Ethik-Kodex formulieren und umsetzen

Autor: Dr. Anke Nienkerke-Springer
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Du brennst als Gründer für deine Geschäftsidee, du willst sie umsetzen, dein Ziel ist, Menschen mit deinen Produkten und Dienstleistungen zu unterstützen und zu begeistern. Gibt es Gründe, bereits in der Gründungsphase ethisch-moralische Aspekte zu bedenken?

„Erst kommt das Fressen. Dann kommt die Moral.“ So drückte es Bertolt Brecht in seiner Dreigroschenoper aus. Und tatsächlich denken die meisten jungen Selbständigen in der Phase der Gründung eher an die Erstellung und Umsetzung eines Businessplanes als an die Ausformulierung eines Ethik-Kodex. Das ist korrekt, denn bei einem Unternehmen, das den ökonomischen und finanziellen Erfolg nicht anstrebt, besteht die Gefahr, dass es rasch wieder vom Markt verschwindet. Allerdings: Folgt daraus, ethisch-moralische Aspekte nun überhaupt nicht zu beachten?

Fressen und Moral zugleich bedenken

Ich bin der Meinung, dass Gründer bereits bei der Planung ihrer Geschäftsidee ethische Implikationen mitbedenken sollten. Und zwar auf sehr konkrete Weise: Welche Möglichkeiten gibt es, Schnittmengen zwischen ökonomisch und ethisch verantwortbaren Handlungsprogrammen herzustellen? Inwiefern lassen sich beide Interessen – entweder Wirtschaftlichkeit, Gewinn und Rentabilität auf der einen oder Ethik, Moral und verantwortliches Handeln auf der anderen Seite – miteinander verknüpfen? Wie also lassen sich Fressen und Moral zugleich bedenken?

Damit dies gelingt, solltest du dich vom kontraproduktiven Entweder-oder-Denken verabschieden. Gewinnorientierung und die Realisierung ethischer Zielsetzungen – beides ist umsetzbar. Dass ein Sowohl-als-auch-Denken eine Alternative sein kann, beweisen Unternehmer wie Götz W. Werner von dm und Antje von Dewitz von VAUDE. Antje von Dewitz etwa will als nachhaltige Outdoor-Ausrüsterin Beiträge zu einer lebenswerten Welt leisten und gemeinsam mit den Mitarbeitern erfolgreich sein, wobei „Erfolg“ nicht allein ökonomisch definiert wird, sondern überdies den Erhalt von Ressourcen und der Natur umfasst.

Ähnliches ist im Finanzbereich zu beobachten: Die GLS Gemeinschaftsbank in Bochum und ihr Vorstandsmitglied Dirk Kannacher etwa fühlt sich sozial-ökologischen Grundsätzen verpflichtet und will nicht einfach nur Geldgeschäfte abwickeln, sondern einen Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel leisten, der auf die Wahrnehmung sozialer und ökologischer Verantwortung abhebt.

Der neue Kunde will Nachhaltigkeit

Das Sowohl-als-auch-Denken ist allein schon unter ökonomischen Gesichtspunkten sinnvoll. Denn wir leben mittlerweile in einer Welt, in der Kunden nicht immer, aber immer öfter Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen eingehen wollen, von denen sie wissen, dass sie nachhaltig, ressourcensparend und umweltschonend vorgehen. Die sich von der „Immer mehr, immer weiter, immer höher“-Mentalität abwenden und die „Welt neu denken“ wollen – so die Nachhaltigkeitsökologin Maja Göpel. Kunden achten bei der Entscheidung, bei welchen Unternehmen sie ihre Bedürfnisse befriedigen, zunehmend darauf, ob diese nachhaltig wirtschaften und mit Menschen, Umwelt und Mitarbeitern fair umgehen. Wenn sich ökonomische Ziele nur verwirklichen lassen, indem Mitarbeiter- oder Kundeninteressen beschädigt werden oder die Umwelt zerstört wird, wenden sich die Kunden von dem Unternehmen ab.

Der neue Kunde, will, ja, er verlangt Nachhaltigkeit. Wenn du solche Kunden gewinnen und binden willst, solltest du prüfen, ob du nicht schon in der Gründungsphase in einem Ethik-Kodex deine ethischen Grundüberzeugungen und Verhaltensnormen festlegen und formulieren solltest. Damit das gesamte Unternehmen ethisch legitimierten und verantwortbaren Handlungsprogramme folgt, ist es zielführend, an der Ausarbeitung des Ethik-Kodex möglichst viele Mitarbeiter zu beteiligen. Denn dann sind sie wahrscheinlich eher bereit, an ihrer Umsetzung aktiv und überzeugt mitzuwirken.

Wachstumsbegriff reflektieren

Welche fatalen Konsequenzen es für Gesellschaft und Wirtschaft hat, wenn Unternehmer einzig und allein das Rentabilitäts- und Wachstumsdenken in den Vordergrund stellen, belegen die Skandale, von denen wir tagtäglich lesen. Mein Vorschlag ist daher, im Rahmen des Ethik-Kodex den Wachstums-Begriff zu reflektieren: Was bedeutet Wachstum für deine Mitarbeiter und dich? Müssen die üblichen, vor allem umsatzgetriebenen Key Performance Indicators um zum Beispiel soziale Schlüsselkennzahlen ergänzt werden? Ganz wichtig für Gründer: Sollen in die Zielvorgaben Ziele einfließen, die sich um die Begriffe ökologische Nachhaltigkeit sowie Wertschöpfung und Wertschätzung ranken?

Um nicht missverstanden zu werden: Welche ethisch verantwortbaren Handlungsprogramme die richtigen sind und wie sich Ökonomie und Ökologie miteinander verknüpfen lassen, kann und soll dir niemand vorschreiben. Wozu ich jedoch anregen möchte, ist, dass du bereits in der Gründungsphase dein ethisches Grundverständnis formulierst und auf Seiten der Führungskräfte und Mitarbeiter ein gemeinsames ethisches Bewusstsein schaffst.

Sich auf klare Kernaussagen fokussieren

Bei der Ausarbeitung der ethischen Verhaltensnormen ist es ratsam, sich auf einige wenige Kernaussagen zu fokussieren und sie kurz und bündig und nachvollziehbar zu formulieren. Meiner Erfahrung nach genügen fünf bis zehn Prinzipien.

Übrigens: Diese Kernaussagen kannst du für dein Mitarbeiter-Recruiting nutzen, um Mitarbeiter zu finden, die zu dir, deinem Unternehmen und deinem ethischen Grundverständnis passen. So, wie Kunden immer öfter bei nachhaltig agierenden Firmen einkaufen wollen, fragen sich vor allem die topqualifizierten Mitarbeiter verstärkt, ob ihr Wertesystem und das des neuen Arbeitgebers kompatibel sind. Wer in Stellenausschreibungen und Stellenbeschreibungen die Quintessenz seines Ethik-Kodex mitliefert, wird primär diejenigen Mitarbeiter anziehen, die sich auch auf der ethisch-moralischen Ebene mit dem potenziellen neuen Arbeitgeber identifizieren können.

Verhältnis zu Kunden, Mitarbeitern und Wettbewerbern klären

Inhaltliche Leitlinien des Kodex sollten deine Vision, deine unternehmerische Kernbotschaft sowie deine Haltung sein, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickeln soll. Beschreibe in den Leitlinien, welchen Kundennutzen das Unternehmen stiften und welche Aspekte bei der Qualität der Produkte oder Dienstleistungen Berücksichtigung finden sollen. Kläre das Verhältnis zu den Mitarbeitern, etwa indem du betonst, dass du diese nicht als bloße Funktionsträger, sondern als Individuen mit Persönlichkeit ansiehst. Zudem solltest du das Verhältnis zu deinen wichtigsten Wettbewerbern thematisieren: Sind sie eher Gegner oder Wettstreiter, mit denen du dich im fairen Konkurrenzkampf misst? Und wie schaut es mit deinen gesellschaftlichen Aufgaben aus? Inwiefern etwa berücksichtigst du die Konsequenzen deines Handelns für nachfolgende Generationen?

Fazit

Entscheidend ist: Blicke über den Tellerrand deines wirtschaftlichen Tuns hinaus, übernimm gesamtgesellschaftliche Verantwortung und formuliere ethische Prinzipien, denen du dich verpflichtet fühlst.

Die Autorin Dr. Anke Nienkerke-Springer ist Inhaberin und Geschäftsführerin von Nienkerke-Springer Consulting und Expertin für Top-Managementcoaching, www.nienkerke-springer.de

Buchtipp zum Artikel: Anke Nienkerke-Springer: Evolution statt Revolution. Unternehmerische Zukunft verantwortungsvoll gestalten. ISBN: 978-3-86936-963-1 GABAL Verlag 2020, 29,90 Euro

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In Deutschland scheint gerade in Zeiten des Homeoffices die Beliebtheit von Mitarbeitergeschenken in betrieben zu wachsen. Nach Aussage von Johannes Mahlich, Geschäftsführer der auf Werbegeschenke spezialisierten SOURCE GmbH, gibt es immer mehr Anfragen wegen Mitarbeitergeschenken. Während in Vergangenheit Werbegeschenke noch fast ausschließlich für Kunden bestellt wurden, so machen sie inzwischen bereits fast die Hälfte des Umsatzes des Unternehmens aus.

Rechtliche Regelungen rund um Mitarbeitergeschenke

Grundsätzlich können Mitarbeiter abseits des Gehalts Bezüge erhalten. Einmal gibt es die Möglichkeit des Geldbezugs und die des Sachbezugs. Geldwerte Geschenke unterliegen der Versteuerung, sodass von 50 Euro effektiv nach allen Abzügen nur rund 22 Euro beim Mitarbeiter ankommen. Anders verhält es sich bei den Sachbezügen, zu denen Mitarbeitergeschenke zählen:

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Je individueller das Geschenk desto größer der Effekt

Umso einzigartiger ein Mitarbeitergeschenk ist, desto stärker zeugt es von der Wertschätzung durch das Unternehmen. Jede individuelle Note offenbart, dass sich der Unternehmer mit dem Mitarbeiter auseinandergesetzt hat und zumindest herausfand, ob oder was ein Mitarbeiter besonders schätzt. Natürlich ist dies in kleinen Betrieben wesentlich einfacher als in Großunternehmen.

So digitalisieren Sie den Prozess des Schenkens in Ihrem Unternehmen

Zugegeben, individuell zu schenken kann mitunter ziemlich aufwendig sein. Das geht los bei der Auswahl des richtigen Geschenkes bis hin zur Übergabe – vor allem, wenn der Mitarbeiter im Homeoffice sitzt. Es bietet sich daher an, eine Plattform wie Giftosa zu integrieren. Hier werden nach Filterfragen bereits Geschenk-Ideen vorgeschlagen. Im Warenkorb haben Sie die Möglichkeit sich einen Link generieren zu lassen, mit dem der Beschenkte den Artikel digital annehmen kann und seine Versandadresse – z.B. das Homeoffice – selbst eingibt.

