Mitarbeitergewinnung: Stellenanzeigen formulieren und platzieren

Zehn Tipps für die perfekte Stellenanzeige


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Viele Chefs tun sich schwer, geeignete Mitarbeiter zu finden. Warum? Weil sie die Stellenanzeige falsch formulieren und schlecht platzieren. Zehn Tipps für Stellenanzeigen, die fruchten.

1. Machen Sie sich im Vorfeld klar, ob Sie möglichst viele Bewerbungen bekommen möchten oder weniger, aber dafür passende. Letzteres ist schlauer. Denn eine Bewerbungsflut abzuarbeiten und dabei die Spreu vom Weizen zu trennen, kostet enorm viele Ressourcen. 

 

2. Bevor Sie sich daran machen, die Stellenanzeige zu formulieren, sollten Sie sich die Frage beantworten, wen Sie damit ansprechen wollen, wer Ihre Zielgruppe ist. Damit ist nicht nur die Berufsbezeichnung gemeint, sondern vor allem die Persönlichkeit. Zum Beispiel: Sie suchen einen fleißigen, stille Arbeiter oder einen kreativen Querdenker. 

 

3. Nachdem Sie Ihre Zielgruppe definiert haben, gilt es diese zu gewinnen. Mit der richtigen, emotionalen Ansprache. Das heißt: Die potenziellen Bewerber müssen sich angesprochen fühlen. Von ihrem Unternehmen und von dem zu vergebenen Job. Tipp: Setzen Sie sich in den Bewerber hinein. Was würde ihn ansprechen? Was macht die Stelle für ihn attraktiv? Formulieren Sie den Text entsprechend. Überlassen Sie das Schreiben jemanden, der Ahnung davon hat, wie man einen lebendigen Text verfasst – und nicht der Fachabteilung.

 

4. Suchen Sie nicht die eierlegende Wollmilchsau. Viele Stellenanzeigen kranken daran, dass darin überzogene Ansprüche gestellt werden. Gute Bewerber, nämlich solche, die ihre Fähigkeiten richtig einschätzen und sich nicht für Superman bzw. Superwoman halten, schrecken solche Stellenangebote ab. Sie bewerben sich erst gar nicht. 

 

5. Seien Sie präzise bei der Formulierung des Anforderungsprofils. Auch das ist ein Manko von vielen Stellenofferten. Machen Sie es besser, in dem Sie das Anforderungsprofil für die Stelle deutlich, klar verständlich und der Wahrheit entsprechend beschreiben. Listen Sie auf, welche Anforderungen Sie von einem Bewerber unbedingt erwarten und welche Qualifikationen Sie darüber hinaus begrüßen würden. Machen Sie den Unterschied deutlich. Und vor allem: Vergessen Sie nicht das wichtigste – die genaue Bezeichnung des Jobs. Das ist die, die später auch auf der Visitenkarte steht.

 

6. Seien Sie ebenso präzise bei der Darstellung dessen, was den neuen Mitarbeiter erwartet. Stellen Sie dar, was im Job auf ihn zukommt, wie die Abteilung organisiert ist, wie die Zusammenarbeit mit anderen aussieht, wie die Hierarchien sind, welche Aufstiegschancen er hat, wie die Arbeitszeiten sind, welche Besonderheiten ihn erwarten etc.

 

7. Stellen Sie Ihr Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber dar. Sie wollen, dass sich der Kandidat – aus mehreren Alternativen – für Sie entscheidet. Machen Sie deutlich, warum es ein Gewinn ist, für Sie zu arbeiten. Stellen Sie die positiven Punkte heraus, sei es das Arbeitsklima, die  Aufstiegschancen, die Fortbildungsmöglichkeiten. Greifen Sie dabei aber keineswegs auf Phrasen und leere Worthülsen zurück. Schreiben Sie, wie es wirklich ist. 

 

8. Vergessen Sie darüber aber nicht die Fakten. Erklären Sie auch, was Ihr Unternehmen eigentlich macht. Und zwar so, dass man es versteht. Das heißt: In wenigen, knappen, aber treffenden Sätzen.

 

9. Wenn Sie die Zielgruppe für die Stellenanzeige kennen, wissen Sie nicht nur, wie man diese formuliert. Sondern auch, wo man sie am besten platziert, damit sie von möglichst vielen potenziellen Bewerbern wahrgenommen wird. Analysieren Sie daher im Vorfeld, wo sich die avisierte Zielgruppe aufhält (bei Xing, auf Facebook, an der Uni...) und was sie liest (eine seriöse Tageszeitung, die lokale Zeitung, Fachzeitschriften, Online-Karriereportale...) Platzieren Sie Ihre Anzeige dementsprechend.

 

10. Ihre Stellenausschreibung konkurriert mit vielen anderen. Gestalten Sie sie deshalb so, dass sie aus der Masse heraussticht. Verwenden Sie Logos, Grafiken, besondere Schriften, Fettungen, Farben, Umrandungen ... 

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CTO as a Service

CTO as a Service – ein zukunftsfähiges Kooperationsmodell für Start-ups: Wie es funktioniert und wer vom CTOaaS – einem “Chief Technology Officer ohne Verpflichtungen zur Vollzeit-Festanstellung” profitieren kann.

Die Wortkombination “Everything oder X as a Service” ist kein neuer Begriff in der IT-Welt. Dieser Sammelbegriff beschreibt ein Service-Modell, bei dem die Nutzer*innen auf “X” bedarfsgerecht zugreifen können. Als “X” kann eine große Zahl von digitalen Produkten und Services angeboten werden. Zu den “As a Service”-Vorreitern gehören vor allem drei grundlegende Modelle aus dem Bereich Cloud Computing: Software, Plattform und Infrastruktur. 

Das flexible Mietmodell ist heutzutage aber nicht mehr nur auf digitale Services des Cloud-Computing beschränkt. Immer mehr Dienstleister*innen und Unternehmen möchten Grundprinzipien des “As a Service”-Geschäftsmodells implementieren und dadurch ihre Angebote erweitern. Mittlerweile unterscheidet man unter zahlreichen „As-a-Service”-Varianten, die auf dem IT-Markt angeboten werden: Code, Backend, IT, Big Data, KI, Device, Equipment, Monitoring und vieles mehr.

CTO gehört auch zu dieser Liste. Wie genau das Modell “CTO as a Service” funktioniert und wer davon profitieren kann, wird im Folgenden erklärt. (Bitte beachten: Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird CTO nachfolgend als männliche Berufsbezeichnung verwendet – ein CTO kann natürlich auch weiblich bzw. divers sein.)

CTO und CTOaaS: Was steckt hinter diesen Begriffen?

CTO - Chief Technology Officer 

Als Mitglied der Führungsebene ist ein Chief Technology Officer für die technische Entwicklung und Forschung (Research and Development, oder kurz R&D) in einem Unternehmen verantwortlich. Die Rolle eines CTOs hat sich durch innovative technologische Fortschritte in verschiedenen Bereichen sehr verändert und zunehmend an Bedeutung gewonnen. Obwohl diese englische Bezeichnung seit mehr als zehn Jahren weltweit im Einsatz ist, sind solche Begriffe wie technischer Leiter, Direktor oder Geschäftsführer als alternative Bezeichnungen für diese Position im deutschsprachigen Raum mehr verbreitet.

Üblicherweise ist ein CTO in technologiegetriebenen Unternehmen tätig, in denen der neueste Stand der Technik im Vordergrund steht. Je nach Vision und Budget können sowohl große Konzerne als auch techologiegestützte KMUs und Start-ups einen CTO haben. Dabei geht es um Unternehmen nicht nur aus der IT-Welt, sondern auch aus anderen Branchen wie Gesundheitswesen, E-Commerce, Finanzwesen und Telekommunikation.

Die Hauptverantwortung eines CTOs liegt vor allem darin, die technische Strategie eines Unternehmens auf der Führungsebene zu entwickeln und die Umsetzung von Technologieinitiativen voranzutreiben. In seiner Position fungiert ein CTO als Brücke zwischen der technischen Entwicklungsabteilung und dem Managementteam. Zum einen trifft ein Chief Technology Officer wichtige Entscheidungen, wenn es um Aufbau und Überwachung von technischen Prozessen, Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen sowie Aufstellung und Leitung eines Technologieteams geht. Zum anderen gestaltet ein CTO die strategische Ausrichtung und Zukunft gemeinsam mit anderen Leitenden auf dem C-Level wie CEO (Chief Executive Officer), COO (Chief Operating Officer) und CFO (Chief Financial Officer) mit, um Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu steigern und dabei Umsatzsteigerung zu gewährleisten. So ist ein CTO dafür verantwortlich, Schlüsselbereiche für den technischen Fortschritt in einem Unternehmen zu identifizieren, strategische Pläne zur Umgestaltung von Geschäftsprozessen durch den Einsatz von innovativen Technologien zu entwickeln und die Ausrichtung auf die festgelegten Ziele sicherzustellen.

CTOaaS - CTO as a Service

Da die Einstellung eines internen CTOs in der Regel mehr als sechs Monate dauern kann, entscheiden sich viele Unternehmen und vor allem Start-ups für die Zusammenarbeit mit einem externen Partner, der sofortige Unterstützung in verschiedenen Phasen bieten kann. Im Rahmen des “CTO-as-a-Service”-Modells wird Unternehmen und Start-ups die Möglichkeit angeboten, die Dienste eines erfahrenen CTO - wie technologische und strategische Beratung, Projektmanagement und Teambuilding - flexibel in Anspruch zu nehmen. Hier sind die Hauptvorteile dieses Modells:

  • Kosteneffizienz: Bezahlung nur der tatsächlich in Anspruch genommenen Leistungen.
  • Flexibilität: Ermöglichte flexible Anpassung an aktuelle Bedürfnisse von Unternehmen.
  • Expertenwissen: Zugang zu einem breiten Spektrum an Erfahrungen und Kenntnissen aus verschiedenen Technologiebereichen.
  • Schnelle Implementierung: Effiziente Einführung neuer Technologien und Strategien ohne lange Einarbeitungszeit.
  • Objektivität: Unvoreingenommene Einsichten und Ratschläge von einem externen CTO, der nicht in interne Politiken oder Voreingenommenheiten eines Unternehmens involviert ist.

Das Modell "CTO as a Service" bietet eine effiziente Lösung für Unternehmen, KMUs und Start-ups, die eine qualifizierte technische Führung benötigen, ohne dabei die Verpflichtungen einer Vollzeit-Festanstellung einzugehen.

Welche CTO-Modelle unterscheidet man?

Es gibt verschiedene Modelle des CTO-Engagements, die ihre Vor- und Nachteile haben. Die Wahl eines richtigen Modells ist für jedes Unternehmen von entscheidender Bedeutung und hat einen direkten Einfluss auf den zukünftigen Erfolg. Im Folgenden wollen wir näher auf vier CTO-Modelle eingehen, die sich je nach Beschäftigungsstrategie und - status, spezifischen Bedürfnissen eines Unternehmens und Verantwortungsebene unterscheiden. 

Inhouse CTO

Bei einem Inhouse CTO geht es um die langfristige Anstellung für die Vollzeitposition. Ein interner CTO übernimmt die vollständige Verantwortung für die Entwicklung und Vorantreibung der technologischen Vision eines Unternehmens. Dieses Vollzeit-CTO-Modell ist ideal für mittlere bis große Unternehmen mit komplexen technologischen Anforderungen, die eine kontinuierliche Führung und Entwicklung ihrer Strategie benötigen.

Vorteile:

  • Sicherstellung der langfristigen strategischen Ausrichtung durch Stabilität und Kontinuität in der technologischen Führung.
  • Tiefes Verständnis der Unternehmenskultur und spezifischer Herausforderungen und Bedürfnisse eines Unternehmens.
  • Schnelle Entscheidungsfindung und reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen durch die direkte Kommunikation mit Teammitgliedern und Stackholders.

Nachteile:

  • Die Suche und Einstellung eines guten internen CTO, der Führungskompetenz, strategische Denkweise und technisches Fachwissen mitbringen muss, ist mit einem hohen Kosten- und Zeitaufwand sowie langfristigen Verpflichtungen verbunden.
  • Darüber hinaus erfordert die Einstellung eines permanenten CTO auch ein klares Verständnis für seine Aufgaben und Erwartungen, die in einem engen Zusammenhang mit der strategischen Ausrichtung eines Unternehmens stehen.

