Insights eines Allrounders

Autor: Katharina Pütter
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Im Porträt: Finn Age Hänsel hat das Zalando Australiens sowie mehrere Off- und Online-Start-ups aufgebaut, ist Investor und aktuell CEO beim krisengeschüttelten Umzugs-Start-up Movinga.

"Einen Double-Flat-White-Skim-Milk-Double-Shot-Espresso, bitte. To go." Dienstagnachmittag in Berlin-Kreuzberg. Hier am Paul-Lincke-Ufer schmeckt Finn Hänsel der Kaffee am besten. Er ist auf dem Weg vom Prenzlauer Berg nach Neukölln – von seinem Arbeitsplatz im Norden zu seinem anderen Arbeitsplatz im Süden der Stadt. Zeit für eine kurze Kaffeepause, Finn wirkt wie getrieben. "Ich habe immer Angst davor, etwas zu verpassen." Bereits von seinem Geburtsjahr 1982 verpasst er nur wenige Tage – am 13. Januar kommt Finn Age in Flensburg zur Welt.

Als 17-Jähriger gründet Finn sein erstes Unternehmen und richtet mit einem Schulfreund die Internetseite sportsecondhand24.de ein – der frühe Versuch eines Webshops für Sportbekleidung. Darüber lacht er heute. "Bei der Bank haben wir einen Kredit bekommen und haben die Domain mit kleineren Erfolgen geführt." Finn greift nach seinem Smartphone. Der Vibrationsalarm ist aktiviert und immer wieder robbt das Gerät über den Cafétisch. Ein kurzer Blick – nicht wichtig – das Brummen endet. Die Sorge, etwas zu verpassen, zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Jetzt wählt er seine Worte sehr bewusst, erstmals langsam. "Ich habe immer Angst, Optionen für mich zuzumachen. Das heißt, ich gehe eigentlich immer den Weg, der mir möglichst viele Türen offen lässt." Pause. Lachen. Rote Wangen.

Irgendwie ist mehr drin

Abitur 2001. "Wir sind eine Ingenieursfamilie. Mein Vater wollte gern, dass meine Schwester oder ich das fortsetzen." Aber der Sohn entscheidet sich für ein Studium der Betriebswirtschaftslehre. "Als BWLer kannst du bis auf Arzt, Anwalt und Theologe eigentlich alles werden. Es war wichtig für mich, so wenig wie möglich auszuschließen." Als Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung startet Finn sein Studium. "Mein Vordiplom wurde nur mittelmäßig. Ich leide schon stark an Prokrastination – Sachen, auf die ich keine Lust habe, schiebe ich auf."

Das Telefon vibriert. Diesmal ist es wichtig. "Finn Hänsel. Hallo?" Zügig schlängelt er sich zwischen Tischen und Stühlen zum Ausgang des Cafés. Die rechte Hand hält er am Ohr, mit der linken schiebt er das gelockerte hellblaue Hemd zurück in den Hosenbund. Er geht draußen auf und ab, spricht mit lebhafter Gestik und wirft lachend den Kopf mit dem braunen Haarschopf in den Nacken. Wieder am Tisch kehrt er gedanklich zurück in die Studentenzeit. Nach Auslandssemestern in Auckland und Budapest nimmt er als 25-Jähriger zum Ende des Studiums an dem damals größten Universitätswettbewerb im Bereich Management teil: der L’Oréal eStrat Challenge 2007.

Studenten müssen virtuell ein Unternehmen managen – 60.000 Teilnehmer aus aller Welt. "Erstaunlicherweise habe ich dieses Spiel mit meinen beiden Teammitgliedern gewonnen. Das war ein starker Karrieremoment – mir wurde klar: Ich habe jetzt die Möglichkeit, nicht nur einen normalen BWLer-Job zu machen, sondern irgendwie auch mehr."

Keine Lust auf Konjunktive

"Plötzlich kam ein Partner von The Boston Consulting Group, der in der Jury war, auf mich zu. Hast du nicht Lust Unternehmensberatung zu machen? Ich war sehr überrascht. Wegen meiner Noten hätte ich mir nie erträumt, in die Beratung zu kommen." Finn schiebt seinen Kaffeebecher zur Seite und beugt den Oberkörper über den Tisch. "Ich glaube, ich bin bis heute derjenige bei BCG, der den schlechtesten Notendurchschnitt hat. Es ist für mich eine Genugtuung, dass ich es trotzdem geschafft habe." Ein starkes Selbstbewusstsein hat Finn seit Kindertagen, aber er nimmt sich als beruflichen Spätstarter wahr. "Ich glaube, dass ein bestimmtes Talent immer in mir war und auch mein Selbstbewusstsein, aber ich war erst ab dem Hauptstudium fähig, das akademisch auf die Straße zu bringen." Er lacht und schüttelt den Kopf über seine Formulierung aus dem Beraterjargon.

Noten hin oder her, der Berufseinstieg bei BCG gelingt. Das erste Projekt führt ihn nach Südafrika. Strategieberatung. Zahlreiche Länder folgen. Im Sommer 2010 wird der 28-Jährige auf eigenen Wunsch nach Sydney versetzt und zum Projektleiter befördert. Zunehmend reizt es ihn, die Seiten zu wechseln. "Anderen zu sagen, du könntest ja mal und du müsstest ja mal – dieses Konjunktiv-Reden – das hat mir irgendwann keinen Spaß mehr gemacht. Und man weiß nicht einmal, ob die Ratschläge umgesetzt werden, wenn man die jeweilige Firma verlässt."

Wenn der Samwer 2-mal klingelt

Im Dezember 2011 reißt ihn lautes Telefonklingeln aus dem Schlaf. "Hier ist Oliver Samwer. Ich hab’ viel Gutes über dich gehört. Kannst du dir vorstellen, bei Groupon oder Zalando in Berlin zu arbeiten?" Nein. Zwei Tage später bekommt Finn einen weiteren Anruf. "Hast du nicht Lust, Zalando alleine in Australien zu machen? – Was heißt das? – Du kriegst ein Gehalt von mir, du kriegst die Summe x in die Hand gedrückt, du kriegst Ziele, die du erreichen musst. Und alles andere ist dir überlassen." Zwei Nächte erbittet sich Finn Bedenkzeit – dann sagt er zu. Er steigt bei BCG aus.

Als Geschäftsführer von Rocket Internet Australien und Mitgründer von The Iconic berät er fortan sich selbst und seine eigenen Mitarbeiter. Aufregende Monate folgten. Nach dem Vorbild von Zalando sollt Finn ein australisches Pendant entwickeln: The Iconic. "Das hieß von Tag eins an, eigene Entscheidungen zu treffen. Zu überlegen, wofür möchte man das Geld ausgeben? Wie viele Leute – und was für welche – möchte man einstellen: eher Nerds oder solche, die einem selber ähnlich sind?" Auch für Namensgebung, Layout des Internetauftritts und vieles andere lässt Oliver Samwer ihm freie Hand, nur die Zahlen müssen stimmen. Und die übertreffen alle Erwartungen.


Einfach geil!

Innerhalb von zwei Jahren gelingt es dem ehemaligen Berater, eines der größten Online-Unternehmen Australiens aufzubauen. Mit einem fast dreistelligen Millionenumsatz und mehr als 300 Mitarbeitern. "Ich hatte die Chance, eine Marke komplett neu zu kreieren. Wer bekommt schon mit 29 die Möglichkeit, dass jemand kommt und sagt, hier hast du x Millionen – mach was draus! Einfach geil, die Leute haben so an die Firma geglaubt und ich auch. Von Anfang an hatte ich das Gefühl: hier kann ich etwas Spezielles schaffen, was auch meine Handschrift trägt – von null auf hundert – das hat mich gefangen damals."

Seine blauen Augen leuchten. Er denkt an die alte, schäbige Lagerhalle in Sydney, in der alles anfing – mit drei Tischen, Stühlen und Kabeln, die von der Decke hingen. Für die ersten Schritte greift er auf infrastrukturelle Rahmenbedingungen von Rocket aus Berlin zurück, ein Set-up-Team des Inkubators coacht ihn. "Nach zwei bis drei Monaten hatten wir dann laufen gelernt. Zuerst waren wir Australiens schnellstwachsendes Unternehmen, dann das Newcomer-Unternehmen des Jahres 2012 – wir hatten über 90 Prozent Markenbekanntheit, was Zalando hier in Deutschland ist, ist The Iconic da unten."

Und Oliver Samwer? "Seine Ansagen waren manchmal sehr impulsiv, aber ich habe mir schnell eine Teflon-Schicht angeeignet – wir haben immer gut zusammenarbeitet. Letztendlich hab’ ich viel von ihm gelernt und bin froh, durch die ,Oli-Schule’ gegangen zu sein. Ich bin eher ein Visionär, aber die Erfahrung mit Rocket hat mir gezeigt, dass du darauf allein keine Company aufbauen kannst. Du musst immer beides schaffen: Du musst eine Vision haben, auf die musst du dich auch fokussieren, aber was du hier und jetzt tust, und was du heute erledigst, ist das, was am Ende die Company am Laufen hält." Excellence in Execution nennt er das. "Du kannst noch so viele tolle Ideen haben – am Ende des Tages zählt, wie du sie umsetzt." Der Name Finn Hänsel gewinnt down under kontinuierlich an Bekanntheit – er steht für den immensen Erfolg des Modeversandunternehmens.

Wie viele seiner Erfahrungen als Berater flossen mit ein? Finn antwortet nüchtern, dann mit lautem Lachen. "Excel und PowerPoint." Pause. "Naja, die Erfahrung, mich schnell in Sachverhalte einzuarbeiten, von der Modebranche hatte ich bis dato wenig Ahnung. Und etwas, das in der Anfangsphase eines Start-ups unerlässlich ist: Sicheres Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit. Das hilft ungemein, wenn du mit Partnern oder anderen Stakeholdern sprichst, aber vor allem, wenn du Mitarbeiter führst. Das erste wonach die sich sehnen, ist, dass der Chef bescheid weiß. Das unterschätzen viele: Selbst wenn man unsicher ist, wichtig ist, eine Entscheidung zu treffen."


Inkubator-Chef

Die Entscheidung, Australien zu verlassen, fällt bei seiner Abreise nach dem Weihnachtsurlaub 2012. "Meine Eltern standen in Hamburg am Flughafen und haben gewinkt. Ich habe mich umgedreht und mir wurde plötzlich bewusst, was ich zu Hause verpasse. Es hat sich richtig angefühlt, meine Rückkehr nach Deutschland vorzubereiten." Im Spätsommer 2013 verlässt Finn den australischen Kontinent, sein "einzigartiges Baby" lässt er schweren Herzens zurück. Sein neues Gewässer wird die Spree. Finn wird einer von vier Geschäftsführern des ProSiebenSat1-Inkubators Epic Companies in Berlin-Kreuzberg. Erneut wechselt er die Seiten, von Rocket zur Konkurrenz Epic, von der des Gründers auf die des Inkubator-Chefs, der nun anderen Start-up-Gründern Unterstützung bietet.

Zunächst reizt ihn die neue Aufgabe. "Ich war Investor, habe aber gleichzeitig geholfen, Unternehmen wie Petobel, Gymondo oder Amorelie mitaufzubauen." Seine Erfahrungen gibt Finn als Mentor an die jeweiligen Gründerteams weiter. Doch schnell merkt er, dass er in dieser Rolle keine Befriedigung findet. "Ich habe mich wie in die Zeit als Berater bei BCG zurückkatapultiert gefühlt und es hat mir gefehlt, den Durchgriff auf Entscheidungen zu haben. Ich habe gemerkt, dass ich es liebe, Dinge komplett selber zu machen."