Auch Geschenkverpackungen, handschriftliche Karten oder Geschenkboxen lassen sich auswählen.

Fazit – die Wertschätzung steht im Mittelpunkt

Mitarbeiterbindung bedeutet mehr, als den Dienstwagen anzubieten oder ein höheres Gehalt anzupreisen. Diese Angebote sind mehr oder minder einmalige Faktoren, die schnell in den Alltag übergehen. Sie haben jedoch nichts mit der Wertschätzung des Mitarbeiters an sich, als Mensch, gemeinsam. Echte gelebte Wertschätzung geschieht im Alltag und halten sich an den Spruch: „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“.

Grundsätzlich ist es nicht notwendig, dass das monatlich zur Verfügung stehende Budget ausgereizt wird. Doch hin und wieder freut sich jeder Mitarbeiter, wenn er ein Präsent oder eine kleine Aufmerksamkeit erhält. Übrigens dürfen solche Mitarbeitergeschenke auch einen Bezug zur Arbeit haben: Ein Gutschein für die Kantine zählt ebenso zu den steuerfreien Sachbezügen.

5 Tipps, um als Entrepreneur einen klaren Kopf zu behalten

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Wer ein Start-up führen will, muss gute Nerven haben. Ständig ist das Geld knapp, immer wieder gibt es Rückschläge und Zeit zum Entspannen gibt es nicht einmal am Wochenende. Wer nicht verzweifeln will, braucht einen starken Willen – und ein paar gute Strategien, um mit dem andauernden Stress fertig zu werden. Denn ansonsten wird der Traum vom eigenen Unternehmen ganz schnell zum Albtraum.

Am besten ist es, sich die entsprechende Geisteshaltung und die richtigen Rituale schon anzugewöhnen, bevor es in die heiße Phase geht. Denn wer erst einmal in einem Teufelskreis aus Stress und fehlenden Möglichkeiten zur Entspannung gefangen ist, schafft nur schwer den Ausstieg.

Diese Tipps können dir dabei helfen, auch unter Druck einen kühlen Kopf zu bewahren.

CBD statt Nikotin

Dass gestresste Menschen öfter Raucher sind, ist bekannt. Leider sind Zigaretten ein zweischneidiges Schwert. Denn während sie kurzfristig durchaus dabei helfen können, mit Stress umzugehen, verhält es sich langfristig anders. So können sich Raucher beispielsweise insgesamt schlechter konzentrieren als Nichtraucher. Besser ist es also, gegen Stress etwas weniger bedenkliches einzunehmen, wie beispielsweise CBD. Rauchern gelingt es zwar in der Regel nicht, von einem Tag auf den anderen aufzuhören. Es gibt aber bislang keine Hinweise darauf, dass sich CBD und Nikotin nicht kombinieren ließen. Möglicherweise könnten Hanfextrakte wie Cibdol sogar bei der Rauchentwöhnung helfen. Das wäre natürlich ideal, denn so könnten zwei Ziele auf einmal erreicht werden. In jedem Fall aber steht die entspannende Wirkung von CBD nicht im Widerspruch zum Rauchen.

Sport treiben

Eine anstrengende Trainingsrunde im Fitnessstudio oder eine Joggingrunde kostet zunächst einmal Überwindung. Wer seine ganze Willenskraft schon für die Arbeit aufgebraucht hat, lässt den Sport daher gerne einmal ausfallen. Dabei wäre er eine hervorragende Möglichkeit, auf andere Gedanken zu kommen. Denn Sport tut nicht nur dem Körper gut, sondern ist auch eine gute Möglichkeit, festgefahrene Gedankenkreisläufe zu durchbrechen und sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Allzu viel Sport kann allerdings auch zur Belastung werden – ein bis zwei mal die Woche dürften für gestresste Unternehmer daher ideal sein.

Mit Freunden sprechen

Wer unter Druck steht, zieht sich oft zurück und vernachlässigt seine sozialen Kontakte. Das ist ein Fehler, denn kaum etwas hilft so gut gegen Stress wie ein Gespräch mit Freunden. Dabei ist es egal, ob man ihnen seine Sorgen anvertraut oder sich über ganz andere Themen unterhält. Die menschliche Interaktion kann so manche Last leichter erscheinen lassen.

Den Schlaf zählen lassen

Start-up-Gründer, die Nacht für Nacht neun Stunden schlafen, sind eher selten, Schlafmangel die Regel. Umso wichtiger ist es, das bisschen Schlaf, das möglich ist, wirklich zählen zu lassen. Dazu gehört es, möglichst regelmäßige Zeiten einzuhalten und schon in der Zeit vor dem Schlafengehen für etwas Entspannung zu sorgen.

Kleine Erfolge zelebrieren

Vor lauter Problemen ist es leicht, kleinere Erfolge nicht richtig wahrzunehmen. Dabei können gerade sie dabei helfen, die nötige Motivation aufzubringen, um mit größeren Herausforderungen fertig zu werden. Wer jeden Tag zumindest eine Kleinigkeit findet, über die er sich freuen kann, gewinnt dadurch Halt und Selbstvertrauen.

Virtuelle Assistenz: mehr Luft fürs Business

Wie du mit Outsourcing an eine virtuelle Assistenz Freiräume für dein Business schaffen kannst.

Hand aufs Herz, ein eigenes Unternehmen zu gründen, egal ob als Start-up oder Solopreneur*in, ist großartig, aber es gibt auch einige Schatten­seiten. Denn im Mittelpunkt steht nicht nur deine fantastische Idee, sondern auch viel Ausdauer und Zeit, sowie Geld und Personal, weil deine Idee langfristig und gewinnbringend umgesetzt werden will.

Der bürokratische sowie administra­tive Hintergrund wird oft unterschätzt und mit steigenden Umsätzen steigt auch der Aufwand der verwaltungstechnischen Aufgaben. Zusätzlich fehlen auch oft die Fachkompetenzen für die unterschiedlichen Bereiche – so werden vermeintlich kleine Aufgaben zu zeitfressenden Dauerthemen auf deiner To-do-Liste und halten dich von dem ab, was wirklich zählt: die Weiterentwicklung deines Business.

Die Lösung wäre eine Person ohne Festeinstellung, die flexibel auf Abruf wichtige Aufgaben erledigt. Denn ein(e) feste(r) Mitarbeiter*in ist zu Beginn der Selbständigkeit sehr kosten- und zeitintensiv und damit für viele Jungunternehmer nicht zu realisieren.

Outsourcing

Outsourcing ist hier das richtige Stichwort. Als Erstes denkt jede(r) an eine Agentur oder eine(n) Freelancer*in, der/die Grafik- und Marketingthemen übernimmt. Inzwischen ist aber weitaus mehr möglich.

Die Buchung einer virtuellen Assistenz (VA), die in Ländern wie England oder Amerika schon gang und gäbe ist, steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen, kann für Solopreneur*innen und Start-ups aber eine interssante personelle Ergänzung sein.

Die Vorteile einer virtuellen Assistenz liegen klar auf der Hand:

  • Unternehmer*innen können sich wieder voll auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und Umsätze steigern.
  • Buchungen sind absolut flexibel und können auf den Bedarf des Unternehmens angepasst werden.
  • Unternehmer*innen haben die vollständige Kostenkon­trolle, denn Lohn- und Lohnnebenkosten entfallen.
  • Eine ortsunabhängige Zusammenarbeit erleichtert das Finden der passenden VA und es müssen weder Räumlichkeiten noch Büroausstattung zur Verfügung gestellt werden.
  • Überfüllte To-do-Listen gehören der Vergangenheit an und können durch eine(n) Partner*in mit einem breitgefächerten Erfahrungsschatz fokussiert abgearbeitet werden.
  • Eine ausgewogenere Work-Life-Balance rundet das Paket ab und ermöglicht durch eine höhere Zufriedenheit mehr Erfolg und Leichtigkeit im Berufs- und Privatleben.
  • Zu guter Letzt arbeiten virtuelle Assistenzen ausschließlich digital und müssen sich täglich an den wandelnden Markt anpassen. Sie sind somit ein Tor für Unternehmer*innen in die digitale Transformation und Automatisierung.

Beliebte Aufgaben, die outgesourct werden können, sind zum Beispiel das Office Management, wie etwa vorbereitende Buchhaltung, Recherchearbeiten, Projektmanagement, Auftragswesen, Pflege und Einführung von Tools oder Prozess­optimierung.

Auch im Marketing können viele Aufgaben delegiert werden. Virtuelle Assistenzen übernehmen die Betreuung von Social-Media-Kanälen, erstellen suchmaschinenfreundliche Webseiten und Wettbewerbsanalysen sowie Grafiken oder unterstützen Unternehmer*innen bei der Planung und Umsetzung von Marketingmaßnahmen und Strategien. Texterstellung- und korrektur sowie Lektorat und Übersetzung von Texten können ebenfalls problemlos an virtuelle Assitenzen ausgelagert werden.

Eine weitere dankbare VA-Tätigkeit ist die Betreuung und Erstellung von Podcasts und Online-Kursen sowie das Anlegen von Newsletter-Kampagnen.

Welche Aufgaben ein Unternehmen letztlich auslagern möchte, ist von mehreren Faktoren abhängig. Dabei sollte sich jede(r) Unternehmer*in die Frage stellen, welche Aufgaben, diese(r) gut kann, gern selbst erledigt und leicht von der Hand gehen. Unternehmer*innen sollten sich im besten Fall ausschließlich mit produktiven Themen beschäftigen und alle notwendigen unproduktiven Themen an eine VA auslagern.

Vertrauen und Professionalität

In unserer digitalen Zeit ist es inzwischen irrelevant, ob man in einem Raum oder an einem Tisch sitz, um ein gemeinsames Projekt zu verwirklichen. Das Einzige, das zwingend stimmen muss, sind die Vertrauensbasis sowie die Werte. Dabei sind eine offene Kommunikation und eine Begegnung auf Augenhöhe elementare Bestandteile einer digitalen Zusammenarbeit.

Besonders wichtig ist ein vertrauensvolles Verhältnis, da du als Unternehmer*in viele Aufgaben, Zugangsdaten sowie finanzielle oder firmeninterne Informationen offenlegst. Frage deine VA bei eurem Kennenlerntermin, wie sie deine Daten und Passwörter speichert und stelle sicher, dass sie einen sicheren Server sowie ein passwortgeschütztes Programm für deine Zugangsdaten nutzt, bspw. LastPass.

