Werben mit kleinem Budget

Marketing-Tricks für Low-Budget

Autor: Bernd Röthlingshöfer
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Alles ist Werbung – und Idee schlägt Budget. Diesen simpel anmutenden Leitsatz können sich gerade Gründer mit eher kleinem Budget zunutze machen. Wie Sie mit geringen Kosten effektiv für sich werben.

 

 

Beginnen Sie mit einem guten Namen

Was kommt eigentlich gleich nach der Geschäftsidee? Natürlich der Name! Ein guter Name muss her – einprägsam, überzeugend, wohlklingend. Aber was ist eigentlich ein guter Name – mal abgesehen vom Bauchgefühl? Das Wichtigste: Der Name muss Ihr Unternehmen von anderen unterscheiden: Hüten Sie sich auf jeden Fall davor, wie jemand anderes zu heißen und vermeiden Sie darüber hinaus auch jede Ähnlichkeit mit Ihrem Wettbewerber.

Vom guten Namen zum perfekten Logo

Nach dem Namen kommt das Logo – Ihr Firmenzeichen. Das Logo hat die gleiche Aufgabe wie der Name – es soll Sie unverwechselbar machen. Auch hier gleich wieder der Grundsatz: Seien Sie anders als die anderen. Und bleiben Sie einfach!

Geschäftspapiere können auch werben

Geschäftspapiere? Das sind Briefbögen, Fax-Nachrichten, Lieferscheine, Rechnungen, Auftragsbestätigungen, Preislisten, Quittungen. Wer clever ist, nutzt diese Standarddrucksachen auch für Werbeaussagen. Durch Schrift, durch Grafikelemente wie einen farbigen Balken beispielsweise: Nutzen Sie die rechte Briefseite, um Ihr Schreiben aus der Masse hervorzuheben. Eine andere Idee: Platzieren Sie Ihr Logo hell (also leicht transparent) in der Mitte des Briefbogens. Ihre darüber gedruckte Korrespondenz bleibt weiter lesbar, obwohl Ihr Logo unübersehbar groß abgebildet ist. Ergänzen Sie jeden Geschäftsbrief durch ein P.S., mit dem Sie z.B. auf aktuelle Angebote hinweisen: Wenn Sie einen Slogan haben, setzen Sie ihn unter das Logo. Bedrucken Sie die Brief-Rückseite mit einem Kurzporträt Ihres Unternehmens, mit Pressestimmen oder Hinweisen auf Auszeichnungen.

Visitenkarten, die endlich mal auffallen

Bei Visitenkarten bleibt neben Logo, Name, Anschrift, den Angaben zu den üblichen Kommunikationsverbindungen, Berufs- oder Funktionsbezeichnung nicht mehr viel Platz für eine besondere Gestaltung. Aber jede Visitenkarte hat auch eine Rückseite. Auf der können Sie beispielsweise folgende Informationen platzieren: eine Anfahrtsskizze, ein Foto Ihres Geschäfts, ein Foto von sich selbst, das Foto eines Produkts, die URL Ihrer Homepage, saisonale Angebote, Hinweise auf besondere Leistungen Ihres Geschäfts und vieles mehr. Aber dabei bloß nicht verkünsteln!

Flyer und Prospekte

Dank des Preiskampfes in der Druckbranche bekommt man Flyer heute sensationell günstig. Haben Sie keine Angst vor Onlinedruckereien, die mit Sonderangeboten locken. Bei den meisten Anbietern stimmt die Qualität – auch wenn die Preise klein sind.

Auf ins Web: Hier werden Sie gefunden!

Muss Ihr Unternehmen im Netz vertreten sein? Natürlich! Aber Sie brauchen dazu keine Unternehmens-Webseite. Der allererste Schritt führt heute zu Google. Im sogenannten Branchencenter können Sie Ihr Unternehmen kostenlos eintragen. Dann zeigt Google Ihr Unternehmen bei passenden Suchanfragen an. Es platziert Ihr Unternehmen in den Google Maps. Und diese Daten finden bereits heute Eingang in Navigationssysteme. Denn heute navigiert man nicht nur mit dem Auto zu Ihnen, sondern mit dem intelligenten Handy der neuesten Generation.

Der zweite Schritt: die eigene Homepage

Wenn die Webseite lediglich einer Darstellung des Unternehmens und seiner Produkte dient – ohne dass dahinter Kaufprozesse abgewickelt werden müssen –, ist das Ganze weitaus weniger kompliziert als Sie denken. Denn in eine Basis-Webpräsenz gehören nur ein paar wenige Inhalte. Aufstocken oder ausbauen können Sie später noch immer. Nutzen Sie dabei Standardsoftware und erstellen und pflegen Sie Ihre Webseite selbst.

Das Web 2.0 – weiter kostenlos werben

Web 2.0 – das ist ein anderes Wort für das Mitmachweb. Also für Communities wie StudiVZ oder XING, Portale wie ciao.de oder holidaycheck, wo Verbraucher mitreden dürfen, Produkte testen und rezensieren. Wer dort positive Bewertungen bekommt, rutscht im Ansehen und in der Aufmerksamkeit nach oben. Deshalb sollten besonders Gründer am Mitmach-Web teilhaben, etwa, indem sie selbst ein Blog eröffnen. Oder indem sie twittern. Beides kostet kaum Geld – aber Zeit, die jedoch gut investiert ist.

Außenwerbung: preiswert und bestimmt nicht umsonst

Sie verlassen das Haus und Sie sehen: Werbung! Das Schöne an Außenwerbung: Man kann sie nicht wegzappen, oder überblättern. Sie stellt sich uns in den Weg, wenn wir zur Arbeit wollen oder zur Schule, ins Kino oder zum Einkaufen. Außenwerbung ist einfach da – mitten im öffentlichen Leben.

Machen Sie Ihre Fahrzeuge zu Werbeflächen

Ein unschlagbarer Tipp für Low-Budget-Werber: Setzen Sie Ihren Fuhrpark ein! Jede Lieferfahrt oder Besorgung wird damit zur Werbefahrt für Ihr Unternehmen. Parken Sie Ihre Fahrzeuge nicht in der Garage und nicht im Hinterhof. Parken Sie diese an besonders auffälligen Orten in der Stadt: mitten in der City, an wichtigen Einfallstraßen, vor Gebäuden wie Bahnhof, Sparkasse, Hauptpostamt oder Rathaus.

Großflächenplakate, spottbillig?

Wollen Sie mal eine riesige Werbefläche belegen? Eine, die sonst nur große Automarken und Waschmittelkonzerne nutzen? Die Preise für die Standortmiete beginnen bei neun Euro pro Tag. Besorgen Sie sich Plakate von Ihren Lieferanten. Kosten: Null, oder eine ganz geringe Kostenbeteiligung. Überkleben Sie diese mit einer auffälligen Banderole, die auf Ihr Geschäft hinweist. Haben Sie kleinere Plakate? Dann bekleben Sie die ganze Großfläche einfach mit Ihren Plakaten. Oder Sie platzieren mehrere Plakate in der Mitte und lassen genügend Weißraum um Ihre Werbung. Lassen Sie die Großfläche einfach bemalen. Entweder mit Ihrem Slogan oder einem kleinen Kunstwerk. Früher gab es Plakatmaler, heute gibt es Sprayer. Oder sprayen Sie selbst!

Trickreich und ungewöhnlich werben wie ein Guerilla

Guerilla-Werbung ist für die Davids und nicht die Goliaths der Branche. Nutzen Sie das Unvorhergesehene und Überraschende für ungewöhnliche Werbemethoden, die aufhorchen lassen. Alles, was den Menschen ein Schmunzeln abringt und den tristen Alltag unterbricht, hat eine gute Chance aufzufallen und Sie ins Gespräch zu bringen. Idee schlägt Budget – das war schon immer so. Nutzen Sie es!

SEO-Trends 2022

Fünf Punkte, die definitiv Teil deines SEO-Konzepts im Jahr 2022 sein sollten, um die Top-3 der Rankings zu erobern.

Jedes Jahr kommen Updates von Google - und stellen SEO-Experten weltweit vor neue Herausforderungen. Denn niemand weiß genau, welche Änderungen im Algorithmus vorgenommen werden und wie sich diese auf das Ranking auswirken. So kann es mitunter passieren, dass man morgens nach dem ersten Kaffee ein Blick in die Rankings seiner Webseite wirft und einen buchstäblichen Herzanfall erleidet. Denn plötzlich ist das Hauptkeyword von Position 1 auf Position 6 gerutscht - was einen massiven Traffic-Einbruch zur Folge hat.

Aus diesem Grund sollten sowohl SEO-Profis als auch Webseitenbetreibende regelmäßig die Rankings-Trends verfolgen, aufmerksam bei größeren Google Updates sein und sich stetig informieren, welche Strategien der Suchmaschinenoptimierung sich besonders in letzter Zeit bewährt haben. In diesem Artikel findest du fünf Punkte, die definitiv Teil deines SEO-Konzepts im Jahr 2022 sein sollten, um die Top-3 der Rankings zu erobern.

SEO-Trend 1: Voice Search

Die Sprachsuche rückt immer weiter in den Fokus und zunehmend mehr Leute sprechen ihre Suchanfrage lieber in das Smartphone statt sie manuell einzutippen. Waren es im Jahre 2020 noch 20 % der User*innen, die diese Funktion genutzt haben, sollen es 2022 schon bis zu 40 % sein. 

Dieser Fakt ist aus SEO-Sicht natürlich sehr interessant, weil sich dadurch die Suchanfragen verändern. Nutzer*innen tippen nur die wichtigsten Wörter ihrer Anfrage in die Suchmaschine, sprechen aber in vollständigen Sätzen. So wird aus der manuellen Suchanfrage “Rasenmäher Vertikutierer Unterschied” die Sprachsuche “Was ist der Unterschied zwischen Rasenmähern und Vertikutierern?”

Zudem wird die Sprachsuche auch stets intelligenter. Google versucht bspw. aus vorherigen Anfragen, deinem Standort und sogar aus im Hintergrund geöffneten Apps deine Suchintention zu verstehen, sodass deine Anfrage so natürlich wie möglich ausgesprochen werden kann. Fragst du Google also bspw. nach “dem schnellsten Weg vom Hotel zum Flughafen”, musst du normalerweise nicht erst spezifizieren, wo genau dein Hotel liegt, denn Google kennt deinen Standort, den Eintrag in deinem Kalender und deine letzten Suchanfragen.

Wie kannst du als Webseitenbetreiber*in diese neue Art der Suchanfragen für dich nutzen?

Ein guter und einfacher Einstieg, deine Seite auf Voice Search zu optimieren, ist die Verwendung von FAQs. Hier kannst du nämlich die Fragen deiner Zielgruppe exakt einbauen und die richtige Antwort gleich dazu liefern. Recherchiere also die Fragen deiner Kund*innen mit dem höchsten Suchvolumen und verfasse inhaltlich korrekte Antworten dazu.
 

Beispiel für ein FAQ mit suchoptimierten Fragen (die erste Frage hat ein durchschnittliches Suchvolumen von 30 User*innen pro Monat)


SEO-Trend 2: E-A-T & Suchintentionen

Die Suchintention ist eine Möglichkeit für dich, das Warum hinter einer bestimmten Suchanfrage zu verstehen. Sie liefert wertvolle Informationen über den Grund (oder die Gründe), warum jemand etwas “googlet”.

Es gibt drei Arten von Suchintentionen: Know, Do und Go. Jede Kategorie hilft dir, zu verstehen, wonach ein(e) Nutzer*in sucht. Wenn du weißt, welche Suchintention hinter einer bestimmten Anfrage steckt, kannst du zielgerichteter Inhalte erstellen und so besser auf die Bedürfnisse der Nutzer*innen eingehen.

Know: der/die User*in ist auf der Suche nach Informationen zu einem bestimmten Thema. Blogbeiträge sind hier das wichtigste Werkzeug für deine Webseite, um ihm/ihr genau diese Informationen zu liefern. Beispiele: “Lachs filetieren” und “Floh bei Hunden”

Do: der/die User*in hat eine gewisse Absicht, etwas zu tun. Hierbei handelt es sich meist um den Kauf bestimmter Produkte. Versuche, mit deinen Produkt- und Kategorieseiten für diese Suchanfragen zu ranken. Beispiele: “Sneaker kaufen” und “Video schneiden Programm”

Go: der/die User*in navigiert auf eine bestimmte Seite, kennt also sein Ziel schon vor der Suche. Hier ist es besonders schwierig, den Traffic auf die eigene Seite umzuleiten und diese Keywords sollten in der Regel eher vernachlässigt werden. Beispiel: konkreter Name einer Firma/einer Webseite.

Wer im Jahre 2022 also die Top-3 bei Google entern will, benötigt ein genaues Verständnis für die Suchintention der User*innen. Du solltest unter keinen Umständen deine Produktseite mit Filetiermessern auf das Keyword “Lachs filetieren” optimieren, sonst wunderst du dich bald über fehlende Rankings.


SEO-Trend 3: Core Web Vitals

Wer schließt nicht völlig entnervt nach spätestens zehn Sekunden die Seite, wenn sie nicht lädt? Richtig, niemand. Deswegen hat Google sogenannte “Page Experience Signals” im Mai 2020 zu einem organischen Ranking-Faktor gemacht. Verlassen also bspw. viele User*innen in den ersten Sekunden die Seite wieder, spricht das für eine sehr hohe Ladezeit der Inhalte. Seiten mit schlechten Nutzer*innensignalen verlieren daher ihre Position in den SERPs, da die Top-Rankings neben den besten Inhalten auch die beste User Experience bieten sollen. Denn eine Sache steht bei Google schon immer im Fokus: die Nutzer*innen.

Die Google Core Web Vitals sind messbare Metriken, die dir ein Gefühl dafür geben, wie die Nutzer*innen deine Website erleben. Sie liefern dir spezifische Daten, mit denen du das Nutzer*inerlebnis auf deiner Website insgesamt verbessern kannst. Die Core Web Vitals können anhand von drei Metriken dargestellt werden:

Largest Contentful Paint (LCP): gibt an, wie lange eine Seite zum vollständigen Laden benötigt. Es ist im Grunde ein detaillierter Page Speed Bericht, der dir anzeigt, wie viele deiner Seiten gut, mittel oder schlecht performen.

