285.000 Euro für HR & Legal-Tech-Software twinwin


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Mit twinwin wollen zwei Berliner Gründer – Eleni und Max – beweisen, wie aus einer weltweiten Krise eine human und ökonomisch verantwortliche Zukunft gestaltet werden kann.

Covid-19 hat der Welt katastrophale wirtschaftliche Einbrüche beschert. Weder ist ein Abklingen der Pandemie absehbar noch auch nur annähernd die fundamentalen Verwerfungen in deren Folge. Angesichts einer ohnehin seit Jahren wachsenden Volatilität am Aktien- bis hin zum Arbeitsmarkt mit ihrer Priorisierung von Anpassung und Flexibilität, stehen nun selbst bisher gesunde und stabile, fachlich-ökonomisch und auch persönlich lang bewährte Arbeitsverhältnisse auf dem Prüfstand, massenhaft.

Verbrannte Erde hinterlassen?

Zwingt also eine wirtschaftsfeindliche Pandemie im Jahr 2020 sogar gutsituierte, arbeitnehmerfreundliche Unternehmen trotz ursprünglich vielversprechender Ausgangssituation dazu, mit ihrer Unternehmenskultur zu brechen und im Personal-Bereich verbrannte Erde zu hinterlassen? Mit für beide Seiten schmerzhaften und womöglich unabsehbar schädlichen Folgen?

Keineswegs, meinen die beiden Gründer des Berliner Software-Tools twinwin, Eleni Arvaniti, eine zugelassene Rechtsanwältin und Unternehmensjuristin, und Max Bauermeister, zuletzt maßgeblich am erfolgreichen Aufbau des insurtech- Einhorns wefox und der aufstrebenden HR-Software Kenjo beteiligt.

Intelligente Transformationen gefragt

Nicht nur die aktuelle Situation verlangt nach intelligenten Transformationen, sondern auch die Zeit nach COVID-19. Die wird es mit Sicherheit geben, und dann werden sich erneut, womöglich sprunghaft wachsende Unternehmen und Mitarbeiter dringend wieder gegenseitig brauchen.

Für beides gilt also schon jetzt gewappnet zu sein. Die ebenso aktuelle wie perspektivische Antwort auf die Pandemie-Situation, kann im HR-Management deshalb nur lauten: Alles kommt jetzt darauf an, sich so fair, beiderseits wertschätzend und zugleich möglichst unkompliziert und pragmatisch trennen zu können, und zwar so, dass mit der Trennung Perspektiven für die Zeit danach erhalten bleiben oder sogar neue eröffnet werden.

Max: „Schon damals, während meines Masterstudiums am Londoner King’s College, habe ich datenbasiert zum Schwerpunkt-Thema Employee Engagement und Change Management Modelle entwickelt, um sie innerhalb der letzten Jahre weiter praktisch erproben und etablieren zu können.” Das Spannungsverhältnis von Bindung und Flexibilität auf der Basis gegenseitiger Interessen hat durch Covid-19 noch einmal schlagartig an Bedeutung gewonnen. Es geht darum, wie man trotz explodierendem Flexibilisierungsdruck bewährte, eigentlich zukunftsträchtige Partnerschaften beibehält, wenn nicht sogar neu begründet.

“Meine Eltern kommen beide aus der Filmbranche. Da ist es gang und gäbe, an einem Film zusammenzuarbeiten, und sich danach zu trennen. Wichtig ist jedoch immer, dass das Arbeitsverhältnis sauber zuende geht, damit man beim nächsten Projekt wieder zusammenarbeiten und gemeinsam erfolgreich sein kann“, so Max.

Eleni ergänzt: „Als VP Legal und HR habe ich häufig die Erfahrung gemacht, dass viele Firmen sich um das Tabu-Thema Trennung drücken. Dadurch kommt es oft zu für beide Seiten schmerzhaften Pannen, und die führen mitunter zu endlosen Rosenkriegs-ähnlichen Streitereien, die weder der Eine noch der Andere eigentlich wollte und nicht nur Nerven, sondern vor allem viel Geld kosten. Meist ist das Thema primär bei der Rechtsabteilung aufgehängt, die die zentralen soft-skill Faktoren kaum berücksichtigt. Während es in der HR-Abteilung oft am erforderlichen juristischen Know-how mangelt. Dabei gehören beide Aspekte für eine saubere, beide Seiten schonende Trennung unbedingt zusammen, die vielleicht sogar neue gemeinsame Perspektiven eröffnet.“

HR-und Legal-Tech-Software als Problemlöser

Die von Max und Eleni entwickelte HR-und Legal-Tech-Software twinwin rückt computer-based Advisory in den Mittelpunkt. Ähnlich wie Scalable Capital oder Trade Republic im Finanzsektor bereits den Robo-Advisor etabliert haben. Twinwin möchte die Partner per Legal-Tech-Digitalisierung von monotonen, kräftezehrenden Aufgaben befreien. Stattdessen schafft sie die Beratungsbasis und den Platz für die wesentlichen Kommunikationslinien und den möglichst reibungslosen persönlichen Kontakt. Insbesondere den Raum für einen fairen, ebenso unaufwendigen wie individuellen und wertschätzenden Trennungsweg in beiderseitigem Einvernehmen.

Ein Weg der auf Basis der juristischen, aber auch der erfahrungspraktisch fundierten Daten beruht und gleichzeitig die Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen der Partner zum Maßstab erklärt. Dazu bilden diverse Best-Practice-Modelle, potenzielle Reintegrations- sowie konkret praktizierte HR-Compliance den Rahmen, um gegenseitige Transparenz, Vertraulichkeit und Datensicherheit zu garantieren. Twinwins Software-gestützte Advisory ist schnell einsetzbar und extrem kostengünstig. Nicht zuletzt dadurch ermöglicht sie beiden Parteien eine bisher einzigartige Balance von Beratungssicherheit und Bewegungsfreiheit durch größtmögliche Flexibilität.

Fianzierungserfolg auf dem Weg zur besseren Arbeitswelt

Dazu hat sich twinwin unter anderem den Produkt-Experten Florian Eismann, ehemals bei Fidor Bank, Ex-Gründer wefox und FRI:DAY, mit als Investor und Advisor ins Boot geholt, der dabei unterstützt mit innovativen Produkten neue Märkte zu erschließen. Das erweiterte Team, das anhand einer ersten Finanzierungsrunde von 285T EUR eingestiegen ist, lässt ahnen, wo die Reise hingeht. Mit an Bord sind SaaS-Experten und namhafte Investoren aus dem Silicon Valley, Charlie Songhurst (ehemals Head of Corporate Strategy Microsoft, derzeit Investor in zahlreichen Startups, u.a. Workday), das Frühphasen VC Tiny und eine Reihe prominenter Gründer, wie die Legal-Tech Gründer Benedikt und Torben von Rightnow oder Patrick Andrä von HomeToGo.

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Gründer*in der Woche: e-WATER - für besseres Trinkwasser

Johannes Ebert hat sich dem Thema Trinkwasseraufbereitung verschrieben. Warum es seiner Ansicht nach sinnvoll ist, das Leitungswasser zu Hause zusätzlich aufzubereiten und welche Lösung er dazu entwickelt hat, verrät uns der e-WATER-Gründer im Interview.

Ich dachte immer, dass unser Leitungswasser Top-Qualität hätte? Stimmt das etwa nicht? Es gibt doch vorgeschriebene Richtwerte für Rückstände im Trinkwasser ...

Es gibt Richtwerte für unsere Wasserqualität, jedoch werden nur ein Bruchteil der im Wasser gelösten Stoffe untersucht. Z.B. Mikroplastik oder Medikamentenrückstände werden nicht kontrolliert.

Wäre es somit sinnvoll, sein Leitungswasser (regelmäßig) testen zu lassen?

Wenn man viel kocht oder viel Leitungswasser trinkt, ist es ratsam, sein Leitungswasser kontrollieren zu lassen.

Nun zu deinem Unternehmen: Wie bist du auf die Idee zu e-WATER gekommen?

Durch meinen Freund, Inhaber eines Heizung-Sanitär-Betriebs, bin ich auf die Idee gekommen, mich mit dem Thema Wasseraufbereitung zu beschäftigen. Dies war die Geburtsstunde von e-WATER.

