Geschäftsideen Edelprodukte: Premium-Trinkflasche

Quetschbare Trinkflasche aus Titan


44 likes

Viele Sportlerinnen und Sportler achten bei der Anschaffung ihrer Ausstattung auf hochwertige Qualität. Wenn es aber um die Trinkflasche geht, wird häufig eine billige Plastikflasche genommen. Dieser Widerspruch ist ein guter Ausgangspunkt für eine coole Geschäftsidee.

Das hat auch Lukas Angst, Hockeyspieler und Gründer von Keego, erkannt und daraufhin ein innovatives Produkt entwickelt: Mit Keego kommt die weltweit erste quetschbare Titan-Trinkflasche auf den Markt. Mit der Kombination aus Quetschbarkeit und Leichtigkeit ist die Keego überall da die optimale Sportflasche, wo viel Gewicht unerwünscht ist, in Bewegung getrunken wird und die Sportler nur eine Hand frei haben – etwa im Lauf- und Radsport.

Um die Produktion vorfinanzieren zu können, hat das Team rund um Lukas Angst eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter gelauncht. Dabei wurde das Team von der Nachfrage regelrecht überrannt.


Sie möchten selbst ein Unternehmen gründen oder sich nebenberuflich selbständig machen? Nutzen Sie jetzt Gründerberater.deDort erhalten Sie kostenlos u.a.:

  • Rechtsformen-Analyser zur Überprüfung Ihrer Entscheidung
  • Step-by-Step Anleitung für Ihre Gründung
  • Fördermittel-Sofort-Check passend zu Ihrem Vorhaben

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Casino Start-ups erobern 2023 den Markt

Freizeit und Spaß haben für die Deutschen einen hohen Stellenwert und viele Menschen nutzen ihre Zeit für das Online-Glücksspiel. Kein Wunder, dass Start-ups in dieser Branche boomen.

Online-Casinos: Kein Ende des Trends in Sicht

Online-Glücksspiel ist heute eine Selbstverständlichkeit für viele Menschen, die ein wenig Nervenkitzel und Unterhaltung in ihrem Alltag suchen. Online-Casinos werden zunehmend zwischendurch über das Smartphone besucht, beispielsweise auf der Fahrt im Bus oder während der Mittagspause. Besonders Spielcasinos, die keine langen Anmeldeverfahren fordern, kommen den Bedürfnissen der Spielenden entgegen.

Casinos ohne Verifizierung

Der Markt für Online-Casinos, die Glücksspiel ohne Verifizierung ermöglichen, wächst täglich. Das rasante Wachstum beim Online-Glücksspiel hat zu einer unüberschaubaren Fülle von Anbietern geführt. Viele Start-ups modernisieren das Glücksspiel von Grund auf und bringen frischen Wind in die Branche. Neuartige Spielangebote und soziale Verantwortung auf den Spielplattformen sorgen dafür, dass Online-Casinos auch nach dem neuen deutschen Glücksspielstaatsvertrag boomen. Nicht immer ist es leicht, aus dem enormen Angebot das beste Online-Casino ohne Verifizierungsverpflichtung auszuwählen. Hilfreich sind Vergleichsanbieter, die nach verschiedenen Kriterien Start-ups und Online-Casinos testen und bewerten. Es ist ratsam, vorab die eigenen Wünsche und Bedürfnisse an das Online-Spiel zu klären. Ein Vergleich der Casinos ohne Verifizierung schafft einen Überblick, welche Online-Casinos gut und seriös sind und verhilft zur Auswahl des Lieblingscasinos.

Was Glücksuchende am Online-Casino schätzen

Einfaches und unkompliziertes Handling

Einfacher und schnell verfügbarer Spaß ohne einen langen Anmeldeprozess steht bei den Nutzern hoch im Kurs. Die meisten Anbieter achten auf gute Nutzerfreundlichkeit und selbsterklärende Spiele.

Risikofreie Nutzung für jedes Budget

Viele Online-Casinos bieten die Möglichkeit, Spiele unverbindlich zu testen, bevor mit echten Einsätzen gespielt wird. Mindesteinsätze gibt es nur selten. Das begrenzt das Risiko und der Spaß steht im Vordergrund.

Diskretion

Anonymität ist im Internet wichtig. Viele Kunden bevorzugen Glücksspielplattformen, die keine Verifizierung durch Daten wie Name, Alter und E-Mail-Adresse verlangen. Die Übermittlung persönlicher Daten bleibt bei einem Online-Casino ohne Verifizierung aus.

Was bedeutet Online-Casino ohne Verifizierung?

Seriöse Casinos im Internet verfügen ausnahmslos über eine offizielle Glücksspiellizenz von verschiedenen Behörden. Je nach vergebender Lizenzstelle gelten unterschiedliche Regulierungen. Einige Behörden verlangen einen Verifizierungsprozess der Spieler, andere nicht. Daher gibt es grundsätzlich gute und seriöse Casinos mit und auch ohne Verifizierung. Glücksuchende können auf den jeweiligen Plattformen ihre Spiele ebenso sicher und gewinnbringend durchführen – nur eben anonym. Für die Anmeldung reicht ein Benutzername und ein Passwort. Auch muss kein Konto eröffnet werden. Einen Verzicht bringt dies nicht mit sich. Alle klassischen Casinospiele wie Roulette, Black Jack oder Poker können ganz normal gespielt werden, ohne dass Datenmissbrauch oder Werbemails drohen.

Ein- und Auszahlungen über gängige Zahlungsmethoden

Schwarze Schafe gibt es überall. Daher muss man bei der Wahl seiner Lieblingsspielplattform darauf achten, nur ein seriöses und lizensiertes Online-Casino auszuwählen. Casinos ohne Verifizierung werden von Lizenzbehörden zu hohen Auflagen verpflichtet. Auszahlungsraten, Gewinnchancen und transparente Spielbedingungen werden hier ebenso regelmäßig zertifiziert und geprüft wie die Verschlüsselung der Nutzerdaten. Die jeweilige Regulierungsbehörde sorgt ebenfalls für Sicherheit bei den Transaktionen, die über etablierte Zahlungsmethoden wie Paypal oder Kreditkarte sicher durchgeführt werden können.

watchandbuild.com: preisgekrönt auf den Hund gekommen

Wie die watchandbuild.com-Gründer Arndt Rubart und Heinrich Erkens mit ihrem innovativen Customer-Self-Enabling-Portal MagicManuals® sowohl hochkarätige Preise abräumen als auch spannende Anwendungsbereiche erobern.

