Ethik-Kodex formulieren und umsetzen

Autor: Dr. Anke Nienkerke-Springer
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Du brennst als Gründer für deine Geschäftsidee, du willst sie umsetzen, dein Ziel ist, Menschen mit deinen Produkten und Dienstleistungen zu unterstützen und zu begeistern. Gibt es Gründe, bereits in der Gründungsphase ethisch-moralische Aspekte zu bedenken?

„Erst kommt das Fressen. Dann kommt die Moral.“ So drückte es Bertolt Brecht in seiner Dreigroschenoper aus. Und tatsächlich denken die meisten jungen Selbständigen in der Phase der Gründung eher an die Erstellung und Umsetzung eines Businessplanes als an die Ausformulierung eines Ethik-Kodex. Das ist korrekt, denn bei einem Unternehmen, das den ökonomischen und finanziellen Erfolg nicht anstrebt, besteht die Gefahr, dass es rasch wieder vom Markt verschwindet. Allerdings: Folgt daraus, ethisch-moralische Aspekte nun überhaupt nicht zu beachten?

Fressen und Moral zugleich bedenken

Ich bin der Meinung, dass Gründer bereits bei der Planung ihrer Geschäftsidee ethische Implikationen mitbedenken sollten. Und zwar auf sehr konkrete Weise: Welche Möglichkeiten gibt es, Schnittmengen zwischen ökonomisch und ethisch verantwortbaren Handlungsprogrammen herzustellen? Inwiefern lassen sich beide Interessen – entweder Wirtschaftlichkeit, Gewinn und Rentabilität auf der einen oder Ethik, Moral und verantwortliches Handeln auf der anderen Seite – miteinander verknüpfen? Wie also lassen sich Fressen und Moral zugleich bedenken?

Damit dies gelingt, solltest du dich vom kontraproduktiven Entweder-oder-Denken verabschieden. Gewinnorientierung und die Realisierung ethischer Zielsetzungen – beides ist umsetzbar. Dass ein Sowohl-als-auch-Denken eine Alternative sein kann, beweisen Unternehmer wie Götz W. Werner von dm und Antje von Dewitz von VAUDE. Antje von Dewitz etwa will als nachhaltige Outdoor-Ausrüsterin Beiträge zu einer lebenswerten Welt leisten und gemeinsam mit den Mitarbeitern erfolgreich sein, wobei „Erfolg“ nicht allein ökonomisch definiert wird, sondern überdies den Erhalt von Ressourcen und der Natur umfasst.

Ähnliches ist im Finanzbereich zu beobachten: Die GLS Gemeinschaftsbank in Bochum und ihr Vorstandsmitglied Dirk Kannacher etwa fühlt sich sozial-ökologischen Grundsätzen verpflichtet und will nicht einfach nur Geldgeschäfte abwickeln, sondern einen Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel leisten, der auf die Wahrnehmung sozialer und ökologischer Verantwortung abhebt.

Der neue Kunde will Nachhaltigkeit

Das Sowohl-als-auch-Denken ist allein schon unter ökonomischen Gesichtspunkten sinnvoll. Denn wir leben mittlerweile in einer Welt, in der Kunden nicht immer, aber immer öfter Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen eingehen wollen, von denen sie wissen, dass sie nachhaltig, ressourcensparend und umweltschonend vorgehen. Die sich von der „Immer mehr, immer weiter, immer höher“-Mentalität abwenden und die „Welt neu denken“ wollen – so die Nachhaltigkeitsökologin Maja Göpel. Kunden achten bei der Entscheidung, bei welchen Unternehmen sie ihre Bedürfnisse befriedigen, zunehmend darauf, ob diese nachhaltig wirtschaften und mit Menschen, Umwelt und Mitarbeitern fair umgehen. Wenn sich ökonomische Ziele nur verwirklichen lassen, indem Mitarbeiter- oder Kundeninteressen beschädigt werden oder die Umwelt zerstört wird, wenden sich die Kunden von dem Unternehmen ab.

Der neue Kunde, will, ja, er verlangt Nachhaltigkeit. Wenn du solche Kunden gewinnen und binden willst, solltest du prüfen, ob du nicht schon in der Gründungsphase in einem Ethik-Kodex deine ethischen Grundüberzeugungen und Verhaltensnormen festlegen und formulieren solltest. Damit das gesamte Unternehmen ethisch legitimierten und verantwortbaren Handlungsprogramme folgt, ist es zielführend, an der Ausarbeitung des Ethik-Kodex möglichst viele Mitarbeiter zu beteiligen. Denn dann sind sie wahrscheinlich eher bereit, an ihrer Umsetzung aktiv und überzeugt mitzuwirken.

Wachstumsbegriff reflektieren

Welche fatalen Konsequenzen es für Gesellschaft und Wirtschaft hat, wenn Unternehmer einzig und allein das Rentabilitäts- und Wachstumsdenken in den Vordergrund stellen, belegen die Skandale, von denen wir tagtäglich lesen. Mein Vorschlag ist daher, im Rahmen des Ethik-Kodex den Wachstums-Begriff zu reflektieren: Was bedeutet Wachstum für deine Mitarbeiter und dich? Müssen die üblichen, vor allem umsatzgetriebenen Key Performance Indicators um zum Beispiel soziale Schlüsselkennzahlen ergänzt werden? Ganz wichtig für Gründer: Sollen in die Zielvorgaben Ziele einfließen, die sich um die Begriffe ökologische Nachhaltigkeit sowie Wertschöpfung und Wertschätzung ranken?

Um nicht missverstanden zu werden: Welche ethisch verantwortbaren Handlungsprogramme die richtigen sind und wie sich Ökonomie und Ökologie miteinander verknüpfen lassen, kann und soll dir niemand vorschreiben. Wozu ich jedoch anregen möchte, ist, dass du bereits in der Gründungsphase dein ethisches Grundverständnis formulierst und auf Seiten der Führungskräfte und Mitarbeiter ein gemeinsames ethisches Bewusstsein schaffst.

Sich auf klare Kernaussagen fokussieren

Bei der Ausarbeitung der ethischen Verhaltensnormen ist es ratsam, sich auf einige wenige Kernaussagen zu fokussieren und sie kurz und bündig und nachvollziehbar zu formulieren. Meiner Erfahrung nach genügen fünf bis zehn Prinzipien.

Übrigens: Diese Kernaussagen kannst du für dein Mitarbeiter-Recruiting nutzen, um Mitarbeiter zu finden, die zu dir, deinem Unternehmen und deinem ethischen Grundverständnis passen. So, wie Kunden immer öfter bei nachhaltig agierenden Firmen einkaufen wollen, fragen sich vor allem die topqualifizierten Mitarbeiter verstärkt, ob ihr Wertesystem und das des neuen Arbeitgebers kompatibel sind. Wer in Stellenausschreibungen und Stellenbeschreibungen die Quintessenz seines Ethik-Kodex mitliefert, wird primär diejenigen Mitarbeiter anziehen, die sich auch auf der ethisch-moralischen Ebene mit dem potenziellen neuen Arbeitgeber identifizieren können.

Verhältnis zu Kunden, Mitarbeitern und Wettbewerbern klären

Inhaltliche Leitlinien des Kodex sollten deine Vision, deine unternehmerische Kernbotschaft sowie deine Haltung sein, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickeln soll. Beschreibe in den Leitlinien, welchen Kundennutzen das Unternehmen stiften und welche Aspekte bei der Qualität der Produkte oder Dienstleistungen Berücksichtigung finden sollen. Kläre das Verhältnis zu den Mitarbeitern, etwa indem du betonst, dass du diese nicht als bloße Funktionsträger, sondern als Individuen mit Persönlichkeit ansiehst. Zudem solltest du das Verhältnis zu deinen wichtigsten Wettbewerbern thematisieren: Sind sie eher Gegner oder Wettstreiter, mit denen du dich im fairen Konkurrenzkampf misst? Und wie schaut es mit deinen gesellschaftlichen Aufgaben aus? Inwiefern etwa berücksichtigst du die Konsequenzen deines Handelns für nachfolgende Generationen?

Fazit

Entscheidend ist: Blicke über den Tellerrand deines wirtschaftlichen Tuns hinaus, übernimm gesamtgesellschaftliche Verantwortung und formuliere ethische Prinzipien, denen du dich verpflichtet fühlst.

Die Autorin Dr. Anke Nienkerke-Springer ist Inhaberin und Geschäftsführerin von Nienkerke-Springer Consulting und Expertin für Top-Managementcoaching, www.nienkerke-springer.de

Buchtipp zum Artikel: Anke Nienkerke-Springer: Evolution statt Revolution. Unternehmerische Zukunft verantwortungsvoll gestalten. ISBN: 978-3-86936-963-1 GABAL Verlag 2020, 29,90 Euro

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Lieber Gründen statt Schulbank drücken?

Es gibt immer mehr junge Unternehmer*innen, die ihre Ideen oder Geschäftsmodelle schon während der Schule umsetzen wollen. Doch wie schlau ist es, dafür gleich auch die Schule zu schmeißen?

Garry Lazovskis (17) ist Gymnasiast und Co-Founder der in Frankfurt/Main im Januar 2021 gegründeten SocialSpark UG (haftungsbeschränkt). SocialSpark hilft Unternehmen, sich zielgerichtet und nachhaltig auf Social Media zu platzieren. In seinem schulischen Umfeld hatte Garry immer wieder mit jungen Leuten zu tun, die die Schule vorschnell abgebrochen haben, um eigene Ideen zu verfolgen – und diesen Schritt zumeist im Nachhinein bitter bereuten. Hier sein Plädoyer fürs Gründen mit Weitblick.

Es gibt immer mehr junge Unternehmer*innen, die ihre Ideen oder ihre Geschäftsmodelle schon während der Schule umsetzen wollen. Den Vorsatz finde ich sehr gut und kann ihn nur unterstützen. Doch leider gibt es auch Jungunternehmer*innen, die das Gründen eher als Ausrede nutzen, um nicht mehr in die Schule gehen zu müssen. Was ich davon halte, möchte in diesem Artikel darstellen.

Wie Schulabbrecher*innen argumentieren

Kommen wir erstmal zu den Gründen, warum viele Schülergründer*innen die Schule abbrechen wollen. Das sind die Gründe, die ich am häufigsten von anderen Jungunternehmer*innen zu hören bekam:

Die Doppelbelastung führt zu Zeitmangel und (noch) schlechteren Noten

Viele meiner Gesprächspartner*innen sagten mir, dass sie durch das Gründen einfach viel weniger Zeit zum Erledigen der Hausaufgaben, zum Lernen und allgemein für viele andere schulische Dinge haben. Viele von ihnen legen vor allem am Anfang den Fokus voll auf die Entwicklung des Geschäftsmodells und wollen das natürlich auch voranbringen. Durch diesen Prioritätenwechsel und den zunehmenden Stress werden bei vielen dieser jungen Gründer*innen die Noten schlechter – natürlich kommt dann häufig die Aussage, dass sich das Weitermachen in der Schule so oder so nicht mehr lohnt.

