100 Mio. Euro Fonds für FoodTech- und GreenTech-Start-ups


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Der Green Generation Fund (GGF), ein neuer europäischer Early Stage Impact Investor, gibt den Launch seines ersten Fonds in Höhe von 100 Mio. Euro bekannt.

Der Green Generation Fund (GGF), ein neuer europäischer Early Stage Impact Investor (Pre-Seed, Seed und Series A), gibt nach einem überzeichneten ersten Closing im Herbst 2021 den Launch seines ersten Fonds in Höhe von 100 Mio. Euro bekannt – weniger als ein Jahr nach Start des Fundraisings. Das Berliner Team hat bereits die ersten acht Investments getätigt und plant sich mit seinem Kapital an 20 bis 25 europäischen und US-amerikanischen Start-ups in den Bereichen Food Tech und Green Tech zu beteiligen.

Gegründet wurde der Green Generation Fund von zwei Partnerinnen – Dr. Manon Sarah Littek und Janna Ensthaler – beide mit komplementärem Profil und seit mehr als zehn Jahren als Investorinnen und Unternehmerinnen tätig.

Dr. Manon Sarah Littek ist neben ihrer Rolle als Mitgründerin des GGF als unabhängige Board Direktorin bei Upfield tätig. Zuvor war sie über zehn Jahre in einer General Partner Rolle im Corporate Venture Capital Umfeld bei Katjesgreenfood, Europas erstem Food Impact Investor mit einem diversen EU/US Marken-Portfolio, und DLD Ventures, dem internationalen Investment-Arm von Burda Digital, tätig.

„Ich bin überzeugt, dass wir die deutsche und europäische Wirtschaft vor allem dadurch zukunftstauglich machen können, indem wir heute die Ökosysteme der Zukunft identifizieren und dann im Wettbewerb zu anderen Regionen der Welt schnellstmöglich aufbauen und für uns besetzen. Unsere Investment-Kategorien Food Tech und Green Tech sind zwei der bedeutendsten Zukunftsindustrien der nächsten Jahrzehnte“, so Littek.

Im Jahr 2012 reiste Janna Ensthaler mit Al Gore und seinen Wissenschaftler*innen in die Antarktis, um sich intensiver mit den Auswirkungen des Klimawandels zu beschäftigen. Zu dem Zeitpunkt war die Serien-Gründerin noch also CEO für ihre Firmen (GlossyBox, Event Inc. und Kaiserwetter) im Einsatz, fasste dann aber inspiriert durch die Reise den Entschluss, sich im Bereich Nachhaltigkeit zu engagieren. Ensthaler begann ihre Karriere bei Bain & Company in London.

Fokus auf Food- und GreenTech

Inhaltlich konzentriert sich die Investmenthypothese auf zwei Säulen: Innerhalb von FoodTech setzt der Berliner Impact Investor auf Unternehmen mit Technologien zur Herstellung der nächsten Generation fortschrittlicher Proteinquellen, Präzisionsfermentierung und Zellkultivierung sowie Clean Ingredients und Human Microbiome.

Investments in GreenTech konzentrieren sich vor allem auf nachhaltige Lösungen (Hardware und Software) für Materialien und Verpackungen, Technologien zur Dekarbonisierung sowie erneuerbare Energien und nachhaltige Lieferketten.

Bisher hat sich der Green Generation Fund an acht Unternehmen beteiligt, darunter Neggst (erstes pflanzliches Ei mit getrenntem Eigelb, Eiweiß und Eischale), Biomilq (zellkultivierte Brustmilch), Libre (Fleischersatz basierend auf Mycelium / Pilzen), Lypid (pflanzliche Alternative zu Fettgewebe), Change Foods (Käse auf Basis von Präzisionsfermentierung), The Rainforest Company (Acai-Superfood zum Schutz des Regenwaldes) aus dem Bereich FoodTech sowie Klim (Carbon Offsetting App für nachhaltige Landwirtschaft) und One Five (R&D Plattform für Plastikalternativen) aus der Kategorie GreenTech.

All diese Start-ups haben gemeinsam, dass ihre Technologien und Geschäftsmodelle messbare Fortschritte sowie einen signifikanten, positiven Einfluss auf die Umwelt haben, insbesondere im Bereich CO2-Vermeidung, Kreislaufwirtschaft, Ressourcen- und Klimaschutz, Tierwohl, Biodiversität sowie Gesundheitsförderung. Als künftiger Artikel 9 „Impact Fund“ der neuen EU Sustainable Finance Disclosure Regulation ist die Vergütung der Fundmanager ebenfalls an die Erreichung solcher Nachhaltigkeitsziele geknüpft.

Rund 30 Investor*innen sind beteiligt

Beteiligt haben sich neben Ankerinvestoren Florian Wendelstadt (Ex-MD General Atlantic Europa, Caldec) und Kaltroco (UK Family Office) eine Reihe weiterer namhafter, internationaler Investor*innen darunter Susan Danziger mit Albert Wenger (Eutopia), Canica (Schweiz/Norwegen) und Corecam Capital Partners (Singapur), Liesner & Co. (Hamburg) und Max Iann. Fund of Funds wie Equation oder Aldea und institutionelle Investoren wie KfW Capital haben sich ebenfalls signifikant engagiert.

Auch Industrieexperten wie z. B. Ex Aldi CEO Dr. Marc Heußinger, Peter Dill (Deutsche See), Babor (Aachen) und Dr. Anne-Marie Großmann (Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe) sind in den GGF investiert. Dazu kommen Gründerinnen und Multiplikatorinnen wie Delia Lachance (Westwing), Lea-Sophie Cramer (Amorelie) und Verena Pausder. Insgesamt haben knapp 30 Investor*innen eine deutlich überdurchschnittliche Zusage von über 3 Mio. Euro gegeben.

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Gründer*in der Woche: CounselMe – effizienteres Anwalt-Matching

Die junge Rechtsplattform CounselMe von Gründer Onur Durna ist angetreten, die klassische, zeitaufwendige und beratungsintensive Suche nach geeigneten Anwälten überflüssig zu machen. Mehr dazu im Interview mit Onur.

Wann und wie bist du auf die Idee zu CounselMe gekommen?
Einen guten Anwalt zu bekommen ist leider immer noch häufig Zufall. Noch zu oft setzt man bei der Anwaltssuche im B2B-Bereich auf Empfehlungen und vertraute Netzwerke. Doch ein guter Rat bedeutet nicht zwangsläufig, die bzw. den für mein Rechtsproblem bestmögliche Anwältin oder bestmöglichen Anwalt zu bekommen. Daher suchte ich bereits 2017 während meiner Tätigkeit in diversen Kanzleien nach einem transparenten und nach Qualitätsrichtlinien ausgerichteten Vergabeprozess. Im Zeitalter der Digitalisierung sollte es doch möglich sein, hochqualifizierte Anwältinnen und Anwälte auf einer Plattform zu bündeln und mit einem transparenten Ausschreibungsprozess mit Unternehmen zusammenzubringen. Das war für mich die Motivation, CounselMe ins Leben zu rufen.


Was waren die wichtigsten Steps von der Gründung bis zum Go Live der Rechtsplattform?
Die wichtigsten Schritte waren die technische Realisierung der Online-Plattform sowie die Ausgestaltung eines PR- und Marketingkonzepts. Es gab keine Blaupause für die Gestaltung des Designs und der Funktionen von CounselMe. Alles musste von Grund auf entwickelt werden. Dies trifft auch auf die Kommunikation zu.


Was ist das Besondere an CounselMe, wie unterscheidet sich das CounselMe-Konzept von anderen (digitalen) Rechtsplattformen?
Bei CounselMe schöpft das rechtssuchende Unternehmen aus einem Pool handverlesener Anwältinnen und Anwälte und bekommt durch deren Angebote gleichzeitig auch einen Preisvergleich. CounselMe bietet zwei Herangehensweisen. Einmal sogenannte Proposals für Routineaufträge. Hier gibt es in der Regel keinen persönlichen Kontakt mit der Anwältin oder dem Anwalt. Der gesamte Prozess (Anfrage, Angebot und Auftrag) läuft online ab. Das beutet mehr Geschwindigkeit und weniger Kosten für beide Parteien.

Der zweite Weg wären sogenannte Pitches. Hier geht es um komplexe Sachlagen, bei denen ein intensiver Austausch mit dem Rechtsbeistand nötig ist. Im ersten Schritt unterbreiten die ausgewählten Anwältinnen und Anwälte ein Angebot. Hier lässt sich erkennen, ob das Angebot und der Lösungsansatz für das Start-up tauglich sind. Am Ende des Auswahlverfahrens bleiben 2 bis 3 Anwältinnen bzw. Anwälte übrig, die dann persönlich Rede und Antwort stehen. Der Anwalt bzw. die Anwältin, die fachlich und persönlich überzeugt, erhält den Auftrag.

Welche Rechtsgebiete werden aktuell mit CounselMe abgedeckt und welche Branchen werden adressiert?
Gerade junge Start-up-Unternehmen brauchen vor, während und nach ihrer Existenzgründung gute Rechtsberatung. Dabei wollen Start-up-Unternehmen nicht auf Qualität verzichten, aber gleichzeitig einen transparenten Preisvergleich.  Diese kann CounselMe auf den für sie relevanten Rechtsgebieten bieten. Dabei geht es vor allem um: Marken und Patentschutz, Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Steuerecht und Konfliktlösung und Prozesse.

