ViennaUP'23: Das Startup-Festival vom 30. Mai bis 7. Juni 23

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Wien wird mit der ViennaUP’23 wieder zum Treffpunkt für die österreichische und internationale Startup-Szene. Das erwartet dich vom 30. Mai bis zum 7. Juni 2023.

ViennaUP ist ein dezentralisiertes, Community-getriebenes Festival im Herzen Europas – in Wien –, das mit seinem inhaltlichen Fokus einen profunden Blick auf die Zukunft der Technologie wirft. Das Ziel des internationalen Startup-Festivals ist es, ein einzigartiges, vernetztes Erlebnis für Startups, Investoren, Tech-Enthusiasten, Kreative und Visionäre zu bieten. Die offizielle Sprache von ViennaUP'23 ist Englisch.

ViennaUP wird von der Wirtschaftsagentur Wien kuratiert und bietet die spannendsten Events aus der ViennaUP-Community. Alle Veranstaltungen sind eigenständige Events, die von Partner*innen aus dem Ökosystem organisiert werden. Im Interview spricht Gabriele Tatzberger von der Wirtschaftsagentur Wien, warum sich das Startup-Festival bewusst von anderen internationalen Festivals abgrenzt und welche Rolle dabei die lokale Startup-Community spielt.


Warum Wien?
Die Hauptstadt Österreichs wurde mehrere Jahre in Folge zur lebenswertesten Stadt der Welt gekoren – was an sich schon für die Wahl des Festivals-Standorts spricht. Doch es gibt noch mehr gute Gründe: Wien ist bekannt für seine wissensbasierte Wirtschaft mit hoher Wirtschaftskraft und Stabilität, für seinen guten Zugang zu Top-Talenten und für seine hervorragende Infrastruktur, die sie mit dem Rest der Welt verbindet. Mit seinem auf den Menschen ausgerichteten Innovationsansatz und seiner perfekten Lage im Herzen Europas ist Wien somit ein hervorragendes Sprungbrett für die zielstrebigen Unternehmen der Zukunft.

Das Festival-Programm

ViennaUP'23 besteht aus Dutzenden von Veranstaltungen, die von wichtigen Akteur*innen der lokalen Startup-Community organisiert werden. Um als Teilnehmer*in die besten Veranstaltungen für sich zu finden, empfiehlt es sich, den Filter auf der Event-Website zu nutzen.

Weitere Highlights der ViennaUP'23

ViennaUp Homebase: Networking-Möglichkeiten im Wiener Stil

Ein dezentralisiertes, von der Community geführtes Festival wie ViennaUP'23 braucht eine Homebase; einen Ort, um sich mit anderen zu vernetzen, Wien kennenzulernen - und nach einem großen Tag ein wenig zu entspannen. Die ViennaUP Homebase wird während des gesamten Festivals am Karlsplatz geöffnet sein. Sie ist Info-Point und zentraler Treffpunkt für alle ViennaUP-Teilnehmer*innen, ausgestattet mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und einem herrlichen Blick auf die Karlskirche.

ViennaUP-Kaffeehaus-Sitzungen

Genieße einen guten Wiener Kaffee, während du dich mit Wiener Top-Unternehmer*innen und -Investor*innen unterhältst, Einblicke gewinnst und innovative Ideen teilst. Diese Meet-and-Match-Sessions finden in Wiener Partnercafés statt. Jede(r) Gastgeber*in ist ein(e) Investor*in oder Unternehmer*in, der/die an einem exklusiven runden Tisch mit vier Personen in einem traditionellen Wiener Kaffeehaus teilnimmt. Hier werden Ratschläge erteilt, Geschäftsmodelle diskutiert oder einfach nur kollegial geplaudert. Hier findest du alle Gastgeber*innen bei unseren ViennaUP Coffee House Sessions.

Die ViennaUP-Café-Räume

Wiener Kaffeehäuser sind nicht nur Orte für einen Koffeinschub, sondern auch ein Zufluchtsort für Denker*innen und Macher*innen, wo Ideen zum Leben erwachen. Schau dich um und beobachte die Menschen, die Ideen auf ihre Notizblöcke kritzeln oder leidenschaftlich mit Gleichgesinnten debattieren. Klingt verlockend? Dann besuche während der ViennaUP eines der vier Partner-Kaffeehäuser, wo exklusive Tische reserviert sind. Die Kaffeehäuser befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den wichtigsten Veranstaltungsorten und bieten den ViennaUP-Teilnehmer*innen kostenlosen Kaffee und Erfrischungsgetränke.

Spezielle Hotelangebote

Das perfekte Wien-Erlebnis bedeutet, dass du dich nachts bequem hinlegen und ausruhen kannst. Egal, ob du ein gemütliches Lokal in der Nachbarschaft, eine hippe Unterkunft oder etwas wirklich Ausgefallenes bevorzugst, die Partnerhotels haben die richtigen Angebote. Jedes dieser Hotels befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums, sodass du die vielen Veranstaltungen des diesjährigen Startup-Festivals leicht erreichen kannst.

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VITAS: 3,1 Mio. Euro für KI-Sprachassistenten auf No-Code-Basis

Bayern Kapital beteiligt sich an VITAS. Das 2019 von Tobias Bäumler, Thomas Abend und René Straub gegründete Nürnberger Start-up betreibt eine No-Code-Plattform, mit der sich öffentliche Einrichtungen und Unternehmen KI-basierte Telefonassistenten einfach selbst konfigurieren können.

In vielen Unternehmen und Einrichtungen des öffentlichen Sektors sind die Service-Hotlines überlastet. Nicht wenige Firmen und Institutionen kämpfen mit Personalmangel und die Fachangestellten, zum Beispiel in der Gastronomie oder im Gesundheitsbereich, können den Ansturm zahlreicher Anrufer kaum noch bei gleichbleibender Servicequalität stemmen. Vor allem die Bewältigung der täglichen Standardanrufe, wie Terminanfragen oder Rezeptbestellungen, kosten das Personal viel Zeit.

Entlastung verspricht das 2019 gegründete KI-Start-up VITAS: Durch die Automatisierung der Telefonhotline soll das Personal wieder mehr Kapazitäten für seine Kernaufgaben bekommen. Dafür bietet VITAS eine einfach zu bedienende No-Code-Plattform, mit der sich Unternehmen und Einrichtungen jeder Branche und Größe ihren eigenen, auf künstlicher Intelligenz basierenden Telefonassistenten selbst konfigurieren können. Dieser KI-basierte Sprachassistent kann Hunderte Anrufe gleichzeitig entgegennehmen, managt die zeitkostendenden Standardanfragen und sammelt selbstständig alle wichtigen genannten Informationen übersichtlich auf einer Plattform.

Zeitgewinn durch KI-basierte Automatisierung von Standardanrufen

Anwendungsbeispiel Gesundheitswesen: Durch den Einsatz von VITAS’ intelligenten Sprachassistenten müssen sich Anrufer auf der Suche nach einem Arzttermin nicht über lange telefonische Warteschleifen ärgern, und das medizinische Fachpersonal hat mehr Zeit für die eigentliche Patient*innenarbeit.

Doch auch etwa im öffentlichen Sektor, in Call-Centern von Unternehmen sowie im Bereich Gastronomie oder Versicherungswesen können KI-basierte Sprachassistenten das Service-Personal spürbar entlasten. Die Lösung von VITAS ist bereits in Hunderten Unternehmen, Arztpraxen und Medizinischen Versorgungszentren im Einsatz.

Mit den finanziellen Mitteln der Finanzierung will das Unternehmen seine Plattform weiterentwickeln, neue Märkte erschließen und die Internationalisierung vorantreiben. Zudem will VITAS in neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren, um den Kundenstamm weiter auszubauen.

„Unser Ziel bei VITAS ist es, mithilfe digitaler Technologien die Personal- und Patientenzufriedenheit sicherzustellen und Standardprozesse zu automatisieren. Wir schenken unseren Kunden Zeit, die sie in wertschöpfende Arbeit investieren können”, sagt Thomas Abend, CEO und Co-Gründer von VITAS. „Mit der Finanzierung können wir noch mehr Menschen unterstützen, schnelleren Zugang zu den von ihnen benötigten Dienstleistungen zu erhalten."

„Viele Firmen spüren den Fachkräftemangel insbesondere im Service-Bereich. Um die zunehmende Anzahl an Anrufern bewältigen zu können, werden sie die Digitalisierung und Automatisierung von Standardprozessen vorantreiben müssen“, erklärt Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital. „KI-basierte Sprachassistenten sind eine effektive und skalierbare Möglichkeit, einige dringend benötigten Kapazitäten im Service-Bereich freizulegen. Wir sehen bei VITAS vielversprechende Wachstumsperspektiven, nicht nur im deutschen Markt. Deshalb unterstützen wir das Nürnberger Start-up bei seinen nächsten Wachstumsschritten.“

EdTech-Start-up fobizz übernimmt EdTech-Start-up to teach

Das 2018 gegründete fobizz übernimmt das 2022 gegründete KI-EdTech to teach mit dem gemeinsamen Ziel, den Alltag von Lehrkräften durch fachdidaktisch treffsicheren Einsatz von KI zu erleichtern.

Der Zusammenschluss soll es ermöglichen, zukünftig didaktisch hochwertige Bildungsinhalte für Lehrkräfte auf Verlagsniveau anzubieten. Gemeinsam verfolgen fobizz und to teach das Ziel, den Alltag von Lehrkräften durch fachdidaktisch treffsicheren Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) zu erleichtern und deren Potenziale im Bildungssystem auszuschöpfen. Die To teach-Gründer Felix Weiß und Marius Lindenmeier bleiben Geschäftsführer.