Gleichgültigkeit gegenüber dem Schulsystem

Diesen Grund habe ich früher sehr stark selbst vertreten. Meine Meinung war: Was man mir in der Schule beibringt, bringt mir nichts. Mir war alles egal, denn das Schulsystem war meiner Meinung nach veraltet und hätte mir 0,0 beim Gründen und meinen zukünftigen Plänen geholfen. Viele Jungunternehmer sind sich vor allem in der Anfangsphase sicher, dass ihre zukünftigen Pläne schon in dem jungen Alter feststehen und sich gar nicht mehr verändern werden – dies hat ein Gefühl der Gleichgültigkeit zur Folge.

Die eine Idee oder gar keine

Vor allem am Anfang des Gründungsprozesses sind die meisten Gründer*innen mit maximaler Leidenschaft dabei und stehen zu 100 Prozent hinter ihrer Idee. Manche erzählen mir aber auch, dass ihre Idee die Welt schon jetzt verändern würde und dass sie sich sicher seien, einen großen Erfolg zu landen. Die Realität zeigt: Manche behalten Recht, viele scheitern.

Glamouröse Vorstellungen vom Gründen

Heutzutage gibt es aber auch sehr viele junge Leute auf Instagram, TikTok usw., die mit teuren Uhren, teuren Autos und Co. am Strand posieren. Wir leben in einer Vergleichswelt. Sehr viele Jugendliche werden von diesen Posts beeinflusst und dazu verleitet, ein eigenes Business zu gründen (so wie die anderen es angeblich machen – dafür wird dann häufig mit Online-Kursen, eBooks etc. von den jeweiligen Influencer*innen geworben). Diese Vielfalt an Emotionen und die Honungen, die dadurch entstehen, verleiten einige dazu, ihren Fokus von der Schule komplett auf das angeblich „nützliche“ Wissen aus den Kursen zu lenken.

Das Autoritätsargument

Der letzte und meines Erachtens beliebteste Grund, den junge Gründer*innen für einen Schulabbruch nennen, ist, dass Mark Zuckerberg, Bill Gates usw. doch auch die schulische Ausbildung abgebrochen haben und jetzt Milliardäre sind. Hier gilt: Vorbilder werden angehimmelt – man versucht sich der Sichtweise bzw. des Lebensinhalts jener eher autoritätsfernen Businessstars anzugleichen.

(M)ein Plädoyer für den Abschluss

Warum es meines Erachtens sinnvoll sein kann, trotz einer Gründung weiterhin einen Abschluss (Realschulabschluss, Abitur usw.) anzustreben:

Zeitmanagement hilft bei der Doppelbelastung

Wie schon erwähnt, sagen viele Schülergründer*innen, dass sie aufgrund des Zeitmangels noch schlechtere Noten bekommen. Eigentlich ist mangelnde Zeit in den meisten Fällen lediglich eine Ausrede. Wer sich selbst analysiert, wie viel Zeit er bzw. sie wirklich eektiv für das Business nutzt, erkennt, dass eigentlich gar nicht mal so viel Zeit dafür investiert wird. Die meisten sitzen eher am Handy und entspannen sich, statt wirklich eektiv zu arbeiten. Wenn man also mal das Handy weglässt und mithilfe von To-Do-Listen sowie Morgen- und/oder Abendroutinen arbeitet, schat man es ganz sicher, genug Zeit sowohl für die Schule als auch für das Business zu haben. Es gilt somit herauszufinden, was für unproduktive Aktivitäten einem die Zeit rauben (am Handy sein, mit Freund*innen stundenlang telefonieren etc.). Denn dann kann man mit einer guten Struktur und Planung so gut wie alles unter einen Hut bekommen, auch Business und Schule.

Nicht nur ans Heute denken

Einige Gründer*innen geben sich der Gleichgültigkeit hin, weil sie denken, dass ihre zukünftigen Pläne schon jetzt im jungen Alter feststehen und sich gar nicht mehr verändern werden. Das kann auch so sein, dennoch sollte man auch mal weiterdenken. Sowohl Interessen als auch Werte ändern sich gefühlt jedes Jahr aufgrund von neuen Eindrücken, Erfahrungen etc. und da kann es auch mal passieren, dass man plötzlich nach zehn Jahren vorhat, Medizin studieren zu wollen. Schule ist also natürlich zum Zeitpunkt des Gründens für die meisten gefühlt unnötig und man hat natürlich andere Prioritäten. Es sollte jedoch verstanden werden, dass sich Interessen ändern können und auch Vorteile durch die Schule im Zusammenhang mit dem Gründen gegeben sind: In der Schule geht es um mehr als nur um die Fächer oder das sture Pauken. Man lernt, wie man sich ein Thema erarbeitet, Termine einhält und Verantwortung übernimmt, was einem später beim Gründen enorm weiterhelfen kann. Also sollte man sowohl die Vorteile als auch die Möglichkeit zukünftiger Interessensänderung in Betracht ziehen.

Es gibt nicht nur den einen Weg

Zum Argument der einen, jetzt oder nie zu verwirklichenden Idee bzw. zu ergreifenden Chance: Es kann jederzeit zur Änderung von Interessen/Prioritäten kommen (vor allem in der Pubertät, in der man sich nach einem Sinn im Leben sehnt). Deshalb sollte man immer hinterfragen, ob es jetzt wirklich die eine Idee ist. Und selbst wenn dem so ist, lässt sich das Vorhaben – wie zuvor beschrieben – mit einer zeitlich gut ausgeplanten Struktur (besonders am Anfang des Gründungsprozesses) hinbekommen, oder nicht?

Geld ist nicht alles

Wenn jetzt aber ein(e) Gründer*in sagt, dass er/sie endlich mal Geld verdienen möchte, um was Teures zu kaufen oder um Anerkennung zu bekommen etc., dann sollte diese(r) sich fragen, ob er/sie wirklich aus intrinsischen Gründen eine Idee voranbringen möchte und für den Gründungsprozess bereit ist. Ernsthaftes Business sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Stattdessen sollte man wirklich aus einer reifen Denkweise heraus mit der Gründungsumsetzung beginnen. Letztendlich empfehle ich nicht zu gründen, wenn man wirklich nur das Geld, die teuren Klamotten usw. im Blick hat. Natürlich kann das ein Motiv sein, aber bitte nicht der primäre Grund.

Du bist du

Schlussendlich bleibt noch das oben erwähnte Autoritätsargument. Ich bin ehrlich: Natürlich kann man es auch ohne einen Abschluss zu etwas Großem bringen. Es sind jedoch nur extrem wenige, die das schaen. Mark Zuckerberg, Bill Gates und Co. sind Ausnahmen und gehören zu den wenigen Prozent, die sich etwas weltweit Großes aufgebaut haben. Mein Rat: Man sollte stattdessen lieber auf sich selbst schauen, da es nicht unbedingt empfehlenswert ist, sich mit anderen Leuten zu vergleichen.

Fazit

Letztendlich steht ferst, dass man natürlich viel weniger Zeit hat, wenn man nach der Schule nach Hause kommt und anfängt, an einer Idee zu arbeiten, die etwas verändern soll. Aber viele Gründe, es sich vermeintlich leichter machen zu wollen, sind zum Teil lediglich Ausreden. Vor allem als Gründer*in sollte man immer nach Lösungen suchen, statt nur die Probleme zu betrachten. Es gibt durchaus gute Argumente, den Schulabschluss zu machen und zeitgleich das Gründungsvorhaben zu starten. Spätestens, wenn es mit dem Gründen nicht funktioniert, eröffnet der schulische Abschluss viele Möglichkeiten.

Was ich mit all dem sagen möchte? Ganz klar: Gründer*innen, macht euren Schulabschluss! Ich würde es so gut wie niemandem empfehlen, die Schule abzubrechen. Lediglich ein Prozent der Jungunternehmer*innen, die sich parallel zur Schule ein wirklich festes Standbein aufgebaut haben, von dem sie gut leben können und das längerfristig tragfähig erscheint, sollten es in Betracht ziehen, der Schule den Rücken zu kehren – auch ohne Abschluss.

Erfolg(e) katalysieren in 4 Schritten

Wie Unternehmen und Menschen nachhaltig stärker werden.

In einer sich schnell verändernden Geschäftswelt sind neue Arbeitsweisen, Agilität und Innovation gefragt. Die bekannten Methoden helfen da nur sehr bedingt. Neue Konzepte wie Holokratie, Soziokratie, SCRUM oder Teal Organisationen könnten zwar zur Erreichung dieser Ziele beitragen, aber Unternehmen verlieren sich nur allzu leicht in den verschiedenen thematischen Ansätzen. Und eines bleibt dabei oft außen vor, obwohl es schon immer ein erklärter Schlüssel zum Erfolg ist: der Mensch.

Probleme brauchen Platz – nicht nur in Organisationen, sondern vor allem in den Köpfen der Menschen. Und je komplexer Probleme werden, umso mehr Platz muss gegeben sein. Dann jedoch lassen sie sich auf einfache Weise aufschlüsseln und dokumentieren. Vorausgesetzt man kennt bestimmte (Branchen-)Muster und kann schnell neue Ideen entwickeln, um unvermeidliche Hindernisse zu überwinden. Wichtig zu wissen: Herausforderungen haben oft Gemeinsamkeiten. Ein akutes Problem nach dem anderen zu lösen, hilft da nicht wirklich nachhaltig weiter. Ebenso wenig wie einheitliche Frameworks. Was es braucht, sind spezifische Lösungen und Techniken, die es ermöglichen, Erfolg(e) zu katalysieren. Sozusagen Do-it-yourself für Unternehmen, um als Organisation gesund wachsen zu können. Und für die Menschen, um wieder Sinn im und Spaß am Beruf zu entdecken. Beides zusammen macht unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft stärker.

Diese vier Schritte helfen dabei:

Think big – träumen und visionär sein

Sich über Dinge zu beschweren, die man nicht kontrollieren kann, ist unsinnig. Das gilt für Unternehmen und Menschen gleichermaßen. Deshalb sollten wir lieber groß denken und proaktiv handeln. Es kann nicht schaden, bestimme Vorgehen regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen und zu verbessern. Auch wenn das manchmal mehr Aufwand bedeutet als sich über etwas (Gesetze, die Politik, Bestimmungen u.a.) aufzuregen, das nicht in unserer Macht steht. Manchmal können auch Konkurrenten helfen, wenn wir Win-Win-Lösungen und Synergien überhaupt in Betracht ziehen. Fakt ist: 1-1<(meist)0 und 1+1=(oft)5. Ob Organisation oder Mitarbeitenden: Beginnen wir mit dem Schluss, entspricht das, was wir am Lebensende über uns hören wollen, oft nicht dem, was wir heute tun.

