arbeitgeber verlangen?

Seit Monaten gehen die Corona-bedingten Fallzahlen jeden Tag zurück. Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales beschlossene Corona-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) galt bis zum 30. Juni 2021. Nun müssen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer darauf einstellen, dass es zu Lockerungen bei Arbeitsschutzbestimmungen kommt. Das bedeutet auch, dass viele Arbeitnehmer, welche die letzten Monate im Home-Office verbracht haben, bald wieder ihre designierten Büroräume aufsuchen können. Manche Arbeitnehmer sind bereits in einen geregelten Arbeitstag zurückgekehrt. Was gibt es also momentan zu beachten, was dürfen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und worauf sollten sich beide in den nächsten Monaten einstellen?

Welche Regeln gibt es im Büro?

Um das gemeinsame Miteinander im Büro für alle Beteiligten sicherer zu machen, sollten einige Grundregeln beachtet werden: Am wichtigsten ist ein adäquater Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern. Dieser muss auch bei Raucherpausen eingehalten werden. Arbeitgeber müssen dies gewährleisten, indem jeder Person 10m² zur Verfügung stellen. Falls der Sicherheitsabstand nicht gewährleistet werden kann, muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Diese müssen auch vom Arbeitgeber bereitgestellt werden. Büroräume, besonders welche mit mehreren Mitarbeitern müssen regelmäßig gelüftet werden. In den Sanitätsräumen müssen zudem Flüssigseife und Handtuchspender bereitstehen. Aufzüge sollten bestenfalls gemieden werden. Zudem sollten Türklinken, Geländer und Tresen regelmäßig desinfiziert werden. Auch Handdesinfektionsspender sollten in der Nähe von Eingängen aufgestellt werden. Generell sollte jeder Beschäftigte sich regelmäßig die Hände waschen. Hinweisschilder können dazu ermutigen.

Ein besonders großes Risiko für eine Ansteckungsgefahr sind Gemeinschaftsküchen. Diese sollten im Optimalfall nicht für die Zubereitung von Speisen benutzt werden. Anfallendes Geschirr sollte in die Spülmaschine geräumt oder sofort abgewaschen werden. Kaffeemaschinen und Regalgriffe sollten auch hier regelmäßig desinfiziert und gereinigt werden. Betriebliche Zusammenkünfte, z.B. Besprechungen, sind auf ein Minimum zu begrenzen. In Betrieben mit mehr als 10 Mitarbeitern sollten kleine Arbeitsgruppen gebildet werden, um Beschäftigte besser voneinander zu trennen und im Infektionsfall weniger Kontakte verfolgen zu müssen. Auch ein Dienstplan, mit festgelegten Schichten kann dabei helfen Hygieneregelungen einzuhalten. So ist etwa eine hybride Arbeit, mit Home-Office und Büro im Wechsel möglich. Falls der Betrieb über nicht personalisierte Dienstwagen verfügt, sollte das Nutzen dieser ausgesetzt werden. Hinzu kommt, dass der Arbeitgeber jedem Arbeitnehmer, welcher nicht ausschließlich im Home-Office arbeitet, zweimal pro Woche einen kostenlosen Coronatest anbieten muss.

Was kann der Arbeitgeber verlangen?

Doch was, wenn man gar nicht in das Büro zurück will? Kann man von seinem Arbeitgeber gezwungen werden? Ohne triftigen Grund des Arbeitgebers geht das nicht. Grundsätzlich sollte sich an der eventuell festgelegten Betriebsvereinbarung zum Home-Office orientiert werden. Existiert diese nicht, muss der Arbeitgeber einen nachvollziehbaren Grund angeben. Beispiel wären eine bestimmte Arbeit, die im Büro erledigt werden muss oder ein Kunde, welcher eine Produktübergabe in Person erfordert. Das Gleiche gilt auch vice versa: Will ein Arbeitnehmer unbedingt wieder im Büro arbeiten, muss er sich nach der Betriebsvereinbarung richten.

Der Arbeitgeber ist zudem verpflichtet außerordentliche Vorkehrungen zu treffen um besonders schutzbedürftige Beschäftigte, also Risikogruppen wie Asthmatiker oder ältere Mitarbeiter, effektiv zu schützen. Arbeitsschutzkonzepte müssen von jedem Betrieb individuell aufgestellt werden, da es keine vorgegebene standardisierte Lösung gibt.

Womit sollte in den nächsten Monaten gerechnet werden?