Fobizz I 101skills GmbH ist der führende Anbieter von KI-Anwendungen, digitalen Tools und Fortbildungen für Lehrkräfte und wurde 2018 von Dr. Diana Knodel (CEO) und Frederik Dietz (CTO) gegründet. To teach ist ein junges EdTech-Start-up, das im Sommer 2022 von Felix Weiß (CEO) nach seinem Lehramtsstudium und seinem Mitgründer Marius Lindenmeier (CTO) gegründet wurde. To teach unterstützt Lehrkräfte bei der Unterrichtsplanung und -vorbereitung und nutzt KI, um personalisierte Unterrichtsmaterialien und interaktive Übungsaufgaben basierend auf redaktionell erstellten Vorlagen mit nur wenigen Klicks zu erstellen. Durch die Übernahme verschmelzen zwei erfolgreiche EdTechs, die für die digitale Transformation der Bildung in Deutschland und weltweit stehen. To teach wurde Didacta Start-up des Jahres 2023 und war Finalist beim Global Start-up Edtech Award 2023 für Deutschland und Österreich. Fobizz wurde 2023 als Bundessieger des KfW Award Gründen ausgezeichnet und hat darüber hinaus den Publikumspreis beim AI Summit 2023 gewonnen.

„Durch den Zusammenschluss mit to teach möchten wir unsere Position als Marktführer im Bereich Weiterbildung von Lehrkräften und KI-Tools weiter ausbauen und die digitale Transformation von Schulen im DACH-Raum sowie auch international weiter vorantreiben“, begründet Jeyran Sanee-Khonsari, Chief Strategy Officer bei fobizz, den Zusammenschluss.

“Künstliche Intelligenz bietet die Möglichkeit, die Bildung nachhaltig positiv zu verändern. Gemeinsam mit fobizz gehen wir jetzt den nächsten Schritt, um noch mehr Lehrkräfte weltweit bei der Arbeit zu unterstützen und befähigen diese, auf die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse ihrer Lernenden einzugehen”, so Felix Weiß.

Personalisierte Bildung – abgestimmt auf die Bildungspläne der Länder

Zukünftig plant to teach, Lehrkräften Unterrichtsmaterialien und vorbereitete Unterrichtsstunden anhand der Bildungspläne der einzelnen Bundesländer sowie auf Basis der internationalen Curricula anderer Länder weltweit zur Verfügung zu stellen. „Die Idee dahinter ist, didaktisch-pädagogisches Wissen, redaktionelle Expertise und KI, abgestimmt auf die einzelnen Bildungspläne, zusammen zu bringen, um passgenaue Unterrichtsentwürfe, Arbeitsblätter, Übungsaufgaben und Präsentationen zu erstellen", kommentiert Dr. Diana Knodel.

Nutzer*innen von fobizz können dann neben den bereits verfügbaren digitalen Lern- und Lehrmaterialien nahtlos auch das Angebot von to teach zur Erstellung von personalisierten und binnendifferenzierbaren Materialien nutzen. Zusätzlich stehen zukünftig interaktive Übungen von to teach über die fobizz Klassenräume zur Nutzung mit Schüler*innen zur Verfügung. Über die fobizz Klassenräume können Lehrkräfte verschiedene KI-Tools im Unterricht gemeinsam mit ihren Schüler*innen DSGVO-konform nutzen und sie dabei entsprechend begleiten.

Repräsentative GfK-Umfrage: Perspektiven Unternehmertum

Die repräsentative GfK-Umfrage zeigt u.a.: 63 % der Befragten halten es für mutig, in der aktuellen wirtschaftlichen Lage zu gründen; 52 % denken, dass Innovationen helfen, die Wirtschaft anzukurbeln. Hier gibt’s alle Ergebnisse im Überblick.

GoDaddy Deutschland veröffentlicht die neuesten Ergebnisse seiner repräsentativen Umfrage “Perspektiven Unternehmertum”, die von der GfK durchgeführt wurde. Befragt wurden mit dem GfK eBUS® 1.000 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren, die die deutschsprachige Bevölkerung repräsentieren. Die Befragung wurde im September 2023 durchgeführt.

Starkes Vertrauen in den Innovationsstandort Deutschland

Die Studie offenbart ein starkes Vertrauen der Bürger*innen in den Innovationsstandort Deutschland und zeigen zudem eine bemerkenswerte Bereitschaft zur unternehmerischen Tätigkeit – vor allem jene, die jünger als 40 Jahre alt sind.

Die Umfrage zeigt, dass 56 % der 18- bis 29-Jährigen und 54 % der 30- bis 39-Jährigen in Deutschland bereit sind, unternehmerisch tätig zu werden, um zusätzliches Einkommen zu generieren. Der Faktor Bildung ist dabei nebensächlich: Während 44 % der potenziellen Unternehmer*innen Abitur oder Hochschulreife haben, verfügt knapp jede(r) Dritte über den Abschluss einer höheren Schule ohne Abitur bzw. einen Haupt- oder Volksschulabschluss (30 %).

Wer jetzt gründet, gilt als mutig

Glauben Sie, dass es mutig ist, in der aktuellen wirtschaftlichen Situation ein Unternehmen zu gründen? Diese Frage bejahten nahezu zwei Drittel aller Befragten (63 %), während lediglich 13 % anderer Meinung waren. Gleichzeitig glaubt eine überwältigende Mehrheit von 70 %, dass sich aufgrund der finanziellen Sicherheit mehr Menschen für einen herkömmlichen Job entscheiden statt zu gründen.

Die Meinungen hinsichtlich der potenziellen finanziellen Anreize des Unternehmertums gespalten: Während 26 % der Befragten glauben, dass die Aussicht auf ein sehr gutes Einkommen die damit verbundenen Risiken aufwiegt, sind 44% bei dieser Frage unentschieden. 30 % hingegen lehnen diese Vorstellung ab.

Innovation als Motor für einen starken Wirtschaftsstandort

Die Umfrage untersuchte auch die Einstellung der Bevölkerung in Deutschland zur Rolle, die Innovationen und neue Geschäftsideen bei der Erholung unserer Wirtschaft spielen. 52 % der Befragten sind der Meinung, dass Innovation und neue Geschäftsideen dazu beitragen werden, unsere Wirtschaft zu erholen, während nur 15 % dies verneinen. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit weiterhin auf die Wichtigkeit von Innovationen als Katalysator für das Erfinderland Deutschland vertraut.

Gründer*in der Woche: Pferdegold: Innovation auf vier Hufen

In der Welt des E-Commerce hat sich Pferdegold als ein starkes Beispiel für Innovation und unternehmerischen Erfolg etabliert. Hinter dem Erfolg steht Gründer Florian Keller, der von Kindesbeinen an eine tiefe Verbindung zu Pferden pflegte.

In nur vier Jahren hat sich Pferdegold von einem ambitionierten Start-up zu einem florierenden Unternehmen mit einem Jahresumsatz im hohen siebenstelligen Bereich und einem Team von 23 Mitarbeiter*innen entwickelt. Die Erfolgsgeschichte zeugt von Florian Kellers unternehmerischem Geschick sowie seiner Vision, die Gesundheit und das Wohlergehen der Pferde in den Mittelpunkt zu stellen. Die Produktpalette von Pferdegold fokussiert sich dabei ausschließlich auf Produkte, die Pferde wirklich brauchen. So basiert das Zusatzfutter auf natürlichen Inhaltsstoffen und ist frei von künstlichen Zusätzen, Industriezucker oder billigen Füllstoffen.

Frühe Learnings fürs (Gründer-)Leben

Florian verband schon in seiner Kindheit eine tiefe Zuneigung zu Pferden. Florians Jugend war jedoch nicht frei von Herausforderungen. Während seiner Schulzeit erlebte er intensive Phasen des Mobbings, die ihn tief prägten. Er war zunächst nur auf kleinen Schulen, doch nach einem Schulwechsel im Alter von etwa 12 Jahren, begann das Mobbing durch seine Mitschüler*innen, welches deutlich über das übliche Maß hinausging und bleibende Eindrücke hinterließ.

„Diese schwierigen Erfahrungen hatten große Auswirkungen auf meinen Charakter und meine Entschlossenheit. Irgendwann hatte ich genug, fing mit körperlicher Fitness an, verlor Gewicht und befreite mich selbst aus der Opferrolle. Ich begann endlich mich gegen die Mobber zu wehren.“ Diese Erfahrung vermittelte ihm eine wichtige Lektion: „Ich habe realisiert, dass nur ich allein die Kontrolle über mein eigenes Leben übernehmen kann.“

Florians Interesse an Ernährung und Fitness wurde zu einer Konstanten, und er entschied sich später, Ernährungsberater zu werden.

Alles auf eine Karte gesetzt

Florian Keller absolvierte sein Studium an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS). Er schloss sein Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen als Diplom-Ingenieur ab und spezialisierte sich anschließend im Masterstudium auf 'Innovation im Mittelstand'.

