Grüne Start-up-Ideen gefördert


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Mit elena international und Hortiya (beide Berlin) werden zwei weitere Unternehmen in die Start-up-Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) aufgenommen.

Die zwei Berliner Start-ups konnten mit ihren grünen Geschäftsideen überzeugen und werden nun mit jeweils rund 125.000 Euro von der DBU fachlich und finanziell gefördert. Insgesamt 18 Start-ups werden seit Beginn des Green Start-up Programms mit insgesamt über zwei Millionen Euro unterstützt.

Die Energiewende ermöglichen

„Mit dem Umbau unseres Energiesystems auf dezentrale Erneuerbare Energien wie Solar- oder Windkraft geht ein grundlegender Wandel der Energieversorgung einher“, erklärt Christina Vogel, Geschäftsführerin von elena international. „Die bisherigen Methoden, die zum Berechnen der Stabilität der Netze genutzt wurden, können viele der neuen Fragestellungen nicht abbilden.“ Sie seien auf ein System ausgerichtet, in dem zentrale Großkraftwerke den Strom weitestgehend alleine produzieren. Das mache besonders den kleinen und mittleren Stadtwerken bei ihren Planungen zu schaffen. Dabei gebe es für viele Probleme bereits gute Antworten aus der Energieforschung, die aber den Weg in die Praxis noch nicht gefunden hätten. Die Gründerinnen Christina Vogel und Dr. Sabine Auer bieten mit ihrem Start-up genau die Analysen und Methoden an, die es ermöglichen, Erneuerbare Energieanlagen realitätsnah zu simulieren und digital abzubilden. Auer: „Mit unserer Innovationsplattform geben wir unseren Kunden wie Stadtwerken, Energieversorgern und Netzbetreibern ein Werkzeug an die Hand, um die technischen Herausforderungen der Energiewende zu meistern.“

Optimales Wachstum durch optimale Beleuchtung

„In Gewächshäusern werden Pflanzen mit Kunstlicht bestrahlt, damit sie besser wachsen“, sagt Timo Hoffmann vom Start-up Hortiya. Doch wie viel Licht eine Pflanze genau benötige, sei nicht festzustellen - bis jetzt: „Wir verwenden einen neuartigen Sensor, der Rückschlüsse auf die Photosyntheseleistung der Pflanzen ermöglicht. Mit dem so ermittelten Messwert kann das Licht, das auf die Blätter fällt, optimal an die aktuellen Bedürfnisse der Pflanzen angepasst werden“, so Hoffmann. Diese neue, durch künstliche Intelligenz gesteuerte Methode, ermögliche ein pflanzenspezifisches Beleuchten und eine Energieeinsparung in Gewächshäusern. So könne die Qualität und der Ertrag der Produkte gesteigert und gleichzeitig das Versorgen mit Lebensmitteln in Ballungsgebieten umweltfreundlicher gestaltet werden.

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Deutscher Startup Monitor 2022 vorgestellt

Der 10. Deutsche Startup Monitor ist veröffentlicht: Die wichtigsten Punkte auf einen Blick: Startup-Geschäftsklima kühlt ab / Mitarbeitendenzahl und Neueinstellungen stabil / Nachhaltigkeit spielt bei immer mehr Gründungen eine Rolle / Gründerinnenanteil entwickelt sich weiter positiv / Fachkräftemangel für Startups zunehmende Herausforderung / Gerade wachstumsstarke Start-ups fordern Neuregelung der Mitarbeiterbeteiligung

Unsicherheit unter Start-ups nimmt deutlich zu

Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen hat die Unsicherheit unter Start-ups deutlich zugenommen. Das Start-up-Geschäftsklima kühlt spürbar ab, ist aber im Vergleich zum Corona-Jahr 2020 deutlich positiver und auch mit Blick auf die Gesamtwirtschaft noch wesentlich optimistischer. Mit durchschnittlich 18 Beschäftigten zeigt sich das Start-up-Ökosystem insgesamt robust – 9 geplante Neueinstellungen pro Startup machen zudem deutlich, dass junge Unternehmen auch unter den aktuellen Bedingungen wachsen wollen. In diesem Kontext verschärft sich auch unter Start-ups der Fachkräftemangel das zweite Jahr in Folge enorm und geeignetes Personal zu finden ist für mittlerweile 35 Prozent der Start-ups eine zentrale Herausforderung. Als Strategie gegen den Fachkräftemangel fordern 92 Prozent der Startups mit mehr als 25 Beschäftigten vom Gesetzgeber attraktivere Regelungen für Mitarbeiterbeteiligungen. Zu diesen Ergebnissen kommt der 10. Deutsche Startup Monitor, den der Startup-Verband und PwC Deutschland in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen erstellen. Knapp 2.000 deutsche Start-ups haben sich an der Umfrage beteiligt.

Start-ups verbinden Nachhaltigkeit, Innovation und Wachstum

Die jüngst gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten führen in der etablierten Wirtschaft zu enormen Herausforderungen – mit der Entwicklung innovativer Technologien sind Startups in diesem Feld essenziell: 46 Prozent wollen einen gezielten Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz leisten und begreifen sich als Teil der Green Economy. Start-ups verbinden dabei ökologische Nachhaltigkeit und Wachstum: 61 Prozent verfolgen beide Ziele als wichtigen Teil ihrer Unternehmensstrategie und bringen so die ökologische Transformation in die Breite der Wirtschaft. Auch beim Einsatz digitaler Technologien haben Startups eine Vorreiterrolle: Für 45 Prozent spielt der Einsatz künstlicher Intelligenz eine wichtige Rolle – womit diese weiter an Bedeutung gewinnt. Relevant sind zudem die Themen Industrie 4.0 (33 Prozent) und Internet of Things (31 Prozent). „Gründer*innen und ihre Startups prägen die Wirtschaft von morgen maßgeblich. Sie zeigen uns, dass wirtschaftliche Verantwortung und technologischer Fortschritt keine Widersprüche sind, sondern Hand in Hand gehen“, kommentiert Franziska Teubert, Geschäftsführerin des Startup-Verbands.

Diversität ist Wachstumsfaktor

Auch in diesem Jahr steigt der Anteil der Gründerinnen weiter und liegt nun bei 20 Prozent. Trotz dieser positiven Entwicklung ist der Wert nach wie vor gering. Dabei wird unter anderem das Thema Vereinbarkeit als Herausforderung sichtbar: Während unter Gründern nur 61 Prozent angeben, mit der Vereinbarkeit von Gründung und Familie zufrieden zu sein, sind es unter Gründerinnen sogar nur 51 Prozent. Auf Ebene der Beschäftigten zeigt sich eine ähnliche Lage: Hier liegt der Frauenanteil mit 37 Prozent zwar deutlich höher, aber ebenfalls noch unter dem Wert in der Erwerbsbevölkerung. Mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftemangel werden für Startups zudem internationale Arbeitsmärkte wichtiger: Aktuell stammen 28 Prozent der Beschäftigten in deutschen Startups aus dem Ausland. „Diversität ist ein echter Wachstumsfaktor, dessen Potenzial wir nur mit vollem Effekt heben können, wenn wir bestehende Strukturen hinterfragen. Wenn wir Barrieren abbauen und Diversity fest in Unternehmensstrategien verankern, dann steigern wir nicht nur den Anteil der Gründerinnen, sondern generieren positiven Impact für das gesamte Startup-Ökosystem“, so Florian Nöll, Partner PwC Deutschland.

Kapitalbedarf weiter hoch – staatliche Fördermittel in Frühphase wichtig

Gute Finanzierungsbedingungen sind für das Start-up-Wachstum entscheidend: 68 Prozent der Befragten haben in den kommenden zwölf Monaten externen Kapitalbedarf – im Schnitt liegt dieser bei 3,1 Millionen Euro. Nach staatlichen Fördermitteln, die vor allem in der Frühphase relevant sind, bevorzugen die Gründer*innen dabei eine Finanzierung durch Business Angels (46 Prozent), Venture Capital (44 Prozent) und Strategische Investoren (43 Prozent) – noch besteht aber gerade bei Venture Capital eine deutliche Lücke zu den realisierten Investitionen (19 Prozent). Investor*innen liefern auch über das Kapital hinaus Mehrwerte: Ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Venture Capital-Investor:innen (77 Prozent) und Business Angel (82 Prozent) bewertet die große Mehrheit der Gründer:innen positiv. Gerade in Start-up-Hotspots nehmen gründungserfahrene Business Angel eine wichtige Rolle ein: Schon heute sind 14 Prozent der befragten Gründer*innen selbst als Business Angel aktiv – Seriengründer*innen sogar noch häufiger. „Die Bedeutung des Start-up-Ökosystems für den deutschen Arbeitsmarkt nimmt weiterhin kontinuierlich zu. Entsprechend müssen wir darauf achten, dass eine drohende Rezession auf ein möglichst robustes Ökosystem trifft. Ein Erfolgsfaktor von Ökosystemen sind gute Finanzierungsbedingungen in einem eng verbundenen Start-up- und Investmentsektor. Erfolgreiche Exits bieten die Möglichkeit, Erlöse zu reinvestieren – so landen Geld, Erfahrung und Expertise wieder im Ökosystem“, betont Prof. Dr. Tobias Kollmann, Universität Duisburg-Essen.