Außerdem sollte das Thema Datenschutz ernst genommen werden. So solltest du spätestens bei der Auftragserteilung eine Verschwiegenheitserklärung und einen AV-Vertrag unterzeichnen lassen.

Transparenz und Kommunikation

Zudem sollte eine möglichst transparente Zusammenarbeit gewährleistet werden, was bedeutet, dass man sich auf eine Kommunikationsplattform verständigt, wie zum Beispiel Teams, Trello oder Slack, um dort alle relevanten Informationen zur Zusammenarbeit auszutauschen. Auch sollten die Stunden getrackt und in regelmäßigen Abständen zur Verfügung gestellt werden.

Ein weiteres wichtiges Thema ist das Briefing der virtuellen Assistenz. Denke immer daran, dass die Person nicht in deinem Unternehmen beschäftigt ist und du alle notwendigen Informationen so ausführlich wie möglich bereitstellen solltest. So vermeidest du lästige Rückfragen und deine VA kann direkt mit der Arbeit beginnen und dich entlasten.

Virtuelle Assistenzen rechnen oft mit Stundenpaketen ab. Das heißt, du buchst ein bestimmtes Stundenkontingent, welches du meist im Voraus bezahlst – deine VA arbeitet die an sie/ihn delegierten Aufgaben ab. Für eine langfristige Zusammenarbeit mit fest zugesagten monatlichen Stundenkontingenten solltet du als Planungssicherheit für beide Seiten einen Dienstleistungsvertrag abschließen. So kann die VA feste Zeiten für dich einplanen und du weißt, dass deine externe Arbeitskraft garantiert deine Aufgaben erledigen kann.

Es gibt VA-Portale, die dir Angebote ab 3,50 Euro pro Stunde anbieten. Dabei muss sich jede(r) Unternehmer*in die Frage stellen, was sie/er für qualitativ hochwertige Arbeit bereit ist zu zahlen. Merke: Die meisten Portale vermitteln fremdsprachige Arbeitskräfte ohne Berufserfahrung.

Wie finde ich meine perfekte virtuelle Assistenz?

Du hast mehrere Möglichkeiten: Suche nach deiner virtuellen Assistenz bei Google und Co. oder in Social-Media-Portalen, vorrangig bei Facebook oder LinkedIn. Bei Facebook gibt es diverse Gruppen. Dort können Gesuche von beiden Seiten gepostet werden, ihr könnt euch vernetzen bzw. interessierte VAs werden dir eine Nachricht schicken. Oder suche bei LinkedIn, vielleicht findet sich sogar in deinem vorhandenen Netzwerk eine passende VA, und sende eine Nachricht. Beachte dabei: Auch VAs haben oft Spezialisierungen, sodass es sinnvoll sein kann, sich ein Team von verschiedenen VAs aufzubauen, um alle Bereiche deines Unternehmens professionell abzudecken.

Die Autorin Aline Pelzer ist Gründerin von Deine virtuelle Assistenz. Sie bietet virtuelle Leistungen rund um Office Management, Marketing, Texterstellung sowie Buiness-Road­map-Erstellung.

Kartenlesegeräte für Start-ups: Kaufen oder mieten?

Egal, wie klein oder neu ein Unternehmen ist, Kartenzahlung gehört heute zu den Standard-Bezahlmethoden. Hat ein Kunde kein Bargeld dabei und kann nicht mit Karte bezahlen, wird er wahrscheinlich nicht wiederkommen. Auch kleine Beträge bezahlen Verbraucher zunehmend mit Karte. Daher sollten Start-ups mindestens ein Kartenlesegerät im Verkaufsraum haben. Wir zeigen, welche Kartenlese-Optionen es für Jungunternehmen gibt.

Kartenzahlung: Diese Fragen stellen sich Start-ups

Kleinunternehmer fragen sich oft, ob sie ihren Kunden überhaupt die bequeme Kartenzahlung anbieten können. Tatsächlich ist das auch für Gewerbe auf Kleinunternehmerbasis möglich. Sogar Privatpersonen können die Kartenzahlung anbieten, wenn sie einen Steuerbescheid über die Einnahmen beim Zahlungsanbieter einreichen. Das kann beispielsweise für die Vermietung einer Ferienwohnung hilfreich sein. Sogar ohne WLAN-Verbindung können Unternehmen Kartenzahlungen annehmen. Das funktioniert mit mobilen EC-Kartenlesern über eine SIM-Karte, also über das Mobilfunknetz. Zudem stehen Unternehmensgründer vor der Frage, ob sie ein Kartenlesegerät kaufen oder mieten. Wer zum ersten Mal Kartenzahlung anbietet, sollte genau bedenken, welche Kosten durch die Kartenzahlung im Unternehmen entstehen.

Fixe Kartenterminals zur Miete

Die klassische Kartenzahlung wird über ein EC-Kartenlesegerät zur Miete abgewickelt. Der Drucker und die Bonrolle für den Kundenbeleg sind bereits im Gerät integriert. Meist sind gemietete Kartenterminals fest verbaut. Das heißt, sie brauchen eine feste Strom- und Internetverbindung. Die Kosten für diese EC-Terminals setzen sich aus verschiedenen Punkten zusammen. Zum einen sind monatliche Fixkosten für Bereitstellung des Geräts zu entrichten. Diese setzen sich aus der Miete von fünf bis zehn Euro und einer Service-Pauschale zwischen fünf und sieben Euro monatlich zusammen. Zum anderen fallen variable Kosten an, die vom Umsatz abhängen. Je nach Anbieter werden pro Kartenzahlung 0,2 bis 0,3 Prozent des bezahlten Betrags als Gebühr verrechnet.

Zudem können Unternehmen individuelle Sonderleistungen buchen, zum Beispiel PDF-Berichte oder Kontosplitting. Auch für die erste Inbetriebnahme wird eine einmalige Gebühr verrechnet. Ohne Sonderleistungen ist insgesamt mit circa ein bis drei Prozent Gebühren vom bezahlten Betrag zu rechnen. Bevor die EC-Kartenterminals aufgestellt werden können, muss erst ein Dienstleistungsvertrag unterzeichnet werden. Startups können die Terminals mit oder ohne feste Laufzeit mieten. Üblich sind Dienstleistungsverträge zwischen einem oder zwei Jahren.

Mobile Kartenleser zum Kauf

Eine moderne Alternative zu den herkömmlichen Mietgeräten sind mobile Kartenlesegeräte zum Kauf. Diese Lesegeräte sind besonders klein, leicht und handlich. Zudem sind sie nicht fest verbaut und benötigen keinen Stromanschluss in unmittelbarer Nähe. Wer annimmt, dass der Kauf von Geräten teurer als die Miete ist, liegt falsch. Denn die Anschaffungskosten sind gering und die monatlichen Fixkosten fallen weg. Wenn in einer kleinen Boutique einige Kunden nicht mit Karte zahlen, entstehen keine Kosten. Es fallen lediglich variable Kosten für die Kundenzahlungen an. Für EC-Zahlung wird eine Gebühr von 0,9 bis ein Prozent des bezahlten Betrags erhoben, bei Kreditkartenzahlung zwischen 1,9 und 2,9 Prozent.

Während das Kartenlesegerät die EC- oder Kreditkarte liest und den PIN abfragt, wird der eigentliche Zahlungsprozess über ein App abgewickelt. Die Angestellten bedienen diese App über ein Handy oder ein Tablet. Wer Belege drucken will, benötigt zusätzlich einen kleinen mobilen Drucker, der mit dem Lesegerät gekoppelt wird. Wichtig ist auch, dass die Mitarbeiter mit dem Kartenlesegerät arbeiten können. Feedback-Tools können bei der Organisation im Unternehmen helfen.

Die Angebote im Vergleich

Kartenlesegeräte sind Standard geworden und daher auch für kleine Unternehmen ein Muss. Hinzu kommt, dass seit der Corona-Krise vermehrt kontaktlos bezahlt wird. Um die Basis-Kosten für ein Kartenlesegeräte kommen also auch die kleinsten Unternehmen nicht herum. Doch was ist die beste Lösung für Start-ups? Kauf oder Miete eines Kartenlesegeräts?

Einerseits hängt die Entscheidung davon ab, ob es direkt am Zahlungsort eine Stromquelle gibt. Andererseits ist die Umsatzhöhe ausschlaggebend. Gründer sollten sich bewusst sein, dass sie Terminals zur Miete mit ein oder zwei Kabel an einem fixen Platz befestigen müssen. Mobile Geräte sind eine gute Lösung, wenn die nächste Steckdose zu weit entfernt, die Kabel das Design im Verkaufsraum stören oder nicht an der Kasse, sondern am Tisch kassiert wird. Bei den Kosten können Start-ups bei mobilen Geräten die Grundgebühr einsparen. Erst ab einem monatlichen Kartenumsatz von 2.000 Euro können sich auch gemietete Kartenlesegeräte auszahlen.

Fazit

Unternehmensgründer sollten sich zuerst fragen, welche Umsätze sie erwarten. Anhand dessen können die Kosten für Kauf oder Miete von Kartenlesegeräten errechnet werden. Kleine Unternehmen können durch den Kauf der Geräte Fixkosten einsparen.

Stress lass nach!

Tipps für Gründerinnen und Gründer für den besseren Umgang mit Stress.

Stress sollte ein Instrument für den Erfolg des eigenen Unternehmens sein, nicht ein permanenter Zustand. Da COVID-19 weltweit wirtschaftliche Unsicherheit verursacht, sind die Anforderungen an Gründerinnen und Gründer größer denn je. Dieser Artikel bietet praktische Ratschläge für das strategische Management von Stress – für Gründerinnen und Gründer in der aktuellen Zeit besonders relevant.

Stress: lebensrettend und tödlich zugleich

Die Gründung eines Unternehmens ist stressig. Sich gestresst zu fühlen ist auch völlig okay. Es ist die natürliche Reaktion darauf, etwas zu tun, das sowohl schwierig als auch wichtig ist. Der Einsatz jeder Gründerin und jedes Gründers ist hoch. Gute Entscheidungen sind elementar. Es ist wichtig, den richtigen Leuten zu vertrauen, einen Kundenstamm aufbauen, Marke und Werte klar zu kommunizieren, das Budget im Auge zu behalten, ein Netzwerk aufzubauen, Vertragspartner oder den ersten Mitarbeiter einzustellen. All diese Dinge sind stressig, weil sie wichtig sind. Stress und Motivation gehen Hand in Hand. Die Quellen von Stress sind oft die Dinge, um die wir uns am meisten kümmern müssen. Der Stress, den wir spüren, ist unser eigener interner Alarm.