Wenn ein Start-up in kürzester Zeit zwei renommierte Preise verliehen bekommt, ist das einerseits ein Grund zur Freude und andererseits wahrscheinlich kaum als Zufall zu bezeichnen. Erst Anfang September 2022 sind die MagicManuals® des Start-ups watchandbuild.com GmbH live gegangen und nach dem Red Dot Award 2022 hat die Customer-Self-Enabling-Lösung der Gründer Arndt Rubart und Heinrich Erkens im Dezember 22 auch den German Design Award gewonnen.

Die digitale Portallösung, die Endverbraucher*innen dabei unterstützt, erklärungsbedürftige Produkte locker in den Griff zu bekommen, hat die Wettbewerbsjury in der Kategorie „Excellent Communications Design/Interactive User Experience/Special Mention“ überzeugt. In der Jurybegründung heißt es: „MagicManuals® verfügt über ein einzigartiges User Interface und intuitive Workflows für seine Business-Kunden und deren Endkunden.“

„Der German Design Award ist für uns eine ganz wichtige Bestätigung, dass wir mit den MagicManuals® richtig liegen, denn bei jedem Entwicklungsschritt haben wir immer den Anwender im Blick. Jedes Fragezeichen, das wir bei den Endverbrauchern auflösen, wenn sie sich mit einem Markenprodukt beschäftigen, optimiert die Customer Journey an entscheidende Stelle“, sagt Co-Gründer Arndt Rubart.

Eine digitale Portallösung für viele Fälle

Mit den MagicManuals® haben Hersteller von erklärungsbedürftigen B2C-Produkten die Möglichkeit, in nur 15 Minuten und mit nur wenigen Klicks ein Self-Service-Portal im Look and Feel der jeweiligen Marke für die Endkunden aufzusetzen. Dort können alle Informationen als Text, Bild, Video oder 3D-Animation hochgeladen werden. So finden Anwendende alle Hilfsmaterialien, die sie dabei unterstützen, ein Produkt aufzubauen oder in Betrieb zu nehmen an einer zentralen Stelle.

Die MagicManuals® eignen sich für eine Vielzahl von Branchen, wo Aufbau, Inbetriebnahme und Produktnutzung den Unterschied machen, wie zum Beispiel bei Möbeln und Einrichtungsgegenständen, Elektro-, Spiel- und Sportgeräten oder Kfz-Teilen und -Zubehör etc. Entscheidend ist, dass sich der Aufwand und die Kosten für den Kundenservice mit den MagicManuals® deutlich reduzieren lassen, weil die Endverbraucher*innen schnell und zielsicher „Hilfe zur Selbsthilfe“ finden und kostenintensive Kanäle wie Telefon, E-Mail und Chat entlastet werden.

Aller guten Dinge sind drei

Zuletzt hatten sich die prämierten Gründer mit ihrem Customer-Self-Enabling-Portal für den fressnapf Innovation Award beworben und den Silver Award in der Kategorie „Digital Services“ gewonnen. Als Europas Nummer eins für Heimtierbedarf positioniert sich Fressnapf mit dem Award als Innovationstreiber. MagicManuals® hatte für den fressnapf Innovation Award einen Prototyp gebaut, um den Endkunden erklärungsbedürftige Produkte und Equipment zu präsentieren ­– wie beispielsweise Installationsanleitungen und -Videos für Aquarien oder Terrarien. Diese kundenfreundliche Lösung war Fressnapf einen Award wert. Dass aber am Abend der Preisverleihung gleich die nächste Idee geboren wurde, war nicht vorherzusehen.

In Jubelstimmung auf den Hund gekommen

Das Resultat: Seit neuem werden die MagicManuals® auch für den „Fressnapf Tracker“ genutzt. Dabei handelt es sich um ein App-basiertes GPS-Ortungssystem, mit dem Hundebesitzer*innen jederzeit nachsehen können, wo sich der eigene Vierbeiner gerade befindet – ganz egal, wie weit er entfernt ist. Der Tracker sendet jede Minute die Position des Haustiers, im Live-Tracking sogar alle 15 Sekunden. Über 70.000 Hundebesitzer*innen nutzen den „Fressnapf Tracker“ bereits, der auch ein umfangreiches Helpcenter mit vielen Fragen und Antworten rund um die Vierbeiner beinhaltet. Diese und andere Inhalte sind nun in das nutzerfreundliche UX-Design der MagicManuals® übertragen worden – mit Bildern, Augmented-Reality-Animationen, Texten und Video. Auch für die Vorstellung der Features des „Fressnapf Tracker“ im Online-Shop des Fachhändlers wird die Lösung der watchandbuild.com-Gründer eingesetzt.

„Die Inhalte sind alle vorhanden, aber es ist entscheidend, wie sie aufbereitet werden, damit die Anwender des Trackers den größtmöglichen Nutzen davon haben. Die MagicManuals® sind eine Lösung, die vom Endkunden her gedacht und entwickelt worden ist. Wir setzen diese SaaS-Lösung deshalb gern ein, weil wir alles tun, um den Bedienkomfort für unsere Kunden zu optimieren“, sagt Milad Samei, Product Owner für den GPS-Tracker von Fressnapf.

Robert Rubart ergänzt: „Das Beispiel zeigt, wie vielfältig unsere Anwendungsmöglichkeiten sind. Es gibt in so vielen Bereichen noch Möglichkeiten, mehr Freude für Produkte zu erwecken, weil die Kunden alle wesentlichen Informationen an einer zentralen Stelle finden können.“

Tipps für E-Mobility-Newbies

Fünf Starttipps für alle, die ein nachhaltiges E-Mobility-Geschäftsmodell aufbauen wollen.

Wer mit seinem Geschäftsmodell durchstarten möchte, hat es nicht immer leicht. Denn neben der Frage, ob das Produkt überhaupt vom Markt angenommen wird, gibt es auch andere Unsicherheitsfaktoren, die den Start stark beeinflussen. In der E-Mobilitätsbranche ist dieses Problem besonders groß, da viele Bereiche unreguliert sind. Anbieter*innen können sich nur auf wenige Standards verlassen. Diese Tipps sollten E-Mobilitätsanbieter*innen beherzigen, damit ihre Idee auch langfristig ein Erfolg wird.

