Das digitale Start-up: Möglichkeiten und Vorteile


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Neu gegründete Unternehmen haben es leichter, digitale Maßnahmen zu etablieren, weil sie von vornherein damit starten können. Dennoch gilt es, sich vorab gut und umfassend zu informieren. Von diesen digitalen Helfern können Gründer profitieren.

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Die Digitalisierung wird für Unternehmen immer mehr zum kritischen Erfolgsfaktor. Denn wer den Sprung in die digitale Ära nicht (rechtzeitig) schafft, droht von der Konkurrenz abgehängt zu werden. Das bedeutet aber umfassende interne Umstrukturierungen mit all ihren Nachteilen. Neu gegründete Unternehmen haben es daher leichter, digitale Maßnahmen zu etablieren, weil sie von vornherein damit starten können und sich nicht umstellen beziehungsweise umstrukturieren müssen. Sie stehen somit vor einer Chance, die sie nicht ungenutzt lassen sollte, um sich von Beginn an einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der etablierten – und weniger digitalisierten – Konkurrenz zu verschaffen. Es gilt, nach digitalen Lösungen für Start-ups zu suchen und diese zu implementieren. Schließlich bringen sie zahlreiche Vorteile mit sich.

Die gute Nachricht lautet: Bereits jetzt gibt es eine Vielzahl solcher digitalen Lösungen, die sich problemlos und mit minimalem (Kosten-)Aufwand ins Start-up integrieren lassen. Dennoch ist natürlich nicht jedes Tool für jedes Unternehmen sinnvoll. Es gilt daher abzuwägen, welches Start-up von welcher der folgenden digitalen Lösungen am besten profitieren kann – und dementsprechend eine sinnvolle Auswahl zu treffen.

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1) Digitale Bezahlmethoden anbieten

Viele Experten sagen das Ende des Bargelds voraus. Zwar ist es zum aktuellen Stand schwierig vorherzusagen, wann es so weit sein wird, doch Fakt ist: Digitale Bezahlmethoden sind die Zukunft und sollten daher von Anfang an durch das Start-up offeriert werden. Dabei ist es irrelevant, um welche Art von Start-up es sich handelt. Denn digitale Bezahlmethoden können nicht nur beispielsweise im E-Commerce Anwendung finden, sondern ebenfalls im stationären Handel. Überall, wo die Kunden also direkt beim Start-up einkaufen und dementsprechend auch bezahlen, was vor allem im B2C-Bereich der Fall ist, sind digitale Bezahlmethoden unverzichtbar. Dazu gehören im stationären Handel:

• Mobile Payment

Das größte Potenzial für die Zukunft wird im Bezahlen via Smartphone gesehen. Das sogenannte Mobile Payment funktioniert dabei durch das reine Halten des Smartphones an ein bestimmtes Terminal. Mit Fortschreiten der Technologien könnte es irgendwann sogar ausreichend sein, das eingeschaltete Smartphone bei sich zu tragen. Damit das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone funktionieren kann, müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt werden: Einerseits muss das Smartphone über den entsprechenden Funkstandard verfügen, in der Regel NFC, sprich die Hardware muss das mobile Bezahlen ermöglichen. Andererseits braucht es auch eine spezielle Software, wobei die App kompatibel zur Bank sein muss. Bereits jetzt haben sich diesbezüglich mehrere Bezahl-Apps durchgesetzt, zum Beispiel ApplePay, GooglePay oder Alipay. Auch immer mehr Banken entwickeln eigene Apps für das Mobile Payment. Möchte das Unternehmen hingegen auch den Kunden ohne NFC-fähiges Smartphone das mobile Bezahlen ermöglichen, gibt es die Möglichkeit, eine eigene Bezahl-App zu entwickeln – wie beispielsweise Edeka. Allerdings muss dabei jederzeit die Sicherheit gewährleistet sein, damit die Daten der Kunden nicht ausgelesen werden oder die Apps für einen Betrug genutzt werden können. Für Start-ups ist es daher meist einfacher und sinnvoller, zumindest zu Beginn die etablierte Software wie ApplePay und GooglePay zu nutzen, um den Kunden ein sicheres sowie komfortables (digitales) Einkaufserlebnis zu bieten.