Craft-Beer-Brauer

Als ProSiebenSat1 Anfang 2015 mit Epic Companies aus der Start-up-Gründung aussteigt, nimmt sich der 33-Jährige eine Auszeit. Neuseeland, Fiji, USA und Flensburg. Mit einem Löffel fischt er einen Berg Milchschaum aus seinem Kaffeebecher. Er führt ihn zum Mund und lächelt. "Ich hatte endlich die Ruhe, eine Idee voranzutreiben, die ich schon länger im Hinterkopf hatte: Berliner Berg. Uli Erxleben, mein Mitgeschäftsführer bei Epic, und ich waren uns einig, dass die Biervielfalt im Ausland inzwischen größer ist als in Deutschland. Bei uns stehen nach wie vor 99 Prozent Pilsener, Weizen und Helles im Supermarkt."

Das sollte sich ändern. Erxleben, Hänsel und ein Kollege von Epic nehmen einen amerikanischen Brauer mit an Bord und Berliner Berg ist geboren. "Wir haben eine alte Schmalzfabrik in Neukölln eigenhändig repariert und in eine Brauerei umgewandelt. Ich habe es genossen, Dinge selber zu machen, anzupacken, mitzuentscheiden, welche Sorten wir machen, wie das Logo aussehen soll. Zur Finanzierung standen uns Berliner Business Angels zur Seite und wir haben 70.000 Euro in einer Crowdfunding-Kampagne aufgetrieben." Im Herbst 2015 wird DAS Craft-Beer in Flaschen gefüllt. Zur gleichen Zeit wird mit dem "Bergschloss" ein rustikaler Schankraum in der Brauerei eröffnet. Mittlerweile hat Berliner Berg zehn Angestellte und mehr als eine Handvoll Biersorten im Angebot. "In Berlin gehören wir zu den top drei Craft-Beer-Brauereien. Für mich war das ein ernstgemeintes Hobby-Projekt, aber mir war klar, dass ich auch wieder in die digitale Start-up-Welt will."


Movinga-CEO

Kurz nachdem sich in Neukölln die ersten Schaumkronen auf den Krügen bilden, kommt es dazu. "Marco Vietor, Gründer von audibene, hat mich den beiden Gründern einer Online-Plattform für Umzüge vorgestellt: Movinga. Da merkte ich auf einmal wieder diese Aufbruchstimmung, dieses Wir-arbeiten-nachts-durch-und-machen-Dinge-Groß. Ein Team von Leuten, die komplett an die Idee glaubten und etwas schaffen wollten, das hat mich geflasht." Ab November 2015 geht Finn als dritter Geschäftsführer an Bord. Auf Erfolgskurs. Das Unternehmen mit Sitz in Prenzlauer Berg wird zum Start-up des Jahres gewählt. Wachstum. Hype. Und dann die Krise. "Im Mai 2016 wurde klar, dass das Wachstum zu schnell war. Die internen Prozesse konnten nicht in derselben Geschwindigkeit parallel aufgesetzt werden." Die Auftragslage wird unübersichtlich und gerät außer Kontrolle. Rechnungen werden überwiesen, das Geld der Kunden im Gegenzug aber nicht konsequent eingefordert. Kritik an den Geschäftsmethoden der beiden Gründer wird laut. Die Investoren fordern harte Einschnitte, um das komplexe Geschäft zu retten. Köpfe rollen – die Gründer verlassen Movinga.


Ab Juni 2016 bewegen Finn Hänsel und seine Mitstreiter die entscheidenden Hebel. "Wir haben die Company trotz aller Schwierigkeiten noch mal auf die Spur gebracht und erfolgreich weiterentwickelt. Die große Herausforderung bei Movinga ist, ein ganz neues Produkt zu gestalten – es ist quasi die Neuerfindung einer ganzen Branche. Das ist natürlich fehleranfälliger, weil die Erfahrungswerte fehlen, anders als bei Copycats. Da hatten wir einiges zu meistern. Die Genialität des Business Models stand aber immer außer Frage – die Probleme lagen lediglich in der Umsetzung. Das zu beweisen und die Idee nicht wegen operativer Schwierigkeiten sterben zu lassen, war ein großer Treiber für mich. Ende September 2016 wurde das durch eine Investitionsrunde gekrönt, in der wir knapp 20 Mio. Euro eingesammelt haben. Jetzt läuft es sehr, sehr gut."


Start-up-Investor ...

Ein Blick zur Uhr. Gleich muss er weiter. "Movinga beansprucht momentan 120 Prozent meiner Tage und die Brauerei auch noch hin und wieder Zeit. Die meisten Wochenenden und Nächte sitze ich im Büro. Aber ich liebe es, Ideen entstehen zu sehen und daran mitzuwirken, sie zu entwickeln." Auch finanziell – seit zwei Jahren investiert er mit seiner Firma Mauerkatze Ventures vor allem auch in Start-ups in der Seed-Phase.


... und Gründerszene-Kenner

Seine Kenntnisse der Branche bringt er in den Bundesverband Deutscher Startups e.V. ein. Sein Blick richtet sich dabei Richtung Silicon Valley, New York und Israel, um herauszufinden, welchen Rahmen andere Staaten der Szene bieten. Die Unterschiede, besonders in Bezug auf die Gründerpersönlichkeiten, empfindet er als gravierend. "Die Deutschen sind ein sehr risiko-averses Volk. Wir haben eine große Start-up-Szene, aber wenn man ehrlich ist, dann nicht, weil wir so innovative Gründer wie Elon Musk oder Steve Jobs haben. Wir sind groß geworden, weil Oliver Samwer hier Rocket Internet gegründet hat und den Ruf von Berlin als Start-up-Metropole darauf gegründet hat, amerikanische Business-Modelle zu kopieren. Als ich nach Berlin kam, habe ich gemerkt, die erste Frage ist immer: Gibt’s die Idee schon in den USA? Wenn du nein sagst – Oh, ganz schwierig. Dann könnt’s ja scheitern. Rocket Internet als Inkubator war für mich der Inbegriff der risikoaversen Kultur. Weil sie fast ausschließlich in proven business models investieren. Und Gründer einstellen, die tendenziell auch risikoavers sind und nicht immer vordergründig an großen Unternehmensanteilen interessiert sind, sondern denen es wichtiger ist, ein hohes Gehalt zu verdienen. Das ist diametral entgegengesetzt zum amerikanischen oder australischen Typus, der sagt: Ich bin bereit in eine Einzimmerwohnung zu ziehen und drei Jahre von Nudeln und Soße zu leben, solange ich mindestens 30 Prozent am Unternehmen habe – und am Ende schaffe ich es, superreich zu werden."

Finn Hänsel erlebte sich in beiden Haltungen. "Ich habe relativ risikoavers angefangen und war am Anfang dankbar für ein hohes Gehalt und relativ wenige Anteile. Inzwischen denke ich: Anteile sind viel wichtiger." Gründer ermutigt er heute, größer zu denken, mehr zu wagen und mit ihren Entscheidungen auch mal aus der Reihe zu tanzen.

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XR-C Academy: VR - ein ganzes Feld von Potenzialen

Wie Virtual Reality (VR) die Arbeit der Zukunft verändert – Interview mit Petra Isabel Schlerit und Daniel Dunkhase, den Gründer*innen der XR-C Academy.

Auch wenn der Mega-Hype um das Thema Virtual Reality, kurz VR, etwas abgeebbt zu sein scheint, sehen Expert*innen in VR nach wie vor einen Technologie-Treiber mit dem Potenzial, viele Bereiche unseres Lebens fundamental zu verändern. Neben Big Playern der Techbranche wie Meta, Apple sowie Microsoft beschäftigen sich auch Start-ups wie das 2021 von Petra Isabel Schlerit und Daniel Dunkhase gegründete XR-C Academy mit diesem Phänomen, indem sie Unternehmen für die Verwendung dieser innovativen Lösung schulen. Mehr dazu im Interview mit den beiden Gründer*innen.

Wann und seid ihr auf die Idee zur Gründung der XR-C Academy gekommen?

Isabel Schlerit (I): Die Gründung ging Mitte 2021 über die Bühne mit dem klaren Ziel, eine stabile Qualitätsgrundlage für die Arbeit mit VR zu schaffen. Bei uns beschäftigen sich Experten mit den Wirkungen der virtuellen Realität auf das menschliche Gehirn sowie der optimalen Einsatzmöglichkeiten und gehen das Thema auch aus wissenschaftlichen und ethischen Gesichtspunkten an.

Daniel Dunkhase (D): Auf diesem Fundament bilden wir VR-Professionals aus und zertifizieren sie für den selbstständigen Umgang mit der Technologie. Zudem beraten wir Unternehmen zur Integration von VR in ihre Strukturen. Es geht darum, Wachstumshebel zu identifizieren und anschließend auch umzusetzen.

Welche Ziele verfolgt ihr?

D: Viele Menschen glauben, dass das Metaverse noch in der Zukunft liegt – dabei ist es bereits da und wir arbeiten auch schon damit. Für Unternehmen ergeben sich als First-Mover enorme Vorteile gegenüber den Wettbewerbern. Ihnen diese Potenziale nahezulegen, steht für uns im Vordergrund.

I: Es gibt ein ganzes Feld von Potenzialen, die nur schwer vorstellbar sind, wenn man nicht selbst mit dieser Technologie in Verbindung gekommen ist. Wir bieten unseren Kunden die Möglichkeit dies auszutesten und geben ihnen das nötige Wissen an die Hand auch damit umzugehen – immer mit dem Anspruch dies auch praxisorientiert einsetzen zu können.

Aus welchen Bereichen kommen eure Kund*innen?

D: Es ist bereits jetzt abzusehen, dass Virtual Reality einen wesentlichen Teil der zukünftigen Arbeitswelt ausmachen wird. Wir spezialisieren uns auf zwei bestimmte Gruppen: Einerseits sind unsere Produkte und Dienstleistungen für alle Unternehmen geeignet, die durch immersive Erlebnisse Kundeninteraktionen, interne Zusammenarbeit und Recruiting optimieren wollen. Dazu gehören mittelständische Unternehmen sowie Großkonzerne – beispielsweise aus der Automobil- oder Pharmaindustrie. Die andere Sparte besteht aus Trainern und Beratern, die sich auf dem Gebiet für die Zukunft etablieren möchten.

Welche Vorteile bietet Virtual Reality in seiner aktuellen Form?

I: Ökonomen sprechen hier tatsächlich von dem vierten technologischen Quantensprung nach dem Personal-Computer, dem Internet und dem Smartphone. Bereits im Jahr 2018 hat ein Team um Prof. Dr. Hutzschenreuter von der Technischen Universität München einen ähnlich starken Eingriff in unser Leben prophezeit und sieben Geschäftsfelder ausgemacht, die sich auf eine Transformation zu VR und AR vorbereiten müssen. Besonders die gefühlt echte und räumlich nicht mehr getrennte Zusammenarbeit durch das immersive Eintauchen in diese Realität, lässt sich als Vorteil ausmachen. Dies kann die Kreativität sowie die Produktivität fördern und Frustpotenziale vermeiden – vor allem wenn es in die Richtung Homeoffice oder Großraumbüros geht.

Und welche Potenziale hat Virtual Reality zukünftig zu bieten?

I: Gerade der Konzern Meta (ehemals Facebook) schreibt sich vor allem namentlich das Metaverse auf seine Fahne und findet damit öffentlich statt. Doch auch wenn viele darüber sprechen, haben es aufgrund der Komplexität nur wenige wirklich verstanden. Kurz gesagt wird das Internet durch VR in eine 3D-Welt übersetzt – mit allen positiven aber auch negativen Effekten. Wir werden zukünftig alltägliche Dinge, wie den Besuch einer Shopping-Mall, zusammen mit anderen, virtuell durchführen können. Das ist der nächste Schritt in Richtung digitalem Zusammensein. Selbstverständlich hat eine solche gesellschaftliche Verschiebung auch andere positive Vorteile wie Umweltschutz durch das Wegfallen von zeit- und kostenaufwendigen Reisen.

