Gründer*in der Woche: Meisterklasse – das Netflix fürs Kochen

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Meisterklasse ist eine der am schnellsten wachsenden Plattformen für Genuss und Kulinarik in Europa, die in Form von Online-Kursen namhafter Koryphäen wie Harald Wohlfahrt und Roland Trettl exklusives Know-how anbietet. Mehr dazu im Interview mit Co-Founder Andreas Leonhard.

Wann und wie ist die Meisterklasse entstanden und wer sind die Köpfe dahinter?

Die Idee zur Meisterklasse kam meinem Co-Founder Michael Krasemann und mir 2018. Wir sind schon lange befreundet und haben getrennt voneinander verschiedene Unternehmen aufgebaut. Wir hatten schon immer den Plan einmal gemeinsam ein Start-Up zu gründen, hatten aber noch nicht die richtige Idee gefunden. Ich selbst bin schon viele Jahre unternehmerisch im E-Learning unterwegs. Bei einem Spaziergang in der Pfalz kam uns die Idee. Anfangs sollte die Meisterklasse eine Plattform für alle möglichen Themen, mit entsprechenden Prominenten und Koryphäen als Meister, sein. Mitgründer waren damals noch Felix Schramm aus Berlin und Florian Hofbauer, mit dem ich auch das Food-Start-up Scraegg gegründet hatte. Mitte 2019 haben wir dann mit unserem Business Angel Carsten Kaisig das Konzept der Meisterklasse weiterentwickelt und uns entschieden, uns vertikal auf die Themen Genuss und Kulinarik zu fokussieren. Wir haben hier besonders gute Chancen gesehen, da Michael ein hervorragendes Netzwerk in die Welt der Kulinarik hat und Carsten und ich viele Möglichkeiten für den Ausbau der Marke zum Zwecke eines stetig wachsenden Customer Lifetime Values im Blick hatten. Heute führen Michael und ich das Unternehmen operativ und werden strategisch von unseren drei Business Angels unterstützt.

Hat euch bzw. eurem Geschäftsmodell Corona in die Karten gespielt?

Klar gab es in den Monaten mit hartem Lockdown einen Schub bei den Buchungen und insgesamt ist das Verständnis und die Offenheit der Menschen für Online Video Learning, nicht zuletzt auch durch die vielen Videokonferenzen, schneller gewachsen.

Insgesamt sind wir aber in Europa grundsätzlich in der Entwicklung noch ein paar Jahre hinter den USA und der Markt in Europa wächst daher schon lange Jahr für Jahr zweistellig.
Es gibt noch viel Luft nach oben und der Markt für didaktisch schlaue und qualitativ gut gemachte Angebote wird immer größer.

Wir haben also schon vor Corona auf das richtige Pferd gesetzt, die Pandemie hat das Wachstum im Markt und bei uns aber sicherlich noch mal zusätzlich beschleunigt.

Was genau bietet ihr mit Meisterklasse und wer sind eure Kund*innen?

Wir bieten videobasierte Online Kurse on demand zu verschiedensten kulinarischen Themen und internationalen Küchen, präsentiert von den jeweiligen Top-Koryphäen ihres Fachs. Man könnte auch sagen, wir sind das Netflix fürs Kochen. Unsere Kunden sind einerseits Hobbyköche, dann Menschen, die gerne mehr über Kulinarik wissen und erlernen wollen und schließlich auch Profis, die von unseren Meistern neue Inspirationen und die besonderen Tricks und Geheimnisse ihrer Kunst erfahren wollen.

Gibt es ein Kursangebot, das aktuell besonders gefragt ist?

Das unterscheidet sich teilweise saisonal. „Die Kunst des Barbecue“ mit Lucki Maurer läuft natürlich im Frühjahr und Sommer besonders gut, „Die Kunst der Weinkunde“ mit Justin Leone nimmt eher im Herbst und Winter Fahrt auf. Aber es gibt natürlich auch Dauerbrenner, wie Harald Wohlfahrts „Die Kunst des Kochens“ oder The Duc Ngo mit seinem Sushi-Kurs. Grundsätzlich kommen die Kurse am besten an, die einen gesunden Mix aus besonderen Gerichten, guter Unterhaltung und exklusivem Wissen und Blicken hinter die Kulissen der Meister bieten.

Wie hebt ihr euch mit eurem Angebot von anderen Kulinarik-Kursangeboten ab?

Die Auswahl der Meister ist schon mal ein starkes Alleinstellungsmerkmal. Auf der Plattform finden sich schon heute für jeden Kurs ganz besondere Koryphäen, deren Können unbestritten ist. Harald Wohlfahrt ist der am höchsten dekorierte Sternekoch in Deutschland. Er hat 25 Jahre lang ohne Unterbrechung drei Sterne gekocht. The Duc Ngo ist Deutschlands erfolgreichster asiatischer Gastronom mit mittlerweile 15 Restaurants in Berlin, Frankfurt und Baden-Baden. Justin Leone gilt als der Rockstar der Weltklasse-Sommeliers, Roland Trettl ist neben Tim Mälzer wahrscheinlich der bekannteste deutschsprachige Koch, der nach seiner Karriere als Sternekoch heute die Menschen vor allem durch seine sympathische und unterhaltsame Art zu Kochen begeistert. Mit Andrea Schirmaier-Huber haben wir eine Konditorenweltmeisterin im Programm und Peter Kapp gilt von der nationalen Gastronomie bis nach Wien als kreativster Bäckermeister. Ludwig Maurer ist unbestritten Deutschlands Grill- und Barbecue-Experte Nr. 1 mit eigener Wagyu-Rinderzucht. Auch bei unseren demnächst folgenden Kursen geht das so weiter.

Des Weiteren grenzen wir uns durch die hohe Qualität der Produktion ab. Ich kenne keinen anderen deutschsprachigen Kursanbieter, der wie wir auf diesem Niveau in Kinoqualität produziert. Die Kurse werden dadurch zu einem echten Entertainment-Erlebnis für unsere Teilnehmer - neben dem vielen Know-how-Transfer macht es einfach Spaß, sie anzuschauen.

Außerdem achten wir sehr auf eine gute didaktische Struktur in den Kursen. Wir wollen unbedingt, dass unsere Teilnehmer besser werden und einen direkten und einfach umsetzbaren Nutzen daraus ziehen. Alle Anleitungen sind sehr praxisnah und bieten echten Mehrwert.

Über unsere Communityfunktion können die Teilnehmer auch Fragen stellen auf die die Meister in regelmäßigen Abständen antworten. Alle Rezepte aus den Kursen gibt es außerdem in Form eines downloadbaren Workbooks inklusive Einkaufslisten.

Zu guter Letzt bauen wir das Angebot der Marke Meisterklasse permanent aus, um der Community ein ganzheitliches kulinarisches Spektrum liefern zu können. In Planung ist zum Beispiel ein Meisterklasse Online-Shop mit von unseren Meistern kuratierten Produkten.

Und wie macht ihr auf euch und eure Angebote aufmerksam?

Online Marketing, vor allem Social Media und Google Search, ist sicherlich ein wesentlicher Treiber. Hier bauen wir paid und organisch kontinuierlich Reichweite auf. Mit jedem neuen Kurs profitieren wir natürlich auch von der bestehenden Community des Meisters, die auf uns aufmerksam wird. Affiliate funktioniert ebenfalls gut und wird weiter ausgebaut. Viele unserer Kunden verschenken die Kurse und somit entsteht ein solides Word-of-Mouth Grundrauschen. Des Weiteren setzen wir auf reichweitenstarke Vertriebskooperationen, wie die mit der Jochen Schweizer/MyDays Gruppe oder dem Weltbild Verlag mit seinen acht Millionen Kunden.

Ab 2022 gibt es die Meisterklasse auch in Form einer stylischen Box im stationären Buchhandel - ein weiterer Vertriebskanal.

Aktuell habt ihr ein Funding auf Seedmatch am Start. Was ist die Motivation für das Funding, was das Ziel und was plant ihr mit dem frischen Kapital?

Wie schon erwähnt haben wir einige Pläne, um die Meisterklasse weiterzuentwickeln. Wir haben bereits mehrere weitere Koryphäen unter Vertrag, mit denen wir neue Kurse produzieren werden. Weiterhin wollen wir das frische Kapital in den Aufbau des Meisterklasse Shops stecken, wir planen eine Meisterklasse App zu entwickeln und natürlich geht das alles nur mit einem guten Team. Daher soll ein Teil des Kapitals auch in den Ausbau unserer Ressourcen und in die Gewinnung neuer Mitarbeiter fließen.
Wir haben uns aus mehreren Gründen bewusst für eine Crowdinvesting-Kampagne entschieden: Einer ist, viele neue Stakeholder in unsere Meisterklasse Familie zu holen, die uns mit Sicherheit mit reichlich guten Ideen und Inspiration bereichern werden. Ein zweiter Grund ist der Ausbau des Bekanntheitsgrades der Meisterklasse durch die Kampagne auf vielen verschiedenen Ebenen.

Und was sind eure weiteren unternehmerischen Pläne?