Ursprünglich hatte Florian die Absicht, ein Supplement für Menschen zu entwickeln. Diese Idee war bereits in der Entwicklungsphase, als er realisierte, dass diese Richtung ihn nicht vollständig erfüllte. Der Umschwung kam durch eine Begegnung mit der Reitfreundin seiner Mutter, die ihm einen Eimer voll mit Pferdefutter hinhielt: „Das Futter war extrem minderwertig und enthielt viel zu viel Zucker, sodass es eher schädlich als zuträglich für die Pferde war. Mir wurde sofort klar: Hier muss sich etwas ändern.“ Die Idee von Pferdegold war geboren.

Entschieden, seinem Traum zu folgen, setzte Florian alles auf eine Karte. Er nahm sich eine zweijährige Auszeit, um sich ausschließlich auf die Gründung seines Unternehmens zu konzentrieren. In dieser Phase finanzierte er sich von seinen Ersparnissen und investierte diese auch vollends in die Gründung von Pferdegold.

Qualität und Wirksamkeit rechtfertigen den höheren Preis

Eine der ersten Herausforderungen für Pferdegold war die Suche nach geeigneten Herstellern und Logistikpartnern, die Florians hohen Ansprüchen an Qualität und Nachhaltigkeit gerecht werden konnten. „Ich stieß dabei oft auf Skepsis und Widerstand, insbesondere als ich meine Vision für hochwertige Inhaltsstoffe in den Pferdegold-Produkten vorstellte. Einige Hersteller äußerten Bedenken, ob sich ein derart qualitativ hochwertiges Produkt zu einem entsprechenden Preis verkaufen lassen würde.“

Trotz dieser anfänglichen Zweifel blieb Florian standhaft bei seiner Überzeugung und fand letztendlich einen Hersteller am Chiemsee, der bereit war, seine Vision zu teilen und die Produkte nach seinen Vorstellungen zu produzieren. „Obwohl ich mit meiner Idee auf viel Widerstand stieß, war ich überzeugt, dass Qualität und Wirksamkeit den höheren Preis rechtfertigen würden.“

Marketing-Geschick und tiefe Verbundenheit zu Pferden

Die Herausforderungen beschränkten sich allerdings nicht nur auf die Produktionsseite. Auch beim Online-Marketing und Vertrieb musste Florian sich neues Wissen aneignen. Obwohl er sich zu Beginn seiner Unternehmung nicht ausgiebig mit Online-Marketing und Vertrieb auskannte, bewies Florian großes Geschick dafür, seine Marke im digitalen Raum zu positionieren.

Ein Schlüsselmoment in der Marketinggeschichte von Pferdegold war die Zusammenarbeit mit Dodo Laugks, einer bekannten Persönlichkeit in der Reitsportwelt. Ihre positive Rückmeldung zu den Produkten und das daraus resultierende gemeinsame Video, das auf Facebook veröffentlicht wurde, markierten einen Wendepunkt. „Das Engagement von Dodo Laugks war nicht nur entscheidend für unseren Erfolg, sondern hat auch langfristig dazu beigetragen, das Bewusstsein für Futterqualität in Deutschland zu stärken.“

Florians natürliche Fähigkeit, authentische und überzeugende Inhalte zu erstellen, kombiniert mit seinem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse und Wünsche von Pferdeliebhaber*innen, trug maßgeblich zum Erfolg seiner Marketing-Offensive bei. Er verstand es, Geschichten zu erzählen, die nicht nur die Qualität der Produkte hervorhoben, sondern auch die tiefe Verbundenheit und Liebe zu Pferden widerspiegelten.

Family-Power und Team-Spirit

Pferdegold, ursprünglich aus der Vision eines Einzelnen entstanden, ist in Wahrheit ein echtes Familienunternehmen. Florians Eltern, Susanne und Michael Keller, schlossen sich ihm seit dem Start im Jahr 2019 an. „Die frühe Unterstützung und das Engagement meiner Eltern sind von unschätzbarem Wert für das Wachstum und die Entwicklung von Pferdegold. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, das Unternehmen zu formen und zu festigen.“

Die Zusammenarbeit in der Familie brachte eine einzigartige Dynamik in das Unternehmen. Die Kombination aus Florians innovativen Ideen, seinem unternehmerischen Geist, dem praktischen Wissen und der Erfahrung seiner Eltern schuf eine starke Grundlage für den Erfolg von Pferdegold. Dies spiegelte sich in der Qualität der Produkte, der Kund*innenbeziehung und der allgemeinen Unternehmensphilosophie wider.

Darüber hinaus wuchs das Team von Pferdegold stetig. Von den Anfängen mit nur wenigen Mitarbeitenden hat sich das Unternehmen zu einem Team von 23 engagierten und talentierten Individuen entwickelt. Jedes Teammitglied hilft bei der kontinuierlichen Verbesserung und Innovation von Pferdegold mit. „Unser starkes Teamgefüge ist ein wesentlicher Faktor für die Fähigkeit von Pferdegold, auf die sich ständig ändernden Anforderungen des Marktes zu reagieren und dabei stets die höchsten Standards an Produktqualität und Kundenservice zu halten.“

Das Plus: Offenheit für Veränderungen

Pferdegold hat seit seiner Gründung einen beeindruckenden Wachstumspfad beschritten. Innerhalb von nur vier Jahren gelang es dem Unternehmen, einen Jahresumsatz im hohen siebenstelligen Bereich zu erzielen. Auch die Produktpalette wird immer größer und umfasst mittlerweile Bereiche wie Stoffwechsel, Muskeln, Nerven bis hin zu Gelenkfutter für Pferde. Dieser Erfolg ist nicht nur ein Zeugnis für die Qualität der Produkte und die Wirksamkeit der Marketingstrategien, sondern auch für Florians Engagement, seine Vision in die Realität umzusetzen.

Ein wesentlicher Aspekt von Pferdegolds Erfolg war, sich schnell an Marktveränderungen anzupassen und auf die Bedürfnisse der Kund*innen einzugehen. Die Firma hat stets darauf geachtet, Produkte anzubieten, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren und einen echten Mehrwert für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Pferden bieten. Diese Haltung hat Pferdegold einen treuen Kund*innenstamm und eine starke Position in einem wettbewerbsintensiven Markt gesichert.

Florian lebt sein Engagement für soziale Verantwortung nicht nur im Unternehmensalltag der Pferdebranche, sondern versucht auch, einen positiven Einfluss auf die breitere Gesellschaft zu haben. So wird ein Teil der Einnahmen von Pferdegold regelmäßig an soziale Einrichtungen wie Gut Aiderbichl gespendet.

Barrierearme App gegen Cyber-Mobbing geht online

Am 22.02.24 ist der internationale "Behaupte dich gegen Mobbing"-Tag. Aus diesem Anlass stellen wir eine besondere Initiative der Werkstätten in Berlin und klicksafe vor: die „Cyber-Mobbing Leichte Hilfe App“.

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Berlin e.V. (LAG WfbM Berlin) setzt sich für umfassende berufliche Teilhabe ein. Dazu zählen unter anderem auch Schulungen und Bildungsangebote zum Thema Gewaltprävention und Medien. Mit der „Cyber-Mobbing Leichte Hilfe App“ wurde nun in Kooperation mit der EU-Initiative klicksafe, die in Deutschland von der Medienanstalt Rheinland-Pfalz koordiniert und gemeinsam mit der Landesanstalt für Medien NRW umgesetzt wird, ein Präventions- und Hilfsangebot geschaffen, das über die Werkstätten hinausgeht und sich an alle Menschen mit Beeinträchtigungen richtet.

Klicksafe hat zum Ziel, die Online-Kompetenz unterschiedlicher Zielgruppen zu fördern und hatte bereits eine App zum Thema Cybermobbing für Kinder und Jugendliche entwickelt. Für Erwachsene mit Beeinträchtigung gab es zuvor noch kein solches Angebot.

Die „Cyber-Mobbing Leichte Hilfe App“

Die App zeichnet sich durch einen besonders partizipativen Ansatz aus, der bereits bei ihrer Entwicklung begann. Eine Arbeitsgruppe, die aus Menschen mit Beeinträchtigungen bestand, erarbeitete sich das Thema Cyber-Mobbing über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg, entwickelte gemeinsam die Inhalte und realisierte die Umsetzung.

Begleitet wurden die Werkstattbeschäftigten von der Fachberatungsstelle Gewaltprävention, Mitarbeiter*innen aus den Sozialdiensten der Werkstätten, einem Gebärdensprachdolmetscher und einer Medienpädagogin. So wurde nicht nur ein hohes Maß an Partizipation der Zielgruppe erreicht, sondern auch ein überzeugendes Ergebnis erzielt.

Verständliche und barrierearme Gestaltung

Wichtig war dabei vor allem die verständliche und barrierearme Gestaltung der Inhalte. Alle Informationen und Erklärungen rund um das Thema digitale Gewalt sind in einfacher Sprache verfasst, darüber hinaus gibt es bildbasierte Anleitungen, die Schritt für Schritt zeigen, wie man Kontakte auf Social-Media-Plattformen blockieren, melden oder löschen kann. Ein wesentliches Element der „Cyber-Mobbing Leichte Hilfe App“ sind zudem Videos, in denen die Teilnehmenden der Arbeitsgruppe selbst als Expert*innen auftreten. Dabei vermitteln sie in einfachen Worten oder Gebärdensprache wichtige Tipps, z.B. wie man einen Screenshot erstellt oder eine Anzeige bei einer Onlinewache macht.