I. Transparenz gegenüber den Kund*innen

Die Ladeinfrastruktur wächst stetig. Eine aktuelle Studie der KfW zeigt jedoch, dass mehr als jede(r) zweite potenzielle Käufer*in in Deutschland vom Erwerb eines E-Autos absieht, weil das Vertrauen in die Ladeinfrastruktur fehlt. Vieles läuft in der E-Mobilitätsbranche über Software. Doch die gesamte User Experience kann von der E-Mobilitätsbranche nicht rein technisch gelöst werden. Hier ist die ganze Branche gefragt, bestehende Ängste von Fahrer*innen abzubauen und das Vertrauen in die E-Mobilität zu stärken. Newcomer*innen sollten dabei als positives Beispiel vorangehen, ihre Kund*innen dort an die Hand nehmen, wo es notwendig ist und Unsicherheiten durch offene Kommunikation aus dem Weg räumen.

II. Künftige Skalierbarkeit des Unternehmens

Für aufstrebende Marken ist es immer wichtig, skalierbar zu sein. Nur so können neue Märkte erschlossen und Kund*innen nachhaltig zufrieden gestellt werden. Wir hatten bei Plugsurfing verschiedene MVPs (Minimum Viable Products), die aber im großen Stil nicht skalierbar waren. Erst durch die Migration auf unsere neue Plugsurfing Power Platform waren wir wirklich in der Lage, uns zu vergrößern und mit den schnellen Veränderungen im Markt Schritt zu halten. Wir mussten in der Migrationsphase verschiedene Produktentwicklungen on-hold setzen und verloren so viel Zeit. Newcomer*innen sollten dementsprechend frühzeitig die Weichen stellen, um diese Probleme zu umgehen.

III. Einheitliche Datenstandards

Wie bereits angesprochen, sind technische Implementierungen in unserer Branche wenig reguliert und standardisiert. Im Moment arbeiten viele nur für sich, aber Fahrer*innen erwarten überall standardisierte Lademöglichkeiten. Das ist eine der zentralen technischen Herausforderungen der E-Mobilität. Wir brauchen europaweite Regelungen, um die Standards für unsere Zukunft zu setzen. Neue Anbieter*innen sollten an der Weiterentwicklung solcher Standards aktiv mitwirken, da sie so eine sehr gute Übersicht über den Markt haben und an den richtigen Stellen Anschluss finden.

IV. Flexibilität in der Software

Natürlich hat jede(r) Anbieter*in aktuell eine bestimmte Lösung, auf die er/sie setzt. Es ist daher sehr schwierig, alle miteinander zu verknüpfen, damit zum Beispiel Bezahlvorgänge für Fahrer*innen an diversen Ladesäulen funktionieren. Viele Workarounds sind noch Übergangslösungen, die ersetzt oder zukunftssicher überarbeitet werden müssen. Anbieter*­innen sollten daher unbedingt auf eine flexible Software setzen, die angepasst werden kann.

V. Langfristige Partnerschaften eingehen

Zuletzt ein wichtiger Tipp: Ohne Partner*innen geht es nicht. Und das gilt besonders für die E-Mobilitätsbranche. Natürlich treten Newcomer*innen mit bestehenden Anbieter*innen in Konkurrenz, weil sie zum Beispiel einen blinden Fleck gefunden haben und so Kund*innen abwerben. Anbieter*innen sollten jedoch immer auch Partnerschaften anbieten. Wir legen bspw. den Fokus auf enge Zusammenarbeit und Wissenstransfer, um nachhaltige technische Lösungen entwickeln zu können. So hilft ein großes Netzwerk an Partner*innen dabei, die E-Mobilität zu stärken und langfristig zukunftsfähig zu machen.

Der Autor Tatu Kulla ist CEO des E-Mobilitätsdienstleisters Plugsurfing, der Softwaretools entwickelt, um E-Mobilität für alle zugänglicher zu machen.

Heldengrün: Den Haushalt revolutionieren

Wie uns das nachhaltige Start-up Heldengrün nicht nur beim bevorstehenden Frühjahrsputz glänzen lassen will.

Zwei junge Männer, Shewit Hadish und Eugen Mesmer, bringen uns derzeit ein neues Verständnis für den Wohnungsputz bei und zeigen uns, wie der Frühjahrsputz anno 2023 aussieht. Seit 2018 sorgen Shewit und Eugen mit ihrem Start-up Heldengrün dafür, dass unsere eigenen vier Wände ein Stück weit nachhaltiger glänzen und sorgen mit einem Putzstein, Öko-Wasch – und Trocknerbällen, sowie diversen Bio-zertifizierten Ölen für ein neues Verständnis von Sauberkeit. Die Produkte, die es im eigenen Heldengrün-Shop, bei allen großen Online-Händlern, bei Kaufland, Alnatura und in vielen Unverpackt-Läden gibt, vermeiden nicht nur Plastikmüll, sondern kommen so gut wie ohne chemische Zusätze aus.

All-in-One Putzstein, Trocknerbälle und Co.

Die Idee zu Heldengrün entstand in den damaligen Single-Haushalten der Gründer Shewit und Eugen. „Wir fanden es furchtbar, dass die Wohnung nach dem Putzen so pnetrant nach Chemie gestunken hat“, beschreibt Shewit. „Dazu hatten wir jeweils ein ganzes Arsenal an Plastikflaschen herumstehen. Das wollten wir ändern.“

Die beiden entwickeln nach und nach einen nachhaltigen All-in-One Putzstein aus 96 Prozent natürlichen Inhaltsstoffen mitsamt Schwamm, der sich für alle Haushaltsbereiche eignet und das Putzmittel-Arsenal überflüssig macht, Trocknerbälle für den Trockner, die die Energie im Trockner effizient verteilen um Strom zu sparen, sowie einen weitestgehend natürlichen Bodenreiniger für den Wisch – und Saugroboter mit natürlichen Düften.