Act small – kleine, machbare Schritte

Das Wichtigste zuerst: Häufig klafft eine (große) Lücke zwischen dem, was wir sagen, und dem, wofür wir tatsächlich Zeit aufwenden. Nichts gegen Produktivität, aber wir sollten unseren langen Weg, unseren Plan in machbare Etappen unterteilen. Vergleichbar mit einem Läufer, der einen Marathon anpeilt: Wenn ein Anfänger / eine Anfängerin daran denkt, 40 km laufen zu müssen, ist das gewaltig. Konzentrieren wir uns jeweils auf den nächsten Schritt, ist es leichter machbar und wir kommen gleichwohl an. Viele Hürden sind kleiner, wenn wir, statt ewig zu planen, einfach anfangen, losgehen und im Prozess lernen, uns anpassen, immer wieder neu ausrichten.

Fail fast – Fehler erlauben und feiern

Nur wer als Unternehmen, aber auch einzelne(r) Mitarbeiter*in in der Lage ist, das eigene Ego zurückzunehmen, kann Scheitern als Chance wahrnehmen. Um zu wachsen und zu lernen, braucht es einen kontinuierlichen Prozess aus Feedback erbitten, (zu)Hören, (er)Spüren und (re)Agieren. Zudem sollten Kriterien festgelegt werden, wann etwas als gescheitert gilt. Nur so können Organisationen mit ihren Ressourcen bei der nächsten Initiative erfolgreich sein, anstatt weiterhin „auf einem toten Pferd zu reiten“.

Learn rapidly

Unternehmen und Menschen dürfen nie vergessen: Das Scheitern und Lernen von heute ist die Grundlage für einen disruptiven Durchbruch von morgen. Auch wenn es im ersten Moment nicht so scheint: Gelernte Erkenntnisse zu gewinnen und Maßnahmen zu bewerten, um wieder groß zu denken, ist das wichtigste Element des schnellen Scheiterns. Im Idealfall lernen wir über Bildung: Bildung ist das, was Menschen mit uns machen. Lernen ist das, was wir uns selbst antun (müssen).

Teal Minute: 1 Minute, 1 Sprecher, 1 Thema, 1 Meinung

Apropos Bildung: New Work ist den meisten Menschen ein Begriff. Anders der Begriff Teal, bekannt geworden durch das Buch „Reinventing Organizations“ von Frédéric Laloux. Teal, ursprünglich die Farbe blaugrün, ist ein Konzept evolutionärer Organisationen, die unter anderem den Prinzipien Selbstführung, Ganzheitlichkeit und Sinn folgen. Aber was genau steckt dahinter? Und welche Verbindung gibt es zur vielgeforderten Agilität? Diese und weitere Fragen beantworten Menschen, die in unterschiedlichen Bereichen und Branchen agil arbeiten. Wer sich also selbst weiterbilden und sein Unternehmen weiterentwickeln will, findet hier spannenden Content in den kostenlosen Teal Talks sowie Teal Minutes.

Der Autor Timm Urschinger ist Mitgründer und CEO von LIVEsciences, ein experimentierfreudiges Berater-Team, dessen Vision es ist, den Erfolg von Unternehmen und Organisationen zu katalysieren. www.livesciences.com

Tipps zum Aufbau deines Online-Business

Wie schafft man es, sein eigenes Online-Business ohne übermäßig große Kosten und unverhältnismäßgen Aufwand ins Digitale zu heben und zum Erfolg zu machen? Dieser kleine Leitfaden hilft dabei.

Der Online-Handel erlebt durch Corona einen regelrechten Boom: Im Vergleich zum Vorjahr ist der B2C-E-Commerce in Deutschland um rund 23 Prozent gestiegen. Dabei wird online längst nicht mehr nur mit physischen Gütern gehandelt, sondern mit Ideen, Visionen, Kreativdienstleistungen, der eigenen Zeit u.v.m. Ob Yoga-Business, Online-Deli, Paartherapie, Online-Design-Shop, Online-Galerie, eigene Portfolio-Seite u.v.m. – Junge Unternehmer*innen können mittlerweile wirklich jede Geschäftsidee online abbilden.

Aber wie schafft man es, sein eigenes Business ohne große Kosten und Aufwand ins Digitale zu heben und zum Erfolg zu machen? Diese Basics sind dabei auf jeden Fall zu beachten:

Schritt 1: Gute Vorbereitung ist alles

  • Finde deinen Namen: Storytelling is key! Er sollte möglichst unverwechselbar sein, eine Geschichte erzählen und auch über Suchmaschinen gut auffindbar sein.
  • Eine klare Strategie: Mach dir direkt zu Beginn klar, was du anbieten möchtest: deine Kunst, ein physisches Produkt, eine Kreativdienstleistung, Kaffee, Yoga-Kurse, Tattoos, Catering? Was unterscheidet dich von deinen Mitbewerbern? Deine Website ist die perfekte Bühne, um das was dich ausmacht, zum Ausdruck zu bringen.
  • Mach dich unverwechselbar: Es kommt darauf an, was du sagst, aber eben auch, wie du es sagst. Mach dir, neben Ansprache und Tonalität, Gedanken zu Farbgebung, Schriftarten und Design. Aber keine Panik – Website-Baukästen greifen dir in Sachen Design unter die Arme. 
  • Pro-Tipp: Lege ein Dokument mit deinen Markenrichtlinien an und sammle dort Farben, Schriftarten, Kernbotschaften etc.

Phase 2: Website erstellen

  • Trial and error: Mit Website-Baukästen kann jede(r) auch ohne Programmierkenntnisse eine professionell gestaltete Website bauen. Dank einer kostenlosen Testphase kann man sich erst mal entspannt ausprobieren.
  • Mach es offiziell: Spätestens jetzt solltest du deine URL festlegen. Du musst diese nicht unbedingt bei einem Domain-Anbieter buchen, sondern kannst das oft auch direkt bei einem Website-Baukasten System erledigen.
  • Choose your look: Entscheide dich für ein Template und passe Farben, Schriften, Bilder und Text individuell an dein Business und deine Persönlichkeit an. 
  • Keine Foto-Sorgen: Du hast (noch) nicht genug eigenes Bildmaterial? Schau dich bei kostenlosen Datenbanken wie unsplash oder Foto-Agenturen wie Getty um. Bei manchen Anbietern von Website-Baukästen sind beide direkt ins Tool integriert, so dass du passende Bilder nahtlos einfügen kannst.
  • Integriere deinen Shop: Nutze die E-Commerce-Integrationen, wenn du etwas verkaufen möchtest oder binde ein Terminbuchungstool ein für dein Restaurant, Deli, dein Massageangebot u.v.m.
  • Pro-Tipp: Wenn du deine Fotodateien für deine Website sammelst, empfiehlt es sich, sie mit entsprechenden Keywords umzubenennen. Das kann dir bei der Suchmaschinenoptimierung helfen.

Phase 3: Sorge dafür, dass man über dich spricht

  • Zeige, dass es dich gibt: Integrierte Marketing-Tools bringen Traffic auf deine Website und sorgen dafür, dass deine Zielgruppe über dich spricht. Integrierte SEO-Tools messen und erhöhen deinen Erfolg.
  • Teile deine Arbeit mit deinen Followern: Binde deine Social-Media-Kanäle ein, teile deine Social-Inhalte direkt auf deiner Website und verkaufe via Social (z.B. über den Instagram-Shop).
  • Mach‘s deinen Kund*innen so komfortabel wie möglich: Erstelle exklusive Mitgliederinhalte, mit denen du deine Online-Community aufbauen und zusätzliche Einnahmen erzielen kannst.
  • Pro-Tipp: Mit der App Unfold kannst du Social Media Posts in deinem eigenen Stil erstellen und für ein einheitliches Markenbild sorgen.

Den kompletten Squarespace-Leitfaden für den Aufbau eines Online-Business findest du hier

Gleichstellung von Frauen in jungen Unternehmen – so gelingt‘s

Bei dem Überwinden von Rollenstereotypen ist vor allem die Weitsicht von Manger*innen in Führungspositionen gefragt. Was hilft wirklich, die Gleichstellung zu fördern?

Eine Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft ist leider noch keine Realität. Die Frauenquote, das wachsende Bewusstsein für die Gender-Pay-Gap und die Debatte um “Care Arbeit”, haben die Gleichstellung zwar maßgeblich vorangetrieben, aber eben noch nicht weit genug: Circa zwei Drittel der Dax-Unternehmen haben kein einziges weibliches Vorstandsmitglied und in der Start-up-Welt lag der Anteil an gründenden Frauen 2020 bei gerade mal knapp 16 Prozent. Dabei weist eine Studie von BCG 2018 unter anderem nach, dass von Frauen gegründete Unternehmen einen höheren Umsatz erwirtschaften.

Weil Gleichstellung in der Wirtschaft eben nicht immer gelebt wird, müssen Führungskräfte junger Unternehmen ihren eigenen Weg finden, um branchenspezifische Hürden abzuschaffen, vorherrschende Verhaltens- und Denkmuster aufzubrechen und Gleichberechtigung umzusetzen. Nachfolgend stellen wir dir Manager*innen vor, die eine moderne und faire Arbeitskultur mitgedacht haben:

Empowerment mittels Mentor:innen-Programmen

Über die Bedeutsamkeit der Gleichstellung ist sich Chief Strategy Officer Katrin Bacic von wayra, dem technologieorientierten Open Innovation Hub von Telefónica Deutschland, bewusst. Als Leiterin für Strategie und Venture Development verbindet Bacic High-Potential-Gründer*innen von Tech-Start-ups, Investor*innen, Partner-Acceleratoren und Corporate Partner mit der Telefónica. Um auch außerhalb dieser Position Frauen zu fördern, begleitet sie Gleichgesinnte unter anderem im Stealth Mode Program der Factory Berlin und bei WAI Accelerate (Women in AI) als Mentorin.

Netzwerke speziell für Frauen sind eine grandiose Gelegenheit, um den themenspezifischen Austausch zu fördern und sich gegenseitig zu unterstützen.