Die Idee für dieses Projekt entstand aus den Erfahrungen der Fachberatungsstelle Gewaltprävention mit Werkstattbeschäftigten, die mit digitaler Gewalt konfrontiert wurden. Dabei sollte es nicht nur um einen verantwortungsbewussten Umgang, sondern um Aufklärungs- und Verhinderungsarbeit gegen Cyber-Mobbing gehen. Mithilfe von begleitenden Materialien für den Berufsbildungsbereich und anderen Angeboten kann die App deshalb auch zum Erwerb einer verbesserten Medienkompetenz der Zielgruppe genutzt werden.

Menschen mit Beeinträchtigung stärken

„Das Internet ist für alle ein wichtiger digitaler Raum. Auch Menschen mit Beeinträchtigungen nutzen ihn und begegnen dabei digitaler Gewalt. Umso wichtiger ist es, dass es entsprechende Unterstützungs- und medienpädagogische Angebote gibt. Die Erfahrungen der Werkstattbeschäftigten waren ausschlaggebend für die Themen dieser App. Mit der ‚Cyber-Mobbing Leichte Hilfe App‘ stärken wir Menschen mit Beeinträchtigung. Besonders stolz sind wir auf die inklusive Arbeitsgruppe und die Protagonist*innen der Videos. Sie vermitteln dieses Thema als Expert*innen in eigener Sache und liefern ganz konkrete Tipps an die Hand, um sich gegen Angriffe im Internet zu wehren“, so Bettina Neuhaus Geschäftsführerin der LAG WfbM Berlin.

„Gerade, wenn es um Mobbing oder Hass im Netz geht, sind vulnerable Gruppen besonders betroffen. Wir freuen uns, dass wir hier einen Beitrag leisten können: mit unserer Expertise im Bereich Cyber-Mobbing sowie den Grundlagen der bereits erfolgreichen Cyber-Mobbing Erste-Hilfe App für Jugendliche“, ergänzt Deborah Woldemichael, Leiterin von klicksafe.

Im ersten Schritt steht die „Cyber-Mobbing Leichte Hilfe App“ ab sofort als iOS-Version für iPhone & Co. im App Store zum kostenlosen Download zur Verfügung. Eine Android-Version sowie begleitende Unterrichtsmaterialien für Bildungsveranstaltungen sollen zeitnah folgen.

Threedy: Industrieller 3D-Spezialist sichert sich 10,4 Mio. US-Dollar

Threedy ist ein Hightech-Start-up, das 2020 als Spin-off des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung (IGD) in Darmstadt gegründet wurde. Die Investition soll es dem Start-up ermöglichen, die Entwicklung seines Produktportfolios weiter voranzutreiben.

Drei Jahre nach der Gründung hat sich Threedy eine Investition von 10,4 Millionen US-Dollar gesichert, um das Wachstum in verschiedenen Branchen und Regionen zu beschleunigen. Zu den neuen Investoren gehören die LBBW Venture Capital, TRUMPF VENTURE, Futury Capital und EquityPitcher Ventures. Die Investition unterstreicht die starke Position von Threedy, einen beträchtlichen Marktanteil im schnell wachsenden Bereich der industriellen digitalen Zwillinge zu erobern.

Digitale Transformation in der Industrie

Der instant3Dhub von Threedy ist eine hochleistungsfähige Spatial-Computing-Technologie, die es Kunden ermöglicht, ihre 3D-Daten in beliebiger Konfiguration zu nutzen und in großem Maßstab zu visualisieren. Indem sie Daten in Echtzeit auf jedem Gerät und zu jeder Zeit verfügbar und zugänglich macht, ermöglicht sie die Optimierung einer Vielzahl von digitalen Prozessen entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette und eine deutliche Reduzierung der damit verbundenen Kosten. Durch die Implementierung von instant3Dhub können Unternehmen wertvolle Zeit und Ressourcen sparen, z.B. durch den Wegfall von Wartezeiten, und die Reduzierung von Lizenz- und Infrastrukturkosten.

Threedy ermöglicht es seinen Kund*innen, eine moderne Software-Architektur zu etablieren, die die Abhängigkeit von den monolithischen und geschlossenen Stacks der etablierten Software- Anbieter reduziert und die Tür für die agile Entwicklung und den skalierbaren Roll-out einer modernen, leichtgewichtigen Anwendungsschicht öffnet. Mit einer breiten Palette an Funktionen für digitales Engineering, fortschrittliche Kollaboration und nahtlose Mixed Reality bietet die Software eine starke Grundlage für die digitale Transformation der Industrie.

Die Arbeit mit 3D-Daten soll so einfach wie das Teilen eines Links werden, indem man sie einfach aus beliebigen Quellen referenziert, z.B. aus bestehenden PDM/PLM-Lösungen, und das ohne jegliche Vorbereitung oder Vereinfachung. Die Technologie von Threedy ermöglicht neue, skalierbare Anwendungen über den gesamten Produktlebenszyklus, von der Entwicklung bis zum After-Sales – webbasiert und mit zero-footprint auf dem Client. Durch die Optimierung der 3D-Datennutzung und der Kommunikation können Unternehmen auch ihren ökologischen Fußabdruck verringern: Geschäftsreisen können weitgehend durch virtuellen Austausch ersetzt werden, wodurch Ressourcen und Zeit gespart werden.

Schnell wachsende Anzahl von Partnerschaften und Anwendungsszenarien

In den ersten drei Jahren hat sich Threedy erfolgreich von einer Fraunhofer-Abteilung zu einem unabhängigen Unternehmen entwickelt. Seit der Gründung Ende 2020 ist das Start-up deutlich gewachsen und hat seine Mitarbeitendenzahl fast verdreifacht, um ein Team von mehr als 50 hochqualifizierten Fachleuten aus aller Welt aufzubauen. Das Unternehmen hat nicht nur seine starken Kund*innenbeziehungen beibehalten, sondern auch ein bemerkenswertes Wachstum erlebt, insbesondere in den Bereichen Automotive und Fertigungsindustrie.

Die Spitzentechnologie von Threedy wird von zahlreichen Branchenführern geschätzt, darunter auch von den führenden deutschen Automobilherstellern. Darüber hinaus hat Threedy sein Netzwerk von Partnerschaften erfolgreich erweitert und ist über die ursprünglichen Schwerpunktbereiche Automotive und den deutschen Markt hinausgewachsen. Mit der substanziellen 10,4-Millionen-Dollar-Investition in der Serie A rüstet sich Threedy nun für den nächsten Schritt. Threedy will sein Engagement für die Kommerzialisierung seiner innovativen Spatial- Computing-Infrastruktur fortsetzen und die Einführung in verschiedenen Branchen und Anwendungsszenarien beschleunigen. Die Investition soll dem Start-up in die Möglichkeit geben, die Entwicklung seines Produktportfolios weiter voranzutreiben. Zu den Expansionsplänen gehört die weitere Internationalisierung, während das Unternehmen weiterhin auf Exzellenz und Innovation setzt und die digitale Transformation seiner Partner nachhaltig unterstützt. Threedy ist nun aktiv auf der Suche nach neuen Mitarbeitenden in verschiedenen Funktionen, die das Team verstärken und die Zukunft des industriellen digitalen Zwillings mitgestalten wollen.

Lernen von den alten Hasen: Gates statt Renner

Finanzchef24 hat 758 dt. Klein- und Kleinstunternehmer*innen befragt, mit wem sie gern mal einen Tag zusammenarbeiten würden. Wer hat das Rennen gemacht?

Ob milliardenschwere(r) Visionär*in, Tech-Genie oder renommierte(r) Sternekoch/-köchin: Mit welchem/welcher Star-Unternehmer*in würden hiesige Selbständige am liebsten einen Tag zusammenarbeiten, um von ihm oder ihr zu lernen? Finanzchef24 hat zum dritten Mal in einer Umfrage Kleinst- und Kleinunternehmer*innen um Antwort gebeten.

And the Winner is …

Platz eins geht erneut an den US-amerikanischen Multimilliardär und Philanthrop Bill Gates (22 Prozent). Der Gründer des globalen Onlineversandhändlers Amazon und drittreichster Mann der Welt, Jeff Bezos, rangiert mit 19 Prozent der abgegebenen Stimmen auf Platz zwei. Der renommierte deutsch-vietnamesische Küchenchef The Duc Ngo hat es mit 13 Prozent auf den dritten Platz geschafft.

„Viele wünschen sich als idealen Arbeitskollegen einen Team-Player mit Kompetenz. Da hiesige Kleinst- und Kleinunternehmer oftmals im selben Marktumfeld wie die Großen unterwegs sind, ähneln sich die Probleme“, kommentiert Payam Rezvanian, Mitglied der Geschäftsleitung bei Finanzchef24, mit Blick auf Zinswende, Konkurrenz aus Fernost, geopolitische Spannungen, Fachkräftemangel oder politische Unberechenbarkeit.

Lernen aus dem KI und Sextoy-Business

Die Frontfrau des Sexspielzeug-Versands Amorelie Lea-Sophie Cramer liegt mit 9,8 Prozent auf Platz vier. ChatGPT-Miterfinder und Tech-Genie Sam Altman erreicht mit 8,5 Prozent Platz fünf. Auf Platz sechs der Wunschliste mit knapp 8 Prozent folgt eine der erfolgreichsten und vor allem einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft: Tijen Onaran.

