Hype um Clubhouse

Autor: Jimmy Jakobsson
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Clubhouse ist die App der Stunde und wird medial gefeiert. Doch wie nachhaltig ist der Hype? Wie schwierig dies ist, zeigen drei ebenfalls gefeierte Social Apps, die letztlich gescheitert sind.

2020 war ein besonderes Jahr, auch im Social-Media-Kontext: Die Zahl der weltweiten Nutzer knackte erstmals die 4-Milliarden-Marke. Diese schier unglaubliche Masse an Menschen verteilt sich vor allem auf die etablierten Plattformen wie Facebook, Twitter, aber auch TikTok - einen Newcomer, der  offenbar gekommen ist, um zu bleiben. Kaum im Jahr 2021 angekommen, ist Clubhouse plötzlich die App der Stunde. Wie nachhaltig ist dieser Hype? Drei warnende Beispiele.

Der nächste Mark Zuckerberg zu sein und das neue Facebook zu entwickeln, dürfte für die meisten Tech-Gründer nach wie vor ein erstrebenswertes Ziel sein. Dabei gleicht die Herausforderung, eine Social-Media-Plattform mit langem Haltbarkeitsdatum aufzubauen, indem sie kontinuierlich Nutzer und vor allem Werbekunden anzieht, der Besteigung des Mount Everest. Denn den Gipfel erreicht zu haben, bedeutet noch lange nicht, am Ziel zu sein.

Bei allem Verständnis für die Begeisterung um die App der Stunde: Der unglaubliche Hype, der in Deutschland um Clubhouse momentan herrscht, wirft - beispielsweise, was die Sicherheit der Nutzerdaten anbelangt - Fragen auf, die bereits ausführlich diskutiert wurden. Zumal Clubhouse nicht die erste App wäre, der eine goldene Zukunft prophezeit wird, die dann aber ganz plötzlich von der Bildfläche verschwindet. Ein paar Beispiele gefällig?

1. Vero


Eines der zentralen Charakteristika von Clubhouse ist das Feature “invite only”: Nur wer eine persönliche Einladung erhält, wird Teil des Netzwerkes. Das Prinzip ist bekannt, unter anderem aus der Zeit, in der Vero als vermeintlicher Instagram-Contender die Bühne betrat. “More social, less media” - so positionierten die Macher Vero als eine Art Reinform des sozialen Netzwerks.

Die Strategie ging zunächst auf: Anfang 2018 führte Vero die Download-Charts im App Store an. Allerdings war dieser Erfolg nicht mehr als eine Momentaufnahme, vor allem weil sich die Beschwerden von Nutzern häuften. Die App stürzte ständig ab, vermutlich weil das technologische Setup User-Aufkommen und -Aktivitäten nicht stemmen konnte. Unter der Tagline “true social” ist Vero übrigens weiterhin verfügbar - technische Problem dürfte es mit Blick auf die vergleichsweise niedrige Nutzerzahl wohl keine mehr geben.

2. Orkut


Google hatte zumindest den richtigen Riecher: Der heutige Tech-Riese brachte seine Social App Orkut im Jahr 2004 heraus, etwa einen Monat bevor auch Facebook an den Start ging. Und tatsächlich schaffte Orkut es, sich rund zehn Jahre am Markt zu behaupten. In Brasilien, einem der Kernmärkte, hielt sich zeitweise sogar das Gerücht, Google sei ein kleines Spin-Off von Orkut. Und trotzdem zog die Konzernmutter seine Social-App 2014 aus dem Verkehr. Im Jahr 2010 überholte Facebook Orkut in Bezug auf die Nutzerzahlen in den wichtigsten Märkten und forcierte mit seiner Plattform eine globale Abdeckung. Als die Position von Facebook immer stärker wurde, verlagerte Google seinen Schwerpunkt auf Produkte wie YouTube, Blogger und Google+. Das wiederum bedeutete das Ende von Orkut.

3. Meerkat


Nicht immer war das Streaming von Bewegtbild eine so reibungslose Angelegenheit wie heute (zumindest in den meisten Fällen). Vor sechs Jahren etwa war an Livestreaming über das Smartphone kaum zu denken, wenn man gewisse Ansprüche an die Bild- und Tonqualität hatte. Meerkat setzte genau da an und entwickelte sich bei der SXSW 2015, dem wohl bedeutendsten Branchen-Event der Tech-Bubble, zum nächsten ganz großen Ding.

Woran liegt es, dass sich heute kaum noch jemand an Meerkat erinnert? Nun, mitentscheidend für die anfänglich rasante Verbreitung der App war Twitter. Als der Nachrichtendienst 2015 allerdings Periscope als eigene Streaming-Lösung einführte, wurde der Zugriff Meerkats auf die Twitter-API stark eingeschränkt. Ende Oktober 2016 war es dann mit Meerkat endgültig vorbei - vielleicht auch, weil die Abhängigkeit von Twitter etwas zu groß war.

Kann Clubhouse die Phalanx der Großen durchbrechen?

Ob die Kurzvideo-App Vine oder auch Apples Ping, das soziale Netzwerk innerhalb von iTunes: Die Liste einst gefeierter und letztendlich doch gescheiterter Social Apps könnte man beliebig fortführen. Trotz der Lehren, die man aus diesen Beispielen ziehen kann, werden wir immer wieder Zeuge des Versuchs, mit einer neuen Social-Media-Plattform die Phalanx der großen Player zu durchbrechen. Gelungen ist dies in den letzten Jahren tatsächlich nur TikTok.

Mit Blick auf Clubhouse muss man zunächst ohne Einschränkungen anerkennen, dass die App vor allem im deutschsprachigen Raum, auf den sich der Clubhouse-Buzz konzentriert, einen Nerv getroffen hat. Doch wie lange hält diese Euphorie an? Und kann sich die App langfristig - und vor allem über die Grenzen der deutschsprachigen Digital- und Gründer-Bubble hinaus - etablieren? Fragen über Fragen.

Clubhouse ist wie Nachmittagsfernsehen

Es gibt durchaus Argumente, die für Clubhouse sprechen: Audio liegt als Content-Format voll im Trend, die Breite des Themenangebots, das man auf Clubhouse vorfindet, ist bemerkenswert. Clubhouse besitzt zudem eine Zwanglosigkeit, wie wir sie vom Nachmittagsfernsehen kennen: Im Hintergrund wird man sanft berieselt, während der tatsächliche Fokus einer anderen Tätigkeit gilt. Wer möchte, kann seinen Senf dazugeben. Und dass die Moderatoren zum Teil Prominente sind, hat natürlich auch seinen Reiz.

Aber was ist mit denjenigen, die keine Zeit für Berieselung haben? Die auf der Baustelle statt im Coworking-Space (zumindest dann, wenn keine Pandemie ist) arbeiten und mit den Themen von Gründer-Persönlichkeiten und digitalen Meinungsmachern wenig bis gar nichts anfangen können? Clubhouse ist momentan vor allem eines: der Spiegel unserer elitären Business Community, und das vorwiegend in einer bestimmten Region.
 
Ein rückläufiger Trend von On-Demand? Wohl kaum!

Clubhouse kann sich nur dann dann langfristig durchsetzen, wenn die Nutzerbasis wächst, und zwar im vermeintlichen Mainstream. Wie das im B2B-Segment funktioniert, hat LinkedIn vorgemacht. Was dagegen passiert, wenn man sich auf einen verhältnismäßig kleinen Markt fokussiert, zeigt das Beispiel Xing. Wachstum wird für Clubhouse zum entscheidenden Faktor werden. Ob das Netzwerk ab einer bestimmten Größe dann immer noch so reizvoll für Promis ist, sei dahingestellt.

Audio mag vielleicht das Format der Stunde sein. Aber haben sich mit Spotify und Deezer nicht Konzepte durchgesetzt, die vom On-Demand-Prinzip leben? Es erscheint fraglich, dass es zu einem rückläufigen Trend kommt, den ausgerechnet Clubhouse auslöst. Im digitalen Business-Kontext mag das Konzept noch eine Weile aufgehen. Dass sich der Otto-Normalverbraucher ein Kreuz im Kalender macht, weil am Mittwochabend seine Lieblingssendung auf Clubhouse läuft, klingt aber sehr nostalgisch - oder etwa nicht?

Der Autor
Jimmy Jakobsson ist CEO und Mitgründer von Ingager, der größten auf Facebook spezialisierte Agentur in Europa und einer der europäischer Branchenführer im  Facebook-Marketing.

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Clean Feeding

Die EntoNative-Gründerinnen Ina Henkel, Sabrina Jaap und Katrin Figueroa produzieren Hundefutter aus Insekten. Sie wollen so den ökologischen Pfotenabdruck unserer Haustiere verbessern und generell Insekten als Lebensmittel populärer machen.

Am Anfang stand eine Dienstreise nach Asien. Die Ernährungswissenschaftlerinnen Ina Henkel und Katrin Figueroa lernten dort auf einer gemeinsamen Forschungsreise im September 2015 auf lokalen Märkten essbare Insekten kennen und entdeckten ihre Leidenschaft für die Krabbler. Deren Vorteile sind in vielen Teilen der Welt schon lange bekannt und Insekten fest auf dem Speiseplan etabliert. Und das nicht ohne Grund: Insekten sind ein umwelt- und klima­freundlicher Ersatz für Fleisch und stellen außerdem eine ­Proteinquelle dar, die zudem noch deutlich günstiger ist als tierisches Eiweiß. „Uns wurde klar, dass hier eine Lösung für das Problem des wachsenden Fleischkonsums auf unserem Planeten liegen könnte“, erinnert sich Ina.

Der Zeitgeist fürs Umdenken ist da

Tatsächlich kann der hohe Fleischkonsum der stetig wachsenden Weltbevölkerung und ihrer Haustiere in naher Zukunft nicht aufrechterhalten werden. Der hohe Flächenverbrauch der Massentierhaltung und des dazugehörigen Futtermittel­anbaus machen eine entsprechende Erhöhung der Fleischproduktion unmöglich. Die Konsequenz wäre, dass immer mehr Menschen hungern müssen, weil die entsprechenden Flächen nicht für den effizienteren Anbau anderer Lebensmittel zur Verfügung stehen. Es braucht also Alternativen, die gleichzeitig das Potenzial haben, den Hunger auf der Welt zu besiegen. Die Weltgesundheitsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen hat in diesem Zusammenhang schon 2013 auf das Potenzial von Insekten als Nahrungsquelle hingewiesen.

Was westlich sozialisierten Konsument*innen heute noch einen kalten Schauer über den Rücken jagt, könnte in einigen Jahren schon völlig normal erscheinen: Insekten aller Art als regelmäßiger Bestandteil der Ernährung. „Der Zeitgeist für ein Umdenken ist da: Viele Menschen achten nicht nur auf eine ausgewogene Ernährung, sondern auch darauf, dass ihre Lebensmittel nachhaltig produziert sind“, ist die dritte Gründerin, die Wirtschaftswissenschaftlerin Sabrina Jaap, überzeugt. Überzeugt vom Potenzial der Idee, insektenbasierte Nahrung herzustellen, gründeten Ina Henkel und Katrin Figueroa mit ihr gemeinsam in Teltow das Unternehmen Ento­Native, unter der sie die Marke Tenetrio vermarkten. Das Ziel: Ein nachhaltiges, insektenbasiertes Hundefutter zu entwickeln, das die Tiere mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

Barrieren überwinden, Alternativen zulassen

Insekten sind bei uns ein weit verbreitetes Nahrungstabu, dabei war der Genuss der Krabbler historisch gesehen eher die Regel. Ernährungsgewohnheiten und Vorurteile sitzen jedoch oft tief. „Wir wollen mit unserem Hundefutter auch die Berührungsängste der Menschen abbauen“, sagt Katrin. „Anders als viele Menschen empfinden Hunde keinen Ekel angesichts eines Mehlwurms im Futter. Das bietet die große Chance, zu zeigen, wie wertvoll und schmackhaft Insekten als Nahrungsquelle sind.“

Die Vorteile essbarer Insekten sind bekannt. Die meisten sind sehr eiweiß- und nährstoffreich, verbrauchen aber verglichen mit vielen Fleischsorten weniger Ressourcen. Ein großer Vorteil angesichts des Fleischkonsums von Hunden, der bei den Allesfressern  aktuell im Schnitt 164 Kilo im Jahr ausmacht – das Dreifache eines Erwachsenen. Diese Zahl habe die Unternehmerinnen in ihrer Idee bestärkt, erzählen sie. Vor allem angesichts der Tatsache, dass die Tierhaltung zur Fleischproduktion weltweit über die Hälfte der klimaschädlichen Treibhausgase verursacht. „In der aktuellen Wahrnehmung ist Fleisch das zentrale Element in der Hundeernährung“, erklärt Katrin. „Tatsächlich brauchen Hunde aber Proteine. Der aktuell hohe Fleischkonsum ist also gar nicht notwendig.“

Insekten – nur welche?

Die drei Gründerinnen setzen für ihre Futtermittel auf den Mehlwurm (Tene­brio molitor), der kürzlich in der Europäischen Union als Lebensmittel zugelassen wurde; als erstes Insekt überhaupt. Seine Vorteile: Er kann zu 100 Prozent verarbeitet werden, ist bestens verdaulich und enthält wertvolle ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Die Zucht braucht weniger Platz, Futtermittel, Wasser und Energie als jene von Rindern, Schweinen oder Hühnern. In der Anfangszeit züchteten die Unternehmerinnen die Insekten noch selbst, inzwischen ist die Produktion jedoch derart gewachsen, dass sie von ausgewählten regionalen Züchter*innen beliefert werden.

Der Mehlwurm findet sich inzwischen in 15 verschiedenen Tenetrio-Produkten, die nicht nur fleischfrei sind, sondern auch ohne Zuckerzusätze, Gluten, Farbstoffe oder Geschmacksverstärker auskommen. „Unsere Produktphilosophie lautet Clean Feeding: so wenige Zutaten wie möglich, so viele wie nötig“, erklärt Sabrina. Mit ihrem Trocken-, Nass- und Belohnungsfutter für Junghunde und erwachsene Fellnasen decken sie den gesamten Markt ab. Darunter sind Geschmacksrichtungen wie „Insekten, Rote Linsen & Karotten“ oder „Birne Parmesan“. Denn natürlich soll das Futter den Hunden auch schmecken.