Langfristig wollen wir die Meisterklasse zu einer führenden kulinarischen Marke in Europa entwickeln. Internationalisierung wird also eine wichtige Rolle spielen. Wir sehen hier sowohl die Übersetzung unserer bestehenden Kurse in andere Sprachen, als auch den Aufbau von länderspezifischen Meisterklassen mit regionalen Koryphäen. Hier gibt es bereits erste Kontakt nach UK, Italien und Frankreich. Weiterhin wollen wir das Portfolio unter der Marke Meisterklasse kontinuierlich ausbauen. So ist es auch angedacht, eigene Meisterklasse Lebensmittel- und Küchenutensilien-Produkte auf den Markt zu bringen.

Und last but not least: Welche Tipps hast du für andere Gründer*innen aus der Food-Branche aus eigener Erfahrung?

Ganz wichtig: Voller Fokus beim Start und dann fortlaufender Ausbau und Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. In der Regel hat man gleich zu Beginn der Entwicklung seines Geschäftsmodells dutzende von Ideen, was man alles reinpacken könnte und welche Optionen und Features das Ganze noch besser machen würden. Die Gefahr, sich an dieser Stelle zu verzetteln und zu wenig Fokus auf den Kern der Idee zu haben, ist riesig. Man muss sich wirklich disziplinieren, alle Ideen erfassen und auf später schieben und eben zu 100% konzentriert auf das Wesentliche der Geschäftsidee bleiben. Man darf nicht dem Irrglauben erliegen, man müsse gleich alles von Anfang mit entwickeln, weil sonst vielleicht Wettbewerber diese Ideen früher umsetzen. Das wird in der Regel nicht passieren.

Mein zweiter Tipp ist, so wählerisch wie möglich beim Aufbau des Teams zu sein. Wenn das Team passt, alle miteinander harmonieren, sachlich und gut diskutieren können und vor allem gleichermaßen professionell sind, wenn es keine Egos im Team gibt, man sich blind vertrauen kann und alle mit gleich großem Engagement auf das eine Ziel hinarbeiten, dann hat man schon 50% des Erfolgs in der Tasche. Die beste Geschäftsidee wird scheitern, wenn du nicht das richtige Team zur Umsetzung am Start hast. Daher lasst euch Zeit bei der Wahl eurer Partner und bei den ersten zehn bis 20 Mitarbeiter*innen, denn die prägen eure Kultur und den weiteren Verlauf eurer Story.


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Das Interview führte Hans Luthardt

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BioTech-Starthelfer

Wir stellen zwei Initiativen vor, die sich um den boomenden BioTech-Bereich und die Gründungsförderungen intensiv bemühen, sowie Start-ups, die davon bereits profitiert haben.

Biotechnologie kann Antworten auf große Fragen der Menschheit geben – nicht zuletzt wurde dies während der Corona-Krise deutlich. Die Kreativität der Unternehmen gerade für neue Lösungen zur Pandemiebekämpfung war und ist enorm, die Finanzierungszahlen explodierten und selbst die Politik schaltete sich aktiv in die Entwicklungen ein. Dass darüber hinaus die ersten Corona-Impfstoffe originär auch noch aus Deutschland kamen und die zugrunde liegenden Technologien in Deutschland ihren Ursprung hatten, verstärkte hierzulande schlagartig das Interesse an der Biotechnologie. Vor allem die Leuchttürme der Branche haben weltweit für Sichtbarkeit gesorgt: BioNTech und CureVac. Dennoch bleiben die Fragen: Was kommt nach Corona? Was kommt nach dem Boom? Welche Leistungen sind neben den Finanzen noch wichtig?

Die deutsche Biotechnologie ist extrem leistungsfähig und verdient auch nach der Pandemie weiterhin erheblich mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung. Doch bisher ist es immer noch eine Orchideen-Branche – gerade im Hinblick auf Gründungen, Förderungen und öffentliche Aufmerksamkeit. Förderungen müssen über die Universitäten und Frühphasenunterstützung hinaus gehen. Doch für diese spätere Entwicklungsphase gibt es hierzulande – im Gegensatz zum Ausland – nur in geringem Umfang staatliche Fördermöglichkeiten, und wenn, dann mit sehr bürokratischen Hürden verbunden. Das bremst die Anzahl der Gründungen.

Im Folgenden stellen wir zwei Initiativen vor, die sich den besonderen Herausforderungen im BioTech-Bereich sowie der Gründungsförderungen verschrieben haben, und erfolgreiche Start-ups, die davon profitieren bzw. profitiert haben.

BioTech-Starthelfer I: Life Science Factory

Wer im Life-Science-Bereich gute Ideen und Projekte umsetzen will, hat es in Niedersachsen, genauer gesagt in Göttingen, bald viel leichter. Mit ihrem Rundum-Service sorgt die gemeinnützige Life Science Factory künftig dafür, dass Forschende und Start-ups ohne lange Planungs-, Bau- und Wartezeiten sofort mit ihren Projekten starten können. Der Gründungshub im Sartorius Quartier ist derzeit noch im Bau und wird ab Januar 2022 auf vier Stockwerken über modernste S1-Labore, mit der Möglichkeit auf S2-Labore aufzurüsten, eine Prototyping-Werkstatt – die Maker’s Factoy sowie über Büro-, Veranstaltungs- und Community-Räumlichkeiten verfügen. Alles wird dann on demand verfügbar sein. Das ermöglicht nach Vertragsabschluss den Direct Start – meist innerhalb von nur 24 Stunden. „Bei uns profitieren Forschende und Gründende unter anderem auch davon, dass sie sich um bau- oder sicherheitsrechtliche Vorgaben keine Gedanken machen müssen. Zudem wird es auch allgemeine Flächen geben, wie beispielsweise Geräteräume für Zentrifugen, Bioreaktoren oder zur Zellkultivierung. Sowohl in der Größe wie auch in der Ausstattung werden die Labore hochflexibel und modular auf die jeweiligen Bedürfnisse der künftigen Mieter anpassbar sein“, erläutert Marco Janezic, Managing Director der Life Science Factory, das ambitionierte und zukunftsweisende Konzept.

Diese beiden Start-ups sind Teil der Community der Life Science Factory:

Cinference

Rund 30 Prozent aller Therapien haben eine Proteinkomponente, doch die therapeutische Proteinentwicklung ist kostspielig und dauert zwei bis drei Jahre. Cinference ist ein Life-Science-BioTech-Start-up, das sich auf die Verbindung von Biologie und Datenwissenschaft spezialisiert hat und therapeutische Proteine – De-novo-Proteine – designt. Die Mission ist es, den Proteinentwicklungsprozess auf ein bis zwei Monate zu verkürzen. Dafür nutzt das Unternehmen daten­effiziente Algorithmen in Kombination mit großen AI-Modellen, die auf Millionen von Proteinsequenzen trainiert wurden. So lassen sich 99 Prozent des Designprozesses digital durchzuführen und Designparameter simultan optimieren. Das junge Start-up befindet sich auf Wachstumskurs, stellt verstärkt Biologie-Talente ein und beginnt erste Partnerschaften mit dem Pharmabereich. Cinference plant im März 2022 als Labormieter in die Life Science Factory einzuziehen.

OptoGenTech

OptoGenTech strebt mit der Entwicklung eines optogenetischen Cochlea-Implantats eine transformierende Verbesserung der Versorgung von Schwersthörigen an. Elektrische Cochlea-Implantate werden weltweit von mehr als einer Mio.hochgradig hörgeschädigten oder tauben Menschen verwendet und ermöglichen typischerweise das Sprachverstehen in ruhiger Umgebung. Cochlea-Implantat-Patient*innen haben jedoch große Schwierigkeiten, Sprache in geräuschvoller Umgebung zu verstehen und Melodien in Sprache oder Musik zu verfolgen. Durch die Verwendung von Licht zur Stimulation (Optogenetik) hat OptoGenTech die Frequenzauflösung von Cochlea-Implantaten verbessert, denn Licht kann besser als elektrischer Strom im Raum begrenzt werden. Die Markteinführung wird für das Jahr 2029 erwartet. Das Marktvolumen für Cochlea-Implantate wird voraussichtlich 4,5 Milliarden USD betragen. Angesichts der sich wandelnden Technologie und des erwarteten grundlegenden Fortschritts in der Hörqualität gehen die Gründer Prof. Tobias Moser, Dr. Daniel Keppeler, Dr. Christian Goßler und Prof. Ulrich Schwarz davon aus, dass ein beträchtlicher Marktanteil für das optogenetischen Cochlea-Implantats erreicht werden kann.

Gründer*in der Woche: SeaTable – das Excel der Zukunft

Die Brüder und Gründer von SeaTable – Dr. Ralf Dyllick-Brenzinger und Christoph Dyllick-Brenzinger – wollen die Art und Weise verändern, wie wir künftig Spreadsheets verwenden. In ihrer SaaS-Lösung SeaTable sollen alle privaten oder beruflichen Informationen zusammenlaufen und uns damit eine neue Art des Arbeitens ermöglichen. Mehr dazu im Interview mit Ralf und Christoph.

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu SeaTable gekommen?

