10 Tipps, mit denen sich jeder Onlinehandel sofort verbessern lässt


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Wenn der Umsatz stagniert, ist es Zeit, die Funktionalität eines Onlineshops zu überprüfen. Sind die Produktbeschreibungen optisch und inhaltlich ansprechend? Wodurch heben sich die Angebote von denen der Konkurrenz ab? Ist die Navigation durch den Shop leicht verständlich oder gibt es offensichtliche Dinge, die einen potenziellen Kunden zum Absprung veranlassen? Die folgenden zehn Punkte sollen dabei helfen, einen Onlineshop zu maximalem Erfolg zu führen.

1. Steigerung der Conversion Rate

Um aus einem Besucher einer Internetseite einen Käufer zu machen, sind die ersten drei Sekunden von Bedeutung. Innerhalb dieser kurzen Zeit fällt die Entscheidung, ob ein Produkt für den Kunden interessant ist oder ob dieser die Webseite schließt und sich nach etwas anderem umsieht. Das bedeutet, dass der erste Eindruck des Produktes oder der Dienstleistung für den Umsatz von Bedeutung ist. Das Angebot muss optisch überzeugen und Lust machen, mehr darüber erfahren zu wollen. Mit perfekten Bildern und inhaltlich ansprechenden Headlines lässt sich die Verkaufsrate leicht steigern.

2. Mehrwert für den Kunden schaffen
Manche Produkte oder Dienstleistungen sind erklärungsbedürftig, doch das lässt sich in einer Produktbeschreibung im Onlineshop nicht immer detailliert umsetzen. Zusätzliche Tipps und Tricks können jedoch perfekt in einem Blog untergebracht werden und geben einem potenziellen Kunden das Gefühl, dass es nicht nur um den Verkauf geht. Wer sich die Mühe macht und Zeit in einen Blog investiert, erfüllt auch das Bedürfnis der Kunden, als Mensch wahrgenommen und behandelt zu werden. Kunden wünschen sich Information und Aufklärung und sind dankbar, wenn die Informationen über eine reine Produktbeschreibung hinausgehen. Diese Arbeit ist etwas zeitaufwendig, steigert aber langfristig gesehen die Umsatzquote.

3. Das preislich breitgefächerte Angebot
Wer im Internet einkauft, ist auf der Suche nach Produkten, die preislich den eigenen Vorstellungen entsprechen. Deshalb ist es von Vorteil, ein Produkt anzubieten, das mehrere Preissegmente bedient. Wer nach Dingen im mittleren Preisbereich sucht und fündig wird, wird sich auch teurere Varianten ansehen. Im Gegensatz dazu wird ein Besucher die Internetseite sofort verlassen, wenn es dort ausschließlich Produkte gibt, die seine Budgetvorstellungen übersteigen.

Sollte es nicht möglich sein, ein Produkt in unterschiedlichen Preisklassen anzubieten, hilft passendes Zubehör zu einem Preis, dem ein Kunde nicht widerstehen kann. In diesem Moment ist es egal, ob das Produkt hochpreisig ist. Wichtig ist das Gefühl, an irgendeiner Stelle ein Schnäppchen zu machen. Mit der richtigen Preisstrategie und (zusätzlichen) Angeboten aus unterschiedlichen Preisklassen lässt sich der Umsatz in kurzer Zeit steigern.

4. Verkauft wird ein Gefühl, nicht das Produkt
Im Verkauf geht es nicht um Produkte. Es geht um das Gefühl, das durch den Besitz und Einsatz dieser Dinge ausgelöst wird. Spart der Kunde Zeit oder Arbeitskraft? Fühlt er sich wohler oder glücklicher, wenn er das Produkt anwendet? Erlangt er mehr Sicherheit oder Unabhängigkeit? Wem es gelingt, mit seinen Produktbeschreibungen emotionale Zustände beim potenziellen Kunden zu erzeugen, hat den Kaufabschluss bereits in der Tasche.

Es reicht nicht aus, nur die Funktionalität des Produktes zu beschreiben. Damit hebt sich niemand von der Masse ab. Eine gute Produktbeschreibung erklärt, was das Produkt kann. Gleichzeitig weckt sie auch die Sehnsucht nach dem Gefühl, das entsteht, wenn das Produkt genutzt wird und das Leben einfacher oder schöner macht.

5. Schnäppchen und Preisnachlass statt Verknappung
Viele Onlinehändler arbeiten mit dem Prinzip der Verknappung. Das heißt, dass dem Kunden auf unterschiedliche Art suggeriert wird, dass von dem Produkt nur noch wenige Stückzahlen vorrätig sind. Wer mit dieser Strategie arbeitet, sollte ehrlich sein. Käufer werden sich betrogen fühlen, wenn das besagte Angebot nach drei Wochen immer noch und sogar in größerer Stückzahl vorhanden ist.

Ist das Produktangebot wirklich limitiert, animiert die Aussage, dass nur noch eine begrenzte Stückzahl zur Verfügung steht, wirklich zum Kauf. Soll lediglich der Verkauf angekurbelt werden, gibt es bessere Wege. Schnäppchenangebote oder Preisnachlässe sind ehrlichere Möglichkeiten, um einen Anreiz zum Kauf zu bieten. Wer Produktknappheit vortäuscht und entlarvt wird, steht als Lügner da und darf sich sicher sein, dass der Kunde nie wieder bei ihm kaufen und diese Vorgehensweise sicher im Internet verbreiten wird.

6. Testimonials schaffen Vertrauen
Es ist einfacher, einem Trend zu folgen, als ein Verlangen nach einem unbekannten Produkt zu kreieren. Deshalb sollte ein Produkt mit vielen Kundenstimmen beschrieben und bewertet werden, um die Hemmschwelle bei einem Onlinekauf zu senken. Im stationären Handel kann die Ware meist geprüft und in Augenschein genommen werden. Im Onlinehandel wird das Fehlen dieser Möglichkeit ausgeglichen, wenn viele positive Testimonials existieren.

Eine gute Produktbeschreibung ist die halbe Miete. Doch die Sicherheit, die der potenzielle Kunde braucht, entsteht durch unabhängige Produktbewertungen. Wenn Verbraucher ihre Erfahrungen mit dem Gerät oder der Dienstleistung teilen, wird dadurch Vertrauen in das Produkt und den Verkäufer aufgebaut. Je persönlicher die Testimonials sind,
desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch andere Menschen zum Kauf entschließen.

7. Die richtigen Versandkartons benutzen

Das Umweltbewusstsein wächst und mit ihm auch das Bedürfnis nach einer akzeptablen Versandstrategie. Je größer die Abnahmemenge der Versandkartons beim Einkauf, desto niedriger ist der Einzelpreis für den Unternehmer. Allerdings fällt die Stimme des Kunden immer stärker ins Gewicht, wenn es um das Verpacken der Produkte geht.

Werden kleine Artikel in großen Kartons mit viel Füllmaterial verschickt, hat das nichts mit Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein zu tun. Verpackungsmaterial sollte dem Inhalt angepasst sein. Füllmaterial darf nur bei stoßempfindlichen Produkten zum Einsatz kommen. Bei einer zeitlich versetzten Lieferung sollte beim Kunden nachgefragt werden, ob der Versand in mehreren Paketen erfolgen soll oder ob eine Wartezeit zumutbar wäre. Viele Kunden sind bereit, auch einen Tag länger auf die Zustellung zu warten, wenn ihnen die Situation erklärt und ihre Zustimmung erbeten wird. Dieses Vorgehen sorgt für mehr Kundenbindung, denn der Kunde wird in den Entscheidungsprozess eingebunden und erlebt, dass sich der Verkäufer um ihn und um Nachhaltigkeit bemüht.

8. Versandkostenfrei versenden
Wer im Internet einkauft, bevorzugt Shops, die versandkostenfrei versenden. Jeder Händler kann die Versandkosten ganz oder anteilig auf den Artikelpreis aufschlagen und somit den Versand portofrei anbieten. Hierbei handelt es sich um eine psychologische Hürde, die es zu meistern gilt. Werden einem Warenkorb abschließend zusätzliche Versandkosten hinzugefügt, sorgt diese Tatsache beim Käufer immer für ein Gefühl von Abwehr. Würde hingegen jeder Artikel im Shop um einen Euro erhöht werden, stieße das auf Akzeptanz.

Wer überwiegend Warenkörbe mit mehreren Artikeln verkauft, sollte unbedingt versandkostenfrei versenden. Auch auf Onlineplattformen setzen sich bekannterweise die Shops durch, die keine Portokosten berechnen. In vielen Fällen bringen versandkostenfreie Angebote einen größeren Umsatz als Rabattaktionen, bei denen sich der Preis des Produktes reduziert.

9. Verschiedene Versandanbieter
Der Umsatz eines Onlineshops lässt sich auch optimieren, wenn sich der Kunde seinen Versandanbieter selbst aussuchen darf. Wer nur mit DPD oder der Post versendet, wird mit Absprüngen während des Kaufprozesses rechnen müssen. Versandanbieter haben unterschiedliche Lieferzeiten. Je nach Wohnort werden Pakete, die nicht zugestellt werden können, in Shops abgegeben, die nicht im direkten Umfeld des Kunden liegen. Besonders im ländlichen Bereich fehlen Paketshops, sodass Kunden ein Versandunternehmen benötigen, das sich deren Bedürfnissen anpassen kann. In jedem Fall sollten mehrere Versandanbieter zur Auswahl stehen, sodass der Kunde das Unternehmen wählen kann, das seinen zeitlichen Verpflichtungen am besten entgegenkommt.

10. Rückgabebedingungen
Für die Rückgabe von Produkten gibt es gesetzliche Vorschriften. Allerdings können Shopbesitzer die Fristen für eine Rückgabe nach eigenen Vorstellungen verlängern. Die Möglichkeit, die Ware für vier statt für zwei Wochen prüfen zu können, erhöht die Kaufbereitschaft beim Kunden. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Rückgabemöglichkeit seltener in Anspruch genommen wird, wenn die Frist für die Rücksendung auf vier Wochen verlängert wurde. Selbst wenn das gekaufte Produkt nicht ganz überzeugt, bei längeren Rückgabefristen wird das Rückgaberecht seltener in Anspruch genommen.

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So machst du mit Getränken dein Unternehmen attraktiver

Talentierte und motivierte Mitarbeitende sind der Schlüssel zum Erfolg jedes Unternehmens. Vor allem nach der Gründung ist ein Hochleistungsteam unabdingbar, um die Herausforderungen junger Unternehmen zu meistern. Mit einfachen Maßnahmen kannst du deine Arbeitgeberattraktivität stärken und gleichzeitig die Motivation aufrechterhalten. Die Bereitstellung von Getränken wird zunehmend beliebter, um auf dem Arbeitsmarkt mit attraktiven Leistungen zu überzeugen und den Mitarbeitenden Wertschätzung und Fürsorge zu zeigen.

Als junges Unternehmen attraktiv auf den Arbeitsmarkt sein

Neugegründete Unternehmen stehen täglich vor vielen Herausforderungen. Nur mit einem talentierten Team lassen sich betrieblichen Erfolge erzielen. Die Einstellung qualifizierter Mitarbeitenden ist im heutigen Arbeitsmarkt gar nicht so leicht. Um für Bewerber:innen attraktiv zu sein, sollten Unternehmen ihre Arbeitgebermarke stärken.

Die Entlohnung ist schon lange nicht mehr der ausschlaggebende Faktor bei der Arbeitgeberauswahl. Vor allem junge Talente legen Wert auf das Unternehmensklima, den Spaß bei der Arbeit, die Erfüllung der Aufgaben und die Work-Life-Balance.

Mitarbeitendenvorteile sorgen für ein positives Arbeitsklima

Die Einführung von Mitarbeitendenvorteilen kann ein positives Arbeitsklima erzeugen. Neben der betrieblichen Alters- und Gesundheitsvorsorge gibt es eine weitere Maßnahme, die jedes Unternehmen im Handumdrehen umsetzen kann: die Bereitstellung kostenfreier Getränke durch die flaschenpost.

Getränke liefern einen weiteren wichtigen Vorteil. Sie tragen zu einer Leistungssteigerung der Mitarbeitenden bei. Empfehlungen von Gesundheitskassen zeigen, dass eine ausreichende Getränkezufuhr nachweislich die Produktivität und die Gesundheit des Teams verbessert.

Top-News, die ankommen

Mit diesen 12 Tipps erhöhst du die Chancen, dass deine (Kund*innen-)Newsletter auch wirklich ankommen sowie geöffnet und gelesen werden.

Tagtäglich gehen viele E-Mails raus, darunter private Nachrichten, Werbeangebote, Versandbestätigungen ... und Newsletter. Viele Unternehmen verwenden dabei die E-Mail als Marketingtool. Es ist also wichtig, dass man mit seinen E-Mails nicht in der Masse untergeht. Wie man das vermeidet und worauf man achten sollte, wissen aber die wenigsten. Daher findest du nachfolgend 12 Tipps, worauf du beim Erstellen und Versenden von Newslettern achten solltest.

1. Zielgruppe analysieren

Bevor du überhaupt einen Newsletter erstellst, solltest du zuallererst in Erfahrung bringen, welche Themen für deine Zielgruppe interessant sind. Demnach ist es wichtig, im ersten Schritt eine Zielgruppenanalyse durchzuführen. So lässt sich herausfinden, welche Wünsche und Erwartungen die eigenen Kund*innen haben. Im nächsten Schritt kannst du anhand der gesammelten Informationen einen kund*innenorientierten Newsletter erstellen.