• Bezahlen mit Wearables

Auch Wearables als Ergänzung oder zeitweiser Ersatz für das Smartphone erfreuen sich nicht nur auf dem eHealth-Markt steigender Beliebtheit. Sie bieten dieselben Möglichkeiten für das mobile Bezahlen, sofern sie ebenfalls die Voraussetzungen bei der Hardware und Software erfüllen. Einige Wearables sind ohnehin an ein Smartphone gekoppelt, andere können sich selbständig mit dem Internet verbinden. In beiden Fällen ist das Bezahlen durch Vorhalten der Smartwatch oder weiterer Wearables möglich, sofern ein spezielles Terminal zur Verfügung steht. Es lohnt sich daher ebenfalls für jedes Start-up, diese Bezahlmöglichkeit in Erwägung zu ziehen – denn sie wird mit der zunehmenden Verbreitung der Wearables in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Abhängig ist diese Entscheidung jedoch zu großen Teilen von der Zielgruppe, denn die Verbreitung der Wearables ist nicht quer durch die Gesellschaft konstant. Stattdessen sind es vor allem junge und gesundheitsbewusste Personen, die diese nutzen. Die Investition in digitale Bezahlmöglichkeiten mit Wearables ist daher vor allem für Start-ups in entsprechenden Nischen interessant.

• PaybackPay

Bei PaybackPay handelt es sich genau genommen um eine Bezahl-App, die somit unter das Mobile Payment fällt – sie bringt aber einige Besonderheiten mit sich. Anstelle einer Anbindung an ein Bankkonto oder ein anderes Bezahlsystem, wird direkt mit den gesammelten Payback-Punkten gezahlt. Das kann digital geschehen via Smartphone oder physisch mit der Payback-Karte. Zu erwarten ist, dass es zukünftig immer mehr solcher unabhängiger Bezahlanbieter geben wird, die ein digitales Bezahlen unabhängig von den Bankkonten der Kunden ermöglichen. Auch sie erfreuen sich daher großer Beliebtheit und können sich für ein Start-up als digitale Bezahlmethode lohnen.

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• Bezahlen mit PayPal

Im E-Commerce ist das Bezahlen mittels PayPal weit verbreitet und eine der beliebtesten Optionen, da sie einen umfassenden Käuferschutz bietet. Im stationären Handel hält PayPal nun ebenfalls Einzug, denn durch eine Kooperation mit MasterCard, Visa und GooglePay können die Kunden auch beim Mobile Payment mittlerweile die Vorzüge von PayPal nutzen. Eine Bezahlmöglichkeit, die sich voraussichtlich in den kommenden Jahren zunehmend etablieren wird und daher auch für Start-ups interessant ist.

• Biometrisches Bezahlen

Zwar sind biometrische Lösungen noch Zukunftsmusik, doch jedes Start-up sollte diese im Auge behalten. Denn MasterCard hegt bereits jetzt Pläne, die Kreditkarten mit einem digitalen Fingerabdruck zu versehen, um ein digitales Bezahlen ohne Geheimzahl, Unterschrift & Co an entsprechenden Terminals zu ermöglichen. Das biometrische Bezahlen könnte zukünftig sogar auf eine Gesichtserkennung oder ähnliche Methoden ausgeweitet werden. Auch hier ist es somit wichtig, up-to-date zu bleiben und als (neues) Unternehmen nicht den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren.

Im Online-Handel funktioniert das Bezahlen hingegen von Natur aus auf digitalen Wegen. Allerdings müssen dafür andere Tools zur Verfügung stehen, um den Kunden den gewünschten Komfort sowie die notwendige Sicherheit beim Bezahlvorgang zu bieten.

Zu den wichtigsten Bezahlsystemen im E-Commerce gehören daher:

• PayPal: Im E-Commerce ist PayPal der meistgenutzte Bezahldienst. Die Vorteile liegen im bereits erwähnten Käuferschutz sowie in der Schnelligkeit der Transaktion. Allerdings gibt es immer wieder Bedenken, wenn es um die Sicherheit und den Datenschutz von PayPal geht. Trotzdem sollte kein digitales Start-up derzeit auf die beliebteste Bezahlmethode verzichten, um keine Kunden zu „verprellen“.

