Kärnten Start-up-Nation: In 5 Schritten zur erfolgreichen Gründung in Österreich


44 likes

Advertorial

Vor einer Unternehmensgründung gilt es, viele Abwägungen zu treffen. Eine grundlegende Frage ist, ob es nicht sogar für ein Vorhaben das Beste ist, im Ausland zu gründen. In Österreich sticht besonders das Kärntner Start-up-Ökosystem heraus. Hier genießen Startupper beste Voraussetzungen, um ihr Unternehmen schnell und unbürokratisch an den Markt zu bringen – exzellente Lage und zugkräftige Infrastruktur inklusive. Wir zeigen, wie Sie zielgerichtet in Österreichs südlichstem Bundesland gründen.

Als idealer Standort für Startups verzeichnet Kärnten 2.700 Unternehmensgründungen pro Jahr. Besonders wissensbasierte und technologieorientierte Start-ups sind im südlichsten Bundesland Österreichs zu Hause. In Kärnten sorgen kurze Wege und ein offenes Miteinander für schnelle Entscheidungen und ein gewinnbringendes Arbeiten. Neben der Beratung profitieren Start-ups in Kärnten auch von einer einmaligen Dynamik.

Internationale Industriekonzerne wie Infineon und Forschungseinrichtungen wie die FH Kärnten gehören zum Start-up-Ökosystem. Das Spitzenforschungszentrum Silicon Austria Labs oder das Technologiezentrum Lakeside Park sind ebenfalls Teil der Investoren und Startup Community. Neue Ideen brauchen aber auch die richtige Umgebung. Die junge Gründerszene Kärnten ist gut vernetzt. Moderne Arbeitswelten und Coworking Spaces in Klagenfurt und Villach fördern die Kreativität.

Das südlichste Bundesland Österreichs garantiert mit einer strategisch ausgezeichneten Lage einen hervorragenden Marktzugang. Schnelle Verbindungen in den gesamten Alpen-Adria-Raum ermöglichen internationales Arbeiten. Perfekte Rahmenbedingungen für Gründer mit globalen Ambitionen.

In fünf Schritten zur erfolgreichen Gründung in Kärnten:

Schritt 1: Informieren

In der Frühphase der Unternehmensgründung sind meist noch viele Fragen offen. Die Gründerplattform StartNet Carinthia bündelt zahlreiche Informationen rund um Anlaufstellen, Kontakte, Events und das starke Netzwerk in Kärnten. Aussichtsreiche Businessideen können sich für das “DurchSTARTer-Programm” der Wirtschaftskammer Kärnten bewerben, das Gründer bis zum Markteintritt unterstützt.

Schritt 2: Grenzen überschreiten, neue Wege gehen

In Österreich ist es leicht, das eigene Business an den Start zu bekommen. Die BABEG (Betriebsansiedlings- und Beteiligungsgesellschaft) informiert grenzüberschreitend zum strategischen Vorgehen bei Neuansiedlungen aus Deutschland.

Schritt 3: Passende Location finden

Ansiedlung ist weit mehr als Möbel- und Mitarbeiterauswahl. Verkehrswege, Produktionsstätten, Lieferanten und Absatzkanäle sind wichtige Faktoren bei der Standortsuche. Die Industriellenvereinigung Kärnten kennt die Wirtschaftsszene vor Ort und ist ein wertvoller Partner, wenn es darum geht, ein weitreichendes Partnernetzwerk zu knüpfen. Insbesondere in die in Kärnten stark vertretene Tech-Branche bestehen beste Kontakte.

Schritt 4: Richtig Vorbereiten

Schulterschluss mit der Industrie? Oder starke Allianzen mit Bildung und Forschung? Das zentrale build! Startup Hub bietet jede Menge Kontakte zu den wichtigsten Playern, Business Angels und Investoren vor Ort – das ultimative Sprungbrett, v.a. am Anfang der Wachstumsphase. Menschen mit Mut, Innovationskraft und Unternehmergeist treffen Sie auch im Makerspace Carinthia mit professionellem Maschinenpark für die Entwicklung von Prototypen und Raum für kreativen Austausch.

Schritt 5: Gründen

Jetzt ist es soweit, die Gewerbeanmeldung steht an. Der Gründerservice der Wirtschaftskammer Kärnten berät angefangen von Steuern und Sozialversicherung bis hin zu Mindestumsatz und Marketing. Immer dabei, Ihr persönlicher Ansprechpartner und Antwortgeber auf alle Formfragen.

Weitere spannende Geschichten rund um den Wirtschaftsstandort Kärnten finden Sie unter www.wirtschaft-kaernten.de, darunter auch vieles zum Hightech-Standort Kärnten und zum europäischen Logistik-Knotenpunkt Villach.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Der ideale Garten vom Architekt: Darauf kommt es an!

Rund 36 Mio. Menschen in Deutschland besitzen einen eigenen Garten – ein kreativ-vielfältiges und lukratives Betätigungsfeld für (Garten-)Architekten.

Es gibt ihn nicht, den einen Traumgarten, der jeden Menschen gleichmäßig begeistert. Hierfür sind Vorstellungen, Wünsche und Träume viel zu individuell. Allerdings schlagen Architektenherzen vor allem dann höher, wenn der Garten die perfekte Symbiose zwischen stilvoller Natur und eleganter Architektur bietet. Wie groß die Unterschiede eigentlich sind, lässt sich beim Anblick eines klassischen Schrebergartens und einem architektonisch gestalteten Garten erkennen. Letzterer ist mehr als nur ein Stück Grünfläche, irgendwo am Haus, es ist der Inbegriff der perfekten Gartengestaltung und ein Zeichen hoher Qualität.

Die Symbiose zwischen Innenbereich und der Außenanlage

Es gibt zwei Lebensbereiche des Menschen. Auf der einen Seite ist der Innenbereich eines Hauses oder Anwesens, in dem Bewohner einen großen Teil ihres Lebens verbringen. Auf der anderen Seite ist der Garten, der als angrenzendes Grundstück oder Anlage zur eigentlichen Immobilie eine große Rolle spielt. Die Grünfläche ist ein Zugewinn an Lebensraum und lässt sich durch den passenden Gartenarchitekten ideal an den prägenden Stil einer Immobilie anpassen.

Verschmelzen Garten und Innenraum miteinander, wird ein harmonisches Gesamtbild geschaffen und der Unterschied zwischen Garten und Traumgarten wird überdeutlich. Ohne Zweifel: Bei der Gestaltung eines echten Traumgartens spielt auch Geld eine Rolle. Zu bedenken ist allerdings, dass der architektonisch perfekte Garten nicht nur optisch einen immensen Mehrwert bietet, sondern auch die Wertigkeit der Immobilie anhebt. Das Image, unter welchem ein Haus oder Anwesen steht, ist mit entscheidend für dessen Wert. Eine architektonisch geprägte Gartenlandschaft erhöht den Wert und trägt entscheidend zu einem positiven Image bei.

Jede Art von Garten bietet für Architekten Potenzial

Rund 36 Millionen Menschen in Deutschland besaßen im Jahr 2020 einen eigenen Garten. Darunter befinden sich kleine Schrebergärten, Gärten in Hanglage, große Grundstücke, nahezu ungenutzte Gärten und viele weitere Gartenarten. So vielfältig wie die Gärten selbst, so vielfältig sind auch die Ansprüche der Menschen. Zeitweise wird der Garten lediglich zur kurzfristigen Erholung genutzt, wird zweckmäßig ausgestattet und mit einigen Pflanzen dekoriert.

Ein klassischer Schrebergarten eben, meist nicht einmal direkt am Haus gelegen.
Wenn wir von Gartengestaltung auf Architektenniveau sprechen, sind damit aber vollendete Gartenanlagen in einem gewissen Stil, mit einem besonderen Charakter und mit einer Message gemeint. Ein Garten, der von einem Architekten gestaltet wird, ist nicht nur ein Rückzugsort im Sommer. Er ist das Statement des gesamten Hauses und ein Objekt, was über Generationen hinweg bleiben wird.

Der Garten als ein Hauch von Luxus

Eine optimierte und stilgeprägte Gartenanlage ist nicht nur eine Ergänzung des Lebensraums, sondern ein Hauch von Luxus, der das eigene Leben maßgeblich beeinflussen kann. Die Möglichkeit des Rückzugs, die Chance, die eigenen Bedürfnisse im Gartenstil auszudrücken, macht diesen Luxus so einzigartig.

Für einen Architekten gibt es nicht „den einen optimalen Garten“ zur Gestaltung. Die Kunst der Gartenarchitektur besteht darin, auch schwierige Anlagen in einen einzigartigen Traum zu verwandeln. Besonders schwierig gestalten sich mitunter Hanglagen, doch auch daraus lässt sich ein Traumgarten kreieren. Ein Traumgarten vom Gartenarchitekt. Entscheidend ist die Gartenplanung, die mit Hilfe von Einrichtung, Ausstattung und Pflanzen zum Abschluss gebracht wird.

Die optimale Gartenanlage für die architektonische Gestaltung ist groß, frei von Hindernissen und lässt sich nach eigenem Wunsch, völlig frei, gestalten. Solche Grundstücke sind aber von hohem Seltenheitswert und umso wichtiger ist es, dass bei der Gartenarchitektur Hindernisse nicht als solche gesehen werden. Abhängige, außergewöhnliche Formen, ungenutzte Nischen – all das lädt den Architekten erst dazu ein, seine Kreativität spielen zu lassen und aus einem scheinbar nutzlosen Fleckchen Grün eine Gartenanlage zu konzipieren.

Das Grundstück ist die Basis des Gartens

Die Gartengestaltung beginnt nicht erst mit der Aussaat von Rasen und dem Pflanzen von Bäumen, sondern viel früher, bei der Begutachtung von Grund und Boden. Jedes Grundstück hat andere Bedürfnisse. Lichteinfall, Schattenregionen, Witterungsbedingungen – all das spielt eine immense Rolle bei der schlussendlichen Gestaltung des architektonischen Traumgartens. Der Ausbau und das Design können erst beginnen, wenn die Bodenbeschaffenheiten vollständig bekannt und im Zweifel überarbeitet wurden. Anhand der Bodenwerte ist es möglich, den Garten in Bereiche zu strukturieren.

Ein Geheimnis, das häufig übersehen wird, ist die Kraft der Natur. Nicht der Mensch entscheidet, wann und wo er seinen Garten haben möchte, sondern die Natur. Mit all ihren Besonderheiten gibt sie den Takt vor und spielt eine entscheidende Rolle, ob der Traumgarten eine langfristige Zukunft hat. Daher geht es nie darum, einen Garten auf einem Stück Natur zu bauen, sondern die Natur zu nutzen und sie in die Gartengestaltung einfließen zu lassen.

Pflanzen als Element eines Traumgartens

Die Artenvielfalt des Globus ist beeindruckend und die Schöpfungen der Natur gehören zu einem stilgeprägten Garten dazu. Es mag ein schönes Hobby sein, für einen Sommer auf dem Balkon gewisse Sommerpflanzen zu züchten und sie im nächsten Jahr wieder zu entsorgen. Doch wenn es um die Wahl langlebiger Pflanzen und Bäume geht, gibt es andere Kriterien als nur die optischen Aspekte.

So werden in hochwertigen und architektonisch strukturierten Gärten immer wieder Bonsai Bäume eingesetzt, um dem Garten einen langfristigen und prägenden Stil zu geben. Viele Menschen verbinden den Bonsai automatisch mit Japan und wissen nicht, dass er längst den Weg in die europäische Kultur gefunden hat. Seine Pflegeleichtigkeit, aber auch sein untrüglicher Charme machen diesen Baum zu einem der idealen Begleiter eines lebenslang erhaltenen Anwesens.

