Green Rebels - Power Women

Autor: Andrea Juliane Bitzer
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Egal ob sie kleine Läden eröffnen, nachhaltige Produkte entwickeln oder ökologische Initiativen starten: Green Rebels eint der Traum vom zukunftsfähigen Planeten. Doch wer sind diese Frauen?

Green Rebels sind die Held*innen von morgen – mutige Unternehmer*innen, die nachhaltig gegründet haben. Sie haben sich durch ihre Gründungen nicht nur genau den Arbeitsplatz geschaffen, in dem sie eine sinnstiftende Betätigung finden und der mit ihren Lebensumständen vereinbar ist. Sie sind auch davon überzeugt, dass wir unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen müssen.

Drei Jahre haben wir laut Weltklimarat noch die Chance, das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen. Die Notwendigkeit ist (fast) allen klar, der Wandel hat begonnen. Doch die Entwicklung geht zu langsam vonstatten. Die Politik tut sich schwer, der Wirtschaft zugunsten des Klimaschutzes Vorschriften zu machen. Das Problem liegt auf der Hand: Jahrzehntealte Strukturen ändern sich nicht schnell. Und je größer ein Apparat, desto langsamer läuft seine Transformation.

Ich selbst habe viele Jahre für ein Unternehmen gearbeitet, das sich nur zögerlich an ressourcenschonende Produktionen heranwagte. Als Vegetarierin hatte ich es in der Kantine nicht immer leicht, und wenn ich mal vorschlug, Bio- anstelle der konventionell hergestellten Baumwolle zu verwenden, scheiterte ich meist an Vorstand und Vertrieb, denen die „Performance“ der Produkte damals noch wichtiger war als Umweltschutz und CO2-Abdruck. Ich nahm eine Spannung in mir wahr, ein inneres Rebellieren, und immer häufiger fragte ich mich: Welchen Sinn hat meine Arbeit? Was könnte ich bewirken, wenn ich meine Energie, meine Kreativität und mein Engagement in eine Unternehmung einbrächte, die meine Werten teilt? Die nicht nur nimmt, sondern auch etwas zurückgibt?

Carolin Kunert

Ich bin nicht die Einzige, die sich diese Fragen stellte. Auch Carolin Kunert, die nach ihrem Studium als freie Produktdesignerin arbeitete, ging es gehörig gegen den Strich, dass die großen Produkthersteller, die sie beauftragten, nachhaltige und langlebigere Ideen für Materialien und Gestaltung nicht nur ignorierten, sondern sogar von ihr verlangten, Produkte zu entwickeln, die nach einer bestimmten Zeit kaputtgehen. In der Konsumgüterbranche arbeitet man oft wortwörtlich für die Mülltonne. Das stieß Carolin sauer auf, und sie gründete kurzerhand ihr eigenes Unternehmen: Knister Grill, den ersten vollständig in Deutschland produzierten Grill aus nachhaltigen Materialien, die zu 98 Prozent recycelt werden können. Eine Kickstarter-Kampagne und nur ein halbes Jahr später gingen die ersten Grills in Produktion, heute beschäftigt sie neun Mitarbeitende.

Der Standort Deutschland ist für Carolin eine Selbstverständlichkeit. „Ich will Arbeitsplätze und Wirtschaft hier vor Ort sichern.“ Dass es nicht nur ökologisch von Vorteil ist, im eigenen Land produzieren zu lassen und damit kurze Lieferwege zu haben, bemerkte Knister Grill spätestens in der Corona-Krise. Da stieg innerhalb von wenigen Tagen die Nachfrage nach der Balkonhalterung, in die man den Grill einklemmen konnte, rasant an. Von der waren aber nicht genug auf Lager. In Windeseile orderte Knister Grill die Halterungen beim deutschen Hersteller nach, nur wenige Tage später konnten sie die Produkte ausliefern. „Bei einem chinesischen Lieferanten wäre das niemals gegangen. Auch nicht in Zeiten, in denen die Grenzen offen sind.“

Milena Glimbowski

Bis 2050 will Deutschland klimaneutral werden. Das geht nur, wenn sich Unternehmen nicht nur eine hübsche grüne Weste anziehen, auf Alukapseln im Kaffeeautomaten verzichten und Papier zweimal bedrucken, sondern tatsächlich dafür sorgen, dass sie ressourcenschonend, fair und sozial gerecht produzieren. Ein grünes Unternehmen produziert und vertreibt ökologisch nachhaltige Produkte und Dienstleistungen, möchte gesellschaftlich und sozial eine positive Wirkung schaffen und von Grund auf fair aufgestellt sein.

Ein solches Unternehmen ist Original Unverpackt, gegründet von Milena Glimbowski. Die Inspiration dazu brachte ein gemeinsamer Kochabend mit einer Freundin, als den beiden auffiel, wie viel Müll sich in der Küche häufte. Die Idee für einen Laden, in dem man alle Waren unverpackt kaufen kann, war geboren. Milena reichte diese bei einem Wettbewerb für nachhaltige Ideen ein und zu ihrer eigenen Überraschung gewann sie. Eigentlich eine feine Sache. „Aber damit stieg auch der Druck, die Idee tatsächlich umzusetzen. Ich hatte natürlich keine Ahnung, wie groß der Berg war, den man bei so einer Gründung besteigen muss.“

Trotzdem schrieb sie mit der Freundin einen Projektplan, startete eine Crowdfunding-Kampagne und hielt Ausschau nach einem Ladenlokal. Die beiden beschlossen: Wenn die Idee auf der Plattform Anklang fand, würden sie gründen. Dann geschah das Unglaubliche: Bereits am ersten Tag spendeten Fans ihrer Gründungsidee die notwendigen 25.000 Euro. Am Ende kam sogar fast das Fünffache der Summe zusammen, 110.000 Euro. Es wurde ernst. Sie eröffnete den ersten Original-Unverpackt-Laden 2014 in Berlin. Nach einigen Jahren war der zwar profitabel, aber Milenas Ressourcen gänzlich erschöpft. Sie musste sich eine Auszeit nehmen – eine vollkommen neue und schockierende Erfahrung für das Energiebündel.

Joana Breidenbach

„Wir stehen vor einem gewaltigen Umbruch“, erklärt Joana Breidenbach in unserem Gespräch. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit gemeinwohlorientierten Unternehmensformen und forscht zum Thema New Work, dem Sammelbegriff für sinnstiftende Arbeit, die einen höheren Zweck verfolgt und uns in die Zukunft führen wird. Durch neue Technologien, Digitalisierung und Automatisierung werden in einigen Jahren viele Berufe überflüssig sein. Das hat Auswirkungen auf unsere Geisteshaltung, wie es sich bereits in den Lebensmodellen der Generation Y ankündigt, der ersten Generation, die bei steigenden Lebenskosten weniger als ihre Eltern verdient und auch deswegen zunehmend weniger Sinn darin erkennt, den alten Idealen nachzueifern. Im Konzept der New Work ist das Ziel, ein werteorientiertes, zukunftsfähiges Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem die Beschäftigten im Zentrum stehen – und nicht das profitorientierte Wachstum.

Wir stecken mitten im Wandel: Das alte System hat seinen Höhepunkt erlebt und ist im Niedergang begriffen, das neue System treibt gerade seine ersten Blüten und erlebt einen Aufschwung. Marktwirtschaft, so schien es lange, sei das beste System. Doch das grenzenlos wirkende Wachstum hat Grenzen erreicht. In Zukunft werden wir kluge, flexible und kreative Lösungen für die großen Probleme der Menschheit finden müssen.

Dass es möglich ist, neue nachhaltige Unternehmensformen erfolgreich umzusetzen, hat Joana am eigenen Beispiel gezeigt. Die promovierte Kulturanthropologin war 2007 eine der Gründer*innen des Unternehmens betterplace.org, einer Plattform für Hilfsorganisationen, die innerhalb kurzer Zeit zu Deutschlands größter Spendenplattform wurde. 2014 schaffte Joana ihren eigenen Chefposten ab und beteiligte sich fortan als Investorin an verschiedenen Start-ups. Sie weiß, dass es möglich ist, ein Unternehmen nachhaltig und rentabel zu gründen. Darin liegt  unsere Zukunft. Wir werden künftig nicht nur innovativere, kreativere Lösungen für unseren täglichen Bedarf finden müssen, unsere Gesellschaft braucht auch einen soliden Mittelstand, wenn sie weiterhin dieselben Privilegien genießen will. Selbständige, kleine und mittelständische Betriebe können hier eine entscheidende Lücke schließen, die bereits heute klafft.

Grün ist die Hoffnung

Wir brauchen Menschen, die Mut und Initiative zeigen. Die Verantwortung für sich, aber auch für andere übernehmen, vor allem aber für die Gesellschaft, in der wir leben. Wir sind dazu aufgefordert, ein vollkommen anderes Verhältnis zu unserer Umwelt zu entwickeln. Es liegt an uns, dass ökologische Initiativen und Förderprogramme mehr Aufmerksamkeit bekommen als das Video eines bauchrutschenden Pinguins in den sozialen Medien. Grüne Unternehmungen sind der Motor des Strukturwandels, aber auch die Mittelschicht von morgen. Denn wer solide und langsam wächst, wächst nachhaltig und übersteht auch größere Krisen, die in Zukunft sicher nicht weniger werden. Wir müssen daher Sorge tragen, dass grüne Gründer*innen stärker in den Fokus rücken, sich besser miteinander vernetzen und unterstützt werden. Und wir brauchen Vorbilder. Green Rebels, die zeigen, dass es geht.

Tipp zum Weiterlesen: Die Autorin dieses Beitrags stellt in ihrem Buch „Green Rebels, Frauen und ihr Traum von einer besseren Welt“ die Lebensentwürfe, Hoffnungen und Fragen sog. Green Rebels vor, einer neuen Generation von Unternehmerinnen und Gründerinnen. Ein Buch, das gute Gründe aufzeigt, den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen und Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Andrea Juliane Bitzer, Green Rebels, Frauen und ihr Traum von einer besseren Welt, ISBN: 9783749901166, HarperCollins 2021, 14 Euro

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I feel Food!

Franziska Schaal und Fabian Zbinden bieten mit feelfood Instant-Mahlzeit in veganer Bio-Qualität und wollen unsere schnellen Mittagspausen auf ein neues geschmack­liches Level heben.

Es beginnt wie ein Rezept: Man nehme eine deutsche BWL-Studentin und engagierte Vorsitzende des Entrepreneurs Club Cologne mit der Leidenschaft, unsere Gesellschaft und Umwelt ein bisschen besser zu machen. Dabei will die Vielbeschäftigte aber auch zwischen Meetings und Deadlines nicht auf rasche, gesunde und leckere Mahlzeiten verzichten.

Und man nehme einen Koch aus der Schweiz, der nach mehreren Jahren in der Hollywood-Spitzengastronomie zu seinen Wurzeln zurückkehrt. In seiner Heimat serviert der kreative Freigeist im eigenen Foodtruck vegane Eintopfgerichte im Brot. Mit seiner ersten Idee einer Fast-Fertig-Suppe holt er 2019 in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ sogar einen Deal.

Wie ein Blind Date für Geschäftspartner*innen

Vernetzt wurden Franziska Schaal und Fabian Zbinden durch einen persönlichen Kontakt in der Kölner Start-up-Szene. „Das ganze fühlte sich etwas an wie ein gecastetes Blind Date für Geschäftspartner“, lacht Franziska. „Jedoch stimmten unsere Werte, Vorstellungen und unsere Begeisterung für feines, gesundes Essen überein.“ So trafen sich die beiden gleich am nächsten Tag wieder. Nach einer langen Brainstorming-Nacht fingen sie an, eine Idee für ihr Start-up auszuarbeiten. Ihre Vision: pflanzliche und qualitativ hochwertige Mahlzeiten schnell verfügbar machen. „Fertigmahlzeiten haben nicht unbedingt den Ruf, lecker und gesund zu sein“, erzählt Fabian.

Eine Idee macht noch kein Unternehmen

Nun war die Idee von feelfood geboren. „Aber eine Idee macht noch kein Unternehmen“, lächelt Franziska. „Oft denkt man nur daran, dass ein gutes Produkt entwickelt werden muss, aber im Hintergrund muss nun mal auch ein komplettes Unternehmen mit vollständigen Strukturen entstehen.“ So standen zuerst drei Bereiche auf der Agenda: Produktentwicklung, Branding und die Unternehmensgründung 2020 inklusive erster Finanzierung. „Leider fallen in den ersten Steps auch schon viele recht­liche Themen wie etwa Markenanmeldung und Datenschutzerklärungen an. Aber wenn man das Grundsetup erstmal aufgebaut hat, dann kann man darüber auch schon sehr schnell die ersten Produkte verkaufen.“ Franziska hat ihren Bachelor in BWL inzwischen absolviert und bei feelfood die Strukturen aufgebaut. Sie verantwortet Marketing, Finanzen und Operations, während Fabian der kreative Produktentwickler und Vertriebler ist. So unterschiedlich die beiden ticken, so perfkt ergänzen sie sich als Team, sind sie doch beide Menschen, die etwas bewegen möchten.