Was sind eure Pläne und was gebt ihr Unternehmen, die sich für VR interessieren, mit auf den Weg?

I: Wir haben uns durch unsere praktische Erfahrung im Einsatz von virtueller Realität im wirtschaftlichen Kontext – also weg vom Gaming-Bereich – einen hohen Status erarbeitet, den wir auch in Zukunft erhalten wollen. Unser Anspruch ist es, genau so schnell in der Entwicklung zu sein, wie die Technologie voranschreitet. Dazu gehört auch eine große Investition in die Forschung. Wir verstehen uns als Sparringspartner für Unternehmen, beim Versuch Dinge umzusetzen, von denen sie sich heute noch gar nicht vorstellen können, dass sie machbar sind.

D: Der beste Weg, um die Potenziale abschätzen zu können, ist das Arbeiten mit Virtual Reality wirklich einmal auszuprobieren und selbst zu erleben. Oft tun sich erst in unseren Testdrives Wachstumshebel auf, die vorher überhaupt nicht aufgefallen waren, aber das Unternehmen relevant nach vorne bringen können.

watchandbuild.com: preisgekrönt auf den Hund gekommen

Wie die watchandbuild.com-Gründer Arndt Rubart und Heinrich Erkens mit ihrem innovativen Customer-Self-Enabling-Portal MagicManuals® sowohl hochkarätige Preise abräumen als auch spannende Anwendungsbereiche erobern.

Wenn ein Start-up in kürzester Zeit zwei renommierte Preise verliehen bekommt, ist das einerseits ein Grund zur Freude und andererseits wahrscheinlich kaum als Zufall zu bezeichnen. Erst Anfang September 2022 sind die MagicManuals® des Start-ups watchandbuild.com GmbH live gegangen und nach dem Red Dot Award 2022 hat die Customer-Self-Enabling-Lösung der Gründer Arndt Rubart und Heinrich Erkens im Dezember 22 auch den German Design Award gewonnen.

Die digitale Portallösung, die Endverbraucher*innen dabei unterstützt, erklärungsbedürftige Produkte locker in den Griff zu bekommen, hat die Wettbewerbsjury in der Kategorie „Excellent Communications Design/Interactive User Experience/Special Mention“ überzeugt. In der Jurybegründung heißt es: „MagicManuals® verfügt über ein einzigartiges User Interface und intuitive Workflows für seine Business-Kunden und deren Endkunden.“

„Der German Design Award ist für uns eine ganz wichtige Bestätigung, dass wir mit den MagicManuals® richtig liegen, denn bei jedem Entwicklungsschritt haben wir immer den Anwender im Blick. Jedes Fragezeichen, das wir bei den Endverbrauchern auflösen, wenn sie sich mit einem Markenprodukt beschäftigen, optimiert die Customer Journey an entscheidende Stelle“, sagt Co-Gründer Arndt Rubart.

Eine digitale Portallösung für viele Fälle

Mit den MagicManuals® haben Hersteller von erklärungsbedürftigen B2C-Produkten die Möglichkeit, in nur 15 Minuten und mit nur wenigen Klicks ein Self-Service-Portal im Look and Feel der jeweiligen Marke für die Endkunden aufzusetzen. Dort können alle Informationen als Text, Bild, Video oder 3D-Animation hochgeladen werden. So finden Anwendende alle Hilfsmaterialien, die sie dabei unterstützen, ein Produkt aufzubauen oder in Betrieb zu nehmen an einer zentralen Stelle.

Die MagicManuals® eignen sich für eine Vielzahl von Branchen, wo Aufbau, Inbetriebnahme und Produktnutzung den Unterschied machen, wie zum Beispiel bei Möbeln und Einrichtungsgegenständen, Elektro-, Spiel- und Sportgeräten oder Kfz-Teilen und -Zubehör etc. Entscheidend ist, dass sich der Aufwand und die Kosten für den Kundenservice mit den MagicManuals® deutlich reduzieren lassen, weil die Endverbraucher*innen schnell und zielsicher „Hilfe zur Selbsthilfe“ finden und kostenintensive Kanäle wie Telefon, E-Mail und Chat entlastet werden.

Aller guten Dinge sind drei

Zuletzt hatten sich die prämierten Gründer mit ihrem Customer-Self-Enabling-Portal für den fressnapf Innovation Award beworben und den Silver Award in der Kategorie „Digital Services“ gewonnen. Als Europas Nummer eins für Heimtierbedarf positioniert sich Fressnapf mit dem Award als Innovationstreiber. MagicManuals® hatte für den fressnapf Innovation Award einen Prototyp gebaut, um den Endkunden erklärungsbedürftige Produkte und Equipment zu präsentieren ­– wie beispielsweise Installationsanleitungen und -Videos für Aquarien oder Terrarien. Diese kundenfreundliche Lösung war Fressnapf einen Award wert. Dass aber am Abend der Preisverleihung gleich die nächste Idee geboren wurde, war nicht vorherzusehen.

In Jubelstimmung auf den Hund gekommen

Das Resultat: Seit neuem werden die MagicManuals® auch für den „Fressnapf Tracker“ genutzt. Dabei handelt es sich um ein App-basiertes GPS-Ortungssystem, mit dem Hundebesitzer*innen jederzeit nachsehen können, wo sich der eigene Vierbeiner gerade befindet – ganz egal, wie weit er entfernt ist. Der Tracker sendet jede Minute die Position des Haustiers, im Live-Tracking sogar alle 15 Sekunden. Über 70.000 Hundebesitzer*innen nutzen den „Fressnapf Tracker“ bereits, der auch ein umfangreiches Helpcenter mit vielen Fragen und Antworten rund um die Vierbeiner beinhaltet. Diese und andere Inhalte sind nun in das nutzerfreundliche UX-Design der MagicManuals® übertragen worden – mit Bildern, Augmented-Reality-Animationen, Texten und Video. Auch für die Vorstellung der Features des „Fressnapf Tracker“ im Online-Shop des Fachhändlers wird die Lösung der watchandbuild.com-Gründer eingesetzt.

„Die Inhalte sind alle vorhanden, aber es ist entscheidend, wie sie aufbereitet werden, damit die Anwender des Trackers den größtmöglichen Nutzen davon haben. Die MagicManuals® sind eine Lösung, die vom Endkunden her gedacht und entwickelt worden ist. Wir setzen diese SaaS-Lösung deshalb gern ein, weil wir alles tun, um den Bedienkomfort für unsere Kunden zu optimieren“, sagt Milad Samei, Product Owner für den GPS-Tracker von Fressnapf.

Robert Rubart ergänzt: „Das Beispiel zeigt, wie vielfältig unsere Anwendungsmöglichkeiten sind. Es gibt in so vielen Bereichen noch Möglichkeiten, mehr Freude für Produkte zu erwecken, weil die Kunden alle wesentlichen Informationen an einer zentralen Stelle finden können.“

Slected.me: Transparenter Arbeitsmarkt durch KI

Mithilfe des KI-gepowerten Karrierebegleiters von Slected.me behalten Jobsuchende und Fachkräfte ihren individuellen Marktwert stets im Blick.

Was lässt sich die Suche nach einem neuen Job bzw. qualifizierten Fachkräften zeitgemäßer, schneller und transparenter gestalten? Was braucht es, damit Unternehmen und Fachkräfte unkompliziert und auf Augenhöhe zueinanderfinden? Die Antwort lautet offene Kommunikation und umfassende Informationen, auch hinsichtlich des Gehaltes. Die Technologie der KI hat das Potenzial, zum Game-Changer des Arbeitsmarktes zu avancieren.

KI-basierte Technologie als Mittel realistischer Bewertung

Dank neuer KI-Technik ist es jetzt für Jobsuchende möglich, auf Basis von Vergleichen mit anderen Talenten ein besseres Verständnis für den Wert ihrer Arbeit zu erhalten. Die KI ermittelt auf Grundlage verschiedener Skills ein Gehalt und beschränkt sich nicht nur auf die sonst herangezogenen Parameter, sondern nutzt Informationen zu besonderen Fähigkeiten, absolvierten Weiterbildungen, speziellem Know-how oder auch Hobbys.

Die Founder der digital-basierten Plattform Slected.me sagen zu den Beweggründen, die zur Entwicklung des Gehalts- und Karriereratgebers führten: „Es kann nicht sein, dass Berufserfahrung der einzige Parameter im Job-Leben ist. Und es kann nicht sein, dass Menschen zehn Jahre lang mit dem gleichen Gehalt arbeiten“.

Vorrangiges Ziel von kreativen Köpfen wie Pirathipan Nanthakumar, Santhosh Kumar und David Forino ist es, Unternehmen und Jobsuchenden eine Interaktion auf Augenhöhe zu ermöglichen. Vor allem aber treibt sie folgende Vision an: „Wir wollen Menschen dabei helfen, Gehalt nicht länger als Tabuthema zu sehen. Unser Team ist davon überzeugt, dass jeder Mensch die gleichen Lebenschancen verdient, unabhängig von sozialem Alter, Geschlecht, Religion und sozialem Hintergrund. Dafür fördern wir die Gleichstellung der Geschlechter in der Arbeitswelt und unterstützen Menschen auf ihrem Karriereweg.“

Plattform für Jobsuchende und Unternehmen

Der Arbeitsmarkt kennt zwei Gruppen: Menschen auf der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz und Unternehmen, die freie Stellen besetzen wollen. Für beide Gruppen ist ein schnelles Job-Matching wichtig.

Jobsuchende können auf Slected.me eine kostenlose Marktwertevaluation erhalten. Sie haben Zugriff auf leicht verständliche Auswertungen, die es ihnen ermöglichen, zeitnah und ohne Aufwand Jobsuchende mit ähnlichen Interessen, Fähigkeiten und Karrieren zu finden. Mithilfe der aufgezeigten Gemeinsamkeiten erkennen sie Optimierungspotenzial und können bei Bedarf ihr eigenes Set an Skills optimieren. Die zur Verfügung gestellten Marktwertinformationen verhelfen ihnen bei Bewerbungsprozessen zu einer besseren Ausgangsposition.

Slected.me konzentriert sich auf die Zielgruppe der Jobsuchenden und bietet darüber hinaus auch Unternehmen die Möglichkeit, nach passenden Fachkräften zu suchen. Letztere erhalten etwa die Möglichkeit, sich ein Unternehmensprofil zu erstellen und die von ihnen gewünschten Anforderungen anzugeben. Die KI vergleicht diese Anforderungen dann mit den gespeicherten Kandidat*innen und präsentiert eine Liste mit geeigneten Personen. Auf diese Weise wird der gesamte Prozess des Recruitings vereinfacht und ein Job-Matching ist schneller möglich. Sind beide Seiten interessiert, wird der Kontakt vermittelt.

Demographische Entwicklung & Fachkräftemangel bringen den Arbeitsmarkt in Bewegung

Seit vielen Jahren hat es die deutsche Wirtschaft versäumt, für ausreichenden Nachwuchs zu sorgen. Es wurde zu wenig für spezielle Tätigkeiten geworben. Nicht selten war die Entlohnung eine Ursache dafür, dass sich nicht genügend Auszubildende fanden. Auch die stark steigende Zahl von Hochschulabsolventen trägt zum Mangel bei.