Interim CTO

Dieses flexible externe CTO-as-a-Service-Modell hilft dabei, die strategische Führung eines Unternehmens in Übergangszeiten auf dem Kurs zu halten und kurzfristige Herausforderungen zu bewältigen, um spezifische Ziele trotz entstehender Schwierigkeiten erreichen zu können. Dieses Modell eignet sich gut für Situationen, die mit organisatorischen Veränderungen, Wachstumsstrategien, Entwicklung neuer Produkte oder Schulungen des internen Personals verbunden sind. Ein Interim CTO kann dabei helfen, eine plötzlich entstandene Führungslücke schnell zu schließen, bis ein Ersatz gefunden wird. Dabei kann ein Interim CTO nicht nur alltägliche Aufgaben eines CTO erledigen, sondern auch bei der Suche, Interviewen und sogar Schulung eines passenden Kandidaten bzw. einer passenden Kandidatin behilflich sein. Interim CTOs werden für einen bestimmten Zeitraum eingestellt und arbeiten mit einem befristeten Vertrag. 

Vorteile:

  • Flexibilität und Expertise für spezifische Projekte oder Übergangsphasen.
  • Schnelle Verfügbarkeit und Implementierung von Veränderungen.
  • Vermeidung langfristiger Verpflichtungen und Kosten.

Nachteile:

  • Mangel an langfristiger Bindung und tieferem Verständnis des Unternehmens.
  • Risiko der Abhängigkeit von externem Know-how.

Part-Time CTO

Ein Part-Time CTO oder Teilzeit-CTO ist in der Regel bei einem Unternehmen auf Teilzeitbasis für eine begrenzte Anzahl von Stunden pro Woche oder Monat angestellt. Er übernimmt den ganzen Umfang von Angaben und kümmert sich für das Erreichen strategischer Ziele im Rahmen seiner zeitlich begrenzten Engagement. Da Part-Time CTOs direkt ins Unternehmen integriert sind, interagieren sie regelmäßig mit dem Team, was zur Stärkung der Unternehmensbindung und Vertiefung des Verständnis für die Unternehmenskultur beiträgt. Dieses Modell eignet sich ideal für Startups und kleine Unternehmen, die entweder keinen Bedarf oder kein Budget für einen Vollzeit-CTO haben, aber dabei spezifische Expertise und technische Führung benötigen.

Vorteile:

  • Kosteneffizienz durch Teilzeitengagement.
  • Zugang zu Fachwissen und Erfahrung, die intern möglicherweise nicht verfügbar sind.
  • Flexibilität, um sich an wechselnde Geschäftsanforderungen anzupassen.

Nachteile:

  • Geteilte Aufmerksamkeit und begrenzte Verfügbarkeit.
  • Eingeschränkte Integration in das Unternehmen und seine Kultur.
  • Schwierigkeiten bei der Langzeitstrategie.

Fractional CTO

Ein weiteres externes CTO-Modell ist das Modell “Fractional CTO”. Wie der Name verrät, konzentriert sich ein Fractional CTO auf eine begrenzte Anzahl von spezifischen Aufgaben mit Schwerpunkt auf technologischer Beratung, strategischer Planung und Projektleitung. Die beratende Hilfe von Fractional CTOs ist von unschätzbarem Wert für Unternehmen in den frühen Phasen, die den Markt validieren und Produktstrategien testen möchten. Dieses CTO-as-a-Service-Modell eignet sich auch hervorragend für KMUs sowie Start-ups, die eine Führungsrolle für die Planung, Entwicklung und Führung von technologischen Strategien benötigen, aber über begrenzte Ressourcen verfügen. Obwohl Fractional CTOs in der Regel in Teilzeit arbeiten, sind sie in der Lage, diese strategische Rolle zu übernehmen und langfristige Strategien zu entwickeln und umzusetzen. 

Vorteile:

  • Hohe Flexibilität und Zugang zu einem breiten Spektrum an Erfahrungen und Fachwissen.
  • Kostenersparnis im Vergleich zu einer Vollzeitposition.
  • Möglichkeit, von Best Practices und Erkenntnissen aus verschiedenen Branchen zu profitieren.

Nachteile:

  • Fehlende tiefe Kenntnisse der internen Prozesse und Kultur eines einzelnen Unternehmens.
  • Potenzielle Interessenkonflikte bei der gleichzeitigen Betreuung von mehreren Kund*innen.

Welche Deliverables bietet das Modell “CTO as a Service” für Start-ups an?

Bei der Beauftragung eines externen CTO können Start-ups mit einer Vielzahl von Ergebnissen rechnen, die auf ihre spezifischen Projektanforderungen zugeschnitten sind. Hier sind einige der häufigsten Ergebnisse, die Unternehmen erwarten können:

Roadmapping und Technologiestrategie  

Ein externer CTO kann dabei helfen, eine Technologie-Roadmap zu erstellen, die die wichtigen Meilensteine, Schritte und Zeitpläne für die Einführung neuer Systeme und Technologien definiert und damit einen klaren Kurs für die technologische Reise festlegt. Als strategisches Planungswerzeug legt die Roadmap einen Grundstein für die Entwicklung einer langfristigen Technologiestrategie, die verschiedene Aspekte umfasst: von der Auswahl und Priorisierung von Technologien, über den Technologieerwerb, bis hin zur Steuerung des Technologieeinsatzes. Dabei stellt ein CTO sicher, dass festgelegte Aktivitäten und Maßnahmen zum Erreichen von technischen Zielen im Einklang mit den spezifischen Geschäftszielen des Start-ups stehen.  

Architekturlösung

Eine skalierbare, sichere und zukunftsfähige Lösungsarchitektur erfordert eine sorgfältige Analyse und Planung. Genau hier kann ein CTO ins Spiel kommen. Als technischer Visionär setzt der CTO sein Fachwissen ein, um Start-ups bei der Ermittlung von Anforderungen, der Auswahl geeigneter Technologien und dem Design der Architekturlösung zu unterstützen. Seine Aufgabe besteht darin, eine Architektur zu entwerfen, die nicht nur die aktuellen Anforderungen erfüllt, sondern auch zukünftige Geschäftsanforderungen und technologische Entwicklungen berücksichtigt und das reibungslose Funktionieren der Lösung und ihrer Komponenten gewährleistet.

MVP-Planung und -Entwicklung

Der CTO kann Start-ups sowohl bei der Planung und als auch bei der Vorantreibung der MVP-Entwicklung umfangreich unterstützen. Ein qualifizierter CTO ist in der Lage, die vollständige Verantwortung für die technische Umsetzung des Projekts zu übernehmen und verschiedene technologische Entscheidungen zusammen mit dem Start-up-Team und anderen Stakeholders zu treffen. Von der Definition von Anforderungen und der Auswahl des Technologie-Stacks bis zu der Validierung der Idee auf dem Markt und dem Aufbau des Produktoptimierungsprozesses - der CTO spielt eine zentrale Rolle in jeder Phase der MVP-Entwicklung. 

Innovation und R&D

Falls sich ein Start-up für die Einführung innovativer Technologien entscheidet, kann ein CTO dabei Unterstützung bieten und die Leitung im Bereich Forschung und Entwicklung (Research & Development) übernehmen. Seine Kenntnisse über aktuelle Trends, technologische Standards und Compliance-Vorschriften tragen dazu bei, die effizientesten innovativen Lösungen zu entwickeln und Startups auf dem Weg zur technologischen Spitzenleistung zu führen. Darüber hinaus spielt ein CTO eine entscheidende Rolle bei der Schaffung und Förderung der Innovationskultur, die als wichtiger Faktor für den Erfolg von Start-ups gilt.

Projektführung

Ein CTO kann Start-ups dabei helfen, eine Führungslücke bei der Leitung technischer Projekte für einen bestimmten Zeitraum zu schließen. In dieser Rolle übernimmt er die Verantwortung für die Organisation der Zusammenarbeit, um eine reibungslose Projektumsetzung sicherzustellen. Dabei kümmert sich ein CTO um verschiedene Aspekte der Projektführung. Einerseits ist er in der Lage, Start-ups in der Anfangsphase bei der strategischen Projektplanung und Zielausrichtung zu unterstützen. Andererseits sorgt ein CTO für die Gestaltung und Optimierung von Arbeitsprozessen, um das Projekt am Laufen zu halten. Dies umfasst ein breites Spektrum von Tätigkeiten wie die Verwaltung von Ressourcen und Budgets, Teamführung, Risikomanagement, Qualitätssicherung und Kommunikationsmanagement.

Teambuilding und -schulung

Ein starkes Team mit den passenden Kompetenzen ist essenziell für den Erfolg jedes Start-ups. Das CTO-as-a-Service-Modell ermöglicht es Start-ups, einen CTO einzustellen, der die Verantwortung für die Talentsuche, die Rekrutierung und den Aufbau eines technischen Teams übernimmt. Ein guter CTO muss sicherstellen, dass das Start-up-Team aus den richtigen Spezialist*innen besteht, die die allgemeine technische Vision verstehen und die notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Arbeitserfahrungen mitbringen. Darüber hinaus kümmert sich ein CTO um die Schaffung einer technologiefreundlichen Atmosphäre, in der Weiterentwicklung und Entfaltung möglich sind, und bietet Unterstützung bei der Schulung und beim Mentoring verschiedener Teammitglieder.

Den passenden CTO auswählen: Eine Checkliste

Es ist keine einfache Aufgabe, die richtigen Entwickler für Start-ups zu finden. Aber einen guten CTO zu finden ist eine echte Herausforderung. Als die Führungsperson muss ein CTO über starke Führungsqualitäten und strategisches Denken verfügen. Aus dem technischen Standpunkt ist ein fundiertes Fachwissen im Bereich Technologie von entscheidender Bedeutung. Als Bindeglied zwischen dem Management und der Entwicklungsabteilung muss ein guter CTO hervorragende Kommunikationsfähigkeiten mitbringen. Um eine(n) passende(n) Kandidat*in zu finden und auszuwählen müssen Start-ups auch eine Reihe von internen Faktoren wie Teamgröße, Produktvision, strategische Ausrichtung und vieles mehr berücksichtigen. Als Grundlage für die Suche und Auswahl kann man die folgenden Kriterien benutzen, die einen umfassenden Überblick über erforderliche Eigenaschaften eines guten CTO geben.

12 Tipps für bessere Reden

Als Gründer bzw. Chef musst du öfter Reden halten – ob bei der Weihnachtsfeier, dem Neujahrsempfang oder auch im Rahmen von (Vertriebs-)Kick-offs. Hier liest du 12 Tipps, die dir das Redenhalten erleichtern und deine Inhalte bei deinen Zuhörern noch besser ankommen lassen.

Bei Reden erlahmt oft das Interesse der Zuhörer nach wenigen Minuten. Dabei blicken sie der Rede, beispielsweise der ihres Chefs, meist durchaus gespannt entgegen – sofern sie dessen langatmige „Ansprachen“ nicht schon kennen. Die gute Nachricht: Es ist gar nicht so schwer, sein Publikum als Redner zu begeistern.

Zwölf Tipps, wie dir dies als Redner gelingt:

Tipp 1: Glaubwürdig und authentisch sein

Der Erfolg einer Rede hängt stark davon ab, inwieweit der Redner die Sympathie seiner Zuhörer gewinnt. Doch wie gewinnt ein Redner diese? Vor allem dadurch, dass er authentisch wirkt. Die Rede sollte ihm also auf den Leib geschneidert sein. Unglaubwürdig wirkt es, wenn ein Erbsenzähler sich als Witzbold präsentiert oder ein Einzelkämpfer sich verbal mit den Anwesenden verbrüdert. Also gehen die Zuhörer auf Distanz.

Tipp 2: Die Zuhörer auf eine „Gedankenreise“ mitnehmen

Ein Redner gleicht einem Reiseführer. Er nimmt seine Zuhörer mit auf eine Gedankenreise – zum Beispiel durch das kommende Geschäftsjahr. Also sollte er sich im Vorfeld überlegen: Was ist der Anlass der Reise? Wohin soll sie gehen? Und: Wer nimmt an der Reise teil? Erst danach sollte er das Reiseprogramm, also den Inhalt und Ablauf der Rede, planen.

Tipp 3: Sich vorab überlegen: Wer ist mein Gegenüber?

Beim Planen deiner Rede solltest du wissen: Wer sitzt mir gegenüber? Und: Welche Beziehung besteht zwischen den Zuhörern? Kennt ihr euch gut oder seht ihr euch nur einmal jährlich? Gehört ihr derselben Organisation an oder nicht? Denn wenn deine Zuhörer Tag für Tag zusammenarbeiten, haben sie gemeinsame Erfahrungen: Auf diese kannst du dich beziehen. Sehen sie sich hingegen nur einmal pro Jahr, musst du auf andere Elemente zurückgreifen, um ihr Ohr zu finden. Zum Beispiel die Entwicklung in der Branche. Oder solche branchenübergreifenden Themen wie die „Digitalisierung“.