Was ist dein fachlicher Hintergrund?

Ich bin gelernter Elektroniker für Betriebstechnik, habe im Vertrieb in unterschiedlichen Branchen gearbeitet. Über Messebesuche im In- und Ausland sowie Fachvorträge habe ich mich in die Materie Wasseraufbereitung eingearbeitet. Sprich: Ich bin ein Quereinsteiger im Bereich Wasseraufbereitung.

Was waren dann die wichtigsten Steps von der Gründung bis zum Marktstart?

Die wichtigsten Steps waren einmal die richtigen Vorlieferanten zu finden, die meinem Qualitätsanspruch mitgehen können und die richtigen Partner zu finden, die meine Produkte mitverkaufen bzw. einbauen.

Zu deinen Produkten: Was ist das Besondere an e-WATER?

Unsere Lösung verspricht reines belebtes Trinkwasser direkt aus dem Wasserhahn. Es gibt mehrere Dinge zu beachten, die im Bereich der Trinkwasseraufbereitung wichtig sind. Mit der Filterung allein ist es nicht getan. Man muss das Wasser danach auch wieder in die richtige Struktur bringen, damit es Quellwasserniveau erlangt und doch rein von allen Schadstoffen ist.

Wie funktioniert dies?

Man filtert das Wasser über den Sediment- & Aktivkohle-Filter vor. Im nächsten Step wird das Wasser sodann über die Umkehrosmose-Membran ultrafiltriert, damit nur noch das Wassermolekül übrig bleibt und alle anderen schädlichen Stoffe aus dem Wasser sind. Damit man dann kein destilliertes Wasser zu sich nimmt, wird bei uns das gefilterte Wasser nachbereitet und wieder in seine hexagonale Struktur gebracht. Somit zapft man letztlich reinstes belebtes Trinkwasser (Quellwasserniveau).

Zur Info: Die Struktur von herkömmlichem Leitungswasser ist tot, da das Wasser mit hohem Druck in Rohren von A nach B befördert wird. Dadurch kann sich das Wasser nicht wie in einem Flusslauf ausbreiten und die Richtung verändern.

Belebtes Leitungswasser schmeckt nicht nur anders als herkömmliches, sondern es fließt auch ganz anders aus dem Wasserhahn. Das Wasser mit einer hexagonalen Struktur bekommt einen Spin, den man mit dem Auge sehr gut wahrnehmen kann.

Der USP für unsere Kunden ist somit, dass sie Quellwasser direkt aus ihrem Wasserhahn erhalten und sich keine Sorgen bezüglich schädlicher Stoffe im Wasser machen müssen.

Und was kostet es mich, mein Trinkwasser zu Hause aufzubereiten?

Je nachdem, welchen Filtergrad man erreichen will. Ein Aktivkohlefilter-System bekommt man bei uns inkl. Einbau für 1000 bis 1400 Euro. Eine Osmoseanlage kostet bei uns inkl. Einbau zwischen 2500 und 2900 Euro. Zusätzlich kommen jährlich noch die Filterwechselkosten hinzu: Diese liegen bei 120 bis 250 Euro je nach System.

Wie hast du die Produktentwicklung und damit auch dich bzw. deine Unternehmen bislang finanziert?

Das Unternehmen ist substanziell gewachsen, alles was erwirtschaftet wurde floss in die Erweiterung des Portfolios und in die Unternehmens-Infrastruktur. Somit kann ich sagen, dass mein Unternehmen von Anfang an ohne Kredite oder Investoren auskam.

Wer sind deine Kund*innen?

80 Prozent private Haushalte, 20 Prozent gewerbliche Kunden.

Was sind deine weiteren unternehmerischen Vorhaben rund um die Wasseraufbereitung?

Ich möchte gern expandieren und die Märkte Österreich und Schweiz aufbauen. Zudem möchte ich 2022 auch in Deutschland weiterwachsen und Händler nicht nur in Süddeutschland aufbauen.

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

Geduldig bleiben und auf Qualität setzen, dies ist der Schlüssel zum Erfolg. Zudem muss man am Anfang definitiv den ein oder anderen Meter mehr gehen als die Mitbewerber.

Hier geht's zu e-WATER

Das Interview führte Hans Luthardt

Les Margaret & Les Margaret Junior Awards 2022

Die Awards richten sich an alle Frauen und Mädchen in Europa und Afrika, die kühne technologische Wetten eingehen und disruptive Innovationen schaffen, um die Welt zu verändern. Bewerbungen für die Les Margaret und Les Margaret Junior Awards können noch bis Montag, den 17. Januar 2022, eingereicht werden.

Die 2013 von dem Gründungsförderer JFD ins Leben gerufenen Les Margaret und Les Margaret Junior Awards sind eine Hommage an Margaret Hamilton. Diese war für die Entwicklung von Software für das Apollo-Weltraumprogramm der NASA verantwortlich, das es dem Menschen erstmalig ermöglichte, den Mond zu betreten.

Gesucht: Gründerinnen oder Mitbegründerinnen von Tech-Start-ups

Die Les Margaret Awards richten sich in der Kategorie Entrepreneur an Gründerinnen oder Mitbegründerinnen von Tech-Start-ups sowie in der Kategorie Intrapreneur an Arbeitnehmerinnen, die in Absprache mit ihrem Arbeitgeber ein innovatives Projekt entwickelt haben, ohne aus dem Beschäftigungsverhältnis auszuscheiden.

Sie müssen Staatsbürgerinnen eines europäischen oder afrikanischen Landes sein und ihr digitales Projekt muss auf ein oder mehrere gesellschaftliche Probleme ausgerichtet sein: Umwelt und Energie (Klimawandel, Stadtplanung, Energiewende, nachhaltige Entwicklung ...), Gesundheit (Zugang zu Pflege, Diagnose, Behandlung ...), IKT (Cybersicherheit, IdD, Datenwissenschaft, Digital Everything ...), Transport und Mobilität (Fahrzeuge, Infrastruktur, Nutzung ...).

Die Gewinnerinnen profitieren von einer Medienpräsenz im Wert von einer Million Euro für ein Jahr, Gelegenheiten für Vorträge bei großen internationalen Veranstaltungen, digitalem Equipment sowie der Teilnahme an Coaching-/Mentoring- Sessions mit den Partnern von JFD.

Für Kidpreneurs, Teenpreneurs oder Tech-Kreative

Der Les Margaret Junior Award steht unter der Schirmherrschaft von Jean-Michel Blanquer, Minister für nationale Bildung, Jugend und Sport in Frankreich, und steht jungen Mädchen zwischen 7 und 18 Jahren offen, die Staatsbürgerinnen eines europäischen oder afrikanischen Landes sind. Die Kandidatinnen können Kidpreneurs, Teenpreneurs oder Tech-Kreative sein – alle, die eine Idee, ein Konzept oder ein Startup-Projekt haben, die/das durch die Anwendung einer Technologie ein Problem (Gesundheit, Bildung, Umwelt, Mobilität ...) anspricht, oder mithilfe einer oder mehrerer Technologien (künstliche Intelligenz, 3D, IdD ...) einen Prototyp (Roboter, Spiel, App ...) entwickelt haben. Die Gewinnerinnen erhalten digitales Equipment, ein 1000-Euro-Stipendium, Coaching/Mentoring, Workshops und eine starke Medienpräsenz.

Bewerbungsschluss: 17. Januar 2022

Bewerbungen müssen bis Montag, den 17. Januar 2022 um 11:59 Uhr MEZ über das Formular unter www.joinjfd.com eingereicht werden. Die Finalistinnen werden von JFD vorausgewählt und am Donnerstag, dem 10. Februar 2022, einer Expertenjury für Beratungen hinter verschlossener Tür vorgestellt, um die Gewinnerinnen in den 6 Kategorien festzulegen: Entrepreneur Europa, Entrepreneur Afrika, Intrapreneur Europa, Intrapreneur Afrika, Junior Europa und Junior Afrika. Die Preisverleihung unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Französischen Republik findet in der Woche vom 08. März 2022 im Rahmen der Feierlichkeiten zum 10-jährigen Jubiläum von JFD statt.