2. Professionelles Newslettertool verwenden

Mithilfe eines professionellen Newslettertools lassen sich Prozesse automatisieren und eine Menge Zeit einsparen. So ist es möglich, Newsletter immer nach bestimmten Abläufen und Bedingungen abzuschicken oder beispielsweise automatische Geburtstagsgrüße an Kund*innen zu versenden. Auch Flüchtigkeitsfehler lassen sich durch Automatisierung vermeiden und nicht vertrauensvolle E-Mails durch Spamfilter abfangen.

3. Newsletter richtig aufbauen und zur Handlung aufrufen

Ein Newsletter sollte immer mit einem Call-to-Action, also mit einer Handlungsaufforderung, ausgestattet sein. Hierfür sind kurze und prägnante Aussagen wichtig, die darauf verweisen, dass dein Angebot nur auf bestimmte Zeit gültig ist, wie beispielsweise „Nur noch bis zum 31.05.2022 gültig“. Außerdem sollte der Call-to-Action-Button im oberen Drittel des Newsletters platziert sein und sich durch eine Kontrastfarbe abheben, um aufzufallen.

4. Datenschutz-Grundverordnung beachten

Neben ästhetischen und inhaltlichen Kriterien muss dein Newsletter immer auch die rechtlichen Vorgaben erfüllen – die sogenannte Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Demnach müssen Firmen vor der Datenverarbeitung explizit die Zustimmung des/der Empfänger*in einholen. Diese(r) muss hierfür die Erlaubnis erteilen und die Zustimmung beispielsweise durch einen Link in der E-Mail bestätigen. Das dient dem Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und soll die Gewährleistung der freien Handhabung dieser Daten ermöglichen. Auch ist in der verpflichtenden Datenschutzerklärung anzugeben, inwiefern die erhobenen Daten verarbeitet werden. Jeder Newsletter muss außerdem über ein Impressum und einen Abmelde-Link verfügen.

5. Überzeugende Betreffzeile formulieren

Die eigene E-Mail inklusive Newsletter ist natürlich nicht die einzige, die Kund*innen am Tag erhalten. Viele von ihnen empfangen tagtäglich eine hohe Anzahl an E-Mails. Einige landen im Spam-Ordner, andere wiederum werden aufgrund der Nachrichtenflut übersehen. Es ist also wichtig, mit seinem Newsletter aus der Masse herauszustechen. Die Betreffzeile spielt dabei eine große Rolle, die Shopbetreibende daher überzeugend und personalisiert sowie kreativ und kurz gestalten sollten. Die Betreffzeile sollte dabei nicht mehr als 50 Zeichen beinhalten. Durch das Vermeiden von Stichwörtern wie „dringend“ oder „gratis“ oder auch verruchte Wörter wie „sexy“ erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, dass die E-Mail im Postfach landet und nicht im Spam-Ordner.

6. E-Mail-Einleitung spannend gestalten

Ist die erste Hürde geschafft und hat es die E-Mail inklusive Newsletter in den Hauptordner geschafft, kommt es nun auf die Einleitung an. Denn in vielen E-Mail-Programmen wird die erste Zeile als Vorschau angezeigt. Daher ist es wichtig, dass sie neugierig macht und den Mehrwert für den/die Kund*in aufzeigt. Außerdem sollte sie – wie die Betreffzeile – personalisiert sein.

7. Personalisierte Namen benutzen

Neben der Betreffzeile und dem ersten Satz der Einleitung ist auch der Absender*innenname als eine der ersten Informationen, die ein(e) Empfänger*in liest, zu personalisieren. Da viele von uns misstrauisch werden, wenn sie einen Firmennamen sehen, hat es sich als sinnvoll erwiesen, den personalisierten Absender*innenname zu verwenden. Außerdem sollte auch ein(e) Ansprechpartner*in namentlich genannt sein – das steigert das Vertrauen zusätzlich.

8. Häufigkeit und Versandzeitpunkt festlegen

Es empfiehlt sich, die Regelmäßigkeit des Versands festzulegen. Es gilt, Kund*innen zeitnah über interessante Themen zu informieren, ohne diese dabei zu bedrängen. Andernfalls kann sich der/die Kund*in schnell bedrängt fühlen und den Newsletter abbestellen. Dabei ist nicht immer klar, was zu viel ist und was nicht. Um hier Abhilfe zu schaffen, eignen sich Umfragen, mit denen die Meinung der Empfänger*innen dazu eingeholt werden kann, wie oft und zu welchem Thema sie einen Newsletter erhalten möchten. Das Gewünschte lässt sich dann für jede Person individuell einstellen.

9. Mobile Optimierung gewährleisten

Heutzutage ist es fast schon selbstverständlich, ein Smartphone oder Tablet zu nutzen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Newsletter für die mobile Nutzung optimiert werden und auf allen Geräten lesbar sind. Das Problem taucht dennoch immer wieder auf und führt letztendlich dazu, dass Kund*innen einen Newsletter nicht lesen können bzw. wollen.

10. Übersichtliche Gestaltung

Alle relevanten Informationen müssen auf den ersten Blick erkennbar sein. Für eine übersichtliche und strukturierte Gestaltung eignen sich Absätze, Aufzählungen und Zwischenüberschriften – Schachtelsätze sind zu vermeiden. Des Weiteren solltest du Bilder und Videos sparsam einsetzen und stattdessen große Buttons verwenden, da diese auffallen.

11. Newsletter testen und überprüfen

Steht der Newsletter und wurden alle bisherigen Punkte berücksichtigt, ist es ratsam, den Newsletter nicht unmittelbar zu versenden, sondern noch einmal überprüfen zu lassen. Zu groß ist die Gefahr, dass sich Fehler eingeschlichen haben. Sinnvoll ist es, ihn zunächst an Kolleg*innen oder Freund*innen zu senden, die ihn auf verschiedenen Geräten prüfen können.

12. Kennzahlen erheben und analysieren

Ist die letzte Überprüfung beziehungsweise Korrektur vollzogen, kann der Newsletter versendet werden. Doch damit ist deine Arbeit noch nicht zu Ende: Darüber hinaus ist es wichtig, bestimmte Kennzahlen zu analysieren, damit du dich laufend verbessern kannst. Durch die Verwendung eines CRM-Tools lassen sich Statistiken über die wichtigsten Kennzahlen erstellen. Steht die Auswertung, ist der Newsletter daraufhin zu optimieren. Zu erfassen sind unter anderem:

  • Zustellrate: Sie beschreibt den Anteil aller versendeten E-Mails, die im Postfach der Empfänger*innen ankommen.
  • Öffnungsrate: Sie wird als das prozentuale Verhältnis zwischen der Anzahl an öffnenden Empfänger*innen und der Anzahl an zugestellten E-Mails bezeichnet.
  • Click-Through-Rate (Durchklickrate): Sie ist der prozentuale Anteil der Klicks auf ein Werbemittel im Verhältnis zur Anzahl der Werbemittel-Einblendung.
  • Bounce-Rate (Absprungrate): Hierbei handelt es sich um einen Wert, der beschreibt, wie viele Nutzer*innen eine Website betreten, diese aber verlassen, ohne eine weitere Aktion auszuführen.
  • Abmelderate: Die Abmelderate zeigt an, wie viele Empfänger*innen sich aus dem Newsletter-Verteiler ausgetragen haben.

Der Autor Holger Lentz, Geschäftsführer und Gründer der enno.digital GmbH sowie der E-Commerce-Marketingagentur eAds.digital, unterstützt Unternehmen dabei, mithilfe von Performance-Marketing ihre Umsätze zu erhöhen und ihre Sichtbarkeit zu verbessern.

5 No-Gos der Positionierung

Oder: In fünf Schritten zur perfekten Markenpositionierung.

Gos bei der Positionierung

Alle im Gründungsteam sind unfassbar stolz auf das, was man gebaut hat. Aber auch nach einer Viertelstunde Erklärung schnallt niemand, was ihr eigentlich anbietet? Häufig liegt das an einer suboptimalen Positionierung. Hier sind fünf Schritte, um diese zu verbessern:

1. Nicht warum, sondern wer

Obwohl Golden-Circle-Erfinder Simon Sinek unbestritten ein verdammt kluger Kopf ist, zeigt meine Erfahrung, dass er mit der falschen W-Frage beginnt. Nicht das Warum sollte am Anfang aller Positionierungsarbeit stehen, sondern das Wer. Weshalb? Weil es entscheidend ist, diejenigen Menschen zu identifizieren, die dein Angebot lieben werden, sodass du die Persönlichkeit deiner Marke damit in Einklang bringen kannst. Jede Geschichte braucht eine(n) Held*in – 80 Prozent heißen sogar so wie ihr(e) Held*in. Oder wie es unter Drehbuchautor*innen heißt: „Character drives the plot.“ Darum ist die Frage nach dem Wer auch so wichtig. Wer wird deine Marke sein? Und wer wird sie lieben? Ein gutes Werkzeug, um hier Klarheit zu bekommen, sind die Archetypen nach C.G. Jung.

2. Alternativlos ist für Loser

„Bis auf den Tod gibt es für alles im Leben eine Alternative.“

Das Positionierungsteam deiner Company muss klar definieren, welche alternativen Produkte oder Verhaltensweisen deine Audience nutzt. Denn obwohl dir wahrscheinlich das komplexe Angebot auf dem Markt völlig klar ist, heißt das noch lange nicht, dass es deinen potenziellen Kund*innen auch so geht.

Welcher passive Roboadvisor ist der beste? Für große Teile der Zielgruppe heißen die Alternativen nicht Growney, Scal­able, Smavesto oder Whitebox, sondern Sparbuch, Girokonto oder Goldmünze – die Angst vor der Investition ins Unbekannte ist größer als die Angst vor dem bekannten inflationären Wertverlust. Weswegen es vielleicht auch gar keine so schlaue Idee ist, auf supermodern zu machen und von „der neuen Art, Vermögen anzulegen“ zu sprechen. Besser ist es, von „der neuen Art zu sparen“ zu sprechen. Finde das Bekannte, um das Neue, Unbekannte zu erklären. Nur dann bist du in der Lage, etwas wirklich Besseres anzubieten.

Ein Start-up sollte daher nicht ein noch nischigeres High-Performance-Supplement verkaufen, sondern besser eine „neue Nahrungsquelle“. Du bist ja auch nicht Europe’s Leading Online Optician, sondern einfach nur der modernste Optiker. Bei der Positionierung gegenüber Endkund*innen solltest du also auf Verständnis statt auf Kreativität setzen.

3. Die Zeitgeistfalle: Alles auf Nachhaltigkeit

„Es ist falsch, die Welt retten zu wollen, wenn du es nicht schafftst, dein eigenes Zimmer aufzuräumen.“

Was das heißt? Nachhaltigkeit ist keine Positionierung. Dies wäre als Positionierung ebenso aussagekräftig wie „Das Auto hat vier Reifen“ oder „Käse kann man essen“. Es ist sogar eher kontraproduktiv. Denn dass wir die Ressourcen unserer Erde und die Umwelt schonen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Ein solches Engagement zu erwähnen oder gar in den Vordergrund zu stellen, ist also schon fast merkwürdig – zumindest, wenn du keine NGO bist. Wer jetzt mit dem Argument „Aber das machen alle anderen auch“ kommt, dem- bzw. der­jenigen muss gesagt werden: Willst du Visionär*in oder ­Copycat sein?

4. Auf der Suche nach der geheimen Zutat

„Keine geheime Zutat, kein Erfolg.“

Diese Geheimzutat zu finden, ist einfach. Im Wesentlichen musst du nur die Frage beantworten, was dein Start-up besser kann als die Alternativen im Kopf deiner Wunschzielgruppe. Das kann eine Mischung aus Sachverstand und Erfahrung sein. Oder ein technisches Feature. Oder die extrem intuitive Bedienbarkeit. Was es nicht sein kann ist etwas, das die anderen auch haben. Merke: Ein Stiftung-Warentest-Siegel, das die anderen auch zeigen, oder Adjektive wie „einfach“ und „smart“ sind selten einzigartige Attribute.

Was ist die eine Sache, die dein Unternehmen von allen relevanten Alternativen unterscheidet? Gar nicht mal so selten lautet die Antwort: Bekanntheit. In diesem Fall kann es nicht schaden, noch mal einen Blick auf den Schritt 1 zu werfen und genau zu bestimmen, wer sich da wem mit einem lauten Knall vorstellt. An wen sollen sich die Menschen erinnern, wenn sie sich an dich bzw. euch erinnern?

5. Welche Attribute wirklich verkaufen

Ein besonders günstiger Preis ist ebenfalls keine ratsame Positionierung. Überlege mal: Was ist dir persönlich wichtiger: Geld zu sparen oder qualitativ hochwertige Arbeit zu bekommen? Ich hoffe, es ist Letzteres. Wir kennen doch alle den Spruch: „Wer billig kauft, kauft zweimal.“ Außerdem wird es immer jemanden geben, der/die billiger ist. Weder wird der günstige Einstiegspreis für immer der günstigste sein, noch werden deine (künftigen) Investor*innen begeistert davon sein, wenn du dein Produkt verscherbelst (und keine Refinanzierungsstrategie hast).