Dann richtet sich CounselMe an mittelständische Unternehmen und große Handwerksbetriebe. Ähnlich wie bei den Startups sehe ich hier einen großen Bedarf an guter Rechtsberatung für deren Geschäfte. Auch denke ich an die Inhouse-Juristen von großen Unternehmen, die durch eine Qualitätsplattform wie CounselMe eine höhere Transparenz für ihre Arbeit in den Unternehmens-Rechtsabteilungen bekommen.

Wie machst du auf dich und deine Services aufmerksam?
Bayern gehört laut Deutschem Startup Monitor 2020 zu den Bundesländern, in denen die meisten Start-ups ihren Hauptsitz haben. Von den Top 50 Start-ups 2021 kamen allein drei aus München − in ganz Bayern waren es acht. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie nennt Automobilwirtschaft und Maschinenbau als stärkste Wirtschaftszweige. Zum Start fokussiert sich die Rechtsplattform CounselMe auf die Metropolregionen München und Nürnberg, da sich hier viele Start-ups tummeln. Später soll CounselMe auch in Frankfurt (Main), Köln/Düsseldorf, Hamburg und Berlin aktiv werden. Die wesentlichen PR- und Marketingaktivitäten sind Pressearbeit und vor allem die direkte Ansprache in den sozialen Medien.

Und wie findest und bindest du die passenden Anwält*innen?
Unsere Rechtsberaterinnen und -berater haben überdurchschnittliche Noten im zweiten Staatsexamen. Diese sind in Deutschland Voraussetzung für die Einstellung in den Justizdienst und werden in der Regel nur von 10 bis 15 Prozent der Absolvent*innen erreicht. Dazu kommen eine Fachanwalts-Ausbildung und mindestens fünf Jahre Berufserfahrung. Die Anwältinnen und Anwälte werden über eigene Netzwerke, persönliche Ansprache sowie durch Anzeigen in rechtsrelevanten Medien angesprochen.

Wer bezahlt für die Nutzung von CounselMe?
Den Rechtssuchenden entstehen keine Kosten. CounselMe ist ja eine Akquisitionsplattform für die beteiligten Anwältinnen und Anwälte und wird mittels einer monatlichen Gebühr zu einhundert Prozent von ihnen finanziert.

Wie hast du die Entwicklung der Plattform und damit auch dich selbst bislang finanziert?
Ich bin freiberuflicher Rechtsanwalt und habe CounselMe bislang durch Eigen- und Fremdkapital selbst finanziert.

Was sind deine weiteren unternehmerischen To Do's und Ziele?
Gerade in der Startphase ist es wichtig auf das Feedback der rechtssuchenden Kund*innen und Anwält*innen zur Plattform zu reagieren und Verbesserungen zu realisieren. Zum Beispiel wünschen sich Unternehmen eine einheitliche Abrechnung (eBilling) der anwaltlichen Dienstleistungen. Weitere Ziele sind, die Anzahl der Unternehmen und Anwält*innen zu erhöhen, um noch mehr Rechtsgebiete abzudecken. Am Ende soll CounselMe die erste Wahl von Unternehmen sein, die schnelle und hochwertige Rechtsberatung abrufen wollen.

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?
Als Neugründer*in muss man viele Entscheidungen treffen. Doch welche Informationen sind dafür wichtig und welche unwichtig? Ohne Hilfe geht es nicht. Neben typischen Marktfehleinschätzungen sind es häufig juristische Sachverhalte, die zum Scheitern oder zumindest zu einem holprigen Start eines Start-ups führen.

Aus eigener Erfahrung kann ich Gründer*innen raten, nicht um jeden Preis zu wachsen. Ich hatte mit einer Softwareagentur in einem längeren Prozess die Entwicklung von CounselMe geplant. Letztlich kam der Softwareentwicklungsvertrag nicht zustande, weil die Agentur einseitig die Vertragsbedingungen zulasten von CounselMe diktieren wollte. Es war keine einfache Entscheidung, weil der Entwicklungsprozess zeitlich erheblich verzögert wurde. Die nachfolgende Ungewissheit galt es auszuhalten.

Hier geht's zu CounselMe

Das Interview führte Hans Luthardt

Start in die Selbständigkeit ab 01.08.22 einfacher

Der Start in die Selbständigkeit wird ab 1. August 2022 einfacher: Gründer*innen können eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder eine Unternehmergesellschaft (UG) unter bestimmten Umständen auch online errichten.

Die GmbH oder ihre „kleine Schwester“, die UG (haftungsbeschränkt), sind hierzulande nach wie vor die beliebtesten Rechtsformen, wenn es um die Gründung einer Kapitalgesellschaft geht. Viele Gründer*innen scheuen aber den bürokratischen Aufwand, den eine GmbH mit sich bringt. Mit der Möglichkeit der Online-Gründung verfolgt der Gesetzgeber nun das Ziel, für eine Erleichterung zu sorgen.

Die Online-Gründung ist dann möglich, wenn das erforderliche Stammkapital der Gesellschaft bar auf ein deutsches Bankkonto eingezahlt wird. Anders als bei der „klassischen“ Gründung mit einem Termin vor Ort reicht dann eine Online-Beurkundung über ein Videokonferenzsystem mit dem Notar / der Notarin aus. Gleichwohl müssen alle anderen Formalitäten (Handelsregister, Bankkonto, Steuernummer) abgewickelt werden, was mehrere Wochen dauern kann.

Express-Gründung innerhalb von wenigen Tagen möglich

Nutzen jedoch die Existenzgründer*innen stattdessen die Möglichkeit der Übernahme einer bereits bestehenden GmbH oder UG, sind sämtliche Formalia schon innerhalb weniger Tage erledigt: Ideal für alle Gründer*innen, die schnell starten wollen. „Der Kauf einer Vorratsgesellschaft, ist der schnellste und einfachste Weg in die Selbständigkeit mit einer GmbH oder UG“, so Michaela Sieker, Geschäftsführerin der SiBa Wirtschaftskanzlei in Berlin.

Vorratsgesellschaften wurden bereits in der Vergangenheit gegründet, haben garantiert keine Geschäftstätigkeit ausgeübt und das Stammkapital steht im vollen Umfang zur Verfügung. Spezialisierte Rechtsanwaltskanzleien oder Unternehmensberatungen wie die SiBa Wirtschaftskanzlei halten solche Vorratsgesellschaften, die von Gründer*innen übernommen werden können. Da die Gesellschaft bereits gegründet wurde, entfällt damit ein erheblicher Teil des bürokratischen Aufwands, beispielsweise der Vorlauf für die Eröffnung des Bankkontos, Einzahlung des Stammkapitals, Anmeldung und Eintragung im Handelsregister und die Beantragung der Steuernummer. Individuelle Anpassungen, beispielsweise beim Namen oder dem Geschäftszweck können von den neuen Gesellschafter*innenn trotzdem flexibel vorgenommen werden.

Klassische GmbH-Gründung, Online-Gründung und Übernahme einer Vorratsgesellschaft im Vergleich

Klassische GmbH-Gründung

  • Notartermin zur Gründung und Geschäftsführerbestellung
  • Banktermin Kontoeröffnung und Stammkapital einzahlen
  • Kontoauszug besorgen und zum Notar/zur Notarin senden
  • Anmeldung zum Handelsregister durch Notar*in
  • Handelsregistereintragung abwarten
  • Beantragung der Steuernummer
  • Gewerbeanmeldung

Zeitaufwand: In der Regel mehrere Wochen bis Monate

Online-Gründung einer GmbH

  • Online-Notartermin zur Gründung und Geschäftsführerbestellung
  • Banktermin Kontoeröffnung und Stammkapital einzahlen
  • Kontoauszug besorgen und zum Notar senden
  • Anmeldung zum Handelsregister durch Notar
  • Handelsregistereintragung abwarten
  • Beantragung der Steuernummer
  • Gewerbeanmeldung

Zeitaufwand: In der Regel mehrere Wochen bis Monate

Übernahme einer Vorratsgesellschaft*

  • Notartermin zur Übernahme und Geschäftsführerbestellung
  • Änderung im Handelsregister
  • Übernahme des Kontozugangs
  • Online-Gewerbeanmeldung

Zeitaufwand: In der Regel wenige Tage

 * Sämtliche Angaben beziehen sich auf den Service der SiBa Wirtschaftskanzlei. Die Vorgehensweise anderer Kanzleien kann davon abweichen.

KI-Start-up Conversion Maker erhält weitere 4 Mio. Euro

Mit dem zusätzlichen Funding möchte das Offenburger Start-up die einfach bedienbare Software zur Conversion-Rate-Optimierung weiterentwickeln und die Teamgröße verdoppeln.

Conversion Maker, der 2020 im badischen Offenburg von Seriengründer Michael Witzenleiter gegründete Spezialist für Conversion-Rate-Optimierung, hat ein Investment von vier Millionen Euro von der Christian Funk Holding erhalten. Erst im Februar hatte das Start-up die KI-basierte Software Conversion Maker AI zum einfachen Erstellen und Optimieren von Marketing-Texten gelauncht.

In der KW 14 war Michael Witzenleiter unser "Gründer der Woche" - hier gibt's das Interview mit ihm zum Nachlesen.