Stress ist oft eine gute Sache. Er hält uns wach und aktiviert. Unser Körper ist dafür gebaut, Stress zu erfahren. Aber warum wird Stress oftmals so schlecht geredet? Stress wird von einem lebensrettenden zu einem lebensbedrohlichen Mechanismus, wenn er von akut auf chronisch umschlägt. Ein kurzfristiger, zeitlich begrenzter Stressauslöser ist das, was in der psychologischen Welt als akuter Stress bezeichnet wird. Dieser hilft Höchstleistungen zu erbringen, Probleme frontal zu bekämpfen, sich besser zu konzentrieren, kreativ zu sein und mit dem, was wir tun müssen, im Einklang zu stehen. Unser Körper weiß genau, was zu tun ist, und was vielleicht noch wichtiger ist, unser Körper weiß, wie er damit aufhören kann. Die Präsentation. Die Vorstandssitzung. Die Entscheidung. Es geschieht. Die Mechanismen im Körpers treten in Aktion, um damit umzugehen. Du tust es. Dann ist es vorbei. Wenn der Stressor verschwindet, schaltet sich das parasympathisches Nervensystem ein und deine Herzfrequenz normalisiert sich, die Muskeln entspannen sich, der Blutfluss kehrt zum Gehirn zurück, das Verdauungssystem funktioniert wieder.

Akuter Stress wirkt, um uns zu schützen, wenn wir bedroht sind. Wenn wir akutem Stress über einen längeren Zeitraum ausgesetzt sind – chronischem Stress – beginnen wir, unseren Körper dazu zu drängen, etwas zu tun, wofür er nicht geschaffen wurde. Chronischer Stress kann unserem Körper buchstäblich zersetzen. Er hat ernste und dauerhafte gesundheitliche Folgen. Die Forschung hat Zusammenhänge zwischen chronischem Stress und fast jedem chronischen Gesundheitsproblem aufgezeigt: Herzkrankheiten, Fettleibigkeit, Diabetes, Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Asthma, Migräne, Magen-Darm-Probleme, Multiple Sklerose, Alzheimer, Krebs. Das Software-Problem kann zu einem Hardware-Problem werden.

Darüber hinaus kann chronischer Stress große emotionale Probleme verursachen. Nicht bewältigter chronischer Stress verlagert sich in Angst – ein langwieriger innerer Kampf mit Ängsten und negativen oder schädlichen Gedanken. Chronischer Stress eignet sich nicht für effektive Unternehmer, Managerinnen oder Partner. Es gibt immer eine Frist, immer eine Entscheidung zu treffen, immer eine Präsentation oder eine Besprechung, immer einen heiklen Kunden oder Auftragnehmer, mit dem man umgehen muss. Man kann sich dem Stress nicht entziehen – vor allem, wenn man ein Unternehmen leitet –, also muss man Strategien finden, um das Tempo zu halten.

Chronischen Stress bewältigen – vier Tipps

Bei der Bewältigung von chronischem Stress geht es darum, herauszufinden, wie man über einen längeren Zeitraum gestresst sein kann, ohne aus dem Gleichgewicht zu kommen. Es gibt keinen einzigen richtigen Weg, sein Leben zu organisieren, aber es gibt einige Tipps aus der Forschung.

1. Die individuellen Stresssignale erkennen

Die negativen Folgen von chronischem Stress können sich langsam einschleichen. Vielleicht wachen wir mehrere Nächte hintereinander um 3 Uhr morgens auf. Wir sind müde und leicht reizbar. Wir haben ständig Kopfschmerzen – vielleicht verursacht durch Zusammenbeißen des Kiefers oder Zähneknirschen. Wir trinken mehr Koffein, um wach zu sein. Es wird schwieriger sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren. Entscheidungen werden reaktiver, impulsiver. Wie ist es soweit gekommen?

Der Zaubertrick einer wirksamen Behandlung von chronischem Stress besteht darin, ihn früh zu erkennen. Wir haben unsere eigenen Stress-Frühindikatoren. Manche Menschen leiden unter Magenverstimmungen. Andere wiederum bekommen Schulter-, Kopf- oder andere Arten von Schmerzen. Möglich sind auch Reizbarkeit oder sie sind launisch, oder aber auch die Sehnsucht nach Süßigkeiten oder salzigem Essen steigert sich. Manchen wenden sich einem Glas (oder drei) Wein oder Scotch zu, um nachts besser einschlafen können. Das Ansammeln von chronischem Stress wirkt sich bei jedem Menschen unterschiedlich auf Körper und Leben aus. Es gibt nicht eine bestimmte Sache, die bei jedem Menschen Probleme signalisiert. Die Kenntnis über unsere persönlichen Frühwarnsignale ist entscheidend für die Fähigkeit, proaktiv zu handeln und gegen chronischen Stress anzugehen, bevor er die Gesundheit geschädigt und in dem Unternehmen und Beziehungen verheerende Folgen hat.

2. Schmerzpunkte lösen

Was verursacht Stress? Es kann sein, dass wir uns gestresst fühlen, uns aber nicht wirklich darüber im Klaren sind, was dieses Gefühl hervorruft. Durch die Analyse der spezifischen Stressursachen wird es möglich, sich die Liste anzusehen und Stressauslöser nach und nach zu lösen. Einige Stressoren sind veränderbar oder vermeidbar. Hierbei gilt es sich zu fragen: "Welche Kontrolle habe ich hier? Wie kann ich diese Erfahrung in meinem Leben beseitigen oder verringern?"

Es ist sinnvoll Änderungen umzusetzen, die die Quellen des Stresses am direktesten angreifen. Regelmäßig sollten wir uns dann die Frage stellen: Wirken sich die Änderungen auf das Endergebnis des Stresses aus oder nicht?

Helfen kann auch ein Wechseln vom passiven Denken (dieser Stress passiert mir) zum aktiven Denken (ich kann einige Teile meines Stresses unter Kontrolle bringen). Stress ist nicht länger ein Schurke, und wir sind kein wehrloses Opfer mehr. Wir haben eine gewisse Kontrolle darüber, wie viel Stress wir erleben, während wir ein Unternehmen aufbauen. Nutzen wir Stress zu unserem Vorteil. Lassen wir uns von ihm zu kurzen Ausbrüchen anspornen, wenn wir Spitzenleistungen benötigen, und gehen dann auf lange Sicht auf die Grundlinie zurück.

3. Mit Stress im Moment umgehen

Nicht jedes Problem, dass zu Stress führt, können wir lösen. Dazu zählen z. B. Krankheiten in der Familie oder emotionale Schicksalschläge. Solche Ereignisse passieren und liegen völlig außerhalb der eigenen Kontrolle. Was tun wir gegen Stressauslöser, deren Probleme wir nicht lösen können? Wenn man das Problem (d. h. den Stressor) nicht angreifen kann, greift man den Stress selbst an. Damit wir gut funktionieren können, müssen wir in der Lage sein, einen gewissen Grad an ruhiger Kontrolle darüber zu haben, wie Stress unseren Körper und unsere Emotionen beeinflusst. Leicht gesagt... Doch wie jede andere Fähigkeit kann man auch, angesichts von erheblichem Stress, innere Ruhe kultivieren und fördern.

Wenn wir merken, dass sich unser Brustkorb zusammen zieht, der Atem flach wird oder die Handflächen zu schwitzen beginnen, was auch immer die eigenen frühen Stresssignale sind, ist es Zeit für eine Pause – sogar eine mikroskopische Pause. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das beste Mittel langsame und tiefe Atemzüge sind. Wenn es ein Werkzeug gäbe, mit dem sich jede/-r Unternehmer/-in ausrüsten könnte, dann wäre es die Fähigkeit, langsam und tief zu atmen. Andere Taktiken, die schnell für Entspannung sorgen, sind zum Beispiel ruhige Musik einzuschalten, einmal um den Block zu spazieren, eine Tasse heißen Tee zu trinken oder zu meditieren – Kaffee würde als Alternative eher nicht in Frage kommen, da dieser das Nervensystem pusht und nicht beruhigt.

Bei der Stressreaktion geht es darum, schnell zu sein und zu beschleunigen, um reaktionsfähig zu sein. Indem wir das Gegenteil tun und uns selbst verlangsamen, wirken wir den Emotionen hinter der Reaktion und damit dem Stress selbst entgegen. Indem wir eine oder mehrere Quellen von Sinneseindrücken (Sehen, Töne, Gerüche, Geschmack und taktile Empfindungen) verändern, geben wir unserem Gehirn neue Daten zur Berechnung. Wenn diese neuen sensorischen Informationen beruhigend wirken, kann dies ein weiterer Auslöser sein, um das parasympathische, also das beruhigende System zu aktivieren.

Diese Fähigkeiten können als Beruhigungsmechanismus inmitten von erhöhtem Stress geübt werden. Sie können auch dauerhaft in das tägliche Leben integriert werden, um unsere "Anti-Stress-Muskeln” aufzubauen. Ein paar Minuten tiefes Atmen oder Meditation pro Tag können Wunder bewirken, um unser Ausgangsniveau von Stress und Angst zu senken. Diese Praktiken unterstützen auch eine erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration, verbesserten Schlaf und vermindern Depressionen. Es ist eine großartige Investition in uns selbst und damit unsere Unternehmen.

4. Einen stressfreien Lebensstil pflegen

Das erste Jahr eines Unternehmens ist möglicherweise die wichtigste Zeit, um das Leben so zu gestalten, dass man Stress auf gesunde und proaktive Weise bewältigen kann. Entgegen der landläufigen Meinung ist mehr arbeiten nicht immer besser arbeiten. Die Gewohnheiten, die wir in unser Unternehmen (und damit in unser tägliches Leben) einbauen, werden sich über Jahre hinweg fortsetzen. Wir sollten Gewohnheiten wählen, die chronischem Stress entgegenwirken, bevor er überhand nimmt oder gar erst entsteht. Dies wird zur langfristigen Nachhaltigkeit des Unternehmens beitragen und das Leben in den ersten Jahren der Intensität angenehmer machen.

Wichtig dabei ist, genug und gut zu schlafen, sich gut zu ernähren und sich dreimal pro Woche mindestens 30 Minuten lang zu bewegen, um so die Herzfrequenz zu erhöhen. Diese drei Dinge sind für eine optimale Stressbewältigung und ein optimales neurologisches Funktionieren unerlässlich. Ohne grundlegende Pflege und Wartung funktioniert unser Gehirn nicht gut. Essen, Schlafen und Bewegen sind die grundlegenden Bausteine der Selbstpflege, die unseren Körper gut versorgen.

Entscheidend sind auch unsere Beziehungen zu anderen Menschen. Wenn wir erfolgreich sind, feiern wir das gerne mit anderen. Wenn wir scheitern, wünschen wir uns von geliebten Menschen wieder aufgerichtet zu werden. Ein stressverträglicher Lebensstil ist ein Lebensstil, in dem wir Stress mit proaktiven und emotional als auch körperlich gesunden Entscheidungen entgegenwirken.