Viele Hundebesitzer*innen greifen auf das Tenetrio-Futter zurück, weil ihre Vierbeiner anderes Futter verweigern oder Unverträglichkeiten und Allergien haben. Die transparent deklarierten Zutaten machen es den Besitzer*innen möglich, ganz genau zu wissen, was sie ihrem Hund füttern. Denn die oft fehlende Transparenz gehört zu den Missständen im Heimtierfuttermittelmarkt. Das Fleisch stammt oftmals aus zweifelhafter Massentierhaltung, versteckte allergene Zusatz- und Konservierungsstoffe machen es Besitzer*innen von Allergikerhunden schwer, geeignetes Futter zu finden. Auch das Barfen, also das Füttern von rohem Fleisch, ist hier nicht immer die beste Lösung, da sie eine extrem sachgerechte Anwendung voraussetzt und bei falschem Handling Mangel­erscheinungen auftreten.

Aktiv gelebter Klimaschutz

Für ihre Geschäftsidee haben Henkel, Jaap und Figueroa viele Auszeichnungen bekommen, darunter den dritten Platz beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2018. Die drei Frauen sind stolz auf die Einsparungen, die sie seit der Gründung durch den Verkauf ihrer Produkte erwirkt haben. In Zahlen sind das 167 Millionen Liter Wasser, 30 Tonnen CO2 und 10 Tonnen Fleisch. Diese machen auch deutlich, wie viel die bewusste Entscheidung des Verbrauchenden in seinem Konsumverhalten bewirken kann. Aktiv gelebten Klimaschutz nennen die drei Gründerinnen das. Und die Zahlen geben ihnen Recht. Die Tatsache, dass jährlich mehrere Milliarden Euro in Deutschland für Hundefutter ausgegeben werden, macht deutlich, wie viel Potenzial in diesem Markt steckt und wie viel dabei für den Klimaschutz getan werden könnte. „Wer in nachhaltiges Hunde­futter investiert, investiert nicht nur in die Gesundheit des eigenen Hundes, sondern auch ins Klima“, bringt Katrin es auf den Punkt.

Hundebesitzer*innen sensibilisieren

Noch mehr Hundebesitzer*innen mobilisieren – das ist es, was die Unternehmerinnen anstreben. EntoNative, das aus vier Mitarbeiter*innen besteht und eng mit externen Partner*innen im Bereich Logistik, Online-Marketing, Website und Kommunikation zusammenarbeitet, möchte das Deutschland- und Europageschäft in Zukunft weiter ausbauen. Die Grundsteine dafür sind ein Team, das sich durchweg mit den Produkten und den gemeinsamen Wertvorstellungen identifizieren kann. „Wir sind gnadenlose Optimistinnen und glauben immer fest an den Erfolg“, sagt Sabrina abschließend.

Beruf mit Zukunft – hohe Nachfrage an Alten- und Krankenpfleger*innen

Seit Januar 2020 ist das neue Pflegeberufegesetz in Kraft. Die Regierung verspricht sich davon eine Steigerung der Attraktivität im Pflegebereich.

In vielen Bereichen herrscht in Deutschland Fachkräftemangel. Besonders trifft das auf die Pflege alter und kranker Menschen zu, bei der jetzt schon ein Mangel an 200.000 Arbeitskräften herrscht. Der Pflegebereich vermeldet von allen Berufen bundesweit den größten Fachkräfteengpass.

Im Hinblick auf die demografische Entwicklung, die von einem weiteren Anstieg des Durchschnittsalters der Bevölkerung ausgeht, wird im Jahre 2030 von mindestens 500.000 fehlenden Fachkräften in der Pflege ausgegangen. Für Schulabgänger, Auszubildende und Healthcare-Gründer öffnen sich damit riesige Chancen!

Die Zukunft liegt in der Pflege

Hintergrund für den steigenden Bedarf in der Pflege ist der zu erwartende Zuwachs an Pflegebedürftigen. Es wird davon ausgegangen, dass deren Anzahl von heute 4,5 Millionen auf ca. 6 Millionen im Jahre 2030 ansteigen wird. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Situation in der Vergangenheit. Seit vielen Jahren schon können etwa 8 von 10 Stellen nicht mehr mit qualifiziertem Fachpersonal besetzt werden. Inzwischen wird von einem akuten Pflegenotstand gesprochen.

Dabei trifft es nicht nur den zentralen Bereich der Pflege, in dem es an Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflegern fehlt. Auch dort, wo Experten für pflegerische Dienstleistungen mit akademischem Hintergrund oder mit Fortbildungsabschluss gebraucht werden, können viele Stellen mangels geeigneter Kandidaten nicht besetzt werden. Um einen prekären Pflegenotstand zu vermeiden, müsste neben der Bezahlung auch die Ausbildung und verfügbaren Krankenpfleger Jobs attraktiver gestaltet werden. Dabei ist auf diesen Feldern schon einiges geschehen.

Die Änderungen im Pflegebereich

Sowohl die alte als auch die neue Bundesregierung wusste und weiß um die Notstände im Pflegebereich. Dabei wurden laut des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Jahre 2019 1,7 Millionen Menschen in Pflegeberufen beschäftigt, was immerhin einen Anstieg von 24 % zum Jahre 2012 bedeutet.

Doch das ist angesichts der rasch zunehmenden Überalterung bei Weitem nicht ausreichend. Deshalb wurden mit Beginn der Pandemie die Anstrengungen nochmals erhöht.

Neue generalistische Pflegeausbildung

Seit dem 1. Januar 2020 ist das neue Pflegeberufegesetz in Kraft. Die bisherigen Berufsbilder Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpfleger wurden abgeschafft und dafür der neue Beruf der Pflegefachfrau bzw. des Pflegefachmanns eingeführt. Der generalistische Abschluss wird von allen Mitgliedsstaaten der EU (Europäische Union) anerkannt.

Die Ausbildung ist nun breiter aufgestellt als vorher, die fachlichen Schwerpunkte aller drei Berufsrichtungen wurden dabei zusammengefasst. Dadurch können die Absolventen in allen Versorgungsbereichen flexibel eingesetzt werden.

Auf freiwilliger Basis kann die Ausbildung als Studium absolviert werden. Damit eröffnen sich eine Vielzahl neuer Angebote im Berufsfeld Pflege. Gesundheitswissenschaft, Pflegemanagement und Palliativpflege sind nur einige Beispiele für solche Interessenten, die sich leitende Positionen und Führungsaufgaben zutrauen.

Laut Angaben des Ministeriums wird die neue Regelung gut angenommen. Mehr als 80 % der Betroffenen kommen zu dem Schluss, dass die neue Flexibilität im späteren Berufsleben von Vorteil sein wird. Knapp zwei Drittel glauben an eine signifikante Steigerung der Professionalität und gut die Hälfte bewertet die Verbesserung der internationalen Anschlussfähigkeit als positiv.

Wie geht die Ausbildung vor sich?

Gut die Hälfte der dreijährigen Ausbildung wird in praxisnahen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen und ambulanten Pflegestationen vermittelt. Die theoretische Basis erhalten die Azubis weiterhin in den Berufsfachschulen.

Trotz der Generalisierung bleibt eine Spezialisierung im Bereich des Möglichen. Es werden nämlich nur die ersten beiden Lehrjahre verpflichtend generalisiert abgehalten. Im dritten Lehrjahr ist dann eine Wahlmöglichkeit gegeben, bei der die Absolventen in Richtung Altenpflege, Krankenpflege oder Kinderkrankenpflege einschwenken oder eben weiter die generalistische Ausbildung fortführen können.

Höhere Löhne und Gehälter

Überdies wurde die wirtschaftliche Situation der Pflegenden gestärkt. So ist die Ausbildung nun endlich kostenfrei. Die Ausbildungsvergütung wurde angeglichen und liegt jetzt nicht mehr auf den hintersten Plätzen im Vergleich zu anderen Lehrberufen. Sie beträgt im Schnitt 1.141 Euro im ersten Lehrjahr und steigt auf 1.303 Euro im Abschlussjahr. Damit liegt sie in etwa auf dem gleichen Niveau wie die Ausbildungsvergütung eines Technischen Assistenten in der Anästhesie.

Auch die Löhne der ausgebildeten Pflegefachkräfte sind in den letzten zehn Jahren merklich gestiegen, haben sich um ein Drittel erhöht und bewegen sich zwischen 3.000 und 3.500 Euro brutto monatlich.

Fitness ohne geistige Mauern

Seher Danisman ist mit Fitspirated angetreten, um allen Frauen Sport zugänglich zu machen, unabhängig von Ethnie, Kultur oder Religion.

Seher Danisman ist 20 Jahre alt, lebt und arbeitet in Saarbrücken und ist Gründerin von Fitspirated. Als Coach hat sie seit ihrer Gründung im Januar 2021 über 200 Frauen geholfen, einen gesunden Lebensstil aufzubauen. „Fitspirated setzt sich aus den beiden Wörtern ,Fitness‘ und ,Inspiration‘ zusammen. Bei Fitspirated inspirieren wir Frauen zu einem gesunden Körper in Kombination mit einem positiven Mindset, um einen nachhaltigen Lebensstil aufzubauen, der sie erfüllt und den Segen in ihrem Leben erhöht“, erklärt Seher.

Vom Leistungssport zur Berufung

Mit 15 Jahren wurde Sehers Interesse für Sport in einem Verein geweckt. „Ab diesem Zeitpunkt hat sich mein Leben zum Positiven verändert. Neben meiner Fitness verbesserten sich auch meine Schulnoten und mein Sozialverhalten. Es gab viele Faktoren, die mich damals behindert hatten, diesen Weg einzuschlagen“, so Seher. Unter anderem nennt die Unternehmerin ihre damalige finanzielle Situation als Schülerin. Als Arbeiterkind in einer Großfamilie mit neun Geschwistern, galt eine Vereinsmitgliedschaft als Traumvorstellung. „Trotz vieler Umwege hielt mein Traum an, und ich erreichte mein Ziel. So wurde ich zur Leistungssportlerin im Rudern. Doch habe ich den Leistungssport in meinen jungen Jahren nicht als solchen wahrgenommen. Für mich lag der Fokus immer darauf, dass ich Spaß an der Sache habe“, sagt Seher. Mit der Zeit entdeckte Seher auch ihre Leidenschaft für andere Sportarten und verlor die Freude am fokussierten Spitzensport. „Das war das Ende meiner Karriere als Leistungssportlerin und der Beginn meiner Berufung“, erinnert sie sich.

Mit der Entscheidung für das Studium der Sportwissenschaften begann Seher, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. „Angefangen habe ich als Trainerin in unterschiedlichen Vereinen für verschiedene Altersgruppen. Besonders gern habe ich Kinder- und Frauengruppen trainiert. Im Laufe der Zeit und unter anderem auch durch die Corona-Pandemie habe ich immer mehr Freunden und Bekannten privat geholfen, fit zu werden. Fitspirated entstand, weil mir klar wurde, dass ich besonders erfolgreich darin war, Frauen zu helfen, die Schwierigkeiten hatten, den Zugang zum Sport zu finden“, berichtet Seher.

Rassismus und Sexismus als Hemmnisse

Es gibt viele Gründe, wieso jemand den Weg zum Sport nicht finden kann. Unter anderem spielen Rassismus und Sexismus eine große Rolle, ist sich Seher sicher: „Ich bin zum Beispiel sehr vielen Frauen begegnet, denen mit ihrem Burkini in öffentlichen Bädern deutlich vermittelt wurde, dass sie dort nicht erwünscht sind.“

Als Sportlerin und Trainerin ist Seher immer wieder mit kulturellen, religiösen und damit verbunden finanziellen Herausforderungen konfrontiert worden. „Es sind nicht die Blicke, die ich durch mein Kopftuch beim Klettern ernte. Es sind vielmehr die Konfrontationen mit Hallenwärtern und Trainern, die beispielweise unangenehme Fragen stellen“, so Seher. Dabei stellt ihrer Meinung nach nicht die Frage selbst die eigentliche Herausforderung dar, sondern die Atmosphäre, die dadurch entsteht. Denn selbst, wenn beispielweise das richtige Setting für das Sporttreiben mit Kopftuch gegeben ist, muss auch eine angemessene Atmosphäre herrschen. Für eine solche Atmosphäre sind Sehers Meinung nach unter anderem die Trainer*innen verantwortlich.

„Ich bin überzeugt, dass jede Frau den Weg zum Sport finden und darin aufgehen kann. Unter der Voraussetzung, dass sie weiß, wie sie dies bewerkstelligen kann und auch, wenn der Rahmen dafür gegeben ist“, so Seher. Mit Fitspirated möchte die Gründerin diesen Rahmen bieten und den Problemen, vor allem von bedeckten Frauen, im Fitnessbereich ein Ende setzen. „Unsere Mission ist es, Frauen zu zeigen, wie viele Möglichkeiten der Sport bietet. Wir wollen zeigen, dass man ohne einen Traumkörper zu haben, Sportlerin sein kann, dass man das Leben ohne Verzicht genießen kann, und wir wollen sie dazu ermutigen, das zu tun, was sie erfüllt. Dabei soll es keine Rolle spielen, welcher Ethnie oder Religion sie angehören“, so das Credo der Fitspirated-Gründerin.

Gelernt, mit Konfrontationen umzugehen

Frauen, die aufgrund ihrer Kultur, ihrer Religiosität oder ihrer Vergangenheit keine Bezugspunkte zum Sport hatten, fehlen Vorbilder. Vorbilder, die ihre negativen Erfahrungen widerlegen. „Ich habe gelernt, mit Konfrontationen jeglicher Art umzugehen und kenne keine Sportart, die ich nicht mit Kopftuch ausüben kann. Da es nicht jeder Frau gelingt, sich den Konfrontationen selbständig zu stellen, habe ich mich trotz Schwierigkeiten zu Beginn der Gründung für die Selbständigkeit entschieden“, so Seher.