Tipp 4: Mit den Zuhörern kommunizieren

Ein guter Redner kommuniziert mit seinen Zuhörern – selbst wenn nur er spricht. Zum Beispiel mit den Augen. Trage deshalb deine Rede so frei wie möglich vor. Sprich das Publikum auch persönlich an – jedoch nicht, indem du alle zwei, drei Minuten die Floskel „Meine sehr verehrten Damen und Herren“ verwendest. Stelle den Zuhörern vielmehr rhetorische Fragen wie „Kennen Sie folgende Situation, ...?“ oder „Geht es auch Ihnen so, dass ...?“. Integriere zudem Beispiele aus der Erfahrungswelt der Zuhörer in deine Rede. Auch ein Schuss Humor und Selbstironie schadet nie.

Tipp 5: Sich kurz fassen und den Anlass bedenken

Je kürzer eine Rede ist, umso besser ist sie meist. Eine Festrede zur Weihnachtsfeier sollte maximal fünfzehn Minuten dauern. Denn bei einer Weihnachtsfeier steht das gemeinsame Feiern zentral. Anders ist dies bei einer Rede zum Beispiel bei einem Vertriebs-Kick-off zu Jahresbeginn. Sie soll die Zuhörer auf die Herausforderungen im neuen Jahr einstimmen. Also kann die Rede mehr Information enthalten und einen appellativeren Charakter haben.

Tipp 6: Auf die Kernbotschaften konzentrieren

Eine Rede sollte höchstens drei Kernbotschaften enthalten. Zum Beispiel: Die Arbeitsplätze sind sicher. Unser Unternehmen sieht einer rosigen Zukunft entgegen. Und: Dass es unserem Betrieb gut geht, verdanken wir dem Einsatz aller Mitarbeiter.

Tipp 7: Die „Gedankenreise“ vorab planen

Für das inhaltliche Planen deiner Rede kannst du die Mindmapping-Methode nutzen. Sie funktioniert wie folgt: Schreibe in die Mitte eines Blatt Papiers das Thema oder den Anlass der Rede. Zum Beispiel: „Unternehmensstrategie 2019“. Notiere dann entlang von Linien, die von diesem Zentrum ausgehen, alles, was dir zum Thema einfällt. Zum Beispiel: „Innovation“, „Digitalisierung““, „Vertrieb“. So bekommst du einen Überblick über die möglichen Inhalte der Rede. Und wenn du merkst, es wird zu viel? Dann streiche einfach einige (Seiten-)Arme.

Tipp 8: Knackig einsteigen, feurig enden

Plane den Beginn und Schluss deiner Rede besonders sorgfältig. Wie aufmerksam das Publikum dir zuhört, hängt weitgehend vom Einstieg ab. Gute Einstiege sind Anekdoten. Bauen deine Rede dramaturgisch auf. Alles sollte auf ein Finale zustreben, das dafür sorgt, dass deine Rede dem Publikum im Gedächtnis bleibt – ähnlich wie bei einem Feuerwerk.

Tipp 9: Kurze, aussagekräftige Sätze

Eine Rede sollte aus möglichst kurzen Sätzen bestehen. Schachtelsätze sind schnell unverständlich und beinhalten die Gefahr, dass der Redner sich verheddert. Dann ist bei ungeübten Rednern oft der Rest der Rede gelaufen. Denn sie werden nervös und verhaspeln sich immer häufiger. Und irgendwann wartet das Publikum nur noch auf Versprecher.

Tipp 10: Eine aktive und bildhafte Sprache

Wichtig ist eine aktive Sprache. Also zum Beispiel „Wir planen ...“ statt „Unsere Planung sieht vor ...“ Durchforste dein Manuskript nach substantivierten Verben wie „Durchführung“ und „Neuorientierung“. Taucht ein solches Wort auf, kannst du davon ausgehen: Diese Aussage kann man verständlicher formulieren.
 
Tipp 11: Die Rede laut üben

Sicherheit gewinnst du vor allem durch eine gute Vorbereitung. Hierzu zählt das laute Üben der Rede. Speziell den Einstieg, das Ende und die Übergänge zwischen den Redepassagen solltest du so lange üben, bis du diese sozusagen auswendig kennst. Stoppe beim Üben auch die Dauer der Rede, damit du die vorgesehene Zeit nicht überschreitest.

Tipp 12: Bei Pannen die Ruhe bewahren

Gerate nicht in Panik, wenn du dich bei deiner Rede – trotz guter Vorbereitung – mal versprichst oder den roten Faden verlierst. Denn das Redenhalten ist nicht dein Hauptjob. Deshalb tragen kleine Patzer eher dazu bei, dass du authentisch wirkst.

Die Autorin Barbara Liebermeister leitet das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt und Autorin u.a. des Buchs „Digital ist egal: Mensch bleibt Mensch – Führung entscheidet“


Homeoffice-Pauschale 2024: Wer zahlt was?

Das Homeoffice ist in der Arbeitswelt angekommen. Und der Gesetzgeber hat reagiert – mit dauerhaft entfristeten und erhöhten Homeoffice-Pauschalen und angepassten Regelungen zum häuslichen Arbeitszimmer. Was jetzt gilt, erklärt André Rogge, Steuerberater bei Ecovis.

Viele Arbeitnehmer*innen verbringen einen Teil ihrer Arbeitszeit mittlerweile im Homeoffice und fragen sich: Wer zahlt die Kosten dafür? Einigen sich Arbeitgebende und Arbeitnehmende auf eine Homeoffice-Regelung, so müssen Arbeitgebende dafür sorgen, dass ihren Beschäftigten alle notwendigen Arbeitsmittel zur Verfügung stehen. Dazu gehören zum Beispiel PC, Laptop oder auch ein Telefon. Laufende Kosten für das Telefon oder Handy können Chef*innen pauschal in Höhe von 20 Prozent (höchstens 20 Euro monatlich) ohne Einzelnachweis erstatten. Alternativ dazu können Arbeitnehmende für einen repräsentativen Zeitraum von drei Monaten den beruflichen Anteil für das gesamte Jahr nachweisen. Internetkosten lassen sich mit Nachweis bis zu 50 Euro monatlich pauschal besteuern.

Steuern sparen mit der Homeoffice-Pauschale

Mit verschiedenen Regelungen zum Homeoffice und zum häuslichen Arbeitszimmer lassen sich zudem Steuern sparen. Die Regierung hat die Homeoffice-Pauschale dauerhaft entfristet. Sie beträgt inzwischen sechs Euro pro Tag. Beschäftigte können so bis zu 1.260 Euro pro Jahr absetzen, also für insgesamt bis zu 210 Tage im Jahr. Die Pauschale gilt auch, wenn kein eigenes Arbeitszimmer zur Verfügung steht. Sie lässt sich allerdings nicht neben der Werbungskostenpauschale in Höhe von 1.230 Euro pro Jahr berücksichtigen. Zumindest erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, schneller über den Pauschbetrag zu kommen und zusätzliche Kosten geltend machen zu können.

Arbeiten gemeinsam veranlagte Ehepartner im Homeoffice, können beide die Homeoffice-Pauschale in Anspruch nehmen. Damit will der Gesetzgebende Familien mit kleineren Wohnungen ohne separates Arbeitszimmer entlasten. Die Zeit, die Beschäftigte im Homeoffice verbringen, müssen sie aufzeichnen und in geeigneter Form glaubhaft machen. Sie sollten darauf achten, dass die Angaben in der Steuererklärung zusammenpassen. Ein Abzug von Pendler- und Homeoffice-Pauschale am selben Tag ist nicht möglich.

Häusliches Arbeitszimmer

Wer über ein eigenes Arbeitszimmer verfügt, kann pauschal 1.260 Euro pro Jahr absetzen, wenn es den Mittelpunkt der gesamten beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit bildet. Mit Nachweis lassen sich auch höhere tatsächliche Kosten berücksichtigen. Es gilt zu prüfen, was am vorteilhaftesten ist: Homeoffice-Pauschale oder Absetzen des häuslichen Arbeitszimmers. Und dabei sollen weitere Werbungskosten und Angaben zur Pendlerpauschale im Auge behalten werden.

Klimafreundlich verpacken

Wie du mit geringem Aufwand nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch deinen Versand optimieren kannst.

Emissionen zu reduzieren und nachhaltiger zu leben gehört zu einer der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit – nicht nur aus gesellschaftlicher Perspektive. Insbesondere für Unternehmen gewinnt das Thema zunehmend an Wichtigkeit. Denn Faktoren wie die steigende CO2-Bepreisung oder das hohe Kund*innenbewusstsein für umweltschonendes Handeln machen eine klimafreundliche Ausrichtung für den Erfolg des eigenen Start-ups unerlässlich. Doch wie können Gründer*innen ihr Unternehmen grüner gestalten?

Auf der Suche nach Optimierungsmöglichkeiten sollte ein gesondertes Augenmerk der Logistik gelten – denn in puncto Verpackungen und Versand lässt sich mit zahlreichen Faktoren die Klimabilanz verbessern. Passende Versandkartons und das richtige Füllmaterial sparen nicht nur Emissionen, sondern helfen auch dabei, Abläufe effizienter zu gestalten und somit Kosten zu sparen. Vier Faktoren spielen bei der Transformation des Versands und der Steigerung der Effizienz eine zentrale Rolle.

1. Die passende Größe

Egal ob innovatives Technologieprodukt, nachhaltige Naturkosmetik oder neuartiges Nahrungsergänzungsmittel – wollen Start-ups die Produkte an ihre Kund*innen bringen, geschieht dies meist über den Versandweg. Damit alles reibungslos läuft, ist eine passende Verpackung unerlässlich. Ob sich ein Karton für das Verschicken deines Produkts jedoch wirklich eignet, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Zuerst gilt es, die passende Größe zu finden. Denn in verschickten Paketen befindet sich häufig eins: Luft! Der überflüssige Freiraum geht jedoch zulasten der Umwelt, da das Versenden von größeren Paketen mehr Abgase freisetzt. Und wer neben dem Produkt zu viel Platz lässt, verursacht nicht nur höhere Emissionen, sondern gefährdet zudem die Sicherheit der Ware. Denn kann der Inhalt verrutschen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es während des Versandprozesses zu Beschädigungen kommt.

Damit die Lieferung ohne Komplikationen zu deinen Kund*innen gelangt, solltest du also darauf achten, den Inhalt ungefähr zwei Fingerbreit von der Außenwand des Kartons zu platzieren. So bleibt genug Freiraum, der sich im weiteren Packprozess mit Polstermaterial auffüllen lässt – ein starkes Verrutschen wird vermieden. Zudem spart ein passender Karton Geld, denn die meisten Versanddienstleister*innen errechnen ihre Portokosten nicht nur anhand des Gewichts, sondern auch nach der Größe der Lieferung. Durch die Optimierung der Größe deiner Versandverpackung kannst du somit sowohl deine Ausgaben senken als auch deinen CO2-Fußabdruck verringern.

2. Material sparen

Neben den passenden Maßen spielt auch die Dicke des Kartons eine entscheidende Rolle bei der Transformation zu einem klimafreundlichen Versand. Viele Verpackungshändler*innen bieten in ihrem Sortiment neben Kartons in einwelliger Ausführung auch Varianten mit doppellagiger Wellpappe an. Diese sorgen durch ihre dickeren Außenwände zwar für höheren Schutz, kosten jedoch mehr und sind in ihrer Herstellung materialintensiver. Auf der Suche nach dem richtigen Karton solltest du dir daher immer die Frage stellen, ob dein Produkt wirklich eine zusätzliche Absicherung benötigt. Für einen Großteil der verschickten Waren reichen die einwelligen Ausführungen aus und es lohnt sich nicht, auf materialintensivere Varianten mit doppellagiger Wellpappe zurückzugreifen – für das Versenden von empfindlichen Gütern ergibt es hingegen Sinn.

Um darüber hinaus noch mehr Ressourcen zu sparen, kannst du auf Kartons mit einem Anteil aus Grasfasern zurückgreifen. Mithilfe einer Kombination aus Gras- und Recyclingpapier entstehen die nachhaltigen Kartons, deren Produktion weniger Wasser und Energie benötigt als die von herkömmlichen Ausführungen aus Holzzellstoff. Zudem sorgt die hohe regionale Verfügbarkeit von Gras für eine bessere CO2-Bilanz bei der Herstellung.

3. Nachhaltiges Füllmaterial nutzen

Wie heißt es so schön? Auf die inneren Werte kommt es an – nicht anders verhält es sich beim Thema Verpackungen. Denn für einen sicheren Versand braucht es neben dem passenden Transportkarton auch die richtige Polsterung. Vor allem zerbrechliches Versandgut sollte mithilfe von Füllmaterial gegen Stürze oder andere Einwirkungen von außen geschützt sein. Wenn du beim Sichern deiner Ware jedoch nicht auf herkömmliche Folienartikel zurückgreifen willst, bieten klimafreundliche Alterna­tiven wie Recyclingpapier die Lösung. Zum einen lassen sich Papierpolster einfach verarbeiten und verfügen über ein hohes Maß an Stabilität, was das Verrutschen der Produkte im Karton verhindert. Zum anderen können sie nach ihrer Nutzung ohne weitere Probleme wieder in die Kreislaufwirtschaft zurückgeführt werden. Neben klassischem Packpapier bietet zudem hochwertige Packseide eine gute Möglichkeit, Produkte zu sichern und das Paket auch optisch aufzuwerten. Mithilfe des chlor- und säurefreien Füllmaterials lassen sich insbesondere zerbrechliche Artikel klimafreundlich und sicher verpacken. Damit ein Produkt sicher zur Kundschaft gelangt, braucht es somit keine Produkte aus Kunststoff.