Die geburtenstarken Jahrgänge verabschieden sich in den nächsten Jahren in den wohlverdienten Ruhestand und hinterlassen zahlenmäßig eine kurz- oder mittelfristig kaum zu schließende Lücke. Insofern sind innovative Konzepte ein probates Mittel, um Jobsuchende und Unternehmen dabei zu unterstützen, sich gegenseitig zu finden.

Möglich macht das die Digitalisierung und die mit ihr einhergehende Automatisierung. Durch beides können personelle Ressourcen gespart werden, die sich dann in kostengünstigen Dienstleistungen widerspiegeln. Auch die KI-Technologie ist hier ein wesentlicher Faktor.

Glücksspiel in Deutschland – etwas für deine Finanzströme?

Das Betreiben eines eigenen Online-Casinos kann durchaus ein lukrativer Weg für Gründer*innen sein – wir geben Tipps und zeigen wichtige To do’s auf.

Geht es um die eigene finanzielle Absicherung, dann spielt für viele wohl die Anlage in Aktien und Fonds eine große Rolle. Das Börsenparkett kann tatsächlich eine lukrative Anlageoption sein, dennoch gehört hier ein langer Atem ebenso zu den Grundvoraussetzungen wie ein über die Jahre gewachsenes Fachwissen und Interesse an der Materie. In diesem Beitrag beleuchten wir eine Alternative, wie du deine Finanzen aufbessern kannst. Es mag auf den ersten Blick ungewohnt klingen, aber das Betreiben eines eigenen Online-Casinos kann tatsächlich ein Weg sein. Neugierig geworden? Dann lies am besten gleich weiter.

Passiv versus aktiv

Es gibt sie nicht umsonst im weltweiten Netz, jene Aggregatorseiten, die eine Übersicht der aktuell beliebten Glücksspiele liefern: beispielsweise zum Thema Roulette Online Casinos www.besteonlinecasinos.co/roulette oder andere mehr. Der Grund ist, dass du hier als Betreiber tatsächlich einen soliden Finanzstrom anbahnen kannst — so du es richtig anpackst. Ausschlaggebend ist hier Passivität als attraktives Merkmal. Nein, das bedeutet nicht, sich auf die faule Haut zu legen, sondern seine Investition klug zu tätigen. Klug ist es nämlich, das Geld dergestalt zu investieren, dass du in der Zeit danach ein Maximum an Passivität an den Tag legen kannst. Denn fortan vermehrt sich Dein Finanzpolster – weitgehend – ohne dein Zutun. Mit einem Online-Casino kann so ein Traum wahr werden.

Was du bei der Gründung in Deutschland beachten musst, wollen wir dir im Folgenden noch umreißen.

Wie gründest du dein eigenes Online-Casino?

Zunächst eine Anmerkung vorweg: Selbst, wenn du ein eigenes Online-Casino gründest, solltest Du nicht 100 Prozent deiner Rücklagen in dieses Projekt investieren. Zu viel kann dabei schiefgehen und das Geld ist dann weg. Betrachte deine Investition viel eher als einen lukrativen Seitenast deines gesamten Finanzbaums. Im Idealfall sprosst dieser Ast aus, grünt und bildet finanzielle Früchte aus. Und das Ganze auch noch weitgehend ohne zusätzliche Arbeit deinerseits. Doch ganz so einfach ist die Gründung eines Casinos im Internet nicht.

Daher kommen nun in aller Kürze wichtige Punkte, die du in Deutschland dafür unbedingt beachten musst. Zunächst musst du dich über die Regelungen hinsichtlich Glücksspiels in dem Bundesland erkundigen, in dem du lebst beziehungsweise in dem das Casino betrieben werden soll. Als Betreiber benötigst du für dein neues Casino zudem eine gültige Lizenz, damit du Glücksspiele anbieten darfst. Diese erteilt eine entsprechende Behörde. Da bei Roulette, Poker und Co. Gelder die Besitzer wechseln, darfst du auch Aspekte hinsichtlich Spielerschutz und Vertrauenswürdigkeit nicht außer Acht lassen.

Das beste Werbekonzept und eine ausgefeilte Internetpräsenz nützen dir nichts, wenn deine potenziellen Kund*innen kein Vertrauen in dich als Anbieter haben. Investiere daher auch in einen guten Plan für das Risikomanagement.

Auch potenziellen Fallstricken in puncto Geldwäsche musst du aktiv vorbeugen. Ebenso bedeutsam ist der Schutz der privaten Daten deiner Kund*innen. Die Server, auf denen empfindliche Informationen wie Bankdaten gespeichert werden, müssen auf dem neuesten technischen Stand arbeiten. Hier bietet es sich wohl an, etablierte Drittanbieter mit Expertise auf diesem Gebiet ins Boot zu holen. Schließlich musst du aufgrund der Rechtslage sicherstellen können, dass nur volljährige Nutzer Zugang zu deinem Online-Portal bekommen.

Zudem solltest du dich auch nach der Gründung immer auf dem Laufenden halten, um auf aktuelle Rechtsprechungen und Regelungen reagieren zu können. Du siehst also: Ganz so passiv ist die Gründung eines Online-Casinos nicht, aber es kann ein Weg hin zu mehr finanzieller Freiheit werden.

SEO-Trends 2023

Suchmaschinenmarketing: Von Audio-Marketing bis Responsive-Suchanzeigen. Mit diesen 7 Trends startest du online im neuen Jahr durch.

Online-Marketing gibt es stetig neue Entwicklungen, Trends, Anpassungen und Tools. Sie automatisieren die bestehenden Prozesse und verbessern die Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung und -werbung immer weiter. Um die Sichtbarkeit im Web für das eigene Unternehmen zu erhöhen, gilt es solche Trends im Blick zu behalten. Vor allem Entwicklungen im Bereich Audio, Video und Social Media sowie die Verzahnung von Content und E-Commerce stehen aktuell im Fokus. Wir haben sieben Trends identifiziert, mit denen Unternehmer und Selbständige online 2023 durchstarten.

SEO Trend: Audio-Marketing

Ob Podcasts oder Twitter Spaces: Audio-Content wird immer beliebter. Deshalb sollen diese Inhalte auch in den Suchergebnissen von Google platziert werden. Wie bei anderem Content spielt dabei vor allem der gebotene Mehrwert eine wichtige Rolle für ein gutes Ranking. Mit eigenen Unternehmens-Podcasts erreichen kleinere und größere Betriebe ihre Zielgruppe dann an einem weiteren Touchpoint. Übrigens: Videos sind schon länger ein oft genutztes Marketingtool, doch ihre Bedeutung nimmt weiter zu. Sie erhöhen nicht nur den organischen Traffic, sondern sorgen auch für eine längere Verweildauer auf Websites und Social-Media-Profilen.

SEO Trend: Content-Commerce

Die Verzahnung von Content-Marketing und E-Commerce schreitet im digitalen Marketing immer weiter voran. Beispielsweise Facebook und Instagram setzen bereits verstärkt auf E-Commerce-Funktionen, sodass User*innen über die Plattformen shoppen können. Diese Entwicklung führt dazu, dass Unternehmen ihren Content zunehmend strategisch in die digitale Customer Journey ihrer eigenen Kundinnen und Kunden integrieren sollten. Dadurch lassen sich passende Inhalte in jede Phase des Einkaufserlebnisses einbinden und flexibel an die Kund*innenbedürfnisse anpassen. Der Aufbau einer Digital-Experience-Plattform kann für Unternehmen zu einem Wettbewerbsvorteil werden. 

SEO Trend: Google Analytics 4

Ende Oktober 2020 stellte Google von Universal Analytics beziehungsweise GA3 auf Google Analytics 4, kurz GA4, um und setzt nun verstärkt auf die Umstellung der vierten Version des Trackingtools. Bei GA4 handelt es sich dabei um mehr als ein Upgrade: Es ist vielmehr eine neue Generation von Google Analytics, die für User*innen einige Veränderungen mit sich bringt. Im Vergleich zu GA3 ist nicht nur das User Interface neu, sondern auch das zugrunde liegende Datenmodell und das Tracking. Letzteres lässt sich in der neuen Version auch ohne Cookies ermöglichen. Zudem können über ein ganzes Tagging-Framework Daten an Google-Dienste wie Google Ads, Campaign Manager oder Search Ads 360 gesendet werden. GA4 erleichtert so den Einbau des Tracking-Codes für alle Google-Produkte, noch präziseres Conversion-Tracking und die Minimierung technischer Fehlerquellen. 

SEO Trend: Mobile First

Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer durchsuchen das Web vor allem über ihre Smartphones und Tablets. Schon länger steht die Darstellung im Responsive Design deshalb im Fokus. Google hat schon vor längerem alle Webseiten auf das sogenannte Mobile-First-Indexing umgestellt, sodass die Suchmaschine Inhalte, die ausschließlich auf Desktopgeräten verfügbar sind, ignoriert. Unternehmen sollten ihre Seiten deshalb (sofern nicht schon geschehen) dringend auf das Responsive Design hin überprüfen. Passend dazu spielen auch Deeplinks eine immer größere Rolle. Sie finden in Verbindung mit Apps Verwendung, um von Anzeigen auf die richtigen Zielseiten zu verlinken. Somit verhelfen Deeplinks insbesondere Nutzer*innen von mobilen Endgeräten zu einem schnellen und nutzerfreundlichen Shoppingerlebnis.

SEO Trend: PageSpeed Insights 

Der Google Online-Dienst „PageSpeed Insights“ - ein Tool zur Analyse und Verbesserung für Ladezeiten von Internetpräsenzen - bietet viele neue Informationen über die Ladegeschwindigkeit und zum Lighthouse-Score. Bei „Google Lighthouse“ handelt es sich wiederum um ein Audit-Tool, das die Performance von Websites erhebt. Der Score wird dabei in den Kategorien Performance, Accessibility, Best Practices und SEO errechnet. Zu den Veränderungen in der optimierten Version gehört zum Beispiel, dass nun nicht mehr die Punktzahl der getesteten Seite ganz oben auf der Ergebnisseite steht, sondern der Abschnitt mit den Nutzer*innendaten. Bei der Punktzahl handelt es sich nämlich nur um Labordaten, die keinen direkten Einfluss auf die Rankings haben. Der Bereich mit den Nutzer*innendaten lässt sich hingegen aufklappen, sodass User*innen zusätzliche Details zu den Core Web Vitals sehen. Dazu wird jeweils der Anteil der Aufrufe dargestellt und kategorisiert: grün für Erreichung der empfohlenen Werte, gelb für Werte mit Verbesserungsbedarf und rot für schlechte Leistungen. Zusätzlich gibt es sowohl für die Nutzer*innen- als auch für die Labordaten einen zusätzlichen Abschnitt mit weiteren Informationen zum Erfassungszeitraum, zur Dauer der Besuche oder auch zur Größe der Strichprobe, sodass User*innen die Performance der jeweiligen Seite besser analysieren und verbessern können.

SEO Trend: Free Listing

Bereits seit einiger Zeit hat Google die kostenlosen Shoppinganzeigen international ausgerollt. Doch noch nicht alle Produktanbieter*innen nutzen dieses Tool für ihre Marketingkampagne. Dabei bietet das Free Listing vor allem kleinen Unternehmen mit wenig Marketingbudget Gelegenheit, Werbeanzeigen kostenlos zu platzieren und diese zu testen. Auf diesem Weg werden nämlich verschiedene Produktmerkmale wie Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen teilweise auch in den organisch gelisteten Shoppinganzeigen aufgeführt und Internetnutzer*innen angezeigt.