Im Schnitt sollten deine Seiten eine Ladezeit von höchstens 2,5 Sekunden für das optimale Nutzer*inerlebnis haben. Best practise für schnellere Ladezeiten sind etwa:

  • das Deaktivieren von unnötiger Tracking-Software,
  • die Komprimierung von Bildern und Videos,
  • die Implementierung von “Lazy Loading” auf deiner Seite.

First Input Delay (FID): gibt an, ob und wann Nutzer*innen mit deiner Seite interagieren können. Genauer gesagt misst der FID die Zeit, die jemand braucht, um mit deiner Seite zu interagieren. Beispiele für Interaktionen sind: Auswählen einer Option aus einem Menü, klicken auf einen Link in der Navigation der Website, Eintragung in den Newsletter, etc.

Best practise

  • Minimieren oder Entfernen von JavaScript-Content (da dieser die Interaktionszeit am meisten beeinflusst)
  • Nutzung eines Browser Caches, um in der Vergangenheit bereits geladene Inhalte ohne Verzögerung erneut abzurufen.

Cumulative Layout Shift (CLS): gibt an, wie stabil eine Seite beim Laden ist (auch bekannt als "visuelle Stabilität"). Mit anderen Worten: Wenn sich Elemente auf deiner Seite beim Laden der Seite verschieben, haben diese einen hohen CLS-Wert (was schlecht ist).

Um diese Werte so gering wie möglich zu halten, solltest du für alle Medien wie Videos, Bilder, GIFs etc. eine vordefinierte Größe festlegen, sodass der Browser beim Laden genau weiß, wie viel Platz das Element auf der Seite einnehmen wird.

Wenn die Nutzer*innen ein angenehmes Erlebnis auf deiner Seite haben, kommen sie mit größerer Wahrscheinlichkeit wieder. Letztendlich verbessert die Auswertung und Optimierung der CWV also nicht nur dein organisches Ranking, sondern führt zu engagierteren Kunden, höheren Conversion Rates und weiteren positiven Effekten.


SEO-Trend 4: Multitask United Model (MUM)

Was seit 2019 als BERT bekannt war, wurde im Sommer 2021 durch eine deutlich verbesserte KI ersetzt, die in der Lage sein soll, neben Text auf der Seite auch Bilder, Videos und Audios zu verstehen. Dadurch können noch bessere Ergebnisse bereitgestellt werden.

Google hat zwar nicht genau erwähnt, welche Probleme MUM zu lösen versucht, aber es scheint, dass es für die Bearbeitung von komplexeren Suchanfragen entwickelt wurde. Damit sind im Wesentlichen umfangreiche Fragen gemeint, die mehrere kleinere Fragen erfordern, um eine vollständige Antwort oder Lösung für das Problem zu finden.

Dadurch verändert sich langfristig natürlich das Suchverhalten der User*innen, da sie nicht mehr in vielen kleinen Suchanfragen zum Ergebnis kommen, sondern mit nur einer Suche wahrscheinlich die Antwort finden. Also solltest du die richtigen Informationen auf deiner Seite multimedial darstellen, um auf Fragestellungen der Nutzer*innen reagieren, die komplexer sind und verschiedene Faktoren gleichzeitig beleuchten. Hier muss in den nächsten Jahren analysiert werden, wie gut das MUM funktioniert und wie du als Webseitenbetreiber*in auf diese Änderung im Algorithmus und somit im Suchverhalten reagieren kannst.

SEO-Trend 5: Rich Snippets & Zero Click Searches

Wie bereits erwähnt, versucht Google für jede Frage die perfekte Antwort zu liefern. Darum finden sich in den SERPs unter anderem Youtube-Videos mit einem Timestamp oder es werden nur suchrelevante Teile eines Textes in der Vorschau gezeigt. Somit kommt es immer häufiger zu sogenannten “Zero Click Searches”: Google liefert in der Vorschau bereits die Antwort und man ist nicht mehr gezwungen, auf die Webseite zu klicken.

 

Beispiel für eine “Zero Click Search”: die Antwort wird den Nutzer*innen ohne Interaktion mit den Suchergebnissen präsentiert


Auch dieses “neue” Feature verändert das Suchverhalten der User*innen stark. SEO-Expert*innen und Webseitenbetreibende sollten im Jahr 2022 darauf achten, ihre Contentstruktur unmissverständlich darzustellen und Google somit die Chance geben, benötigte Informationen für den Nutzer/die Nutzerin bereitzustellen, auch wenn der übrige Seiteninhalt eventuell kaum oder nicht relevant für ihn/sie ist. In der Realität ist es also enorm wichtig, alle Teilüberschriften mit einem Heading-Tag zu kennzeichnen und themenrelevante Keywords darin einzubauen.

Es bietet sich bspw. an, in einem Blogbeitrag über ketogene Ernährung das Keyword “Keto Diät Rezepte” mit einem durchschnittlichen Suchvolumen von 1.800 Anfragen pro Monat in eine Teilüberschrift zu setzen. So weiß Google, dass dein Text auch Rezeptvorschläge enthält und eventuell wird der Textausschnitt in den SERPs bei der Suche nach “Keto Diät Rezepte” angezeigt.

Bei Youtube-Videos können Creator seit einiger Zeit die Timestamp-Funktion nutzen und ihr Video somit in kleinere Themenabschnitte unterteilen. Google liest diese Unterteilung aus und kann dem Nutzer/der Nutzerin sofort die passende Stelle im Video empfehlen.

Google ist seit Jahrzehnten erfolgreich, weil die Suchmaschine einen Grundsatz hat: Der User/die Userin steht im Mittelpunkt und soll stets die perfekte Antwort auf sein/ihre Frage finden. Darum wird der Algorithmus stetig verbessert und bezieht seit wenigen Jahren unter anderem Nutzer*innensignale in seine Bewertung mit ein. Auch die Authentizität bzw. Vertrauenswürdigkeit des Contents spielt eine immer größere Rolle. Neue Funktionen wie Voice und Zero Click Searches als auch selbstlernende KIs wie das Multitask United Model werden das Nutzer*innenverhalten 2022 und in den nachfolgenden Jahren erheblich verändern. Behalte diese Trends auf jeden Fall im Auge und du wirst auch weiterhin die Top-Positionen bei Google erobern!

 

Der Autor Niels Stuck ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der E-Commerce SEO-Agentur WOLF OF SEO FZ LLC. Er ist spezialisiert auf E-Commerce-SEO und Onlineshops. Niels berät Start-ups, etablierte Marken und Konzerne in der Suchmaschinenoptimierung Ihrer Onlineshops und baut für diese durch SEO einen nachhaltigen organischen Umsatzkanal auf. 

YouTube-SEO – für mehr Aufmerksamkeit

Für wen sich YouTube-SEO lohnt und auf welche Ranking-Faktoren es ankommt.

Mit rund 2,3 Milliarden aktiven Nutzer*innen weltweit gilt YouTube nach Google als zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Direkt nach Facebook gehört die Videoplattform außerdem zu den meistgenutzten Social-Media-Kanälen. Daher sollten sich Unternehmen unbedingt die Frage stellen, wie sie hier ihren Content platzieren können, um hochwertige Leads zu generieren. Denn für die allermeisten Branchen lassen sich Inhalte auch per Video darstellen und im Content-Marketing einbauen.

So können Unternehmen gleichzeitig ihre Nutzer*innen unterhalten sowie ihr Angebot inszenieren und damit mehr Aufmerksamkeit generieren. Wie Google wird auch YouTube viel als Suchmaschine genutzt. Es ist daher naheliegend, dass sich auch hier mittels Suchmaschinenoptimierung Reichweite generieren lässt. Allerdings gelten bei der Videoplattform andere Parameter als bei Google und Co.

Potenziale ausschöpfen

Weltweit planten laut Statista Anfang 2020 rund 60 Prozent der Marketingentscheider*innen, ihre Präsenz auf YouTube auszubauen. Das liegt nicht nur an der hohen Zahl monatlich aktiver Nutzer*innen, sondern auch daran, dass Video-Content anderweitig nutzbar ist. Auf der Website eingebundene YouTube-Videos bewerten die Crawler der Suchmaschinen als positiv, sodass die Platzierung in den Suchergebnissen steigt. Darüber hinaus werden YouTube-Videos auch häufig in den Suchmaschinen selbst angezeigt – das schafft wiederum zusätzlichen Traffic. Besonders interessant ist ein YouTube-Auftritt für Unternehmen, deren Zielgruppe dort aktiv vertreten ist. Schließlich gaben laut Statista 93 Prozent der befragten 14- bis 19-Jährigen an, YouTube zu nutzen. Doch auch ältere Zielgruppen nutzen noch regelmäßig die Video-Plattform. Denn Videos verarbeitet das Gehirn wesentlich schneller als Texte und auch die Inhalte bleiben häufig besser im Gedächtnis.

Allerdings werden bereits jetzt pro Minute rund 500 Stunden neuer Content auf der Plattform hochgeladen. Entsprechend hoch ist der Wettbewerb um Aufmerksamkeit und umso wichtiger ist eine zielgerichtete Strategie. Um von Interessierten gefunden zu werden, gilt eine professionelle Kanalinfo als unerlässlich. Zusätzlich sollte unter jedem Video eine informative Beschreibung stehen. Sie darf insgesamt bis zu 5.000 Zeichen lang sein, allerdings werden nur die ersten 125 Zeichen in der Vorschau angezeigt, sodass die wichtigsten Informationen direkt an den Anfang gehören. Neben der Beschreibung sollten Unternehmen zusätzlich auch Tags anlegen, also Schlüsselbegriffe, die langfristig dafür zu sorgen, dass das Publikum auch zu Abonnenten wird.

Optimieren statt aufgeben

Anders als bei Google handelt es sich bei YouTube eher um eine Empfehlungssuchmaschine. Denn meist beginnt der Besuch auf der Plattform zwar mit einer konkreten Suche, läuft jedoch häufig über vorgeschlagene Videos weiter. Daher gilt es bei YouTube nicht nur eine gute SEO-Strategie zu fahren. Der YouTube-Algorithmus ist auf Empfehlungen ausgerichtet. Wer Content produziert, der von den Nutzer*innen gern gesehen wird, wird auch von der Plattform weiterempfohlen. Als einen der wichtigsten Ranking-Faktoren bewertet YouTube dabei die Watchtime. Sie setzt sich zusammen aus der Anzahl der Views multipliziert mit der konsumierten Video-Zeit. Das bedeutet nicht, dass ein Video nun so lang wie möglich sein soll, um diesen Wert künstlich zu erhöhen. Idealerweise hat ein Clip nämlich laut Experten etwa eine Länge von acht Minuten.

Damit die Absprungrate der Interessenten so niedrig wie möglich ausfällt, sollte eine gute Videoqualität selbstverständlich sein. Außerdem entscheiden die ersten 15 Sekunden darüber, ob ein(e) User*in das Video tatsächlich als interessant empfindet oder nicht. Unternehmen sollten daher eher einen knackigen, informativen Einstieg wählen, als sich in langen Erklärungen zu verlieren. Um die Ergebnisse stetig zu optimieren und an den richtigen Stellschrauben zu drehen, bietet auch YouTube ein Analyse-Tool an. Hier finden sich beispielsweise Informationen über die beste Klickrate der eigenen Videos oder zu welcher Uhrzeit die Interessenten am aktivsten sind. Hieraus lässt sich auf lange Sicht eine Erfolgsstrategie entwickeln. Unternehmen sollten einen eigenen YouTube-Kanal definitiv in Erwägung ziehen, da visuelle Inhalte im Marketing immer mehr Wichtigkeit erlangen werden. Wer im täglichen Betrieb nicht genügend Zeit dafür aufbringen kann oder möchte, kann auch externe Experten in diesem Bereich beauftragen.

Der Autor Andreas Karasek ist Geschäftsführer der Agentur SEM-Berater

Schluss mit dem Angstmarketing

Auf allen Kanälen werben kostet viel Geld und bringt nur Stress und Ärger. Weniger und gezielter agieren ist hier mehr.

Da nimmt ein neues Social Network Fahrt auf. Probieren wir aus. Es gibt jetzt ein neues Branchenportal: Komm, da sind wir dabei. SEO, SEA, Bannerwerbung: Machen wir. Anzeigenausspielung mit Retargeting: Klasse, da kann man ja messen, wie viele Menschen auf unsere Werbung klicken. Toll! Podcast, YouTube, In-App-Werbung, Sales Funnel?

Sowieso. Die Grenzen zwischen PR, klassischer Werbung und Verkauf verschwimmen. Hauptsache Reichweite. Das ist die neue Währung. Alles ist innovativ, experimentell und hipp. Die Marketingstrategien vieler Unternehmen scheinen keine Grenzen zu kennen. Höher, schneller, weiter. Auf allen Kanälen. Immer im Dialog mit jedem. Wer nicht wirbt, stirbt. Aber stimmt das wirklich?

Die Angst, etwas bzw. jemanden zu verpassen

Der Wunsch, als Unternehmen möglichst viele potenzielle Kund*innen zu erreichen, ist nachvollziehbar. Nachvollziehbar ist auch, wenn es sich um Werbung für Schokoriegel, Rasierklingen oder andere Dinge des täglichen Bedarfs handelt, um Allerweltsprodukte für jedermann. Wenn aber selbsternannte Erfolgsgurus für ihre vermeintlichen Erfolgsseminare werben, Banken für Kredite, Investmentunternehmen für Finanzprodukte oder gar Bauunternehmen für Fertighäuser, dann wirkt deren Werbung fehl am Platze, ja sogar unseriös.

Das Höher, Schneller, Weiter wirkt im besseren Fall lästig, im schlechteren peinlich, anbiedernd oder verzweifelt. Es handelt sich um Angstmarketing. Die Angst besteht darin, etwas verpassen zu können, einen Kunden / eine Kundin, eine Gelegenheit, potenzielle Interessent*innen, einen Trend, ein Network. Diese Angst gilt es zu überwinden. Motto: Willst Du gelten, mach Dich selten.

Jeder Kanal, jede spezifische Werbeform kostet Ressourcen. Selbst wenn der Tausenderkontaktpreis (TKP), die Leitwährung der Reichweitengenerier, im Netz um einiges günstiger ist als in jedem althergebrachten, fast archaisch wirkenden Printformat, Interaktion ist aufwändig. Es braucht Menschen, die die jeweilige Technik verstehen und steuern, die der zunehmenden Komplexität Herr werden, die immer wieder die Ausspielungen anpassen und die vor allem die Kommentare bearbeiten, die in einem sozialen Netzwerk zwangsläufig erfolgen. Kommentare und kommunikative Interaktion sind schließlich das Herz eines Social Network. Allerdings: Es kommentieren eher zu geringen Teilen potenzielle Kund*innen. Viel öfter kommentieren Hater, Unzufriedene oder einfach nur Menschen, denen die Werbung unangemessen erscheint oder die gerade einfach Frust haben und sich irgendwo äußern möchten.