Mit dem neuen Kapital möchte das Unternehmen die Textoptimierung weiterentwickeln und die Plattform in neue Bereiche ausbauen. Dazu möchte das Start-up innerhalb der nächsten zwölf Monate die Anzahl der Mitarbeitenden von aktuell 20 auf 40 verdoppeln und einen neuen Firmensitz beziehen.

Conversion-Rate-Optimierung zugänglicher machen

Conversion Maker hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Prozess der Conversion-Rate-Optimierung mithilfe von Technologie zugänglicher zu machen. Dafür setzt das Unternehmen auf zunehmend automatisierte Tools, die auch von Anwender*innen ohne Vorkenntnisse verwendet werden können. Das erste eigene Produkt – die Software Conversion Maker AI – erstellt mithilfe von künstlicher Intelligenz aus wenigen Stichworten einen Produkttext, eine E-Mail oder ein Social-Media-Beitrag. Diese sind auf verschiedene Faktoren wie Lesbarkeit und Emotionalität optimiert, um so mehr Interessent*innen zu Käufer*innen zu machen.

Textoptimierung nur der erste Schritt

„Die Textoptimierung war für uns nur der erste Schritt. Als nächstes planen wir ein Modul, das mithilfe von KI die Bildauswahl auf Webseiten verbessert, um so die Conversion Rate zu optimieren. Dafür führen wir bereits erste Studien durch“, sagt Founder Michael Witzenleiter. „Auch bei der Datenanalyse sehen wir noch Potenzial – hier wollen wir eine Lösung entwickeln, die Schwachstellen in Online-Shops automatisch identifiziert.“

Neben eigenen Produkten setzt Conversion Maker auch auf bestehende Software, um die Conversion-Rate-Optimierung als ganzheitliche Unternehmensstrategie zu verankern. Zu den Lösungen, die nach dem Best-of-Breed-Ansatz ausgewählt wurden, zählen u.a. die A/B-Testing-Plattform Kameleoon, das Produktanalyse-Tool Mixpanel und das Marketing-Datenanalyse-Tool TrackAd.

Gründer*in der Woche: heynannyly – Turbo-Babysitting

Flexible und zufriedene Mitarbeitende dank flexibler Kinderbetreuung bzw. schnell und einfach einen vertrauensvollen Babysitter finden und spontane Engpässe noch am selben Tag abdecken, das bieten die heynannyly-Gründerinnen Anna Schneider und Julia Kahle Unternehmen und Eltern. Mehr dazu im Interview mit Anna und Julia.

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu heynannyly gekommen?
Anna:
Seit über 12 Jahren habe ich nebenbei und in verschiedenen Ländern als Baysitterin gearbeitet und immer wieder das gleiche erlebt. Eltern hatten überall das Problem, einfach und flexibel gute Kinderbetreuung zu bekommen, und auch für mich als Babysitterin war der Aufwand immens. Bei einem meiner Aufträge dachte ich, das muss ich ändern. Und dann habe ich Julia gefunden – eine workingMom, die mit ihren beiden Kids seit über zehn Jahren weiß, was Vereinbarkeit von Familie und Beruf bedeutet. Das hat sofort gematcht und wir wussten beide, dass wir genau hier etwas verändern wollen.

Julia: Absolut. Als ich Anna getroffen habe und sie mir von der Idee erzählt hat, wusste ich - das ist es. Betreuung an Randzeiten, wenn die Kids krank werden oder einfach die Krippen Schließzeiten nicht mit den Arbeitszeiten übereinstimmt. Da gibt es unzählige Beispiele. Durch meinen vorherigen Job als Head of HR Marketing im Konzern wusste ich auch, dass in den Unternehmen einfach kein Hebel und Benefit für arbeitende Eltern und mehr Flexibilität vorhanden ist. Und genau das braucht aus unserer Sicht new work.

Was waren die wichtigsten Steps von der Gründung bis zum Start im Mai dieses Jahres?
Anna:
Da gab es einige. Unsere GmbH-Gründung im März 2022 und den ersten Investor allygatr aus Berlin an Bord zu nehmen. Aber definitiv auch unseren MVP zu launchen. Wir haben schon von Anfang an immer möglichst viel Feedback eingeholt – aber das Feedback live zu bekommen ist am wertvollsten. Wir ändern quasi täglich kleine Features und unsere Product Roadmap.

Was ist das Besondere, das Innovative an heynannyly und wie unterscheidet ihr euch damit von anderen Kinderbetreuungsmöglichkeiten?
Julia:
Zum einen war uns ganz besonders wichtig, einfach und flexibel an sehr vertrauensvolle Betreuer*innen zu kommen. TRUST ist bei dem Thema unsere absolute Priorität. Als Mutter weiß ich, dass hier die Basis für eine gute Betreuung überhaupt erst geschaffen wird. Und mit unseren Recruiting Backgrounds war schnell klar, dass wir ein Screening machen ähnlich der Einstellung in Unternehmen (ID-Check, Background-Check, Video-Check) und alles transparent in den Profilen der Nannys einsehbar machen.

Anna: Dazu gehört auch das Thema Erste Hilfe, das wir als Schulung für unsere Nannys zur Verfügung stellen und die Haftpflichtversicherung, die bei allen unseren Buchungen inklusive ist. Und ja klar – die Verfügbarkeit innerhalb weniger Stunden gehört sicher auch zu unseren USPs.

Wie findet und bindet ihr geeignete Babysitter?
Anna:
Auch das ein echter Mehrwert mit Recruiting-Know-how – da haben wir scheinbar die richtigen Kanäle getroffen. In unserer Start-City München hatten wir recht schnell die ersten 1.000 Babysitter an Bord. Ganz genau verraten wollen wir die Quelle natürlich nicht – wir haben alles ausprobiert von SEA bis hin zu Guerilla Aktionen in der Stadt und Postwurfsendungen. Die Bindung erfolgt zum einen über einen fairen Stundenlohn, die Haftpflichtversicherung, den kostenlosen Account und eine Incentivierung für häufige Buchungen.

Wer sind eure Kund*innen?
Julia:
Alle Eltern, die Kinderbetreuungsbedarfe haben – sei es, weil sie keinen Kitaplatz bekommen haben, abends mal ausgehen oder sich für den Job Freiraum schaffen müssen. Und natürlich alle familienfreundlichen Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden Entlastung und Flexibilität geben. Nicht nur in kaufmännischen Jobs, sondern unbedingt auch in Bereichen mit Schichtarbeit und natürlich überall da wo es nicht mehr so einfach ist gute Mitarbeitende zu gewinnen. Also als klarer Benefit.

Wie habt ihr die Startphase und damit auch euch selbst bislang finanziert?
Anna:
Die ersten Monate haben wir gebootstrapt und dann einen HR TECH VC mit an Bord genommen. Cash für die Programmierung, aber auch das Netzwerk und operativer Support waren hierbei unsere wichtigsten Aspekte.

Wie macht ihr auf euch und heynannyly aufmerksam?
Julia:
Zum einen natürlich mit digitalem Marketing und über die verschiedenen Mütter-/Väter-Netzwerke, in denen wir aktiv sind. Unser wichtigster Kanal bisher ist aber LinkedIn. Dort erzählen wir auch schon seit Beginn unseres Vorhabens über uns und den Aufbau von heynannyly.

Was sind eure weiteren unternehmerischen To Do's und Vorhaben?
Julia:
Gerade sind wir in unsere nächste Finanzierungsrunde gestartet – wir suchen je nach Run Rate 700k+ für unser Product Market Fit und den Scale. Wir wollen einen CPO mit an Bord nehmen und auch Know-how für Marketing & Sales integrieren. Das Produkt muss weiterentwickelt werden und Marketingbudget ist wichtig.

Anna: Nach dem Product Market Fit in München stehen die nächsten großen Städte an – wir wollen auch in die DACH-Region und in die Key Cities in Europa. Dabei sind wir relativ flexibel – wo wir die meisten Contracts einsammeln im Bereich B2B sind wir als erstes.

Und last but not least: Was wollt ihr anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung mit auf den Weg geben?
Anna:
Für uns war es die richtige Entscheidung zu zweit zu gründen – gemeinsam die Erfolge zu feiern und bei Fails und schwierigen Entscheidungen einen strategischen Partner zu haben ist eigentlich das Beste.

Julia: Und was wir selber oft gehört haben, hat auch bei uns gestimmt – geht so schnell wie möglich mit dem MVP auf den echten Markt. Es gibt keine wertvolleren Feedbacks.

Hier geht's zu heynannyly

In diesem Video erfahrt ihr mehr über die Gründerinnen und ihr Kids-Biz

Das Interview führte Hans Luthardt

Arbeitgebenden-Attraktivität: Auch der Gen Z geht’s ums Geld, nicht ums Klima

Start-ups aufgepasst: Was erwartet sich die Generation Z von Arbeitgebenden? In einer Umfrage wurden dazu mehr als 30.000 junge Menschen befragt.

Die Arbeitslosigkeit ist aktuell trotz Krisenstimmung niedrig. Der Fachkräftemangel wird von Unternehmen in Umfragen als eines der drängendsten, wenn nicht das drängendste Problem genannt. Und Expert*innen sprechen immer häufiger von einem Wandel vom Arbeitgeber*innen- zum Arbeitnehmer*innen-Markt. Sprich: Jobsuchende sind aktuell in einer guten Position und können Forderungen stellen. Entsprechend sind Unternehmen bemüht, die Arbeitgebenden-Attraktivität zu stärken.