Alle Produkte bestehen zum Großteil aus natürlichen Inhaltsstoffen und werden entweder plastikfrei oder mit recyceltem Plastik verpackt, um einen möglichst ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. „Nachhaltigkeit ist ein Thema, das uns alle betrifft und das wir uns auch alle leisten können sollten“, sagt Eugen. „Wir wollten daher bezahlbare Alltagsprodukte schaffen, die uns als ganze Gesellschaft bewusster und grüner machen können. Wir wollen dafür vorhandene Ressourcen nutzen und keine neuen verschwenden.“

Neues Mindset in Sachen Putzen

Im Fokus steht dabei auch ein neues Mindset, was unser Verständnis fürs Putzen betrifft. „Sehr viele Menschen assoziieren den Geruch von Chemie mit Sauberkeit. Nur wenn es so steril riecht wie im Krankenhaus, vertrauen sie darauf, dass etwas wirklich sauber ist. Dabei gibt es nicht den einen spezifischen Geruch von Sauberkeit. Eine Wohnung kann auch dann sauber sein, wenn sie hinterher natürlich duftet und keine Giftkeulen zum Einsatz kamen. Wir müssen hier unser Sauberkeitsverständnis neu definieren.“

Heldengrün will genau das erreichen. Auf ihren Produkten sind anstatt leuchtfarbiger Piktogramme, die vor giftigen Stoffen warnen, lediglich Labels zur Öko-Zertifizierung zu sehen. „Es geht uns um Wertschätzung – gegenüber unserer Umwelt und auch gegenüber den Menschen“, so Shewit weiter. „Eigentlich will doch niemand chemische oder ätzende Inhaltsstoffe in seinen eigenen vier Wänden benutzen, vor allem dann nicht, wenn im Haushalt Kinder wohnen.“

2023 soll eine Erweiterung der Produktpalette erfolgen. Bereits jetzt neu im Sortiment: Ätherische Öle, die nicht nur als Duftgrundlage für Do It Yourself-Wasch- und Putzmittel verwendet werden, sondern das Sortiment in Richtung Körperpflege weiterdenken. So sind die hochwertigen Rosmarin – und Lavendelöle beispielsweise effektive Helfer für Kopfhaut- und Haarpflege. Die dafür verwendeten Pflanzen werden unter strengen ökologischen Auflagen angebaut und von einem Familienbetrieb in Handarbeit destilliert.

LReply: das innovative Test-Ökosystem

Mit seiner unabhängigen Plattform LReply bringt Willy Claude Makend mehr Transparenz in das sensible und zugleich komplexe Thema Produkttests. Sein Konzept: Auf lreply.com werden Konsumgüterhersteller*innen und Verbraucher*innen auf innovative Weise zusammengebracht. Willy Claudes Credo: „Wo andere Funktionalitäten hinzufügen, erfinden wir neue Lösungen.“


Anfang des Jahres 2022 haben wir den LReply-Founder in unserer Online-Rubrik Gründer*in des Jahres vorgestellt. Hier das Interview zum Nachlesen.

Jetzt – kurz vor Ende des Jahres – möchten wir im Gespräch mit Willy Claude Makend erfahren, wie sich sein spannendes Marktforschungs-Business weiterentwickelt und welche Pläne er für das kommende Jahr hat.

Wie eingangs geschrieben, haben wir dich im Januar als Gründer der Woche präsentiert. In dem Interview haben wir uns mit den Anfängen deines Unternehmens und den wichtigsten Steps beim Aufbau deiner unabhängigen Produkttest-Plattform LReply befasst. Die Kernidee von LReplay ist es, in Echtzeit Konsumgüterhersteller*innen und Verbraucher*innen über eine einzige, transparente, unabhängige und konfliktfreie Plattform zu verbinden.

Was hat sich seit Anfang des Jahres alles ereignet? Was sind die größten Erfolge und Fortschritte mit und rund um LReply?

Das Jahr 2022 war darauf ausgerichtet, das Bewusstsein für die Transparenz bei Produkttests und Marktforschung im Allgemeinen zu schärfen.

LReply war auf dem Kongress planning&analysis Insights 2022 vertreten, der sich an Marktforscher richtet und ihnen einen Überblick über Analysen, Techniken und Ergebnisse gibt. Dort stellten wir unsere Lösung in einem Pitch vor.

Darüber hinaus waren wir auf verschiedenen anderen Veranstaltungen vertreten, wie z.B. auf der succeet 2022 (führende Messe für Insights, Data & Analytics).

In diesem Jahr bin ich stolz darauf, die Bereiche erkundet zu haben, in denen wir den Kunden den größten Wert bieten können.

Als Start-up haben wir die Möglichkeiten genutzt, um das, was wir tun, zu fokussieren, unsere Marketingtechniken zu verfeinern und uns in eine Richtung zu bewegen, in der wir unsere Ziele erreichen können. So haben wir einen Weg gefunden haben, eine kundenzentrierte Strategie für unser Unternehmen zu schaffen.

Hat sich das Thema und damit die Relevanz von Marktforschung bzw. Produkttests vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Krise verändert?

Viele Unternehmen, die im Bereich der Konsumgüter tätig sind, sind von den Rohstoffpreisen betroffen. Infolgedessen sind die Preise für viele Rohstoffe, Energie, Zwischenprodukte und  Transportleistungen erheblich gestiegen. Dies hat zu großer Unsicherheit geführt. Viele Projekte wurden aufgrund der veränderten Prioritäten auf spätere Termine verschoben.

Da die Marktforschung auf Innovation und Anpassung ausgerichtet ist, stellen wir immer wieder fest, dass viele Unternehmen immer noch bereit sind, in diese zu investieren, um die Zukunft ihres Produkts zu sichern. Wir sind in diesem Punkt zuversichtlich.

Konrekt gefragt: Inwiefern hat sich die Krise auf deine Unternehmung des Jahres 2022 ausgewirkt? Welche Stoplersteine musstest du ggf. zusätzlich meistern?

Viele Unternehmen zögerten aufgrund dieser Unsicherheiten, sich zu engagieren. Ich musste erfinderischer sein, unsere Einnahmequellen zu bewahren, mit anderen Worten: Ich musste unser Geschäft anpassen, indem ich die Bedeutung der transparenten Prognose in der Marktforschung durch Produkttests betonte.

Wir haben darüber hinaus immer ein Auge auf das, was passiert, und unsere Erfahrung hat uns zusätzlich geholfen, uns schnell anzupassen.

Wie schätzt du vor diesem Hintergrund die Entwicklung im kommenden Jahr ein?

Viele Unternehmen integrieren unsere Testplattform, die es ihnen ermöglicht, Verbrauchern auf direktem Wege besser zu verstehen und Zeit zu sparen.

Auf diese Plattform bin ich besonders stolz, und unser Team arbeitet daran, noch mehr Reibungspunkte zwischen Verbrauchern und Industrie zu beseitigen.

Wir bleiben hartnäckig, mutig und geduldig, denn alles braucht seine Zeit.

Welche unternehmerischen Pläne hast du mit LReply für 2023?

Wir haben festgestellt, dass Marken zu schnellen Entscheidungsträgern für soziale Werte und Aktionen geworden sind, bei denen viel auf dem Spiel steht. Damit Marken der Wahrnehmung der Verbraucher voraus sind, spielt die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Dementsprechen werden wir das Thema Nachhaltigkeit stärker in unsere Plattform integrieren.