Gründer*in des Jahres 2021 gesucht

Jede Woche präsentieren wir an dieser Stelle unsere(n) Gründer*in der Woche. Erstmals wollen wir nun aus allen, in diesem Jahr porträtierten Gründer*innen den oder die Gründer*in des Jahres 2021 wählen – mit deiner Unterstützung.

Wir haben dazu aus jedem Monat das meistgelesene Gründer*in-der-Woche-Interview herausgefiltert und so 12 Kandidat*innen für unsere(n) Gründer*in des Jahres 2021 nominiert.

Jetzt ist es an dir, eine(n) Gründer*in mit deiner Stimme zu unterstützen. Einfach das nachfolgende Abstimmungs-Tool nutzen und voten.

Du hast nur Zeit bis Ende des Jahres, um deine(n) Favorit*in an die Spitze zu bringen - daher: Jetzt teilnehmen!

Herzlichen Dank fürs Mitmachen und Voten!

DAS VOTING

So geht's: Einfach deinen Favoriten bzw. deine Favoritin markieren und auf "Abstimmen" klicken, fertig!

Rising Stars 2021

Der Report „Rising Stars 2021“ zeigt erstmals, wie junge, innovative FinTech- und InsurTech-Gründer*innen und -Start-ups aus Deutschland und Österreich 2021 den Markt erobern.

Der Rising Start Report ist eine in diesem Jahr erstmals erscheinende Online-Publikation, herausgegeben von FinTech Innovators, einer Community von und für die deutsche FinTech- & InsurTech-Innovationsszene.

Der Rising Stars Report 2021 zeigt die aktuellen Trends rund um FinTechs/InsurTechs auf, liefert belastbares Zahlenmaterial und präsentiert Top-Start-ups und ambitionierte Gründer*innen aus diesen hochinnovativen Branchen. Der Fokus liegt auf junge Start-ups, die nicht länger als 5 Jahre am Markt sind. Damit hat der Report, der künftig einmal im Jahr publiziert wird, zugleich das Zeug zur zentralen Informationsquelle für alle, die ein Teil des dazugehörigen Ökosystems sind bzw. werden wollen.

Dr. Florian Kandler, Geschäftsführer der FinTech Innovators: „In Zusammenarbeit mit Investor*innen, Akzelertoren, Berater*innen, Corporates und Gründer*innen der FinTech-Community haben wir diesen Report konzipiert. Das Ziel: einen wertvollen Überblick für alle in unserem Ökosystem zu liefern und gleichzeitig die jungen Start-ups dabei zu unterstützen, entdeckt oder noch bekannter zu werden.“

Kein klassischer Daten-Report
Der Rising Stars Report 2021 basiert auf der Befragung und Auswertung von 111 Datensätzen, welche durch die explizite Mitwirkung der Gründer*innen der deutschen und österreichischen FinTech- und InsureTech-Szene erhoben worden sind. Inkludiert sind zahlreiche, zum Teil bislang noch nicht veröffentlichte Daten, die erstmals von den teilnehmenden Gründer*innen und Start-ups im Rahmen des „Rising Stars“ Report kommuniziert wurden.

Wichtig zu wissen: „Rising Stars“ unterscheidet sich von klassischen Daten-Reports in der Art der Datenerhebung und dem Fokus, junge FinTechs/InsurTechs und ihre Gründer*innen ins Rampenlicht zu rücken. Der Report will kein wissenschaftlicher Bericht mit Anspruch auf Vollständigkeit sein. „Vielmehr laden wir alle Gründer*innen ein, im Report dabei zu sein. Ein großer Teil der von der Community nominierten und von uns kontaktierten Start-ups haben diese Einladung angenommen“, so Dr. Kandler.

Wertvolle Start-up-Insights
Unterteilt ist der „Rising Stars 2021“ in die Start-up-Präsentation der Neuen, der Jungen sowie der Etablierten. Hinzu kommen u.a. Porträts von Start-ups, die ihren Markteintritt erst im Jahr 2022 planen und damit quasi schon einen spannenden Ausblick auf die kommenden Innovationen der Branche und Inhalte des Rising Stars Report 2022 bieten.

Auf die Leser*innen warten Quick Facts (wie Gründungsjahr, Launch-Datum, Umsatz, Umsatzplan etc.), Produkt-Insights (bspw. Besonderheiten, Zielgruppe(n), Marktstrategie) sowie spannenden Infos zu den Erfolgen und zur Traction der porträtierten Start-ups.

Abgerundet wird der „Rising Stars 2021“ Report durch informative Gastbeiträge namhafter Player und Expert*innen des FinTech- und InsureTech-Ökosystems.

In Summe: über 250 Seiten, vollgepackt mit innovativen FinTech-/Insur-Tech-Infos und Know-how.

Den Fintech Innovators Report „Rising Stars 2021“ erhältst du hier

Science4Life prämiert Innovationen in Life Sciences, Chemie und Energie

105 Einreichungen beim Science4Life Businessplan-Wettbewerb. Im Jahr 2021 steht hinter besonders vielen Geschäftsideen ein digitales Geschäftsmodell.

Grüner Ersatz für Kunststoff, eine App für Demenzprävention und Biogas als regelbare Quelle erneuerbarer Energien – Science4Life hat die besten Geschäftsideen aus Life Sciences, Chemie und Energie prämiert. Science4Life e.V. ist eine unabhängige Gründerinitiative, die bereits 1998 als Non-Profit-Organisation ins Leben gerufen wurde. Initiatoren und Sponsoren sind die Hessische Landesregierung und das Gesundheitsunternehmen Sanofi. Einmal jährlich richtet die Initiative bundesweit den größten Businessplan-Wettbewerb für die Branchen Life Sciences, Chemie und Energie aus.

Die 105 eingereichten Beiträge spiegeln aktuelle Trends aus den Branchen wider, denn mehr als der Hälfte aller eingereichten Ideen liegt ein digitales Geschäftsmodell zugrunde. Besonders der Bereich Digital Health wächst weiterhin. Die beiden geschäftsführenden Vorstände des Science4Life e.V. sind überzeugt von den Innovationen der Start-ups: „Die teilnehmenden Teams forschen und entwickeln Lösungen am Puls der Zeit. Sie erkennen nicht nur aktuelle Probleme, sondern können auch schnell und agil auf diese reagieren“, sagt Dr. Jens Atzrodt, Director R&D Country Operations bei Sanofi in Deutschland. „Der Trend zu Einreichungen mit digitalem Hintergrund setzt sich auch in diesem Jahr fort. Das ist ein klares Zeichen, dass vor allem die Start-up Szene Innovation in der Branche vorantreibt“, bekräftigt Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der hessischen Wirtschaftsfördergesellschaft Hessen Trade & Invest.

Das sind die prämierten Start-ups und ihre Lösungen

Beim Science4Life Venture Cup überzeugte das Team von Cell2Green aus Rostock mit ihrem grünen Ersatz für Kunststoff: Die biologisch basierten und abbaubaren Cellulosefolien sind eine umweltfreundliche Alternative für die Verpackungsindustrie. DNTOX aus Düsseldorf bietet mit seiner tierversuchsfreien und auf menschlichen Zellen basierenden Analyse eine kostengünstige Alternative zu Tierversuchen. Sie wird eingesetzt, um die Sicherheit von Chemikalien für die Entwicklung des frühkindlichen Gehirns zu untersuchen. Ein neues Textil aus Hanffasern entwickelt das Team hinter LOVR aus Darmstadt: LOVR ist lederähnlich, ohne Plastik, vegan und reststoffbasiert. Mit memodio entwickelt das gleichnamige Team aus Potsdam die weltweit erste therapeutische App zur Demenzprävention auf Basis eines evidenzbasierten und individualisierbaren Therapieprogramms. Hinter dem RooWalk aus Berlin steckt eine persönliche Geschichte: Die 5-jährige Nichte von Mitgründer Benjamin Pardowitz lebt seit ihrer Geburt mit Zerebralparese – die vom Team entwickelte elektrisch unterstützte Gehhilfe ermöglicht und fördert die erweiterte Bewegungsfähigkeit von Kindern mit körperlichen Einschränkungen.