4. Auf Papierklebeband vertrauen

Sind der passende Karton und das richtige Polstermaterial gefunden, fehlt nur noch ein verlässliches Klebeband, um den Verpackungsprozess wortwörtlich abzuschließen. Genau wie beim Füllmaterial kannst du auch bei den Verschlussmaterialien aus einem großen Sortiment wählen. Dabei setzt sich jedes Klebeband aus einem Trägermaterial und der Klebemasse zusammen. Zu häufig genutzten Trägermaterialien gehören Polyvinylchlorid (PVC) oder Polypropylen (PP). Diese bieten zwar den Vorteil hoher Widerstandsfähigkeit und einer flexiblen Anwendung, lassen sich aber nicht ohne Weiteres in die Kreislaufwirtschaft zurückführen. Denn wurde ein Karton mit einem PP- oder PVC-Klebeband verschlossen, müssen die Verbraucher*innen erst die Klebereste vom Paket entfernen, oder die Trennung der Stoffe erfolgt in Recyclinganlagen.

Als umweltfreundliche Alternative kannst du stattdessen Papierklebeband nutzen. Wie der Name bereits verrät, besteht das Trägermaterial aus Papier – zusammen mit einem Karton aus Grasfasern und Packpapier entstehen somit nachhaltige Einstofflösungen, die sich problemlos in die Kreislaufwirtschaft zurückführen lassen. In puncto Verlässlichkeit musst du dabei keine Abstriche machen, denn Papierklebebänder mit Naturkautschukkleber gewährleisten eine hohe Klebkraft. Ein weiterer Vorteil: Da sich das Papierklebeband einfach per Hand abreißen lässt, fällt die Handhabung im Alltag leicht.

Stolperfallen kennen

Nicht nur Verbraucher*innen legen immer mehr Wert auf nachhaltige Verpackungen. Auch vonseiten des Gesetzgebers gibt es zahlreiche Regularien und Gesetze, die umweltbewusstes Handeln begünstigen oder voraussetzen. So verpflichtet das 2019 in Kraft getretene Verpackungsgesetz (kurz VerpackG) jeden, der Verpackungen in den Umlauf bringt, dazu, sich im Anschluss an der Verwertung finanziell zu beteiligen. Das betrifft insbesondere junge Unternehmen, die ihre Ware über den Postweg verschicken. Denn laut Definition gelten (Online-)Händler*innen als sogenannte Erstinverkehrbringer*innen und sind somit von der erweiterten Produktverantwortung betroffen. Bevor Produkte verschickt werden, besteht vor dem ersten Versand die Verpflichtung, sich bei der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister LUCID zu registrieren. Anschließend muss die weitere Lizensierung durch ein duales System erfolgen. Bei Missachtung der Vorgaben drohen empfindliche Geldbußen in Höhe von bis zu 200.000 Euro, weshalb vor allem junge Unternehmer*innen darauf achten sollten, alle Vorgaben zu erfüllen.

Da die Kosten für die Verwertung von umweltfreundlichen Materialen geringer sind als bei Kunststoffprodukten, lohnt es sich auch hier, den Versand grüner zu gestalten. Wenn du dir unsicher bist, welche Verpackung sich für dein Produkt eignet oder inwiefern du vom VerpackG betroffen bist, lohnt es sich zudem, an einen versierten Verpackungsdienstleister heranzutreten und offene Fragen zu klären.

Der Autor Jens Mühlenbruch ist Vertriebs- und Projektentwickler bei der BB-Verpackungen GmbH. Als Experte hilft er Geschäftskund*innen dabei, Versand- und Verpackungsprozesse zu optimieren.

Von jungen Menschen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen

Welche Vorteile es hat, wenn Gründer*innen in jungen Jahren ihr Business starten.

Jedes moderne Land auf der Welt braucht Menschen, die in den Betrieben arbeiten und hier für das notwendige Wachstum sorgen, damit man sich an der Spitze etablieren kann. Doch gleichzeitig ist es auch wichtig, dass sich stets neue Unternehmen entwickeln, welche Wege gehen, die vorher noch nicht beschritten worden sind. Vor allem in Zeiten des demographischen Wandels und in Anbetracht des Fakts, dass immer mehr Menschen ins Rentenalter eintreten, werden neue Macher*innen gebraucht, die den mutigen Schritt in Richtung Selbstständigkeit gehen. Vor allem junge Menschen sind hier oftmals jene, die sich trauen und mit dem Antrieb, den die Jugend mit sich bringt, ihre Arbeit auf eigene Rechnung angehen.

Der Schritt in die Selbstständigkeit kann dabei bedeuten, dass auch ein Stück Freiheit im beruflichen Leben vorhanden ist, denn hier haben wir den idealen Gestaltungsspielraum, der besonders wertvoll ist. Gerade in der heutigen digitalen Welt gibt es zahlreiche Betätigungsfelder, mit welchen es gelingen kann, das eigene Business schnell zu skalieren und am Ende erfolgreich zu sein, was sich dann auch monetär lohnt.

Zunächst scheint es ein schwieriger Schritt zu sein, doch auch hier entwickeln sich Automatismen

Gerade zu Beginn der Tätigkeit im eigenen Unternehmen ist es der Fall, dass viele Neuerungen auf uns warten. Beispielsweise sehen wir uns mit der unbedingten Notwendigkeit von erfolgreichem Marketing konfrontiert. Hier bietet die digitale Welt mit den sozialen Medien deutlich stärkere Chancen als es vergangene Jahre und Jahrzehnt taten. Durch die Nutzung der Medien gelingt es nicht selten, schnell zu Bekanntheit zu gelangen und so die gewünschte Zielgruppe zu erreichen. Mit der Zeit ist es auch in der Selbstständigkeit so, dass sich bestimmte Automatismen entwickeln, die dann dazu führen, dass wir uns wieder auf neue Felder stürzen können und Entwicklung betreiben.

Vor allem im jungen Alter können wir hier noch freier sein

Die meisten Menschen sind mit verschiedenen Verpflichtungen im Leben konfrontiert und müssen mit denen umgehen. Vor allem junge Menschen genießen dabei noch, nicht zu viele Verpflichtungen zu haben und noch frei entscheiden zu können. Es ist ein großer Vorteil, der auch bei der Gründung eines Unternehmens eine wichtige Rolle spielt. Wer noch keine Familie ernähren muss oder eine Hypothek abzahlt, der kann auch mehr Risiko gehen und sich dafür entscheiden, das Hobby oder die Leidenschaft zum Beruf zu machen. Verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung sind auf dem Feld der Gründung gegeben, sodass auch die finanzielle Hürde auf ein geringeres Maß zu begrenzen ist. Die Möglichkeit, noch lange das eigene Unternehmen entwickeln zu können, nimmt ein wenig Stress aus dem Unternehmensbeginn und besteht vor allem dann, wenn wir uns bereits in jungen Jahren dazu entscheiden, auf eigene Faust zu arbeiten und mit einem Unternehmen die Vielfalt am Markt zu bereichern.

Wir brauchen mutige Macher*innen, die etwas bewegen wollen

In einer Gesellschaft ist es enorm wichtig, dass verschiedene Menschen und Charaktere unterschiedliche Aufgaben übernehmen. So kann es gelingen, wirtschaftlich nach vorne zu kommen und auch so viele Menschen wie möglich in die Situation zu bringen, in ihrer jeweiligen Lebensphase zufrieden zu sein. Gebraucht werden dabei auch mutige Macher, welche sich dazu entscheiden, selbstständig zu werden und mit einem eigenen Unternehmen an den Start zu gehen, welches sich dann entwickelt.

Kassen - Was man als Start-up beachten sollte

Worauf junge Unternehmen bei der Auswahl und Implementierung von Kassensystemen achten sollten.

In der dynamischen Welt der Start-ups dreht sich alles um Innovation, Effizienz und Skalierbarkeit. Eine Komponente, die dabei oft unterschätzt wird, ist das Kassensystem. Es mag vielleicht nicht das erste sein, was einem in den Sinn kommt, wenn man an ein Hightech-Start-up denkt, doch ein effizientes, zuverlässiges und konformes Kassensystem ist essentiell für den erfolgreichen Betrieb eines jeden Einzelhandelsgeschäfts oder Gastronomieunternehmens. In diesem Beitrag beleuchten wir, worauf junge Unternehmen bei der Auswahl und Implementierung von Kassensystemen achten sollten.

Die Bedeutung eines passenden Kassensystems

Ein Kassensystem ist mehr als nur ein Mittel, um Verkäufe zu tätigen und Einnahmen zu verbuchen. Es ist das Herzstück des täglichen Betriebs und spielt eine entscheidende Rolle bei der Inventur, der Kundenverwaltung, dem Reporting und in vielen Fällen auch bei der Buchhaltung. Ein gut ausgewähltes System kann das Wachstum eines Start-ups fördern, indem es effiziente Abläufe ermöglicht und wertvolle Einblicke in das Kaufverhalten der Kunden liefert. Das Kassensystem muss zudem zum Geschäftsprozess selbst passen – für mobile Ansprüche wäre das eine mobile Kasse für Start-ups und Gründer, für den Einzelhandel wiederum könnte eine SB-Kasse interessant sein, bei der die Kunden selbst bezahlen.

Auswahl des richtigen Systems

Die Wahl des richtigen Kassensystems kann eine Herausforderung sein, insbesondere für Start-ups, die möglicherweise noch dabei sind, ihre internen Prozesse zu definieren und zu optimieren. Hier sind einige zentrale Punkte, die es zu beachten gilt:

  • Anpassungsfähigkeit: Start-ups wachsen und entwickeln sich oft schnell. Das Kassensystem sollte flexibel genug sein, um mit dem Unternehmen zu wachsen und sich an veränderte Anforderungen anzupassen.
  • Integration: Die Fähigkeit, sich nahtlos in andere Systeme und Softwarelösungen einzufügen, ist entscheidend. Ein gutes Kassensystem sollte in der Lage sein, mit Buchhaltungssoftware, Inventurmanagement-Systemen und anderen Tools zu kommunizieren.
  • Benutzerfreundlichkeit: Ein intuitives, leicht zu bedienendes Kassensystem kann die Einarbeitungszeit für Mitarbeiter verkürzen und die Effizienz steigern.
  • Compliance: Abhängig von der Region und Branche gibt es unterschiedliche gesetzliche Anforderungen an Kassensysteme, insbesondere im Hinblick auf Fiskalisierung und Datenschutz. Ein nicht konformes System kann zu erheblichen Strafen führen.

Gesetzliche Anforderungen und Compliance

Compliance ist ein entscheidender Faktor bei der Auswahl eines Kassensystems. Startups müssen sicherstellen, dass ihr System den lokalen Fiskalgesetzen entspricht und alle Transaktionen ordnungsgemäß dokumentiert. Datenschutz ist ebenfalls ein kritisches Thema, insbesondere im Hinblick auf die Verarbeitung und Speicherung von Kundendaten. Es ist ratsam, rechtliche Beratung in Anspruch zu nehmen, um sicherzustellen, dass alle Anforderungen erfüllt sind.

Kostenmanagement

Für Start-ups ist es wichtig, Kosten im Blick zu behalten. Die Kosten für Kassensysteme variieren stark, abhängig von Funktionen, Skalierbarkeit und Support: Eine gründliche Kosten-Nutzen-Analyse sollte durchgeführt werden, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Es ist auch wichtig zu berücksichtigen, dass die billigste Option nicht immer die kosteneffizienteste ist, insbesondere wenn es um langfristige Wachstumspläne und die Notwendigkeit der Skalierung geht. Auch eine intensive Vorabrecherche ist wichtig, um möglichst viele Anbieter von Kassensystemen zu ermitteln – es gibt hierfür keine Vergleichsportale.

Fazit

Ein passendes, zuverlässiges und konformes Kassensystem ist für Start-ups unerlässlich, um erfolgreich zu operieren und zu wachsen. Die Auswahl des richtigen Systems erfordert eine gründliche Überlegung und Planung, wobei Faktoren wie Anpassungsfähigkeit, Integration, Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit, Compliance und Kosten berücksichtigt werden müssen. Mit der richtigen Wahl können Start-ups nicht nur ihren täglichen Betrieb optimieren, sondern auch wertvolle Einblicke in ihr Geschäft gewinnen und so die Grundlage für nachhaltiges Wachstum schaffen.

