Impact Festival 2021


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Das Impact Festival findet vom 16. bis 17. September 2021 in Offenbach am Main statt. Das Ziel: die nachhaltige Transformation zu beschleunigen, indem man alle relevanten Player zusammenbringt. Im Zentrum steht dabei die Verbindung von Innovatoren wie Green Start-ups mit Corporates und Investoren.

Mit dem IMPACT FESTIVAL entsteht zugleich die erste “community-based” Plattform für nachhaltige Technologien und Innovationen, die nachhaltige Transformation durch die Verbindung und Kooperation aller Akteure beschleunigen will.

Mehr dazu im Interview mit Co-Initiator Fabian Demuth:

Nachhaltigkeit ist eines der wirtschaftlichen Top-Themen – auch für Start-ups. Längst ist der häufig als Modewort ge- und missbrauchte Begriff mit echten Inhalten und Visionen belegt – umso wichtiger ist es, das Thema in die Köpfe und den Alltag der relevanten Player zu bringen. Wann und wie bist du zusammen mit Moritz Schwarz auf die Idee zum Impact Festival gekommen?

Anfang 2020 haben wir uns gefragt, wie wir den gesamten Prozess der nachhaltigen Transformation beschleunigen können. Da hatten wir bereits ein kleines Netzwerk an Start-ups, Investoren und Experten – so kam die Idee ein Format zu schaffen, welches in sehr fokussiertem und inhaltlichem Rahmen die wichtigsten Akteure zusammenbringt. Mit dem Ziel: Implementierung und Finanzierung von skalierbaren Technologien zu beschleunigen.

Ergänzung: Ich würde es nicht als Modewort bezeichnen, da es hierbei um unsere Lebensgrundlage- und Erhaltung geht und somit (hoffentlich) nie außer Mode kommen sollte.

Und was sind deiner Meinung nach die größten Herausforderungen, um nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum zu generieren?

Es gibt sehr viele Herausforderungen, da das Thema Nachhaltigkeit jeden und alle Bereiche unseres Alltags betrifft. Wichtig aus meiner Sicht ist, vor allem die Dringlichkeit zu erkennen und mit wissenschaftlichen Fakten aufzuklären. Sowie die Tatsache, dass Technologie eine sehr entscheidende Rolle spielt – und weiterhin spielen wird, jedoch wir auch gleichzeitig unseren Lebensstil anpassen müssen.

Welche Rolle nimmt hier euer Impact Festival ein?

Auf der einen Seite zeigen wir die vielversprechendsten Technologien und verbinden Innovatoren mit Corporates und Investoren. Auf der anderen Seite informieren und inspirieren wir auch rein inhaltlich zu übergeordneten Themen mit Vorträgen von Wissenschaftlern oder über Kunstinszenierungen.

Was erwartet mich als Besucher*in beim Impact Festival?

Spannend wird vor allem die Ausstellung der über 130 Start-ups sein, hier gibt es neben Tech-Lösungen aller Art sogar plastikfressenden Würmer, neue Materialstoffe und Fahrzeugkonzepte. Ein vielfältiges Programm aus Vorträgen, interaktiven Masterclass Formaten und ein veganes zero waste Food Konzept rundet das ganze ab.

Und was ist nach dem Impact Festival geplant?

Wir haben ein Rahmen-Programm das auch ganzjährig läuft bspw. unsere Podcast Reihe, das Magazin oder die Impact Challenge für Studenten. Sowie einige weitere Projekte, die holistisch darauf aufbauen, nach dem Festival gibt es hierzu mehr Infos …

Das Impact Festival auf einen Blick

Hier die Infos zum Programm

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DealCircle: M&A-Plattform erhält umsatzbasierte Mio.-Finanzierung

Der Wachstumsinvestor Round2 Capital stellt DealCircle eine siebenstellige umsatzbasierte Finanzierung zur Verfügung. Die M&A-Plattform plant weiter zu wachsen und ihr Angebot durch Investitionen in KI-Tools technisch zu verbessern und auszubauen.

DealCircle wurde 2018 von Kai Hesselmann und Graig Gröbli gegründet und bis heute bootstrapped ohne externe Eigenkapitalinvestoren entwickelt. Das Unternehmen bietet M&A-Technolgielösungen an, die über eine eigens entwickelte, proprietäre Lösung vermittelt werden. Das Unternehmen kombiniert Daten aus verschiedenen externen Quellen mit internem Wissen über die Präferenzen von Käufer*innen in verschiedenen Branchen. Dadurch konnte sich die M&A-Plattform seit der Gründung einen Informationsvorsprung gegenüber anderen Dienstleistern und den internen Kapazitäten von M&A-Beratern für kleine und mittlere Unternehmen aufbauen. DealCircle hat im Jahr 2023 rund 1.200 M&A-Projekte platziert und wird in diesem Jahr mehr als 1.500 Projekte vermarkten.

Round2 Capital, ein schnell wachsendes paneuropäisches Investmentunternehmen mit einem verwalteten Vermögen von 180 Mio. EUR. Mit Sitz in London und Wien, stellt DealCircle eine umsatzbasierte Finanzierung in siebenstelliger Höhe mit einem flexiblen Refinanzierungsprofil zu Verfügung. Mit dem Investment in Form einer sogenannten Revenue-based-Finanzierung will das Hamburger Unternehmen sein weiteres Geschäftswachstum vorantreiben. Unter anderem soll in den Tech-Stack des Unternehmens und in den Aufbau weiterer KI-Tools für seine Nutzer investiert werden. Geplant ist, zusätzliche Machine Learning Engineers und Data Scientists einzustellen, um das Tech-Team auszubauen.

Kai Hesselmann, Mitgründer und Managing Partner von DealCircle, sagt: „Mit dem Investment von Round2 wollen wir nicht nur das operative Wachstum von über 1.500 M&A-Deals vorfinanzieren, die in diesem Jahr über DealCircle vermarktet werden. Wir wollen auch unsere Tech-Investitionen maßgeblich vorantreiben, denn das KI-gestützte Erstellen von Shortlists ist bei DealCircle erst der Anfang. Für uns ist KI nämlich viel mehr als nur ein Buzzword, das unser Geschäft kurzfristig stark verändern wird. Die siebenstellige Finanzierung von Round2 wird somit sicherstellen, dass KI unser Geschäftsmodell nicht disruptiert, sondern wir die Technologie nutzen, um unser Wachstum weiter zu beschleunigen.“

Gerd Sumah, Partner bei Round2, fügt hinzu: „DealCircle hat in den letzten 1,5 Jahren trotz sehr schwieriger Marktbedingungen eine bemerkenswerte Leistung gezeigt. Graig und Kai haben außergewöhnliches unternehmerisches Denken bewiesen und das Unternehmen während ihrer Bootstrapping-Reise erfolgreich und effektiv gesteuert. Wir sind von ihren visionären Zielen für die weitere Entwicklung überzeugt und glauben, dass Round2 als flexibler und strategischer Wachstumskapitalgeber der richtige Partner für die nächste Phase von DealCircles Wachstumskurs ist.“

mika: Berliner GenAI-Start-up sichert sich 800.000 €

Das 2022 gegründete GenAI-Start-up mika von CEO Agnieszka M. Walorska hat sich auf die Reduzierung bürokratischer Hürden für kleine Unternehmen spezialisiert. Das Kapital wird zur Beschleunigung der Technologieentwicklung eingesetzt.

Mika, ein in Berlin ansässiges GenAI-Start-up, hat in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 800.000 Euro erhalten. Die Investitionsrunde wurde von Samen Slimmer, einer Allianz aus Keen Venture Partners, DFF und Slimmer AI, angeführt. Mika entwickelt generative KI-gestützte autonome Agenten, die Buchhaltungsaufgaben, Steuererklärungen und finanzielle Beratung übernehmen – und so das Finanzmanagement für kleine Unternehmen zugänglicher, effizienter und kostengünstiger machen.

In seiner frühesten Phase wurde mika von den Angel-Investoren Christian Gaiser, Alexander Lorenz und Fabian Wittleben unterstützt, die eine wesentliche Rolle in der initialen Entwicklung des Start-ups spielten.

Als Teil seiner Entwicklung hat mika am Vision Lab von Earlybird Venture Capital teilgenommen, einem Programm für herausragende Gründer*innen in Deutschland mit Migrationshintergrund, die zukunftsorientierte Lösungen entwickeln.

Bürokratie mithilfe von GenAI eindämmen

Eine aktuelle Studie des INSM ergab, dass über 90% der Unternehmen in Deutschland Bürokratie als große Belastung empfinden. Gerade kleine Unternehmen kämpfen mit komplexer Buchhaltung, Steuererklärungen und Finanzplanung. Mika nutzt generative KI, um diese Aufgaben zu automatisieren und Unternehmern zu ermöglichen, sich auf Wachstum und Innovation zu konzentrieren, anstatt sich mit Bürokratie zu befassen.