Mit der Natur, nicht gegen sie

Steht ein Architekt vor einem Garten, durchfluten viele Gedanken seinen Kopf. Er spielt mit Bildern, er gestaltet in seiner Fantasie, er scannt Nischen, Ecken und Vorsprünge, um seine Ideen einzubringen. Und er erkennt Widrigkeiten, die das geplante Projekt erschweren könnten. Der Traumgarten für den Architekten muss am Ende gar nicht immer simpel, groß und leicht zu gestalten sein. Immerhin liebt es der Gartenarchitekt, wenn er durch sein Wissen, seine Fähigkeiten und sein Talent in der Lage ist, auch besonders schwierige Lagen zu meistern und aus einem nicht sehr vielversprechenden Grundstück am Ende ein wahres Idyll für ganze Generationen zu zaubern.

Der Gartenarchitekt hat eine der entscheidendsten Rollen bei der Außengestaltung eines Anwesens. Er ist das Bindeglied zwischen dem Heim, das oftmals vom Innenarchitekten in einem ganz bestimmten Stil geprägt wurde und der Natur, die für das äußere Erscheinungsbild gesorgt hat. Seine Aufgabe ist es, beides miteinander zu verbinden und da Architekten genau diese Aufgabe lieben, ist jeder Garten für sie ein Traum.

Fjord Trends 2022

Fjord Trends untersucht alljährlich die menschlichen Verhaltensweisen, welche die Kultur, Gesellschaft und Unternehmen im kommenden Jahr beeinflussen werden.

Die Fjord Trends von Accenture Interactive erscheinen bereits zum 15. Mal und bieten in diesem Jahr praxisorientierte Leitlinien für Unternehmen, die ihren Kund*innen, Mitarbeitenden und der Gesellschaft Mehrwert und Relevanz bieten wollen.

Den Trends zufolge werden diese sich wandelnden Verhaltensweisen Unternehmen vor große Herausforderungen stellen. Sie müssen ihre Design-, Innovations- und Wachstumskonzepte überdenken. Der Grund: Die Erwartungen und Denkweisen der Mitarbeitenden verändern sich, unterbrochene Lieferketten sorgen für Engpässe und neue virtuelle Umgebungen wie das Metaverse entstehen.

„Das Ausmaß dieses Beziehungswandels, wie wir ihn gerade erleben, ist nicht zu unterschätzen – ebenso wenig wie die Rolle der Unternehmen, die auf die Entwicklung reagieren“, erklärt Mark Curtis, Head of Global Innovation und Thought Leadership von Accenture Interactive. „Jede Entscheidung, die Unternehmen als Nächstes treffen, könnte die Welt auf eine Art beeinflussen, die wir uns kaum vorstellen können. Und alles deutet darauf hin, dass sich unsere Beziehungen – ob zu Kollegen, Marken, der Gesellschaft, Orten oder zu Menschen, die uns wichtig sind – gerade grundlegend verändern. Vor uns liegen herausfordernde Zeiten, aber auch große Chancen. Unternehmen können positive Beziehungen knüpfen und so eine Lebenswelt zum Wohl der Menschen, der Gesellschaft und des Planeten erschaffen.“

Fjord Trends 2022 analysiert fünf menschliche Verhaltensweisen und Trends, die Gesellschaft, Kultur und Unternehmen beeinflussen werden:

Trend: Come as you are: Selbstbestimmung im Kollektiv

In den letzten beiden Jahren der Pandemie haben viele Menschen zunehmend ein Gefühl der Selbstbestimmung entwickelt. Es wirkt sich auf die Art aus, wie sie arbeiten, Beziehungen führen und konsumieren. Sie fragen sich, wer sie sind und was ihnen wichtig ist. Der Individualismus nimmt zu und äußert sich in einer „Me over We“-Mentalität. Diese Tendenz hat tiefgreifende Auswirkungen darauf, wie Unternehmen ihre Mitarbeitenden anleiten, ihnen neue Wertversprechen bieten und wie sie die Beziehungen zu ihren Kund*innen pflegen.

Trend: The end of abundance thinking? Von der Endlichkeit der Dinge

Im vergangenen Jahr haben viele Menschen leere Regale, steigende Stromrechnungen und Engpässe bei alltäglichen Dienstleistungen erlebt. Engpässe in der Lieferkette mögen zwar eine vorübergehende Herausforderung sein, doch die Folgen werden andauern. Die sogenannte Überflussmentalität – die durch dauerhafte Verfügbarkeit, Bequemlichkeit und Schnelligkeit gekennzeichnet ist –, wird einem wachsenden Umweltbewusstsein weichen. Die Unternehmen müssen sich mit der Angst vor einer Versorgungsknappheit auseinandersetzen, die viele Menschen auf der ganzen Welt verspüren.

Trend: The next frontier: Die Metaverse Expedition

Das Metaverse ist eine kulturelle Revolution, die kurz vor dem Durchbruch steht. Es sprengt die Grenzen des Internets, wie wir es kennen, und verbindet alle bestehenden Informationsebenen, Schnittstellen und Räume, mit denen Menschen interagieren. Diese erwarten, dass Unternehmen diesen neuen Ort – an dem Menschen Geld verdienen können, neue Berufe geschaffen und Marken sich positionieren können – mitgestalten und lenken. Das Metaverse wird nicht nur durch Bildschirme und Headsets existieren – es wird auch um Erfahrungen und Orte in der analogen Welt gehen, die mit der digitalen Welt verschmelzen.

Trend: This much is true: Vertrauen in unsicheren Zeiten

Die Menschen erwarten heute auf Knopfdruck, oder durch einen kurzen Austausch mit dem Sprachassistenten, Antworten auf ihre Fragen zu erhalten. Dieser Vorgang ist so einfach und schnell, dass die Menschen umso mehr Fragen stellen. Marken erreichen immer mehr Fragen ihrer Kund*innen über eine immer größere Anzahl an Kanälen. Auf welche Weise diese Fragen beantwortet werden, ist eine große Herausforderung an das Design und entscheidend, um Vertrauen aufzubauen und Wettbewerbsvorteile zu erlangen.

Trend: Handle with care: Fürsorge als Unternehmensversprechen

Im vergangenen Jahr bekam die Fürsorge in all ihren Ausprägungen vermehrte Aufmerksamkeit: Selbstfürsorge, Fürsorge für andere, Fürsorgedienste und Kanäle, die Fürsorge bereitstellen, sowohl digital als auch physisch. Diese neue Perspektive birgt Chancen und Herausforderungen für Arbeitgeber und Marken, unabhängig von ihrer Erfahrung in der Gesundheitsbranche. Die Verantwortung, für uns selbst und andere zu sorgen, wird in unserem Leben weiterhin Priorität haben – und Designer wie Unternehmen müssen den Raum dafür schaffen. Verbraucher überdenken alle ihre Beziehungen. Das führt dazu, dass Marken gleich zwei große Aufgaben bewältigen müssen: Sie müssen sich um die Welt im Hier und Jetzt kümmern und gleichzeitig die eigene Zukunft so gestalten, dass sie gut für den Planeten, das Geschäft und die Gesellschaft ist. Dafür ist es von zentraler Bedeutung, die Auswirkungen dieser Beziehungen und Erwartungen zu verstehen und sie in wirksame Business-Strategien zu überführen. So können wir Relevanz und Wachstum fördern.

Online-Marketing-Trends 2022

So gelingt ein ganzheitlich-nachhaltiges Online-Marketing im Jahr 2022.

Ökologisch, ökonomisch und sozial. Auf diesen drei Eckpfeilern beruht Nachhaltigkeit, ein Thema, das heute in aller Munde ist. Dabei mag es vielleicht überraschen, dass Online-Marketing, so wie es meist betrieben wird, diesen Kriterien gar nicht entspricht. Was viele z.B. nicht wissen: Das Internet hat einen enormen Stromverbrauch und verursacht genauso viel CO2-Emissionen wie die Luftfahrtindustrie. Es reicht also nicht aus, ein papierloses Office zu betreiben und die Werbekampagne von Print auf Online umzustellen. Zu einem ganzheitlich ausgerichteten nachhaltigen Online-Marketing, das Unternehmen nicht nur erhöhte Medienaufmerksamkeit schenkt, sondern allen Aspekten der Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch und sozial – glaubhaft gerecht wird, gehört ein wenig mehr.

Die Experten der Online-Marketing-Agentur SEO-Küche erläutern, an welchen drei einfachen Stellschrauben jede(r) Unternehmer*in drehen sollte, um erste wichtige Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Online-Marketing zu gehen, von denen Unternehmen, Umwelt und auch Kund*innen profitieren.

Ökologischer Aspekt: Optimiere deine Website für einen geringeren Stromverbrauch

Der Energiebedarf des Webs ist in den letzten Jahren enorm gestiegen und beträgt heute in etwa zwei Prozent des weltweiten Verbrauchs. Immer größer werdende Websites, mit schicken Bildern und emotionalen Videos, tragen hierzu einen erheblichen Teil bei, denn je größer und schwerer eine Website ist, desto mehr Strom benötigt sie. Für einen geringeren ökologischen Fußabdruck sollten Unternehmen daher auf ein schlankes Webdesign mit reduzierten Daten achten. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann zudem auf eine klimaneutrale Website setzen. Dabei wird der Energiebedarf des Internetauftritts berechnet und durch ein gewähltes Klimaschutzprojekt gleich wieder ausgeglichen.

Natürlich gibt es neben einer klimaneutralen Website auch andere Mittel und Wege um Unternehmen ökologischer zu gestalten. Anstatt unternehmenseigene Server zu betreiben, können Unternehmen beispielsweise auf Cloud-Hosting setzen und bei der Beschaffung von Hardware sollte der benötigte Strombedarf ein Kaufkriterium sein. Auch das Ermöglichen von Home Office schont, durch geringeren Pendler*innenverkehr, die Umwelt.

Sozialer Aspekt: Respektiere die Privatsphäre deiner User*innen

Tracking-Tools wie Google Analytics kommen auf fast jeder Website zum Einsatz und sollen Unternehmen wertvolle Daten über das Verhalten deiner Besucher*innen, für personalisierte Werbemaßnahmen, liefern. Eine unglaubliche Masse an Informationen, die da zusammenkommt und den Energieverbrauch des Internets und Datenumfang einer Website erhöht. Dabei werden am Ende nicht mal mehr alle Daten genutzt oder falsche Schlüsse aus ihnen gezogen. Nachhaltig und sozialverträglich sieht anders aus.

Verringere daher deine invasiven Tracking-Methoden, mit denen du in die Privatsphäre deiner Nutzer*innen eindringst, und überlege stattdessen im Vorfeld genau, welche Daten du wirklich benötigst. Achte auch darauf, dass deine Cookie-Hinweise datenschutzrechtskonform sind. So bist du rechtlich auf der sicheren Seite, erhöhst die Nutzer*innenfreundlichkeit und wirst gleichzeitig dem sozialen Nachhaltigkeitsaspekt gerecht.