In den ersten Monaten ihrer Selbständigkeit musste sich Seher vielen Herausforderungen stellen. Eine davon war es, zu erkennen, dass der Erfolg zugleich auch der größte Feind des Erfolgs ist. „Denn anfangs bin ich beispielweise mit den Nachfragen nicht nachgekommen. Deswegen hatte ich mich darauf verlassen, dass es konstant so bleiben wird. Jedoch musste ich schnell feststellen, dass dies nicht stimmt. Die Herausforderung war es, am Ball zu bleiben, den Erfolg zu genießen, sich aber nicht darauf auszuruhen“, so die Gründerin.

Trotz der vielfältigen Anbieter*innen in der Fitnessbranche erreicht Seher mit Fitspirated eine Vielzahl an Frauen, die fit werden wollen, denen der Spaß am Essen fehlt und die sich nach mehr Erfüllung im Leben sehnen. „Diese Frauen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie allesamt stark und entschlossen sind“, so Seher.

Deshalb wollen Seher und ihr Team in den nächsten Jahren weiter wachsen und noch mehr Frauen erreichen. Unabhängig von ihrer Ethnie, ihrer Religion oder ihren Voraussetzungen wollen sie ihnen den Zugang zum Sport ermöglichen. „Dafür werden wir daran arbeiten, unser Angebot zu erweitern und vor allem Barrieren im Sport aufzuheben, um gesamtgesellschaftlich das Bewusstsein für die Probleme von Frauen im Sport zu wecken“, so die ambitionierte Unternehmerin abschließend.

Sehers Tipps für andere Gründer*innen

Abschließen möchte die Fitspirated-Gründerin Seher Danisman anderen Gründer*innen folgende drei Ratschläge mit auf den unternehmerischen Weg geben:

  • „Vertraue deinem Bauchgefühl: Der erste Schritt zu einer Gründung muss keine Entscheidung sein, sondern ein Bauchgefühl. Unabhängig davon, ob es um das Gründen oder eine Geschäftsentscheidung geht, vertraue deinem Bauchgefühl. Meistens haben wir uns schon entschieden, bevor eine Entscheidung gefallen ist.“
  • „Suche dir Spezialist*innen: Du bist zwar hauptverantwortlich, musst aber nicht alles erledigen. Am besten sortierst du die Arbeit nach Zeitaufwand. Such dir vor allem Hilfe bei Aufgaben, die dir nicht liegen.“
  • „Investiere in dich selbst: Die besten Investitionen, die du tätigst, sind diejenigen in dich selbst. Du bist der Kopf der Sache. Mit jeder Investition in dich selbst investierst du auch unmittelbar in deine Gründung bzw. dein Unternehmen.“

Vanlife- und Camping-Trends 2022

Larissa Peters und Bastian Gembler gehören mit ihrer lifestyligen Campervermietung VANTOPIA zu Deutschlands Expert*innen der ersten Stunde für die neue Art des Campings und geben interessante Insights zu aktuellen Entwicklungen und Visionen der Camping-Community.

Nie war der Urlaub auf vier Rädern so begehrt wie heute: Bereits im ersten Coronajahr 2020 wurden hierzulande rund ein Drittel mehr neue Freizeitfahrzeuge verkauft als im Vorjahr - ein Allzeitrekord. Laut des aktuellen Neuzulassungsbarometers des Kraftfahrt-Bundesamtes setzt sich der Camping-Boom auch 2022 trotz abklingender Pandemie mit knapp 20 Prozent mehr Neuzulassungen von Wohnmobilen im Vergleich zum Januar 2021 fort, bei Mini-Vans ist es sogar ein Plus von 62,9 Prozent. Auch die meisten Campingplätze sind bereits im letzten Jahr an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen, was zu steigender Beliebtheit des sogenannten Wildcamping führte – und zu neuen Alternativen zum klassischen Campingplatz, wie z.B. privat vermieteten Stellflächen von landwirtschaftlichen Betrieben.

Laut ADAC interessieren sich zudem immer mehr Millennials und Einsteiger für eine neue, unkonventionelle Art des Campings – nicht nur Urlaub, sondern auch das Arbeiten im Van als digitaler Nomade zeichnet sich als Trend ab . All das zeigt: Campingurlaub befindet sich im Umbruch mit vielen neuen Angeboten, Entwicklungen, aber auch Wachstumsschmerzen.

Die VANTOPIA-Gründer*innen Larissa Peters und Bastian Gembler gehören mit ihrer lifestyligen Campervermietung VANTOPIA mit Sitz in Hamburg zu Deutschlands Experten der ersten Stunde für die neue Art des Campings. Im April 2019 starteten sie mit zunächst zehn Fahrzeugen, seitdem ist die Flotte auf 38 Fahrzeuge gewachsen und für 2022 ist ein zweiter Standort in Süddeutschland mit einer Flotte von 25 Fahrzeugen geplant. Im Interview geben interessante Insights zu aktuellen Entwicklungen und Visionen der Camping-Community.

Caravaning wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Worin liegt seit jeher die Faszination?

Ursprünglich war Camping vor allem eine günstige Art des Reisens und dementsprechend für viele Menschen die einzige Möglichkeit, in den Urlaub zu fahren. Die nächste große Welle erlebte das Camping in der Nachkriegszeit und bedeutete ein Gefühl der Flucht aus dem Alltag – insbesondere im Kontrast der vorangegangenen Jahre. Generell lässt sich gerade in besonders beschwerlichen Phasen deutscher Geschichte beobachten, wie die Camper-Community immer mehr zu einer einerseits eingeschworenen, aber auch offenen Gemeinschaft geworden ist.

Heutzutage sind genau diese Community und die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen, ein großer Teil der Faszination Camping. Aber auch der Freiheitsaspekt des entspannten und entschleunigten Reisens ist ein wichtiger Teil des Campings. Damit verknüpft ist selbstverständlich auch die Naturverbundenheit, die ein Camping-Trip unweigerlich mit sich bringt. Gerade in einem immer hektischer und komplexer werdenden Alltag bietet das Camping eine entschleunigende Abwechslung. Camping ist im Vergleich zum Alltag etwas angenehm Einfaches: Man braucht nicht viele Dinge, man braucht nur seinen Camper und jede Menge Spontanität.

Besonders in letzter Zeit ist allerdings auch das Thema Nachhaltigkeit ein immer wichtigerer Faktor geworden, um den Camping-Boom zu erklären. Gerade im Vergleich zu Flug-, Schiffs- und Fernreisen bietet Caravaning eine sehr viel klimaschonendere Alternative.

Vanlife und Camping boomen seit Corona. Welche Veränderungen habt ihr seit 2020 wahrgenommen?

Viele Reisewillige mussten sich durch Corona nach Alternativen zu konventionellen Reiseformen umgucken und sind so auf Camping gestoßen. Die Zielgruppe ist auch jünger geworden, womit sich die Ansprüche und Wünsche unserer Kunden verändert haben. Mit der Verjüngung des Publikums kommt es zu einer stärkeren Romantisierung von Camping - Stichwort Glamping. Die junge Camper-Generation möchte nicht rein funktional, sondern besonders ästhetisch und angenehm unterwegs sein. Deshalb stellt Camping in deren Bewusstsein auch nicht mehr nur eine günstigere Methode des Reisens dar.

Mit ähnlich hohen Ansprüchen steigt auch die Bereitschaft, ähnlich viel Geld wie für konventionelle Reisen auszugeben. Es wird nicht mehr gecampt, weil es preiswerter ist, sondern weil es schön ist. Dieser Trend wird durch die Entwicklung zum Homeoffice vorangetrieben, welche immer mehr Menschen mobiles und standortunabhängiges Arbeiten ermöglicht. Das ist gerade mit Caravaning sehr gut vereinbar.

Ihr sprecht von einer neuen Art des Campings. Was daran ist neu?

Wir stehen für eine freiere Form des Campings anstatt eines traditionellen, stationären Konzepts. Wir begreifen Camping vor allem als Sprungbrett in Abenteuer in der Natur, in fremde Kulturen und unbekannte Länder. Offenheit für Kulturen und andere Lebensweisen ist für uns ein essenzieller Bestandteil des Camping-Lifestyles. Unsere Vision ist es, dass es eines Tages eine legale Form des Wildcampens in Deutschland gibt. Wir stehen also auch für einfaches, puristisches und naturverbundenes Camping - und das mit schönem, wohnlichem Design.

Welche Trends seht ihr im Jahr 2022?

Einerseits sehen wir dieses Jahr besonders das Thema Arbeiten und Campen im Kommen, hoffentlich wird das auch von künftigen infrastrukturellen Entwicklungen getragen werden. So könnten beispielsweise Campingplätze Coworking-Spaces integrieren. Wir gehen davon aus, dass sich diese Tendenz immer weiter in der Branche manifestieren wird.

Der zweite große Trend ist für uns klar die Suche nach Alternativen zum klassischen Campingplatz. Das war schon in den letzten Jahren ein großes Thema und wir beobachten, wie diese Frage immer mehr an Relevanz gewinnt. Als Drittes sehen wir die Erschließung neuer Reiseziele durch das Campen, wobei wir das nicht nur für einen reinen Camping-Trend halten, sondern denken, dass diese Entwicklung auch generell in der Reisebranche relevant ist. Für das Camping ist es deshalb so spannend, weil selbst Orte ohne jede touristische Infrastruktur mit einem Camper bereist werden können und einem dies ganz neue Möglichkeiten eröffnet.

Gibt es auch einen Trend hinsichtlich der Ausstattung der Vans und Camper?

Ja, auf jeden Fall. Wenn man die zugelassenen Camper-Modelle der letzten Jahrzehnte mit den heutigen vergleicht, geht ein Trend ganz klar weg vom Wohnwagen, hin zum Wohnmobil. In dem Bereich Wohnmobil sind nicht mehr primär die großen, vollintegrierten Modelle gefragt, sondern zunehmend die kompakteren Varianten. Außerdem lässt sich noch klar beobachten, dass es immer mehr kleine Anbieter für den Ausbau der Fahrzeuge gibt, viele Camper bauen sich ihre Modelle inzwischen sogar selbst aus. Es gesellen sich also individualistischere Angebote zu den Produkten von Großanbietern.

Wie wird sich Vanlife bzw. die Branche in den nächsten Jahren weiterentwickeln?

Wir denken, dass die Branche insgesamt weiterwachsen wird. Es werden mehr Camper unterwegs sein und entsprechend wird sich auch die Infrastruktur verändern. Das Angebot wird sich dem neuen Anspruch an Individualität und Naturverbundenheit weiter anpassen. Vanlife wird für mehr Menschen eine echte Alternative werden, gerade, da es gut mit vielen New-Work-Entwicklungen kombinierbar ist. Auf Herstellerseite werden sich mit Sicherheit neue, jetzt noch kleine Anbieter etablieren können und in Konkurrenz zu den alteingesessenen Anbietern treten. Generell wird der Fokus weg von „form follows function“ gehen, wobei ein gewisses Maß an Funktionalität natürlich immer erhalten bleiben muss.

Faktoren wie Ästhetik, Wohnlichkeit und Gemütlichkeit werden eine immer größere Rolle spielen. Wir wünschen uns, dass sich die Camping-Gemeinschaft weiterhin als bunte und weltoffene Gruppe entwickelt, in der jeder willkommen geheißen wird und seinen eigenen Weg finden kann. Wir plädieren außerdem für den Bau von staatlich betriebenen Campingplätzen in Naturschutzgebieten, um auch einem gewissen Natur-Bildungsaspekt Rechnung tragen zu können.

Glaubt ihr, dass durch den Boom die Platz-Kapazitäten in Deutschland noch ausreichen?

Wir gehen davon aus, dass es in den klassischen Ferienregionen und auf den typischen Campingplätzen voll und eng und entsprechend immer schwieriger werden wird, einen Platz zu bekommen. Wir finden allerdings auch, dass es viele Alternativen gibt, die diesen Ansturm entlasten können. Langfristig wird die Nachfrage auch das Angebot beeinflussen und entsprechend werden mit Sicherheit auch Kapazitäten ausgebaut, womit sich die Lage entspannen wird.

Wohin kann man heuer in den Sommerferien noch fahren?

Die Küsten an der Nord- und Ostsee werden in diesem Jahr weiterhin beliebte und überfüllte Reiseziele sein. Wir glauben aber, dass es in Deutschland sehr viele weniger frequentierte Regionen gibt, die mindestens genauso einen Besuch wert sind, wie die etablierten Reiseziele. Da wäre zum Beispiel das Zittauer Gebirge in Sachsen, das Dahner Felsenland oder die Rhön. Und das sind nur einige, wenige Beispiele. Ganz viele schöne Orte in Deutschland sind auch während der Ferien nicht überfüllt, weil sich der Tourismus derart konzentriert hat und so lohnt es sich besonders, alternative und ebenso schöne Ziele anzufahren. Europaweit ist auch Nord-Skandinavien grade im Kommen und von Campern nahezu unberührt.

Müssen Plätze in den Sommermonaten weit im Voraus reserviert werden? Wenn ja, nimmt das nicht einen der großen Reize des Campings weg, die Flexibilität?

Freiheit und Flexibilität sind für uns persönlich essenziell und machen einen Großteil des Reizes beim Campen aus. Daher machen wir selbst eigentlich nie Reservierungen und raten auch unseren Kunden davon ab. Reservierungen sind auch prinzipiell überhaupt nicht notwendig, solange man nicht unbedingt länger als 2 bis 3 Tage an einem bestimmten Platz bleiben will, am besten noch in erster Reihe mit Blick auf das Wasser. Es kommt halt immer auf die konkrete Vorstellung an, die man von seinem Camping-Trip hat. Aber grundsätzlich findet man immer einen Platz, an welchem man stehen kann, auch spontan, auch mitten in der Hochsaison. Und wenn man sich darauf einlassen möchte, dann können wir das auch nur empfehlen. Für uns ist die Flexibilität hier viel wichtiger als eine hohe Planungssicherheit.