„Kleine Unternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft, doch sie werden von der Bürokratie erdrückt – überfordert, unterversorgt und verloren im Papierkram“, sagte Agnieszka M. Walorska, CEO und Gründerin von mika. „Nachdem ich mein erstes Unternehmen als Migrantin ohne Netzwerk aus eigener Kraft aufgebaut habe, kenne ich diese Herausforderungen aus erster Hand. Deshalb baue ich mika. Mit mika soll jedes kleine Unternehmen einen KI-CFO nutzen können, der den administrativen Aufwand reduziert, während die Gründer*innen ihre Energie auf das Kerngeschäft richten können”

Die 800.000 Euro Pre-Seed-Finanzierung wird die weitere Entwicklung von mikas KI-gestütztem Buchhaltungs- und Steuer-Co-Pilot unterstützen, der sich zunächst auf den 10 Milliarden Euro schweren deutschen Markt konzentriert.

Neue Regelung für Online Casinos in Deutschland – das gilt!

In diesem Artikel erfahren Sie, welche spezifischen Änderungen durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag auf deutsche Spieler und auf die Casinos zukommen.

Die rechtliche Landschaft für Online-Glücksspiele in Deutschland hat sich kürzlich erheblich verändert. Mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag seit Mitte 2021 wurde die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder GGL gegründet, die gemeinsam neue Regeln und Vorschriften eingeführt haben, die den Zugang zu Online Casinos, Sportwetten und anderen Glücksspieldiensten deutlich verändern. Diese Neuerungen betreffen alle Spieler in Deutschland und bringen sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich.

Vor diesen Änderungen war der Online-Glücksspielmarkt in Deutschland stark eingeschränkt, wobei Schleswig-Holstein eine Ausnahme bildete. Jetzt müssen Betreiber strenge Auflagen erfüllen, darunter Einsatzlimits, Werbebeschränkungen und Maßnahmen zur Suchtprävention, um weiterhin legal agieren zu können.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche spezifischen Änderungen auf Sie zukommen, wie diese Ihr Spielerlebnis beeinflussen und beleuchten, warum viele deutsche Spieler ein Casino ohne Oasis nun bevorzugen.

Was genau bezeichnet ein deutsches lizenziertes Casino?

Ein deutsches lizenziertes Casino bezieht sich auf eine Online-Glücksspielplattform, die unter den neuen Regelungen des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV) operiert, der am 1. Juli 2021 in Kraft getreten ist. Diese Lizenz zielt darauf ab, eine regulierte und sichere Glücksspielumgebung sowohl für Verbraucher als auch Betreiber in Deutschland zu schaffen.

Vergleich mit dem UKGC-System

Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem deutschen Lizenzierungssystem und dem in Großbritannien, das von der UK Gambling Commission (UKGC) reguliert wird, ist die strikte Trennung der angebotenen Dienstleistungen.

In Deutschland können lizenzierte Betreiber Sportwetten und virtuelle Spielautomaten anbieten, diese müssen jedoch separat beworben und als eigenständige Einheiten betrieben werden.

Im Gegensatz dazu erlaubt das UKGC-System eine integriertere Herangehensweise, bei der Betreiber eine breite Palette von Glücksspielaktivitäten unter einer einzigen, einheitlichen Plattform anbieten können.

Zentrale Regulierungsbehörde

Die zentrale Regulierungsbehörde GGL für das neue Lizenzierungssystem in Deutschland hat ihren Sitz in Sachsen-Anhalt. Diese Behörde wird die Einhaltung der festgelegten Richtlinien durch die lizenzierten Betreiber überwachen und dadurch eine konsistente und faire Glücksspielumgebung im ganzen Land gewährleisten.

Welche Änderungen gibt es für Casinos unter der neuen Lizenz?

Im Folgendem werden wir alle wichtigen Neuerungen beleuchten, die lizenzierte Casinos, im Gegensatz zu einem Casino ohne Oasis, nun beachten müssen, um den neuen gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden und weiterhin legal operieren zu können:

Beschränkungen für Casinospiele

Während Poker unter dem neuen Lizenzierungssystem erlaubt ist, sind traditionelle virtuelle Casino Spiele wie Live-Casino, Roulette oder das beliebte Spiel Blackjack von den aktuellen Vorschriften ausgeschlossen. Spieler aus Deutschland, die an diesen Spielen teilnehmen möchten, müssen daher Plattformen wie Casinos ohne Oasis nutzen, die unter anderen Gerichtsbarkeiten operieren.

Finanzielle Anforderungen

Betreiber müssen eine Mindesteinzahlung von 5 Millionen Euro vorweisen, die je nach erwarteten Jahreseinnahmen steigen kann. Diese finanzielle Anforderung stellt sicher, dass nur finanziell stabile und seriöse Betreiber in den Markt eintreten, was eine größere Sicherheit für die Verbraucher bietet.

Besteuerung und Werbung

Ein neues Besteuerungssystem wird auf die gesamte Branche angewendet, was möglicherweise die Rentabilität der Betreiber beeinflusst, aber gleichzeitig zur Finanzierung öffentlicher Mittel und verantwortungsvoller Glücksspielinitiativen beiträgt.

Darüber hinaus gibt es allgemeine Werbebeschränkungen, wie beispielsweise das Verbot, das Wort "Casino" direkt in Anzeigen zu verwenden, um die Verbraucher weiter zu schützen und verantwortungsbewusstes Spielen zu fördern.

Was bedeutet das für Spieler aus Deutschland?

Mit den neuen Vorschriften des Glücksspielstaatsvertrags verändern sich auch die Spielbedingungen für die Nutzer deutscher Online Casinos erheblich. Diese Änderungen sollen den Spielerschutz erhöhen und ein verantwortungsvolles Spielen fördern.

Im Folgenden beschreiben wir die wichtigsten Änderungen, die Spieler bei einem deutschen lizenzierten Casino erwarten können, und wie sich diese von den bisher gewohnten Online Casinos ohne Oasis unterscheiden:

Spielautomaten

  • Maximale Einsatzhöhe: Bei deutschen lizenzierten Casinos beträgt der maximale Einsatz für Spielautomaten 1 EUR pro Spin. Dies soll verhindern, dass Spieler hohe Beträge in kurzer Zeit verlieren.
  • Spin-Timer: Zwischen den Spins muss eine Pause von mindestens 5 Sekunden eingehalten werden. Dies verlangsamt das Spieltempo und gibt den Spielern mehr Zeit, ihre Entscheidungen zu überdenken.

Einzahlungen

  • Monatliches Einzahlungslimit: Spieler dürfen maximal 1.000 EUR pro Monat auf ihr Konto einzahlen. Dieses Limit soll verhindern, dass Spieler über ihre finanziellen Verhältnisse hinaus spielen.
  • Ausgabenlimit: Zusätzlich zum Einzahlungslimit gibt es ein Ausgabenlimit von 1.000 EUR, das plattformübergreifend gilt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, das Spielverhalten besser zu kontrollieren und problematisches Spielen zu minimieren.

Registrierung und verantwortungsvolles Spielen

  • Oasis Sperrdatei: Bei der Registrierung müssen Spieler die „Oasis Sperrdatei“ nutzen. Diese zentrale Datei ermöglicht es, gesperrte Spieler von allen lizenzierten Plattformen auszuschließen und somit wirksam vor Spielsucht zu schützen.

Vergleich mit einem Casino ohne Oasis

Obwohl die neuen Regelungen in Deutschland viele Schutzmaßnahmen für Spieler vorsehen, ziehen manche Spieler weiterhin Casinos ohne Oasis vor. Diese Casinos operieren außerhalb der strengen deutschen Vorschriften und bieten daher einige spezifische Vorteile:

Höhere Einsatzlimits

  • Flexible Wettbeträge: In Casinos ohne Oasis gibt es oft keine strikten Einsatzlimits wie den maximalen Einsatz von 1 EUR pro Spin bei Spielautomaten. Dies ermöglicht es den Spielern, höhere Beträge zu setzen und potenziell größere Gewinne zu erzielen.

Keine Einzahlungslimits

  • Unbegrenzte Einzahlungen: Spieler können beliebig hohe Einzahlungen vornehmen, ohne an das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 EUR gebunden zu sein. Dies bietet mehr Flexibilität für High-Roller und Spieler, die größere Summen investieren möchten.

Schnellere Spielfrequenz

  • Keine Spin-Timer-Beschränkungen: Die 5-Sekunden-Pause zwischen Spins entfällt, wodurch das Spiel schneller und dynamischer verläuft. Dies kann für Spieler attraktiv sein, die ein zügiges Spielerlebnis bevorzugen.