Schreibstil: So formulieren Sie überzeugend

Wer sich selbstständig machen will, kommt am Briefe schreiben nicht vorbei. Dabei landen Kundenbriefe, die durch abgedroschene Floskeln und andere schriftliche Unsitten "glänzen", landen schneller als gedacht im Papierkorb. Wenn Sie Ihr Unternehmen überzeugend präsentieren wollen, müssen Sie kundenorientiert, konkret und modern formulieren.

Kennen Sie das auch? Sie bekommen von einem Kunden oder Lieferanten ein Schreiben und denken: Können die nicht so schreiben, dass ich das auch verstehe? In der Geschäftskorrespondenz finden sich oft Worthülsen oder Standardsätze wieder, die verstaubt und veraltet sind. Im modernen Geschäftsbrief wird hingegen eine klare und verständliche Sprache gewählt. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

Kleines Versehen, großer Datenverlust

Daten haben sich mittlerweile zu einer wichtigen Währung entwickelt. Ihr Verlust kann fatal für Unternehmen sein. Es ist daher notwendig, sich gegen Cyberbedrohungen zu schützen. Doch einige Gründe für Datenverluste haben ihren Ursprung woanders – nämlich intern. Wir klären auf.

In den letzten Jahren ist das Risiko von Cyberattacken für Unternehmen gestiegen. Das Jahr 2023 ist dabei keine Ausnahme. Tatsächlich ist die Cyberbedrohung in diesem Jahr so hoch wie noch nie, wie das BSI in seinem Lagebericht zur IT-Sicherheit in Deutschland feststellt. Besonders Ransomware ist die beliebteste Methode von Hacker*innen, um vor allem große, zahlungsstarke Unternehmen anzugreifen. Dabei werden wichtige Daten von Cyberkriminellen verschlüsselt, für deren Freigabe anschließend ein Lösegeld gefordert wird. Doch während sich Unternehmen gegen Angriffe von außen wappnen, sollten Risiken innerhalb des Unternehmens nicht vernachlässigt werden.

Wo Menschen arbeiten passieren Fehler. Das bedeutet nicht, dass alle manuellen Tätigkeiten automatisiert werden sollten oder Prozesse gar ohne Fachkräfte funktionieren. Aber Unternehmen sollten dieses Risiko einbeziehen. Eine Studie des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass Handlungen, die zu Datenverlusten führten, in Jahr 2023 zu 25 Prozent von unabsichtlich handelnden Mitarbeitenden ausgingen. Vor zwei Jahren lag dieser Wert noch bei 42 Prozent. Damit dieser Trend weiterhin negativ bleibt, sollten Unternehmen in drei Bereiche investieren: Aufklärung, Backups und Kontrolllösungen.

Die Schwierigkeit mit SaaS

Immer mehr Unternehmen nutzen mittlerweile Software-as-a-Service-Lösungen, kurz SaaS. Diese bieten viele Vorteile vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen, denn sie sind oft eine stressfreie und kosteneffiziente Lösung. Doch der Umgang sollte gelernt sein, denn anscheinend birgt die Sicherung von SaaS-Daten ein hohes Risiko für Datenverluste. Eine ESG-Studie von TechTarget zeigt, dass über die Hälfte der Befragten Unternehmen schon mal SaaS-Daten verloren hat. Cyberattacken sind in 34 Prozent der Fälle für den Verlust dieser Daten verantwortlich. Versehentliches Löschen liegt mit 33 Prozent fast gleichauf. Der Wert ist erschreckend hoch.

Wie kann man diesen Prozentsatz reduzieren? Ein entscheidender Punkt ist die Aufklärung und Schulung der Endanwender*innen, also der Mitarbeitenden, die die Software täglich benutzen. Viele der Nutzer*innen gehen – ebenso wie Unternehmen – davon aus, dass die Daten, die sie in den Anwendungen erstellen, automatisch gesichert werden. Durch Schulungen kann ein sicherer Umgang mit der Software sowie mit wichtigen Daten gewährleistet werden. Ein erster Schritt ist es, sich der Sensibilität von Daten bewusst zu werden. So gewinnt auch die Wichtigkeit von Datensicherung an Brisanz.

Richtig abgesichert

Den Grundstein für eine solide Strategie im Bereich Cybersicherheit stellt die Datensicherung dar. Eine gut geplante Backup-Strategie ermöglicht es Unternehmen, ihre Daten regelmäßig zu sichern und im Falle eines Angriffs schnell wiederherzustellen. Auch bei einem erfolgreichen Ransomware-Angriff befinden sich Unternehmen in einer vorteilhafteren Lage, wenn ihre Daten an verschiedenen Orten gespeichert sind. Deshalb stellen Backups die letzte Verteidigungslinie gegen Cyberkriminelle dar – und eben auch gegen interne, versehentliche Löschungen. Doch die stetig wachsende Komplexität moderner Backup-Umgebungen, insbesondere mit der Integration von Cloud- und SaaS-Diensten, erschwert die Aufgabe der Backup-Administrator*innen erheblich. Das Hinzufügen neuer Plattformen und Technologien führt zu einem erhöhten Verwaltungsaufwand und stellt neue Anforderungen an die Überwachung und Fehlerbehebung. Die manuelle Identifizierung und Behebung von Problemen in solch komplexen Umgebungen erfordert beträchtliche Zeit und Ressourcen, die oft nicht verfügbar sind. Dies führt zu einem erhöhten Risiko von Ausfällen, Datenverlust und unzureichender Datenwiederherstellung.

Was ist Monitoring und Reporting?

Um diese Hürden zu meistern, können hochautomatisierte Backup-Monitoring- und -Reporting-Lösungen zum Einsatz kommen. Diese Tools gewährleisten mit dem Blick von außen, dass Administrator*innen die Kontrolle über die Umgebung erhalten. Ein gutes Backup-Monitoring-System ist entscheidend, um sicherzustellen, dass Backups ordnungsgemäß durchgeführt und mögliche Probleme oder Fehler erkannt und behoben werden können. Automatische Benachrichtigungen über fehlgeschlagene Backups, unvollständige Sicherungen oder Speicherplatzprobleme sind hierbei hilfreich. Backup-Monitoring und -Reporting-Lösungen sind darüber hinaus besonders wichtig für Audits und Compliance-Anforderungen. Häufig müssen Unternehmen nachweisen können, dass ihre Daten regelmäßig und zuverlässig gesichert werden.

Mithilfe eines umfassenden Reportings wird die Erstellung von Berichten über den Status der Backups, die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien und die Nachverfolgung von Änderungen an den Backup-Konfigurationen ermöglicht. Die Einhaltung von Audits und Compliance-Vorgaben ist von großer Bedeutung, da Unternehmen gesetzlichen Vorschriften und Branchenstandards entsprechen müssen. Sind die Backups rundum gesichert und überwacht sowie auf Fehler geprüft, ist ein Unternehmen für den Ernstfall gewappnet. Egal ob Cyberangriff oder Verlust durch Mitarbeitende – die Daten sind jederzeit wiederherstellbar.

Der Autor Stefan Schröder ist Geschäftsführer und CTO bei der Schmitz RZ Consult GmbH und Entwickler von BACKUP EAGLE®. Die Schmitz RZ Consult GmbH gehört zur accompio Unternehmensgruppe.

Die Kommunikation in der Personalabteilung verbessern: So geht’s!

Je besser die Mitarbeitenden der Personalabteilung kommunizieren können, desto eher lassen sich Missverständnisse vermeiden. Wir zeigen Tools und Möglichkeiten auf und geben wertvolle Tipps.

Wer sicherstellen möchte, dass einer reibungslosen Kommunikation innerhalb der Personalabteilung nichts im Wege steht, sollte einige Punkte beachten. Immerhin sorgt ein entsprechender Austausch dafür, dass vielen Missverständnissen von vornherein vorgebeugt werden kann.

Gleichzeitig ist es natürlich auch wichtig, sicherzustellen, dass der Informationsfluss zwischen Personalabteilung und anderen Bereichen des Unternehmens gewährleistet werden kann. Die folgenden Abschnitte liefern einige wertvolle Tipps, die sowohl Start-ups als auch alteingesessenen Unternehmen dabei helfen können, die Weichen richtigzustellen.

Denn: Eine verlässliche Grundstruktur schafft die Basis dafür, dass alle Abläufe bestmöglich ineinandergreifen. Wer dementsprechend bemerkt, dass etwaige Kommunikationslücken für Probleme sorgen, sollte nicht lange warten, sondern sich auf Ursachensuche begeben.

Kommunikation in einzelne Teilbereiche aufsplitten

Sowohl in kleinen als auch in größeren Personalabteilungen lohnt es sich, die Kommunikation in einzelne Unterbereiche aufzuteilen. Während ein flexibler Online Urlaubsplaner dafür sorgt, dass jeder mit einem Blick herausfinden kann, wann sein Kollege nicht anwesend sein wird, kann ein Dienstplan in der Kaffeeküche dabei helfen, sich auf stressige Tage optimal vorzubereiten.

Besonders praktisch ist in diesem Zusammenhang, dass es mittlerweile verschiedene Online Tools gibt, die sich auf unterschiedliche Bereiche beziehen und dementsprechend die Möglichkeit bieten, alles akribisch durchzukalkulieren. Die Unterteilung in verschiedene Bereiche bietet viele Vorteile.

Vor allem die Tatsache, dass es auf ihrer Basis besonders leichtfällt, den Überblick zu bewahren, sorgt dafür, dass in der Vergangenheit immer mehr Unternehmen dazu übergegangen sind, vom „großen Ganzen“ ins „detaillierte Kleine“ zu planen.

Solange jedes Teammitglied weiß, wo und wie die entsprechenden Informationen abgerufen werden können, ist es möglich, einen weitestgehend unkomplizierten Ablauf zu gewährleisten.

Regelmäßige Teammeetings einberufen

Auch in einer Zeit, in der sich viele Aufgaben online erledigen lassen und in der es lediglich die passenden Tools braucht, um Urlaub, andere Abwesenheiten und Einsätze zu planen, ist es meist nicht möglich, den persönlichen Kontakt komplett zu ersetzen.

Ein regelmäßiger Austausch, zum Beispiel auf der Basis von Teammeetings, kann dabei helfen, offene Fragen auf kurzem Dienstweg zu klären. Damit jedoch alle von besagten Meetings profitieren können, ist es selbstverständlich wichtig, seine Mitarbeitenden in Bezug auf eine rege Teilnahme zu sensibilisieren. Das bedeutet, das Veranstaltungen dieser Art:

  • am besten frühzeitig angekündigt werden sollten,
  • im Idealfall dann stattfinden, wenn möglichst viele Teammitglieder ohnehin arbeiten müssen,
  • mithilfe eines Protokolls nachgehalten werden sollten.

Zu guter Letzt ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Meetings möglichst positiv in Erinnerung bleiben. Mitarbeitende, die bei jedem einberufenen Treffen befürchten müssen, „wieder einmal“ vor allen anderen kritisiert zu werden, dürften sich beim nächsten Mal zweimal überlegen, ob sie nicht unter Vorgabe einer Ausrede absagen.

Persönliche Gespräche statt E-Mails: Auch in der Personalabteilung ein Thema

So gut wie jeder, der regelmäßig Textnachrichten versendet, weiß, dass die eigentliche Botschaft durchaus falsch ankommen kann. Daher bietet es sich an, auch im geschäftlichen Alltag möglichst oft auf eine persönliche Kommunikation, zum Beispiel face to face oder am Telefon, zu setzen.

Auf diese Weise ist es nicht nur möglich, Missverständnissen vorzubeugen, sondern auch, den Kontakt zu Kollegen nicht vollends zu verlieren. Hierbei handelt es sich um eine tolle Alternative, die bewirken kann, dass letztendlich auch der Teamzusammenhalt gestärkt wird.

Moderne Tools für das Arbeiten an gemeinsamen Projekten

Unabhängig davon, ob es darum geht, mehr Personal einzustellen, den Fachkräftemangel im IT-Bereich zu bekämpfen, alte Akten zu überarbeiten oder Informationen rund um besondere Dokumente, wie zum Beispiel Zeugnisse, einzuholen: Der Alltag in einer Personalabteilung ist mit vielen Projekten verbunden. Und letztendlich sorgen immer wieder auch gesetzliche Neuerungen dafür, dass ein bereits bestehender Status Quo überarbeitet werden muss.