Glaubt ihr, dass es bald normal sein wird, dass es viele einzelne Angebote von Campingplätzen zur Vermietung gibt? Also eine Art Dezentralisierung der Campingplätze?

Ja, das können wir uns durchaus gut vorstellen. Das wird bestimmt noch eine Weile dauern, aber wenn wir die Situation richtig einschätzen, müsste dafür auch regulatorisch noch eine ganze Menge geschehen. Da ist es an den Ländern, Kommunen und Ferienregionen, einheitliche und einfache Lösungen zu finden. Diese Entwicklung würde noch mehr Freiheit und Flexibilität beim Campen ermöglichen, was wir sehr begrüßen würden.

Auf dem Weg zum Global ePlayer

Ihr habt per Online-Voting entschieden ... die StartingUp-Gründer des Jahres 2021 sind: Fabian Furch und Leopold Ingelheim von EarlyGame. Hier liest du die Erfolgsstory der Münchner Gaming-Profis.

Die internationale eSports- und Gaming-Branche boomt seit vielen Jahren. Deutlich zweistellige Wachstumsraten im Umsatz- und Community-Bereich machen das Geschäftsfeld auch in den kommenden Jahren zu einem hochattraktiven Investment-Segment. Die Münchner Fabian Furch und Leopold Ingelheim haben das enorme Potenzial bereits 2019 erkannt. „Leo und ich kannten uns aus der Strategieberatung. Ich war und wollte immer schon Unternehmer sein. So war ich vor der Gründung unter anderem bei einem eSports-Unternehmen im Managementteam tätig oder habe zu Studienzeiten mein eigenes Fußballteam gegründet“, so Fabian. „Nachdem sich Leo dann auch dazu entschieden hatte, zu gründen, haben wir uns entschlossen, den Markt gemeinsam zu beackern – EarlyGame war geboren.“ Leo bringt vor allem strukturelle Themen wie Finanzen, Analytics, Marketing und Medienexpertise mit ins Start-up, Fabians Schwerpunkte liegen neben seiner Leidenschaft fürs Gaming auf den Themen Netzwerk, Partnerschaften, Sales und Content.

Mainstream als Booster

„Gaming und insbesondere eSports werden immer stärker Mainstream. Wir haben frühzeitig erkannt, dass es keine maßgebende Plattform bzw. internationale Entertaiment-Marke für diesen Bereich gab, die mit der richtigen ,coolen‘ Sprache Inhalte für die junge, digital-affine Zielgruppe aufbereitet und die Mainstream-Community aktiv in die Unterhaltung miteinbezieht“, erläutert Leo. Diese Lücke haben die beiden nun geschlossen. „Mit unserer Entertainment-Plattform, die wir durch Events, Turniere und weitere Gamification-Elemente ergänzen, bieten wir ein perfektes Package für unsere internationale Community. Wichtig ist für uns, dass wir keine One-way Communication anbieten, sondern das Ganze interaktiv gestalten“, so Leopold.

Die Vision von EarlyGame ist es demnach, im Mainstream-­Entertainment-Bereich des eSports und Gamings für den Fan die weltweite Nummer eins zu werden. Wo steht man aktuell? Das Start-up scheint auf dem besten Weg, eine globale Marke zu werden. Die Dynamik ist beeindruckend, die Zwischen­bilanz zum Jahresstart sehr positiv. „Alle wichtigen Kennzahlen deuten weiterhin auf schnelles Wachstum hin“, so Leo.

Ziele und Meilensteine

Die Ziele sind somit klar definiert: „Wir wollen weltweit die Nummer eins werden, in DACH sind wir das schon. Sowohl Umsatz als auch Unique User wollen wir in diesem Jahr verdoppeln und damit Ende des Jahres acht Mio. Unique User monatlich auf unserer Plattform begrüßen. Zudem planen wir die Erweiterung unseres Geschäftsmodels, u.a. die Einführung eines Subscription Models“, so Co-Gründer Fabian.

Bei all den Erfolgen fragt man sich zwangsläufig, welches die wichtigsten Herausforderungen bzw. Hürden waren, die es bislang zu meistern galt. „Zwei Dinge waren am Anfang sicher sehr wichtig: die Zusammenstellung eines schlagkräftigen Teams und die Namensgebung. Ein erfolgshungriges, hochmotiviertes und talentiertes Team zusammenzustellen, das ist sicher die Basis von allem und gerade ganz zu Beginn eine große Herausforderung. Umso stolzer sind wir auf unsere 15 Mitarbeitenden, die jeden Tag ihr Bestes geben, um Early­Game auf die nächste Stufe zu hiefen“, berichtet Fabian.

Und weil EarlyGame natürlich auch Teamwork bedeutet, war es den Gründern über die gesamte Zeit sehr wichtig, den Happiness-Faktor im Team konstant hochzuhalten und die jungen Mitarbeitenden fit für die sich stetig wandelnde Arbeits- und Themenwelt zu machen. „Das Durchschnittsalter bei uns liegt bei etwa 25 Jahren bei teilweise sehr kurzer Arbeitserfahrung. Das Geld für erfahrenere Kolleg*innen müssen wir uns erst erarbeiten“, bringt es Fabian auf den Punkt.

Ein weiterer Meilenstein war die Namensgebung. „Das Brainstorming zur Marke und die Entwicklung des Namens haben ein paar Wochen gebraucht“, so Fabian. „Eine große Herausforderung und eine zu überspringende Hürde war dann sicher der Moment, als unser Google Search Traffic im Dezember 2019 um teilweise 80 Prozent eingebrochen ist. Hier haben wir relativ schnell festgestellt, dass wir ein paar Anzeichen, sprich Notifications von Google, übersehen hatten, konnten zum Glück gegensteuern und die ,Fehler‘ im folgenden Jahr beheben. Wir mussten ein paar Monate warten, bis ein Google-Update kam und wir damit wieder einen Traffic Boost erhalten konnten. In der Zwischenzeit konnten wir zum Glück durch unsere starke Social-Media-Präsenz und weitere Aktivitäten den Decline abfangen“, so Leopold rückblickend.

VC oder Crowdinvesting?

Eine wesentliche Herausfordertung der beiden Unternehmer war zudem die Frage der Finanzierung: VC oder Crowdinvesting? „Auch mit dem Risiko, dass eine erfolglose Crowdinvesting-Runde für jedermann öffentlich ist, haben wir uns für diesen Weg entschieden“, so Leo. Im Rückblick die richtige Entscheidung: Nicht nur, dass die Kampagne in Rekordzeit gefunded war, am Ende waren die Gründer mit der eingesammelten Gesamtsumme von 700.000 Euro auch deutlich „oversubscribed“. „Für uns als Team eine starke Bestätigung unserer starken Community“, kommentiert Leo.

Neben der Crowd konnte EarlyGame weitere Investor*innen von sich überzeugen: einen Investor aus Singapur sowie die Familie Winterling. „Die Vision, aber auch der bisherige Track-Record von EarlyGame haben uns überzeugt. Fabian kennen wir schon viele Jahre, und das, was er gemeinsam mit Leopold und dem gesamten EarlyGame-Team innerhalb kürzester Zeit aufgebaut hat, hat uns überzeugt und war letztlich ausschlaggebend für unser Investment“, erklärt Christoph Winterling, Marketing- und Vertriebsvorstand des FC Bologna. Den Einstieg des asiatischen Investors sieht Fabian wiederum als Beleg dafür, dass der EarlyGame für interna­tionale Investor*innen ein attraktiver Sektor und die Ausrichtung des Start-ups stimmig ist.

Mit den insgesamt eingesammelten 850.000 Euro wollen die Münchner ihre Reichweite weiter ausbauen. „Wir erreichen aktuell mehr als vier Million Unique User pro Monat auf unserer Plattform und über 20 Millionen auf Social Media“, so Leopold. „Wichtig hierbei war es uns immer, die allgemeine Balance zu halten, beispielsweise zwischen schnellen Umsätzen und dem Status einer coolen Marke. Ebenso wichtig: ein gewisses Geschick in herausfordernden Phasen auftretender Liquditätsengpässe“, ergänzt Fabian

Going global

Vor dem Hintergrund der erfreulichen Gesamtentwicklung hat auch Early-Game-Partner kicker seine Investition wiederholt ausgebaut. „Das Interesse an einem Investment im Bereich eSports und Gaming ist aktuell sehr groß. Wir sehen gerade auch eine starke Nachfrage seitens globaler Investor*innen. Das ist erfreulich, denn mittelfristig wollen wir mit EarlyGame vor allem international Maßstäbe setzen und mit weiteren internationalen Partner*innen die nächsten Schritte machen“, betont Leo.

Mit weiteren Partnerschaften wollen die ambitionierten Gründer ihr Produktangebot erweitern, die Nutzer*innenzahlen maximieren und den kontinuierlichen Aufbau ihrer Marke forcieren. Gerade auch die Partnerschaften und Kooperationen geben EarlyGame immer wieder einen Push, betonen Leopold und Fabian. Die Zusammenarbeit mit Brands wie HyperX, MediaMarktSaturn, Jochen Schweizer, aber auch die Partnerschaft mit Laureus Sport for Good rund um die EarlyGame Awards haben die Community kontinuierlich weiterwachsen lassen.

Mit den im Jahr 2021 initierten EarlyGame Awards konnte das Start-up bereits in der Startphase einen der erfolgreichsten Community-Gaming- und Streaming-Awards in Deutschland aufbauen. „Mit Partnern wie Laureus Sport for Good, Euronics, GTÜ oder Razer bauen wir 2022 auf diesem Erfolg auf; langfristig ist es auch hier unser Ziel, eine absolute Top-Marke im Bereich Gaming Awards zu schaffen, vergleichbar mit den Laureus Awards im Sportbereich“, so Fabian. Im nächsten Schritt heißt es dann auch hier wiederum: Going global.

Drei deutsche Kaffeemarken überraschen die Welt

Coffee Friend und Co.: Diese drei vielversprechenden Kaffeemarken aus Deutschland bereichern jeden (Büro-)Alltag und haben das Zeug zum großen Wurf.

Was hat Sie in letzter Zeit überrascht? Wir sind uns wohl alle einig, dass Überraschungen für das Leben fundamental wichtig sein können. Letztlich sehnen sich die meisten von uns doch nach Kontrolle, aber das Leben ist nun mal unkontrollierbar und das macht den Reiz des Lebens aus.

Ähnlich ist es doch bei Kaffee: Wenn wir immer wüssten, was auf uns zukommt, bräuchten wir keine unterschiedlichen Arten von Kaffee trinken. Natürlich haben wir uns alle an den Geschmack von Kaffee gewöhnt; wir wissen, welchen Kaffee wir am liebsten trinken und auf welche Arten wir gern zurückgreifen. Dennoch sind Kaffeegenuss und Geschmack individuell, je nachdem, in welcher Phase, zu welcher Zeit, mit welchen Gedanken Sie Ihren Kaffee genießen.

Dieser Artikel handelt von deutschen Kaffeemarken, die in der Lage sind, die Welt zu überraschen. Daraus geht hervor, dass die besagten Marken weltweit vielleicht noch nicht angekommen oder wahrgenommen sind. In Deutschland haben sich die besagten Marken aber schon etabliert, weshalb auch Sie sich vom Genuss überzeugen sollten.

#1 Coffee Friend

Eine dieser Marken ist Ihr „Kaffeefreund“ und das ist deshalb besonders einprägsam, weil genau das der Titel und Name der Marke ist. Coffee Friend versorgt den Kaffeegenießer und die Kaffeegenießerin mit all dem, was das Kaffeeherz begehrt. Wir wissen: Guter Kaffee zu Hause ist ein Genussmoment. Manchmal ist das alles, was Sie brauchen. Frisch und aromatisch. Coffeefriend steht stellvertretend für den Genussmoment, welchen man durch guten Kaffee erreicht. Hier wird vor allem das Aroma großgeschrieben, welches für guten Kaffee natürlich unabdingbar ist. Aus diesem Grund gibt es auch immer neue Kaffeesorten, die auf und von Coffee Friend getestet werden. Coffee Friend verbreitet natürlich auch Maschinen und Automaten, die Ihnen unterschiedlichste Zubereitungsarten nach Hause bringen. Dabei garantiert Coffee Friend eine nette und warme Atmosphäre, wenn Sie mit dem Unternehmen in Kontakt treten. Man wird Ihnen einfach und präzise beschreiben, was Sie wissen müssen, sodass Sie Ihren Kaffeegenuss in gewünschter Manier zu Hause genießen können. Probieren Sie den internationalen Einzelhändler für Kaffee und Kaffeemaschinen ruhig aus. Dabei sei Ihnen gesagt, dass Coffee Friend auf jeglichen Märkten zugegen ist, sofern es um Kaffee geht. Hierbei stehen Vertriebserfahrung und eine qualitativ hochwertige Produktion im Fokus. Coffee Friend steht dabei natürlich vor allem auch für hochwertig vertriebene Produkte wie Caprissimo, Burtukana und Parallel.

Remote Gründen – so geht’s

Tipps und To Do’s zum Trendthema Remote Work von Ben Sattinger, einem erfolgreichen und erfahrenen Remote-Founder.