Positioniere dein Start-up also als Diamanten und nicht als Kieselstein. Wenn du verkaufen willst, musst du verstehen – und zwar deine Kund*innen. Produkterklärungen sind natürlich wichtig und informativ, aber letztlich verkaufen die Geschichten. Dazu gilt es, eine Moral in deine Start-up-Geschichte einzubauen:

  • Handelt deine Geschichte wirklich von einer neuen digitalen Bank? Oder vielleicht vielmehr davon, dass du dem enttäuschten Sicherheitsbedürfnis von Millionen Menschen eine neue Heimat gibst?
  • Verkauft ihr wirklich Saftkuren? Oder doch eher Absolu­tion in kleinen Flaschen?
  • Bist du im Noch-eine-Wiederholung oder im Nackt-­besser-aussehen-Business?
  • In welcher Branche du auch bist: Beginne jede Geschichte wie die Drehbuchprofis bei Pixar: mit dem Ende.

Fazit: Worauf solltest du achten?

Positionierung ist nicht etwas, was man zwischendurch macht, es ist die Basis deines Erfolgs. Denn auf ihr bauen (im besten Fall) alle künftigen Marketing- und PR-Maßnahmen. Darüber hinaus sorgt sie auch intern für Bindung und Orientierung. Denn nur ein vereintes Team kann nach außen professionell auftreten. Eine frühzeitige Investition in die Entwicklung einer ganzheitlichen Positionierung ist daher absolut ratsam. Und: Es ist viel schwieriger, eine misslungene Positionierung zu beheben, als eine von Anfang an passende Positionierung zu entwickeln. Weil Gründer*innen aber häufig schon viel zu tief im Thema sind, solltest du dir externe Hilfe holen. Ein gutes Briefing besteht dabei nicht nur aus Zukunftsvisionen, sondern unter anderem aus diesen Fragen:

  • Was ist die psychologische, soziale oder kulturelle Spannung, die mit deiner Businessidee verbunden ist?
  • Was davon sollte deine Zielgruppe begeistern?
  • Welche Alternative zu deinem Produkt nutzt deine Zielgruppe aktuell?
  • Was ist das eine(!), das du wirklich besser kannst als alle anderen?

Der Autor Friedrich Tromm ist CEO der Creative Company TryNoAgency. Gemeinsam mit seinem Co-Founder Stefan Nagel hat er mehr als 160 Unternehmen und NGOs betreut, darunter FinTechs wie N26, smava oder Scalable Capital.

Werbung in eigener Sache: 7 Marketingtipps für Start-ups

Die folgenden sieben Praxis-Tipps sind für Start-ups ein erster Schritt zur (noch) besseren Selbstvermarktung.

Ein eigenes Unternehmen zu gründen ist aufregend und mit allerlei neuen Aufgaben verbunden. Um sich erfolgreich auf dem Markt zu etablieren, spielt vor allem Marketing eine zentrale Rolle. Hier muss zwischen Onlinemarketing und Offlinemarketing unterschieden werden, denn je nach Art des Start-ups kommen andere Werbemaßnahmen infrage. Neue Stores profitieren von auffällig gestalteten Schaufenstern und interessanten Kundenstoppern, reine Onlineunternehmen sind vor allem im Social-Media-Bereich gut aufgehoben. Marketing lässt sich aber auch kombinieren, selbst reine Offlinestores profitieren von einem seriösen Onlineauftritt. Die folgenden sieben Tipps sind für Start-ups ein erster Schritt zur besseren Selbstvermarktung.

1. Eine Zielgruppenanalyse definiert die nötigen Werbemaßnahmen

Für jede Zielgruppe gibt es spezielle Maßnahmen im modernen Marketing, sodass eine Zielgruppenanalyse der erste Schritt ist. Junge Menschen lassen sich durch moderne Medien eher erreichen, Fernsehwerbungen oder Print-Kampagnen kommen weniger gut an. Die wichtigste Frage ist, ob sich die jeweilige Zielgruppe eher online oder offline erreichen lässt.

Auch die Hintergründe der Marketingkampagne müssen geplant werden. Dient die Kampagne der Markenstärkung und dem Imageaufbau oder ist ein erhöhter Absatz im Fokus? Je genauer der potenzielle Kunde definiert wird und je mehr Informationen vorliegen, desto effizienter funktioniert das Marketing.

2. Messen für Start-ups ein wichtiger Bereich

Auch wenn das Messegeschäft in Deutschland Schwierigkeiten hat, gehören Messen für Start-ups immer noch zu den wichtigsten Marketingmaßnahmen. Die Möglichkeit, von Angesicht zu Angesicht mit potenziellen Kunden in Kontakt zu treten, stärkt vor allem die eigene Marke. Ein gut gestalteter Messestand kostet nicht viel Geld, sorgt aber für jede Menge Aufmerksamkeit. Entscheidend ist das richtige Personal, denn auf einer Messe wird das Image des Start-ups in die Welt getragen.

Sehr hilfreich sind kleine Werbegeschäfte, um das eigene Business in den Köpfen der Verbraucher ankommen zu lassen. Wichtig ist außerdem, dass die Messe den richtigen thematischen Schwerpunkt hat. Design-Start-ups sind auf Architekturmessen ideal aufgehoben, wohingegen neue und innovative Lebensmittelprodukte auf einer Food-Messe die besseren Chancen haben.

3. Flyer und Visitenkarten sind nicht out

Auch wenn Visitenkarten im Zeitalter des Onlinemarketings nur noch eine untergeordnete Rolle zu spielen scheinen, sind sie nach wie vor wichtig. Hier hat sich ein strukturierter und schlichter Aufbau bewährt, zu viel Kreativität kann abschrecken. Auch Flyer spielen nach wie vor eine Rolle, sie können in kooperierenden Unternehmen, in Gaststätten, beim Friseur oder an anderen öffentlichen Orten platziert werden.

Auch hier ist wichtig, dass die richtige Zielgruppe erreicht wird. Die Analyse dient auch dazu, mögliche Kooperationen auszuloten und Orte ausfindig zu machen, an denen die potenziellen Kunden bevorzugt angetroffen werden können. Der Vorteil von Visitenkarten und Flyern besteht in der günstigen Herstellung. Insbesondere große Wurfsendungen im von der Zielgruppe präferierten Wohngebiet kann sich als günstig und effektiv erweisen.

4. Der perfekte Social-Media-Auftritt

Mehr als zwei Milliarden Menschen sind in sozialen Netzwerken unterwegs, dabei sind alle Gesellschaftsschichten vertreten. Für moderne Unternehmen ist es keine Wahl mehr, ob sie den Schritt ins Netzwerk wagen möchten. Um Erfolg, direkte Kundenbindung und Umsätze zu generieren, ist es verpflichtend, auch die Social-Media-Präsenz auszubauen. Einzige Ausnahme sind Unternehmen, die eine überwiegend ältere Zielgruppe haben, deren Präsenz im Internet nur schwach ausgeprägt ist. Aber auch hier sind es Angehörige und Kontakte der Zielgruppe, die in Form von Mundpropaganda marketingfördernd einwirken können.

Ein gutes Social-Media-Profil ist allerdings für den langfristigen Erfolg des Start-ups nicht ausreichend. Stattdessen muss fortlaufender Content präsentiert werden. Qualitative Einblicke in das Unternehmen, eine direkte Bindung zum Kunden durch Kommunikation und kostenpflichtige AD-Kampagnen sind die großen Vorzüge, die von Facebook, Instagram und LinkedIn geboten werden.
 

5. Suchmaschinenoptimierung für eine bessere Präsenz bei Google und Co.

Hinter den drei Buchstaben SEO verbirgt sich ein wertvoller Beitrag zur Eigenvermarktung, der sich mit ein wenig Know-how zumindest anfangs in Eigenregie umsetzen lässt. Mit unterschiedlichen Maßnahmen ist es möglich, die eigene Website auf bevorzugten Positionen bei Google erscheinen zu lassen. Suchen Verbraucher nach dem richtigen Stichwort, wird das Start-up in guter Präsenz angezeigt.

Gut zu wissen: Waren es früher vor allem kurze Schlagworte auf der Website, die den Google-Algorithmus angesprochen haben, ist die Suchmaschine heute intelligenter geworden. Qualitativ hochwertiger Inhalt, interessant gesetzte Links und Verlinkungen durch vertrauenswürdige Partner sowie intelligent gesetzte Tags sorgen dafür, dass Googles Algorithmus die Sichtweite erhöht.

Für Einsteiger, deren Business keine Grundkenntnisse im Bereich Marketing umfasst, ist die Hilfe einer Agentur empfehlenswert. Günstige und innovative Optimierungskampagnen können auch von Start-ups in Anspruch genommen werden und unterstützen dabei, die Marke und das Unternehmen zu stärken.

6. Kundenfreundlichkeit bei Websiteaufbau beachten

Eine Website ist schnell erstellt, Baukastensysteme machen es sogar für Laien möglich, sich selbst im Internet zu präsentieren. Es gibt jedoch fulminante Unterschiede zwischen einer Website und einer guten Website. Wenn ein potenzieller Kunde auf das Internetangebot eines Unternehmens stößt, hat er Wünsche, Ziele oder auch Fragen. Die Aufgabe beim Websiteaufbau besteht darin, Wünsche, Ziele und Fragen des Kunden zu erfüllen und zu beantworten.

Der Aufbau muss daher immer aus objektiver Sicht passieren, um dem Kunden ein optimales Ergebnis zu bieten. Einfache Integration von Kauf- und Informationsbutton, ausreichende Informationen über die Art des Unternehmens, Videos, Animationen und eine gute Menüführung sind die Basics, die jede gute Webseite enthalten muss. Ob das Start-up offline oder online agiert, spielt keine Rolle. Auch ein Offlinestore kann sich promoten, indem eine gute Webpräsenz Onlinekunden zum Offlineerlebnis verführt.

7. Mutige und auffällige Aktionen wecken das Kundeninteresse

Wenn eine Person im Bärenkostüm durch die Innenstadt läuft und Schokoladenherzen verschenkt, ist die Aufmerksamkeit sicher. Ist auf der Verpackung des Herzens die Adresse des neuen Stores zu lesen, ist zumindest eine erste Markenbewusstheit beim Konsumenten angekommen. Junge Zielgruppen sind nahezu prädestiniert dazu, sie durch auffällige Aktionen neugierig zu machen. Je jünger, desto hipper die Aktionsmöglichkeiten.

Ob ein spontaner (angemeldeter) Waffelstand vor dem Laden oder die Einladung zu einer Limonadenverköstigung im Ladenlokal, je mehr Innovation ein Start-up zeigt, desto mehr Leads und Kundeninteraktionen sind erreichbar. Jüngere Generationen möchten angesprochen werden, der Erlebnishunger ist größer als je zuvor.

Hier zeigt sich einmal mehr, wie wichtig die in Punkt eins genannte Zielgruppenanalyse tatsächlich ist. Die Zielgruppe für orthopädische Gesundheitsschuhe lässt sich mit einem vom Start-up geplanten E-Scooter-Race nicht gewinnen, die nachhaltig denkende Zielgruppe für Elektromobilität hingegen schon.

Die effektivsten Online-Marketing-Strategien zur Kund*innengewinnung

Praxiserprobte Online-Marketing-Strategien zur Kund*innengewinnung und Best Practises aus unterschiedlichen Branchen.

Unternehmer*innen und Dienstleister*innen, die online aktiv sind, haben die besten Chancen und vielfältige Möglichkeiten, potenzielle Kund*innen auf direktem Wege zu erreichen und auf sich aufmerksam zu machen. Das Internet hält eine Vielzahl von Möglichkeiten für Marketing bereit und hat sich in den vergangenen Jahren als wesentlich effektiver als herkömmliche Werbung wie beispielsweise Flyer und Plakate gezeigt. Wir zeigen, welche Online-Marketing-Strategien sich am besten beweisen können und welche Unternehmen bzw. Branchen wahre Vorbilder sein können.

Zielgruppenanalyse leicht gemacht

Falls du dich bereits mit dem Thema Marketing auseinandergesetzt hast, ist dir bekannt, dass die Zielgruppenanalyse neben der Marktanalyse zu den ersten und wichtigsten Schritten zählt. Es kann ein verheerender Fehler sein, sich nicht auf seine Zielgruppe(n) zu spezialisieren und stattdessen eine allgemeine Marketingstrategie zu entwickeln, da es am Ende mehr Zeit und Aufwand kosten wird, alle Erwartungen zu erfüllen und zeitgleich diejenigen zu erreichen, die sich wirklich für das Angebot interessieren könnten.

Dank sozialer Netzwerke, praktischer Analyseprogramme und Werbeschaltungen, die sich ausschließlich an potenzielle Kund*innen richten, ist es heute aber gar nicht mehr schwer – und deshalb zugleich auch unverzichtbar –, seine Zielgruppen zu definieren, ihr Verhalten zu analysieren und das eigene Marketing(-Konzept) auf diese abzustimmen.

Diese Branchen wissen, wie es funktioniert

Sehen wir uns einige Beispiele von Unternehmen und Branchen an, in denen das Online-Marketing Früchte trägt. Hier steht vor allem die Entertainment-Branche im Rampenlicht, unter denen zum Beispiel Echtgeld Casinos ein sehr erfolgreiches Konzept präsentieren. Potenzielle Kund*innen werden dort mit kostenlosen Boni und Startprämien umworben, die mit einem Echtgeld-Zuschuss dafür verwendet werden können, dass sich die Kund*innen sorglos und kostenfrei ein erstes Bild von der Plattform, dem Angebot und dem Service machen können. Anschließend bewirken eine breite Spielauswahl, ein mobiles Angebot und weitere Bonusaktionen ebenfalls Erfolg bei der Kund*innengewinnung.

Ähnliche Konzepte zeigen auch Streamingdienste, die neuen Kund*innen ein zeitlich befristetes Probeabo anbieten, um den Service zu testen, bevor sie sich für oder gegen ein zahlungspflichtiges Abo entscheiden. Auch dies hat sich bei Konzernen wie Netflix und Amazon Prime als sehr effektiv gezeigt und viele Nutzer*innen überzeugen können, das Abonnement fortzuführen.