Ralf: Bevor wir 2014 unser erstes gemeinsames Unternehmen gegründet haben, waren wir beide als Unternehmensberater für große europäische und internationale Unternehmen tätig. Bis dahin hatten wir beide jeweils schon zwei Firmen gegründet, diese aber nur nebenbei betrieben. 2014 haben wir uns dann dazu entschlossen, unsere damaligen Jobs zu kündigen, die bisherigen Firmen links liegen zulassen und uns gemeinsam in die Unternehmerwelt zu stürzen.

Die erste Idee war allerdings nicht die beste. Laut Businessplan hätten wir schon im zweiten Jahr Umsatzmillionäre sein sollen. Daraus ist leider nichts geworden, aber es war der Beginn unserer Reise, die uns dorthin gebracht hat, wo wir heute stehen.

Wir haben jahrelang beobachtet, wie langsam und ineffizient technische Innovationen gelebt werden. Das ist kein typisches deutsches Problem, wobei wir in Deutschland aufgrund der fehlenden Fachkräfte und der konservativen Haltung besonders langsam sind. Daher wollen wir mit SeaTable Teams, Unternehmen und Institutionen jeder Größe und Branche dabei helfen, schnell, einfach und effizient nützliche Anwendungen für Ihre alltäglichen Herausforderungen zu entwickeln.

Was hat euch an bestehenden Lösungen gestört? Es gibt ja bspw. Airtable aus den USA, das hier Maßstäbe setzt …

Christoph: Wie Airtable kommen ein Großteil ähnlicher Lösungen aus dem US-Raum. Fakt ist, dass kein US-Softwarehersteller an europäische Datenschutzbestimmungen gebunden ist. Für viele in Europa angesiedelte Unternehmen ist dies ein nicht zu verachtendes und sehr relevantes Thema bei der Einführung neuer Software-Lösungen. Neben extremer Einhaltung aller europäischen Datenschutzbestimmungen und Serverstandorten in Deutschland bieten wir mit SeaTable neben unserem Cloud-Angebot auch die Möglichkeit einer Installation im eigenen Rechenzentrum an. Damit schaffen wir einen enormen Mehrwert für die Unternehmen, denen es wichtig ist, permanent die eigene Datenhoheit und Kontrolle zu behalten. Zudem heben wir uns mit dieser Möglichkeit klar vom derzeitigen Wettbewerb ab.

Allein aus den eben genannten Gründen finden immer mehr Unternehmen weltweit den Weg zu SeaTable, erkennen die Mehrwerte und vertrauen auf unsere Lösungen. Das macht uns sehr glücklich, stolz und dankbar zugleich.

Was waren die wichtigsten Steps von der Gründung bis zum Go-live von SeaTable?

Ralf: Neben den gängigen Formalitäten der Gründung und der eigentlichen Entwicklung unserer Software bis zum Go-live galt es natürlich auch unseren Auftritt nach Außen, das Team sowie alle internen Mechanismen und Prozesse genauestens zu planen und umzusetzen, sodass wir einen reibungslosen Start im Juli 2020 hinlegen konnten.

Am Anfang haben wir primär an unserer Webseite gearbeitet, Serveranbieter für unser Cloud-Produkt definiert, aber auch bereits die ersten Marketinghebel, Plattformen und Tools in Bewegung gesetzt. Unsere Nutzer sollten sich vom ersten Tag an bestens aufgehoben fühlen und im Mittelpunkt der Entwicklung stehen. Dies macht sich seit Go-live nicht nur durch unsere sehr hohe Nutzer- und geringe Abmelderate bemerkbar, sondern auch durch eine sehr gute Nutzerzufriedenheit über alle gängigen Bewertungsplattformen hinweg.

Dadurch konnten wir bereits mehr als 100.000 Downloads und mehr als 100.000 Cloud-Nutzer verzeichnen, was uns wahnsinnig stolz macht. Zugleich zeigt es uns wie gut unser Produkt in kürzester Zeit angenommen und für Ideen, Aufgaben und Prozesse jeglicher Art verwendet wird.

Auf den Punkt gebracht: Was ist das Besondere an SeaTable, wie unterscheidet ihr euch von anderen SaaS-Lösung in diesem Bereich?

Christoph: SeaTable ist ein Tabellen- und Datenbankhybrid, der ohne Programmierkenntnisse mit den individuellen Bedürfnissen des Nutzers mitwächst und sich hierbei flexibel an die gewünschten Prozesse anpasst. Informationen in Form von Daten aller Art können in unserer Software erfasst, strukturiert, organisiert und ausgewertet werden. Prozesse können im Handumdrehen digitalisiert und Workflows automatisiert werden.

Bildlich gesprochen könnte man auch sagen: SeaTable ist der Software-Baukasten von Lego, mit dem ich mir sofort meine ganz individuellen Prozesse zusammenbauen kann. Dies ermöglicht ein komplett neues und zugleich effizientes Arbeiten im Team.

Mehrere Hunderttausende Datensätze können in unserer Software-Lösung erfasst werden, was bei anderen ähnlichen Produkten auf dem Markt nicht möglich ist. SeaTable ist eine Software, die mit den Anforderungen des Nutzers mitwächst und nicht wie bei vielen angebotenen Lösungen den Nutzer in klar vordefinierte Prozesse zwingen. Zudem kann man SeaTable nicht nur als DSGVO-konformes Cloud-Produkt nutzen, sondern auch im eigenen Rechenzentrum betreiben, was uns einzigartig und zusätzlich im Punkt Datenhoheit für viele Unternehmen sehr attraktiv macht.

StartingUp Gründer*in des Jahres 2021 – gewonnen hat …

Mit eurer Unterstützung – herzlichen Dank fürs Mitmachen und Voten! – haben wir unter den 12 meistgelesenen „Gründer*innen der Woche“-Interviews den bzw. die Gründer*in der Jahres 2021 gewählt. And the Winner is …

Hier die drei Gründer*innen / Start-ups, die das packende Rennen um die Plätze eins bis drei unter sich ausgemacht haben. Herzlichen Glückwunsch an die Unternehmer*innen für Ihre tollen Leistungen in diesem "verrückten" Jahr 2021!

Platz 3 geht an Marc Schindler, Gründer von ottobahn

Gründer*in August 2021: ottobahn - der Schrecken heutiger Straßen
Die ottobahn ist als emissionsfreies und ottonomes® Transportsystem oberhalb heutiger Straßen konzipiert, das in einer Höhe von fünf bis zehn Metern gebaut wird. Hier geht’s zum Interview.


Platz 2 geht an Eva Helmeth, Gründerin von mon.courage

Gründer*in Juni 2021: mon.courage - der Stick für alle Fälle
Eva Helmeth hat den Face & Body Stick entwickelt, der Gesichts- und Handcreme, Lippenbalsam, Körperlotion, Fußpflege und Massageöl, Bartbalsam sowie Haarkur in einem ist. Hier geht’s zum Interview.

And the Winner is … unser Gründer des Jahres 2021 ist:

EarlyGame, das Start-up der Münchner Gründer Fabian Furch und Leopold Ingelheim.

Les Margaret & Les Margaret Junior Awards 2022

Die Awards richten sich an alle Frauen und Mädchen in Europa und Afrika, die kühne technologische Wetten eingehen und disruptive Innovationen schaffen, um die Welt zu verändern. Bewerbungen für die Les Margaret und Les Margaret Junior Awards können noch bis Montag, den 17. Januar 2022, eingereicht werden.

Die 2013 von dem Gründungsförderer JFD ins Leben gerufenen Les Margaret und Les Margaret Junior Awards sind eine Hommage an Margaret Hamilton. Diese war für die Entwicklung von Software für das Apollo-Weltraumprogramm der NASA verantwortlich, das es dem Menschen erstmalig ermöglichte, den Mond zu betreten.

Gesucht: Gründerinnen oder Mitbegründerinnen von Tech-Start-ups

Die Les Margaret Awards richten sich in der Kategorie Entrepreneur an Gründerinnen oder Mitbegründerinnen von Tech-Start-ups sowie in der Kategorie Intrapreneur an Arbeitnehmerinnen, die in Absprache mit ihrem Arbeitgeber ein innovatives Projekt entwickelt haben, ohne aus dem Beschäftigungsverhältnis auszuscheiden.

Sie müssen Staatsbürgerinnen eines europäischen oder afrikanischen Landes sein und ihr digitales Projekt muss auf ein oder mehrere gesellschaftliche Probleme ausgerichtet sein: Umwelt und Energie (Klimawandel, Stadtplanung, Energiewende, nachhaltige Entwicklung ...), Gesundheit (Zugang zu Pflege, Diagnose, Behandlung ...), IKT (Cybersicherheit, IdD, Datenwissenschaft, Digital Everything ...), Transport und Mobilität (Fahrzeuge, Infrastruktur, Nutzung ...).

Die Gewinnerinnen profitieren von einer Medienpräsenz im Wert von einer Million Euro für ein Jahr, Gelegenheiten für Vorträge bei großen internationalen Veranstaltungen, digitalem Equipment sowie der Teilnahme an Coaching-/Mentoring- Sessions mit den Partnern von JFD.