Weniger Registrierungshürden

  • Einfachere Anmeldung: Ohne die Nutzung der „Sperrdatei“ können sich Spieler schneller und unkomplizierter registrieren. Zudem gibt es keine zentralen Sperrsysteme, die Spieler von mehreren Plattformen gleichzeitig ausschließen.

Vielfältige Spielauswahl

  • Breites Spielangebot: Ein Online Casino ohne Oasis bietet oft eine größere Auswahl an Casinospielen, einschließlich traditioneller Casino-Tischspiele wie Blackjack, Roulette und Live-Dealer-Spiele, die unter den deutschen Lizenzbestimmungen nicht erlaubt sind.
     
  • Weniger strenge Werbebeschränkungen
    Freie Werbung:
    Ein Casino ohne Oasis ist nicht an die strengen Werberichtlinien gebunden, die in Deutschland gelten. Das bedeutet, dass sie möglicherweise aggressiver und verlockender Werbung betreiben können, um neue Spieler anzuziehen.

Zusammenfassung

Während die neuen deutschen Vorschriften darauf abzielen, den Spielerschutz zu erhöhen und verantwortungsvolles Spielen zu fördern, bietet ein Casino ohne Oasis einige Vorteile, die insbesondere erfahrene oder risikofreudige Spieler anziehen könnten. Dazu gehören unter anderem höhere Einsatz- und Einzahlungslimits, schnellere Spielabläufe, mehr Spiele und weniger Registrierungshürden.

Es ist jedoch wichtig, dass Spieler sich der potenziellen Risiken bewusst sind und verantwortungsvoll spielen, unabhängig davon, ob sie sich für ein lizenziertes oder unreguliertes Casino entscheiden.

Beagle Systems und AIRMO: Start-up-Power gegen Methanemissionen

Die Kooperation der Start-ups zielt darauf ab, die steigenden Anforderungen der EU-Regulierungen zu Methanemissionen zu adressieren, um eine Schlüsselrolle in der Überwachung und Minimierung dieser Emissionen zu spielen.

Das 2019 gegründete Beagle Systems mit Sitz in Hamburg, ein führendes Unternehmen im Bereich der Luftdatenerfassung, und das Münchner Start-up AIRMO, Entwickler von Satelliten zur Methanmessung, haben ihre Kräfte gebündelt, um einen innovativen Service zur Überwachung von Methanemissionen zu entwickeln. Die Kooperation zielt darauf ab, die steigenden Anforderungen der EU-Regulierungen zu Methanemissionen zu adressieren und gleichzeitig präzisere Daten zur Umweltüberwachung bereitzustellen.

AIRMO hat einen hochmodernen Sensor entwickelt, der nächstes Jahr an einem Satelliten ins All geschickt werden soll, um Methanmessungen aus dem Weltall zu ermöglichen. Dieser Sensor, der ursprünglich für Messungen aus mehreren hundert Kilometern Entfernung konzipiert wurde, bietet aus geringerer Entfernung eine erheblich höhere Messgenauigkeit. Beagle Systems wird diese Technologie in niedriger Flughöhe zur Datenerfassung nutzen. Dies ermöglicht es, präzise Daten viel effizienter als bisher zu sammeln und den Kund*innen als Service anzubieten.

Oliver Lichtenstein, CEO und Mitgründer von Beagle Systems, freut sich über die Partnerschaft: „Die Zusammenarbeit mit AIRMO repräsentiert einen signifikanten Fortschritt in unserer Mission, präzise Umweltdaten zugänglich zu machen. Indem wir unseren marktführenden geospatialen Datendiensten mit AIRMOs innovative Sensortechnologie verbinden, bieten wir unseren Kund*innen nicht nur eine verbesserte Datenqualität, sondern unterstützen sie auch dabei, die strengeren Anforderungen der neuen EU-Methanverordnung zu erfüllen.“

AIRMO-Gründerin Daria Stepanova über die Zusammenarbeit: „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Beagle Systems. Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, unsere Technologie auf neue und wirkungsvolle Weise zu nutzen. Durch die Kombination unser Methansensors mit der Expertise von Beagle Systems in der Datenerfassung können wir unseren Kund*innen schon heute einen präzisen Emissionsüberwachungsdienst anbieten.“

Die verabschiedete EU-Methanverordnung verlangt von Betreiber*innen von Pipelines und Anlagen, ab zwölf Monaten nach Veröffentlichung der Verordnung, Methanemissionen alle drei bis 36 Monate präzise zu erfassen. Beagle Systems und AIRMO sind mit dieser neuen Serviceleistung gut positioniert, um eine Schlüsselrolle in der Überwachung und Minimierung dieser Emissionen zu spielen, die bis zu 60-mal potenter und damit umweltschädlicher als CO sind.

Cognigy: 100 Mio. US-Dollar für Düsseldorfer KI-Plattform

Das 2016 von Philipp Heltewig, Sascha Poggemann und Benjamin Mayr in Düsseldorf gegründete Cognigy ist ein weltweiter Anbieter von KI-Agenten und hat eine Series-C-Finanzierungsrunde in Höhe von 100 Mio. US-Dollar erfolgreich abgeschlossen.

Angeführt wurde die Runde von Lead-Investor Eurazeo, zudem haben sich unter anderem die Bestandsinvestoren Insight Partners, DTCP und DN Capital erneut engagiert. Die neuen Mittel sollen das Wachstum und den Ausbau der Technologieführerschaft von einem der deutschen Top-KI-Unternehmen weiter beschleunigen.

Cognigy bietet eine marktführende KI-Plattform, mit der Unternehmen KI-Agenten für ihren Kund*innenservice entwickeln, betreiben und deren Performance analysieren können. Große Marken wie die Lufthansa Group, Toyota, Mercedes Benz, Bosch, Henkel, ERGO, E.ON oder Mister Spex nutzen Cognigy, um ihren Kund*innen jederzeit personalisierten, sprachen- und kanalübergreifenden Support anbieten zu können.

Die KI-Agenten von Cognigy vereinen Generative AI und Conversational AI: Sie können mit natürlicher Sprache tausende Serviceanfragen zeitgleich entgegennehmen und Kund*innenanliegen autonom bearbeiten. Die Automatisierung von Standardanfragen ermöglicht es menschlichen Mitarbeitenden im Kund*innendienst und in Call-Centern, sich auf die komplexeren Anfragen zu konzentrieren und für sie individuelle Lösungen zu finden. Während dieser anspruchsvolleren Konversationen übernehmen die Cognigy-KI-Agenten die Rolle des Copiloten, indem sie den menschlichen Support-Mitarbeitenden während des Telefonats oder des Chats in Echtzeit hilfreiche Beratungsinformationen und Kontext für das Gespräch zur Verfügung stellen. Am Ende bearbeiten die KI-Agenten die Interaktion vollständig automatisiert nach. Damit bietet Cognigy Unternehmen schon heute eine konkrete, wertschöpfende Anwendung von künstlicher Intelligenz zur Steigerung von Effizienz und Kund*innenzufriedenheit.

Starkes Momentum in globalem Wachstumsmarkt

Wie groß die Nachfrage nach KI-basierten Lösungen im Kund*innenservice ist, zeigt das über Jahre dreistellige Wachstum von Cognigy. Allein in den vergangenen zwölf Monaten wurden laut Angaben des Unternehmens auf der Cognigy-Plattform Hunderte Millionen von Interaktionen abgewickelt. Laut Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wird sich der Markt für Conversational AI bis zum Jahr 2032 von 8,2 Milliarden US-Dollar (2023) auf 36 Milliarden US-Dollar fast vervierfachen.

Um seine führende Rolle in diesem Zukunftssektor weiter auszubauen, plant Cognigy die neuen finanziellen Mittel in die Beschleunigung seiner globalen Expansion sowie in die Weiterentwicklung seiner Technologien im Bereich Conversational AI und Generative AI zu investieren, um künftig noch leistungsfähigere Kund*innenservice-Lösungen mit konkretem Mehrwert anzubieten.

„Vor wenigen Jahren war KI noch ein Buzzword. Heute sind Lösungen wie unsere Teil einer völlig neuen Bewegung. KI-Agenten sind bei unseren Kunden schon heute Teil der Workforce. Die einstige Science-Fiction von künstlicher Intelligenz ist damit längst in der Business-Welt angekommen“, sagt Philipp Heltewig, Co-Gründer und CEO von Cognigy. „Gerade im Kundenservice ist das Automatisierungspotenzial immens. Branchenübergreifend erkennen Mega-Brands weltweit zunehmend ihren Bedarf an skalierbaren Lösungen für effiziente und personalisierte Kundeninteraktionen. Cognigy bietet ihnen genau das: Unsere KI-Agenten können zahlreiche Standardanfragen automatisiert zeitgleich lösen und gleichzeitig durch Leistungsfähigkeit und Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit die Kundenzufriedenheit und -bindung deutlich verbessern. Die Finanzierungsrunde versetzt uns in die Lage, dieses Marktmomentum voll zu nutzen, unsere globale Präsenz auszubauen und gleichzeitig unsere Plattform weiter zu optimieren.“

EY Startup Academy 2024 – jetzt bewerben!