Die Autorin Dr. Sherry Walling ist die Verfasserin des Originaltextes “Managing Founder Stress” in den Stripe Atlas Guides. Sie arbeitet mit Führungskräften und Unternehmen zusammen, um die Herausforderungen anzugehen, die mit dem Streben nach einem außergewöhnlichen Leben einhergehen.

Start-ups aufgepasst – 5 große Cyberbedrohungen

Die größten Cyber-Fallen und was insbesondere Existenzgründer*innen und Start-ups für mehr Cybersicherheit unternehmen sollten.

In früheren Zeiten waren es zumeist große Konzerne, die von Hackerangriffen betroffen waren. Das hat sich in der letzten Zeit deutlich geändert. Auch kleine Betriebe und Start-ups leiden vermehrt unter dieser Gefahr. Diese Zielgruppe ist sogar besonders stark gefährdet, weil die großen Konzerne mittlerweile kostspielige Vorkehrungen getroffen haben. Doch wie können sich Existenzgründer und Start-ups vor solchen Attacken schützen?

Nur Software aus legalen Quellen nutzen

Grundsätzlich agieren Hacker nur in Bereichen, die bereits im hohen Maße digitalisiert sind. Das trifft auf die meisten Start-ups zu, weil es ohne die digitalen Möglichkeiten kaum noch möglich ist, eine Bekanntheit zu erlangen. Doch bei der Beschaffung der Software sollte darauf geachtet werden, dass diese aus einer legalen Herkunft stammt. Bei jedem, der den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, ist das verfügbare Budget zumeist sehr klein. Deshalb wird versucht, alles so günstig wie möglich zu bekommen. Im Bereich der Software wäre es jedoch ein gravierender Fehler. Sämtliche Anwendungen, die für den Betrieb des Unternehmens erforderlich sind, sollten ein hohes Maß an Sicherheit aufweisen.

Schutzprogramme nutzen

Genauso wichtig wie die Betriebssoftware sind auch die Sicherheitsprogramme. Besonders interessant in diesem Bereich sind die Antivirenprogramme. Moderne Lösungen bieten sogar einen mehrstufigen Schutz gegen Ransomware. Dabei handelt es sich um Schadprogramme, die den kompletten PC sperren. Um ihn wieder nutzen zu können, müssen oftmals hohe Lösegelder bezahlt werden. Eine gute Schutzsoftware bietet aber auch Sicherheit vor Trojanern, Keyloggern und anderen gefährlichen Programmen.

Zudem ist eine Firewall unbedingt zu empfehlen. Noch wichtiger ist jedoch ein VPN. Diese Bezeichnung steht für Virtual Private Network. Da die Bezeichnung private in der IT für geschützt steht, handelt es sich um ein gesichertes Netzwerk. Daten, die über eine VPN Verbindung ausgetauscht werden, können von unbefugten Personen nicht mehr abgegriffen werden. Sie werden nicht nur über verschiedene Server umgeleitet, sondern es findet eine starke Verschlüsselung statt. Ein VPN sollte auch immer dann genutzt werden, wenn unterwegs ein offenes WLAN zur Verfügung steht. Dieses ist ungeschützt, sodass es auch von Kriminellen genutzt werden kann.

Vorsicht vor Phishing-Attacken

Eine weitere Masche im Bereich der Cyberkriminalität ist das Phishing. Zumeist erfolgt es über den Versand von E-Mails. Diese können folgendermaßen aussehen:

  • Nachricht von der Bank
  • Interesse an einer Zusammenarbeit
  • Besonders attraktive Angebote

Bei den Nachrichten von der Bank geht es meistens darum, dem Empfänger einen Schrecken einzujagen. Dort steht unter anderem, dass die Zugangsdaten aktualisiert werden müssen, weil sonst eine Kontosperre droht. Im Anhang einer solchen E-Mail befindet sich gleich ein passendes Formular, das nur ausgefüllt werden muss. Auf diese Weise erhalten Betrüger ganz einfach die Zugangsdaten für das Onlinebanking. Dabei sollte jedoch jeder beachten, dass keine seriöse Bank verlangt, in einer E-Mail oder im Anhang Daten einzugeben.

Kommt eine E-Mail mit einem übertriebenen Interesse an einer Zusammenarbeit oder einem unwiderstehlichen Angebot, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Auch dann, wenn es keine Aufforderung zur Eingabe von Daten gibt, können solche Mails gefährlich sein. Im Quellcode können sich Keylogger oder etwas ähnliches befinden. Auch wenn es unhöflich erscheint, sollte niemals auf derartige Anfragen geantwortet werden.

Regelmäßige Updates und Back-ups durchführen

Sowohl vom Betriebssystem als auch von den Anwendungsprogrammen sollten regelmäßige Updates durchgeführt werden. Oftmals sind diese bereits voreingestellt. Die Funktion lässt sich jedoch auch deaktivieren. Davon wird gerne Gebrauch gemacht, weil während eines Updates nicht gearbeitet werden kann. Davon sollte jedoch abgesehen werden, weil die Aktualisierungen wichtig für die Sicherheit sind. Sie könnten aber auch auf die Nachtstunden verschoben werden. Dann stört es nicht mehr während der Arbeitszeit.

Zudem ist es empfehlenswert, immer wieder Updates zu machen. Sollte es doch wider Erwarten zu einem Totalausfall kommen, sind die wichtigen Daten nicht verloren. Back-ups sollten jedoch niemals auf der Festplatte des Computers gespeichert sein. Bessere Medien sind diese:

  • Externe Festplatten
  • USB-Sticks
  • DVDs
  • Cloud

Besonders einfach ist die Speicherung in einer Cloud. Dort sind die Daten sicher und können von jedem Gerät wieder genutzt werden.

Sicherer Umgang mit Passwörtern

Für zahlreiche Dienste sind Passwörter sehr wichtig. Bereits beim Start des Rechners wird nach einem Zugangscode gefragt. Zudem muss sich jeder Mitarbeiter in seinen persönlichen Arbeitsbereich einloggen. Des Weiteren werden Passwörter benötigt, um Onlinedienste in Anspruch zu nehmen. Daher verfügt jeder über etliche Zugangsdaten. Diese sollten im besten Fall in einem sogenannten Passwortsafe gespeichert sein und auf keinen Fall im Browser. Zudem ist es wichtig, dass die Zugangsdaten häufig aktualisiert werden. Damit wird es potenziellen Hackern sehr schwer gemacht. Darauf kommt es letztendlich ja auch an. Jeder Existenzgründer sollte sich von vornherein ausführlich mit der Cybersicherheit beschäftigen und diese konsequent in seinem Start-up etablieren.

Cyber-Security: die Challenge für Start-ups

Warum Cybersicherheit in Start-ups im Jahr 2022 ein Top-Ranking haben sollte.

In einer Umfrage sollten Start-ups vor wenigen Wochen die fünf größten Herausforderungen nennen, vor denen sie stehen: IT- und Daten-Sicherheit wurde dabei nicht erwähnt (Statista 11/2021). Angesichts von immer häufigeren Hacker*innenangriffen ist das erstaunlich, denn viele Maßnahmen, um die IT-Security zu stärken, werden staatlich bezuschusst. Am fehlenden Wissen der Start-Upper liegt es meistens nicht, dass oft Lücken in der IT-Sicherheit bestehen. Unserer Erfahrung nach haben Gründer*innen oft keine Zeit und Ressourcen, sich mit Cyber-Security auseinanderzusetzen. Sich dann intensiver mit Sicherheitsfragen auseinanderzusetzen, wenn entweder ein Kunde bzw. eine Kundin höhere Sicherheits-Standards verlangt oder aber – der schlimmere Fall – bereits ein Hacker*innenangriff stattgefunden hat ist aber zu spät.

Cyber-Sicherheit steht bei der Politik weit oben auf der Tagesordnung

Nicht nur Start-ups können bei den Bemühungen im maximale IT-Sicherheit auf höchste politische Unterstützung zählen: Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte in ihrer Rede zur Lage der EU vor dem Europäischen Parlament: „Wir sollten nicht allein damit zufrieden sein, dass wir gegen Cyberbedrohungen vorgehen – wir sollten danach streben, bei Cybersicherheit führend zu werden“. Auch der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung will Cyberbedrohungen „durch eine ehrgeizige Cybersicherheitspolitik entgegentreten“. Die Rückversicherung Munich Re zählt Cyberattacken längst zu den größten Risiken für den Unternehmenserfolg.

Höchster Alarm wegen einer harmlosen Java-Anwendung

Dass die Zahl an Cyberattacken wöchentlich zunimmt, ist keine Schwarzmalerei. Aktuell hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die höchste Alarmstufe ausgelöst:  Die IT-Schwachstelle „Log4Shell“ in der Software-Plattform Java kann zu Millionenschäden führen. Inzwischen ist Log4DShell zwar durch eine hacker-sichere Version ersetzt worden, aber man muss davon ausgehen, dass die Anwendung in der gefährlichen Originalfassung noch auf Hunderttausenden von Rechnern installiert ist – das perfekte Einfallstor für Cyber-Kriminelle.

“Noch immer sind Unternehmen auf der Suche, in welchen Produkten die betroffene Java-Bibliothek überhaupt zum Einsatz kommt, um Updates einzuspielen“, sagt Achim Berg, der Präsident des IT-Verbandes Bitkom in der Wirtschaftswoche. Genau diese zeitaufwendigen Suchen sind für Start-ups ohne externe Unterstützung kaum leistbar, denn sie gehen auf Kosten der Produktentwicklung und der Kund*innenbetreuung – auf der 2do-Liste ist Datensicherheit kein wichtiges Thema, siehe oben. Bis zur vergangenen Woche wurden mehr als 800.000 Hacker*innenangriffe über Log4DShell weltweit registriert.

Angriffe auf die eigene IT-Infrastruktur in Auftrag geben

Schwachstellen-Scans und Penetrationstests sind zwei der wichtigen Sicherheits-Checks, damit auch das Management von Start-ups ruhig schlafen kann. Wenn professionelle “Hacker*innen” einen Angriff simulieren und nach Einfallstoren suchen, ist der Erkenntnisgewinn meistens groß. Das IT-Verantwortliche eines kleineren Unternehmens unmöglich alle Angriffsmöglichkeiten überschauen können ist eine Binsenweisheit: Ihnen stehen Heerscharen krimineller Digitalexpert*innen aus aller Welt gegenüber, viele mit Verbindungen zu Geheimdiensten, mit großen finanziellen und technischen Möglichkeiten.