Zusammenarbeit mit der etablierten Wirtschaft im Fokus

Seit dem Corona-Jahr 2020 ist der Anteil der Start-ups in Kooperationsprojekten mit der etablierten Wirtschaft um knapp neun Prozentpunkte gesunken. Da diese Zusammenarbeit große Synergien schafft, etwa bei der Digitalisierung der Industrie, sollte der Negativtrend Anstoß für neue Initiativen zur Stärkung von Kooperationen sein. Dass es sich lohnt, verdeutlichen die Studienergebnisse: 75 Prozent bewerten die Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen positiv. Auch Investitionen von etablierten Unternehmen in Startups spielen eine wichtige Rolle – bisher haben 30 Prozent der VC-finanzierten Start-ups von Corporate Venture Capital (CVC) profitiert. Knapp die Hälfte der Startups mit VC-Präferenz äußert den Wunsch nach CVC, was zeigt, dass an der Schnittstelle zwischen Startups und etablierter Wirtschaft noch enorme Potenziale zu heben sind. „In der Zusammenarbeit können sich Startups und Corporates bei essenziellen Punkten gegenseitig ergänzen – finanzielles Backing, gewachsene Netzwerke und Strukturen treffen auf innovative Ideen, Technologien und neue Arbeitsweisen. So machen wir die Wirtschaft in der Breite fit für kommende Generationen“, kommentiert Florian Nöll, Partner PwC Deutschland.

Klarer Handlungsbedarf seitens der Politik

Den wichtigsten Hebel zur Stärkung des Gründungsstandortes Deutschland sehen 90 Prozent in der Beschleunigung und Vereinfachung von Verwaltungsprozessen – gerade im internationalen Vergleich zeigt sich, dass Deutschland aufholen muss. Potenzial sehen die Startups auch beim Thema öffentliche Vergabe: Während erst 15 Prozent staatliche Aufträge für sich gewinnen konnten, fordern 76 Prozent, die Vergabe für Startups zugänglicher zu machen. Für größere und wachstumsstärkere Start-ups mit mehr als 25 Mitarbeitenden rückt das Thema Mitarbeiterbeteiligung in der Prioritätenliste auf Platz eins: 92 Prozent fordern bessere Rahmenbedingungen, um Mitarbeiter*innen am finanziellen Erfolg des Unternehmens teilhaben zu lassen. “Mitarbeiterbeteiligungen sind für Startups entscheidend, um Top-Talente zu gewinnen. Die deutschen Regelungen sind international nicht konkurrenzfähig und müssen vereinfacht werden. Christian Lindner hat die Chance, das mit dem angekündigten Zukunftsfinanzierungsgesetz umzusetzen”, fordert Franziska Teubert, Geschäftsführerin des Startup-Verbands.

Weitere spannende Fakten aus dem Deutschen Startup Monitor 2022

  • Gründer*innen arbeiten durchschnittlich 55 Stunden in der Woche, davon 48 Stunden unter der Woche und 7 Stunden am Wochenende.
  • Auch unter Gründer*innen ist das Homeoffice beliebt: 43 Prozent ihrer Arbeitszeit verbringen sie zu Hause, das Büro liegt mit 45 Prozent nur knapp vorne.
  • In 63 Prozent der Gründer*innen-Teams kommen wirtschaftliche und technische Expertise zusammen – so profitieren sie von Beginn an vom breiteren Know-how.
  • Die RWTH Aachen, TU München und die WHU in Vallendar führen das Ranking der Top-Gründungshochschulen im Deutschen Startup Monitor an.
  • Hochschulen sind zentraler Pfeiler des Startup-Ökosystems: 74 Prozent bewerten die Nähe zu Universitäten an ihrem Standort positiv.
  • 80 Prozent ihrer Umsätze machen die Start-ups in Deutschland, Europa ist mit 12 Prozent wichtigster Auslandsmarkt, vor Nordamerika mit 5 Prozent.

Quelle: DSM 22

Mehr Infos und Details zum Deutschen Startup Monitor 2022 findest du hier

GameChanger des Monats: Fertilly – der Kinderwunschreise-Digitalisierer

Christoph Müller-Guntrum hat schon einige Karrierestationen hinter sich. Er leitete als Geschäftsführer zwei Jahre das Logistik-Startup Movinga. Zuvor war er fünf Jahre Unternehmensberater bei BCG mit vielen Berührungspunkten zum Healthcare-Bereich. 2019 entschied er sich, Fertilly zu gründen, um ein fundamentales gesellschaftliches Problem zu lösen: die rückläufige Demographie in der westlichen Welt. Mehr dazu im Interview mit Christoph.

Es gibt zahlreiche Gründe, warum Frauen und Paare ungewollt kinderlos bleiben. Viele sind medizinisch zu begründen, andere haben keine medizinisch diagnostizierbaren Ursachen. So oder so: Grundsätzlich scheint das Thema Unfruchtbarkeit aktuell immer noch (gesellschaftlich) stigmatisiert zu sein und damit für die Betroffenen schwierig zu handhaben. Wie siehst du das?

Das trifft genau den Kern der Problematik. Wie viel Aufklärungsbedarf im Bereich Fruchtbarkeit, Kinderwunsch und Familienplanung besteht, hat eine repräsentative Studie gezeigt, die wir letzten Monat durchgeführt haben. Das Bild ist so klar wie erschreckend: 75 Prozent der Deutschen halten Unfruchtbarkeit für ein Tabuthema. Besonders Männer haben ein großes Problem, über das Thema zu sprechen; sie würden lieber so ziemlich jedes andere Tabuthema wählen, als über Probleme mit der eigenen Zeugungsfähigkeit zu sprechen.

Kombiniert man das mit der Tatsache, dass die Deutschen das fruchtbare Fenster von Männern und Frauen deutlich überschätzen, ist es natürlich nicht verwunderlich, dass sich viele erst dann mit ihrer eigenen Fruchtbarkeit auseinandersetzen, wenn es für eine Schwangershaft auf natürlichem Wege häufig schon zu spät ist. Gerade Männer unterliegen häufig dem Irrglauben, dass sie “forever fertile” sind, was nicht stimmt. Umso wichtiger ist es meiner Meinung nach, offen mit dem Thema umzugehen und hier eine längst überfällige Aufklärung nachzuholen.

Wie eingangs erwähnt, hast du beruflich einige Stationen hinter dir, bis du das Thema
Reproduktionsmedizin unternehmerisch für dich entdeckt hast. Was war der Auslöser bzw. ist die Motivation, Fertilly zu gründen?

Ich hatte in meiner Zeit als Unternehmensberater schon über längere Zeit Berührungspunkte mit dem HealthTech-Bereich. Schon damals habe ich gemerkt: Hier gibt es unglaublich großen Optimierungsbedarf! Als ich 2019 durch einen Fall aus meinem familiären Umfeld dann aus erster Hand mitbekommen habe, wasl in der Reproduktionsmedizin für ein Informationsdschungel herrscht und wie aufwendig die Therapievorbereitung für Betroffene ist, war für mich klar: Hier muss sich etwas tun – und das nicht nur im Bezug auf die Digitalisierung, sondern auch gesellschaftlich. Mit Fertilly soll jede*r, unabhängig vom Geschlecht, der sexuellen Orientierung oder dem Familienstand, den gleichen Zugang zum Kinderwunsch bekommen.

Was waren die wichtigsten Meilensteine von der Gründung bis zum Start von Fertilly?

Mitte dieses Jahres ist unser Patientenportal live gegangen, mit dem wir die gesamte Therapievorbereitung digitalisiert haben. Patient*innen können individuelle Anamnesebögen online ausfüllen und bestehende Untersuchungsergebnisse hochladen. So haben sowohl Patient*innen als auch Kliniken alle relevanten Infos auf einen Blick. Auch im Bereich der ersten Diagnostik hat sich dieses Jahr vieles getan: Wir haben uns mit dem führenden Anbieter zusammengetan, um unseren Patient*innen einen At-home Spermientest anbieten zu können, mit dem verlässliche Ergebnisse wie bei einem*einer Ärztin*in erzielt werden.

Wie hast du diese Phase finanziell gestemmt?

Die Gründung sowie die ersten zwei Jahre haben wir komplett gebootstrapped. 2021 haben wir erfolgreich eine Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen, die uns einen zusätzlichen Anschub verpasst hat. Wir sind seitdem auf rund 20 Mitarbeiter*innen gewachsen und konnten neben der DACH-Region Märkte wie Italien und Frankreich weiter ausbauen.

Nun zu Fertilly: Was genau leistet ihr mit eurer Plattform, wen adressiert ihr und inwiefern unterscheidet ihr euch – im Sinne eines GameChangers – von anderen
Playern in diesem Segment?

Das Ziel unserer Plattform ist klar: Wir wollen die Kinderwunschreise für Patient*innen nicht nur diskriminierungsfrei, transparenter und leichter machen, sondern wollen die gesamte Journey simplifizieren und beschleunigen. Dafür können wir auf Europas größtes Netzwerk aus Kinderwunschzentren zurückgreifen, um für jede*n Patient*in die passende Klinik zu finden.

Wir möchten jede*n motivieren und inspirieren, die eigene Fruchtbarkeit selbst in die Hand zu nehmen – von der ersten Frage nach der eigenen Fruchtbarkeit bis zum Finden der individuell passenden Wunschklinik. Hier hört unser Service jedoch nicht auf: Viele Paare und Singles begleiten wir bis zur Geburt.