Gut essen und sich gut fühlen

Das wichtigste Kriterium bei der Produktentwicklung war: Das Essen muss fein schmecken. Fabian ist stolz: „Es ist mir gelungen, die ersten Instant-Gerichte, die wie selbst gekocht schmecken, zu kreieren.“ Dabei haben sich die beiden nicht aktiv für die Kategorie der Instant-Mahlzeiten entschieden. „Vielmehr war es unsere Idee, den Menschen das Leben zu vereinfachen, indem wir die bestmöglichen Nährstoffe auf die bequemste Art und Weise liefern. Und da das mit bereits getrockneten Elementen wie Reis, Cashews und ähnlichen Zutaten am besten funktioniert, wurde feelfood ein Instantprodukt. Genau gesagt, eine vollwertige Instant-Mahlzeit in bio und vegan“, so der Koch. Das Aufmischen bzw. Umkrempeln des Instant-Mahlzeiten-Marktes war also eher ein positiver Nebeneffekt. Franziska ergänzt: „Das Tolle ist, dass die Handhabung von Instant weit bekannt ist. Konsument*innen verstehen sofort, dass sie sich aufwändiges Kochen und damit sehr viel Zeit sparen können. Neu ist, dass sie dank unserer vollwertigen Bio-Mahlzeiten gut essen und sich gut fühlen können.“

Simple Idee, komplizierte Rohstoffbeschaffung

So rasch und einfach der Genuss zubereitet ist – mit der Produktion konnten die Jungunternehmer nicht ganz so schnell starten. „Wir haben ein sehr komplexes Produkt und die Zutaten müssen sowohl Instant (vorgekocht und getrocknet) als auch in Bio-Qualität verfügbar sein. Diese Kombination wird aber nur selten angeboten“, erklärt Fabian. Franziska ergänzt: „Die wohl schwerste Hürde für uns ist die Rohstoffbeschaffung und die damit verbunden Lieferzeiten. Es war für uns zum Start nicht einfach, überhaupt einen Produzenten zu finden. Erst nach einiger Zeit fanden wir einen familienbetriebenen Bio-Bauernhof, der die Zutaten direkt vom Feld in die hof­eigene Produktion überführt. Zeitaufwendig war es zudem auch, Maschinenteile für unsere Pappbecher anzufertigen.“

Crowdfunding für die erste große Produktion

Im Jahr 2020 stieg feelfood mit einem Soft-Launch von wenigen Produkten in den Markt ein, um das Interesse an gesunder Convenience zu testen. Damals waren es Mahlzeiten auf Basis von verschiedenen Getreiden, Hülsenfrüchten und Kernen sowie verschiedenem Gemüse. Das Feedback war positiv, Anregungen zu Geschmack und Konsistenz wurden inzwischen umgesetzt. Fabian hat drei komplett neue herzhafte Mahlzeiten kreiert: eine Pasta Bolognese vegan, ein Red Lentil Dal und ein Chili sin Carne. Zudem haben die beiden das Design auf ein neues Level gehoben und die Verpackungen ready für den Lebensmitteleinzelhandel gemacht. Ende 2021 hat das Start-up eine Crowdfunding-Kampagne lanciert, wie Franziska erzählt: „Mit dem Funding von 12.500 Euro konnten wir die erste große Produktion der drei Sorten finanzieren.“

Funding, Finanzierung – das ist nur ein Themenbereich, der Start-ups stark beschäftigt. Herausforderungen sind aber genau das Spannende daran, da sind sich Franziska und Fabian einig: „Gründen bedeutet für uns, losgelöst von alten Strukturen Neues zu kreieren und die Freiheit und Chance zu haben, für die Menschen das Leben auf unserem Planeten ein bisschen einfacher zu gestalten.“ Die Betriebswirtin kennt noch eine andere Motivation: „Zudem treibt uns der Gedanke an, dass wir uns selbst, aber auch anderen jungen Menschen Arbeitsplätze bieten können, an denen sie sich wohlfühlen und sie die Möglichkeit haben, etwas aufzubauen.“ Sie erinnert sich zurück an ihr Studium, wo ihr Bekannte gesagt hätten, sie wüssten nicht, woran sie in Zukunft arbeiten möchten oder dass ihnen die Arbeit keinen Spaß machen würde. „Den Gedanken finde ich schrecklich, wenn man sich bewusst macht, dass die Arbeit den zeitlichen Hauptteil unseres Lebens ausmacht.“ Bei feelfood am Standort in Köln engagieren sich Franziska und Fabian heute mit einem sechsköpfigen Team.

Gesunde Alternative im Supermarktregal

Franziska und Fabian wollen sich als gesunde Lifestyle Brand für Vielbeschäftigte etablieren. Um so viele Menschen wie möglich zu erreichen, soll feelfood langfristig über den eigenen Onlineshop mit Lieferung durch DHL GoGreen, über den stationären Handel in Deutschland sowie in der Schweiz verkauft werden. Das Start-up möchte seine Produkte im Supermarkt platzieren. „Es kann nicht sein, dass es im Regal nur Instant-Produkte voller Konservierungsmittel mit schlechten Nährwerten und wenig Geschmack gibt“, so Franziska. „Wir zeigen, dass es auch anders geht: praktisch, lecker und gesund.“ An der Nachfrage zweifeln sie nicht. Denn wie oft falle im vollen Tagesprogramm die Mittagspause zeitlich zu knapp aus. Gut, wenn man da zu einem feelfood-Becher greifen kann. So wie Franziska und Fabian das selbst gern tun. Franziskas Favorit ist übrigens das Red Lentil Dal, bei Fabian ist es die Pasta: „Auf die Pasta Bolo bin ich besonders stolz, die mag ich am liebsten!“

Start-up-Quelle Klassenraum

Die Förderung junger Talente, die sich schon in der Schule fürs Gründen begeistern, wird hierzulande nach wie vor eher stiefmütterlich behandelt. Umso wichtiger ist es, Mut zu machen und erfolgreiche Schülergründer*innen zu präsentieren.

Ideen können überall entstehen, auch schon in der Schule. Das deutsche Bildungssystem macht es angehenden Gründer*innen allerdings nicht leicht – dennoch stehen einige Schüler*innen kurz vor dem Durchbruch. „Vom Bildungssystem kommt da leider nicht viel“, sagt Leonard Darsow, 17 Jahre alt, aus Freiburg im Breisgau. „Was gibt es für einen besseren Weg als die Schule?“, fragt Berit Allgeier, 18 Jahre, aus Achern (Baden-Württemberg). „Da muss mehr kommen, das verpflichtend zu unterrichten“, meint Edgar Schmidt-Narischkin, 19 Jahre, aus Berlin. Nein, gut steht Deutschland wirklich nicht da, wenn es darum geht, das Gründertum in der Schule zu vermitteln. Laut einer Untersuchung des Global Entrepreneurship Monitors liegt Deutschland gerade einmal auf Platz 36 von 54 in dieser Kategorie.

Hilfe von außerhalb

„Das Gründertum und das Handwerkszeug zum Gründen werden in unserem Bildungssystem kaum vermittelt“, kritisiert Hauke Schwiezer, Mitgründer und Geschäftsführer der Non-Profit-Organisation Startup Teens (s. StartingUp 02/2020 – Abonnent*innen können im Online-Heftarchiv gratis auf den Beitrag zugreifen). Besonders bei jungen Gründer*innen gehört Deutschland mit 3,4 Prozent zu den Ländern mit den niedrigsten Quoten. „Viele Jugendliche würden gern gründen, wissen aber noch nicht wie“, sagt Schwiezer. Mit Startup Teens adressieren er und sein Team dieses Problem. Ziel der Initiative ist es, jungen Menschen dabei zu helfen, ihre innovativen Ideen umzusetzen, damit es künftig wieder mehr Gründer*innen, Unternehmensnachfolger*innen und unter nehmerisch denkende Angestellte gibt. „Wir vermitteln dafür wichtige Skills, wie Coding, also Programmieren, und machen sie so fit für ihre berufliche Zukunft“, erklärt Schwiezer. Um das zu ermöglichen, bietet Startup Teens On- und Offline-Events, einen You­Tube-Kanal für Unternehmertum und Coding sowie ein Mentoren-Netzwerk mit fast 1000 Persönlichkeiten aus Start-up-Szene, Industrie und Mittelstand.

Außerdem wird jährlich ein deutschlandweiter Businessplanwettbewerb veranstaltet. Einen solchen jährlichen Wettbewerb veranstaltet auch Jugend gründet. Seit 2003 können Teilnehmende mithilfe einer Online-Eingabemaske einen markt­reifen Businessplan entwickeln. Dabei werden sie durch die JG-Business-Academy und über ein großes Mentoren-­Netzwerk unterstützt. Denn auch hier wurde das Problem an deutschen Schulen erkannt: „Unternehmen haben in unserer Gesellschaft eine große Bedeutung: Sie kreieren Werte mit ihren An­geboten, sie stellen Arbeitsplätze für die Mehrzahl aller Beschäftigten in Deutschland und sie sind Innovationstreiber“, sagt Projektleiterin Franziska Metzbaur. „Eine Beschäftigung mit diesen Themen bereits im Unterricht halte ich für höchst sinnvoll. Auch, weil es nötig ist, dass wir den Jugendlichen aufzeigen, dass in diesem Bereich eine große Chance besteht mitzugestalten, wie sich unsere Zukunft entwickelt.“ Und Jugend gründet bietet neben dem Businessplan noch ein weiteres Element: In der zweiten Phase des Wettbewerbs wird ein virtuelles Unternehmen in einer Com­puter­simulation für die ersten acht Jahre durch die Höhen und Tiefen der Konjunktur gesteuert. Die zehn Teams, die nach diesen beiden Runden die meisten Punkte haben, dürfen am Finale teilnehmen. Dem Gewinner winkt der Hauptpreis: Eine Reise ins globale Gründerparadies Silicon Valley.

Kein Rest bleibt zurück

Über diesen Preis konnte sich 2020 Edgar Schmidt-Narischkin aus Berlin freuen. Zusammen mit seinem Team bestehend aus Kilian Holle, Karl Weiss, Liv Jürgensen und Subonn Lee hat er ein Produkt entwickelt, dessen Ursprung auf einem Balkon mitten in Berlin liegt. Denn Edgar liebt die Gartenatmosphäre auf seinem Balkon und bepflanzt ihn deshalb jedes Jahr neu. Doch eine Sache stört ihn: Die Plastikblumentöpfe seiner Setzlinge, die sich hinter ihm auftürmen. „Es tut weh, dass sich jedes Mal so viel Müll ansammelt“, sagt der 19-Jährige.

Laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) landen hierzulande jährlich 116.000 Tonnen Plastik aus Verpackungen und Produkten in der Umwelt. Um diese Zahl zu senken, hat Schmidt-Narischkin mit seinen Freund*innen einen Blumentopf entwickelt, der sich selbst in der Erde kompostiert. Der sog. KomPot besteht aus Holzfasern, Stärke und Lignin. Er kann zusammen mit dem Setzling eingepflanzt werden und verschwindet nach einigen Monaten, während er dabei die Pflanze düngt. „Die Entwicklung geht gut voran“, erklärt der 19-Jährige zum KomPot, dessen Marktstart wegen geschlossener Blumenläden verschoben werden musste. „Die Schule hat uns bei diesem Projekt Mut gemacht“, sagt er. Über Workshops des Netzwerks „[email protected]“ sind sie in Berührung mit dem Unternehmertum gekommen. Dennoch: „Schön wäre es, wenn es auch im Unterricht entsprechende Module geben würde. Es kann so viel Innovation bringen, wenn Schüler im Unterricht etwas zum Thema Gründen lernen würden.“

Enpal: Das grüne Einhorn

Wie das GreenTech-Start-up Enpal in nur vier Jahren zu Deutschlands erstem grünen Einhorn wurde und nun die größte Energiebewegung Europas aufbauen will.

Im Jahr 2008, während der Wirtschaftskrise, hat Mario Kohle mit einem Schulfreund den Internetmarktplatz Aroundhome gegründet, der damals noch Käuferportal hieß. Aroundhome vermittelt Produkte und Dienstleistungen rund ums Haus; damals mit einem Außenumsatz von 1,5 Milliarden Euro. 2016 stieg ProSiebenSat.1 ein. Trotz dieser Erfolgsgeschichte verließ Mario das Unternehmen im Jahr 2017. Denn ihm bereitete die Klimakrise zunehmend Sorgen und er wollte aktiv etwas dagegen unternehmen – mit der Fähigkeit, die er am besten beherrschte: ein Unternehmen aufzubauen. Die Idee zu Enpal war geboren.