Gerade dann, wenn mehrere Mitarbeitende an einem Projekt beschäftigt sind, stellt sich häufig die Frage nach dem aktuellen Zwischenstand. Das Problem: Wenn jede(r) nur an seinen eigenen Dateien arbeitet und die entsprechenden Ergebnisse mehr oder weniger regelmäßig zusammengetragen werden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich Überschneidungen ergeben.

Hier kann es sich, ähnlich wie beim oben erwähnten Urlaubsplaner, lohnen, auf Tools zu setzen, die ein gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten erlauben. Auf diese Weise braucht es nur einen Blick, um herauszufinden, wie der aktuelle Stand ist, welche Punkte noch offen sind und wo sich gegebenenfalls Probleme zeigen könnten.

Eine wichtige Frage: Wie sollte die Personalabteilung nach außen kommunizieren?

Mit Hinblick auf Kommunikationstools und Organisationsmöglichkeiten, die heutzutage auch mit Vorliebe in der Personalabteilung genutzt werden, hat sich im Laufe der Zeit viel getan.

Eine Frage bleibt jedoch offen: „Wie sollte die Personalabteilung nach außen kommunizieren?“. Immerhin sind die Mitarbeitenden vor Ort wichtige Ansprechpartner*innen für andere, die zum Beispiel nach einer Hochzeit ihre Stammdaten ändern, Urlaub einreichen oder sich über Kündigungsfristen und Co. informieren möchten.

Das Problem: Vor allem in großen Unternehmen zeigt sich schnell, dass es als Mitarbeitende einer Personalabteilung schwierig werden kann, eine Aufgabe zu beenden, ohne unterbrochen zu werden. Eingehende Anrufe und E-Mails sorgen nicht selten dafür, dass das Team, das mit dem HR-Bereich betraut wurde, immer wieder aus seinem Workflow herausgerissen wird.

Hier kann es helfen, andere Mitarbeitende entsprechend zu sensibilisieren und innerhalb der Personalabteilung klare Öffnungszeiten festzulegen, in denen die betreffenden Personen erreichbar sind. So ist es häufig möglich, noch effektiver zu arbeiten und sich zu den jeweiligen Zeiten auf genau die Aufgaben zu fokussieren, die gerade anstehen. Hiervon profitieren nicht nur die Mitarbeiter der Personalabteilung, sondern die komplette Belegschaft.

Ein „Kummerkasten“ für mögliche Verbesserungsvorschläge

Keine Abteilung ist perfekt! Auch in einer gut organisierten Personalabteilung gibt es immer wieder Bereiche, die dazu einladen, etwas genauer unter die Lupe genommen zu werden. Daher empfiehlt es sich, mit Hinblick auf etwaigen Optimierungsbedarf die Menschen zu fragen, die hiervon am meisten betroffen sind: das Team selbst.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem „Kummerkasten“, der nicht nur dazu dient, gegebenenfalls Dampf abzulassen, sondern sich auch dazu anbietet, in das interne Verbesserungsmanagement eines Unternehmens aufgenommen zu werden? Das Prinzip: Wer einen Verbesserungsvorschlag einbringt, der die Abteilung tatsächlich unterstützt und von dem alle profitieren können, wird mit einem Bonus belohnt. Oft zeigt sich in diesem Zusammenhang, dass es lediglich einen kleinen Anreiz braucht, um dafür zu sorgen, dass auch eine Personalabteilung sukzessive besser werden kann.

Fazit

Wer im Zusammenhang mit Unternehmen an Optimierungsabläufe denkt, denkt häufig an den Bereich der Produktion. Aber: Auch die Abläufe in einer Personalabteilung sind es definitiv wert, etwas genauer in Augenschein genommen zu werden. Unter anderem auch deswegen, weil die Mitarbeitenden vor Ort somit „ganz nebenbei“ die Chance haben, den Stress in ihrem Alltag zu reduzieren.

Dank moderner Tools und mit ein wenig Einfallsreichtum und Kreativität ist es häufig möglich, die Gegebenheiten zu optimieren … und dementsprechend auch einer hohen Fluktuation vorzubeugen. Immerhin ist es definitiv von Vorteil, wenn diejenigen, die in der Personalabteilung arbeiten, mit ihrem Job zufrieden sind und dies auch den Kolle*innen gegenüber ausstrahlen. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Black Friday Sales im B2B?

Die Black-Friday-Sales sind auch ein spannendes Thema für den B2B-Handel – sofern die Händler*innen das Geschäftskund*innengeschäft attraktiv gestalten. Dazu Praxis-Tipps und To-Do's.

Der Black Friday steht sinngemäß für lange Warteschlangen vor Kaufhäusern und eifrige Käufer*innen, die im Laufschritt auf die Schnäppchen losstürmen. Dies scheint nicht in die Welt des B2B-Handels zu passen. In diesem Bereich sind Transaktionen oft durch sorgfältige Planung und überlegte Entscheidungen gekennzeichnet, sodass man versucht ist, die Bedeutung dieses jährlichen Shopping-Events zu verkennen

Es ist aber nicht der Fall, dass Geschäftskund*innen gegen die Verlockung eines guten Geschäfts immun sind, wie die Expert*innen des B2B-FinTechs Mondu herausgefunden haben. Der Black Friday mit seiner Tradition von großzügigen Rabatten und attraktiven Angeboten bietet nach Meinung des Berliner Technologieunternehmens den B2B-Händler*innen, die die richtigen Produkte verkaufen, eine einzigartige Gelegenheit, sich von der Konkurrenz abzuheben, den Umsatz zu steigern und neue Kund*innen zu gewinnen.

Eine unkonventionelle B2B-Gelegenheit

Der Black Friday ist traditionell eine unkonventionelle Wahl für B2B-Händler*innen. In den letzten Jahren ist jedoch ein allmählicher Wandel zu beobachten, bei dem B2B-Händler in ausgewählten Branchen das Potenzial der Teilnahme an Black-Friday-Verkäufen erkunden. Zwar ist es nach wie vor schwierig, umfassende Daten über die genauen Auswirkungen des Black Friday auf den B2B-Umsatz zu erhalten, doch haben einige wenige Erhebungen begonnen, den ungenutzten Wert zu beleuchten, den dieses Einzelhandelsphänomen für B2B-Unternehmen bieten kann.

Eine bemerkenswerte Quelle von Erkenntnissen kommt aus Europa, wo Hopp, ein in Berlin ansässiges Marktforschungsunternehmen, 100 deutsche B2B-Online-Händler*innen befragte. Die Ergebnisse zeigen, dass etwa 70 Prozent der befragten Unternehmen am Black Friday neue Kund*innen gewinnen konnten, indem sie Rabattaktionen als wirksames Mittel zur Kund*innengewinnung nutzten. Darüber hinaus gaben 75 Prozent dieser Unternehmen an, dass sie in diesem Zeitraum einen erheblichen Umsatzanstieg verzeichneten. So erkannte etwa ein Drittel der Einzelhändler*innen den Black Friday als wertvolle Gelegenheit, enger mit ihrem Kund*innenstamm zusammenzuarbeiten. Diese Erkenntnisse unterstreichen das Potenzial des Black Friday für B2B-Händler*innen, ihren Umsatz zu steigern und neue Kund*innen zu gewinnen.

B2C vs. B2B: Gleich und doch anders

Wenn es um die Erforschung von B2B- und B2C-Käufer*innen geht, dreht sich ein Großteil der Diskussion um deren Unterschiede, und diese sind unbestreitbar. Typischerweise zeichnen sich B2B-Käufer*innen durch eine Tendenz zu rationalen Entscheidungen, die Einbeziehung mehrerer Interessengruppen und die Pflege langfristiger Geschäftsbeziehungen aus. Im Gegensatz dazu stützen sich Verbraucher*innen oft auf emotionalere Entscheidungsprozesse und haben vergleichsweise kürzere, direktere Kaufzyklen.

Dennoch ist es wichtig zu erkennen, dass hinter diesen Stereotypen B2B-Käufer*innen im Grunde genommen Menschen sind, die wie ihre B2C-Kolleg*innen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ein gutes Geschäft zu schätzen wissen. B2B-Händler*innen, die in den richtigen Branchen tätig sind, die richtigen Produkte anbieten und die richtigen Strategien anwenden, können diese grundlegende menschliche Neigung nutzen, um beim diesjährigen Black Friday große Erfolge zu erzielen.

Das eignet sich gut für Black-Friday-Aktionen im B2B

Nicht alle B2B-Produkte sind ideal für Black-Friday-Aktionen geeignet. Von Produkten, die auf einen bestimmten, zeitkritischen Bedarf ausgerichtet sind (z.B. Ersatzteile für Maschinen), oder von komplexen Produkten, die von mehreren Entscheidungsträger*innen genehmigt werden müssen, sollte man die Finger lassen. Stattdessen ist es am besten, Produkte zu verkaufen, die stark nachgefragt werden und leicht von einem/einer einzigen Entscheidungsträger*in gekauft werden können.

Im Folgenden finden sich einige spezifische Produktkategorien, die sich gut für Black-Friday-Aktionen eignen. Es handelt sich dabei um Kategorien, bei denen die Käufer*innen erwarten, dass sie Werbeaktionen sehen. Händler*innen können das gesteigerte Interesse der Verbraucher*innen und die hohe Nachfrage während des Black Friday nutzen, um auch Geschäftskund*innen attraktive Angebote zu unterbreiten.

  • Büromaterial und -ausrüstung: Büromaterial und -geräte sind relativ kostengünstige Artikel, die von Unternehmen oft in großen Mengen gekauft werden. Daher eignen sie sich gut für Black Friday-Aktionen, da Unternehmen Geld sparen können, wenn sie sich während des Ausverkaufs mit diesen Artikeln eindecken.
  • Elektronik: Elektronik ist eine weitere beliebte Produktkategorie für Black Friday-Aktionen. Unternehmen müssen oft ihre IT-Ausrüstung regelmäßig aufrüsten, und der Black Friday ist eine hervorragende Gelegenheit, um neue Elektronikartikel zu einem guten Preis zu erwerben.
  • Arbeitskleidung: B2B-Händler*innen, die Uniformen, Sicherheitsausrüstungen und andere Arten von Arbeitskleidung verkaufen, sollten ebenfalls in Betracht ziehen, am Black Friday Rabatte anzubieten. Arbeitskleidung eignet sich gut für den Black Friday, da diese Produkte sehr gefragt sind und von Unternehmen jeder Größe verwendet und oft in großen Mengen gekauft werden.
  • Verbrauchsgüter: Waren wie Lebensmittel, Getränke und Reinigungsmittel eignen sich ebenfalls gut für Black-Friday-Aktionen. Unternehmen benötigen diese Produkte häufig und können Geld sparen, wenn sie sich während des Ausverkaufs mit diesen Artikeln eindecken.

Tipps für erfolgreiches Black-Friday-Sales im B2B

Zudem empfiehlt es sich, ein Gefühl der Dringlichkeit zu schaffen. Zeitlich begrenzte Angebote sind eine wirkungsvolle Taktik, um ein Gefühl der Dringlichkeit zu vermitteln und Geschäftskund*innen zu motivieren, während des Black-Friday-Verkaufs einzukaufen. Händler*innen können verschiedene Strategien anwenden, darunter mengenbasierte Rabatte (z.B. zehn kaufen, eins gratis erhalten), zeitbasierte Rabatte (z.B. 20 Prozent Rabatt in den ersten 24 Stunden des Verkaufs) und begrenzte Angebote (z.B. nur noch 1.000 Stück auf Lager).

Wettbewerbsfähige Rabatte sind ein weiteres Mittel. B2B-Kund*innen sind für ihre anspruchsvollen Einkaufsgewohnheiten bekannt, und der Black Friday ist da keine Ausnahme. Es ist wichtig, wettbewerbsfähige Rabatte anzubieten, die ihre Aufmerksamkeit erregen und sie dazu veranlassen, das eigene Unternehmen der Konkurrenz vorzuziehen. Um dies zu erreichen, ist es wichtig, die Rabatte mit denen der Mitbewerber*innen zu vergleichen und sicherzustellen, dass die Angebote nicht nur wettbewerbsfähig, sondern auch überzeugend sind, damit sie für potenzielle Kund*innen unwiderstehlich sind.

Weiterhin wird empfohlen, frühzeitig für den Black Friday zu werben. Es ist wichtig, dass B2B-Händler*innen die Werbung nicht bis zur letzten Minute aufschieben. Stattdessen gilt es, mehrere Wochen im Voraus mit den Marketingmaßnahmen zu beginnen, um sicherzustellen, dass die Kund*innen nicht nur Bescheid wissen, sondern dem Ereignis auch entgegenfiebern. Händler*innen sollten einen vielschichtigen Ansatz nutzen, der ihre Website, Unternehmens-E-Mails, Social-Media-Plattformen und gezielte bezahlte Werbung umfasst, um Begeisterung für die bevorstehenden Black-Friday-Angebote zu wecken. Mit dieser proaktiven Strategie können sie die Aufmerksamkeit potenzieller Kund*innen gewinnen, die Vorfreude steigern und die Chancen auf einen erfolgreichen Black Friday maximieren.