Einzigartig macht uns hier vor allem, dass wir einen extrem niederschwelligen Einstieg in das Thema Kinderwunsch bieten. Leider ist es immer noch so, dass (Un-)Fruchtbarkeit in unserer Gesellschaft als Tabuthema wahrgenommen wird und viel zu wenig darüber gesprochen wird. Hinzu kommt, dass viele Gynäkolog*innen in dem Bereich der Kinderwunschproblematik oft unzureichend informiert sind und sich das Ganze dadurch um ein Vielfaches in die Länge zieht. Durch unser Angebot und unsere Fruchtbarkeit-Tests für Zuhause, verkürzen wir den Prozess und ersparen Patient*innen außerdem 2 bis 3 Klinikbesuche vor Ort.

Wie macht ihr auf euch und eure Angebote aufmerksam?

Unser Fokus liegt zum einen in der Content-Erstellung, da das Thema Unfruchtbarkeit bislang immer noch sehr schwer zugänglich ist. Auf unserer Website finden Interessierte und Patient*innen alle Infos rund um die Themen Fruchtbarkeit, Kinderwunsch und Familienplanung. Gleichzeitig nutzen wir auch PR und soziale Medien recht stark. Beispielsweise nutzen wir Instagram, um Aufklärung zu betreiben und auf das Thema aufmerksam zu machen. Unsere Social-Media-Kanäle erlauben uns zusätzlich, eine Community aufzubauen, was bei einem solch sensiblen Thema sehr wichtig ist. Letzten Monat haben wir eine repräsentative Umfrage beauftragt, die uns noch einmal tiefe Einblicke in die Gesellschaft gegeben hat und einen Bedarf an Information und Selbstermächtigung gezeigt hat. Und genau das ist unser Ziel: dass jede*r durch fundiertes Wissen in der Lage ist, rechtzeitig für sich die relevanten Entscheidungen zu treffen.

Gibt es weitere Pläne und Ideen für Projekte rund um das Thema “digitale
Kinderwunschreise”?

Unsere Vision ist es, mit Fertilly Europas größte digitale Fruchtbarkeitsklinik aufzubauen, bei der wir Patient*innen über die Therapievorbereitung hinaus während des gesamten Prozesses unterstützen können. Dazu wollen wir unser digitales Portal erweitern und in weiteren Märkten vertreten sein. Ein Ziel ist es, unser Patientenportal weiter zu personalisieren, so dass Patient*innen alle wichtigen Infos, Untersuchungsergebnisse und auch individuelle Erfolgsprognosen auf eine Schwangerschaft jederzeit einsehen können.

Was möchtest du als GameChanger des Monats der Start-up- und Gründer*innen-Community mit auf den Weg geben?

Es klingt ein wenig wie ein Klischee, ist aber wahr: Am Ende des Tages steht und fällt das Business mit dem Team. Als Gründer*in ist es wichtig, wirklich gut im Recruiting zu werden und ein starkes und funktionales Kernteam aufzubauen. Insbesondere die ersten 20 Mitarbeiter*innen prägen die Unternehmenskultur (und alles, was später kommt) entscheidend. Mir hat es immer geholfen, ausführlich zu hinterfragen, was die Motivation eines/einer Kandidat*in ist, bei Fertilly einzusteigen. Das ist auf lange Sicht viel wichtiger als gute Self-Promotion oder große Namen im Lebenslauf.

Hier geht’s zu fertilly

Das Interview führte Hans Luthardt

Gründer*in der Woche: Spiritory – die Trading-Plattform für edle Spirituosen

Das Münchner FinTech-Start-up Spiritory der Gründer Tilo Saurin, Jan Hofmayer und Janis Wilczura hat es sich zum Ziel gesetzt, das Traden von bzw. Investieren in Spirituosen und (Schaum-)Weine zu demokratisieren. Mehr dazu im Interview mit Co-Founder und CEO Janis.

Das Handeln mit begehrten Weinen und erlesenen Spirituosen ist meist eher elitären Kreisen vorbehalten. Was treibt euch an, dies mit Spiritory zu ändern?

Wenn wir uns anschauen welche Asset-Klassen in den vergangenen zehn Jahren die größten Renditen abgeworfen haben, dann waren das nicht etwa Aktien, Immobilien, Uhren oder Gold, sondern mit großem Abstand seltener Whisky. Das Problem dabei ist einerseits, dass kaum jemand weiß, dass seltener Whisky 582 Prozent Rendite erzielt hat und zum anderen, dass diese Rendite nur ein paar wenigen Leuten vorbehalten war, welche sich in den richtigen Kreisen befunden haben.

Wir sind davon überzeugt, dass jeder der eine Affinität zu Investments hat Zugang haben sollte - sei es nun zum Konsum dieser feinen Tropfen, aus einer Sammelleidenschaft oder aber zum klassischen Investieren in eine alternative Assetklassen mit überragender Performance.

Was waren dann die wichtigsten Schritte von der Gründung im März 2022 bis zum Launch eurer Trading-Plattform?

Wichtig war zunächst einmal loszulegen. Wir haben unsere Corporate Jobs gekündigt, um die nötige Zeit zu haben, ein gutes Produkt zu konzipieren und entwickeln. Ich bin besonders stolz darauf, dass Spiritory zu 100% In-House programmiert wurde. Natürlich waren sowohl der Launch und die ersten Transaktionen besondere Meilensteine. Grundsätzlich kann man festhalten, dass es bisher eine unfassbar spannende und lehrreiche Zeit war, aus der wir viel mitgenommen haben. Und ich bin davon überzeugt, dass dies so bleiben wird.

Wie habt ihr diese Startphase finanziert?

Bis heute haben wir uns eigenfinanziert und nutzen hierfür Rücklagen. Ich selbst habe beispielsweise einen Großteil meines Aktienportfolios aufgelöst, um für Spiritory All-In zu gehen.

Nun zu Spiritory. Was genau bietet ihr mit eurer Trading-Plattform und auf welche Weise schafft ihr es, das Traden und Investieren von Spirituosen- und Wein zu demokratisieren?

Unser Ziel ist es, eine innovative, transparente und einfach zu nutzende Plattform zu entwickeln, welche es Nutzer*innen aus der ganzen Welt ermöglicht, auf eine clevere und sichere Art und Weise begehrte Spirituosen, wie zum Beispiel Whisky und Weine zu traden. Im Mittelpunkt steht dabei unser einzigartiges Börsenmodell, welches sowohl Käufer*- als auch Verkäufer*innen die Möglichkeit gibt, Daten wie Marktwerte oder Wertzuwächse zur Lieblingsflasche zu erhalten und darauf basierend einen „Wunschpreis“ für das entsprechende Produkt zu hinterlegt. Ähnlich wie an der Börse kommt es nämlich erst dann zu einer Transaktion, wenn sich ein Käufer*in und Verkäufer*in gefunden haben, die bereit sind, zum gleichen Preis zu Kaufen bzw. zu Verkaufen. Dabei ist es irrelevant, wer von beiden als erstes ein Angebot abgibt. Auf diese Weise verändern wir nachhaltig den Handel von begehrten Spirituosen und Weinen. Wir haben uns dabei von revolutionären Geschäftsmodellen aus anderen Branchen inspirieren lassen, wie beispielweise Trade Republic in Bezug auf das Handeln von Aktien oder StockX, die das Kaufen und Verkaufen von seltenen Sneakern vereinfachen.

Darüber hinaus bieten wir unseren Nutzer*innen noch weitere Funktionen wie unser Portfolio. Nutzer*innen können mit wenigen Klicks ihre private Sammlung hinzufügen und erhalten von uns einen vollumfänglichen digitalen Überblick zur Performance den eigenen Flaschen inklusive Marktwerte oder Renditen. Wir schaffen so Transparenz und ermöglichen einer breiteren Masse den einfachen Einstieg in Spirituosen-Investments.

momox Second Hand Report 2022

Die repräsentative Studie belegt: In Zeiten von steigender Inflation gewinnen Second-Hand-Artikel weiterhin stark an Attraktivität.

So kaufen zwei Drittel (66 Prozent) der Second Hand Shopper*innen in Deutschland mindestens einmal im Jahr gebrauchte Bücher und/oder Medienartikel. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg um 18 Prozent. Auch der Trend beim Verkauf von Gebrauchtem ist weiter gestiegen: So hat jede(r) zweite Deutsche (48 Prozent) schon einmal gebrauchte Bücher und/oder Medienartikel zum Verkauf angeboten. 2021 waren es noch 39 Prozent.

Dies zeigt der aktuelle momox Second Hand Report 2022 für Bücher und Medien und gewährt einen detaillierten Einblick in den deutschen Gebrauchtwarenmarkt. Für den repräsentativen Report hat das Marktforschungsinstitut Kantar eine Umfrage im Auftrag von momox durchgeführt. Zudem wurden Kund*innen der momox Plattformen momox und medimops befragt. Insgesamt nahmen 13.290 Personen an den Umfragen teil.