• Rechnungskauf: Vor allem bei neuen und (noch) unbekannten Online-Shops, was auf die meisten Start-ups zutrifft, haben viele Kunden kein Vertrauen, dass die Ware geliefert wird und den eigenen Vorstellungen entspricht. Der Rechnungskauf gewährt ihnen sozusagen einen Vertrauensvorschuss, da sie erst nach der Lieferung und bei Gefallen der Ware bezahlen müssen. Für das Unternehmen bedeutet das jedoch ein gewisses Risiko durch Zahlungsausfälle oder Betrug. Es gilt daher im Einzelfall abzuwägen, ob der Rechnungskauf angeboten werden soll – und wem. Einige Unternehmen offerieren diesen beispielsweise nur Bestandskunden.

• Lastschriftverfahren: Das Lastschriftverfahren ist für Käufer und Verkäufer gleichermaßen einfach. Allerdings handelt es sich um ein zeitaufwändiges Verfahren und führt somit häufig zu Verzögerungen, was angesichts der großen Konkurrenz ein Nachteil sein kann. Dennoch ist es sinnvoll, diese Bezahlmöglichkeit anzubieten, da sie eine große Akzeptanz genießt.

• Gutscheincodes: Die vollständige oder teilweise Bezahlung mit Gutscheincodes bedeutet für die Kunden maximale Sicherheit und natürlich in erster Linie eine große Ersparnis. Das Gutschein-Marketing ist daher für jeden Online-Shop eine gute Strategie zur Kundengewinnung und -bindung. Dennoch können Gutscheincodes die Liste an Bezahlmethoden nur ergänzen.

• Kreditkarte: Geläufiger ist die Bezahlung per Kreditkarte, allerdings wird diese in Deutschland bislang vergleichsweise wenig genutzt. Viele Verbraucher besitzen hierzulande keine Kreditkarte oder befürchten Datenrisiken bei deren Verwendung (im Internet). Für die Verkäufer bedeutet sie jedoch eine hohe Sicherheit sowie automatisierte Abläufe. Zudem ist sie essentiell, wenn Produkte auch ins Ausland verkauft werden sollen, da sie eine beliebte internationale Bezahlmethode darstellt. Jedes Start-up muss daher individuell abwägen, ob sie offeriert werden soll, im Zweifelsfall werden aber lieber mehr als weniger Optionen angeboten.

Im E-Commerce gilt also das Motto: Je mehr Bezahlmöglichkeiten den Kunden zur Auswahl stehen, desto besser. Neben den erwähnten gibt es noch zahlreiche weitere Methoden, die dabei infrage kommen, beispielsweise die Vorkasse, die Zahlung per Nachnahme oder den Ratenkauf. Wichtig ist jedoch in erster Linie die beliebtesten und daher meistgenutzten Bezahlmethoden zu offerieren – und zwar sowohl online als auch mit einem mobilen Endgerät oder sogar in einer eigenen App. Kontaktloses, mobiles sowie digitales Bezahlen wird somit im E-Commerce und stationären Handel immer wichtiger, weshalb sich jedes Start-up von Beginn an mit diesen Themen auseinandersetzen und die richtigen, zukunftsgerichteten Entscheidungen treffen muss.

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2) Ein digitales Büro führen

Die Digitalisierung zieht sich mittlerweile wie ein Rattenschwanz durch das gesamte Unternehmen und betrifft somit längst nicht nur die Berührungspunkte mit den Kunden. Stattdessen ist auch die Digitalisierung der internen Strukturen und Prozesse möglich und sinnvoll. Als digitales oder papierloses Büro wird dieses gerne bezeichnet, sprich das Ziel ist, sämtliche Informationen in einer digitalen Form zu erfassen, abzuspeichern und zu verarbeiten. Das dient nicht nur der Umwelt, sondern bringt zahlreiche weitere Vorteile für das Unternehmen selbst mit sich:

  • Einsparungen von Druck-, Kopier- und Speicherkosten
  • Schnellere Auffindbarkeit von Informationen
  • Möglichkeit zur Automatisierung von (mehr) Workflows
  • Mehrfache Speicherung mindert Verlustrisiken
  • Effizienteres Zeitmanagement
  • Möglichkeit zum kollaborativen Arbeiten an Dokumenten
  • Simultanes Arbeiten mit denselben Informationen
  • Mobilität, beispielsweise für die Arbeit im Homeoffice
  • Schnelles Auffinden mittels digitaler Suchfunktion