Wer alles will, muss alles können

Wer auf allen Kanälen sendet, muss auch alle Kanäle ernsthaft bespielen und schnell auf jede Interaktion reagieren. Das löst nicht selten Stress aus. Kommt eine Antwort zu spät hagelt es schlechte Kritik. Kommt sie zu flapsig, gilt das Unternehmen als unseriös. Zu formell: uncool, unmodern. Alles wird bewertet, kommentiert und geht dann schnell viral. Die Risiken eines massiven Shitstorms nehmen zu. Die Ursache dafür muss nicht einmal eine Werbung oder Marketingaktion sein. Alles wird heute kommentiert und bewertet.

Jeder kleine Fehltritt der Geschäftsführung, eine vermeintlich falsche Meinung, ein minimaler Verstoß in der Compliance oder Lieferkette, alles kann einen Shitstorm auslösen, zumal soziale Netzwerke und klassische Medien crossmedial und interaktiv verschwimmen. Ein Tweet schafft es in die Tagessschau, ein Post in die Nachrichten-App und ein kleiner Kommentar wird aufgeblasen und erscheint im Fachmedium. Je mehr Kanäle, desto größer das Risiko. Und je größer die Reputationsfallhöhe, desto tiefer ist der Fall. Zu viel Angstmarketing auf zu vielen Kanälen führt zwangsläufig zu systemischem Stress: immer mehr Menschen, immer mehr Bedarf an Expert*innen und Agenturen, immer mehr Kosten und immer mehr Anfälligkeit für unkontrollierbare Negativlawinen. Wenn etwas viral geht, ist dies in der Wirkung leider nicht immer nur positiv.

Die Angst, nicht präsent genug zu sein

Wie weit Angstmarketing verbreitet ist, konnte das Wahlvolk gerade noch im Rahmen der Bundestagswahl erleben. Kaum ein(e) Wahlkämpfer*in mag den samstäglichen Infostand in der Fußgängerzone. Es ist kalt, nass und harte körperliche Arbeit, Stand und Material zu transportieren, aufzubauen und zu verteilen. Politische Diskussionen finden zumeist nicht mit den potenziellen Wähler*innen und Fans statt, sondern mit denen, die krakeelen und sich ihren Unmut von der Seele reden möchte – der zu Wählende als Blitzableiter, nicht als ansprechbarer Kümmerer. An den Stand kommen zumeist die, die gerade nichts Besseres zu tun haben und damit allein schon beweisen, dass sie keine allzu guten Multiplikatoren sind. Und es kommen diejenigen, die einen Kugelschreiber oder Einkaufswagenchip ergattern möchten. Dass das so ist, wissen auch die Wahlkämpfer*innen.

Und doch wird dieses Wahlkampfmittel immer und immer wieder eingesetzt. Warum? Aus Angst, dass es auffallen könnte, dass man als Partei nicht präsent ist. Wenn alle anderen in der Fußgängerzone sind und wir nicht, was sollen denn dann die Leute denken? Der Gedanke: Wenn man nicht macht, was andere auch machen, könnten man in Vergessenheit geraten. Die Sorge, etwas nicht zu tun, ist also größer, als die Sorge, das Falsche im Sinne des eigentlichen Ziels zu tun – in dem Falle, möglichst viele Stimmen für die eigene Doktrin zu gewinnen. Hier besteht eine große Parallele zum Angstmarketing der Unternehmen. Wenn der Wettbewerber TikTok nutzt, dann muss man es selbst auch.

Nicht-Präsenz bringt meist mehr

Dabei brächte die Nicht-Präsenz meist mehr. Die Kommunikation mit Nicht-Kund*innen könnte weitgehend entfallen. Die meist nervtötenden und ressourcenfressenden Dialoge in Kommentarspalten sowie das steigende Risiko eines Shitstorms in den sozialen Netzwerken mit Personen, die nicht zur Kernzielgruppe gehören und wahrscheinlich auch niemals zur Zielgruppe gehören werden, machen die wenigen echten Interessenten unverhältnismäßig teuer. Bei genauem Hinschauen ist nämlich Online-Marketing gar nicht so günstig, wie immer gepriesen wird. Doch woher kommt der Eindruck, Online-Marketing sei verhältnismäßig günstig?

Daher, dass Unternehmen die Folgekosten nicht richtig einschätzen. Es findet keine Risikoanalyse der potenziellen Folgen statt. Die Personalkosten gelten als „Eh-da-Kosten“ und die teure Agentur soll schließlich etwas leisten für ihr Geld. Budgets werden zumeist nur in TKPs umgerechnet. Marketingausgaben werden insgesamt, nicht selten auch getrieben durch Kommunikationsagenturen, zu positiv bewertet, zu sehr chancen-, aber zu wenig risikoorientiert. Wer eine genaue Vollkostenanalyse macht, dürfte nicht selten zum Ergebnis kommen, dass die „alte Welt“ auch nicht so verkehrt war.

Diese „alte Welt“ sah so aus. Es gab zwei oder drei Tageszeitungen in der eigenen Region. Hinzu kamen auflagenstarke Fach- und Branchenmedien. Diese hatten zwar Webauftritte, diese waren aber nur selten interaktiv. Es waren journalistisch geprägte, redaktionelle „One-way-Medien“. Journalisten schrieben etwas, das wurde nicht kommentiert. Das war wenig demokratisch und diskursiv, aber es war etabliert und zumindest bezogen auf eine Diskussionskultur hygienisch. Pöbeleien, persönliche Beleidigungen und Shitstorms blieben weitgehend aus.

Willst du gelten, mach dich selten

Wer etwas an der Berichterstattung monieren wollte, musste einen Leserbrief schreiben. Das war sehr aufwändig, denn es setzte voraus, der deutschen Sprache mächtig zu sein, sich der Mühe des Schreibens und damit Nachdenkens zu unterziehen, eine Adresse herauszusuchen und den Mut aufzubringen, sich zu erkennen zu geben und selbst Widerworte zu erfahren. Ob der Leserbrief dann überhaupt erschien und wenn ja, ganz oder massiv gekürzt, entschied die Redaktion. Es war nicht jeder Sender. Wenn ein Unternehmen in den Medien präsent sein wollte, musste es entweder klassisch Werbung schalten oder aber mit seinen Nachrichten eine gewisse Relevanzschwelle überschreiten. In gewisser Weise war diese Art von Sichtbarkeit und Reichweite, von medialem Diskurs und Nachrichtenverbreitung elitär. Es konnte nicht jeder mitmachen. Es gab Hürden. Diese sind durch die Social Networks gefallen, was man durchaus als gesellschaftlichen Fortschritt und kollektive Teilhabe feiern kann. Aber die Folgewirkungen sind ebenso unübersehbar. Schnell entsteht ein medialer Pranger mit verheerenden Folgen.

Die „alte Welt“ wird nicht zurückkehren. Unternehmen und Werbetreibende müssen mit der jeweils „neuen Welt“, die sich auch ständig weiter erneuert, leben. Das aber heißt nicht, jeden Trend unbedingt mitmachen zu müssen, schon gar nicht als Pionier*in, der bzw. die sich besonderen Risiken aussetzt. Willst du gelten, mach dich selten, bleibt die Devise. Es hat einen Grund, dass Top- und Luxus-Brands sich werblich eher zurückhalten und primär in ihrer eigenen medialen Liga spielen. Es gibt gute Gründe, sich abzugrenzen. Welchen Wert hat die eigene Werbung zwischen Fake-News, Polit-Pöbelei und Katzenfotos wirklich? Fragen, die man sich als seriöses Unternehmen stellen sollte.

Werbliches, kommunikatives Downsizing, sich abgrenzen, reduzieren und Kanäle auslassen scheint nicht selten der effektivere Weg. Hat sich mal jemand gefragt, was die Kommunikation mit eher lästigen Nicht-Kunden kostet und wie diese das mühsam aufgebaute Image ramponieren können? Nein? Das sollte aber jedes Unternehmen tun. Besser mal als elitär und unzugänglich gelten als regelmäßig auf der Anklagebank von jedermann. Das erfordert Mut, beendet aber das schädliche Angstmarketing.

Der Autor Falk S. Al-Omary ist Krisen-PR-Manager, Markenentwickler und Kommunikationsexperte. In Unternehmen übernimmt er wahlweise die Position des Pressesprechers, des Head of Communcations, des Head of Political Relations oder die Funktion eines strategischen Medienberaters im Hintergrund, www.al-omary.com

Kund*innenbegeisterung 2022

Drei Mythen und warum zukünftig die Mitarbeitenden König*innen sind.

Viele Jahrzehnte galt im Business die festgeschriebene Regel: Der Kunde ist König! Und so verhielt er sich dann oft auch: von oben herab, besserwisserisch und ohne Rücksicht auf Verluste. Es wurde gefeilscht auf Teufel komm raus. Mitarbeitende wurden nicht besonders nett behandelt – und das nicht nur von Kund*innenseite, sondern oft noch dazu vom eigenen Unternehmen. Es wird Zeit, dass dieses Freiwild- und Sklavendasein ein Ende hat und das Blatt sich wendet: Ab sofort ist der Mitarbeitende König*in! Und das hat einen guten Grund.

Viele Unternehmen setzen auf das individuelle Kundenerlebnis. Ein besonderer Shop, ob Ladengeschäft oder online. Spezielle Angebote und Aktionen. Damit der Umsatz stimmt, muss der Einkauf Spaß machen. Vollkommen richtig! Allerdings bedarf es dazu nicht nur eines außergewöhnlichen Designs – ob virtuell oder vor Ort –, sondern vor allem Menschen. Anbietern muss klar sein: Ohne begeisterte Mitarbeitende wird es nie einen begeisternden Service geben. Und ohne Mitarbeitende wird es bald auch keinen Ort mehr geben, an dem Unternehmen einen Service erbringen können. Denn dieser Service, diese Kundenbegeisterung lebt alleine von und durch Mitarbeitende, die ihren Job lieben und diesen jeden Tag immer wieder aufs Neue engagiert und motiviert meistern. Letztendlich entscheidet in den meisten Fällen eben doch der persönliche Kund*innenkontakt über den Umsatz.

Zufriedene Mitarbeitende sind kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Anstrengung – des Unternehmens. Wertvoller ist heute jedoch der/die begeisterte Mitarbeiter*in. Er bzw. sie ist loyal, teilt seine/ihre Begeisterung mit anderen Menschen und trägt so erheblich zum Unternehmenserfolg bei. Nicht nur bei Kund*innen, sondern auch bei potenziellen neuen Mitarbeitenden. Und wie schwer es geworden ist, Mitarbeitende zu finden und zu gewinnen, davon können Unternehmen inzwischen ein Lied singen.

Zufriedene Kund*innen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Anstrengungen – des Mitarbeitenden. Wertvoller ist heute jedoch der/die begeisterte Kund*in. Er/sie ist loyal, teilt seine/ihre Begeisterung mit anderen Kund*innen und trägt so erheblich zum Unternehmenserfolg bei. Nicht nur als Wiederkäufer*in, sondern auch als Fan. Und wie schwierig es geworden ist, Kund*innen mittel- und langfristig zu halten, davon können Unternehmen inzwischen ein Lied singen.

Erst Mitarbeiter*innenbegeisterung und dann Kund*innenbegeisterung – beides hängt unabdingbar und unmittelbar zusammen. Begeisterte Mitarbeitende sind die Basis, eine entscheidende Grundlage, um als Unternehmen den Servicegedanken nicht nur zu verkünden, sondern zu leben. 2022 wird es immer mehr darauf ankommen, dass Mitarbeitende sich wertgeschätzt und anerkannt fühlen. Sie brauchen und verdienen die bestmögliche Unterstützung, damit sie gestärkt und selbstbewusst auftreten können. Nur gut geschulte Mitarbeitende sind in der Lage dazu. Unternehmen, die dafür sorgen, dass Mitarbeitende ihre Potenziale erkennen, heben und vollständig entfalten können, ermöglichen das und zeigen Mitarbeitenden zugleich Anerkennung. Diese Wertschätzung ist unabdingbar. Denn nur wenn Mitarbeitende sich selbst als König*innen sehen, können sie dieses Gefühl auch an die Kund*innen weitergeben.

Positive Stimmungen übertragen sich

Gefühle brauchen Raum. Deshalb werden die Themen Resilienz und ‚Abschalten können‘ in Zukunft ebenfalls weiter an Bedeutung gewinnen. Mitarbeiter brauchen Zeit ohne Erreichbarkeit. Wer 24/7 und das rund ums Jahr mobil zur Verfügung steht, wird früher oder später in ein Leistungsloch fallen. Wir Menschen sind einfach nicht darauf ausgelegt, auf Dauer zu „funktionieren“. Nur wer entspannen kann, kann auch wieder anspannen und dann „liefern“, wenn es nötig ist.

Längst ist bekannt: Zufriedene, ja begeisterte Mitarbeitende fühlen sich wertgeschätzter, sicherer und wohler. Voller Selbstvertrauen und gut gelaunt, strahlen sie eine positive Stimmung aus, die sich in der Regel auf ihr Umfeld überträgt. Freundliche Worte, ein Lächeln auf den Lippen und ein ungezwungenes, authentisches Auftreten schaffen in jedem Unternehmen und in jedem Bereich eine harmonische Atmosphäre. Mitarbeitende agieren erfahrungsgemäß dann sowohl untereinander als auch im Kundenkontakt verantwortungsbewusster. Hochmotiviert und mit einer hohen Leistungsbereitschaft wird es jedem/jeder zur persönlichen Herzensangelegenheit, den Kund*innen bei jedem Kontakt – ob persönlich, per Telefon oder E-Mail – ein unvergessliches positives Erlebnis zu bescheren.