Die Modebranche verfolgt ein etwas anderes Marketing-Konzept, das allerdings auch Gemeinsamkeiten aufweist. Sehen wir uns zum Beispiel die Modekette H&M an, hat diese für treue Kund*innen ein VIP-Programm entwickelt, über welches registrierte Nutzer*innen kostenlosen Versand, frühzeitigen Zugriff auf neue Kollektionen und Sales-Aktionen sowie einlösbare Punkte für Käufe erhalten.

Zusatzleistungen können entscheidend sein

Basierend auf den vorgestellten Branchen, kann man das Fazit ziehen, dass Kund*innen sich schneller willkommen und wertgeschätzt fühlen, wenn man ihnen schon vor einem ersten Kauf eine kostenlose Extraleistung bzw. Prämie anbietet. Da die Konkurrenz groß ist, ist es für Verbraucher*innen gar nicht so einfach, sich zu entscheiden. Die Möglichkeit, ein Angebot gratis zu testen, wird daher sehr gern gesehen.

Grundsätzlich überzeugst du Kund*innen damit, ihnen zu zeigen, dass sie für sein Unternehmen wichtig und von hohem Wert sind. So kann auch ein leicht erreichbarer und stets verfügbarer Kund*innenenservice sowie eine leicht navigierbare und transparente Website zu einem positiven Kund*innenverhalten beitragen. Letztendlich sind Unternehmen mit speziellen VIP-Clubs oder Treueprogrammen immer die beste Wahl, wenn sie ihren Kund*innen darüber hinaus weitere Extraleistungen wie kostenlosen Versand, exklusive Rabatte oder andere nutzwertige Dinge anbieten.

Fokussierende Fragen im Verkaufsgespräch

So nutzt du „die Weisheit der Kund*innen“ für deinen Verkaufserfolg.

Fokussierende Fragen ergänzen klassische Kundenbefragungen nicht nur, sie können diese sogar ersetzen. Mithilfe fokussierender Fragen werden einem die erfolgskritischen Wünsche in Echtzeit auf dem Silbertablett serviert. Alles was ihr braucht: die richtige Fragetechnik – und ein wenig Mut.

„Was wünscht ihr euch denn?“ Das werden nicht nur die Kleinen zu Weihnachten, sondern auch die Kund*innen oft gefragt. Was man daraufhin bekommt, ist eine lange Liste von Begehrlichkeiten, die man einfach nicht alle erfüllen kann. Zurück bleibt ein unglückliches Kind, ein(e) enttäuschte(r) Kund*in, ein(e) frustrierte(r) Mitarbeitende(r). Denn genau das, was man meinte, streichen zu können, weil es einem selbst belanglos erschien, wäre für den bzw. die andere(n) bedeutend gewesen.

Fokussierende Fragen können hier Abhilfe schaffen. Mit ihrer Hilfe kommt man schnell auf den Punkt. Fokus bedeutet, sich auf das Herzstück, den Kern einer Sache zu konzentrieren. Mit fokussierenden Fragen trifft man geradewegs ins Schwarze: unmittelbar und ungefiltert. Sie eignen sich hervorragend, um gezielt die wichtigsten Kund*innenbedürfnisse herauszukitzeln. Sie unterstützen euch auch dabei, zu priorisieren, wenn ihr Überholtes entsorgen und Neues in Angriff nehmen wollt.

Weshalb fokussierende Fragen so hilfreich sind

Fokussierende Fragen machen schnell und flexibel. Sie helfen, ruckzuck den Kern der Sache zu finden, um danach prompt reagieren zu können. So spart man sich eine Menge Kosten für langwierige Marktforschung und vermeidet Fehlentscheidungen am grünen Tisch. Egal, ob es um Konzepte, Produkte, Services oder Lösungen geht: Befragt zu einem möglichst frühen Zeitpunkt die entsprechenden Kund*innen.

Wer nicht täglich neu in Erfahrung bringt, was die Kund*innen wirklich wollen, produziert rasch am Markt vorbei. Denn die Vorstellungen der Konsument*innen ändern sich laufend. Und keiner wartet heute noch lange geduldig, bis eine Firma endlich in die Gänge kommt. Den bzw. die nächste(n) Anbieter*in erreicht man mit wenigen Klicks. Dritte erzählen einem im Web haargenau, was dieser ganz genau anders, schneller und besser macht.

Doch anstatt sich mit klugen Fragen in die Lebens- oder Arbeitssituation von Kund*innen hineinzuversetzen, werden diese mit Produktmerkmalen bombardiert. Nur: Wer durch einen Argumente-Beschuss versucht, sozusagen per Schrotflinten-Taktik Zufallstreffer zu landen, wird versagen. Denn diesem Verkäufer bzw. dieser Verkäuferin fehlt neben dem Einfühlungsvermögen für den/die Gesprächspartner*in auch die Intuition, um zu erkennen, wann er/sie einen Treffer gelandet hat.

So stellt ihr fokussierende Fragen im Verkaufsgespräch

Mit fokussierenden Fragen erfahrt ihr präzise, was den Kunden bzw. die Kundin bewegt. In den einzelnen Verkaufsphasen klingen diese zu Beispiel so:

  • Was ist denn derzeit in Ihrem Business das brennendste Problem?
  • Worauf legen Sie bei Ihrer Lieferantenauswahl denn den größten Wert?
  • Was ist denn auf Ihrer aktuellen Prioritätenliste der wichtigste Punkt?
  • Welchen Teil unseres Angebots finden Sie denn am passendsten?
  • Was ist Ihr vorrangigstes Kriterium, wenn es um eine Entscheidung geht?

Nach solchen Fragen macht ihr unbedingt eine ausführliche Pause. Lasst eurem Gegenüber Zeit, auch wenn das etwas dauert. Es ist die wahre Antwort, die zählt. Nur so kommt ihr den tatsächlichen Beweggründen eines Menschen sehr nahe.

So stellt ihr fokussierende Fragen am Telefon

Fokussierende Fragen sind auch sehr wertvoll, wenn man von Kund*innen lernen will. So kann etwa am Ende eines Telefonats immer eine der folgenden Fragen stehen. Diese wird am besten eingeleitet mit: Ach übrigens …

  • Was ist eigentlich für Sie der wichtigste Grund, bei uns zu kaufen?
  • Was wäre für Sie der wichtigste Punkt, den wir schnellstmöglich ändern sollten?
  • Auf was könnten Sie bei uns am wenigsten verzichten?
  • Wenn es etwas gibt, die Sie bei uns mal gestört hat, was war da das Störendste?
  • Wenn es eine Sache gibt, für die Sie uns garantiert weiterempfehlen können, was wäre da das empfehlenswerteste für Sie?

Am Ende einer solchen Frage könnt ihr dann noch ein „… erzählen Sie mal“ dranhängen. Im Erzähl-Modus legen Menschen ihre wahren Motive am ehesten offen.

So nutzt ihr „die Weisheit der Kund*innen“

Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, mithilfe der „Weisheit der Kund*innen“ besser zu werden.  Auf einfachem Weg geht das mit fokussierenden Fragen wie diesen:

  • Was ist für Sie der wichtigste Grund, uns die Treue zu halten?
  • Was ist der Punkt, der Sie bei uns am meisten begeistert
  • Was ist die schönste Geschichte, die Sie je bei uns erlebt haben?
  • Was würden Sie bei uns schnellstens verändern/verbessern?
  • Was kommt Ihnen bei uns am überflüssigsten vor?

Auf diese Weise erfahrt ihr eine Menge darüber, was sich eure Kund*innen wünschen, was sie vermissen und was sie wirklich bewegt. Ihr wollt keine schlafenden Hunde wecken? Die Hunde schlafen nicht! Sie toben sich nur woanders aus. Zum Beispiel auf Meinungsplattformen und Bewertungsportalen.

Zugegeben, es erfordert ein wenig Mut, solche Fragen zu stellen. Doch der Lerngewinn ist gewaltig. Welche Antworten auch immer kommen: Hört wohlwollend hin, bedankt euch und wertschätzt die Offenheit eures Kunden. Denn ihr erfahrt etwas über die kaufentscheidenden Pluspunkte oder die größten Schwachstellen bei euch - aus Sicht des Kunden betrachtet, und die allein zählt. Wer sich daran gewöhnt, fokussierende Fragen zu stellen, macht seine Kunden zu Innovationstreibern des Unternehmens.

Tipp zum Weiterarbeitern: Das Buch der Autorin zum Thema, auch als Hörbuch erhältlich: Anne M. Schüller, Touch.Point.Sieg. Kommunikation in Zeiten der digitalen Transformation, Gabal Verlag, 380 Seiten, gebunden, 29,90 Euro, ISBN: 978-3-86936-694-4

Die Autorin Anne M. Schüller ist Managementdenkerin, Keynote-Speakerin, Bestsellerautorin und Businesscoach, www.anneschueller.de

7 typische Vertriebsfehler in B2B-Start-ups …

… und wie sie verhindert werden können.

Einhorn oder Rohrkrepierer?

Start-ups haben klassischen Unternehmen einiges voraus. Sie sind oftmals agiler, dynamischer, schneller – und mit starken Investoren im Rücken häufig auch handlungsfähiger. Nur in einem Punkt schneiden Start-ups in der Regel nicht sehr gut ab: Im Vertrieb. Woran liegt das? Viele Gründer*innen haben einen Programmier-, Design-, oder Hardware-Hintergrund. Sie sind besonders gut darin, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Doch diese Produktorientierung schmälert die Kundenorientierung. Und darauf kommt es beim Going-to-Market eigentlich an. Das Produkt kann noch so gut sein: Erreicht es die Zielgruppe nicht, wird aus potenziellen Einhörnern schnell ein teurer Rohrkrepierer.

Diese Vertriebsfehler gilt es in B2B-Start-ups tunlichst zu vermeidsen

Ich habe schon mehrfach mit Start-ups zusammengearbeitet und gesehen, wie dort Vertrieb gemacht wird. Dabei zogen sich bestimmte Fehler im Vertrieb wie ein Muster durch die jungen Unternehmen – und zwar unabhängig von der Branche. Die sieben häufigsten Fehler dabei waren:

B2B-Vertriebsfehler 1: Mit einem zu großen Marktsegment starten

Wer von Anfang an auf zu viele verschiedene Kund*innen abzielt, wird nur schwer einen guten Produkt- oder Markt Fit sowie Kund*innen zu finden. Um eine klare Marke aufzubauen, sollten B2B-Start-ups ihr Angebot so spitz wir möglich formulieren und auch ganz bewusst potenzielle Kund*innengruppen ausschließen – zumindest vorläufig. So etabliert sich das Produkt und die Marke mit einem klaren Profil im Markt. Ein spezifischer Auftritt bleibt eher in den Köpfen der Kund*innen hängen als das generische Full-Service-Angebot für alle.

B2B-Vertriebsfehler 2: Produkte ohne Kundenfeedback entwickeln

Der US-Unternehmer Steve Blank sagte treffend: „No business plan survives the first contact with customers – go out of the building and talk to your customers!” Wer sich bei der Produktentwicklung in sein stilles Kämmerlein zurückzieht, anstatt in Co-Kreation die Kund*innen von Phase Eins an mit einzubinden, vergeudet nur kostbare Zeit. Kund*innenfeedback im Entwicklungsprozess ist essenziell, denn: so fühlen sich die Kund*innen ernst genommen und erhalten ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Produkt.

B2B-Vertriebsfehler 3: Sich unter Wert verkaufen

Der Preisgestaltungsmechanismus ist komplex und wird oftmals unterschätzt, wenn es darum geht, den Wert eine Transaktion zu erhöhen. Doch Start-ups, die sich allein über den Preis vom Wettbewerb abgrenzen, gelten schnell als Ramschware. Wo ist der direkte Kund*innenmehrwert? Was gibt es für einen Kauf, was beim Wettbewerb nicht gibt? Nur wenige B2B-Kund*innen lassen sich von einer hohen Preisgestaltung abschrecken, sie sind ja an einer für sie passenden Lösung interessiert.

B2B-Vertriebsfehler 4: Pilotprojekte mit Kund*innenaufträgen verwechseln

Im B2B-Bereich sind Pilotprojekte gang und gäbe – immerhin möchte der/die potenzielle Käufer*in das Produkt erst einmal testen, bevor er/sie eine große Investition tätigt. Oftmals unterliegen Start-ups aber dem Trugschluss, dass mit der Pilotierung schon die „Katze im Sack“ ist. Weit gefehlt! Die bekannte Folge ist dann der „Tod durch 1.000 Piotprojekte“. Auch darum ist regelmäßiges Feedback wichtig: Warum entscheidet sich der/die Kund*in nach dem Pilotprojekt nicht für das Produkt? Was war der ausschlaggebende Punkt? Und wie können wir das verhindern?

B2B-Vertriebsfehler 4: Starre Vertriebsprozesse

Durch das zu frühe Standardisieren des Vertriebsprozesses werden wertvolle Lektionen verpasst. Der Vertrieb kann zu Beginn offen und experimentierfreudig sein, neue Herangehensweisen ausprobieren und aus Fehlern lernen. Wichtig dabei ist wieder, das direkte Gespräch mit den Kund*innen zu suchen. Denn von diesen lernen wir am meisten über unser Produkt.