Ökonomischer Aspekt: In nachhaltige Kund*innenbeziehungen investieren

Es kommt nicht nur häufig vor, dass über Tracking-Tools gesammelte User*innen-Daten falsch interpretiert werden, sie sorgen zudem nicht selten dafür, dass die Effektivität von Werbeanzeigen systematisch überschätzt wird. Unternehmer*innen sollten daher immer wieder neu überdenken, wie viel Budget sie zu welchem Zeitpunkt für Anzeigen ausgeben, denn es gibt langfristigere und vor allem nachhaltigere Methoden, um auf sich aufmerksam zu machen:

  • Kundenbeziehungen stärken: Kommentiere Blogbeiträge, seie in relevanten Facebook-LinkedIn-Gruppen aktiv, beantworte Fragen im Social Web und besuche Branchenveranstaltungen.
  • Content mit Mehrwert produzieren: Investiere in die Erstellung von einzigartigem Content, der deinen Kund*innen einen Mehrwert liefert.
  • SEO nutzen: Optimiere deine Website und setze auf Suchmaschinenoptimierung für ein besseres Ranking.

Nicht auf den schnellen Effekt setzen

Natürlich wirst du bei einem nachhaltigen Vorgehen nicht den schnellen Erfolg sehen, den du vielleicht aus Google Ads-Kampagnen gewohnt bist. Dafür wirst du langfristig mit effektiveren und authentischen Werbemaßnahmen belohnt, die durch enge Kund*innenbindungen auch wirken. Nicht nur dein Werbebudget wird es dir danken, das gute Gefühl, das du erhältst, wenn du dein Online-Marketing nachhaltig gestaltest, bekommst du ganz automatisch und vor allem kostenlos dazu. Natürlich kannst du klassische Werbung weiterhin und ergänzend einsetzen. Die richtige Mischung zur richtigen Zeit macht’s.

FinTech-Trends 2022

Diese Technologien haben das Potenzial, die FinTech-Branche im kommenden Jahr grundlegend zu verändern.

Das dramatische Auf und Ab der Gamestop-Aktie Anfang dieses Jahres hat es gezeigt: Neue Finanztechnologien – in diesem Fall Trading-Apps – können das reale Marktgeschehen massiv beeinflussen. Auch 2022 werden hierfür wieder entscheidende Weichen gestellt. Folgende Technologien haben das Potenzial, die FinTech-Branche im kommenden Jahr grundlegend zu verändern.

FinTech-Trend 1: Decentralized Finance (DeFin)

Währungen auf Blockchain-Basis sind spätestens seit dem ersten Boom des Bitcoin weitestgehend bekannt. Auch die Vorteile der Krypto-Währungen sind klar: Sie sind unabhängig von Zentralbanken und Regierungen, lassen sich problemlos weltweit transferieren und sind – das wichtigste Merkmal – aufgrund der dezentralen Struktur gut gegen Hacker-Attacken geschützt. Allerdings endet die Entwicklungsgeschichte der Blockchain-Technologie nicht beim Bitcoin, sondern geht jetzt erst richtig los.

Kern dieser Entwicklung ist das sogenannte Decentralized Finance (DeFin), eine komplett neue Welt des Krypto-Bankings. Bisher wurden Krypto-Currencies ebenso wie klassische Währungen an zentralen Börsen gehandelt. Dabei geht jedoch ihr zentrales Merkmal verloren: die dezentrale Netzwerkstruktur. 2021 war es noch ein Thema für Finanz-Nerds. 2022 kommt der Trend in der breiteren Masse an, gleichzeitig trennen sich Spreu und Weizen, also die seriösen von den unseriösen Anbieter*innen.

Ermöglicht werden dezentrale Finanzsysteme durch sogenannte Smart Contracts. Dabei handelt es sich um Computerprogramme, in denen die beteiligten Akteur*innen ihre gewünschten Transaktionen festschreiben. Eine zentrale Kontroll-Instanz ist nicht mehr nötig. Die gespeicherten Daten liegen in einem dezentralen Blockchain-Netzwerk, so dass spätere Änderungen nicht mehr möglich sind.

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, DeFin zu nutzen: Staking, Lending und Liquid Mining. Alle Abläufe beruhen darauf, dass die Besitzer*innen einer Krypto-Währung einen gewissen Anteil an ihrer Rechenpowerl dem System zur Verfügung stellen. Dafür erhalten sie Belohnungen. Wichtig ist dabei allerdings ein vertrauenswürdiger Anbieter. Da es sich um eine relativ neue Technologie handelt, sind leider auch unseriöse Unternehmen unterwegs. Ohne gesetzliche Regulation geht es also auch im Bereich DeFi nicht. Vertrauenswürdige Plattformen haben das erkannt und unterziehen sich dem Prozess trotz ihrer grundsätzlichen Unabhängigkeit von staatlichen Institutionen. So erfüllt beispielsweise Cake DeFi, eine Plattform für dezentrale Finanzdienstleistungen, alle regulatorischen Anforderungen der Monetary Authority of Singapore (MAS). Durch die Kombination von dezentraler Netzwerkstruktur und gesetzlicher Regulation können sich Menschen auf der ganzen Welt über Krypto-Lösungen informieren und DeFi sicher nutzen.

FinTech-Trend 2: Open Banking erobert den Zahlungsverkehr

2018 hat die Europäische Union mit der PSD2-Richtlinie Fintechs einen massiven Schub gegeben. Aber erst 2022, vier Jahre später, werden die tiefgreifenden Veränderungen sichtbar. PSD2 verpflichtet Banken, offene Daten-Schnittstellen für Drittanbieter einzurichten. In der ersten Phase griffen Fintechs auf Kontoinformationen der Kund*innen zurück und schufen beispielsweise Apps, in die sich Konten unterschiedlichster Banken integrieren ließen. Jetzt folgt die Zahlungsabwicklung, ein für Fintechs ausgesprochen lukratives, für Kunden sehr angenehmes – und für traditionelle Banken sehr bedrohliches Modell.

Denn Open Banking ermöglicht die sofortige und sichere Vernetzung verschiedener Akteure. Im Gegensatz zu traditionellen Finanztransaktionen sind keine Intermediäre mehr notwendig. Ein Unternehmen, zum Beispiel ein Online-Shop, kann eine direkte Verbindung zum Bankkonto des Kunden/der Kundin herstellen - ohne den Service eines Karten- oder sonstigen Payment-Anbieters. Das macht den Vorgang nicht nur für den Kunden/die Kundin einfacher, da er keine lange Kontonummer eintippen muss. Es ist auch für den Händler/die Händlerin von Vorteil, weil der Prozess schneller abläuft, niedrigere Transaktionsgebühren, weniger Betrug und geringere Fehlerquoten bedeutet - und damit mehr Einnahmen oder niedrigere Betriebskosten. Die Konsequenz zeigt sich im Erfolg von TrueLayer, Europas führender Open-Banking-Plattform. Im Jahr 2021 verdoppelte das Unternehmen die Zahl seiner Kund*innen und im gleichen Zeitraum wuchs das Zahlungsvolumen um 400 Prozent und der Wert der monatlichen Zahlungen um 800 Prozent. Für etablierte Banken ist die Gefahr groß, als reine Geldverwahrer zu enden, abgeschnitten von vielen lukrativen Dienstleistungen.

FinTech-Trend 3: All-in-once-Finance

Keiner macht es wirklich gern: Verwaltung der persönlichen Finanzen. Was für viele schon nach “Steuererklärung” und “Exceltabellen” klingt, erfordert immer wieder Arbeitszeit am Abend oder an den Wochenenden. Und auch für viele Unternehmen ist die Buchhaltung ein Pain Point: Gerade Start-ups und Freelancer*innen müssen kostbare Ressourcen aufwenden, um ihre Unterlagen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Dabei geht es nicht nur um die gesetzlichen Anforderungen: Nur durch ein aktuelles und präzises finanzielles Lagebild sind fundierte unternehmerische Entscheidungen möglich. Doch lange waren die Angebote fragmentiert. Es gab beispielsweise Steuersoftware für die Abrechnung oder eine Reihe verschiedener Tools für die Buchhaltung.

Was fehlte, waren Lösungen, mit denen eine Finanzorganisation aus einer Hand möglich ist. Mittlerweile haben Start-ups genau dieses Angebot entwickelt. Dabei stehen die verschiedenen Finanz-Tools nicht mehr separat nebeneinander, sondern sind in eine Lösung integriert. Während 2021 Pionierarbeit geleistet wurde, kommt die Technologie 2022 mit Schwung im Markt an. So bietet das französische Start-up Qonto kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freelancern neben günstigen Geschäftskonten auch Anbindungen an Steuersoftware, Buchhaltung-Tools und Zahlungsanbieter ohne Zwischenschritt. Ziel ist nicht die Aufsummierung möglichst vieler Programme, sondern die Schaffung einer automatisierten Finanzverwaltung, die den Workload spürbar reduziert.

FinTech-Trend 4: Crowdinvesting in Immobilien

Angesichts wachsender Inflationssorgen, anhaltender Niedrigzinsen und volatiler Märkte wird der Trend zu alternativen Investmentformen weiter anhalten. Stark in den Fokus werden 2022 insbesondere jene Immobilieninvestments geraten, die lange institutionellen Anleger*innen vorbehalten waren. Besonders beliebt ist das Crowdfunding von Immobilien, bei dem auch Kleinanleger die Möglichkeit haben, an Immobilienfinanzierungen teilzuhaben. Neu geprüft wird dabei auch, das Thema Environmental Social Governance, kurz ESG, auf die Investitionen anzuwenden. Schon mit Beträgen ab 500 Euro können sich Investoren beim Crowdinvesting an Bauprojekten beteiligen und ein Immobilienvermögen aufbauen. Digitale Technologien machen es Anleger*innen leichter, diese Beiträge zu verwalten, zu verfolgen oder sich darüber zu informieren. Viele moderne Investor*innen sind digitalaffine Selbstentscheider*innen, die sich eigenständig nach Informationen umschauen. Dabei wird keine Immobilie erworben, sondern die Entwicklung und der Bau eines Immobilienprojekts mitfinanziert. Konkret geschieht dies in Form von sogenannten Nachrangdarlehen oder Anleihen. Die Renditen liegen zwischen 4 bis 8 Prozent und befinden sich damit weit über dem Niveau von klassischen Einlagen. Attraktiv sind auch die oft kurzen Laufzeiten zwischen 12 und 36 Monaten.

Das Risiko bei der Finanzierung von Immobilienprojekten besteht darin, dass beispielsweise ein Bauprojekt nicht fertig und zu einem viel geringeren Preis als kalkuliert veräußert wird. In solchen Fällen wird zuerst die Bank bedient und erst dann die Crowd, sodass Crowd-Anleger*innen am Ende leer ausgehen können. Daher ist es wichtig, auch bei der Wahl der Crowdinvestment-Plattform in auf Qualitätskriterien zu achten. Als Qualitätsführer in der Branche zeichnet sich der Berliner Anbieter zinsbaustein.de aus, der zudem eine sehr hohe Kund*innenzufriedenheit aufweist. Die Rückzahlungsquote des Unternehmens liegt bei 100 Prozent, sämtliche abgeschlossenen Projekte wurden bis heute erfolgreich inklusive Zinsen an die Anleger*innen zurückgeführt.

Der Autor Karl Schmidt-Rhaesa hat Politik und Wirtschaft an der WWU Münster studiert. Als Communication Assistant ist er bei PIABO PR für Start-ups und Entrepreneurs aus den Bereichen FinTech, VC und HealthTech tätig.

Die Top-Branchen für Start-ups im Jahr 2022

Auch im Jahr 2022 gibt es wieder jede Menge Trends, die sich Start-ups zunutze machen können. Wir zeigen die spannendsten Branchen und Trends.