Drei Mythen rund um Kunden- und Mitarbeiterbegeisterung

Unternehmen, die es schaffen, Mitarbeitende für das Thema Service zu sensibilisieren, vermitteln mehr Freude am Verkauf und am Umgang mit Kund*innen. Mit persönlicher Kompetenz können Mitarbeitende einem Kunden/einer Kundin gegenüber stets sicher, charmant und einfach selbstverständlich auftreten. Gleichzeitig entwickeln Mitarbeitende einen Blick für mehr Wertschätzung Kund*innen gegenüber und in der Folge wiederum mehr Freude am Service. Der Kreis schließt sich und mit ihm werden auch schwierige Situationen wie Preisverhandlungen oder Reklamationen einfacher. Spannend in diesem Zusammenhang drei Mythen rund um Kund*innnen- und Mitarbeitendenbegeisterung.

Mythos Nr. 1: Fehler sind schlecht!

Im Umgang mit Kund*innen dürfen wir uns keine Fehler erlauben! Wirklich? Warum nur? Fehler gehören im Leben doch dazu! Wie sonst lernen wir laufen, wenn wir nicht hinfallen dürfen? Nur bei einer positiven Fehlerkultur wird ein(e) Mitarbeitende(r) sich trauen, zu handeln und zu entscheiden. Für Führungskräfte lautet deshalb die Devise: loslassen! Es führen mehrere Wege nach Rom. Wenn man in einem Unternehmen oder Team für jeden Fehler an den Pranger gestellt wird, dann gibt es ausschließlich verunsicherte Mitarbeitende und die können nie für Kund*innenbegeisterung sorgen. Dafür sind sie viel zu unselbständig, unsicher und am Ende tatsächlich unfähig. Außerdem kann und wird eine positive Fehlerkultur dazu beitragen, gute Mitarbeitende im Unternehmen zu halten. Also: Den Fokus bitte immer auf die Dinge legen, die gut laufen und nicht auf die Dinge, die schlecht laufen. Das ist beispielsweise ganz besonders wichtig bei Bewertungen und Rückmeldungen von Kund*innen.

Mythos Nr. 2: Beschwerden sind schlecht oder zumindest ungut

Natürlich mag es niemand, wenn er mit einer Reklamation konfrontiert wird. Spontane Stressreaktionen darauf sind der Grund für die meisten Servicedesaster. Dabei müsste das gar nicht sein. Denn so wenig wie der Kunde/die Kundin König*in ist, so wenig hat der Kunde/die Kundin immer Recht. Ein Recht hat er/die allerdings: Bedenken zu äußern, sich zu beschweren, wenn etwas nicht passt und ein fehlerhaftes Produkt oder eine mangelhafte Dienstleistung zu reklamieren. Gefahr droht dann, wenn sich niemand dafür zuständig fühlt – für den Kunden/die Kundin übrigens schlimmer als jede Rechthaberei. Ebenso fatal wäre es, ein Versprechen zu machen, von dem man weiß, dass man es sowieso nicht einhalten kann. Oder gar zu widersprechen. Wenn jemand sich beschwert, ist erst einmal Ruhe angesagt und angebracht. Zuhören, Interesse zeigen und Bedauern ausdrücken hat noch fast jede(n) tobende(n) Kund*in zur Räson gebracht. Fakt ist: Wütende Kund*innen stellen immer eine Quelle zur Weiterentwicklung dar, an der sowohl Unternehmen als auch Mitarbeitende wachsen können. Erfahrung ist ein Wert an sich. Hier ist es gut, sich unter Kontrolle zu haben. Aber nur hier!

Mythos Nr. 3: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Wir allen kennen sie, übertriebene Kontrolle von Führungskräften, weil sie vielleicht selbst unsicher sind. ‚Zwangsjacken‘, die Mitarbeitenden angelegt werden und sie in ihren Entscheidungen einengen. Unnötige Vorgaben zwängen Mitarbeitende in die Rolle von Handlangern, ohne selber mitdenken zu müssen oder zu dürfen. So entsteht keine Kund*innenbegeisterung! Zu viele Standards – ohne Abstimmung – vermitteln nur bedingt Sicherheit. In Wirklichkeit sind sie absolut kontraproduktiv. Der Service leidet ebenso darunter wie die Mitarbeitenden. Dabei ist Vertrauen so leicht – vorausgesetzt man hat es auch zu sich selbst. Je größer das Selbstvertrauen, umso leichter können Führungskräfte und Chef*innen oft auch ihren Mitarbeitenden Vertrauen entgegenbringen. Im Zusammenhang mit Kontrolle und Vertrauen zeigt sich in Unternehmen immer wieder: Stehen Entscheidungen an, würden Mitarbeitende in 70 Prozent der Fälle genauso entscheiden, in 20 Prozent besser (weil sie näher am Kunden dran sind) und nur in 10 Prozent schlechter als ihre Chef*innen. Kontrolle ist also gut, Vertrauen aber besser!

In Unternehmen bedeutet Team immer noch oft: Toll Ein Anderer Macht’s! Allerdings entsteht so keine Kund*innenbegeisterung. Diese ist immer die Summe aus verschiedenen Leistungen und Leuten: Ohne Einkäufer*innen keine Ware, ohne Reinigungsdienste keine sauberen Räumlichkeiten, ohne Recruiter*innen keine neuen Mitarbeitende … die Liste ließe sich beliebig lange fortschreiben. Das Miteinander ist der Schlüssel zum Serviceerfolg. Gute Teamarbeit schafft Flexibilität und die braucht es, um Kund*innen zu begeistern. Je besser die einzelnen Mitarbeitenden zusammenarbeiten, desto stärker reduziert sich der Planungs- und Kontrollaufwand der Führungskraft. Große Ziele werden nur gemeinsam erreicht, denn ein gutes Team ist stärker als die Summe aller Mitglieder. Gute Teams steuern sich selbst und sie reagieren flexibler auf veränderte Anforderungen und Extremsituationen. Und die wird es auch im Kund*innenkontakt 2022 wieder reichlich geben. Ob positiv oder negativ, anders wird der Service in jedem Fall – blicken wir ihm und den Kund*innen zuversichtlich entgegen!

Die Autoren Maja Schneider, Expertin für Kundenbegeisterung, ist Smiling Customer und unterstützt Unternehmen dabei, den Service zu durchleuchten und auf das nächste Level zu heben, www.smilingcustomer.de

Wie du als (Food-)Blogger Geld verdienst

From Blog to Business: Wir zeigen die Möglichkeiten der Monetarisierung und wie du diese als Blogger nutzen kannst.

Es gibt sie wirklich – die Blogger, die im Haupterwerb von ihrem Blog leben können. Was sie geschafft haben, ist für viele eine Traumvorstellung: Mit den eigenen Interessen Geld verdienen. Denn die Realität sieht bei den meisten eher so aus, dass sie 40 Stunden in der Woche einem Beruf nachgehen, der ihr Leben finanziert, ihren eigenen, tiefsitzenden Bedürfnisse aber nicht unbedingt gerecht wird. Auch deshalb ist das Bloggen nach wie vor ein aktuelles Thema für alle, die selbstbestimmt und unabhängig Arbeiten bzw. Leben möchten.

Welche Möglichkeiten gibt es, mit einem Blog Geld zu verdienen?

Um mit einem Blog Geld zu verdienen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Welche für dich geeignet ist, hängt von deinem Inhalt, deinen Fähigkeiten und unter Umständen auch von deinem Netzwerk ab. Wir stellen die häufigsten Geschäftsmodelle für Blogger vor. Um diese mit konkreten Beispielen zu hinterlegen, stellen wir uns vor, du wärest ein Foodblogger (vieles von dem, was du lesen wirst, ist aber auch problemlos auf Fitnesstrainer, Gesundheitsberater oder Businesscoaches übertragbar).

1. Platzierte automatisch generierte Anzeigen

Das erste Geschäftsmodell zur Monetarisierung eines Blogs ist das Schalten von Anzeigen. Insbesondere das Schalten von automatisch generierten Anzeigen wie über Google AdSense stellt nur eine geringe Hürde dar. Eigentlich kann sich jeder mit einer eigenen URL bei AdSense registrieren, ein Code-Snippet auf der eigenen Website einbinden und los geht’s. Es gibt auch ein Tool, das dir vorab berechnet, wie viel Geld du voraussichtlich mit AdSense und deinem Thema einnehmen kannst. Beim Thema „Essen & Trinken“ könnten es ab 50.000 Besuchern monatlich 3.420 Euro Jahresumsatz sein. Klingt erst einmal gut: einmal Snippet einbinden und knapp 3.500 Euro verdienen. Doch wie schnell lassen sich tatsächlich 50.000 Besucher pro Monat generieren?

Wir haben uns das anhand eines Beispiels angeschaut: Laut Similarweb hat der vegane Foodblog „Zucker&Jagdwurst“ ein Besuchervolumen von rund 250.000 Besuchern pro Monat. Aktiv sind die beiden Bloggerinnen seit April 2016, haben in dieser Zeit über 480 Blogartikel geschrieben (überwiegend Rezepte) und auf Instagram nach 1.675 Posts über 54.000 Abonnenten. Das bedeutet, dass ein Volumen von 50.000 monatlichen Besuchern doch mit sehr viel Arbeit verbunden ist. Und mal ganz davon abgesehen: Die meisten Blogger auf dieser Erfolgsstufe schalten keine Anzeigen über AdSense. Denn die Anzeigen können kaum von gesteuert werden und sind optisch auch keine Augenweide. Der Foodblog „Eat this!“ zum Beispiel distanziert sich komplett von Anzeigen im Bannerformat.

2. Binde Links für Provisionen ein

Eine hochwertigere Art und Weise, um mit Werbung Geld zu verdienen, ist das Einbinden von Links zu Produkten. Wenn diese Produkte dann von deinen Nutzern gekauft werden, wirst du prozentual am Verkauf beteiligt. Je nach Werbenetzwerk und Kategorie verdienst du dabei unterschiedlich. Es gibt große Affiliatenetzwerke, bei denen du dich anmelden kannst und die das ganze Tracking für dich übernehmen. Oder du meldest dich direkt bei einem bestimmen Anbieter, wie Amazon, an. Das Amazon Partnerprogramm beteiligt dich mit bis zu 12 Prozent.

Doch schauen wir mal genauer hin: Für einen Influencer bzw. Blogger gibt es maximal 10 Prozent, je nach Kategorie auch weniger. Für einen Standmixer oder Thermomix, bei dem der Kaufpreis recht hoch ist, sind es dann nur noch 5 Prozent. Bewerbe ich nun auf meinem Blog einen Profimixer, der 229 Euro kostet, kann ich pro Verkauf 11,45 Euro verdienen. Bei einer Dose Jackfruit, die 5,90 Euro kostet, würdest du 7 Prozent, also umgerechnet 0,41 Cent verdienen. Gehen wir von einer durchschnittlichen Conversion-Rate von 3 Prozent aus (d.h. von 100 Seitenbesuchern würden 3 den Link klicken und von diesen würden wiederum 0,15 diesen Artikel kaufen), so bräuchtest du fast 1.200 Besucher der Seite, damit einer einen Artikel kauft. Um 100 Euro zu verdienen, wären also 12.000 Seitenbesucher einer Landingpage nötig (dein gesamtes Besuchsvolumen des Blogs müsste demnach ein Vielfaches darüber liegen).

Als Foodblogger hast du darüber hinaus die Möglichkeit, deine Rezepte einem Lebensmittellieferdienst bereitzustellen. Für jeden Warenkorb bzw. jede Foodbox, die mit deinen Rezepten gefüllt wurde, wird dann ebenfalls eine Provision bezahlt. Da die Dienste noch ganz am Anfang stehen und es sich bei den Einkäufen um eher geringe Warenkorbhöhen handelt, sind die Verdienstchancen eher gering.

3. Präsentiere exklusive Werbung

Eine wesentlich attraktivere Art der Werbung stellen exklusive Werbepartnerschaften dar, bei denen du ein Produkt oder eine Marke gezielt bewirbst. Der Content wird vorab besprochen und in der Regel gibt es eine fixe Vergütung. Dem Werbepartner ist wichtig, dass du in sein Kommunikationskonzept passt und eine Zielgruppe erreichst, für die das Produkt relevant ist. So würde beispielsweise ein Fleischfan eher ungeeignet für das Bewerben eines veganen Aufstrichs sein (wobei man niemals nie sagen sollte). Die Vergütung hierfür ist unterschiedlich, bei Influencerplattformen beginnen die Vergütungen ab 100 Euro pro Auftrag, Influencer mit über 50.000 Followern nehmen meist aber über 500 Euro pro Auftrag.

Wenn du also über eine gewisse Reichweite und Qualität verfügst, ist das eine angenehme Möglichkeit, Geld zu verdienen. Aber Achtung: Bei Anzeigen und Partnerprogrammen hast du einmal Arbeit und dann arbeitet dein Link für sich allein, sodass du passives Einkommen erzeugen könntest – dies funktioniert bei diesen exklusiven Partnerschaften nicht. Hier musst du aktiv sein und bleiben.

4. Nimm Aufträge von Unternehmen an

Eine exklusive Zusammenarbeit mit Unternehmen ist auch in Form einer Dienstleistung möglich, z.B. solltest du zu einem neuen Produkt ein Rezept inkl. Bildmaterial kreieren. Das Gute ist, dass du dafür keine große Reichweite benötigst, sondern dass Rezepte und Fotos allein überzeugen. Pro Auftrag können mehrere hundert Euro möglich sein, wobei die meisten Summe bei 200 bis 300 Euro liegen. Und dafür musst du relativ viel Zeit aktiv investieren: Zutaten kaufen, Rezept entwerfen, Probekochen, Optimieren und nicht zu vergessen: das Fotoshooting. Und alle Foodblogger wissen, dass dieses – je nach Setting und Nachbearbeitung – mehrere Stunden dauern kann.

5. Veröffentliche eigene Bücher oder Apps

Eine wunderbare Möglichkeit, passives Einkommen zu generieren, sind Inhalte, die einmalig bzw. begrenzt wiederholend erstellt und dann beliebig vervielfacht werden können. Das können eigene Bücher und Apps sein, die du kostenpflichtig anbietest. Besonders als Foodblogger bietet sich die Möglichkeit an, ein Kochbuch oder eine Rezepte-App zu veröffentlichen. Dazu muss man heutzutage auch keinen Grafiker mehr engagieren oder Verlag kontaktieren. Sogenannte Self-Publish-Anbieter machen es möglich: Zum Beispiel bietet Blurb kostenfreie Vorlagen zum Gestalten eines Kochbuchs mit eigener Software an und veröffentlicht anschließend das Buch über verschiedene Vertriebskanäle – mit eigener ISBN. Bei ePubli, ebenfalls ein Selbstverlag, kannst du vorab sogar genau die Preise und Gewinnmargen berechnen.