Außerdem sind wir aktuell am stärksten in der DACH-Region vertreten. Wir werden sehen, wie wir uns im kommenden Jahr in andere Regionen diversifizieren können.

In unserem Interview von Anfang des Jahres hast du Gründer*innen folgenden Tipp mit auf den Weg gegeben: „Gebt niemals auf, Beharrlichkeit ist viel Wert – etwas, das sich wirklich lohnt, kann viel Zeit in Anspruch nehmen, bis es Früchte trägt.“

Ich denke, dass diese Aussage aktueller denn je ist. Hast du noch weitere Tipps, die du unseren Leser*innen fürs kommende Jahr mit auf den Weg geben möchtest?

Am Anfang war ich zu sehr auf die Technik fokussiert, auf neue Funktionen, die meiner Fantasie entsprangen, aber mit der Zeit habe ich verstanden, dass die besten Gründer darüber hinaus eine direkte Verbindung zu den Nutzern haben müssen, um ihre Probleme zu verstehen. Diese Rolle sollte nicht delegiert werden.

Ich danke dir, Willy, für das interessante Update und wünsche dir und deinen Mitarbeiter*innen alles Gute für die vielschichtigen Herausforderungen des kommenden Jahres.

Hier geht’s zu LReply

Das Interivew führte Hans Luthardt

Warum Fleisch, wenn es auch Sonnenblumen gibt?

Langsam, aber stetig entscheiden sich immer mehr Deutsche für weniger oder sogar gar keinen Fleischkonsum. Doch fleischlose Alternativen etwa auf Sojabasis haben keine reine Klimaweste. Das Münchner Start-up Planty Of Meat setzt daher auf Sonnenblumen und verspricht echten Fleischgeschmack.

Der Oktober 2022 war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Die hiesigen Sommer eilen seit Jahren von einem Temperaturrekord zum nächsten – während viele Ackerflächen, Waldböden und private Rasenflächen regelrecht verdorren. Es ist nicht mehr von der Hand zu weisen: Der Klimawandel ist im vollen Gange und verändert das Wetter hierzulande dramatisch.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen fragen sich mehr und mehr Deutsche nach der eigenen Rolle, dem eigenen Klima-Fußabdruck und ihrer persönlichen Verantwortung: Die Zahl der Menschen, die zumindest häufiger als früher vom Auto aufs Fahrrad umsteigen, nimmt zu. Und auch bei den Ess- und Verbrauchsgewohnheiten der Konsumentinnen und Konsumenten zeigt sich ein Umdenken. So geht der Fleischkonsum – wenn auch im internationalen Vergleich nach wie vor auf sehr hoher Basis – leicht zurück.

Fleischkonsum der Deutschen: Umdenken hat eingesetzt

Im Jahr 2021 summierte sich der menschliche Verzehr von Fleisch hier in Deutschland auf rund 55 kg pro Kopf, ist bei Statista nachzulesen. Weiter heißt es dort: „Der Gesamtverbrauch, in dem der Verbrauch von Tierfutter, die industrielle Verwertung sowie die Produktverluste berücksichtigt sind, summierte sich auf etwa 81,7 kg. Die in Deutschland am meisten konsumierte Fleischsorte ist Schweinefleisch. Es folgen Geflügel mit rund 13,1 kg sowie Rindfleisch mit etwa 9,4 kg pro Kopf. Die tendenziell sinkende Konsummenge von Fleisch in Deutschland ist vor allem auf die Zurückhaltung gegenüber dem Schweinefleisch zu erklären. Der durchschnittliche Gesamtverbrauch von Schweinefleisch sank seit dem Jahr 1991 um rund acht Kilogramm.“

Wesentliche Gründe für den Rückgang sind die zahlreichen Tierzuchtskandale der jüngeren Vergangenheit, Berichte über teils katastrophale Bedingungen bei der Haltung und dem Schlachten der Tiere, aber eben auch das steigende Bewusstsein über die immens hohen direkten und indirekten Kohlendioxid- und Methanemissionen bei der Nutztierzucht, die das Weltklima stark belasten.

Die Einsicht und der Wille zur fleischärmeren bis gar zur fleischlosen Ernährung ist bei vielen Menschen da. Wäre da nicht die Sorge, auf den dem Menschen regelrecht angeborenen Fleischgeschmack verzichten zu müssen.

Fleischersatz mit vollem Fleischgeschmack

Diese Sorge hatte auch Johannes Biel, als er 2019 das Unternehmen Planty Of Meat in Garching gründete: „Wir möchten natürlich konsumieren, gleichzeitig wollen wir unseren Kindern aber auch eine intakte Umwelt übergeben und nicht ohne Rücksicht auf Verluste leben.“ Als sich Johannes Biel mit dem Gedanken trug, eine „fleischlose Firma“ zu gründen, hatte er bereits als Fleischimporteur Karriere in der klassischen Industrie gemacht. Wie passt das zusammen? Seine Antwort: „Sicherlich sind wir ein Traditionsunternehmen, auf was wir sehr stolz sind. Dennoch möchten wir uns aber dem Zeitgeist nicht verwehren und auf aktuelle Trends eingehen. Folglich ist Planty Of Meat unsere Auflösung dieses Konflikts.“ Als Fleischimporteur kennt Biel die Bedürfnisse der Deutschen bestens – und will daher auch beim Geschmack keine großen Abstriche machen. Sein Motto: Was nach Fleisch schmeckt, muss kein Fleisch enthalten. Dabei will er aber keinen Zwang ausüben, sondern Optionen aufzeigen: mal mit, mal ohne Fleisch, je nach Lebenseinstellung, Lust und Laune.

Wettbewerber am Markt für fleischlose Produkte gibt es zahlreich. Als Fleischersatz bieten sich viele Dinge an: Tofu, Seitan, Soja. Tatsächlich enthalten Seitan und Soja beinahe genauso viel Eiweiß wie Fleisch, unverarbeitet aber kaum Fett und keine Harnsäure. Doch die gesunden Inhalte aus Soja und Weizen wie Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe werden bei der Eiweißgewinnung herausgelöst.

Planty Of Meat: Sonnenblumen mit weißerer Weste als Soja

Hinzu kommt auf der Negativbilanz: Das sehr proteinreiche und damit begehrte Soja erreicht mit keiner wirklich reinen Weste die deutschen Supermärkte und später die Teller der Verbraucherinnen und Verbraucher hierzulande. Für die Ausweitung der Ackerfläche werden etwa in Südamerika riesige Wald- und Savannenflächen umgewandelt. Auf diese Weise gehen einzigartige Lebensräume für Pflanzen und Tiere verloren, fruchtbarer Boden wird zerstört und Wasser verseucht.