Interne Sicherheitslücken von externen Dienstleister*innen aufdecken zu lassen setzt eine zeitgemäße Unternehmenskultur voraus, in der nicht nach “Schuldigen” gesucht wird, sondern sich Management, Mitarbeitende und IT-Verantwortliche gemeinsam für den Erfolg einsetzen – in diesem Fall ist der Erfolg der maximale Schutz der eigenen Daten und IT-Prozesse. Dieser Erfolg lässt sich in Zahlen fassen: Laut TÜV Rheinland kostet die Beseitigung der angerichteten Schäden nach einer erfolgreichen Cyberattacke ein Unternehmen durchschnittlich 72.000 Euro. Das ein Hacker bzw. eine Hackerin längst in das System eingedrungen ist wird durchschnittlich erst nach 200 Tagen festgestellt, so die IT-Experten des TÜV.

2022 wird in Sachen Hacker*innenangriffe nichts besser – im Gegenteil

Für das nächste Jahr könnte Cyberkriminalität eine neue Dimension erreichen. Es zeichnet sich ab, dass aus kleineren Hacker*innengruppen regelrechte Kartelle werden, die immer professioneller vorgehen: Bis zur finalen Attacke können Monate vergehen, in dieser Zeit wird die IT-Struktur des Opferunternehmens ausgeforscht und dokumentiert. Eine weitere gefährliche Entwicklung: Sind die Sicherheitsbarrieren des eigentlichen Ziels zu hoch, werden Hacker*innen den Umweg über Zuliefernde oder Dienstleistende des Zielunternehmens gehen. Deswegen muss immer mehr darauf geachtet werden, ganze Lieferketten abzusichern.

Der Autor Jan Kahmen hat als CEO von
turingpoint mehrere Jahre Erfahrung in der Gründung von Unternehmen und als Product Owner in einer Vielzahl von Projekten. Jan arbeitet aktuell an der Application Security as a Service Platform turingsecure und an turingpoints 50%-Tochter Pulso Media GmbH.

Betriebswirtschaftslehre: Fit für die Digitale Wirtschaft

Warum Digitale Wirtschaft ein Studiengang für die Zukunft ist.

Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran und macht auch vor der Wirtschaft nicht Halt - ganz im Gegenteil. Das bedeutet eine ganze Bandbreite an neuen Möglichkeiten und einen immer allgegenwärtigen Wandel. Dieser bietet große Chancen für Unternehmen, die durch die digitale Wirtschaft einen nachhaltigen Erfolg sicherstellen wollen. Da wundert es nicht, dass ein Studiengang in digitaler Wirtschaft absolut zukunftssicher und attraktiv ist.

Studiengang der digitalen Wirtschaft als Master BWL

Der Studiengang Digitale Wirtschaft ist der Betriebswirtschaftslehre zuzuordnen. Ein solcher bietet sich als Master BWL an, also im Anschluss an ein BWL Studium. Der Studiengang Digitale Wirtschaft (M.A.) wird beispielsweise von der Akad University angeboten. Der Schwerpunkt wird dabei auf Digital Transformation und Digital Business gelegt. Auch Digital Leadership und Digital Management sind wichtige Bereiche des Studiengangs. Auf diese Weise können Fähigkeiten erworben werden, die fast jedes Unternehmen im Rahmen der Digitalisierung dringend braucht.

Auf diese Weise können die Studenten eine ideale Ausbildung für ihre Karriere machen. Ein solches Studium ist eine Investition für die Zukunft, die sich als wichtigste Entscheidung der beruflichen Laufbahn herausstellen kann. Denn durch einen solchen Start in das Berufsleben kann man zu einer gesuchten Führungskraft im strategischen Markt werden. Als Experte der strategischen Geschäftsentwicklung stehen fast alle Türen in der digitalisierten Welt offen. Es handelt sich daher um ein zukunftsfähiges Kompetenzprofil, welches international ausgerichtet ist und alle wichtigen Bereiche und Faktoren der digitalen Wirtschaft umfasst.

Fokus auf ethische Verantwortung

Im Fokus stehen in der modernen Welt der Unternehmen auch viele ethische Werte und eine ethische Verantwortung. Auch darum geht es in dem Studiengang der digitalen Wirtschaft. Das ist von größter Bedeutung, denn die Konsumenten verlangen von Unternehmen immer eher eine offene Herangehensweise an wichtige Themen wie beispielsweise den Klimaschutz und die Nachhaltigkeit.

Ein wichtiges Stichwort ist auch die digitale Transformation. Alle neuartigen Formen des Digital Management unterliegen einem stetigen Wandel, welcher unumgänglich ist. In dem Studiengang lernt man daher nicht nur aktuelle Zusammenhänge, sondern auch, wie diese in neuartigen Formen umgewandelt und umgedacht werden können. So entsteht ein fortschrittliches Gesamtpaket, welches für die moderne Berufswelt ideal ausgerichtet ist.

Fernstudiengang als gute Option

Ein Fernstudiengang der digitalen Wirtschaft dürfte für viele ambitionierte Menschen sehr interessant sein. Dieser bringt einige Vorteile mit sich. Der wohl größte ist die völlige Ungebundenheit an den Ort. Die Vorlesungen können von überall verfolgt werden, dazu braucht es nur einen Laptop, ohne den heutzutage sowieso recht wenig geht. Prüfungen können oftmals auch online abgehalten werden. Hinzu kommt auch eine große Flexibilität rund um den Faktor Zeit. Viele Vorlesungen müssen nämlich nicht live verfolgt werden, sondern können genau dann angesehen und angehört werden, wenn es zeitlich passt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Fernstudium völlig abseits von Veränderungen und Krisensituationen in der Gesellschaft absolviert werden kann. Dieser Nutzen zeigt sich gerade in der Corona-Pandemie deutlich, in der ein Fernstudium kaum einen Nachteil genießt.

Studium der digitalen Wirtschaft neben der Arbeit

Auch für BWLer, die bereits einem Job nachgehen, kann ein Fernstudium der digitalen Wirtschaft sehr interessant sein. Mit diesem können sie sich weiterbilden und für höhere Positionen empfehlen. Oftmals wird solch ein Vorhaben von den Vorgesetzten unterstützt und die Arbeitnehmer können auf eine flexiblere Arbeitszeit und weniger Stunden hoffen, um sich dem Studium widmen zu können. Oftmals wird ein solches Fernstudium als Weiterbildung auch bezuschusst. Immerhin ist es für die Arbeitgeber eine attraktive Aussicht, bestens ausgebildete Arbeitnehmer in den eigenen Reihen zu wissen, welche in Zukunft wichtige Posten übernehmen könnten.

Spezialanfertigungen für Startups

Worauf ist zu achten, wenn Dinge benötigt werden, die nicht von der Stange kommen – also Sonder- beziehungsweise Spezialanfertigungen?

Copy und Paste ist nichts, was in der Startup-Branche wirklich durchsetzungsfähig ist. Es geht darum, neue Wege zu beschreiten, besondere Lösungsansätze zu finden und Kreativität und Innovation ganz oben auf die Liste der Ziele zu setzen. Das ist natürlich Fluch und Segen zugleich, denn einerseits verändert man die Welt, andererseits ist die Welt nicht immer dafür bereit.

Das bedeutet, dass sowohl in der Produktion als auch im täglichen Geschäft möglicherweise Dinge benötigt werden, die nicht von der Stange kommen – also Sonder- beziehungsweise Spezialanfertigungen. Diese können physische Produkte im Herstellungsprozess sein, aber auch individualisierte Softwarelösungen fallen in diese Kategorie.

Spezialanfertigungen in der Produktion

Das Problem mit speziellen Produkten ist, dass sie nun mal nicht massenweise produziert werden – das hebt den Preis an. Doch Gründer sind sich dieser Situation meist bewusst und wollen es trotzdem versuchen. Dann brauchen sie Partner, die Spezialanfertigungen liefern, die bei der Umsetzung der eigenen Vision helfen.

Sondervarianten können unterschiedlich aussehen. Manchmal sind es Kleidungsstücke aus einem bestimmten Stoffmix, manchmal eher Flaschen in besonderen Formen oder aber Spezialschrauben vom Experten. Wie man aus diesen Beispielen sieht – manchmal ist eine Sonderanfertigung schon das Produkt, das am Ende verkauft oder nur noch minimal verarbeitet wird. Oder aber es sind wie im Falle der Spezialschrauben Teile nötig, um die Eigenproduktion überhaupt erst zu ermöglichen.

Wichtig ist bei der Suche nach einem Zulieferer, dass man sich professionell präsentiert. Erfahrene Unternehmer wissen, dass die Zusammenarbeit mit Startups Risiken beinhaltet. Deshalb ist der erste Eindruck wichtig. Doch man darf auch selbst Ansprüche haben – auf keinen Fall sollte man nur wegen eines guten Preises den erstbesten Geschäftspartner wählen, bei dem aber die Chemie so gar nicht stimmt.

Das Besondere im Unternehmen

Neben den notwendigen Spezialanfertigungen, die die Produktion überhaupt erst ermöglichen, gibt es auch noch Sonderanfertigungen, die nicht das Überleben des Startups bedingen. Sie sind eher dazu da, Identität und Wiedererkennungswert zu schaffen.

Das können beispielsweise Werbegeschenke sein. Diese zu individualisieren, ist ein erster Schritt, um sich von ähnlichen Unternehmen zu unterscheiden und ein wenig Aufmerksamkeit zu erhalten. Neben klassischen Werbegeschenken wie Kugelschreibern oder Einkaufschips kann man mithilfe eines Druckservices vielleicht auch Dinge bedrucken, die nicht so weit verbreitet sind, wie Kopfhörer oder Fitnessgeräte.

Besonderheiten gibt es auch für das Büro:

  • Wandmalerei für Aufenthaltsraum
  • höhenverstellbare Tische und Stühle
  • Gründertoken (z.B. Münze oder Plakette)
  • Namensschilder

Die Besonderheiten im Büro helfen nicht nur Besuchern des Startups, sondern auch den Mitarbeitern dabei, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren. Diese müssen nicht immer Sonderanfertigungen sein, aber so kann nun mal das gewisse Etwas in die Büroräume kommen.

Nicht-physische Sonderanfertigungen

Wichtiger als die Gestaltung oder mögliche Werbegeschenke sind individuelle Produkte, die nicht physisch sind. Darunter fallen zum Beispiel Softwarelösungen. Denn nicht alle Startups wollen greifbare Produkte vertreiben. Auch Anwendungen und Programme können Grundlage für ein Unternehmen sein.