Für Kidpreneurs, Teenpreneurs oder Tech-Kreative

Der Les Margaret Junior Award steht unter der Schirmherrschaft von Jean-Michel Blanquer, Minister für nationale Bildung, Jugend und Sport in Frankreich, und steht jungen Mädchen zwischen 7 und 18 Jahren offen, die Staatsbürgerinnen eines europäischen oder afrikanischen Landes sind. Die Kandidatinnen können Kidpreneurs, Teenpreneurs oder Tech-Kreative sein – alle, die eine Idee, ein Konzept oder ein Startup-Projekt haben, die/das durch die Anwendung einer Technologie ein Problem (Gesundheit, Bildung, Umwelt, Mobilität ...) anspricht, oder mithilfe einer oder mehrerer Technologien (künstliche Intelligenz, 3D, IdD ...) einen Prototyp (Roboter, Spiel, App ...) entwickelt haben. Die Gewinnerinnen erhalten digitales Equipment, ein 1000-Euro-Stipendium, Coaching/Mentoring, Workshops und eine starke Medienpräsenz.

Bewerbungsschluss: 17. Januar 2022

Bewerbungen müssen bis Montag, den 17. Januar 2022 um 11:59 Uhr MEZ über das Formular unter www.joinjfd.com eingereicht werden. Die Finalistinnen werden von JFD vorausgewählt und am Donnerstag, dem 10. Februar 2022, einer Expertenjury für Beratungen hinter verschlossener Tür vorgestellt, um die Gewinnerinnen in den 6 Kategorien festzulegen: Entrepreneur Europa, Entrepreneur Afrika, Intrapreneur Europa, Intrapreneur Afrika, Junior Europa und Junior Afrika. Die Preisverleihung unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Französischen Republik findet in der Woche vom 08. März 2022 im Rahmen der Feierlichkeiten zum 10-jährigen Jubiläum von JFD statt.

5 Neuigkeiten aus der Krypto-Welt

Obwohl er am Sonntag für kurze Zeit über 50.000 US-Dollar stieg, fiel der Bitcoin-Preis dann Anfang der Woche wieder. Die größte Kryptowährung nach Marktwert wird laut Coin Metrics am Montagnachmittag mit rund 47.358 US-Dollar gehandelt. Andere Top-Kryptowährungen sind momentan rückläufig, darunter auch Ether, die zweitgrößte Kryptowährung. Gehandelt wird Ether mit derzeit rund 3.813 US-Dollar. In der Welt der Kryptowährungen ist also wieder einiges passiert. Wir fassen die wichtigsten Neuigkeiten in diesem Artikel zusammen.

Krypto-News 1: Kickstarter will auf Blockchain umsteigen

Seit mehr als einem Jahrzehnt überzeugt Kickstarter Menschen davon, für die Umsetzung ihrer Ideen zu bezahlen. Egal, ob es um ein Kunstwerk, einen Film oder ein besonderes Gerät geht – Kickstarter ist oft das Mittel der Wahl. Digitale Währungen basieren auf dezentraler Organisation, Kryptowährungen und NFT-Kunst – und Kickstarter möchte beide Welten jetzt miteinander verbinden. Gegründet werden soll ein eigenständiges Unternehmen, welches auf Crowdfunding-Basis läuft und damit dem von Kickstarter ähnelt. Zum Einsatz kommen soll aber die Blockchain-Technologie.

Wie das neue Unternehmen, das digitale Währungen unterstützt, heißen soll, ist aktuell noch nicht bekannt. Im nächsten Jahr möchte man aber direkt mit der Umsetzung beginnen, sodass wir voraussichtlich schon im Jahr 2022 gute Einblicke in die neue Crowdfunding-Plattform bekommen können. Umgestellt wird aber hinter den Kulissen und auf der aktuellen Seite wird man von den Änderungen nichts spüren. Zu rechnen ist mit einem großen Unterfangen, aber das Unternehmen hat die Chance, andersartige und kreative Projekte auf diese Weise zum Leben zu erwecken. Wir sind gespannt auf weitere Details, denn sicher muss noch eine Menge geplant werden, bis die neue Plattform an den Start gehen kann.

Krypto-News 2: 90 % der Bitcoin-Vorratsmenge wurden in Umlauf gebracht

Am 12. Dezember feierten Kryptofans die Tatsache, dass 90 % der 21 Millionen Bitcoins, die jemals existiert haben, in Umlauf gebracht wurden. Die momentane jährliche Inflationsrate des Bitcoins liegt bei rund 1,88 % und damit unter den Zielvorgaben der zentralen Banken, die einen Prozentsatz von 2 % festlegen. Kryptowährungen gleichen noch immer einem Glücksspiel. In einem Casino eine Sofortauszahlung vornehmen, nachdem ein großer Gewinn gelandet wurde, erscheint manchmal ähnlich aufregend wie der Handel mit Bitcoin und Co.

Aktuell erwarten Experten, dass die Inflationsrate von Bitcoin in 875 Tagen auf gerade einmal 1,1 % sinken wird. Dann werden 19,98 Millionen Bitcoins geschürft worden sein. Bis dahin können Miner also weiterhin verdienen, genauer gesagt bleiben noch 119 Jahre. Bitcoin basiert auf dem Proof-of-Work-Modell. Miner müssen dabei um die Lösung komplexer mathematischer Probleme konkurrieren, um die Transaktionen zu validieren. Dabei handelt es sich um keinen einfachen Prozess, was auch daran ersichtlich wird, dass man für die jetzt bekannt gewordenen 90 % stolze 12 Jahre gebraucht hat.

Krypto-News 3: Arrow Glacier Upgrade ist auf Ethereum live gegangen

Bei Arrow Glacier handelt es sich um ein Upgrade für das Ethereum-Netzwerk, welches kürzlich aktiviert wurde. Mit dem Upgrade verschieben sich Schwierigkeiten, die das Mining von Ethereum einfrieren oder zumindest verlangsamen könnten, auf Juni 2022. Man hofft, dass man dann vom Proof-of-Work-Modell zum Proof-of-Stake-Modell umstellen kann. Nach der Umstellung soll es die Probleme nicht mehr geben. Aktuell arbeitet das Unternehmen mit dem Proof-of-Work-Modell, bei dem Miner versuchen, komplexe Probleme zu lösen, welche Transaktionen validieren können. Dieses Modell wird aber stark kritisiert, da es Umweltprobleme befeuert, denn es erfordert extreme Mengen an Computerleistung. Im kommenden Jahr möchte Ethereum hier nun Änderungen vornehmen. Das neue Proof-of-Stake-Modell soll auf den von Nutzern gehaltenen Münzen basieren, mit denen Transaktionen validiert werden. Das kann die derzeit verwendeten energieintensiven Mining-Rigs ersetzen. Dieser wichtige Schritt ist Teil von Eth2. Das System wird große Auswirkungen haben, denn es wird die Struktur von Ethereum verändern und Mining schlussendlich überflüssig machen.

Sobald das neue System Eth2 implementiert wurde, versprechen die Betreiber eine nachhaltigere, sicherere und skalierbarere Währung. Tatsächlich würde die Umweltbelastung um 99 % sinken, gleichzeitig wird Ethereum-Mining keine Einnahmen mehr generieren können. Bis wir konkrete Ergebnisse sehen, werden noch einige Monate vergehen. Sicher ist, dass bei Ethereum große Veränderungen anstehen.

Krypto-News 4: Neuer Krypto-Beratungsdienst bei Visa

Visa führt neue Beratungs- und Betreuungsdienste ein, um seine Kunden in Sachen Krypto zu beraten. Der Zahlungsriese teilte letzte Woche in einer Pressemitteilung mit, dass die Beratungen für Einzelhändler, Finanzinstitute wie auch andere Firmen Ratschläge beinhalten werden, die dabei helfen sollen, die Krypto-Welt besser zu verstehen. Zwar betrifft diese Ankündigung nicht den direkten Verbraucher, doch es zeigt sich ganz deutlich, dass Kryptowährungen auf dem amerikanischen Markt zunehmend an Bedeutung und Akzeptanz gewinnen. Das wiederum wird sich positiv auf den Wert der Krypto-Bestände auswirken, die Investoren aktuell innehaben.

Der verkündete Schritt ist der jüngste Versuch von Visa, tiefer in den Kryptomarkt einzutauchen. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit bereits verschiedene Patente im Bereich der Blockchain angemeldet. Ein zuständiges Forschungsteam arbeitet zudem an einem Universal Payment Channel-Projekt, bei dem verschiedene Blockchain-Netzwerke miteinander verbunden werden sollen. Visa ist zudem nur einer von vielen Zahlungsabwicklern, die sich vermehrt mit Kryptowährungen befassen. So sehen wir zum Beispiel auch bei PayPal oder MasterCard, dass man Kryptowährungen zunehmend mehr Aufmerksamkeit schenkt: Bei MasterCard möchte man Kunden und Händlern sowie auch Banken künftig ermöglichen, per Kryptowährung zu zahlen. Bitcoins werden dann künftig über das neue System gesendet und empfangen werden können. Bei PayPal gibt es zudem bereits seit März dieses Jahres die Möglichkeit, den Checkout über Kryptowährungen durchzuführen. Für deutsche Kunden ist diese Funktion noch nicht verfügbar, Briten können dagegen schon problemlos per Kryptowährung bezahlen.