SEO Trend: Responsive-Suchanzeigen

Marketingmaßnahmen und Online-Tools verändern sich vor allem aufgrund des stetigen Wandels des User-Suchverhaltens. Google gibt beispielsweise an, dass 15 Prozent der täglichen Anfragen ganz neue Suchen darstellen. Online-Marketingkampagnen gilt es deshalb möglichst flexibel zu gestalten. Zudem sollten Unternehmen auf Automatisierung setzen – besonders auf Responsive-Suchanzeigen. Texte in solchen Anzeigen werden ständig angepasst, damit sie Kund*innen immer passende Botschaften präsentieren. Dafür geben Unternehmen einfach mehrere Anzeigentitel und Textzeilen ein, sodass Google Ads im Laufe der Zeit automatisch verschiedene Kombinationen testet und die zielführendsten unter ihnen ermittelt. Seit Juli 2022 unterstützt Google noch die Responsive Search Ads. Erweiterte Textanzeigen sollen dann zwar weiterhin ausgespielt werden, die Möglichkeit zur Erstellung oder Bearbeitung fällt aber weg.

velio: Premium (E-)Bikes refurbished

Das Kölner Start-up velio wurde 2021 von Chris Lenz und Sebastian Hanhues mit der Vision gegründet, das Konzept der Kreislaufwirtschaft in die Fahrradindustrie einzuführen.

Velio wurde im Herbst 2021 von den fahrradbegeisterten Unternehmern Chris Lenz und Sebastian Hanhues gegründet, die reichhaltige Erfahrung im Aufbau und der Skalierung digitaler Geschäftsmodelle mitbringen. Ihre Vision: die Idee der Kreislaufwirtschaft in die Fahrradindustrie einführen. Das Konzept: Die Kölner bereiten die gebrauchten Fahrräder auf – der Basisbestand setzt sich aus ehem. Leasing- und Leihfahrrädern, Testbikes und Ausstellungsstücken zusammen sowie Rädern, die bei Händlern zurückgegeben oder von Privatpersonen verkauft wurden – und verlängert so ihre Laufzeit. Jedes Bike wird im eigenen Meisterbetrieb geprüft, gewartet und eingestellt.

Den ökologischen Reifenabdruck verkleinern

Nach der ressourcenschonenden Instandsetzung sind die (E-)Bikes dann „wie neu“ im velio-Online-Shop erhältlich. Auf diese Weise wird der Produktlebenszyklus verlängert – und der „ökologische Reifenabdruck“ verkleinert. Der Unterschied zwischen erneuert und neu beträgt bis zu 300 Kilogramm CO2.

Und nicht nur das: Auf dem Fahrrad kann jede(r) einzelne gegen die Luftverschmutzung und den Klimawandel anrollen. Das Ziel von velio: Jene 22 Prozent der Treibhausgase zu reduzieren, die auf den Verkehrssektor und Autofahrten zurückgehen – und einen Beitrag zur Rettung unseres Planeten zu leisten.

Global Benefits per Radfahren

Schätzungen zufolge erzeugt Fahrradfahren „global Benefits“ in Höhe von bis zu 150 Milliarden Euro pro Jahr – zumal Effekte, die unter anderem der Umwelt, der Gesundheit der Bevölkerung und dem Verkehrssystem zugutekommen. So liegt der CO2-Ausstoß eines E-Bikes bwpw. zwischen 7 und 7,8 Gramm pro Kilometer, während bei einem Elektroauto der Wert rund 15-mal höher ist. Zudem sorgt ein E-Bike für mehr Flexibilität und mehr Unabhängigkeit im Alltag. Deswegen baut auch velio sein E-Bike-Angebot stetig aus. Oder anders ausgedrückt: Das Start-up verfolgt die Mission, nachhaltige urbane Mobilität für alle zu ermöglichen.

Die Welt der Fahrräder virtuell erschließen

Kund*innen mit refurbished Bikes deutschlandweit innerhalb weniger Werktage kostenlos zu beliefern, ist das eine. Ihnen die Welt der Fahrräder virtuell zu erschließen, das andere. Bei velio beginnt der Service bereits vor dem Kauf – mit nur wenigen Klicks und, wenn gewünscht, vollständig digital und via Smartphone. Zusätzlich wird eine professionelle Kaufberatung via E-Mail oder Telefon angeboten, um auf die individuellen Bedürfnisse eingehen zu können. Optional können alle Bikes gegen Diebstahl, Reparaturen und Verschleiß abgesichert werden.

Nach dem Kauf ermöglicht es der kostenlose Bikemanager durch Features wie dem Bikepass und dem digitalen Scheckheft zur Dokumentation von Reparatur- und Pflegeleistungen, den optimalen Überblick über das Premium-Rad zu erzeugen und den Wiederverkaufswert zu steigern. Denn: Ein velio Bike kann nach der Nutzung je nach Zustand über die Plattform wieder in den Kreislauf zurückgeführt und erneut aufbereitet werden.

Fahrrad als die progressive Alternative zum Auto

Die Zielgruppe ist nach den ersten Erfahrungen der Gründer breit gefächert. Im Zuge der Mobilitätswende zielt velio insbesondere auf den Urban Commuter ab, aber auch für Menschen aus dem Umland sind die Refurbished Bikes interessant. Auch den derzeitigen Boom der E-Bikes spürt das Team von velio deutlich und es lässt sich feststellen, dass inzwischen auch einige junge Menschen auf die elektrische Version des Fahrrads umsteigen und diese nicht mehr nur als Option für die ältere Gesellschaft gesehen wird. Was alle Kund*innen vereint, ist schlussendlich auch das, was das velio-Team zusammengebracht hat und für einen Wandel auf dem Fahrradmarkt kämpfen lässt: Sie stehen hinter dem revolutionären Konzept, freuen sich, etwas für die Umwelt getan zu haben und sehen das Fahrrad als die progressive Alternative zum Auto.

Hospitality-Trends 2023

Die Digitalisierung geht weiter voran: Diese 5 Trends erwartet die Hospitality-Branche im neuen Jahr.

Während im vergangenen Jahr der Fokus in der Hospitality-Branche auf automatisierte Abläufe im Frontend-Bereich und damit für ein besseres Gästeerlebnis gesetzt wurde, blieben die Entwicklungen im Hintergrund weitestgehend auf der Strecke. Das wird sich 2023 ändern.

Neue Verfahren, smarte Tools

Die Digitalisierung schreitet in Deutschland weiter voran – das muss sie auch! Insbesondere junge Generationen setzen auf moderne Arbeitsplätze und werden von veralteten Systemen sowie analogen Strukturen zumeist abgeschreckt. Wer also dem Fachkräftemangel entgegenwirken möchte, muss auf neue Verfahren und smarte Tools setzen. Insbesondere in der Hospitality-Branche gibt es da noch immer viel zu tun. Viele internationale Technologieunternehmen sehen den Bedarf und unterstützen das Gastgewerbe vor Ort mit ihren digitalen Lösungen.

Während im vergangenen Jahr der Fokus jedoch auf automatisierte Abläufe im Frontend-Bereich und damit für ein besseres Gästeerlebnis gesetzt wurde, blieben die Entwicklungen im Hintergrund weitestgehend auf der Strecke. Das wird sich 2023 ändern - hier die wichtigsten Trends für die Hotel- und Gastronomiesparte im kommenden Jahr.

Hospitality-Trend 1: Schluss mit der Zettelwirtschaft – die Digitalisierung des Backoffice

Noch immer scheinen Excel und Notizzettel die beliebteren Hilfsmittel im Backoffice zu sein. Doch immer mehr Gründe sprechen für eine schnelle Digitalisierung und werden diese im kommenden Jahr weiter vorantreiben. Denn mit dem Grundsatzurteil 1 ABR 22/21 vom BAG (Bundesarbeitsgericht) vom 13. September 2022 ist die Arbeitszeiterfassung für Arbeitgeber*innen Pflicht. Sollen also die eigenen Angestellten entlastet werden, muss der Fokus auch in 2023 weiter auf der Optimierung interner Prozesse und speziell der Arbeitszeiterfassung liegen. Moderne Software-Lösungen und Apps sind eine einfache, aber vor allem ortsungebundene Möglichkeit, die Arbeitszeit effizient zu erfassen – egal ob im Betrieb oder im Home-Office. Eine schnelle Freigabe der endgültigen Stunden und fehlerfreie Abrechnungen inklusive. Auch für Personalmanager*innen bietet die Digitalisierung des Backoffice eine zunehmende Entlastung. Sie behalten den Überblick über die jeweiligen Zuständigkeitsbereiche und können effizient Dienstpläne erstellen oder gegebenenfalls Änderungen schnell und transparent eintragen. Zusätzliche Features, wie interne Kommunikationsfunktionen oder die Verknüpfung mit bestehenden Tools bis hin zum Frontdesk-Bereich sorgen zudem für mehr Struktur im Arbeitsalltag. Das spart Zeit und schont personelle Ressourcen.

Hospitality-Trend 2: Modernes Bewerbungsmanagement

Auch in Sachen Recruiting unterstützen digitale Prozesse ungemein. So haben Bewerber*innen zum Beispiel verschiedene Kanäle, über die sie auf die Arbeitgeber*innen zukommen können. Diese unterschiedlichen Portale können dank smarter Lösungen inhouse zu einer zentralen Datenbank zusammenfasst und der komplette Bewerbungsprozess damit effizienter gestaltet werden. Absagen oder die Priorisierung von potenziellen Mitarbeitenden sowie Terminerinnerungen und Onboarding-Prozesse können ebenso automatisiert werden. So kann die Einarbeitung beispielsweise effizienter durch Online-Videos, Web-basierte Trainings oder Mediatheken erfolgen und so wertvolle Ressourcen sparen. Der Ausbau Cloud-basierter HR-Software wird somit im Jahr 2023 im Fokus sein.

Hospitality-Trend 3: Mitarbeitende binden – Zufriedenheit fördern

Während digitale Zeiterfassungs- und Abrechnungsanwendungen schon in einigen Unternehmen zum Arbeitsalltag gehören beziehungsweise verpflichtend sind, bietet die Automatisierung im Bereich Employee Experience noch viel Potenzial. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und will vor allem kranke Arbeitnehmer*innnen mit der eAU, der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, entlasten. Ab dem 01. Januar 2023 sind die Krankenkassen zur digitalen Weiterleitung der Krankmeldung an die Arbeitgeber*innen verpflichtet. Außerdem sollen personalisierte Performance Dashboards, die den Fortschritt von Mitarbeitenden transparent sowie jederzeit abrufbar darlegen, zur Bindung und Weiterentwicklung von Angestellten beitragen. Mittels intuitiver Tools kann dann eine stärkere Feedback-Kultur gelebt und die eigene Leistung in messbaren Zielen festgehalten werden. Schlussendlich steigt die Zufriedenheit und Loyalität der Mitarbeitenden nachhaltig, wenn Arbeitgeber*innen ein gut strukturiertes und organisiertes Arbeitsumfeld bieten.

Hospitality-Trend 4: Automatisierung des Frontoffice

Obwohl im Bereich der Kundenzufriedenheit bereits viel geschehen ist, wird 2023 auch die Digitalisierung des Frontoffice noch weiter vorangetrieben. Voice- sowie Chatbots können beispielsweise zunehmend für Bestellungen oder Reservierungen eingesetzt werden, um so auch dem Fachkräftemangel entgegenwirken zu können. Während das Personal durch die künstliche Intelligenz entlastet und anderweitig eingesetzt werden kann, wird gleichzeitig schneller auf die Bedürfnisse der Gäste reagiert. Zudem wird auch das Bestandsmanagement dank digitaler Kassensysteme effizienter. Durch automatisierte Sortimentsprüfungen können Warenbestellungen dann schnell und direkt bis zum angebundenen Lieferanten weitergeleitet werden.