Auch das internationale Immobilienmaklerunternehmen Avison Young, das seit 2014 in Deutschland aktiv ist, setzt auf durchdachte Mentoring-Programme, um Top-Talente zu fördern – ungeachtet, welche Herkunft, Zugehörigkeit oder welches Alter der Mitarbeitende aufweist. “Nur der stetige Dialog sowie eine gelebte Kultur des Miteinanders und selbstverständliche Diversity-Standards sorgen dafür, langfristig Denk- und Verhaltensmuster zu verändern, die gerade in einer konservativen Branche wie der Immobilienwirtschaft häufig noch dominieren”, erklärt Katharina Biermann, Leiterin des Standortes Berlin. Ihre People-First-Mission setzt das Unternehmen unter anderem in einem Mentoring-Programm um, in dem insbesondere die weiblichen Führungskräfte als Vorbild, Inspiration und Wegbereiter für jüngere Kolleg*innen dienen. Biermann schätzt darüber hinaus das Unconscious-bias-Training, das jeder Mitarbeitende bei Avison Young absolviert, um unbewusster Voreingenommenheit entgegenzuwirken.

Im Tech-Sektor gründen

Laut den Female Founders ist die Anzahl an Frauen, die selbst gründen, von 2019 auf 2020 kaum gestiegen und der Female Founders Monitor geht im darauffolgenden Jahr auch nicht von einer erheblichen Steigerung aus. Anna Hofmann, CTO von Profishop, geht mit ihrer Gründung mit gutem Beispiel voran. Als Co-Gründerin stellt sie im Unternehmen ihr technisches Know-how tagtäglich unter Beweis und zeigt der männerdominierten Branche, dass es auch ohne die bisherige “klassische Rollenverteilung” geht. Sie verantwortet den technischen und datengetriebenen Bereich der B2B-Hersteller-Plattform ohne Zwischenhändler für jegliche Profi-Anwender aus Bau, Handwerk und Industrie.

Immer wieder schreiben Unternehmer*innen, die einen Onlineshop aufbauen, beeindruckende Erfolgsgeschichten, wie beispielsweise mithilfe der führenden E-Commerce-Plattform für den Multichannel-Vertrieb Shopify. “Wir sind sehr stolz, zahlreichen erfolgreichen Frauen eine Plattform zu bieten, mit der sie erfolgreiche Unternehmen gründen und führen können”, so Linda Hoffmann, Senior Business Development Manager bei Shopify. Unter den erfolgreichen Marken, die via Shopify verkaufen, befinden sich Gitti, Gamechanger und Kuchentratsch. Auf internationaler Ebene gehören dazu auch große Namen wie Kylie Jenner, die für ihr Geschäft im Direktvertrieb von Anfang an auf Shopify baute. Doch der Weg zum Erfolg kann gerade für Gründer*innen steinig sein, wie Hoffmann berichtet. So bekamen die Gründer*innen des Shopify-Händlers Ooia in der “Höhle der Löwen” kein Investment – weil sie ein typisches Frauenprodukt vertreiben und sich lieber weibliche Investor*innen suchen sollten. Die Gründer*innen ließen sich nicht beirren und sind heute eine der bekanntesten Marken für Periodenunterwäsche.

Aber auch unternehmensintern kann quasi gegründet werden: Einblicke geben Lara Schermer und Andreas Krönke von PIABO PR, einer PR-Agentur, die sich auf Tech- und Digitalthemen fokussiert hat. Gemeinsam beraten die Kommunikationsexpert*innen innovative Unternehmen, die einen positiven Klima- oder Nachhaltigkeitseffekt erzielen. 2020 gründeten sie dazu eine eigene Greentech- und Nachhaltigkeitsabteilung. “Gerade im Technologiebereich ist der Anteil an Frauen insgesamt noch geringer als in anderen Branchen”, kommentiert Lara Schermer, Communications Director bei PIABO PR. “Unternehmen mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell und Tech4Good-Start-ups, die mit innovativer Technologie etwas verändern möchten, ziehen jedoch inzwischen zahlreiche Frauen an, die mit ihren Fähigkeiten sinnstiftende Arbeit leisten möchten. So verzeichnet unsere Abteilung derzeit einen Frauenanteil von 61 Prozent.”

Recruiting als Schlüsselfunktion

Das Recruiting ist definitiv ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, weibliche Talente für sich zu gewinnen und zu fördern. Sowohl die Formulierung von Stellenausschreibungen als auch die Art und Weise der Einstellung haben Einfluss darauf, wer am Ende den Job bekommt. Julian von Blücher, Gründer und CEO von Talent Tree, führt eine Personalberatung, spezialisiert auf Impact-Scaleups und die Besetzung von Führungsrollen. Dank seiner jahrelangen Erfahrung, gerade im männerdominierten Climatetech-Bereich, hat er selbst miterlebt, dass der Anteil an Frauen in “typischen Männerberufen” zwar angestiegen ist, bei weitem aber noch nicht das Ausmaß hat, den er haben könnte. Die Frauenquote bei Stellenbesetzungen von Führungspositionen liegt bei Talent Tree mit rund 25 Prozent über dem Durchschnitt.

Zukunftsweisende Prozesse etablieren

Diese Maßnahmen, die jedes Unternehmen auf Basis des eigenen Verständnisses und der eigenen Mission in die Realität trägt, sind mehr als nur vereinzelte Schritte. Initiiert von der Managementriege und Ideen aus den Teams, fördern sowohl die Autonomie als auch die Mitbestimmungsmöglichkeiten von Frauen am Arbeitsplatz. Wer diese Gleichstellung fördert und sie auch leben kann, setzt nicht nur ein starkes Zeichen an die eigenen Talente, sondern auch an die gesamte Branche.

Hester Anderiesen Le Riche ist Ingenieurin und CEO von Tover, einem Start-up, das dafür sorgt, dass an Demenzerkrankte aktiv bleiben. Sie sagt: „Wir arbeiten schon lange auf allen Ebenen gleichberechtigt in diversen Teams. Uns eint unsere Neugierde dafür, wie unsere Mitmenschen ihren Alltag erleben, was sie sich wünschen, was in ihren Augen ihre Lebensqualität verbessert. Gerade, weil wir zudem alle so verschieden sind, kreieren wir Lösungen, die sonst vielen fehlen.“

Eine solche tagtäglich gelebte Einstellung wünscht man sich - hier und jetzt. An starken Beispielen, wie dies in kleinen und großen Schritten gelingen kann, mangelt es freilich nicht. Nun gilt es, davon zu lernen und Prozesse anzustoßen. Nicht nur für Jungunternehmen, sondern auch für die ganz Großen.

King of Content

Dank purer Lebensfreude besseren Content generieren – Der König von Ghana zeigt, wie es geht.

Laut, schrill und einfach nur anders, so lässt sich der Auftritt des ghanaischen Königs Céphas Bansah in einem Musikvideo, das er gerade mit dem Jungschauspieler Maurice Fuchs in Saarbrücken gedreht hat, wohl am besten beschreiben. Dabei ist es vor allem die charmante und authentische Art dieses Mannes, der ihn so sympathisch macht und dafür sorgt, dass man ihn nie wieder vergisst, wenn man ihn einmal gesehen hat.

Der außergewöhnliche Auftritt ist daher eine tolle Inspiration für all jene, die ihrem Online Business einen ganz besonderen Stempel aufdrücken wollen, um den Menschen damit ebenfalls im Gedächtnis zu bleiben. Im Folgenden liest du, wie Sie es schaffen, ein Alleinstellungsmerkmal zu erschaffen, das Ihnen dabei hilft, zur Nummer eins zu werden.

1. Einfach mit dem Strom schwimmen? Das kann wirklich jeder …

Möchten Sie Ihr Online Business in eine erfolgreiche Zukunft führen und nicht einfach nur die Kunden für sich gewinnen, die den anderen Anbietern durch die Lappen gegangen sind? Dann sorgen Sie dafür, dass Sie sich von der grauen Masse abheben und scheuen Sie sich keinesfalls davor, völlig neue Marketingideen auszuprobieren. Seien Sie dabei möglichst kreativ und lassen Sie sich von Ihrem Alltag inspirieren. Sie werden erstaunt sein, mit welchen auf den ersten Blick sehr simpel scheinenden Möglichkeiten sich bereits einiges erreichen lässt. Wichtig ist vor allem, nahe bei Ihrem Kunden zu bleiben und nicht zu abgehoben zu denken. Der König von Ghana hat auf eindrucksvolle Weise unter Beweis gestellt, wie das geht. Ein einfaches Musikvideo reicht aus und schon ist er in aller Munde, denn seine Lebensfreude ist einfach ansteckend.

2. Mit Authentizität zum Ziel

Wie wir nun bereits erfahren haben, können außergewöhnliche Marketingstrategien eine perfekte Möglichkeit darstellen, um sich von den anderen Firmen abzuheben, aber Achtung: Sie sollten dabei sich selbst und Ihre Vorstellungen niemals aus den Augen verlieren. Nur allzu schnell kann es passieren, dass wir einen anscheinend besonders originellen Trend hinterherjagen ohne zu merken, dass sich dieser für uns gar nicht gut anfühlt. Ist das der Fall, werden die Erfolge, die wir mit diesem erreichen können, eher gering ausfallen. Lassen Sie sich also keinesfalls von scheinbar besonders innovativen Ideen in die Irre führen. Hören Sie stattdessen lieber in sich hinein und Sie werden schon bald sehr genau merken, was zu Ihnen passt und wovon Sie lieber die Finger lassen sollten.

3. Probieren Sie völlig Neues aus und verlassen Sie die Komfortzone

Selbstverständlich kann es äußerst gemütlich sein, stets auf die gleiche Internetwerbung zu setzen oder den hundertsten vorgefertigten Newsletter zu versenden und dabei jedes Mal den Inhalt nur etwas zu ändern. Doch seien wir uns mal ehrlich: Wie viele Ihrer Kunden oder potenziellen Kunden werden diese überhaupt noch lesen? Meistens werden sie einfach nur auf “löschen“ klicken und dann war selbst die geringe Arbeit, die Sie sich damit gemacht haben, umsonst. Verlassen Sie daher unbedingt das bereits bekannte Terrain und wagen Sie sich an Marketingstrategien heran, die Ihnen Anfangs vielleicht sogar etwas zu forsch vorkommen. Es kann durchaus sein, dass Sie genau damit Erfolg haben.

4. Zusammen ist man weniger allein

Das Oberhaupt von Ghana möchte ein Musikvideo produzieren, dieses Gebiet ist jedoch völliges Neuland für ihn. Was macht er also? Er holt sich einen jungen Influencer ins Boot, den er bereits von einem früheren Dreh kennt und seinen Freund nennt. Hierbei handelt es sich wohl um einen der intelligentesten Marketing-Tricks, denn nur weil Sie Ihr eigenes Online Business auf den Markt bringen wollen heißt das noch lange nicht, dass Sie dabei nicht auf professionelle Hilfe zurückgreifen können. Wenn Sie sich allerdings dafür entscheiden, mit jemandem zusammenzuarbeiten, ist es wichtig, dass die jeweilige Person zwar eine neue Dimension in Ihr Werbekonzept mit einbringt, aber dennoch wichtige Grundideen und Vorstellungen mit Ihnen teilt. Ist das der Fall, steht einer äußerst erfolgversprechenden Zusammenarbeit nichts mehr im Wege.