Second-Hand-Kauf ist selbstverständlich und ersetzt Neues

Wie der aktuelle Report zeigt, gehört der Kauf von Second Hand in Deutschland mittlerweile zur Selbstverständlichkeit: Für jede(n) Zweite(n) (59 Prozent) ist das Second-Hand-Shopping selbstverständlich oder sehr selbstverständlich geworden. Dabei geben 73 Prozent der Befragten an, dass der Kauf von Second-Hand-Artikeln den Kauf eines neuen Buchs und/oder Medienartikels ersetzt hat. Weitere 66 Prozent geben an, dass sie weniger Geld für Bücher und/oder Medienartikel ausgegeben haben, weil sie gebrauchte Artikel gekauft haben. Ebenfalls 66 Prozent sagen, dass sie insgesamt mehr Bücher und/oder Medienartikel gekauft haben, da Second Hand im Vergleich zu Neuware günstiger ist. Für lediglich 9 Prozent hat der Kauf von Second Hand den Kauf eines neuen Buches und/oder Medienartikels nicht ersetzt.

Nachhaltigkeit ist eines der Hauptmotive für Second Hand

Wenn es um die Gründe für den Kauf von Second Hand geht, so gibt die Mehrheit (91 Prozent) an, dass für sie die niedrigen Preise am wichtigsten sind. 45 Prozent der Befragten geben an, dass die Artikel günstiger als Neuware sein müssen, die Höhe der Ersparnis ist an sich aber egal. Für 52 Prozent muss die Ersparnis hingegen so groß wie möglich sein. Als zweitwichtigsten Grund für den Kauf von Second-Hand-Büchern und/oder Medienartikeln geben 76 Prozent Nachhaltigkeit an. 2021 haben, im Vergleich, nur 66 Prozent der Umwelt zuliebe second hand geshoppt. Bei den Hauptgründen für den Verkauf geben 88 Prozent der Befragten den Wunsch nach mehr Platz und 87 Prozent den Nachhaltigkeitsaspekt an. Knapp jede(r) Zweite (44 Prozent) möchte beim Verkauf auch etwas dazu verdienen.

Gebrauchtwarenhandel findet primär online statt

Beschleunigt durch die Pandemie hat sich der Handel mit Gebrauchtware in den letzten zwei Jahren weiter ins Internet verlagert: So geben 71 Prozent der Second-Hand-Käufer*innen an, dass sie vor allem online shoppen. 2021 waren es hingegen noch 58 Prozent. Dabei sind mit 44 Prozent Onlinemarktplätze am beliebtesten, gefolgt von Onlineshops für Gebrauchtware (27 Prozent). Nur noch etwa jede(r) Fünfte (23 Prozent) kauft gern offline auf Flohmärkten oder in Second-Hand-Länden. Noch beliebter als das Online-Second-Hand-Shopping ist der Verkauf im Internet: Mit 81 Prozent verkaufen die Deutschen Bücher und/oder Medienartikel am liebsten online. Im Vorjahr waren es noch 73 Prozent. Am häufigsten wird auf Onlinemarktplätzen (57 Prozent) oder an Ankaufsservices (24 Prozent) verkauft. Die Beliebtheit vom Verkauf auf Flohmärkten ist im Vergleich zum Vorjahr von 18 Prozent auf 10 Prozent gesunken.

Second Hand wird am liebsten zu Geburtstagen und Weihnachten verschenkt

Second Hand hat schon längst sein Schmuddel-Image verloren: 84 Prozent der Befragten geben an, dass sie gebrauchte Artikel auch verschenken würden. Dabei ist es 76 Prozent wichtig, dass der Zustand der Artikel gut oder sehr gut ist. Acht Prozent wäre der Zustand sogar egal. Geburtstage (74 Prozent) und Weihnachten (59 Prozent) sind die beliebtesten Anlässe, um Second Hand zu verschenken. Weitere Anlässe sind etwa Ostern (21 Prozent) oder Muttertag (12 Prozent). Zum Valentinstag (5 Prozent) wird Gebrauchtes hingegen kaum verschenkt. Am ehesten werden gebrauchte Bücher (95 Prozent) verschenkt, gefolgt von Medienartikeln (48 Prozent), Kinderspielzeug (46 Prozent) und Gesellschaftsspielen (41 Prozent). Knapp ein Drittel (29 Prozent) würde auch Kleidung und/oder Schuhe aus zweiter Hand verschenken. Lediglich 16 Prozent schließen das Verschenken von Second Hand Produkten aus.

Second Hand ist in Frankfurt/Main am beliebtesten

Was das Second-Hand-Shopping wie auch den Verkauf angeht, so ist Frankfurt am Main die Second-Hand-Hauptstadt Deutschlands. Hier ist der An- wie auch Verkauf von Gebrauchtem am beliebtesten. Im Bundesländervergleich liegen hingegen Hamburg, Berlin und Hessen sowohl beim An- wie auch Verkauf auf den ersten drei Plätzen des Rankings. Im Städterennen ist die Hauptstadt hingegen das Schlusslicht der Top Ten.

Schwerelos gründen: das Event für die Start-up-Szene

LEXROCKET, die Startup-Initiative von Lexware, lädt am 8. September 2022 ab 18 Uhr zu einem Event von und für Gründer*innen – sei online dabei, erhalte exklusive Insights und vernetze dich mit anderen Founder*innen und Investor*innen.

Von der Idee zum Startup

Eine innovative, gute Idee zu haben, macht nur einen kleinen Teil des Start-up-Erfolgs aus. Nicht umsonst legen Investor*innen besonders viel Wert auf die Menschen hinter dem Start-up. Der „Rollercoaster“, den sie auf dem Weg von der Idee zum laufenden Unternehmen zurücklegen, steht am 8. September 2022 ab 18 Uhr im Fokus des Events Schwerelos gründen.

LEXROCKET, die Gründungsinitiative von Lexware, bringt Start-ups, Mentor*innen und Investor*innen zusammen und lädt zu einem Abend voller Tipps, To-dos und Learnings. Zu den Speaker*innen zählen bekannte Founder*innen wie Martin Donald Murray von waterdrop, Andreas Weinzierl von Sushi Bikes, Daniel Dippold von EWOR oder Verena Judmayr von MATR und viele mehr.

Den eigenen Traum Wirklichkeit werden lassen

„Start-ups sind enorm wichtig, weil durch sie Innovation gefördert wird. Durch dieses Event möchten wir zeigen, dass es möglich ist, den eigenen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Ihr seid nicht alleine und wir greifen euch unter die Arme, um erfolgreich zu werden“, so Yalun Meng, VP Lexware Startups.

Das Programm besteht aus einer Mischung aus Keynotes, einer Panel-Diskussion und Start-up-Pitches und bietet so einen umfassenden Einblick in viele wichtige Themen, die den Erfolg von Start-ups ausmachen: Finanzierung, Prototyping, Partnerschaften, das erste Team, Wachstum, Marketing und Trouble Shooting.

„Gerade am Anfang ist es für junge Start-ups wichtig, sich mit erfahrenen Gründer*innen austauschen zu können und ein Netzwerk aufzubauen, das die Challenges von Jungunternehmen direkt aus der Praxis kennt und weiß, worauf es ankommt“, betont Dejan Jovicevic, CEO und Co-Founder des brutkastens und Co-Host von „Schwerelos gründen“. 

Online via Hopin mitdiskutieren und vernetzen

Dementsprechend können sich die Teilnehmenden des Events auch direkt mit ihren Fragen und Inputs in die Diskussion einbringen. Das Event ist hybrid angelegt und findet gleichzeitig vor Ort im Wiener The Student Hotel und online auf der Event-Plattform Hopin statt. In beiden Fällen gibt es die Möglichkeit, sich informell mit Gründer*innen und Investor*innen zu vernetzen und auszutauschen. Die Teilnehmenden erhalten zudem nach dem Event exklusiv Zugriff auf Inhalte wie Aufzeichnungen oder Präsentationen. 

Das (Online-)Event auf einen Blick

Was: „Schwerelos gründen” by LEXROCKET

Wann: 8. September 2022, ab 18 Uhr

Wie: Online-Teilnahme via Hopin

Jetzt hier anmelden und Online-Teilnahme sichern!

GameChanger des Monats: AMES Foundation - Biodiversität schützen

Gegründet wurde die AMES Foundation im Jahr 2020 von Dr. Marlon Braumann mit dem Ziel, das Wildleben Afrikas zu erhalten, Biodiversität zu schützen und Afrika zu einem sichereren Ort für Tiere zu machen. Unterstützt wird Marlon dabei von über 150 sogenannten AMES Guardians – zumeist erfolgreiche Unternehmer*innen, die „der Welt etwas zurückgeben möchten“. Mehr über unseren GameChanger des Monats im Interview mit Marlon.

Wir haben die AMES Foundation als GameChanger des Monats ausgewählt, weil ihr als Community aus Macher*innen, Kreativen, Unternehmer*innen, Gründer*innen, Investor*innen und CEOs ein gemeinsames Ziel verfolgt: das Aussterben Afrikas Wildlebens zu stoppen. Wann und wie bist du auf die Idee zu AMES gekommen?

Die Themen Afrika und Tierschutz begleiten mich schon mein ganzes Leben. Ich habe als Kind sehr viel Zeit im südlichen Afrika verbracht und empfinde seit meiner Kindheit große Sympathie für Tiere. Schon immer wollte ich etwas in die Richtung machen, wusste aber nie so richtig was genau. Als ich 2019 mehrere Monate im südlichen Afrika unterwegs war und dort einige Naturschutzorganisationen kennenlernen durfte, fasste ich den Entschluss, hier einen Teil meiner Zeit und Energie einzusetzen. Aus dem was vor 2,5 Jahren als Hobby begann, wurde dann recht schnell eine richtige Organisation.