Hospitality-Trend 5: Waste-Management dank smarter Tools

Durch die Nutzung von Recycling- oder Foodwaste-Software wird auch die Nachhaltigkeit der Unternehmen zunehmend digitaler werden. Entsprechende Tools können zum Beispiel Warenbestände erfassen und weggeworfene Gegenstände ermitteln. Künstliche Intelligenz kann Abfallbereiche identifizieren und quantifizieren. Gerade in der Gastronomie und Hotelküche können so Prozesse optimiert werden. Lebensmittel werden reduziert und bares Geld gespart.

Fazit

Vorhandenes Personal kann mithilfe von smart eingesetzten Tools entlastet und effizient eingesetzt werden. Auch die Betreuung der Gäste wird durch die zunehmende Digitalisierung vereinfacht und die sogenannte Customer Experience weiter ausgebaut. Eine digitalisierte Branche ist somit greifbar und könnte den vielbeschäftigten Gastronom*innen und Hotelbetreiber*innen sowie ihren Angestellten 2023 den Arbeitsalltag erleichtern, wenn sie sich aktiv dafür entscheiden.

Der Autor Michael Scheiblich ist Lead Customer Success DACH der Personalplanungssoftware Planday

Collego: Collegos sollt ihr sein

Das Start-up Collego von Markus Stoll und Fabian Ziegler ermöglicht firmeninternes Matching von Angestellten auf Basis gemeinsamer Interessen. Das Ziel: mehr Zufriedenheit und weniger Fluktuation im Team.

Du bist neu im Unternehmen und findest keinen Anschluss? Du arbeitest remote, hybrid oder nur Teilzeit im Büro, zum Plausch in der Kaffeeküche kommt es daher fast nie? Eine der Herausforderungen im Arbeitsmarkt ist neben dem Finden von geeigneten Arbeitskräften die dauerhafte Bindung von Mitarbeitenden. Dafür ist Collego die Lösung. Die Plattform schafft feste Kontakte im Unternehmen – interessenbasiert, teamübergreifend und dauerhaft.

Collegos – mehr als nur gute Arbeitskolleg*innen

Besonders seit Corona arbeiten viele von uns remote oder hybrid in ihren Jobs. Was viele Vorteile mit sich bringt, erschwert auf der anderen Seite den Anschluss ans Team und den Aufbau einer Unternehmenskultur. Viele leiden oft unter der Anonymität. Das führt zu Unzufriedenheit – und endet im schlimmsten Fall mit einer Kündigung. „Viele Arbeitgeber kämpfen mit hoher Fluktuation – wir wollen das ändern“, so die Gründer Markus Stoll und Fabian Ziegler. Hier setzt ihre Plattform Collego an. Sie fördert Freundschaften unter Kolleg*innen, sorgt somit für mehr Spaß und Motivation bei der Arbeit. Nebenbei werden Mitarbeitende schneller integriert und Kontaktbarrieren aufgebrochen. „Wir sprechen von ,Collegos‘“, so die Gründer. Und das Beste: „Collegos sind zufriedener – und bleiben somit länger im Unternehmen.“

Mitarbeitende ans Unternehmen binden

„Mitarbeitendenbindung ist noch immer ein oft viel zu unterschätzter Faktor, der den Erfolg von Unternehmen massiv auf allen Ebenen beeinflusst“, so Markus. Der finanzielle Erfolg, aber auch das Image nach innen und außen werde stark davon beeinflusst. Die Gründer wissen, wovon sie reden: Sie selbst waren zuletzt als Abteilungsleiter in einem mittelständischen Beratungsunternehmen für über 100 Consultants verantwortlich.

„Am Ende waren die Probleme oft die gleichen“, so Markus. Die Gründer machten es sich zur Aufgabe, Kolleg*innen eine zuverlässige, angenehme und lockere Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Damit helfen sie Unternehmen bei ihrem langfristigen Erfolg. „Wir wollen Unternehmen unterstützen, ihre Digitalisierung voranzutreiben, moderne Arbeitsweisen umzusetzen und die soziale Interaktion innerhalb der Teams zum Vorteil aller zu fördern“, sagt Co-Gründer Fabian. „Denn letztlich sind die Menschen im Unternehmen die Vorantreibenden und der eigentliche Kern.“

Collego löst eines der Kernprobleme im Personalwesen – das lockt Investor*innen an

Damit treffen Fabian und Markus den Nerv der Zeit. „Retention ist eines der Kernthemen im Personalwesen“, weiß auch Benjamin Visser, CEO von allygatr, dem Venture Capitalist in HR-Tech. Wenig verwunderlich also, dass allygatr bei Collego eingestiegen ist. „Wir freuen uns natürlich sehr darüber, so früh einen solch starken Partner wie allygatr an Board zu haben“, so die Collego-Gründer. „Gleichzeitig rechnen wir mit vielen weiteren, starken Investor*innen.“

Die Gründer selbst haben sich bei einer Unternehmensfeier kennengelernt. Aus der Idee, Mitarbeitende interessenbasiert zu vernetzen, ist innerhalb weniger Monate die Collego GmbH mit Sitz in München entstanden. Collego baut auf einem interessenbasierten Matching-Algorithmus auf und ermöglicht einem Unternehmen die standortübergreifende Vernetzung der kompletten Belegschaft. Die Idee kommt an: Beim The-Grow-Summit 2021 wurden die Gründer mit dem invest2grow-Award als innovativstes Start-up unter ca. 200 Teilnehmer*innen aus der DACH­Region ausgezeichnet.

Wachstumsboost und Expansionspläne

Das gebootstrapte Unternehmen hat große Wachstumspläne. Um die Skalierbarkeit der Plattform vollständig auszuschöpfen, möchte das Gründer-Duo in weitere EU-Länder expandieren. Dafür braucht das Start-up zusätzliche Unterstützung und ist aktuell auf der Suche nach Investor*innen, um das Team auf 40 Mitarbeitende zu verstärken. „Mit mehr Kapital und Knowledge im Team können wir die Plattform mit zusätzlichen Features ausstatten und den notwendigen Wachstumsboost generieren. In Zukunft wird unternehmensinternes Networking über Collego laufen“, zeigen sich die Gründer überzeugt.

KI-Trends 2023

Die nachhaltige Nutzbarkeit von Informationen steht im Zentrum der Trends rund um die Nutzung von künstlicher Intelligenz.

Angesichts der aktuellen Herausforderungen wie Inflation gibt es kaum ein Thema, welches für Unternehmen in den letzten Monaten mehr an Bedeutung gewonnen hat als der Bereich Nachhaltigkeit. Dabei geht es nicht nur darum, die ökologische, ökonomische und soziale Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft sicherzustellen und zu optimieren, vielmehr geht es auch um einen nachhaltigeren und bewussteren Umgang mit Daten, Information und Wissen. Nur so können Unternehmen effektiver wirtschaften, innovieren und arbeiten. Im Folgenden haben wir die fünf wichtigsten Trends im Bereich kKünstliche Intelligenz für das Jahr 2023 zusammengefasst.

KI-Trend 1: Fachbereiche werden wertvolle Impulse liefern

Die Relevanz von Fachabteilungen hat seit der Corona-Krise deutlich zugenommen. So sehen 83 Prozent der befragten Unternehmen einer aktuellen Lünendonk-Studie zufolge, einzelne Business Units als Treiber für die digitale Transformation, welche immer stärker entlang der Wertschöpfungskette stattfindet. Moderne Fachabteilungen benötigen zunehmend individuelle Lösungen für ihre speziellen Anwendungsfälle im Geschäftsalltag, wie etwa im Angebotsmanagement oder der Kundenbetreuung, um ihren Beitrag für das Business optimal leisten zu können. Dies ist nachhaltig umsetzbar, wenn die IT mit in die Fachbereiche einbezogen wird und die Fachabteilungen digitalisiert werden.

KI-Trend 2: Die Bedeutung von Explainable AI und Adaptive AI nimmt zu

Viele Unternehmen erkennen die Vorteile von Artificial Intelligence (AI) an, wie eine aktuelle Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt. Zehn Prozent der befragten Betriebe wollen 2023 in die Technologie investieren. Als ein möglicher Bremser für den Einsatz nennen 49 Prozent die Sorge über die mangelnde Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse. Genau hier setzt „Explainable AI“ an. So sorgt die Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen von AI-Anwendungen für mehr Vertrauen in die Systeme und Akzeptanz auf der User-Seite. Gleichzeitig rückt der konkrete Nutzen von AI in den Vordergrund (Adaptive AI). AI-Modelle werden in Zukunft viel stärker als bisher in spezifischen Use Cases Anwendung finden, um die Performance ihrer intelligenten Systeme gegenüber den Mitbewerber*innen zu steigern. Wichtig ist dabei, dass die AI-Systeme sich selbstständig an sich verändernde Situationen und Rahmenbedingungen anpassen, um nachhaltig zu arbeiten.

KI-Trend 3: Intelligent Document Processing wird zu Intelligent Information Processing

Die intelligente Dokumentenverarbeitung der nächsten Generation fokussiert sich noch stärker als bisher auf die in den Dokumenten verfügbaren Informationen – seien es Personennamen oder Auftragsnummern in Texten. Die entsprechenden Lösungen nutzen KI, Deep beziehungsweise Machine Learning, Natural Language Processing (NLP) und andere Methoden, um aus unstrukturierten Quellen wie schriftliche Dokumente oder Bildern mithilfe automatisierter Workflows gewünschte Informationen zu extrahieren, zu kategorisieren und den betroffenen Abteilungen zuzuordnen.

KI-Trend 4: Sentiment Analysis zur Relevanzbewertung von Informationen

Die Sentiment Analysis zielt darauf ab, die Flut an unstrukturierten Daten effizient und nachhaltig in den Griff zu bekommen. Dabei liegt der Fokus auf dem Ton und der Stimmung einer Information. Es geht darum, die Relevanz von Mitteilungen oder Statements mithilfe von KI, Machine Learning & Co. automatisiert zu priorisieren. Anwendungsbereiche sind beispielsweise Ticketing-Systeme, Online-Reviews, Brand Monitoring und Mergers and Acquisitions (M&A), wo das aktuelle Image von möglichen Übernahmekandidaten geprüft werden soll.

KI-Trend 5: Die Zukunft der Unternehmen ist nachhaltiges Arbeiten

Laut „Top Strategic Technology Trends 2023“ von Gartner bilden nachhaltige Technologien ein Framework von Lösungen, um Energie- und Materialeffizienz von IT-Diensten zu erhöhen, was zu einer Nachhaltigkeit des Unternehmens verhilft und dazu führen kann, die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens zu erreichen. Investitionen in nachhaltige Technologien haben auch das Potenzial, die betriebliche Widerstandsfähigkeit sowie die finanzielle Leistung zu verbessern und gleichzeitig neue Wachstumsmöglichkeiten zu eröffnen. Gartner prognostiziert, dass bis 2050 50 Prozent der Leistungskennzahlen der CIOs an die Nachhaltigkeit der IT-Organisation gebunden seien werden.

Fazit

Alles in allem geht es 2023 vor allem um eine noch effizientere Verarbeitung von Informationen und ihre langfristige Nutzbarkeit. Moderne Insight Engines, die eine Vielzahl an Datenquellen unter einem Dach vereinen, Informationen verdichten sowie punktgenau für den jeweiligen Anwendungsfall maßgeschneidert abliefern, unterstützen Unternehmen dabei, effizienter, erfolgreicher und nachhaltiger zu agieren. Die vollständige Version der Trends 2023 findest du hier zum Download.

Der Autor Daniel Fallmann ist Gründer und Geschäftsführer der Mindbreeze GmbH

Die 7 top E-Mail-Design-Trends 2023

Die größten E-Mail-Design-Trends 2023, gesammelt von den 99designs-Expert*innen.