Krypto-News 5: Höhen und Tiefen bei Bitcoin und Ethereum

Bitcoin sprang zuletzt wieder über 49.000 US-Dollar, Ethereum auf über 4.000 US-Dollar. Beide Währungen haben in den letzten Wochen aber extreme Höhen und Tiefen durchlebt, was jeweils in einem Allzeithoch endete.

Die Volatilität folgt dabei unter anderem einer wirtschaftlichen Unsicherheit, die durch die neue COVID-Variante Omicron entsteht. Auch anhaltende Kommentare von US-Gesetzgebern und Beamten zu Krypto-Regulierungen sorgen für Unruhe, ebenso wie das von Präsident Biden unterzeichnete 1,2-Billionen-Dollar-Infrastrukturgesetz. Letzteres enthält Krypto-Steuerbestimmungen, die in der Form eine Neuheit darstellen. Das neue Gesetz beinhaltet, dass Krypto-Broker Transaktionen an die Steuerbehörde melden müssen, wenn deren Wert 10.000 US-Dollar übersteigt. Diskutiert wird dabei, wie die vollumfängliche Meldepflicht überhaupt in die Tat umgesetzt werden soll, zumal die neuen Gesetze auch eine plötzlich auftretende enorme steuerliche Belastung bedeuten. Der Markt reagierte darauf direkt mit bedeutenden Schwankungen.

Gründer*in der Woche: Bone Brox - Superfood Knochenbrühe

Die Berliner Bone Brox GmbH will uns aktiv auf unserem Weg zu einem gesünderen Leben, mehr Wohlbefinden und Vitalität begleiten. Und zwar mit holistischem Wissen, funktionalen Lebensmitteln sowie natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln, inspiriert durch Tradition und Wissenschaft. Was damit genau gemeint ist, erfahren wir im Interview mit den Foundern Jin-Woo Bae und Konrad Kaspar Knops.

Wie habt ihr beiden Founder euch kennengelernt und seid ihr auf die Idee gekommen, aus der alt bekannten Knochenbrühe ein modernes Produkt zu kreieren?

Konrad: Uns verbindet die Liebe zu Kampfkunst – ich war selbst einige Zeit im Shaolin und später im Wudang Tempel. In Berlin traf ich dann Jin. Er lehrte WingTsun bzw. Crossfit. Und bereits am ersten Tag der Begegnung wusste ich: Wir haben eine große Reise vor uns! Wir unterhielten uns viel über Gesundheit und Ernährung und plötzlich war die Idee geboren.
Jin: Bei meiner Mutter gab es jede Woche eine gute koreanische Kraftbrühe. Brühe gehört für mich – wie Kimchi – zum Essen einfach dazu. Als ich dann Konrad traf, erzählte er mir eine ganz ähnliche Geschichte. Wie er bei Fieber und Erkältung immer eine Hühnerbrühe ans Bett bekommen hat. Wir haben mit Hunderten Menschen über ihre eigenen Erfahrungen gesprochen und wissen: Fast jeder verbindet die Kraftbrühe mit einer wohligen, geborgenen Erfahrung im Elternhaus. Das war für uns Grund genug etwas so Starkes, aber dennoch Vergessenes wieder den Menschen zugänglich zu machen.


Was ist das Wertvolle an sich an Knochenbrühe?

Konrad: Uns interessiert an der Knochenbrühe vor Allem das Kollagen. Unser Körper befindet sich ständig in einem Zustand der Regeneration. Der Stoffwechsel repariert pausenlos kleine Verletzungen, die im Alltag oder beim Sport entstehen. Kollagen unterstützt jene Regenerationsprozesse. Zudem fördert es die gesamte Struktur deines Körpers. Ohne Kollagen kann der Stoffwechsel keine Knochen aufbauen. Gelenke brauchen Kollagen für die Bildung von Knorpel.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee bis zu eurem fertigen Produkt?

Jin: Alles begann in einem 2 Liter Topf in meiner damaligen Praxis. Meine Patienten waren auch die, die sich immer wieder Gläser der Brühe mitnahmen, weil sie selbst keine Zeit hatten für 18h welche zu kochen. Natürlich stießen wir schnell an unsere Grenzen und fragten eine kleinere Produktionsküche. Hier waren die Töpfe schon 70 Liter groß, aber als wir zum Spaß ein Glas an die Jury des in der Bio Branche renommierten Next Organic Awards eingeschickt haben und diesen dann sogar gewonnen hatten… hat das natürlich niht mehr ausgereicht. Seitdem kochen wir unsere Brühen in mehreren 5000 Liter Kesseln mit Abfüll- und Etikettiermaschinen. Allerdings waren hier die Wechsel von 2 auf 70 auf 5000 Liter nicht immer einfach, da schließlich auch große Aufgaben der Logistik dahinterstehen. Glücklicherweise haben wir uns von Anfang an auf starke Partner fokussiert. Ohne diese wären Themen des Procurement und des Fulfillment nicht professionell möglich gewesen.
Konrad: Wir persönlich waren zudem ein Fan von MVP – Minimum Viable Product. Das ist die einfachste Konfiguration eines Produkts, die ein Benutzer testen und bewerten kann. So haben wir experimentel herausgefunden, was dem Kunden genau schmeckt, bzw. für welche Zwecke er die Brühe überhaupt einsetzt. Wir fanden so z.B. heraus, dass viele unserer Kunden die Brühe bei Darmbeschwerden einsetzen. Unsere Schlussfolgerun war nun diese auch mit digitalen Produkten bei ihren Themen zu unterstützen.

Gründer*in der Woche: Aulios - übersetzt Sound in Licht

AULIOS übersetzt Sound in Licht und kreiert die weltweit erste Software zur vollautomatisierten Erstellung soundbasierter Lichtshows in Echtzeit für Clubs, Konzerte und Festivals. Mehr über die innovative Idee der Gründer Alexander Gerick und Marius-Julian Marx und die Anwendungsmöglichkeiten im Interview mit Marius-Julian.

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu AULIOS gekommen?

Ursprünglich brauchten wir nur ein wenig Party Beleuchtung für Alex 18. Geburtstag und wollten die Smart Lights von Phillips Hue dafür verwenden. Die Sound-Licht-Synchronisation war jedoch so schlecht, dass wir uns dazu entschlossen, etwas Eigenes zu entwerfen. Es verging dann eine Menge Zeit, in der wir dieses Vorhaben nur unregelmäßig verfolgten. Als wir dann nach unserem Umzug nach Berlin mit DJs und Clubbesitzern in Kontakt kamen, entstand schließlich die heutige Idee zu AULIOS.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee über die Gründung bis zur fertigen Software im Testeinsatz?

Nach dem Slash Hackathon im Oktober 2020 haben wir angefangen, unser Vorhaben ernster zu nehmen. Wir bekamen sehr positives Feedback für unser Vorhaben, Sound und Licht für den Smart Home Bereich zu synchronisieren. Es folgte eine Menge Recherche und wir wollten einen intelligenteren Smart-Home-Brand entwickeln, welcher sämtliche Konkurrenzprodukte im Smart Home Bereich bei weitem übertreffen würde. Dieses Vorhaben änderte sich, nachdem wir mit einigen erfahrenen Investoren gesprochen und verstanden hatten, dass eine Hardware-fokussierte Firma hinsichtlich der Wachstumsgeschwindigkeit und dem Grundkapitalbedarf einige erschwerende Aspekte aufweist.

Ungefähr zu diesem Zeitpunkt kamen wir dann auch mit DJs in Berlin in Kontakt, welche unsere Idee cool fanden und uns immer wieder fragten, weshalb wir so etwas denn nicht für Clubs entwickeln. Dieser Punkt, an dem wir herausfanden, dass Lichtshows immer noch manuell erstellt werden, regte uns dazu an, von dem Smart-Home-Vorhaben abzulassen und uns komplett auf eine B2B-Lösung zu fokussieren.

Wie habt ihr die Startphase und damit auch euch selbst finanziert?

Wir hatten ein wenig Geld angespart, aber der herausforderndste Teil war es, ein Team zusammenzustellen, ohne das Geld zu haben, diese zu bezahlen und ohne Investoren zu einem Zeitpunkt reinzuholen, an dem die Vision hinter AULIOS noch nicht klar und fortgeschritten genug war, um vernünftige Konditionen zu bekommen. Wir wussten, dass unser Vorhaben nicht durch Alex und mich allein realisiert werden konnte. Wir motivierten daher Mitstudenten, uns bei der Entwicklung der Software zu helfen, indem wir ihnen – anstelle einer Bezahlung in Form von Geld – die Möglichkeit boten, ihr Studium voranzubringen und gleichzeitig in einem Projekt zu arbeiten, das einem klar erkennbaren Sinn folgt. Seit Beginn unseres Projekts halfen uns rund 15 Studenten – einige werden auch weiterhin bei AULIOS bleiben und hoffentlich auch bald als erste Mitarbeiter der AULIOS GmbH bezahlt werden können.