5. Mit Herzblut und Ausdauer werden Sie viel mehr erreichen, als Sie es je für möglich gehalten haben

Wirklich erfolgreich werden Sie mit Ihrem Online Business dann sein, wenn Sie sich ganz auf Ihre Intuition verlassen und das tun, was Ihnen wirklich Freude bereitet. Natürlich ist das manchmal viel leichter gesagt als getan, denn all der Alltagsstress und die zahlreichen bürokratischen Verpflichtungen machen dies nicht immer möglich. Dennoch sollten Sie versuchen, immer wieder zu hinterfragen, ob Sie wirklich noch voll und ganz hinter dem stehen, was Sie tun. Ist das nämlich der Fall, wird es Ihnen viel leichter fallen, auch die unangenehmeren Dinge mit einem Lächeln im Gesicht zu meistern und sich schneller wieder auf die schönen Seiten des Lebens zu konzentrieren.

Fazit: Mit Spaß am Leben und Authentizität zum Erfolg

Möchten Sie sicherstellen, dass sich Ihr Online Business von der Konkurrenz abhebt? Dann versuchen Sie stets auf Ihr Bauchgefühl zu hören und bleiben Sie dabei möglichst authentisch. Einfach blind ohne viel zu überlegen anderen nachzueifern oder schnelllebigen Trends hinterherzujagen, wird Sie nämlich keinesfalls weiterbringen, als Sie nun sind. Der Herrscher von Ghana zeigt auf beeindruckende Art, wie viel man mit purer Lebensfreude und Lust an dem, was man tut, kommen kann. Lassen Sie sich also ruhig von diesem beeindruckenden Mann inspirieren und Sie werden sehen, der Erfolg kommt dann ganz von allein.

Der Autor Grigori Kalinski ist Unternehmer und einer der bekanntesten Coaches im Bereich des Amazon-Kindle-Publishings.

Mit dem eigenen Unternehmen an die gläserne Decke stoßen?

Viele Selbständige sind im Hamsterrad gefangen. Sie arbeiten gefühlt pausenlos, die großen Fortschritte bleiben jedoch aus. Theoretisch wissen sie, wie sie ihr eigenes Unternehmen auf die nächste Stufe heben können, doch in der Umsetzung scheitert es. Und jetzt?

Tag- und Traumziele definieren

Wenn man sich selbstständig macht oder ein eigenes Unternehmen gründen möchte lernt man schnell, man solle sich Ziele setzen. Sogenannte SMART-Ziele, messbar für die nächsten fünf oder zehn Jahre. Für Kalkulationen und Prognosen im Businessplan sind diese Art von Zielen durchaus notwendig, dennoch schrecken sie viele Unternehmer*innen in ihrem Tagesgeschäft meist ab, weil sie nicht direkt realisierbar sind. Um das eigene Unternehmen zum Wachstum zu verhelfen ist es auch sinnvoll, Tag- und Traumziele als Unternehmer*in zu identifizieren. Traumziele sind all jene Träume, die man sich erfüllen möchte – einen Urlaub, ein neues Auto. Um sich die eigenen Träume erfüllen zu können, legt man ein Tagesziel fest, das es jeden Tag zu erledigen gilt, um seinem Traumziel ein Stück näher zu kommen Ein Traumziel kann eine gewisse Geldsumme sein, das Gründen einer eigenen Stiftung aber auch einfach die Motivation, die Nummer Eins in der. Branche zu werden. Traumziele sollten so hoch wie möglich gesteckt sein, denn riesige Ziele sind ein großer Antrieb.

„Cut Off Zeit“

Unternehmer*innen und Selbständige arbeiten oft mehr als die für einen Angestellten typischen 40 Stunden die Woche. Ihnen fällt es schwer, Business und Freizeit zu trennen, sie werden von dem Gefühl geplagt immer und überall arbeiten zu müssen. Immerhin sind sie insbesondere in der Gründungsphase oftmals alleine für den Erfolg des Start-ups verantwortlich. Dass eine feste Arbeitszeiteinteilung ihnen enorm dabei helfen würde, wissen viele nicht. Durch festgelegte Arbeitszeiten und eine gewisse Arbeitsroutine kann jedoch die Arbeitszeit nicht nur kontrolliert werden, sondern meist steigt so auch die Produktivität. Ein simpler Hack ist eine „Cut Off Zeit“ festzulegen. Das heißt zum Beispiel immer um 18 Uhr die Arbeit zu beenden, die Abendroutine durchzuführen und damit eine klare Trennung zwischen Freizeit und Arbeit zu schaffen. Egal, was im Business noch ansteht, nach der Cut Off Zeit wird nicht mehr gearbeitet. Natürlich klappt das nicht immer. Doch auch wenn die Cut Off Zeit nur an 5 von 7 Tagen eingehalten wird, hilft dieser simple Trick die Produktivität zu steigern und Stress zu senken.

Komfort versus Risiko

Im Laufe des Lebens lernen wir immer wieder, dass Sicherheit unerlässlich ist. Doch wer immer in Sicherheit lebt, der verlässt seine Komfortzone nicht und bleibt im goldenen Hamsterrad gefangen. Natürlich braucht es bei der Unternehmensgründung und -führung immer ein gewisses Maß an Sicherheit, um gegen böse Überraschungen gewappnet zu sein, jedoch verfangen sich Unternehmer*innen oftmals in genau dieser Sicherheit. Wer weiterkommen möchte, muss das Hamsterrad verlassen, den nächsten Schritt wagen und riskieren. Dabei geht es nicht darum, vollkommen planlos eine Veränderung zu starten, sondern vielmehr um ebendiesen Plan.

Wer will, der findet immer Wege, seine Ziele zu erreichen. Dafür ist es manchmal nun mal notwendig, ein Risiko in Kauf zu nehmen. Investitionen, das Einstellen neuer Mitarbeiter, das Launchen eines neuen Produkts – Entscheidungen sind immer mit Risiko verbunden, Sicherheit gibt es hier nicht. Doch anstatt daran zu denken, dass beispielsweise der erste Angestellte dem Unternehmen Geld kostet, sollten Unternehmer*innen dies als eine Investition sehen: Ein neuer Mitarbeiter bring neues Know-how ins Unternehmen und bringt das Business voran.

Um dem goldenen Hamsterrad zu entkommen müssen Unternehmer*innen mutig sein. Sie dürfen ihre eigene Motivation nicht aus den Augen verlieren, auch wenn ein eigenes Unternehmen zu führen insbesondere zu Beginn meist schwer ist. Wer das eigene Unternehmen weiter vorantreiben möchte, der muss Entscheidungen treffen, auch wenn diese ein Risiko mit sich bringen.

Der Autor Deniz Deke ist Gründer des Persönlichkeitsentwicklungs-Unternehmens „Erschaffe Dich Neu“ und bietet mit „Mental Strength Challenge“ ein intensives Coaching-Programm für mentale Stärke und Disziplin, www.erschaffedichneu.de

Chancen für die Zukunft: Das Personalwesen in Zeiten der Digitalisierung

Wie auch Ihr Unternehmen von den neuen Möglichkeiten eines digitalisierten Personalwesens profitiert und welche Herausforderungen dabei auf Sie warten.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist unaufhaltsam. Sie erleichtert Arbeitsschritte, erschließt neue Märkte und ermöglicht das Arbeiten im Home Office, wie zuletzt die weltweite Pandemie zeigte. Personalabteilungen hinken bei diesem Trend leider in vielen Unternehmen noch immer hinterher. Ein Fehler, denn im Bereich Human Resources bietet Digitalisierung eine Reihe an entscheidenden Vorteilen - von der Talent-Akquisition über das Onboarding bis hin zu Mitarbeitertrainings. Erfahren Sie, wie auch Ihr Unternehmen von den neuen digitalen Möglichkeiten profitiert und welche Herausforderungen dabei auf Sie warten!

Die Vorteile einer digitalisierten Personalabteilung

Die täglich anfallenden, administrativen Aufgaben des Personalwesens sind in der klassischen, papierbasierten Form zeitaufwändig, repetitiv und bieten wenig Raum für Flexibilität. Werden genau jene Routinetätigkeiten digitalisiert, bleibt der Personalabteilung mehr Zeit und Energie für wesentlich bedeutendere Aufgaben. Darunter fallen zwischenmenschliche Problemlösungen und verbesserte Kommunikation. Die HR-Mitarbeiter tragen durch den veränderten Fokus zum weiteren Erfolg des Unternehmens und der Zufriedenheit des gesamten Teams bei.

Bei der Suche nach neuen Talenten spielt die Digitalisierung im Personalwesen ebenfalls eine große Rolle. Remote Work macht es möglich, Fachkräfte völlig unabhängig von ihrem Wohnort für den eigenen Betrieb zu gewinnen. Sowohl beim Recruiting als auch bei der späteren Einbindung in die Betriebsabläufe müssen die digitalen Prozesse optimal laufen, um ein produktives Arbeiten zu ermöglichen.

Herausforderungen und Nachteile des digitalen Personalwesens

Die Digitalisierung bringt neben einer Vielzahl an Vorteilen auch einige Risiken und Gefahren mit sich. Besonders hervorzuheben ist hierbei der Umgang mit dem Zugriff auf sensible Daten - etwa bei der digitalen Personalakte - und das Einhalten aller datenschutzrechtlichen Vorgaben. Das Einsetzten eines Datenschutzbeauftragen ist für die meisten Unternehmen Pflicht.

Ein weiterer Nachteil der Digitalisierung sind die hohen Kosten. Unternehmen können hier intelligente Entscheidungen treffen, indem sie nur jene digitalen Lösungen erwerben, die auch wirklich gebraucht werden. Langfristig lohnt sich die Investition: Die Produktivität der Mitarbeiter steigt und frei werdende Kapazitäten können intensiv und kreativ genutzt werden.

Digitalisiertes Personalmanagement effizient gestalten

Software-Anbieter stellen ihren Kunden flexible Lösungen zur Verfügung, um die ersten Schritte hin zur kompletten Digitalisierung zu treffen. So entscheiden sich zu Beginn viele Unternehmen für den Aufbau eines digitalen Onboarding-Prozesses, der das Integrieren von neuen Mitarbeitern effektiv und einheitlich gestaltet. Oft schon vor dem ersten Arbeitstag können neue Talente per Software Kontakte knüpfen, ihren Arbeitsplatz kennenlernen und sich optimal einarbeiten.