Was treibt dich und deine Mitstreiter*innen im Sinne eines Gamechangers an?

Was uns antreibt ist sicherlich einerseits der Spaß, den die gemeinsame Arbeit an diesem Thema mit sich bringt, und andererseits die Dringlichkeit, mit der wir Erfolge erzielen müssen, um nicht in unserer Generation dafür verantwortlich zu sein, dass es keine Nashörner und Elefanten mehr gibt – um nur zwei Tierarten zu nennen, die sehr konkret vom Aussterben bedroht sind. Ich würde sagen, das eine ist die Motivation, das andere mehr die Notwendigkeit.

Was ist das Besondere an AMES? Inwieweit unterscheidet sich die AMES Foundation von anderen Hilfsorganisationen in Afrika?

Das Besondere ist sicherlich unser Setup als Gruppe von über 150 Unternehmerinnen und Unternehmern, die sich bei AMES engagieren. Sowohl vom Setup als auch von unserer Arbeitsweise führen wir AMES wie ein Unternehmen. Schnell, kennzahlengetrieben, kostenbewusst und mit dem Ziel Profitabilität.

Was waren die wichtigsten Meilensteine von der Gründung 2020 bis zu den ersten Projekten vor Ort?

Der erste wichtige Meilenstein war die Zusage der ersten zehn AMES Guardians. Das hat mir damals das Gefühl gegeben, hier geht was. Die nächsten Meilensteine waren das Erreichen der 100er und 150er Marke, aber vor Ort auch die Übernahme unseres ersten Reservats sowie die ersten Technologietransfers aus unserer AMES Community auf die Herausforderungen vor Ort in diesem Jahr. Wir stehen noch am Anfang, aber heute bin ich mir noch sicherer als vor 2,5 Jahren. Hier geht wirklich was.

Eine wichtige Stütze der AMES Foundation sind die Guardians. Wer sind diese und welche Rolle spielen sie bei der Verwirklichung der Projekte?

AMES Guardians sind unternehmerisch denkende Macher, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind, die Welt durch ihr Zutun zu einem besseren Ort zu machen. Alle Guardians engagieren sich finanziell mit jährlichen spenden zwischen 80.000 EUR und 3.000 EUR, aber auch inhaltlich durch ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihr Netzwerk. Inzwischen stehen wir bei 150 Guardians, von denen ca. 30 bereits unser Reservat vor Ort besucht haben.

Wie macht ihr auf euch und eure Arbeit aufmerksam?

Vor allem in der Community, in der wir unterwegs sind, ist der letztlich relevanteste Kanal Word of Mouth innerhalb des Netzwerks. Fast niemand kommt zu AMES, weil sie oder er über uns gelesen hat. Vielmehr kommen die meisten Guardians aus dem innersten Vertrauensnetzwerk anderer Guardians.

Was möchtest du als unserer GameChanger des Monats der Start-up-Community mit auf den Weg geben?

Einfach loslegen und machen. Wird schon!

Hier geht's zur AMES Foundation

Das Interview führte Hans Luthardt

Gründer*in der Woche: Teppana – Teppiche neu gedacht

Ramin Mohammadi ist der Gründer von Teppana. Der 28-jährige Hamburger hat den herkömmlichen Teppich neu erfunden: Als Erster in Europa hat Ramin Teppiche entwickelt, die man unkompliziert in der eigenen Waschmaschine reinigen kann. Mehr dazu im Interview mit Ramin.

Wann und wie bist du auf die Idee zu deinen waschmaschinentauglichen Teppichen gekommen?
Das Thema Teppich wurde mir von meiner Familie, die seit mehreren Generationen in der klassischen Teppichbranche tätig ist, in die Wiege gelegt. Wir hatten selbst viele „echte” Perserteppiche zu Hause, mussten aber immer penibel darauf achten, dass sie nicht schmutzig wurden: Auf dem Teppich essen war tabu, Straßenschuhe sowieso und an einen Hund oder eine Katze war gar nicht zu denken. Das fand ich schon immer unentspannt.

Aber als ich vor zwei Jahren anfing, Kundeninterviews für meine potenzielle Geschäftsidee zu führen, habe ich erst so richtig gemerkt, was für ein Riesenthema das ist. Viele Menschen schränken sich ein oder kaufen sich erst gar keinen Teppich. Ich wollte daran etwas ändern und habe mir also die Frage gestellt: Wie kann ich Teppiche anbieten, die schön sind, aber auch ganz unkompliziert in die Waschmaschine gesteckt werden können?

Was waren dann die wichtigsten Steps von der Idee bis zum ersten fertigen Produkt?
Der erste Step war der Product-Market-Fit. Ich wollte erst einmal herausfinden, ob Konsument*innen von meiner Idee genauso überzeugt sind. Mit dem allerersten Muster habe ich Produktfotos und -Videos gemacht und einen Onlineshop aufgebaut. Der Shop war ein klassischer „Fake-Door-Test“: Ich bot Teppichdesigns an, die ich noch gar nicht produziert hatte. Dann schaltete ich Werbeanzeigen und wartete ab.

Die erste Bestellung kam nach zwei Wochen rein. Als fünf Bestellungen da waren, kam die Marktforschung: Ich habe die Kund*innen angerufen, ihnen gesagt, dass ihr gewünschtes Produkt noch nicht fertig ist und sie gefragt, warum sie sich für einen Teppana-Teppich entschieden haben. Dieses Feedback war extrem wertvoll! Ich habe es direkt in die weiteren Prozesse einfließen lassen. Dann war ich selbstbewusst genug, um aufs Ganze zu gehen und mein Erspartes in die finale Produktentwicklung zu investieren.

Musstest du im Vergleich zu herkömmlichen (Perser-)Teppichen hinsichtlich der Farben, Muster und Qualität deiner Teppiche große Konzessionen eingehen?
Um die Waschbarkeit gewährleisten zu können, mussten natürlich neue Materialien her, die sich von denen der Perserteppiche unterscheiden. Aber ich bin sehr froh, sagen zu können, dass sich unsere Teppiche, was die Farben und Muster angeht, vor den klassischen Perserteppichen überhaupt nicht verstecken müssen.

Start in die Selbständigkeit ab 01.08.22 einfacher

Der Start in die Selbständigkeit wird ab 1. August 2022 einfacher: Gründer*innen können eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder eine Unternehmergesellschaft (UG) unter bestimmten Umständen auch online errichten.

Die GmbH oder ihre „kleine Schwester“, die UG (haftungsbeschränkt), sind hierzulande nach wie vor die beliebtesten Rechtsformen, wenn es um die Gründung einer Kapitalgesellschaft geht. Viele Gründer*innen scheuen aber den bürokratischen Aufwand, den eine GmbH mit sich bringt. Mit der Möglichkeit der Online-Gründung verfolgt der Gesetzgeber nun das Ziel, für eine Erleichterung zu sorgen.

Die Online-Gründung ist dann möglich, wenn das erforderliche Stammkapital der Gesellschaft bar auf ein deutsches Bankkonto eingezahlt wird. Anders als bei der „klassischen“ Gründung mit einem Termin vor Ort reicht dann eine Online-Beurkundung über ein Videokonferenzsystem mit dem Notar / der Notarin aus. Gleichwohl müssen alle anderen Formalitäten (Handelsregister, Bankkonto, Steuernummer) abgewickelt werden, was mehrere Wochen dauern kann.

Express-Gründung innerhalb von wenigen Tagen möglich

Nutzen jedoch die Existenzgründer*innen stattdessen die Möglichkeit der Übernahme einer bereits bestehenden GmbH oder UG, sind sämtliche Formalia schon innerhalb weniger Tage erledigt: Ideal für alle Gründer*innen, die schnell starten wollen. „Der Kauf einer Vorratsgesellschaft, ist der schnellste und einfachste Weg in die Selbständigkeit mit einer GmbH oder UG“, so Michaela Sieker, Geschäftsführerin der SiBa Wirtschaftskanzlei in Berlin.

Vorratsgesellschaften wurden bereits in der Vergangenheit gegründet, haben garantiert keine Geschäftstätigkeit ausgeübt und das Stammkapital steht im vollen Umfang zur Verfügung. Spezialisierte Rechtsanwaltskanzleien oder Unternehmensberatungen wie die SiBa Wirtschaftskanzlei halten solche Vorratsgesellschaften, die von Gründer*innen übernommen werden können. Da die Gesellschaft bereits gegründet wurde, entfällt damit ein erheblicher Teil des bürokratischen Aufwands, beispielsweise der Vorlauf für die Eröffnung des Bankkontos, Einzahlung des Stammkapitals, Anmeldung und Eintragung im Handelsregister und die Beantragung der Steuernummer. Individuelle Anpassungen, beispielsweise beim Namen oder dem Geschäftszweck können von den neuen Gesellschafter*innenn trotzdem flexibel vorgenommen werden.