Nun zu AULIOS: Was ist das Besondere an eurer Software? Wie hebt ihr euch von anderen Lösungen in diesem Kontext ab?AULIOS ist die weltweit erste Software, welche komplexe Lichtshows basierende auf Sound vollautomatisiert erstellen kann. Anstelle eines Lichtjockeys oder Lichttechnikers wird nur ein Computerprogramm benötigt, um die entsprechende Lichtshow zu erstellen und dies geschieht zudem noch in Echtzeit. Wir können damit Kosten für Veranstalter senken und gleichzeitig die Qualität der Lichtshows deutlich verbessern. Zudem ist AULIOS rund um die Uhr Einsatzbereit und immer nur einen Klick entfernt

Gast-Ampel: regelt Corona-Auflagen und prüft die Identität

Drei Unternehmer aus Berlin und Dortmund entwickeln die digitale Gast-Ampel für 2G- und 3G-Kontrollen sowie Personenlimits.

Rot bleib stehn, bei Grün kannst du gehen: Drei Unternehmer aus Berlin und Dortmund haben die sogenannte Gast-Ampel entwickelt, die von den Corona-Auflagen betroffene Betriebe dabei unterstützt, 2G- und 3G-Regeln einzuhalten. Die Gast-Ampel regelt Kundenströme wie im Straßenverkehr: Sie zählt und scannt die Nachweise von Geimpften, Genesenen und Getesteten. Zudem nimmt sie eine Identitätsprüfung der Kunden und Gäste vor, indem sie die Ausweise verifiziert. Wenn die Voraussetzungen gemäß den Auflagen erfüllt sind, schaltet die Ampel auf Grün. “Uns war klar, dass gerade jenen Betrieben, die erneut von den Restriktionen betroffen sind, die Ressourcen fehlen, um die jeweiligen Regelungen zu kontrollieren. Eine Aufgabe, die sich viel effizienter und eindeutiger technisch lösen lässt”, sagt Hans Dornseif, Produktdesigner der Gast-Ampel. Mit Unterstützung des Digitalisierungsexperten Maximilian Pohl und des technischen Entwicklers Henk Timmermans hat er die Gast-Ampel entwickelt.

Kampf gegen die vierte Corona-Welle

Im Kampf gegen die vierte Corona-Welle verschärfen die meisten Bundesländer ihre Corona-Regeln. Während bislang geimpfte, genesene und getestete Menschen gleichermaßen Zugang zu den meisten Bereichen des öffentlichen Lebens hatten, entscheiden sich immer mehr Bundesländer für die sogenannte 2G-Regel. Dadurch gilt insbesondere für Betriebe der Gastronomie, Kultur- und Veranstaltungsbranche, dass nur noch Geimpfte und Genesene eingelassen werden dürfen. Zudem gilt in Abhängigkeit von Art und Größe des Betriebes vielerorts nach wie vor ein Personen-Limit. In Bayern dürfen etwa Kultur- und Sportveranstaltungen mit einer Auslastung von maximal 25 Prozent stattfinden. Zudem gilt dort die 2G-plus-Regel: Gäste müssen geimpft oder genesen sein und brauchen zusätzlich einen Test.

Scanner prüft Nachweise in Echtzeit und verifiziert Identität

“Das Zählen und Prüfen der 3G-, 2G-plus- oder 2G-Nachweise bedeutet einen erheblichen Mehraufwand, der nicht zulasten der Betriebe gehen sollte”, sagt Dornseif. Diese Aufgabe soll nach den Vorstellungen der drei Unternehmer künftig die Gast-Ampel mit den bekannten Signalfarben am Eingang der jeweiligen Einrichtung übernehmen. Ein Scanner prüft die Gültigkeit des jeweiligen Nachweises sowie die Ausweise der Kunden in Echtzeit. Ein Sensor zählt die eintretenden Gäste. Die Ampel schaltet auf Rot, sobald eine vom Lokalinhaber festgelegte Grenze überschritten wird oder ein Nachweis ungültig ist. “Dafür benötigt die Gast-Ampel noch nicht einmal einen Internetzugang. Alles wird ausschließlich lokal gespeichert”, versichert Dornseif. “Unser Ziel war es, ein einfaches Produkt zu schaffen, das sich schnell installieren lässt und nicht teuer ist. Gerade jetzt möchte niemand zusätzlich hohe Ausgaben tätigen.” Die Ampel kostet weniger als 1.000 Euro und damit deutlich weniger als vergleichbare Systeme.

Gast-Ampel auch nach Corona vielfältig einsetzbar

Der Einsatz der Gast-Ampel ist laut Dornseif keineswegs auf die Durchsetzung der Corona-Regeln beschränkt. Auch nach der Pandemie sind diverse Business-Cases denkbar. Das System kann etwa dafür genutzt werden, um die Auslastungen nach Tages- und Uhrzeit zu erfassen, Statistiken zu erstellen und diese Informationen für das eigene Marketing zu nutzen. Auch eine nachträgliche Anbindung an Türöffnungssysteme und andere QR-Code-Lösungen wie Online-Ticketing-Systeme seien möglich. Dornseif: “Das System kann durch Updates jederzeit erweitert werden. Deshalb sind den Einsatzmöglichkeiten theoretisch keine Grenzen gesetzt.”

Gründer*in der Woche: Mondoo - die Cybersecurity-Experten

Mondoo ist ein junges DevOps-Sicherheitsunternehmen, das von Soo Choi-Andrews, Christoph Hartmann und Dominik Richter gegründet wurde. Das Start-up mit Sitz in Berlin und San Francisco will die Art und Weise, wie Cybersecurity in Unternehmen organisiert wird, vollkommen umkrempeln. Wie, das erklären uns Christoph Hartmann und Dominik Richter im Interview.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, Mondoo zu gründen?

Die Idee hinter Mondoo basiert auf unserer über zehnjährigen Expertise beim Betreiben und Bereitstellen von sicheren Infrastrukturen. Durch unsere Erfahrung bei der Deutschen Telekom haben wir bereits 2014 das Open-Source Projekt https://dev-sec.io/ gegründet, welches Server automatisch und sicher konfiguriert.

Trotz Automatisierung ist es sehr komplex sich einen fundierten Überblick über die Sicherheitslage der eigenen Infrastruktur zu verschaffen. Nicht nur fehlt oft die notwendige Information über die Sicherheitsrisiken, vielmehr erschwert diese Situation auch die Abstimmung der Teams untereinander und die Priorisierung von Aufgaben, die das eigene Unternehmen zu bewältigen hat. Als Reaktion auf diese Situation haben wir Vulcano Security und InSpec – als Open-Source-Projekt – gegründet. Mit InSpec konnten wir Compliance-Anforderungen automatisch verifizieren. Damit etablierten wir neue Standards wie den Policy-as-Code in der Industrie. Insbesondere internationale Banken und Versicherungen nutzten unser Produkt, um kontinuierlich Compliance-Reports zu erstellen.

Allerdings hat sich die Welt in den letzten Jahren stark gewandelt. Wir sehen, wie Unternehmen unter der steigenden Komplexität und verschiedenartiger Tools begraben werden; gleichzeitig aber dennoch nichts gegen Schwachstellen im Sicherheitssystem tun können. Unsere Mission ist einfach: Entwickler und Sicherheitsteams zusammenzubringen, sie mit einem gemeinsamen Ziel vereinen, um skalierbare effiziente – und vor allem sichere Lösungen zu schaffen. Es gibt immer mehr Technologien und verschiedenste Cloud-Umgebungen, die es immer komplexer machen, die Heterogenität effektiv zu managen. Daher reichen spezielle Silo-Tools nicht mehr aus. Vielmehr ist es von größter Dringlichkeit, eine einheitliche Sichtweise über verschiedene Infrastrukturen hinweg bereitzustellen.

Was waren die wichtigsten Meilensteine seit der Gründung im Jahr 2020 bis zum Launch eurer Plattform?

Häufig sind existierende Tools für spezielle Umgebungen optimiert, helfen jedoch nicht einen gesamtheitlichen Überblick zu erhalten. Von Anfang an war unser Ziel, Nutzer dabei zu unterstützen, Informationen über Ihre IT-Infrastruktur zu erhalten. Dies ist ein komplexes Unterfangen und deshalb haben wir von Beginn an mit Design-Partnern zusammengearbeitet, um Mondoo als DevOps-Security-Platform für die gesamte IT-Flotte bereitzustellen.

Wir glauben, dass Produkte intuitiv nutzbar sein müssen. Daher haben wir im zweiten Schritt aktiv daran gearbeitet, Mondoo so einfach wie möglich zu gestalten. Dadurch können sich unsere Nutzer auf das Lösen von erkannten Schwachstellen fokussieren.

Was ist das Besondere an eurer Technologie, und was unterscheidet sie von bestehenden Konzepten?

Wir sehen zwei Trends in der Industrie: Zum einen den Trend zur immer schnelleren Bereitstellung von neuen digitalen Produkten. Zum anderen die wachsende Komplexität durch heterogene Technologien. Unternehmen wollen die beste Technologie für ihren konkreten Anwendungsfall nutzen. Daher sehen wir es als wichtig an, Sicherheit in existierenden DevOps- und Automatisierungsprozesse zu integrieren. Mondoo funktioniert perfekt mit Infrastructure-as-Code-Produkten wie Terraform oder Ansible und erlaubt daher eine sehr schnelle Einbindung.