Moderne Tools wie die Prozessautomatisierung für HR von Haufe ermöglichen ein schnelles Generieren von Daten und die digitale Abwicklung der anfallenden täglichen Arbeiten. Software dieser Art überzeugt unter anderem durch ein intuitives Interface und eine flexible Anpassung an die eigenen Bedürfnisse.

Fazit: Digitalisierung leicht gemacht

Mit den richtigen technischen Tools ist der Umstieg vom Papier auf digitale Akten schnell und unkompliziert abgewickelt. Die HR-Mitarbeiter könne auf Anpassungen und Veränderungen rascher reagieren und müssen weniger Zeit für rein administrative Aufgaben einplanen. Das steigert ihre eigene Zufriedenheit ebenso wie jene der ganzen Belegschaft. So hat die Digitalisierung des Personalwesens einen positiven Einfluss auf gleich mehrere Aspekte in einem erfolgreichen Unternehmen.

Gründer*innen vor der Entscheidung: Laserdrucker versus Tintenstrahldrucker

Wir wollten wissen: Welcher Drucker ist für neu gegründete Unternehmen die beste Wahl?

Mit einer Startup-Idee auf den Markt kommen, sich mit Bürokratie und Hürden herumschlagen und dann noch auf die Hardware achten. So geht es vielen Gründer*innen. Sie müssen an allen Ecken und Enden Entscheidungen treffen und manchmal kann der Blick auf die Details zur Last werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Anschaffung von Druckern für das neu gegründete Unternehmen. Doch so kompliziert muss es gar nicht sein, wenn man nur ein paar wichtige Grundlagen kennt.

Werden Drucker obsolet?

Zunächst muss sich die Frage gestellt werden, ob Drucker überhaupt noch lange benötigt werden. Immerhin wird die Welt zunehmend digitaler. Papierberge zu vermeiden, ist nicht nur einfacher geworden – als Teil einer umweltbewussten Unternehmenspolitik gehört es fast zum guten Ton.

Trotzdem kann nicht behauptet werden, dass der Unternehmensdrucker bald ausgedient hat. Das ist eigentlich nur in zwei Fällen möglich: Bei einem guten Verhältnis zum Copy Shop um die Ecke oder bei einer Printabteilung im Gebäude, wenn nur ein Büro angemietet wurde. Ist Drucken nicht ständig notwendig, dann kann es sinnvoll sein, lieber auf Gemeinschaftsdrucker oder den Copy Shop zu setzen.

Doch das birgt immer auch Risiken. Gründer*innen arbeiten schon mal gern bis tief in die Nacht hinein oder schon bevor alle anderen aufgestanden sind. Eine Abhängigkeit von Öffnungs- oder Nutzungszeiten kann dann den Arbeitsfluss stören. Also hat der Drucker für das eigene Unternehmen immer noch Vorteile.

In folgenden Situationen ist es dann doch angenehmer, wenn der eigene Drucker griffbereit ist:

  • Bürokratische Hindernisse, die die alltägliche Arbeit verzögern
  • Spontane Meetings
  • Ungewöhnliche Arbeitszeiten (z.B. wegen einer Deadline)
  • Ausfall von digitalen Präsentationsmöglichkeiten

Also nein: Der Drucker für das Start-up ist noch nicht obsolet. Allerdings kann die Arbeitsleistung eines Druckers wohl mittlerweile stark minimiert werden. Das ist kein unwichtiger Faktor, wenn es um die Frage geht, welcher Drucker der beste für die eigenen Ansprüche ist.

Welche Druckerarten gibt es?

Für die meisten Gründer*innen wird die Entscheidung bei einem Drucker (für den Büroalltag) zwischen diesen zwei Typen fallen: Tintendrucker versus Laserdrucker. Beide erfüllen theoretisch ihren Job, doch sie sind trotzdem nicht mit den gleichen Vor- und Nachteilen ausgestattet.

  • Kaufpreis: Grundlegend ist zu sagen, dass Tintenstrahldrucker günstiger in der Anschaffung sind als Laserdrucker. Gerade für Unternehmen sind gute Farblaserdrucker allerdings nahezu alternativlos.
  • Druckqualität: Wenn es um Schärfe und farbliche Qualität geht, dann sind Tintenstrahldrucker im Vorteil.
  • Druckgeschwindigkeit: Laserdrucker drucken wesentlich schneller als die meisten Tintenstrahldrucker.
  • Laufende Kosten: Laserdrucker sind zwar teurer in der Anschaffung, allerdings sind die Kosten für die Farbe sehr viel geringer, da sie auf Tonerbasis hergestellt wird. Der Tintenstrahldrucker setzt hingegen auf Tintenpatronen, die teuer in der Anschaffung sind und den Drucker wartungsintensiver machen.

Mittlerweile entscheiden sich viele Unternehmer für einen Multifunktionsdrucker. Dieser kann Faxen, Scannen, Kopieren, Drucken – und zwar je nach Bedarf auf Tintenstrahl- oder Laserbasis. Das sorgt für maximale Flexibilität, hat aber auch seinen Preis. Außerdem ist die Benutzung natürlich etwas komplizierter und die Wartung eher etwas für den Fachmann.

Wie findet man den richtigen Drucker?

Schritt eins bei der Anschaffung eines Druckers für das eigene Unternehmen muss ganz klar sein: Die eigenen Bedürfnisse realistisch einschätzen. Ein Drucker soll idealerweise viele Jahre lang gute Arbeit leisten und auch wirklich zu den Ansprüchen des Unternehmens passen. Folgende Fragen müssen also beantwortet werden:

  • Wie viel Papier wird täglich bedruckt?
  • Wie viel Budget ist für laufende Kosten eingeplant?
  • Werden die Druckerzeugnisse an Kunden ausgegeben?
  • Wird in Zukunft der Druckaufwand steigen oder sinken?

Steht erst einmal fest, was genau der Drucker alles übernehmen wird, muss natürlich noch ein Budget festgelegt werden. Einen günstigen Tintenstrahldrucker zu kaufen, um Kosten zu sparen, kann sinnvoll sein, wenn er kurzfristig eingesetzt wird und in Zukunft ein neues Gerät angeschafft wird. Sollte das Gerät länger eingesetzt werden, dann müssen die laufenden Kosten bedacht werden und plötzlich können sich ein paar hundert Euro mehr für einen Laserdrucker wieder lohnen. Informationen dazu liefern zum Beispiel Tests wie der Farblaserdrucker Test von toner-dumping.de.

Letztlich gibt es dann nur noch zwei Dinge zu beachten: Nicht vergessen, den Drucker steuerlich abzusetzen, und Preise vergleichen beziehungsweise ein Angebot vor Ort einholen. Auch wenn etwas Zeit investiert werden muss, um den idealen Drucker für das Start-up zu finden, spart das später Zeit, Geld und Nerven.

Wie du als Gründer*in mit Fehlern umgehen solltest

Für viel Stress sorgt es, wenn Fehler im Entwicklungsprozess erst sehr spät auffallen und aufwändig korrigiert werden müssen. Besser ist es, möglichst früh Fehler zu machen. Denn die Idee, dass eine Entwicklung ohne Rückschläge möglich ist, ist eine Utopie. Die entscheidende Frage ist: Wie werden Fehler schnellstmöglich entdeckt, um im Zeitplan zu bleiben und unnötige Kosten zu vermeiden?

SpaceX hat keine Probleme mit dem Scheitern

Was unterscheidet SpaceX und die NASA? Vor allem die Art zu arbeiten. Die NASA simuliert und zertifiziert alles, jede Schraube entspricht Weltraumstandards. In der Regel verwendet die NASA Baugruppen, die erprobt und bewährt sind. Das hemmt Innovationen und man bedient sich nicht der modernen technischen Möglichkeiten.

Auf der anderen Seite steht SpaceX. Das private Raumfahrtunternehmen geht in fast allen Bereichen mit großem Erfolg neue Wege. Vor allem die Art der Entwicklung ist eine vollkommen andere – modern und viel schneller. SpaceX verzichtet auf die Zertifizierung aller Teilkomponenten und weist die Eignung einzelner Baugruppen durch gezielte Tests nach. Designs können schnell abgeändert und verbessert werden. Gerade bei der aktuellen Prototypen-Serie „Starship“ zeigt SpaceX dies eindrucksvoll. Das Unternehmen fertigt die Prototypen nahezu fließbandartig und lässt jeden Erkenntnisgewinn in die nächste Version einfließen. Der Fokus liegt dabei nicht darauf, schon ab der ersten Version alle Projektziele zu erreichen.

Stattdessen sollen mit jedem Test möglichst viele Erkenntnisse gewonnen werden. Fehlfunktionen und Misserfolge sind dabei stets willkommen. Das Credo: Wenn alles direkt auf Anhieb funktionieren würde, könnte man nicht ausschließen, dass der Erfolg Zufall war.

Die Arbeitsweise von SpaceX hat neben dem schnellen Fortschritt noch einen weiteren entscheidenden positiven Aspekt: Das Scheitern wird nicht mehr als negatives Erlebnis wahrgenommen, sondern als das verstanden, was es ist: als notwendiger Zwischenschritt des Fortschritts und ein willkommenes Ereignis auf unbekannten Wegen.

Was können Start-ups von SpaceX lernen?

Grundsätzlich werden bei allen Projekten zunächst die Anforderungen an das Produkt erhoben und diese dann Stück für Stück abgearbeitet, entwickelt, produziert und getestet. Das funktioniert gut, wenn man sich in einem Bereich befindet, in dem das Unternehmen zuhause ist – nennen wir diesen Bereich die Komfortzone. Daneben gibt es aber auch noch den Bereich außerhalb der Komfortzone, der Bereich hinter dem Tellerrand oder einfach gesagt, das unentdeckte Feld, in dem die Innovationen liegen.

Im Bereich des Prototyping muss dieses strikte und strukturierte Vorgehen neu gedacht werden. Im Anschluss an die Anforderungserhebung ist es wichtig, das Gesamtprojekt zu segmentieren und zum Teil zu vereinfachen. Das Teilprojekt kann dann mit dem üblichen Entwicklungsablauf realisiert werden, ist jedoch bedeutend schneller abgeschlossen. Diese Teilergebnisse können selbst wieder verwendet werden, um Erfahrungen zu sammeln, sei es durch eigene Tests oder durch Nutzerbefragungen. Im Anschluss können Anpassungen vorgenommen, Teilprojekte wieder zusammengeführt oder eventuell sogar verworfen werden. Insgesamt verkürzt das die Zeit zum Markteintritt und bietet durch die Reifung innerhalb des Entwicklungsprozesses einen Marktvorteil.