Unter den Einreichungen beim Science4Life Energy Cup wurden die Teams von BioCore, der everyone energy und KD Pumpen prämiert. BioCore aus Garching nutzt Biogas um die unstete Stromversorgung aus Wind- und Sonnenenergie auszugleichen und zu speichern und ermöglicht erstmals wirtschaftlich darstellbar negative Treibhausgasemissionen im Großmaßstab. everyone energy aus Berlin hilft dabei, Tausende neue Energiewende- Projekte zu realisieren, indem Endverbraucher und Lösungsanbieter durch vollautomatisierte Energieberatung gezielt zusammengebracht werden. Das Team von KD Pumpen aus Balve und Dortmund entwickelt ressourcenschonende Pumpentechnik für die Umwelt- und Entsorgungsindustrie. Dank patentierter Technologie und Predictive Maintenance kann der Lebenszyklus von Pumpen um 300 bis 600 Prozent verlängert und der Wirkungsgrad um bis zu 30 Prozent gesteigert werden.

Die fünf top Teams der Ideenphase des Science4Life Venture Cup 2022:

  • Cell2Green (Rostock)
  • DNTOX (Düsseldorf)
  • LOVR (Darmstadt)
  • memodio (Potsdam)
  • RooWalk (Berlin)

Die drei top Teams der Ideenphase des Science4Life Energy Cup 2022:

  • BioCORE (Garching)
  • everyone energy (Berlin)
  • KD Pumpen (Balve / Dortmund)

Ab sofort beginnt die Konzeptphase und alle Start-ups können ihr Geschäftskonzept oder Read Deck bis 14. Januar 2022 online unter www.science4life.de einreichen – auch wenn sie nicht an der Ideenphase teilgenommen haben.

Gründer*in der Woche: Aulios - übersetzt Sound in Licht

AULIOS übersetzt Sound in Licht und kreiert die weltweit erste Software zur vollautomatisierten Erstellung soundbasierter Lichtshows in Echtzeit für Clubs, Konzerte und Festivals. Mehr über die innovative Idee der Gründer Alexander Gerick und Marius-Julian Marx und die Anwendungsmöglichkeiten im Interview mit Marius-Julian.

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu AULIOS gekommen?

Ursprünglich brauchten wir nur ein wenig Party Beleuchtung für Alex 18. Geburtstag und wollten die Smart Lights von Phillips Hue dafür verwenden. Die Sound-Licht-Synchronisation war jedoch so schlecht, dass wir uns dazu entschlossen, etwas Eigenes zu entwerfen. Es verging dann eine Menge Zeit, in der wir dieses Vorhaben nur unregelmäßig verfolgten. Als wir dann nach unserem Umzug nach Berlin mit DJs und Clubbesitzern in Kontakt kamen, entstand schließlich die heutige Idee zu AULIOS.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee über die Gründung bis zur fertigen Software im Testeinsatz?

Nach dem Slash Hackathon im Oktober 2020 haben wir angefangen, unser Vorhaben ernster zu nehmen. Wir bekamen sehr positives Feedback für unser Vorhaben, Sound und Licht für den Smart Home Bereich zu synchronisieren. Es folgte eine Menge Recherche und wir wollten einen intelligenteren Smart-Home-Brand entwickeln, welcher sämtliche Konkurrenzprodukte im Smart Home Bereich bei weitem übertreffen würde. Dieses Vorhaben änderte sich, nachdem wir mit einigen erfahrenen Investoren gesprochen und verstanden hatten, dass eine Hardware-fokussierte Firma hinsichtlich der Wachstumsgeschwindigkeit und dem Grundkapitalbedarf einige erschwerende Aspekte aufweist.

Ungefähr zu diesem Zeitpunkt kamen wir dann auch mit DJs in Berlin in Kontakt, welche unsere Idee cool fanden und uns immer wieder fragten, weshalb wir so etwas denn nicht für Clubs entwickeln. Dieser Punkt, an dem wir herausfanden, dass Lichtshows immer noch manuell erstellt werden, regte uns dazu an, von dem Smart-Home-Vorhaben abzulassen und uns komplett auf eine B2B-Lösung zu fokussieren.

Wie habt ihr die Startphase und damit auch euch selbst finanziert?

Wir hatten ein wenig Geld angespart, aber der herausforderndste Teil war es, ein Team zusammenzustellen, ohne das Geld zu haben, diese zu bezahlen und ohne Investoren zu einem Zeitpunkt reinzuholen, an dem die Vision hinter AULIOS noch nicht klar und fortgeschritten genug war, um vernünftige Konditionen zu bekommen. Wir wussten, dass unser Vorhaben nicht durch Alex und mich allein realisiert werden konnte. Wir motivierten daher Mitstudenten, uns bei der Entwicklung der Software zu helfen, indem wir ihnen – anstelle einer Bezahlung in Form von Geld – die Möglichkeit boten, ihr Studium voranzubringen und gleichzeitig in einem Projekt zu arbeiten, das einem klar erkennbaren Sinn folgt. Seit Beginn unseres Projekts halfen uns rund 15 Studenten – einige werden auch weiterhin bei AULIOS bleiben und hoffentlich auch bald als erste Mitarbeiter der AULIOS GmbH bezahlt werden können.

Nun zu AULIOS: Was ist das Besondere an eurer Software? Wie hebt ihr euch von anderen Lösungen in diesem Kontext ab?AULIOS ist die weltweit erste Software, welche komplexe Lichtshows basierende auf Sound vollautomatisiert erstellen kann. Anstelle eines Lichtjockeys oder Lichttechnikers wird nur ein Computerprogramm benötigt, um die entsprechende Lichtshow zu erstellen und dies geschieht zudem noch in Echtzeit. Wir können damit Kosten für Veranstalter senken und gleichzeitig die Qualität der Lichtshows deutlich verbessern. Zudem ist AULIOS rund um die Uhr Einsatzbereit und immer nur einen Klick entfernt

Gründer der Woche: 180° Sicherheit – Alarmanlage mit Live-Täteransprache

Die 180° Sicherheit GmbH aus Düsseldorf bietet bundesweit Konzepte zum Schutz vor Einbruch, Diebstahl und Vandalismus an. Darüber und über die Chancen für Gründer in der Sicherheitsbranche sprechen wir mit Co-Gründer Christoph Schwitulla:

In Deutschland sind 2016 der Polizeilichen Kriminalstatistik zufolge zum ersten Mal seit zehn Jahren weniger Wohnungseinbrüche registriert worden. Dennoch liegt die Aufklärungsrate bei unter 20 Prozent. Was läuft hier letztlich schief bzw. was muss noch geleistet werden?

Die Einbruchskriminalität hat sich in den letzten Jahren immer weiter professionalisiert. Im Vergleich zu früher werden heute nicht mehr Gelegenheitstäter und Junkies, sondern organisierte Banden für einen Großteil der Taten verantwortlich gemacht. Außerdem geben die genannten Zahlen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) lediglich die Einbruchzahlen in privaten Räumlichkeiten wider. Gewerbliche Einbrüche müssen in dieser Statistik noch hinzuaddiert werden.

Dazu kommt, dass die „aufgeklärten Fälle“ nicht etwa einen festgenommenen oder gar verurteilten Täter erfordern. Vielmehr gilt eine Tat aus polizeilicher Sicht dann als aufgeklärt, wenn ein Tatverdächtiger ermittelt werden kann. Wird ein Täter festgenommen, dem man anhand des Modus Operandi ein paar Dutzend weitere Taten zuordnen könnte, gelten diese Taten (trotz fehlender Beweise) als aufgeklärt.

Hinter vorgehaltener Hand berichten uns Polizisten regelmäßig davon, dass sie die Menge an Einbrüchen lediglich verwalten und abarbeiten, aber nicht wirklich ermitteln können. Durch die massive Professionalisierung der Täter scheint die Polizei den Einbrechern lediglich hinterherzulaufen.

Nun zu Ihrem Sicherheits-Business: Wann und Wie sind Sie und Ihr Co-Gründer Malte Tasto auf die Idee zu Ihrem „Live-Einbruchschutz“ gekommen?