Durch die Corona-Pandemie ist das Thema Remote Work noch stärker in den Vordergrund gerückt. Der Wunsch nach örtlicher und zeitlicher Flexibilität kann so manche(n) Gründungswillige(n) jedoch auch davon abhalten, ein Unternehmen zu gründen. Wie sich beides erfolgreich kombinieren lässt, weiß Ben Sattinger, ein Pionier im Bereich des ortsungebundenen Arbeitens. 2014 gründete er sein Unternehmen Online Trainer Lizenz (OTL) und baute es von Anfang an komplett remote auf – er selbst lebt und arbeitet an den unterschiedlichsten Orten. Auch deshalb konnte OTL in Corona-Zeiten wie gewohnt weiterarbeiten, beschäftigt heute rund 50 feste sowie ebenso viele freie Mitarbeiter*innen und machte 2020 einen Umsatz von 6,6 Mio. Euro. Hier Bens Tipps:

Volle räumliche Flexibilität von Anfang an

Home-Office oder das Arbeiten von flexiblen Orten zu flexi­blen Zeiten war von Beginn an Teil unserer Unternehmens-DNA. Mein Mitgründer Sven Faltin und ich entschieden uns im Jahr 2014, dass wir auf ein Büro verzichten wollen und unsere Mitarbeiter*innen remote für uns arbeiten sollen. Ich war vor der Unternehmensgründung einer der ersten Fitness-Influencer in Deutschland und konnte zeit- und ortsunabhängig arbeiten. Dadurch habe ich die Vorteile des „Arbeitens von überall aus“ kennengelernt. So konnte ich meiner Leidenschaft, dem Reisen, nachgehen und gleichzeitig Geld verdienen. Das wollte ich auch für mein Unternehmen ermöglichen. Ein Grundgedanke dabei war natürlich auch: Zum Zeitpunkt unserer Gründung mussten angehende Personal Trainer*innen und Sportbegeisterte noch durch ganz Deutschland fahren, um ihre Ausbildung absolvieren zu können. Wir fragten uns: Wieso die Ausbildungen nicht digital anbieten, wenn auch sonst alles andere digital erledigt werden kann? So war die Idee zum remote Gründen geboren.

Feste Strukturen und Prozesse sind das A und O

Eine reine Remote-Aufstellung stellt trotz des Erfolgs eine gewisse Herausforderung dar, das mussten wir auch nach der Gründung lernen. Schnell war klar, dass mit dem Wachstum des Unternehmens auch Strukturen und Prozesse für eine erfolgreiche Zusammenarbeit geschaffen werden müssen. Wir führten feste Kernarbeitszeiten von 9 bis 15 Uhr deutscher Zeit ein, die verpflichtend für das gesamte Team sind. Abseits dieser Kernarbeitszeit können unsere Mitarbeiter*innen selbst entscheiden, wie sie sich den Arbeitsalltag gestalten. Außerdem haben wir feste Strukturen eingeführt – sowohl bei den Timings, Meetings als auch bei den Verantwortlichkeiten. Früh haben wir auf gemeinsame digitale Projektmanagement-Tools gesetzt, damit alle einen Überblick über das gemeinsame Arbeiten haben.

Wir mussten uns seit der Gründung als Arbeitgeber abheben

Natürlich wussten wir bei der Gründung, dass wir potenziellen Mitarbeiter*innen auch besondere Leistungen anbieten müssen, die es in Unternehmen mit einem festen Büro nicht gibt. Vor allem über die begrenzten direkt-persönlichen Kontakte unserer Mitarbeiter*innen haben wir uns mit der Gründung Gedanken gemacht und setzen von Anfang an auf Teamreisen, die ein Mix aus gemeinsamem Arbeiten und Aktivitäten sind. Das gesamte Team macht sich dann auf den Weg in Richtung Traumreiseziel. Zypern, Marokko, Südafrika, Thailand oder auch Indonesien sind nur einige Ziele des Teams gewesen. In der ersten Woche wird Vollzeit gearbeitet, während sich die Arbeitsstunden in der zweiten Woche halbieren und so der Nachmittag für gemeinsame Aktivitäten genutzt werden kann. Während der Reisen fokussieren wir vor allem die Arbeit an einem Ort und verbessern so die persönliche und verbale Kommunikation zwischen den Mitarbeiter*innen. Zusätzlich fördern Team-Wochenenden in Berlin den Teamgedanken. Ähnlich wie bei den Teamreisen, setzt sich das Wochenende aus Workshops und gemeinsamen Aktivitäten zusammen.

Top-Ausrüstung für das Home-Office

Als Unternehmen in der Fitnessbranche lag uns die körperliche Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen immer schon am Herzen. Wir stellen ihnen verstellbare Schreibtische, ergonomische Bürostühle und entsprechendes technisches Equipment zur Verfügung. Im Zuge der Corona-bedingten weitreichenden Ausgangsbeschränkungen, haben wir unseren Mitarbeiter*innen bspw. Walking Pads gekauft, um den Bewegungsmangel ein wenig auszugleichen.

Soft Skills bei der Personalauswahl

Mit der Gründung haben wir auch bei der Personalauswahl stark auf Soft Skills gesetzt. In einem Remote-Unternehmen ist es besonders wichtig, dass wir Mitarbeiter*innen auswählen, die sich mit unserem Produkt identifizieren und eigenständig arbeiten. Unsere Mitarbeiter*innen müssen belastbar sein, flexibel denken und einen starken Charakter vorweisen. Von Anfang an hatten wir viele Mitarbeiter*innen, die eine Nähe zu OTL und unseren Themen haben. Viele unserer Mitarbeiter*innen haben eine Ausbildung bei uns gemacht, sind uns auf unseren Social-Media-Kanälen gefolgt oder kannten mich als Person des öffentlichen Lebens. So entsteht ein Team mit hoher Identifikationskraft zum Produkt, das gern digital zusammenarbeitet. Bei der Auswahl der Mitarbeiter*innen spielt in diesem Kontext die fachliche Qualifikation natürlich eine Rolle, aber eher eine nebengeordnete. Wir sind der Auffassung, dass (fast) jede(r) an seinen/ihren Aufgaben wachsen kann. Viel wichtiger war und ist uns, dass wir zueinanderpassen. Im Ergebnis haben wir unter unseren knapp 50 festen Mitarbeiter*innen viele echte Freundschaften, trotz klarer Hierarchien, ohne die es remote auch nicht funktioniert.

Schenkt bei der Gründung Vertrauen!

Die Gründung eines Remote-Unternehmens ist eng an das Vertrauen gekoppelt, das Führungskräfte ihrem Team entgegenbringen. Meine Erfahrung ist, dass gerade bei der Umstellung zum Arbeiten im Home-Office diejenigen Mitarbeiter*innen die besten Leistungen erbringen, die spüren, dass ihnen vertraut wird und sie wertgeschätzt werden. Mein Rat an alle, die jetzt remote gründen oder jetzt umstellen wollen: Sorgt für feste Strukturen und Prozesse bei Meetings, klare, einvernehmliche Ziele, realistische Aufgabenstellungen und nachvollziehbare Verantwortlichkeiten. Und stellt den Menschen in den Mittelpunkt! Nur in diesem Rahmen entfaltet sich das Potenzial der eigenen Mitarbeiter*innen – das hilft allen, auch dem Unternehmen.

Online-Marketing-Trends 2022

So gelingt ein ganzheitlich-nachhaltiges Online-Marketing im Jahr 2022.

Ökologisch, ökonomisch und sozial. Auf diesen drei Eckpfeilern beruht Nachhaltigkeit, ein Thema, das heute in aller Munde ist. Dabei mag es vielleicht überraschen, dass Online-Marketing, so wie es meist betrieben wird, diesen Kriterien gar nicht entspricht. Was viele z.B. nicht wissen: Das Internet hat einen enormen Stromverbrauch und verursacht genauso viel CO2-Emissionen wie die Luftfahrtindustrie. Es reicht also nicht aus, ein papierloses Office zu betreiben und die Werbekampagne von Print auf Online umzustellen. Zu einem ganzheitlich ausgerichteten nachhaltigen Online-Marketing, das Unternehmen nicht nur erhöhte Medienaufmerksamkeit schenkt, sondern allen Aspekten der Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch und sozial – glaubhaft gerecht wird, gehört ein wenig mehr.

Die Experten der Online-Marketing-Agentur SEO-Küche erläutern, an welchen drei einfachen Stellschrauben jede(r) Unternehmer*in drehen sollte, um erste wichtige Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Online-Marketing zu gehen, von denen Unternehmen, Umwelt und auch Kund*innen profitieren.

Ökologischer Aspekt: Optimiere deine Website für einen geringeren Stromverbrauch

Der Energiebedarf des Webs ist in den letzten Jahren enorm gestiegen und beträgt heute in etwa zwei Prozent des weltweiten Verbrauchs. Immer größer werdende Websites, mit schicken Bildern und emotionalen Videos, tragen hierzu einen erheblichen Teil bei, denn je größer und schwerer eine Website ist, desto mehr Strom benötigt sie. Für einen geringeren ökologischen Fußabdruck sollten Unternehmen daher auf ein schlankes Webdesign mit reduzierten Daten achten. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann zudem auf eine klimaneutrale Website setzen. Dabei wird der Energiebedarf des Internetauftritts berechnet und durch ein gewähltes Klimaschutzprojekt gleich wieder ausgeglichen.

Natürlich gibt es neben einer klimaneutralen Website auch andere Mittel und Wege um Unternehmen ökologischer zu gestalten. Anstatt unternehmenseigene Server zu betreiben, können Unternehmen beispielsweise auf Cloud-Hosting setzen und bei der Beschaffung von Hardware sollte der benötigte Strombedarf ein Kaufkriterium sein. Auch das Ermöglichen von Home Office schont, durch geringeren Pendler*innenverkehr, die Umwelt.

Sozialer Aspekt: Respektiere die Privatsphäre deiner User*innen

Tracking-Tools wie Google Analytics kommen auf fast jeder Website zum Einsatz und sollen Unternehmen wertvolle Daten über das Verhalten deiner Besucher*innen, für personalisierte Werbemaßnahmen, liefern. Eine unglaubliche Masse an Informationen, die da zusammenkommt und den Energieverbrauch des Internets und Datenumfang einer Website erhöht. Dabei werden am Ende nicht mal mehr alle Daten genutzt oder falsche Schlüsse aus ihnen gezogen. Nachhaltig und sozialverträglich sieht anders aus.

Verringere daher deine invasiven Tracking-Methoden, mit denen du in die Privatsphäre deiner Nutzer*innen eindringst, und überlege stattdessen im Vorfeld genau, welche Daten du wirklich benötigst. Achte auch darauf, dass deine Cookie-Hinweise datenschutzrechtskonform sind. So bist du rechtlich auf der sicheren Seite, erhöhst die Nutzer*innenfreundlichkeit und wirst gleichzeitig dem sozialen Nachhaltigkeitsaspekt gerecht.

Ökonomischer Aspekt: In nachhaltige Kund*innenbeziehungen investieren

Es kommt nicht nur häufig vor, dass über Tracking-Tools gesammelte User*innen-Daten falsch interpretiert werden, sie sorgen zudem nicht selten dafür, dass die Effektivität von Werbeanzeigen systematisch überschätzt wird. Unternehmer*innen sollten daher immer wieder neu überdenken, wie viel Budget sie zu welchem Zeitpunkt für Anzeigen ausgeben, denn es gibt langfristigere und vor allem nachhaltigere Methoden, um auf sich aufmerksam zu machen:

  • Kundenbeziehungen stärken: Kommentiere Blogbeiträge, seie in relevanten Facebook-LinkedIn-Gruppen aktiv, beantworte Fragen im Social Web und besuche Branchenveranstaltungen.
  • Content mit Mehrwert produzieren: Investiere in die Erstellung von einzigartigem Content, der deinen Kund*innen einen Mehrwert liefert.
  • SEO nutzen: Optimiere deine Website und setze auf Suchmaschinenoptimierung für ein besseres Ranking.

Nicht auf den schnellen Effekt setzen

Natürlich wirst du bei einem nachhaltigen Vorgehen nicht den schnellen Erfolg sehen, den du vielleicht aus Google Ads-Kampagnen gewohnt bist. Dafür wirst du langfristig mit effektiveren und authentischen Werbemaßnahmen belohnt, die durch enge Kund*innenbindungen auch wirken. Nicht nur dein Werbebudget wird es dir danken, das gute Gefühl, das du erhältst, wenn du dein Online-Marketing nachhaltig gestaltest, bekommst du ganz automatisch und vor allem kostenlos dazu. Natürlich kannst du klassische Werbung weiterhin und ergänzend einsetzen. Die richtige Mischung zur richtigen Zeit macht’s.

IT-Trends 2022: das Jahr der digitalen Evolution

Gut zu wissen: Das erwartet uns zum Thema IT-Trends im kommenden Jahr.

Covid-19 hat im vergangenen Jahr spürbar manche Dynamik eingebremst – insbesondere in wirtschaftlichen Kontexten. In einem Bereich jedoch hat Corona für eine beispiellose Dynamisierung gesorgt. Die Rede ist von der Digitalisierung. Der Schwung dieser Entwicklung wird sich auch im kommenden Jahr am Beispiel mehrerer Trends zeigen. Wir haben folgende fünf Technologietreiber identifiziert, die im Jahr 2022 spürbaren Einfluss auf betriebliche IT-Anwendungen haben werden:

  • Distributed Cloud und Edge Computing
  • Process Mining und Data Mining
  • ERP 2.0
  • Ethisch verantwortete KI
  • Datenhygiene

IT-Trend: Distributed Cloud und Edge Computing
Der Bedarf nach flexibel anpassbarer und per Cloud überall verfügbarer Software wird auch 2022 steigen. Nachdem die Entwicklung von großen monolithischen Systemen hin zu kleindimensionierten Microservices bereits klar erkennbar ist, zieht nun mit der Distributed Cloud auch die dahinterstehende Infrastruktur nach. Mit diesem Architekturansatz gibt es kein zentrales Rechenzentrum mehr, sondern die Rechnerlast wird auf kleine regionale Clouds aufgeteilt. Diese Infrastruktur von vernetzten und verteilten Servern bietet darüber hinaus die ideale Grundlage für ein Konzept, das sich daraus direkt ableitet: Edge-Computing. Ziel ist es dabei, Server und Applikationen näher an den Ort zu bringen, wo die Daten entstehen, und so deren Verarbeitungszeit spürbar zu verkürzen. Der entscheidende Vorteil der Distributed Cloud und des Edge Computings ist neben der geringeren Latenz und besseren Performance eine höhere Ausfallsicherheit, da die einzelnen Regional-Clouds unabhängig voneinander arbeiten können. Das bedeutet: Sollte ein Cloud-Server ausfallen, zieht dies nicht den Ausfall des gesamten Systems nach sich. Die Nachfrage nach Distributed Cloud und Edge Computing wird 2022 vor allem durch datenintensive Anwendungen etwa im Bereich Machine Learning vorangetrieben.