Was macht für die Generation Z Arbeitgebenden-Attraktivität aus?

Worum es hierbei speziell Bewerber*innen aus der Generation Z geht, wollte nun whatchado in einer Studie herausfinden, für die insgesamt mehr als 30.000 Schüler*innen, Auszubildende, Studierende und junge Menschen mit Berufserfahrung im DACH-Raum von Mitte April bis Anfang Juni befragt wurden. Zumindest ein Teilergebnis ist dabei wohl doch für viele überraschend: Fridays for Future hin oder her – Klimaschutz im Unternehmen spielt für junge Bewerber*innen eine vergleichsweise untergeordnete Rolle.

Aufgabengebiet noch wichtiger als Gehalt, Klimaschutz ist vielen egal

Ganz oben auf der Prioritätenliste in der Arbeitgebenden-Attraktivität steht laut der Umfrage das im Job zu erwartende Aufgabengebiet, das von 91 Prozent der Befragten als sehr wichtig oder wichtig für die Job-Entscheidung genannt wird. Auf Platz zwei folgt das Gehalt mit 84 Prozent. Auch Weiterbildungsmöglichkeiten für Mitarbeiter*innen stehen mit 74 Prozent hoch im Kurs (für Studierende ist dieser Punkt sogar wichtiger als das Gehalt). Das betriebliche Engagement des Unternehmens gegen den Klimaschutz ist dagegen nur für 30 Prozent der Befragten entscheidend – noch hinter der Möglichkeit für Home Office, die mit 40 Prozent ebenfalls weniger wichtig ist, als vielleicht erwartet.

Wechselbereitschaft: Mehr Geld für viele ausschlaggebend

Abgefragt wurde auch die Wechselbereitschaft. Für 68 Prozent wäre laut Umfrage ein besseres Angebot bezogen auf Gehalt oder Benefits für einen Jobwechsel ausschlaggebend. 63 Prozent geben an, sie würden den Arbeitgebenden wechseln, wenn sich ihre Tätigkeiten anders gestalten, als erwartet. Für Studierende und Berufserfahrene ist dieses Kriterium mit 77 Prozent bzw. 72 Prozent sogar noch wichtiger als ein attraktiveres Gehaltsangebot. Unter den Berufserfahrenen sind zudem für 62 Prozent zu wenig Wertschätzung und für 69 Prozent ein schlechtes Verhältnis zum bzw. zur Vorgesetzten für einen Wechsel sehr relevant.

Hinweis: Dieser Beitrag erschien zuerst auf brutkasten.com

Gründer*in der Woche: HOX – Büro out of the box

Stefanie Kormis und Pia Zitzmann, die Gründerinnen der Hamburger HOX Manufaktur GmbH, haben die Homeoffice-Box HOX entwickelt. HOX verbindet Stauraum, Stehpult und Mobilität mit einem rundum coolen Design. Mehr dazu im Interview mit Pia und Stefanie.

Spätestens seit Corona das Homeoffice und Arbeiten an sich regelrecht neu erfunden hat, gibt es zahlreiche pfiffige Lösungen, um mobil und platzsparend zugleich arbeiten zu können. Wann und wie seid ihr auf die Idee zu HOX gekommen?

Pia: Natürlich auch durch Corona, sprich im ersten Lockdown. Wir sind also Teil der Bewegung, die das Homeoffice und Arbeiten an sich neugestalten.

Wie so viele saßen auch wir von heute auf morgen in unseren Wohnungen und haben am Esstisch und auf der Couch gearbeitet. Wir haben wir uns darüber gefreut, dass das Homeoffice endlich eine Revolution erfährt, aber das Chaos am Küchentisch und der schmerzende Rücken, weil ein schicker Freischwinger einfach keinen Bürostuhl ersetzt, blieben.

Folglich haben wir recherchiert, welche Lösungen es am Markt gibt, aber nichts gefunden, was all unsere Bedürfnisse perfekt abdeckt. So ist dann die Idee einer mobilen Box, in der man alles verstauen kann und die auch die Option bietet im Stehen arbeiten zu können, entstanden.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee bis zum fertigen Produkt?

Pia: Auf die erste Idee folgte ein Moodboard auf dem wir unsere Vorstellungen zum Design, zum Material, zur Farbe und zur Funktionalität veranschaulicht haben. Dann haben wir uns auf die Suche nach einem/r Produktdesigner*in gemacht und gemeinsam mit ihm in mehreren Iterationen das Design abgestimmt und auch den ersten Prototypen fertigen lassen. Dieser war leider noch nicht sehr fotogen, aber perfekt, um Schwachstellen zu erkennen und um uns auf die Suche nach einem Produzenten zu machen. Aus einem wurden sehr schnell drei Zulieferer und vor allen Dingen ein qualitativ hochwertiges und schönes Produkt. Das haben wir insbesondere unseren Produzenten zu verdanken, mit denen wir eine partnerschaftliche Zusammenarbeit aufbauen konnten.

Wie habt ihr die Entwicklung und damit die Startphase finanziell gestemmt?

Stefanie: Wir haben bisher alles aus eigenen finanziellen Mitteln gestemmt, d.h. wir sind gebootstrappt. Glücklicherweise haben wir aber viel Unterstützung von unseren Produktionspartnern erhalten. Der Schritt vom ersten Prototyp zum marktreifen Produkt war größer als gedacht, aber wir konnten ihn Dank der unentgeltlichen Entwicklungsleistung der Möbelwerkstatt Stratmann & Degener, unseres Metallers der Runa GmbH und unserem Zulieferer für die Fizfächer Voigt GmbH umsetzen.

Zudem haben wir eine Förderung der Hamburger Kreativgesellschaft erhalten, mit der wir das Foto- und Videomaterial für unsere Crowdfunding Kampagne erstellen konnten.

Auf den Punkt gebracht: Was ist das Besondere an HOX und inwiefern hebt sich eure Lösung von anderen mobilen Arbeitsplätzen ab?

Stefanie: Unser Möbel ist einzigartig in der Kombination Stauraum, Stehpult und Mobilität. HOX ist ein elegantes und gleichermaßen praktisches Möbel, in dem in wenigen Sekunden ein ganz Büro verschwinden kann, um z.B. den Feierabend einzuläuten oder auf den Balkon umzuziehen. Zudem kann mit nur einem Handgriff der HOX-Deckel in die Höhe gezogen werden, so dass man ein perfektes Stehpult inkl. Mauspad hat. Dieser ergonomische Aspekt war uns besonders wichtig bei der Entwicklung. Im Unterschied zu anderen mobilen Lösungen muss man die HOX am Ende eines Arbeitstags nicht irgendwo verstauen, sondern sie integriert sich nahtlos schön in jedes Wohn- oder Esszimmer ein. Kleinen Kindern kann sie auch als Hocker oder Tischchen dienen.

STARTUP TEENS zeichnet unternehmerische Talente in Deutschland aus

And the STARTUP TEENS-Award goes to … Die Non-Profit Initiative STARTUP TEENS hat am Abend des 24. Juni in sieben Kategorien herausragende unternehmerische Ideen von 14- bis 19-jährigen Schüler*innen mit dem STARTUP TEENS-Award ausgezeichnet.

Die seit 2016 jährlich stattfindende STARTUP TEENS-Award ist der mit 7 x 10.000 Euro höchstdotierte Businessplanwettbewerb für Schüler*innen in Deutschland. In diesem Jahr haben 870 Projekte von rund 4.300 Schüler*innen teilgenommen. Bereits im Online Voting zeigten über 47.600 Votes für die 35 Videos die große Begeisterung für den Wettbewerb.

Top-Themen: Nachhaltigkeit und soziales Miteinander

Die vielen spannenden Projekte der Finalist*innen zeigen besonders das große Interesse an gesellschaftlichen Themen wie Nachhaltigkeit und sozialem Miteinander. „Das Finale der Businessplan-Challenge ist für mich jedes Jahr aufs Neue ein Blick nach vorne - die Projekte der Teilnehmenden beschäftigen sich mit Innovation, Chancengleichheit, Umweltschutz und vielem mehr. Unser Land ist gut aufgestellt, wenn junge Menschen mit Mut und Leidenschaft ihre eigenen Ideen verwirklichen können. Wir sind stolz, ein Teil dieser Entwicklung zu sein“, sagt Vorständin Classifieds Media bei Axel Springer SE, Dr. Stephanie Caspar.

„Unternehmerische Bildung hat an Schulen in Deutschland weiter einen zu geringen Stellenwert”, sagt der Mitgründer und Geschäftsführer von STARTUP TEENS, Hauke Schwiezer. „Deshalb haben wir STARTUP TEENS gegründet. Wir füllen diese Lücke seit Jahren mit unseren Angeboten im Bereich Entrepreneurship Education, Coding und Zukunfts-Skills. Diese Fähigkeiten brauchen nicht nur junge Gründer oder Unternehmensnachfolger sonder besonders auch unternehmerisch denkende Angestellte.”

Die Sieger*innen des Jahres 2022

In der Kategorie Sustainability & Diversity konnte sich Unique Nature (Aichwald / Baden-Württemberg) mit einer Folie für die Landwirtschaft durchsetzen, die Plastik vermeidet, sich biologisch abbaut und die Agrarwirtschaft nachhaltiger macht.