Durch die flexible Auswahl der besten Technologien, nimmt eben auch die Komplexität zu. Mit Hybrid / Multi-Cloud, Virtual Machines, Container, von AWS über Kubernetes bis hin zu VMware ist alles vertreten und relevant. Wir wollen Unternehmen helfen diese Komplexität zu managen. Deshalb ist Mondoo darauf optimiert, sich in diese Produkte integrieren zu lassen.

Das Ziel ist, dass Nutzer sich auf die wichtigen Fragen konzentrieren können: Wie sicher ist meine Infrastruktur? Welche Risikoquellen muss ich im Auge behalten? Wie kann ich als Team den Sicherheits-Reifegrad verbessern?

Wer sind eure Kund*innen?

Wir arbeiten mit DevOps- und Security-Experten zusammen. Die Zusammenarbeit mit Pentestern und Zertifizierern hat uns geholfen, Mondoos Policy-Engine gegen typische Angriffsszenarien zu testen. Durch die Einbindung von Mondoo in CI/CD-Plattformen können Sicherheitsrisiken erkannt werden bevor sie in produktiven Systemen auftreten.

Ihr habt vor Kurzem den erfolgreichen Abschluss einer Series-A-Finanzierungsrunde in der Höhe von 12 Mio. US-Dollar bekannt gegeben. Was ist mit dem vielen frischen Kapital geplant?

Wir werden damit im Wesentlichen den Aufbau unseres Teams in Deutschland und den USA vorantreiben. Dies erlaubt uns, unser Produkt weiterzuentwickeln und auf dem Markt zu etablieren.

Euer Ziel ist es, ein neuer globaler Marktführer im Bereich der Cybersicherheit zu werden. Wann soll es so weit sein und was sind die größten To Do's auf eurer strategischen Roadmap?

Wir freuen uns vor allem eine Community aufzubauen, welche gemeinsam die schwierigsten Herausforderungen hinsichtlich sicherer Infrastrukturen angeht. Wir glauben, dass Information zum Konfigurieren von sicheren Infrastrukturen aktuell schwer zugänglich sind. Um Security-by-Design zu fördern, müssen Informationen frei verfügbar sein. Wir durften bereits in der Vergangenheit erfahren, was Wunderbares passiert, wenn man mit Menschen aus der ganzen Welt an einem gemeinsamen Ziel zusammenarbeitet. Wir wollen dies nun auch für Cybersicherheit aufbauen. Ihr könnt uns mithelfen und unserer Community auf Discord beitreten.

Und last but not least: Was ratet ihr anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

Erstens: Die Frage wird nicht sein, ob ihr Fehler macht, sondern wie schnell ihr aus ihnen lernt. Dabei ist es immer hilfreich den Fokus auf Nutzer und Kunden des eigenen Produktes zu legen. Mit Kunden zu arbeiten, ihre Expertise in das Produkt einfließen zu lassen und dadurch wiederum die tägliche Arbeit der Kunden zu verbessern, dazu können wir nur raten.

Zweitens: Die Zusammenarbeit mit anderen klugen Köpfen erweitert immer den eigenen Horizont. Als Teil eines Teams etwas gemeinsam zu erschaffen, bereitet viel Freude und lässt einem auch schwierige Zeiten besser durchstehen. Wir haben über die Jahre viele Freunde fürs Leben gewonnen.

Hier geht's zu Mondoo

Das Interview führte Hans Luthardt

Die 5. EY Startup Academy sucht ihren Gewinner

Am 18. November 2021 findet das Closing Event des sechswöchigen Programms mit der Verleihung des Academy Awards statt.

Mit der EY Startup Academy erhalten Startups seit 2017 die Chance, an einem sechswöchigen Programm teilzunehmen, in dem sie ihr Geschäftsmodell und dessen Hauptkomponenten mit strukturierter Hilfe und Beratung von EY-Experten und einem externen Partner-Netzwerk verbessern können. Zielsetzung der EY Startup Academy ist es, aussichtsreiche Tech-Geschäftsmodelle mit Zukunftspotenzial bei ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen.

Nachdem am 16. September in einem hybriden Pitch Contest neun Finalisten aus den eingegangenen Bewerbungen ausgewählt wurden, haben sie in den folgenden Wochen an über 30 Workshops und Trainings teilgenommen. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten zählten neben Pitch Training, Fundraising, Pricing, Business Planung und Investor Readiness auch Regulatorik und Datenschutz, IP-Recht, Compliance und IT sowie in diesem Jahr erstmals Marketing und Vertrieb.

Darüber hinaus bietet die EY Startup Academy den Teilnehmern Zugang zu einem exklusiven Branchennetzwerk aus Venture Capital Fonds, Business Angels und Unternehmensvertretern. Von ursprünglich vier Partnern ist das Netzwerk der EY Startup Academy in den letzten Jahren auf 17 angewachsen. Heute bildet es ein breites Branchenspektrum ab: 2021 wird die EY Startup Academy von der Austrian Angels Investors Association, BERLIN-CHEMIE AG, BlackWood Capital Partners, dem Bundesverband Deutsche Startups, den Business Angels FrankfurtRheinMain, C3 Management, Campus Founders, der Deutsche Bahn Digital Ventures, Dieter von Holtzbrink Ventures (DvH Ventures), HIGHEST, dem High-Tech Gründerfonds (HTGF), IBM, seed + speed Ventures, SixThirty Ventures, dem Sparkassen Innovation Hub, dem TechQuartier und w&w brandpool unterstützt. Jedem der neun Teilnehmer wird zudem für die Dauer des Programms ein Mentor zur Seite gestellt. Denn mit der EY Startup Academy will EY das Startup Ökosystem und vor allem die teilnehmenden Gründer ganzheitlich bei ihrer Reise „from idea to exit“ unterstützen.

Wer gewinnt den EY Startup Academy Award 2021?

Am 18. November können die neun Teilnehmer der EY Startup Academy zeigen, wer in dem sechswöchigen Programm die größten Fortschritte gemacht hat. Mit Alpha Brain Technologies BV, ambeRoad, AristanderAI, autogramm.io, evAI Intelligence, HCP Sense, Ignition, MotionsCloud und Summetix stehen neun junge Unternehmen mit ganz unterschiedlichen Geschäftsmodellen im Finale: das Spektrum reicht von dem Vorhaben, epileptische Anfälle zu verhindern über eine Plattform für ganzheitliche HR-Lösungen hin zur Automatisierung der Erfassung von Versicherungsschäden.

Eine mit Experten aus dem Partner-Netzwerk besetzte Jury und die Zuschauer stimmen am Ende des Abends darüber ab, welches der Gründerteams während des sechswöchigen Programms die größten Fortschritte gemacht hat und den Academy Award 2021 gewinnt. Zusätzlich zu einer Geldprämie wird EY das Gewinner-Startup mit freien Beratertagen bei seiner weiteren Entwicklung unterstützen.

Ihr wollt wissen, wer die EY Startup Academy 2021 gewinnt? Meldet euch jetzt für das Closing Event am Donnerstag, 18. November, ab 18 Uhr an und verfolgt die spannenden Pitches im Livestream.

Start-up Guerilla Aktion in München geplant

Pigtie will das Sparverhalten der jüngeren Generationen revolutionieren und damit zugleich die uns drohende Altersarmut bekämpfen. Mit im Programm: eine coole Guerilla Aktion in München am 22. Oktober 2021.

Pigtie ist ein von Maximilian Klinke und Christian Maksymiw frisch gegründetes Start-up aus München. Das Gründerteam hat eine Smartphone-App für iOS und Android entwickelt, die Studierende, Berufseinsteiger*innen und junge Erwachsene aller Art (also die Gen Y und Z) befähigt, die Finanzplanung in die eigene Hand zu nehmen. Hierbei bietet das Start-up durch den Pigtie Aufrunden-Service einen konkreten Einstieg in die Finanzplanung und begleitet die Nutzer*innen in der App zum ersten ETF-Investment & darüber hinaus.

Guerilla Aktion - so what?

Gemeinsam mit der W&S Epic GmbH, eine Berliner Kreativagentur, arbeitet das Gründerteam aktuell eine Awareness Kampagne mit "Titelseiten-Potenzial" aus. Das Konzept ist einfach: Pigtie will auf den hohen Wert des Kleingeldes, das Pigtie-Nutzer*innen durch den Aufrunden-Service in der App sparen, aufmerksam machen. Das Motto: Kleingeld ganz GROSS machen!

Als sichtbares Zeichen wird das Team am 22. Oktober 2021 mit einer riesigen 1-Cent-Münze alle signifikanten Orte der Münchner Innenstadt besuchen. Unten findest du einen Routenplan, wie das Ganze ungefähr aussehen wird. Der Start erfolgt ca. 10 Uhr am Sendlinger Tor und endet voraussichtlich am letzten Routen-Stop um 17 Uhr.

Mehr Infos zu Pigtie findest du hier

Science4Life Businessplan-Wettbewerb startet

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Science4Life, Deutschlands größter Businessplan-Wettbewerb für Life Sciences, Chemie und Energie, startet.