IT-Trend: Process Mining und Data Mining
Auch im Jahr 2022 werden viele Unternehmen sich auf Unregelmäßigkeiten im Ablauf ihrer Prozesse einstellen müssen – allein schon durch unterbrochene Lieferketten und anhaltende Verknappungen an Bauteilen wie Microchips. Vor diesem Hintergrund wird Process Mining an Bedeutung gewinnen – gemeint ist: die systematische Analyse und Auswertung von Geschäftsprozessen. Process Mining hat seinen Ursprung im Data Mining, also der Analyse großer Datenbestände mit dem Ziel, neue Querverbindungen, Muster und Trends zu erkennen. Unternehmen können zum Beispiel mithilfe von Data Mining die Personalisierung ihrer Angebote erhöhen oder Warenkorbanalysen fahren. Beim Process Mining wird dieses Verfahren auf einen kompletten Prozess übertragen. Die darin auftretenden Ereignisse, sogenannte Events, werden dabei logisch hinsichtlich ihrer chronologischen Reihenfolge miteinander verknüpft. Auf dieser Basis lässt sich ein Prozess visualisieren und in Echtzeit analysieren. Voraussetzung dafür sind allerdings voll digitalisierte Prozesse. Nur so ist es möglich, die für Process Mining nötige Datenbasis zu schaffen. Durch die Integration von KI wird es darüber hinaus möglich, noch fundiertere und insbesondere intelligentere, weil präskriptive Analysen zu erhalten. Stichwort Predictive Analytics. Zum Beispiel lässt sich damit aufzeigen, wann der Bedarf nach einem bestimmten Produkt künftig steigen wird und wie stark.

IT-Trend: ERP 2.0
Das Internet of Things (IoT) verbindet Software-Anwendungen, Maschinen, Anlagen und Werkzeuge zu einem integrierten und zunehmend autonom agierenden Gesamtsystem. Dieses produziert täglich eine riesige Menge an Daten. Damit entsteht eine wichtige Grundlage, um Unternehmensprozesse über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu analysieren und auf Basis dieser Datenauswertungen zu verbessern und effizienter zu machen. Für sich genommen bieten die erfassten Daten aber noch keinen großen Mehrwert. Erst in einem größeren Kontext entfalten sie ihren Nutzen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das ERP-System, in dem sämtliche Betriebsinformationen zusammenlaufen und anschließend gefiltert und klassifiziert sowie an die nachgeordneten Anwendungen weitergeleitet werden. Der Datenfluss kann vor dem Hintergrund eines derart vernetzten Systems auch über die Grenzen eins Unternehmens hinausgehen und Lieferanten etwa mit einbeziehen. Das ERP-System wird so zu einer zentralen Softwareplattform und zu einem Integrations-Hub für das Internet der Dinge. Damit wird zugleich eine neue Generation von ERP-Systemen in Unternehmen und Betriebe einziehen. Die entscheidende Voraussetzung für ERP 2.0 ist allerdings, dass sämtliche Komponenten einer IoT-Architektur über standardisierte Schnittstellen mit dem ERP-System integrierbar sind – angefangen bei der Datenbanktechnologie, über sämtliche Analysesysteme bis hin zu den entsprechenden Systemen auf Seiten externer Geschäftspartner, die ebenfalls Teil des Netzwerks sind.

IT-Trend: Ethisch verantwortete KI
Das Potenzial von KI ist nicht nur inzwischen bekannt, sondern es gibt unterdessen auch bereits sehr ausgereifte Systeme, in denen sich die Technologie täglich als praxistauglich unter Beweis stellt – wie zum Beispiel in der fortgeschrittenen Datenanalyse. Hier hilft KI, strategische Entscheidungen im Betrieb datengestützt zu fällen. KI wird damit zu einem mächtigen Instrument für Unternehmen, sich im Wettbewerb gegenüber den Marktbegleitern bestmöglich zu positionieren. Die aus KI-Systemen abgeleiteten Erkenntnisse sorgen aber auch immer wieder für kritische Rückfragen. Sie drehen sich etwa rund um die Themen Datenschutz und Compliance und kommen aus den Reihen der Stakeholder derer, die diese Technologie anwenden. Vor diesem Hintergrund wird es künftig nicht mehr genügen, KI blindlings im Sinne der eigenen unternehmerischen Ziele zu nutzen. KI wird künftig auch nicht mehr nur unter rein funktionalen Gesichtspunkten, etwa im Blick auf Prozessverbesserung oder Automatisierung gesehen werden. Vielmehr wird diese Technologie zunehmend auch in ein direktes Verhältnis zu den Stakeholdern, denen sie eigentlich dienen soll, gesetzt. In diesem Zusammenhang geht es dann auch um Fragen der Fairness, der Gerechtigkeit im Wettbewerb und der Transparenz gegenüber Kontrollbehörden.

IT-Trend: Datenhygiene
Der Wert von Daten als Basis für verlässliche Unternehmensentscheidungen wird zunehmend erkannt. Mit den exponentiell wachsenden Datenmengen, die Betrieben zur Verfügung stehen, wird aber auch die Frage nach der Datenqualität lauter werden. Im Kern geht es um die Vermeidung von Dirty Data. Eine Herausforderung vieler Unternehmen ist vor diesem Hintergrund die schiere Anzahl der betrieblichen Datenquellen und damit die Fragmentierung von Daten, die oft aus veralteten Systemen, in unterschiedlichen Formaten, Metadaten, Formularen und nicht mehr zeitgemäßen Datenbankformaten vorliegen. Im Ergebnis führt dies zu geringer Datenqualität. Datenqualitätsmanagement wird deshalb zunehmend in den Fokus unternehmerischen Handelns rücken. Hierbei geht es darum, die Datenqualität von vorneherein sicher zu stellen und zu verhindern, dass Dirty Data überhaupt erst entsteht. Eine Vorrausetzung für diese vorausschauende Form der Datenhygiene ist Data Governance. Immer mehr Unternehmen werden sich deshalb aller Voraussicht nach ein Regelwerk für den Umgang mit Daten im Unternehmen geben.

IT-Trend Fazit: 2022 wird das Jahr der digitalen Evolution
Ab dem nächsten Jahr wird es für Unternehmen insbesondere darum gehen, bei der Digitalisierung die folgerichtigen und oft auch erforderlichen nächsten Schritte zu verfolgen, um sich für 2022 und darüber hinaus optimal aufzustellen. Nach Cloud folgt die Distributed Cloud, nach Big Data kommt zielgerichtetes Data und Process Mining, sowie ein stärkerer Fokus auf Datenhygiene. ERP braucht ein Update auf ERP 2.0 und statt KI-Potenzial einfach einzusetzen, rückt die ethische Verantwortung bei der künstlichen Intelligenz in den Fokus. Wir werden es im kommenden Jahr also mit einem Jahr der digitalen Evolution zu tun haben.

Der Autor Oliver Rozić ist Vice President Product Engineering bei Sage. Das Unternehmen unterstützt mit seinen innovativen Cloud-Lösungen fürs Unternehmensmanagement kleine und mittelständische Unternehmen auf der ganzen Welt.

E-Commerce-Trends in der Weihnachtszeit

Der Internethandel bereitet sich jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit auf die wichtigsten Wochen des Jahres vor. Um bis mehr als 100 Prozent steigen die Verkäufer in den Wochen vor Weihnachten an. Wir haben uns angesehen, welche Trends zu beobachten sind und welchen Einfluss das Corona-Virus auch in diesem Jahr auf das Kaufverhalten nimmt.

Black Friday und Cyber Monday

Als Startschuss für die Weihnachtszeit und damit die umsatzstärkste Zeit für den Einzel- und Online-Handel gilt der Black Friday. Der Tag, der in Amerika ins Leben gerufen wurde, funktioniert längst auch in Deutschland. Es locken diverse Schnäppchen und Sonderangebote in allen Bereichen: Egal, ob ein neues Handy oder ein hochwertiges Paar Schuhe – wer am Black Friday und Cyber Monday gute Angebote schaltet, hat gute Chancen auf fleißige Käufer*innen. Damit handelt es sich bei diesem Trend um keinen neuen, aber einen, den Händler*innen jedes Jahr unbedingt im Blick haben sollten.

Marketing-Kampagnen in den sozialen Netzwerken

In den letzten Jahren haben sich die sozialen Netzwerke zu wichtigen Tools für Händler*innen entwickelt. Mit der richtigen Werbung und den richtigen Influencern lässt sich das Weihnachtsgeschäft ordentlich ankurbeln. E-Commerce und die sozialen Medien sind in der Weihnachtszeit quasi verheiratet – das zeigen erfolgreiche Kampagnen großer Unternehmen, die wir in den letzten Jahren immer wieder beobachten konnten. Deshalb sollte die richtige Kommunikationsstrategie im Voraus geplant werden, um potentielle Kunden über alle relevanten Kanäle zu erreichen. Dabei werden die Strategien immer kreativer und der Content immer komplexer. Vorbei sind die Zeiten der plumpen Werbung in den sozialen Medien, heute möchten Kunden mit Emotionen gelockt werden und sich mit Produkten verbunden fühlen. Auch Automatisierungstechnologien können dabei helfen, eine Kampagne richtig zu planen und festzulegen, an welchen Tagen welche Beiträge online gehen sollen.

Mobile Webseite für unkomplizierte Käufe optimieren

Auch wenn viel Zeit und Liebe in die Website gesteckt wurde: Kund*innen lieben es, über ihre Mobilgeräte zu shoppen. Nachweislich steigen die Verkaufszahlen, wenn die mobile Website überzeugt und eine einfache Navigation gewährleistet. Jedes Jahr ist mehr und mehr zu beobachten, wie vom Laptop vom Handy oder Tablet gewechselt wird. Sogar unsere Steuern können wir mittlerweile über unser Mobilgerät abwickeln. Nicht nur auf dem Handy lassen sich Casinos ohne Steuer ansteuern. Auch Programme zur Steueroptimierung helfen dabei, mit wenigen Klicks ans Ziel zu gelangen.

Auch für den E-Commerce-Bereich gilt also: Online-Händler*innen müssen auf eine gute mobile Website setzen. Nicht nur kurze Ladezeiten und ein übersichtliches Menü müssen überzeugen, auch der erste Eindruck sollte stimmen. Kund*innen entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie sich auf einer Seite wohlfühlen – denn eine Alternative ist im Zweifel schnell gefunden. Auch Kampagnen, die in den sozialen Medien geschaltet werden, führen den Kunden/die Kundin zum mobilen Online-Shop. Am besten werden hier also kreative Content-Strategien mit einem überzeugenden mobilen Auftritt kombiniert, sodass die Kaufwahrscheinlichkeit signifikant ansteigt.

Art der Geschenke verändert sich

Man kennt es vielleicht noch von der Großmutter, die gern Walnüsse und Orangen verschenkt. Lebensmittel zu verschenken, das erscheint heute aber oft aus der Zeit gefallen. Wenn es sich nicht gerade um eine trendige Gemüse- oder Kochbox handelt, verschenken wir mittlerweile lieber andere Dinge. Besonders digitale und haptische Geschenke sind heutzutage im Trend. Online-Gutscheine oder Abos für Hörbucher oder Musik werden immer häufiger verschenkt, sogar Kryptowährungen legt man gern virtuell unter den Weihnachtsbaum. Technik bleibt ebenfalls ein Dauertrend, vom Staubsaugerroboter bis hin zum neuen Handy wird alles gern verschenkt. Hier sind dann wieder der Black Friday und Cyber Monday wichtige Verkaufstage, denn in der Vorweihnachtszeit suchen Kund*innen vermehrt nach Angeboten.

Es muss aber natürlich nicht immer ein Gegenstand sein, der verschenkt wird: Das Verschenken gemeinsamer Zeit bleibt ebenfalls ein wichtiger Trend. Auch Portale, die romantische Abende, ein Luxuswochenende oder ein paar Tage mit Freund*innen als abwechslungsreiches Gesamtpaket verkaufen, haben in der Weihnachtszeit erhöhte Verkaufszahlen.

Paketzustellungen auf verschiedene Paketdienste verteilen

In der Weihnachtszeit stapeln sich die Pakete, Paketboten eilen im Dauerlauf durch die Straßen. Da ist Chaos fast vorprogrammiert, setzt man auf nur einen einzigen Zustelldienst. In den letzten Jahren hat es sich bewährt, auf mehrere Zusteller zu setzen – und auch in diesem Jahr sollten Händler*innen diesem Trend Beachtung schenken. Jeder Paketdienst hat nur eine bestimmte Kapazität, gerade in der Weihnachtszeit kommt es oft zu Verzögerungen. Daher lohnt es sich, im Vorfeld mehrere Dienste zu akquirieren, damit sind die Kundenbeschwerden nicht häufen.

Suchvolumen für Weihnachtsgeschenke steigt ab September

Frauen fangen früher an, Geschenke zu suchen, als Männer. Bei vielen Frauen gehen die Überlegung schon im September los, bei Google wird vermehrt nach Geschenkideen gesucht. Männer lassen sich statistisch gesehen etwas länger Zeit. Hier geht es oft erst im November los. Die ganz junge Generation braucht dann sogar noch länger, nicht selten beginnt die Suche bei den jungen Menschen erst im Dezember. Mit der richtigen Strategie, gutem Zeitmanagement und passender Werbung können hier also verschiedene Gruppen angesprochen werden, denen man schnelle Lösungen für ihre Überlegungen serviert.