Planty Of Meat dagegen setzt auf Fleischersatzprodukte auf Basis von Sonnenblumen und Weizen. Diese stammen nicht aus fernen Regionen und haben dadurch keine langen Transportwege hinter sich. Produziert wird in den Niederlanden.

IT-Trends 2023

Diese fünf zentralen IT-Trends werden das Jahr 2023 prägen.

Alles steht im Zeichen der Krise. Die Prognosen für die DACH-Region drehen sich um eine gleichbleibend hohe Inflation, die drohende Rezession sowie um die Frage, wie gut oder schlecht Unternehmen diese Situation verkraften werden. Wir wagen einen Ausblick auf die IT-Trends 2023 und stellen fest: Wir haben es mit einer Mischung aus wirtschaftlicher und politischer Unsicherheit zu tun, wie wir sie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben. Die aktuellen Entwicklungen führen dazu, dass die Schere zwischen Unternehmen, die ums Überleben kämpfen und jenen, die Dank ihres digitalen Ansatzes sogar einen Wettbewerbsvorteil realisieren können, weiter auseinander geht. Vor diesem Hintergrund: Diese fünf zentrale IT-Trends werden das Jahr 2023 voraussichtlich prägen.

1. IT-Trend 2023: Mehr für weniger: Der Druck steigt, bessere IT-Ergebnisse zu geringeren Kosten zu erzielen

Zum ersten Mal trifft der aktuelle Wirtschaftsabschwung auf eine noch junge Businessform: Unternehmen mit As-a-Service Geschäftsmodellen können auf diese Herausforderungen nicht mit althergebrachten Strategien klassischer Industrien reagieren: Das Zurückstellen von Ausgaben für langfristige Investitionsgüter hilft hier nicht weiter. Um Kosten zu sparen, setzen Unternehmen stattdessen auf die Optimierung vorhandener Technologien. Während der Pandemie hat sich z.B. in vielen Unternehmen eine Vielzahl unterschiedlicher, sich teils überlappender Tools angesammelt: Von Teams über Zoom bis hin zu Slack und Asana – sie alle sollten die Remote-Arbeit und Kooperation möglichst schnell und effizient machen. 2023 werden Unternehmen jedoch ihren Tech-Stack genauer unter die Lupe nehmen und sich von einigen As-a-Service Produkten wieder trennen. Punkten hingegen werden jene Anbieter*innen, die als echte Wachstumskatalysatoren identifiziert werden und die helfen, neue Märkte und Einnahmequellen zu erschließen.

2. IT-Trend 2023: Hoher Speicherbedarf trifft auf Lieferkettenproblem: Masterplan für Hybrid-Cloud-Strategie ist unerlässlich

Die Anzahl der datengetriebenen Geschäftsmodelle steigt und damit auch der Speicherbedarf in Unternehmen. Die seit der Pandemie gestörten Lieferketten haben sich jedoch bisher nicht erholt: Eine einjährige Lieferzeit bei Hardware- und Netzwerkkomponenten sind keine Seltenheit. Deshalb werden noch mehr Unternehmen auf Cloud-Provider setzen, um Zugriff auf eine robuste, verlässliche und skalierbare Speicherinfrastruktur zu haben. Gewinnen werden jene Unternehmen, die dafür eine minutiöse Planung aufsetzen: Wie und wann greift ein Unternehmen auf eine Public Cloud zu, um einerseits die schwankende Nachfrage bestmöglich zu bedienen und andererseits nicht selbst alle Speicherkapazitäten vorhalten zu müssen? Während vorhersehbare, routinemäßige Arbeitslasten auf der eigenen Infrastruktur laufen, werden unerwartete Arbeitslasten planmäßig in die Public Cloud verlagert. Nur Unternehmen, die hierfür ein detailliertes Drehbuch bereitstellen, werden die Speicherknappheit ohne Abstriche an Verfügbarkeit und Resilienz meistern.

3. IT-Trend 2023: Für Nachhaltigkeit und gegen die Folgen extremer Klimaereignisse: Zwei Seiten der gleichen Medaille

Nachhaltigkeit hat viele Aspekte: Mit den knappen Energieressourcen und den explodierenden Energiepreisen ist für Unternehmen eine weitere, teilweise existenzielle Herausforderung hinzugekommen. 2023 werden Unternehmen ihren Energieverbrauch immer stärker am schwankenden, aktuellen Strompreis ausrichten, um Kosten zu sparen. In diesem Zusammenhang wird auch die Investition in immer leistungsfähigere Technologie steigen, da diese eine bessere Performance bei geringerem Energieverbrauch ermöglicht. Zudem wird die Politik entschiedener gegen Greenwashing vorgehen: Von Seiten der Gesetzgebung und der Regulierungsbehörden werden die Vorgaben immer konkreter, wie z.B. die ESG-Kennzahlen, die die Themen Umwelt, Soziales und Governance in den Fokus nehmen. Auf Nachhaltigkeit setzen Unternehmen aber auch verstärkt aus Gründen der Resilienz und stellen sich der Frage: Wie lassen sich IT-Systeme widerstandsfähiger machen gegen die immer deutlicheren Auswirkungen extremer Klimaereignisse? Viele Unternehmen werden sich im kommenden Jahr verstärkt mit Notfallplänen beschäftigen, um die Kontinuität ihres Geschäfts noch stärker durch Backups oder die Möglichkeit einer kurzfristigen Verlagerung ihrer Anwendungen zu alternativen Cloudanbietern an anderen Standorten abzusichern.

4. IT-Trend 2023: Managed Services sind im Aufwind – Attraktivität integrierter Komplettlösungen steigt

Vom Angebot über die Auswahl bis hin zum Betrieb, Anwendungen werden immer komplexer, die umfassende Expertise jedoch ist in den Unternehmen längst nicht mehr gegeben – vor allem bedingt durch den sich verstärkenden Fachkräftemangel. Insbesondere Unternehmen, für die IT-Systeme nicht das Herzstück ihres Geschäftsmodells sind, sondern diese lediglich als „Vehikel“ nutzen, schaufeln sich mit Managed Services (MS) Kapazitäten für ihr eigentliches Geschäft frei. Je mehr ein Unternehmen unter Druck steht, umso mehr setzt es auf Managed Service. Parallel findet bei MS-Anbietern eine Spezialisierung auf bestimmte Bereiche oder Branchen statt, da nicht jedem/jeder Kund*in jede Dienstleistung angeboten werden kann.