Drei Verrückte und ein Ikea-Tisch

Bei Aroundhome hatte Mario Kohle bereits viel mit Solaran­lagen zu tun. Dabei merkte er, dass in dem Markt großes Potenzial steckt. „Eine Solaranlage zu kaufen, ist kompliziert, mit viel Bürokratie verbunden und teuer. Das überfordert viele“, so Mario. Er war überrascht, dass das nicht einfacher ging. Also fragte er seine besten Freunde, ob sie mit ihm ein neues Wagnis starten wollen: Solaranlagen online zu verkaufen. Alles, was kompliziert war, wollte man für die Kund*innen einfach machen. Seine beiden alten Studienfreunde Jochen Ziervogel und Viktor Wingert kamen mit an Bord. Wenig später schraubten sie den ersten Ikea-Tisch im neuen Büro zusammen. „Wir werden nie vergessen, wie wir gestartet sind“, sagt Mario rückblickend und lacht. „Drei Verrückte und ein Ikea-Tisch.“

Mit Enpal haben die drei eine sog. No-Brainer-Solaranlage geschaffen: Das Unternehmen vermietet Anlagen und Batteriespeicher im Abo. Die Kund*innen müssen sich um nichts kümmern, alles wird organisiert, von der Anlage bis hin zum Anschluss bei der Bundesnetzagentur, inklusive Wartung, Reparatur und Versicherung. Alle Kosten inklusive. Das Konzept schlug ein: In nur vier Jahren wurde Enpal zu dem am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen des Landes – und zum ersten grünen Einhorn in Deutschland. „Wir laufen keiner Bewertung hinterher“, sagt Mario. „Mich treibt um, wie wir unseren Kund*innen die bestmögliche Erfahrung und das bestmögliche Produkt bieten können, wie wir eine tolle Firma bauen, wie wir die Welt verändern. Die gute Bewertung kommt dann von allein.“

Auf dem Weg zur Erneuerbaren-Community

Bei einem so komplexen und vor allem physischen Produkt wie einer Solaranlage kann es einige Probleme bei der Umsetzung geben – noch dazu, wenn das Modell skalierfähig sein soll. Im ersten Jahr hatte Enpal insgesamt nur 40 Anlagen gebaut. Inzwischen bauen die Monteur*innen so viele Anlagen oft an einem einzigen Tag. Bei Enpal arbeiten aktuell über 1000 Angestellte, davon über 400 Handwerker*innen, die man selbst ausbildet, damit sie in ganz Deutschland Anlagen montieren können.

Enpal will die Menschen zu einer Erneuerbaren-Community verbinden. Dafür baut das grüne Start-up die größte Energiebewegung in Europa. „Alle können unkompliziert auf grünen, günstigen Strom umsteigen. So einfach war Solarenergie noch nie“, ist sich Mario sicher. Als einziger Anbieter ermöglichen die Berliner ein integriertes Ökosystem mit Solaranlage, Batterie, Ökostromtarif und Smart-Home-Umgebung in Form eines Miet-Abo-Modells.

Darin ist alles inklusive: Beratung, Planung, Montage, Reparatur, Reinigung, Zinsen, Monitoring, Enpal-App, Versicherung, Ersatz des Wechselrichters, des Batteriespeichers oder anderer defekter Bauteile. Das Abo läuft für 20 Jahre, danach können die Hauseigentümer*innen die Anlage für einen Euro übernehmen.

Wer groß werden will, muss groß denken

Am Anfang hat Mario sein eigenes Geld in die Firma gesteckt. Aus dem Verkauf seines ersten Unternehmens hatte er ausreichend Gewinn gemacht, um damit Enpal zu starten. Als Enpal bei den Sparkassen erstmals nach Krediten fragte, um die ersten Solaranlagen zu finanzieren, hatten die Direktoren große Fragezeichen in den Augen. Die Unternehmung schien verrückt: Da kamen drei Jungs und wollten die Welt retten. Wie sollte daraus ein Business Case entstehen? Trotzdem konnten Mario und sein Team die Bank überzeugen, und auch andere Kreditgeber stiegen mit ein. Recht schnell waren dann einige bekannte Köpfe aus der Berliner Start-up-Szene von der Enpal-Idee überzeugt.

Inzwischen stehen viele prominente Investoren hinter dem Start-up: Im Jahr 2020 hat z.B. der führende Silicon-Valley-Investor Princeville Capital mit Leonardo DiCaprio investiert. Seit 2021 sind u.a. SolarCity-Mitgründer (und Cousin von Elon Musk) Peter Rive und der weltgrößte Tech-Investor Softbank mit an Bord. Dadurch wurde Enpal 2021 zum ersten grünen Einhorn in Deutschland.

Mittlerweile ist Enpal mit 12.000 Kund*innen eines der führenden Solarunternehmen in Deutschland. Das schnelle Wachstum ist vor allem deshalb ein Erfolg, „weil es einen Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise leistet. Je mehr Anlagen und Speicher, je mehr Ökostrom, je mehr Wallboxen, desto weniger CO2“, bringt es Mario auf den Punkt. Auf lange Sicht will Enpal eine Solar-Revolution anstoßen und den Energiemarkt umkrempeln. Die Vision: Das Zuhause als grünes Ökosystem, bei dem man den selbst produzierten Strom nutzt, um sein E-Auto zu laden oder in der Enpal-Community zu teilen. Bis Ende des Jahrzehnts will Enpal eine Million Haushalte mit grüner Energie versorgen. „Wir wollen die Menschen zu einer Erneuerbaren-Community verbinden“, formuliert Mario das ambitionierte Ziel.

Marios Tipps für Gründer*innen

  • Sag niemals nie: „Niemand bei Enpal hat ein Einzelbüro. Gemeinsames Arbeiten im Büro heißt bei uns wirklich ,gemeinsam‘. Das schweißt zusammen und lässt die Kreativität und die Informationen fließen. Während der Pandemie haben dennoch alle von zu Hause gearbeitet, und trotzdem konnte das Unternehmen weiter wachsen und den Klimaschutz von unten voranbringen.“
  • Lauf nicht einer Bewertung hinterher: „Wenn du denkst, etwas zu sein, hörst du auf, etwas zu werden. Deswegen fokussiere ich mich nicht darauf, auf Biegen und Brechen eine möglichst hohe Bewertung bei den Investor*innen zu bekommen. Ich laufe auch nicht dem Geld hinterher – ich zahle mir als Geschäftsführer selbst kein Gehalt aus. Mein Geld und mein ganzes Herzblut stecken in der Firma. Mich treibt um, wie wir unseren Kund*innen die bestmögliche Erfahrung und das bestmögliche Produkt bieten können, wie wir eine tolle Firma bauen, wie wir die Welt verändern. Die gute Bewertung kommt dann von allein.“
  • Üb dich in produktiver Paranoia: „Die Formulierung von Jim Collins sollten sich alle Gründer*innen merken. Denke nicht nur in Ideallinien und naiv positiv. Denke auch darüber nach, was schiefgehen kann und wappne dich dementsprechend. Habe immer einen Plan B und C in der Tasche. Nur dann kannst du auf vermeintlich unvorhergesehene Dinge schnell und effizient reagieren. Eine gute Faustformel ist: Läuft in deinem Unternehmen deiner Meinung nach gerade alles rund, hast du mit Sicherheit nur noch nicht bemerkt, wie sehr gerade etwas schiefläuft.“
  • Bau dir ein A-Team: „Als Gründer*in neigt man gern mal dazu zu glauben, dass man selbst alles am besten kann. Kaum ein Gedanke ist so falsch! Wer so denkt, hängt in zu vielen Details fest und verliert seinen Fokus. Mein Tipp: Suche dir Leute, die von diesen und jenen Themen mehr verstehen als du und hole sie mit ins Boot. Als Gründer*in solltest du dich dann nur auf diejenigen Dinge konzentrieren, die für dein Business gerade am kritischsten sind. Versuche nicht, zu viele Probleme gleichzeitig zu lösen, sondern nacheinander – dafür aber nachhaltig.“
  • Mach dir deine Hände schmutzig: „Du kannst kein Unternehmen bauen, wenn du nur mit deinem Latte im Einzelbüro hockst. Auch als Gründer*in und CEO musst du oft Arbeit erledigen, die dir keinen Spaß macht. Wir haben am Anfang selbst die Tische zusammengeschraubt und im Büro übernachtet. Den mentalen und körperlichen Druck hältst du nur durch, wenn du an etwas Großes glaubst, wenn du weißt, wofür du jeden Morgen aufstehst. Für mich ist jede neue Solaranlage das größte Glück. Das gibt mir die Energie, durchzuhalten.“

Fitness ohne geistige Mauern

Seher Danisman ist mit Fitspirated angetreten, um allen Frauen Sport zugänglich zu machen, unabhängig von Ethnie, Kultur oder Religion.

Seher Danisman ist 20 Jahre alt, lebt und arbeitet in Saarbrücken und ist Gründerin von Fitspirated. Als Coach hat sie seit ihrer Gründung im Januar 2021 über 200 Frauen geholfen, einen gesunden Lebensstil aufzubauen. „Fitspirated setzt sich aus den beiden Wörtern ,Fitness‘ und ,Inspiration‘ zusammen. Bei Fitspirated inspirieren wir Frauen zu einem gesunden Körper in Kombination mit einem positiven Mindset, um einen nachhaltigen Lebensstil aufzubauen, der sie erfüllt und den Segen in ihrem Leben erhöht“, erklärt Seher.

Vom Leistungssport zur Berufung

Mit 15 Jahren wurde Sehers Interesse für Sport in einem Verein geweckt. „Ab diesem Zeitpunkt hat sich mein Leben zum Positiven verändert. Neben meiner Fitness verbesserten sich auch meine Schulnoten und mein Sozialverhalten. Es gab viele Faktoren, die mich damals behindert hatten, diesen Weg einzuschlagen“, so Seher. Unter anderem nennt die Unternehmerin ihre damalige finanzielle Situation als Schülerin. Als Arbeiterkind in einer Großfamilie mit neun Geschwistern, galt eine Vereinsmitgliedschaft als Traumvorstellung. „Trotz vieler Umwege hielt mein Traum an, und ich erreichte mein Ziel. So wurde ich zur Leistungssportlerin im Rudern. Doch habe ich den Leistungssport in meinen jungen Jahren nicht als solchen wahrgenommen. Für mich lag der Fokus immer darauf, dass ich Spaß an der Sache habe“, sagt Seher. Mit der Zeit entdeckte Seher auch ihre Leidenschaft für andere Sportarten und verlor die Freude am fokussierten Spitzensport. „Das war das Ende meiner Karriere als Leistungssportlerin und der Beginn meiner Berufung“, erinnert sie sich.

Mit der Entscheidung für das Studium der Sportwissenschaften begann Seher, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. „Angefangen habe ich als Trainerin in unterschiedlichen Vereinen für verschiedene Altersgruppen. Besonders gern habe ich Kinder- und Frauengruppen trainiert. Im Laufe der Zeit und unter anderem auch durch die Corona-Pandemie habe ich immer mehr Freunden und Bekannten privat geholfen, fit zu werden. Fitspirated entstand, weil mir klar wurde, dass ich besonders erfolgreich darin war, Frauen zu helfen, die Schwierigkeiten hatten, den Zugang zum Sport zu finden“, berichtet Seher.

Rassismus und Sexismus als Hemmnisse

Es gibt viele Gründe, wieso jemand den Weg zum Sport nicht finden kann. Unter anderem spielen Rassismus und Sexismus eine große Rolle, ist sich Seher sicher: „Ich bin zum Beispiel sehr vielen Frauen begegnet, denen mit ihrem Burkini in öffentlichen Bädern deutlich vermittelt wurde, dass sie dort nicht erwünscht sind.“

Als Sportlerin und Trainerin ist Seher immer wieder mit kulturellen, religiösen und damit verbunden finanziellen Herausforderungen konfrontiert worden. „Es sind nicht die Blicke, die ich durch mein Kopftuch beim Klettern ernte. Es sind vielmehr die Konfrontationen mit Hallenwärtern und Trainern, die beispielweise unangenehme Fragen stellen“, so Seher. Dabei stellt ihrer Meinung nach nicht die Frage selbst die eigentliche Herausforderung dar, sondern die Atmosphäre, die dadurch entsteht. Denn selbst, wenn beispielweise das richtige Setting für das Sporttreiben mit Kopftuch gegeben ist, muss auch eine angemessene Atmosphäre herrschen. Für eine solche Atmosphäre sind Sehers Meinung nach unter anderem die Trainer*innen verantwortlich.