Aber Achtung: Bei Kochbüchern müssen viele Farbseiten geduckt werden, das schmälert den Gewinn, da die Druckkosten im Verhältnis zu einfachen Taschenbüchern wesentlich höher ausfallen. Selbst wenn du also ein Buch für 30 Euro verkaufst, bleiben nur wenige Euro an Marge für dich. Daher kannst du auch über die Möglichkeit nachdenken, eine eigene Rezepte-App zu entwickeln zu lassen – die Marge ist ähnlich hoch und du musst kein Kochbuch layouten. Das Start-up eat app live UG bietet hierfür eine komfortable Lösung: sie erstellt dir eine eigene Rezepte-App, mit deinem eigenen Logo, Farbschema und Rezepten, inkl. Mengenumrechner und Einkaufslistenfunktion. Laut Erfahrungsberichten sind damit Einnahmen im vierstelligen Bereich pro Jahr möglich – wenn deine Community bereits recht groß ist, sogar mehr.

6. Verkaufe eigene Merchandise-Artikel

Du hast ein schönes Logo und deine Fans bekommen nicht genug von dir? Dann kannst du natürlich auch eigene Merchandise-Artikel, wie T-Shirts, Tassen und Pullover gestalten und verkaufen. Dazu musst du auch keine 100 T-Shirts mehr im Voraus bestellen, sondern kannst diese via Spreadshirt bestellbar machen. So erhältst du mit jedem Verkauf eine Provision – und hast damit wirklich wenig Aufwand. Ob sich das lohnt? Das kommt ganz auf deine Community, deine Alleinstellung und dein Thema an. Wir können uns gut vorstellen, dass ein veganer Foodblogger mit motivierenden Sprüchen tatsächlich gutes Geld verdienen kann. Bist du aber noch recht unbekannt und dein Thema eher ein Nischenthema – oder Allerweltsthema (beide Extreme sind nicht perfekt), dann stehen deine Chancen nicht ganz so gut.

7. Biete Beratung, Coachings & Seminare an

Wenn du es geschafft hast, über eine gewisse Reichweite zu verfügen und auf bestimmte Erfolge zurückzublicken, dann eröffnen sich für dich weitere Möglichkeiten: Lass andere an deinem gewonnenen Wissen teilhaben und biete eine Beratung, ein Coaching oder ein komplettes Wochen-seminar für andere Foodblogger an. Dies ginge auch wunderbar passiv, indem du ein Online-Video-Coaching aufnimmst und diese Videos zum Erwerb bereitstellst. Aber Achtung: in letzter Zeit tauchen immer mehr „Experten“ im Netz auf und versuchen dubiose Coachings an den Mann oder die Frau zu bringen, daher hat das Ansehen der Coaches etwas gelitten. Unser Rat: Starte dein Coaching erst, wenn du wirklich nachweisen kannst, dass du die Expertise in diesem Bereich hast und versuche dafür hochwertige Werbung zu betreiben.

8. Vertreibe eigene Produkte

Wie dir bestimmt aufgefallen ist, steigert sich der Aufwand, den du investieren musst, um mit deiner Tätigkeit als Blogger Geld zu verdienen, in dieser Auflistung immer weiter. Und so sind wir jetzt bei einer sehr aufwändigen, aber durchaus lohnenswerten Option: dem Anbieten eigener Produkte. So könntest du als Foodblogger dein eigenes Gewürz, Dosensuppe oder Brotbackmischung herausbringen. Doch hier musst du ganz genau schauen, welche Auflagen der Gesetzgeber für Lebensmittel vorgibt. Daher unser Tipp: Versuche deine Reichweite mit einem Partner aus der Lebensmittelbranche zu nutzen und ein Produkt in Kooperation zu entwickeln.

Diese Liste zeigt eindrucksvoll, wie vielseitig die Möglichkeiten sind, um als Foodblogger Geld zu verdienen. Doch alle Punkte haben eine Ausgangslage gemein: du bist erfolgreich mit deinem Blog und hast eine bestimmte Community aufgebaut – und das benötigt nicht nur viel Zeit, sondern du musst auch verschiedene Regeln beachten. Mehr zum Thema „erfolgreich bloggen“ gibt es hier.

Die Autorin Anne Schulze ist die Gründerin und Geschäftsführerin des Start-ups eat app live UG (haftungsbeschränkt).

Technisches SEO – Futter für Suchmaschinen

Besseres Google-Ranking durch SEO-Maßnahmen hinter den Kulissen.

Mit „technischer Suchmaschinenoptimierung“ (Technical SEO) verbesserst du die Performance deiner Website – auch in den Bereichen, die den Seitenbesucher*innen zumindest optisch und beim Lesen gar nicht auffallen. Umso stärker ist der Effekt dieser SEO-Maßnahmen beim regelmäßigen Seitencheck durch die Crawler von Google & Co.

Woran kann das liegen? – Deine Website ist wunderschön übersichtlich, auf jeder Seite finden sich nützliche Informationen, alles ist aktuell und jeder, den du fragst, ist voll des Lobes. Aber bei Suchen auf Google erscheinst du, wenn überhaupt, irgendwann ab der dritten Seite, wo niemand mehr hinschaut.

Hier fehlt es meist an einem Bündel von SEO-Maßnahmen, die großteils genau dafür da sind, Suchmaschinen zu signalisieren: Das ist genau die Antwort auf die Suchanfrage und die Nutzer*innen werden sie lieben. Letzteres deshalb, weil diese Maßnahmen auch die Nutzer*innenerfahrung verbessern. Worum geht’s da?

Was ist technisches SEO und wie wirkt es?

Kurz und knapp: Technical SEO fokussiert sich auf die technischen Aspekte der Website. Dazu gehören unterschiedliche Metadaten, die Inhalte für Suchmaschinen erfassbar machen, oder die Komprimierung großer Bilddateien, Quellcode, URL-Optimierung, aber auch Server- und CMS-Einstellungen, die etwa die Ladezeiten von Seiten oder die gleichmäßig gute Darstellung auf unterschiedlichen Bildschirmen beeinträchtigen können.

Das Ziel besserer Sichtbarkeit bei der Internetsuche wird von Technical SEO einerseits sowohl direkt erreicht, durch den „Eindruck“, den eine Website bei Suchmaschinen macht; andererseits wirkt sich Technical SEO auch indirekt über einige positive Effekte auf die Benutzererfahrung (User Experience; UX) aus, indem bei längerer Verweildauer mehr messbare Interaktionen mit den Seiten stattfinden.

Technical SEO erfordert trotz immer intuitiver bedienbarer Tools erhebliches Wissen über die Interpretation der vorausgehenden Analysen und die Umsetzung der einzelnen daraus resultierenden Maßnahmen.

Wenn du dir von einem Anbieter eine Homepage erstellen lässt, ist technisches SEO selbstverständlich „eingebaut“. Technical SEO ist allerdings, wie Suchmaschinenoptimierung allgemein, ein kontinuierlicher Prozess. Du solltet also am besten gleich zu Beginn entscheiden, ob du nicht auch die laufenden SEO-Aktivitäten professionell auslagern willst.

Im Überblick: Einstieg in Technical SEO

Um einen ersten Begriff vom Bedarf deiner Website hinsichtlich der technischen SEO-Anforderungen zu bekommen, hier zunächst grob zusammengefasst die wichtigsten Bereiche.

Technische Suchmaschinenoptimierung umfasst die Verbesserung

  • der Performance der Seiten vor allem auf Mobilgeräten,
  • der Ladegeschwindigkeit von Seiten je nach Gerätetyp,
  • der Erläuterung aller Seiteninhalte für Suchmaschinen unabhängig vom Text.

Du kannst eine erste einfache Analyse z.B. mit dem kostenlosen Tool Google Search Console durchführen. Dazu ist lediglich ein Google-Konto erforderlich; in der Search Console musst du dann noch den „Propellertyp“ für deine Website bestätigen. Ein eigener Startleitfaden führt durch die ersten Schritte. Auf Ladezeiten fokussiert, ohne Anmeldung möglich und noch schneller im Feedback sind die Google Speed Insights.

Checkliste: Worauf kommt es an bei Technical SEO?

Die folgenden Punkte bieten eine Übersicht über einige der wichtigsten Ansatzpunkte beim technischen SEO. Die Checkliste ist also eine gute Vorbereitung für die Besprechung der Aufgaben mit einer SEO-Agentur, aber auch um passende SEO-Tools zu finden.

Mobile-friendly: Das Content Management System (CMS) einer Website bzw. das Webdesign muss in der Lage sein, per responsivem Design alle Inhalte ohne Zeitverlust gut lesbar auf unterschiedlichen Bildschirmen (z.B. Desktop, Tablet, Smartphone) zu präsentieren.

Ladezeiten: Mehr als 2 bis 3 Sekunden bis zum abgeschlossenen Seitenaufbau sind bereits kritisch, besonders bei Mobilgeräten. Unnötig große Dateien (z.B. Bilder), aber auch bestimmte Serverkonfigurationen können dafür verantwortlich sein.

Websitestruktur: Damit alle Seiten und Inhalte einer Website lückenlos von Suchmaschinen indexiert werden, empfiehlt sich eine Sitemap. In lesbarer Form hilft sie auch menschlichen Seitenbesucher*innen, sich auf umfangreichen Websites zurechtzufinden.

Strukturierte Daten: Diese Informationen werden in standardisierten maschinenlesbaren Formaten, für User nicht sichtbar, dem HTML-Code von Webseiten hinzugefügt. Sie machen unterschiedlichste Informationen für Suchmaschinen unmittelbar zugänglich. Wichtige Beispiele sind „Title“ und „Description“; Letzteres dient Google oft zur anschaulichen Kurzbeschreibung eines Suchergebnisses.

Dead Links: Als „tote“ Links werden solche bezeichnet, deren Linkziel nicht mehr existiert oder ohne Weiterleitung umgezogen ist. Davon können sowohl interne als auch Outbound Links betroffen sein. Interessierte Seitenbesucher*innen sind davon frustriert. Suchmaschinen interpretieren solche Fehler zu Recht als Verwahrlosungssymptom.

W3C-Fehler: Hinter dem Kürzel steckt ein Konsortium, das Empfehlungen zur technologischen Standardisierung des Internets gibt. Sich daran nicht lückenlos zu halten, hat zwar keinen direkten Einfluss auf das Ranking, dennoch gilt die Beseitigung von W3C-Fehlern als sinnvolle Maßnahme.

Duplicate Content: Ob es sich um eine legitime Übernahme von Inhalten anderer Websites handelt oder beispielsweise darum, denselben Text auf mehreren Seiten der eigenen Website zu platzieren: Technical SEO muss sich darum kümmern, mit sogenannten Canonical Tags oder Weiterleitungen für Suchmaschinen deutlich zu machen, dass hier kein minderwertiges Plagiat vorliegt.

Sicherheit: Für User*innen nur an dem kleinen „s“ in der URL (https://…) erkennbar und, wenn es fehlt, eventuell an einem Warnsymbol im Browser – Websites müssen heute über ein sicheres verschlüsseltes Übertragungsprotokoll verfügen. Dies ist bei Google ausdrücklich ein Rankingfaktor.

Fazit

Viele dieser Ansätze umfassen noch etliche Unterpunkte, auf die du oder deine SEO-Agentur bei Technical SEO achten müssen. Eine wirklich für alle Websites allgemeingültige Rangfolge der SEO-Maßnahmen in diesem Bereich lässt sich leider nicht aufstellen – ganz zu vernachlässigen ist aber keine davon. Zusammen mit hochwertigem Content, also Inhalten, die für Ihre Seitenbesucher wirklich attraktiv sind, ist regelmäßiges technisches SEO jedenfalls eine bewährte Vorgangsweise, um in den Suchergebnissen gut platziert zu sein.

Der Autor Michael Praschma ist Texter, Journalist und Autor. Einer seiner fachlichen Schwerpunkte liegt auf komplexen Themen auf Anwender- und Nutzerlevel für den Online-Marketing-Blog von Heise RegioConcept.

Digitale Kundennähe ist kein Widerspruch

Bei der Digitalisierung kleiner Unternehmen muss die Kundennähe nicht auf der Strecke bleiben. Wir zeigen, wie das geht.

Hat Covid-19 die Digitalisierung von Kleinunternehmen nachhaltig beschleunigt oder verfallen die Unternehmen nach der Pandemie wieder zurück in den Dornröschenschlaf? Wir sind der Meinung* Die Digitalisierung schreitet mit Siebenmeilenstiefeln voran. Covid-19 war da nur der Katalysator, der den ganzen Prozess noch zusätzlich beschleunigt hat. Vor dem Hintergrund stellt sich die Frage, wie Micro Businesses ihre Geschäftsidee und ihren Erfolg in die Digitalisierung bringen können. Es ist essenziell, den Kund*innen die aus dem Ladengeschäft bekannte Customer Experience nach Hause bringen zu können.

Die Größe eines Unternehmens sagt heute nicht mehr viel über seine Reichweite aus. Ein Ladengeschäft in einer Einkaufsstraße erreichte vor 50 Jahren nur die Passanten, die vorbeiliefen. Natürlich gab es Außenwerbung und Zeitungsannoncen, aber ein Shop aus Berlin hat vor allem Menschen aus Berlin als Kund*innen gehabt. Die Digitalisierung hat diese Eingrenzung aufgebrochen. Und kleine Unternehmen nutzen vermehrt diese Entfesselung. Fast 40 Prozent geben hierzulande an, ihr Digitalisierungsstand habe sich in den letzten Monaten verbessert.

Das besagt unser Small Business Digital-Index 2021. Auch beim Thema E-Commerce hat sich einiges getan, denn jeder zehnte Befragte hat im letzten Jahr einen eigenen Online-Shop aufgebaut. Das Verhältnis zwischen den Ausgaben für Online- und Offline-Marketing ist in Deutschland derzeit sehr ausgeglichen. Doch nur fast jedes vierte Unternehmen (23 %) setzt auf einen ausgewogenen Mix aus Online- und Offline-Werbung.