Smokesafe (Northeim / Niedersachsen) gewann mit einem innovativen Filter für Raucher, der Passivrauchen zu 85 Prozent verhindert die Kategorie Consumer Products.

LunarLoop von LunarRise (Geisenheim / Hessen) ist ein Schlafphasenwecker, der den Nutzer morgens sanft per Vibration zum optimalen Zeitpunkt aus einer Leichtschlafphase holt, überzeugte die Jury in der Kategorie Sciences & Health.

SafeSpace (Münster / NRW) setzte sich in der Kategorie Services & Platforms durch. Mit dieser App können Frauen abends mit einem sicheren Gefühl unterwegs sein und sich vernetzen.

Der Gewinner der Kategorie Social Networks & Gaming ist Improvable (Nürnberg / Bayern) mit einer App, welche die Bereiche Organisation und Selbstverbesserung miteinander kombiniert und diese in ein spielerisches Konzept einbettet.

Mit der Idee einer kostenlosen Lernplattform, die die englische Sprachfähigkeit der Benutzer durch aktives Sprechen verbessern soll war DiscussTme (Traustadt / Bayern) in der Kategorie Education nicht zu schlagen.

Das Preisgeld in der Kategorie Industry Products ging an FastAIMovies (Traunstein / Bayern), die das Problem teurer und zeitaufwendiger Videoproduktion durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz löst.

RoleModel-Awards 2022

Ein weiteres Highlight des Tages war die Vergabe der RoleModel-Awards powered by STARTUP TEENS. Der Award wurde an sechs herausragende unternehmerische Vorbilder für die Generation Z verliehen.

In der Kategorie Gründerin waren Zarah Bruhn (socialbee, München), Lena Jüngst (air-up, München) und Anna Alex (Planetly, Berlin) nominiert. Gewonnen hat die Co-Founderin und CEO Zarah Bruhn.

Die Kategorie Gründer entschied Founder & CEO Philipp Pausder von thermondo, Berlin, für sich. Er setzte sich gegen Philipp Westermeyer (OMR, Hamburg) und Lawrence Leuschner (TIER, Berlin) durch.

Dina Reit (SK LASER, Wiesbaden) konnte die Kategorie Familienunternehmerin für sich entscheiden. Marlene Taschen (Taschen Verlag, Köln) und Nadine Sprügel (JAKO AG, Mufingen) belegten die Plätze 2 und 3.

In der Kategorie Familienunternehmer wurde Nils Glagau (Orthomol, Langenfeld) ausgezeichnet. Ebenfalls nominiert waren Sven Lindig vom Familienunternehmen Lindig Fördertechnik (Eisenach) und Tobias Heitmann vom Heitmann & Zimmermann, Dortmund.

Die Kategorie Managerin gewann Laura Bornmann (REWE, Dortmund). Sie setzte sich gegen Tina Müller (Douglas, Düsseldorf) und Natalya Nepomnyashcha (EY, Berlin) durch.

Toan Nguyen (Jung von Matt, Hamburg) wurde RoleModel der Kategorie Manager. Ebenfalls nominiert waren Tim Höttges (Telekom AG, Bonn) und Oliver Blume (Porsche AG, Stuttgart).

Deutscher Gründerpreis für Schüler*innen vergebeben

Die zehn besten Geschäftskonzepte wurden beim Deutschen Gründerpreis für Schülerinnen und Schüler 2022 ausgezeichnet – and the Winner is …

A Puls der Zeit, innovativ und nachhaltig: alle Top-Ten-Teams des Deutschen Gründerpreises für Schülerinnen und Schüler haben in ihren Businessplänen gezeigt, dass sie das Zeug für die Gründerinnen und Gründer von morgen haben. Eine besonders überzeugende Geschäftsidee hat dabei das Team VoltVoyage von der Internatsschule Schloss Hansenberg in Geisenheim in den Wettbewerb eingereicht. Die sechs Jugendlichen entwickelten ein Konzept für ein vereinfachtes und klimafreundliches Laden für E-Bikes. Dafür wurden sie mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Besonders überzeugt war die Jury von der guten Umsetzbarkeit des Konzepts von VoltVoyage. Mit ihrem Businessplan lieferten sie eine fundierte Analyse und detaillierte Ausarbeitung der Geschäftsidee. Die im Fahrradständer integrierte vStation als Ladestation und der am Fahrrad angebrachte vCharger ermöglichen unterwegs ein für alle E-Bike-Akkus geeignetes kabelloses und besonders schnelles Laden. Der Strom der Ladestation kann tagsüber zu bis zu 60 % aus der auf der Ladestation befestigten Solarzelle gewonnen werden.

Aufgrund der Coronapandemie wurde die Preisverleihung letzten Donnerstagabend im dritten Jahr in Folge digital ausgestrahlt. Durch den Abend führten stern-Redakteurin Doris Schneyink und Radiomoderator Volker Groß. Der vom stern, den Sparkassen, ZDF und Porsche initiierte Deutsche Gründerpreis für Schülerinnen und Schüler wird jährlich seit 1999 vergeben.

Ein Beispiel an den klugen und kreativen Ideen der Schülerinnen und Schüler nehmen

Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, zeigte sich besonders beeindruckt von den vielfältigen Geschäftsideen der Teams, die allesamt das Thema Nachhaltigkeit aufgreifen. DGPS-Schirmherr Robert Habeck: „Wir sehen an den diesjährigen TOP 10 des Deutschen Gründerpreises für Schülerinnen und Schüler, welchen Stellenwert Klimaschutz und ökologische Verantwortung bei Jugendlichen einnehmen. Gerade jetzt sollten wir uns ein Beispiel an den klugen und kreativen Ideen der Schülerinnen und Schüler nehmen. Die Teams können sehr stolz auf ihre Leistungen sein. Ich hoffe, viele der Schülerinnen und Schüler nehmen ihre unternehmerischen Erfolge mit in ihr Berufsleben, vielleicht sogar als zukünftige Unternehmerinnen und Unternehmer. Diese Dynamik und innovativen Ideen braucht unser Mittelstand.“

Zweiter Platz für eine digitale Prüfungsplattform

Das Team Exam´s Easy vom Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg in Minden (NRW) hat im Schulalltag erfahren, dass Prüfungen und Klausuren ausfallen mussten, weil keine passende digitale Lösung bereitstand. Sie entwickelten eine Geschäftsidee für eine App, mit der Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeit haben, virtuelle Kursräume einzurichten und Prüfungsunterlagen zur Verfügung zu stellen – egal von wo. Für ihren detaillierten Businessplan wurden sie mit Platz zwei ausgezeichnet.

Den dritten Platz belegte das Team Unique Nature GmbH aus Baden-Württemberg. Die fünf Schülerinnen und Schüler der John-F.-Kennedy-Schule in Esslingen haben sich ein Konzept zur Vermeidung von Mikroplastik in der Landwirtschaft überlegt. Ihre Geschäftsidee basiert auf einer biologisch abbaubaren Plane, die nicht nur auf den Feldern liegen bleiben kann, sondern bei der Zersetzung auch wichtige Mineralstoffe und Dünger abgibt.

Ideen am Puls der Zeit

Ob Klimaschutz, Mobilität oder Digitalisierung: Die Teams des DGPS zeigen durch ihre Geschäftsideen, dass sie die Gründerinnen und Gründer der Zukunft sind. Mit viel Teamgeist und Durchhaltevermögen konzipieren sie ihre Ideen, die einen Mehrwert für die Gesellschaft darstellen. Torsten Overberg, Projektleiter des Deutschen Gründerpreises für Schülerinnen und Schüler, freut sich über den regen Zuspruch in diesem Jahr: „In der letzten Spielrunde haben wir einige Neuerungen auf der Spieleplattform eingeführt. Die steigenden Teilnehmendenzahlen zeigen uns, dass wir auf einem guten Weg sind. Ich bin jedes Jahr begeistert, wie viele innovative Ideen die Teams in den Businessplänen ausarbeiten.“

Bundesweit nahmen rund 3.500 Schülerinnen und Schüler in 844 Teams an der Spielrunde 2022 teil. Sie erstellten von Januar bis Mai einen fiktiven Businessplan inklusive Marketingstrategie und Finanzplan. Den ersten Platz in diesem Jahr belegt ein Team aus Hessen. Neben einem weiteren Team aus Hessen sind in diesem Jahr jeweils zwei Teams aus NRW, Baden-Württemberg und Niedersachsen in den Top Ten platziert. Weitere Plätze belegen Teams aus Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz.

Preise 

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Deutschen Gründerpreises für Schülerinnen und Schüler fahren zur Verleihung des Deutschen Gründerpreises in das ZDF-Hauptstadtstudio nach Berlin und werden von Bundesminister Robert Habeck in der Kategorie „Schülerinnen und Schüler“ ausgezeichnet. Die fünf bestplatzierten Teams gewinnen die Teilnahme an der Gründerpreis Experience: ein 4-tägiges Start-up-Erlebnis mit Gesellschaftsorientierung. Die Plätze sechs bis zehn erwartet das Gründerpreis Innovation Lab vom DGPS-Partner Porsche Consulting in Berlin.