Häufig werden Apps innerhalb des Unternehmens entwickelt und müssen somit nicht extern beschafft werden. Doch es gibt auch Situationen, in denen es sinnvoll sein kann, sich Hilfe von außen zu holen. Beispielsweise, wenn ein bestimmter Produktionsablauf automatisiert werden soll oder wenn die Integration von Code in eine bestehende Website oder Anwendung Schwierigkeiten bereitet.

Auch eine Website kann als Sonderanfertigung gelten. Denn eine Website mit Wiedererkennungswert stammt meist nicht aus dem Baukasten. Design, Funktionen, Inhalte, Shops – all das kann ebenfalls durch Dienstleister speziell für das Startup gestaltet werden. Möglicherweise kann man hier schauen, ob man nicht auf Freiberufler oder auch andere Startups setzt, um sich gegenseitig zu unterstützen und auch langfristige Partnerschaften zu knüpfen, die sich später noch einmal auszahlen.

Auf dem Prüfstand: Führung in Start-ups

Die Arbeitswelt im Wandel: Das sind die zukünftigen Anforderungen an Führungskräfte in Start-ups.

Der weltweite digitale Wandel verändert die Art der Menschen zu leben, zu arbeiten und zu lernen fundamental und in rasanter Geschwindigkeit (Fleming et al., 2019). Das wirtschaftliche, politische und soziale Umfeld von Organisationen ist in der heutigen Arbeitswelt von Ungewissheit, Überraschungen und vielfach disruptiven Brüchen gekennzeichnet. Diese neue Qualität der Instabilität wird als VUCA-Welt (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität) bezeichnet (Bartsch, 2015). Diese Entwicklung fordert zum einen Anpassungen der organisationalen Strukturen und Prozesse und führt zum anderen zu Veränderungen sozialer Beziehungen und intraorganisationaler Kooperationen (von Ameln & Wimmer, 2016). Demnach befinden sich nicht allein die Arbeits- und Organisationsprozesse in Unternehmen im Umbruch, sondern auch im Bereich Führung wird ein Umdenken gefordert (Worley & Mohrmann, 2014).

Führungskräfte nehmen dabei eine wichtige Rolle ein, denn der langfristige Erfolg einer Organisation hängt von den Qualitäten der Führungskraft genauso ab wie von hohen Umsätzen und hochwertigen Produkten oder Dienstleistungen. Einhergehend mit dem Wandel, werden auch die gesellschaftlichen Werte beeinflusst und verändern sich die Erwartungen der Mitarbeitenden an ihre Führungskraft (Schrörs & Kuhle, 2020). So gilt es, die zukünftigen Anforderungen an Führungskräfte zu betrachten und benötigte Kompetenzen zu fördern sowie zielgerichtet einzusetzen, um einerseits als Führungskraft, aber auch als Unternehmen in Zukunft erfolgreich zu sein.

Für Gründer*innen ist die Geschwindigkeit des Wandels zusätzlich herausfordernd. Neben der Entwicklung des Unternehmens muss parallel eine Führungsstrategie gefunden werden, die dem entsprechenden Wachstum des Start-ups, dem digitalen Wandel und den damit einhergehenden kontinuierlichen Veränderungen gerecht wird (Wolff, 2019). Start-ups charakterisieren Merkmale wie begrenztes Startkapital, knappe Ressourcen, überschaubare Vorerfahrungen und schnelles Wachstum. Sie befinden sich in der Frühphase unternehmerischer Entwicklung und sind daher einer besonders starken Konkurrenz ausgesetzt (Kollmann, Hensellek, Jung & Kleine-Stegemann, 2019). Diese Merkmale stellen Führungskräfte in Start-ups vor besondere Herausforderungen.

Führung im Kontext der Digitialisierung

Bis zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich zahlreiche Berichte finden, die sich damit beschäftigen, dass gravierende Veränderungen in der Arbeitswelt zu erwarten sind (Fleming et al., 2019). Jedoch basieren die zugrundeliegenden Studien selten auf empirischer Forschung nach wissenschaftlichen Standards. Auch wird in den Studien kaum eine psychologische Sichtweise eingenommen und Berufsprofile mit Führungsaufgaben spielen eine eher untergeordnete Rolle. Besonders fehlt es im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung an Forschung zu zukünftigen Anforderungen an Führungskräfte in Start-ups.

Die hier dargestellte Interviewstudie – sie basiert auf dem Herausgeberband mit Expert*inneninterviews von Nachtwei & Nachtwei (2021) – verfolgte demnach das Ziel, die im Kontext der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt veränderten Anforderungen an Führungskräfte in Start-ups zu ermitteln und aufzuzeigen. In dem Expert*inneninterviewband haben Gründer*innen, Investor*innen und Forscher*innen in fünf inhaltlichen Frageblöcken Fragen zu Erfolgsmerkmalen von Gründungsteams, zur Personalauswahl und -entwicklung in Start-ups, zur Führung in Start-ups und zur Zukunft der Arbeit aus Perspektive des Entrepreneurships schriftlich beantwortet.

Die vorliegende Studie basiert auf Frageblock vier des Interviewbands: Wie nimmst du die Führungskultur in Start-ups wahr? Gibt es bestimmte Führungsstile, die sich in der Start-up-Szene durchgesetzt haben? Oder soll die Führungsrolle deiner Erfahrung nach sogar mehr oder minder abgeschafft werden?

Für die Datenanalyse wurden vorab fünf Hauptkategorien (Rollen, Kompetenzen, Verhalten und Aufgaben der Führungskraft und Rahmenbedingungen) festgelegt, um anhand dieser die Daten des Interviewbands differenziert und strukturiert auswerten und die zukünftigen Anforderungen an Führungskräfte in Start-ups ermitteln zu können.

Zukünftige Anforderungen an Führungskräfte

In dem Interviewband wurden insgesamt 41 Interviews mit insgesamt 43 Start-up-Expert*innen veröffentlicht(Nachtwei & Nachtwei, 2021). Für die Datenauswertung mit Fokus auf zukünftige Anforderungen an Führungskräfte in Start-ups konnten 38 Interviews berücksichtigt werden. Zehn Teilnehmende waren Frauen (26 %), 28 Männer (74 %). Die Teilnehmenden verfügen über mindestens fünf Jahren Berufserfahrung und mehrjährige Gründungserfahrung. Der Großteil war bereits in mehreren Unternehmen tätig und hat Unternehmen gegründet. Sie bringen diesbezüglich eine große Vielfalt an Erfahrungen mit.

Was Gründer*innen von der Musikwelt lernen können

Musik und Unternehmertum werden selten miteinander in Verbindung gebracht, und doch sehen sich die Akteur*innen vielen ähnlichen Herausforderungen gegenüber. Dirigent und Entrepreneur Boian Videnoff gibt Einblicke in beide Welten.

Teamwork als aufmerksames Interagieren

In einem Orchester steht vor allem eine Aufgabe und Herausforderung im Vordergrund: Einheit in der Vielfalt herzustellen. Von der Piccoloflöte bis hin zum Kontrabass kommen die verschiedensten Instrumente, gespielt von den unterschiedlichsten Menschen, zusammen, um eine harmonische Einheit zu bilden. Das ist nur möglich, wenn ein(e) Dirigent*in zuvor durch akribische Analyse des Werks eine klare musikalische Richtung und Vision ausgearbeitet und diese zusammen mit allen Musizierenden einstudiert hat.

Genauso können auch die Mitarbeitenden eines Start-ups nicht effektiv zusammenarbeiten und ein erfolgreiches Produkt entwickeln, wenn sie nicht durch die Vision der Gründer*innen geleitet und in eine gemeinsame Richtung geführt werden. Für diese Zusammenführung und das erfolgreiche Teamwork unterschiedlicher Akteure ergibt sich beim Musikorchester nun eine Besonderheit. Hier sind die einzelnen Musizierenden viel sensibler dem Output der jeweils anderen ausgesetzt und müssen bzw. können so auch viel schneller darauf reagieren und sich entsprechend anpassen. Damit das Projekt „Einheit in der Vielfalt“ funktionieren kann, müssen alle Instrumentalist*innen in Echtzeit hören und verstehen, was gerade im gesamten Orchester passiert, und sich dynamisch darauf einstellen. Dabei geht es nicht nur um eigenes Nachjustieren, sondern auch um eigenverantwortliches Interagieren mit den anderen Orchestermitgliedern. Zum Beispiel könnte es sein, dass ein(e) Sitznachbar*in unbewusst in eine musika­lische Richtung geht, die das gesamte Ensemble auseinander werfen könnte, und entsprechend wieder ins Boot geholt werden muss.

Learning für Gründer*innen: Während in einem Orchester Unstimmigkeiten und „Missklänge“ innerhalb des Teams sofort hörbar sind und von aufmerk­samen Musizierenden schnell erfasst und korrigiert werden können, stellt sich dies in einem Unternehmen viel schwieriger dar. Hier sollte daher eine Kultur des aktiven „Zuhörens“ anderer Teammitglieder etabliert werden, damit niemand aneinander vorbei arbeitet, sondern die interaktive Kooperation in eine gemeinsame Richtung gelingt.

Das Niveau des Teams hängt vom schwächsten Mitglied ab

Dadurch, dass der Output eines jeden Orchestermitglieds deutlicher hörbarer ist als in einem Unternehmen, bestätigt sich in der Musik häufig auch ein weiterer Aspekt von gutem Teamwork: „Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.“ Diese Wahrheit ist dank ihrer kaum zu ignorierenden Konsequenzen für den Gesamtklang fest im Bewusstsein jedes Orchestermitglieds verankert. Wenn auch nur eine Person nicht auf dem gleichen Qualitätslevel wie die restlichen Musizierenden ist, dann zieht sie automatisch das Niveau des kompletten Orchesters herunter. Das Gleiche gilt letztlich auch in einem Start-up: Sämtliche Teammitglieder müssen Top-Qualifikationen besitzen und ihr Bestes geben, damit Qualität und Output des gesamten Teams stimmen und die gewünschten Ziele erreicht werden können. Nur besteht hier wieder die Problematik, dass es im Gegensatz zu einem Orchester länger dauern kann, bis Qualitäts- oder Leistungsdefizite innerhalb des Teams auffallen und sich in den Ergebnissen bemerkbar machen. In der Zwischenzeit haben dann entweder andere Teammitglieder die Schwächen versucht auszugleichen oder es ist sogar schon zu irreversiblen Fehlern gekommen.

Learning für Gründer*innen: Gerade bei Start-ups, die mit neuen Geschäftsideen und technologischen Innovationen auftrumpfen müssen, um erfolgreich wachsen zu können, muss jedes Mitglied im Team ausnahmslos gute Leistungen erbringen. Um „schwer herauszu­hörende“ schwache Glieder in der Kette zu vermeiden, ist das Recruiting daher extrem wichtig. Hier sollten Gründer*innen besonders sorgfältig vorgehen und ein Team aufbauen, das durchgehend das gleich hohe Niveau erreicht.