Die E-Mail-Trends 2023 sind in unserem Posteingang gelandet und dieses Jahr ist ihre Botschaft unmissverständlich: 2023 dreht sich alles darum, zu zeigen, statt zu erzählen. Wir sehen, wie Grafiken in den Mittelpunkt des E-Mail-Designs rücken, mit Produktfotos, die auf der Seite schweben, Farben, die ein größeres Risiko eingehen, und Animationen, die ins Scheinwerferlicht drängen.

Auch wenn es zum Teil natürlich darum geht, Aufmerksamkeit zu erregen, könnten diese Trends auch ein Zeichen dafür sein, dass die Menschen sich mehr nach Unterhaltung sehnen als nach kalten, harten Fakten. Nach Jahren der Pandemie und Wirtschaftskrise sind diese E-Mail-Design-Trends eine Reaktion auf die aktuelle Zeit. Sie zeigen eine kollektive Sehnsucht nach Rebellion und ein Verlangen nach Freiheit.

Doch das Gute ist, dass sich E-Mails heutzutage nicht mehr so ernst nehmen müssen und so zu einem Vehikel für Eskapismus und sogar hoffnungsvollen Optimismus werden können. In jedem Fall werden die folgenden E-Mail-Design-Trends 2023 zu einem echten Hingucker in unseren Posteingängen.

E-Mail-Design-Trend 1: Schwebende Produkte

Angesichts der Tatsache, dass (an einem guten Tag) weniger als 20 % aller E-Mails überhaupt geöffnet werden – ganz zu schweigen gelesen – tragen Bilder die Verantwortung, sofortige Aufmerksamkeit zu erregen und zu erklären, worum es bei einem Produkt geht. Damit diese Bilder noch mehr Wirkung erzielen, setzen Designer und Designerinnen auf Produktfotos, die in der Luft zu schweben scheinen.

Dieser Stil ist ein todsicherer Weg, das Produktfoto zum wichtigsten Inhalt der Mail zu – das Bild ist nicht nur groß, sondern beinahe transzendent und schwebt über den irdischen Anliegen des Rests der E-Mail. Auch wenn diese Produkte unmöglich schweben können, vermitteln sie ein Gefühl von dreidimensionaler Realität. Sie zeigen, wie das Produkt tatsächlich aussehen könnte, und wirken so real, dass die Menschen das Gefühl haben, sie könnten durch den Bildschirm hindurchgreifen und es anfassen. All das trägt zum Verkaufsabschluss bei.

Online-Marketing-Trends 2023

So gelingt ein ganzheitlich-nachhaltiges Online-Marketing im Jahr 2023.

Ökologisch, ökonomisch und sozial. Auf diesen drei Eckpfeilern beruht Nachhaltigkeit, ein Thema, das heute in aller Munde ist. Dabei mag es vielleicht überraschen, dass Online-Marketing, so wie es meist betrieben wird, diesen Kriterien gar nicht entspricht. Was viele z.B. nicht wissen: Das Internet hat einen enormen Stromverbrauch und verursacht genauso viel CO2-Emissionen wie die Luftfahrtindustrie. Es reicht also nicht aus, ein papierloses Office zu betreiben und die Werbekampagne von Print auf Online umzustellen. Zu einem ganzheitlich ausgerichteten nachhaltigen Online-Marketing, das Unternehmen nicht nur erhöhte Medienaufmerksamkeit schenkt, sondern allen Aspekten der Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch und sozial – glaubhaft gerecht wird, gehört ein wenig mehr.

Im Folgenden erläutern wir, an welchen drei einfachen Stellschrauben jede(r) Unternehmer*in drehen sollte, um erste wichtige Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Online-Marketing zu gehen, von denen Unternehmen, Umwelt und auch Kund*innen profitieren.

Ökologischer Aspekt: Optimiere deine Website für einen geringeren Stromverbrauch

Der Energiebedarf des Webs ist in den letzten Jahren enorm gestiegen und beträgt heute in etwa zwei Prozent des weltweiten Verbrauchs. Immer größer werdende Websites, mit schicken Bildern und emotionalen Videos, tragen hierzu einen erheblichen Teil bei, denn je größer und schwerer eine Website ist, desto mehr Strom benötigt sie. Für einen geringeren ökologischen Fußabdruck sollten Unternehmen daher auf ein schlankes Webdesign mit reduzierten Daten achten. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann zudem auf eine klimaneutrale Website setzen. Dabei wird der Energiebedarf des Internetauftritts berechnet und durch ein gewähltes Klimaschutzprojekt gleich wieder ausgeglichen.

Natürlich gibt es neben einer klimaneutralen Website auch andere Mittel und Wege um Unternehmen ökologischer zu gestalten. Anstatt unternehmenseigene Server zu betreiben, können Unternehmen beispielsweise auf Cloud-Hosting setzen und bei der Beschaffung von Hardware sollte der benötigte Strombedarf ein Kaufkriterium sein. Auch das Ermöglichen von Home Office schont, durch geringeren Pendler*innenverkehr, die Umwelt.

Sozialer Aspekt: Respektiere die Privatsphäre deiner User*innen

Tracking-Tools wie Google Analytics kommen auf fast jeder Website zum Einsatz und sollen Unternehmen wertvolle Daten über das Verhalten deiner Besucher*innen, für personalisierte Werbemaßnahmen, liefern. Eine unglaubliche Masse an Informationen, die da zusammenkommt und den Energieverbrauch des Internets und Datenumfang einer Website erhöht. Dabei werden am Ende nicht mal mehr alle Daten genutzt oder falsche Schlüsse aus ihnen gezogen. Nachhaltig und sozialverträglich sieht anders aus.

Verringere daher deine invasiven Tracking-Methoden, mit denen du in die Privatsphäre deiner Nutzer*innen eindringst, und überlege stattdessen im Vorfeld genau, welche Daten du wirklich benötigst. Achte auch darauf, dass deine Cookie-Hinweise datenschutzrechtskonform sind. So bist du rechtlich auf der sicheren Seite, erhöhst die Nutzer*innenfreundlichkeit und wirst gleichzeitig dem sozialen Nachhaltigkeitsaspekt gerecht.

Ökonomischer Aspekt: In nachhaltige Kund*innenbeziehungen investieren

Es kommt nicht nur häufig vor, dass über Tracking-Tools gesammelte User*innen-Daten falsch interpretiert werden, sie sorgen zudem nicht selten dafür, dass die Effektivität von Werbeanzeigen systematisch überschätzt wird. Unternehmer*innen sollten daher immer wieder neu überdenken, wie viel Budget sie zu welchem Zeitpunkt für Anzeigen ausgeben, denn es gibt langfristigere und vor allem nachhaltigere Methoden, um auf sich aufmerksam zu machen:

  • Kundenbeziehungen stärken: Kommentiere Blogbeiträge, seie in relevanten Facebook-LinkedIn-Gruppen aktiv, beantworte Fragen im Social Web und besuche Branchenveranstaltungen.
  • Content mit Mehrwert produzieren: Investiere in die Erstellung von einzigartigem Content, der deinen Kund*innen einen Mehrwert liefert.
  • SEO nutzen: Optimiere deine Website und setze auf Suchmaschinenoptimierung für ein besseres Ranking.

Nicht auf den schnellen Effekt setzen

Natürlich wirst du bei einem nachhaltigen Vorgehen nicht den schnellen Erfolg sehen, den du vielleicht aus Google Ads-Kampagnen gewohnt bist. Dafür wirst du langfristig mit effektiveren und authentischen Werbemaßnahmen belohnt, die durch enge Kund*innenbindungen auch wirken. Nicht nur dein Werbebudget wird es dir danken, das gute Gefühl, das du erhältst, wenn du dein Online-Marketing nachhaltig gestaltest, bekommst du ganz automatisch und vor allem kostenlos dazu. Natürlich kannst du klassische Werbung weiterhin und ergänzend einsetzen. Die richtige Mischung zur richtigen Zeit macht’s.

Der Nachfolge-Innovator

Aktuell stehen so viele Unternehmen wie nie zuvor vor der brisanten Nachfolgefrage. Wie Serial Entrepreneur Tobias Zimmer mit TRADINEO dieses Problem adressiert, Gründer*innen als Nachfolger*innen etabliert und zu Innovator*innen macht.

Wenn ein Vierjähriger sich statt Hund oder Hamster zwei Hühner als Haustiere wünscht, um durch den Verkauf der Eier sein Taschengeld aufzubessern, dann ist schnell klar: Diesem Kind steht eine spannende, unternehmerische Karriere bevor. Und so sollte es kommen: Tobias Zimmer (36) gründete als Teenager sein erstes Unternehmen, eine Ebay-Verkaufsagentur. Während seines BWL-Studiums in Marburg, Leipzig, New-York und Seoul folgte eine Immobilienfirma. Doch den ersten entscheidenden Schritt in Richtung eines erfolgreichen Unternehmers machte der aus der Region Osnabrück stammende Betriebswirt erst nach seinem Masterabschluss: Er gründete Coffee-Bike, eine mobile Coffee-Shop-Kette, die per Franchise betrieben wird. „Ich habe gesehen, wie viele Cafébesitzer ihren Betrieb aufgrund von zu hohen Fixkosten, insbesondere für die Miete, einstellen mussten. Da kam mir die Idee zu einem mobilen Coffee-Shop. Das erste Bike mit integrierter Siebträger-Maschine habe ich noch mit Vater und Schulfreund in unserer Garage gebaut“, erinnert sich Tobias zurück.

Per Franchisesystems bietet Coffee-Bike seit mittlerweile

12 Jahren auch Menschen mit wenig Startkapital die Möglichkeit, ein eigenes Business auf die Beine zu stellen. Und das Konzept geht auf: Coffee-Bike wächst in wenigen Jahren zu einem der größten Franchisesysteme in Deutschland – und zwar ohne externes Risikokapital. „Das war eine harte Zeit. Die ersten Jahre habe ich mir genauso viel Lohn ausgezahlt wie unserem Werkstudenten – und das obwohl ich 12 Stunden pro Tag gearbeitet habe. Als Mittzwanziger war es irgendwie möglich, so über die Runden zu kommen. Wenn ich mir aber vorstelle, ich würde erst heute, mit Mitte 30 und als Vater gründen, wäre diese Art von Unternehmensführung für mich rein finanziell gar nicht mehr machbar“, sinniert Tobias.

Irgendwie wurden auch die harten ersten Jahre gemeistert: Die charmanten Fahrräder sind aus vielen deutschen Innenstädten nicht mehr wegzudenken – egal ob Düsseldorf, Hamburg oder München. Heute ist Coffee-Bike ein mittelständisches Unternehmen und in 17 Ländern aktiv, unter anderem mit einer Tochtergesellschaft in London.

Auch wenn die Erfolgsgeschichte von Coffee-Bike anhält, am Ende seiner Gründungsgeschichte ist der Niedersachse noch lange nicht: Bereits 2016 suchte der junge Unternehmer eine neue Herausforderung und gründete erneut: Mit myChoco kreierte er eine soziale Schokoladenbrand, die mit einem Teil des Umsatzes soziale Projekte fördert. „Es war mir schon immer wichtig, dass mein Unternehmertum einen positiven Impact hat – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich“, erklärt Tobias. „Der gesellschaftliche Wandel macht soziales Handeln zur Voraussetzung für wirklich gute Marken. Eine Brand ohne Impact-­Thema kann heute eigentlich nicht mehr erfolgreich werden.“

Wunderflats: 7 Tipps aus 7 Jahren Unternehmensgeschichte

Arkadi Jampolski, Co-Gründer und COO von Wunderflats, mit sieben Learnings aus sieben Jahren Start-up-Unternehmertum.