B2B-Vertriebsfehler 5: Den Wachstumsfaktor Mensch unterschätzen

Das Aufbauen einer erfolgreichen Vertriebsorganisation ist komplex. Abteilungen werden größer, neue Managementebenen werden etabliert, Strukturen, Prozesse und Abläufe verändern sich. Oftmals verfangen sich Gründer*innen im Mikromanagement, statt das Steuer weiterzureichen und Verantwortung abzugeben. Ratsam ist es, sich an diesem kritischen Punkt Unterstützung ins Boot zu holen. Ab einem gewissen Grad an Komplexität zählt vor allem Erfahrung aus erster Hand.

B2B-Vertriebsfehler 6: Zu stark auf Neukund*innenakquise fokussieren

Mehr Kund*innen bedeuten mehr Umsatz, also wollen Start-ups oftmals schnell ihren Kund*innenstamm vergrößern. Viele Gründer*innen vernachlässigen das Marktsegment, dessen Türen für ihre Angebote bereits weit offenstehen: zufriedene Bestandskund*innen. Laut einer Metastudie der US-Beratungsfirma Invesp liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Bestandskund*innen kaufen bei 60 bis 70 Prozent. Neukund*innen hingegen kaufen nur bei einer Wahrscheinlichkeit von 5 bis 20 Prozent.

B2B-Vertriebsfehler 7: Kurzfristiger Support hilfreich

In Gesprächen mit Gründer*innen stelle ich immer wieder fest, dass der Bedarf nach kurzfristigem Sales-Know-how sehr hoch ist. Viele benötigen für einen Zeitraum von 6 bis 12 Monate eine(n) Expert*in, der bzw. die eine solide Vertriebsorganisation im Start-up etabliert. Dabei wissen Gründer*innen oftmals gar nicht, dass sie dafür Interim Management einsetzen können, also zeitlich begrenzter Hilfe von außen. Interim Manager*innen haben Fach- und Erfahrungswissen, können sich schnell in Unternehmen hineindenken und identifizieren in kurzer Zeit Optimierungspotenzial. Sie unterstützen bei der Umsetzung – und sind nach Projektabschluss wieder runter von der Payroll.

Es gilt: Wer sich der sieben typischen Vertriebsfehler bewusst ist, kann sein Start-up schneller auf die nächste Wachstumsstufe heben.

Der Autor Ralf Komor ist Executive Interim Manager, zertifizierter Beirat, Most Trusted Adviser für die Beratung von Familienunternehmen, Key Note Speaker und Springer Autor.

Marketing: Trend-Statements 2022

Fünf CEOs, Gründer*innen und Marketing-Expert*innen mit ihren persönlichen Trend-Statements für das kommende Jahr.

Themen und Medienkonsum haben sich nicht zuletzt seit und wegen der Corona-Pandemie verändert. Änderungen in der Gesetzgebung sowie der Boom von neuen Plattformen sind ebenfalls Gründe dafür. Warum und wie Purpose, Gesundheitsthemen und die Aufbereitung von Content sich 2022 verändern wird, beschreiben die fünf CEOs, Gründer*innen und Marketing-Expert*innen in ihren Trend-Statements für das kommende Jahr.

Kollaboratives Storydoing: Gesellschaftlicher Wandel wird wichtiger als Konkurrenzdenken

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Miriam Rupp, Gründerin und Geschäftsführerin der PR- und Brand-Storytellng-Agentur Mashup Communicatons 

LEGO bringt Star-Wars-Figuren heraus, adidas und die Berliner Verkehrsbetriebe launchen einen Schuh, GoPro und RedBull promoten Extremsportler*innen. Brand-Partnerschaften sind ein unterhaltsamer Weg, die Zielgruppen und Reichweiten von zwei Marken zu kombinieren und damit zu vervielfachen. Doch in einer Purpose-getriebenen Welt, wo sich Unternehmen zunehmend auch gesellschaftlicher Probleme annehmen wollen, braucht es ein neues Level an Zusammenhalt. Immer häufiger organisieren sich Firmen aus ein und derselben Branche, also gar auch Konkurrenten, um für eine gemeinsame Initiative einzustehen. Ob es sich um die größten deutschen digitalen Bildungsanbieter handelt, die pandemiebedingte Lernrückstände bekämpfen wollen, um die Impfkampagne, bei der 150 Brands ihren Markenclaim änderten, oder um Agenturen, die sich für eine bessere Arbeitswelt einsetzen – vereint Haltung zeigen, also kollaboratives Storydoing, wird die Grenzen zwischen Wettbewerbern und Verbündeten durchlässiger machen und für echten Impact sorgen können.

Video-Content muss authentisch und snackable sein

Martin Schottstädt, CMO des Social Media Powerhouses HAPPYGANG

Nichts wurde in diesem Jahr so forciert, wie der Konsum von Videos. Innerhalb eines Jahres ist das Volumen von aufgerufenen Videoinhalten um 80 Prozent gestiegen. Spätestens seit der Einführung von Instagram Reels und Youtube Shorts haben sich die User an snackable Videocontent im Hochformat gewöhnt. Auch Facebook stellt in diesem Zuge mehr und mehr Short Videos aktiv in den Fokus. Wer im Jahr 2022 mit seiner Botschaft zu den User*innen durchdringen will, sollte daher auf Kurzvideos setzen, deren Content auf den Lebensalltag und die Bedürfnisse seiner Zielgruppe abgestimmt ist. Wichtiger denn je ist, das Herstellen eines Wir-Gefühls. Bewegtbild-Content muss es möglich machen, sich mit diesem zu identifizieren und in die eigene Gefühlswelt eintauchen zu können. Hierbei spielen Erinnerungen oder auch emotionale Assoziationspunkte eine besondere Rolle, denn nur über diese können Marken bestimmte Gruppen oder ganze Communities ansprechen.

Digitales Marketing nach der „Cookiecalypse“: Nachhaltige Datenerhebung lohnt sich!


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Siamac Rahnavard, Gründer und Managing Partner der Agentur für digitales Marketing Echte Liebe

Das Ende der Cookie-Ära war aufgrund jahrelanger Kritik von Datenschützern nur eine Frage der Zeit. Mittelständische Unternehmen, die sich im Online-Marketing bisher gänzlich auf Third-Party-Cookies verlassen haben, befürchten nun einen enormen Wettbewerbsnachteil für die nächsten Jahre. Es gibt jedoch noch weitaus mehr Möglichkeiten, die Needs der User verlässlich zu erfassen und somit Erkenntnisse für die eigene Werbestrategie zu gewinnen. Vor allem die Erhebung von Nutzerdaten, welche sauber verwaltet und eingesetzt werden, spielt in der Post-Cookie-Ära eine große Rolle. Marketer und Unternehmen werden zukünftig Wege finden müssen, um Zielgruppen wieder besser auf ihre individuellen Interessen abgestimmt zu erreichen. Dabei darf jedoch der hohe Anspruch an Klarheit und Transparenz gegenüber den Nutzern bzw. Kunden nicht vernachlässigt werden. Dennoch! Das Cookie ist noch da und solange das der Fall ist, sollte die Zeit genutzt werden, um sich einen möglichst umfangreichen Pool an First-Party-Data zu generieren.

Influencer-Marketing it is: Markenbotschafter nehmen noch höheren Stellenwert ein
 

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Sajeh Tavassoli, Senior Brand Managerin von hi!share.that

Influencer Marketing wird sich um ein Vielfaches professionalisieren. Die Standards werden anderen Werbemedien angepasst. Ob das jetzt Influencer selber machen oder Agenturen bzw. Managements wird sich noch herausstellen. Es muss möglich sein, neben den Reichweiten der Creator auch andere wichtige Kennzahlen zu analysieren. Influencer als Markenbotschafter werden künftig einen noch viel größeren Platz einnehmen im Marketing-Mix. Es folgt eine Entwicklung, indem sich der Markt aufgrund von Transparenz und Messbarkeitswünschen seitens Advertiser und der genutzten Social Media Tools von selbst „aufräumt“. Die Influencer, die sich an die neuen und geforderten Business Standards angleichen, werden in ihrem Beruf erfolgreicher sein. Abseits dessen wird TikTok für die Werbewirtschaft unserer Kunden immer attraktiver. Die Plattform wird definitiv mehr ins Zentrum von Influencer Marketing Strategie aller Brands rücken. Auf dieser sehen wir auch ein sehr großes Potenzial für die Zukunft unserer Partner.

Mit Online-Marketing-Kampagnen Patient*innen bewegen


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Thomas-Marco Steinle, CEO der good healthcare group

70 Prozent aller Internetnutzer*innen suchen online nach gesundheitsrelevanten Themen. Ob Google, Instagram, LinkedIn oder Facebook* Patient*innen haben den digitalen Raum schon längst für sich entdeckt. Höchste Zeit also für Pharma nachzuziehen! Und zwar mit Online-Marketing-Kampagnen, die ankommen und Patient*innen bewegen. Pharma kann so nicht nur mit der Zielgruppe in einen authentischen Dialog treten und den Patient*innen aktiv zur Seite stehen, sondern steigert die Awareness und macht Produkte erlebbar. Darüber hinaus findet die Ansprache auf Augenhöhe statt und bietet starkes Identifikationspotenzial. Pharmaunternehmen, die solche Kampagnen ganzheitlich nutzen – also SEA, SEO, Influencer*innen-Koops und Social Media aufeinander abstimmen, können so nicht nur Patient*innen abholen, sondern auch medizinisches Fachpersonal auf Social Media für beispielsweise seltene Krankheitsbilder sensibilisieren. Denn sind Ärzte bzw. Ärztinnen erst einmal aufgeklärt, lassen sich so auch zusätzlich neue Patient*innen finden oder Abverkäufe von Over-the-counter-Produkten fördern. Egal also, ob es um mehr Webseiten-Traffic, Disease Awareness, Patient Finding, die Verbesserung der Markenwahrnehmung oder den Aufbau einer eigenen Community geht: Mit der richtigen Online-Marketing-Strategie können Unternehmen all das, aber vor allem auch Patient*innen erreichen!

Social Media gone wrong

An diesen sieben Fehlern scheitern Unternehmen beim Thema Social-Media-Nutzung.

Knapp 80 Prozent der deutschen Bevölkerung sind auf Social Media vertreten (vgl. Digital 2021 Report von we are social und Hootsuite). Dabei spielen die sozialen Kanäle nicht mehr nur im privaten, sondern auch im beruflichen Kontext eine immer wichtigere Rolle. Die Expert*innen von dc geben Tipps, wie sich die sieben häufigsten Fehler von Unternehmen bei der Nutzung von Social Media umgehen lassen. 

Fehler Nr. 1: Unternehmen nutzen die Chancen von Social Media nicht

Es gibt viele Unternehmen, die in Social Media immer noch einen Ort sehen, an dem Personen ausschließlich private Dinge austauschen. Die sozialen Netzwerke haben sich jedoch mit den Jahren verändert: Die starre Trennung zwischen privater und geschäftlicher Nutzung existiert nicht mehr. So sind zum Beispiel LinkedIn und Xing hauptsächlich auf den B2B-Bereich ausgerichtet. Optimalerweise sind Unternehmen deshalb auf mehreren Plattformen präsent und bespielen sie mit verschiedenen Themen. Facebook eignet sich zum Beispiel gut für die direkte Kommunikation mit der Zielgruppe und LinkedIn für den Vertrieb.

Fehler Nr. 2: Unternehmen verfolgen keine klare Social-Media-Strategie

Inzwischen besitzen zwar viele Unternehmen Social-Media-Accounts, nutzen sie aber nicht (zielführend). „Dabei sein ist alles!“ reicht hier eben nicht. Wer seine Kanäle verwaist zurücklässt, wird im Social Media Marketing keinen Erfolg haben. Um die anvisierten Ziele zu erreichen, braucht es eine Strategie, die dann auch aktiv umgesetzt wird. Unternehmen sollten Social Media dabei sinnvoll in ihr Gesamtkonzept integrieren und klare Ziele, Zuständigkeiten und Inhalte definieren.

Fehler Nr. 3: Unternehmen sparen im Social Media

Geht es um das Social-Media-Budget, sind viele Unternehmen sehr sparsam. Oftmals übertragen sie den gesamten Bereich einer Person, die diese Aufgabe zusätzlich zu ihrem Daily Business erledigen soll. Ebenfalls nicht unüblich ist es, die Social-Media-Betreuung wechselnd an Auszubildende beziehungsweise Praktikant*innen abzugeben. Jemandem diesen wichtigen Themenbereich „aufzudrücken“, der weder über das notwendige Wissen, ausreichend Zeit noch Freude verfügt, frustriert eher, als dass es positive Resultate erzielt. Deshalb sollten Unternehmen genügend Budget, Personal und Zeit für die Social-Media-Betreuung bereitstellen und sich ggf. professionelle Unterstützung holen – zum Beispiel von einer Agentur.

Fehler Nr. 4: Unternehmen gehen nicht auf ihre Zielgruppe ein

Eine essenzielle Voraussetzung für den Erfolg im Social Media ist die Berücksichtigung der eigenen Zielgruppe. Kennen Unternehmen diese nicht, nutzen nicht dieselben Netzwerke wie sie oder verfehlen das richtige Wording, verpuffen ihre Aktivitäten. Das gilt sowohl für den B2C- als auch für den B2B-Bereich, denn hinter jedem Unternehmen und allen Geschäftskund*innen stecken private Personen, sodass es immer um die Kommunikation von Mensch zu Mensch geht. Unternehmen sollten daher authentisch bleiben und herausfinden, was ihre Zielgruppe von ihnen erwartet. Content, der dem einer Pressemitteilung ähnelt, ist hierbei alles andere als zielführend.