5. IT-Trend 2023: Weniger Perfektion – mehr Befähigung: Viele deutsche Unternehmen werden ihre traditionelle Denkweise schneller hinter sich lassen als erwartet

Die Unternehmen müssen gemeinsam mit der Technologie transformiert werden, die Revolution kommt sprichwörtlich aus den unteren Etagen – insbesondere aus jenen der IT-Abteilungen. Die Angst vor Risiken und die Scheu vor Lösungen, die nur 90 Prozent statt 100 Prozent Perfektion versprechen, lähmt Organisationen und bringt sie angesichts von Inflation und Rezession in ernsthafte Schwierigkeiten. Mut und der Weitblick hingegen, klassische Hierarchien über Bord zu werfen, macht aus Führungskräften echte „Befähiger*innen“. Diese Art der Unterstützung wird sich in den obersten Chefetagen immer häufiger durchsetzen und der digitalen Transformation auch hierzulande einen echten Schub versetzen. Deutsche Führungskräfte verlassen nach Jahren der Zurückhaltung notgedrungen die Zauderzone und wagen Neues.

Die Autorin Elena Simon ist Geschäftsführerin der GCore Labs GmbH

Hospitality-Trends 2023

Die Digitalisierung geht weiter voran: Diese 5 Trends erwartet die Hospitality-Branche im neuen Jahr.

Während im vergangenen Jahr der Fokus in der Hospitality-Branche auf automatisierte Abläufe im Frontend-Bereich und damit für ein besseres Gästeerlebnis gesetzt wurde, blieben die Entwicklungen im Hintergrund weitestgehend auf der Strecke. Das wird sich 2023 ändern.

Neue Verfahren, smarte Tools

Die Digitalisierung schreitet in Deutschland weiter voran – das muss sie auch! Insbesondere junge Generationen setzen auf moderne Arbeitsplätze und werden von veralteten Systemen sowie analogen Strukturen zumeist abgeschreckt. Wer also dem Fachkräftemangel entgegenwirken möchte, muss auf neue Verfahren und smarte Tools setzen. Insbesondere in der Hospitality-Branche gibt es da noch immer viel zu tun. Viele internationale Technologieunternehmen sehen den Bedarf und unterstützen das Gastgewerbe vor Ort mit ihren digitalen Lösungen.

Während im vergangenen Jahr der Fokus jedoch auf automatisierte Abläufe im Frontend-Bereich und damit für ein besseres Gästeerlebnis gesetzt wurde, blieben die Entwicklungen im Hintergrund weitestgehend auf der Strecke. Das wird sich 2023 ändern - hier die wichtigsten Trends für die Hotel- und Gastronomiesparte im kommenden Jahr.

Hospitality-Trend 1: Schluss mit der Zettelwirtschaft – die Digitalisierung des Backoffice

Noch immer scheinen Excel und Notizzettel die beliebteren Hilfsmittel im Backoffice zu sein. Doch immer mehr Gründe sprechen für eine schnelle Digitalisierung und werden diese im kommenden Jahr weiter vorantreiben. Denn mit dem Grundsatzurteil 1 ABR 22/21 vom BAG (Bundesarbeitsgericht) vom 13. September 2022 ist die Arbeitszeiterfassung für Arbeitgeber*innen Pflicht. Sollen also die eigenen Angestellten entlastet werden, muss der Fokus auch in 2023 weiter auf der Optimierung interner Prozesse und speziell der Arbeitszeiterfassung liegen. Moderne Software-Lösungen und Apps sind eine einfache, aber vor allem ortsungebundene Möglichkeit, die Arbeitszeit effizient zu erfassen – egal ob im Betrieb oder im Home-Office. Eine schnelle Freigabe der endgültigen Stunden und fehlerfreie Abrechnungen inklusive. Auch für Personalmanager*innen bietet die Digitalisierung des Backoffice eine zunehmende Entlastung. Sie behalten den Überblick über die jeweiligen Zuständigkeitsbereiche und können effizient Dienstpläne erstellen oder gegebenenfalls Änderungen schnell und transparent eintragen. Zusätzliche Features, wie interne Kommunikationsfunktionen oder die Verknüpfung mit bestehenden Tools bis hin zum Frontdesk-Bereich sorgen zudem für mehr Struktur im Arbeitsalltag. Das spart Zeit und schont personelle Ressourcen.

Hospitality-Trend 2: Modernes Bewerbungsmanagement

Auch in Sachen Recruiting unterstützen digitale Prozesse ungemein. So haben Bewerber*innen zum Beispiel verschiedene Kanäle, über die sie auf die Arbeitgeber*innen zukommen können. Diese unterschiedlichen Portale können dank smarter Lösungen inhouse zu einer zentralen Datenbank zusammenfasst und der komplette Bewerbungsprozess damit effizienter gestaltet werden. Absagen oder die Priorisierung von potenziellen Mitarbeitenden sowie Terminerinnerungen und Onboarding-Prozesse können ebenso automatisiert werden. So kann die Einarbeitung beispielsweise effizienter durch Online-Videos, Web-basierte Trainings oder Mediatheken erfolgen und so wertvolle Ressourcen sparen. Der Ausbau Cloud-basierter HR-Software wird somit im Jahr 2023 im Fokus sein.

Hospitality-Trend 3: Mitarbeitende binden – Zufriedenheit fördern

Während digitale Zeiterfassungs- und Abrechnungsanwendungen schon in einigen Unternehmen zum Arbeitsalltag gehören beziehungsweise verpflichtend sind, bietet die Automatisierung im Bereich Employee Experience noch viel Potenzial. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und will vor allem kranke Arbeitnehmer*innnen mit der eAU, der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, entlasten. Ab dem 01. Januar 2023 sind die Krankenkassen zur digitalen Weiterleitung der Krankmeldung an die Arbeitgeber*innen verpflichtet. Außerdem sollen personalisierte Performance Dashboards, die den Fortschritt von Mitarbeitenden transparent sowie jederzeit abrufbar darlegen, zur Bindung und Weiterentwicklung von Angestellten beitragen. Mittels intuitiver Tools kann dann eine stärkere Feedback-Kultur gelebt und die eigene Leistung in messbaren Zielen festgehalten werden. Schlussendlich steigt die Zufriedenheit und Loyalität der Mitarbeitenden nachhaltig, wenn Arbeitgeber*innen ein gut strukturiertes und organisiertes Arbeitsumfeld bieten.