Wer unterm Strich weniger Geld für Fehler ausgeben will, sollte folgende Tipps beherzigen:

  • Gesamtprojekt in Teilprojekte zerlegen.
  • Möglichst viel Feedback einholen (von Nutzern, Fachfremden, aus der Produktion und von anderen Entwicklern).
  • Viel testen und erproben.
  • Tests und Ergebnisse analysieren und gründlich dokumentieren.
  • Mut haben zu kreativen neuen Ansätzen.

Der Autor Nils Hartmann ist selbständiger Technischer Berater für die Konzeption und Entwicklung von technischen Prototypen und Produktinnovationen.

 

Mangelware Payroll-Profis – Outsourcing als clevere Alternative

Gehalts- und Lohnabrechnungen werden durch verschiedene Gesetzgebungen und Richtlinien immer komplizierter. Einen Payroll-Profi in der Personalabteilung zu haben, ist wichtig, jedoch ist fähiges Personal mit dieser Fachrichtung eine Mangelware.

HR Outsourcing ist eine elementare Lösung

Innerhalb der Personalabrechnung gibt es diverse überholte Prozesse, welche aber dennoch von den Unternehmen geführt werden. Dadurch kommt es aber zu einem größeren finanziellen und personellen Aufwand, welcher sich theoretisch erspart werden kann.

Die Prozesse müssen sowohl vereinfacht als auch stellenweise automatisiert werden und bei bestehenden Strukturen ist dies keine unkomplizierte Aufgabe. Selbst Experten tun sich damit nicht einfach. Die ideale Lösung nennt sich Payroll Outsourcing.

Im Outsourcing entsteht die Prozessoptimierung, welche mit dem Dienstleister auch vertraglich vereinbart wird. Die internen Prozesse werden den individuellen Anforderungen des Unternehmens angepasst.

Weitere Vorteile ergeben sich als Nebeneffekt, denn im Krankheitsfall ist dies das Risiko des Dienstleisters und dieser hat für gewöhnlich reichlich Personalreserven. Ein Unternehmen hat dies für gewöhnlich nicht, denn Payroll-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt Mangelware.

Zudem kann ein Geschäftsführer oder der Personalverantwortliche kaum die Kompetenz eines Mitarbeiters in Hinsicht auf die Personalabrechnung prüfen. Ein Dienstleister kann dies aber aufgrund seiner Erfahrungen tun, weshalb von einer deutlich höheren fachlichen Qualität ausgegangen werden kann.

Warum ist strategische Personalarbeit so bedeutend?

Es findet global ein sowohl demografischer als auch ein gesellschaftlicher Wandel statt, dessen Strukturierung aber nur die wenigsten Unternehmen vollziehen können. Es herrscht ein Mangel an Fachkräften, welcher auch durch die Zuwanderung von ausländischen Fachkräften nicht auf Dauer gedeckt werden kann. Zudem altert die Belegschaft schneller, als Nachwuchs ausgebildet werden wird.

Eine Führungskraft im Personalwesen muss daher folgende Bereiche umsetzen:

  • Unternehmenskultur fördern
  • Mitarbeiter an das Unternehmen binden (Employer Branding)
  • Für Work-Life-Balance beim Personal sorgen
  • Neue Mitarbeiter durch gezielte Kampagnen finden
  • Demografische Entwicklung kontrollieren bzw. steuern
  • Lukrative Vergütungsmodelle etablieren (Shares, Provision, …)
  • Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter fördern

In den deutschen Unternehmen ist insbesondere das Thema Mitarbeiterbindung gefragt, denn dies ist einfacher als die Mitarbeitergewinnung – in der Theorie. In der Praxis scheitern viele Unternehmen daran. Aus einer Umfrage geht hervor, dass 96 Prozent der Befragten überzeugt sind von diesem Konzept, aber nur 69 Prozent kamen bereits in die Umsetzung.

Die Umsetzung geschieht bei vielen Unternehmen insbesondere durch einen Auftritt in Social Media und durch diverse Aktionen, wodurch die Belegschaft „stolz“ ist für das Unternehmen zu arbeiten. Weil das großen Unternehmen oder Konzernen einfacher fällt, haben diese hier einen Vorteil.

Zudem ergeben sich diverse Probleme bei den Unternehmen, denn auch eine ausgewogene Work-Life-Balance ist für die meisten Bewerber von entschiedener Bedeutung. Dies ist ein Bereich, womit sich die meisten Unternehmen schwertun.

Fazit

Das HR Payroll Outsourcing ist eine Strategie, um dem Fachkräftemangel zumindest im Personalwesen zu bewältigen. Dieser Lösungsweg hat auch den Vorteil, dass Agenturen oder Dienstleister in diesen Bereichen als zuverlässig gelten – insbesondere auch wegen deren eigenen Personalreserven.

Zudem bleibt das Unternehmen vor Bußgeldern geschützt, denn die Dienstleister sind besser informiert bezüglich neuer Gesetzgebungen und werden diese automatisch berücksichtigen. Wenn die Lösung über Inhouse geschieht, dann muss das Personal regelmäßig auf Weiterbildungen geschickt werden.

All you can drive!

Früher oder später benötigen die meisten Gründer ein Auto, um mobil zu sein. Beim Neuwagen-Leasing werden sog. All-inclusive-Angebote immer beliebter – wir erklären, was es damit auf sich hat.

Monatlich einen fixen Betrag zahlen, dafür dann ohne weitere Kosten und Mehraufwand telefonieren oder im Internet surfen: Sogenannte Flatrate-Tarife machen es möglich und sind heute gang und gäbe. Selbständige, die mobil sein müssen und auf der Suche nach einem Neuwagen sind, können solche bequemen All-inclusive-Angebote auch beim Autokauf nutzen. Seit Ford und VW als Vorreiter dieses Thema auf dem hiesigen Automarkt eingeführt und etabliert haben, boomt das Geschäft mit den "Rundum-sorglos-Paketen" – auch in Form von vielfältigen Leasing-Angeboten speziell für Selbständige.

Was sind All-inclusive-Autos?

Bei diesen Offerten handelt es sich in der Regel um Neuwagen-Leasing über eine Laufzeit von 12 bis 48 Monaten – geschnürt in einem Komplett-Angebot. In diesen Angebots­paketen sind – je nach Anbieter und Käuferwünschen – Wartungsarbeiten, Verschleißreparaturen, Mobilitätsgarantie, Tank-Service und im Idealfall auch die Kfz-Versicherung in einer monatlichen Fix-Summe inbegriffen. Dass diese Komplett-Angebote zum Verkaufsschlager avanciert sind, be­legt eine aktuelle Untersuchung des Duisburger Center Automotive Re­search Instituts (CAR): Demnach waren Mitte 2010 fast die Hälfte aller Hersteller-Aktionen solche Flatrate-Offerten.

Nur Bares ist Wahres?

Wer das Geld für seinen Neuwagen  bar auf den Tisch des Autohändlers legt, hoffte bislang auf großzügige Rabatte seitens des Verkäufers. Da die Finanzierungsangebote der Autobanken mittlerweile vergleichbar günstig sind, ist das Bargeld-Argument nicht mehr ausschlaggebend. In der Ausgabe 04/2011 der Zeitschrift Finanztest wird dargelegt, dass nur noch 20 Prozent der Autokäufer den Kaufpreis bar auf den Tisch legen – die Mehrheit der Käufer zieht dagegen einen Finanzkauf vor, und nicht selten sind

Die Vorteile der Flatrates

Auch der ADAC weist auf die Vorteile der All-inclusive-Angebote hin: Diese liegen im Komfort und damit verbunden in der Bequemlichkeit, die diese den Kunden bieten: Denn der Käufer spart Zeit und Ressourcen, da die gesamte Abwicklung unkompliziert und unbürokratisch vom An­bieter erledigt wird. Damit entfällt oft auch der Aufwand für die Suche nach der günstigsten Kfz-Versicherung – diese ist entweder bereits im Paket enthalten oder kann zumindest dazugebucht werden. Ebenso entfällt das aufwendige Preisevergleichen bei anfallenden Reparaturarbeiten. Der Hauptvorteil für Sie als Kunde und Unternehmensgründer liegt darin, dass Sie über die komplette Dauer der vereinbarten Laufzeit monatlich eine genau kalkulierbare, fixe Summe entrichten, darüber hinaus aber keine Verschleiß-Reparaturkosten ein­planen müssen und so­mit vor bösen Überraschungen bestmöglich ge­schützt sind. Dies kommt nicht zuletzt Ihrer Liquidität zugute und spart wertvolle Zeit, welche Sie im Business-Alltag bestimmt besser investieren können.

Worauf sollten Sie achten?

Wie erwähnt, sind die Angebote der Autohersteller vielfältig und umfangreich. Die Offerten können im Detail stark variieren, je nachdem, ob und welche Zusatzwünsche Sie als Käufer haben. Es gilt: Sie sollten sich vorab klar machen, was Ihnen persönlich wichtig ist und welchen Betrag Sie in Ihre Mobilität investieren wollen.

Neben Ihrem ureigenen persönlichen Geschmack in Sachen Fahrzeug-Marke, Wagengröße und Ausstattung empfiehlt sich unter anderem ein Blick auf folgende Punkte:

  • Für welche Modelle aus der betreffenden Fahrzeugflotte sind die Komplett-Angebote verfügbar?
  • Welche Leistungen sind in dem Paket inklusive, welche noch als Optionen erhältlich. Dies betrifft etwa die Frage nach der Winterbereifung Ihres neuen Fahrzeugs: Bietet das betreffende Paket ausschließlich die Winterreifen oder be­inhaltet es idealerweise die vier Winterreifen als Komplett-Set auf Felgen?
  • Wie hoch ist die Sonderzahlung (also die Einmalzahlung am Be­ginn des Leasings oder am Ende der Laufzeit)?

All you can drive!

Die Angebote sind vielfältig, das Vergleichen der Leasing-Pakete ist im Detail schwierig. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel beispielhaft einige Flat­rate-Angebote. Sie sind für eine Laufzeit von 36 Monaten bei einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 km berechnet. Alle Angaben  stammen von den Anbietern, die Aktualität der Angebote und die Verfügbarkeit müssen Sie bei Interesse noch einmal selbst überprüfen. Und wenn dann zu guter Letzt aus Ihrer Sicht alles passt, können Sie Ihre Rundum-sorglos-Mobilität im neuen Auto genießen und Vollgas ge­ben fürs eigentliche Business.

Schluss mit Killerwörtern und Null-Aussagen

In Kundengesprächen können Floskeln und andere verbale Unsitten „tödlich“ sein. Wenn Sie sich und Ihr Unternehmen überzeugend präsentieren wollen, müssen Sie kundenorientiert und rhetorisch geschickt kommunizieren.