Da wir bereits seit zehn Jahren in der Sicherheitsbranche aktiv sind, wussten wir früh um die Schwachstellen klassischer Alarmanlagen, von denen sich heutzutage kaum noch jemand abschrecken lässt. Da es hier smartere und vor allem effektivere Möglichkeiten gibt, die Einbrecher unmittelbar wieder zu vertreiben, sind wir mit dem Live-Einbruchschutz 2014 an den Start gegangen.

Was waren die größten Herausforderungen von der Gründung bis zum Start Ihres Business?

Das waren hauptsächlich die klassischen Herausforderungen, die jedem Unternehmer vor Gründung widerfahren. Zudem haben wir uns mit allerhand technischer Details auseinandersetzen müssen. Aber wie sagt man so schön: man wächst mit seinen Herausforderungen.

Wie genau funktioniert der „Live-Einbruchschutz“?

Anders als bei klassischen Alarmanlagen wird bei einem Einbruch keine Blitzlichtsirene angesteuert. Vielmehr baut unsere Alarmzentrale eine akustische Live-Verbindung zur 24h besetzten Leitstelle auf. Dort sitzen rund um die Uhr geschulte Mitarbeiter, die dann innerhalb von Sekunden über eine aktive Hör-/Sprech- und Sehverbindung beurteilen können, was in den Räumlichkeiten vor sich geht. Ein Operator kann aus der Ferne z.B. Schritte, Stimmen, Geräusche wahrnehmen und durch die Einbindung von Kameras auch ein Bild der Alarmsituation übermittelt bekommen. Dann spricht er die Täter äußerst lautstark an: „04.17 Uhr, gesperrter Bereich, nennen Sie das Kennwort!“.

Diese Schocksituation bringt die Täter dazu, meist unmittelbar in einem 180°-Bogen das Objekt wieder aus der Richtung zu verlassen, aus der sie gekommen sind. Wir nennen das den 180°-Effekt. Der üblicherweise entstehende Schaden kann dadurch auf ein Minimum reduziert werden. Zudem kann der Operator einen Echtalarm sehr schnell von einem Falschalarm unterscheiden. Für diese Unterscheidung fahren sonst zunächst einmal Wachfahrer zum Objekt, die erst bei einem bestätigten Einbruch die Polizei hinzuziehen. Dieses Zeitfenster verkürzen wir massiv und können durch die Beurteilung aus der Ferne unmittelbar die Polizei verständigen.

Wäre es nicht sinnvoller, wenn anstelle der Live-Ansprache ein Wachdienstler oder besser noch die Polizei schnell vor Ort wäre, um den Täter dingfest zu machen? Denn so kann der Dieb ja „bequem“ nach der Kontaktaufnahme abhauen?

Das ist richtig. Nur letztlich verstehen wir uns als Dienstleister unserer Kunden. Deren größtes Interesse besteht darin, ohne Ausfälle am nächsten Morgen handlungsfähig zu sein. Würden wir die Täter nicht ansprechen, hätten diese noch ein paar Minuten mehr Zeit am Tatort. Die Wahrscheinlichkeit einer Festnahme würde zwar steigen, allerdings können skrupellose Einbrecher in ein paar Minuten auch massive Schäden anrichten, die für unsere Kunden viel Zeit, Nerven und Aufwand bedeuten.

Sie überwachen ja letztlich akustisch die Räumlichkeiten Ihrer Kunden. Gibt es hier datenschutzrechtliche Probleme bzw. Herausforderungen?

Sicherlich ist der Datenschutz in Deutschland ein gewichtiges Thema. Demnach unterwerfen auch wir uns dem geltenden Bundesdatenschutzgesetz. Ein einfaches Reinhören nach Lust und Laune ist nicht möglich. Vielmehr müssen zwei Bedingungen erfüllt sein, damit eine Verbindung aufgebaut werden kann: Einerseits muss der Kunde seine Alarmanlage scharf geschaltet – also aktiviert – haben. Zum anderen muss dann im scharfen Zustand noch ein Einbruchalarm ausgelöst werden. Nur dann baut die Einbruchmeldezentrale eine Verbindung in Richtung Leitstelle auf. Aber wenn dies nicht so wäre, würden uns nicht zahlreiche Steuerberater, Ärzte, Apotheker und andere sensible Kunden vertrauen.

Welche Kosten kommen auf mich als Kunden zu?

Das schöne ist, dass der Live-Einbruchschutz von unseren Kunden nicht gekauft wird. Stattdessen bieten wir eine Dienstleistung mit einer monatlichen Servicepauschale im Rundum-Sorglos-Paket an. Klassische Alarmanlagen kosten nicht nur viel Geld in der Anschaffung. Neben den Kosten für die Installation und eine regelmäßige Wartung, müssen zudem Kosten für die Instandhaltung außerhalb der Gewährleistungsfrist einkalkuliert werden. Außerdem schlagen eine Wachdienstaufschaltung und insbesondere jede einzelne Wachdienstanfahrt zu Buche.

An wen adressieren Sie Ihre Sicherheitslösungen?

Unsere Zielkunden sind primär Gewerbekunden. Dabei reicht die Range vom Apotheker bis hin zu Autohäusern und großen Industriekunden. Im Privatbereich sichern wir vornehmlich die privaten Räumlichkeiten der Geschäftsführer und Vorstände unserer Gewerbekunden ab.

Zu welchen weiteren Sicherheitsmaßnahmen raten Sie Ihren Kunden?

Eine mechanische Sicherung ist als zusätzliche Maßnahme nie verkehrt. Durch mechanische Sicherungsmaßnahmen brauchen die Täter länger, um ins Objekt zu gelangen. Doch: wer reinkommen will, kommt rein. Drum raten wir unseren Kunden auch dringend davon ab, sich ausschließlich auf mechanischen Einbruchschutz zu verlassen. Ist dieser erst einmal überwunden, haben die Täter im Objekt alle Zeit der Welt um sich „auszutoben“…

Und last but not least: Was raten Sie anderen Gründern aus der Sicherheitsbranche aus eigener Erfahrung?

Der Markt ist gigantisch. Mit dem nötigen Maß an Engagement, Fachwissen und Professionalität lässt sich viel bewegen. Allerdings schenken uns die Kunden auch einen enormen Vertrauensvorschuss, dem man natürlich gerecht werden muss.

Hier geht’s zu 180° Sicherheit


Das Interview führte Hans Luthardt

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Gründer*in der Woche: Mondoo - die Cybersecurity-Experten

Mondoo ist ein junges DevOps-Sicherheitsunternehmen, das von Soo Choi-Andrews, Christoph Hartmann und Dominik Richter gegründet wurde. Das Start-up mit Sitz in Berlin und San Francisco will die Art und Weise, wie Cybersecurity in Unternehmen organisiert wird, vollkommen umkrempeln. Wie, das erklären uns Christoph Hartmann und Dominik Richter im Interview.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, Mondoo zu gründen?

Die Idee hinter Mondoo basiert auf unserer über zehnjährigen Expertise beim Betreiben und Bereitstellen von sicheren Infrastrukturen. Durch unsere Erfahrung bei der Deutschen Telekom haben wir bereits 2014 das Open-Source Projekt https://dev-sec.io/ gegründet, welches Server automatisch und sicher konfiguriert.

Trotz Automatisierung ist es sehr komplex sich einen fundierten Überblick über die Sicherheitslage der eigenen Infrastruktur zu verschaffen. Nicht nur fehlt oft die notwendige Information über die Sicherheitsrisiken, vielmehr erschwert diese Situation auch die Abstimmung der Teams untereinander und die Priorisierung von Aufgaben, die das eigene Unternehmen zu bewältigen hat. Als Reaktion auf diese Situation haben wir Vulcano Security und InSpec – als Open-Source-Projekt – gegründet. Mit InSpec konnten wir Compliance-Anforderungen automatisch verifizieren. Damit etablierten wir neue Standards wie den Policy-as-Code in der Industrie. Insbesondere internationale Banken und Versicherungen nutzten unser Produkt, um kontinuierlich Compliance-Reports zu erstellen.