Die EY Startup Academy ist zurück – gesucht sind Tech- und FinTech-Start-ups, die innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate über einen nachgewiesenen Product-Market-Fit, ein Minimum Viable Product, klare Wachstumsambitionen und einen Finanzierungsbedarf verfügen. Bis zum 1. September kannst du dich bewerben – hier gibt’s alle Infos.

Die unaufhaltsame Digitalisierung bringt neue Herausforderungen und Chancen mit sich. Parallel zu diesen Veränderungen hat die digitale Transformation sämtliche Branchen mit Wucht erreicht. Mit der vollständigen Durchdringung der privaten und unternehmerischen Realität durch Online-Kanäle und Smartphones bis hin zum Internet of Things ist die technologie­basierte Innovation zu einem wesentlichen Treiber der Veränderung geworden. Neue Lösungen und Produkte – bis dato nicht gefragt oder unvorstellbar – werden plötzlich verlangt.

EY hat sich mit seinem Motto Building a better working world unter anderem der Förderung des Fortschritts verschrieben. Die EY Startup Academy stellt in diesem Rahmen einen weiteren Schritt zur Fortentwicklung unternehmerischer Innovation durch Start-ups dar.

Am 26. September 2024 beginnt die nächste EY Startup Academy. Gesucht werden ambitionierte Tech- und FinTech-Geschäftsmodelle mit Zukunftspotenzial, um sie gemeinsam weiterzuentwickeln.

Was ist die EY Startup Academy?

Die EY Startup Academy ist ein 6-wöchiges Programm, bei dem ausgewählte Start-ups die einmalige Chance bekommen, ihr Geschäftsmodell und dessen Hauptkomponenten durch strukturierte Hilfe und Beratung von EY-Expert*innen verbessern zu können. Das Programm findet einmal jährlich von September bis November statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das Programm richtet sich an Tech-Start-ups, welche die Alpha-Phase durchlaufen haben, bereits ein Minimum Viable Product oder einen Proof of Concept vorweisen können und innerhalb der nächsten 12 Monate eine Finanzierung anstreben.

Die EY Startup Academy besteht aus einer Reihe von Workshops und Training-Events, die von EY in Frankfurt angeboten werden. Zusätzlich werden Fireside Chats mit Investor*innen und ausgewählten Corporates sowie Founders Chats mit bereits erfolgreichen Gründer*innen zum Erfahrungsaustausch durchgeführt. Insgesamt finden im Rahmen des Programms über 30 Veranstaltungen statt.

EY veranstaltet die Startup Academy zusammen mit Austrian Angels Investors Association, BlackWood Capital Partners, Blockchain Founders Capital, Business Angels FrankfurtRheinMain, C3 Management, Campus Founders, ChannelCreator, CTG Consulting, CV VC, Dieter von Holtzbrinck Ventures (DvH Ventures), GE Healthcare, HIGHEST, High-Tech Gründerfonds (HTGF), IBM, neosfer, neoteq ventures, Optio Incentives, OVHcloud, seed + speed Ventures, SixThirty Ventures, Sparkassen Innovation Hub, SpeedInvest, StartingUp, STATION, TechQuartier, UPSTART und W&W-Gruppe.

Die EY Startup Academy ist Ausdruck des EY-Engagements, das Startup Ökosystem und die Gründer*innen bei ihrer Reise „from Idea to Exit“ zu unterstützen. Mit diesem Programm hilft EY Start-ups bei schwierigen Fragestellungen rund um Steuern, Audit und Finanzierung/Bewertung. Hinterfragt wird mit der Brille des/der Investor*in Businessplan, Skalierungsfähigkeit von Organisation und IT, sowie rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen mit dem Ziel, dass sich Start-ups auf ihre Kernaktivitäten fokussieren und ihre Investor Readiness schnellstmöglich erreichen können. Das Ziel ist es, damit auch zum nachhaltigen Wachstum des Ökosystems für Start-ups in Europa beizutragen – im Sinn von Building a better working world.

 Was ist der Mehrwert für dich als Teilnehmer*in der EY Startup Academy?

  • Langfristige, honorarfreie Begleitung durch EY in strategischen und operativen Fragestellungen auch in späteren Stufen der Unternehmensentwicklung
  • Zugang zum EY Ökosystem für Start-ups: Academy Alumni Club, Entrepreneur of the Year, Zugang zu globalen und regionalen EY Events
  • Konzentrierter Wissenstransfer in Bereichen, die für Start-ups von zentraler Bedeutung sind
  • Zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung mit Investor*innen, Corporates, erfolgreichen Gründer*innen und anderen Start-ups
  • Kostenfreier Zugang zum TechQuartier mit jeweils zwei Arbeitsplätzen für die Dauer des Programms
  • Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro und das EY Startup Academy Siegel, mit dem du werben kannst
  • Bühne, um deine Bekanntheit zu steigern
  • Exklusiver Zugriff auf proprietäre EY Tools, die den Innovationszyklus ganzheitlich abdecken und ständig weiterentwickelt werden auf Basis unseres weltweiten Ökosystems von Start-ups und Entrepreneur*innen. EY Growth Navigator hilft Strategien und Wachstumspläne zu evaluieren und entwickeln, EY VentureBuilder hilft markt-orientierte Produkt-Roadmaps ganzheitlicher zu entwickeln und umzusetzen, EY Finance Navigator hilft Finanzpläne entwickeln und Geschäftsmodelle zu modellieren.

Neugierig geworden? Am 26. September 2024 beginnt die nächste EY Startup Academy. Bis zum 1. September 2024 kannst du dich bewerben!

Was der Wirtschaftsstandort Wien und die ViennaUP rund um KI zu bieten hat

Die von der Wirtschaftsagentur Wien initiierte ViennaUP 2024 bietet mit ihren über 50 Veranstaltungen ein umfassendes inhaltliches Rahmenprogramm – unter anderem zum Thema künstliche Intelligenz (KI). Wir haben uns mit KI-Expertin Jeannette Gorzala unterhalten, welche Vorteile der Wirtschaftsstandort für Gründer*innen bietet, die an KI-Lösungen arbeiten. Zudem liefern wir einen Überblick zu spannenden Events rund um KI, die ihr nicht verpassen solltet.

Heute, am 3. Juni, fällt offiziell der Startschuss zu Österreichs größtem Startup Festival – der ViennaUP. Im Zeitraum vom 3. Juni bis 9. Juni 2024 werden über 50 Veranstaltungen angeboten, die an bekannten Orten in der ganzen Stadt stattfinden werden – angefangen von Co-Working-Spaces über Konferenzsäle bis hin zur weltbekannten Hofburg. Auch in diesem Jahr werden im Rahmen des dezentralen Startup-Festivals wieder Vielzahl an Zukunftsthemen beleuchtet – darunter branchenübergreifend das Thema der Künstlichen Intelligenz.

Warum Wien bei KI-Talenten punkten kann

Der Wirtschaftsstandort Wien bietet auch für Start-up-Gründer*innen, die an KI-Lösungen arbeiten, eine Vielzahl an Chancen. „Wien, mit rund zwei Millionen Einwohnern, ist eine geschäftige und lebendige Stadt. Gleichzeitig ist sie klein genug, um den Aufbau eines starken Netzwerks zu erleichtern“, so Jeannette Gorzala. Als Juristin ist sie in Österreich und darüber hinaus in der EU eine der führenden Expertinnen für den EU AI Act und AI Governance. Zudem ist sie als Deputy Chairperson im KI-Beirat der Bundesregierung vertreten und übt die Position des Vice President im European AI Forum aus.

Und die ausgewiesene Expertin merkt hinsichtlich der Chancen, die Wien zu bietet hat, an: „Ein großer Vorteil ist die hohe Lebensqualität bei relativ niedrigen Lebenshaltungskosten.“ Diese Faktoren würden insbesondere von jungen Talenten immer stärker gewichtet, was es Unternehmen erleichtert, Top-Talente zu gewinnen. „Beispielsweise haben die Niederlande ein lebendiges KI-Ökosystem, aber der starke Anstieg der Immobilienpreise hat zu einem Zustrom niederländischer Talente nach Österreich geführt“, so die Expertin.