„Ich bin überzeugt, dass jede Frau den Weg zum Sport finden und darin aufgehen kann. Unter der Voraussetzung, dass sie weiß, wie sie dies bewerkstelligen kann und auch, wenn der Rahmen dafür gegeben ist“, so Seher. Mit Fitspirated möchte die Gründerin diesen Rahmen bieten und den Problemen, vor allem von bedeckten Frauen, im Fitnessbereich ein Ende setzen. „Unsere Mission ist es, Frauen zu zeigen, wie viele Möglichkeiten der Sport bietet. Wir wollen zeigen, dass man ohne einen Traumkörper zu haben, Sportlerin sein kann, dass man das Leben ohne Verzicht genießen kann, und wir wollen sie dazu ermutigen, das zu tun, was sie erfüllt. Dabei soll es keine Rolle spielen, welcher Ethnie oder Religion sie angehören“, so das Credo der Fitspirated-Gründerin.

Gelernt, mit Konfrontationen umzugehen

Frauen, die aufgrund ihrer Kultur, ihrer Religiosität oder ihrer Vergangenheit keine Bezugspunkte zum Sport hatten, fehlen Vorbilder. Vorbilder, die ihre negativen Erfahrungen widerlegen. „Ich habe gelernt, mit Konfrontationen jeglicher Art umzugehen und kenne keine Sportart, die ich nicht mit Kopftuch ausüben kann. Da es nicht jeder Frau gelingt, sich den Konfrontationen selbständig zu stellen, habe ich mich trotz Schwierigkeiten zu Beginn der Gründung für die Selbständigkeit entschieden“, so Seher.

In den ersten Monaten ihrer Selbständigkeit musste sich Seher vielen Herausforderungen stellen. Eine davon war es, zu erkennen, dass der Erfolg zugleich auch der größte Feind des Erfolgs ist. „Denn anfangs bin ich beispielweise mit den Nachfragen nicht nachgekommen. Deswegen hatte ich mich darauf verlassen, dass es konstant so bleiben wird. Jedoch musste ich schnell feststellen, dass dies nicht stimmt. Die Herausforderung war es, am Ball zu bleiben, den Erfolg zu genießen, sich aber nicht darauf auszuruhen“, so die Gründerin.

Trotz der vielfältigen Anbieter*innen in der Fitnessbranche erreicht Seher mit Fitspirated eine Vielzahl an Frauen, die fit werden wollen, denen der Spaß am Essen fehlt und die sich nach mehr Erfüllung im Leben sehnen. „Diese Frauen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie allesamt stark und entschlossen sind“, so Seher.

Deshalb wollen Seher und ihr Team in den nächsten Jahren weiter wachsen und noch mehr Frauen erreichen. Unabhängig von ihrer Ethnie, ihrer Religion oder ihren Voraussetzungen wollen sie ihnen den Zugang zum Sport ermöglichen. „Dafür werden wir daran arbeiten, unser Angebot zu erweitern und vor allem Barrieren im Sport aufzuheben, um gesamtgesellschaftlich das Bewusstsein für die Probleme von Frauen im Sport zu wecken“, so die ambitionierte Unternehmerin abschließend.

Sehers Tipps für andere Gründer*innen

Abschließen möchte die Fitspirated-Gründerin Seher Danisman anderen Gründer*innen folgende drei Ratschläge mit auf den unternehmerischen Weg geben:

  • „Vertraue deinem Bauchgefühl: Der erste Schritt zu einer Gründung muss keine Entscheidung sein, sondern ein Bauchgefühl. Unabhängig davon, ob es um das Gründen oder eine Geschäftsentscheidung geht, vertraue deinem Bauchgefühl. Meistens haben wir uns schon entschieden, bevor eine Entscheidung gefallen ist.“
  • „Suche dir Spezialist*innen: Du bist zwar hauptverantwortlich, musst aber nicht alles erledigen. Am besten sortierst du die Arbeit nach Zeitaufwand. Such dir vor allem Hilfe bei Aufgaben, die dir nicht liegen.“
  • „Investiere in dich selbst: Die besten Investitionen, die du tätigst, sind diejenigen in dich selbst. Du bist der Kopf der Sache. Mit jeder Investition in dich selbst investierst du auch unmittelbar in deine Gründung bzw. dein Unternehmen.“

carbmee: mit Software zu Netto-Null im Unternehmen

Das Berliner Start-up carbmee hat mit dem Environmental Intelligence System einen nachhaltigen Lösungsansatz entwickelt, um Industrie-Unternehmen zu dekarbonisieren.

Um der Erderwärmung und den daraus resultierenden Folgen für die Umwelt entgegenzuwirken, hat die Europäische Union zahlreiche Klimaschutzmaßnahmen erlassen. So ist im European Green Deal festgelegt, dass bis 2050 eine nachhaltige Produktpolitik und vollständige Treibhausgasneutralität erreicht werden soll. Um diesen ambitionierten Zielen einen entscheidenden Schritt näher zu kommen, hat die EU-Kommission im Sommer 2021 das Maßnahmenpaket "Fit for 55", verabschiedet, durch das der CO2-Ausstoß der EU bis 2030 um mindestens 55 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden soll.

Um dem steigenden Druck und der finanziellen Belastung auf die Unternehmen entgegenzuwirken und insbesondere die CO2-intensive Industrie zu unterstützen, hat das Berliner Start-up carbmee eine Software zur Dekarbonisierung der Lieferkette entwickelt.

CO2-Hotspots im Unternehmen identifizieren

Carbmee wurde 2021 von Robin Spickers, Dr. Christian Heinrich und Hendrik Beneke gegründet und bietet eine Carbon Management Solution basierend auf der eigens entwickelten Software (Environmental Intelligence System). Mit einer Kombination aus KI und Automatisierungstechnik unterstützt carbmee Industrie-Unternehmen dabei, ihre CO2- Hotspots in der Wertschöpfungskette offenzulegen und mit dem Ziel der Klimaneutralität „grüne Entscheidungen“ zu treffen. „Scope 3 Emissionen sind ein riesiges Problem und niemand setzt sich damit auseinander, wie wir es lösen können. Dabei sind Scope 3 Emissionen in vielen Fällen für über 80 Prozent der gesamten Emissionen eines Unternehmens verantwortlich. Mit unserer Expertise setzen wir genau hier an“, erläutert Co-Founder Dr. Christian Heinrich.

Das Ziel: Netto-Null-Emission bis 2050

Vor kurzem hat das Start-up sein einjähriges Bestehen gefeiert und kann bereits in dieser frühen Phase auf eine beachtliche Bilanz schauen. In den letzten acht Monaten konnten, so die Angaben des Start-ups, mithilfe des Environmental Intelligence Systems 336.000 Tonnen CO2-Emissionen gemanaged werden. Das Potenzial und der Handlungsbedarf sind größer denn je: Laut Statista hat der Industriesektor 2020 über 113 Millionen Tonnen CO2-äquivalente Treibhausgasemissionen ausgestoßen.

„Die Meinung, dass Emissionen erst in 10 Jahren zu einem großen Problem werden, war vor einiger Zeit noch sehr verbreitet. Doch wir waren schon damals der Auffassung, dass wir so schnell wie möglich handeln müssen. Durch Covid ist dieses Problem nun sogar noch zentraler und dringender geworden. Unsere Vision ist es darum, mit Environmental Intelligence eine nachhaltige Transformation von Unternehmen voranzutreiben, um bis 2050 eine Netto-Null- Emission zu erreichen – und das auf einfache Weise“, so Co-Founder Robin Spickers.

Die Cannabis-Pionierin

Sie ist die erste Gründerin eines medizinischen Cannabis-Start-ups in Deutschland: Anna-Sophia Kouparanis. Mithilfe der von ihr 2020 mitgegründeten Bloomwell Group setzt sich Anna-Sophia dafür ein, chronisch Kranken den Zugang zu Medical Cannabis zu erleichtern.

In den vergangenen Jahren hat sich hierzulande in puncto Cannabis viel bewegt. 2017 wurde die Pflanze als Medizin freigegeben, mit der Möglichkeit der Kostenübernahme durch die Krankenkassen. 2021 kündigte dann die neue Regierung sogar eine vollständige Legalisierung der Pflanze an. Auch wenn Cannabis theoretisch seit fünf Jahren für schwerkranke Menschen auf Rezept erhältlich ist, hat sich der Umgang damit immer noch nicht normalisiert.

Die Zeit der großen Lieferengpässe scheint zwar vorbei, Patient*innen haben jedoch nach wie vor Schwierigkeiten, einen Arzt bzw. eine Ärztin zu finden, der/die bereit ist, mit den Blüten einen Therapieversuch zu starten. Auch die Kostenübernahme durch die Krankenkassen ist kein Selbstläufer. In der Vergangenheit wurde rund jeder dritte Antrag abgelehnt und die Apothekenpreise für Cannabisblüten sind im internationalen Vergleich hoch.

Seit Sommer 2021 sind die ersten Cannabisblüten aus deutschem Anbau verfügbar. Bis dahin wurden die Patient*innen ausschließlich mit Importen versorgt. In der Folge gründeten sich zahlreiche Großhändler*innen, die den Markt mit Cannabisblüten und Extrakten versorgen. So konnten zumindest die Lieferschwierigkeiten weitgehend aus dem Weg geräumt werden. Um die restlichen Hürden rund ums Cannabis-Biz abzubauen, wurde bislang jedoch wenig getan.

Medial gefeiert: Forbes 30under30

Genau hier setzt die Bloomwell Group an. Ziel des Geschäftskonzepts ist es, die Versorgung und die Betreuung von Patient*innen zu verbessern. Gleichzeitig bringe man durch einen einfacheren Zugang zu einem Cannabisrezept den Markt zum Wachsen, erklärt Mitgründerin Anna-Sophia Kouparanis. Anna-Sophia blickt auf einen überaus erfolgreichen Start als Unternehmerin zurück. 2021 wurde die 28-Jährige vom Forbes Magazine in die 30under30-List aufgenommen.

Nach ihrem Managementstudium stieg die Frankfurterin direkt bei dem Cannabis-Großhändler Farmako ein, den ihr Bruder Niklas Kouparanis 2018 gegründet hatte. Hier sammelte sie erste Erfahrungen in der medizinischen Cannabisbranche und machte sich mit der komplexen Regulatorik vertraut. Als Farmako Ende 2019 für 15 Mio. Euro an den kanadischen Cannabishersteller AgraFlora verkauft wurde, entstand bei Anna-Sophia der Wunsch, sich selbständig zu machen. So gründete sie im Oktober 2019 als erste Frau in Deutschland den pharmazeutischen Großhandel für cannabinoidhaltige medizinische Produkte Ilios Santé, den sie bis heute als Geschäftsführerin leitet.

Inzwischen sind Ilios Santé sowie auch der Anbieter für Therapien mit medizinischem Cannabis Algea Care in die Bloomwell Group integriert. Diese wurde im Juni 2020 von Anna-Sophia gemeinsam mit ihrem Bruder Niklas und den Co-Foundern Samuel Menghistu und Julian Wichmann gegründet. Hier liegt Anna-Sophias Fokus auf der strategischen Entwicklung der Gruppe. Außerdem hat sie ein Auge auf die regulatorischen Details.

Strategische Investor*innen statt stupid money

Die Bloomwell Group ist im letzten Jahr rasant gewachsen und hat inzwischen rund 200 Mitarbeiter*innen. Für die nächsten 12 Monate erwartet das Unternehmen einen Umsatz von knapp fünf Millionen Euro. Im Oktober 2021 gelang es dem Team zudem, eine Seedfunding-Runde über 10 Mio. US-Dollar abzuschließen. Dabei handelte es sich um das bis dato höchste öffentlich bekannte Seed-Investment in ein europäisches Cannabisunternehmen, ließ Bloomwell verlauten. „Wir haben damals detailliert geschaut, mit wem wir kooperieren wollen“, erinnert sich Anna-Sophia. „Wir wollten nicht nur einfach ‚stupid money‘, sondern Investor*innen, die auch strategisch hilfreich für uns sind.“ Mit Measure 8 Venture Partner, einem auf die Cannabisindustrie spezialisierten Wachstumskapitalgeber aus den USA, habe man einen Partner gefunden, der den Wandel zur Legalisierung bereits durchlaufen hat. Auch Business Angel wie Prof. Dr. Reinhard Meier, dem medizinischen Direktor und Gründer von Teleclinic, das sich als erstes Unternehmen in Deutschland mit Telemedizin befasste, unterstützen die Bloomwell Group auf ihrem Wachstumskurs.

Gleichzeitig gäbe es bei der Investor*innensuche immer noch Herausforderungen. Viele Gruppen wollten nicht in „Drogenmärkte“ investieren und schließen Investitionen in den Genussmittelbereich aus. Für Bloomwell kam das Geld aus Amerika. Anna-Sophia hätte sich gewünscht, auch einen deutschen Wagniskapitalgeber an Board zu haben. „In unserer Branche ist es fast schon Standard, dass das Geld aus Nordamerika kommt. Wir haben jedoch auch in Deutschland tolle VCs, und ich verstehe nicht, warum wir das Wachstum immer abgeben müssen.“

Mit dem eingesammelten Geld will sich die Bloomwell Group in drei Bereichen weiterentwickeln. Zum einen sollen entlang der Wertschöpfungskette weitere Unternehmen wie Algea Care ausgegründet und ausgebaut werden. Gleichzeitig wolle man weitere Unternehmen aufkaufen und in solche investieren, die als strategische Partner von Bedeutung sind.