Allerdings hat sich die Welt in den letzten Jahren stark gewandelt. Wir sehen, wie Unternehmen unter der steigenden Komplexität und verschiedenartiger Tools begraben werden; gleichzeitig aber dennoch nichts gegen Schwachstellen im Sicherheitssystem tun können. Unsere Mission ist einfach: Entwickler und Sicherheitsteams zusammenzubringen, sie mit einem gemeinsamen Ziel vereinen, um skalierbare effiziente – und vor allem sichere Lösungen zu schaffen. Es gibt immer mehr Technologien und verschiedenste Cloud-Umgebungen, die es immer komplexer machen, die Heterogenität effektiv zu managen. Daher reichen spezielle Silo-Tools nicht mehr aus. Vielmehr ist es von größter Dringlichkeit, eine einheitliche Sichtweise über verschiedene Infrastrukturen hinweg bereitzustellen.

Was waren die wichtigsten Meilensteine seit der Gründung im Jahr 2020 bis zum Launch eurer Plattform?

Häufig sind existierende Tools für spezielle Umgebungen optimiert, helfen jedoch nicht einen gesamtheitlichen Überblick zu erhalten. Von Anfang an war unser Ziel, Nutzer dabei zu unterstützen, Informationen über Ihre IT-Infrastruktur zu erhalten. Dies ist ein komplexes Unterfangen und deshalb haben wir von Beginn an mit Design-Partnern zusammengearbeitet, um Mondoo als DevOps-Security-Platform für die gesamte IT-Flotte bereitzustellen.

Wir glauben, dass Produkte intuitiv nutzbar sein müssen. Daher haben wir im zweiten Schritt aktiv daran gearbeitet, Mondoo so einfach wie möglich zu gestalten. Dadurch können sich unsere Nutzer auf das Lösen von erkannten Schwachstellen fokussieren.

Was ist das Besondere an eurer Technologie, und was unterscheidet sie von bestehenden Konzepten?

Wir sehen zwei Trends in der Industrie: Zum einen den Trend zur immer schnelleren Bereitstellung von neuen digitalen Produkten. Zum anderen die wachsende Komplexität durch heterogene Technologien. Unternehmen wollen die beste Technologie für ihren konkreten Anwendungsfall nutzen. Daher sehen wir es als wichtig an, Sicherheit in existierenden DevOps- und Automatisierungsprozesse zu integrieren. Mondoo funktioniert perfekt mit Infrastructure-as-Code-Produkten wie Terraform oder Ansible und erlaubt daher eine sehr schnelle Einbindung.

Durch die flexible Auswahl der besten Technologien, nimmt eben auch die Komplexität zu. Mit Hybrid / Multi-Cloud, Virtual Machines, Container, von AWS über Kubernetes bis hin zu VMware ist alles vertreten und relevant. Wir wollen Unternehmen helfen diese Komplexität zu managen. Deshalb ist Mondoo darauf optimiert, sich in diese Produkte integrieren zu lassen.

Das Ziel ist, dass Nutzer sich auf die wichtigen Fragen konzentrieren können: Wie sicher ist meine Infrastruktur? Welche Risikoquellen muss ich im Auge behalten? Wie kann ich als Team den Sicherheits-Reifegrad verbessern?

Wer sind eure Kund*innen?

Wir arbeiten mit DevOps- und Security-Experten zusammen. Die Zusammenarbeit mit Pentestern und Zertifizierern hat uns geholfen, Mondoos Policy-Engine gegen typische Angriffsszenarien zu testen. Durch die Einbindung von Mondoo in CI/CD-Plattformen können Sicherheitsrisiken erkannt werden bevor sie in produktiven Systemen auftreten.

Ihr habt vor Kurzem den erfolgreichen Abschluss einer Series-A-Finanzierungsrunde in der Höhe von 12 Mio. US-Dollar bekannt gegeben. Was ist mit dem vielen frischen Kapital geplant?

Wir werden damit im Wesentlichen den Aufbau unseres Teams in Deutschland und den USA vorantreiben. Dies erlaubt uns, unser Produkt weiterzuentwickeln und auf dem Markt zu etablieren.

Euer Ziel ist es, ein neuer globaler Marktführer im Bereich der Cybersicherheit zu werden. Wann soll es so weit sein und was sind die größten To Do's auf eurer strategischen Roadmap?

Wir freuen uns vor allem eine Community aufzubauen, welche gemeinsam die schwierigsten Herausforderungen hinsichtlich sicherer Infrastrukturen angeht. Wir glauben, dass Information zum Konfigurieren von sicheren Infrastrukturen aktuell schwer zugänglich sind. Um Security-by-Design zu fördern, müssen Informationen frei verfügbar sein. Wir durften bereits in der Vergangenheit erfahren, was Wunderbares passiert, wenn man mit Menschen aus der ganzen Welt an einem gemeinsamen Ziel zusammenarbeitet. Wir wollen dies nun auch für Cybersicherheit aufbauen. Ihr könnt uns mithelfen und unserer Community auf Discord beitreten.

Und last but not least: Was ratet ihr anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

Erstens: Die Frage wird nicht sein, ob ihr Fehler macht, sondern wie schnell ihr aus ihnen lernt. Dabei ist es immer hilfreich den Fokus auf Nutzer und Kunden des eigenen Produktes zu legen. Mit Kunden zu arbeiten, ihre Expertise in das Produkt einfließen zu lassen und dadurch wiederum die tägliche Arbeit der Kunden zu verbessern, dazu können wir nur raten.

Zweitens: Die Zusammenarbeit mit anderen klugen Köpfen erweitert immer den eigenen Horizont. Als Teil eines Teams etwas gemeinsam zu erschaffen, bereitet viel Freude und lässt einem auch schwierige Zeiten besser durchstehen. Wir haben über die Jahre viele Freunde fürs Leben gewonnen.

Hier geht's zu Mondoo

Das Interview führte Hans Luthardt

Start-up Guerilla Aktion in München geplant

Pigtie will das Sparverhalten der jüngeren Generationen revolutionieren und damit zugleich die uns drohende Altersarmut bekämpfen. Mit im Programm: eine coole Guerilla Aktion in München am 22. Oktober 2021.

Pigtie ist ein von Maximilian Klinke und Christian Maksymiw frisch gegründetes Start-up aus München. Das Gründerteam hat eine Smartphone-App für iOS und Android entwickelt, die Studierende, Berufseinsteiger*innen und junge Erwachsene aller Art (also die Gen Y und Z) befähigt, die Finanzplanung in die eigene Hand zu nehmen. Hierbei bietet das Start-up durch den Pigtie Aufrunden-Service einen konkreten Einstieg in die Finanzplanung und begleitet die Nutzer*innen in der App zum ersten ETF-Investment & darüber hinaus.

Guerilla Aktion - so what?

Gemeinsam mit der W&S Epic GmbH, eine Berliner Kreativagentur, arbeitet das Gründerteam aktuell eine Awareness Kampagne mit "Titelseiten-Potenzial" aus. Das Konzept ist einfach: Pigtie will auf den hohen Wert des Kleingeldes, das Pigtie-Nutzer*innen durch den Aufrunden-Service in der App sparen, aufmerksam machen. Das Motto: Kleingeld ganz GROSS machen!

Als sichtbares Zeichen wird das Team am 22. Oktober 2021 mit einer riesigen 1-Cent-Münze alle signifikanten Orte der Münchner Innenstadt besuchen. Unten findest du einen Routenplan, wie das Ganze ungefähr aussehen wird. Der Start erfolgt ca. 10 Uhr am Sendlinger Tor und endet voraussichtlich am letzten Routen-Stop um 17 Uhr.

Mehr Infos zu Pigtie findest du hier

Public Value Award for Start-ups 2021

Sieben spannende Finalist*innen – drei glückliche Gewinner*innen: Hier gibt’s die Details zum renommierten Public Value Award for Start-ups.

Seit 2016 zeichnet EY in Zusammenarbeit mit der HHL Leipzig Graduate School of Management Start-ups, die einen besonderen Beitrag zum Gemeinwohl leisten, mit dem Public Value Award for Start-ups aus. Der Award wurde zuletzt noch als EY Public Value Award for Start-ups ausgelobt, 2020 aufgrund der Corona-Pandemie jedoch nicht ausgerufen. Die Pause nutzen die Partner*innen, um die Plattform zum Thema Gemeinwohl für Gründer*innen und junge Unternehmen einer Neuausrichtung zu unterziehen. Träger des Public Value Award ist nun der gemeinnützige Verein Forum Gemeinwohl e.V., Partner*innen sind neben EY und HHL die Stadt Leipzig und ZEISS.