Der Klimawandel ist real, das Leben wird immer digitaler, die Arbeit im Homeoffice ist noch immer ein Dauerthema: Politische Entscheidungen, neue Technologien und gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen unsere Arbeitswelt maßgeblich. Jedes Jahr erscheinen tausende neue Start-ups auf der Bildfläche – darunter viele aufstrebende Unternehmen mit großem Potential. Auch im Jahr 2022 gibt es wieder jede Menge Trends, die sich Start-ups zunutze machen können. Welche Probleme wollen gelöst werden, vor welchen Herausforderungen stehen wir und welche Branchen bestimmen die Zukunft?

Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?

Die Art und Weise, wie Menschen künftig ihrer Lohnarbeit nachgehen möchten, ändert sich zunehmend. Immer jüngere Menschen mit verschiedenen Talenten und Expertisen werden Teil der Arbeitswelt. Im Zuge der Globalisierung und der Remote-Arbeit ändert sich die moderne Unternehmenskultur zunehmend. Auch ist zu erwarten, dass es immer weniger Festanstellungen geben wird, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf Vertragsbasis werden wir immer öfter sehen.

Aus diesen Entwicklungen ergeben sich auch für mögliche Start-ups viele Chancen. Unsere Präsenzkultur verliert an Bedeutung, Lösungen für digitales Arbeiten müssen her. Unternehmen wie Zoom haben im letzten Jahr gezeigt, welch großes Potential in der digitalen Arbeitswelt liegt. Sicher werden wir auch im nächsten Jahr wieder neue Unternehmen sehen, die die Remote-Arbeit erleichtern und gleichzeitig sicher machen.

Unternehmenssicherheit und Cyberkriminalität

Neue Technologien entwickeln sich in einem unglaublichen Tempo. Es ist noch nicht allzu lange her, da hatte man sein Telefon noch an der Wand hängen. Heute haben wir Laptop und Handy immer mit dabei, können in Echtzeit mit Menschen kommunizieren oder uns mit wenigen Klicks neue Schuhe liefern lassen. Die Datenmenge nimmt immer mehr zu, ständig erscheinen neue Programme auf der Bildfläche, die uns das Leben erleichtern wollen.

Doch mit den technologischen Entwicklungen rücken auch die Themen Hacking und Cyberkriminalität weiter in den Fokus. In den letzten Jahren wurden auch bei großen Unternehmen immer wieder massive Sicherheitslücken beobachtet. Verschiedene Start-ups haben sich dieser Probleme in den letzten Jahren angenommen – und auch für das Jahr 2022 erwarten wir ein großes Potenzial in der Branche.

Menschliche Arbeitskraft vs. intelligente Roboter

Unsere Systeme und Roboter werden immer leistungsfähiger. Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde. Eine KI kann spielend leicht Aufgaben übernehmen, die zuvor von Menschen erledigt wurde. KIs finden mittlerweile in verschiedensten Bereichen Anwendung – und sie lernen immer weiter dazu. Gelöst werden sollen hochkomplexe Aufgaben wie auch einfache Probleme. Beim Kundenservice etwa werden wir in Zukunft vermehrt von Robotern unterstützt, die mit uns chatten. Das reicht vom Reiseportal bis hin zum Online-Glücksspiel: Das beste Online Casino in Deutschland muss heutzutage auch einen soliden Kundenservice bieten. Die eingesetzten Maschinen werden voraussichtlich immer lernfähiger und können uns immer besser dabei unterstützen, Antworten auf unsere Fragen zu finden. Unternehmer und Unternehmerinnen stehen dabei vor der Aufgabe, ein gutes Gleichgewicht zwischen intelligenten Maschinen und menschlicher Arbeit zu finden. Welche Aufgaben sind für Menschen gemacht, was können Maschinen übernehmen? Wann ist es sinnvoll und wann vertretbar, menschliche Arbeit durch ein KI-Programm zu ersetzen?

Mit KI ausgestattete Computer sind die Zukunft, für Start-ups ergeben sich hier also große Chancen. Mittlerweile sind sie in allen Lebensbereichen präsent: Wir nutzen fast täglich Google, lassen uns von Alexa das Radio anschalten oder merken vielleicht auch gar nicht, wie auf einer Webseite im Hintergrund Aufgaben für uns erledigt werden, die uns ein besseres Erlebnis verschaffen sollen.

Neue Möglichkeiten der Finanzierung

Start-ups haben mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, Finanzmittel zu beschaffen. In den letzten Jahren erschienen immer mehr Plattformen auf dem Markt, die Unternehmern und Unternehmerinnen Türen öffneten. Investoren und Geldgeber werden mit klugen Köpfen mit guten Ideen zusammengebracht, alternativen werden große Summen über Crowdfunding erzielt. Viele dieser neuen Methoden, an Finanzmittel zu kommen, werden auch von der dezentralen Bewegung vorangetrieben. Handel und Kreditaufnahme sind über Peer-to-Peer-Netzwerke möglich, welche über ein öffentliches dezentrales Blockchain-Netzwerk laufen.

Start-ups werden also auch im kommenden Jahr neue Märkte erschließen und von den vielseitigen Möglichkeiten der Finanzmittelbeschaffung profitieren können. Ob als Geldempfänger oder Unternehmen, das moderne Lösungen anbietet: Die Finanzierung einer guten Idee war nie einfacher und das Potential, selbst in diesem Bereich erfolgreich zu werden, ist groß.

Erfolgreich mit Kryptowährungen

Bleiben wir bei dezentralen Blockchain-Netzwerken: Obwohl der Bitcoin in diesem Jahr einen unglaublichen Sturzflug hinlegte, setzen noch immer viele Menschen und auch Unternehmen auf Kryptowährungen. Dabei ist Bitcoin längst nicht mehr die einzige Währung, die Krypto-Begeisterte im Auge haben. Immer mehr Altcoins erobern den Markt, besonders bekannt wurden im letzten Jahr Litecoin und Ethereum. Die Währungen werden immer weiterentwickelt und verbessert, sicher werden künftig auch weitere Kryptowährungen veröffentlicht.

Welche Währung die beste ist, entscheidet wohl jeder Nutzer selbst – und nicht nur die Währungen werden weiterentwickelt. Immer mehr Unternehmen möchten sich Währungen zunutze machen und die Nutzung verschiedener Währungen erleichtern. Ein gutes Beispiel dafür ist Coinlancer: Besonders interessant ist das Portal für freiberufliche Arbeitende, die digital unterwegs sind und ihr Geld im Internet verdienen. Hier werden Freelancer und Auftraggeber zusammengebracht. Gezahlt wird mit Tokens, welche sich in verschiedene Kryptowährungen umwanden lassen.

Ein anderes Unternehmen, das die Nutzung von Kryptowährungen vereinfachen möchte, ist Rentberry. Dieses Portal möchte Vermietern wie auch Mietern den Prozess einer Wohnungsvermietung erleichtern. Es entfällt beispielsweise die Zahlung einer klassischen Kaution, da alles digital abgewickelt wird. Erst dann, wenn Sicherheit gewährleistet ist, kann ein Vertrag abgeschlossen werden.

Nachhaltigkeit und kurze Lieferketten

Egal, ob ein eigenes Green-Startup geplant ist oder Start-ups anderen Unternehmen dabei helfen möchten, nachhaltiger zu werden: Der Klimawandel ist da und künftig müssen alle Unternehmen nach mehr Nachhaltigkeit und möglichst kurzen Lieferketten streben sowie ihren CO2-Ausstoß mindern. Zukunftsorientierte Unternehmen schauen zudem über Lieferketten hinaus und versuchen, die Nachhaltigkeit in allen Bereichen zu verbessern. Jedes Unternehmen, das aktuelle Herausforderungen ignoriert, wird im Zeitalter des bewussten Konsums voraussichtlich nicht bestehen können.

Schon jetzt gibt es zudem jede Menge grüne Start-ups, von denen wir einiges lernen können. Von Happy Plates, das sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt, bis hin zu Plasticpreneur, das aus Plastikabfall Sinnvolles entwickelt, oder der Suchmaschine, für die bei jeder Suche Bäume gepflanzt werden: Das Thema Nachhaltigkeit bietet jede Menge Optionen. Die besten Unternehmen in diesem Bereich werden künftig vermehrt Anerkennung erfahren. Etablierte Unternehmen müssen umdenken, junge Unternehmer und Unternehmerinnen haben schon jetzt mit guten Ideen große Erfolge feiern können. Zudem gibt es mittlerweile verschiedene Förderprogramme, die nachhaltige Projekte unterstützen.

Start-ups und IT-Freelancer: so klappt’s

Warum immer mehr Start-ups auf IT-Freelancer setzen und was es bei der Zusammenarbeit zu beachten gilt.

Auf der Suche nach Talenten entdecken Start-ups vermehrt Freelancer als Zugang zu hochspezialisiertem Wissen auf Zeit. Denn über sie können sie kalkulierbar genau die Kompetenz oder Kapazität beziehen, die sie gerade für die Realisierung ihrer digitalen Projekte benötigen, ohne sich auf laufende Kosten oder die Verpflichtung von Vollzeitbeschäftigten einlassen zu müssen

Aber: Wie und wo finde ich zeitnah den oder die richtigen Experten für meine Aufgaben? Wie lässt sich deren Expertise sicherstellen und der Aufwand für das Start-up gering halten? Und auf welche Fallstricke gilt es bei der Auftragsvergabe zu achten? Der nachfolgende Beitrag gibt wertvolle Tipps zu diesen und weiteren Fragestellungen rund um das Thema.

Speziell junge Unternehmen müssen oft schnell wachsen, um ihr Produkt weiterzuentwickeln, Neukunden zu akquirieren und Marktanteile zu gewinnen. Sofort verfügbares, skalierbares und passgenaues Fachwissen hat für sie daher einen besonders hohen Mehrwert. Denn nur so können sie schnell und flexibel agieren und beispielsweise große Aufträge stemmen, ohne dafür einen oder mehrere Mitarbeiter gleich fest anstellen zu müssen und Gefahr zu laufen, dass sie diese nach Abschluss des aktuellen Projekts nicht weiterbeschäftigen können. Ebenso wird die Suche nach passenden festen Mitarbeitern oft auch dadurch erschwert, dass viele Start-ups für die gewünschten Arbeitnehmer ggf. noch nicht bekannt und gefragt genug sind wie große, etablierte Player, die sie ihnen sozusagen leicht wegschnappen können.

Für wen lohnt es sich, Freelancer zu beauftragen?

Die beiden häufigsten Situationen, in denen Freelancer angefragt werden, sind:

Fehlende Inhouse-Kapazität: Aufgrund hoher Auslastung, z.B. bei starkem Wachstum oder einer erhöhten Auftragslage können Unternehmen mit versierten Freelancern schnell und kurzfristig die nötigen Kapazitäten schaffen und profitieren dabei im Idealfall von einer hohen Laufzeitflexibilität, so das Projekt z.B. schneller abgeschlossen ist, als geplant oder im umgekehrten Fall länger dauern sollte.

Fehlende Inhouse-Expertise: Auch wenn es darum geht, neue Themenbereiche und Produkt-Features umzusetzen, sind Freelancer ideal: Richtig ausgewählt bringen sie fundiertes Expertenwissen aus vergangenen Projekten mit ins Unternehmen, helfen dort, die richtigen Strukturen aufzusetzen und die internen Fachkräfte entsprechend weiterzubilden.

Oft ist die Freelancer-Nachfrage auch dann besonders groß, wenn Unternehmen aufgrund von Kündigungen oder zeitversetzten Einstellungen Personallücken schließen müssen. Startet beispielsweise ein Produktmanager zwei Monate vor seinen Team-Mitgliedern, dann lässt sich mit externen Fachkräften der Projektstart ganz einfach vorziehen. Nicht zuletzt bieten sich Freelancer auch für Einmalprojekte an, für die keine neue Stelle geschaffen werden kann oder soll.