Klassische GmbH-Gründung, Online-Gründung und Übernahme einer Vorratsgesellschaft im Vergleich

Klassische GmbH-Gründung

  • Notartermin zur Gründung und Geschäftsführerbestellung
  • Banktermin Kontoeröffnung und Stammkapital einzahlen
  • Kontoauszug besorgen und zum Notar/zur Notarin senden
  • Anmeldung zum Handelsregister durch Notar*in
  • Handelsregistereintragung abwarten
  • Beantragung der Steuernummer
  • Gewerbeanmeldung

Zeitaufwand: In der Regel mehrere Wochen bis Monate

Online-Gründung einer GmbH

  • Online-Notartermin zur Gründung und Geschäftsführerbestellung
  • Banktermin Kontoeröffnung und Stammkapital einzahlen
  • Kontoauszug besorgen und zum Notar senden
  • Anmeldung zum Handelsregister durch Notar
  • Handelsregistereintragung abwarten
  • Beantragung der Steuernummer
  • Gewerbeanmeldung

Zeitaufwand: In der Regel mehrere Wochen bis Monate

Übernahme einer Vorratsgesellschaft*

  • Notartermin zur Übernahme und Geschäftsführerbestellung
  • Änderung im Handelsregister
  • Übernahme des Kontozugangs
  • Online-Gewerbeanmeldung

Zeitaufwand: In der Regel wenige Tage

 * Sämtliche Angaben beziehen sich auf den Service der SiBa Wirtschaftskanzlei. Die Vorgehensweise anderer Kanzleien kann davon abweichen.

Gründer*in der Woche: saint sass - Statements in Strumpfhosen

Vivien Wysocki und Larissa Schmid sind die Gründerinnen der Berliner saint sass GmbH. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Statement Strumpfhosen zu entwickeln, die Unabhängigkeit und selbstironischen Mut von Frauen zum Ausdruck bringen. Mehr dazu im Interview mit Vivien und Larissa.

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu saint sass gekommen?
Vivien: Es sind mehrere Dinge zusammengekommen, aber angefangen hat es mit einem Interview mit Cher, in dem sie den legendären Satz: „Mom, I am a rich man“ sagte - als Antwort auf ihre Mutter, die ihr geraten hat, sich einen reichen Mann zu angeln. Ich dachte mir: Wow, was ein cooles Statement! Genau dafür stehe ich auch. Gleichzeitig dachte ich schon viel über Strumpfhosen nach, weil die Branche so eingestaubt ist, dass die Idee kam: Warum nicht ein veraltetes Produkt aufwerten und gleichzeitig ein Statement setzen?

 

Larissa: Wir tragen beide außerdem super gerne Kleider und Röcke, weshalb wir besonders Lust darauf haben eigene Strumpfhosen zu entwickeln.

Gründer*in der Woche: heynannyly – Turbo-Babysitting

Flexible und zufriedene Mitarbeitende dank flexibler Kinderbetreuung bzw. schnell und einfach einen vertrauensvollen Babysitter finden und spontane Engpässe noch am selben Tag abdecken, das bieten die heynannyly-Gründerinnen Anna Schneider und Julia Kahle Unternehmen und Eltern. Mehr dazu im Interview mit Anna und Julia.

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu heynannyly gekommen?
Anna:
Seit über 12 Jahren habe ich nebenbei und in verschiedenen Ländern als Baysitterin gearbeitet und immer wieder das gleiche erlebt. Eltern hatten überall das Problem, einfach und flexibel gute Kinderbetreuung zu bekommen, und auch für mich als Babysitterin war der Aufwand immens. Bei einem meiner Aufträge dachte ich, das muss ich ändern. Und dann habe ich Julia gefunden – eine workingMom, die mit ihren beiden Kids seit über zehn Jahren weiß, was Vereinbarkeit von Familie und Beruf bedeutet. Das hat sofort gematcht und wir wussten beide, dass wir genau hier etwas verändern wollen.

Julia: Absolut. Als ich Anna getroffen habe und sie mir von der Idee erzählt hat, wusste ich - das ist es. Betreuung an Randzeiten, wenn die Kids krank werden oder einfach die Krippen Schließzeiten nicht mit den Arbeitszeiten übereinstimmt. Da gibt es unzählige Beispiele. Durch meinen vorherigen Job als Head of HR Marketing im Konzern wusste ich auch, dass in den Unternehmen einfach kein Hebel und Benefit für arbeitende Eltern und mehr Flexibilität vorhanden ist. Und genau das braucht aus unserer Sicht new work.

Was waren die wichtigsten Steps von der Gründung bis zum Start im Mai dieses Jahres?
Anna:
Da gab es einige. Unsere GmbH-Gründung im März 2022 und den ersten Investor allygatr aus Berlin an Bord zu nehmen. Aber definitiv auch unseren MVP zu launchen. Wir haben schon von Anfang an immer möglichst viel Feedback eingeholt – aber das Feedback live zu bekommen ist am wertvollsten. Wir ändern quasi täglich kleine Features und unsere Product Roadmap.

Was ist das Besondere, das Innovative an heynannyly und wie unterscheidet ihr euch damit von anderen Kinderbetreuungsmöglichkeiten?
Julia:
Zum einen war uns ganz besonders wichtig, einfach und flexibel an sehr vertrauensvolle Betreuer*innen zu kommen. TRUST ist bei dem Thema unsere absolute Priorität. Als Mutter weiß ich, dass hier die Basis für eine gute Betreuung überhaupt erst geschaffen wird. Und mit unseren Recruiting Backgrounds war schnell klar, dass wir ein Screening machen ähnlich der Einstellung in Unternehmen (ID-Check, Background-Check, Video-Check) und alles transparent in den Profilen der Nannys einsehbar machen.

Anna: Dazu gehört auch das Thema Erste Hilfe, das wir als Schulung für unsere Nannys zur Verfügung stellen und die Haftpflichtversicherung, die bei allen unseren Buchungen inklusive ist. Und ja klar – die Verfügbarkeit innerhalb weniger Stunden gehört sicher auch zu unseren USPs.

Wie findet und bindet ihr geeignete Babysitter?
Anna:
Auch das ein echter Mehrwert mit Recruiting-Know-how – da haben wir scheinbar die richtigen Kanäle getroffen. In unserer Start-City München hatten wir recht schnell die ersten 1.000 Babysitter an Bord. Ganz genau verraten wollen wir die Quelle natürlich nicht – wir haben alles ausprobiert von SEA bis hin zu Guerilla Aktionen in der Stadt und Postwurfsendungen. Die Bindung erfolgt zum einen über einen fairen Stundenlohn, die Haftpflichtversicherung, den kostenlosen Account und eine Incentivierung für häufige Buchungen.

Wer sind eure Kund*innen?
Julia:
Alle Eltern, die Kinderbetreuungsbedarfe haben – sei es, weil sie keinen Kitaplatz bekommen haben, abends mal ausgehen oder sich für den Job Freiraum schaffen müssen. Und natürlich alle familienfreundlichen Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden Entlastung und Flexibilität geben. Nicht nur in kaufmännischen Jobs, sondern unbedingt auch in Bereichen mit Schichtarbeit und natürlich überall da wo es nicht mehr so einfach ist gute Mitarbeitende zu gewinnen. Also als klarer Benefit.

Wie habt ihr die Startphase und damit auch euch selbst bislang finanziert?
Anna:
Die ersten Monate haben wir gebootstrapt und dann einen HR TECH VC mit an Bord genommen. Cash für die Programmierung, aber auch das Netzwerk und operativer Support waren hierbei unsere wichtigsten Aspekte.

Wie macht ihr auf euch und heynannyly aufmerksam?
Julia:
Zum einen natürlich mit digitalem Marketing und über die verschiedenen Mütter-/Väter-Netzwerke, in denen wir aktiv sind. Unser wichtigster Kanal bisher ist aber LinkedIn. Dort erzählen wir auch schon seit Beginn unseres Vorhabens über uns und den Aufbau von heynannyly.

Was sind eure weiteren unternehmerischen To Do's und Vorhaben?
Julia:
Gerade sind wir in unsere nächste Finanzierungsrunde gestartet – wir suchen je nach Run Rate 700k+ für unser Product Market Fit und den Scale. Wir wollen einen CPO mit an Bord nehmen und auch Know-how für Marketing & Sales integrieren. Das Produkt muss weiterentwickelt werden und Marketingbudget ist wichtig.

Anna: Nach dem Product Market Fit in München stehen die nächsten großen Städte an – wir wollen auch in die DACH-Region und in die Key Cities in Europa. Dabei sind wir relativ flexibel – wo wir die meisten Contracts einsammeln im Bereich B2B sind wir als erstes.

Und last but not least: Was wollt ihr anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung mit auf den Weg geben?
Anna:
Für uns war es die richtige Entscheidung zu zweit zu gründen – gemeinsam die Erfolge zu feiern und bei Fails und schwierigen Entscheidungen einen strategischen Partner zu haben ist eigentlich das Beste.

Julia: Und was wir selber oft gehört haben, hat auch bei uns gestimmt – geht so schnell wie möglich mit dem MVP auf den echten Markt. Es gibt keine wertvolleren Feedbacks.

Hier geht's zu heynannyly

In diesem Video erfahrt ihr mehr über die Gründerinnen und ihr Kids-Biz

Das Interview führte Hans Luthardt

Wie Wien als internationaler Startup Hub von der ViennaUP langfristig profitiert

Die ViennaUP'22 ging dieses Jahr mit 10.000 Besucher*innen aus 67 Nationen über die Bühne. Im Doppelinterview sprechen Gabriele Tatzberger und Dudu Gencel von der Wirtschaftsagentur Wien, die das Startup-Festival kuratierte, über die starke internationale Ausrichtung der ViennaUP'22 und wie Wien als Startup-Hub langfristig davon profitiert.