140 Bewerbungen – 7 Finalist*innen

Im Jahr 2021 haben sich 140 junge Unternehmen für diese Auszeichnung beworben, sieben wurden von einer zehnköpfigen Jury rund um die Juryvorstände Markus T. Schweizer (EY) und Prof. Dr. Timo Meynhardt (HHL) ins Finale gewählt.

Unternehmerischer Erfolg sollte nicht nur in Zahlen gemessen werden, weil unternehmerisches Handeln und soziale Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind und ein Fokus auf den eigenen Gemeinwohlbeitrag einem Unternehmen dabei helfen kann, langfristig Aktionäre zu gewinnen und Stakeholder Returns zu generieren.  Grund genug, die diesjährigen Finalist*innen des Public Value Awards genauer unter die Lupe zu nehmen und der Frage nachzugehen, wie ihr Beitrag zum Gemeinwohl aussieht und wodurch sie sich von ihren Mitbewerber*innen abgehoben haben.

Markus T. Schweizer (EY) ergänzt zusammenfassend: „Die Pandemie hat gezeigt, dass sich Unternehmen mit einem hohen Gemeinwohlbeitrag oft durch eine starke Resilienz auszeichnen. Die Finalist*innen und Sieger*innen des Public Value Awards for Start-ups sind damit nicht nur innovative Jungunternehmer, sondern leisten auch einen spürbaren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Wirtschaft.“

Wie man Public Value messen kann

Bewertet wurden die Bewerber*innen anhand der Public Value Scorecard. In jeder der fünf Dimensionen dieser Scorecard konnten zwischen 0 und 100 Punkten vergeben werden. Auch die Start-ups selbst mussten sich in ihrer Bewerbung punktemäßig festlegen und Argumente für jede Dimension anführen. Das gab ihnen die Chance, ihren Beitrag zum Gemeinwohl in Zahlen messbar zu machen und sich näher mit diesem zu beschäftigen. Viele haben die Erkenntnisse aus dem Bewerbungsprozess zum Anlass genommen, um ihre Außendarstellung und ihren Purpose neu zu definieren.

And the Winner is …

Nach einem wochenlangen Coaching durch EY und die HHL fand am 14. Oktober 2021 schließlich das Finale des Public Value Award for Start-ups in der Kongresshalle am Zoo in Leipzig statt. Vor rund 150 Gästen pitchten die Finalist*innen live um den Sieg in der Jurywertung. Bereits im Vorfeld an die Veranstaltung hatten Menschen weltweit zudem die Möglichkeit, online für ihren Favoriten abzustimmen und diesem damit eine Chance auf den Publikumspreis zu geben.

Sowohl die Jury-, als auch die Publikumsentscheidung fielen sehr knapp aus. Darüber, dass alle sieben Start-ups einen herausragenden Beitrag zum Gemeinwohl leisten, bestand Einigkeit. „Die diesjährigen Finalisten zeigen wieder einmal, dass insbesondere junge Unternehmen der Motor für eine zukunftsfähige Gesellschaft sein können. Mit ihren vielfältigen Ideen stärken sie das Miteinander und sorgen so für ein gesellschaftliches Klima, in dem wir alle gern leben möchten“, zieht Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY in Deutschland, sein Resümee.

Aber auch knappe Entscheidungen sind letztlich Entscheidungen und so wurde das Start-up Too Good To Go mit dem 3. Platz in der Jurywertung ausgezeichnet. Auf Platz 2 erklommen die Gründer von HeartBeat Edutainment das Siegertreppchen. Die Frankfurter sicherten sich zusätzlich den Publikumspreis und reisten am Abend mit zwei Trophäen im Gepäck ab. Platz 1 wurde an Africa GreenTec vergeben.

Personio wird zweitwertvollstes dt. Start-up

Personio erreicht eine Unternehmensbewertung von 6,3 Mrd. US-Dollar und wird damit zum zweitwertvollsten Start-up in Deutschland.

Personio, Europas führender Anbieter von HR-Software für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs), verkündet heute mit People Workflow Automation eine neue HR-Software-Kategorie. Damit können KMUs manuelle und fragmentierte HR-Prozesse, die verschiedene Tools und Teams involvieren, in automatisierte Workflows umwandeln. Unternehmen können so schneller arbeiten und Verzögerungen, die aus Unternehmenssicht schwerwiegende Folgen mit sich bringen können, vermeiden.

Zeitgleich zum Launch der neuen HR-Software-Kategorie erhält Personio in einer vorgezogenen Series E-Finanzierungsrunde $ 270 Millionen, die das Unternehmen zum zweitwertvollsten deutschen Start-up mit einer Bewertung von $ 6,3 Milliarden macht.

Die erneute Finanzspritze folgt auf die Series D, in deren Zuge Personio erst Anfang des Jahres $125 Millionen Kapital einsammelte, von welchem der Großteil nach wie vor vorhanden ist. Seit der Gründung vor sechs Jahren hat Personio damit insgesamt mehr als $500 Millionen an Kapital erhalten. Mit dem zusätzlichen Funding will das Unternehmen seine HR-Software weiterentwickeln und Marktführer für People Workflow Automation werden, um so den Bedürfnissen seiner Kunden auch künftig gerecht zu werden.

Die Series E wird von Greenoaks Capital Partners angeführt. Weiteres Kapital kommt von Altimeter und Alkeon Capital. Die drei Fonds eint die Strategie, in branchenführende private wie börsennotierte Unternehmen zu investieren und sie als langfristige Partner bei ihrem Wachstum zu begleiten. In den Portfolios der drei Investoren befinden sich zahlreiche namhafte Unternehmen wie UiPath, Hubspot, Stripe und Snowflake. Personio’s bisherige Geldgeber – Index Ventures, Accel, Meritech, Lightspeed, Northzone and Global Founders Capital – beteiligen sich ebenfalls wieder an der Finanzierungsrunde.

Hanno Renner, Mitgründer und CEO von Personio: "Das neue Investment unterstreicht das anhaltend schnelle Wachstum von Personio und das immense Marktpotenzial, aber auch den Glauben an unsere Vision für die Zukunft von HR Tech. Obwohl ich diese Finanzierungsrunde als einen wichtigen Meilenstein betrachte, stehen wir noch ganz am Anfang unserer Reise. In Zukunft wollen wir HR-Teams dabei helfen, mit People Workflow Automation über Abteilungsgrenzen hinaus agieren zu können. Die Einführung dieser neuen Software-Kategorie ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg und hilft unseren Kunden dabei, sich noch besser auf den größten Erfolgstreiber eines jeden Unternehmens - die Mitarbeitenden - zu fokussieren. Wir freuen uns schon darauf, den europäischen Mittelstand mithilfe unserer neuen Technologie weiter wachsen zu sehen."

Neil Mehta, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Neuinvestor Greenoaks: “Obwohl kleine und mittlere Unternehmen das Rückgrat der europäischen Wirtschaft sind, wurden sie zu lange von den etablierten Anbietern vernachlässigt und übersehen. Personio demokratisiert Technologie, die bislang Großunternehmen vorbehalten waren und macht KMUs produktiver, indem es HR-Workflows über den gesamten Mitarbeiter-Lebenszyklus hinweg vereinfacht.”

"Wir haben das Glück, mit vielen der weltweit führenden Technologieunternehmen zusammenzuarbeiten, und ich bin mir sicher, dass der jetzige Schritt gerade erst der Anfang für Personio und seine ambitionierten Ziele ist. Die Einführung der HR-Software-Kategorie People Workflow Automation wird Unternehmen in ganz Europa noch erfolgreicher machen. Wir sind stolz darauf, Personio in dieser spannenden Phase ihrer Reise begleiten zu dürfen und freuen uns auf eine langjährige Partnerschaft.”