Die sieben Weltwunder, die sieben Todsünden, sieben Jahre Pech, das verflixte siebte Jahr, im siebten Himmel: Kaum eine Zahl ist mit so vielen Mythen verbunden wie die Sieben. Immer wieder erscheint sie uns als relevante Größe, an der man Dinge misst. Auch für junge Unternehmen ist die Zahl Sieben ein relevanter Erfolgsindikator. Durchschnittlich 90 Prozent aller gegründeten Start-ups scheitern bereits nach fünf Jahren. Ist dieser statistische Meilenstein geschafft, kann es also nur noch nach oben gehen – so die Hoffnung.

Bei unserem 2015 gegründeten Berliner Unternehmen Wunderflats ist genau das der Fall gewesen. Aus einer einfachen Idee – möblierten Wohnraum einfach, flexibel und sicher zwischen Mieter*innen und Vermieter*innen zu vermitteln – ist im siebten Jahr des Bestehens Deutschlands Marktführer für möbliertes Wohnen auf Zeit geworden. Dass der Weg vom jungen, wilden Start-up hin zum dynamischen Scale-up von Veränderung und Umbrüchen geprägt war, versteht sich von selbst. Wir teilen unsere sieben wichtigsten Learnings.

Verbindet Vielfalt durch eine gemeinsame Mission

Zahlreichen Studien zufolge ist ein diverses (Gründer-)Team erfolgreicher als ein homogenes. Meinen Mitbegründer Jan Hase und mich verbindet eine übereinstimmende Wertebasis – wir teilen eine Vision und verfolgen die gleiche Mission. Dass wir zudem beide aus bescheidenen Verhältnissen kommen, ist ein weiterer gemeinsamer Nenner. Doch Arbeit und Leben gestalten wir oft unterschiedlich. Für uns zählt Vielfalt – das gilt auch für die gesamte Wunderflats-Familie: Wir bringen Führungskräfte aus jungen Unternehmen wie GetYourGuide, AirBnB oder Flixbus mit anderen zusammen, die in sehr professionellen Konzernen wie Mercedes gelernt haben. Bei uns arbeiten Menschen mit Top-Uniabschlüssen, Kolleg*innen ohne Studium, junge und jung gebliebene Mitarbeitende ziehen an einem Strang und ergänzen einander. Denn für uns ist eines klar: Wer Unterschiedlichkeiten durch ein gemeinsames Fundament aus Vertrauen, gegenseitigem Verständnis und transparenter Kommunikation zusammenbringt und eine vereinende Mission verfolgt, gewinnt.

Fortschritt im Markt für Fortschritt im Unternehmen

Eine weitere wichtige Erkenntnis, die Gründer*innen verinnerlichen sollten: Ein Unternehmen schwebt nicht auf einer einsamen Wolke, sondern ist immer eingebettet in ein Ökosystem aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Es lohnt sich für Unternehmerinnen und Unternehmer, sich mit anderen Stakeholdern zu vernetzen und gemeinsam die Branche voranzubringen, statt immer nur das eigene Unternehmen im Blick zu haben. Mein Co-Gründer Jan beispielsweise engagiert sich in mehreren Kommissionen wie der Bundeskommission für Digitalisierung oder der Bundesfachkommission Bau, Immobilien & Smart Cities, deren Arbeit indirekt auch auf unsere Unternehmensziele einzahlt. Auf diese Weise entstehen Symbiosen, die für alle Beteiligten sinnvoll und gewinnbringend sind.

Das Bauchgefühl durch Analysen zu unterdrücken ist fatal

Jede Unternehmerin, jeder Unternehmer steht an irgendeinem Punkt im Unternehmenszyklus vor harten Entscheidungen. Die wichtigsten Fragen, die man sich in solchen Momenten stellen sollte, lauten: Wie groß ist das Erfolgspotenzial? Wie hoch sind die Kosten, diese Entscheidung in Zukunft zu ändern, anzupassen oder weiterzuentwickeln? Liegen alle Perspektiven auf dem Tisch? Wie viel Momentum verlieren wir, wenn wir uns nicht sofort entscheiden? Auch wenn die rationale Faktenlage noch so klar sein mag, am Ende darf eine Entscheidung auch immer emotional geprägt sein; durch das altbekannte Bauchgefühl. Wenn nötige Fakten fehlen, um eine Entscheidung zu treffen, hilft oft nur die Intuition. Und anders herum weist uns unser Bauchgefühl auch auf Entwicklungen hin, die sich vielleicht noch nicht in den Daten niederschlagen. Es ist wichtig, sich das bewusst zu machen, denn ein Momentum ist schnell vergangen und ohne Momentum gibt es keinen Fortschritt.

Kultur frisst die Strategie zum Frühstück

Ein weiterer Punkt mit enormer Strahlkraft ist die eigene Unternehmenskultur. Gerade für neue Teammitglieder und junge Menschen, die frisch in den Arbeitsalltag starten, bietet eine starke Firmenkultur eine hervorragende Orientierung dafür, welche Werte im Berufsleben hochgehalten und aktiv vertreten werden können. Die Formulierung und der erklärte Purpose sind das Eine – doch den schönen Worten müssen Taten folgen. Gemeinsame und von allen geteilte Werte sind so etwas wie der Kleber eines Unternehmens, der die verschiedenen Puzzleteile zusammenhält. Nur mit einer wertebasierten Unternehmenskultur können Teams das gemeinsame Ziel verfolgen und an einem Strang ziehen. Gerade für Unternehmen im Wachstum ist eine geteilte Kultur enorm wichtig, um Teams zusammenzuschweißen und nicht ins Micromanagement zu verfallen.

Lernen, lernen, lernen – und dabei den Fokus nicht verlieren

Je größer ein Start-up wird, desto komplexer werden die Herausforderungen, die mit dem Wachstum einhergehen. Die Offenheit für andere Meinungen und die Bereitschaft zu kontinuierlichem Lernen sind wesentliche Fähigkeiten einer guten Unternehmensleitung. Als Team profitieren wir vom ständigen Austausch zu Erfahrungen – auch mit neuen Kolleg*innen. Am besten lernt man differenziell. Der Begriff kommt aus der Sportwissenschaft und bezeichnet das explorative Testen unterschiedlicher Optionen: Man überlegt sich Abläufe oder Neuerungen und probiert sie aus. Dann wird geschaut, was gut funktioniert oder was stattdessen funktionieren könnte. Dazu sucht man sich Best Practices. Dem differenziellen Lernprozess vorangestellt ist die Fähigkeit, zu beobachten und zuzuhören. Stress, Ablenkung und Alltagslärm strapazieren unsere Präsenz und Aufmerksamkeit, so dass wir schließlich aufhören, dazuzulernen. Das kann zum Stillstand führen und am Ende zum selbstverursachten Ende des Unternehmens.

Jedes Unternehmen trägt als Teil der Gesellschaft Verantwortung

Jedes Unternehmen ist Teil der Gesellschaft und trägt damit Verantwortung. Jedes Team verfügt über einzigartige Fähigkeiten, die es im Sinne der Gesellschaft zu nutzen gilt, nicht nur für den eigenen Unternehmenswert. Diese einzigartigen Fähigkeiten sollten dafür eingesetzt werden, um zuallererst den Firmen-Zweck, die eigene Mission zu fördern und voranzutreiben. Unterstützend braucht es Professionalität, ein funktionierendes Geschäftsmodell und damit verbundene Profitabilität, gesichert durch finanzielle Nachhaltigkeit – denn ein Unternehmen ist eine Organisationsform in der Gesellschaft, die Wohlstand schaffen muss, sonst kann es keinen gewinnbringenden Beitrag für die größere Mission leisten.

Sei bescheiden. Bleibe bescheiden

Zum Abschluss einer der wichtigsten Tipps für Gründer*innen: Vergesst nie eure Anfänge. Wir können unser Glück und den Zufall nicht beeinflussen. Wenn wir Glück haben, können wir mit unserer Leistung aber mehr daraus machen. Erfolg hängt also mit Leistung zusammen, es braucht dafür aber auch immer die entscheidende Portion Glück. Das Zurückbesinnen auf die eigenen Anfänge im Berufsleben, auf die individuelle Entstehungsgeschichte – und eben auf das Quäntchen Glück – erdet im Sog von Finanzierungsrunden und Expansion ganz besonders. Sei also bescheiden – und bleibe es.

Über Arkadi Jampolski

Arkadi Jampolski ist Co-Gründer und COO von Wunderflats. In Russland geboren und aufgewachsen, kam Arkadi mit acht Jahren mit seiner Familie nach Deutschland. Neben seinem Doppel-Bachelor-Abschluss (BA European Business & BSc Financial Management) war Arkadi einige Zeit selbständig und hatte bereits ein mal gegründet, bevor 2015 Wunderflats, die führende deutsche Plattform für möbliertes Wohnen auf Zeit, entstand.

Planet A Foods: kakaofreie Schokolade zum Fest

Das 2021 in München gegründete Start-up Planet A Foods will mit der weltweit ersten 100 % kakaofreien Schokolade Nocoa die Süßwarenwelt gehörig umkrempeln.

Noch haben sich viele Menschen nicht mit der Idee von Fleischersatz-Produkten, Milch-Ersatz-Produkten und Co. angefreundet. Doch mittel- bis langfristig dürfte der Trend – aus Gründen wie Klimawandel und Bevölkerungswachstum – nicht aufzuhalten sein. Entsprechend sehen sich Forschende und Unternehmen nach weiteren Möglichkeiten um, gängige Lebensmittel mit (perspektivisch) umweltfreundlicheren Alternativen zu ersetzen. Eines davon ist das vom Geschwisterpaar Sara und Maximilian Marquart gegründete Münchner Start-up Planet A Foods. Mit Nocoa hat es eine Kakao-Alternative entwickelt – und steht knapp vor der Markteinführung.

Hafer ersetzt Regenwald-Rodung und Kinderarbeit

Der Hintergrund: Für die Kakaoproduktion werden jährlich große Regenwald-Flächen abgeholzt und es gibt ein massives Problem mit Kinderarbeit. Das Unternehmen setzt dagegen auf Hafer aus heimischer Produktion als wichtigste Zutat. Auch sonst nutzt Planet A Foods auf regionale Bestandteile.

Ersetzt werden im Nocoa sowohl Kakaopulver als auch Kakaobutter. „Wenn man Hafer richtig fermentiert und röstet, erhält man sehr ähnliche Aromen wie im Kakao“, erklärt Sara Marquart gegenüber der deutschen WirtschaftsWoche. Dazu adaptierte das Start-up Verfahren zur Fermentation. Bei Blindverkostungen sollen laut dem Start-up auch Lebensmittelexpert*innen den Unterschied zu gewöhnlicher Schokolade nicht geschmeckt haben.

Große Skalierungspläne mit Nocoa

Planet A Foods hat bislang rund sechs Millionen Euro Investment aufgenommen, unter anderem von Cherry Ventures aus Berlin, und hat am renommierten Y-Combinator-Accelerator-Programm im Silicon Valley teilgenommen. Überzeugt haben dürfte man die Geldgeber*innen auch mit der Strategie. Das Start-up will nämlich nicht – wie andere vergleichbare Unternehmen – erst einmal ein Edel-Produkt auf den Markt bringen, sondern fokussiert darauf, Schokolade in Massenprodukten wie Schokoriegeln zu ersetzen.

Die Vision laut Maximilian Marquart: „Eine Lebensmittelfirma aufbauen, die 500 Megatonnen Kohlendioxid im Jahr einsparen kann“. Derzeit baut das Start-up im tschechischen Pilsen eine 1000-Quadrameter-Halle, in der 400 Kilogramm Nocoa-Schokolade pro Stunde hergestellt werden sollen. Und der geplante Marktstart dürfte auch nicht zufällig gewählt sein – knapp vor Weihnachten soll es soweit sein.