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Parlamentskreis “Gründung und Start-up” nimmt Arbeit auf

Am heutigen Freitag kam der Parlamentskreis “Gründung und Start-up” im Deutschen Bundestag zur konstituierenden Sitzung zusammen. Das informelle Gremium will den Austausch zwischen Gründer*innen und Politik fördern.

Politisch wurden in den letzten Jahren bereits einige Weichen gestellt, um das Gründen zu erleichtern. Dennoch hinkt Deutschland, trotz vermeintlich guter Rahmenbedingungen, in entscheidenden Feldern hinterher. Um Lösungen auf aktuelle Herausforderungen von Gründer*innen zu finden, Probleme zu verstehen, mehr junge Menschen für das Unternehmertum zu begeistern und angehende Gründer*innen auf ihrem Weg gezielter zu unterstützen, wurde heute der Parlamentskreis Gründung und Start-up konstituiert.

Die Konstitution erfreute sich eines breiten Interesses von Abgeordneten. Teilgenommen haben neun Mitglieder des Deutschen Bundestages, viele Weitere haben Interesse an einer zukünftigen Mitarbeit bekundet.

Hauptinitiator des Parlamentskreises ist Mario Brandenburg, MdB (Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag) zusammen mit Ye-One Rhie, MdB (SPD-Bundestagsfraktion), Thomas Heilmann, MdB (CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag) und Melis Sekmen, MdB (Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen).

Wichtig war den Initiator*innen, dass ein fraktionsübergreifender Kreis ins Leben rufen. Eingeladen zur Mitarbeit sind aber Abgeordnete aller Fraktionen des Hauses. Zum Vorsitzenden des Parlamentskreises wurde Max Mordhorst (Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag) ernannt. Im Sinne der zugrundeliegenden Überparteilichkeit des Parlamentskreises, wechselt er Vorsitz regelmäßig zwischen den Initiator*innen.

Herzensprojekt, das fraktionsübergreifend, standortstärkend und richtungsweisend sein will

Mario Brandenburg, MdB, Hauptinitiator des Kreises, gab den Staffelstab während der Sitzung federführend an Max Mordhorst weiter: “Ich freue mich sehr, dass ich dieses Herzensprojekt mit ins Leben rufen durfte. Aufgrund meiner neuen Funktion als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist es mir wichtig, dass ich den Kreis im Parlament belasse und die Leitung deshalb abgebe.”

Max Mordhorst, MdB, neuer Vorsitzender des Parlamentskreises, freut sich über die neue Funktion und die bevorstehenden Aufgaben: freut sich über die neuen Aufgaben „Ich möchte, dass der fraktionsübergreifende Parlamentskreis zum aufmerksamen Ansprechpartner für die Sorgen und Bedürfnisse von Gründern und Start-ups wird. Hierzu müssen wir direkt mit ihnen ins Gespräch kommen. Bei den Rahmenbedingungen Wagniskapital, Bürokratie und Mitarbeiterkapitalbeteiligung müssen wir als erstes ansetzen."

Ye-One-Rhie, MdB, sieht in diesem Bereich wichtige Aufgaben: „Durch Start-ups werden viele neue und außergewöhnliche Ideen gefördert und in die Praxis gebracht. Durch den Parlamentskreis ‚Gründung und Start-up‘ werden nun wichtige politische Impulse gestartet, um die Förderung von Start-ups zu stärken und mit Forschungseinrichtungen zu verknüpfen. So stärken wir den Innovationsstandort.“

Thomas Heilmann, MdB: „Unser Staat ist zu langsamen, zu komplex und zu bürokratisch. Wenn Start-Ups (über-)leben sollen, werden wir vieles verändern müssen. Leichteres Gesellschaftsrecht, beschleunigte Genehmigungen, einfachere Mitarbeiterbeteiligungen: es gibt viel zu tun.“

Melis Sekmen, MdB: "Die Start-ups von heute sind der Mittelstand von morgen. Sie sind Innovationsmotor für unser Land. Deswegen müssen wir junge Menschen für das Unternehmertum begeistern. Ob jemand in unserem Land gründen kann, darf nicht davon abhängen wie dick der eigene Geldbeutel ist. Wir dürfen es uns nicht mehr leisten auf Talente zu verzichten, nur weil sie das nötige Startkapital nicht haben."

Gleich und Gleich gesellt sich gern

Eine Studie des KI basierten Venture Capitalist "Morphais" aus Berlin hat die wichtigsten Eigenschaften erfolgreicher Gründer*innen (in Bezug auf ihre Investor*innen) analysiert.

Was wurde untersucht?

Um herauszufinden, welche Rolle Persönlichkeitsmerkmale bei der Bewertung von Gründungteams spielen, wurde gemeinsam mit Wissenschaftler*innen und Psycholog*innen der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin eine Studie durchgeführt. Knapp 100 Gründer*innen wagniskapitalfinanzierter Start-ups wurden über einen Onlinefragebogen zu ihrer Persönlichkeit sowie zu dem Erfolg ihrer Jungunternehmen befragt.

Basierend auf der Firmenbewertung zählen einige der erfolgreichsten Gründer*innen im DACH-Raum zu den Studienteilnehmer*innen: Ein Viertel aller Befragten gründeten Unternehmen, deren letzte Bewertung bei über 50 Mio. EUR liegt, und über 7 % der befragten Start-ups erreichen eine Unternehmensbewertung von über 500 Mio. EUR. Der Fragebogen basiert auf dem OCEAN-Persönlichkeitsmodell, einem sehr etablierten Modell zur Messung von Persönlichkeitsattributen.

Persönlichkeitsstrukturen ähneln sich!

Die Ergebnisse zeigen, dass die für Unternehmer*innen charakteristischen Persönlichkeitsmerkmale bei wagniskapitalfinanzierten Gründer*innen ausgeprägter sind als bei Vergleichsgruppen, die kein Risikokapital erhielten: Die befragten Gründer*innen zeigten noch höhere Werte für Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion (nach aussen gerichtet) und Verträglichkeit (Hilfsbereitschaft) sowie einen niedrigeren Wert für Neurotizismus, der mit einer hohen emotionalen Stabilität einhergeht.

Bei der Befragung einer Vielzahl von Risikokapitalgeber*innen zu ihren Persönlichkeitseigenschaften zeigte sich, dass Venture Capitalist*innen genau wie die Gründer*innen offener und extrovertierter sind, allerdings weniger gewissenhaft, umgänglich und neurotisch. Das bedeutet: die Persönlichkeiten von Gründer*innen und Investor*innen sind sich sehr ähnlich, unterscheiden sich aber von anderen Vergleichsgruppen und dem Durchschnitt der deutschen Bevölkerung.

Similarity Bias bei Entscheidungen maßgebend

Frühere Forschungsarbeiten haben bereits gezeigt, dass der sogenannte Similarity Bias den Entscheidungsprozess von Venture-Capital-Geber*innen beeinflusst. Dieser Bias beschreibt, dass Menschen andere Personen positiver bewerten, wenn sie ihnen ähnlich sind. Es wurde gezeigt, dass Wagniskapitalgeber*innen Gründer*innen systematisch bevorzugen, die ihnen etwa in Bezug auf Bildung, Erfahrung und beruflichen Hintergrund ähneln. Diese Bevorzugung erfolgt unterbewusst, hat jedoch gravierende Konsequenzen. Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass Risikokapitalgeber*innen eher Teams bevorzugen, die ihnen nicht nur in soziodemografischen Merkmalen, sondern auch in ihrer Persönlichkeit ähneln – und eben auch dasselbe Geschlecht haben.

Dazu Morphais-CEO Eva Gfrerer, die mit Morphais einen neuen Quant VC aus Berlin aufbaut, der in Gründerteams in der Frühphase (pre-seed) investiert: "Gleich und gleich gesellt sich gern. Da Investitions-Entscheidungen bei VCs vor allem von Männern gefällt werden, profitieren vor allem auch männliche Gründerteams bei der Bewertung, während Frauen oft leer ausgehen. Im Resultat führen solch subjektiv verzerrten Entscheidungen zu homogenen Portfolios und sehr geringer Diversität von Gründerteams, was sich nachweislich negativ auf die Renditen auswirkt. Venture Capital braucht deshalb quantifizierbare Entscheidungsmetriken, sodass basierend auf Talent und nicht auf Bauchgefühl des Investors Kapital allokiert wird. Hierbei können Machine Learning-Algorithmen wertvolle Entscheidungsunterstützung liefern, sodass sich Investmententscheidungen nicht nur effizienter, sondern auch gewinnbringender und fairer treffen lassen. Genau das ist unser Ziel."

Gründer*in der Woche: GoodBytz – der intelligente Robotic-Sous-Chef

Das Hamburger Food-Tech-Start-up GoodBytz entwickelt intelligente Küchenassistenz-Roboter, mit deren Hilfe Köch*innen mehr Freiraum u.a. für kreative Dinge erhalten sollen. Mehr zu dem innovativen Konzept erfahrt ihr im Interview mit GoodBytz-CEO Dr. Hendrik Susemihl.

Wann und wie bist du zusammen mit Kevin und Philipp auf die Idee gekommen, einen Küchenassistenz-Roboter zu entwickeln?