Neue Herausforderungen im Netz

Doch die Digitalisierung bringt auch neue Herausforderungen. Vor 50 Jahren musste sich das Ladengeschäft in der Fußgängerzone keine Gedanken über Retourenscheine, Postpakete und Verpackungsmaterial machen. Zurecht fragen sich Unternehmer*innen heute* Wie erreiche ich meine Kund*innen und wie kann ich auch im Netz auf ihre Wünsche eingehen? Laut dem Small Business Digital-Index 2021 liegt kleinen Unternehmen in Deutschland der Kontakt zu ihren Kund*innen besonders am Herzen. Im europäischen Vergleich gehen deutsche Unternehmer*innen mit dem Wunsch nach Kundennähe in Führung. Hier sind es 58 % im Vergleich zu Italien 52 %, Spanien 50 % und Frankreich 42 %. Daher liegt die Frage nahe* Wie lässt sich die Nähe ins Netz übersetzen?

Neue Chancen nutzen – die Website als Grundlage

Ich bin davon überzeugt, dass kleine Unternehmen positiv in die Zukunft blicken, mutig sind und die Chancen nutzen, die ihnen geboten werden. Zugegeben, das ist leichter gesagt als getan. Doch es gibt vielerlei Tools, die sie einsetzen können, um schnell und einfach im Netz erfolgreich zu sein. Zum Beispiel eine eigene Website als das erste Aushängeschild und das Zentrum der eigenen Online-Präsenz, um sich und das eigene Unternehmen bestmöglich seiner Zielgruppe zu zeigen. Laut unserem Small Business Digital-Index nutzen bereits 60 Prozent eine eigene Website und das größtenteils für Marketing und Sales. Aber ein Fünftel der kleinen Unternehmen mit Website in Deutschland nutzen noch nicht das volle Potenzial ihrer Website aus.

Mehr Umsatz durch Digitalisierung

Ich kenne sehr viele Unternehmer*innen, die bereits ihre Chancen genutzt haben und durch die Digitalisierung ihren Umsatz steigern konnten. Hier zeigt sich, wer schnell erreichbar ist und seine Informationen verständlich bereitstellt, hat Erfolg. Darüber hinaus ist es entscheidend, dass das Einkaufserlebnis aus dem Ladengeschäft bestmöglich ins Digitale transportiert wird. Damit können Unternehmer*innen eine hohe Verweildauer erreichen und das ist nach meiner Einschätzung extrem wichtig. Regelmäßige und persönliche Kommunikation auf Augenhöhe mit Kund*innen, genauso wie im Ladengeschäft, sei es per Mail oder per Telefon ist ein wichtiges Werkzeug für die Pflege der Kundenbeziehung und somit den Erfolg. Hier können Händler*innen ihre Erfahrungen aus der analogen Welt ins Digitale bringen.

Corporate Branding als Wettbewerbsvorteil für Micro Businesses?

Mich freut besonders, dass ein Drittel der deutschen Kleinunternehmen in diesem Jahr vermehrt auf E-Mail-Marketing und eine SEO-optimierte Website setzen wollen. Denn dies ermöglicht ihnen einfacher im Netz gefunden zu werden. Außerdem besteht durch den Einsatz von E-Mail-Marketing wieder ein fortwährender Informationsaustausch zwischen Unternehmer*innen und Kund*innen. Auf diese Weise schaffen kleine Unternehmen Nähe zu ihren Kund*innen. Wenn Kund*innen Produkte oder Services über einen Online-Shop bestellen, achten gerade kleine Unternehmen auf eine ansprechende und personalisierte Verpackung wie zum Beispiel durch handgeschriebene Grußkarten.

Hier liegt ein klarer Vorteil gegenüber den großen Versandhändler*innen. Wenn man es schafft, das Corporate Branding, das man im Ladenlokal über mehrere Jahre konsequent gepflegt hat, ins Digitale zu übertragen und erkennt, dass dieser Touchpoint genauso wichtig ist wie das Einkaufserlebnis im Laden, dann schafft man es, die Kund*innen auch digital eng an sich zu binden. Es ist wichtig, ihnen die digitale Customer Experience nach Hause zu bringen, wenn die In-Store-Experience fehlt. Dabei sollte das Einkaufserlebnis besonders emotional gestaltet werden, um einen nachhaltig positiven Eindruck bei der Kundschaft zu hinterlassen.

All diese Zahlen und Beispiele zeigen, dass die Kundennähe im Netz nicht auf der Strecke bleiben muss. Auch im digitalen Raum gibt es vielfältige Möglichkeiten, die Kundenbeziehung zu festigen und sogar zu intensivieren. Sie müssen sie nur richtig nutzen.

Der Autor Paul Ashcroft verantwortet seit 4 Jahren das Business von GoDaddy für Europa, den Nahen Osten und Afrika. GoDaddy bietet Unternehmen eine Komplettlösung für das Wachstum im Internet.

Amazon Paroli bieten – so gelingt es

Mit diesen Tricks und Kniffen haben Onlineshops bessere Chancen, sich gegen Amazon durchzusetzen.

Der Onlinehandel boomt – nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie. Der Verkauf der Ware wird online abgewickelt. Der Onlinehandel ist jedoch kein Selbstläufer. Ein Grund dafür ist die stetig zunehmende Zahl an Onlinehändlern mit ihren diversifizierten Angeboten, ein anderer Grund ist der vielzitierte Onlineriese Amazon. Oft ist zu hören bzw. zu lesen, dass für Onlinehändler an Amazon kein Weg vorbeiführt. Aber ist das wirklich so?

Nicht unbedingt: Es gilt vielmehr, die bei näherer bis hin zu kritischer Betrachtung erkennbaren Schwächen von Amazon clever ausnutzen. Deshalb: 5 Tipps für mehr Erfolg im E-Commerce:

Tipp 1: Klare Positionierung

Amazon profiliert sich zunehmend als Allrounder, vergleichbar mit einem mehr oder weniger sortierten Gemischtwarenladen. Klare Positionierung ist gleichbedeutend mit der bewussten Abgrenzung von Amazon. Das macht die Marke des Onlineshops schnell zu einem Experten auf seinem Gebiet respektive in seiner Angebotsnische. Damit verbunden ist auch die Möglichkeit einer höheren Preisgestaltung als bei Amazon. Häufig will der Kunde gar nicht vergleichen, sondern explizit beim Marktführer in der Nische kaufen.

Tipp 2: Persönlichkeit und Storytelling

Amazon beschränkt sich auf die nackte und insofern auch unpersönliche Produktbeschreibung. Der eigene, von Amazon unabhängige Onlineshop bietet die Möglichkeit, Persönliches bis hin zu Emotionen in Schrift und Bild, in Video bis hin zu Storytelling in das Angebot einzubinden. Das ist wichtig, denn die meisten Menschen treffen ihre Kaufentscheidung nicht rational, sondern emotional. Hinzu kommt, dass Menschen lieber von Menschen als von Marken kaufen. In einem Onlineshop lässt sich eine Marke bspw. mithilfe der Gründungsgeschichte oder Bilder von den Gründern sehr menschlich gestalten. Damit gewinnt man mehr Aufmerksamkeit als auf Amazon.

Tipp 3: Attraktiver Kundenservice

Der Kundensupport kann in Eigenregie weitaus individueller als bei Amazon bestimmt werden. Das Rückgaberecht muss nicht auf 30 Tage begrenzt sein, sondern kann nach eigenem Ermessen ausgeweitet werden. Bei Amazon ist der Rückversand zum Teil kostenpflichtig. Das muss aber keineswegs im eigenen Onlineshop so sein. So lässt sich z.B. das Rückgaberecht auf 90 Tage erweitern und für alle Kunden ein kostenloser Versand anbieten.

Tipp 4: Kundendaten für Werbung nutzen

Mit dem von Amazon unabhängigen Shop können sämtliche generierten Kundendaten aus Korrespondenz und Kommunikation genutzt werden. Das ist wichtig, um sich unabhängig von Schwankungen am Markt aufzustellen. Mit Amazon geht das nicht, weil der Händler keinen Zugriff auf die E-Mail-Adressen der Kunden bekommt. Eine solche Eigenständigkeit eröffnet jegliche Chancen für ein umsatzstarkes und gezieltes Marketing.

Tipp 5: Kundenbindung

Der Onlinekunde hat im doppelten Sinne die Möglichkeit, bewusst und gezielt auf den Onlineshop zurückzukommen. Konnte er einmal für eine Marke begeistert werden, wird er wieder kaufen. Durch gezieltes E-Mail-Marketing wird die Beziehung zum Kunden ausgebaut, so dass er ein zweites, drittes und viertes Mal kaufen wird. Denn der Kunde weiß, was er will und was er sucht. Bei Amazon wird er von der Vielfalt und Vielzahl verunsichert bzw. geradezu erschlagen. Kauft jemand bei Amazon ein Produkt, so hat er kaum Kontakt zur eigentlichen Marke und wird sich in den seltensten Fällen an diese erinnern.

Der Autor Torben Baumdick ist Geschäftsführer der BAUMDICK GmbH, die Menschen bei der Gründung ihrer Selbstständigkeit im E-Commerce unterstützt.

Data-driven Einzelhandel – Digitalisierung sinnvoll nutzen

Was wird aus dem Einzelhandel? Diese Frage treibt inzwischen Händler*innen und Konsument*innen gleichermaßen um.

Keine Frage: Der E-Commerce boomt und erschließt weitere bislang klassisch stationäre Branchen, wie den Lebensmittelhandel. Und doch ist es kein Entweder-Oder zwischen Online- und Offline-Handel, sondern es geht darum, voneinander zu lernen und den Konsument*innen das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten.

In Bezug auf das Einkaufserlebnis ist der stationäre Handel jedenfalls nicht zu ersetzen. Wenn uns das Pandemie-Jahr eines gelehrt hat, dann ist es unsere Sehnsucht nach persönlichem Kontakt, nach physischer Interaktion. Das gilt besonders für einen Einzelhandel, in dem die Beratung im Vordergrund steht. Und doch muss sich der Handel eingestehen, hier in den vergangenen Jahren zu wenig getan zu haben. Mangelhafte Customer Journeys gehören heute zum Einzelhandel wie langes Schlangestehen, teilweise schlecht konzipierte Stores und überfordertes Personal. Die gute Nachricht lautet: Die Digitalisierung kann helfen, diese Probleme zu beseitigen!

Was wir vom E-Commerce lernen müssen

In Bezug auf die Digitalisierung von Prozessen ist der E-Commerce dem Einzelhandel natürlich weit voraus. Deshalb gilt es, vom E-Commerce zu lernen, statt ihn zu verteufeln. Der wahrscheinlich größte Vorteil des Onlinehandels: die unschätzbare Menge an Daten über Kaufverhalten der Konsument*innen. Wer seine Kund*innen kennt, kann ihnen ganz gezielt Produkte vorschlagen und so seine Umsätze steigern. Der Einzelhandel ist gut damit beraten, das Prinzip “Kenne deine Kund*innen” schnellstens zu verinnerlichen und die Strukturen danach auszurichten. 

Das bedeutet, digitale Technologien zu nutzen, die ein Kund*innenverständnis kreieren und die Customer Journey optimieren. Es gibt zahlreiche solcher Technologien: Von smarten Kassensystemen über Besucherstrom-Analysen, die mittels 3D-Sensorik erfolgen. Über letztere lernen Händler*innen, an welchen Standorten sich die Kunden wie lange aufhalten, wie sie sich durch das Geschäft bewegen, wie viele Personen an welchen Wochentagen das Geschäft besuchen etc. Diese Rückschlüsse können strategisch zum Vorteil der Kund*innen genutzt werden. So können Händler*innen beliebte Produkte ideal platzieren, Angebote an bestimmten Tagen ausschreiben, sogar Kassen können automatisiert geöffnet werden, damit lästiges Schlangestehen ein für alle Mal der Vergangenheit angehört. Auch die Beratung durch geschultes Personal kann optimiert werden, indem die Sensorik in Echtzeit verfolgt, wenn ein Kunde umherirrt – Ergebnis: Personal aus dem Backoffice wird auf die Fläche gerufen.

Man muss das Rad nicht neu erfinden, sondern nur neu justieren

Digitalisierung ist dann erfolgreich, wenn Prozesse vereinfacht werden. Für langfristigen Erfolg im Einzelhandel sind genau solche Technologien sinnvoll, die nicht nur als ‘Spielereien’ wahrgenommen werden, sondern einen spürbaren Mehrwert bei den Endverbraucher*innen erzeugen. Die alte Faustregel “Der Kunde ist König” gilt auch heute noch, in Zeiten boomenden E-Commerces und steigendem Wettbewerb vielleicht mehr denn je. Deshalb gilt es, datenbasiert zu agieren. Viel zu häufig überlassen stationäre Händler*innen ihre strategische Planung und ihr Marketing einem Bauchgefühl, statt wie im E-Commerce auf Daten zu hören. Gerade für kleinere Händler sind diese Kund*innendaten essentiell für die Verkäufe.

Daten sollen Spaß machen, keine Angst

Im gleichen Atemzug, wie man datenbasierte Entscheidungen und Marketing empfiehlt, muss der Datenschutz thematisiert werden. Denn auch hier gilt: Daten sollen Spaß machen, nicht die Kund*innen abschrecken. Häufig wissen diese nämlich nicht einmal, dass ihre Bewegungsabläufe auf der Fläche getrackt werden. Auch eine Opt-Out-Option, also den expliziten Widerruf der Datensammlung, gibt es im Ladengeschäft nicht. Umso wichtiger ist es, zwei Dinge zu verdeutlichen: Erstens werden Daten zur Optimierung der Customer Journey genutzt, sie bieten der Kundschaft also einen direkten Mehrwert. Zweitens werden keine individuellen, personenbezogenen Daten verarbeitet. Customer Tracking und Path Analytics arbeiten mit Metadaten – es geht nicht darum, eine Einzelperson zu überwachen.

Der Autor Omar Tello ist CEO und Gründer von sensalytics. Mit seinem Unternehmen bietet er Einzelhandelsunternehmen wie ALDI SÜD, Tom Tailor, The Latest, aber auch Messen, Flughäfen und Stadien die Möglichkeit, Besucherströme in Echtzeit zu messen, zu prognostizieren und daraus strategischen Nutzen zu ziehen.

Neue Bilderweiterung bei Google Ads

Neue Bilderweiterung sorgt für zusätzlichen Wiedererkennungswert bei Online-Anzeigen via Google. So funktioniert das neue Tool.