Science4Life ist Deutschlands größter Businessplan-Wettbewerb für Life Sciences, Chemie und Energie. Das Programm begleitet Start-ups von der ersten Idee über das Geschäftsmodell bis zum fertigen Businessplan. 1.300 Unternehmen wurden seit dem Start von Science4Life bereits gegründet. Denn Start-ups gewinnen nicht nur ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 85.000 Euro, sondern profitieren von intensiven Coachings mit Branchen-Experten und bauen ihr eigenes Netzwerk aus. Hinter Science4Life stehen die Hessische Landesregierung und das Gesundheitsunternehmen Sanofi.

Um Start-ups auf ihrem Weg bis zum fertigen Businessplan und darüber hinaus bestmöglich zu unterstützen, bietet Science4Life ein maßgeschneidertes Programm in drei Phasen: Ideenphase, Konzeptphase und Businessplanphase. Start-ups aus den Branchen Life Sciences und Chemie werden mit dem „Science4Life Venture Cup“ ausgezeichnet. Mit dem „Science4Life Energy Cup“ wird ein weiterer branchenspezifischer Preis für hervorragende Gründungsvorhaben aus dem Bereich Energie verliehen.

Food-Start-up fordert Reinheitsgebot für Schokoriegel

Das grüne Food Start-up the nu company fordert die Lebensmittelindustrie heraus und will sie nachhaltig verändern.

2016 von drei Wirtschaftsingenieuren gegründet, hat sich das „purposedriven” Unternehmen gesunde, plastikfreie und klimapositive Snacks auf die Fahne geschrieben und zeigt damit, dass positives Wirtschaften keine Utopie mehr ist. Angetrieben durch seine Unternehmens DNA „food for a nu world” denkt das Start-up Lebensmittel kompromisslos neu: alle Produkte sind natürlicher Herkunft in Bio-Qualität, vegan, ohne raffinierten Zucker und eingehüllt in eine speziell entwickelte heimkompostierbare Verpackung aus Zellulose. Auf seiner klimapositiven Mission unterstützt the nu company Aufforstungsprojekte in Zusammenarbeit mit der Organisation Eden Projects, indem es für jedes verkaufte Produkt einen Baum pflanzt.

Nach der aufsehenerregenden Kampagne des vergangenen Jahres, fordert das Food-Start-up erneut die Lebensmittelbranche heraus. Die Challenger-Brand lädt im Rahmen der Kampagne “Neue Regeln. Neue Riegel” zum Schokoriegel-Gipfel nach Leipzig ein – und appelliert an Großkonzerne wie Nestlé, Storck, Ferrero, Mars, Mondelez, Barry Callebaut, Lindt & Sprüngli, Bahlsen, Gourvita, Hachez und Lambertz teilzunehmen.

Auf der Agenda steht ein aus ihrer Sicht längst überfälliges „Reinheitsgebot für Schokoriegel“. Hierfür hat the nu company sechs Forderungen aufgestellt, die die Gründer mit den Branchenkollegen am 21.Oktober 2021 in Leipzig diskutieren möchten.

Co-Founder Christian Fenner sagt zu der Initiative: “Letztes Jahr haben wir lautstark auf die verheerenden Folgen aufmerksam gemacht, die die Lebensmittelindustrie verursacht. Getan hat sich seitdem viel zu wenig. Deshalb gehen wir dieses Jahr einen Schritt auf große Hersteller zu, um gemeinsam einen neuen Weg einzuschlagen. Die Fakten sind schließlich nach wie vor alarmierend:

● Mehr als 50 Prozent der Erwachsenen und 15 Prozent der Kinder in Deutschland sind übergewichtig.

● Jeden Tag landet eine LKW-Ladung Plastik im Meer – auch aus Deutschland.

● Der Konsum von tierischen Lebensmitteln nimmt immer noch zu – obwohl eine vegane Ernährung den CO2- Fußabdruck signifikant senken könnte.

● Noch immer arbeiten über 1,5 Millionen Kinder auf Kakaoplantagen weltweit.“

All diese Punkte – und die entsprechenden Antworten darauf – möchte the nu company mit den großen Wettbewerbern am 21. Oktober diskutieren. Dabei hat die nachhaltige Leipziger Food-Brand nicht nur mit den eigenen Produkten bereits ordentlich vorgelegt, sondern auch die aus ihrer Sicht notwendigen sechs Ziele bis 2030 formuliert, die nun zur Debatte stehen:

1. Zuckergehalt in Schokoriegeln um mindestens 30 Prozent reduzieren.

2. Einwegplastikverpackungen durch heim-kompostierbaren Materialien oder Papier ersetzen.

3. Tierische Zutaten wie Milchpulver durch pflanzliche Alternativen ersetzen.

4. Transparenz in der Zutatenliste schaffen durch wenig verarbeitete und möglichst natürliche Zutaten.

5. Kinderarbeit bei Kakaolieferanten vollständig bekämpfen.

6. Klimaneutralität oder -positivität der Produkte erreichen.

Co-Founder Christian Fenner abschließend: „Das deutsche Reinheitsgebot für Bier geht auf das Jahr 1516 zurück. Wir haben uns gefragt, ob ein solches Manifest nicht auch für andere Produkte funktionieren könnte, damit sie gesundheitliche und nachhaltige Standards erfüllen. Deshalb werden wir im Gespräch mit Wettbewerbern für unsere Branche gemeinsame Ziele diskutieren – im Interesse unserer Kunden und unseres Planeten. Das größere Ziel dahinter ist natürlich, dass weitere Kategorien nachziehen und wir eine nachhaltige Transformation der Lebensmittelindustrie anstoßen.”

8pitch und Lampix: Start-up finanziert Start-up

Das Fintech-Start-up 8pitch führt für das KI-Start-up Lampix die erste digitale Wertpapier-Emission durch.

Im Rahmen des Finanzierungsprojekts haben Anleger*innen die Möglichkeit, digitale Wertpapiere – sogenannte Token – am KI-Startup Lampix zu erwerben. Das Emissionsvolumen liegt bei 990.000 Euro. Die digitalen Wandelschuldverschreibungen haben eine Verzinsung von 6 % p.a.; nach Ablauf von zwei Jahren werden die erworbenen Wertpapiere in Vorzugsaktien von Lampix gewandelt. Dadurch partizipieren die Anleger*innen auch vom Wachstum des Unternehmens. Die Mindestanlagesumme beträgt 1.000 Euro.

Lampix entwickelt durch den Einsatz von KI “aufmerksamen Kellner”

Mit dem gleichnamigen Produkt hat Lampix eine Art Lampe entwickelt, die in Restaurants oberhalb der Tische montiert werden kann. Der Clou dabei: Anstatt Licht zu spenden, projiziert Lampix eine digitale Oberfläche – wie beispielsweise eine Speisekarte – auf den Tisch, über die Restaurantgäste kontaktlos bestellen können. Moritz Singer, Projektmanager von 8pitch, freut sich, die Finanzierung des innovativen Produkts mit der digitalen Wertpapier-Emission vorantreiben zu können: „Lampix ist nicht einfach das nächste Bestellsystem, sondern das Unternehmen hat auf KI-Basis einen aufmerksamen Kellner entwickel. Das ist für viele Restaurantbesitzer ein spannender Business Case - gerade weil die Suche nach qualifiziertem Servicepersonal immer schwieriger wird.”

Dank der KI-basierten Bilderkennungssoftware ist es der „Lampix-Lampe” beispielsweise möglich, leere Gläser zu erkennen – und den Gästen unmittelbar eine Nachbestellung anzubieten. Lampix-Managing-Director Julian Meier, ist überzeugt, den Besucherinnen und Besuchern von Restaurants insgesamt deutlich mehr Komfort bieten zu können: „Gerade in Folge langer Wartezeiten beim Service können viele Gäste das Essen außer Haus nicht in der Form genießen, die sie sich eigentlich erhoffen. Lampix schafft hier Abhilfe.“ Das über 8pitch eingesammelte Kapital will Lampix für die weitere Skalierung der Hard- und Softwarelösung für die Gastronomie nutzen.

8pitch-Blockchain: extrem schnell und nachhaltig

8pitch vergibt digitale Wertpapiere über die eigenentwickelte erste Finanz-Blockchain in Europa. „Dank unserer Unabhängigkeit von bereits bestehenden Blockchains sind wir nicht nur deutlich flexibler, was die Gestaltung der jeweiligen Emissionen angeht“, erklärt Moritz Singer. „Unsere Blockchain verbraucht darüber hinaus vergleichsweise wenige Ressourcen und trägt so einen wichtigen Teil zu einem nachhaltigeren digitalen Finanzmarkt bei.“ Darüber hinaus ist die 8pitch-Blockchain enorm schnell: Mit zehntausend Transaktionen pro Sekunde schlägt die Technologie sogar die Geschwindigkeit einer Paypal-Überweisung.

Die Emissionen werden von 8pitch dabei vollumfänglich durchgeführt, das heißt, neben der Konzeption der Finanzierungsprojekte und deren Durchführung stellt das Fintech auch das Haftungsdach über sein von der BaFin lizenziertes Schwesterunternehmen CONCEDUS GmbH bereit. Die Software der Online-Plattform stammt ebenfalls von einem Schwesterunternehmen: Dieses stellt seine Lösung als White-Label auch anderen Marktteilnehmern zur Verfügung.