Die ViennaUP punktete dieses Jahr nicht nur durch die starke internationale Ausrichtung, sondern auch durch die zahlreichen on-site Vernetzungsmöglichkeiten. Erstmalig konnten sich bei der mittlerweile zweiten Ausgabe des Startup-Festivals dank der gelockerten Corona-Maßnahmen die Besucher*innen auch physisch treffen. Ein Angebot, das auch von den zahlreichen internationalen Gästen genutzt wurde. Internationale Startups reisten unter anderem aus den USA, Kanada, Asien und einigen afrikanischen Ländern nach Wien. Ein besonders hoher Anteil kam aus dem CEE-Raum.

Im Doppelinterview sprechen wir mit Gabriele Tatzberger und Dudu Gencel von der Wirtschaftsagentur Wien über die langfristigen Effekte, die das Startup-Festival für den Wirtschaftsstandort Wien hat. Zudem gehen sie auf Maßnahmen ein, die neben der ViennaUP noch getroffen werden, um Wien als internationalen Startup-Hub zu positionieren.

Die ViennaUP’22 positionierte sich als internationales Startup-Festival und zählte Besucher*innen aus insgesamt 67 Nationen. Welches Feedback habt ihr vom internationalen Publikum erhalten?

Gabriele Tatzberger: Es war eine große Freude, die ViennaUP’22 „in real life“ zu veranstalten und so viele Unternehmer*innen, Gründer:innen, Investor*innen und Akteur*innen des Ökosystems in Wien begrüßen zu dürfen. Es gibt tatsächlich keinen Ersatz für das persönliche Networking. Dazu macht es immer Spaß die Vielfalt von Wien zu zeigen, vom Karlsplatz bis zu den Kaffeehäusern, vom Museumsquartier bis zur Anker Brotfabrik.

Dudu Gencel: Stimmt. Und die Resonanz ist überwältigend positiv. Laut unserer Befragung der Teilnehmenden würden knapp über 90 Prozent wieder teilnehmen und es weiterempfehlen. Für ein Festival im zweiten Jahr finden wir das ziemlich phänomenal.

Welche langfristigen Effekte erhofft sich die Wirtschaftsagentur Wien durch die starke internationale Ausrichtung der ViennaUP für den Wirtschaftsstandort Wien?

Dudu Gencel: Wien ist ein geschäftliches und kulturelles Bindeglied zwischen Ost- und Westeuropa, ein großartiger Ort zum Leben, Studieren und Arbeiten und obendrein einfach ein wunderschöner Meltingpot. Wenn unsere Teilnehmenden mit einem positiven Gefühl für die Stadt nach Hause gehen, sich über eine Gründung oder Ansiedlung in Wien Gedanken machen oder einfach die Vernetzungsmöglichkeiten schätzen gelernt haben, war dies ein großartiger Erfolg.

Gabriele Tatzberger: Wien ist in der ganzen Welt für ihre Musik, Kunst und Kultur sowie für ihre lange Geschichte und Tradition bekannt. Aber das heutige Wien ist auch ein attraktiver und hochinnovativer Wirtschaftsstandort, wie der Bereich der Life Sciences, additiven Fertigung oder Kreativwirtschaft zeigt. Außerdem wird Wien zunehmend als ein dynamisches, unterstützendes Ökosystem für Unternehmer*innen, insbesondere für Startups, anerkannt.

Welche weiteren Maßnahmen plant die Wirtschaftsagentur Wien neben der ViennaUP, um Wien als internationalen Startup-Hub zu positionieren?

Gabriele Tatzberger: Seit Jahren arbeiten wir in der Wirtschaftsagentur Wien genau dafür, dass Expats und internationale Unternehmen die Vorteile von Wien als Wirtschaftsstandort erfahren können – ob über Programme wie das Vienna Startup Package, durch internationale Förderwettbewerbe oder durch ein persönliches Kennenlernen. Da sind wir weltweit ganz schön umtriebig, auch in internationalen Startup City Netzwerken. Aber unser Ansatz geht weit darüber hinaus, denn wir helfen Firmen, ob groß oder klein, während und nach der Ansiedlung, damit Wien möglichst schnell nicht nur zum neuen Arbeitsstandort, sondern auch zum neuen Zuhause wird.

Erstmalig war bei der ViennaUP’22 auch ein physischer Austausch möglich. Unter anderem gab es die Home Base am Karlsplatz und Vernetzungszonen in vier Wiener Kaffeehäusern. Wie wurden diese Vernetzungsangebote von den Teilnehmer*innen genutzt?

Dudu Gencel: Man sagt, der größte Teil des Geschäfts ist Networking, und als Startup-Festival wollten wir natürlich sicherstellen, dass unsere Besucher*innen viel Zeit haben, um relevante Leute zu treffen. Ein großer Teil dieser Aktivitäten fand z.B. durch Matchmaking-Sessions und spezielle Networking-Events wie den Connect Day statt. Aber es ist auch wichtig, Raum für einen spontanen Austausch zu schaffen. Das war für unsere ViennaUP-Gäste an der Homebase am Karlsplatz möglich, wie auch in vier Wiener Kaffeehäusern. Denn die Wiener Kaffeehäuser als für uns älteste Co-Working-Spaces der Welt wollten wir in dieser Rolle unbedingt auch unseren ViennaUP-Gästen erlebbar machen.

Ein Schwerpunkt der ViennaUP’22 lag auf “Female Entrepreneurship”. Zudem hat Wien laut dem Startup Heatmap Report von DEEP Ecosystems im Vergleich zu anderen großen Startup-Städten in Europa einen hohen Gründerinnen-Anteil. Was sind die Gründe dafür und wie kann dies künftig noch weiter gestärkt werden?

Gabriele Tatzberger: Ein Grund ist, dass wir in der Wirtschaftsagentur Wien immer wieder die extra Meile gehen, um die Teilnahme von Frauen und von Frauen geführten Unternehmen zu forcieren. Vor fünfzehn Jahren war das noch keine Selbstverständlichkeit in Österreich, aber wir haben es hier geschafft, gemeinsam mit anderen wichtigen Akteurinnen und Akteuren.

Dudu Gencel: Wir unterstützen Gründerinnen und weibliche Führungskräfte ausdrücklich durch Coachings, Trainings und unseren „Frauen Bonus“ bei vielen Förderprogrammen. Hier gibt es einen zusätzlichen Zuschuss für Projekte und Unternehmen, die von Frauen geleitet werden.

Eine der größten Krisen unserer Zeit ist die Klimakrise. Wie hat die ViennaUP’22 dieses Thema adressiert?

Gabriele Tatzberger: Die Klimakrise ist nicht mehr gesondert zu betrachten, sondern muss als zentrales Thema, das alle strategischen und wirtschaftlichen Entscheidungen beeinflusst, gesehen werden. Unternehmen mit professionellem Risikomanagement haben längst eine Klimastrategie für sich definiert, um ihre Emissionen zu senken, neue Ansprüche der Konsument*innen zu erfüllen und ihre Geschäftsmodelle klimafit zu machen.

Dudu Gencel: Das Thema Klima und Umweltschutz war tatsächlich in fast jeder Veranstaltung zu spüren – und nicht nur, weil die Nachhaltigkeit ein Startup-Bereich ist, der gerade bei Investor*innen in die Höhe schießt. Auch traditionelle Banken, Produktionsbetriebe, Gastronomie, Crypto und Blockchain Unternehmen, die Kreativwirtschaft und natürlich smarte City Planer, einfach alle integrieren den Klimaansatz in ihrer Arbeit. Das sah man u.a. bei den Impact Days und beim Smart City Summit.

Welche Rolle spielen ClimateTech-Startups mittlerweile für den Wirtschaftsstandort Wien und gibt es von Seiten der Wirtschaftsagentur spezifische Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen, die Lösungen gegen die Klimakrise entwickeln?

Gabriele Tatzberger: Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal einen internationalen Förderwettbewerb, „Zero Emission Cities“, ausgerufen, der gezielt auf Unternehmen im Climate-Bereich ausgerichtet ist. Hier wurde einen Topf von drei Million Euro zur Verfügung gestellt, um innovative urbane Lösungen für die Klimakrise anzustoßen. Da kann tatsächlich jedes Unternehmen auf der ganzen Welt mitmachen mit einer Bedingung: Diese Lösungen müssen dann in Wien auch ausgerollt werden.

Laufen bereits die Vorbereitungen für eine ViennaUP’23?

Dudu Gencel: Ohne zu viel zu verraten zu wollen, können wir wohl sagen, dass unsere Programmpartner*innen sowie all unsere Gäste sich schon auf ein ViennaUP’23 freuen können. Wir haben viel von unserer ersten physischen ViennaUP gelernt und freuen uns diese Learnings für die nächste Ausgabe umsetzen zu können, damit ViennaUP‘23 noch lässiger, diverser und bunter wird. Wir freuen uns jedenfalls schon darauf!

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Dieser Beitrag erschien zuerst auf brutkasten.com

Gründer*in der Woche: HOX – Büro out of the box

Stefanie Kormis und Pia Zitzmann, die Gründerinnen der Hamburger HOX Manufaktur GmbH, haben die Homeoffice-Box HOX entwickelt. HOX verbindet Stauraum, Stehpult und Mobilität mit einem rundum coolen Design. Mehr dazu im Interview mit Pia und Stefanie.

Spätestens seit Corona das Homeoffice und Arbeiten an sich regelrecht neu erfunden hat, gibt es zahlreiche pfiffige Lösungen, um mobil und platzsparend zugleich arbeiten zu können. Wann und wie seid ihr auf die Idee zu HOX gekommen?