Seit Jahren dominiert Google bereits den Suchmarkt. In der EU beträgt der Anteil Googles an der Internetsuche mehr als 90 Prozent. Um möglichst weit oben im Index der Suchmaschine aufzutauchen, setzen deshalb immer mehr Unternehmen oder Selbstständige auf Google Ads – also die gezielte Werbung auf dieser Suchmaschine. Oft fällt es Unternehmern allerdings schwer, auf dem begrenzten Platz einer Anzeige Alleinstellungsmerkmale zu liefern, die den angebotenen Service von der Konkurrenz abheben.

Mit der Google-Ads-Bilderweiterung bietet der Online-Konzern Werbetreibenden nun jedoch die Möglichkeit, ihren Suchanzeigen zusätzlichen Wiedererkennungswert zu verleihen. Nach einer rund halbjährigen Testphase ist diese Erweiterung seit Ende Mai für alle Nutzer verfügbar. „Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. So springen Anzeigen mit zusätzlichen Bildern denjenigen ins Auge, die aktiv auf der Suche nach einem Produkt oder einer Leistung sind. So können die Darstellungen auf einen Blick kaufentscheidende Informationen mitliefern“, berichtet Andreas Karasek, Geschäftsführer der Agentur SEM Berater. Davon profitieren besonders Werbetreibende, deren Angebote sich nicht gut in wenige Worte fassen lassen.

Die wichtigsten Voraussetzungen zur Nutzung

Seit dem 28. Mai 2021 ist die Bilderweiterung nach einem Beta-Test für alle Werbetreibenden mit einem Google-Ads-Konto verfügbar – allerdings muss das Konto seit mindestens 90 Tagen bestehen. Zudem muss der Werbetreibende in einer geeigneten Branche tätig sein. Als ungeeignet betrachtet der Internet-Konzern beispielsweise Seiten, die sich mit Glücksspiel befassen. Erfüllen Werbetreibende die Richtlinien, lässt sich die Bilderweiterung mit einem einfachen Klick in den Kontoeinstellungen aktivieren. „In einzelnen Fällen ist die Erweiterung noch nicht im Account verfügbar, Google-Techniker arbeiten derzeit aber bereits an einer Lösung. Betroffene sollten diesen Bug einfach dem Support-Team melden – es gibt immer eine Verlinkung zum Hilfe-Center mit der Option zur direkten Kontaktaufnahme“, weiß Karasek.

Ähnlich wie bei anderen Google-Anzeigen überprüft das Support-Team zunächst die Bilder und schaltet diese dann bei unbedenklichen Motiven frei. Irreführende oder unkenntliche Bilder führen jedoch schnell zur Ablehnung. Es besteht allerdings die Möglichkeit, diese nachzubearbeiten und erneut zur Prüfung einzureichen. „Ich empfehle auch die dynamische Bild-Erweiterungen zu nutzen, um das Potenzial der Neuerung maximal auszuschöpfen. Die zusätzliche Funktion extrahiert ausgewählte Bildinhalte von der gelinkten Landingpage und setzt diese bei relevanten Anfragen zur Illustration der Suchanzeige ein. So lassen sich ohne viel Aufwand jeweils passende Suchanzeigen erstellen“, erklärt Karasek weiter.

Gefordert: Natürliche Bilder mit eindeutigen Motiven

Um die Bilderweiterung zu nutzen, müssen Werbetreibende zunächst Bilder in JPG-, PNG- oder GIF-Format hochladen. Google erlaubt zwar nur quadratische Bilder oder 1,9:1-Querformate, jedoch können Bilder im eingebundenen Editor zugeschnitten werden. Es lassen sich bis zu 20 eigene Bilder einstellen und nutzen. „Dabei wird zwischen Erweiterungen auf Anzeigengruppen- und Kampagnenebene unterschieden. Geschaltete Bilderweiterungen auf Anzeigengruppenebene sind spezifischen Keywords zugeordnet. So lässt sich kontrollieren, bei welcher Suchanfrage die Bilder begleitend auftauchen“, sagt der Online-Marketing-Spezialist und ergänzt: „Die Kampagnenebene erstreckt sich über alle Maßnahmen. Bilder in dieser Kategorie können zu jeder Suchanzeige geschaltet werden, die mit der Kampagne verknüpft ist. So lassen sich auch mit wenigen Assets viele Anzeigen illustrieren.“ Damit die Bilderweiterungen auch zum Erfolg führen, gilt es dabei das Wesentliche nicht aus dem Blick zu verlieren. Motive, die den Betrachter rätseln lassen, worum es eigentlich geht, verfehlen den Grundgedanken der neuen Funktion. Logos und Werbebanner als Bildanzeige zu nutzen, ist ebenfalls nicht ratsam. In Bildeditoren erstellte Grafiken und Texte können zur Ablehnung der Ausspielung führen – besser natürliche Bilder mit minimaler Nachbearbeitung verwenden.

Die Mischung macht's

Insgesamt empfiehlt es sich für Werbetreibende, eine gute Mischung verschiedener Bilder für die Suchanzeigen auszuwählen – drei bis vier Motive sind dabei für die meisten ausreichend. Produktbilder mit einfachem Hintergrund und Symbolbilder für Leistungen oder abstrakte Konzepte haben sich in diesem Kontext bewährt. Um zu prüfen, ob die Anzeigen die gewünschten Effekte erzielen, sollten Werbetreibende die umfangreichen Analyseoptionen nutzen. So lassen sich beispielsweise unpopuläre Anzeigen bei umkämpften Keywords durch andere ersetzen. „Kosten werden dabei, wie bei anderen Anzeigen, pro Klick berechnet. Für das zugehörige Bild zahlen Werbetreibende keine Zusatzkosten – es lohnt sich also auf jeden Fall, die Bilderweiterung zu nutzen“, sagt Karasek abschließend.

Online-Shop gründen – Aber welche Produkte soll man verkaufen?

Ein Online-Shop ist schnell eingerichtet. Wie in jedem Business bedarf es dabei eines genauen Plans, der wirtschaftliche Ziele beschreibt und Fragen der Organisation behandelt. Zudem sind Produkte zu finden, die einen Absatz versprechen. Dazu nützliche Tipps und To Do’s.

Schon vor der Coronakrise war die Entwicklung im E-Commerce beeindruckend und wies jährliche Umsatzsteigerungen von über zehn Prozent auf. Dieser Trend hat sich während der Krise gezwungenermaßen verstärkt. Sorgten doch die zahlreichen Kontakt- und Ausgangssperren in Verbindung mit Ladenschließungen dafür, dass die Deutschen ihre Einkäufe vom Sofa oder vom Küchentisch aus veranlassen.

So verzeichnete der Online-Handel im vergangenen Jahr einen Anstieg von 15 Prozent des Vorjahres und belief sich auf 83 Milliarden Euro Umsatz. Deshalb erstaunt es wenig, dass immer mehr Menschen auf diesen Zug aufspringen möchten. Ein Online-Shop ist schnell eingerichtet. Wie in jedem Business bedarf es dabei eines genauen Plans, der wirtschaftliche Ziele beschreibt und Fragen der Organisation behandelt.

Zudem sind Produkte zu finden, die einen Absatz versprechen. Sie müssen für die Kunden so interessant sein, dass sie zugreifen und einen Umsatz generieren, der das Geschäft am Laufen hält. Für die Auswahl dieser Produkte gibt es Schemata, denen man folgen kann, damit das Start-up nicht zum unübersichtlichen Abenteuer mutiert.

Nützliche Tipps, ein perfektes Produkt zu finden

Bei einigen Online-Händlern stand die Produktidee Pate, um einen Online-Shop einzurichten. Der weitaus größte Teil jedoch vertraut auf das System E-Commerce und macht sich dann erst auf die Suche nach geeigneten Produktlinien.

Dafür gibt es einige Richtlinien, um die Auswahl Schritt für Schritt einzuschränken, damit nur erfolgversprechende Waren ins Sortiment aufgenommen werden.

Trends erkennen

Ein erster Ansatz ist es, Trends zu finden und zu übernehmen. So waren es z.B. die winterlichen Temperaturen, welche die Benutzung eines Smartphones komplizierten. Wer damals auf sogenannte Touchscreen-Handschuhe setzte, erzielte beneidenswerte Umsätze.

Aktuell liegen laut https://cbd360.de/ CBD-Produkte im Trend. Die rauschfreie Variante des Cannabis steht am Anfang einer Entwicklung, die sich mit dem Fortschreiten der Legalisierungsbemühungen um Cannabis beschleunigen wird.

Die Umwelt wahrnehmen

Wer mit offenen Augen und Ohren durchs Leben geht, entdeckt oft Probleme, Haken und Kleinigkeiten, die vielleicht durch ein bestimmtes Produkt unterbunden werden können.

Dabei muss das Rad nicht neu erfunden werden. Meist reicht es aus, durch kleine Verbesserungen an Produktkategorien neue Marktsegmente zu öffnen. Je größer dabei der Problemdruck ist, desto eher sind Menschen bereit, zur Lösung Geld auszugeben.

Keyword Recherche

Der überwiegende Teil der Verbraucher orientiert sich beim Kauf inzwischen an Google, um Produkte zu finden und Preise zu vergleichen. Bei der Produktfindung hat sich eine relativ neue Disziplin etabliert. So hat sich herausgestellt, dass viele Unternehmen mit SEO (Suchmaschinenoptimierung) ihre Sichtbarkeit im Internet erhöhen und Umsätze steigern können.

Eine Basisdisziplin der SEO ist die Keyword-Recherche. Dabei erscheinen gefragte Produkte bei Google auf den ersten Plätzen. Wer sich auf diese Recherchen konzentriert, kann entdecken, welche Verbrauchertrends zu erkennen und welche Produkte im Moment gut absetzbar sind.

Eigene Interessen berücksichtigen

Oft ist es ratsam, seine eigenen Interessen einzubeziehen, um einen Einstieg ins Online-Geschäft vorzubereiten. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass schon ein Zugang zu den betreffenden Produkten besteht. Mit einer gewissen Affinität zur Ware wächst die Begeisterung und der Enthusiasmus zum Geschäft.

In der Regel ist dann schon Fachwissen vorhanden und gegenüber dem Kunden kann Autorität, Glaubwürdigkeit und Vertrauen vermittelt werden. Zudem ist die Zielgruppe bekannt. Zu Beginn ist es förderlich, Bekannte und Familie bei der Produktsuche “einzuspannen” und zu bitten, auf Alltagsprobleme und -produkte zu achten, die in deren Umfeld Interesse erwecken.

Produktnische suchen

Mit der Eingrenzung der passenden Nische ist für Start-ups im E-Commerce ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan. Dabei wird sich auf eine spezielle Kundengruppe konzentriert, die ein kaufstarkes Interesse verspricht. Der Online-Shop wird auf diese Nische ausgerichtet und Marketing-Konzepte, Lieferantenauswahl und Preisgestaltung angepasst.

Das Segment sollte möglichst genau definiert werden, weil bei großen Nischen der Konkurrenzdruck entscheidend höher liegt und für Beginner entsprechende Hürden bereithält. Eine überschaubare Nische ermöglicht es, mit geringem Startkapital und einem begrenzten Budget für Lagerhaltung zu arbeiten. White-Label- und Franchise-Ansätze eignen sich dazu ebenso wie das Konzept des Dropshippings. Bei Erfolg kann das Geschäftsmodell dann angepasst und ausgeweitet werden.

7 top WordPress SEO Plugins

Du veröffentlichst wertvolle Inhalte auf deiner Website, doch niemand findet sie? Mit diesen erprobten SEO Plugins für WordPress kannst du deine Positionierung in Google verbessern, mehr Leserinnen und Leser und somit auch mehr potenzielle Kund*innen gewinnen.

1. RankMath

Das kostenlose Plugin RankMath bietet dir die grundlegend wichtigsten SEO Einstellungsmöglichkeiten und Funktionen, welche deinen Websiterankings zugute kommen. Dank des integrierten Setup-Assistenten ist die erste Einrichtung ganz einfach. Er führt dich durch wichtige und allgemeingültige Einstellungen. Es ermöglicht dir sowohl das manuelle Eintragen von Title- & Description-Tags für deine Seiten, als auch wichtige technische Optionen. So können beispielsweise die von WordPress automatisch erstellten Medien-Seiten auf das Medium selbst weitergeleitet werden. Das freut nicht nur Google, sondern auch deine Websitebesucher*innen.

RankMath unterstützt dich zudem direkt beim Schreiben von Seiten und Artikeln, indem eine Vielzahl an SEO-relevanten Faktoren anhand des hinterlegten Fokus-Keywords live geprüft werden. Wird ein Faktor nicht erfüllt, siehst du das auf einen Blick. Bevor du deinen Text schreibst und für diese Analyse ein Fokus-Keyword hinterlegst, solltest du selbstverständlich zunächst eine ausführliche Keywordrecherche durchführen.

Weitere tolle und nützliche Funktionen des Plugins sind die Auszeichnung mit Google Schema Markup, die Erstellung einer XML Sitemap, einer Verbindungsmöglichkeit zur Google Search Console, ein 404 Monitor und vieles mehr.

2. Broken Link Checker

Der ebenfalls kostenlose Broken Link Checker ist nicht nur nützlich für die Suchmaschinenoptimierung, er spart dir darüber hinaus eine Menge Zeit! Weder Google noch deine Leser*innen freuen sich über Links, welche ins Leere führen. Das Plugin durchsucht deine gesamte Website nach internen und ausgehenden Links und überprüft, ob das Ziel dieser Links erreichbar ist. Führt ein Link ins Leere oder auf eine 404-Seite, ist er defekt und sollte ersetzt werden. Auch hier nimmt dir das Plugin viel Arbeit ab und zeigt all diese defekten Links in einer Übersicht an. Die Ziele dieser Links können direkt aus der Übersicht heraus verändert werden, ohne jede einzelne Seite aufrufen zu müssen, in der dieser Link gesetzt ist.

Das Plugin kann während der Analyse, insbesondere bei umfangreichen Websites, eine Menge Ressourcen blockieren. Darum ist zu empfehlen, es zu aktivieren, die Links zu korrigieren und das Plugin anschließend wieder zu deaktivieren.

