B2B-Plattform Schüttflix schließt 8 Mio. Finanzierungsrunde ab


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Mit dem Venture Capitalist Speedinvest im Lead hat das 2019 gegründete Start-up Schüttflix eine acht Millionen Euro starke Finanzierungsrunde abgeschlossen.

Vor einem Jahr mit 3.000 Euro Umsatz im ersten Monat gestartet, überzeugt Schüttflix, die erste digitale Logistikdrehscheibe für Sand, Kies und Schotter, durch stabiles, überdurchschnittliches Wachstum und erzieltheute bereits über 500.000 Euro pro Monat.

Gestützt wird das Wachstum durch über 900 Partner mit mehr als 2.000 Fahrzeugen, die über die App direkt mit potenziellen Kunden aus Hoch-, Tief- und Galabau vernetzt sind. Das zusätzliche Kapital soll für den Ausbau des deutschlandweiten Vertriebs und die Weiterentwicklung der Plattform genutzt werden.

Starkes Investment mit Beteiligung der Gründer

Die beiden Gründer Christian Hülsewig und Thomas Hagedorn haben sich ebenfalls erneut an der Finanzierung beteiligt. „Wir mussten nicht finanzieren, sondern wir wollten, da wir mit Speedinvest den richtigen Partner gefunden haben“, erläutert Christian Hülsewig, CEO und Gründer von Schüttflix. „Speedinvest kann Industrie und versteht Bau. Für uns war immer klar: Wenn ein Investor dazukommt, dann muss die Chemie, das Know-how und die strategische Ausrichtung stimmen. Und dann greifen wir zu.“

Deutschlandweiter Rollout bis Ende 2020

Schüttflix hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2020 deutschlandweit alle gängigen Schüttgüter zu liefern: pünktlich, zu transparenten Preisen und immer am richtigen Ort. Heute ist das Unternehmen bereits in drei Regionen aktiv und beliefert Gesamt-NRW binnen vier Stunden. Das starke operative Know-how von Speedinvest beim Aufbau von B2B-Marktplätzen soll nun dabei helfen, den deutschen Markt vollständig zu erschließen. 2021 plant das Unternehmen den internationalen Rollout.
 
Corona-Krise wird zum Katalysator

Der Markt für Sand, Kies und Schotter hat sich in den letzten hundert Jahren kaum verändert. Er ist extrem regional fragmentiert und intransparent, verfügt aber zugleich über ein enormes Marktpotential von knapp 50 Milliarden Euro. Allein in Deutschland.  Zum Vergleich: Auf heimischen Straßen fahren 5.000 Fernbusse und 94.000 Taxen. Ihr durchschnittlicher Tagesumsatz liegt bei 700 bzw. 300 Euro, während der Schüttgutmarkt 150.000 Lkw mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von 1.500 Euro umfasst.

Die größte Herausforderung für Schüttflix bleibt indes, potenzielle Kunden und Partner fürs Digitale zu begeistern: „Entscheidend ist, dass wir extrem niedrigschwellig sind und gerade digitalen Novizen eine gelungene erste User-Experience bieten“, erklärt Christian Hülsewig. „Corona wird für uns dabei zum Katalysator, da unsere Stärken voll zum Zug kommen: Transparenz, vollständig digitale Prozesse und vor allem eine beständige Liefersicherheit.“ Seit Ausbruch der Corona-Krise in Deutschland verzeichnet Schüttflix einen steilen Anstieg bei Bestellungen und Neuanmeldungen.

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