Tech-Start-up Enmacc erhält zweistelligen Millionenbetrag


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Das Münchner Tech-Start-up Enmacc erhält im Rahmen seiner Serie B-Finanzierung einen zweistelligen Millionenbetrag, um seine Führungsrolle in Europa auszubauen.

Seit Wochen dominieren die europäischen Energiemärkte die Schlagzeilen. Im Verlauf der öffentlichen Debatte wird immer deutlicher, wie komplex und wichtig der Handel mit Strom und Gas ist. Zugleich rücken Unternehmen ins Rampenlicht, die bisher nur Expert*innen bekannt waren.

Eines davon ist die 2016 in München gegründete Enmacc GmbH. Das junge deutsche Technologieunternehmen ist Europas größte OTC-Handelsplattform für Energie und übernimmt mit seiner digitalen Handelsplattform für Gas und Strom eine zentrale Aufgabe für den deutschen Energiegroßhandel. Diese hat sich binnen weniger Jahre als digitale und innovative Alternative zu den traditionellen Brokern und Börsen etabliert.

Enmacc ermöglicht den außerbörslichen Terminhandel (OTC, Over the Counter) von Gas, Strom und Grünstromzertifikaten. Das Alleinstellungsmerkmal der Enmacc-Plattform ist die proprietäre Handelslösung für den Request-For-Quote-Handel. Das bedeutet: Händler*innen können in Sekundenschnelle ihre Handelspartner*innen über ihr Interesse informieren. Im Gegenzug erhalten sie umgehend konkurrenzfähige, handelbare Quotierungen von mehreren Handelspartner*innen. Diese Art des digitalen Handels soll Händler*innen speziell dann Liquidität verschaffen, wenn in den traditionellen Order-Büchern der Börsen und Broker nur wenige Preise zur Verfügung stehen.

Series-B Finanzierungsrunde zum Ausbau der Führungsrolle

Als wichtige Etappe seiner Entwicklung hat Enmacc nun eine Series-B Finanzierungsrunde bekannt gegeben, um seine europäische Führungsrolle auszubauen und durch effiziente Handels- und Marktinfrastrukturen die Energiewende zu beschleunigen.

Jens Hartmann, CEO der Enmacc GmbH, erklärt: “Die Energiemärkte sind aktuell durch ein extremes Preisniveau, bisher ungekannte Volatilität und dadurch äußerst geringe Liquidität gekennzeichnet. Dies stellt die Marktteilnehmer vor enorme Herausforderungen. Gefragt sind jetzt vor allem digitale Handelsmöglichkeiten, die den Beteiligten helfen, ihr Netzwerk an Handelspartnern zu erweitern und letztlich ihre Liquidität zu verbessern. Die aktuelle Energiekrise zeigt, dass sich der Energiehandel weiterentwickeln muss. Er muss digitaler werden und die Diversität der Marktstrukturen fördern. Die Energiewende kann nur auf Grundlage effizienter Märkte gelingen, die wirtschaftliche Anreize zur Dekarbonisierung setzen.”

Lead-Investor der aktuellen Serie B-Finanzierung ist Klima Energy Transition, ein kürzlich bei 210 Millionen Euro geschlossener Spätphasen-Venture Capital-Fonds des weltweit tätigen Investment Banking und Asset Management-Unternehmens Alantra. Es beteiligen sich zudem Chevron Technology Ventures und Bestandsinvestoren an der Finanzierungsrunde. Bislang wurde Enmacc von namhaften VCs wie Cherry Ventures, Piton Capital, Illuminate Financial und der 10x-Gruppe finanziert. Weitere Investoren werden in den nächsten Wochen die bereits überzeichnete Runde komplettieren.

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Climate Tech-Start-up Cozero holt sich den Deutschen Nachhaltigkeitspreis

Das Berliner Climate Tech-Start-up Cozero hat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2022/23 gewonnen.

Cozero gewann im Rahmen des 15. Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Design für Produkte, Systeme und Dienstleistungen. Cradle-to-Cradle-Gründer Prof. Michael Braungart (Foto links) wurde in dieser Kategorie mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Cozero wurde im Jahr 2020 gegründet und beschäftigt 30 Mitarbeitende. Das Start-up hat eine innovative Softwarelösung entwickelt, die maßgeblich die ökologische Transformation in Unternehmen in Gang setzt und steuert. Somit werden bereits 13 Millionen Tonnen CO2-Emissionen verwaltet, sog. Emissions under Management (EuM). Mithilfe der Plattform können Unternehmen mindestens 10 Prozent davon jährlich einsparen. Bis 2030 werden somit global ca. 1,5 Gigatonnen CO2 reduziert. Bereits mehr als 30 mittelständische und große Unternehmen nutzen die Software, sowie weitere 600 Betriebe in deren Liefer- und Wertschöpfungskette. Cozero wird in rund 50 Ländern an 3675 Bilanzstandorten eingesetzt.

Helen Tacke, Gründerin und Geschäftsführerin von Cozero: „Wir sind überglücklich, als junges und aufstrebendes Start-up den Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen zu haben. Seit der Gründung von Cozero im Jahr 2020 ist es unser Anspruch, Klimaschutz und unternehmerisches Handeln zusammenzuführen. Heute, nur zwei Jahre später, verfügen wir voller Stolz bereits über eine marktreife Klima-Controlling-Software, die von mittelständischen und großen Unternehmen genutzt wird. Die ökologische Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft ehrgeizig voranzutreiben, ist tief in Cozeros DNA verankert – wir danken der Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreis, dass sie uns dafür belohnt hat.“

Begründung der Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreis: „Bemerkenswert ist die hohe Qualität und Transparenz der ermittelten Emissionsdaten, die sich hier zudem einfach und verständlich verwalten lassen und dadurch Entscheidungen für die Zukunft erleichtern. Klimaschutz gehört neben der Digitalisierung zu den großen Transformationsherausforderungen unserer Zeit, denen sich Unternehmen früher oder später stellen müssen.“

OroraTech: 15 Mio. Euro für Satelliten-basierten Klimaschutz

Das 2018 in München gegründete SpaceTech-Start-up OroraTech sammelt 15 Mio. Euro zum Ausbau seiner Satelliten-basierten Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels ein.

OroraTech, der Münchner Anbieter für satelliten-basierte Wärmebilderfassung, hat mit privaten Investor*innen und zusätzlicher Co-Finanzierung durch öffentliche Geldgeber*innen seine Series-A-Runde um 15 Millionen Euro erweitert. Mit der neuen Finanzierung will OroraTech als erster und einziger kommerzieller Anbieter von satelliten-basierten Wärmebildern bereits im Mai 2023 seine zweite Wärmebildkamera ins Weltall bringen. Zudem nutzt OroraTech den verstärkten Rückenwind zur Entwicklung weiterer, neuer Lösungen zur Anpassung und Bekämpfung des Klimawandels.

Die Investitionsrunde wurde von Lead-Investor Edaphon, einem in Belgien ansässigen Impact-Investor, zusammen mit den bestehenden Investoren Findus Ventures, Ananda Impact Ventures, Wachstumsfonds Bayern 2, ConActivity, APEX Ventures, SpaceTec Capital und Industrieexperten Ingo Baumann und Clemens Kaiser abgeschlossen. Zusätzliches Geld wurde durch Aufträge und Förderungen der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und des Freistaates Bayern eingesammelt.  

 „Ich bin sehr stolz darauf, was wir innerhalb eines Jahres erreicht haben – wir haben unsere erste Kamera im Weltall gestartet, die selbst unsere eigenen Erwartungen übertroffen hat und weltweit einzigartig ist. Mit der zusätzlichen Finanzierung werden wir unsere zweite Kamera in den Orbit bringen und unsere Expansionsstrategie in weitere Anwendungsfelder beschleunigen. OroraTech’s schnelles Wachstum wird auch von Investoren anerkannt und ich freue mich daher sehr, unseren neuen Investor Edaphon an Bord begrüßen zu dürfen. Gemeinsam werden wir unser Ziel weiter vorantreiben, alle 30 Minuten die Temperatur der Erde zu messen, um für mehr Transparenz zu sorgen und um bessere Entscheidungen in der Bekämpfung des Klimawandels zu ermöglichen“, erklärt Thomas Grübler, CEO von OroraTech.

Waldbrände als Klimakiller

Das im Pariser Klimaabkommen 2015 beschlossene Ziel, die globale Erderwärmung auf 1.5°C zu begrenzen, beschäftigt die Klimapolitik weltweit, auch wenn jetzt im Rahmen der COP27 Konferenz in Ägypten festgehalten wurde, dass dieses Ziel nicht mehr realistisch ist. Fakt ist: Die Erde hat dauerhaftes „Fieber“, das zu Naturkatastrophen und damit einhergehenden finanziellen Verlusten führt. Waldbrände beispielsweise sind jedes Jahr für 17 bis 20 Prozent der gesamten globalen CO2-Emissionen verantwortlich und verursachen versicherte Schäden in der Höhe von über zehn Milliarden Dollar Schäden. Aus dem Temperaturanstieg resultierende Folgen wie diese haben einen schwerwiegenden Einfluss auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zum Schutz von biologischer Vielfalt, Wasser, Gesundheit, Landwirtschaft und Klima.

Satelliten-basierter Klimaschutz

Bereits heute tragen satelliten-basierte Technologien entscheidend zur Verringerung der Treibhausgasemissionen bei. Informationen von Bodensensoren in Kombination mit Satelliten-Daten helfen bei der Verbesserung der Luftqualität, dem Schutz der Wälder sowie bei der Verifizierung von Kohlenstoffkrediten für Waldbesitzer*innen. 

Angetrieben von der Vision „Thermal intelligence for a sustainable Earth“ brachte OroraTech Anfang 2022 den ersten ungekühlten Thermal-Infrarotsensor ins Weltall. Der erfolgreiche Launch war ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zu einer Konstellation, die bereits 2024 jeden Punkt der Erde alle 12 Stunden und ab 2026 rund alle 30 Minuten erfassen wird. 

OroraTech’s erstes Produkt, die Wildfire Intelligence Solution, wird bereits von Kund*innen weltweit eingesetzt. Die Plattform nutzt verfügbare Erdbeobachtungsdaten zur Erkennung und Überwachung von Waldbränden. Mit der Wildfire Intelligence Solution werden bereits heute über 100.000 Brände täglich erkannt und mehr als 160 Millionen Hektar Wald auf sechs Kontinenten geschützt.

Per Fünf-T-System zum Unicorn?

Eine Studie von McKinsey will das Erfolgsrezept gefunden haben, wie man zum 1 Milliarde US-Dollar schweren Unicorn wird.

Der Traum ist bekannt: In jungen Jahren mithilfe von Fast Food und Energy-Drinks (oder in heutigen Zeiten eher vegane Alternativen und nachhaltig hergestellte Kräuter-Getränke) aus der Garage, der WG, dem eigenen Schlafzimmer oder einem klaustrophobisch anmutenden Büroraum heraus eine Idee entwickeln, die sich dann in ein Startup und schlussendlich zum Unicorn wandelt. So werden gern jene Erfolgsgeschichten erzählt, die zur Milliardenbewertung des eigenen Unternehmens und globalem Erfolg führen.

Für den tatsächlichen Erfolg jedoch braucht es laut einer Studie von McKinsey weit mehr: von ausreichend unternehmerischer Vorerfahrung, über die richtige Ausbildung bis hin zu nachhaltigen Wachstumschancen im Zielmarkt.

Diese Voraussetzungen hat McKinsey aus Interviews mit zehn Venture Capital-Gesellschaften und Angel Investors sowie 100 von weltweit 1000 Unicorns abgeleitet. Und kam auf das „Fünf-T-System“:

1. Team: Nicht ohne meine Leute

Laut der Analyse sind gute Mitarbeiter*innen der Schlüssel zum Erfolg. 75 Prozent aller Unicorn-Start-ups wurden von zwei oder mehr Leuten gegründet. Wichtig dabei sei die Vielfalt im Gründer*innenteam.

Unicorns sind, was die Studienabschlüsse betrifft, bunt durchmischt (technologischer Hintergrund 40 Prozent, Naturwissenschaften 25 Prozent, wirtschaftlicher Hintergrund 25 Prozent).

Generell sind Hochschulausbildungen bei Unicorn-Gründer*innen weit verbreitet: Mehr als 95 Prozent haben einen akademischen Abschluss, mehr als 70 Prozent sogar einen Master, MBA oder Doktortitel.

Neben der richtigen Ausbildung sei zudem auch Berufserfahrung essenziell. Die meisten (80 Prozent) Unicorn-Gründer*innen haben bereits davor Arbeitserfahrung gesammelt, und mehr als die Hälfte hat zuvor bereits ein anderes Start-up gegründet.

Investor*innen sind, der Studie nach, auf der Suche nach Gründer*innen, die nicht nur Visionär*innen, sondern auch erfahrene Unternehmer*innen sind. Von der Garage aus zum Weltmarktführer wie bei Facebook, Google und Co. wird demnach kaum zur Realität.

 

„Die Unerfahrenheit dieses Gründer*innen-Stereotyps finden wir bei erfolgreich skalierten Gründungen jedoch selten – das Gegenteil ist der Fall: 80 Prozent der Gründer*innen haben Vorerfahrungen gesammelt: entweder in Start-ups oder Corporates“, sagt Jerome Königsfeld, Autor der Studie und Partner im McKinsey Büro in Köln.

2. Total adressable Market

Fast ein Drittel der Top-100-Unicorns ist in den Sektoren „Technologie, Medien und Telekommunikation“, „Industrie“ und „Gesundheitswesen“ zu finden. Dabei sei aber nicht nur die Größe entscheidend.

Ein Start-up auf Trends und in Märkten ohne klaren Marktführer zu gründen, locke ebenfalls Investor*innen. Ganz nach dem Motto „There is no planet B“ investieren Unternehmen und Regierungen weltweit aktuell vor allem in den Bereich Nachhaltigkeit (zehn Billionen Euro in den nächsten 30 Jahren).

Markus Berger-de León, ebenfalls Co-Autor der Studie und Senior Partner im McKinsey Berlin Büro, erklärt die vorausgesagten Investments so: „Steigende Energiepreise und ein gestiegenes Bewusstsein für den Klimawandel werden die Entwicklung und das Wachstum von Cleantech-Start-ups begünstigen.“

3. Mit dem perfekten Timing zum Unicorn

Als Vorreiter bei Trends können Startups mit schnellem Wachstum, höheren Margen und ausreichend verfügbarem Kapital rechnen. Damit sichern sich „First Movers“ eine vorteilhafte Marktposition, bevor andere Start-ups oder etablierte Unternehmen auf das neue Geschäftsfeld aufmerksam werden.

Rasch potenzielle Kund*innen für das Produkt oder die Dienstleistung zu gewinnen, sei dabei entscheidend für Investor*innen.

4. Technologie: Software übertrumpft Hardware

Während der Großteil der Unternehmensgründungen auf neuen Technologien basiert, gibt es auch weitere Möglichkeiten, das richtige Produkt oder die passende Dienstleistung für den skalierbaren Erfolg zu finden. Start-ups können mit einer neuen Kombination oder Verbesserungen bestehender Technologien, beispielsweise durch gesteigerte Effizienz, einen Markt für sich gewinnen.

Entscheidend ist immer, die Skalierbarkeit – das Produkt oder die Dienstleistung soll von beliebig vielen Kund*innen genutzt werden können, ohne dass die eigenen Kosten explodieren. Bei diesem Aspekt wären vor allem Software-Produkte im Vorteil.

5. Traction: Neue Lösungen für alte Probleme

Erfolgreiche Gründungen zeichnen sich, der Studie nach, vor allem auch dadurch aus, dass für bestehende Probleme in bestehenden Märkten neue Lösungen geboten werden.

Mit einer Idee ein Unternehmen gründen, und danach nach dem richtigen Markt dafür zu suchen, führt nur in seltenen Fällen zum Erfolg. Investor*innen würden es, McKinsey nach, bevorzugen, wenn Unternehmen einem sogenannten „3-3-2-2-2“-Muster folgen.

Die Umsätze eines Start-ups sollten sich in den ersten zwei Jahren nach der Gründung verdreifachen und die drei Jahre danach ungefähr verdoppeln.

Die McKinsey-Analyse zeigt nämlich: Erfolgreiche Start-ups haben ihre Umsätze acht Jahre lang jedes Jahr verdoppelt.

Auch die derzeitige unsichere Wirtschaftslage wirkt sich auf den Start-up-Sektor aus: Investor*innen achten aktuell vor allem auf Profitabilität und nicht auf schnelles Wachstum. Grund dafür ist die hohe Inflation, wodurch auch das Halten von Bestandskund*innen und wiederkehrende Einkünfte immer wichtiger werden.

Hier geht's zur Studie

Studie: Start-up ist (fast) Männersache

Die Analyse der Technischen Universität München (TUM) zeigt u.a.: Nur rund drei Prozent der untersuchten deutschen Start-ups wurden bzw. werden von weiblichen Teams oder einzelnen Frauen gegründet.

Eine Studie der Technischen Universität München (TUM) in Zusammenarbeit mit der Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung zeigt das Ausmaß der Geschlechter-Ungleichheit in jungen Unternehmen. Frauen sind in deutschen und französischen Start-ups deutlich unterrepräsentiert, vor allem im Technologiebereich. Dies gilt sowohl für Gründerinnen als auch für Mitarbeiterinnen. Wurden die Unternehmen von weiblichen Teams gegründet, ist der Frauenanteil der Belegschaft fast doppelt so groß wie bei Gründungen von Männerteams. Zudem werden von Männern gegründete Start-ups weit höher bewertet.

Geschlechtergleichstellung in Start-ups immer wichtiger

Wie in etablierten Unternehmen gewinnt das Thema Geschlechtergleichstellung in Start-ups immer weiter an Bedeutung. Anders als in Konzernen ist der dortige Grad an Diversität aber wenig im Detail untersucht. Ein Forschungsteam der TUM hat deshalb, unterstützt von der Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung, rund 700 deutsche und rund 1.000 französische Start-ups analysiert. Um eine möglichst große Vergleichbarkeit zu gewährleisten, konzentrierten sich die Wissenschaftler*innen auf Unternehmen, die zwischen 2012 und 2016 Venture-Capital-Finanzierungen erhalten hatten. Sie nutzten dabei Informationen aus der Datenbank Dealroom und Angaben von rund 80.000 Mitarbeitenden der Start-ups, die diese auf der Karriereplattform LinkedIn veröffentlicht hatten.

Die Analyse zeigt, dass lediglich rund 3 Prozent der untersuchten deutschen und 4 Prozent der französischen Start-ups von weiblichen Teams oder einzelnen Frauen gegründet wurden. Rund 83 beziehungsweise 84 Prozent der Unternehmen hatten Männer gegründet, 14 beziehungsweise 12 Prozent wurden von gemischten Teams gestartet. Auch bei den Beschäftigten der Start-ups beider Länder ist der Männeranteil mit mehr als 60 Prozent deutlich größer. Dabei fällt auf, dass in den Unternehmen, die von weiblichen Teams ins Leben gerufen wurden, der Frauenanteil 62 Prozent beträgt, während er in Start-ups, die von Männerteams gegründet wurden, bei nur 35 Prozent liegt.

Vor allem im Tech-Bereich sind Frauen unterrepräsentiert

Das Forschungsteam wertete auch aus, wie sich der Geschlechteranteil nach Branchen unterscheidet. Vergleichsweise hoch liegt der Gründerinnenanteil in Deutschland im Bereich Partnersuche (50 %) und in der Modebranche (29 %). Kaum Gründerinnen gibt es beispielsweise bei Robotik und Immobilien (je 3 %). In Frankreich ist das Bild ähnlich. Hier sind Gründerinnen am stärksten in der Wellness- und Schönheitsbranche (25 %) vertreten, aber selten in Märkten wie etwa Fintech (5 %).

Auch die Analyse der Mitarbeitenden zeigt, dass Frauen in Technologie-Branchen besonders unterrepräsentiert sind. Zu den untersuchten Sektoren mit den niedrigsten Frauenanteilen gehört in Deutschland die Computerspiel-Wirtschaft (19 %), in Frankreich die Halbleiter-Industrie (17 %).

Keine Gründerinnen bei Quantentechnologien

Die Studie unterscheidet nicht nur nach produktbezogenen Branchen, sondern zeigt auch die Geschlechterverteilung je nachdem welche Technologien in den Start-ups zum Einsatz kommen. Am häufigsten gründeten Frauen in Deutschland Start-ups, die Virtual Reality nutzen (20 %). Start-ups, die Technologien für das Internet der Dinge entwickeln, wurden nur sehr selten von Frauen (3 %) gegründet. Gar keine Gründerinnen fanden sich bei Quantentechnologien, so auch in Frankreich. Dort ist der Gründerinnenanteil in Start-ups mit Nanotechnologie am größten (14 %).

Von Männern gegründete Start-ups erreichen höhere Bewertung

Ungleichheit prägt auch die Bewertung durch Investorinnen und Investoren in beiden Ländern: Während deutsche Start-ups mit männlichen Gründerteams im Median mit 21 Millionen US-Dollar bewertet werden, rangieren Start-ups mit weiblichen Gründungsteams nur bei rund 6 Millionen US-Dollar. In Frankreich werden von Männern gegründete Start-ups im Median mit 14 Millionen US-Dollar bewertet, bei Gründerinnen sind es 4 Millionen.


Gründungs- und Investitionsprozesse geschlechterneutraler gestalten

„Frauen sind in der Start-up-Szene sowohl als Gründerinnen als auch als Mitarbeiterinnen deutlich unterrepräsentiert – quer durch alle Branchen, Technologien und Erlösmodelle“, sagt die Studienleiterin Dr. Theresa Treffers vom Lehrstuhl für Strategie und Organisation der TUM. „Wir kennen aus sozialpsychologischen Studien die Ursachen für die mangelnde Geschlechtervielfalt. Männer sind in der Wahrnehmung von Kapitalgebern eher für die Unternehmerrolle geeignet. Außerdem gibt es zu wenig weibliche Studierende in MINT-Fächern, die als Gründerinnen und Beschäftigte zumeist infrage kommen. Der Frauenanteil liegt in MINT-Studienfächern nur bei rund 30 Prozent.“

Konkrete Maßnahmen gefordert

Um die Start-up-Szene vielfältiger und inklusiver zu gestalten, empfiehlt die Studie verschiedene Maßnahmen. „Das Wichtigste ist, gegen geschlechtsspezifische Vorurteile und Stereotype vorzugehen, etwa durch die frühzeitige Förderung weiblicher Vorbilder“, erläutert Felicitas Schneider, Mitglied des Management Board der Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung. „Gründerinnen müssen gezielt unterstützt werden, denn Frauen stellen mehr Frauen ein.“ Verbesserungsbedarf sieht die Studie auch bei den Gründungs- und Investitionsprozessen, etwa durch geschlechtsneutrale Start-up-Programme sowie einen höheren Frauenanteil in Führungspositionen von Risikokapitalgebern.

Hier gibt's die vollständige Studie als Download

Farben-Start-up MissPompadour holt sich den Shop Usability Award 2022

Das 2019 gegründete E-Commerce Start-up MissPompadour räumt beim Shop Usability Award 2022 groß ab.

MissPompadour ist ein junges E-Commerce-Start-up aus Sinzing, welches 2019 von Astrid Reintjes, Erik Reintjes und Niklas Lütteken gegründet wurde, und Farbe ins Leben bringt. Der Online-Anbieter für B2C-Farben und Lacke in DACH unterstützt Kund*innen bei der Umgestaltung ihres Zuhauses mit Produkten und Know-how. Die hauseigene Farb-Kollektion enthält über 90 verschiedene Farbtöne. Bei der Entwicklung dieser Farben wurde besonderen Wert auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit bei größtmöglicher Belastbarkeit gelegt. Drüber hinaus bietet das Start-up auch vielerlei Streich-Zubehör – von Pinseln, Rollen, Schablonen bis hin zur Workwear.

Besonders der neue, liebevoll gestaltete Shop auf Shopware-Basis, der umfangreiche Content und die eigene App haben die Community und die Jury dieses Jahr begeistert. Der Shop Usability Award gehört seit 15 Jahren zu den wichtigsten Auszeichnungen des digitalen Handels in der DACH Region. Der Award wurde 2008 das erste Mal verliehen und bewertet seitdem jährlich über 700 Shops.

Erik Reintjes, Co-Gründer von MissPompadour: „Wir können es noch immer nicht wirklich glauben, dass wir der Gesamtsieger geworden sind. Es ist bereits eine große Auszeichnung, dass wir in der Kategorie „Haushalt, Heimwerk & Garten“ die Jury überzeugen konnten. Dass wir uns auch gegen die großen Konkurrenten wie Snocks, C&A, Babyone & Co durchsetzen konnten, macht uns besonders stolz. Es ist eine große Anerkennung und Wertschätzung für unsere Arbeit und die vom gesamten Team. Wir versuchen, uns ständig zu verbessern und unsere Services zu optimieren. So haben wir zuletzt Produkt-Sets für spezielle DIY Projekte zusammengestellt, damit die Kund*innen noch leichter und übersichtlicher fündig werden. Darüber hinaus bieten wir in Kooperation mit dem Start-up dropp in Hamburg, München und Berlin jetzt an, dass die MissPompadour-Farbe innerhalb von drei Stunden geliefert wird. Dass diese Bemühungen und Services honoriert werden, macht uns sehr dankbar und motiviert uns, den Weg auch zukünftig weiterzugehen und uns innovative und kundenorientierte Services und Produkte einfallen zu lassen.“

Wer gewinnt die EY Startup Academy 2022?

Am 24. November ist es so weit und es entscheidet sich, welches Start-up die größten Fortschritte in den letzten Wochen gemacht hat und den EY Startup Academy Award gewinnt. So könnt ihr dabei sein!

Seit die acht Finalist*innen aus den knapp 90 eingegangenen Bewerbungen Mitte September ausgewählt wurden, haben sie an über 30 Workshops und Trainings teilgenommen. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten zählten neben Pitch Training, Fundraising, Pricing, Business Planung und Investor Readiness auch Regulatorik und Datenschutz.

Pitch Contest …

Am 24. November treten Cognate Language Learning, CryptoMate, Data Lake, ICsec S.A., Retalos, revelaire.finance, Rhoman Aerospace und Zonifero S.A. in einem Pitch Contest gegeneinander an. Die Teilnehmer*innen des diesjährigen Programms sind sehr international und kommen nicht nur aus dem europäischen Ausland – sogar Start-ups aus den USA haben sich für eine Teilnahme an der EY Startup Academy entschieden. Dabei sind die Geschäftsmodelle der Teilnehmer*innen sehr spannend: Das Spektrum reicht von Cybersicherheitslösungen über Krypto-Anbieter oder die Analyse von medizinischen Daten bis hin zu Drohnen.

… Top-Keynotes und Panel-Diskussionen

Bei dem Closing Event am 24. November stimmt eine mit Expert*innen besetzte Jury darüber ab, welches der Gründerteams während des Programms die größten Fortschritte gemacht hat – doch auch die Zuschauer*innen dürfen für ihren Favoriten abstimmen. Daneben wird es spannende Keynotes und Panel-Diskussionen mit Teilnehmer*innen aus dem Start-up-Ökosystem geben.

Auf einen Blick

Was: EY Startup Academy Closing Event
Wo: TechQuartier, Platz der Einheit 2, 60327 Frankfurt/Main (und online - Link folgt)
Wann: 24. November 2022 | 18.00 – 19.30 Uhr

Meldet euch jetzt für unser Closing Event am 24. November, um 18.00 Uhr, an und seid live im TechQuartier in Frankfurt dabei. Für diejenigen, die nicht vor Ort sein können, wird ein Livestream angeboten.

ImpactNexus schließt erfolgreich erste Finanzierungsrunde ab

Das 2021 gegründete Start-up ImpactNexus bietet Venture-Capital- und Private-Equity-Portfoliomanagern Lösungen für effizientes Nachhaltigkeitsmanagement und hat seine erste Finanzierungsrunde über 800.000 Euro abgeschlossen.

Die Zielgruppe des Angebots von ImpactNexus sind vorerst vor allem Venture-Capital- und Private-Equity-Portfoliomanager, die derzeit vor einer großen Herausforderung stehen: Die Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) der EU sieht vor, dass Anbieter*innen von Finanzprodukten bis Juni 2023 erstmals einen jährlichen Bericht darüber vorlegen müssen, inwieweit sie Nachhaltigkeit in ihre Entscheidungsprozesse für ihre Finanzprodukte einbeziehen und welche Auswirkungen diese auf Umwelt, Klima und Gesellschaft haben. Und je mehr ein Fonds nachhaltigkeitsorientiert ist, desto höher die Reporting-Auflagen – dies führt bei vielen Anbieter*innen zu hohen Kosten und Aufwänden, zudem fehlt es oft an Know-how und an einem effektiven Datenfluss zwischen den diversen Stakeholdern in ihrem Portfolio.

Weniger Zeit und Kosten, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen

Genau hier kommt ImpactNexus ins Spiel. Das erklärte Ziel des Start-ups ist es, die Zeit und Kosten für Nachhaltigkeits-Reporting und Optimierungsmaßnahmen um das 10-fache zu reduzieren. Dafür entwickelt ImpactNexus innovative Software-as-a-Service-Lösungen mit einem erfahrenen Team aus Nachhaltigkeitsexperten, Softwareentwicklern und Data Scientists. Dazu gehört beispielsweise die Möglichkeit, Nachhaltigkeits-Daten mit wenigen Klicks bei Portfoliounternehmen abzufragen und SFDR-Berichte in Übereinstimmung mit den offiziellen Richtlinien der Europäischen Kommission zu generieren.

Das Herzstück dabei ist die wachsende NEXUS-Datenbank, welche eine automatisierte Bewertung des Impacts von Portfoliounternehmen möglich macht und zusätzlich maßgeschneiderte Vorschläge zur Optimierung liefert. „Mit unserer digitalen Lösung können Fondsmanager die soziale und ökologische Wirkung ihres Portfolios bewerten, ihren diversen Stakeholdern effizient Bericht erstatten und zugleich die Nachhaltigkeitsperformance optimieren“, sagt Dr. Jannic Horne, CEO von ImpactNexus.

Die Vision: Nachhaltigkeitsmanagement für den Mittelstand

Mittelfristig sieht ImpactNexus auch mittelgroße Unternehmen als Zielgruppe, da diese stark unter dem Mangel an Nachhaltigkeitsberatern leiden. Hier bietet der Zugang zur NEXUS-Datenbank einen effizienten, digitalen Weg zur Optimierung ihrer Nachhaltigkeitsperformance. Das Kapital der Finanzierungsrunde wird nun zur weiteren Produktentwicklung eingesetzt. An der Runde haben sich Investoren wie Vireo Ventures, das Investorinnen-Netzwerk encourageventures sowie weitere Business Angels und Fördergeldgeber beteiligt.

Jörg Walden ist Investor und Advisor von ImpactNexus. Er hat selbst bereits Unternehmen im Kontext von Compliance- und Nachhaltigkeits-Reporting sowie -optimierung gegründet, darunter iPoint und CircularTree. Zu seiner Investition in ImpactNexus sagt er: „Die Zukunft gehört ganz den Unternehmen, die nachhaltig, das heißt klimaneutral und im Sinne der Kreislaufwirtschaft handeln. ImpactNexus bietet mit seiner Datenbank und Software-Lösungen einen wichtigen Baustein, um Nachhaltigkeitsziele schneller zu erreichen.“

Deutscher Gastro-Gründerpreis 2023

Der Deutsche Gastro-Gründerpreis geht in die nächste Runde. Dem/der Sieger*in winken u.a. 10.000 Euro Startkapital. Die Bewerbung ist bis 16. Dezember möglich.

Gründer*innen, die gerade in diesen Zeiten den Schritt zum eigenen Unternehmen wagen, verdienen für ihren Mut, ihren Optimismus und ihre Tatkraft größten Respekt und Anerkennung. Deshalb suchen die INTERNORGA, der Leaders Club Deutschland und orderbird auch in diesem Jahr wieder die besten gastronomischen Start-ups, die mit ihren Ideen die ganze Branche bereichern und voranbringen. Fünf von ihnen werden im März beim großen Finale auf der INTERNORGA in Hamburg vor hunderten erfahrenen Branchenprofis ihre Konzepte präsentieren und um den Hautgewinn kämpfen.

Teilnehmen können alle, die mit ihrem Konzept die Gastronomie bereichern und neuen Schwung in unsere kulinarische Landschaft bringen wollen. Bis spätestens zum 16. Dezember 2022 haben Interessenten die Möglichkeit, sich hier online zu bewerben.

Gründe, sich für den Deutschen Gastro-Gründerpreis zu bewerben, gibt es viele: Neben der Anerkennung und Aufmerksamkeit der führenden Köpfe der Branche wartet auf alle fünf Finalist*innen ein Siegerpaket im Wert von je über 10.000 Euro. Darin enthalten sind unter anderem eine Gastro-Kasse von orderbird inklusive iPad, zwei Jahre Gastmitgliedschaft im Leaders Club und eine Gründungsberatung durch die ETL ADHOGA.

Dem Hauptgewinner oder der Hauptgewinnerin winken zusätzlich 10.000 Euro als Startkapital, eine Beratung durch den Leaders Club Deutschland zur Weiterentwicklung des eigenen Konzepts sowie die Teilnahme am Internationalen Foodservice-Forum im Rahmen der INTERNORGA.

Der Ablauf beim Deutschen Gastro-Gründerpreis 2023

Das Prozedere ist bekannt: Nach dem Einsendeschluss am 16. Dezember 2022 wählt eine Jury unter allen Bewerbungen die Top 30 aus, unter denen per Social-Media-Voting der erste von zehn Plätzen im Halbfinale vergeben wird: Wer hier von den Fans die meisten Interaktionen – Likes, Shares, Kommentare – erhält, ist dabei! Die neun weiteren Halbfinalist*innen bestimmt die Fachjury aus Vertreter*innen des Leaders Clubs, der INTERNORGA und orderbird.

Insgesamt zehn Gründer*innen dürfen dann am 3. Februar 2023 sich und ihre Konzepte in Augsburg der hochkarätig besetzten Jury persönlich vorstellen. Diese wählt nach den Kriterien Innovation, Wirtschaftlichkeit und Persönlichkeit der Gründer*innen die fünf vielversprechendsten Konzepte aus, die im Rahmen der INTERNORGA die Chance bekommen, das anwesende Fachpublikum mit jeweils zehnminütigen Live-Pitches für sich zu begeistern.

KfW Capital Award 2022: “Best Female Investor” und “Best Impact Investor” gekürt

Die Preisträgerin und der Preisträger des ersten KfW Capital Awards stehen fest.

Dr. Manon Sarah Littek gewinnt in der Kategorie „Best Female Investor“.

Der Venture Capital (VC)-Fonds Extantia Capital mit seinem Team gewinnt in der Kategorie „Best Impact Investor“.

Public Value Award for Start-ups 2022

Sieben spannende Finalist*innen – vier glückliche Gewinner*innen: Hier gibt’s die Details zum renommierten Public Value Award for Start-ups.

Seit 2016 zeichnet EY in Zusammenarbeit mit der HHL Leipzig Graduate School of Management Start-ups, die einen besonderen Beitrag zum Gemeinwohl leisten, mit dem Public Value Award for Start-ups aus. Träger des Public Value Awards ist der gemeinnützige Verein Forum Gemeinwohl e.V., Partner*innen sind neben EY und HHL die Stadt Leipzig, ZEISS, die Leipziger Messe sowie die LF Gruppe.

140 Bewerbungen – 7 Finalist*innen

Im Jahr 2022 haben sich 140 junge Unternehmen für diese Auszeichnung beworben, sieben wurden von einer elfköpfigen Jury rund um die Juryvorstände Markus T. Schweizer (EY) und Prof. Dr. Timo Meynhardt (HHL) ins Finale gewählt.

Unternehmerischer Erfolg sollte nicht nur in Zahlen gemessen werden, weil unternehmerisches Handeln und soziale Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind und ein Fokus auf den eigenen Gemeinwohlbeitrag einem Unternehmen dabei helfen kann, langfristig Aktionäre zu gewinnen und Stakeholder Returns zu generieren. Grund genug, die diesjährigen Finalist*innen des Public Value Awards genauer unter die Lupe zu nehmen und der Frage nachzugehen, wie ihr Beitrag zum Gemeinwohl aussieht und wodurch sie sich von ihren Mitbewerber*innen abgehoben haben.

Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY in Deutschland, ergänzt: „Ich bin jedes Jahr aufs Neue fasziniert von den Ideen und Initiativen, mit denen die Bewerber Neues wagen, dabei alte Pfade verlassen und nachhaltige gesellschaftliche Impulse setzen. Sie verzweifeln nicht im Angesicht ungelöster Fragen, sondern suchen nach innovativen Lösungen, die unser Miteinander stärken und der Gesellschaft nutzen.“

Wie man Public Value messen kann

Bewertet wurden die Bewerber*innen anhand der Public Value Scorecard. In jeder der fünf Dimensionen dieser Scorecard – namentlich: Aufgabenerfüllung, Moral, Zusammenhalt, Lebensqualität und Wirtschaftlichkeit – konnten zwischen 0 und 100 Punkten vergeben werden. Auch die Start-ups selbst mussten sich in ihrer Bewerbung punktemäßig festlegen und Argumente für jede Dimension anführen. Das gab ihnen die Chance, ihren Beitrag zum Gemeinwohl in Zahlen messbar zu machen und sich näher mit diesem zu beschäftigen. Viele haben die Erkenntnisse aus dem Bewerbungsprozess zum Anlass genommen, um ihre Außendarstellung und ihren Purpose neu zu definieren.

And the Winner is …

Nach einem wochenlangen Coaching durch EY und die HHL fand am 13. Oktober 2022 schließlich das Finale des Public Value Award for Start-ups in der Kongresshalle am Zoo in Leipzig statt. Vor rund 300 Gästen pitchten die Finalist*innen live um den Sieg in der Jurywertung. Bereits im Vorfeld an die Veranstaltung hatten Menschen weltweit zudem die Möglichkeit, online für ihren Favoriten abzustimmen und diesem damit eine Chance auf den Publikumspreis zu geben.

Sowohl die Jury-, als auch die Publikumsentscheidung fielen sehr knapp aus. Darüber, dass alle sieben Start-ups einen herausragenden Beitrag zum Gemeinwohl leisten, bestand Einigkeit.

Aber auch knappe Entscheidungen sind letztlich Entscheidungen und so wurde das Leipziger Start-up nucao (the nu company GmbH) mit dem 3. Platz in der Jurywertung ausgezeichnet. Auf Platz 2 erklommen Periodically aus Magdeburg das Siegertreppchen. Platz 1 wurde an Enpal aus Berlin vergeben. Den Publikumspreis gewannen die Duisburger Gründerinnen von momjobs.

PLATZ 1: ENPAL

Last-Mile-Plattform Liefergrün expandiert nach Wien

Liefergrün startet seine Expansion und absolviert ab November 2022 auch in Wien die letzte Meile der Logistik emissionsfrei.

Laut der aktuellen E-Commerce Studie nimmt das Interesse am Online-Shopping weiter zu: 76 Prozent der Österreicher*innen kaufen aktuell online ein. Gleichzeitig beklagen sich die Großstädter*innen zunehmend über Emissionen und Platzprobleme. Große herkömmliche Lieferfahrzeuge auf der letzten Meile sind, Stand jetzt, für rund 70 Prozent der Gesamtemissionen im Lieferprozess verantwortlich. „Das geht besser und muss mit den Wünschen der Verbraucher*innen nach einem umweltbewussteren Leben kompatibel sein“, dachte sich Niklas Tauch und gründete im Jahr 2020 Liefergrün zusammen mit Max Schleper und Robin Wingenbach.

Emissionsfrei, fair und bequem

Liefergrün absolviert die letzte Meile der Logistik emissionsfrei, fair und bequem. Dafür setzt das Unternehmen auf Lieferung via (Lasten-)Rad und E-Vans. Das Start-up ist bereits für große Marken wie adidas, dyson oder Shop-Apotheke im Einsatz. Die Kund*innen bestimmen dabei, wann die Lieferung ankommen soll und nicht umgekehrt. Das gleiche Prinzip gilt auch für die Retouren. Mit einer eigens entwickelten App wird die optimale Route für die Fahrerin oder den Fahrer mit dem passenden Fahrzeug berechnet. Auf diese Weise werden Lieferungen effizienter, und 86 Prozent der Emissionen im Lieferprozess können dadurch eingespart werden. Der Rest wird durch das Unternehmen kompensiert. Das Ziel ist, irgendwann die 100 Prozent zu erreichen.

Ab November in Wien on Tour

Seinen Lösungsansatz exportiert Liefergrün nun nach Wien, weitere österreichische Städte und Nachbarländer sollen bald folgen. Die Entwicklung des österreichischen Marktes leitet Logistikexperte Sascha Sauer, der zuvor als Head of Logisitcs und Head of Sales als Prokurist bei Hermes Logistik in Österreich tätig war. Mit zehn Jahren Erfahrung im Bereich Logistik und umfangreichen Marktkenntnissen wird er Liefergrün beim Aufbau zu einem europäischen Unternehmen unterstützen. „In Österreich und Osteuropa ist der Onlinehandel eindeutig im Aufwind. Allerdings ist die letzte Meile dort noch nicht ausreichend nachhaltig abgedeckt. Gerade beim letzten Punkt müssen wir schneller werden. Mit dem Liefergrün-Ansatz aus Deutschland sehe ich daher großes Potenzial. Ich freue mich unglaublich darauf, mit dem gesamten Liefergrün-Team eine zukunftsfähige Lösung nach Österreich zu bringen und heute schon einen echten Einfluss auf unsere Umweltziele zu haben“, so Sascha Sauer.

Weitere Expansion in Richtung Budapest, Bratislava und Prag

Durch die Nähe Österreichs zu anderen europäischen Ländern hat Liefergrün als nächstes Metropolen wie Budapest, Bratislava und Prag im Visier und kann damit weitere 30 Prozent des Liefermarktes abdecken. „Diese Märkte sind vielversprechend, da das Interesse am Onlinehandel sehr groß ist. Doch ohne moderne und flexible Liefermöglichkeit führt dies zum Verkehrschaos in den Städten. Die derzeitige Infrastruktur entspricht noch lange nicht den nachhaltigen Zielen. Genau hier wollen wir ansetzen. Wir müssen dort, wo überholte Prozesse bestehen, radikal umdenken, um eine intelligentere und nachhaltigere Lieferinfrastruktur für die letzte Meile und mittelfristig für den Regionalverkehr zu schaffen“, ergänzt Sascha Sauer.

Prominenz für Quote: Den Löwen nur im Namen?

Bei „Die Höhle der Löwen“ gehört es mittlerweile zum guten Ton, Gastjuror*innen einzuladen. Zu oft wird seitens der Verantwortlichen allerdings auf den Bekanntheitsgrad geachtet und weniger nach Kompetenz ausgewählt. So sieht es zumindest Dirk Kreuter, Verkaufstrainer und selbst Investor:

„Was macht einen guten Investor aus? Ist es das richtige Bauchgefühl, der geschulte Blick oder doch die Risikobereitschaft? Wahrscheinlich ein wenig von allem. Attribute, welche jedoch vielen Gastjuroren, die eine Einladung in die beliebte Abendsendung ‚Die Höhle der Löwen‘ erhalten, immer häufiger fehlen. Zu nachweislich erfolgreichen Unternehmern wie Ralf Dümmel, Judith Williams oder Carsten Maschmeyer gesellen sich seit Neustem auch bekannte Gesichter wie Nico Rosberg, die das Investieren eher als Hobby denn als ihr Geschäft zu verstehen scheinen.“

Gefragt: Bauchgefühl, geschulter Blick und Risikobereitschaft

„Der Grund ist so simpel wie eindeutig: Prominente machen Quote und diese steht besonders im Privatfernsehen über allem anderen. Als neuste Entdeckung präsentiert VOX daher nun Diana zur Löwen – Influencerin und laut eigenen Angaben eben auch Unternehmerin. Kein dummer Schachzug, bedenkt man, dass besonders die Zielgruppe des jungen Internetstars sich dem linearen Fernsehen schon so gut wie abgewandt hat und konkurrierende Unterhaltungsprodukte wie Streaming und Social Media in der Generation Z mehr als nur die Nase vorne haben.“

Neue Sternchen in alten Formaten

„Mit der Integration dieser ‚neuen Sternchen‘ in alte Formate erhoffen sich Produzenten zurecht, diese ‚verlorenen Kinder‘ zurück vor den guten alten Fernseher zu locken und so die Einschaltquote nach oben zu treiben. Dabei scheinen sie jedoch zu vernachlässigen, dass oberste Priorität immer noch die Qualität der Show haben sollte. Diana zur Löwen mag eine kompetente und zweifelsohne erfolgreiche Frau sein – in der Show, die ironischerweise ihren Namen trägt, wirkte sie jedoch fehl am Platz. Leider wusste sie in bislang keinem Moment mit wirklicher Investment- Perspektive zu überzeugen und zu einem Einstieg in eines der zahlreichen und vielfältigen Projekte konnte sie sich auch nicht durchringen.“

Prominenz für Quote - ja, aber richtig auswählen

„Anders als etwa Raoul Plickat oder Lea-Sophie Cramer, die beide bereits in jungen Jahren ihr Unternehmergen unter Beweis gestellt, gegründet und investiert haben, fehlen der Influencerin die angesprochenen Attribute Bauchgefühl, Auge und Risikobereitschaft. Dadurch erweist sie sich als falsche Besetzung für diese Sendung. Sollte VOX nicht auf die Strategie ‚Prominenz für Quote‘ verzichten wollen, müssen sie ihre Gastjuroren dennoch etwas sorgfältiger auswählen und nicht auf berühmte Gesichter setzen, die den Löwen nur im Namen tragen.“

Deutscher Startup Monitor 2022 vorgestellt

Der 10. Deutsche Startup Monitor ist veröffentlicht: Die wichtigsten Punkte auf einen Blick: Startup-Geschäftsklima kühlt ab / Mitarbeitendenzahl und Neueinstellungen stabil / Nachhaltigkeit spielt bei immer mehr Gründungen eine Rolle / Gründerinnenanteil entwickelt sich weiter positiv / Fachkräftemangel für Startups zunehmende Herausforderung / Gerade wachstumsstarke Start-ups fordern Neuregelung der Mitarbeiterbeteiligung

Unsicherheit unter Start-ups nimmt deutlich zu

Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen hat die Unsicherheit unter Start-ups deutlich zugenommen. Das Start-up-Geschäftsklima kühlt spürbar ab, ist aber im Vergleich zum Corona-Jahr 2020 deutlich positiver und auch mit Blick auf die Gesamtwirtschaft noch wesentlich optimistischer. Mit durchschnittlich 18 Beschäftigten zeigt sich das Start-up-Ökosystem insgesamt robust – 9 geplante Neueinstellungen pro Startup machen zudem deutlich, dass junge Unternehmen auch unter den aktuellen Bedingungen wachsen wollen. In diesem Kontext verschärft sich auch unter Start-ups der Fachkräftemangel das zweite Jahr in Folge enorm und geeignetes Personal zu finden ist für mittlerweile 35 Prozent der Start-ups eine zentrale Herausforderung. Als Strategie gegen den Fachkräftemangel fordern 92 Prozent der Startups mit mehr als 25 Beschäftigten vom Gesetzgeber attraktivere Regelungen für Mitarbeiterbeteiligungen. Zu diesen Ergebnissen kommt der 10. Deutsche Startup Monitor, den der Startup-Verband und PwC Deutschland in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen erstellen. Knapp 2.000 deutsche Start-ups haben sich an der Umfrage beteiligt.

Start-ups verbinden Nachhaltigkeit, Innovation und Wachstum

Die jüngst gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten führen in der etablierten Wirtschaft zu enormen Herausforderungen – mit der Entwicklung innovativer Technologien sind Startups in diesem Feld essenziell: 46 Prozent wollen einen gezielten Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz leisten und begreifen sich als Teil der Green Economy. Start-ups verbinden dabei ökologische Nachhaltigkeit und Wachstum: 61 Prozent verfolgen beide Ziele als wichtigen Teil ihrer Unternehmensstrategie und bringen so die ökologische Transformation in die Breite der Wirtschaft. Auch beim Einsatz digitaler Technologien haben Startups eine Vorreiterrolle: Für 45 Prozent spielt der Einsatz künstlicher Intelligenz eine wichtige Rolle – womit diese weiter an Bedeutung gewinnt. Relevant sind zudem die Themen Industrie 4.0 (33 Prozent) und Internet of Things (31 Prozent). „Gründer*innen und ihre Startups prägen die Wirtschaft von morgen maßgeblich. Sie zeigen uns, dass wirtschaftliche Verantwortung und technologischer Fortschritt keine Widersprüche sind, sondern Hand in Hand gehen“, kommentiert Franziska Teubert, Geschäftsführerin des Startup-Verbands.

Diversität ist Wachstumsfaktor

Auch in diesem Jahr steigt der Anteil der Gründerinnen weiter und liegt nun bei 20 Prozent. Trotz dieser positiven Entwicklung ist der Wert nach wie vor gering. Dabei wird unter anderem das Thema Vereinbarkeit als Herausforderung sichtbar: Während unter Gründern nur 61 Prozent angeben, mit der Vereinbarkeit von Gründung und Familie zufrieden zu sein, sind es unter Gründerinnen sogar nur 51 Prozent. Auf Ebene der Beschäftigten zeigt sich eine ähnliche Lage: Hier liegt der Frauenanteil mit 37 Prozent zwar deutlich höher, aber ebenfalls noch unter dem Wert in der Erwerbsbevölkerung. Mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftemangel werden für Startups zudem internationale Arbeitsmärkte wichtiger: Aktuell stammen 28 Prozent der Beschäftigten in deutschen Startups aus dem Ausland. „Diversität ist ein echter Wachstumsfaktor, dessen Potenzial wir nur mit vollem Effekt heben können, wenn wir bestehende Strukturen hinterfragen. Wenn wir Barrieren abbauen und Diversity fest in Unternehmensstrategien verankern, dann steigern wir nicht nur den Anteil der Gründerinnen, sondern generieren positiven Impact für das gesamte Startup-Ökosystem“, so Florian Nöll, Partner PwC Deutschland.

Kapitalbedarf weiter hoch – staatliche Fördermittel in Frühphase wichtig

Gute Finanzierungsbedingungen sind für das Start-up-Wachstum entscheidend: 68 Prozent der Befragten haben in den kommenden zwölf Monaten externen Kapitalbedarf – im Schnitt liegt dieser bei 3,1 Millionen Euro. Nach staatlichen Fördermitteln, die vor allem in der Frühphase relevant sind, bevorzugen die Gründer*innen dabei eine Finanzierung durch Business Angels (46 Prozent), Venture Capital (44 Prozent) und Strategische Investoren (43 Prozent) – noch besteht aber gerade bei Venture Capital eine deutliche Lücke zu den realisierten Investitionen (19 Prozent). Investor*innen liefern auch über das Kapital hinaus Mehrwerte: Ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Venture Capital-Investor:innen (77 Prozent) und Business Angel (82 Prozent) bewertet die große Mehrheit der Gründer:innen positiv. Gerade in Start-up-Hotspots nehmen gründungserfahrene Business Angel eine wichtige Rolle ein: Schon heute sind 14 Prozent der befragten Gründer*innen selbst als Business Angel aktiv – Seriengründer*innen sogar noch häufiger. „Die Bedeutung des Start-up-Ökosystems für den deutschen Arbeitsmarkt nimmt weiterhin kontinuierlich zu. Entsprechend müssen wir darauf achten, dass eine drohende Rezession auf ein möglichst robustes Ökosystem trifft. Ein Erfolgsfaktor von Ökosystemen sind gute Finanzierungsbedingungen in einem eng verbundenen Start-up- und Investmentsektor. Erfolgreiche Exits bieten die Möglichkeit, Erlöse zu reinvestieren – so landen Geld, Erfahrung und Expertise wieder im Ökosystem“, betont Prof. Dr. Tobias Kollmann, Universität Duisburg-Essen.

Zusammenarbeit mit der etablierten Wirtschaft im Fokus

Seit dem Corona-Jahr 2020 ist der Anteil der Start-ups in Kooperationsprojekten mit der etablierten Wirtschaft um knapp neun Prozentpunkte gesunken. Da diese Zusammenarbeit große Synergien schafft, etwa bei der Digitalisierung der Industrie, sollte der Negativtrend Anstoß für neue Initiativen zur Stärkung von Kooperationen sein. Dass es sich lohnt, verdeutlichen die Studienergebnisse: 75 Prozent bewerten die Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen positiv. Auch Investitionen von etablierten Unternehmen in Startups spielen eine wichtige Rolle – bisher haben 30 Prozent der VC-finanzierten Start-ups von Corporate Venture Capital (CVC) profitiert. Knapp die Hälfte der Startups mit VC-Präferenz äußert den Wunsch nach CVC, was zeigt, dass an der Schnittstelle zwischen Startups und etablierter Wirtschaft noch enorme Potenziale zu heben sind. „In der Zusammenarbeit können sich Startups und Corporates bei essenziellen Punkten gegenseitig ergänzen – finanzielles Backing, gewachsene Netzwerke und Strukturen treffen auf innovative Ideen, Technologien und neue Arbeitsweisen. So machen wir die Wirtschaft in der Breite fit für kommende Generationen“, kommentiert Florian Nöll, Partner PwC Deutschland.

Klarer Handlungsbedarf seitens der Politik

Den wichtigsten Hebel zur Stärkung des Gründungsstandortes Deutschland sehen 90 Prozent in der Beschleunigung und Vereinfachung von Verwaltungsprozessen – gerade im internationalen Vergleich zeigt sich, dass Deutschland aufholen muss. Potenzial sehen die Startups auch beim Thema öffentliche Vergabe: Während erst 15 Prozent staatliche Aufträge für sich gewinnen konnten, fordern 76 Prozent, die Vergabe für Startups zugänglicher zu machen. Für größere und wachstumsstärkere Start-ups mit mehr als 25 Mitarbeitenden rückt das Thema Mitarbeiterbeteiligung in der Prioritätenliste auf Platz eins: 92 Prozent fordern bessere Rahmenbedingungen, um Mitarbeiter*innen am finanziellen Erfolg des Unternehmens teilhaben zu lassen. “Mitarbeiterbeteiligungen sind für Startups entscheidend, um Top-Talente zu gewinnen. Die deutschen Regelungen sind international nicht konkurrenzfähig und müssen vereinfacht werden. Christian Lindner hat die Chance, das mit dem angekündigten Zukunftsfinanzierungsgesetz umzusetzen”, fordert Franziska Teubert, Geschäftsführerin des Startup-Verbands.

Weitere spannende Fakten aus dem Deutschen Startup Monitor 2022

  • Gründer*innen arbeiten durchschnittlich 55 Stunden in der Woche, davon 48 Stunden unter der Woche und 7 Stunden am Wochenende.
  • Auch unter Gründer*innen ist das Homeoffice beliebt: 43 Prozent ihrer Arbeitszeit verbringen sie zu Hause, das Büro liegt mit 45 Prozent nur knapp vorne.
  • In 63 Prozent der Gründer*innen-Teams kommen wirtschaftliche und technische Expertise zusammen – so profitieren sie von Beginn an vom breiteren Know-how.
  • Die RWTH Aachen, TU München und die WHU in Vallendar führen das Ranking der Top-Gründungshochschulen im Deutschen Startup Monitor an.
  • Hochschulen sind zentraler Pfeiler des Startup-Ökosystems: 74 Prozent bewerten die Nähe zu Universitäten an ihrem Standort positiv.
  • 80 Prozent ihrer Umsätze machen die Start-ups in Deutschland, Europa ist mit 12 Prozent wichtigster Auslandsmarkt, vor Nordamerika mit 5 Prozent.

Quelle: DSM 22

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