Fehler Nr. 5: Unternehmen sind nicht kontinuierlich aktiv

Den Algorithmus der Plattformen und die Menge an Mitbewerber*innen sollten Unternehmen keinesfalls unterschätzen. Es genügt nicht, lediglich dann auf Social Media zu posten, wenn es ein Update oder ein neues Produkt gibt. Unternehmen bauen so keine organische Reichweite auf und auch die Follower*innen keine Beziehung. Ein Redaktionsplan kann dabei helfen, kontinuierlich Content zu produzieren und so sichtbar zu bleiben.

Fehler Nr. 6: Unternehmen nehmen keine Auswertung vor

Unternehmen, die ihren Content nicht auswerten, können sich nicht weiterentwickeln. Damit nehmen sie sich die Chance, ihre Social-Media-Auftritte zu optimieren. Es ist beispielsweise ratsam, sich nicht starr an einer Social-Media-Strategie festzuhalten, wenn die Auswertung ergibt, dass der Content an die (neuen) Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst werden sollte. Auch direkte Umfragen können Unternehmen helfen, ihr Social Media Marketing noch zielgruppenspezifischer aufzustellen.

Fehler Nr. 7: Unternehmen erwarten zu schnell Ergebnisse

Bereits nach wenigen Monaten stellen viele Unternehmen ihre Social-Media-Aktivitäten enttäuscht wieder ein, weil sie nicht die gewünschten Ergebnisse sehen. Im Unterschied zu den Anfängen der sozialen Netzwerke ist es heute bedeutend schwieriger, organische Reichweite zu generieren – insbesondere schnell. Social Media Ads können Unternehmen nutzen, um beispielsweise auf Kampagnen aufmerksam zu machen – für den langfristigen Erfolg genügt das allein jedoch nicht. Sowohl die Plattformen als auch die Nutzer*innen bauen erst durch regelmäßige und qualitativ hochwertige Inhalte Vertrauen auf. Daher sollten Unternehmen die Social-Media-Präsenz als Investment in ihre Zukunft betrachten.

Über dc: Die dc AG ist Software-Hersteller und Full-Service-Digitalagentur mit den Standorten Kulmbach und Marktredwitz. Das Unternehmen wurde 2010 gegründet und betreut mittlerweile über 250 mittelständische Unternehmen aus ganz Europa.

Guter Content zur Gründung

Gerade für Start-ups und Gründungen im Allgemeinen ist es häufig enorm wichtig, im Internet präsent zu sein. Für viele spielt daher die gute Platzierung bei den Suchmaschinen eine große Rolle. Um hier jedoch überhaupt eine Rolle spielen zu können, muss der Internet-Auftritt entsprechend optimiert werden. Wer selbst dafür sorgen möchte, benötigt entsprechend Zeit, was gerade zu Beginn Geld kosten kann. Zeit und Geld spart dann die SEO-Agentur. Allerdings sollte bei der Auswahl das eine oder andere beachtet werden.

Optionen ausloten

Professionelle Agenturen im Bereich SEO, Linkbuilding und anderen Bereichen des Online-Marketings zeigen, dass es um ein ganzheitliches Konzept geht und nicht ausschließlich um Einzelbereiche, damit ein Erfolg verbucht werden kann. Entsprechend zeichnet sich bspw. die Agentur performanceLiebe durch individualisierte Maßnahmen aus, die auf den Kunden sowie dessen Anforderungen und Ansprüche gemünzt sind. Damit lassen sich die wesentlichen Schritte ausloten, um nicht nur Kampagnen umzusetzen, sondern den Erfolg messbar zu machen.

Wichtig:

Je umfangreicher das Angebot einer spezialisierten Agentur, desto ganzheitlicher kann das Angebot sein, um genau die Ziele zu erreichen, die gesteckt wurden.

In diesem Kontext ist speziell darauf zu achten, dass die gewählte Agentur Maßnahmen ermöglicht, die auf dem neusten Stand sind. Denn immer noch gibt es eine Vielzahl von Dienstleistern in dieser Branche, die auf veraltete Mittel setzen, die heute nicht mehr erfolgreich sind und zudem gar in einer Abstrafung der Suchmaschine münden können. Entsprechend sinnvoll ist es nicht nur die offerierten Dienstleistungen unter die Lupe zu nehmen und eine grundlegende Entscheidung zu treffen, sondern ebenfalls Auskünfte zur Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter einzuholen. Nur so lässt sich abwägen, ob die Agentur den an sie gestellten Aufgaben gerecht werden kann.

Inhalte von der performanten Online-Marketing-Agentur

Neben der Planung von Kampagnen sowie deren Überwachung kann die richtige Agentur ebenfalls für gezielte Inhalte sorgen oder über das Kaufen von Backlinks eine verbesserte Sichtbarkeit sicherstellen. Hierbei ist es wichtig, ein Unternehmen zu engagieren, das themenrelevanten sowie hochwertigen Content erstellt. Eine Möglichkeit, die gewünschte Qualität sicherzustellen, ist nachzufragen, woher die Inhalte stammen. Manche Agenturen produzieren diesen selbst, andere hingegen kaufen ihn bei anderen Dienstleistern.

Dieser Content muss anschließend entsprechend professionell eingebunden werden. Doch dann beginnt erst die eigentliche Arbeit der Experten einer Agentur. Schließlich muss das Bereitgestellte entsprechend analysiert werden können. Hierzu gibt es unterschiedliche Maßnahmen und Möglichkeiten. Die gewählte Agentur sollte jedoch zumindest mit Google Analytics umzugehen wissen. Dabei geht es vor allem darum, die ausgelesenen Daten richtig zu interpretieren und daraus die richtigen Schlüsse abzuleiten.

Ob sich die Zusammenarbeit mit einer Online-Marketing-Agentur am Ende wirklich lohnt, lässt sich zu Beginn freilich erst einmal nicht feststellen. Jedoch sollte der Dienstleister regelmäßige Berichte vorlegen, die Aufschluss über Fortschritte enthalten. So kann der Kunde zumindest grundlegend ausloten, ob die Kooperation sich auch so bezahlt macht, wie das geplant war.

Sollte bei der Suche einer zuverlässigen Agentur tatsächlich der Umstand eintreten, dass diese als Beispiel keine Berichte und Auswertungen vorlegen möchte, ist von dieser Abstand zu nehmen. Denn professionelle Online-Marketing-Agenturen liefern nicht nur Leistung, sondern ebenfalls eine zuverlässige Arbeit, die sie entsprechend aufbereitet, jederzeit auch dem Kunden gegenüber nachweisen. Schließlich kann als Kunde nur anhand der Auswertung der Strategie ein Erfolg abgeleitet werden.

ASAP contra EOD/COB

Warum Kundenbegeisterung manchmal etwas (mehr) Zeit braucht.

As soon as possible – ja, manchmal muss es schnell gehen, wenn ein Kunde etwas braucht. Aber zum Standard sollte „so bald wie möglich“ nicht werden. Sonst hetzen wir nur noch Aufgaben hinterher – was es für uns persönlich auf Dauer anstrengend bis ungesund macht. Von der mangelnden Qualität der Ergebnisse bis hin zu unnötigen Nachbesserungen ganz zu schweigen – was das Ganze auch wirtschaftlich in Frage stellt. Aber was tun, wenn ein Kunde grundsätzlich auf die rascheste Erledigung drängt? Schließlich will man diesen ja begeistern!

Zeit ist Geld! Wer kennt diesen Spruch nicht? In unserer Leistungsgesellschaft ist Schnelligkeit ein Effizienzmerkmal. Immer vorne mit dabei. Immer mitdenken, vorausplanen, agieren statt reagieren – das ist das Spiel, in dem wir täglich alle von einer Aufgabe zur nächsten ziehen. Fragt sich nur, wer dabei der Schachspieler und wer die Figur auf dem Spielfeld ist. Wer Bauer oder Turm, wer Läufer oder König ist. Wer sich waagrecht oder senkrecht, wer sich diagonal bewegen oder sogar springen kann. Wer also die Macht besitzt, zu entscheiden, welcher Aufgabe ich mich als nächstes widme. Was mit meinem ursprünglichen Tagesplan geschieht. Und warum man nicht auch einmal „Nein“ sagen kann und darf.

ASAP: keine Lösung auf Dauer!

In einigen Unternehmen haben sich die englischen Abkürzungen in E-Mails durchgesetzt, in anderen sind sie verpönt. Aber kaum jemand, der nicht schon einmal ein Dokument weitergeleitet hat mit dem Vermerk FYI (= For your information). Andere wie BTW (= By the way) oder ATTN (= Attention) sind weniger geläufig. ASAP hingegen spiegelt in manchen Bereichen eine Kultur wider, die es lohnt, in Frage zu stellen. Warum? Weil diese Kultur uns schadet. Weil sie Menschen zu Marionetten macht. Weil sie für Stress sorgt und Druck erzeugt. Weil sie Arbeit ineffizient macht. Weil sie uns abhängig macht. Und das, obwohl wir doch in einer Zeit leben, in der persönliche Freiheit und Selbstbestimmung eine Renaissance erleben, in der Verantwortung und Sinn als Werte in den Unternehmen großgeschrieben werden. ASAP verhindert (selbst gewählte) Prioritäten und behindert unsere Kreativität. Wo bleibt die Chance zu Innovationen, wenn wir von allen Seiten ständig Aufgaben bekommen, die „so schnell wie möglich“ erledigt sein müssen? Sollten wir diese Mentalität also nicht jeden Tag aufs Neue überdenken? Ja, wenn nicht sogar ganz aktiv dagegen vorgehen?

EOD und COB: einen Gang zurückschalten!

Klar ist es manchmal klasse, wenn wir auf eine (An-)Frage per E-Mail gleich eine Antwort bekommen. Aber wenn es denn schon so eilt, warum rufen wir unser Gegenüber dann nicht einfach mal an? Wir wollen den anderen nicht stören. Aber ist eine E-Mail nicht auch eine Störung? Und mit dem Vermerk ASAP könnte die Störung gar nicht größer sein, weil sofort das Gedankenrad zu kreisen beginnt. Nicht nur, dass man herausgerissen wird aus der augenblicklichen Aufgabe, man startet auch sofort mit den Überlegungen: Muss das denn wirklich gleich sein? Wo habe ich nochmal die Informationen zu dem Vorgang gespeichert? Wen muss ich evtl. schreiben, um die Frage zu lösen? Chaos pur! Im Kopf und in der Aufgabenplanung.

Tipp am Rande: ASAP ist ursprünglich keine Aufforderung, etwas sofort zu tun. Vor allem das P=Possible deutet darauf hin, dass es um den Bereich des „Möglichen“ geht. Ein kurzer Hinweis darauf, wieviel Zeit das Ganze in Anspruch nehmen wird und wann mit der Fertigstellung zu rechnen ist, ist also durchaus legitim.

Wie wäre es stattdessen mal mit dem Hinweis – wenn eine Aufgabe schon eilig ist – EOD oder COB? Dahinter verbirgt sich grundsätzlich ein ähnlicher Zeithorizont: End of day und Close of business. Das Ende des (Geschäfts-)Tages ermöglicht sozusagen mehr Bewegungsfreiheit auf dem Spielfeld. Gedanklich und ganz konkret in der Tätigkeit. Der Hinweis zeigt Verständnis dafür, dass jeder zu tun hat. Die Abkürzungen geben dem anderen etwas mehr Freiraum und zeigen Vertrauen, dass der andere selbst am besten einschätzen kann, wann etwas sinnvollerweise am besten zu erledigen ist.

Wie wäre es, wenn wir alle mit gutem Beispiel vorangehen? Wenn wir mehr kommunizieren und weniger bestimmen? Mehr auf Augenhöhe und weniger in Rangordnungen denken und handeln? Unabhängig in welcher Rolle wir uns gerade befinden: Anbieter oder Kunde, Händler oder Konsument, Dienstleister oder Patient – sorgsam miteinander umzugehen, ist Teil des Erfolgs und Geheimnis der Kundenbegeisterung. Genau dabei helfen uns, auch wenn wir es eilig haben, weil wir vielleicht von unterwegs mobil unsere E-Mails schreiben, beantworten oder weiterleiten, auch noch so wohlklingende Abkürzungen nicht wirklich weiter!

Die Autorin Maja Schneider, Expertin für Kundenbegeisterung und Inhaberin von Smiling Customer – Beratung für gästeorientiertes Handeln. Sie unterstützt Unternehmen dabei, den Service zu durchleuchten und auf das nächste Level zu heben.

Warum Sie ein Logo benötigen

Was ein gelungenes Logo ausmacht und wie eine neue Firma oder ein Start-up an ein perfekt passendes Logo kommt.

Jeder kennt sie. Jeder hat sie schon einmal gesehen und wird jeden Tag damit konfrontiert. Sei es im Supermarkt, sei es zuhause oder bei einer Online Bestellung. Ausnahmslos kein erfolgreiches Unternehmen wird heutzutage darauf noch verzichten wollen und können. Die Rede ist natürlich vom Logo. Warum aber ist ein Logo so elementar wichtig? Und wie komme ich als Neuling auf dem Markt zu einem geeigneten und passenden Logo? Mit dieser Thematik haben wir uns befasst und möchten nachfolgend einen kurzen Überblick hierüber geben.