Die Standortvorteile der Bundeshauptstadt würden sich zudem positiv auf das gesamte KI-Ökosystem in Österreich auswirken. Dieses wächst stetig mit rund zehn Prozent jährlich und umfasst laut der aktuellen AI-Landscape Austria mittlerweile mehr als 400 Unternehmen. Und noch ein Faktor würde sich laut Gorzala insbesondere positiv auf frühphasige KI-Startups auswirken: „Die umfassende Förderlandschaft durch aws, FFG und Wirtschaftsagentur Wien bietet Zugang zu eigenkapitalfreien Mitteln, was für Unternehmen in der Anfangsphase entscheidend ist.“

Vernetzung von Stakeholder*innen

Auf Industrie-Ebene hat laut der Expertin hierzulande der Siegeszug generativer KI vor allem die Werbe-, Kreativ- und Medienindustrie erfasst. Aber auch im Finanz- und Versicherungsbereich, der logistischen Optimierung und im Gesundheitssektor bei der Diagnose sowie der Wirkstoff- und Arzneimittelentdeckung gebe es noch viel Potenzial.

Damit sich das KI-Ökosystem noch weiter entfalten kann, bedarf es auch entsprechender Vernetzungsangebote, die KI-Talente aus unterschiedlichen Branchen zusammenbringt. „Die Eröffnung für Möglichkeiten zum offenen Diskurs, wie zum Beispiel im Rahmen der ViennaUP, ist aus meiner Sicht sehr wichtig für eine erfolgreiche Transformation und vor allem den Abbau von Ängsten im Zusammenhang mit KI“, so Gorzala.

Und die KI-Expertin wird auch selbst an der ViennaUP teilnehmen – unter anderem am Event AI for Good: Leveraging AI for Environmental and Social Progress am 3. Juni. „Zielsetzung der Veranstaltung ist es, unterschiedliche Stakeholder aus dem Ökosystem zu vernetzten und den Diskurs anzuregen, wie KI für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft gewinnbringen genutzt werden kann.“ Persönlich schätzt sie die holistische Betrachtungsweise der Veranstaltung, an der unter anderem Payal Dalal (Mastercard), Katharina Herzog (money:care), Elvira Wagner (RBI) und Natalie Staniewicz (Accenture) teilnehmen werden.

Teilnehmer*innen können Branchenvielfalt nutzen

Für Teilnehmer*innen der ViennaUP gibt Grozala folgenden Tipp: „Die ViennaUP bietet eine Woche lang die Möglichkeit, sich frei nach seinen Interessen zu vernetzten, auszutauschen und weiterzubilden. Ich kann allen nur empfehlen, durch das umfassende Programm zu cruisen und teilzunehmen.“ Zudem sollte man insbesondere die Branchenvielfalt nutzen, die in dieser Woche geboten wird – angefangen vom Gesundheitsbereich bis hin zur Kreativwirtschaft.

So wird beispielsweise das Event AI in Health Care am 6. Juni, die Rolle und das Potenzial von KI im Gesundheitswesen thematisieren. Experten auf dem Gebiet der KI, aufstrebende KI-Startups und Fachleute aus dem Gesundheitswesen kommen zusammen, um zu diskutieren, wie KI das Gesundheitswesen verbessern und revolutionieren kann. Zu den Themen gehören die Verbesserung und Personalisierung der Patient*innenversorgung, der Einsatz von KI zur Verbesserung von Diagnoseverfahren und die Steigerung der Effizienz im Gesundheitswesen. Am Event vertreten sind unter anderem Irene Fialka (INITS) Philipp Hainzl (LISAvienna) Astrid Kaltenböck, (EIT Health Austria), Georg Langs (contextflow) und viele mehr.

Neben dem Gesundheitsbereich bringt künstliche Intelligenz auch in der Kreativwirtschaft zahlreiche Chancen aber auch Herausforderungen mit sich. Welche Schnittpunkte es aktuell zwischen Kultur und Technologie gibt, beleuchtet das Event AI and the Evolution of Creativity, das am 4. Juni von der CultTech Association und New Renaissance Ventures veranstaltet wird. Unter anderem wird der Frage nachgegangen, welche Ansätze erwägenswert sind, und ob wir uns über die Rolle der „menschlichen Intelligenz“ Sorgen machen müssen. Unter anderem werden am Event Benjamin James (Atlas Design), Alex Brix (Canva) und Tonia Samsonova (Excatly.ai) vertreten sein.

Zudem werden auch die beiden Events Open Link Day – Bridging Communities with Open Source, Open Data, and Open Standards am 5. Juni und Gigabit x Beyond am 6. Juni das Thema der künstlichen Intelligenz in den Fokus rücken. Beide Veranstaltungen bieten auch ideale Networking-Möglichkeiten, um sich mit internationalen Teilnehmer*innen interdisziplinär auszutauschen.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit hebt auch Gorzala abschließend hervor, um künftig die Akzeptanz von künstlicher Intelligenz in der Wirtschaft und Gesellschaft zu steigern. „KI ist eine Technologie, die bereits jetzt viele Aspekte unseres privaten und professionellen Lebens bedeutend beeinflusst und verändert. Durch die Einbindung der Zivilgesellschaft und die Förderung interdisziplinärer Zusammenarbeit können unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt und eine breite Akzeptanz und Mitgestaltung ermöglicht werden.“

+++ Hier findet ihr das gesamte Programm der ViennaUP +++

Tipp der Redaktion

Netzwerken kann man aber nicht nur auf den zahlreichen Events der Programm-Partner. Auch in diesem Jahr bietet die ViennaUP mit der Homebase am Karlsplatz eine zentralen Treffpunkt. Teilnehmer*innen aus dem In- und Ausland können dort bei einem speziellen Musikprogramm das Wiener Lebensgefühl genießen. Zudem beteiligen sich auch Kaffeehäuser als Partner im Rahmen der ViennaUP.

Inwiefern Gründer*innen die ViennaUP zum Fundraising nutzen können, hat uns Laura Raggl von ROI Ventures hier erzählt. Zudem sind über das Vienna Startup Package auch in diesem Jahr wieder 14 internationale Startups in Wien. Darunter ist auch trashify-Gründerin Nikhita Bhagwat aus Estland. Sie gab uns einen Überblick über das Programm und darüber, was man auf der ViennaUP nicht verpassen darf.

Gründer*in der Woche: Rechargy – Powerbank to go

Das Berliner Start-up Rechargy ermöglicht es Nutzer*innen, in Sekundenschnelle unterwegs eine Powerbank zu mieten und mobile Endgeräte aufzuladen. Die Rückgabe erfolgt an einer beliebigen Rechargy Powerbankstation. Mehr dazu im Interview mit Rechargy-Gründer Emre Ates.

Wie entstand die Idee zu Rechargy?

Vor acht Jahren saßen mein Bruder Furkan Ates und ich in einem Café, und mein Bruder hat auf einen wichtigen Anruf von seinem Anwalt gewartet. Er hatte jedoch nur einen Prozent Akku auf seinem Telefon. Er hat den Kellner gefragt, ob sie eine Lademöglichkeit haben. Dieser hat jedoch nur auf das Kabel hinter der Theke verwiesen. Da haben wir uns gedacht, warum es denn keine Ladelösung in Cafés gibt, wo man das Gerät auf dem Tisch laden kann und hierfür einen kleinen Betrag zahlt. Wir sind daraufhin in die Recherche nach ähnlichen Anbietern eingestiegen und haben dann mit Boxen, in die man einen Euro einwirft, unser erstes Produkt auf den Markt gebracht. Wir haben dann schnell erkannt, dass die Lösung nicht skalierbar und nachhaltig ist. Weshalb wir uns schnell auf die Suche nach einem zukunftsfähigen Gerät gemacht haben, welches wir seit mittlerweile zwei Jahren für unsere Dienstleistung, als Rechargy, verwenden.

Zu euren Kund*innen gehört unter anderem die Uber Arena in Berlin. Welche Meilensteine habt ihr (als Team) für die kommende Zeit?

Unsere Ziele für die nächsten Jahre sehen so aus, dass wir unsere Position als Deutschlands größter Anbieter mobiler Ladelösungen für mobile Geräte ausbauen und verteidigen wollen. Zukünftig wollen wir einen verstärkten Fokus auf E-Mobilität legen und dabei unkomplizierte Lösungen für E-Autos und E-Mopeds entwickeln. Asiatische Länder sind uns da weit voraus und haben einen großen Vorsprung, den es aufzuholen gilt.

Des Weiteren befinden wir uns derzeit in der Expansionsphase unserer Marke und sind ebenso dabei, unser Team zu erweitern. Neben der Suche nach Franchise Partnern, sind wir derzeit auf der Suche nach Kooperationspartnern in der nationalen Eventbranche. Vor allem suchen wir nach einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten: der Kunde, unsere Partner und wir stehen da in einem direkten Zusammenhang.

Zurückblickend auf die Anfänge von Rechargy – was würdest du anders machen? Welche Fehler sollten Gründer*innen vermeiden?