Wir alle waren in den vergangenen Jahren beruflich immer viel unterwegs und haben dabei irgendwann festgestellt, dass wir uns oft bei To-Go oder Lieferessen nur sehr ungesund ernähren konnten. Auch die Qualität des Essens ließ häufig zu wünschen übrig. Irgendwann haben wir uns gefragt, woran das liegen könnte und festgestellt, dass die Gastronomie vor enormen Herausforderungen, wie z.B. dem Fachkräftemangel steht. Da wir zusammen seit vielen Jahren gemeinsam Roboter entwickeln, haben wir schnell erkannt, dass dies die perfekte Lösung für viele Probleme ist, da so nicht nur eintönige, ungesunde und unattraktive Arbeiten übernommen, sondern auch das notwendige Know-how leicht skaliert werden kann. Als uns das Potenzial hierbei klar geworden ist, haben wir kurze Zeit später GoodBytz gegründet.

Was waren die wichtigsten Steps von der Gründung bis zur in Kürze bevorstehenden ersten Pilotphase?

Begonnen haben wir mit Bootstrap und einer Förderung des IFB Hamburg InnoFounder Programms. Mit diesem Geld wurde unser erster Prototyp in gut drei Monaten entwickelt, welcher bereits frische Gerichte in wenigen Minuten voll automatisch zubereiten konnte. Eine erste Herausforderung war zu Beginn der Deep Dive in die Food Industrie, zu der wir bis dahin keinerlei Zugang hatten. Glücklicherweise sind wir sehr schnell auf viele Experten aus allen Bereichen gestoßen und konnten so den Produktfokus schärfen sowie den Markt tiefer durchdringen.

Die nächste Hürde bestand darin, als Hardware-Tech-Company Investoren zu gewinnen, was für viele Gründer die Hardware entwickeln, denke ich, eine Herausforderung darstellt. Da wir den Ansatz verfolgen, immer nach Wegen zu suchen, wie wir auch mit Hardware schnelle Iterationszyklen vergleichbar mit Softwareprodukten realisieren können, ist uns dies jedoch mit unserer Seed Runde und dem Investment von Oyster Bay Venture Capital Anfang des Jahres in kurzer Zeit gelungen.

Was ist das Besondere an euren Küchenassistenz-Robotern, was leisten sie und wo sollen sie zum Einsatz kommen?

Wir sehen Roboter als Tool, um Menschen zu unterstützen. Damit sie dies tun können, müssen sie auch von jedem bedient und programmiert werden können. Unser Fokus richtet sich dabei auf den B2B-Sektor. Jeder Zubereitungsschritt ist bei unserem System in Module aufgeteilt, welche in kürzester Zeit in verschiedenen Konfigurationen aufgestellt und in Betrieb genommen werden können. Was die Systeme dann kochen, können unsere Kunden selbst entscheiden, indem sie über ein ganz einfaches UI eigene Rezepte und Zubereitungsschritte anlernen. Im Anschluss müssen nur noch die Kühlsysteme mit Lebensmitteln befüllt werden und los geht’s!

Um dieses Konzept schnell skalieren zu können, setzen wir nicht auf Sonderbauten, sondern integrieren Standard Profiequipment aus der Gastronomie. Unsere Roboter bedienen dann im Grunde Systeme und Geräte, welche in der Branche bereits lange erprobt und akzeptiert sind.

Die ersten Roboter werden vor allem in systemischen Konzepten wie z.B. dem Delivery Bereich oder in öffentlicher Infrastruktur und Mitarbeiterverpflegung zum Einsatz kommen. Mit modernen Food-Konzepten und dem Einbinden von diversen Food-Creatorn wollen wir dabei vor allem Plant-based und gesundes Essen pushen und massenzugänglich machen.

In einer ersten Seed-Runde habt ihr gerade 2,5 Millionen Euro eingesammelt. Glückwunsch zu diesem Erfolg! Was ist mit dem frischen Kapital geplant?

Vielen Dank! Wir sind sehr glücklich, einen Partner gefunden zu haben, der in Food-Technologien und -Produkte investiert, welche einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben. Mit dem Investment werden wir unsere Roboter weiterentwickeln und in Pilotprojekten am Markt erproben. Als ersten Schritt werden wir dazu ein eigenes Delivery Konzept in Hamburg betreiben, welches Endkonsumenten über die gängigen Plattformen bestellen können. Im zweiten Schritt bringen wir dann Systeme in B2B-Kunden betriebenen Konzepten an den Markt.

Was sind eure weiteren unternehmerischen Ziele?

Unser erstes Ziel ist es, hochwertiges und gesundes Essen überall und jederzeit auf Abruf verfügbar zu machen. Dazu schaffen wir in erster Instanz die erforderliche Roboterinfrastruktur in verschiedenen Konzepten an diversen Standorten.

Neben dem reinen Zubereiten von Gerichten zielen wir insbesondere auf das ganze digitale Ökosystem der Küche, also Warenwirtschaft, POS, Delivery Management und so weiter ab. Mit unseren Systemen im Zentrum lassen sich alle miteinander verknüpfen und so die gesamte Prozesskette vom Lebensmittelerzeuger bis zur Kundenexperience verbessern. Gleichzeitig schaffen wir eine nie da gewesene Datenlage, mit welcher wir bspw. Food-Waste verringern, automatisiert regionale Produkte ordern oder über Forecasting-Modelle und Empfehlungen für Menü-Optimierungen das Angebot je nach Region stetig optimieren und so Gastronomie als Ganzes profitabler gestalten können.

Und last but not least: Was willst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung mit auf den unternehmerischen Weg geben?

  • Der erste Tipp richtet sich vor allem an Gründer*innen, welche ebenfalls Hardwareanteile in ihren Produkten haben: Reduziert euer Produkt auf die wesentlichsten Funktionen, sodass ihr so schnell wie möglich zu Validierungen und Anwendungen bei echten Kunden findet. Nutzt dafür intensiv Technologien wie 3D-Druck und eigene Bearbeitungsschritte, um lange Lieferzeiten und hohe Kosten zu vermeiden. Nur so lassen sich kostenintensive Entwicklungsprozesse richtig steuern, da finanziell oft nur wenige falsche Entscheidungen möglich sind.
  • Die zweite Erfahrung kommt aus dem Talent Sourcing: Schaut vor allem auf das Potenzial zur Weiterentwicklung von neuen Talenten als nur auf die vorhandenen Qualifikationen. Start-Up heißt kontinuierlich zu lernen, also umgebt euch mit Menschen, die genau das gut können.
  • Als letztes kann ich euch nur die intensive Nutzung von digitalen Tools für Finanzen, Rechtliches, Aufgabenmanagement, Visualisierung, Personalwesen usw. ans Herz legen. Diese helfen euch die nötige Verwaltung so gut es geht zu automatisieren oder zu verschlanken, sodass ihr den Großteil eurer Zeit auf das Wichtigste eines jungen Unternehmens legen könnt – euer Produkt.

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Das Interview führte Hans Luthardt

Im Startup-Zoo

Es gibt viel mehr als nur Unicorns und Zebras in unserem Start-up-Ökosystem – Interview mit Entrepreneurship-Professor und Start-up-Szene-Kenner Prof. Dr. Tobias Kollmann.

Viele Start-ups träumen davon, ein Unicorn zu sein, und noch mehr Investor*innen wollen in ein solches Unternehmen investieren. Doch nicht alle Gründer*innen wollen oder können die zugehörigen Erwartungen an ein exponentielles Wachstum, eine Milliardenbewertung und einen schnellen Exit erfüllen. Mit den Zebras hat sich entsprechend eine Gegenbewegung von Start-ups entwickelt, die langsamer, aber auch nachhaltiger wachsen wollen.

Nun hat sich Prof. Dr. Tobias Kollmann auf die Suche nach weiteren Arten zwischen diesen beiden Extrempolen gemacht und diese mit den Horses und den Cows auch gefunden. Im Interview stellt er uns seinen erweiterten Startup-Zoo vor.

Die ganze Welt spricht über Unicorns und solche Start-ups, die es werden wollen, sowie davon, dass wir dringend mehr von ihnen brauchen. Warum reicht Ihnen die Suche nach diesen Fabelwesen nicht?

Ich drehe die Frage einmal um. Warum sollte man nur über die Start-ups mit oder wegen einer hohen Kapitalbewertung reden? Es gibt doch auch noch viele andere junge Unternehmen, die von ebenso mutigen Gründer*innen aufgebaut wurden und die auch eine erfolgreiche, wenn auch vielleicht nicht so schnelle Entwicklung verzeichnen. Die haben ebenfalls einen Wert für unser Startup-Ecosystem! Schließlich gibt es an anderer Stelle ja die DAX-Unternehmen an der Spitze, aber eben auch einen breiten Mittelstand, der ebenso wichtig für unsere Wirtschaft ist.

Dennoch werden die Unicorns immer als wichtige Leuchttürme bezeichnet, die sowohl für den Rest der Start-up-Szene als auch für den internationalen Vergleich von besonderer Bedeutung sind, oder nicht?

Doch, und das sollen sie ja auch bleiben. Natürlich brauchen wir diese sehr stark wachsenden Start-ups sowohl für die Investor*innenlandschaft als auch als Vorbilder für die Gründer*innen von morgen. Ich wehre mich nur gegen die eindimensionale Betrachtung im Hinblick auf das alleinige Ziel für Start-ups, nun unbedingt ein Unicorn werden zu müssen und sich im Hinblick auf Erfolg und Anerkennung nur über eine zugehörige Kapitalbewertung definieren zu lassen.