Als erster Milliardär im Weltraum schreibt der britische Unternehmer und Virgin-Gründer Richard Bransons Geschichte. Im Ranking erreicht er mit 6,8 Prozent den siebten Platz. Mit Meta-CEO Mark Zuckerberg wollen hingegen nur wenige arbeiten. Er landet mit 5,7 Prozent auf dem achten Platz, dicht gefolgt von dem französischen Luxus-Mogul Bernard Arnauld (5,2 Prozent). Das Schlusslicht bildet Hanno Renner: der Softwareentwickler des Münchner Start-Ups Personio. Mit 2,8 Prozent wird er auf den letzten Platz gewählt.

Unternehmerinnen setzen auf eine Frau als Wunschkandidatin

Genau wie im Vorjahr kommen bei der diesjährigen Umfrage geschlechterspezifisch deutliche Unterschiede zum Vorschein. Männer setzen auf die Expertise zweier alter Hasen und eines Newcomers. Bill Gates (24 Prozent), Jeff Bezos (20,6 Prozent) und Spitzenkoch The Duc Ngo (11,7 Prozent) bilden das Wunschtrio für Unternehmer-Männer. Im Vergleich dazu setzen Unternehmerinnen auf Selbstständigkeit, Innovation, Unabhängigkeit – und als erste Wahl auf eine Frau. Sie wählen die deutsche Unternehmerin und „Women´s Empowerment“ Aktivistin Tijen Onaran mit 17,8 Prozent auf die Spitzenposition. Erst knapp dahinter folgen der Philanthrop Bill Gates (17,4 Prozent) und Amazon-Mogul Bezos (15,4 Prozent).

Handel möchte mit Jeff Bezos arbeiten

Nicht nur bei den Geschlechtern gibt es Unterschiede, sondern auch zwischen den Branchen zeigen sich Tendenzen. Die Spitzenplatzierung von Bill Gates eint Dienstleistungs- (28 Prozent), Handwerks- bzw. Baubranche (23,3 Prozent) und Beratung (28 Prozent). Der Handel indes stimmt mit 27,3 Prozent ganz klar für Jeff Bezos als Wunschmitarbeiter. In der Beauty- und Lifestyle Branche muss sich der Amazon-Gründer seinen ersten Platz mit Tijen Onaran (17,2 Prozent) teilen. Die Gastronomen votieren klar für ihren Berufsgenossen: Hier steht Küchenchef the Duc Ngo mit 58,3 Prozent einsam an der Spitze der Wunschkandidaten. Doch auch in der Küche wähnen einige Optimierungspotential. Mit Abstand belegt Jeff Bezos hier den zweiten Platz (16,7 Prozent).

Übersicht: Platzierung gesamt

1. (21,7 Prozent): Bill Gates (Microsoft)

2. (18,7 Prozent): Jeff Bezos (Amazon)

3. (12,9 Prozent): The Duc Ngo (Spitzenkoch und Gastronom)

4. (9,8 Prozent): Lea-Sophie Cramer (Gründerin Amorelie)

5. (8,5 Prozent): Sam Altman (CEO von OpenAl)

6. (8 Prozent): Tijen Onaran („Digitale Pionierin“, Gründerin von Global Digital Women)

7. (6,8 Prozent): Richard Branson (Britischer Unternehmer)

8. (5,7 Prozent): Mark Zuckerberg (Meta Platforms früher Facebook)

9. (5,2 Prozent): Bernard Arnault (CEO von LVMH Moët Hennessy / Louis Vuitton)

10. (2,8 Prozent): Hanno Renner (Mitgründer und CEO von Personio)

HolyPoly: Mit rund 1 Mio. Euro auf dem Weg zum Scale-up

Mit fast einer Million Euro aus dem jüngsten Crowdinvesting will das 2021 von Johanna Bialek und Fridolin Pflüger gegründete Kunststoff-Recycling-Start-up HolyPoly gezielt auf die Suche nach neuen Talenten gehen und zum „Closed-Loop-Weltmeister“ werden.

HolyPoly ist ein gefragter Full-Service-Partner für Kunststoff-Recycling in der Industrie. Auch in Finanzdingen geht das Unternehmen neue Wege und finanziert die nächste Wachstumsetappe mit einem Crowdinvesting, das fast eine Million Euro einbrachte – für neue „Recycling-Talente“ und zur Internationalisierung.

Der Erfolg der Crowdinvesting-Premiere hat selbst die Optimisten bei HolyPoly überrascht: Nach nur zwei Wochen war das angepeilte Investitionsziel von 750.000 Euro in Sicht und das Funding-Limit konnte auf 1 Million Euro erhöht werden. Als die Kampagne im Januar 2024 endete, war selbst diese Marke fast erreicht. Weniger als 10.000 Euro fehlten schließlich an der magischen Summe. Das offizielle Endergebnis: 990.850 Euro.

„Mit diesem überwältigenden Erfolg starten wir sehr zuversichtlich ins Jahr 2024“, sagt HolyPoly CEO Fridolin Pflüger – „denn wir haben uns viel vorgenommen, besonders im Recruiting.“ Mit der Investitionssumme will man bei HolyPoly vor allem neue Talente akquirieren. „Wir haben schon jetzt mehr Projektanfragen auf der Liste als wir bewältigen können“, erklärt Pflüger den wachsenden Personalbedarf. „Unter den potenziellen Kunden finden sich etliche weltweit agierende Marken, die von unserer Expertise profitieren wollen. Darauf können wir nicht verzichten, wenn wir unsere Mission, Kunststoffrecycling selbstverständlich zu machen, wirklich ernst nehmen.“

Um diesem Ziel gerecht zu werden, stellt HolyPoly 2024 wichtige Weichen für eine Transformation. Der geplante Personalzuwachs von zehn bis 15 Prozent folgt dem Ziel, „vom Start-up zum ‘Scale-up’ zu werden“, wie es CEO Pflüger formuliert. Die Wachstumsstrategie zielt deshalb nicht nur auf die Personalgewinnung, sondern forciert auch die bereits angestoßene Internationalisierung im Kundenportfolio und die Umsetzung von Projekten mit wesentlich größeren Produktionsvolumen.

„Wir haben gezeigt, dass unsere Kreislaufprozesse für die Großserienproduktion bereit sind“, sagt Fridolin Pflüger selbstbewusst und geht davon aus, dass „HolyPoly Ende 2025 der Closed-Loop Weltmeister“ ist. Auch mittelfristig legt er die Messlatte für den Unternehmenserfolg hoch: Eine Million Tonnen hochwertiges Rezyklat will HolyPoly bis 2030 durch seine Kund*innenprojekte in hochwertige Kunststoffanwendungen überführen.

Wie wichtig industrielle Recyclinglösungen sind, haben viele Unternehmen verstanden. Sie sehen, dass eine weltweite Kunststoffrecyclingquote von nur 10 Prozent viel zu wenig ist. Namhafte Firmen wie Bosch, Mattel, NUK oder Lamy setzten deshalb heute schon auf die Expertise des HolyPoly-Teams. Mehr als 30 Mitarbeitende aus Bereichen wie Kunststofftechnik, Recycling, Chemie, IT, Design, Kommunikation, Recht, Logistik, Beratung und Nachhaltigkeit arbeiten daran, für diese Kund*innen smarte und zeitgemäße Recyclingprozesse für hochwertige Kunststoffprodukte zu entwickeln.

Die Unternehmenszahlen zeigen deutlich, dass HolyPoly sich erfolgreich in einem extrem dynamischen Wachstumsmarkt mit enormem Entwicklungspotenzial positioniert hat. Der Umsatz hat nach drei Jahren die Grenze von 1,5 Millionen Euro überschritten und die Prognose ist auch hier eindeutig: Wachstum! 54 Projekte hat das Unternehmen inzwischen abgeschlossen. Zu den Kund*innen in Deutschland und Europa kommen derzeit verstärkt auch große internationale Konzerne, die künftig einen erheblichen Beitrag zum Umsatzwachstum leisten werden.

Studie: Nachfolgerinnen in Familienunternehmen

Eine aktuelle Untersuchung zeigt die großen Chancen und wichtigsten Herausforderungen von bzw. für Nachfolgerinnen in Familienunternehmen auf.

Die Untersuchung hat der Verband deutscher Unternehmerinnen gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung eine Untersuchung zu Nachfolgerinnen in Familienunternehmen beauftragt, die das Institut für Familienunternehmen und Management der WHU - Otto Beisheim School of Management durchgeführt.

Das Potenzial von Frauen als Nachfolgerinnen

Familienunternehmen sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und ihr langfristiger Erfolg hängt stark von einer effektiven Nachfolgeplanung ab. Das Potenzial von Frauen als Nachfolgerinnen in Verantwortung von Familienunternehmen ist bei weiten nicht ausgeschöpft. Schon heute spielen Nachfolgerinnen eine immer wichtigere Rolle bei der Sicherung des Fortbestands von Familienunternehmen als Stabilitätsanker der Wohlstandssicherung Deutschlands. Mit den richtigen Rahmenbedingungen kann es gelingen, das Potenzial von Nachfolgerinnen weiter zu aktivieren.

Mit den Fokusthemen Kinderbetreuung, Vereinbarkeit von Familie und Unternehmen und ländlicher Standort schließt die Studie eine wissenschaftliche Lücke und bietet ein umfassendes Verständnis darüber, mit welchen Herausforderungen sie in diesen Bereichen konfrontiert werden. Anhand dessen werden konkrete politische Empfehlungen abgeleitet.

Kinderbetreuung

Mit einer betrieblichen Kinderbetreuung wird der begrenzten Verfügbarkeit von Betreuungsmöglichkeiten entgegengewirkt und weiteren Beschäftigten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert. Politik kann hier Anreize schaffen und für eine Vereinfachung von Genehmigungsverfahren bei der betrieblichen Kinderbetreuung sorgen.