Mein größtes Learning ist es, keine Angst vor Fehlern zu haben. Während der Unternehmensgründung macht man viele Fehler und es ist wichtig, aus diesen Fehlern zu lernen, seine Erkenntnisse zu ziehen und weiter zu machen. Hauptsache ist, dass man an die Idee und die Vision glaubt. Ebenso ist es wichtig, bei der Einstellung von Mitarbeitern die Vision des Unternehmens zu vermitteln und diese ins Boot zu holen. So soll Zeit gespart werden, denn Zeit ist für ein junges Start-up das wichtigste Gut. Daher ist es wichtig seine Zeit effizient und effektiv zu nutzen und direkt, konsequent zum Punkt zu kommen.

Wo siehst du Rechargy in fünf Jahren und was benötigt ihr, um die Ziele zu erreichen?

Ich sehe Rechargy in fünf Jahren als europäischer Marktführer auf dem Gebiet der mobilen Ladelösungen, als auch in der Mobilitätsbranche. Ebenso sehe ich unser Unternehmen als innovativer Vorreiter mobiler Werbeflächen, durch die Bildschirme in unseren Ladestationen. Hierfür brauchen wir Nutzer mit einem nachhaltigen Bewusstsein, die sich dafür engagieren und einsetzen wollen, um den Elektroschrott zu mindern.

Zudem werden wir in den kommenden Jahren an der Platzierung unserer Dienstleistung in diversen Eventlocations, Flughäfen und Lokalitäten arbeiten. Weiterhin wollen wir an einer Finanzierungsrunde und der Suche nach einem erfahrenen, strategischen Investor arbeiten. Im Best Case Szenario unterstützt dieser aktiv unser Wachstum und hilft uns mit seinem Netzwerk beim Ausbau unserer Marke. Zudem halten wir Ausschau nach einem Partner mit Erfahrung in der Werbebranche beziehungsweise im DOOH-Bereich, für die Vermarktung über die Bildschirme.

Emre, vielen Dank für das Interview!

Das Interview führte Daniel Ignatenko

Hier geht’s zu Rechargy

SmartLoC: 1,8 Mio. Euro für B2B-Paymentlösung

Das 2021 gegründete SmartLoC gibt den erfolgreichen Abschluss seiner Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 1,8 Mio. Euro bekannt. Das Start-up hat eine digitale B2B-Zahlungslösung entwickelt, die auf dem Monitoring der Fracht basiert und speziell auf den internationalen Handel zugeschnitten ist.

SmartLoC aus Bad Oldesloe hat sich auf die Entwicklung einer modernen und vollständig digitalen B2B-Zahlungslösung für den internationalen Handel spezialisiert. Durch den Einsatz innovativer Technologien wie IoT, Blockchain und KI will das Start-up den Prozess grenzüberschreitender Transaktionen optimieren und digitalisieren, um Unternehmen eine nahtlose, sichere und effiziente Zahlungsplattform zu bieten.

Angeführt wird die aktuelle Seed-Finanzierungsrunde vom High-Tech Gründerfonds (HTGF). Außerdem beteiligen sich der griechische Frühphasen-VC Loggerhead Ventures, die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH sowie mehrere Business Angels.

Britta Balden, CEO von SmartLoC, sagt: „Wir freuen uns sehr über diese bedeutende Investition, die es uns ermöglicht, die Entwicklung unserer bahnbrechenden Plattform zu beschleunigen und unser Geschäft zu skalieren. Mit SmartLoC wollen wir Unternehmen eine moderne, effiziente und sichere Zahlungslösung anbieten, die den komplexen Anforderungen des internationalen Handels gerecht wird. Mit der Unterstützung des HTGF und unserer weiteren Seed-Investoren sind wir zuversichtlich, die Branche nachhaltig zu verändern und unseren Kunden einen großartigen Mehrwert zu bieten.“

Martin Möllmann, Senior Investment Manager beim HTGF, kommentiert: „Wir freuen uns, SmartLoC auf ihrem Weg zu begleiten, den B2B-Zahlungsverkehr im internationalen Handel neu zu definieren. Die umfassende Expertise des Teams in den Bereichen Finanzen, Technologie und internationaler Handel in Kombination mit dem innovativen Ansatz positioniert SmartLoC als führendes Unternehmen in diesem sich rapide entwickelnden Markt. Wir sind überzeugt, dass SmartLoC das Potenzial hat, den Status quo zu verändern und Unternehmen weltweit einen erheblichen Mehrwert zu bieten. Wir freuen uns darauf, SmartLoC bei der weiteren Innovation und Expansion zu unterstützen.“

Evangelos Kosmidis, CEO und Managing Director von Loggerhead Ventures, kommentiert das Umweltpotenzial der SmartLoC-Plattform: „Wir sind überzeugt, dass SmartLoC eine intelligente Lieferkette im internationalen Handel schaffen und eine signifikante CO2-Reduktion ermöglichen wird. Das Team von SmartLoC verfügt über die unternehmerische Erfahrung und das technische Know-how, um schnell zu wachsen und den internationalen Handel zu revolutionieren. Wir werden das Unternehmen bei seinen nächsten Expansionsschritten unterstützen und uns dabei auf die Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten in Griechenland konzentrieren.“

Nach Abschluss der Seed-Runde sieht sich das Start-up bestens aufgestellt, um die Entwicklung seiner Plattform voranzutreiben, sein Team zu erweitern und die Markteinführung zu beschleunigen.

Social-Media-Plattform Jodel übernimmt Tech-Start-up LAYZR

Jodel, das größte soziale Netzwerk aus Deutschlands, kauft das 2021 von Peter Krysta, Tom Lamsfuß und Tom Segbers gegründete Tech-Start-up LAYZR, um seine Plattform mit Avataren interaktiver zu gestalten.

LAYZR ist vor allem in der Gaming-Community bekannt. Nutzer*innen können einen digitalen Avatar erstellen, der Twitch-Streams integriert werden konnte. Das ermöglicht ein Community-Gaming bei dem Tausende von Zuschauer*innen mit ihren Avataren live im Stream und ohne Downloads dabei sind, um ihre Lieblingsstreamer*innen zu unterstützen – so werden ganz persönliche Interaktionen zwischen Zuschauer*innen und Streamer*innen möglich. Es hat mehrere Preise gewonnen, darunter den Top 50 Startup Award 2021, den Digital Rising Award und den Next in Esports Award. Zum Zeitpunkt der Übernahme hatte LAYZR nach eigenen Angaben 100.000 Nutzer*innen und 1.000 Partnerschaften mit Streamern. Das Start-up war bisher VC-finanziert, mit einer Seed-Runde unter der Leitung von Atlantic Labs und dem Evolve Incubator.

„Wir haben Bitmoji gebaut, aber in der cooleren Version – eine Plattform für die User-Streamer-Bindung. Bei einem Fußballspiel kauft man zum Beispiel ein Trikot, um seine Unterstützung für die Mannschaft zu demonstrieren – aber in der Streaming-Welt, in der alles digital ist, geht das nicht. Dort braucht man einen digitalen Avatar“, sagt Tom Segbers, CTO und Mitbegründer von LAYZR.GG.

LAYZR hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bindung zwischen Streamer*innen und ihrer Community zu stärken und sie durch Avatar-Interaktionen noch spannender zu machen. Bisher war LAYZR dafür mit der Streaming-Plattform Twitch kompatibel. Außerdem gibt es einen Marktplatz, auf dem digitale Add-Ons, wie Outfits oder Animationen für die Avatare gekauft werden können. Die Technologie rund um Avatare, Animationen und Interaktivität wird nun schrittweise Teil des Jodel-Ökosystems.

„Soziale Netzwerke haben einen riesigen Kund*innenstamm, aber es kann eine Herausforderung sein, diesen zu monetarisieren. Wir bieten da eine Lösung“, so Dr. Peter Krysta, CEO und Mitbegründer, LAYZR.GG

Jetzt wird das Start-up mit seiner Avatar-Technologie Teil der Jodel-Plattform. Jodel ermöglicht seinen Nutzer*innen, anonyme Beiträge zu veröffentlichen - entweder einen Text (in begrenzter Länge), ein Foto mit einem kurzen Kommentar oder ein Video. Mit den Avataren von LAYZR geht man von der visuellen Anonymität zur Pseudonymität über: Die Identität kann spielerischer und kontextabhängiger sein. Die Plattform gehört zu den ersten sozialen Netzwerken, die über Abonnements und In-App-Käufe monetarisieren. Das wird zukünftig durch die Funktionen von LAYZR ergänzt.

„Wir waren unter den ersten sozialen Netzwerken, die Nutzer*innenabonnements und Konsumgüter angeboten haben - jetzt folgen die großen Namen und springen auf den Zug auf. Durch unser spielerisches soziales Netzwerk eröffnen wir neue Wege der Monetarisierung und des Engagements“, so Alessio Avellan Borgmeyer, CEO und Gründer von Jodel.