Über welche Kanäle finde ich die für mein Projekt passenden Freelancer?

Generell gibt es verschiedene Möglichkeiten, die passenden Freelancer zu finden: von klassischen Personaldienstleistern, über IT-Dienstleistern bis hin zu Online-Vermittlungsplattformen. Wer preissensitiv ist, für den sind Online-Plattformen die beste Alternative. Hier lässt sich zwar Geld, nicht jedoch Zeit sparen, denn das Ausschreiben der Stelle, das Anschreiben der Kandidat*innen, das Führen der Vorstellungsgespräche und die Vertragsgestaltung nimmt viel Zeit in Anspruch.

Agenturen für IT-Dienstleistungen sind ebenfalls eine Option, jedoch arbeiten diese mit festangestellten Fachkräften und bieten daher weniger Flexibilität. Klassische Personaldienstleister wiederum stellen einen direkten Ansprechpartner und eine große Datenbank, zur Verfügung, aus der sie zeitnah passende Kandidaten vorschlagen können. Ein großer Vorteil, jedoch liegen sie preislich über den Online-Plattformen.

Know-how: So lässt sich die Expertise des Freelancers sicherstellen

Die meisten Vermittlungen haben jedoch gemein, dass die Freelancer hier – im Gegensatz zu Anbietern wie Casana, die HR- und IT-Dienstleistungen vereinen, keine technische Eignungsprüfung durchlaufen. Werden die Arbeitskräfte vorab auf Soft- und Hardskills überprüft, hat das den Vorteil einer höheren Trefferquote für das jeweilige Projekt und spart den Unternehmen Zeit, da sie die Eignung nicht in langen Interviews selbst eruieren oder unpassende Freelancer austauschen müssen.

Sofern der Freelancer also direkt beauftragt wird oder der Personaldienstleister keine Eignungstests durchführt, sollte vor Vertragsabschluss ein technisches Interview stattfinden. Auch bei IT-Dienstleistern empfiehlt sich der genaue Blick auf die Qualifikationen, denn hin und wieder werden diejenigen Mitarbeiter vermittelt, die gerade „frei“ sind und nicht diejenigen, deren Skill-Set optimal zum Projekt passt.

Tipps: Darauf achten Freelancer bei der Projektauswahl

Die meisten Freelancer sind aus Überzeugung selbstständig und bringen daher eine sehr hohe Eigenmotivation mit – ein großer Vorteil. Die Selbstständigkeit bietet ihnen eine höhere Flexibilität im Vergleich zur Festanstellung, spannende Projekte und hohe Verdienstmöglichkeiten. Die erste Frage eines Freelancers dreht sich daher meist um den Inhalt des Projekts, gefolgt vom Projekt-Team und dann dem Unternehmen, das es ausschreibt. Technisch geprüfte Freelancer sind hochqualifiziert und haben als solche stets mehrere Angebote gleichzeitig zur Auswahl. Daher punkten Auftraggeber hier mit klar definierten Projekten, Aufgaben oder einer spannenden Vision. Bei der Auswahl eines Dienstleisters zahlt es sich daher aus, zu überprüfen, wie gut dieser das zu besetzende Projekt gegenüber den in Frage kommenden Freelancern vorstellen kann.

Budget: Was kosten IT-Dienstleistungen?

Wie viel Budget es für einen Freiberufler einzuplanen gibt, ist abhängig von verschiedenen Faktoren und Anforderungen wie etwa dem gewünschten Anforderungsprofil, Standort und Sprachkenntnissen, Verfügbarkeit, Seniorität und auch von der Ausrichtung des beauftragten Dienstleisters. Beispielsweise kosten deutschsprachige Entwickler derzeit bis zu 30 Euro mehr pro Stunde als andere europäische Entwickler. Auch bei großen Personaldienstleistern gibt es eine Spanne von bis zu 30 Prozent höheren Kosten pro Stunde. Hier gilt es, auf transparente Anbieter zu setzen, die flexible Kündigungsfristen und eine transparente Preisstruktur anbieten. Eine wöchentliche Kündigungsfrist ist beispielsweise bei dynamischen Projekten besonders hilfreich.

Fallstricke: Worauf muss ich bei der Auftragsvergabe achten?

Vor der Vermittlung ist es wichtig, dass der jeweilige Fachbereich genau weiß, wobei und ab wann genau die Hilfe gebraucht wird. Je exakter die Eckpunkte, desto schneller und zielgerichteter die Vermittlung. Neben der passenden, technischen Expertise sind Projektdauer, Budget, Team-Setup (mit wem wird der Freelancer arbeiten) und der Arbeitsmodus (remote oder onsite) wichtige Faktoren.

Während der Vermittlung empfiehlt sich, die bereits erwähnte inhaltliche und kommunikative Überprüfung der Freelancer. Darüber hinaus ist ein technischer Ansprechpartner, der das Projekt kennt bzw. weiß, was erreicht werden soll, sehr hilfreich – sowohl zu Beginn als auch während des Projekts. Denn je genauer auch die Freelancer wissen, worum es im Projekt geht, desto schneller und produktiver gelingen Onboarding und die Umsetzung des Gesamtprojekts. Passen schließlich alle Parameter und kommt es zum Vertragsabschluss, empfiehlt sich ggf. auch – je nach Auftrag – das Aufsetzen eines NDA mit dem Freelancer. Im Idealfall ermöglicht der Vermittler oder der Freelancer selbst dem Unternehmen für das Projekt darüber hinaus eine hohe Laufzeitflexibilität ohne Zusatzkosten.

Der Autor Enrico Karnstädt ist Mitgründer und CEO von Casana

carbmee - die CO2-Jäger*innen

“Go Green” ist mehr als nur ein Mantra unserer Zeit, nachhaltige Lösungen werden immer häufiger gefordert. Dr. Christian Heinrich, der erst seit letztem Jahr seinen Exit beim erfolgreichen KI-Start-up Scoutbee verkündet hat, und seine Geschäftspartner Robin Spickers und Hendrik Beneke mischen mit ihrem GreenTech-Unternehmen carbmee die Branche auf. Wir sprachen mit Christian Heinrich über das Berliner Start-up und seine ambitionierten Ziele.

Wann wurde carbmee gegründet und was leistet ihr mit eurem Software-Unternehmen?

Robin Spickers und ich haben carbmee 2020 gegründet. Zu Beginn 2021 konnten wir mit Hendrik Beneke unseren technischen Co-Founder auf der Mission Net-Zero ins Boot holen und sind mittlerweile über 20 internationale CO2-Jäger*innen. Mit unserem Software-Unternehmen tragen wir dazu bei, die Treibhausgasemissionen von Unternehmen zu reduzieren. Das gelingt mit unserer Environmental Intelligence Software (EIS). Carbmee unterstützt Unternehmen, ihren Weg zur “Net-Zero” digital zu beschleunigen. Viele Unternehmen sind wichtige Stützen auf dem Weg zur Klimaneutralität 2045 und müssen bereits jetzt entsprechend agieren, um eine “Netto-Null basierte” Zukunft garantieren zu können.

Dafür ist es wichtig Scope 1, 2 und 3 zu identifizieren und reduzieren. Scope 1 und 2 stellen dabei Emissionen dar, welche unternehmensintern verursacht werden. Scope 3 hingegen umfasst die indirekte Freisetzung klimaschädlicher Gase in der Wertschöpfungskette von Unternehmen. Bis dato sind die Berechnungen der Emissionen in der Lieferkette aufgrund von fragmentierten und unvollständigen Daten sehr ungenau und zeitaufwendig und stellen sich weitaus komplexer dar als es bei Scope 1 und Scope 2 der Fall ist. Das Problem liegt jedoch darin, dass gerade die Scope 3 Emissionen, die maßgeblich durch eingekaufte Materialien und den damit verbundenen Transport entstehen, den größten Teil der gesamten Unternehmens-Emissionen (oftmals über 80%) ausmachen. Bei dieser Reduktion wird ein ausgereiftes Prozess- und Technologieverständnis benötigt. Um dieser Problematik präzise entgegenwirken zu können benötigt man eine Softwareunterstützung.

Mithilfe des Environmental Intelligence Systems (EIS), gelingt es uns bei carbmee die Teams auf bestimmte Hotspots zu konzentrieren. Diese können sich dann strategisch und flexibel anhand der bestehenden Datenlage ausrichten und die CO2-Emissionen entlang der Lieferkette mithilfe der Software transparent und steuern. Unterstützt werden wir bei carbmee von erfahrenen Akteuren wie z.B. Gisbert Rühl, die mit uns das gemeinsame Ziel, nämlich die Dekarbonisierung von Unternehmen voranzutreiben, verfolgen. Aktuell nutzen unsere Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Logistikbranche, der Automobilindustrie, der Prozessindustrie und der Konsumgüterindustrie die Automatisierungs-Vorteile unserer Software.

Wie könnt bzw. wollt ihr mit carbmee die Industriewelt verändern?

Ein Hindernis stellt dabei jedoch die aktuelle CO2-Steuer dar. Schon der vom Umweltbundesamt berechnete CO2-Preis von 195 Euro pro Tonne zeigt die Tragweite umweltpolitischer Überlegungen und den Willen, eine Lenkungswirkung zu erzielen. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Produktionsstätten in andere Länder verlegt werden. Diese Prozedur ist auch als Carbon Leakage bekannt. Viele Konzerne suchen jetzt den Austausch mit GreenTechs wie uns auf, um Synergien aus dem Technologiebereich zu schöpfen. Genau hier können wir bei carbmee etwas verändern, denn insbesondere im Bereich der Lieferketten besteht großes Potenzial die CO2 Emissionen erheblich zu verringern und die Bilanz zu verbessern. Mit unserer Software kann es somit schlussendlich gelingen, mögliche Kosten einer CO2-Steuer zu vermeiden.

Welche Erfahrungen habt ihr bisher bei den Kundenerwartungen. Wie wird das Thema C02 Reduktion gesehen?

Wir beobachten großes Interesse seitens diverser Branchen, die Treibhausgasemissionen schnellstmöglich zu verringern. Viele Unternehmen gelingt es bereits Scope 1 und Scope 2 Emissionen zu verringern, doch die meisten scheitern daran die Scope 3 Emissionen niedrig zu halten. Genau diese Reduktion ist jedoch von überragender Relevanz, denn bei einigen Unternehmen macht dieser Bereich bis zu 80% ihrer Gesamtemissionen aus. Scope 3 Emissionen sind deshalb so schwierig zu reduzieren, da viele Produkte der Lieferanten in anderen Ländern bezogen werden.

Um hier die Herausforderung der Reduktion der CO2-Werte schon heute meistern zu können, ist es wichtig, mit einer unterstützenden Software Prozesse zu automatisieren und somit das Potenzial der Dekarbonisierung in Scope 3 zu erkennen. An diesem Punkt können wir mit unserem Environmental Intelligence System ansetzen und einen wesentlichen Teil dazu beitragen, Unternehmen dabei zu unterstützen teils mehr als drei Viertel ihrer Gesamtemissionen einzusparen.
Darüber hinaus wollen Firmen das standardkonforme Reporting nicht manuell durchführen. Durch das GHG Accounting konforme Reporting bietet unsere automatisierte Software eine moderne Lösung zum Managen der Emissionen. 