Vereinbarkeit von Familie und Unternehmertum

Bürokratische Hürden in Unternehmen binden zeitliche Kapazitäten und erschweren damit die Vereinbarkeit von Familie und Unternehmen. Gezielte Entbürokratisierungsmaßnahmen für mittelständische Unternehmen können hier Abhilfe schaffen und Nachfolgerinnen entlasten.

Ländlicher Raum

Der ländliche Raum bietet Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten für das familiäre Zusammenleben, dabei stellt die infrastrukturelle Anbindung eine zentrale Herausforderung dar. Eine Einführung und Förderung von „Kindertaxis“ wird als vielversprechende Maßnahme beschrieben, um Nachfolgerinnen zeitlich und mental zu entlasten.

Jasmin Arbabian-Vogel, Präsidentin des Verbands deutscher Unternehmerinnen: „Dem deutschen Mittelstand fehlt es an Nachfolgerinnen. Das muss nicht sein: Wenn es gelingt, pragmatische und vor allem ganztagsflächendeckende Kinderbetreuung zu gewährleisten und überbordende Bürokratie abzubauen, wird Frauen der Weg ins Unternehmertum erleichtert und Nachfolge als Karriereoption attraktiv – damit wäre potenziellen Unternehmerinnen und nicht zuletzt dem Mittelstand geholfen!“

Maren Jasper-Winter, Vorstandsmitglied der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit: „Frauen können Unternehmensführung! Sie können einen entscheidenden Beitrag zur Entschärfung des Nachfolgeproblems leisten – ohne ihr Potenzial wird es in den nächsten Jahren schwierig. Damit sich mehr potentielle Nachfolgerinnen für die Übernahme von Verantwortung entscheiden, müssen wir sie aber besser unterstützen. Die Kinderbetreuungsmöglichkeiten müssen beispielsweise weiter ausgebaut und qualitativ verbessert werden.“

Die Studie gibt es hier zum Download

Gamechanger: Vorbildcharakter von Unternehmen

Eine aktuelle Studie der Uni Mannheim zeigt eindrucksvoll: Je sozialer das Unternehmen, desto ethischer das private Verhalten der Mitarbeitenden.

Wenn Unternehmen sich verstärkt in gesellschaftlichen und Umweltbelangen engagieren, wirkt sich das positiv auch auf das moralische Verhalten ihrer Mitarbeitenden außerhalb der Arbeit aus. Das haben Wirtschaftswissenschaftler*innen der Universität Mannheim in einer neuen Studie herausgefunden.

Unternehmen setzen im Rahmen ihrer Corporate Social Responsibility (CSR) – also der unternehmerischen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft – immer häufiger den Umweltschutz in den Fokus ihrer Bemühungen. Sie stellen beispielsweise ihre Dienstflotten auf E-Autos um, passen die Vorgaben für Dienstreisen an und animieren ihre Mitarbeitenden dazu, Energie und Papier zu sparen. Eine neue Studie am Lehrstuhl für Personalmanagement und Führung von Prof. Dr. Torsten Biemann belegt nun, dass die CSR-Aktivitäten einer Organisation im Umweltbereich direkte Auswirkungen auf das private Verhalten der Beschäftigten gegenüber der Gesellschaft haben: Agiert ein Unternehmen im Sinne der CSR, sind auch die Angestellten bereit, Spenden zu leisten und Freiwilligenarbeit zu übernehmen. Und umgekehrt: Betriebe, die kein nennenswertes CSR-Engagement vorzuweisen haben, bremsen die gesellschaftliche Initiative ihrer Angestellten aus. 

Wie sich CSR-Aktivitäten auf das Verhalten von Arbeitnehmenden auswirken, steht schon länger im Fokus von wissenschaftlichen Untersuchungen. Die Forschung beschränkte sich aber bislang meist auf das Verhalten der Menschen innerhalb ihres Arbeitsbereichs. „Dieser unternehmenszentrierte Fokus vernachlässigt das Potenzial von Organisationen, das private Sozial- und Umweltverhalten ihrer Mitarbeitenden zu verändern und damit zur Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen beizutragen“, sagt Dr. Irmela Koch-Bayram, die die Studie leitete. 

Auf Grundlage sozialpsychologischer Literatur über moralische Konsistenz und moralisches Gleichgewicht führten Koch-Bayram und Biemann drei Experimente durch. Ihr Ziel war es zu untersuchen, ob Mitarbeitende ihr privates prosoziales Verhalten auszugleichen versuchen. Das würde bedeuten, dass sie auf verstärkte CSR-Aktivitäten ihres Unternehmens mit geringerer Bereitschaft zum prosozialen Verhalten außerhalb der Arbeit reagieren, weil sie sich von dieser Aufgabe befreit fühlen. Die Ergebnisse der Untersuchungen sprachen jedoch klar dagegen. Die Forschenden erklären die positiven Auswirkungen von umweltbezogener CSR teilweise durch die Stärkung der ökologischen Selbstidentität der Beschäftigten. „Unsere Erkenntnisse verdeutlichen, wie groß die ethische Verantwortung und wie wichtig der Vorbildcharakter von Organisationen ist. Andererseits wird deutlich, dass soziale Unverantwortung sogar einen gesellschaftlichen Schaden anrichten kann“, fasst Koch-Bayram zusammen.

Tipp zum Weiterlesen: Koch-Bayram, I., Biemann, T. (2024). How Corporate Social (Ir)Responsibility Influences Employees’ Private Prosocial Behaviour: An Experimental Study. Journal of Business Ethics.

BOX ID: 3,5 Mio. Euro für Münchner Software-Start-up

Das 2018 gegründete, auf intelligente und transparente Logistik und Lieferketten spezialisierte Software-Start-up BOX ID hat eine Finanzierungsrunde im Gesamtvolumen von 3,5 Mio. Euro abgeschlossen.

Das auf intelligente und transparente Logistik und Lieferketten spezialisierte Software-Start-up BOX ID hat eine Finanzierungsrunde im Gesamtvolumen von 3,5 Millionen Euro abgeschlossen. Die Mittel kommen neben Bayern Kapital unter anderem von KPN Ventures (Lead), dem High-Tech Gründerfonds (HTGF), der Wille Finance AG sowie einem Konsortium erfahrener Business Angels. Bayern Kapital hatte sich erstmals 2018 an dem wachstumsstarken Unternehmen beteiligt.

Die weltweiten Produktions- und Lieferketten sind komplexer denn je. Zudem sind Industrieunternehmen angesichts zunehmenden Kostendrucks dazu angehalten, ihre globalen Warenströme zu optimieren und dabei Verluste und Versandfehler zu vermeiden. Sie wollen außerdem die Verfügbarkeit ihrer Produkte maximieren und gleichzeitig ihre Kosten und nicht zuletzt den ökologischen Fußabdruck ihrer Logistik reduzieren.

Echtzeit-Tracking und -management von Behältern, Gestellen und Co.

Für diese Herausforderungen bietet das 2018 in München gegründete Logistiksoftware-Unternehmen BOX ID eine Lösung. BOX ID hat eine Plattform für die IoT-basierte Steuerung von Behälterkreisläufen und zur Überwachung von Logistikprozessen entwickelt. Sie macht Waren- und Behälterflüsse ortsübergreifend abbildbar und erzeugt daraus verwertbare Steuerungsdaten für Logistikverantwortliche. Um das zukünftige Unternehmenswachstum noch weiter zu beschleunigen und langfristig mit der Technologie zusätzliche Geschäftsfelder in der Logistik erschließen zu können, hat BOX ID nun 3,5 Millionen Euro bei erfahrenen Investor*innen eingesammelt.

Prozesse und Logistik-Assets, wie zum Beispiel wiederverwendbare Behälterflotten, Kisten und Einzelsendungen, lassen sich mit der Software von BOX ID IoT-basiert gestalten, managen und optimieren – alles anhand von Echtzeitinformationen zu Aufenthaltsort und Zustand der Assets. Diese sind mit all ihren Daten in der Software erfasst und können darin beliebig gruppiert und gefiltert werden. So bringt BOX ID Transparenz und Kontrolle in komplexe, weltweite Lieferketten mit aus Millionen von Mehrwegtansportbehältern, Regalen, Racks oder Wechselbrücken.

Im Schnitt 20 Prozent weniger Umlaufzeiten und 95 Prozent weniger Schwund

Die Vorteile für die Kunden von BOX ID, die aktuell vor allem aus den Branchen Automotive, Glas/Fensterbau, Maschinenbau, Großhandel sowie aus der Logistikdienstleistung stammen, umfassen eine Reduzierung der Umlaufzeiten von Transportbehältern von durchschnittlich 20 Prozent, eine höhere Verfügbarkeit, reduzierten Behälterbedarf, geringere Kosten für Engpassversorgung und Ersatzverpackungen sowie eine deutliche Verringerung – bis zu 95 Prozent – des Schwundes in der Behälter- und Ladungsträgerflotte.