Jodel und LAYZR teilen sich den gemeinsamen Investor Atlantic Labs. Atlantic Labs hat Jodel bei Pre-Seed, Seed und Series A unterstützt - und LAYZR in der Seed-Runde: „Wenn wir uns die Zukunft der sozialen Netzwerke ansehen, sind Gemeinschaft und Teilhabe das, was die Nutzer*innen wollen und Jodel ist da weiterhin ganz vorne mit dabei. Die Übernahme von layzr.gg unterstreicht das. Wir freuen uns sehr, dass die beiden sich auf einem unserer Portfolio-Events kennengelernt haben und nun ihre Kräfte bündeln“, sagt Ruben Schultz, Principal, Atlantic Labs.

Gründer*in der Woche: Forget Finance – die Spar- und Investment-App für Paare

Konradin (Koin) Breyer und Jurek Herwig haben mit Forget Finance die erste Spar- und Investment-App Europas für Paare entwickelt, um Beratungslücken in der digitalen Finanzwelt mithilfe von Behavioral Finance zu schließen.

Deutschland hat ein Problem. Fast alle wissen davon, fast alle sind betroffen, aber eine Lösung ist nicht in Sicht: Altersarmut. Schon heute reichen für viele Rentner*innen ihre monatlichen Bezüge nicht mehr. Und durch das Umlageverfahren des deutschen Rentensystems wird es für die jüngeren Generationen im Alter voraussichtlich sogar noch prekärer. Daran wird auch das Rentenpaket II nichts ändern können.

Private Vorsorge ist also unumgänglich. Das begreifen auch mehr und mehr Menschen in Deutschland – und legen ihr Geld eigenständig für ihr Alter an. Eine Entwicklung, die auch auf neue Player wie Neo-Broker, Trading Apps und Robo-Advisor zurückzuführen ist. Sie erleichtern Anfänger*innen den Einstieg und machen Finanzprodukte einer breiten Masse zugänglich. Zudem vermitteln zahlreiche Blogs, Apps und Social Media Channel Finanzwissen in leicht verdaulichen Häppchen. Dennoch unterlaufen den meisten Anleger*innen Fehler, die sie ordentlich Rendite kosten. Laut Vermögensverwalter Vanguard im Schnitt rund drei Prozent jährlich.

Aus Fehlern lernen

Ein Umstand, der auch Konradin Breyer, genannt Koin, immer wieder auffiel: „Ich habe in den letzten Jahren zahlreiche Freund*innen, Kolleg*innen und mittlerweile auch Kund*innen in Geldanlagefragen beraten. Dabei habe ich die immer gleichen Muster bemerkt, die schuld waren, dass deutlich weniger Geld in den Depots steckte, als eigentlich möglich gewesen wäre. Angefangen bei dem Fehlen konkreter Ziele, über die Fehleinschätzung der eigenen Kenntnisse, bis hin zu emotional getriebenen Entscheidungen“, berichtet er. Das sei auch kein Wunder. Die gängigen Trading-Plattformen und Apps würden ihre Nutzer*innen nicht vor solchen teuren Fehlern bewahren. „Das ist nicht Teil ihres Geschäftsmodells“, erklärt Koin. Gemeinsam mit seinem Co-Founder Jurek Herwig hat er deshalb die Spar- und Investment-App Forget Finance entwickelt.

„Sport und Finanzen sind sich ähnlich

Koin selbst interessiert sich schon seit seiner Kindheit für Finanzen und investiert seit er 15 Jahre alt ist. Ein Erbe brachte ihn damals dazu, sich beim Berater seiner Hausbank über Geldanlage zu informieren. Dieses Gespräch nahm er zum Anstoß, um mit dem Anlegen zu beginnen. Und er ging sogar noch weiter: Neben seinem Beruf ließ er sich zum zertifizierten Finanzanlagenvermittler ausbilden. Vor der Gründung von Forget Finance verantwortete Koin den Aufbau von Freeletics, einer der weltweit erfolgreichsten Fitness-Coaching-Apps. „Freeletics ist damals angetreten, um Nicht-Expert*innen zu helfen, ihre Fitnessziele zu erreichen. Über praktische Anleitungen und personalisierte Trainingspläne“, erzählt er. Genau diesen Ansatz wollte er auf die Geldanlage übertragen. „Denn gut aufgestellte Finanzen haben – wie Sport – einen positiven Einfluss auf das eigene Befinden. Das sollte nicht nur Finanz-Nerds vorbehalten sein.“

Eine gemeinsame Mission

In Jurek Herwig fand er schließlich den passenden Co-Founder. Beide kannten sich schon länger über ihre Partnerinnen. Jurek hatte zuvor als CTO von Neugelb mit mehreren Teams die App der Commerzbank aufgebaut. Und er teilte Koins Wunsch, Finanzen radikal einfacher zu machen. Gemeinsam starteten sie 2020 mit der Entwicklung ihrer Finanz-App, die die massive Beratungslücke in der digitalen Finanzwelt schließen sollte. „Mit Forget Finance haben wir eine App gebaut, die an die Hand nimmt, mitdenkt und proaktiv Empfehlungen und Tipps gibt. Wir kombinieren die Vorteile einer persönlichen Finanzberatung mit einer intuitiven App“, so Koin. „Unser Anspruch war von Anfang an: Wir beraten unsere Kund*innen so, wie wir unsere Freund*innen beraten würden. Nämlich ohne teure, unflexible Produkte. Dafür mit einem Fokus auf die individuellen Ziele, Wünsche und holistischen Lebensplanung der Menschen“, ergänzt Jurek.

In die Konzeptionsphase wurden knapp 10.000 Nutzer*innen über Interviews und Finanzcoachings miteinbezogen. Außerdem fand eine enge Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Digital Finance der Technischen Universität München statt. Denn die Forget-Finance-App basiert auf Erkenntnissen aus der Kapitalmarktwissenschaft und Verhaltensökonomie, auch bekannt als Behavioral Finance. Diese setzt sich mit den Auswirkungen menschlicher Emotionen und Verhaltensweisen auf Finanzentscheidungen auseinander.

Idee überzeugt namhafte Investor*innen

Bereits zwei Monate nach der Gründung konnten Jurek und Konradin mit ihrer Idee erste Investoren wie interhyp-Gründer Marcus Wohlsdorf und Hanno Renner, Gründer von Personio, überzeugen. In der Seed-Finanzierungsrunde 2021 stiegen auch Wagniskapitalgeber wie b2ventures und UVC Partners bei Forget Finance ein. Insgesamt konnte das Fintech so 4,2 Millionen Euro einsammeln. Mit dem Kapital wurden weitere App-Features entwickelt und vor allem neue Anlage-Portfolios für sämtliche Risikoprofile und Zeithorizonte hinzugefügt. Außerdem erweiterte Jes Hennig die Geschäftsführung, der in den Jahren zuvor die Gen Z-Neobank Ruuky mitgegründet hatte.

Neue Lücke entdeckt

Ende 2023 entdeckte dieser neues Wachstumspotential. „Wir haben bemerkt, dass unsere App vor allem innerhalb der Familie weiterempfohlen wird, allen voran an die Partner*innen“, so Jes. „Zudem ist uns aufgefallen, dass es kein Produkt zum gemeinsamen Sparen und Investieren gibt, das modernen Beziehungen gerecht wird.“

Denn Geld spielt früher oder später in jeder Partnerschaft eine Rolle: Wer zahlt was? Welche Aufteilung ist wirklich fair? Wie können gemeinsame finanzielle Ziele erreicht werden? Gleichzeitig leben Menschen heute jedoch selten ihr Leben lang in einer klassischen Ehe- oder Familienkonstellation. Daher ist beispielsweise das Gemeinschaftsdepot längst nicht mehr zeitgemäß.

Der nächste Schritt war daher glasklar: Forget Finance wird die erste Spar- und Investment-App Europas für moderne Paare. Seit Anfang des Jahres können Menschen nun sowohl für sich selbst als auch gemeinsam Vermögen aufbauen – unkompliziert innerhalb der App und immer mit getrennten Depots. „Für uns ist das die perfekte Kombination aus Wir-Gefühl und Unabhängigkeit“, beschreibt Koin diesen Schritt. „Wir haben in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden, dass sich in den meisten Beziehungen nur eine Person um die Finanzen kümmert. Mit unserem Ansatz möchten wir auch Menschen, die bisher weniger Berührungspunkte mit dem Vermögensaufbau hatten, an das Thema heranführen“, ergänzt Jes.

Mehr Gleichberechtigung schaffen

Das Team möchte mit der neuen App auch für mehr Gleichberechtigung und finanzielles Wohlbefinden innerhalb von Beziehungen zu sorgen. „Am Anfang einer Partnerschaft geht es vielleicht ,nur‘ darum das Urlaubsbudget gerecht aufzuteilen. Aber spätestens mit der Geburt eines Kindes wird es sehr wichtig, die Finanzen ordentlich zu regeln“, erklärt Koin. Schließlich ändere sich dann häufig die Einkommens- und Care-Arbeitsverteilung. Die Daten zu Gender Pay und Gender Pension Gap belegen, dass gerade mit der Geburt des ersten Kindes Frauen in eine wirtschaftlich schlechtere Lage geraten.