Food-Start-up fordert Reinheitsgebot für Schokoriegel

Das grüne Food Start-up the nu company fordert die Lebensmittelindustrie heraus und will sie nachhaltig verändern.

2016 von drei Wirtschaftsingenieuren gegründet, hat sich das „purposedriven” Unternehmen gesunde, plastikfreie und klimapositive Snacks auf die Fahne geschrieben und zeigt damit, dass positives Wirtschaften keine Utopie mehr ist. Angetrieben durch seine Unternehmens DNA „food for a nu world” denkt das Start-up Lebensmittel kompromisslos neu: alle Produkte sind natürlicher Herkunft in Bio-Qualität, vegan, ohne raffinierten Zucker und eingehüllt in eine speziell entwickelte heimkompostierbare Verpackung aus Zellulose. Auf seiner klimapositiven Mission unterstützt the nu company Aufforstungsprojekte in Zusammenarbeit mit der Organisation Eden Projects, indem es für jedes verkaufte Produkt einen Baum pflanzt.

Nach der aufsehenerregenden Kampagne des vergangenen Jahres, fordert das Food-Start-up erneut die Lebensmittelbranche heraus. Die Challenger-Brand lädt im Rahmen der Kampagne “Neue Regeln. Neue Riegel” zum Schokoriegel-Gipfel nach Leipzig ein – und appelliert an Großkonzerne wie Nestlé, Storck, Ferrero, Mars, Mondelez, Barry Callebaut, Lindt & Sprüngli, Bahlsen, Gourvita, Hachez und Lambertz teilzunehmen.

Auf der Agenda steht ein aus ihrer Sicht längst überfälliges „Reinheitsgebot für Schokoriegel“. Hierfür hat the nu company sechs Forderungen aufgestellt, die die Gründer mit den Branchenkollegen am 21.Oktober 2021 in Leipzig diskutieren möchten.

Co-Founder Christian Fenner sagt zu der Initiative: “Letztes Jahr haben wir lautstark auf die verheerenden Folgen aufmerksam gemacht, die die Lebensmittelindustrie verursacht. Getan hat sich seitdem viel zu wenig. Deshalb gehen wir dieses Jahr einen Schritt auf große Hersteller zu, um gemeinsam einen neuen Weg einzuschlagen. Die Fakten sind schließlich nach wie vor alarmierend:

● Mehr als 50 Prozent der Erwachsenen und 15 Prozent der Kinder in Deutschland sind übergewichtig.

● Jeden Tag landet eine LKW-Ladung Plastik im Meer – auch aus Deutschland.

● Der Konsum von tierischen Lebensmitteln nimmt immer noch zu – obwohl eine vegane Ernährung den CO2- Fußabdruck signifikant senken könnte.

● Noch immer arbeiten über 1,5 Millionen Kinder auf Kakaoplantagen weltweit.“

All diese Punkte – und die entsprechenden Antworten darauf – möchte the nu company mit den großen Wettbewerbern am 21. Oktober diskutieren. Dabei hat die nachhaltige Leipziger Food-Brand nicht nur mit den eigenen Produkten bereits ordentlich vorgelegt, sondern auch die aus ihrer Sicht notwendigen sechs Ziele bis 2030 formuliert, die nun zur Debatte stehen:

1. Zuckergehalt in Schokoriegeln um mindestens 30 Prozent reduzieren.

2. Einwegplastikverpackungen durch heim-kompostierbaren Materialien oder Papier ersetzen.

3. Tierische Zutaten wie Milchpulver durch pflanzliche Alternativen ersetzen.

4. Transparenz in der Zutatenliste schaffen durch wenig verarbeitete und möglichst natürliche Zutaten.

5. Kinderarbeit bei Kakaolieferanten vollständig bekämpfen.

6. Klimaneutralität oder -positivität der Produkte erreichen.

Co-Founder Christian Fenner abschließend: „Das deutsche Reinheitsgebot für Bier geht auf das Jahr 1516 zurück. Wir haben uns gefragt, ob ein solches Manifest nicht auch für andere Produkte funktionieren könnte, damit sie gesundheitliche und nachhaltige Standards erfüllen. Deshalb werden wir im Gespräch mit Wettbewerbern für unsere Branche gemeinsame Ziele diskutieren – im Interesse unserer Kunden und unseres Planeten. Das größere Ziel dahinter ist natürlich, dass weitere Kategorien nachziehen und wir eine nachhaltige Transformation der Lebensmittelindustrie anstoßen.”

Dropp erhält 2 Mio. Pre-Seed-Finanzierung und launcht grünen Last-Mile-Delivery-Service

Dropp, das grüne Last-Mile-Delivery-Start-up, verkündet seinen Launch in Deutschland und den Abschluss einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde von über 2 Mio. Euro.

„Wir freuen uns, mit der Finanzierung von über 2 Mio. Euro unser Produkt weiterentwickeln und unseren Service bald in weiteren Städten Deutschlands anbieten zu können. Mit unserem innovativen Ansatz, Online-Shops eine klimaneutrale und zeiteffiziente Lieferung zu ermöglichen, kommen wir unserer Vision näher, die Logistik der Zukunft im urbanen Raum entscheidend mitzugestalten“, sagt Alessa Vogler, Mitgründerin und Geschäftsführerin von Dropp.

Das Berliner Start-up Dropp wurde im März 2021 von Alessa Vogler, Nicolas Pörschke und Philip Braun gegründet, die auch allesamt als Geschäftsführer fungieren. Dropp ermöglicht Unternehmen aus dem E-Commerce eine schnelle, klimafreundliche und flexible Zustellung ihrer Produkte an die Konsument:innen. Die Last-Mile-Delivery über Dropp erfolgt über E-Cargo-Bikes und mit Hilfe von ressourcenschonenden Verpackungen. Durch das Prinzip des Quick Commerce mit innerstädtischen Logistikzentren werden die Waren innerhalb von drei Stunden nach der Bestellung oder in einem beliebigen Zeitfenster von zwei Stunden zugestellt.

Mit diesem Versprechen, Lieferungen innerhalb von drei Stunden auszuliefern, positioniert sich das Start-up als innovativer Logistikdienstleister für Online-Shops. Der Service von Dropp ermöglicht es E-Commerce-Händlern, ihre Logistik auf einen sogenannten Quick Commerce-Service umzustellen. Dazu werden, ähnlich wie bei Gorillas oder Flink im Food-Sektor, Produkte in innerstädtischen Logistikzentren gelagert und mittels Fahrradkurieren klimaneutral ausgeliefert.

Mit dem frischen Kapital wird Dropp sein Team weiter aufbauen sowie die Produktentwicklung und Operations weiter entwickeln. Bis Ende des Jahres plant Dropp weitere Logistikzentren in Berlin sowie neue an Standorten in München und Köln.

IdeaLab! WHU Founders’ Conference

Die WHU Founders’ Conference am 1. und 2. Oktober 2021 ist die Plattform für den Austausch von Ideen und Visionen zwischen internationalen Studierenden, Start-ups, Gründer*innen, Unternehmer*innen und VCs.

Mit über 500 internationalen Teilnehmer*innen bietet IdeaLab! 21 eine einzigartige Plattform für den Austausch von Ideen und Visionen zwischen internationalen Studierenden, Start-ups, Gründer*innen, Unternehmer*innen und VCs. Damit zählt die Konferenz zu den führenden Start-up-Konferenzen Europas, die allein von Studierenden organisiert wird.

Die eigenständig von WHU-Studierenden (WHU – Otto Beisheim School of Management) organisierte Konferenz umfasst Vorträge, Podiumsdiskussionen und spannende Workshops sowie Speed-Dating-Sessions, um das Netzwerk aller Beteiligten zu erweitern.

Die WHU Founders’ Conference bringt auf dieser Weise Studierende sowie Gründer*innen mit Investor*innen und internationalen Unternehmen wie Rocket Internet, Microsoft oder Mckinsey zusammen. Zu den diesjährigen Redner*innen gehören unter anderen Kagan Sümer (Gorillas), Alexander Weber (N26), Saygin Yalcin (SellAnyCar) oder Soheil Mirpour (Rocket Internet).

Das komplette Programm und die Infos zu den Speaker*innen findest du hier