Pia: Natürlich auch durch Corona, sprich im ersten Lockdown. Wir sind also Teil der Bewegung, die das Homeoffice und Arbeiten an sich neugestalten.

Wie so viele saßen auch wir von heute auf morgen in unseren Wohnungen und haben am Esstisch und auf der Couch gearbeitet. Wir haben wir uns darüber gefreut, dass das Homeoffice endlich eine Revolution erfährt, aber das Chaos am Küchentisch und der schmerzende Rücken, weil ein schicker Freischwinger einfach keinen Bürostuhl ersetzt, blieben.

Folglich haben wir recherchiert, welche Lösungen es am Markt gibt, aber nichts gefunden, was all unsere Bedürfnisse perfekt abdeckt. So ist dann die Idee einer mobilen Box, in der man alles verstauen kann und die auch die Option bietet im Stehen arbeiten zu können, entstanden.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee bis zum fertigen Produkt?

Pia: Auf die erste Idee folgte ein Moodboard auf dem wir unsere Vorstellungen zum Design, zum Material, zur Farbe und zur Funktionalität veranschaulicht haben. Dann haben wir uns auf die Suche nach einem/r Produktdesigner*in gemacht und gemeinsam mit ihm in mehreren Iterationen das Design abgestimmt und auch den ersten Prototypen fertigen lassen. Dieser war leider noch nicht sehr fotogen, aber perfekt, um Schwachstellen zu erkennen und um uns auf die Suche nach einem Produzenten zu machen. Aus einem wurden sehr schnell drei Zulieferer und vor allen Dingen ein qualitativ hochwertiges und schönes Produkt. Das haben wir insbesondere unseren Produzenten zu verdanken, mit denen wir eine partnerschaftliche Zusammenarbeit aufbauen konnten.

Wie habt ihr die Entwicklung und damit die Startphase finanziell gestemmt?

Stefanie: Wir haben bisher alles aus eigenen finanziellen Mitteln gestemmt, d.h. wir sind gebootstrappt. Glücklicherweise haben wir aber viel Unterstützung von unseren Produktionspartnern erhalten. Der Schritt vom ersten Prototyp zum marktreifen Produkt war größer als gedacht, aber wir konnten ihn Dank der unentgeltlichen Entwicklungsleistung der Möbelwerkstatt Stratmann & Degener, unseres Metallers der Runa GmbH und unserem Zulieferer für die Fizfächer Voigt GmbH umsetzen.

Zudem haben wir eine Förderung der Hamburger Kreativgesellschaft erhalten, mit der wir das Foto- und Videomaterial für unsere Crowdfunding Kampagne erstellen konnten.

Auf den Punkt gebracht: Was ist das Besondere an HOX und inwiefern hebt sich eure Lösung von anderen mobilen Arbeitsplätzen ab?

Stefanie: Unser Möbel ist einzigartig in der Kombination Stauraum, Stehpult und Mobilität. HOX ist ein elegantes und gleichermaßen praktisches Möbel, in dem in wenigen Sekunden ein ganz Büro verschwinden kann, um z.B. den Feierabend einzuläuten oder auf den Balkon umzuziehen. Zudem kann mit nur einem Handgriff der HOX-Deckel in die Höhe gezogen werden, so dass man ein perfektes Stehpult inkl. Mauspad hat. Dieser ergonomische Aspekt war uns besonders wichtig bei der Entwicklung. Im Unterschied zu anderen mobilen Lösungen muss man die HOX am Ende eines Arbeitstags nicht irgendwo verstauen, sondern sie integriert sich nahtlos schön in jedes Wohn- oder Esszimmer ein. Kleinen Kindern kann sie auch als Hocker oder Tischchen dienen.

STARTUP TEENS zeichnet unternehmerische Talente in Deutschland aus

And the STARTUP TEENS-Award goes to … Die Non-Profit Initiative STARTUP TEENS hat am Abend des 24. Juni in sieben Kategorien herausragende unternehmerische Ideen von 14- bis 19-jährigen Schüler*innen mit dem STARTUP TEENS-Award ausgezeichnet.

Die seit 2016 jährlich stattfindende STARTUP TEENS-Award ist der mit 7 x 10.000 Euro höchstdotierte Businessplanwettbewerb für Schüler*innen in Deutschland. In diesem Jahr haben 870 Projekte von rund 4.300 Schüler*innen teilgenommen. Bereits im Online Voting zeigten über 47.600 Votes für die 35 Videos die große Begeisterung für den Wettbewerb.

Top-Themen: Nachhaltigkeit und soziales Miteinander

Die vielen spannenden Projekte der Finalist*innen zeigen besonders das große Interesse an gesellschaftlichen Themen wie Nachhaltigkeit und sozialem Miteinander. „Das Finale der Businessplan-Challenge ist für mich jedes Jahr aufs Neue ein Blick nach vorne - die Projekte der Teilnehmenden beschäftigen sich mit Innovation, Chancengleichheit, Umweltschutz und vielem mehr. Unser Land ist gut aufgestellt, wenn junge Menschen mit Mut und Leidenschaft ihre eigenen Ideen verwirklichen können. Wir sind stolz, ein Teil dieser Entwicklung zu sein“, sagt Vorständin Classifieds Media bei Axel Springer SE, Dr. Stephanie Caspar.

„Unternehmerische Bildung hat an Schulen in Deutschland weiter einen zu geringen Stellenwert”, sagt der Mitgründer und Geschäftsführer von STARTUP TEENS, Hauke Schwiezer. „Deshalb haben wir STARTUP TEENS gegründet. Wir füllen diese Lücke seit Jahren mit unseren Angeboten im Bereich Entrepreneurship Education, Coding und Zukunfts-Skills. Diese Fähigkeiten brauchen nicht nur junge Gründer oder Unternehmensnachfolger sonder besonders auch unternehmerisch denkende Angestellte.”

Die Sieger*innen des Jahres 2022

In der Kategorie Sustainability & Diversity konnte sich Unique Nature (Aichwald / Baden-Württemberg) mit einer Folie für die Landwirtschaft durchsetzen, die Plastik vermeidet, sich biologisch abbaut und die Agrarwirtschaft nachhaltiger macht.

Smokesafe (Northeim / Niedersachsen) gewann mit einem innovativen Filter für Raucher, der Passivrauchen zu 85 Prozent verhindert die Kategorie Consumer Products.

LunarLoop von LunarRise (Geisenheim / Hessen) ist ein Schlafphasenwecker, der den Nutzer morgens sanft per Vibration zum optimalen Zeitpunkt aus einer Leichtschlafphase holt, überzeugte die Jury in der Kategorie Sciences & Health.

SafeSpace (Münster / NRW) setzte sich in der Kategorie Services & Platforms durch. Mit dieser App können Frauen abends mit einem sicheren Gefühl unterwegs sein und sich vernetzen.

Der Gewinner der Kategorie Social Networks & Gaming ist Improvable (Nürnberg / Bayern) mit einer App, welche die Bereiche Organisation und Selbstverbesserung miteinander kombiniert und diese in ein spielerisches Konzept einbettet.

Mit der Idee einer kostenlosen Lernplattform, die die englische Sprachfähigkeit der Benutzer durch aktives Sprechen verbessern soll war DiscussTme (Traustadt / Bayern) in der Kategorie Education nicht zu schlagen.

Das Preisgeld in der Kategorie Industry Products ging an FastAIMovies (Traunstein / Bayern), die das Problem teurer und zeitaufwendiger Videoproduktion durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz löst.

RoleModel-Awards 2022

Ein weiteres Highlight des Tages war die Vergabe der RoleModel-Awards powered by STARTUP TEENS. Der Award wurde an sechs herausragende unternehmerische Vorbilder für die Generation Z verliehen.

In der Kategorie Gründerin waren Zarah Bruhn (socialbee, München), Lena Jüngst (air-up, München) und Anna Alex (Planetly, Berlin) nominiert. Gewonnen hat die Co-Founderin und CEO Zarah Bruhn.

Die Kategorie Gründer entschied Founder & CEO Philipp Pausder von thermondo, Berlin, für sich. Er setzte sich gegen Philipp Westermeyer (OMR, Hamburg) und Lawrence Leuschner (TIER, Berlin) durch.

Dina Reit (SK LASER, Wiesbaden) konnte die Kategorie Familienunternehmerin für sich entscheiden. Marlene Taschen (Taschen Verlag, Köln) und Nadine Sprügel (JAKO AG, Mufingen) belegten die Plätze 2 und 3.

In der Kategorie Familienunternehmer wurde Nils Glagau (Orthomol, Langenfeld) ausgezeichnet. Ebenfalls nominiert waren Sven Lindig vom Familienunternehmen Lindig Fördertechnik (Eisenach) und Tobias Heitmann vom Heitmann & Zimmermann, Dortmund.

Die Kategorie Managerin gewann Laura Bornmann (REWE, Dortmund). Sie setzte sich gegen Tina Müller (Douglas, Düsseldorf) und Natalya Nepomnyashcha (EY, Berlin) durch.

Toan Nguyen (Jung von Matt, Hamburg) wurde RoleModel der Kategorie Manager. Ebenfalls nominiert waren Tim Höttges (Telekom AG, Bonn) und Oliver Blume (Porsche AG, Stuttgart).