Ihr Founder seid auch Sportler und aktive Handballer. Inwiefern hat euch das geholfen, die unternehmerischen Herausforderungen zu bewältigen?

Sport und Unternehmertum haben mehr Ähnlichkeiten als man zunächst vermutet. Wir verbinden beide mit Handball und carbmee eine große Leidenschaft. Am wichtigsten ist uns dabei die Faszination und die Begeisterung für die Sache, die man gerade macht. Für Hendrik Beneke unseren Co-Founder, Robin Spickers und für mich, steht Teamplay deshalb an erster Stelle und ist zentraler Teil der Kultur von carbmee. Ein Team kann schließlich nur funktionieren, wenn Vertrauen besteht und sich die Mitglieder gut ergänzen. Gute Kollaboration ist auch der Mittelpunkt unserer Software; sie ist auf der einen Seite eine digitale Lösung, aber dahinter stehen viele Lieferanten mit denen wir im Austausch stehen. Wir alle profitieren davon, wenn so viele Lieferanten wie möglich zu Mitspielern werden, die auf Nachhaltigkeit setzen und in die digitale Welt einsteigen.

DACCORD: zwei Brüder, ein Start-up

Aus einer Charity-Aktion entstand im März 2020 das Start-up DACCORD. Wie die Brüder Alexander und Johannes Gerstendörfer ihren Traum von der Selbständigkeit verwirklicht und erfolgreich gegründet haben.

Webseiten werden immer mehr als Visitenkarte eingesetzt und sind heute nicht mehr weg zu denken. Oft fehlt es Unternehmen aber an der Zeit, die Webseite zu pflegen und laufend zu aktualisieren. Diese Problematik haben sich Alexander und Johannes Gerstendörfer zur Aufgabe gemacht: “Im ersten Lockdown haben wir uns überlegt, wie wir unsere Fähigkeiten der Gesellschaft zu Nutzen machen können. Wir haben bemerkt, dass gerade Steuerberater, Anwälte, Ärzte, aber auch viele kleine und mittlere Unternehmen Webseiten haben, die veraltet sind und bei Google nicht richtig gefunden werden”, erklärt Geschäftsführer Johannes Gerstendörfer.

“Potenzielle Kunden gehen so verloren, da sie die Webseite nicht mehr als up-to-date wahrnehmen. Folglich haben wir kleineren Unternehmen kostenlos angeboten, ihre Webseite zu optimieren, wenn sie dafür unser langfristiges Betreuungspaket wählen.” Aus dieser Charity-Idee ist dann das Unternehmen DACCORD entstanden.

Immer State of the Art bleiben

Der Fokus von DACCORD liegt auf dem Betreuungs-Aspekt: Kunden sollen “d’accord”, sprich “zufrieden sein”. Eine gute Webseite muss nicht nur gebaut, sondern anschließend auch gewartet werden. “Wir haben beobachtet, dass viele Unternehmen sich eine neue, teure Webseite leisten, in weiterer Folge aber wenig Acht darauf geben, diese durch Design-Aktualisierungen, technische Wartung oder Fehlerbehebung auf dem aktuellen Stand zu halten.”, sagt Alexander, der vor allem für das Technische zuständig ist. Die Agentur arbeitet mit einem Hosting-Unternehmen zusammen, das alle Webseiten auf der Google Cloud hosted. Somit können die Jungunternehmer ihren Kunden neben flexibler und persönlicher Beratung höchste Qualität bieten.

Ambitioniertes Geschwisterteam

Alexander ist bei DACCORD für die Produktentwicklung zuständig und sein Bruder und Geschäftspartner Johannes für das Marketing und Business Development. Da die beiden Gründer unterschiedliche Talente und Fähigkeiten mitbringen, war die Aufgabenverteilung gleich zu Beginn klar. Dass die Zusammenarbeit zwischen den Brüdern gut funktioniert, hat sich schon früh gezeigt. “Wir haben schon ganz unterschiedliche Projekte zusammen umgesetzt. Als Kinder haben wir beispielsweise gemeinsam Bauwagen renoviert und anschließend weiterverkauft”, erzählt Alexander.

Vision: Die “Website as a Service”-Agentur in der DACH-Region

Seit 1,5 Jahren kümmert sich DACCORD nun um die Webseiten-Aktualisierungen und kurzfristigen Probleme ihrer Kunden. Ziel der Jungunternehmer ist es, die führende “Website as a Service”-Agentur in der DACH-Region zu werden. Dieses Ziel wollen sie mit ihren Kunden gemeinsam erreichen. “Wachstum entsteht unserer Meinung nach in einem Umfeld, in dem ein Unternehmen die Vorstellungen und Ideen der Kunden versteht und sich daraus langfristige, vertrauensvolle Partnerschaften bilden können”, so die beiden Gründer.

Pfote drauf!

Wie sich Josefine Schmidt und Philipp Smakman mit tierliebhaber.de, einem Onlineshop für natürliche Produkte rund um den Hund, durch Kundennähe, Qualität und Expertise auch gegen große Marken durchsetzen.

Es ist knapp fünf Jahre her, dass Josefine Schmidt und Philipp Smakman im Wohnzimmer einer Berliner Wohnung die ersten Schritte in die unternehmerische Unabhängigkeit wagten. Neben betriebswirtschaftliche Fragen lösen bedeutete dies damals für sie vor allem: Pakete füllen, bekleben, frankieren. Das war der Startschuss für ihr Start-up Animagus bzw. tierliebhaber.de – einem Online-­shop für natürliche Produkte rund um den Hund.

Das Gründerduo hatte kaum Zeit, seine Ideen und Wünsche behutsam zu vertiefen. Schnell fand ihr Ansatz, 100 Prozent natürliche und sinnvolle Alternativen für die Ernährung und Gesundheit des Hundes anzubieten, großen Anklang. Bei über 10 Millionen Hunden in den deutschen Haushalten durchaus einleuchtend. Dennoch: Der Markt, in den sie eintraten, war und ist voller Konkurrenz. Die Tierliebe der Menschen macht Deutschland zu einem der größten Absatzmärkte für den Heimtierbedarf in Europa – allen voran für Katze und Hund. Doch es waren nicht die Statistiken, die Josefine und Philipp auf die Idee brachten, sich selbständig zu machen.

Die Leidenschaft zum Beruf gemacht

Gefragt nach der Inspiration für ihre Geschäftsidee, klingt die Antwort der beiden einfach und authentisch: „Aus Liebe zum Tier.“ Als passionierte Hundehalter und Tierfreunde erleben beide die schönen, aber auch schwierigen Momente im Verhältnis von Hund und Mensch. Spielen, Zutraulichkeit und Gemeinschaft, so berichten sie, gehören ebenso dazu wie der Gang zum Veterinärmediziner. Zecken, Zahnprobleme, Darmbeschwerden – die Liste an möglichen Ursachen für fehlendes Wohlbefinden beim Vierbeiner ist lang. Doch was kann man dagegen tun? „Die damalige Produktpalette war gespickt von chemischen Erzeugnissen mit zweifelhafter Wirkung“, erinnert sich Josefine. Eine natürliche Alternative sollte her, um für bestmögliche Prävention bei der Tiergesundheit zu sorgen.

Persönlich und individuell

Also machten sich Josefine und Philipp daran, eigene Artikel unter der Marke Tierliebhaber zu entwerfen. Auf der Basis natürlicher Stoffe wie Lachsöl, Kalzium und probiotischen Mikroorganismen nahmen sie die Baustellen in Angriff, mit denen Hund und Herrchen bzw. Frauchen regelmäßig zu kämpfen haben. Natürlich ist auch hier die Konkurrenz, allen voran die bekannten Marken, kaum zu unterschätzen. Was den großen Unternehmen jedoch meist abhandengekommen ist, sind der persönliche Kontakt und eine individuelle Produktidee. Die Liebe der beiden Gründer zum Detail mag zunächst etwas übereifrig wirken, stellte sich aber schnell als veritable Marktlücke heraus.

Bereits kurz nach der Gründung wurde das Duo von Bestellungen überrollt und so fungierten kurzerhand das Wohnzimmer als Lagerhalle und der private Smart als Lieferwagen. Intensive erste Monate forderten Josefine und Philipp alles ab, brachte sie ein ums andere Mal an den Rand der Erschöpfung, aber ihre Leidenschaft für das gemeinsame Projekt verloren sie nie. Im Gegenteil: Dank des großen Zuspruchs brennen sie bis heute für das Unternehmen.

Mit Community-Kommunikation zum Erfolg

Da es in ihrer Gründungszeit noch keine wirklich ausgebaute geschäftsmäßige Abholung durch Paketzusteller gab, kam es nicht selten vor, dass sich Josefine und Philipp als Nachtschicht-Logistiker in eigener Sache wiederfanden und mehrmals quer durch Berlin die Sendungen im Smart zu den Packstationen brachten. So schnell wie möglich wollte man die ersten Käufer beliefern. Denn als junges Unternehmen mit neuartigem Sortiment sind Kundenzufriedenheit und positives Feedback ein Schlüsselstein in der Business-Strategie zur Marktetablierung. Dies gilt heute wie damals.

„Wir leben vom persönlichen Austausch mit unseren Kunden“, sagt Josefine, die zusammen mit ihrem Team auch einen Podcast zum Thema Hunde ins Leben gerufen hat. Themen aus der Community, Fragen und Ideen greift sie dort auf und schafft so eine Kultur des Miteinanders unter Hundehalter*innen. Ob Social Media, Videos oder Podcasts: Man hat den Eindruck, dass es kaum einen digitalen Kanal gibt, der nicht für Feedback und den Austausch untereinander offensteht. Das klassische eindimensionale Muster von Händler und Abnehmer, war von Beginn an kein Teil ihrer Philosophie. Auch wenn das wirtschaftliche Fortkommen bei Animagus wie für jedes andere Start-up von entscheidender Bedeutung ist, sieht man sich nicht nur als beliebiger Warenhändler, sondern als Teil einer Gemeinschaft mit Deutschlands Hundehalter*innen. Mit viel persönlichem Commitment gehen Josefine und Philipp mit ihrem Unternehmen das an, was ihnen selbst als Hundehalter gefehlt hat. So fand ihr Start-up auch seinen Platz zwischen den Großen der Branche und hat nunmehr eine gute Ausgangsposition, um weiter zu wachsen.

Framily: Diese Bücher machen Kinderträume wahr

Das Start-up Framily ist in neun Ländern mit Vorlesebüchern, die mit bis zu 40 Details individualisiert werden können, erfolgreich. Die Hamburger sind Markführer im Segment und wollen 2021 die magische Marke von 1 Million verkauften Büchern knacken.

Ein afrikanisches Sprichwort sagt: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen und stark zu machen. Denn Familie und Freunde prägen, behüten und rüsten den Nachwuchs fürs Leben. Auf diesem Gedanken basiert auch der Name Framily, der sich der englischen Wortkombination bedient. „Unsere Bücher sind unverwechselbar, passen zu wichtigen Ereignissen im Leben eines jeden Kindes und sind beliebte Geschenke aus dem Freundes- und Familienkreis“, sagt Co-Founderin Jennifer Jones.

Oh, das bin ja ich!

Bei den Hamburgerinnen dreht sich alles um personalisierte Kinderbücher für die ganz Kleinen. Die Printprodukte richten sich an Kinder von bis zu sechs Jahren. Von pädagogisch wertvollen Eigenschöpfungen, über Klassiker bis hin zu Adaptionen moderner Verkaufsschlager und Disney-Charaktere – mehr als 25 weltweit bekannte Heldinnen und Helden hat das Onlineportal im Programm. Die Kids nehmen dabei eine Rolle in der Geschichte ein und erleben die Abenteuer Seite an Seite mit Bibi und Tina, der Eiskönigin, Bob dem Baumeister oder PAW Patrol. „Der Moment, wenn Kinder erkennen: Oh, das bin ja ich! Der ist einfach unbezahlbar“, sagt Senta Sieper, COO von Framily.