Verbesserter Service für Patient*innen

Algea Care ist das Bloomwell-Unternehmen, das bisher am meisten mediale Aufmerksamkeit erhalten hat. Wenn Patient*innen bei ihrem Haus- oder Facharzt mit dem Wunsch nach einer Cannabistherapie auf Ablehnung stoßen, hilft das Unternehmen bei der Vermittlung einer Behandlung. Durch die Verbindung von speziell ausgebildeten Ärzt*innen, Telemedizin und weiteren Möglichkeiten der Digitalisierung bietet Algea Care den Betroffenen einen umfangreichen Service, den andere Praxen nicht leisten können. Algea Care begann im September 2020 mit dem operativen Geschäftsbetrieb. Inzwischen kooperiert man mit rund 70 Ärzt*innen.

„Für uns ist der Patient bzw. die Patientin im Zentrum aller Entscheidungen, die wir treffen“, so Anna-Sophia. „Durch digitale Angebote können wir Patient*innen näher sein, als wir es allein mit einer Arztpraxis könnten.“ Inzwischen verfügt Algea Care über 17 Standorte in ganz Deutschland. Hier finden allerdings meist nur die Onboarding-Termine statt, denn die regulatorischen Vorgaben schreiben ein persönliches Erstgespräch vor. Zudem erfolgt eine detaillierte Begutachtung der bisherigen Patient*innengeschichte und früherer Diagnosen. Die Folgetermine finden sodann per Videosprechstunde statt. Theoretisch gäbe es auch im weiteren Therapieverlauf die Möglichkeit, mit dem Arzt bzw. der Ärtzin vor Ort zu sprechen. In der Praxis würden dies jedoch nur weniger als zehn Prozent der Patient*innen in Anspruch nehmen, so Anna-Sophias Erfahrung. „Es ist für viele chronisch Kranke schon schwer, den ersten persönlichen Termin wahrzunehmen, sei es aufgrund der eingeschränkten Mobilität oder der psychischen Verfassung“, beschreibt sie. „Die Videosprechstunde ist eine wunderbare Alternative, da Patient*innen so Hilfe bekommen können, ohne das Haus zu verlassen. Das ist für viele eine enorme Erleichterung.“

Dies ist ein Auszug aus der aktuellen Ausgabe unseres Printmagazins StartingUp: Den kompletten Beitrg liest du in der StartingUp - Heft 01/22. Jederzeit online bestellbar - auch als ePaper erhältlich - über unseren Bestellservice

Metaverse für Start-ups: Die Chancen einer neuen Welt

Die Idee eines gemeinsamen virtuellen Raums wird auch für Start-ups immer interessanter. Metaverse gehört zu den aktuellen Trends, die allgemein in der Öffentlichkeit stark diskutiert und genutzt werden. Der virtuelle Raum bietet so viele verschiedene Möglichkeiten für kleine und neue Unternehmen, um immer populärer und bekannter zu werden.

Der virtuelle Raum wird also nicht nur genutzt, um die Spielautomaten mit der besten Volatilität zu entdecken und viele verschiedene weitere Spiele zu spielen. Stattdessen ist es auch für die Arbeitsumgebungen immer spannender. Zu erwarten ist, dass das Metaverse einen starken Einfluss auf die Zukunft des Internets hat und diese in gewissen Maßen prägt.

Home-Office-Zeit hat Bewegung in die Sache gebracht

Allgemein ist die Zeit für ein größeres virtuelles Geschehen in allen Bereichen reif. Auch durch viele Home-Office-Aktivitäten aufgrund der aktuellen Situation wurden die Leute auf virtueller Ebene immer aktiver. Unter anderem fanden Konferenzen virtuell statt. Ebenfalls musste ein Weg gefunden werden, um mit den Kunden weiterhin kommunizieren zu können.

Durch die neuesten Technologien und das schnelle Internet ist es heutzutage kein Problem mehr, die verschiedenen Aktivitäten auf dem virtuellen Weg abzuhalten. Das bringt viele Vorteile für alle Beteiligten mit sich. Man spart sich viele Wege und kann flexibel vom Büro aus mit der Arbeit und den Kundenkontakten durchstarten.

Vielfältige Anwendungsgebiete für Start-ups

Zukünftig wird es möglicherweise so sein, dass noch viele weitere Technologiekonzerne sich mit dem Thema Metaverse beschäftigen und entsprechende Angebote offerieren. Immerhin bringt der virtuelle Raum Potenzial mit sich. Gerade Financial Services und Technologie- Start-ups werden im virtuellen Raum eine immer wichtigere Rolle spielen.

Die Start-ups können ihre Produkte, Dienstleistungen und Lösungen ganz bequem und komfortabel über den virtuellen Markt bekannt machen und sich noch besser positionieren. Langfristig gesehen kann sich das auf jeden Fall positiv auswirken und mehr Erfolg bringen. Man kann schon sagen, dass die nächste Phase der digitalen Revolution begonnen hat.

Ebenfalls denkbar ist es, dass sich diverse Spiel- und Service-Plattformen im Metaverse etablieren und immer weiterentwickeln. Diejenigen Start-ups, die ihren Fokus auf diesen Bereich legen, können von einem großen Potenzial profitieren. Möglich ist aber auch ein Aufstieg im Bereich der VR für Start-ups, was jedoch zugleich auch etwas schwieriger werden könnte, da es schon viele große Anbieter in diesem Bereich gibt.

Metaverse als Ergebnis von Facebooks Namensänderung

Facebook hat den Namen auf Meta geändert, weswegen es nicht lange auf sich warten lassen hat, dass der Begriff Metaverse seine Runde machte. Viele Unternehmen aus den 3D-Welten, Virtual Reality und Spiele haben dann auch direkt die Chance genutzt und sich auf der nächsten Plattform breitgemacht.

Immerhin geht es letztendlich auch darum, wer das Metaverse anführen wird. Die verschiedenen Hardware- und Softwarehersteller möchten sich natürlich die Chance nicht entgehen lassen, und am besten groß rauskommen. Im Prinzip kann letztendlich jedes große Unternehmen sowie auch kleinere Start-ups zu der Gestaltung und Entwicklung des Metaverse beitragen.

Schon viele Start-ups vertreten

Es sind mittlerweile schon einige Start-ups im Metaverse vertreten. Sie haben direkt die Chance genutzt, um sich zu positionieren. Zu erwähnen sind unter anderem Unternehmen wie Wikitude, TriLite und NXRT. Wikitude bietet beispielsweise eine Plattform an, mit der es möglich ist, einfach AR-Erlebnisse zu bauen. Mit einer digitalen AR Brille können die Entwickler direkt auch testen, wie die geschaffenen Werke funktionieren.

Bei TriLite handelt es sich um ein Start-up aus Wien. Das Unternehmen ist bekannt für kleine, leichte und helle Laser-Beam-Scanner auf der Welt. Diese Scanner können in AR-Brillen integriert werden. Falls die Entwicklung bei einem Hersteller für AR-Brillen untergebracht werden kann, könnte die Trixel Technologie schon bald ein ganz wichtiger Bestandteil des Metaverse werden.

Das Unternehmen NXRT hat sich auf industrielle Anwendungen spezialisiert. Möglich ist es beispielsweise, Fahrzeugcockpits kostengünstig nachzubauen und zu erstellen. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit, einen vorhandenen 3D-Raum für Mitarbeiterschulungen zu verwenden.

Auch Shopping im Metaversum möglich

Ebenfalls könnte Metaversum für den Online-Handel in der Zukunft spannend werden. Bisher war es nur so, dass von Luxusmarken virtuelle Mode im schicken Design offeriert wurde. Doch das könnte möglicherweise bald schon anders werden. Sicherlich werden auch einige weitere Mode-Konzerne auf den Zug aufspringen.

Unter anderem hat beispielsweise H&M schon erwähnt, dass sie einen virtuellen Laden im Metaversum eröffnen wollen. 3D-Welten lassen sich dank der modernen Technik komfortabel umsetzen. Durch leistungsfähige Hardware und entsprechende Grafikkarten lässt sich ein entsprechender virtueller 3D-Shop eröffnen.

Metaverse mit guter Prognose

Da das Metaverse so viel Potenzial mit sich bringt, wird es sicherlich auch in Zukunft immer wichtiger für die Unternehmen, auf den Zug aufzuspringen. Gibt es schon einmal die Chance, bei solch einem großen Ding mitzumachen, sollten es auch Start-ups nutzen, um erfolgreicher und bekannter zu werden.

Wie es scheint, stellen auch immer mehr Firmen ihre Metaverse-Pläne vor. So scheint es wirklich, als wäre dies der Markt der Zukunft. Laut Marktforschungsunternehmen könnte er bis 2028 ein enormes Umsatzniveau mit sich bringen. Es wird sogar ein milliardenschweres jährliches Marktpotenzial erwähnt. Das könnte sogar das doppelte des deutschen Bruttoinlandsproduktes von 2020 betragen.

Deswegen ist es auch nicht wunderlich, dass es viele Start-ups und Unternehmen gibt, die an der Entwicklung und Umsetzung des Metaverse beteiligt sein wollen. Allerdings kann man davon ausgehen, dass die breite Nutzbarkeit noch einige Jahre dauern wird. Aber dennoch steigen die Firmen jetzt schon ein, um das mögliche Potenzial nutzen zu können.

Viele Jobs dank Metaverse möglich

Soll die virtuelle Welt neu ausgerichtet werden, kann es in Europa zahlreiche Jobs mit sich bringen. Das ist natürlich auch ein nennenswerter Punkt, der erwähnenswert ist. Es ist sogar von über 10.000 neuen Jobs von Facebook die Rede. Von daher kann sich Metaverse für alle Beteiligten richtig lohnen. Start-ups und große Unternehmen können immer stärker werden. Zudem können immer mehr Leute eine Anstellung in angesehenen Unternehmen finden.

Wie es letztendlich wird, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Auf jeden Fall bleibt es spannend, wenn es um das Thema Metaverse geht. Aber es steht jedenfalls schon fest, dass es viel Potenzial gibt. Nutzen jetzt Start-ups die Chance und steigen in Metaverse ein, können sie möglicherweise langfristig von einem hohen Gewinnpotenzial profitieren.

Remote Gründen – so geht’s

Tipps und To Do’s zum Trendthema Remote Work von Ben Sattinger, einem erfolgreichen und erfahrenen Remote-Founder.

Durch die Corona-Pandemie ist das Thema Remote Work noch stärker in den Vordergrund gerückt. Der Wunsch nach örtlicher und zeitlicher Flexibilität kann so manche(n) Gründungswillige(n) jedoch auch davon abhalten, ein Unternehmen zu gründen. Wie sich beides erfolgreich kombinieren lässt, weiß Ben Sattinger, ein Pionier im Bereich des ortsungebundenen Arbeitens. 2014 gründete er sein Unternehmen Online Trainer Lizenz (OTL) und baute es von Anfang an komplett remote auf – er selbst lebt und arbeitet an den unterschiedlichsten Orten. Auch deshalb konnte OTL in Corona-Zeiten wie gewohnt weiterarbeiten, beschäftigt heute rund 50 feste sowie ebenso viele freie Mitarbeiter*innen und machte 2020 einen Umsatz von 6,6 Mio. Euro. Hier Bens Tipps:

Volle räumliche Flexibilität von Anfang an

Home-Office oder das Arbeiten von flexiblen Orten zu flexi­blen Zeiten war von Beginn an Teil unserer Unternehmens-DNA. Mein Mitgründer Sven Faltin und ich entschieden uns im Jahr 2014, dass wir auf ein Büro verzichten wollen und unsere Mitarbeiter*innen remote für uns arbeiten sollen. Ich war vor der Unternehmensgründung einer der ersten Fitness-Influencer in Deutschland und konnte zeit- und ortsunabhängig arbeiten. Dadurch habe ich die Vorteile des „Arbeitens von überall aus“ kennengelernt. So konnte ich meiner Leidenschaft, dem Reisen, nachgehen und gleichzeitig Geld verdienen. Das wollte ich auch für mein Unternehmen ermöglichen. Ein Grundgedanke dabei war natürlich auch: Zum Zeitpunkt unserer Gründung mussten angehende Personal Trainer*innen und Sportbegeisterte noch durch ganz Deutschland fahren, um ihre Ausbildung absolvieren zu können. Wir fragten uns: Wieso die Ausbildungen nicht digital anbieten, wenn auch sonst alles andere digital erledigt werden kann? So war die Idee zum remote Gründen geboren.