Ein gewisses Maß an „Sprach-Hygiene“ ist erforderlich, wenn Sie mit Ihren Kunden kommunizieren. Sprach-Schlampereien lösen keine Handlung aus und verunsichern möglicherweise den Kunden. Wer Sicherheit und Kompetenz ausstrahlen will, drückt sich eindeutig und klar aus. Kunden mögen keine butterweichen Aussagen. Im Folgenden lesen Sie, worauf Sie im Kundengespräch achten sollten, damit Sie und Ihre Botschaft richtig ankommen.

Es gibt Signalwörter, die Unsicherheit oder Zweifel ausdrücken, wie „in etwa“, „irgendwie“, „sozusagen“, „gewissermaßen“, „oder so“. Wer solche Wörter oft in eine Aussage einfügt, verrät, dass er sich nicht genau auskennt, dass er sich nicht genau festlegen will. „Das wird sich dann technisch irgendwie lösen lassen“, „In etwa kann man sich vorstellen, was dann passiert“, „Das ist gewissermaßen sicher“. Diese wachsweichen Aussagen überzeugen nicht. „Sicher“ ist das Heftpflaster für Unsicherheit. „Sicher ist morgen schönes Wetter“. „Es wird sicher nicht so schlimm sein.“ Wer eigene Zweifel hat, deckt seine Unsicherheit dadurch auf. Soll der Kunde etwa so überzeugt werden?

Null-Aussagen auf den Müll

Formulierungen wie „Eigentlich kann ja nichts schief gehen ...“ oder „Wir sind wahrscheinlich in der Lage...“ brechen der Aussage die Spitze ab, relativieren sie zu einer Null-Aussage. Deshalb: Auf den Müll mit „eigentlich“, „vielleicht“, „eventuell“, „einigermaßen“, „möglicherweise“ und ähnlichen Verbal-Pölsterchen. Zumindest dort, wo Kompetenz und Standing sowie persönliche Durchsetzungsfähigkeit auch sprachlich gefragt sind. Dazu gehören solche Konjunktiv-Aussagen wie „Es könnte sein ...“, „Wir würden gerne ...“ oder „Es wäre gut ...“

Als Spezialist in die Marktnische

Gründer, die von Anfang an ihre Internetpräsenz mit einem Webshop verbinden, haben Vorteile – wenn das Konzept dahinter stimmt. In diesem Crashkurs erfahren Sie, worauf Sie beim Aufbau Ihres Online-Handels achten sollten.

Wenn Sie als Gründer das Internet für Ihren Unternehmenserfolg gewinnbringend nutzen wollen, sollten Sie über einen eigenen Internet-Shop nachdenken. Auch Handwerker und Dienstleister können gleich mehrfach vom Internet profitieren, indem sie an ihre Homepage einen eigenen Online-Shop angliedern. Dies ist häufig bereits mit dem ungefähren Budget einer mittelguten Homepage zu realisieren.

Auffindbarkeit ist maßgeblich

Einer der wohl wesentlichsten Vorzüge des Online-Handels in der Marktnische ist, dass Sie, die richtige Umsetzung vorausgesetzt, unter umsatzrelevanten Suchbegriffen auf die erste Google-Seite vorstoßen können. Dies hat damit etwas zu tun, dass Suchmaschinen u.a. die Häufigkeit eines speziellen Suchbegriffs auf einer Internetseite zählen, um die Relevanz dieser Seite für diesen Begriff zu beurteilen. Ein Online-Shop in der Marktnische konzentriert sich deshalb auf einige wenige, gut gewählte Suchbegriffe und bietet hierzu ein umfangreiches Sortiment an.

Während nämlich auf der herkömmlichen Homepage eines Schreiners etwa der Suchbegriff „Holztüren“ maximal zehn Mal vorkommt, steigern Sie mit einem angegliederten Shop und entsprechendem Zubehör für Holztüren die Präsenz des Begriffs „Holztüren“ in Ihrem Internet-Auftritt um ein Vielfaches. So landen Sie bei Google ganz automatisch weiter vorne. Dies ist wichtig! Denn wer in Deutschland bei Google nicht auf der ersten Seite erscheint, ist für 87 Prozent aller potenziellen, deutschen Internetsurfer einfach nicht existent.

Zum Verständnis: Google ist in Deutschland die einzige wirklich relevante Suchmaschine. 87 Prozent aller Suchanfragen wurden im Jahr 2009 hierüber gestellt. Und 90 Prozent aller Suchmaschinen-Nutzer geben eher einen anderen Suchbegriff ein, als auf die zweite Seite der Suchmaschine zu wechseln. Im Klartext heißt das: Wer bei Google nicht auf der ersten Seite mit seinem Angebot gelistet wird, macht über das Internet keine Werbung, keine Kontakte und damit letztlich auch keinen Umsatz.

Nische statt Masse

Nische statt Masse

Wer nun erwägt, einen eigenen Internet-Shop zu eröffnen, hat eine ganze Reihe wichtiger Entscheidungen zu treffen. Dabei sollte er von Anfang an einen Bogen um einen der größten Stolpersteine des Online-Handels machen: mangelnde Konzentration. Mangelnde Konzentration auf bestimmte Produkte und bestimmte Kunden, unter Experten „mangelnde Spezialisierung“ oder fehlende Marktnische bezeichnet.

Dieser Stolperstein ist unter Online-Händlern weit verbreitet, denn durch die sogenannte Viel-hilft-viel-Masche im Shop sollen ja gerade möglichst viele unterschiedliche Interessenten und Kunden angesprochen werden. Selbst Online-Shops, die im Nebenerwerb geführt werden, führen so schnell mehrere tausend Artikel, denn die Herstellerdaten liegen ja häufig digital vor und können dann auf Knopfdruck in den eigenen Shop integriert werden.

Da zusätzlich oft auch die Lagerhaltung entfällt – der Großhändler versendet direkt an den Endkunden – und die Shop-Technik für Einsteiger häufig fixe Betriebskosten hat, liegt dieser Schritt auch nahe. Doch die Viel-hilft-viel-Masche ist schlichtweg verkehrt, insbesondere für kleine und mittlere Online-Händler. Denn mit dem Internet als hervorragendem Absatzkanal gilt heute: Je spezialisierter Sie sind, desto mehr Umsatz und Gewinn können Sie machen!

Zur Checkliste Erfolgsfaktoren Online-Handel

Dabei verstärken sich die vier im Info-Kasten „Erfolgsfaktoren Online-Handel“ aufgeführten Vorteile einer konsequenten Spezialisierung gegenseitig, sodass Ihr wirtschaftlicher Erfolg als Online-Nischenanbieter sprunghaft steigt. Die dahinter stehende Regel lautet deshalb: Je spezialisierter Sie im Internet mit Ihrem Online-Shop auftreten, umso sichtbarer werden Sie bei Google für potenzielle Interessenten, sprich Kunden. Deshalb werden letztlich mehr Personen bei Ihnen kaufen. Lediglich folgende zwei Bedingungen müssen Sie dabei beachten bzw. erfüllen: Ihre Produkte (also Ihr Spezialgebiet) werden von Ihren Kunden (Ihrer Zielgruppe) schon heute im Internet nachgefragt. Und zweitens: Ihre Werbestrategie und Ihr Shop-Konzept stimmen und sind auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt. 

Bei der Wahl der richtigen Suchbegriffe
trennt sich schnell die Spreu vom Weizen

Mit den richtigen Suchbegriffen in die Nische

Als Online-Shop in der Marktnische setzen Sie darauf, bei Google kostenlos gefunden zu werden. Hierfür müssen Sie zunächst die richtigen Suchbegriffe finden. Diese müssen zu Ihrem Angebot passen, Ihnen eine realistische Chance auf eine Platzierung auf den ersten Google-Rängen bieten (wenig Wettbewerb) und gleichzeitig noch genügend frequentiert sein (also genügend Umsatz generieren).

Bei der Wahl der richtigen Suchbegriffe trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. Ein Beispiel: Bei „Wein“ als Suchbegriff kämpfen ca. zehn Millionen deutschsprachige Wettbewerber um die ersten Ränge. Bei „Südafrika Weine“ nur noch 400.000 – ganz klar: Unter „Wein“ starten nur wirkliche Online-Abenteurer, es sei denn, sie bringen ein fünf- oder besser noch sechsstelliges Budget für die Suchmaschinen-Optimierung mit. Nach „Südafrika Weine“ suchen Monat für Monat noch 5400 Interessenten, die fast alle in den Online-Shops der ersten Google-Seite landen. Unter „Südafrika Weine“ schaffen Sie es also schon relativ einfach unter die ersten Ränge zu kommen, nur leider ist die Seite schon komplett besetzt mit Online-Shops. Hier müssen Sie sich also die potenziellen Käufer mit anderen Online-Shops teilen.

Zur Checkliste Marktnische: Nutzen Sie die Vorteile

Wenn Sie clever sind, studieren Sie deshalb vorab die Eigenheiten Ihrer Kunden: Wie wäre es zum Beispiel, Ihren Shop unter dem Suchbegriff „Weinseminar“ zu verankern? Zirka 14.000 Suchanfragen pro Monat bei nur 100.000 Wettbewerbern ist eine lukrative Nische. Und wissen Sie was? Hier gibt es weit und breit keinen einzigen Online-Shop! Dies ist eine wirkliche Marktnischen-Chance, indem Sie hier eine Übersicht über alle in Europa erhältlichen Weinseminare aufbauen und gleichzeitig dazwischen Ihr eigenes Weinangebot bewerben. Hier sind Sie mitten in Ihrer Zielgruppe und Google liefert Ihnen alle potenziellen Kunden gratis – weit und breit ohne Konkurrenz. Und Achtung: Hier breiten Sie Ihr Angebot vor einer Zielgruppe aus, die nicht nach „billig-billig“ sucht, sondern nach Qualität, und Ihnen somit natürlich einen höheren Deckungsbeitrag ermöglicht.

Solch eine Strategie verstehen wir unter einem wahren Marktnischen-Shop. Wollen Sie nicht lieber hier starten, als unter dem Suchbegriff „Wein“? Wenn Sie in einem Marktnischen-Shop auch noch dafür sorgen, dass Sie die E-Mail-Adresse Ihrer Homepage-Besucher bekommen, werden Sie zum wahren Profit-Profi unter den Online-Händlern. Hier reichen drei weitere E-Mails, und Ihr Angebot zündet bei Ihren Empfängern, denn man kennt Sie als Experten, Ihre Newsletter werden geöffnet und gelesen, es wird geklickt und gekauft.