Wie im B2C-Umfeld so gilt es auch im B2B-Kontext, einen bequemen Einkauf zu ermöglichen. Es gibt nichts Schlimmeres, als sich die Mühe zu machen, einen Kund*innen zur Kasse zu führen, nur um dann mitzuerleben, wie er seinen Kauf aufgrund eines komplizierten oder umständlichen Zahlungsvorgangs und fehlender Zahlungsoptionen abbricht. Um dies zu verhindern, müssen Händler*innen sicherstellen, dass ihre Website einfach zu navigieren ist und der Zahlungsvorgang reibungslos verläuft.

Darüber hinaus ist es wichtig, die richtige Mischung von Zahlungsmöglichkeiten anzubieten. B2B-Händler*innen können während des Black-Friday-Verkaufs in mehrfacher Hinsicht spürbar von Buy Now Pay Later (BNPL)-Optionen profitieren. BNPL ermöglicht es Geschäftskund*innen, mehr Waren zu kaufen, als sie sich im Voraus leisten könnten, was zu einem höheren Umsatz führen kann. BNPL kann auch dazu beitragen, die Zahl der abgebrochenen Einkäufe zu verringern und die Kund*innenzufriedenheit zu erhöhen, da die Kund*innen mehr Flexibilität und Kontrolle über ihre Zahlungen haben. Außerdem kann das Angebot von BNPL-B2B-Händler*innen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen verschaffen, die diese Zahlungsoption nicht anbieten.

IT-Ausgaben: Das Kind nicht mit dem Bade ausschütten

Wie Unternehmen ihre IT-Ausgaben senken können, ohne radikale Kürzungen vorzunehmen.

„Das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.“ Das Sprichwort hat in Zeiten wirtschaftlicher Ungewissheit, wie wir sie aktuell erleben, für Unternehmen durchaus seine Gültigkeit. Es bedeutet, eine vorschnelle, radikale Maßnahme zu treffen, die am Ende mehr Schaden anrichtet, als dass sie Nutzen bringt. Unternehmen, die aufgrund der Inflation mit der Aussicht auf ein negatives oder langsameres Wachstum und höhere Kosten für Waren und Dienstleistungen konfrontiert sind, müssen sicherstellen, auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Dafür sollten sie ihre nächsten Schritte sorgfältig planen.

Kosteneinsparungen und Kürzungen sind in der aktuellen wirtschaftlich geschwächten Lage oft notwendig. Doch Führungskräfte sollten gut überlegen, wo und wie diese Anpassungen vorgenommen werden. Vor allem bei jungen Unternehmen und Start-ups entscheiden die richtigen – oder falschen – Investitionen über den Erfolg. Ein schwierigeres Geschäftsumfeld gibt einen guten Anlass, Ausgabenbereiche zu überprüfen. Wenn man bestehende Investitionen, die ohne Beeinträchtigung der Produktivität und Leistung reduziert werden können, genau unter die Lupe nimmt, kann das zu bedeutenden Budgetverbesserungen führen. Vor allem intelligente Technologieinvestitionen können die Effizienz, die Agilität, die Kundenbindung und das Wachstum eines Unternehmens steigern. Gleichzeitig müssen Führungskräfte ihre wertvollsten Mitarbeitenden an sich binden und die Arbeitsmoral aufrechterhalten. Dabei suchen viele nach Möglichkeiten die IT-Ausgaben angesichts des verlangsamten Wachstums und der hartnäckig hohen Inflation einzudämmen.

Kosten senken, Mitarbeitende schützen

In einer aktuellen Umfrage durch die Enterprise Strategy Group (ESG) im Auftrag von Foxit, einem weltweit agierenden Softwarehersteller, wurden 500 Führungskräfte auf VP- und C-Level in Nordamerika und Europa befragt. Die Ergebnisse der ESG-Studie zeigen, dass die Unternehmen in der Tat nach Möglichkeiten zur Kosteneindämmung suchen und Technologieausgaben als Teil dieses Prozesses genau geprüft werden. Das Ergebnis: 38 Prozent der Führungskräfte gaben an, dass Entlassungen Teil ihrer Reaktion auf die derzeitige Wirtschaftslage sein würden. Allerdings ziehen zwei Drittel die Kürzung bestehender Technologieausgaben der Entlassung von Mitarbeitenden vor. 83 Prozent der Befragten befassen sich schon aktiv mit der Kosteneindämmung. Auch dabei zogen sie mit einem Verhältnis von Sieben zu Eins die Kürzung von IT-Kosten der Entlassung von Mitarbeitern vor.

Nun stellt sich die Frage: Wie können Unternehmen ihre Technologieausgaben senken, ohne das Kind mit dem Bade auszuschütten? Für viele lautet die Antwort: nach Möglichkeiten zu suchen, mit weniger Mitteln genauso viel – oder sogar mehr – zu erreichen. Dazu muss aufgedeckt werden, in welchen Bereichen der Technologieausgaben der ROI zu niedrig ist oder die Kosten zu hoch sind.

Die richtige Strategie

Viele Führungskräfte gaben in der Umfrage außerdem an, dass sie bereits bestehende Technologien auf nicht ausreichend genutzte Tools und Möglichkeiten zur Kostenreduzierung überprüfen. Denn wenn Software- und Hardwarelösungen nicht viel genutzt werden, warum sollten sie dann weiterhin finanziert werden? Der bevorzugte Ansatz zur Eindämmung der IT-Kosten: Der Kauf neuer, alternativer Technologien, die kostengünstiger sind und einen höheren ROI bieten als bestehende Lösungen. 71 Prozent der befragten Führungskräfte sind der Meinung, dass viele der etablierten Softwareanbieter im Vergleich zur Konkurrenz in ihrem Innovationstempo hinterherhinken. Ungefähr der gleiche Prozentsatz ist sich sicher, dass diese Anbieter ihren Kund*innen aufgrund der monopolistischen Marktbedingungen zu hohe Preise berechnen.

Fällt ein Unternehmen die Entscheidung, bestehende Software-Tools und -Anwendungen zu ersetzen, ist das kein triviales Unterfangen. Der Prozess erfordert Planung, ein gewisses Maß an Integration und Mitarbeitendenschulungen. Die Entscheidungsträger*innen sollten darauf bestehen, klare und quantifizierbare Belege dafür zu erhalten, dass der Ersatz die Kosten erheblich senken und eine gleichwertige Funktionalität bieten wird. Die Ersatzlösungen sollten außerdem möglichst einfach in der Anwendung sein, um die Kosten für die Einführung der neuen Lösung und die Schulung der Mitarbeitenden gering zu halten.

Mit guter Vorbereitung zum Erfolg

Bevor die Entscheidung für die Migration zu einer neuen Lösung getroffen wird, muss sich ein Unternehmen über die Gründe für den Wechsel im Klaren sein. Entspricht die vorhandene Lösung nicht mehr den Anforderungen, weil sie zu wenig Funktionalität bietet oder weil sie nicht in die gewünschte Architektur des Unternehmens passt (z.B. Cloud oder On-Premise)? Fehlt es an der notwendigen Skalierbarkeit oder an der Fähigkeit zur Integration mit anderen Unternehmenssystemen? Kostet sie das Unternehmen erheblich mehr als eine alternative Lösung, die den Anforderungen des Unternehmens gleichermaßen gerecht wird?

Sobald die Gründe für die Migration identifiziert sind, müssen die IT-Abteilung und das Management Frühindikatoren festlegen, um den Erfolg der neuen Technologie zu messen. Von entscheidender Bedeutung ist dabei die Entwicklung eines Einführungsplans für das Migrationsprojekt, der die wichtigsten Anforderungen abdeckt. Was muss die IT-Abteilung tun, um eine reibungslose Migration zu gewährleisten? Werden neue Server oder Desktop-Upgrades benötigt? Verfügt das Unternehmen über die richtigen Werkzeuge für die Verwaltung der neuen Lösung? Wenn nicht, wie können Sie diese am besten beschaffen? Und schließlich: Müssen Daten migriert werden? Je nach Lösung ist dies oft der komplizierteste und zeitaufwändigste Aspekt.

Ein weiterer wichtiger Teil jeder Migration ist die Schulung der/die Endnutzende. Muss ein Schulungsvideo oder eine Dokumentation der Unternehmensabläufe entwickelt werden? Braucht es eine Präsenzschulung? Die Antworten auf diese Fragen sind entscheidend für den Erfolg. Daher empfiehlt es sich, bereits bei der Anbieter-Evaluation darauf zu achten, ob Schulungs- und Trainingsmaterialien vorhanden sind. Es ist absolut empfehlenswert, den Erfolg des Einführungsplans während des gesamten Migrationsprozesses zu überwachen. Das gilt ebenso für die Messung des Fortschritts der Meilensteine und den Gesamtzielen.

Jetzt aktiv werden

Auch wenn eine Software-Migration für Unternehmen – egal welcher Größe – nicht trivial ist, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, über die richtige Dimensionierung der Technologieausgaben nachzudenken. Es sollte überprüft werden, welche Tools und Plattformen zu wenig genutzt werden, zu wenig Innovation und ROI liefern oder zu teuer sind für das, was sie dem Unternehmen bieten. Der Einfluss von Technologie auf Produktivität und Wachstum ist unbestreitbar. Bei der Suche nach Möglichkeiten zur Senkung der Technologiekosten sollte daher immer die bestehenden Lösungen und die etablierten Anbieter unter die Lupe genommen werden, um Einsparpotenziale zu identifizieren.

Der Autor Eugene Xiong ist der Gründer und Vorstandsvorsitzende von Foxit, einem führenden Anbieter von innovativen PDF- und eSignatur-Lösungen sowie Dienstleistungen.

8 Tipps für nichtmonetäre Benefits für Mitarbeiter*innen

Benefits sind nützlich für Arbeitgeber*innen, da sie Mitarbeiter*innen motivieren und binden. Für Arbeitnehmer*innen bedeuten sie Anerkennung und eine bessere Work-Life-Balance, was die Zufriedenheit steigert.

In der heutigen Arbeitswelt ist die Zufriedenheit der Mitarbeiter*innen ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Mitarbeiterleistungen, auch als Benefits bekannt, spielen hierbei eine herausragende Rolle.

Diese nichtmonetären Vorteile bieten nicht nur den Mitarbeiter*innen, sondern auch den Arbeitgeber*innen zahlreiche Vorteile. Sie tragen zur Motivation und Bindung der Mitarbeiter*innen bei, steigern die Produktivität, reduzieren Krankheitsausfälle und schaffen ein positives Arbeitsklima. Ein Unternehmen, das viele Leistungen bietet, zeigt, dass es ihre Zufriedenheit und ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz ernst nimmt.

Flexible Arbeitszeiten

Laut einer Kununu-Umfrage wünschten sich 51,43 Prozent der befragten Arbeitnehmer*innen flexible Arbeitszeiten. Flexible Arbeitszeiten sind von großer Bedeutung, da sie dir die Flexibilität bieten, Arbeit und Privatleben effektiv zu vereinbaren. Dies ermöglicht es dir, deinen Arbeitstag nach deinen persönlichen Bedürfnissen zu gestalten, sei es, um familiären Verpflichtungen nachzukommen oder die produktivsten Arbeitszeiten auszunutzen.

Die Implementierung flexibler Arbeitszeiten erfordert eine kluge Planung und Kommunikation. Einige Tipps dazu sind:

  • Klare Richtlinien: Definiere klare Richtlinien und Erwartungen bezüglich flexibler Arbeitszeiten, um Missverständnisse zu vermeiden.
  • Kommunikation: Fördere eine offene Kommunikation zwischen Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen, um die Bedürfnisse und Erwartungen beider Seiten zu verstehen.
  • Technologie: Nutze Technologie, um die Arbeit von entfernten Standorten aus zu erleichtern und sicherzustellen, dass die Arbeitseffizienz gewahrt bleibt.
  • Feedback: Sammle kontinuierlich Feedback von den Mitarbeiter*innen, um die Umsetzung flexibler Arbeitszeiten zu optimieren.

Work-Life-Balance

Die Förderung einer ausgewogenen Work-Life-Balance ist von entscheidender Bedeutung, da die Herausforderungen im modernen Arbeitsleben oft dazu führen, dass Arbeit und persönliches Leben in ein Ungleichgewicht geraten. Diese Balance zu erreichen, ist jedoch essentiell, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter*innen zu gewährleisten und langfristig ihre Produktivität zu steigern.