Wichtige Bedeutung des Logos

Ein Logo einer Firma oder eines Unternehmens bedeutet viel mehr als es auf den ersten Blick oder Anschein hin vermuten lässt. Ein Logo wird zum Repräsentant des Unternehmens. Etwas, was sich in den Köpfen der Verbraucher mit der Zeit regelrecht einbrennen wird. Und zwar so tief, dass die Kunden bereits von Weitem dazu in der Lage sind, nur anhand der Umrisse eines Logos zu erkennen, dass dieses der Firma X oder der dem Unternehmen Z zugeordnet werden muss. Ein Logo zu haben bedeutet:

  • Es verknüpft die eigene Marke oder ein Produkt positiv im Kopf der Kunden.
  • Es stärkt nachhaltig die Kundenbindung.
  • Es dient als Wiedererkennungswert.
  • Es schafft Vertrauen zu den Produkten oder Dienstleistungen der Firma oder des Unternehmens.
  • Es sollte Bestand haben und sich im Kern seiner Optik nicht ständig erneuern, um die Kundenbindung und den Wiedererkennungswert sichern zu können.

Wie komme ich mit einer neuen Firma oder mit einem Start-up an ein passendes Logo für mich und mein Unternehmen?

Egal über welchen Weg man sich als Marke mit Hilfe eines Logos langfristig etablieren möchte, wichtig ist das richtige und individuell passende Logo. Es sollte möglichst die Firma oder das Produkt repräsentieren. Das kann grafische und auch farbliche Abstimmungen beinhalten. Es ist daher im Vorfeld von entscheidender Bedeutung, dass man sich damit was einem wichtig ist, damit was das Logo an die Kunden vermitteln sollte, gründlich auseinandersetzt. So, dass am Ende eine individuelle Note dabei herauskommt und das Logo sich in den Köpfen der Kunden festsetzen kann. Jeder kennt das selbst. Die Logos namhafter Unternehmen und Hersteller erkennen wir alle schon von weitem und können dem Logo schon nahezu unbewusst eine bestimmte Marke zuordnen. Und wenn diese Zuordnung zugleich noch mit positiven Assoziationen und Erfahrungen im Kopf der Verbraucher verknüpft werden kann, dann ist das schon ein solider Basisfaktor für eine langfristige und erfolgreiche Kundenbindung.

Wenn die Marke und das Grundgerüst des Logos grob überdacht wurden kann man sich überlegen auf welchem Weg man als Neuling auf dem Markt an das individuell und maßgeschneiderte Logo kommt. Die günstigere Variante ist es sich online ein Logo erstellen zu lassen.

Hierfür bietet das Internet heutzutage hervorragende Bedingungen. Gerade auch, wenn man selbst noch ein wenig ideenlos ist. Auch wer sich hinsichtlich der Grafik nicht so gut auskennt, dem kann online geholfen werden. Diverse Anbieter erstellen automatisiert oder unter Einbezug von Fachleuten ein individuelles und passendes Logo, welches exakt auf Ihre persönlichen Bedürfnisse bzw. auf die Marke und das Unternehmen zugeschnitten wird. Dafür ist es in aller Regel erforderlich, dass einige Angaben zur Firma oder dem Produkt gemacht werden. Das ist sehr wichtig, denn je mehr Informationen zum Start-up, der Firma oder zu dem Produkt die Anbieter haben, desto detaillierter kann ein personalisiertes Logo erstellt werden, was den Anforderungen auf dem Markt nachhaltig und langfristig auch gerecht wird.

Wem dies nach immer noch zu viel Aufwand klingt, der kann natürlich auch direkt einen persönlichen Grafikdesigner damit beauftragen. Hierbei gilt es allerdings zu beachten, dass die dabei anfallenden Kosten zumeist erheblich teurer ausfallen. Dafür erstellt ein persönlicher Profi das individuelle Logo. Aber auch dort ist natürlich ein gewisses Maß an Mitarbeit erforderlich. Denn auch bei einem Auftrag an den Designer muss dieser mit Fakten beliefert werden. Das ist grundsätzlich der gleiche Vorgang, wie wenn Sie sich selbst auf den Seiten von Logo-Anbietern umsehen. Nur preislich gesehen ist die erstgenannte Version eben zumeist kostengünstiger.

Fazit

Ein Logo erstellen zu lassen ist von entscheidender Bedeutung für eine neue Firma oder eine neue Marke. Es ermöglicht es einen Wiedererkennungswert zu erschaffen. Auch kann es Vertrauen zu den Kunden aufbauen und eine langfristige Kundenbindung im besten Falle einleiten und aufrechterhalten. Das Logo sollte immer zu Ihrem Unternehmen und ihrer Branche oder der Marke passen. Daher ist es ratsam sich hierfür professionelle Hilfe zu holen. Dabei ist es jedem selbst überlassen, ob er hierbei auf günstige Logo-Anbieter im Internet zurückgreifen möchte oder doch direkt einen Grafikdesigner als Ansprechpartner auswählen und beauftragen möchte. Beide liefern in aller Regel solide und brauchbare Ergebnisse. Nur hinsichtlich der Kosten können sich die Angebote natürlich unterscheiden, was man im Vorfeld daher zwingend beachten und vergleichen sollte. Dann steht dem neuen und prägenden Logo für Sie als Start-up nichts mehr entgegen.

Content als Umsatz-Booster

(Online-)Kaufentscheidungen sind keine kurzen Momente, sondern komplexe Prozesse. Mitentscheidend sind hierbei Infor­mationen – inhaltlich top aufbereitet und optimal positioniert.

Vor dem Kauf steht die Kaufentscheidung. Je höher der Preis, desto länger dauert dieser Prozess. Der Besuch eines Onlineshops oder die Suche nach passenden Anbietern ist dabei nicht immer der erste Schritt. In den meisten Fällen werden von den Nutzer*innen vorher erst einmal Informationen gesammelt. Dabei gilt: Je teurer ein Produkt, desto ausgiebiger wird sich während der Suche informiert, z.B. auf Blogs, Portalen oder in Foren. Die erste Suchanfrage im Zusammenhang mit einem Kaufentscheidungsprozess ist also oft nicht rein transaktional, sondern ganz oder zumindest teilweise informational.

Die erste Suchergebnisseite für die Suchanfrage Buchhaltungssoftware bei Google zeigt dies. Im oben abgebildeten Screenshot sind Software-Anbieter rot markiert, informationale Seiten blau. Du siehst, dass fünf von neun Suchergebnissen keine Anbieter sind. Stattdessen handelt es sich hier um Testseiten und Kaufratgeber, die erklären, welche Funk­tionen die Software haben muss und welches die empfehlenswertesten Produkte sind.

Der Grund, weshalb nicht nur Anbieterseiten als Ergebnis passen: Bevor Nutzer*innen sich für einen Buchhaltungssoftware-Anbieter entscheiden, wollen sie Fragen wie diese klären:

  • Was ist eine Buchhaltungssoftware?
  • Was muss eine Buchhaltungssoftware alles können?
  • Welche Buchhaltungssoftware gibt es?
  • Was ist die beste Buchhaltungssoftware?

Das sind übrigens auch genau jene Fragen, die dir die Keyword-Recherche zum Thema Buchhaltungssoftware liefert, nämlich die konkreten Nutzerfragen zu diesem Thema.

Zurück zur Kaufentscheidung. Diese ist eben kein kurzer Moment, sondern ein Prozess. Es dauert unterschiedlich lange, bis Nutzer*innen einen Onlineshop besuchen. Die Customer Journey ist aktuell keineswegs geradlinig, denn die Nutzer*innen verwenden währenddessen verschiedenste Medien und Mittel: Sie besuchen ein Forum oder ein Portal, lesen sich Produktbewertungen durch, lassen sich auf Pinterest und Instagram inspirieren, suchen auf Amazon etc. Ist dann endlich jemand in deinem Onlineshop gelandet, ist der Entscheidungsprozess oft immer noch nicht abgeschlossen.

Die Nutzer*innen wissen jetzt, dass sie eine Buchhaltungssoftware kaufen und diese vom Hersteller X erwerben möchten. Aber dieser bietet ihnen verschiedene Angebote bzw. Produktvarianten, und so stellt sich die Frage: „Welche Buchhaltungssoftware des favorisierten Herstellers ist die richtige für mich?“ Während Nutzer*innen im stationären Handel diese Frage an einen Verkäufer richten können, ist ihnen das im Onlineshop nicht möglich. Dennoch müssen sie dort ebenso eine Antwort darauf erhalten – denn das ist kauf- und somit umsatzentscheidend.

Im stationären Handel wird man beraten – egal, ob man in den Baumarkt geht, in die Boutique oder ins Autohaus. Einen Ansprechpartner, der einem Fragen beantwortet, findet man dort überall. Online jedoch nicht – man kann sich nur an einen Chatbot oder per E-Mail bzw. Telefon an den Kundenservice wenden, wobei Letzteres deutlich umständlicher ist als ein direkter Austausch im stationären Handel. Und genau hier kommt wieder der Content ins Spiel. Denn dieser kann die Stelle des direkten Ansprechpartners einnehmen, wenn er (mögliche) Fragen von Nutzer*innen beantwortet.

Bekommt man keine Antworten auf noch offenen Fragen, wird (in Abhängigkeit vom Kaufpreis) die Unsicherheit über die Kaufentscheidung als zu hoch bewerten. Was passiert folglich? Die Nutzer*innen verlassen den Shop und kaufen – wenn du Pech hast – in einem Onlineshop der Konkurrenz, wo sie besser (durch den Content) informiert werden. Wenn du das nicht möchtest, solltest du dich damit beschäftigen, wie dein Content zum Konver­sionsförderer werden kann.

Mach deinen Content zum Konversionsförderer

Je teurer bzw. informationsintensiver deine Produkte sind (oft hängt beides miteinander zusammen), desto wichtiger ist es, dass dein Content die Konversion fördert. Aber was bedeutet überhaupt konversionsfördernder Con­tent? Er sorgt dafür, dass die Kaufentscheidung der Nutzer*innen positiv ausfällt bzw. positiv ausfallen kann. Kann, weil die Nutzer*innen alle notwendigen Infos haben, die sie brauchen, um ihr Informationsdefizit folglich zu beseitigen. Denn nur dann können sie sich bewusst entscheiden. Natürlich gibt es auch im Netz Spontankäufer*innen. Bei ihnen ist die Retourenrate oft aber sehr hoch, was du als Shopbetreiber*in unbedingt vermeiden möchtest. Es lohnt sich also doppelt, aus deinem Content einen Konversionsförderer zu machen.

Es gibt in jedem Onlineshop zwei Bereiche, die für die Konversionsförderung besonders wichtig sind: die Kategorieseiten und die Produktseiten. Auf der Kategorie landet man immer dann, wenn man sich noch nicht für ein konkretes Produkt entschieden hat. So geben Nutzer*innen zum einen über die Google-Suche z.B. „Buchhaltungssoftware kaufen“ als Anfrage in den Suchschlitz ein. Zum anderen können sie möglicherweise bereits auf deinen Shop gestoßen sein und haben dort die Kategorie in der Navigation auswählt, um sich einen Überblick über all deine Buchhaltungssoftware-Produkte zu verschaffen. Auf die Produktseite kommen sie, wenn sie entweder ein Produkt auf der Kategorieseite auswählen, in deinem Shop mit der internen Suche nach einem konkreten Produkt begonnen haben oder in Google ein konkretes Produkt eingeben, wie bspw. Buchhaltungssoftware für Kleinunternehmer von X. Denn dann präsentiert die Suchmaschine Produktseiten, auf denen das konkrete Produkt zu finden ist. Wie an den Suchanfragen zu sehen ist, sind die Nutzer*innen, die auf der Kategorieseite landen, in ihrer Kaufentscheidung noch nicht so weit (bzw. konkret) wie jene Nutzer*innen, die auf der Produktseite landen.

Dies gilt es bei der Texterstellung immer zu berücksichtigen. Weil die Customer Journey nicht geradlinig verläuft, sondern die Nutzer*innen auf verschiedensten Wegen während ihres Entscheidungsprozesses mit deiner Marke in Berührung kommen können, solltest du die Konversion nicht nur auf deinen Shopseiten fördern. Nutze die Chance, auch außerhalb deiner Webseite auf dich aufmerksam zu machen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass dein Content – wie oben bereits beschrieben – ein Imageförderer ist. „Bleibe im Gedächtnis“, so heißt das Zauberwort. Wenn die Nutzer*innen dich bereits zu Beginn ihres Kaufentscheidungsprozesses positiv wahrgenommen haben, z.B. durch ein ansprechendes Profil auf Instagram oder Facebook, wird es der Content auf deinen Kategorie- und Produktseiten leichter haben, am Ende die Konversion positiv zum Abschluss zu bringen. Du siehst, die gesamte Content-Produktion in deinem Unternehmen sollte verzahnt werden und möglichst kleinteilig angelegt, viele Zahnrädchen umfassen.

Arten von konversionsförderndem Content

Es gibt drei wichtige Arten von konversionförderndem Content: Ratgebertexte, Kategorietexte und Produkttexte. Gut ist es, wenn du alle drei auf deiner Webseite verwendest. Mit ihnen kannst du unterschiedliche Phasen des Kaufentscheidungsprozesses bei den Nutzer*innen ansprechen und erhöhst deine Chancen, dass diese bei dir kaufen. Da die drei Content-Arten auf unterschiedliche Phasen des Kaufentscheidungsprozesses abzielen, gibt es entsprechend unterschiedliche Best Practices für deren Erstellung.