Online-Geschäft boomt während der Corona-Krise

In den letzten Jahren war ein deutlicher Wandel zu spüren. Während man noch vor 20 Jahren in lokalen Geschäften auf die Jagd nach Geschenken ging, werden heute vermehrt der Laptop oder das Handy gezückt. Fachberatungen werden zwar weiterhin gern in Anspruch genommen, je nach Geschenk erweist sich der Online-Kauf für viele Menschen aber schlichtweg als praktischer. Nicht zuletzt war die Corona-Pandemie dann ein deutlicher Dämpfer für lokale Geschäfte, denn im letzten Jahr waren lokale Käufer gar nicht mehr möglich.

Auch in diesem Jahr ist die Pandemie noch in aller Munde. Die Geschäfte sind aktuell zwar noch offen, der nächste Lockdown ist aber nicht auszuschließen. Erschwerend kommt hinzu, dass Online-Käufe ohnehin schneller und unkomplizierter getätigt werden können. Einzelhändler*innen wünschen sich schon seit Jahren bessere Unterstützung. Von Extrasteuern für Online-Händler*innen bis hin zu Innenstadtfonds wurde bereits alles diskutiert. Doch auch eine Steueroptimierung wird Einzelhändler auf Dauer vermutlich nicht retten können, gerade in Kleinstädten sind Ladenschließungen an der Tagesordnung. Auch wenn uns Corona hoffentlich in ein paar Jahren nur eine schlechte Erinnerung sein wird, hat die Krise in jedem Fall dazu beigetragen, dem Internet offener gegenüberzutreten. So entscheidet man sich im nächsten Jahr dann vielleicht ganz automatisch für den schnellen Klick in ein passendes Online-Geschäft, war es doch im vorherigen Jahr so bequem.

Die Top-Branchen für Start-ups im Jahr 2022

Auch im Jahr 2022 gibt es wieder jede Menge Trends, die sich Start-ups zunutze machen können. Wir zeigen die spannendsten Branchen und Trends.

Der Klimawandel ist real, das Leben wird immer digitaler, die Arbeit im Homeoffice ist noch immer ein Dauerthema: Politische Entscheidungen, neue Technologien und gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen unsere Arbeitswelt maßgeblich. Jedes Jahr erscheinen tausende neue Start-ups auf der Bildfläche – darunter viele aufstrebende Unternehmen mit großem Potential. Auch im Jahr 2022 gibt es wieder jede Menge Trends, die sich Start-ups zunutze machen können. Welche Probleme wollen gelöst werden, vor welchen Herausforderungen stehen wir und welche Branchen bestimmen die Zukunft?

Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?

Die Art und Weise, wie Menschen künftig ihrer Lohnarbeit nachgehen möchten, ändert sich zunehmend. Immer jüngere Menschen mit verschiedenen Talenten und Expertisen werden Teil der Arbeitswelt. Im Zuge der Globalisierung und der Remote-Arbeit ändert sich die moderne Unternehmenskultur zunehmend. Auch ist zu erwarten, dass es immer weniger Festanstellungen geben wird, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf Vertragsbasis werden wir immer öfter sehen.

Aus diesen Entwicklungen ergeben sich auch für mögliche Start-ups viele Chancen. Unsere Präsenzkultur verliert an Bedeutung, Lösungen für digitales Arbeiten müssen her. Unternehmen wie Zoom haben im letzten Jahr gezeigt, welch großes Potential in der digitalen Arbeitswelt liegt. Sicher werden wir auch im nächsten Jahr wieder neue Unternehmen sehen, die die Remote-Arbeit erleichtern und gleichzeitig sicher machen.

Unternehmenssicherheit und Cyberkriminalität

Neue Technologien entwickeln sich in einem unglaublichen Tempo. Es ist noch nicht allzu lange her, da hatte man sein Telefon noch an der Wand hängen. Heute haben wir Laptop und Handy immer mit dabei, können in Echtzeit mit Menschen kommunizieren oder uns mit wenigen Klicks neue Schuhe liefern lassen. Die Datenmenge nimmt immer mehr zu, ständig erscheinen neue Programme auf der Bildfläche, die uns das Leben erleichtern wollen.

Doch mit den technologischen Entwicklungen rücken auch die Themen Hacking und Cyberkriminalität weiter in den Fokus. In den letzten Jahren wurden auch bei großen Unternehmen immer wieder massive Sicherheitslücken beobachtet. Verschiedene Start-ups haben sich dieser Probleme in den letzten Jahren angenommen – und auch für das Jahr 2022 erwarten wir ein großes Potenzial in der Branche.

Menschliche Arbeitskraft vs. intelligente Roboter

Unsere Systeme und Roboter werden immer leistungsfähiger. Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde. Eine KI kann spielend leicht Aufgaben übernehmen, die zuvor von Menschen erledigt wurde. KIs finden mittlerweile in verschiedensten Bereichen Anwendung – und sie lernen immer weiter dazu. Gelöst werden sollen hochkomplexe Aufgaben wie auch einfache Probleme. Beim Kundenservice etwa werden wir in Zukunft vermehrt von Robotern unterstützt, die mit uns chatten. Das reicht vom Reiseportal bis hin zum Online-Glücksspiel: Das beste Online Casino in Deutschland muss heutzutage auch einen soliden Kundenservice bieten. Die eingesetzten Maschinen werden voraussichtlich immer lernfähiger und können uns immer besser dabei unterstützen, Antworten auf unsere Fragen zu finden. Unternehmer und Unternehmerinnen stehen dabei vor der Aufgabe, ein gutes Gleichgewicht zwischen intelligenten Maschinen und menschlicher Arbeit zu finden. Welche Aufgaben sind für Menschen gemacht, was können Maschinen übernehmen? Wann ist es sinnvoll und wann vertretbar, menschliche Arbeit durch ein KI-Programm zu ersetzen?

Mit KI ausgestattete Computer sind die Zukunft, für Start-ups ergeben sich hier also große Chancen. Mittlerweile sind sie in allen Lebensbereichen präsent: Wir nutzen fast täglich Google, lassen uns von Alexa das Radio anschalten oder merken vielleicht auch gar nicht, wie auf einer Webseite im Hintergrund Aufgaben für uns erledigt werden, die uns ein besseres Erlebnis verschaffen sollen.

Neue Möglichkeiten der Finanzierung

Start-ups haben mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, Finanzmittel zu beschaffen. In den letzten Jahren erschienen immer mehr Plattformen auf dem Markt, die Unternehmern und Unternehmerinnen Türen öffneten. Investoren und Geldgeber werden mit klugen Köpfen mit guten Ideen zusammengebracht, alternativen werden große Summen über Crowdfunding erzielt. Viele dieser neuen Methoden, an Finanzmittel zu kommen, werden auch von der dezentralen Bewegung vorangetrieben. Handel und Kreditaufnahme sind über Peer-to-Peer-Netzwerke möglich, welche über ein öffentliches dezentrales Blockchain-Netzwerk laufen.

Start-ups werden also auch im kommenden Jahr neue Märkte erschließen und von den vielseitigen Möglichkeiten der Finanzmittelbeschaffung profitieren können. Ob als Geldempfänger oder Unternehmen, das moderne Lösungen anbietet: Die Finanzierung einer guten Idee war nie einfacher und das Potential, selbst in diesem Bereich erfolgreich zu werden, ist groß.

Erfolgreich mit Kryptowährungen

Bleiben wir bei dezentralen Blockchain-Netzwerken: Obwohl der Bitcoin in diesem Jahr einen unglaublichen Sturzflug hinlegte, setzen noch immer viele Menschen und auch Unternehmen auf Kryptowährungen. Dabei ist Bitcoin längst nicht mehr die einzige Währung, die Krypto-Begeisterte im Auge haben. Immer mehr Altcoins erobern den Markt, besonders bekannt wurden im letzten Jahr Litecoin und Ethereum. Die Währungen werden immer weiterentwickelt und verbessert, sicher werden künftig auch weitere Kryptowährungen veröffentlicht.

Welche Währung die beste ist, entscheidet wohl jeder Nutzer selbst – und nicht nur die Währungen werden weiterentwickelt. Immer mehr Unternehmen möchten sich Währungen zunutze machen und die Nutzung verschiedener Währungen erleichtern. Ein gutes Beispiel dafür ist Coinlancer: Besonders interessant ist das Portal für freiberufliche Arbeitende, die digital unterwegs sind und ihr Geld im Internet verdienen. Hier werden Freelancer und Auftraggeber zusammengebracht. Gezahlt wird mit Tokens, welche sich in verschiedene Kryptowährungen umwanden lassen.

Ein anderes Unternehmen, das die Nutzung von Kryptowährungen vereinfachen möchte, ist Rentberry. Dieses Portal möchte Vermietern wie auch Mietern den Prozess einer Wohnungsvermietung erleichtern. Es entfällt beispielsweise die Zahlung einer klassischen Kaution, da alles digital abgewickelt wird. Erst dann, wenn Sicherheit gewährleistet ist, kann ein Vertrag abgeschlossen werden.

Nachhaltigkeit und kurze Lieferketten

Egal, ob ein eigenes Green-Startup geplant ist oder Start-ups anderen Unternehmen dabei helfen möchten, nachhaltiger zu werden: Der Klimawandel ist da und künftig müssen alle Unternehmen nach mehr Nachhaltigkeit und möglichst kurzen Lieferketten streben sowie ihren CO2-Ausstoß mindern. Zukunftsorientierte Unternehmen schauen zudem über Lieferketten hinaus und versuchen, die Nachhaltigkeit in allen Bereichen zu verbessern. Jedes Unternehmen, das aktuelle Herausforderungen ignoriert, wird im Zeitalter des bewussten Konsums voraussichtlich nicht bestehen können.

Schon jetzt gibt es zudem jede Menge grüne Start-ups, von denen wir einiges lernen können. Von Happy Plates, das sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt, bis hin zu Plasticpreneur, das aus Plastikabfall Sinnvolles entwickelt, oder der Suchmaschine, für die bei jeder Suche Bäume gepflanzt werden: Das Thema Nachhaltigkeit bietet jede Menge Optionen. Die besten Unternehmen in diesem Bereich werden künftig vermehrt Anerkennung erfahren. Etablierte Unternehmen müssen umdenken, junge Unternehmer und Unternehmerinnen haben schon jetzt mit guten Ideen große Erfolge feiern können. Zudem gibt es mittlerweile verschiedene Förderprogramme, die nachhaltige Projekte unterstützen.

Start-ups und IT-Freelancer: so klappt’s

Warum immer mehr Start-ups auf IT-Freelancer setzen und was es bei der Zusammenarbeit zu beachten gilt.

Auf der Suche nach Talenten entdecken Start-ups vermehrt Freelancer als Zugang zu hochspezialisiertem Wissen auf Zeit. Denn über sie können sie kalkulierbar genau die Kompetenz oder Kapazität beziehen, die sie gerade für die Realisierung ihrer digitalen Projekte benötigen, ohne sich auf laufende Kosten oder die Verpflichtung von Vollzeitbeschäftigten einlassen zu müssen

Aber: Wie und wo finde ich zeitnah den oder die richtigen Experten für meine Aufgaben? Wie lässt sich deren Expertise sicherstellen und der Aufwand für das Start-up gering halten? Und auf welche Fallstricke gilt es bei der Auftragsvergabe zu achten? Der nachfolgende Beitrag gibt wertvolle Tipps zu diesen und weiteren Fragestellungen rund um das Thema.

Speziell junge Unternehmen müssen oft schnell wachsen, um ihr Produkt weiterzuentwickeln, Neukunden zu akquirieren und Marktanteile zu gewinnen. Sofort verfügbares, skalierbares und passgenaues Fachwissen hat für sie daher einen besonders hohen Mehrwert. Denn nur so können sie schnell und flexibel agieren und beispielsweise große Aufträge stemmen, ohne dafür einen oder mehrere Mitarbeiter gleich fest anstellen zu müssen und Gefahr zu laufen, dass sie diese nach Abschluss des aktuellen Projekts nicht weiterbeschäftigen können. Ebenso wird die Suche nach passenden festen Mitarbeitern oft auch dadurch erschwert, dass viele Start-ups für die gewünschten Arbeitnehmer ggf. noch nicht bekannt und gefragt genug sind wie große, etablierte Player, die sie ihnen sozusagen leicht wegschnappen können.

Für wen lohnt es sich, Freelancer zu beauftragen?

Die beiden häufigsten Situationen, in denen Freelancer angefragt werden, sind:

Fehlende Inhouse-Kapazität: Aufgrund hoher Auslastung, z.B. bei starkem Wachstum oder einer erhöhten Auftragslage können Unternehmen mit versierten Freelancern schnell und kurzfristig die nötigen Kapazitäten schaffen und profitieren dabei im Idealfall von einer hohen Laufzeitflexibilität, so das Projekt z.B. schneller abgeschlossen ist, als geplant oder im umgekehrten Fall länger dauern sollte.

Fehlende Inhouse-Expertise: Auch wenn es darum geht, neue Themenbereiche und Produkt-Features umzusetzen, sind Freelancer ideal: Richtig ausgewählt bringen sie fundiertes Expertenwissen aus vergangenen Projekten mit ins Unternehmen, helfen dort, die richtigen Strukturen aufzusetzen und die internen Fachkräfte entsprechend weiterzubilden.

Oft ist die Freelancer-Nachfrage auch dann besonders groß, wenn Unternehmen aufgrund von Kündigungen oder zeitversetzten Einstellungen Personallücken schließen müssen. Startet beispielsweise ein Produktmanager zwei Monate vor seinen Team-Mitgliedern, dann lässt sich mit externen Fachkräften der Projektstart ganz einfach vorziehen. Nicht zuletzt bieten sich Freelancer auch für Einmalprojekte an, für die keine neue Stelle geschaffen werden kann oder soll.

Über welche Kanäle finde ich die für mein Projekt passenden Freelancer?

Generell gibt es verschiedene Möglichkeiten, die passenden Freelancer zu finden: von klassischen Personaldienstleistern, über IT-Dienstleistern bis hin zu Online-Vermittlungsplattformen. Wer preissensitiv ist, für den sind Online-Plattformen die beste Alternative. Hier lässt sich zwar Geld, nicht jedoch Zeit sparen, denn das Ausschreiben der Stelle, das Anschreiben der Kandidat*innen, das Führen der Vorstellungsgespräche und die Vertragsgestaltung nimmt viel Zeit in Anspruch.