Unterm Strich arbeitet ein rein digitales Büro in der Regel produktiver, damit auch kosteneffizienter, weniger fehleranfällig und schlichtweg erfolgreicher. Allerdings kommt das papierlose Büro nicht ganz ohne Nachteile, denn es birgt zugleich Datenrisiken, die ein professionelles IT-Sicherheitskonzept erfordern. Zu Beginn bedeutet das digitale Büro daher größere Kosten, die sich auf Dauer aber mehr als amortisieren. Start-ups haben zudem den Vorteil, das digitale Büro von Beginn an implementieren zu können, was eine aufwändige Umstrukturierung unnötig macht. Eine Chance, die sie unbedingt nutzen sollten. Folgende Schritte empfehlen sich daher von der Geburtsstunde eines Start-ups an:

  • Einen Plan entwickeln.
  • Die IT-Infrastruktur an diesen Plan anpassen.
  • Papierdokumente vermeiden.
  • Ggf. Papierdokumente digitalisieren.
  • Eine Ordnerstruktur festlegen.
  • In ein DSGVO-gerechtes Dokumentenmanagement investieren.
  • Daten gegen Verluste sichern.
  • Die eventuellen Mitarbeiter an Bord holen.
  • Die Software up-to-date halten.
  • Neue Tools zielgerichtet auswählen und einführen.
  • Team-Events und Schulungen für alle Mitarbeiter.

Prinzipiell können alle Dokumente im Unternehmen digitalisiert werden, vom Kalender über die Post bis hin zum Arbeiten direkt in einer Cloud. Die Möglichkeiten und Tools, die diesbezüglich zur Verfügung stehen, sind beinahe endlos. Genau darin liegt aber auch die Herausforderung: Gründer müssen sorgfältig abwägen, welche Investition sich lohnt und an welcher Stelle (noch) gespart werden kann. Es lohnt sich daher, sich zuerst auf die grundlegenden Arbeitsabläufe zu fokussieren und das digitale Büro auf solide Grundpfeiler zu stellen. Später kann die IT-Infrastruktur um neue Tools & Co beliebig erweitert werden. Eine grundlegende Umstrukturierung kann durch diese Vorgehensweise jedoch verhindert werden, zumindest in den ersten Jahren, was einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der noch nicht papierlosen Konkurrenz bedeutet.

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3) Eine gute Internet-Präsenz aufbauen

Wenn das Unternehmen intern digitalisiert ist, stellt sich die Frage nach der externen Kommunikation. Für viele Start-ups ist eine Webseite unverzichtbar, wenn sie beispielsweise im E-Commerce tätig sind. Doch auch Unternehmen im stationären Handel, ebenso wie Arztpraxen, Dienstleister & Co können von einer guten Internet-Präsenz profitieren. Denn gerade zu Beginn, wenn möglichst schnell die ersten Kunden gewonnen werden müssen, ist das Internet eine ebenso beliebte wie erfolgversprechende Möglichkeit. Es bietet einen Kanal, über den Interessierte das Start-up finden können. Sie können sich außerdem hilfreiche Informationen einholen, um Vertrauen zu dem neuen Anbieter aufzubauen. In einigen Fällen können sogar Umsätze über die Internet-Präsenz generiert werden, beispielsweise durch die Integration eines Shops auf der Webseite. Doch auch, wenn es um den Komfort geht, bedeuten digitale Angebote wie eine Online-Terminbuchung heutzutage eine wichtigen Wettbewerbsvorteil. Eine „gute“ Internet-Präsenz erfüllt daher folgende Kriterien:

  • Ein ansprechendes und professionelles Design, das gemäß der CI des Unternehmens gestaltet ist und daher einen hohen Wiedererkennungswert bietet.
  • Es muss zudem auf den ersten Blick erkenntlich sein, wem die Internet-Präsenz gehört und was der User hier finden kann.
  • Eine hohe Usability, sprich der Besucher hat Spaß daran, auf der Webseite zu surfen und findet problemlos jene Informationen, nach denen er sucht.
  • Sicherheit und Datenschutz unter Einhaltung der gesetzlichen Richtlinien.
  • Ansprechende Aufbereitung der Inhalte durch übersichtliche Texte, hochwertige Bilder und hilfreiche Videos.
  • Ziel ist, dass der Besucher einen konkreten Mehrwert durch den Besuch der Internet-Präsenz erhält.
  • Weiterhin sollte vermittelt werden, welches Alleinstellungsmerkmal das Start-up von der Konkurrenz abhebt.
  • Vertrauen ist ebenfalls ein wichtiges Stichwort: Aufbau und Inhalte der Webseite müssen darauf abzielen, bei den potenziellen Kunden ein Vertrauen in das Unternehmen zu wecken.
  • Auch ein Funnel-System kann gezielt implementiert werden, wenn die Internet-Präsenz beispielsweise dem Zweck dient, dass der User etwas einkauft oder eine gewisse Aktion tätigt wie einen Termin zu vereinbaren.
  • Außerdem muss die Technik einwandfrei funktionieren. Das bedeutet beispielsweise kurze Ladezeiten und ein „Responsive Webdesign“, sprich die Inhalte werden auch auf mobilen Endgeräten übersichtlich und ansprechend dargestellt.
  • Zuletzt ist die Suchmaschinenoptimierung ein wichtiges Thema. Bereits bei der Konzeption der Internet-Präsenz sollte daher bedacht werden, dass und wie sie von den Besuchern im Internet gefunden werden soll.
  • Sinnvoll ist zudem, die technische Umsetzung so zu gestalten, dass die Webseite jederzeit verändert oder erweitert werden kann – auch, aber nicht nur, für eine noch umfassendere Suchmaschinenoptimierung.

Weiterhin dient die Internet-Präsenz dem Empfehlungsmarketing. Sinnvoll ist daher, eine Plattform zu schaffen, auf der die Kunden die Produkte bewerten oder auf andere Art und Weise ihre (hoffentlich) positiven Erfahrungen mit dem Start-up teilen können. Das wiederum schafft Vertrauen, was neue Kunden dazu anregt, die erste Hürde zu überwinden, sprich Kontakt aufzunehmen, einen Termin zu buchen oder ein Produkt zu kaufen. Ausnahmslos jedes Unternehmen sollte daher heutzutage eine Internet-Präsenz haben und diese mit dem Marketing in Einklang bringen. Wer dafür nicht selbst das Knowhow besitzt oder entsprechende Mitarbeiter eingestellt hat beziehungsweise einstellen möchte, sollte in externe Experten investieren. Denn die Internet-Präsenz und das (Online-) Marketing sind heutzutage die mitunter wichtigsten Erfolgsfaktoren. Auch bei der Kommunikation ist es daher unverzichtbar, auf digitale Kanäle zu setzen – jedoch nicht anstelle der Offline-Kanäle, sondern zusätzlich.

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4) Mit der Geschäftsidee zur Digitalisierung beitragen

Immer mehr Gründer entscheiden sich sogar dafür, ihr Start-up direkt im digitalen Bereich anzusiedeln. Denn solche Tech-Start-ups genießen derzeit beste Perspektiven. Gerade weil alle Unternehmen früher oder später die genannten Schritte gehen müssen, um den Anschluss nicht zu verlieren, ist schließlich die Nachfrage nach entsprechenden Experten oder innovativen Lösungen groß. Zudem erleben viele Branchen derzeit einen Boom, die ganz oder teilweise auf digitalen Technologien beruhen: Der E-Commerce, das bereits erwähnte Mobile Payment, das Messaging, das E-Learning, u.v.m. Das eröffnet unzählige Möglichkeiten für die Gründung eines Tech-Start-ups oder als Dienstleister rund um die Digitalisierung, sei es im gewerblichen oder privaten Bereich.

Der Vorteil: Den digitalen Start-ups winken beste Erfolgsaussichten und in vielen Bereichen gibt es bislang keine oder nur eine geringe Konkurrenz. Die Nachfrage wird zudem in den kommenden Jahren stetig steigen. Wer also jetzt die richtige Nische findet, kann innerhalb weniger Jahre zu einem etablierten Unternehmen heranwachsen. Das fördert zugleich die Digitalisierung in Deutschland, die nämlich bislang im internationalen Vergleich hinterherhinkt. Es lohnt sich daher gegebenenfalls ein Blick ins Ausland, wo die Digitalisierung. weiter fortgeschritten ist, um eine erfolgversprechende Geschäftsidee zu finden. Denn eines ist sicher: Die Zukunft ist digital!

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