Wie genau sich der momentane Rückgang an Coronainfektionen auf die Corona-Arbeitsschutzverordnung auswirkt, ist bisher nicht bekannt. Höchstwahrscheinlich kommt es aber zu Lockerungen. Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass einige Regeln wie z.B. der Sicherheitsabstand komplett abgeschafft werden. Mitarbeiter, welche genug vom Home-Office haben, können ihre Tätigkeiten wahrscheinlich bald wieder im Büro ausüben.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat sich zudem für ein Recht auf Home-Office ausgesprochen. Wer sich dort also wohler fühlt und noch nicht ins Büro zurückkehren möchte, muss dies demnächst auch nicht. Selbstverständlich gibt es auch dabei Ausnahmen, da manche Arbeiten unmöglich von zu Hause aus erledigt werden können. Wenn es weitere Unklarheiten zu genauen Regeln gibt, ist die Frage-und-Antwort Sektion zur Corona-Arbeitsschutzverordnung zu empfehlen, welche auf der Website des BMAS gefunden werden kann. Eventuelle neue Verordnungen sind dort ebenfalls aufzufinden.

Diversity, Equity und Inclusion (DE & I)

Wie du als Entscheider*in Vielfalt, Gleichheit und Inklusion in dein Unternehmen bringst.

Sprache ist ein erster Schritt in Richtung gelebter Realität. Doch ein Gendersternchen allein sorgt noch nicht für Vielfalt, Gleichheit und Inklusion. Was kannst du als Entscheider*in im Unternehmen tun, damit echte Diversität in den Teams Einzug hält? Wie werdet ihr als Unternehmen auch für die Generation Z attraktiv? Hier erfahrt ihr, welche Maßnahmen hilfreich sein können.

Die Gesellschaft verändert sich – und das auf allen Ebenen. Das hat zur Folge, dass Menschen weltweit heute auch von Unternehmen soziales Engagement und Vielfalt am Arbeitsplatz erwarten. Hier sind Entscheider*innen gefordert, konkrete Strategien und Errungenschaften, statt reine Lippenbekenntnisse vorzuweisen. Wichtig ist, dass die klaren Absichten des Unternehmens erkennbar sind und über die Ziele nachgedacht wird. Denn nur so lässt sich abbilden, was tatsächlich erreicht werden soll.

Handeln beginnt auf der Führungsebene

Inklusive Kulturen machen stärkere Unternehmen – und fangen beim Management an. Damit Diversity, Equity und Inclusion (DE & I) überhaupt gelebt wird, müssen Gründer*innen und Entscheider*innen Verantwortung übernehmen. Sie müssen einen Nährboden für eine unternehmensweite Beteiligung und Unterstützung der Themen Vielfalt, Gleichheit und Inklusion schaffen.

Habt die nächste Generation im Blick und kommuniziert adäquat

Laut einer Studie von Stepstone ist Bewerber*innen neben Faktoren wie Gehalt, Unternehmenskultur oder Weiterbildungsmöglichkeiten ist ebenso wichtig, dass die bzw. der potenzielle Arbeitgeber*in für Vielfalt steht. 77 Prozent aller Befragten geben an, sich eher bei einem Unternehmen zu bewerben, das genau diese Vielfalt lebt. 78 Prozent sagen ausdrücklich, dass sie gern in einem vielfältigen Umfeld arbeiten möchten.

Insbesondere bei der jüngeren Generation spielt das Thema eine große Rolle. Um diese Zielgruppe anzusprechen, sollten sich Organisationen ihre Webseite anschauen. Ist die Mission und Vision klar verständlich? Zeigen die Fotos echte Vielfalt? Hier gilt es im Zweifel nachzubessern.

Definiert, warum Vielfalt für euer Unternehmen wichtig ist und skaliert die Messgrößen

Wenn DE & I in eurem Unternehmen wichtig sein soll, dann braucht es eine für alle Mitarbeiter*innen nachvollziehbare Begründung, warum das so ist. Denn es ist vorrangig die Aufgabe der Entscheider*innen im Unternehmen darzulegen, welche Relevanz Vielfalt hat und die Gründe hierfür zu vermitteln. Neben dem „Warum“ geht es aber auch um das „Wie“. Hier müssen Entscheider*innen klar formulieren, was genau Diversität für die eigene Organisation bedeutet.

Wenn diese Fragen geklärt sind, geht es ans Eingemachte: Ihr müsst damit starten, Messgrößen zur Skalierung zu definieren und Feedback einzuholen, um einen Maßstab für eure DE & I-Aktivitäten zu definieren. Im nächsten Schritt sollten Meilensteine, Ziele und Zeitpläne für die Aktivitäten beschlossen werden. Vor allem Zeitpläne helfen dabei, Teams in Verantwortung zu bringen und gleichzeitig transparent zu sein.

Seid transparent – selbst wenn noch nicht alles perfekt ist

Transparent mit dem umzugehen, was beschlossen, gelebt und aber auch optimierungsbedürftig ist, ist essenziell. Warum nicht einen eigenen jährlichen Bericht herausbringen, der den aktuellen Status Quo zu DE & I-Aspekten darlegt? Häufig geht von diesem eine Signalwirkung auf andere Unternehmen aus und ermutigt sie, ebenfalls Stellung zu beziehen.