„Heutige Systeme zur logistischen Bestandsverfolgung haben wenig bis keinen Echtzeit-Prozesskontext. Sie erstellen Berichte, damit man am Ende analysieren kann, was falsch gelaufen ist“, erklärt BOX-ID-Co-Gründer und Geschäftsführer Dr. Wolfgang Vogl „Unsere Software überwacht ständig die Prozessausführung, um Fehler zu identifizieren und zu vermeiden, bevor diese überhaupt erst auftreten. Auf diese Weise verhindern wir Verschwendung entlang der gesamten Lieferkette für unsere Kunden, indem wir Echtzeitdatenströme automatisch mit den angestrebten Prozessen abgleichen. Die Reduzierung von Verlusten, Fehlmengen und fehlgeleiteten Artikeln optimiert dabei nicht nur die Verfügbarkeit, sondern hilft auch bei der Kosteneinsparung und Verbesserung des gesamten ökologischen Fußabdrucks von Lieferketten. So unterstützen wir unsere Kunden zusätzlich dabei, ihr Gesamtgeschäft umweltfreundlicher zu gestalten und tragen zum Kampf gegen den Klimawandel bei: Dementsprechend sind wir unseren Investoren sehr dankbar dafür, dass sie uns dabei unterstützen, unsere Lösung noch breiter in den Markt zu bringen.“

„Weltweit haben globale Industrie-Player mit immer stärkerem Effizienzdruck zu kämpfen. Die Digitalisierung der Lieferketten ist dabei einer der wichtigsten Transformationsfaktoren“, sagt Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital. „BOX ID hat mit seiner innovativen SaaS-Lösung bereits namhafte Kunden überzeugen können und ist dabei erst am Anfang der Skalierung ihres Geschäftsmodells. Deshalb unterstützen wir das Unternehmen gerne bei seinen weiteren Wachstumsschritten.“

WAY: Berliner Tech-(Ausstatter-)Start-up sammelt 1,2 Mio. Euro ein

Das Berliner Start-up WAY hat in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 1,2 Mio. Euro eingesammelt. Mit dem Geld will das 2023 gegründete Start-up seinen neuen Service vorantreiben, der einfache und günstige Beschaffung von Laptops, Smartphones und Co. mit einer Plattform kombiniert, die manuelle IT-Aufgaben übernimmt.

Jonas Baum und Cedric Bals haben WAY Anfang 2023 gegründet. Bereits als IT-Werkstudent hatte Cedric festgestellt, wie überfordert traditionelle kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) mit ihrer IT waren. Später erlebte er genau die gleichen Probleme bei Start-ups und Scale-ups. So entstand die Idee zu WAY als smarte Lösung für IT-Probleme. Jonas und Cedric sind beide erfahrene Unternehmer, die zuvor sowohl VC-finanzierte als auch gebootstrappte Firmen erfolgreich gründeten.

IT für neue Mitarbeitende steht in weniger als 60 Sekunden

WAY entlastet alle unfreiwilligen IT-Manager wie Gründende, HR- oder Office-Manager*innen. Man mietet oder kauft die Geräte bei WAY; die Plattform übernimmt automatisch alle manuellen IT-Prozesse wie das Aufsetzen der Geräte, das Inventar, die Offboarding-Logistik und das Freischalten von Tool-Zugängen für Mitarbeitende.

Das Ausstatten neuer Mitarbeitenden mit einem Gerät und allen erforderlichen Tools dauert – so die Aussage von WAY – dank der Integrationen mit allen wichtigen HR-Tools, Slack und Microsoft Teams weniger als 60 Sekunden.

Der Service ist nicht nur auf kleinere Unternehmen beschränkt, sondern richtet sich auch an größere Organisationen mit bestehenden Geräteflotten. WAY bietet ein KI-gestütztes Tool für die schnelle und einfache Integration des IT-Inventars – ohne lästiges Hochladen von Excel-Tabellen.

Schluss mit dem berühmt-berüchtigten IT-Schmerz

WAY ist für viele Funktionen kostenlos. Add-ons ermöglichen einen höheren Grad an Automatisierung und Sicherheit. "Selbst technikaffine KMUs professionalisieren ihre IT oft viel zu spät, weil bestehende Lösungen zu teuer und für große Unternehmen mit einer eigenen IT-Abteilung gemacht sind”, sagt Mitgründer Jonas. “Unser Ziel ist es, dass alles von Anfang an richtig gemacht wird und kein Unternehmen je mehr den berühmt-berüchtigten IT-Schmerz fühlen muss."

Mit dem frischen Kapital wollen die Gründer ihre innovative Technologielösung weiter ausbauen. Die Runde angeführt hat der belgische VC-Fonds Pitchdrive, begleitet von IBB Ventures, FvS Investments und dem HR-VC allygatr. Daneben beteiligten sich auch namhafte SaaS-Angel-Investoren, darunter David Padilla, CEO des HR-Systems Kenjo, die Comatch-Gründer Jan Schächtele und Christoph Hardt, Joblift-CTO Denis Bauer oder Circus Kitchen-CTO Helge Plehn.

COLIPI: Hamburger DeepTech-Start-up schließt 1,8 Mio. Euro Seed-Finanzierung ab

Das 2022 von Philipp Arbter, Tyll Utesch, Jonas Heuer und Maximilian Webers gegründete Start-up COLIPI entwickelt ein industriell-biotechnologisches Verfahren, welches klimaschädliches CO2 und kohlenstoffhaltige Industrieabfälle in Climate Oil umwandelt.

COLIPI: die "Brauerei für Öle"

Das 2022 gegründete Start-up, eine Ausgründung der Technischen Universität Hamburg, unterstützt durch das EXIST Forschungstransfer Programm (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) und das InnoRampUp Programm (IFB Innovationsstarter GmbH), revolutioniert die Art der Ölherstellung. COLIPI ist gewissermaßen eine Brauerei für Öle. Kohlenstoff wird aus der Luft gewonnen bzw. gefiltert statt aus dem Erdreich gepumpt. CO2-haltige Industrieabgase und organische Nebenströme, z.B. aus der Agrarindustrie, werden durch Mikroorganismen via Fermentationen in wertvolle Biomaterialien wie Climate Oil umgewandelt. Das Verfahren ist, gemessen am CO2-Fußabdruck und der Auswirkung auf die Artenvielfalt, nachhaltiger als Erdöl oder Palmöl. Es wird durch einen patentierten Bioprozess, eine Kombination aus einem speziell entwickelten Gas-Fermentationsbioreaktor und den weltweit schnellsten CO2-konsumierenden Bakterien, ermöglicht.

Industriepartner, die Produkte wie zum Beispiel Kosmetika auf Basis von Climate Oil anbieten, werden den Corporate CO2-Footprint deutlich reduzieren können. Die Gründer Philipp Arbeiter, Tyll Utesch, Jonas Heuer und Maximilian Webers streben an, ab 2039 jährlich viele Millionen Tonnen Climate Oil pro Jahr zu produzieren und ein Vielfaches dessen an CO2 zu vermeiden. Das wird ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz und damit zum Schutz der Menschheit.

Team vergrößern, Markt testen, Technik skalieren

Die nun abgeschlossene Seed-Finanzierung ist ein weiterer Meilenstein für das junge Unternehmen. Das Kapital wird genutzt, um das Team zu vergrößern, den Markt zusammen mit von Partnern hergestellten Produkten zu testen und die Technik zu skalieren.

Zu den Investor*innen gehören der High-Tech Gründerfonds (HTGF), der Innovationsstarter Fonds Hamburg (IFH), Nidobirds Ventures GmbH und Stefan De Loecker. Mit dem Investment kommt COLIPI ihrer Vision “Fermenting Renewable Carbon For Generational Life Quality” ein großes Stück näher.

“Wir glauben fest daran, dass unser Gas-Fermentations-Prozess ein Meilenstein für Bioprozesse darstellt, mit dem riesigen Potential, Biomaterialien wie Öle massenhaft zu günstigen Preisen und ohne umweltschädliche Einflüsse zu produzieren. Climate Oil soll eine klimaneutrale Alternative zu Palm- und Erdöl werden, die der Industrie hilft, Klimaziele leichter zu erreichen durch Reduktion von GHG Scope 3 und die Umwelt zu schützen. Mit Stefan De Loecker, HTGF, Innovationsstarter Fonds Hamburg und Nidobirds stehen wir zum Teil seit 2021 in regelmäßigen Austausch und freuen uns in ihnen die perfekten Partnerinnen für unsere nächsten Schritte gefunden zu haben”, kommentiert Maximilian Webers, Co-Founder & CEO von COLIPI.

Dr. Nik Raupp, Senior Investment Manager beim HTGF: „Die COLIPI-Gründer sind mit ihrer hohen technischen Kompetenz in der Biotechnologie und ihren wirklich innovativen Ansätzen zur nachhaltigen Lösung einer großen Herausforderung ein Paradebeispiel für das Potenzial der Bioökonomie.”

Dörte Bunge, Principal beim Innovationsstarter Fonds: „Ich freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit dem Team der COLIPI GmbH. Diese Technologie hat das Potenzial, ein Massenprodukt zu einem akzeptablen Preis zu ersetzen und kann damit einen wirklichen Impact erreichen.”

Prof. Dr.-Ing. Andreas Timm-Giel, Präsident TU Hamburg: „Technologietransfer aus Universitäten erfolgt neben direkten Industriekooperationen, Veröffentlichungen, Patenten und Absolventen auch über Start-ups. Technologische Lösungen, wie von COLIPI entwickelt, werden benötigt, um den Klimawandel abzumildern. Wir freuen uns, dass wir als Gründerhochschule mit unserem Startup Port @ TUHH eine Reihe von erfolgreichen Startups in Green Technologies zur Gründung führen konnten. COLIPI gratulieren wir ganz herzlich zu dieser weiteren Förderung und begleiten sie gerne auf ihrem weiteren Weg!”

