Forrest & Love - mit Kupferflaschen zum Erfolg


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Wie die Forrest & Love-Gründerin Shamika Dhuri andere (Frauen) zum Sprung in die Selbständigkeit ermutigt.

Die Forrest & Love-Gründerin Shamika Dhuri

Mit ihren stylischen Kupferflaschen und -bechern gehört sie zu den beliebten Lifestyle-Marken Deutschlands: Forrest & Love. Hinter dem Namen stehen die Münchner Shamika Dhuri und ihr bester Freund Rohit Tattu. Dass dabei ausgerechnet Shamika den Weg zum Erfolg ebnen sollte, macht vielen gründungsinteressierten Frauen Mut. Doch wie genau hat die 34-Jährige das geschafft?

Ich wusste, dass wir es einfach probieren mussten

Shamika Dhuri ist in Indien aufgewachsen und im Jahr 2007 zum Studium der internationalen Handelswissenschaften nach Deutschland gekommen. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie in der Tourismusbranche für eine große Hotelkette. „Doch schnell merkte ich, wie in mir der Wunsch wuchs, ein eigenes Start-up zu gründen“, erinnert sie sich. 2018 war es dann endlich soweit: Zusammen mit ihrem besten Freund Rohit gründet sie Forrest & Love. Zweifel oder Angst, ihre gutbezahlte Festanstellung aufzugeben, hatte Shamika nicht: „Ich wusste, dass wir es einfach probieren mussten. Ich habe von Anfang an uns geglaubt.“

Einfach machen und dranbleiben!

Wer ein Start-up gründet, braucht vor allem eines: eine gute Geschäftsidee. Für das Gründer-Team von Forrest & Love ist schnell klar: zeitlose Produkte im Mode- und Lifestyle-Segment sollen es sein. Dabei gehören beide Bereiche zu den schmutzigsten Industrien der Welt. „Immer wieder ist zu lesen, wie diese Branchen die Natur zerstören, wie viel Plastik täglich konsumiert und hergestellt wird oder wie Tiere gequält werden. Deshalb wollten wir Produkte anbieten, mit denen wir ein Umdenken in der Gesellschaft erreichen und der Wegwerf-Generation ein Ende setzen“, erklärt Shamika.  Also vertreiben sie unter ihrer Marke zunächst schöne Duftkissen mit hochwertigen Kräutern. Doch ein Geistesblitz fehlt noch. „Allerdings ist es auch so: Wer durchstarten will, muss irgendwann anfangen. Wer zu lange auf seinen Ideen rumdenkt, dreht sich irgendwann im Kreis. Deshalb sagte ich mir: Einfach machen und dranbleiben! Selbst, wenn das zwischendurch auch mal richtig zäh sein konnte“, berichtet Shamika.

Mit ihren Trinkflaschen verbindet Forrest & Love 99,7 Prozent Kupfer mit coolem Design und einer klaren Mission: der Wegwerfgesellschaft Einhalt zu gebieten

Mit einer Kindheitserinnerung auf dem Weg zum Erfolg

Schließlich bekommt Shamika von ihrer Mutter eine Kupferflasche geschenkt. Zack, da ist sie auf einmal – die zündende Geschäftsidee: „Was in unserer Heimat Indien eine lange Tradition und Rohit und mich damit auch durch unsere gesamte Kindheit begleitet hat, gab es in Deutschland noch nicht – antibakteriell und alkalisch wirkende Kupferflaschen.“ Um nun zu prüfen, wie diese hierzulande ankommen, schnappen sich die beiden Gründer drei Exemplare und gehen mit ihnen auf eine Messe für Lifestyle-Produkte. Die Besucher sind begeistert. „Und dann muss man sich das mal vorstellen: Auf einmal hatten wir eine Bestellung von 4000 Flaschen und unser Produkt war binnen weniger Wochen ausverkauft!“, erinnert sich Shamika. Schnell muss für Nachschub gesorgt werden.

Um dabei mit guter Qualität und authentischen Designs zu überzeugen, reisen die beiden Gründer in die Heimat nach Indien. Hier stoßen sie auf eine Familienmanufaktur, die Kupferflaschen in liebevoller Handarbeit herstellt. Ein weiteres Plus: Kupfer hält ewig und ist damit äußerst nachhaltig. Deshalb werden solche Produkte in unserer Heimat sogar oft über Generationen hinweg weitervererbt. Zudem sind sie leichter als Glas oder Metall und lassen sich somit problemlos transportieren. „Damit vereinen wir mit unseren Kupfer-Produkten Nachhaltigkeit, Gesundheit, Handlichkeit und edles Design. Besser hätten wir die Idee von Forrest & Love gar nicht umsetzen können und ich muss sagen: Ich bin absolut überzeugt, von dem, was ich mache!“, sagt Shamika.

Gründen in Deutschland ist wirklich einfach!

„Als Inderin kann ich sagen: Gründen in Deutschland ist wirklich einfach! Es gibt jede Menge Coachingangebote, Kurse und finanzielle Fördermöglichkeiten, die man in Anspruch nehmen kann“, erklärt Shamika. Dazu gehören zum Beispiel Existenzgründerseminare, wie an den Industrie- und Handelskammern, aber auch Existenzgründer Intitiativen, Stiftungen und ähnliche Einrichtungen – einige sogar nur für Frauen, die laut des Female Founder Monitors 2020 in der deutschen Start-up-Szene mit gerade mal 15,7 Prozent noch immer stark unterrepräsentiert sind. Hinzu kommen Liquiditätshilfen oder Startkapital, wie der Gründungszuschuss von der Agentur für Arbeit, Gründer-Kredite, Unterstützungsmöglichkeiten von Investoren, Fonds und vieles mehr. Aber auch Events, auf denen Gründer miteinander netzwerken und sich austauschen können. Shamika hält fest: „Bei all diesen Optionen kann ich allen Frauen, die sich in Deutschland selbstständig machen wollen, wirklich nur empfehlen: Packt es an, wagt und gewinnt!“

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