Dass Investitionen in den Kapitalmarkt hier Abhilfe schaffen können, zeigen die neuesten Zahlen der Bundesbank. Trotz Inflation stieg 2023 das Geldvermögen hierzulande auf ein Rekordniveau. Ein wesentlicher Treiber sind Kursgewinne bei Aktien und Anteilen von Investmentfonds. „Laut deutschem Aktieninstitut legt derzeit erst jede(r) Sechste im Alter ab 14 Jahren Geld an. Die Hälfte der Vermögen von deutschen Privathaushalten wird aber noch als Bargeld gehalten oder als Tages- oder Festgeld geparkt. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass sich auch der Rest der Menschen an die Kapitalmärkte traut – und dort auch wirklich das gesamte Potenzial ausschöpft”, schließt Koin ab. „Ganz unabhängig von Einkommen, bisherigem Vermögen und finanzieller Bildung.“

Packwise: Dresdner IoT-Start-up sichert sich siebenstelligen Betrag

Packwise wächst weiter: Der TGFS Technologiegründerfonds Sachsen investiert u.a. zusammen mit Hüttenes hoch drei einen Mio.-Betrag in das 2017 gegründete IoT-Start-up für die anstehende Internationalisierung nach Nordamerika.

Packwise ist auf das Vernetzen von Industrieverpackungen spezialisiert und bietet seinen Kund*innen eine Sensor-basierte SaaS-Lösung an. 2017 fiel der Startschuss mit Gründung durch Gesche Weger, Felix Weger und René Bernhardt. Klares Ziel von Beginn an: Das Supply-Chain-Management in der Prozessindustrie zu revolutionieren und hier neue Standards zu setzen. Und das ist gelungen: Packwise konnte bekannte Industriekunden wie BASF, Merck oder Solvay gewinnen. Der TGFS Technologiegründerfonds Sachsen ist, zusammen mit den weiteren Investoren Hüttenes hoch drei und Golzern Holding, nahezu von Beginn an mit an Bord und bleibt auch nach dieser Runde Leadinvestor.

Packwise: innovative Industrial IoT-Lösung

Packwise bietet eine innovative Industrial IoT-Lösung, die es Kund*innen der Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie ermöglicht, Transparenz entlang der Lieferkette zu gewinnen. Das Plug&Play-Gerät Packwise Smart Cap schafft neuartige Einblicke und erfasst Sensordaten zu Standort, Füllstand, Temperatur und Bewegung von mobilen Flüssigkeitscontainern mit hoher Präzision in Echtzeit. Die Software-Plattform Packwise Flow visualisiert und analysiert Abläufe für verschiedene Anwendungen in der Lieferkette.

Durch die Schaffung eines digitalen Zwillings ihrer Industrieverpackungen gewinnen Kund*innen des Unternehmens damit Einblick in ihre gesamte Lieferkette und können eine Vielzahl von Lieferkettenprozessen abbilden. „Packwise verbessert die Produktionsplanung, sichert die Produktqualität von der Abfüllung bis zur Kundenentnahme und fördert eine nachhaltigere Logistik. Es löst automatisierte Nachbestellungen aus und ermöglicht das Angebot neuer Dienstleistungen wie Vendor-Managed-Inventory-Modelle oder Konsignationslager, die Kunden einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil bieten“, schildert Packwise-Geschäftsführerin Gesche Weger.

Der Weg in die USA und Kanada

Nun steht der nächste Wachstumsschritt an. „Die letzten Jahre geben uns recht, wir sind mit unserer Technik Marktführer in Europa. Der nächste Schritt ist damit nur logisch: Der Weg in die USA und Kanada. Wenn wir das erfolgreich umsetzen, stehen Südamerika und danach Asien auf unserer Agenda“, ergänzt Mitgründer Felix Weger. Er führt weiter aus: „Für die Begleitung unserer Investoren bis hierhin sowie über deren aktuelles Commitment zu uns sind wir sehr dankbar. Wir freuen uns darauf, unsere Lösung von Dresden aus weiter international auszurollen. Die Zeit ist reif dafür!“

„Packwise hat seit unserem letzten Investment die Produktentwicklung deutlich vorangebracht und neue Vertriebskanäle in Nordamerika erschlossen. Wir sind weiterhin vom Skalierungspotential überzeugt und sehen die Nachfrage nach der Packwise-Lösung im Markt. Wir freuen uns daher im besonderen Maße, dass wir das hervorragend aufgestellte Team von Packwise auch in dieser Runde gemeinsam mit unserem bewährten Partner H3 weiter begleiten können“, so TGFS-Geschäftsführer Sören Schuster zur aktuellen Transaktion. Packwise ist eines von über 100 Start-ups im Freistaat Sachsen, die der Fonds seit 2008 bei der Umsetzung ihrer Ziele unterstützt.

OMNIPEAK: Mio.-Pre-Seedfinanzierung für KI-gesteuertes B2B-Start-up

Das 2023 von Dr. Manuel Meder und Dr. Michael Tal gegründete Start-up hat eine KI-gestützte Software entwickelt, die Marketingaktivitäten in großem Maßstab automatisiert und damit Umsatzwachstum optimiert.

Die bmh Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen mbH hat sich mit dem Fonds Hessen Kapital I als Co-Investor an einer Pre-Seedfinanzierungsrunde der OMNIPEAK GmbH beteiligt. Das Frankfurter Start-up hat eine KI-gestützte Software entwickelt, die Marketingaktivitäten in großem Maßstab automatisiert und so das Umsatzwachstum seiner Kund*innen optimiert. Die Mittel der Pre-Seedfinanzierung sollen vor allem in die weitere Produktentwicklung fließen.

Die OMNIPEAK GmbH wurde im September 2023 von den Seriengründern Dr. Manuel Meder und Dr. Michael Tal in Frankfurt gegründet und brachte im März 2024 als eines der ersten Unternehmen in Deutschland eine KI-gesteuerte Softwarelösung im Bereich Revenue Operations als Beta-Version auf den Markt. Dabei handelt es sich um ein vollständig integriertes, autonomes Betriebssystem, das den Vertriebs-, Marketing- und Customer Success-Mitarbeitenden von Unternehmen dabei hilft, mehr Umsatz in kürzerer Zeit zu generieren.

Die Software identifiziert und erfasst mithilfe von KI-Algorithmen potenzielle Kund*innen und sorgt so für einen kontinuierlichen Strom an Business Opportunities. Gleichzeitig steigert sie die Konversionsraten, indem sie hochpersonalisierte Nachrichten in großem Umfang erstellt und dabei auch auf das richtige Timing, die richtige Tonalität sowie den richtigen Kommunikationskanal achtet – und das individuell auf jede(n) Kund*in angepasst. Die KI arbeitet dabei unsichtbar im Hintergrund und kommuniziert wie ein virtueller Teamkollege, beispielsweise über E-Mail, MS-Teams oder Slack. Mithilfe dieser Softwarelösung können Unternehmen nicht nur ihre Revenue Operations-Prozesse optimieren, sondern letztlich auch ihre Sales-Zyklen verkürzen und ihr Umsatzwachstum steigern.

OMNIPEAK vertreibt seine Software als „Software as a Service-Lösung“ (SaaS), wobei der/die Kund*in eine monatliche Nutzungsgebühr zahlt. Zudem bietet das Start-up Managed Services, um Unternehmen mögliche Berührungsängste in dem noch neuen Feld der KI-basierten Optimierung von Marketing- und Salesprozessen zu nehmen. Das Angebot von richtet sich grundsätzlich an alle B2B-Unternehmen. Zu den ersten Kund*innen zählen beispielsweise Unternehmen aus der Werbefilm-, Marketing- sowie M&A-Beratungsbranche.

Michael Tal, Mitgründer und Co-CEO von OMNIPEAK, sagt: „Im Namen des gesamten Teams von OMNIPEAK möchte ich mich bei der bmh und den weiteren Kapitalgebern für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.“ Sein Mitgründer und Co-CEO, Manuel Meder, ergänzt: „Mit der Umsetzung dieser Finanzierungsrunde sind wir für die kommenden Herausforderungen und insbesondere für die Weiterentwicklung unserer Softwarelösung hervorragend aufgestellt.“

Jürgen ten Elsen, Investment Manager der bmh, ergänzt: „KI-Lösungen zur Professionalisierung des Produktvertriebs sind klar auf dem Vormarsch. Wir freuen uns darauf, OMNIPEAK bei der angestrebten schnellen Marktdurchdringung zu unterstützen. Gleichzeitig schätzen wir das erfahrene Management-Team, mit dem wir bereits im Rahmen einer früheren Beteiligung sehr erfolgreich zusammengearbeitet haben.“