Stefan De Loecker: „Die Innovation von COLIPI kann einen wesentlichen Beitrag zum Schutz des Klimas liefern, insbesondere weil auch die Wirtschaftlichkeit der Technologie attraktiv ist. Dieses Thema liegt mir seit Jahren sehr am Herzen und die Begeisterung des COLIPI Teams ist ansteckend.”

Nicholas Keuper, Geschäftsführer Nidobirds Ventures: “COLIPI passt strategisch genau zu unserer Value Investing-Philosophie. Für uns steht die Qualität des Gründerteams immer an erster Stelle, und dieses Team hat uns überzeugt.”

Gründer*in der Woche: Beyond Emotion - die Health-Tech-Visionär*innen

Unsere Gründer*in der Woche: Das Hamburger Start-up Beyond Emotion hat eine kamerabasierte Software entwickelt, die Emotionen und Gesichtsausdrücke erkennt und so einen gesellschaftlichen Mehrwert in den Bereichen Gesundheit und häusliche Pflege bieten will.

Eine Folge des demografischen Wandels sind überfüllte Pflegeheime, fehlende Pflegekräfte und immer mehr Senior*innen, die alleine zu Hause leben. Diese Entwicklung stellt eine der größten Herausforderungen in der Gesundheits- und Pflegebranche dar. Was hier fehlt, sind innovative technologische Lösungen, die einen gesellschaftlichen Mehrwert in den Bereichen Gesundheit und Pflege liefern können. Um diesem Mangel entgegenzuwirken, gründeten die Informatiker Dr. Arne Bernin und Sobin Ghose zusammen mit Hanne Butting, einer Wirtschaftspsychologin mit tiefgehender Leidenschaft für Emotionserkennung, 2021 das Start-up Beyond Emotion.

Der innovative Ansatz von Beyond Emotion liegt in der Entwicklung einer kamerabasierten Software, die 17 verschiedene Emotionen und Gesichtsausdrücke erkennen kann. „Obwohl es bereits verschiedene Mitbewerber auf dem Markt gibt, die ebenfalls KI für die Unterstützung von Senior*innen zu Hause nutzen, ist der Einsatz von Emotionserkennung bisher einmalig“, erklärt Mitgründerin Hanne.

Ihr Produkt BEJOY ist ein digitaler Bilderrahmen, der speziell für ältere Menschen entwickelt wurde und über integrierte Funktionen zur Stimmungs- und Aktivitätserkennung verfügt. Der digitale Bilderrahmen ist über die dazugehörige Smartphone-App mit den Angehörigen verbunden. Dadurch wird es möglich, Fotos direkt via Bilderrahmen zu teilen.

Der digitale Bilderrahmen kann aber nicht nur Fotos empfangen und anzeigen, sondern den Angehörigen auch wichtige Informationen über die Aktivitäten und Stimmungen der zu pflegenden Personen liefern. „Er bietet Echtzeit-Informationen über das Wohlbefinden der Senior*innen und schafft so ein zusätzliches Maß an Sicherheit und Entlastung für pflegende Angehörige“, erklärt Hanne. Der Bilderrahmen löst eine Benachrichtigung über die App aus, wenn negative Emotionen erkannt werden. Die Angehörigen können daraufhin zum Beispiel anrufen und direkt nachfragen.

Die Basis: 18 Jahre Forschungserfahrung

Die Ausgründung aus der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg war das Ergebnis einer langen und gründlichen Forschungsphase von Arne und Sobin. Die Entwicklung von BEJOY wurde durch die individuellen Forschungs- und Berufserfahrungen des Gründungsteams stark beeinflusst. Insbesondere die Projekte „Affective Computing“ und „EmotionBike“, an denen Arne und Sobin beteiligt waren, sowie die intensive Auseinandersetzung mit den Belastungen pflegender Angehöriger von Demenzerkrankten durch Hanne, trugen zur Sensibilisierung des Teams für die Herausforderungen und Bedürfnisse in der Gesundheits- und Pflegebranche bei. Insgesamt flossen vorab mehr als 18 Jahre Forschungserfahrung der Mitgründer*innen in die Entwicklung ein.

Mithilfe des EXIST-Gründerstipendiums konnten dann notwendige Ressourcen und Expertise mobilisiert und die Entwicklungsarbeit ohne Verzögerungen angegangen werden. „Diese Unterstützung war schlussendlich der Kataly­sator für die Entwicklung der künstlichen Intelligenz, die 17 verschiedene Emotionen und Gesichtsausdrücke kamera­basiert zuverlässig erkennt“, so Mitgründer Sobin.

Die Finanzierung durch verschiedene Förderprogramme sowie die Unterstützung durch Venture Capital bildeten ein solides Fundament für die Realisierung des Gründungsvorhabens. „Trotz der Herausforderungen, gerade in der Anfangsphase genügend Finanzierungen für unser Vorhaben zu sichern, war die Ausweitung des Teams ein mutiger Schritt, um unsere gemeinsame Vision zu verwirklichen“, sagt Hanne. „Dank der unterschiedlichen Fähigkeiten und Kenntnisse jedes Teammitglieds, konnten wir kontinuierlich wachsen, ein innovatives Produkt entwickeln und unseren Beitrag leisten, um dem demografischen Wandel gewachsen zu sein.“

Zertifizierung und EU-Markt im Visier

Um das Produkt mittelfristig noch attraktiver für potenzielle Nutzer*innen zu gestalten, strebt das Team 2024 eine DiPA-Zertifizierung an. „Das würde bedeuten, dass die monatlichen Gebühren für BEJOY von den Pflegekassen übernommen werden würden. Ein gewaltiger Schritt, der die Legitimität des Produktes definitiv steigern würde und eine große Hilfe für pflegende Angehörige wäre“, erklärt Arne. Darüber hinaus plant das Unternehmen, BEJOY im Jahr 2025 im EU-Markt zu lancieren und durch die Einführung neuer Features wie Videotelefonie kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Pilotprojekte, wie die Zusammenarbeit mit einer großen Fachklinik für Psychiatrie zur Validierung der Behandlungsqualität bei depressiven Patient*innen, unterstreichen das Engagement von Beyond Emotion, die Lebensqualität von Menschen zu verbessern und den gesellschaftlichen Mehrwert von KI im Gesundheitswesen hervorzuheben. „Der B2B-Markt, insbesondere im Bereich der Seniorenheime und des betreuten Wohnens, birgt ein enormes Potenzial für den Einsatz unserer Software, den wir ebenfalls noch angehen wollen. BEJOY kann dabei unterstützen, das Wohlbefinden der Bewohner*innen besser zu verstehen und unterstützt die Pflegekräfte darin, zeitnah auf ihre emotionalen Bedürfnisse einzugehen“, so Hanne.

So vielseitig einsetzbar die Emotionserkennung ist, so schwierig war es anfangs, den richtigen Use Case zu finden. „Eines der wichtigsten Learnings war es, einen klaren Anwendungsfall für unsere Technologie zu identifizieren, bevor wir uns in die Entwicklung stürzten“, so Hanne. „Anfangs standen wir vor einem Meer von Möglichkeiten, was zu einem längeren Prozess führte, bis wir BEJOY entwickeln konnten. Durch die Ausrichtung auf einen konkreten Use Case haben wir uns darauf konzentriert, ein Produkt mit einem echten gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen.“

Datenschutz als zentraler Aspekt

Auch das Thema Datenschutz ist ein zentraler Aspekt, insbesondere in Bereichen wie Gesundheit und Pflege. „Bei Beyond Emotion haben wir den Datenschutz ernst genommen und ihn zu einer unserer höchsten Prioritäten gemacht. Um ein höheres Maß an Datenschutz zu gewährleisten, nutzen wir Edge Computing“, so Hanne. Edge Computing ermöglicht es, direkt auf dem Gerät des Nutzenden die Bilddaten auszuwerten, anstatt die Bilddaten an einen entfernten Server zu senden. „Ich bin stolz, darauf, dass meine Kollegen die KI-Modelle so performant gestalten konnten, dass – wo andere Serverfarmen brauchen – für uns ein Tablet ausreicht, um die Bilddaten zu verarbeiten. Wir haben es geschafft, dass die Bilddaten ausschließlich auf dem Bilderrahmen ausgewertet werden. Lediglich das Ergebnis der Analyse ,Hans geht es gut‘, wird an die Angehörigen geschickt“, ergänzt Hanne.

Das bedeutet, dass die gesamte Verarbeitung der für die Emotionserkennung benötigten Daten lokal auf dem Gerät des Nutzenden durchgeführt wird, und keine sensiblen Bilddaten über das Netzwerk gesendet oder auf entfernten Servern gespeichert werden. Dadurch wird das Risiko eines Datenverlusts oder -diebstahls deutlich minimiert.

Die Reise in den Gesundheits- und Pflegesektor war laut der Gründer*innen keineswegs einfach, aber die positive Wirkung, die ihr Produkt auf das Leben von älteren Menschen und ihren Angehörigen hat, habe sich als äußerst belohnend erwiesen. „Unsere Erfahrungen haben uns gezeigt, dass der Bedarf an Technologien, die sowohl effektiv als auch ethisch sind, groß ist. Wir sind begeistert von den vielfältigen Anfragen aus verschiedenen Sektoren, die die breite Anwendbarkeit und das Potenzial unserer Emotionserkennung zeigen“, so Hanne Butting abschließend.