Es geht nicht um Perfektion, sondern um Fortschritt. Menschen wollen wissen, wie Organisationen zu DE & I aufgestellt sind und was sie tun, um sich hier zu positionieren. Vor allem im Rahmen von Bewerbungsprozessen können diese Themen von Bewerber*innen aktiv angesprochen werden und damit Personalverantwortliche zu fordern – es ist also wichtig das Engagement öffentlich zu machen.

Schafft mit einem strukturierten Ansatz einen gerechteren Rahmen für Vorstellungsgespräche

Insbesondere im Hiring-Prozess hilft ein strukturierter Ansatz beispielsweise dabei unvoreingenommenere Vorstellungsgespräche zu führen. Und zwar indem Kriterien zur Bewertung im Voraus definiert werden, Interviewfragen auf diese Kriterien abgestimmt und verschriftlicht werden, sodass nachvollziehbar ist, wie Kandidat*innen bewertet wurden.

Es geht also unter anderem um Rahmenbedingungen, die einen besseren und faireren Einstellungsprozess ermöglichen. Auch die Erfahrung der Kandidat*innen wird positiver, wenn ein Plan und ein Grundgerüst den Prozess des Hirings bestimmt. Situationsbezogene Fragen wie “Was wird für die Rolle benötigt?” oder “Wie wird der Tagesablauf des neuen Teammitglieds aussehen?” helfen dabei, einen Eindruck zu bekommen wie Bewerber*innen in bestimmten Situationen handeln oder ein Problem lösen würden. Wichtig ist, dass die Fragen den Kern eines Jobs treffen und nicht voreingenommen sind.

Aufpassen bei Empfehlungsprogrammen

Empfehlungsprogramme für Mitarbeitende haben häufig einen Effekt: Sie verstärken die bestehende Zusammensetzung in Organisationen. Vielfältiger werden Empfehlungen dann, wenn die Anforderungen an die Empfehlungen so konkret wie möglich spezifiziert sind.

Statt einfach zu sagen “Hey, wenn du uns jemanden empfiehlst und wir diese Person einstellen, bekommst du Bonuspunkte“ ist es besser beispielsweise zu fragen “Wer ist die beste Ingenieurin, mit der du je gearbeitet hast?" oder “Wir suchen mehr Kundenbetreuer*innen, die von unterschiedlicher ethnischer Herkunft sind. Wen kennst du, der gut ist?

Das Team für präzisere Anforderungen zu sensibilisieren, führt nicht nur zu einem größeren Volumen an potenziellen Kandidat*innen, sondern sorgt durch die Verringerung von Voreingenommenheit für vielfältig Teams.

Gebt allen Bewerber*innen eine faire Chance 

Laut einer Studie der Vereinigung Society for Human Resource Management halten über 80 Prozent der Befragten den Wert eines Mitarbeitenden, der über Vorstrafen verfügt für mindestens genauso hoch und höher, wie den Wert eines Mitarbeitenden ohne Vorstrafen. Was bedeutet das für das Bewerbungsverfahren? Evaluiert, ob der Mensch, der in der Vergangenheit vielleicht einen Fehler gemacht hat, dennoch für den Job geeignet ist. Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Qualifikationen für einen Job zu präsentieren, unabhängig von ihrer Vergangenheit, kann sich lohnen. Denn erst das persönliche Gespräch mit einer Person, in dem man mehr über ihren Hintergrund erfährt, ermöglicht euch wirklich einschätzen zu können, ob Bewerber*innen aus ihren Erfahrung gelernt, sich geändert haben und rehabilitiert sind.

Im Einstellungsprozess jedem eine faire Chance zu geben – also „fair chance hiring“ zu betreiben – ermöglicht nicht nur eine Vielfalt in der Belegschaft zu erzielen, sondern kann auch eine Quelle für Top-Talente sein. Das gilt besonders für Branchen, in denen Fachkräftemangel herrscht und zu einem echten Wettbewerbsvorteil für das einstellende Unternehmen werden.

Radikal emphatisch sein ist ein kraftvolles Tool

Wer Vielfalt, Gleichheit und Inklusion am Arbeitsplatz eine echte Chance geben will, der kann sich des Tools des radikal empathischen Führungsstils bedienen. Dazu ist es hilfreich, die Persönlichkeitsstruktur von Mitarbeitenden zu kennen und die intrinsische Motivation, die die Person antreibt, zu verstehen. Eine Kultur zu schaffen, in der sich Mitarbeiter*innen sicher fühlen und auch kritische Themen ansprechen können, ist dabei essenziell. Um so ein sicheres Umfeld zu schaffen, braucht es klare Richtlinien und Leitplanken. So lassen sich nicht nur die besten Talente gewinnen, sondern auch eine große Führungsherausforderung bewältigen.

Der Autor Jon Stross ist Präsident und Mitbegründer von Greenhouse Software. Mit seiner Software unterstützt das Unternehmen beim optimierten Hiring-Prozess. Stross ist zudem Co-Autor des neuen HR-Buches "Talent Makers“.