3. Easy Table of Contents

Easy Table of Contents ist kostenlos nutzbar und fügt automatisch (oder manuell, wenn gewünscht) ein Inhaltsverzeichnis in Seiten und Beiträge ein. Insbesonders bei umfangreichen Beiträgen ist das sehr nützlich, denn nicht nur deine Leser*innen sind erleichtert, wenn ein umfangreicher Artikel in einem übersichtlichen Inhaltsverzeichnis heruntergebrochen ist. Google freut sich ebenfalls darüber, wenn einzelne Abschnitte einer Webseite mit sogenannten Anker-Links versehen sind.

Diese Anker-Links werden von Easy Table of Contents angelegt und können dafür sorgen, dass in den Google Suchergebnissen weitere Links (sogenannte Sitelinks) unterhalb der Vorschau deiner Website angezeigt werden. Das sorgt für mehr Seitenbesuche, da die Vorschau größer ist und mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht.

4. WP Rocket

Nicht erst mit der Einführung der Google Core Web Vitals ist die Seitenerfahrung und somit auch die Seitenladezeit ein Faktor für Rankings. Möchtest du die Ladezeit ohne großen Aufwand optimieren, kannst du die all-in-one Lösung WP Rocket nutzen. Das kostenpflichtige Plugin bringt nicht nur das beste Caching mit Pre-Loading, das es aktuell am Markt gibt, sondern auch viele weitere Funktionen, welche die Ladezeit positiv beeinflussen. So können CSS, HTML und JavaScript Dateien zusammengefasst und minimiert werden, critical CSS kann geladen, Google Fonts zusammengefasst und die Datenbank bereinigt werden. Und selbst das sind noch nicht alle darin enthaltenen Funktionen.

Wichtig ist, dass du nach der Aktivierung einzelner Funktionen deine Website testet. Insbesondere beim Zusammenfassen und Minimieren von CSS und JavaScript Code kann es zu Darstellungs- oder Funktionsfehlern kommen. Sollten Probleme auftreten, kann die entsprechende Funktion natürlich wieder deaktiviert werden, ohne bleibenden Schaden zu hinterlassen. Um das Risiko für eine fehlerhafte Website noch weiter zu senken, solltest du am besten trotzdem ein Backup deiner Website anlegen. Wenn du nicht weißt, wie das geht oder noch kein automatisches Backup eingerichtet hast, findest du hier eine Anleitung.

5. ShortPixel Image Optimizer

Seit 2010 ist die Seitenladezeit ein Rankingfaktor und Bilder sind häufig eine große Ursache für langsame Ladezeiten. Der ShortPixel Image Optimizer nimmt sich dieses Problems an und komprimiert deine hochgeladenen Bilder automatisch. Dadurch kann die Dateigröße deutlich verringert werden, was sich positiv auf die Ladezeit auswirkt. Das Plugin kann kostenlos für die Optimierung von bis zu 100 Bildern pro Monat genutzt werden, was für den laufenden Betrieb meistens ausreicht. ShortPixel funktioniert mit JPG, PNG, GIF und sogar PDFs.

Es gibt drei verschiedene Komprimierungsmöglichkeiten, mit denen du die Stärke der Komprimierung einstellen kannst. Je stärker die Komprimierung, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass man einen sichtbaren, leichten Qualitätsverlust des Bildes erhält. Mit der Einstellung „Glossy“ gehst du den Mittelweg zwischen Verkleinerung und Qualität.

Und keine Sorge, die Originaldateien können Dank der aktivierbaren Backup-Funktion des Plugins zur Sicherheit gespeichert werden.

6. Simple 301 Redirects

Wenn du die URL einer Seite veränderst, nach einem Redesign oder dem Umzug deiner Website die URL-Struktur veränderst, oder aus einem anderen Grund eine Änderung der URL erfolgt, dann sollten die früheren URLs weitergeleitet werden. Mit dem kostenlosen Simple 301 Redirects Plugin ist das Anlegen dieser 301 Weiterleitungen schnell und einfach erledigt. Ohne eine solche Weiterleitung verliert die URL sämtliche Rankings und wird von Google aus dem Index geworfen. Zudem landen Seitenbesucher*innen, die diesen Link irgendwo gespeichert haben oder aus einem anderen Grund aufrufen, auf einer 404-Fehler-Seite, und das ist tunlichst zu vermeiden!

Ist eine Weiterleitung angelegt, erkennt Google die neue URL der Seite und nimmt sie über kurz oder lang in den Index auf. Dadurch behält die Seite ihre Rankings entweder bei oder bekommt sie nach etwas Zeit wieder zurück.

7. LinkWhisper

Dass Backlinks nach wie vor ein wichtiger Faktor für Rankings sind, ist jedem bekannt. (Wie du Backlinks aufbauen kannst, erfährst du hier). Die interne Verlinkung, also die Links innerhalb deiner Website, wird allerdings gern vergessen. Dabei helfen diese Links Google, die Wichtigkeit der verschiedenen Seiten einer Website zu verstehen und ganz nebenbei hält eine gute interne Verlinkung deiner Seitenbesucher*innen länger auf der Website.

Das kostenpflichtige Plugin LinkWhisper unterstützt dich bei der internen Verlinkung. Es zeigt nicht nur an, wie häufig interne Links auf eine Seite zeigen, sondern auch wie viele diese Seite beinhaltet. Zudem werden in der Oberfläche von LinkWhisper Vorschläge für interne Links gemacht, welche so auch direkt gesetzt werden können.

Damit noch nicht genug: LinkWhisper hilft schon während des Schreibens beim Setzen interner Links und schlägt passende Seiten vor, bietet die Möglichkeit, für festgelegte Keywords automatisch interne Links zu setzen und hilft dir beim Finden und Beheben von kaputten Links.

Fazit

Natürlich benötigst du nicht alle diese Plugins auf einmal. Diese Auflistung stellt eine Übersicht wichtiger und sehr nützlicher WordPress SEO Plugins dar und soll dir die langwierige Suche abnehmen.

Wie immer bei WordPress Plugins gilt: So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig!

Um die Auswirkungen der von dir umgesetzten Maßnahmen auf die Website-Rankings in Google zu verfolgen, kannst du diese Top-Tools zur Erfolgskontrolle einsetzen.

Der Autor Jonas Tietgen ist der Gründer hinter dem WordPress Blog wp-ninjas.de und fokussiert sich darauf, Solopreneuren mit Tutorials, Videos und seinem Mitgliederbereich Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Sein Ziel ist, dass jeder die eigene Website eigenständig pflegen, optimieren und ausbauen kann.

Kundengewinnung und -bindung unkonventionell

So können Start-ups ausgetretene (Marketing-)Pfade verlassen.


Es ist ein Spiel, das nie endet. Ein Spiel, das nicht nur für keinen Gewerbetreibenden optional ist, sondern eines, das seine Teilnehmer zwingt, ständige Erfolge einzufahren. Der Lohn ist ein gesundes Unternehmen. Auf der anderen Seite wartet auf diejenigen, die nicht erfolgreich spielen, erst die wirtschaftliche Stagnation und dann meistens über kurz oder lang der Absturz. Als wenn das nicht schon genug Druck erzeugen würde, wird das Spiel auch umso leichter, je mehr erfolgreicher die Spieler sind.

Nein, dahinter verbirgt sich kein Kartenspiel, keine Roulette-Kugel. Es ist das Spiel um die Kundengunst. Die Kunst, ständig neue anzulocken und diejenigen, die das Unternehmen schon kennen, für lange Zeit zu halten.

Der einzige echte Vorteil, den auch Gründer dabei haben ist, dass dieses Spiel fast keine Regeln kennt. Um es zu meistern, sind demnach auch unkonventionelle Methoden absolut probat, solange der Aufwand das Resultat rechtfertigt.

1. Unkonventionelle Neukundengewinnung

Neukunden sind vielen Unternehmern zwar die beliebtesten Kunden; sie sind jedoch typischerweise auch um ein Mehrfaches teurer als Bestandskunden. Das bedeutet, dass alle Maßnahmen bei einem möglichst hohen Prozentsatz erfolgreich sein sollten – und vieles, was dazu möglich ist, ist ein Teilbereich des beliebten Guerillamarketings.

Überraschend anders: Ambient Marketing

Außenwerbung ist ein Klassiker. Doch obwohl Ambient Marketing ebenfalls außerhalb des Heimes der Zielgruppenmitglieder stattfindet, handelt es sich dennoch nicht um klassische Außenwerbung.

Viel mehr ist Ambient Marketing die Kunst, potenzielle Kunden mit außergewöhnlichen Ideen dort zu überraschen, wo sie es nicht vermuten. Ein Beispiel für eine mustergültige Ausführung dieses Gedankens ist eine Kampagne des Schweizer Uhrenherstellers IWC. Dieser versah Halteschlaufen in öffentlichen Verkehrsmitteln mit Deckstreifen, auf denen sein neues Uhrenmodell in Originalgröße aufgedruckt war. Nutzten Pendler die Schlaufen, legten sie sich praktisch diese Uhr ums Handgelenk.

Ein anderes Beispiel, das zudem auch noch unzweifelhaft vom Vertrauen des Herstellers in sein Produkt zeugte, war eine Kampagne des Herstellers 3M. Dieser bewarb sein neues Sicherheitsglas auf unkonventionelle Weise: Er bestückte eine Werbeaufsteller mit diesem Glas, füllte den Zwischenraum mit (angeblich) drei Millionen Dollar und versprach: wer das Glas (unter gewissen Regeln) zerbricht, darf das Geld behalten …

Letztendlich funktionieren alle Ambient-Marketing-Maßnahmen nach diesem Rezept: Eine überraschende Werbung, die idealerweise dem Betrachter ein Lächeln ins Gesicht zaubern sollte – und vielleicht ein dazu passendes verblüfftes Kopfschütteln.

Checkliste: Als Spezialist in die Marktnische

Gründer, die von Anfang an ihre Internetpräsenz mit einem Webshop verbinden, haben Vorteile – wenn das Konzept dahinter stimmt. In diesem Crashkurs erfahren Sie, worauf Sie beim Aufbau Ihres Online-Handels achten sollten.

Wenn Sie als Gründer das Internet für Ihren Unternehmenserfolg gewinnbringend nutzen wollen, sollten Sie über einen eigenen Internet-Shop nachdenken. Auch Handwerker und Dienstleister können gleich mehrfach vom Internet profitieren, indem sie an ihre Homepage einen eigenen Online-Shop angliedern. Dies ist häufig bereits mit dem ungefähren Budget einer mittelguten Homepage zu realisieren.

Auffindbarkeit ist maßgeblich

Einer der wohl wesentlichsten Vorzüge des Online-Handels in der Marktnische ist, dass Sie, die richtige Umsetzung vorausgesetzt, unter umsatzrelevanten Suchbegriffen auf die erste Google-Seite vorstoßen können. Dies hat damit etwas zu tun, dass Suchmaschinen u.a. die Häufigkeit eines speziellen Suchbegriffs auf einer Internetseite zählen, um die Relevanz dieser Seite für diesen Begriff zu beurteilen. Ein Online-Shop in der Marktnische konzentriert sich deshalb auf einige wenige, gut gewählte Suchbegriffe und bietet hierzu ein umfangreiches Sortiment an.

Werden Sie zum Spezialisten

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Aspekt einer Kombination aus Homepage und Online-Shop ist der wachsende Status als Spezialist, denn Sie erweitern Ihr Angebot durch einen eigenen Online-Shop zielgruppenspezifisch. Dies ist ein klares Unterscheidungsmerkmal, das sich besonders dann für Gründer auszahlt, wenn sie sich gegen alt eingesessenen Wettbewerb behaupten müssen. Letztlich sprechen wir bei einem eigenen Internet-Shop aber natürlich auch von einer Einnahmequelle, die jedem Gründer ein gutes finanzielles Auskommen bieten kann. Grund hierfür ist das anhaltend starke Wachstum des Online-Handels in Deutschland.

Nische statt Masse

Wer nun erwägt, einen eigenen Internet-Shop zu eröffnen, hat eine ganze Reihe wichtiger Entscheidungen zu treffen. Dabei sollte er von Anfang an einen Bogen um einen der größten Stolpersteine des Online-Handels machen: mangelnde Konzentration. Mangelnde Konzentration auf bestimmte Produkte und bestimmte Kunden, unter Experten „mangelnde Spezialisierung“ oder fehlende Marktnische bezeichnet.

Mit den richtigen Suchbegriffen in die Nische

Als Online-Shop in der Marktnische setzen Sie darauf, bei Google kostenlos gefunden zu werden. Hierfür müssen Sie zunächst die richtigen Suchbegriffe finden. Diese müssen zu Ihrem Angebot passen, Ihnen eine realistische Chance auf eine Platzierung auf den ersten Google-Rängen bieten (wenig Wettbewerb) und gleichzeitig noch genügend frequentiert sein (also genügend Umsatz generieren).

Begeisterung schafft Klasse

Und noch etwas sollten Sie vorab beachten: Die tollste Spezialisierung und Zielgruppe hilft Ihnen nichts, wenn Sie Ihren Kunden nicht einen wirklichen Nutzen bieten und ein wirkliches Problem lösen. Und zwar: Besser als alle anderen, die noch in Ihrer Nische Ihre Leistungen anbieten. Diesen Angelpunkt zu finden, ist häufig viel einfacher als vermutet. Denn wenn Sie sich mit einem Themengebiet wirklich beschäftigen und die Nutzer und Ihre Bedürfnisse studieren, hören Sie genug Klagen, wo was wieder nicht funktioniert hat. Genau hier sollten Sie ansetzen. Dies erfahren Sie natürlich umso leichter, je direkter Ihre Spezialisierung auf Ihren persönlichen Interessen und Fähigkeiten aufbaut. Mit anderen Worten: Je näher Ihre Nische Ihren Hobbys und Fähigkeiten ist. Denn was Sie mit Spaß und Begeisterung tun, machen Sie besonders gut und es geht Ihnen einfacher von der Hand.

Innovation und Inspiration

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Starten Sie mit der Suche Ihrer eigenen Marktnische im Online-Handel bei Ihren eigenen Interessen und Fähigkeiten. Auch Dienstleistungen lassen sich heute gut über das Internet verkaufen, schnelle und günstige Versandpartner – digitale Medien und Beratungsmöglichkeiten über Telefon und Internet machen dies möglich. Nehmen Sie andere Marktnischen-Anbieter ruhig als Anregung, kopieren Sie sie aber nicht einfach – denn Nischen-Experten haben in aller Regel einen treuen Kundenstamm und jede Menge Erfahrung in Ihrem Segment.