Agenturen für IT-Dienstleistungen sind ebenfalls eine Option, jedoch arbeiten diese mit festangestellten Fachkräften und bieten daher weniger Flexibilität. Klassische Personaldienstleister wiederum stellen einen direkten Ansprechpartner und eine große Datenbank, zur Verfügung, aus der sie zeitnah passende Kandidaten vorschlagen können. Ein großer Vorteil, jedoch liegen sie preislich über den Online-Plattformen.

Know-how: So lässt sich die Expertise des Freelancers sicherstellen

Die meisten Vermittlungen haben jedoch gemein, dass die Freelancer hier – im Gegensatz zu Anbietern wie Casana, die HR- und IT-Dienstleistungen vereinen, keine technische Eignungsprüfung durchlaufen. Werden die Arbeitskräfte vorab auf Soft- und Hardskills überprüft, hat das den Vorteil einer höheren Trefferquote für das jeweilige Projekt und spart den Unternehmen Zeit, da sie die Eignung nicht in langen Interviews selbst eruieren oder unpassende Freelancer austauschen müssen.

Sofern der Freelancer also direkt beauftragt wird oder der Personaldienstleister keine Eignungstests durchführt, sollte vor Vertragsabschluss ein technisches Interview stattfinden. Auch bei IT-Dienstleistern empfiehlt sich der genaue Blick auf die Qualifikationen, denn hin und wieder werden diejenigen Mitarbeiter vermittelt, die gerade „frei“ sind und nicht diejenigen, deren Skill-Set optimal zum Projekt passt.

Tipps: Darauf achten Freelancer bei der Projektauswahl

Die meisten Freelancer sind aus Überzeugung selbstständig und bringen daher eine sehr hohe Eigenmotivation mit – ein großer Vorteil. Die Selbstständigkeit bietet ihnen eine höhere Flexibilität im Vergleich zur Festanstellung, spannende Projekte und hohe Verdienstmöglichkeiten. Die erste Frage eines Freelancers dreht sich daher meist um den Inhalt des Projekts, gefolgt vom Projekt-Team und dann dem Unternehmen, das es ausschreibt. Technisch geprüfte Freelancer sind hochqualifiziert und haben als solche stets mehrere Angebote gleichzeitig zur Auswahl. Daher punkten Auftraggeber hier mit klar definierten Projekten, Aufgaben oder einer spannenden Vision. Bei der Auswahl eines Dienstleisters zahlt es sich daher aus, zu überprüfen, wie gut dieser das zu besetzende Projekt gegenüber den in Frage kommenden Freelancern vorstellen kann.

Budget: Was kosten IT-Dienstleistungen?

Wie viel Budget es für einen Freiberufler einzuplanen gibt, ist abhängig von verschiedenen Faktoren und Anforderungen wie etwa dem gewünschten Anforderungsprofil, Standort und Sprachkenntnissen, Verfügbarkeit, Seniorität und auch von der Ausrichtung des beauftragten Dienstleisters. Beispielsweise kosten deutschsprachige Entwickler derzeit bis zu 30 Euro mehr pro Stunde als andere europäische Entwickler. Auch bei großen Personaldienstleistern gibt es eine Spanne von bis zu 30 Prozent höheren Kosten pro Stunde. Hier gilt es, auf transparente Anbieter zu setzen, die flexible Kündigungsfristen und eine transparente Preisstruktur anbieten. Eine wöchentliche Kündigungsfrist ist beispielsweise bei dynamischen Projekten besonders hilfreich.

Fallstricke: Worauf muss ich bei der Auftragsvergabe achten?

Vor der Vermittlung ist es wichtig, dass der jeweilige Fachbereich genau weiß, wobei und ab wann genau die Hilfe gebraucht wird. Je exakter die Eckpunkte, desto schneller und zielgerichteter die Vermittlung. Neben der passenden, technischen Expertise sind Projektdauer, Budget, Team-Setup (mit wem wird der Freelancer arbeiten) und der Arbeitsmodus (remote oder onsite) wichtige Faktoren.

Während der Vermittlung empfiehlt sich, die bereits erwähnte inhaltliche und kommunikative Überprüfung der Freelancer. Darüber hinaus ist ein technischer Ansprechpartner, der das Projekt kennt bzw. weiß, was erreicht werden soll, sehr hilfreich – sowohl zu Beginn als auch während des Projekts. Denn je genauer auch die Freelancer wissen, worum es im Projekt geht, desto schneller und produktiver gelingen Onboarding und die Umsetzung des Gesamtprojekts. Passen schließlich alle Parameter und kommt es zum Vertragsabschluss, empfiehlt sich ggf. auch – je nach Auftrag – das Aufsetzen eines NDA mit dem Freelancer. Im Idealfall ermöglicht der Vermittler oder der Freelancer selbst dem Unternehmen für das Projekt darüber hinaus eine hohe Laufzeitflexibilität ohne Zusatzkosten.

Der Autor Enrico Karnstädt ist Mitgründer und CEO von Casana

Die Blockchain in Unternehmen: Diese Start-ups setzen auf die neue Technologie

Deutschland hat im Bereich der Blockchain-Technologie die Chance, zum Marktführer zu werden. Für die Blockchain gibt es viele interessante Einsatzmöglichkeiten – für viele Start-ups Anlass genug, sich intensiv mit dieser Technologie zu beschäftigen.

Die Blockchain ist vor allem durch den Handel mit den Kryptowährungen extrem bekannt geworden. Dank der Blockchain gelangt zum Beispiel der Bitcoin sicher vom Absender zum Empfänger. Die Blockchain ist ein dezentrales Netzwerk, mit dem Lösungen angeboten werden können, die ein zentrales Netzwerk so nicht umsetzen kann. Bei der Blockchain werden keine empfindlichen persönlichen Daten weitergeben, das gilt im Übrigen auch für Paysafe, weshalb sich auch Paysafecard Casinos großen Beliebtheit erfreuen.

Sicherheit und Datenschutz spielen natürlich für den Nutzer immer eine übergeordnete Rolle. Kein Wunder also, dass es immer mehr Start-ups gibt, die auf der Blockchain Technologie basieren. Deutschland hat im Bereich der Blockchain-Technologie die Chance, zum Marktführer zu werden. Vor allem suchen Banken schon jetzt die Kooperation zu Blockchain Unternehmen. Neben der Kosteneinsparung wird darüber dank der Blockchain auch die gewünschte Sicherheit gewährleistet. Für die Blockchain gibt es viele interessante Einsatzmöglichkeiten. Das ist für viele Start-ups Anlass genug, sich intensiv mit dieser Technologie zu beschäftigen.

Blockchain ist nicht nur Bitcoin

Noch stellt es sich so dar, dass die meisten Menschen, die den Begriff Blockchain hören, dies immer sofort mit den Kryptowährungen in Verbindung bringen. Allerdings hat diese Technologie sehr viel mehr zu bieten. Bereits jetzt gibt es einige Unternehmen, die sich vorrangig mit der Blockchain Technologie beschäftigen, da es sich um eine Technologie handelt, die dafür sorgt, viel Innovation in die alltäglichen Abläufe zu integrieren.

BlockAxs GmbH: Vertragsmanagement für die Zukunft

Gegründet wurde das Unternehmen 2018. Hier dreht sich alles um die Verwaltung von Zugangsrechten. Das Start-up hat sich zum Ziel gesetzt, sämtliche Abläufe bei der Erstellung, Bearbeitung, Verhandlung, Unterzeichnung und Verwaltung von Verträgen zu vereinfachen. Dies alles geschieht auf einer Plattform. Auf der Plattform ist ein Dokumentengenerator, ein Kollaborationsraum, eine elektronische Signatur und das Vertragsmanagement enthalten. Auf der Stellar-Blockchain wird die Unterschrift notariell beglaubigt.

Mithilfe des Dokumentgenerators werden Anwälte und andere Nutzer durch die Vertragserstellung geführt. Hierbei helfen sowohl Links als auch Formulare. Sie sorgen für einen automatisierten und nahtlosen Prozess. Aufgrund dessen ist es problemlos möglich, binnen weniger Minuten komplexe, maßgeschneiderte Verträge zu erstellen.

Der Kollaborationsraum (ContrAxs Collaboration Room) ermöglicht es, dass Verträge gemeinsam online und digital verhandelt werden. Hier können Klauseln kommentiert, hinzufügt oder geändert werden.

Dank der elektronischen Unterschrift kann jeder Vertrag unterschrieben werden. In der Blockchain werden dann die Vertragsdaten und auch alle Daten, die zur Identifikation benötigt werden, sicher und unveränderbar gespeichert.

Da sämtliche Verträge in der ContrAxs Vertragsverwaltung gespeichert werden, können Verträge visualisiert und auch analysiert werden.

Finery Tech: Entwicklung von Finanz- und Handelssoftware

Das Highlight bei diesem Unternehmen ist das Finery eFX. Auf dieser Plattform kann nichts verwahrt werden, doch sie ermöglicht Finanzinstituten auf digitale Vermögenswerte und Krypto-Liquidität zuzugreifen. Bei Finery eFX handelt es sich um ein komfortables Werkzeug. Geeignet ist es für die Auftragsausführung und das Echtzeit-Clearing. Zu den vielen Vorteilen zählen hier vor allem bessere Preise, konformer Handel, Kosteneffizienz und Automatisierung.

Blockchain Helix AG: Die digitale Identität

Hier wird Endnutzern die Möglichkeit gegeben, die eigenen Daten zu verwalten und sich gleichzeitig mit Unternehmen digital zu verbinden. Zunächst muss jeder Nutzer eine KYC-Prüfung bestehen. Der Verifizierungsdienst besteht aus mehreren Dokumententypen und Prozessen.

Als Ein-Klick-Verkaufskanal bietet die Blockchain HELIX AG Unternehmen eine Marktplatzfunktionalität in der App. Dank der modernen Blockchain-Technologie sind sämtliche Interaktionen vollständig verschlüsselt und gesichert. Eine neue Stufe digitaler Prozesse wurde hierdurch erreicht.

License Rocks: Verwaltung von Lizenzen für digitale Produkte

Hier basiert der Ansatz für die Blockchain auf der Erstellung, Verwaltung und dem Handel von Lizenzen für digitale Produkte. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf der Anwendung von virtuellen Partnerschaften.

Hier wird ein Token-basiertes Lizenzierungssystem aufgebaut, dessen Zweck darin liegt, Eigentumsnachweise für die digitale Welt von morgen anzubieten. Bei der Anwendung der Lizenznutzung künftiger Organisationen spielen dezentrale Technologien eine wichtige Rolle.

Der Schwerpunkt liegt hier vor allem darauf, dass es Kunden künftig möglich sein wird, Lizenzvereinbarungen zu verstehen. Zu diesem Zweck sollen die wichtigen Teile der Lizenz visualisiert werden. Schon jetzt wurden mehrere Produktversionen, die den Handel mit Softwarelizenzen auf der Grundlage eines europäischen Gerichtsurteils ermöglichen, gestartet.

Neufund: Tokenisierung von Vermögenswerten

Bei Neufund handelt es sich um eine Blockchain-basierte Plattform, deren Aufgabe die Tokenisierung von Vermögenswerten ist. Diese Plattform macht es Anlegern problemlos möglich, ihre Vermögenswerte in Krypto-Token anlässlich des Handels an Krypto Börsen umwandeln zu können. Hier werden technische Lösungen zur Überbrückung von Unternehmensanteilen und Blockchain-basierten Token angeboten. Dank dieser Plattform ist es sowohl Investoren als auch Startup-Eigentümern möglich, den Handel mit den von den Start-ups ausgegebenen Token zu betreiben.

Das Hauptaugenmerk dieses Start-ups liegt in der Förderung unternehmerische Initiativen, der Beschleunigung von Innovationen und auch der Beseitigung von Hindernissen.

Startup Bitgo: Eine speziell entwickelte Bitcoin Wallet

Für Unternehmen stellt es eine immense Herausforderung dar, Bitcoin-Zahlungen in existierende finanzielle Kontrollsysteme zu integrieren. Die herkömmliche Buchhaltung wird hier bei Weitem übertroffen, da es vordergründig um Zugangskontrollen geht. Gemeint ist, wer darf Zahlungen autorisieren und an wen dürfen diese überhaupt versendet werden? Intelligente Bitcoin Wallets wurden geschaffen, um einen privaten Schlüssel, der für Bitcoin-Transaktionen benötigt wird, zu speichern. Das hat zur Folge, dass der Besitzer allein entscheidet, wie die Zugangskontrolle geregelt ist.

Speziell für den Unternehmenseinsatz hat das Start-up Bitgo eine Bitcoin Wallet entwickelt, die es ermöglicht, sowohl die Signaturen von Transaktionen zu ermöglichen als auch die Whitelists zur Vermeidung fehlerhafter Zahlungen zu unterstützen.

Darüber hinaus entwickelt Bitgo aber auch private Blockchain-Systeme. Um den Online-Goldmarkt zu protokollieren, kommt die Blockchain schon jetzt bei britischen Münzprägeanstalt zum Einsatz.

Start-up SETL: Erstellung von Eigentums-Registern

Das Start-up SETL hat sich zur Aufgabe gemacht, eine Blockchain Plattform zu schaffen, die die Erstellung von Eigentums-Registern möglich macht. Eingesetzt werden kann sie zudem aber auch, um Sicherheiten auszutauschen. Des Weiteren kommt sie auch bei Investmentfonds und beim Beteiligungskapital zum Einsatz. Die OpenCSD Plattform ist aber auch noch für Factoring- oder Diskontierungs-Geschäfte geeignet. Der Schwerpunkt liegt darauf, die Liquidität auf dem Markt für Handelsrechnungen zu verbessern. Zur Erfassung und auch anlässlich der Verarbeitung bei Kartenzahlungen hat die britische Metro Bank schon jetzt die Blockchain-Plattform getestet.