Feste Strukturen und Prozesse sind das A und O

Eine reine Remote-Aufstellung stellt trotz des Erfolgs eine gewisse Herausforderung dar, das mussten wir auch nach der Gründung lernen. Schnell war klar, dass mit dem Wachstum des Unternehmens auch Strukturen und Prozesse für eine erfolgreiche Zusammenarbeit geschaffen werden müssen. Wir führten feste Kernarbeitszeiten von 9 bis 15 Uhr deutscher Zeit ein, die verpflichtend für das gesamte Team sind. Abseits dieser Kernarbeitszeit können unsere Mitarbeiter*innen selbst entscheiden, wie sie sich den Arbeitsalltag gestalten. Außerdem haben wir feste Strukturen eingeführt – sowohl bei den Timings, Meetings als auch bei den Verantwortlichkeiten. Früh haben wir auf gemeinsame digitale Projektmanagement-Tools gesetzt, damit alle einen Überblick über das gemeinsame Arbeiten haben.

Wir mussten uns seit der Gründung als Arbeitgeber abheben

Natürlich wussten wir bei der Gründung, dass wir potenziellen Mitarbeiter*innen auch besondere Leistungen anbieten müssen, die es in Unternehmen mit einem festen Büro nicht gibt. Vor allem über die begrenzten direkt-persönlichen Kontakte unserer Mitarbeiter*innen haben wir uns mit der Gründung Gedanken gemacht und setzen von Anfang an auf Teamreisen, die ein Mix aus gemeinsamem Arbeiten und Aktivitäten sind. Das gesamte Team macht sich dann auf den Weg in Richtung Traumreiseziel. Zypern, Marokko, Südafrika, Thailand oder auch Indonesien sind nur einige Ziele des Teams gewesen. In der ersten Woche wird Vollzeit gearbeitet, während sich die Arbeitsstunden in der zweiten Woche halbieren und so der Nachmittag für gemeinsame Aktivitäten genutzt werden kann. Während der Reisen fokussieren wir vor allem die Arbeit an einem Ort und verbessern so die persönliche und verbale Kommunikation zwischen den Mitarbeiter*innen. Zusätzlich fördern Team-Wochenenden in Berlin den Teamgedanken. Ähnlich wie bei den Teamreisen, setzt sich das Wochenende aus Workshops und gemeinsamen Aktivitäten zusammen.

Top-Ausrüstung für das Home-Office

Als Unternehmen in der Fitnessbranche lag uns die körperliche Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen immer schon am Herzen. Wir stellen ihnen verstellbare Schreibtische, ergonomische Bürostühle und entsprechendes technisches Equipment zur Verfügung. Im Zuge der Corona-bedingten weitreichenden Ausgangsbeschränkungen, haben wir unseren Mitarbeiter*innen bspw. Walking Pads gekauft, um den Bewegungsmangel ein wenig auszugleichen.

Soft Skills bei der Personalauswahl

Mit der Gründung haben wir auch bei der Personalauswahl stark auf Soft Skills gesetzt. In einem Remote-Unternehmen ist es besonders wichtig, dass wir Mitarbeiter*innen auswählen, die sich mit unserem Produkt identifizieren und eigenständig arbeiten. Unsere Mitarbeiter*innen müssen belastbar sein, flexibel denken und einen starken Charakter vorweisen. Von Anfang an hatten wir viele Mitarbeiter*innen, die eine Nähe zu OTL und unseren Themen haben. Viele unserer Mitarbeiter*innen haben eine Ausbildung bei uns gemacht, sind uns auf unseren Social-Media-Kanälen gefolgt oder kannten mich als Person des öffentlichen Lebens. So entsteht ein Team mit hoher Identifikationskraft zum Produkt, das gern digital zusammenarbeitet. Bei der Auswahl der Mitarbeiter*innen spielt in diesem Kontext die fachliche Qualifikation natürlich eine Rolle, aber eher eine nebengeordnete. Wir sind der Auffassung, dass (fast) jede(r) an seinen/ihren Aufgaben wachsen kann. Viel wichtiger war und ist uns, dass wir zueinanderpassen. Im Ergebnis haben wir unter unseren knapp 50 festen Mitarbeiter*innen viele echte Freundschaften, trotz klarer Hierarchien, ohne die es remote auch nicht funktioniert.

Schenkt bei der Gründung Vertrauen!

Die Gründung eines Remote-Unternehmens ist eng an das Vertrauen gekoppelt, das Führungskräfte ihrem Team entgegenbringen. Meine Erfahrung ist, dass gerade bei der Umstellung zum Arbeiten im Home-Office diejenigen Mitarbeiter*innen die besten Leistungen erbringen, die spüren, dass ihnen vertraut wird und sie wertgeschätzt werden. Mein Rat an alle, die jetzt remote gründen oder jetzt umstellen wollen: Sorgt für feste Strukturen und Prozesse bei Meetings, klare, einvernehmliche Ziele, realistische Aufgabenstellungen und nachvollziehbare Verantwortlichkeiten. Und stellt den Menschen in den Mittelpunkt! Nur in diesem Rahmen entfaltet sich das Potenzial der eigenen Mitarbeiter*innen – das hilft allen, auch dem Unternehmen.

Online-Marketing-Trends 2022

So gelingt ein ganzheitlich-nachhaltiges Online-Marketing im Jahr 2022.

Ökologisch, ökonomisch und sozial. Auf diesen drei Eckpfeilern beruht Nachhaltigkeit, ein Thema, das heute in aller Munde ist. Dabei mag es vielleicht überraschen, dass Online-Marketing, so wie es meist betrieben wird, diesen Kriterien gar nicht entspricht. Was viele z.B. nicht wissen: Das Internet hat einen enormen Stromverbrauch und verursacht genauso viel CO2-Emissionen wie die Luftfahrtindustrie. Es reicht also nicht aus, ein papierloses Office zu betreiben und die Werbekampagne von Print auf Online umzustellen. Zu einem ganzheitlich ausgerichteten nachhaltigen Online-Marketing, das Unternehmen nicht nur erhöhte Medienaufmerksamkeit schenkt, sondern allen Aspekten der Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch und sozial – glaubhaft gerecht wird, gehört ein wenig mehr.

Die Experten der Online-Marketing-Agentur SEO-Küche erläutern, an welchen drei einfachen Stellschrauben jede(r) Unternehmer*in drehen sollte, um erste wichtige Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Online-Marketing zu gehen, von denen Unternehmen, Umwelt und auch Kund*innen profitieren.

Ökologischer Aspekt: Optimiere deine Website für einen geringeren Stromverbrauch

Der Energiebedarf des Webs ist in den letzten Jahren enorm gestiegen und beträgt heute in etwa zwei Prozent des weltweiten Verbrauchs. Immer größer werdende Websites, mit schicken Bildern und emotionalen Videos, tragen hierzu einen erheblichen Teil bei, denn je größer und schwerer eine Website ist, desto mehr Strom benötigt sie. Für einen geringeren ökologischen Fußabdruck sollten Unternehmen daher auf ein schlankes Webdesign mit reduzierten Daten achten. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann zudem auf eine klimaneutrale Website setzen. Dabei wird der Energiebedarf des Internetauftritts berechnet und durch ein gewähltes Klimaschutzprojekt gleich wieder ausgeglichen.

Natürlich gibt es neben einer klimaneutralen Website auch andere Mittel und Wege um Unternehmen ökologischer zu gestalten. Anstatt unternehmenseigene Server zu betreiben, können Unternehmen beispielsweise auf Cloud-Hosting setzen und bei der Beschaffung von Hardware sollte der benötigte Strombedarf ein Kaufkriterium sein. Auch das Ermöglichen von Home Office schont, durch geringeren Pendler*innenverkehr, die Umwelt.

Sozialer Aspekt: Respektiere die Privatsphäre deiner User*innen

Tracking-Tools wie Google Analytics kommen auf fast jeder Website zum Einsatz und sollen Unternehmen wertvolle Daten über das Verhalten deiner Besucher*innen, für personalisierte Werbemaßnahmen, liefern. Eine unglaubliche Masse an Informationen, die da zusammenkommt und den Energieverbrauch des Internets und Datenumfang einer Website erhöht. Dabei werden am Ende nicht mal mehr alle Daten genutzt oder falsche Schlüsse aus ihnen gezogen. Nachhaltig und sozialverträglich sieht anders aus.

Verringere daher deine invasiven Tracking-Methoden, mit denen du in die Privatsphäre deiner Nutzer*innen eindringst, und überlege stattdessen im Vorfeld genau, welche Daten du wirklich benötigst. Achte auch darauf, dass deine Cookie-Hinweise datenschutzrechtskonform sind. So bist du rechtlich auf der sicheren Seite, erhöhst die Nutzer*innenfreundlichkeit und wirst gleichzeitig dem sozialen Nachhaltigkeitsaspekt gerecht.

Ökonomischer Aspekt: In nachhaltige Kund*innenbeziehungen investieren

Es kommt nicht nur häufig vor, dass über Tracking-Tools gesammelte User*innen-Daten falsch interpretiert werden, sie sorgen zudem nicht selten dafür, dass die Effektivität von Werbeanzeigen systematisch überschätzt wird. Unternehmer*innen sollten daher immer wieder neu überdenken, wie viel Budget sie zu welchem Zeitpunkt für Anzeigen ausgeben, denn es gibt langfristigere und vor allem nachhaltigere Methoden, um auf sich aufmerksam zu machen:

  • Kundenbeziehungen stärken: Kommentiere Blogbeiträge, seie in relevanten Facebook-LinkedIn-Gruppen aktiv, beantworte Fragen im Social Web und besuche Branchenveranstaltungen.
  • Content mit Mehrwert produzieren: Investiere in die Erstellung von einzigartigem Content, der deinen Kund*innen einen Mehrwert liefert.
  • SEO nutzen: Optimiere deine Website und setze auf Suchmaschinenoptimierung für ein besseres Ranking.

Nicht auf den schnellen Effekt setzen

Natürlich wirst du bei einem nachhaltigen Vorgehen nicht den schnellen Erfolg sehen, den du vielleicht aus Google Ads-Kampagnen gewohnt bist. Dafür wirst du langfristig mit effektiveren und authentischen Werbemaßnahmen belohnt, die durch enge Kund*innenbindungen auch wirken. Nicht nur dein Werbebudget wird es dir danken, das gute Gefühl, das du erhältst, wenn du dein Online-Marketing nachhaltig gestaltest, bekommst du ganz automatisch und vor allem kostenlos dazu. Natürlich kannst du klassische Werbung weiterhin und ergänzend einsetzen. Die richtige Mischung zur richtigen Zeit macht’s.

FinTech-Trends 2022

Diese Technologien haben das Potenzial, die FinTech-Branche im kommenden Jahr grundlegend zu verändern.

Das dramatische Auf und Ab der Gamestop-Aktie Anfang dieses Jahres hat es gezeigt: Neue Finanztechnologien – in diesem Fall Trading-Apps – können das reale Marktgeschehen massiv beeinflussen. Auch 2022 werden hierfür wieder entscheidende Weichen gestellt. Folgende Technologien haben das Potenzial, die FinTech-Branche im kommenden Jahr grundlegend zu verändern.

FinTech-Trend 1: Decentralized Finance (DeFin)

Währungen auf Blockchain-Basis sind spätestens seit dem ersten Boom des Bitcoin weitestgehend bekannt. Auch die Vorteile der Krypto-Währungen sind klar: Sie sind unabhängig von Zentralbanken und Regierungen, lassen sich problemlos weltweit transferieren und sind – das wichtigste Merkmal – aufgrund der dezentralen Struktur gut gegen Hacker-Attacken geschützt. Allerdings endet die Entwicklungsgeschichte der Blockchain-Technologie nicht beim Bitcoin, sondern geht jetzt erst richtig los.

Kern dieser Entwicklung ist das sogenannte Decentralized Finance (DeFin), eine komplett neue Welt des Krypto-Bankings. Bisher wurden Krypto-Currencies ebenso wie klassische Währungen an zentralen Börsen gehandelt. Dabei geht jedoch ihr zentrales Merkmal verloren: die dezentrale Netzwerkstruktur. 2021 war es noch ein Thema für Finanz-Nerds. 2022 kommt der Trend in der breiteren Masse an, gleichzeitig trennen sich Spreu und Weizen, also die seriösen von den unseriösen Anbieter*innen.

Ermöglicht werden dezentrale Finanzsysteme durch sogenannte Smart Contracts. Dabei handelt es sich um Computerprogramme, in denen die beteiligten Akteur*innen ihre gewünschten Transaktionen festschreiben. Eine zentrale Kontroll-Instanz ist nicht mehr nötig. Die gespeicherten Daten liegen in einem dezentralen Blockchain-Netzwerk, so dass spätere Änderungen nicht mehr möglich sind.