Diversität sichtbar machen

Jedes Buch bietet bis zu 40 Möglichkeiten der Individualisierung: Haar- und Hautfarbe, Geschlechtsidentität, Kleidung, Vorlieben, Haustiere, das Lieblingsessen oder Familienkonstellationen – immer mehr Details können angepasst werden. „Wir haben 2016 mit 25 Merkmalen begonnen und arbeiten stetig an weiteren Eigenschaften und Details. Besonders Diversität und Inklusion liegen uns sehr am Herzen und wir spüren, dass das Bedürfnis nach Ausdruck und Sichtbarkeit wächst. Das begeistert uns und wir wollen Kindern und ihren Angehörigen möglichst viele Türen für ihre eigene Geschichte öffnen“, so Jennifer. Das merkte das Team, als im Buch „Weil du das Größte für mich bist“ erstmals auch ein Kopftuch und statt Mama und Papa auch zwei Mamas oder Papas gewählt werden konnten. Das Produkt wurde zum Renner. „Die positive Resonanz hat uns überwältigt“, erinnert sich Jennifer. Mit ihrem Team arbeitet sie deshalb an Illustrationen, die zukünftig auch Kindern im Rollstuhl oder mit Prothesen Abenteuer im Framily-Kosmos erleben lassen. „Kinder lieben es, sich selbst wiederzuerkennen und als Figur Teil der Erzählung zu werden. Es kurbelt nicht nur ihre Fantasie an und begeistert für das Medium Buch, es gibt ihnen auch Selbstbewusstsein und das Gefühl, gesehen und angenommen zu werden“, so die 41-Jährige.

Buch vor Bildschirm

Dazu kommt dem gemeinsamen Lesen und Betrachten von Bildern mit Eltern und Bezugspersonen eine besondere Bedeutung zu. „Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, haben es leichter, lesen zu lernen“, sagt Jennifer. Doch Eltern und das Kindesumfeld setzen seltener aufs Vorlesen, Bildschirme sind auf dem Vormarsch. „Wir wollen mit der persönlichen Ansprache bewusst dagegenhalten, den Kids den Zugang zu analogen Welten erleichtern und ihre Leidenschaft für das Medium Buch wecken“, sagt Senta. Oft zählen die Vorlesebücher zur allerersten Lieblingslektüre, sind Teil des Zubettgeh-Rituals oder bieten Hilfestellung beim Erfassen der eigenen kleinen Welt.

Ambitioniertes Wachstum von 48 Prozent

Auch Framily-Gründer und Mehrheitsgesellschafter Till Weitendorf ging es einst so. "Als ich klein war, gab es die Jan und Julia-Bücher. Meine Geschwister hießen so, da wollte ich natürlich auch ein Buch. Bezüge aus dem eigenen Leben haben einen hohen Stellenwert, bieten Halt und Identifikation“, so der 43-Jährige. Genauso überzeugt wie er selbst, waren deshalb auch die Investoren, darunter Pro7Sat.1. 2020 wurden sie mit einem Wachstum von 48 Prozent belohnt. „Unsere Gesellschafter und wir wollen Inhalte schaffen, die künftige Generationen begeistern und erreichen“, sagt Weitendorf, dessen Unternehmen StoryDOCKS neben Framily auch Tigermedia und Onilo unter einem Dach vereint und dessen Wurzeln im bekannten Oettinger Verlag liegen.

In den kommenden Jahren will Till mit der weiblichen Doppelspitze das Wachstum noch einmal kräftig anschieben. „Wir denken jedoch langfristig und stellen die Qualität in den Mittelpunkt“, so Jennifer. Kreation und Produktion bleiben deshalb in Deutschland, gedruckt wird umweltfreundlich und FSC-zertifiziert. Mit dem Konzept individualisierbarer Kinderbücher ist Framily schon heute Marktführer im deutschsprachigen Raum. Auch sind die Hamburger der einzige Verlag, der Kinder und Familien mit Lizenz-Helden von Disney und Co. begeistert.

Lizenzen treffen auf Eigenentwicklungen

Die Produkte von Framily sind neben dem deutschsprachigen Raum in Italien, Schweden, Polen, Dänemark, Norwegen und Frankreich erhältlich. Während die Disney-Geschichten und die Abenteuer der Hunde-Gang PAW Patrol in allen Regionen gleichermaßen beliebt sind, kommen die eigenproduzierten Bücher aus der Weltbesten-Reihe – „Für die weltbeste Mama“ und „Für den weltbesten Papa“ - besonders gut in Frankreich und Deutschland an. Und das nicht nur als Geschenk zum Mutter- oder Vatertag. Neben den Büchern sind außerdem individualisierbare Kalender im Portfolio zu finden, die nicht nur die Vorfreude auf das Weihnachtsfest befeuern, sondern auch auf andere Anlässe, wie den Schulanfang. Dazu bietet Framily sogenannte Geburtstagswelten für Kinderpartys, die ebenfalls personalisierbar sind.

28 Mitarbeiter*innen in Hamburg kümmern sich darum, dass immer neue Figuren Teil der Verlagsfamilie werden: Dafür gestalten sie entweder vorhandenes Episodenmaterial so um, dass ein Kind integriert werden kann oder die Figuren werden in komplett neue Geschichten eingebettet. Dazu zählen zum Beispiel „Bibi und Tina auf dem Martinshof“ – eine Folge, die Framily extra mit eigenen Autor*innen und gemeinsam mit dem Lizenzgeber entwickelt hat, damit die kleine Leserin oder der kleine Leser auf einen Ausritt vorbeischauen kann. Dazu kommen noch komplett unabhängige Eigenentwicklungen. „Wir wollen immer wieder neu begeistern, überraschen und aktuell bleiben“, so Jennifer. Im kommenden Jahr will sie das Angebot um viele spannende Charaktere erweitern, besonders Superhelden will sie ins Sortiment aufnehmen: „2022 werden wir viele neue Produkte launchen, es wird unser Jahr.“

Die neuen Medien-Start-ups

Drei Start-ups und ihre Geschäftsideen, die zeigen, dass sich entgegen vieler Unkenrufe mit Journalismus bzw. im Medienbereich nach wie vor gutes Geld verdienen lässt.

Die Digitalisierung der Medienwelt macht es aufgrund der digitalen Inhalteproduktion und -ausspielung zunehmend attraktiv, im Journalismus unternehmerisch tätig zu werden. Nie standen mehr Möglichkeiten zur Verfügung, journalistische Arbeit zu einem Geschäftsmodell zu formen und somit wirtschaftlich tragfähig zu machen, und das insbesondere auch außerhalb klassischer Medienhäuser. Während sich viele eta­blierte Player erst an neue Formen der Monetarisierung herantasten, agieren Medien-Start-ups und junge Medienunternehmen ohne gewachsene Verlagsstruktur meist viel agiler und können schneller neue Finanzierungswege testen und umsetzen.

Wir stellen exemplarisch drei Teams aus dem Media Inno­vation Fellowship des Journalismus Labs der Landesanstalt für Medien NRW vor und zeigen, mit welchen Wegen der Moneta­risierung sich Start-ups erfolgreich am Markt positionieren.

Good News Magazin – mit positiven Nachrichten einen Impact bewirken

Die Band „Die Ärzte“ skizzierte in einem ihrer bekanntesten Songs „Lasse redn“ einmal eine Medienwelt, die vor allem von Angst und Hass geprägt zu sein scheint. David Gaedt, Lucia Lehmann und Florian Vitello wollen dazu ein Gegengewicht erzeugen. Mit dem Good News Magazin haben sie die erste crossmediale Marke für positiven Journalismus geschaffen. Für ihr Onlinemagazin, das zudem einen großen Teil des Traffics über seine Kanäle auf Facebook und Instagram generiert, bereiten die drei mit ihrem Team erfreuliche und inspirierende Nachrichten auf. Positiver Journalismus soll dabei nicht heißen, dass ausschließlich über rosarote Wolken berichtet und alle schlechten Botschaften ausgeklammert werden. Das Good News Magazin beschäftigt sich genauso mit der Realität wie andere Medien auch.

Der Unterschied liegt daher nicht vordergründig in der Themenauswahl, sondern vielmehr in der Herangehensweise: Bei jeder Geschichte versucht das Redaktionsteam, das neben David, Lucia und Florian auch rund 50 – noch ehrenamtliche – Autor*innen umfasst, die positiven Aspekte herauszustellen. Ein Beispiel dafür ist eine Reportage zum ehemaligen Flüchtlingscamp Moria: Der Artikel konzentrierte sich nicht darauf, ausschließlich die furchtbaren Umstände der Flucht darzustellen, sondern rückte in den Fokus, wie sich Menschen engagieren und versuchen, die Geflüchteten vor Ort zu unterstützen. Das Gründer*innen-Trio sieht sich bewusst als eine Ergänzung zum bereits bestehenden Medienangebot, das die Realität bisweilen zu einer Dystopie zu verzerren scheint.

Das Good News Magazin ist ein Social Impact Business. Den Macher*innen geht es darum, eine echte Veränderung herbeizuführen, bestimmte Werte zu vermitteln und die Medienlandschaft zu bereichern sowie mitzugestalten. Schon jetzt zeigt sich: Nicht nur mit Terror und Tragödien lassen sich große Reichweiten erzielen. Ihrer Ansicht nach ergäbe sich das Marktpotenzial sozusagen aus der Natur des Menschen heraus, schließlich würden wir uns alle nach positiven Erlebnissen und Ereignissen sehnen. Weil es den Leser*innen nach der Lektüre besser gehen soll, ist das Produkt letztlich ein kognitives.

Anders als viele etablierte Medien, die sich erst nach und nach verschiedene Kanäle erschlossen haben, ist das Good News Magazin von Anfang an so gedacht, dass die Beiträge über eine Vielzahl von Ausspielwegen funktionieren. Mit „Weltaufgang“ umfasst die Marke einen eigenen Podcast, bietet zudem eine Onlineplattform und nutzt die sozialen Netzwerke ausgiebig – und das nicht nur zur Zweitverwertung der Inhalte, sondern mit Unique Content explizit für die dort zu erreichende Zielgruppe. Dieser crossmediale Ansatz ist für das Marketing entscheidend, denn das Good News Magazin finanziert sich über ein Freemium-Modell. Es gibt also kostenlos zugängliche Inhalte, anderer Content ist jedoch exklusiv den Abonnent*innen vorbehalten. Die zweite wichtige Säule der Finanzierung sind Markenkooperationen und Bannerwerbung. Das Good News Magazin verzichtet dabei bewusst auf zwischengeschaltete Werbedienstleistende, sondern platziert alle Anzeigen selbst. Dies sorgt für einen durchgehend hohen Fit der Anzeigen mit der Zielgruppe der Marke. Bislang nutzen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen die Plattform, profitieren dabei jedoch von vergleichsweise hohen Reichweiten und einem präzise adressierbaren Zielpublikum, das sich vornehmlich durch ein gemeinsames Interesse an nachhaltigen Themen und Produkten auszeichnet.