Die Herausforderung der Work-Life-Balance besteht darin, die täglichen beruflichen Verpflichtungen mit den persönlichen Bedürfnissen und Verpflichtungen in Einklang zu bringen. Dies kann Stress, Überlastung und Burnout zur Folge haben. Um diesem Dilemma zu begegnen, gibt es verschiedene Vorschläge zur Verbesserung der Work-Life-Balance.

Ein Schlüssel dazu sind flexible Arbeitszeiten. Die Möglichkeit, Arbeitszeiten an persönliche Bedürfnisse anzupassen, ermöglicht eine bessere Balance zwischen Job und Freizeit. Das Home Office bietet eine weitere Option. Es reduziert Pendelzeiten und schafft mehr Freiraum für die persönliche Lebensgestaltung.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Berufliche Weiterentwicklung bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Sie steigert die Qualifikationen der Mitarbeiter*innen, was zu einer erhöhten Produktivität und Effizienz führt. Zudem erhöht sie die Jobzufriedenheit und das Selbstvertrauen der Mitarbeiter*innen. Wenn Unternehmen in die berufliche Weiterentwicklung ihrer Belegschaft investieren, sind sie besser aufgestellt, um Innovation und Wachstum zu fördern.

Um die Weiterbildungsmöglichkeiten optimal zu nutzen, sollten Arbeitgeber*innen verschiedene Angebote zur Förderung der Weiterbildung bereitstellen. Dazu gehören Schulungen, Workshops, Online-Kurse und die Möglichkeit, Konferenzen und Seminare zu besuchen. Die Flexibilität, berufliche Entwicklung in den Arbeitsalltag zu integrieren, trägt dazu bei, dass Mitarbeiter*innen motiviert und engagiert bleiben.

Gesundheits- und Wellnessprogramme

Gesunde Mitarbeiter*innen sind produktiver, motivierter und weniger gestresst. Gesundheit am Arbeitsplatz ist nicht nur Abwesenheitsprävention, sondern auch eine Investition in das Wohlbefinden der Mitarbeiter*innen. Es ist eine Win-win-Situation, von der sowohl die Mitarbeiter*innen als auch das Unternehmen profitieren.

Die Einführung von Gesundheits- und Wellnessprogrammen erfordert eine sorgfältige Planung und Kreativität. Beginne mit einer Bedarfsanalyse, um die Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen zu verstehen. Dann gestalte Programme, die sowohl physische als auch mentale Gesundheit fördern, wie etwa Fitnesstrainings, Stressbewältigungsworkshops und gesunde Ernährungsoptionen.

Teamaktivitäten und Teambuilding

Teamaktivitäten sind die geheime Zutat für ein harmonisches Arbeitsumfeld. Sie sind der Kitt, der Mitarbeiter*innen enger zusammenbringt und die Teamarbeit stärkt. Durch gemeinsame Erlebnisse jenseits der Büroarbeit können Kolleg*innen einander besser verstehen und vertrauen. Teamaktivitäten schaffen ein positives Umfeld, in dem jede*r Einzelne sich geschätzt und integriert fühlt.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wenn es um Teambuilding-Aktivitäten geht. Wie wäre es mit einem Teamabenteuer im Freien, einem gemeinsamen Kunstprojekt oder einem spaßigen Bürospiel? Die Hauptsache ist, dass die Aktivitäten sorgfältig ausgewählt und auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen zugeschnitten sind. Sie sollten gleichermaßen Spaß machen, Lernmöglichkeiten bieten und den Teamgeist stärken.

Anerkennung und Wertschätzung

Anerkennung ist ein mächtiges Werkzeug, um die Motivation und Arbeitsmoral der Mitarbeiter*innen zu steigern. Ein einfaches "Danke" kann Wunder wirken. Es geht jedoch weit über oberflächliche Höflichkeiten hinaus. Anerkennung, wenn sie aufrichtig gemeint ist, berührt die Herzen der Mitarbeiter*innen. Wenn sie sich geschätzt fühlen, sind sie bereit, ihr Bestes zu geben und sich stärker mit ihrer Arbeit zu identifizieren. Anerkennung schafft ein positives Arbeitsumfeld, das sich auf die gesamte Unternehmenskultur auswirkt.

Es gibt zahlreiche kreative Möglichkeiten, wie Unternehmen die Wertschätzung für ihre Mitarbeiter*innen zeigen können. Dazu gehören Lob und Anerkennung, Mitarbeiter*in des Monats-Programme, kleine Geschenke, Fortbildungen und vieles mehr. Die Schlüsselkomponente ist, sicherzustellen, dass die Anerkennung aufrichtig und regelmäßig erfolgt. Mitarbeiter*innen sollten sich nicht nur an bestimmten Tagen oder Gelegenheiten geschätzt fühlen, sondern kontinuierlich in ihrem täglichen Wirken.

Mentoring und Karriereentwicklung

Die berufliche Entwicklung der Mitarbeiter*innen ist von großer Bedeutung. Offene Türen zu Wachstumschancen stehen bereit. Ein erfahrener Mentor kann hilfreich sein, um Karriereziele zu erreichen. Mentoring spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Fähigkeiten, der Bewältigung von Herausforderungen und dem beruflichen Wachstum. Diese Möglichkeiten zur Weiterentwicklung sollen genutzt werden.

Gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen können Mentoring-Programme entwickelt werden, die auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten sind. Die Flexibilität ist gegeben, um den Wünschen der Mitarbeiter*innen gerecht zu werden. Die Gestaltung des beruflichen Wegs erfolgt in Zusammenarbeit, um sicherzustellen, dass das notwendige Wissen und die Unterstützung für den Erfolg vorhanden sind. Die Einzigartigkeit der Fähigkeiten der Mitarbeiter*innen soll anerkannt werden, und die Werkzeuge zur Erreichung ihrer Karriereziele sollen bereitgestellt werden.

Flexibilität bei der Arbeitsumgebung

Eine angenehme Arbeitsumgebung ist der Schlüssel zum Wohlbefinden und zur Produktivität der Mitarbeiter*innen. Die Möglichkeit, die Arbeitsumgebung nach den individuellen Bedürfnissen anzupassen, schafft ein positives Arbeitsumfeld. Dies kann sowohl die Wahl des Arbeitsplatzes, sei es im Büro oder im Home Office, als auch die Gestaltung des physischen Raums, beinhalten. Helle, gut belüftete Räume, ergonomische Möbel und Pflanzen können dazu beitragen, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

Die Schaffung einer flexiblen Arbeitsumgebung erfordert eine sorgfältige Planung. Unternehmen können Mitarbeiter*innen die Wahl lassen, ob sie im Büro, von zu Hause aus oder an anderen Orten arbeiten möchten. Dies kann durch flexible Arbeitszeitregelungen und die Bereitstellung der notwendigen technologischen Infrastruktur ermöglicht werden. Die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen sollten dabei im Mittelpunkt stehen.

Die Investition in nichtmonetäre Benefits zahlt sich in Form von gesteigerter Produktivität, geringeren Krankheitsausfällen und einem positiven Arbeitsumfeld aus. Mitarbeiter*innen, die sich geschätzt und unterstützt fühlen, sind bereit, ihr Bestes zu geben und zum langfristigen Erfolg des Unternehmens beizutragen.

ABCD2 – die Formel für erfolgreiches Start-up-Leadership

Die ABCD2-Formel zeigt anschaulich, was erfolgreiche Start-up-Gründer*innen bzw. Start-up-Leader*innen wirklich ausmacht.

Oft wird Start-up-Leader*innen nachgesagt, dass sie eine spezielle Gründer*inpersönlichkeit haben oder ein bestimmter Schlag von Mensch sind. Fakt ist: Manche Eigenschaften, die erfolgreiche Start-up-Leader*innen auszeichnen, sind ihnen in die Wiege gelegt, können aber auch erlernt und trainiert werden. Im Folgenden wird die sogenannte ABCD2-Formel vorgestellt, welche beschreibt, was Start-up-Leader*innen für Charakteristika innehaben und mitbringen sollten, um erfolgreich ein Start-up zu führen.

Die
ABCD2-Formel

Bei ABCD2 steht A für Allrounder, B für Believer, C für Creative mind, D für Diversity proponent und das zweite D für Doer. Im Folgenden werden diese Charakteristika näher beleuchtet.

A – Allrounder

Bedingt durch die Unternehmensgröße bei einer Gründung müssen Start-up-Leader*innen zwangsläufig Allrounder*innen (also Generalist*innen) sein. Sie verfügen über Kenntnisse, treffen Entscheidungen und verrichten Tätigkeiten in allen oder einem Großteil der Bereiche der Wertschöpfungskette. Zu diesen zählen (nach Porter, 1986) die Primäraktivitäten Produktion, Logistik, Marketing und Vertrieb, Kundenservice sowie die unterstützenden Aktivitäten Beschaffung, Personalwesen, Technologie-Entwicklung und Unternehmensinfrastruktur (inklusive Buchhaltung, Finanzierung etc.).

Natürlich müssen sich Start-up-Leader*innen nicht zwangsläufig um alle diese Verantwortungsbereiche federführend kümmern. Einige dieser Aufgabenbereiche können auch outgesourct werden.

Allerdings ist anzumerken, dass Start-up-Leader*innen doch weit mehr universal tätig sein müssen. Dies kann mitunter ein ganz schöner Drahtseilakt sein, da es hier auch darauf ankommt, eine vernünftige Priorität der Aufgabenabarbeitung zu setzen.

B – Believer

Start-up-Leader*innen müssen sowohl an sich als auch an die Geschäftsidee bzw. an ihr Herzensprojekt glauben und davon überzeugt sein, dass das Start-up zukünftig Gewinne abwerfen wird. Denn wie auch Steve Jobs zu Wissen mag: „Menschen, die verrückt genug sind zu denken, sie könnten die Welt verändern, sind diejenigen, die es auch tun.”

Und natürlich geschieht der Erfolg nicht über Nacht. Start-up-Leader*innen müssen einen langen Atem haben, ihre Ziele konsequent verfolgen und sich nicht vom Weg abbringen lassen.

C – Creative mind

Start-up-Leader*innen sollten Kreative sein. Einfallsreich bei der Geschäftsidee, unkonventionell in der Führung, erfinderisch im Umgang mit Problemstellungen und ideenreich in Marketing und Vertrieb. Denn Phrasen wie „Das haben wir schon immer bzw. noch nie so gemacht“ stoppen Innovation und Kreativität.

Und wenn die kreativen Ideen mal nicht vom Himmel fallen wollen, können auch Methoden wie Design Thinking eingesetzt werden, um Ideen zu generieren oder Lösungen für Probleme zu finden.

D – Diversity proponent

Es ist von großer Bedeutung, dass es sich bei Start-up-Leader*innen um Befürworter*innen von Diversität handelt. Denn Unterschiede in Bezug auf Fähigkeiten und Fertigkeiten, Kenntnisse, Sprache, Kultur, Geschlecht, Charaktereigenschaften sind sowohl bei einem Gründungsteam als auch bei den Start-up-Mitarbeitenden essentiell. Je vielfältiger und gemischter das Team ist, desto besser können sich die Teammitglieder ergänzen und ihre Stärken bündeln, was sich wiederum positiv auf den Unternehmenserfolg auswirken wird.

D – Doer

Bereits der alte Goethe soll gesagt haben: „Erfolg hat drei Buchstaben: TUN“ Denn es ist leider so, dass sehr wenige von uns tatsächlich ihre Träume und (Geschäfts-)Ideen umsetzen, sondern vielmehr nur darüber reden. Start-up-Leader*innen hingegen sind Macher*innen. Sie sollten fokusziert sein, Dinge angehen und durchziehen. Macher*innen besitzen ein großes Durchsetzungsvermögen. Darüber hinaus sind sie gut darin, viele Aufgaben zügig zu erledigen. Zu viel Perfektionismus hingegen steht einem zuweilen im Weg. Denn wie sagt man im Englischen so treffend: Done is better than perfect because perfect is never done.

Bei der Führung eines Start-ups sollte folgende Geisteshaltung an den Tag gelegt werden:

  • Du solltest ein(e) Allrounder*in sein, d.h. dich in mehrere Aufgabenbereiche einarbeiten und hier kluge Entscheidungen treffen.
  • Du musst an dich und den Erfolg deines Start-ups glauben. Wenn nicht einmal du selbst an dich glaubst, tut dies auch niemand anders.
  • Sei ein kreativer Kopf, denke und handle out of the Box.
  • Lege Wert auf Vielfältigkeit, insbesondere in Bezug auf ein heterogenes Team, denn die Schwächen des einen, sind die Stärken des anderen.
  • Sei ein(e) Macher*in, also gib Gas und handle mit Power – schnell, gewissenhaft und ohne Zögern.

Die Autorin Dr. Anke Hielscher promovierte nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität Kaiserslautern-Landau und ist seit 2015 am Lehrstuhl für E-Business an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg tätig. Außerdem hat sie bereits mehrere Start-ups gegründet.