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, DeFin zu nutzen: Staking, Lending und Liquid Mining. Alle Abläufe beruhen darauf, dass die Besitzer*innen einer Krypto-Währung einen gewissen Anteil an ihrer Rechenpowerl dem System zur Verfügung stellen. Dafür erhalten sie Belohnungen. Wichtig ist dabei allerdings ein vertrauenswürdiger Anbieter. Da es sich um eine relativ neue Technologie handelt, sind leider auch unseriöse Unternehmen unterwegs. Ohne gesetzliche Regulation geht es also auch im Bereich DeFi nicht. Vertrauenswürdige Plattformen haben das erkannt und unterziehen sich dem Prozess trotz ihrer grundsätzlichen Unabhängigkeit von staatlichen Institutionen. So erfüllt beispielsweise Cake DeFi, eine Plattform für dezentrale Finanzdienstleistungen, alle regulatorischen Anforderungen der Monetary Authority of Singapore (MAS). Durch die Kombination von dezentraler Netzwerkstruktur und gesetzlicher Regulation können sich Menschen auf der ganzen Welt über Krypto-Lösungen informieren und DeFi sicher nutzen.

FinTech-Trend 2: Open Banking erobert den Zahlungsverkehr

2018 hat die Europäische Union mit der PSD2-Richtlinie Fintechs einen massiven Schub gegeben. Aber erst 2022, vier Jahre später, werden die tiefgreifenden Veränderungen sichtbar. PSD2 verpflichtet Banken, offene Daten-Schnittstellen für Drittanbieter einzurichten. In der ersten Phase griffen Fintechs auf Kontoinformationen der Kund*innen zurück und schufen beispielsweise Apps, in die sich Konten unterschiedlichster Banken integrieren ließen. Jetzt folgt die Zahlungsabwicklung, ein für Fintechs ausgesprochen lukratives, für Kunden sehr angenehmes – und für traditionelle Banken sehr bedrohliches Modell.

Denn Open Banking ermöglicht die sofortige und sichere Vernetzung verschiedener Akteure. Im Gegensatz zu traditionellen Finanztransaktionen sind keine Intermediäre mehr notwendig. Ein Unternehmen, zum Beispiel ein Online-Shop, kann eine direkte Verbindung zum Bankkonto des Kunden/der Kundin herstellen - ohne den Service eines Karten- oder sonstigen Payment-Anbieters. Das macht den Vorgang nicht nur für den Kunden/die Kundin einfacher, da er keine lange Kontonummer eintippen muss. Es ist auch für den Händler/die Händlerin von Vorteil, weil der Prozess schneller abläuft, niedrigere Transaktionsgebühren, weniger Betrug und geringere Fehlerquoten bedeutet - und damit mehr Einnahmen oder niedrigere Betriebskosten. Die Konsequenz zeigt sich im Erfolg von TrueLayer, Europas führender Open-Banking-Plattform. Im Jahr 2021 verdoppelte das Unternehmen die Zahl seiner Kund*innen und im gleichen Zeitraum wuchs das Zahlungsvolumen um 400 Prozent und der Wert der monatlichen Zahlungen um 800 Prozent. Für etablierte Banken ist die Gefahr groß, als reine Geldverwahrer zu enden, abgeschnitten von vielen lukrativen Dienstleistungen.

FinTech-Trend 3: All-in-once-Finance

Keiner macht es wirklich gern: Verwaltung der persönlichen Finanzen. Was für viele schon nach “Steuererklärung” und “Exceltabellen” klingt, erfordert immer wieder Arbeitszeit am Abend oder an den Wochenenden. Und auch für viele Unternehmen ist die Buchhaltung ein Pain Point: Gerade Start-ups und Freelancer*innen müssen kostbare Ressourcen aufwenden, um ihre Unterlagen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Dabei geht es nicht nur um die gesetzlichen Anforderungen: Nur durch ein aktuelles und präzises finanzielles Lagebild sind fundierte unternehmerische Entscheidungen möglich. Doch lange waren die Angebote fragmentiert. Es gab beispielsweise Steuersoftware für die Abrechnung oder eine Reihe verschiedener Tools für die Buchhaltung.

Was fehlte, waren Lösungen, mit denen eine Finanzorganisation aus einer Hand möglich ist. Mittlerweile haben Start-ups genau dieses Angebot entwickelt. Dabei stehen die verschiedenen Finanz-Tools nicht mehr separat nebeneinander, sondern sind in eine Lösung integriert. Während 2021 Pionierarbeit geleistet wurde, kommt die Technologie 2022 mit Schwung im Markt an. So bietet das französische Start-up Qonto kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freelancern neben günstigen Geschäftskonten auch Anbindungen an Steuersoftware, Buchhaltung-Tools und Zahlungsanbieter ohne Zwischenschritt. Ziel ist nicht die Aufsummierung möglichst vieler Programme, sondern die Schaffung einer automatisierten Finanzverwaltung, die den Workload spürbar reduziert.

FinTech-Trend 4: Crowdinvesting in Immobilien

Angesichts wachsender Inflationssorgen, anhaltender Niedrigzinsen und volatiler Märkte wird der Trend zu alternativen Investmentformen weiter anhalten. Stark in den Fokus werden 2022 insbesondere jene Immobilieninvestments geraten, die lange institutionellen Anleger*innen vorbehalten waren. Besonders beliebt ist das Crowdfunding von Immobilien, bei dem auch Kleinanleger die Möglichkeit haben, an Immobilienfinanzierungen teilzuhaben. Neu geprüft wird dabei auch, das Thema Environmental Social Governance, kurz ESG, auf die Investitionen anzuwenden. Schon mit Beträgen ab 500 Euro können sich Investoren beim Crowdinvesting an Bauprojekten beteiligen und ein Immobilienvermögen aufbauen. Digitale Technologien machen es Anleger*innen leichter, diese Beiträge zu verwalten, zu verfolgen oder sich darüber zu informieren. Viele moderne Investor*innen sind digitalaffine Selbstentscheider*innen, die sich eigenständig nach Informationen umschauen. Dabei wird keine Immobilie erworben, sondern die Entwicklung und der Bau eines Immobilienprojekts mitfinanziert. Konkret geschieht dies in Form von sogenannten Nachrangdarlehen oder Anleihen. Die Renditen liegen zwischen 4 bis 8 Prozent und befinden sich damit weit über dem Niveau von klassischen Einlagen. Attraktiv sind auch die oft kurzen Laufzeiten zwischen 12 und 36 Monaten.

Das Risiko bei der Finanzierung von Immobilienprojekten besteht darin, dass beispielsweise ein Bauprojekt nicht fertig und zu einem viel geringeren Preis als kalkuliert veräußert wird. In solchen Fällen wird zuerst die Bank bedient und erst dann die Crowd, sodass Crowd-Anleger*innen am Ende leer ausgehen können. Daher ist es wichtig, auch bei der Wahl der Crowdinvestment-Plattform in auf Qualitätskriterien zu achten. Als Qualitätsführer in der Branche zeichnet sich der Berliner Anbieter zinsbaustein.de aus, der zudem eine sehr hohe Kund*innenzufriedenheit aufweist. Die Rückzahlungsquote des Unternehmens liegt bei 100 Prozent, sämtliche abgeschlossenen Projekte wurden bis heute erfolgreich inklusive Zinsen an die Anleger*innen zurückgeführt.

Der Autor Karl Schmidt-Rhaesa hat Politik und Wirtschaft an der WWU Münster studiert. Als Communication Assistant ist er bei PIABO PR für Start-ups und Entrepreneurs aus den Bereichen FinTech, VC und HealthTech tätig.

Top-Trends im Grafikdesign 2022

Die Top-Trends im Grafikdesign 2022: Auf uns wartet eine bunte Mischung und ganz viel Nostalgie.

Bei Grafikdesign-Trends handelt es sich um mehr als um flüchtige Modeerscheinungen: Sie spiegeln die Restriktionen und Klischees eines Jahres wider, die zugunsten von etwas Neuem umgestoßen werden. Mit Blick auf das neue Jahr bedeutet das die Anbahnung einer “zweiten Welle”. Stile verschiedener Jahrzehnte bekommen ein zweites Leben eingehaucht. Die Designexperten von 99designs von Vista gehen davon aus, dass 2022 unvorhersehbar sein wird und diese Entwicklung sich auch an den Grafikdesign-Trends ablesen lässt.

90er-Nostalgie

Während erst kürzlich die 80er ihr Comeback feierten, springen wir nun in die 90er Jahre. Dieser Trend basiert auf dem sehnsüchtigen, idealisierten, nostalgischen Blick in die Vergangenheit. Daher erleben wir ein weiteres Mal Muster im Memphis-Design, simple Emojis und primitive Internet-Frames. Bunte Farbblöcke und greller Glibber erwecken geliebte Kindheitserinnerungen zum Leben.

Wann eine eigene Kryptowährung sinnvoll ist

Eine eigene Kryptowährung kann für einige Unternehmen eine große Chance sein. Vor allem junge und innovative Start-ups können davon stark profitieren. Doch Entwicklung und Marketing nehmen viel Zeit sowie Kapital in Anspruch. Diese Dinge sollten Gründer*innen beachten, um herauszufinden, ob sich das Erstellen einer eigenen Kryptowährung lohnt und welche Möglichkeiten es dabei gibt

Eine eigene Kryptowährung erstellen – Wie geht das?

Möchte ein Unternehmen mit einer eigenen Kryptowährung auf den Markt gehen, gibt es dabei grundlegend zwei Möglichkeiten. Viele Start-ups entschließen sich dafür, lediglich einen Token zu entwickeln, der auf einer bereits etablierten Blockchain verwaltet wird. Dieses Verfahren ist vergleichsweise einfach, kostentechnisch überschaubar und erleichtert Gründer*innnen das Marketing: Lagern die Token auf einer bekannten Blockchain wie Ethereum oder NEO, fassen potentielle Investoren häufig eher Vertrauen.

Möchten Unternehmen jedoch eine Kryptowährung erstellen als Finanzierungsmethode für eigene Projekte, kann der Aufbau einer eigenen Blockchain eine lohnenswerte Entwicklung sein. Gründer*innen müssen dabei jedoch im Vergleich zu einer tokenbasierten Lösung mit einem erheblichen zeitlichen und finanziellen Mehraufwand rechnen.

Welche Kosten fallen an?

Ist die Entscheidung für eine eigene Kryptowährung gefallen, sollten Unternehmer sich eingehend mit den zu erwartenden Kosten auseinandersetzen: Vor allem die Entwicklung von Coin und Blockchain schlägt in der Regel mit hohen Summen zu buchen. Doch auch die Vermarktung der neuen Kryptowährung ist nicht zu vernachlässigen.

Marketing

Der eigentliche Launch neuer Coins ist nicht sehr teuer. Doch damit die eigene Kryptowährung den gewünschten Erfolg bringt, ist gutes Marketing – schon vor dem Launch – unerlässlich. Start-ups sollten sich dabei vor allem darauf konzentrieren, das eigene Projekt zu branden und damit so viele Menschen wie möglich zu erreichen, denn: Je bekannter und transparenter eine Kryptowährung ist, desto leichter finden sich Investoren.

Entwickler-Team

Wer mit dem Open-Source Code einer bereits bestehenden Kryptowährung arbeitet, kann innerhalb kürzester Zeit einen eigenen Coin erstellen. Auch die Entwicklung eines eigenen Tokens auf etablierten Blockchains geht schnell und ist nicht teuer.

Kostenintensiv wird das Ganze aber dann, wenn die Unternehmer Bedarf an einer eigenen Blockchain haben. Ist dieser Bedarf gegeben, kann sich die teure Entwicklung der Blockchain auf jeden Fall lohnen. Wer eine eigene Blockchain erstellen oder komplexe Anpassungen an bestehenden Open-Source Codes vornehmen möchte, sollte an dieser Stelle in ein Entwicklerteam investieren.

Warum überhaupt eine Kryptowährung?

Bei Kryptowährungen geht es nicht nur um Assets, die an der Börse gehandelt werden. Vielmehr sind sie ein Teil der Blockchain-Technologie. Dezentrale Datenbanken finden in der heutigen Zeit immer mehr reelle Anwendungsgebiete und könnten dadurch die Welt ein Stück weit verändern. Deshalb sind es bevorzugt junge Startups mit innovativen Projekten und Ideen, die ihre eigene Kryptowährung launchen.