Leistung durch Leidenschaft und Fleiß

Kommen wir nun von Aspekten des Teamworks hin zur Frage, wie jede(r) Einzelne in einem Orchester oder Start-up die für den Gesamterfolg nötige Qualität abliefern kann. Dabei gibt es in der Musikwelt zunächst ein weit verbreitetes Missverständnis des Verhältnisses von Talent und Fleiß. Viele denken, dass das musikalische Talent den Hauptaspekt einer erfolgreichen Laufbahn ausmacht – und sicherlich ist Talent die entscheidende Grundvoraussetzung hierfür. Letztlich macht dieser Aspekt aber insgesamt nur fünf Prozent aus – der Rest sind Leidenschaft und extrem viel Fleiß.

Es bringt also nichts, wenn jemand noch so talentiert ist und zum Beispiel eine Melodie wunderschön phrasiert, dann aber gleichzeitig an einer anderen technischen Passage stolpert. Vom Anfang bis zum Ende muss eine grundlegende Qualität gewährleistet sein, die sich nur mit sehr viel Arbeit erreichen lässt. Um hierfür so viel Fleiß wie möglich aufbringen zu können, braucht es entsprechend viel Leidenschaft für die Musik. So wundert es kaum, dass professionelle klassische Musiker*innen oftmals eine innige Beziehung zu ihrem jeweiligen Instrument aufbauen und diesem den Großteil ihrer Lebenszeit widmen.

Learning für Gründer*innen: Neben den grundlegenden Qualifikationen und Skills müssen alle Teammitglieder auch den nötigen Fleiß zeigen, um hervorragende Leistungen erbringen zu können. Hierzu sollte wiederum beim Recruiting darauf geachtet werden, dass bereits eine Leidenschaft für das Thema und die Geschäftsidee des Start-ups vorhanden ist. Darüber hinaus können Gründer*innen auch positiven Einfluss auf das Team ausüben, indem sie ihre eigene Vision klar und mitreißend vermitteln und so regelmäßig neue Leidenschaft für das gemeinsame Ziel entfachen.

Details machen den Unterschied zum Mittelmaß aus

Aus den vorangegangenen Absätzen wurde bereits eine zentrale Parallele zwischen Orchestern und Start-ups klar: der Drang und das Ziel, gemeinsam Außergewöhnliches zu erreichen. Jedes Orchester arbeitet permanent am perfekten Einklang und vollendeten musikalischen Moment, während jedes Start-up mit keinem geringeren Anspruch antritt, als mit seinem Produkt oder seiner Dienstleistung den eigenen Markt zu revolutionieren. Dabei stellt sich jedoch die Frage, woran sich dieses Außergewöhnliche bereits während des Prozesses erkennen lässt und was letztlich den Unterschied zu einer mittelmäßigen Performance oder einem ausbleibenden Markterfolg ausmacht.

In der Musikwelt lautet die Antwort eindeutig: Details. Während Laien oftmals keinen großen Unterschied zwischen verschiedenen Interpretationen einer Sinfonie oder unterschiedlichen Weltklasse-Orchestern wie den Berliner Philharmonikern oder den Wiener Symphonikern erkennen, hören Expert*innen und Profis zahlreiche Details heraus. Hat man sich Zeit genommen für eine bestimmte harmonische Wendung, für die motivische Bedeutung einer melodischen Passage oder für den besonderen Klangcharakter einer Instrumentengruppe?

Um diese Feinheiten in den gemeinsamen Proben genau herauszuarbeiten, braucht es Dirigent*innen, die sowohl den Blick und das Ohr für die Details haben, als auch das große Ganze überschauen können. Da der Orchesterzusammenklang sehr komplex ist, müssen sie das Talent besitzen, Zusammenhänge zu erkennen, wo andere sie vielleicht nicht sehen, sowie schnelle Lösungen zu finden und anzubieten. Genau die gleichen Fähigkeiten sind letztlich auch bei der Führung von Start-ups gefragt.

Learning für Gründer*innen: Der Erfolg eines Start-ups hängt von den Details und deren Einbettung in die übergreifende Geschäftsidee ab. Gründer*innen müssen deshalb gleich den Dirigent*innen einen Blick für die Feinheiten haben und überall dort einspringen, wo sie und ihre besondere Art des lösungsorientierten und visionären Denkens benötigt wird.

Der Autor Boian Videnoff ist sowohl Chef-Dirigent der Mannheimer Philharmoniker als auch Gründer des Berliner KI-Start-ups Enote, das digitale Notenblätter einfacher zugänglich, bezahlbarer und interaktiver macht, www.enote.com

Zurück ins Büro während der Coronazeit

Was ist aktuell bei der Rückkehr aus dem Home-Office ins Büro zu beachten und was kann der Arbeitgeber verlangen?

Die Anzahl von Neuinfektionen durch Covid-19 vermindert sich momentan fast jeden Tag. Dadurch steht mittlerweile in vielen Lebensbereichen Veränderung zurück zu normalen Verhältnissen im Raum. Dies trifft auch für Arbeitnehmer zu, denn in vielen Betrieben scheint die Zeit des vollständigen Home-Office bald vorüber zu sein. Doch was genau ist bei der Rückkehr ins Büro zu beachten und was kann der Arbeitgeber verlangen?

Seit Monaten gehen die Corona-bedingten Fallzahlen jeden Tag zurück. Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales beschlossene Corona-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) galt bis zum 30. Juni 2021. Nun müssen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer darauf einstellen, dass es zu Lockerungen bei Arbeitsschutzbestimmungen kommt. Das bedeutet auch, dass viele Arbeitnehmer, welche die letzten Monate im Home-Office verbracht haben, bald wieder ihre designierten Büroräume aufsuchen können. Manche Arbeitnehmer sind bereits in einen geregelten Arbeitstag zurückgekehrt. Was gibt es also momentan zu beachten, was dürfen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und worauf sollten sich beide in den nächsten Monaten einstellen?

Welche Regeln gibt es im Büro?

Um das gemeinsame Miteinander im Büro für alle Beteiligten sicherer zu machen, sollten einige Grundregeln beachtet werden: Am wichtigsten ist ein adäquater Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern. Dieser muss auch bei Raucherpausen eingehalten werden. Arbeitgeber müssen dies gewährleisten, indem jeder Person 10m² zur Verfügung stellen. Falls der Sicherheitsabstand nicht gewährleistet werden kann, muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Diese müssen auch vom Arbeitgeber bereitgestellt werden. Büroräume, besonders welche mit mehreren Mitarbeitern müssen regelmäßig gelüftet werden. In den Sanitätsräumen müssen zudem Flüssigseife und Handtuchspender bereitstehen. Aufzüge sollten bestenfalls gemieden werden. Zudem sollten Türklinken, Geländer und Tresen regelmäßig desinfiziert werden. Auch Handdesinfektionsspender sollten in der Nähe von Eingängen aufgestellt werden. Generell sollte jeder Beschäftigte sich regelmäßig die Hände waschen. Hinweisschilder können dazu ermutigen.

Ein besonders großes Risiko für eine Ansteckungsgefahr sind Gemeinschaftsküchen. Diese sollten im Optimalfall nicht für die Zubereitung von Speisen benutzt werden. Anfallendes Geschirr sollte in die Spülmaschine geräumt oder sofort abgewaschen werden. Kaffeemaschinen und Regalgriffe sollten auch hier regelmäßig desinfiziert und gereinigt werden. Betriebliche Zusammenkünfte, z.B. Besprechungen, sind auf ein Minimum zu begrenzen. In Betrieben mit mehr als 10 Mitarbeitern sollten kleine Arbeitsgruppen gebildet werden, um Beschäftigte besser voneinander zu trennen und im Infektionsfall weniger Kontakte verfolgen zu müssen. Auch ein Dienstplan, mit festgelegten Schichten kann dabei helfen Hygieneregelungen einzuhalten. So ist etwa eine hybride Arbeit, mit Home-Office und Büro im Wechsel möglich. Falls der Betrieb über nicht personalisierte Dienstwagen verfügt, sollte das Nutzen dieser ausgesetzt werden. Hinzu kommt, dass der Arbeitgeber jedem Arbeitnehmer, welcher nicht ausschließlich im Home-Office arbeitet, zweimal pro Woche einen kostenlosen Coronatest anbieten muss.

Was kann der Arbeitgeber verlangen?

Doch was, wenn man gar nicht in das Büro zurück will? Kann man von seinem Arbeitgeber gezwungen werden? Ohne triftigen Grund des Arbeitgebers geht das nicht. Grundsätzlich sollte sich an der eventuell festgelegten Betriebsvereinbarung zum Home-Office orientiert werden. Existiert diese nicht, muss der Arbeitgeber einen nachvollziehbaren Grund angeben. Beispiel wären eine bestimmte Arbeit, die im Büro erledigt werden muss oder ein Kunde, welcher eine Produktübergabe in Person erfordert. Das Gleiche gilt auch vice versa: Will ein Arbeitnehmer unbedingt wieder im Büro arbeiten, muss er sich nach der Betriebsvereinbarung richten.

Der Arbeitgeber ist zudem verpflichtet außerordentliche Vorkehrungen zu treffen um besonders schutzbedürftige Beschäftigte, also Risikogruppen wie Asthmatiker oder ältere Mitarbeiter, effektiv zu schützen. Arbeitsschutzkonzepte müssen von jedem Betrieb individuell aufgestellt werden, da es keine vorgegebene standardisierte Lösung gibt.

Womit sollte in den nächsten Monaten gerechnet werden?

Wie genau sich der momentane Rückgang an Coronainfektionen auf die Corona-Arbeitsschutzverordnung auswirkt, ist bisher nicht bekannt. Höchstwahrscheinlich kommt es aber zu Lockerungen. Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass einige Regeln wie z.B. der Sicherheitsabstand komplett abgeschafft werden. Mitarbeiter, welche genug vom Home-Office haben, können ihre Tätigkeiten wahrscheinlich bald wieder im Büro ausüben.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat sich zudem für ein Recht auf Home-Office ausgesprochen. Wer sich dort also wohler fühlt und noch nicht ins Büro zurückkehren möchte, muss dies demnächst auch nicht. Selbstverständlich gibt es auch dabei Ausnahmen, da manche Arbeiten unmöglich von zu Hause aus erledigt werden können. Wenn es weitere Unklarheiten zu genauen Regeln gibt, ist die Frage-und-Antwort Sektion zur Corona-Arbeitsschutzverordnung zu empfehlen, welche auf der Website des BMAS gefunden werden kann. Eventuelle neue Verordnungen sind dort ebenfalls aufzufinden.