Das zeichnet Unicorns aus

  • Kurzfristige und sehr starke Wachstumsorientierung.
  • Sehr kurzfristige exponentielle Wertsteigerungsperspektive.
  • Sehr starke investorenbezogene Exit-Orientierung.
  • Keine Kooperationsbereitschaft im Wettbewerb.
  • Keine Markttoleranz gegenüber der Konkurrenz.
  • Unterwegs in Winner-takes-it-all-Märkten.
  • Investor*innen-Exit über Börsengang oder M&A.

Warum? Ist die Bewertung nicht auch ein Spiegelbild für eine positive Entwicklung, und muss es nicht das Ziel eines jeden Start-ups sein, den maximalen Erfolg zu haben und so groß wie möglich zu werden?

Nicht unbedingt, denn auch kleinere Start-ups schaffen Arbeitsplätze, zahlen Steuern, bieten Exit-Optionen bzw. schütten gute Renditen an ihre Investor*innen aus und tragen so zum Wohlstand unserer Gesellschaft bei. Deswegen dürfen wir aus meiner Sicht den Erfolg eines Start-ups für die Gründer*innen nicht nur an der Höhe des eingesammelten Kapitals oder einer zugehörigen Wachstumsrate festmachen. Viele wollen das auch nicht.

Sie spielen auf die Zebra-Bewegung an, richtig?

Genau, denn das sind Start-ups, die sich bewusst dem Diktat einer oftmals investor*innengetriebenen Wertsteigerungsmaxime über ein sehr schnelles Wachstum nicht unterwerfen wollen. Sie haben eine eher langfristige, dafür aber vielleicht nachhaltigere Entwicklung zum Ziel, und das ist aus meiner Sicht genauso in Ordnung.

Jetzt haben Sie sich ja aber auf die Suche nach weiteren Gattungen von Start-ups gemacht. Wie kam es dazu?

Ich habe mich gefragt, ob es zwischen den beiden Gegenpolen von Unicorns und Zebras nicht noch weitere Varianten gibt, die ein differenzierteres Bild auf die Startup-Szene ermöglichen. Ich wollte weg von einem Entweder-oder und hin zu Alternativen für die Betrachtung eines jungen Unternehmens sowohl aus Sicht der Gründer*innen als auch der Investor*innen.

Das zeichnet Zebras aus

  • Langfristige und nachhaltige Wachstumsorientierung.
  • Langfristige lineare Wertsteigerungsperspektive.
  • Sehr starke gründerbezogene Ownership-Orientierung.
  • Ausgeprägte Kooperationsbereitschaft im Wettbewerb.
  • Ausgeprägte Markttoleranz gegenüber der Konkurrenz.
  • Unterwegs in All-takes-it-all-Märkten.
  • Investor*innen-Exit über MBO/MBI oder Rückkauf.

Welchen Vorteil hat eine solche Betrachtung?

Zum einen hoffe ich, dass Investor*innen ihre Investmentbereitschaft nicht direkt verlieren, wenn ein Start-up den Status eines Unicorns nicht gleich von Anfang an als Ziel kommuniziert oder später erkennbar nicht erreicht. Denn es gibt mit den von uns entdeckten Horses und Cows eben noch weitere spannende Gattungen, die sich für Geldgeber*innen lohnen können. Zum anderen möchte ich den Gründer*innen eine Möglichkeit unterbreiten, ihre Ambitionen besser und selbstbewusster einzuordnen und das eigene Start-up dazu passend zu gestalten und mit Leben zu erfüllen.

Wie unterscheiden sich die Horses und Cows von den Unicorns und Zebras?

Zunächst einmal muss man festhalten, dass die einen nicht durch die anderen ersetzt werden, sondern hinzukommen. Horses wollen wie die Unicorns ebenfalls schnell wachsen und haben eine Exit-Orientierung, was sie für Investor*innen interessant macht. Sie haben aber insbesondere eine gewisse Kooperationsbereitschaft mit bzw. Markttoleranz gegenüber Wettbewerbern, während die Unicorns alle Konkurrenten aus dem Feld schlagen wollen, um als alleiniger Sieger vom Platz zu gehen. Das ist natürlich sehr kapitalintensiv und risikoreicher insbesondere in Winner-takes-it-all-Märkten.

Das zeichnet Horses aus

  • Kurzfristige und starke Wachstumsorientierung.
  • Kurzfristige exponentielle Wertsteigerungsperspektive.
  • Starke investorenbezogene Exit-Orientierung.
  • Gewisse Kooperationsbereitschaft im Wettbewerb.
  • Gewisse Markttoleranz gegenüber der Konkurrenz.
  • Unterwegs in Some-takes-it-all-Märkten.
  • Investor*innen-Exit über M&A oder Secondary Purchase.

Und was machen die Cows anders als die Zebras?

Die Cows wollen auch wachsen, aber eher mittelfristiger sowie moderater als die Horses und erst recht als die Unicorns. Das unterscheidet sie aber auch von den Zebras, die eine noch längerfristigere und nachhaltigere Wachstumsorientierung haben und bei denen der Ownership-Gedanke noch intensiver ausgeprägt ist. Die Cows sind insgesamt sehr ausgeglichen, offen für Kooperationen und somit vielleicht auch robuster gegenüber kurzfristigen Marktschwankungen und einem Ausfallrisiko für Investor*innen. Deren Exit steht aber nicht im Mittelpunkt, was sie wiederum mit den Zebras gemeinsam haben.

Das zeichnet Cows aus

  • Mittelfristige und moderate Wachstumsorientierung.
  • Mittelfristige lineare Wertsteigerungsperspektive.
  • Starke gründerbezogenen Ownership-Orientierung.
  • Offene Kooperationsbereitschaft im Wettbewerb.
  • Offene Markttoleranz gegenüber der Konkurrenz.
  • Unterwegs in Many-takes-it-all-Märkten.
  • Investor*innen-Exit über Secondary Purchase oder MBO/MBI.

Wie sind diese Gattungen entdeckt worden und wie unterscheiden sie sich?

Wir haben sie aufgrund einer Analyse der Daten aus dem aus dem Deutschen Startup Monitor 2020 zu 1239 Start-ups gewonnen, bei der von uns die Ambitionen der Gründer*innen mittels eines semantisch-differentiellen Scoring-Verfahrens abgefragt wurden. Die Fragen spiegelten die Differenzierung zwischen Exit vs. Eigentum, exponentielle Wertsteigerung vs. lineare Wertsteigerung und Wettbewerb vs. Kooperation wider.

Wollen Sie vielleicht noch weitere Gattungen für Ihren Startup-Zoo entdecken?

Tatsächlich wollen wir die Analyse weiterführen und die Ergebnisse auch über die neuen Daten aus dem Deutschen Startup Monitor 2021 überprüfen. Ferner wollen wir die Unterscheidungsmerkmale zwischen den Gattungen noch weiter ausdifferenzieren und mit Entwicklungsstufen sowie Performance-­Zahlen wie Umsatz usw. anreichern. 2022 planen wir eine Studie auf der Seite der Investor*innen, um auch deren Perspektive für Erwartungen und Entwicklungen von Start-ups einzubinden. Danach wollen wir eine europaweite Studie zu Start-ups durchführen, um zu schauen, wo und wie Unicorns, Horses, Cows und Zebras anzutreffen sind. Dafür sind wir gerade auf der Suche nach Partner*innen und Sponsor*innen. Am Ende wäre es schön, wenn wir dieses Framework sowohl für die Theorie als auch die Praxis etablieren könnten.

Deutscher Innovationsgipfel 2022 – der Business-Turbo

Das crossindustrielle & technologieübergreifende Entscheider*innentreffen findet am 1. Juni 2022 in München statt. Das erwartet euch als teilnehmende Start-ups.

Neben großen, innovativen Unternehmen und Partnern des DIG2022 bietet der Deutsche Innovationsgipfel (#15DIG2022) auch Start-ups am 1. Juni 2022 in München die Chance, neue Kund*innen, hochwertige Kontakte und große Deals einzufädeln.

Neben ausgewählten Gründer*innen wie everwave, HQS, Ottobahn oder Web Inclusion (Eye-Able), sind noch einige Plätze frei, den Reigen spannender Geschäftsmodelle abzurunden, die Gründer am 1. Juni in München auf dem crossindustriellen & technologieübergreifenden Entscheidertreffen präsentieren.

Ihr könnt euch jetzt noch bewerben über www.deutscher-innovationsgipfel.de

Networking am Vorabend

Die hochkarätige Vernetzung der Gründer*innen findet bereits am Vorabend des DIG statt, einer Plattform, auf der Vordenker*innen, Wegbereiter*innen und andere kreative Köpfe ihr Wissen, ihre Erfahrungen teilen, gemeinsam neue Geschäftsmodelle entwickeln. Auf Einladung des Schirmherrn, des bayerischen Wirtschaftsministers, und des Innovation Network, mit seinen mehr als 4.000 Unternehmen Veranstalter des Deutschen Innovationsgipfel, treffen sich Partner*innen und Gründer*innen bereits zum Auftakt in exklusiver Runde. Dabei positioniert das Innovation Network die Jungunternehmer*innen so, dass deren Geschäftsmodelle zu den Geschäftsführer*innen und Vorständen namhafter Unternehmen im Umfeld passen.