Emissionsfrei fliegen dank Start-up-Power

Angesichts des fortschreitenden Klimawandels werden die derzeit von der Luftfahrtindustrie geplanten Maßnahmen nicht ausreichen. Eine neue Studie zeigt 40 vielversprechende Start-ups im neuen Bereich der nachhaltigen Luftfahrt.

Die Übersicht des Sustainable Aero Lab zeigt 40 vielversprechende Start-ups, die die nachhaltige Luftfahrt in vier Technologiefeldern bündeln: Nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF), elektrische Antriebe, Wasserstoff und das digitale Backbone.

Die Studie untersucht auch die weltweiten Risikokapitalinvestitionen in emissionsfreie Technologien, ein Bereich, der in den letzten sechs Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat, aber bisher nur zögerlich mit dem Luftfahrtsektor in Verbindung gebracht wurde, insbesondere wenn es um komplexe Segmente wie Wasserstoff geht. Da jedoch in allen Industriezweigen das Interesse an Maßnahmen gegen den Klimawandel und zur Verringerung der weltweiten CO2-Emissionen wächst, ist das Potenzial für neue Akteure in der Luftfahrttechnologie so groß wie nie zuvor.

Stephan Uhrenbacher, Gründer und CEO von Sustainable Aero Lab: "Die Start-ups, die in letzter Zeit die meiste Aufmerksamkeit in der Luft- und Raumfahrt erhalten haben, beschäftigen sich mit der Raumfahrt und städtischen Lufttaxis. Diese Produkte sind zwar aufregende Flugobjekte und befriedigen die Sehnsucht der Menschen, aber weder die Lufttaxis noch die Beförderung von mehr Menschen in den Weltraum lösen das Problem der kommerziellen Luftfahrt: Das Fliegen muss kohlenstofffrei werden. Und das muss viel schneller geschehen, als die meisten in der Branche glauben. Das eröffnet Raum für Start-ups, die Komponenten für künftige Flugzeuge oder sogar ganze Flugzeuge, aber auch neue Betriebsarten anbieten können."

"Die Luftfahrt fliegt direkt in eine Klimakrise hinein. Dennoch konzentriert sich der Großteil der Branche darauf, die Emissionen schrittweise zu reduzieren oder auszugleichen, anstatt sie ganz zu beseitigen. Für diesen schrittweisen Ansatz bleibt keine Zeit mehr; die Auswirkungen des Klimawandels werden immer sichtbarer und betreffen jeden von uns im täglichen Leben. Wir brauchen mutige Lösungen, die den kommerziellen Flugverkehr im nächsten Jahrzehnt emissionsfrei machen, wenn wir die Ziele des Pariser Abkommens überhaupt erreichen wollen. Die gute Nachricht ist, dass solche Lösungen existieren und eine riesige Marktchance darstellen", sagt Paul Eremenko, CEO und Mitbegründer von Universal Hydrogen und Mentor im Sustainable Aero Lab. Mit seinem eigenen Start-up, Universal Hydrogen, spielt der ehemalige CTO von Airbus und United Technologies selbst eine aktive Rolle an der Spitze dieser Aktivität.

Die gesamte Studie des Sustainable Aero Lab, einschließlich der Start-up-Karte und einer Analyse der Risikokapitalinvestitionen in emissionsfreie Technologien, findest du hier

Die Liste der Start-ups (mit Herkunftsland) gibt's unter https://bit.ly/3xVvR92

Gründerstorys: Handel mit hochpreisigen Produkten

Vier Start-ups, die sich mit dem Fokus auf hochpreisige Waren und Dienstleistungen einen Namen gemacht haben.

Der Handel mit hochpreisigen Produkten ist nicht allein lukrativ, er verschafft auch Aufsehen. Etliche Gründer*innen können sich über die Gewinnmarge beim Vertrieb hochpreisiger Waren den Geschäftseinstieg erleichtern. Einigen gelingen gar echte Erfolgsstorys. In diesem Artikel werden einige der ruhmreichen Beispiele aufgezeigt.

1. Chronext: Luxusuhren als Verkaufsschlager

Das Start-up störte sich am in sich geschlossenen Markt der Luxusuhren. So erstellte das Unternehmen einen Onlinemarktplatz rein für gebrauchte Luxusuhren. Chronext hat eine eigene Meisterwerkstatt, in der angekaufte Uhren hochwertig aufgearbeitet werden. Mittlerweile bietet Chronext über 26.000 Uhrenmodelle und wurde durch die Swatch-Group zertifiziert. Chronext, ursprünglich aus Köln, beschäftigt heute 130 Mitarbeiter und unterhält mehrere Standorte.

Interessent*innen haben dank Chronext die ideale Möglichkeit, gut gewartete und aufbereitete Luxusuhren auf einem eigenen Marktplatz zu erwerben. Diese Option bestand durch die Geschlossenheit der Branche früher nicht, da Uhren entweder von Hand zu Hand gingen oder nur über spezielle Händler*innen im Luxussegment verkauft wurden. Ein Blick auf die Angebote für die TAG Heuer Aquaracer zeigt, dass Nutzer*innen hier tolle „Schnäppchen“ machen können.

2. JetSmarter: Reisen einmal ganz anders

Dieses Start-up lässt Exklusivität fliegen. Es handelt sich um eine Plattform, die User*innen Sitze in Privatjets vermittelt. Der Hintergrund der Idee ist, dass exklusive Privatjets zwar häufig für Flüge nach Dubai, Miami oder Sydney gebucht werden, doch der Rückflug findet direkt statt – mit leeren Sitzen. Dass dies weder nachhaltig noch ökonomisch sinnvoll ist, hat das Start-up gut erkannt.

Über die Plattform können sich nun Mitglieder von JetSmarter für einen Sitz in einem Privatjet anmelden. Die Mitgliedschaft bei JetSmarter ist allerdings nicht unbedingt günstig. Mindestens 5.000 Dollar kostet der Jahresbeitrag, einige Flüge sind für Mitglieder durch die Jahresgebühr abgedeckt. Bei anderen Flügen reduziert sich der eigentliche Flugpreis durch die Mitgliedschaft auf einen Betrag, der auf dem First-Class-Niveau liegt. Das Alleinfliegen ist allerdings nicht immer gegeben. Einige Flüge werden mit bis zu zwölf Personen verteilt, doch sind diese Flüge auch günstiger.

3. Nicki’s: Luxuskleidung für die ganz Kleinen

Eigentlich existiert das Unternehmen schon seit 1985 und war bekannt als Luxus-Kindermodengeschäft. Mit der frischen Unternehmensgeneration wird zwar weiterhin auf die traditionellen Werte gesetzt, doch kommt der Digitalsektor hinzu. Das neu gegründete Start-up beschäftigt vierzig Mitarbeitende in München, sucht beständig neue Angestellte und bietet nun auch die Luxuskinderkleidung im Onlineshop an.

4. Entrupy: Produktfläschern auf der Spur

Produktfälscher sind stets ärgerlich, im Luxussegment jedoch ein echtes Fiasko. In der USA bildete sich das Start-up Entrupy, welches Luxushändlern beim Auffinden von Fälschungen digital hilft. Doch wie funktioniert das?

Entrupy entwickelte einen Code, der als Schutzwall wirkt. Ein Algorithmus kontrolliert Fotos von Luxusartikeln automatisch auf die Echtheit der Artikel. Ist ein Händler interessiert, so kann er den Service im Abo erwerben und alle Produkte mit dem digital hinterlegten Zertifikat vertreiben. Hersteller von Markenwaren müssen nun vor ihrem Verkauf die Ware einmal scannen, sodass die „DANN“ des Stücks in die Datenbank kommt. Von jetzt an lässt sich das Stück auf Fotos immer wiedererkennen.

Sollte die Software, die laut Angaben von Entrupy eine Trefferquote von rund 98,5 Prozent hat, einmal versagen, erstattet der Betrieb die Kosten. Das Angebot richtet sich an Hersteller, Second-Hand-Händler im Luxusbereich sowie an Online-Marketplace-Betreiber.

Das sind natürlich nicht alle Start-ups, die rund um das Luxussegment eine Erfolgsstory schrieben oder gerade im Begriff sind, sie zu schreiben. Für Gründer*innen ist der Luxusbereich äußerst interessant, denn für gute Ideen sind die Marken oft bereit, gutes Geld zu bezahlen.

Fazit – Erfolg durch den Erfolg

Gründer*innen, die sich im Luxussegment mit eigenen Ideen durchsetzen, schaffen dies auf zweierlei Weise. Entweder sie lösen sie Probleme, die Luxushersteller haben. Oder sie bieten einen Weg, am Luxus teilzuhaben, ohne zu dem berühmten „Einen Prozent“ zu gehören. Gemein ist ihnen, dass sie überraschende und zielführende Ideen hatten. Ob dies nun der Marktplatz für Luxusuhren ist, die Plattform, auf der Plätze in exklusiven Jets gebucht werden kann oder ob Plagiate gefunden werden.

VAIRTUAL startet als virtuelle Fluggesellschaft per Social Crowdflying

Das Social Crowdflying Konzept von VAIRTUAL zielt darauf ab, künftig Flüge über ein digitales Portal gemeinsam mit den Passagieren zu finanzieren.

Als virtuelle Fluggesellschaft ohne eigenes AOC („Air Operator Certificate“) besitzt VAIRTUAL keine eigene Flugzeugflotte; eine externe Flotte von Partnerairlines wird die angebotenen Flüge durchführen. Das Spannende an diesem innovativen Konzept ist die Art und Weise, wie VAIRTUAL seine Flüge auf dem Portal anbietet: Die Community erzeugt über eine spezielle Funktion nach dem Crowdfunding-Prinzip eine natürliche Nachfrage auf bestimmten Strecken zu bestimmten Terminen. Basierend auf diesen Anfragen organisiert das VAIRTUAL-Team innerhalb weniger Tage das Flugzeug inkl. Crew (“Wet Lease”) und gibt das Angebot mit einem finalen Preisvorschlag an den interessierten Passagier zurück, der diesen sofort bestätigen und den Flug buchen kann. Freie Restplätze auf bereits bestätigten Flügen werden über eine separate Funktion verkauft. „Das Konzept einer virtuellen Airline statt einer klassischen Airline wird uns ein Höchstmaß an Flexibilität geben, ohne dabei das Potenzial einer digitalen und globalen Marke zu verschenken“, so Gründer Lukas Hofmeister.

Lovebrand über den Wolken

Dieses einfache, aber ebenso neuartige Konzept zielt darauf ab, eine neuartige Beziehung und treue Crowd-Community mit den Kund*innen aufzubauen: ein sog. Lovebrand mit starkem, internationalem Wachstumspotenzial. Mit dieser Strategie möchte VAIRTUAL den Passagieren das Gefühl geben, Teil der Marke und des Unternehmens zu sein. Das Angebot richtet sich vor allem an B2C-Leisure Zielgruppen mit dem Fokus auf trendige, nachhaltige Nischendestinationen. „Die Plattform wird nur sehr wenige Funktionen haben, auf die man sich konzentrieren kann. Klarheit und Transparenz werden die Schlüsselfaktoren sein“, erläutert der CEO die Umsetzung des Konzepts. So zahlt beispielsweise jede(r) Passagier*in auf einem Flug den gleichen Flugpreis und alle Tickets sind zu 100 Prozent über einen Partner International CO2 kompensiert.

Abheben ab 2022

Aktuell startet das junge Start-up gerade die Portalentwicklung. Ab dem ersten Quartal 2022 will man bereit sein, die ersten Flüge zu starten. Ein erstes Streckennetz wird demnächst bekanntgegeben, das Unternehmen strebt jedoch als ersten Quellmarkt klar die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) an.