Gründe, die eigene Kryptowährung zu launchen

Es ist nicht sinnvoll, eine eigene Kryptowährung zu launchen, nur weil die Blockchain Technologie derzeit so gehypt wird. Vielmehr sollten Unternehmer darauf achten, ob die folgenden Faktoren ganz oder teilweise erfüllt werden:

  • Die Basis des Unternehmens soll eine dezentrale Datenbank, also eine Blockchain sein.
  • Das Unternehmen braucht frisches Kapital für ein besonders komplexes und teures Projekt und möchte dieses über die eigene Kryptowährung finanzieren.
  • Die Kryptowährung soll dazu dienen, das Branding des Unternehmens zu vertiefen und als Unique Selling Point (Alleinstellungsmerkmal) dienen.
  • Das Unternehmen ist aufgrund seiner Branche eng mit der Blockchain- und Börsen-Branche verknüpft.

 Ist Mining sinnvoll?

Der Begriff Mining stammt aus dem Englischen und beschreibt den Prozess des Goldschürfens. Dieser Begriff wird analog für das Generieren neuer Krypto Coins verwendet. Obwohl das Krypto Mining als die ursprünglichste Form des Erschaffens neuer Coins gilt, können Unternehmen auch eine Kryptowährung erstellen, bei denen kein Mining erforderlich wird.

Wer jedoch mit Mining arbeiten möchte, sollte beachten, dass vor dem Launch bereits Coins zur Verfügung stehen müssen, die nicht geschürft werden müssen. Bei dem Launch spricht man übrigens von der Initial Coin Offering, also von der ersten Ausgabe der Münzen. Nach dem Launch vermehrt sich die Marktkapitalisierung der Kryptowährung weiter.

Ob Mining für das jeweilige Unternehmen sinnvoll ist oder nicht, sollte mit einem kompetenten Entwicklerteam abgeklärt werden. Wenn geschürft werden soll, empfiehlt es sich, der Community frühzeitig die Chance zur Beteiligung zu geben.

Die besten Gaming-Gadgets

Der Gaming-Markt wächst schnell und es gibt viele Gaming-Gadgets, die dafür sorgen, dass das Spielerlebnis sofort deutlich optimiert wird. Hier findest du eine Auswahl erfolgreicher Gaming-Gadgets.

Für echte Gamer kommt es auf jedes Detail an, damit das Gaming auch wirklich so richtig Spaß macht und möglichst erfolgreich ist. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob es sich um geliebte online Spiele handelt oder um einen Besuch in einem Online-Casino wie zum Beispiel bei LilaPaloma. Entscheidend ist immer, dass Gaming Erlebnis perfekt optimiert ist. Am besten gelingt das mit den folgenden Gaming-Gadgets.

Ein optimiertes Gaming Erlebnis

Der Gaming-Markt wächst schnell und es gibt viele Gaming Gadgets, die dafür sorgen, dass das Spielerlebnis sofort deutlich optimiert wird. Oftmals sind es sogar Kleinigkeiten, die nicht einmal viel kosten, aber einen perfekten Spielspaß garantieren. Dazu zählt:

Blaulichtfilter Brille

Wer nur wenig Schlaf bekommt oder schlecht schläft, wird kaum eine tolles Gaming Erlebnis genießen können. Oftmals ist aber gerade das intensive Spiel in den Abendstunden am PC oder am Laptop schuld an der Schlafstörung, doch auch die Nutzung des Handys kann dies bedingen. Genau genommen ist es nicht das Spiel selbst, sondern der hohe Blaulicht Anteil. Um diesen wirkungsvoll zu reduzieren, bedarf es lediglich einer Blaulichtfilter Brille. So ist ein guter Schlaf garantiert und damit auch ein Top Spielerlebnis am folgenden Abend. Darüber hinaus sorgt eine Gaming Brille aber auch dafür, dass die Augen deutlich weniger angestrengt werden und man keine Kopfschmerzen oder tränenden Augen während des Spiels bekommt.

Maus Bungee

Unter Garantie hat jeder Gamer schon mal während einer hitzigen Schlacht zum Beispiel bei Fortnite oder COD mit dem verhedderten oder überspannten Mauskabel gekämpft. Leider bedeutet bereits eine Eingabeverzögerung von einer Millisekunde oftmals schon die Niederlage. Ein optimales Gamer Erlebnis sieht aber unter Garantie anders aus.

Ein tolles Gamer Gadget ist an dieser Stelle zur Vermeidung von Frust und Niederlage die sogenannte Maus Bungee. Sie sorgt für ungehinderte Bewegungsfreiheit. Es wäre natürlich auch denkbar auf eine Wireless Maus umzusteigen, allerdings ist die Modellauswahl hier deutlich begrenzt. Der Kabelhalter ist mit einem hohen Eigengewicht und einer speziellen Antirutsch-Funktion ausgestattet. Selbst bei harten Einsätzen und schweren Schlachten kann er weder umkippen noch wegrutschen.

Gaming RGB Mauspad

Ein RGB Mauspad ist ein absolutes Must-have für alle RGB Liebhaber, die auf der Suche nach weiterer cooler Gaming Beleuchtung sind. Auf der einen Seite ist das Gaming RGB Mauspad ein echter Hingucker und auf der anderen überzeugt es aber auch dadurch, dass es dezent leuchtet und dabei selbstverständlich nicht blendet. Die perfekte Unterlage für Maus und Tastatur, die zudem dafür sorgt, dass die Maus immer ganz flüssig über die Oberfläche gleitet. Das Mauspad rutsch auch unter starken Belastungen nicht weg.

Mini USB Fingerabdrucksensor

Echte Gamer wollen nicht erst umständlich den PC oder das Laptop mit einem Passwort entsperren, es soll ruck zuck gehen. Mit dem Mini-USB-Fingerabdrucksensor ist das überhaupt kein Problem mehr, denn er erkennt den Fingerabdruck in flinken 0,15 Sekunden. Binnen weniger Minuten ist das Einrichten ohne jeden zusätzlichen Treiber unter Windows 10 möglich. Diese Vorgehensweise soll zudem sicherer sein, als die klassische Nutzung eines Passworts.

Elgato Stream Deck

Das Elgato Stream Deck hat 15 Tasten, die sich individuell einstellen lassen und dem Streamer so viele Möglichkeiten geben, seine wichtigsten Shortcuts zu nutzen. Damit ist es unter anderem problemlos möglich, Hotkeys für das Gaming festzulegen. Als Streamer kann aber auch die OBS Steuerung komplett vereinfacht werden.

Die LCD Tasten sind via Software anpassbar. So kann jedes einzelnes Tastenmotiv individuell angepasst werden. Hier besteht nicht die Gefahr, dass man sich die zuvor auf der Tastatur festgelegten Makros oder Hotkeys nicht mehr merken kann.

Couchmaster Cycon

Manchmal soll das Zocken so richtig gemütlich sein und man möchte nicht unbedingt am Schreibtisch sitzen. Viel schöner wäre es, wenn man seinen Gaming Abend auf dem Sofa verbringen könnte. Mit dem Couchmaster Cycon ist das problemlos möglich. Der Couchmaster ist also bestens dafür geeignet, bequem auf dem Sofa zu sitzen und an einem großen Fernseher dem Gaming Vergnügen nachzugehen.

(Freizeit-)Trends im Internet

Das sind die beliebtesten Plattformen zum Zeitvertreib im World Wide Web.

Das Internet hat längst nicht nur die moderne Arbeitswelt geprägt, sondern auch dafür gesorgt, dass Unternehmen und Start-ups aus der IT-Branche, Digitalisierung und Softwareprogrammierung zu den Wachstumsgewinnern in Deutschland zählen. Auch in der Freizeit ist der virtuelle Raum zu einem ständigen Begleiter geworden. Immer mehr Menschen verbringen heutzutage ihre Freizeit im Internet. Hier dienen ganz unterschiedliche Plattformen zum Zeitvertreib. Ob zum Online-Shopping, dem Spielerlebnis in der Online-Welt oder der virtuellen Kommunikation auf diversen sozialen Netzwerken – das Internet hat das Freizeitverhalten vieler Menschen deutlich verändert.

So gibt es immer wieder ein paar Trends im Netz, die breite Massen begeistern und für eine gelungen Abwechslung sorgen können. Neben verschiedenen Online-Plattformen sind es auch Apps für das Smartphone, welche heutzutage vermehrt genutzt werden, wenn man nach einer unterhaltsamen Freizeitbeschäftigung sucht. Wir haben die gefragtesten Adressen im Internet zusammengestellt, sodass du hier erfährst, welche Plattformen im Online-Bereich und Apps aktuell den Ton in Sachen Entertainment und Freizeitspaß angeben.

Online-Games ohne Anmeldung oder Registrierung sehr beliebt

Besonders die Branche der Spieleentwickler konnte in den letzten ein stetig steigendes Wachstum verzeichnen und gehört zu den größten Marktgewinnern der letzten Jahre. Dabei sind es längst nicht nur Konsolen- oder Computerspiele, die total angesagt sind, sondern auch immer Browser-Games und Spiele auf dem Smartphone. Die Spiele-Welt hat sich weiterentwickelt und in einem immer schnelllebigeren Zeitalter besonders Online-Games in den Fokus gestellt, die sich besonders für ein kurzes Spiel für zwischendurch empfehlen. Viele der neusten App-Games sind nur auf kurzen Spielspaß ausgelegt. Viele Menschen bevorzugen zudem Spiele ohne Anmeldung und lästige Registrierung im Internet. Online-Casinos wie jackpot.de ermöglichen es demnach, sofort zur Sache zu kommen und bei klassischen Casino-Spielen wie Poker, Roulette oder Slotgames einem spannenden Zeitvertreib nachzugehen. Das Spielen ohne Einzahlung von Echtgeld auf Casino Plattformen im Internet zählt zweifellos zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen im Internet. Die Nachfrage für klassische Automatenspiele und Live-Spiele gegen andere Spieler ist deutlich gestiegen.

Besonders die Interaktion mit anderen Spielern wird von der Spielgemeinschaft im Internet sehr geschätzt. Online-Games begeistern dabei keineswegs nur die jüngere Generation. Auch Erwachsene, die mit noch etwas mit Begriffen wie Atari oder Commodore64 anfangen können, sind nach wie Fans der virtuellen Spiele. Die Branche der Spieleentwickler wächst unaufhörlich, sodass Programmierer, Softwareentwickler und IT-Spezialisten auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind. Auch als Spieler gelingt es mittlerweile, sein Lohn und Brot zu verdienen. Die besten Spieler von sehr beliebten Online-Games treten im sogenannten eSport gegeneinander an. Die Spielebranche hat demnach weiter eine goldene Zukunft vor sich und wird auch in den nächsten Jahrzehnten weiterhin dafür sorgen, dass viele Menschen in Online-Spielen einen interessanten Zeitvertreib sehen.

Online-Shopping zum Zeitvertreib

Fast jede dritte Bestellung aus einem Warenhaus im Internet beruht auf Spontaneinkäufen. Fast jeder Internetnutzer erwischt sich hin und wieder, wenn er auf eine Werbeanzeige im Internet geklickt hat. Günstige Preise, limitierte Modelle oder exklusive Marken animieren zum Kauf im Online-Bereich. Eine Vielzahl aller Menschen shoppt zum Zeitvertreib im Internet. Denn auch, wenn die Waren und Artikel nicht gefallen, lassen sich diese oftmals kostenlos zurückschicken, so dass immer Bestellungen ohne echte Kaufabsicht erfolgen. Logistikunternehmen vermelden, dass die Zahl der Online-Bestellungen in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Durch die Corona-Pandemie hat der Onlinehandel einen weiteren Aufschwung erhalten, sodass viele Händler im Internet der gestiegenen Auftragslage kaum noch nachkommen können. Das Shoppen im Internet ist im Trend und dient vielen Menschen als Hobby gegen Langeweile, schlechte Laune oder Stress.

Social Media Plattformen als Zeitvertreib für zwischendurch

Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder TikTok vernetzen nicht nur eine Vielzahl von Menschen, sondern auch dienen auch in der Freizeit als interessante Beschäftigung. Hier sind es besonders Apps auf dem Smartphone, die immer häufiger als Freizeitbeschäftigung genutzt werden. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene sind nahezu süchtig nach den Social Media Plattformen im Internet. Laut einer aktuellen Studie ist die Nutzungszeit bei Kindern und Jugendlichen auf mehr als sechs Stunden pro Tag gestiegen. Es vergeht demnach kaum eine Stunde, in denen nicht auf die Inhalte auf den sozialen Netzwerken zugegriffen wird. Die hohen Nutzerzahlen der sozialen Netzwerke haben zudem den Job des Influencers ins Leben gerufen. Immer mehr Menschen mit einer entsprechenden Reichweite im Internet verdienen mittlerweile ihr Geld damit, Werbung über verschiedene Produkte zu machen oder Empfehlungen für bestimmte Unternehmen zu geben. Das Marketing auf den sozialen Netzwerken ist sehr effektiv, sodass große Unternehmen viel Geld für die Promotion auf Instagram und Co. zahlen. Auch viele Jugendliche träumen mittlerweile davon, Influencer zu werden, sodass selbst Kinder großen Idolen wie Social Media Star Kylie Jenner nacheifern.