Ratgebertexte

Ratgeber passen zu informationalen Suchintentionen der Nutzer*innen. Weiter oben hast du bereits gelesen, dass auch produktbezogene Suchanfragen wie Buchhaltungssoftware, zumindest teilweise, informational sein können. Mit einem produktbezogenen, informativen Ratgeber kannst du also das Wissensdefizit der Nutzer*innen ausgleichen. Du hast damit die Chance, unmittelbar vor oder zumindest gleich zu Beginn des eigentlichen Kaufentscheidungsprozesses mit den Nutzer*innen in Kontakt zu treten und sie auf dich aufmerksam zu machen. Du kannst ihre informationsbezogenen Fragen, die mit deinem Produktangebot im Zusammenhang stehen, beantworten und so Vertrauen schaffen. So unterstützt du die Nutzer*innen bei ihrem Kaufentscheidungsprozess.

Was dabei wichtig ist

  • Der Ratgeber darf nicht zu werblich sein. Er sollte eher neutral informieren, was z.B. eine Buchhaltungssoftware können muss. Du kannst dies anhand der Funktionen deines Produkts erklären.
  • Beantworte so viele Fragen wie möglich. Führe daher auf jeden Fall eine W-Fragen-­Recherche durch. Weiterhin ist es sinnvoll, Fragen, die deinem Kundenservice immer wieder gestellt werden, aufzunehmen und zu beantworten. Dadurch kannst du auch dein Service-Team entlasten.
  • Baue den Ratgeber möglichst ganzheitlich auf, sodass sich die Nutzer*innen umfassend informieren können. Dadurch ist der Con­tent hochwertiger und gleichzeitig kannst du die Nutzer*innen länger auf deiner Seite halten; sie müssen die Seite nicht verlassen, um Antworten auf weitere Fragen zu finden.
  • Informiere neutral und objektiv, beschreibe und preise nicht an, denn sonst wirst du schnell unglaubwürdig. Dein Ziel muss es sein, dass dich die Nutzer*innen durch den Content als Experte wahrnehmen, z.B. für Buchhaltungssoftware.
  • Stelle die verschiedenen Produktkategorien oder -varianten vor, vergleiche sie miteinander und gib Tipps, was sich für welche Zielgruppe eignet. Produktvergleiche machen in einem Ratgeber immer sehr viel Sinn – auch wenn sie nur die verschiedenen Varianten der Produkte behandeln, die du anbietest.

Du kannst die Nutzer*innen mit internen Links zu deinen Produkten weiterleiten. Setze dies aber nur dezent um. Es soll keinesfalls aufdringlich wirken.

Kategorietexte

Content auf Kategorieseiten ist immer transaktional. Schließlich werden hier Produkte dargestellt. Nutzer*innen, die sich in einer Produktkategorie umsehen, haben aber immer noch ein Informationsdefizit. Dieses bezieht sich nicht mehr darauf, ob der Kauf sinnvoll ist, sondern darauf, welches Produkt für die jeweils individuelle Situation gewählt werden soll. Mit einem Kategorietext kannst du den Nutzer*innen dabei Hilfestellung geben.

Was dabei wichtig ist

  • Beschreibe die Produktvorteile transparent und allgemein verständlich.
  • Versetze dich in deine Zielgruppe hinein: Welche Problemstellungen und Bedürfnisse könnte sie im Zusammenhang mit ihrer Kaufentscheidung haben?
  • Beantworte mögliche Fragen der Nutzer*innen.
  • Stelle die Varianten vor und gib Tipps, für welche Zielgruppe und in welcher Situation diese nützlich sind.
  • Wenn es Unterkategorien gibt, ist es sinnvoll, diese aus dem Text zu verlinken. So können die Nutzer*innen direkt zu jener Produktkategorie springen, die am besten zu ihren Bedürfnissen passen.

Produkttexte

Produkttexte bzw. Produktbeschreibungen sprechen die Nutzer*innen immer am Ende ihrer Kaufentscheidung an. Sie sind in der Regel der letzte Kontakt, bevor jemand kauft (oder eben nicht). Die eigentliche Konversion findet hier statt. Das heißt: Der Content auf dieser Seite muss die Nutzer*innen auf jeden Fall überzeugen, alle restlichen Fragen und Zweifel müssen hier beseitigt werden.

Was dabei wichtig ist

  • Je informationsintensiver ein Produkt ist, desto länger sollte der Text sein, weil umso mehr Fragen zum Produkt zu beantworten sind. Insbesondere risikoaverse Menschen möchten hier noch einmal alle Produktvorteile auf einen Blick sehen.
  • Die konkreten Produktvorteile solltest du transparent beschreiben und am besten auch – sofern möglich – visuell darstellen, z.B. mit Detailaufnahmen oder -skizzen.
  • Sämtliches Bildmaterial ist für die finale Kaufentscheidung essenziell.
  • Wenn du keine Produkte herstellst, sondern weiterverkaufst, solltest du trotzdem eigene Texte und Bilder verwenden. Das hebt dich von der Konkurrenz ab und verschafft dir zudem einen Pluspunkt im Google-Ranking, da du so Duplicate Content vermeidest. Suchmaschinen erkennen, dass die Quelle der Produkttexte der Hersteller ist. Zudem verwenden auch deine Mitbewerber*innen meistens diese Texte und Bilder, sodass der Content
  • dadurch, dass er nicht unique ist, an Wert verliert.
  • Neben den eigentlichen Produktinformationen sind auch die Meta-Angaben entscheidend. Damit sind die Modalitäten und Bedingungen des Kaufs gemeint. Insbesondere wenn du noch eine unbekannte Marke bist und einen jungen Onlineshop hast, sind die Nutzer*innen misstrauisch. Nicht nur weil es immer noch zu viel Betrug im Netz gibt, sondern auch aufgrund der Ungewissheit, wie der Bestellprozess bei dir ablaufen wird.
  • Können die Käufer*innen die Ware bei Nicht­gefallen problemlos zurückschicken? Wie kann ich bezahlen und wie schnell bekomme ich ggf. mein Geld zurück?

Vertrauen muss man sich als Betreiber*in einer Webseite erst verdienen. Daher solltest du über die Modalitäten transparent informieren. Wichtige Informationen, die auf die Produktseite gehören, sollten den ­Nutzer*innen direkt ins Auge fallen: Verfügbarkeit und Lieferzeit; ggf. Versandkosten; Versand­arten; Bezahlmöglichkeiten; Käuferschutz, z.B. Trusted-Shop-Siegel etc. Vertrauenswürdigkeit ist ein ganz wichtiger Punkt, der neben den Produktvorteilen maßgeblich für deinen Umsatz ist. Auf der Produktseite ist das noch essenzieller als auf jeder anderen Seite deiner Domain. Hier wird der Wert von gutem, zielgruppenorientiertem Content besonders deutlich. Wer hier spart, verliert ganz schnell Umsatz.

Tipp zum Weiterlesen: Eology-Whitepaper „Content als Strategie. Hochwertige Inhalte als Schlüssel zum Online-Erfolg

Die Autorin Dr. Beatrice Eiring ist Head of Content Creation bei der eology GmbH, einer Online Marketing Agentur mit Schwerpunkten in den Bereichen SEO, Paid Advertising, Content Creation und Content Outreach

Digitale Kundennähe ist kein Widerspruch

Bei der Digitalisierung kleiner Unternehmen muss die Kundennähe nicht auf der Strecke bleiben. Wir zeigen, wie das geht.

Hat Covid-19 die Digitalisierung von Kleinunternehmen nachhaltig beschleunigt oder verfallen die Unternehmen nach der Pandemie wieder zurück in den Dornröschenschlaf? Wir sind der Meinung* Die Digitalisierung schreitet mit Siebenmeilenstiefeln voran. Covid-19 war da nur der Katalysator, der den ganzen Prozess noch zusätzlich beschleunigt hat. Vor dem Hintergrund stellt sich die Frage, wie Micro Businesses ihre Geschäftsidee und ihren Erfolg in die Digitalisierung bringen können. Es ist essenziell, den Kund*innen die aus dem Ladengeschäft bekannte Customer Experience nach Hause bringen zu können.

Die Größe eines Unternehmens sagt heute nicht mehr viel über seine Reichweite aus. Ein Ladengeschäft in einer Einkaufsstraße erreichte vor 50 Jahren nur die Passanten, die vorbeiliefen. Natürlich gab es Außenwerbung und Zeitungsannoncen, aber ein Shop aus Berlin hat vor allem Menschen aus Berlin als Kund*innen gehabt. Die Digitalisierung hat diese Eingrenzung aufgebrochen. Und kleine Unternehmen nutzen vermehrt diese Entfesselung. Fast 40 Prozent geben hierzulande an, ihr Digitalisierungsstand habe sich in den letzten Monaten verbessert.

Das besagt unser Small Business Digital-Index 2021. Auch beim Thema E-Commerce hat sich einiges getan, denn jeder zehnte Befragte hat im letzten Jahr einen eigenen Online-Shop aufgebaut. Das Verhältnis zwischen den Ausgaben für Online- und Offline-Marketing ist in Deutschland derzeit sehr ausgeglichen. Doch nur fast jedes vierte Unternehmen (23 %) setzt auf einen ausgewogenen Mix aus Online- und Offline-Werbung.

Neue Herausforderungen im Netz

Doch die Digitalisierung bringt auch neue Herausforderungen. Vor 50 Jahren musste sich das Ladengeschäft in der Fußgängerzone keine Gedanken über Retourenscheine, Postpakete und Verpackungsmaterial machen. Zurecht fragen sich Unternehmer*innen heute* Wie erreiche ich meine Kund*innen und wie kann ich auch im Netz auf ihre Wünsche eingehen? Laut dem Small Business Digital-Index 2021 liegt kleinen Unternehmen in Deutschland der Kontakt zu ihren Kund*innen besonders am Herzen. Im europäischen Vergleich gehen deutsche Unternehmer*innen mit dem Wunsch nach Kundennähe in Führung. Hier sind es 58 % im Vergleich zu Italien 52 %, Spanien 50 % und Frankreich 42 %. Daher liegt die Frage nahe* Wie lässt sich die Nähe ins Netz übersetzen?

Neue Chancen nutzen – die Website als Grundlage

Ich bin davon überzeugt, dass kleine Unternehmen positiv in die Zukunft blicken, mutig sind und die Chancen nutzen, die ihnen geboten werden. Zugegeben, das ist leichter gesagt als getan. Doch es gibt vielerlei Tools, die sie einsetzen können, um schnell und einfach im Netz erfolgreich zu sein. Zum Beispiel eine eigene Website als das erste Aushängeschild und das Zentrum der eigenen Online-Präsenz, um sich und das eigene Unternehmen bestmöglich seiner Zielgruppe zu zeigen. Laut unserem Small Business Digital-Index nutzen bereits 60 Prozent eine eigene Website und das größtenteils für Marketing und Sales. Aber ein Fünftel der kleinen Unternehmen mit Website in Deutschland nutzen noch nicht das volle Potenzial ihrer Website aus.

Mehr Umsatz durch Digitalisierung

Ich kenne sehr viele Unternehmer*innen, die bereits ihre Chancen genutzt haben und durch die Digitalisierung ihren Umsatz steigern konnten. Hier zeigt sich, wer schnell erreichbar ist und seine Informationen verständlich bereitstellt, hat Erfolg. Darüber hinaus ist es entscheidend, dass das Einkaufserlebnis aus dem Ladengeschäft bestmöglich ins Digitale transportiert wird. Damit können Unternehmer*innen eine hohe Verweildauer erreichen und das ist nach meiner Einschätzung extrem wichtig. Regelmäßige und persönliche Kommunikation auf Augenhöhe mit Kund*innen, genauso wie im Ladengeschäft, sei es per Mail oder per Telefon ist ein wichtiges Werkzeug für die Pflege der Kundenbeziehung und somit den Erfolg. Hier können Händler*innen ihre Erfahrungen aus der analogen Welt ins Digitale bringen.

Corporate Branding als Wettbewerbsvorteil für Micro Businesses?

Mich freut besonders, dass ein Drittel der deutschen Kleinunternehmen in diesem Jahr vermehrt auf E-Mail-Marketing und eine SEO-optimierte Website setzen wollen. Denn dies ermöglicht ihnen einfacher im Netz gefunden zu werden. Außerdem besteht durch den Einsatz von E-Mail-Marketing wieder ein fortwährender Informationsaustausch zwischen Unternehmer*innen und Kund*innen. Auf diese Weise schaffen kleine Unternehmen Nähe zu ihren Kund*innen. Wenn Kund*innen Produkte oder Services über einen Online-Shop bestellen, achten gerade kleine Unternehmen auf eine ansprechende und personalisierte Verpackung wie zum Beispiel durch handgeschriebene Grußkarten.

Hier liegt ein klarer Vorteil gegenüber den großen Versandhändler*innen. Wenn man es schafft, das Corporate Branding, das man im Ladenlokal über mehrere Jahre konsequent gepflegt hat, ins Digitale zu übertragen und erkennt, dass dieser Touchpoint genauso wichtig ist wie das Einkaufserlebnis im Laden, dann schafft man es, die Kund*innen auch digital eng an sich zu binden. Es ist wichtig, ihnen die digitale Customer Experience nach Hause zu bringen, wenn die In-Store-Experience fehlt. Dabei sollte das Einkaufserlebnis besonders emotional gestaltet werden, um einen nachhaltig positiven Eindruck bei der Kundschaft zu hinterlassen.

All diese Zahlen und Beispiele zeigen, dass die Kundennähe im Netz nicht auf der Strecke bleiben muss. Auch im digitalen Raum gibt es vielfältige Möglichkeiten, die Kundenbeziehung zu festigen und sogar zu intensivieren. Sie müssen sie nur richtig nutzen.

Der Autor Paul Ashcroft verantwortet seit 4 Jahren das Business von GoDaddy für Europa, den Nahen Osten und Afrika. GoDaddy bietet Unternehmen eine Komplettlösung für das Wachstum im Internet.