Grünes Marketing für Startups


44 likes

Wie sich junge Unternehmen ökologisch präsentieren.

In Zeiten von Greta Thunberg und ihrer Fridays for Future-Bewegung gewinnt ökologisches, nachhaltiges Wirtschaften in allen Bereichen immer mehr an Bedeutung. Gerade junge Firmen und Unternehmer sollten sich der grünen Trendwende gegenüber nicht verschließen, sondern den Aufwind, den sie momentan in der Welt genießt, für sich und ihre Geschäftskonzepte nutzen. Schließlich bringt Veränderung nicht nur Probleme und Hindernisse mit sich.

Für anpassungsfähige, flexible Startups bietet sie auch Chancen. So richtet sich grünes Marketing an Menschen, die sich über Themen wie Nachhaltigkeit, umweltfreundliche Produktionsmethoden, Recycling etc. Gedanken machen und diese auch in ihre Kaufentscheidungen einfließen lassen. Ein cleverer Unternehmer erkennt also im Fokus auf Umwelt-Themen die Möglichkeit, neue Zielgruppen von Kunden anzusprechen und zu gewinnen.

Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen vier verschiedenen Ansätzen fürs Ökomarketing:

1. Passiv: Die eigenen Marketing-Aktivitäten werden nachhaltiger, weil neue Gesetze und Vorschriften erlassen und umgesetzt werden müssen.

2. Selektiv: Eine Firma passt ihre Aktivitäten denen der Konkurrenz an, entwickelt allerdings nur wenig Eigeninitiative.

3. Intern: Unternehmen achten bei internen Prozessen auf Nachhaltigkeit, die Produkte selbst folgen aber nicht immer diesem Standard.

4. Innovativ: Das Optimum: Umweltschutz, Nachhaltigkeit, grüne Produktionsmethoden haben hier Priorität. Strategien und Konzepte werden regelmäßig überarbeitet, um sich Umweltproblemen oder Missständen anzunehmen und zur Lösung dieser beizutragen.

Ziel eines jeden Jungunternehmers sollte es also sein, innovatives Ökomarketing zu betreiben. Selbstverständlich ist es ratsam, dass ein jeder aus rein uneigennützigen Motiven Rücksicht in Umweltfragen nimmt und sich bemüht, nachhaltig zu wirtschaften. Häufig lässt sich zusätzlich aber das Nützliche mit dem Guten verbinden.

An dieser Stelle nun einige Tipps, wie Betriebe grünes Marketing aktiv nutzen:

Grüne Werbeartikel

Einen vergleichsweise einfachen Weg, grünes Marketing zu betreiben, stellt der Einsatz von ökologischen Werbeartikeln dar. Unternehmen stehen eine große Vielfalt von Goodies zur Verfügung, die kostengünstig in der Anschaffung sind und die grüne Firmenphilosophie nach außen kommunizieren. Diese können kostenlos an Kunden und Mitarbeiter ausgegeben werden.

Einige Beispiele:

  • Bio-Snacks
  • Recycelte Notizbücher
  • nachhaltige Kugelschreiber (z.B. aus Holz)
  • Papiertüten
  • recyclebare Kalender

Die Möglichkeiten sind beinah unbegrenzt.

Bei Werbeartikeln sollten Firmen allerdings darauf achten, dass sie diese mit ihrem Namen oder Logo versehen, um dem potenziellen Kunden möglichst lang im Gedächtnis zu bleiben. Einen unkomplizierten Weg entsprechende Goodies nach ihren Wünschen zu gestalten und anzufordern, gibt es auf dieser Seite.

Bezug zu sozialen Projekten

Ein Unternehmen, das sich ernsthaft mit grünen Themenfeldern auseinandersetzt, kann das auch in Werbekampagnen nach außen tragen, ohne dass es diese direkt auf ein Produkt bezieht. Ein Teil des Kapitals könnte es beispielsweise spenden. Hier bieten sich Spenden an Naturschutzorganisationen wie den WWF oder verschiedene soziale Projekte an.

Dies versinnbildlicht dem Kunden auf unmissverständliche Weise, dass er indirekt einen Teil des Kapitals, das er in die Produkte und Dienstleistungen einer Firma investiert, für wohltätige Zwecke aufwendet. Er wird also ebenfalls zum Spender und kann somit sein grünes Gewissen beruhigen.

Hierin findet sich auch ein Mittel, einen ehrlichen Beitrag zu mehr ökologischem Denken zu leisten, um gar nicht erst in den Verdacht zu erwecken, dass man Greenwashing betreibt.

Also, dass eine Firma mit dem Gedanken der Umweltfreundlichkeit wirbt, ohne diesen wirklich zu leben und umzusetzen. Die Überzeugung muss ehrlich sein, um auch als Tatsache wahrgenommen zu werden. Einem Trend zu folgen, ohne persönlich von dessen Richtigkeit überzeugt zu sein, kann nur mittelmäßige Ergebnisse zeitigen.

Vorteile

Schließlich bietet ökologisches Wirtschaften auch eine breite Palette an nachweisbaren Vorteilen für jedes Unternehmen:

  • Vertrauen der Kunden wächst
  • Image verbessert sich
  • Mitarbeiter können guten Gewissens arbeiten gehen
  • Interne Fairness wird gefördert
  • Das Unternehmen wird attraktiver für junge Menschen
  • Durch grüne Maßnahmen wächst auch der Bekanntheitsgrad der Firma
  • Der Betrieb wird für andere ökologisch Wirtschaftende interessant

Und schließlich entsteht ein positiver Einfluss auf die Gesellschaft selbst.

Da der grüne Gedanke vermehrt nach außen abstrahlt, klärt er umso mehr Menschen auf und regt diese zum Denken an. Zusätzlich wird Greenwashing bei anderen Firmen gemindert, da immer mehr Beispiele existieren, die ehrlich umweltfreundlich und dadurch transparenter wirtschaften.

Generell wird grünes Marketing wichtiger und wichtiger werden.

Mit der Einstellung: „Was schert mich, was morgen passiert?“ lassen sich Kunden häufig nicht mehr abspeisen und auch gesamtgesellschaftlich gesehen rücken Umwelt-Fragen immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Dieser Tatsache trägt zunehmend auch die politische Klasse Rechnung, indem sie immer mehr Gesetze erlässt, die Unternehmen und Individuen dazu zwingen, sich mit grünen Themen ganz bewusst zu beschäftigen.

Ein Startup sollte daher in jedem Falle Teil dieser Entwicklung sein und diese fördern, um sich den Start in die Geschäftswelt nicht unnötig zu erschweren.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: