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brutkasten reloaded: So tickt das Medienhaus des 21. Jahrhunderts
In eigener Sache: Brutkasten, zu dem auch StartingUp gehört, gibt Einblicke in das Medienhaus des 21. Jahrhunderts, in dem wir gemeinsam die Zukunft gestalten und Wirtschaft erlebbar machen.
Der brutkasten präsentiert sich in einem neuen Look. Das Medienhaus des 21. Jahrhunderts startet mit vielen neuen Gesichtern, neuen inhaltlichen Schwerpunkten und einer starken, multimedialen Produktion in die Zukunft. Der brutkasten hat sich als Organisation breit aufgestellt, ist mit seiner Community gewachsen und diese Entwicklung spiegelt sich nun auch in einem neuen Logo wieder: „Die Metamorphose unseres Logos ist für den brutkasten ein großer Schritt. Aus dem Hexagon mit Schnuller wird eine Wabe, die unser starkes Netzwerk und den Zusammenhalt unserer Community symbolisiert“, sagt CEO und Co-Founder Dejan Jovicevic im Rahmen des digitalen Events „brutkasten:reloaded“.
6 Verticals für die Wirtschaft von morgen
Mit mehr als 245.000 Unique Clients pro Monat, 2 Millionen Videoaufrufen und 80.000 Magazinen Printauflage ist brutkasten das relevanteste Medium für die Wirtschaft von morgen in Österreich. „Als Medium für die Wirtschaft von morgen setzen wir Schwerpunkte in den Bereichen, die unsere Community besonders interessieren“, sagt Chefredakteurin Sara Grasel. Das Online-Medium besteht jetzt aus sechs eigenständigen Verticals: Neben „Startups“ widmet sich die Reaktion in dem Vertical „Wirtschaft“ in Zukunft noch stärker der Gesamtwirtschaft und etablierten Unternehmen in Österreich. “Brutkasten Earth” berichtet über innovative Lösungen zur Klimakrise. “Brutkasten Finance” dreht sich um die junge Finanzwelt, FinTechs, Neobanken und neue Anlagemöglichkeiten. “Brutkasten Politics” analysiert die Rahmenbedingungen, die in Österreich für eine starke, innovative Wirtschaft geschaffen werden und in “Brutkasten Tech” beleuchtet die Redaktion die Welt von Big Tech und neue Technologien wie AI oder Blockchain.
Brutkasten hat sich aber auch produktseitig stark weiterentwickelt. „Unsere Medienplattform verschmilzt noch stärker mit anderen Bereichen wie der Jobplattform, virtuellen und hybriden Events oder Employer Branding“, sagt Jovicevic. „Wir wollen LeserInnen, UserInnen und KundInnen einen Ort geben, an dem sie sich austauschen und vernetzen und ihre Geschichten erzählen können“, erklärt Paul Zogmann, Head of Product beim brutkasten. Ein Bereich, in dem die Verschmelzung mit der Newsplattform intensiv vorangetrieben wird, ist die Jobplattform. „Storytelling ist im War for Talents ein wesentliches Element“, sagt Emanuel Kaspar, Head of Jobplattform.
Hier gibt’s den Live-Event brutkasten:reloaded in voller Länge als Video-Nachlese
Interaktive Formate und Events
Die Interaktion mit der Community steckt tief in der DNA des brutkasten. Digitale und hybride Events sind nicht zuletzt deshalb zu einem der wichtigsten Standbeine des Unternehmens geworden. Mehr als 150 Veranstaltungen hat der brutkasten seit dem Start vor rund einem Jahr umgesetzt. „Wir bieten keine vorgefertigten Formate an“, sagt Anna Ge, Head of Digital Events beim brutkasten. „Kundinnen und Kunden stellen uns ihre Idee vor und gemeinsam schaffen wir ein Erlebnis“. Haris Dervisevic, Head of Video, ergänzt: „Wir wollen mit der Videoproduktion, die so viele Facetten bietet, die besten Möglichkeiten finden, Geschichten zu erzählen“. Multimediale Produktion ist beim brutkasten ein zentraler Wert: „Wir wollen neue Storytelling-Formate entwickeln, um Wirtschaftsbildung in die breite Gesellschaft zu tragen“, sagt Magdalena Schauer-Burkart, Head of Film & Photography.
StartingUp und VentureCapital-Magazin in Deutschland
Die Unternehmensgruppe mit brutkasten, StartingUp und VentureCapital-Magazin erreicht monatlich rund eine halbe Million Menschen. „StartingUp ist seit 2004 die erste Anlaufstelle für Gründerinnen und Gründer in Deutschland“, sagt Chefredakteur Hans Luthardt. „Wir haben schon viele Generationen von Gründerinnen und Gründern in die Selbstständigkeit begleitet. Wir sehen uns als Mutmacher, Berater und Inspirationsquelle für Selbstständige“. Während sich StartingUp direkt an Gründerinnen und Gründer wendet, dreht sich beim VentureCapital Magazin alles um Investoren, Business Angels und Private Equity. „Wir holen GründerInnen ab dem Zeitpunkt ab, wo Beteiligungskapital ein Thema wird“, sagt Projektleiter Mathias Renz.
Dieser Beitrag ist zuerst erschienen auf brutkasten.com
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1,3 Mio. Euro Finanzierung für BauTech-Start-up conmeet
Das 2023 von Benedikt Kisner, Leandro Ananias und Lennart Eckerlein gegründete conmeet bietet eine All-in-One-Plattform für das Bau- und Handwerksgewerbe.
Nach Jahren der Entwicklung im „Stealth Mode“ meldet sich das Cloud-Software-Start-up conmeet mit einem Erfolg am Markt: Das 2023 gegründete Unternehmen hat seine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über 1,3 Millionen Euro abgeschlossen. Das frische Kapital soll die Markteinführung der All-in-One-Plattform für das Bau- und Handwerksgewerbe beschleunigen. Als Lead-Investor tritt der VC-Fonds May Ventures auf.
Das im nordrhein-westfälischen Borken ansässige Unternehmen zielt mit seiner Lösung auf die Digitalisierung mittelständischer Bau- und Handwerksunternehmen ab. Kern des Geschäftsmodells ist eine cloud-native Plattform, die verschiedene Unternehmensbereiche wie CRM, ERP, Projektmanagement, Controlling und Banking in einer zentralen Anwendung bündelt. Ziel ist es, die in der Branche weit verbreitete Fragmentierung durch isolierte Softwarelösungen – den sogenannten „Flickenteppich“ – aufzulösen.
Erfahrene Gründer und erfolgreicher Track-Record
Hinter conmeet steht ein Trio mit komplementären Kompetenzen, das die Software in den vergangenen zwei Jahren im Verborgenen entwickelte, bevor im Sommer 2023 die formale Gründung der GmbH erfolgte und vor einigen Monaten die ersten Kunden angebunden wurden.
Der Einstieg von CEO Benedikt Kisner in den ConTech-Markt wird in der Szene dabei besonders aufmerksam verfolgt. Kisner lieferte mit dem Aufbau der netgo group eine der beachtlichsten Wachstumsstorys im deutschen IT-Mittelstand ab. Er führte das Unternehmen bis zum Exit an den Private-Equity-Investor Waterland – zum Zeitpunkt seines Ausstiegs verzeichnete die Gruppe über 1.300 Mitarbeitende und erwirtschaftete Umsätze im dreistelligen Millionenbereich. Komplettiert wird das Gründungsteam durch CTO Leandro Ananias und COO Lennart Eckerlein, der langjährige Führungserfahrung aus dem Handwerkssektor einbringt.
Marktanalyse: Angriff auf den App-Dschungel
Mit dem Marktstart tritt conmeet in ein dicht besiedeltes und umkämpftes Wettbewerbsfeld ein. Moderne Cloud-Herausforderer wie ToolTime, Plancraft oder HERO Software haben in den letzten Jahren bereits erfolgreich digitale Lösungen im Handwerk etabliert. Diese Anbieter punkten oft mit hoher Benutzerfreundlichkeit bei spezifischen Workflows wie Terminplanung oder Angebotserstellung und adressieren primär kleine bis mittlere Betriebe.
Die Differenzierungsstrategie von conmeet zielt jedoch auf eine Lücke im "Upper Mid-Market": Während viele Wettbewerber als Insellösungen fungieren, die über Schnittstellen verbunden werden müssen, positioniert sich das Start-up als integriertes Betriebssystem. Anstatt nur Büroprozesse zu digitalisieren, greift die Software tiefer in die Wertschöpfungskette ein – von der integrierten Banksteuerung bis zur Einbindung von Subunternehmern in Projekthierarchien.
Die Marktchancen stehen dabei gut, da der Leidensdruck in der Branche wächst: Der anhaltende Fachkräftemangel zwingt Bauunternehmen zur drastischen Effizienzsteigerung. Wer nicht mehr Personal findet, muss die Verwaltung automatisieren. Genau hier – in der komplexen Steuerung von Großprojekten und Firmenverbünden – will conmeet sich etablieren.
Starkes Eigeninvestment der Gründer
Eine Besonderheit der aktuellen Runde: Die drei Gründer beteiligen sich selbst mit einem substanziellen Betrag aus eigener Tasche an der Finanzierung. Als Lead-Investor tritt der Venture-Capital-Fonds May Ventures unter der Leitung von Managing Partner Maximilian Derpa auf. Derpa sieht in der Kombination aus technologischer Kompetenz und der durch Eckerlein eingebrachten Branchenerfahrung den ausschlaggebenden Faktor für das Investment: „Conmeet adressiert ein echtes Problem im Mittelstand mit einer technologisch fortschrittlichen Lösung“, so Dominik Lohle von May Ventures.
Ausblick: KI-Integration und Ökosystem
Mit den eingeworbenen 1,3 Millionen Euro plant das Start-up den Ausbau der Teams in Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung. Mittelfristig verfolgt das Unternehmen ambitionierte Technologieziele: Geplant ist der Einsatz von KI-Agenten zur autonomen Steuerung von Geschäftsprozessen. Parallel soll die Plattform zu einem umfassenden Ökosystem für die Immobilienwirtschaft ausgebaut werden – von Architekten über Generalunternehmer bis hin zum Facility Management.
GeneralMind: 12 Mio. Dollar Investment nur 6 Monate nach Gründung
Das Berliner KI-Start-up GeneralMind entwickelt ein sog. autonomes AI System of Action, das wiederkehrende, komplexe Arbeitsschritte entlang von Waren- und Zahlungsflüssen automatisiert.
GeneralMind, ein „KI System of Actionˮ zur Automatisierung von digitaler Zettelwirtschaft, unstrukturierter Koordination sowie ineffizienter manueller Prozesse entlang der gesamten Lieferkette, gibt heute den Abschluss seiner Eigenkapitalfinanzierung in Höhe von 12 Millionen US-Dollar bekannt. Die Runde ist eine der größten bekannten europäischen Pre-Seed Runden der letzten Jahre und wurde weniger als sechs Monate nach der Aufnahme der Geschäftstätigkeit des Unternehmens abgeschlossen. GeneralMind will die Mittel verwenden, um die Skalierung seiner Technologie in Europa voranzutreiben.
Angeführt wurde die Finanzierungsrunde von Lakestar, Leo Capital, Lucid Capital, Heliad, BOOOM, mit Partizipierung von etablierten Angel-Investoren wie Alexander Kudlich, Jens Urbaniak, Samir Sood und Vishal Lugani.
GeneralMind wurde in Berlin vom Gründerteam um die Razor Group gemeinsam mit führenden Technologen aus dem Silicon Valley gegründet: Tushar Ahluwalia Shrestha Chowdhury, Dr. Oliver Dlugosch, Lennart von Hardenberg, Nishrit Shrivastava und Sergiu Șoima. Neben dem Hauptsitz in Berlin betreibt das Unternehmen einen weiteren Standort in Bangalore.
GeneralMind – das „AI System of Action“
Unternehmen arbeiten heute mit sogenannten Systems of Record SoR, zum Beispiel ERP-Systemen, um die Komplexität von Lieferketten zu bewältigen. Trotz dieser Systeme findet ein Großteil der operativen Arbeit weiterhin in E-Mail-Posteingängen und Spreadsheets statt: Teams müssen unstrukturierte Kommunikation und Koordination, Übergaben, Rückfragen und Ausnahmen manuell zusammenführen, nachhalten und in Systeme übertragen. Oft fehlt dabei klare Nachverfolgbarkeit, es entstehen Medienbrüche und die Fehleranfälligkeit ist hoch, obwohl genau diese Arbeit entscheidend ist, um die Lieferkette zuverlässig am Laufen zu halten.
GeneralMind entwickelt das „AI System of Action“ (SoA), um genau diese manuelle, repetitive Arbeit sowie unstrukturierte Koordination entlang der Lieferkette end-to-end zu übernehmen, als operative KI-Ebene über bestehenden Systemen, menschenüberwacht und bei Bedarf mit Freigabe.
KI-Autopilot für operative Prozesse mit menschlicher Fähigkeit
Der KI-Autopilot von GeneralMind übernimmt die „digitale Zettelwirtschaft" entlang komplexer Lieferketten, indem er automatisiert manuelle, repetitive Abläufe zwischen E-Mail, Excel und ERP-Systemen autonom ausführt. Eingehende Aufgaben (oft per E-Mail) werden erfasst, analysiert und anschließend end-to-end ausgeführt. Besonders dort, wo viele kleinteilige Aufgaben zuverlässig abgearbeitet, Abstimmungen sauber nachgehalten, Termine und Fristen gesichert und zahlreiche interne und externe Stakeholder entlang des Prozesses koordiniert werden müssen. Zum Beispiel in Beschaffung, Vertrieb oder der Rechnungsbearbeitung.
Diese „digitale Zettelwirtschaft“ kostet global agierende Unternehmen entlang ihrer Lieferketten teilweise Umsätze in Milliardenhöhe. Ware bleibt liegen, Entscheidungen verzögern sich, Aufgaben gehen im Tagesgeschäft unter.
„Unternehmen wissen oft genau, wo es hakt, scheitern aber an der operativen Umsetzung“, sagt Tushar Ahluwalia, Gründer und CEO von GeneralMind. „Ich habe im E-Commerce immer wieder gesehen, wie digitale Zettelwirtschaft, ineffiziente manuelle Prozesse und schmerzhafte Stakeholder-Koordination zwischen unstrukturierter Kommunikation und ERP-Systemen enorme Ineffizienzen in großen Unternehmen erzeugen. Genau dieses Problem lösen wir mit GeneralMind. Unsere KI übernimmt diese Prozesse end-to-end; kein Copilot, sondern mit Autopilot-Funktionalität, die von Menschen überwacht und bei Bedarf freigegeben wird“, ergänzt er.
GreenTech-Start-up UV Energy sammelt 1,1 Mio. Euro
Das Böblinger GreenTech-Start-up UV Energy will die Energiewende radikal beschleunigen. Mit einem „minimalinvasiven“ Montage-Ansatz und einer KI-Plattform zielt das Unternehmen auf eine Marktlücke, die große Baukonzerne bislang links liegen lassen.
Klassische Photovoltaik-Projekte auf Parkflächen gleichen oft einem Marathon: Statik-Prüfungen, komplexe Tiefbauarbeiten für Betonfundamente und das Risiko, beim Aufreißen des Asphalts bestehende Strom- oder Wasserleitungen zu beschädigen, schrecken viele Immobilienbesitzer*innen ab. UV Energy, 2023 von Steffen Theurer und Felix Gerhardt (heute nicht mehr aktiv) gegründet, löst dieses Problem mit einem technologischen Doppelschlag aus Hardware und Software.
Angriff auf die „Beton-Riesen“
Mit seinem Ansatz besetzt UV Energy gezielt die Nische zwischen lokalen Handwerksbetrieben und industriellen Großanbietern wie Goldbeck. Während sich massive Stahlkonstruktionen oft erst bei riesigen Flächen rechnen und lokale Solarteure häufig an der komplexen Statik von Parkdecks scheitern, bietet das Start-up eine standardisierte Lösung für den Mittelstand – rentabel bereits ab zehn Stellplätzen.
Der entscheidende Wettbewerbsvorteil ist der Verzicht auf klassische Fundamente. Das System wird mittels spezieller Verfahren direkt auf oder im Bestand verankert. Da keine schweren Erdarbeiten nötig sind, entfallen Aushärtungszeiten für Beton und das Risiko für Erdkabel.
Der Algorithmus als Bauleiter
Skaliert wird das Modell durch eine eigene KI-Plattform. Während Wettbewerber Projekte oft händisch prüfen müssen, automatisiert die Software von UV Energy die Wertschöpfungskette von der ersten Skizze bis zur Logistik. Die KI analysiert Parkflächen und berechnet die optimale Belegung auch auf verwinkelten Arealen. Das Versprechen von CEO Steffen Theurer: Von der Anfrage bis zum Netzanschluss vergehen im Optimalfall nur drei bis sechs Wochen – ein Bruchteil der branchenüblichen Dauer.
Erfolgreicher Proof-of-Concept
Dass die Kombination aus fundamentloser Montage und KI-Planung funktioniert, beweist das Unternehmen bereits in der Praxis. Ein prominentes Referenzprojekt ist die Zentrale der Vereinigten Volksbanken in Böblingen. Die Anlage ging bereits im Juli 2025 ans Netz, überdachte 21 Stellplätze im laufenden Betrieb und lieferte vom Start weg Strom. Ein Tempo, das auch die Politik überzeugte: Umweltministerin Thekla Walker würdigte das Projekt als Vorbild für die effiziente Nutzung versiegelter Flächen.
1,1 Millionen Euro für die Expansion
Dieser technologische Vorsprung hat nun Investoren überzeugt. In der aktuellen Finanzierungsrunde (Februar 2026) sicherte sich UV Energy rund 1,1 Millionen Euro. Angeführt vom Business Angel Netzwerk Companisto und unterstützt durch den Industriespezialisten Irion, soll das Kapital nun in den Vertriebsausbau fließen. Tim Weifenbach, Investment Manager bei Companisto, sieht den USP klar definiert: „UV Energy punktet mit einem skalierbaren Ansatz in einem Markt, der durch regulatorische Vorgaben – wie die Solarpflicht auf Parkplätzen in Baden-Württemberg und NRW – massiv wächst.“
Fazit
UV Energy zeigt, wie DeepTech die Baubranche aufbrechen kann. Durch den Einsatz von KI wird aus einem trägen Bauprojekt ein schnell lieferbares Produkt – ein entscheidender Hebel, um die ambitionierten Klimaziele im Gebäudesektor überhaupt erreichbar zu machen.
SET100-Liste 2026: ClimateTech entwächst den Kinderschuhen
Zum zehnten Mal hat die Deutsche Energie-Agentur (dena) die globalen Top-Start-ups der Energiewende identifiziert. Die Analyse der SET100-Liste 2026 zeigt: Statt Visionen dominieren heute umsatzstarke Geschäftsmodelle und industrielle Hardware-Lösungen.
Wer verstehen will, wie sich die globale Start-up-Szene im Bereich Energie und Klima entwickelt, muss in diesem Jahr auf den Reifegrad der Technologien schauen. Die Zeiten, in denen Climate Tech vornehmlich aus Software-Piloten im frühen Stadium bestand, scheinen vorbei zu sein. Zum zehnjährigen Jubiläum der Innovationsplattform Start Up Energy Transition (SET) veröffentlichte die dena am 11. Februar 2026 die neue SET100-Liste. Ein Blick in die Daten der 100 ausgewählten Unternehmen offenbart eine massive Verschiebung hin zu marktreifen Lösungen.
Vom Prototyp zum Markteintritt
Aus insgesamt 470 Bewerbungen aus 79 Ländern wählte eine internationale Jury die vielversprechendsten Kandidat*innen aus. Auffällig ist dabei der hohe technologische Reifegrad (Technology Readiness Level, TRL). 79 Prozent der gelisteten Start-ups befinden sich bereits in der „Late Stage“ (TRL 7-9), verfügen also über marktreife Produkte oder sind bereits in der Skalierung.
Philipp Richard, Bereichsleiter Digitale Technologien & Start-up Ökosystem bei der dena, betont die fortgeschrittene technische Bereitschaft dieses Jahrgangs: „Viele Start-ups befinden sich jetzt auf TRL 7-9, was auf Lösungen hinweist, die für den sofortigen Einsatz auf dem Markt bereit sind.“. Die Start-ups haben die Pilotphase weitgehend hinter sich gelassen – 80 Prozent verfügen über Produkte, die über den Status eines „Minimum Viable Product“ (MVP) hinausgehen.
Umsatzsprung und Kapitalfluss
Diese Reife spiegelt sich auch in den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen wider. Die monatlichen Umsätze der SET100-Unternehmen haben sich im Jahresvergleich mehr als verdoppelt – von 10,1 Millionen Euro im August 2024 auf 20,9 Millionen Euro im August 2025.
Dabei zeigt sich eine klare Trennung bei der Kapitalverteilung. Obwohl der Sektor „Clean Energy & Storage“ mit 39 Start-ups die größte Gruppe in der Liste stellt, floss das meiste Kapital in einen anderen Bereich. Die Finalisten der Kategorie „Industry“ konnten mit 93,6 Millionen Euro mehr als die Hälfte des gesamten Finanzierungsvolumens der Finalisten auf sich vereinen. Dies deutet auf ein wachsendes Interesse von Investor*innen an Lösungen für schwer dekarbonisierbare Industriesektoren (Hard-to-Abate-Sectors) hin, die oft kapitalintensive Hardware erfordern.
Hardware dominiert, Software flankiert
Die Analyse der Geschäftsmodelle zeigt, dass reine Softwarelösungen in vielen Bereichen zur Minderheit werden. Besonders in den Sektoren „Buildings & Construction“ sowie „Mobility & Transportation“ dominieren Hardware-Lösungen mit 62 Prozent beziehungsweise 50 Prozent. Lediglich im Bereich „Clean Energy & Storage“ liegt der Software-Anteil mit 51 Prozent noch vorn, was auf die hohe Bedeutung von Netzmanagement und digitalen Speicherlösungen hinweist.
Insgesamt zeigt die Liste 2026 eine hohe Produktkomplexität: 59 Prozent der Lösungen werden als „sehr komplex“ eingestuft. Gleichzeitig ist der Weg zur Profitabilität für viele greifbar: 18 Prozent der Start-ups haben den Break-even bereits erreicht, weitere 36 Prozent erwarten diesen Schritt innerhalb der nächsten 12 Monate.
Die Finalist*innen im Überblick
Aus den Top 100 wurden 15 Finalist*innen ausgewählt, die ihre Lösungen am 17. März 2026 auf dem SET Tech Festival in Berlin präsentieren werden. Die Bandbreite reicht von Kreislaufwirtschaft bis zu KI-gesteuerter Netzstabilität:
- Clean Energy & Storage: Hier treten unter anderem Alternō (Singapur) mit thermischen Speichern auf Sandbasis und Flower (Schweden) mit KI-basiertem Energiehandel an.
- Industry: In dieser kapitalstarken Kategorie finden sich Unternehmen wie Cyclic Materials (Kanada), das Seltene Erden recycelt, und InPlanet (Deutschland), das auf beschleunigte Gesteinsverwitterung zur CO2-Speicherung setzt.
- Buildings & Construction: Hier liegt der Fokus auf Materialien und Inspektion, etwa durch Birdsview (Norwegen) mit KI-gestützter Betondiagnose oder Mykor (UK) mit Dämmstoffen aus Pilzmyzel.
- Mobility: Finalisten wie CLIP.bike (USA) setzen auf E-Bike-Nachrüstungen, während Gridio (Estland) intelligentes Laden von E-Autos ermöglicht.
- Energy Access: Unternehmen wie Acecore (USA/Nigeria) und BioMassters (Ruanda) adressieren die Energieversorgung im globalen Süden.
Herausforderungen bleiben bestehen
Trotz der positiven Entwicklung sehen sich die Gründerinnen und Gründer weiterhin mit signifikanten Hürden konfrontiert. Als größte Herausforderung identifizieren die Unternehmen die Anpassung an politische Rahmenbedingungen und Regulierung – ein Thema, das besonders im stark reglementierten Energiesektor schwer wiegt. Auch die internationale Expansion und die Akquise von Talenten zählen zu den drängendsten Problemen. Im Industriesektor, der stark auf spezialisierte Ingenieurskunst angewiesen ist, wird der Fachkräftemangel als besonders kritisch bewertet.
Der SET Award 2026 markiert einen Wendepunkt: ClimateTech ist keine Nische für Idealisten mehr, sondern ein reifer Markt mit validierten Geschäftsmodellen, der zunehmend traditionelle Industriestrukturen aufbricht.
INLEAP Photonics sichert sich Millionenfinanzierung für Drohnenabwehr
Das 2023 als Spin-off aus dem Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ausgegründete DeepTech-Start-up INLEAP Photonics transferiert industrielle Hochleistungstechnologie in den Verteidigungssektor.
Der Markt für DefenseTech wächst, getrieben durch die veränderte geopolitische Sicherheitslage und die Zunahme asymmetrischer Bedrohungen durch Drohnen. In genau dieses Segment stößt nun INLEAP Photonics vor. Das 2023 gegründete Hannoveraner Unternehmen gab heute bekannt, seine Pre-Seed-Finanzierungsrunde bereits im Sommer 2025 abgeschlossen zu haben und nun offiziell aus der Stealth-Phase hervorzutreten.
Angeführt wurde die Runde vom High-Tech Gründerfonds (HTGF). Zudem beteiligten sich Ventis Capital sowie private Investoren. Über die genaue Höhe der Finanzierung wurde Stillschweigen bewahrt.
Ingenieurs-Duo setzt auf Dual-Use-Strategie
Hinter der Technologie stehen zwei promovierte Ingenieure, die den klassischen Weg vom Forschungslabor in das Unternehmertum beschreiten: Dr.-Ing. Marius Lammers (CEO) und Dr.-Ing. Felix Wellmann (CTO). Beide gründeten INLEAP Photonics als Spin-off aus dem Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH), einer der führenden Adressen für angewandte Laserforschung in Europa.
Die Gründer verbinden dabei tiefgreifende wissenschaftliche Expertise mit industriellem Pragmatismus. Während Lammers die strategische Ausrichtung im komplexen Defense-Markt verantwortet, treibt Wellmann die technische Weiterentwicklung der Laserstrahlführung voran. Ihr Ansatz ist ein Lehrbuchbeispiel für „Dual-Use“: Die Kerntechnologie wurde ursprünglich nicht als Waffe konzipiert, sondern um industrielle Hochgeschwindigkeitsprozesse wie die Batteriezellenproduktion oder Additive Fertigung zu optimieren.
Millisekunden statt Minuten
Diese industrielle DNA nutzen Lammers und Wellmann nun für einen Pivot in den Sicherheitssektor. Unter dem Namen FASTLIGHT® SHIELD entwickelt das Start-up ein mobiles Abwehrsystem, das Drohnen durch gezielte Energieeinbringung neutralisieren soll. Das zentrale Versprechen der Gründer: Die Präzision und Geschwindigkeit, die in der Industrie für Fertigungsprozesse notwendig ist, verschafft in der Drohnenabwehr den entscheidenden Zeitvorteil.
„Die aktuelle Sicherheitslage erlaubt keine langsamen Lösungen“, erklärt Marius Lammers den Schritt. „Wir begegnen der asymmetrischen Drohnenbedrohung mit technologischer Überlegenheit.“ Felix Wellmann ergänzt, dass der Prototyp bereits bewiesen habe, agile Ziele in Millisekunden abwehren zu können – eine Leistung, die auf der langjährigen Forschung des Duos zur Laserstrahllenkung basiert.
Kapital für die Einsatzreife
Das frische Kapital fließt laut Unternehmensangaben primär in die Skalierung dieses Prototypen hin zu einem robusten Gesamtsystem. Ziel ist die Validierung in realen Einsatzszenarien sowie die Integration in bestehende Sicherheitsarchitekturen von staatlichen Akteuren und Betreibern kritischer Infrastrukturen.
Für den Lead-Investor HTGF ist das Team und die Technologie ein strategisches Asset. Dr. Koen Geurts, Senior Investment Manager beim HTGF, betont: „Lasereffektoren für Drohnen- und Luftabwehr gehören zu den klar wachsenden Technologiefeldern, die nur wenige Unternehmen beherrschen.“ Die Ambition sei es, mit INLEAP einen globalen Player aus Deutschland heraus aufzubauen.
Startschuss für SouthwestX: Eine von zehn offiziellen exist Startup Factories nimmt Arbeit auf
Die Startup-Factory SouthwestX hat am 6. Februar 2026 den operativen Betrieb aufgenommen. Als eines von bundesweit nur zehn Leuchtturm-Projekten, die sich im exist-Leuchtturmwettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWK) durchsetzen konnten, startet das Konsortium mit einem Gesamtbudget von 22,5 Millionen Euro.
Der offizielle Start markiert den Abschluss eines intensiven Auswahlprozesses. SouthwestX gehört damit zum exklusiven Kreis der zehn vom Bund prämierten exist Startup Factories, die beauftragt sind, Deutschland international als führenden Deep-Tech-Standort zu etablieren. Ziel des in Saarbrücken ansässigen Hubs ist die Förderung von Ausgründungen in der Großregion Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg und Frankreich.
Exzellenz-Status und Finanzierung
Der Status als offizielle exist Startup Factory ist an strikte Kriterien geknüpft. Um den finalen Zuschlag und die damit verbundene Bundesförderung von 10 Millionen Euro zu erhalten, musste SouthwestX den Wettbewerb nicht nur fachlich gewinnen, sondern auch die Wirtschaftlichkeit durch privates Kapital nachweisen. Dem Konsortium gelang es, 12,5 Millionen Euro an privaten Mitteln aus der Industrie zu akquirieren. Diese Public-Private-Partnership sichert dem Standort eine Gesamtfinanzierung von 22,5 Millionen Euro für die erste Phase.
Langfristige Strukturziele
Die Initiatoren verfolgen mit der Factory langfristige strukturpolitische Ziele. Nach eigenen Angaben sollen in den kommenden zehn Jahren über die Plattform rund 1.500 Startups gegründet und etwa 20.000 Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden. Der inhaltliche Fokus liegt auf der Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in industrielle Anwendungen (Deep Tech) sowie auf Technologien zur ökologischen Transformation der Wirtschaft (Green Transformation).
Grenzüberschreitender Ansatz und KI-Fokus
Im Vergleich zu den anderen neun Factories positioniert sich SouthwestX mit einem dezidiert europäischen Profil. Durch die Einbindung von Partnern aus Frankreich und Luxemburg entsteht ein grenzüberschreitendes Innovationsnetzwerk. Ein thematischer Schwerpunkt liegt auf „Responsible AI“ (vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz). Hierbei wird unter anderem auf die Expertise des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) zurückgegriffen.
Zum Start 2026 wurden drei Kernprogramme aufgelegt:
- Startup Journey: Ein Inkubator-Programm für Teams in der Frühphase.
- Innovation Journey / GTI: Das Programm „Green Transformation Innovation“ zielt auf die Vermittlung von Kooperationen und Pilotprojekten zwischen Startups und etablierten Industrieunternehmen.
- Startup Leaders Program: Ein Weiterbildungs- und Vernetzungsangebot für Wachstumsunternehmen (Scale-ups) mit Fokus auf Internationalisierung.
Beteiligte Institutionen
Das Partnernetzwerk umfasst neben dem DFKI unter anderem die WHU – Otto Beisheim School of Management, die Max-Planck-Institute, die Universität des Saarlandes sowie die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU).
Ralf Zastrau, Co-CEO von SouthwestX, bezeichnete den Start als Schritt, um „aus wissenschaftlicher Exzellenz unternehmerische Dynamik“ zu erzeugen. Der saarländische Wirtschaftsminister Jürgen Barke betonte im Rahmen der Veranstaltung die Bedeutung des Transfers zwischen Forschung und wirtschaftlicher Anwendung für den Standort.
Stadt vs. Land: Warum Gründerinnen urbane Räume bevorzugen – und welche Chancen die Provinz bietet
Jede(r) kennt die Hotspots unserer Start-up-Szene. Doch wie sieht es jenseits der Metropolen aus? Der aktuelle Women Entrepreneurship Monitor 2024/25 zeigt: Frauen gründen auf dem Land zwar seltener, lassen sich vom Standort aber weniger abschrecken als Männer.
Der Traum vom eigenen Unternehmen – er blüht in der Stadt deutlich stärker als auf dem Land. Das bestätigt der neuste Women Entrepreneurship Monitor, der vom RKW Kompetenzzentrum gemeinsam mit dem Thünen-Institut veröffentlicht wurde. Die Analyse der Daten aus dem Global Entrepreneurship Monitor (GEM) der Jahre 2015 bis 2024 liefert spannende Einblicke in die Geografie des Gründens.
Klares Stadt-Land-Gefälle
Die nackten Zahlen bestätigen zunächst das Klischee: Während sich in städtischen Regionen 5,4 Prozent der befragten Frauen für eine Gründung entschieden, waren es in ländlichen Räumen nur 4,3 Prozent.
Interessant wird es jedoch im direkten Vergleich mit den männlichen Kollegen. Auch Männer zieht es in die Städte (9,5 Prozent Gründungsquote) statt aufs Land (6,5 Prozent). Der statistische Twist:
- Bei Frauen ist die Gründungsaktivität auf dem Land um rund 20 Prozent niedriger als in der Stadt.
- Bei Männern bricht die Quote auf dem Land um über 30 Prozent ein.
Das Fazit der Expert*innen: Der Wohnort ist für Frauen bei der Gründungsentscheidung statistisch gesehen weniger ausschlaggebend als für Männer. Frauen gründen dort, wo sie sind – Männer ziehen eher dorthin, wo gegründet wird.
Warum das Land (noch) bremst
Warum ist der ländliche Raum für Gründerinnen oft ein härteres Pflaster? Die Studie identifiziert strukturelle Hürden, die über reines Internet-Tempo hinausgehen:
1. Industriestrukturen: Viele wirtschaftsstarke ländliche Räume sind geprägt von männerdominierten Branchen (Fahrzeugbau, Chemie). Das drückt nicht nur die Frauenquote in Führungspositionen, sondern sorgt auch für überdurchschnittlich hohe Gender Pay Gaps.
2. Care-Arbeit: Fehlende Kita-Plätze und eingeschränkte Pflegeangebote für Angehörige sind auf dem Land oft noch virulenter als in der Stadt. Für Gründerinnen wird die Vereinbarkeit von Familie und Business hier zur organisatorischen Herkulesaufgabe.
Die „Hidden Opportunity“: Warum sich das Land lohnen kann
Doch der Monitor warnt davor, das Land abzuschreiben. Für clevere Gründerinnen liegen genau hier ungenutzte Chancen:
- Geringere Burn-Rate: Mieten und Löhne sind deutlich niedriger („Einstiegskosten“).
- Weniger Konkurrenz: Wer eine Marktlücke besetzt, ist oft der einzige Anbieter weit und breit.
- Alternative zum Arbeitsmarkt: In Regionen mit einseitiger Branchenstruktur ist die Selbständigkeit oft der attraktivste Weg zu einer erfüllenden Karriere.
Mindset: Geld regiert die (Stadt-)Welt
Was treibt die Gründerinnen an? Überall steht der Wunsch nach Wohlstand oben auf der Liste. Doch in der Stadt ist der finanzielle Hunger größer: Für 51 Prozent der städtischen Gründerinnen sind hohes Einkommen und Reichtum ein „sehr wichtiges“ Motiv – auf dem Land sagen das nur 38 Prozent.
Überraschend: Auch die „Fortführung einer Familientradition“ ist eher ein städtisches Phänomen (44 Prozent) als ein ländliches (30 Prozent).
Bildung als der große Gleichmacher
Egal ob Kuhweide oder Co-Working-Space: Bildung ist der Schlüssel. Gründerinnen sind im Schnitt deutlich besser qualifiziert als der Rest der Bevölkerung.
- Land: 25 Prozent der Gründerinnen haben einen Hochschulabschluss (Bevölkerungsschnitt: 12 Prozent).
- Stadt: 43 Prozent der Gründerinnen sind Akademikerinnen (Bevölkerungsschnitt: 25 Prozent).
Das zeigt: Entrepreneurship ist in Deutschland weiterhin stark akademisch geprägt. Die Diskrepanz zwischen Stadt und Land ist dabei größer als die zwischen den Geschlechtern.
Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft
Die Studie zeigt, dass wir das Potenzial von Gründerinnen im ländlichen Raum noch lange nicht ausgeschöpft haben. Während die Städte mit Netzwerkeffekten punkten, bietet das Land Raum für nachhaltiges Wachstum abseits des Hypes. Um die Lücke zu schließen, braucht es aber mehr als nur Mut: Es braucht eine Infrastruktur, die Care-Arbeit und Business vereinbar macht.
Wachstumsfinanzierung für Batterie-Analytik: EIB stellt TWAICE 24 Mio. Euro bereit
Das Münchner DeepTech TWAICE erhält frisches Kapital von der Europäischen Investitionsbank. Das 24-Mio.-Euro-Darlehen soll die internationale Expansion und die Produktentwicklung im Bereich der prädiktiven Batterieanalyse beschleunigen.
Der Markt für Energiespeicher wächst im Zuge der Energiewende rasant, bringt jedoch neue operative Herausforderungen für Betreiber mit sich. In diesem Umfeld hat sich TWAICE, ein Anbieter von Analysesoftware für Batteriespeicher, eine signifikante Finanzierung gesichert. Die Europäische Investitionsbank (EIB) gewährt dem Unternehmen ein langfristiges Venture-Debt-Darlehen in Höhe von 24 Millionen Euro, abgesichert durch das InvestEU-Programm der Europäischen Union.
Datengetriebene Skalierung statt manueller Überwachung
Das Geschäftsmodell von TWAICE adressiert einen kritischen Engpass in der Elektrifizierung: Die Performance und Lebensdauer von Lithium-Ionen-Batterien. Sowohl in stationären Batteriespeichersystemen (BESS) als auch in Elektrofahrzeugen (EV) unterliegen Zellen einer natürlichen Degradation. Durch den Einsatz prädiktiver Analytik und KI-gestützter Auswertungen historischer sowie Echtzeit-Daten zielt die Software darauf ab, diesen Verschleiß frühzeitig zu erkennen und Wartungsprozesse zu automatisieren.
Für Betreiber von Speicherparks ist dies vor allem eine Frage der Skalierbarkeit. Laut einer aktuellen Erhebung des Unternehmens sehen sich 45 Prozent der BESS-Betreiber mindestens einmal monatlich mit unerwarteten technischen Problemen konfrontiert. „Wenn Speicherbetreiber ihre Flotten vergrößern, benötigen sie einen Betrieb, der genauso mitwächst“, erklärt Dr. Stephan Rohr, Co-CEO von TWAICE. Ziel sei der Übergang von einer reaktiven Fehlerbehebung hin zu einer automatisierten, datengetriebenen Steuerung, die den manuellen Aufwand reduziert und die Profitabilität sichert.
Strategische Bedeutung für den Standort Europa
Die Beteiligung der EIB unterstreicht die politische Relevanz der Technologie. Batterien gelten als Schlüsselkomponente für die Energieunabhängigkeit und die Stabilisierung der Stromnetze bei steigendem Anteil volatiler erneuerbarer Energien.
Nicola Beer, Vizepräsidentin der EIB, ordnet das Investment in den breiteren Kontext ein: „Mit der Unterstützung von TWAICE stärken wir nicht nur die technologische Führungsrolle Europas in der modernen Batterieanalytik, sondern fördern auch Innovationen, die eine intelligentere Nutzung umweltfreundlicher Energie ermöglichen.“ Die Finanzierung ist Teil der EIB-Strategie, Technologien zu fördern, die zur Dekarbonisierung beitragen und die europäische Wertschöpfungskette im Batteriesektor widerstandsfähiger machen.
Wachstum und Effizienzgewinne
Das frische Kapital fließt primär in zwei Bereiche: Die Weiterentwicklung der Analyse-Algorithmen und die Erschließung internationaler Märkte. Nach eigenen Angaben konnte TWAICE sein Geschäft im Bereich der stationären Speicher im Jahr 2025 fast verdreifachen.
Für die Kunden – darunter Energieversorger und Flottenbetreiber – stehen dabei harte Kennzahlen im Vordergrund. Analysen aus dem Kundenstamm zeigen, dass durch den Einsatz der Software die tatsächlich verfügbare Speicherleistung im Schnitt um fünf Prozent gesteigert werden konnte, während sich die Zeit für technische Analysen durch automatisierte Reports um bis zu 90 Prozent reduzierte. Neben dem Speichergeschäft bleibt die Zusammenarbeit mit Automobilherstellern (OEMs) ein zweites Standbein, bei dem die Software bereits in der Entwicklungsphase von Fahrzeugbatterien zum Einsatz kommt.
4,1 Mio. Euro für Berliner Cybersecurity-Start-up enclaive
Der 2022 gegründete Berliner Cybersecurity-Anbieter ermöglicht es Unternehmen mit seiner Multi-Cloud-Plattform, sensible Daten und Anwendungen zuverlässig zu schützen, ohne ihren Code, ihre Tools oder ihre Prozesse anpassen zu müssen.
Das auf Cloud-Sicherheit spezialisierte Start-up enclaive hat den Abschluss seiner Seed-Finanzierung bekannt gegeben. Insgesamt fließen 4,1 Mio. Euro in das 2022 gegründete Unternehmen. Als Lead-Investoren treten der Berliner VC Join Capital sowie der Deep-Tech-Investor Amadeus APEX Technology Fund auf. Zudem beteiligte sich der französische Fonds Auriga Cyber Ventures an der Runde.
Schutz für Daten während der Verarbeitung
Hintergrund der Finanzierung ist die wachsende Nachfrage nach Sicherheitslösungen für Multi-Cloud-Umgebungen. Während Daten bei der Übertragung (in transit) und Speicherung (at rest) heute standardmäßig verschlüsselt sind, stellt die Verarbeitung der Daten – die sogenannte „letzte Meile“ – oft noch eine Sicherheitslücke dar. Um Daten zu bearbeiten, müssen diese in der Regel unverschlüsselt im Arbeitsspeicher vorliegen.
Hier setzt enclaive mit seiner Multi-Cloud Platform (eMCP) an. Das Start-up nutzt die Technologie des Confidential Computing, bei der sensible Daten und Anwendungen in hardware-basierten, isolierten Umgebungen (Enklaven) verarbeitet werden. Der technische Ansatz von enclaive zielt darauf ab, diese komplexe Technologie für Unternehmen einfacher nutzbar zu machen. Laut Unternehmensangaben ermöglicht die Plattform den Betrieb von Anwendungen – von Kubernetes-Clustern bis zu KI-Modellen – in solchen geschützten Enklaven, ohne dass der Programmcode oder bestehende Prozesse angepasst werden müssen.
Antwort auf regulatorische Hürden
Die Technologie adressiert ein zentrales Problem europäischer Unternehmen: Die Nutzung US-amerikanischer Cloud-Infrastrukturen bei gleichzeitiger Einhaltung strenger EU-Datenschutzvorgaben.
Ion Hauer, Principal bei APEX Ventures, sieht in der Technologie daher auch eine geopolitische Relevanz: „Gesetzliche Vorgaben wie der US Cloud Act ermächtigen US-amerikanische Behörden dazu, die Herausgabe von Daten unabhängig vom Standort des Servers zu fordern. Confidential Computing ist die technische Antwort auf diese politische Anforderung: Auch wenn die Daten eingefordert werden, bleiben sie verschlossen.“
Kapital für Expansion und Produktentwicklung
Das frische Kapital soll laut CEO und Mitgründer Andreas Walbrodt primär in drei Bereiche fließen:
- Produktentwicklung: Erweiterung des Funktionsumfangs der Plattform.
- Teamaufbau: Insbesondere in den Bereichen Engineering und Operations soll das aktuell 20-köpfige Team wachsen.
- Vertrieb: Beschleunigung der Marketingaktivitäten und Vorantreiben der Internationalisierung.
Mitgründer und CTO Prof. Sebastian Gajek betont den Fokus auf eine schnelle Implementierung: „Wir haben die Software-Ebene entwickelt, mit der sich diese Technologie binnen weniger Tage – und nicht erst nach Monaten – implementieren lässt.“
Das Unternehmen positioniert sich damit in einem Markt, der durch die zunehmende Verbreitung von KI-Anwendungen und die damit verbundene Notwendigkeit, sensible Trainingsdaten in der Cloud zu schützen, stark an Dynamik gewinnt.
Maritime Logistik trifft Space-Tech: SEAL Robotics schließt Pre-Seed-Runde über 2,1 Mio. Dollar ab
Das 2025 von Marie-Elisabeth Makohl und Dr. Daniel Leidner in Garching bei München gegründete DeepTech-Start-up SEAL Robotics entwickelt robotische Systeme zur Automatisierung sicherheitskritischer und bislang manuell ausgeführter Prozesse im Containerumschlag von Schiffen und Zügen.
Obwohl der Containerverkehr das Rückgrat des Welthandels bildet, basieren entscheidende Prozesse an den Terminals weiterhin auf gefährlicher Handarbeit. Terminals weltweit stehen unter Druck, ihre Abläufe planbarer und effizienter zu gestalten, während gleichzeitig ein akuter Fachkräftemangel in operativen Schlüsselrollen herrscht.
Konkret adressiert SEAL Robotics zwei spezifische, sicherheitskritische Vorgänge. Da ist zum einen das sogenannte Twistlock-Handling, bei dem Container an Bord von Schiffen direkt an der Kaikante manuell gesichert und entsichert werden. Diese Tätigkeit erfolgt oft unter hohem Zeitdruck sowie schwierigen Wetterbedingungen und ist körperlich enorm belastend. Ebenso im Fokus steht das „Pin-Handling“ zur Sicherung von Containern auf Eisenbahnwaggons. Hierbei sind die Beschäftigten gezwungen, sich entlang der teils mehrere hundert Meter langen Züge zu bewegen, während über ihren Köpfen die Krananlagen laufen.
Die Lösung: Robotik für definierte Prozesse
Der Ansatz von SEAL Robotics besteht darin, diese klar umrissenen Arbeitsschritte durch robotische Systeme zu automatisieren. Ziel ist es nicht nur, die Arbeitssicherheit zu erhöhen und Personal zu entlasten, sondern die Terminalabläufe gegenüber dem steigenden Leistungsdruck zu stabilisieren. Die entwickelten Systeme sind sowohl für Seehäfen als auch für Inlandterminals im Bahn- und Binnenverkehr konzipiert.
Die Gründer: Von der Hohen See und der Raumfahrt
Hinter SEAL Robotics steht ein Gründerduo, das technologische Exzellenz mit operativer Erfahrung verknüpft. CEO Marie-Elisabeth Makohl, eine Robotikerin der Technischen Universität München, entwickelte die Vision für das Unternehmen aus eigener Anschauung. Während Fahrten auf Containerschiffen im Nordatlantik und dem Europäischen Nordmeer erlebte sie die körperliche Härte und den Zeitdruck der manuellen Containersicherung hautnah mit. Diese Praxiserfahrung überzeugte sie davon, dass Robotik genau an diesen kritischen Schnittstellen den größten Nutzen für die Belegschaft und den Betriebsablauf stiftet.
Ihr zur Seite steht CTO Dr. Daniel Leidner, der eine tiefe technische Expertise aus 15 Jahren Weltraumrobotik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) einbringt. Leidner ist spezialisiert auf die Entwicklung von Systemen, die auch unter schwierigen Umweltbedingungen fehlerfrei funktionieren und sicher fernbedient werden können – Prinzipien, die er nun direkt auf die Anforderungen von Logistikterminals überträgt. Gemeinsam nutzen sie den heutigen Reifegrad von KI und Robotik, um Prozesse wie das Twistlock- und Pin-Handling, die sich über Jahrzehnte kaum verändert haben, zu modernisieren.
Investoren und Ausblick
Jetzt haben die Münchner den Abschluss einer Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 2,1 Millionen US-Dollar (ca. 1,8 Mio. Euro) bekannt gegeben. Angeführt wird die Finanzierungsrunde vom Creator Fund, einem auf universitäre Ausgründungen spezialisierten Investor. Das Konsortium umfasst zudem:
- Auxxo Female Catalyst Fund: Ein Co-Investmentfonds mit Fokus auf Gründerinnen.
- anuary Ventures: Ein US-Fonds, der frühphasig in die Digitalisierung traditioneller Industrien investiert.
- Marvelous: Ein DeepTech-Fonds für industrielle Transformation.
- Stefan Tietze: Serial Entrepreneur und Business Angel.
Mit dem frischen Kapital plant das Start-up, laufende Pilotprojekte in Nordeuropa und Südostasien auszubauen. In den kommenden zwölf Monaten liegt der Fokus auf der Skalierung der Systeme in realen Terminalumgebungen sowie der Erweiterung der Engineering- und Operations-Teams am Standort München.
metergrid: Stuttgarter Start-up sammelt 10 Mio. Euro für Mieterstrom-Plattform ein
Das 2021 gegründete metergrid ist auf Software- und Abwicklungslösungen für sogenannte Mieterstrommodelle spezialisiert. Die Runde ist laut metergrid die bislang größte Wachstumsfinanzierung im deutschen Mieterstrom-Markt.
Das 2021 gegründete EnergyTech-Start-up metergrid hat eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 10 Mio. Euro abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilte, handelt es sich dabei um die bislang größte Wachstumsfinanzierung im deutschen Mieterstrom-Markt. Angeführt wird die Runde von dem niederländischen Investor SET Ventures. Auch die Bestandsinvestoren Hager, LBBW Venture Capital, Mätch VC sowie mehrere Business Angels beteiligten sich erneut.
Metergrid ist auf Software- und Abwicklungslösungen für sogenannte Mieterstrommodelle spezialisiert. Diese ermöglichen es, Solarstrom von Dächern mehrgeschossiger Wohngebäude direkt an die Bewohner zu verkaufen. Das Stuttgarter Unternehmen konnte die Zahl der versorgten Bewohner*innen nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr von rund 10.000 auf über 53.000 steigern.
Ausbau zur Gesamtplattform geplant
Mit dem frischen Kapital plant das Unternehmen, sein Geschäftsmodell von einer reinen Abrechnungslösung zu einer umfassenden Energie-Plattform für Mehrparteienhäuser auszubauen. Ziel sei es, neben Photovoltaik-Anlagen künftig auch Ladeinfrastruktur für E-Mobilität, Energiemanagementsysteme, Speicherlösungen sowie Heiz- und Nebenkostenabrechnungen über eine zentrale Software abzuwickeln.
„Wir machen Energieversorgung im Mehrparteienhaus erstmals automatisiert, wirtschaftlich und massentauglich“, erklärte Johannes Mewes, Co-Founder und Geschäftsführer von metergrid. Bis zum Jahr 2030 will das Unternehmen nach eigenen Angaben eine Million Menschen in Mehrparteienhäusern mit erneuerbarer Energie versorgen.
Hürden beim Mieterstrom
Rund 44 Mio. Menschen in Deutschland leben in Mehrparteienhäusern. Die Umsetzung von lokalen Energiekonzepten scheiterte dort bislang oft an komplexen regulatorischen und administrativen Hürden. Metergrid adressiert dieses Marktsegment, indem es Vermietern, Wohnungseigentümergemeinschaften und Wohnungsbaugesellschaften die bürokratische Abwicklung – von der behördlichen Anmeldung bis zur Abrechnung mit den Mietern – abnimmt.
Dr. Till Stenzel, Partner beim Lead-Investor SET Ventures, sieht in der Lösung das Potenzial, den Markt für urbane Energieversorgung zu erschließen: „Mehrparteienhäuser konnten bisher noch praktisch gar nicht an der Energiewende teilnehmen – metergrids Lösung sorgt hier für eine ganzheitliche, volldigitalisierte Lösung.“
heyData schließt Finanzierungsrunde über 16,5 Mio. USD ab
Das 2020 von Miloš Djurdjević, Daniel Deutsch und Martin Bastius in Berlin gegründete heyData unterstützt KMU dabei, Anforderungen an IT-Sicherheit und Datenschutz/Privacy-Compliance effizient umzusetzen.
Der Produktansatz von heyData: Komplexe Compliance-Anforderungen werden in eine einfach nutzbare und modulare Software-Lösung übersetzt. So lassen sich Compliance-Prozesse, wie z.B. digitale Datenschutz-Audits und Risk Management, automatisieren und nahtlos in das tägliche Geschäft integrieren.
2022 nutzte heyData eine Seed-Finanzierung von rund 3,3 Mio. Euro im Jahr 2022, um die Lösung an den Markt zu bringen. Mehr als 2.000 kleine und mittelständische Unternehmen zählen inzwischen zu den Kunden. Die Series-A-Finanzierung markiert den nächsten Wachstumsschritt und soll fokussiert für die weitere Expansion genutzt werden – sowohl in der Produktentwicklung als auch in der geografischen Skalierung.
Obwohl eine größere Finanzierung erst für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant war, legten das überdurchschnittliche Wachstum und das attraktive Marktpotenzial nahe, die Finanzierungsrunde vorzuziehen. Riverside Acceleration Capital (RAC), Teil des US-amerikanischen Private Equity-Investors The Riverside Company, fungiert als Lead Investor.
Miloš Djurdjević, Managing Director und Mitgründer von heyData: „Wir freuen uns sehr über das entgegengebrachte Vertrauen seitens der Investoren und werden nun mit Vollgas die nächsten Schritte angehen. Der Fokus des Investments liegt auf der signifikanten Erweiterung unserer Lösung, insbesondere im Bereich IT-Security. Sowohl die Anforderungen an Compliance als auch an IT-Security wachsen ständig. Wir wollen kleinen, mittelständischen und zunehmend auch großen mittelständischen Unternehmen eine All-in-One-Lösung für diese Herausforderungen bieten, die einfach zu bedienen ist und die anfallenden Maßnahmen weitgehend automatisiert. Datenschutz und Datensicherheit dürfen keine Frage von Unternehmensgröße sein oder nur mit riesigen IT-Budgets umgesetzt werden können.“
Ausbau der Plattform und Wachstum in Europa
HeyData wird seine Lösung in den kommenden Monaten deutlich erweitern: Geplant sind die Erweiterung des Produkts in Richtung IT-Security, zusätzliche Compliance-Frameworks, mehr Schnittstellen für Integrationen sowie eine noch stärkere Ausrichtung auf unterschiedliche Anforderungen verschiedener Unternehmensgrößen.
Neben dem Produkt-Ausbau wird heyData mit dem frischen Kapital seine Expansion in Europa beschleunigen. Vor allem im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) kann heyData einen stabilen Kundenstamm vorweisen. Diese Präsenz soll weiter gestärkt und international ausgebaut werden.
Christian Stein, Partner bei Riverside Acceleration Capital: „Der Bedarf an praxistauglichen Compliance- und IT-Security-Lösungen wächst rasant – nicht zuletzt durch den breiten Einsatz von KI und eine immer komplexere Bedrohungslage. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Sicherheit und Compliance nicht nur intern verlässlich zu organisieren, sondern sie auch gegenüber Kundinnen und Kunden glaubwürdig nachzuweisen. heyData bewegt sich damit in einem hochattraktiven Wachstumsmarkt und adressiert diesen mit einem skalierbaren, praxisnahen Ansatz. Entscheidend ist dabei auch das Team: Mit tiefem fachlichem Know-how und einem klaren Verständnis für die Realität in Unternehmen schafft heyData Lösungen, die im Markt echten Anklang finden.“
Comedian Michael Mittermeier investiert in Whisky & Spirituosenmarktplatz Spiritory
Die Plattform Spiritory – 2022 von Janis Wilczura und Clemens Bennier gegründeter, börsenbasierter Live-Marktplatz für Liebhaber*innen und Sammler*innen von Spirituosen – ermöglicht es seinen Nutzer*innen, Spirituosen auf transparente und sichere Weise zu kaufen und verkaufen.
Heute verkündet Spiritory den erfolgreichen Abschluss einer neuen Finanzierungsrunde. Über die Höhe macht das Unternehmen keine Angaben. Zu den neuen Investoren gehört auch Whisky-Liebhaber Michael Mittermeier, einer der bekanntesten Comedians und Entertainer Deutschlands. Michael Mittermeier beteiligt sich im Rahmen einer Gruppe neuer und bestehender Investoren.
„Ich bin schon seit vielen Jahren ein leidenschaftlicher Fan hochwertiger Whiskys“, so Michael Mittermeier. „Mit Spiritory habe ich einen Ort gefunden, wo man Inspiration findet, einen guten Überblick bekommt und Gleichgesinnte aufeinandertreffen.“
Der Marktplatz für Premium-Whisky & Spirituosen ermöglicht den schnellen und sicheren Kauf sowie Verkauf von Premium-Spirituosen und macht den Markt für Sammler und Liebhaber zugänglicher, transparenter und einfacher.
Seit der Gründung im Jahr 2022 hat sich das Unternehmen stetig zur führenden Plattform weiterentwickelt und bietet Nutzern stets die besten Angebote von Händler*innen und tausenden Privatnutzer*innen aus 11 europäischen Ländern. In die Portfolio Funktion, bei der Genießer ihre Sammlung verwalten können und wichtige Kennzahlen wie Marktwerte, wurden mittlerweile tausende Flaschen hochgeladen.
„Wir freuen uns sehr über die neue Finanzierungsrunde und das Vertrauen von Alt- und Neuinvestoren. Michael an Bord zu haben ist etwas ganz Besonderes. Niemand in Deutschland bringt so viel Leidenschaft für Whisky mit wie Michael Mittermeier“, sagt der CEO von Spiritory, Janis Wilczura. „Er ist einer der größten Comedians der deutschen Geschichte und mit seiner Begeisterung für das Thema Whisky, sowie seiner einzigartigen Persönlichkeit ist er der perfekte Partner bei der weiteren Expansion und dem nächsten Kapitel von Spiritory.“
Neue Funktionen und Möglichkeiten der Nutzung bereits in Entwicklung
Die aktuelle Finanzierungsrunde bildet die Grundlage für den gezielten Ausbau der Plattform und die konsequente Weiterentwicklung der langfristigen Vision von Spiritory. Bereits heute arbeitet das Unternehmen an neuen Lösungen, insbesondere im Bereich der Digitalisierung stationärer Händler*innen sowie an innovativen Marken- und Vertriebswelten für kleine und mittelständische Destillerien, Brennereien und unabhängige Unternehmen. Mit der neuen Unterstützung will Spiritory die Plattform weiter optimieren, Partnerschaften ausbauen und seine Präsenz in weiteren Märkten nachhaltig vertiefen.