Hospitality-Trend 4: Automatisierung des Frontoffice

Obwohl im Bereich der Kundenzufriedenheit bereits viel geschehen ist, wird 2023 auch die Digitalisierung des Frontoffice noch weiter vorangetrieben. Voice- sowie Chatbots können beispielsweise zunehmend für Bestellungen oder Reservierungen eingesetzt werden, um so auch dem Fachkräftemangel entgegenwirken zu können. Während das Personal durch die künstliche Intelligenz entlastet und anderweitig eingesetzt werden kann, wird gleichzeitig schneller auf die Bedürfnisse der Gäste reagiert. Zudem wird auch das Bestandsmanagement dank digitaler Kassensysteme effizienter. Durch automatisierte Sortimentsprüfungen können Warenbestellungen dann schnell und direkt bis zum angebundenen Lieferanten weitergeleitet werden.

Hospitality-Trend 5: Waste-Management dank smarter Tools

Durch die Nutzung von Recycling- oder Foodwaste-Software wird auch die Nachhaltigkeit der Unternehmen zunehmend digitaler werden. Entsprechende Tools können zum Beispiel Warenbestände erfassen und weggeworfene Gegenstände ermitteln. Künstliche Intelligenz kann Abfallbereiche identifizieren und quantifizieren. Gerade in der Gastronomie und Hotelküche können so Prozesse optimiert werden. Lebensmittel werden reduziert und bares Geld gespart.

Fazit

Vorhandenes Personal kann mithilfe von smart eingesetzten Tools entlastet und effizient eingesetzt werden. Auch die Betreuung der Gäste wird durch die zunehmende Digitalisierung vereinfacht und die sogenannte Customer Experience weiter ausgebaut. Eine digitalisierte Branche ist somit greifbar und könnte den vielbeschäftigten Gastronom*innen und Hotelbetreiber*innen sowie ihren Angestellten 2023 den Arbeitsalltag erleichtern, wenn sie sich aktiv dafür entscheiden.

Der Autor Michael Scheiblich ist Lead Customer Success DACH der Personalplanungssoftware Planday

Collego: Collegos sollt ihr sein

Das Start-up Collego von Markus Stoll und Fabian Ziegler ermöglicht firmeninternes Matching von Angestellten auf Basis gemeinsamer Interessen. Das Ziel: mehr Zufriedenheit und weniger Fluktuation im Team.

Du bist neu im Unternehmen und findest keinen Anschluss? Du arbeitest remote, hybrid oder nur Teilzeit im Büro, zum Plausch in der Kaffeeküche kommt es daher fast nie? Eine der Herausforderungen im Arbeitsmarkt ist neben dem Finden von geeigneten Arbeitskräften die dauerhafte Bindung von Mitarbeitenden. Dafür ist Collego die Lösung. Die Plattform schafft feste Kontakte im Unternehmen – interessenbasiert, teamübergreifend und dauerhaft.

Collegos – mehr als nur gute Arbeitskolleg*innen

Besonders seit Corona arbeiten viele von uns remote oder hybrid in ihren Jobs. Was viele Vorteile mit sich bringt, erschwert auf der anderen Seite den Anschluss ans Team und den Aufbau einer Unternehmenskultur. Viele leiden oft unter der Anonymität. Das führt zu Unzufriedenheit – und endet im schlimmsten Fall mit einer Kündigung. „Viele Arbeitgeber kämpfen mit hoher Fluktuation – wir wollen das ändern“, so die Gründer Markus Stoll und Fabian Ziegler. Hier setzt ihre Plattform Collego an. Sie fördert Freundschaften unter Kolleg*innen, sorgt somit für mehr Spaß und Motivation bei der Arbeit. Nebenbei werden Mitarbeitende schneller integriert und Kontaktbarrieren aufgebrochen. „Wir sprechen von ,Collegos‘“, so die Gründer. Und das Beste: „Collegos sind zufriedener – und bleiben somit länger im Unternehmen.“

Mitarbeitende ans Unternehmen binden

„Mitarbeitendenbindung ist noch immer ein oft viel zu unterschätzter Faktor, der den Erfolg von Unternehmen massiv auf allen Ebenen beeinflusst“, so Markus. Der finanzielle Erfolg, aber auch das Image nach innen und außen werde stark davon beeinflusst. Die Gründer wissen, wovon sie reden: Sie selbst waren zuletzt als Abteilungsleiter in einem mittelständischen Beratungsunternehmen für über 100 Consultants verantwortlich.

„Am Ende waren die Probleme oft die gleichen“, so Markus. Die Gründer machten es sich zur Aufgabe, Kolleg*innen eine zuverlässige, angenehme und lockere Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Damit helfen sie Unternehmen bei ihrem langfristigen Erfolg. „Wir wollen Unternehmen unterstützen, ihre Digitalisierung voranzutreiben, moderne Arbeitsweisen umzusetzen und die soziale Interaktion innerhalb der Teams zum Vorteil aller zu fördern“, sagt Co-Gründer Fabian. „Denn letztlich sind die Menschen im Unternehmen die Vorantreibenden und der eigentliche Kern.“

Collego löst eines der Kernprobleme im Personalwesen – das lockt Investor*innen an

Damit treffen Fabian und Markus den Nerv der Zeit. „Retention ist eines der Kernthemen im Personalwesen“, weiß auch Benjamin Visser, CEO von allygatr, dem Venture Capitalist in HR-Tech. Wenig verwunderlich also, dass allygatr bei Collego eingestiegen ist. „Wir freuen uns natürlich sehr darüber, so früh einen solch starken Partner wie allygatr an Board zu haben“, so die Collego-Gründer. „Gleichzeitig rechnen wir mit vielen weiteren, starken Investor*innen.“

Die Gründer selbst haben sich bei einer Unternehmensfeier kennengelernt. Aus der Idee, Mitarbeitende interessenbasiert zu vernetzen, ist innerhalb weniger Monate die Collego GmbH mit Sitz in München entstanden. Collego baut auf einem interessenbasierten Matching-Algorithmus auf und ermöglicht einem Unternehmen die standortübergreifende Vernetzung der kompletten Belegschaft. Die Idee kommt an: Beim The-Grow-Summit 2021 wurden die Gründer mit dem invest2grow-Award als innovativstes Start-up unter ca. 200 Teilnehmer*innen aus der DACH­Region ausgezeichnet.

Wachstumsboost und Expansionspläne

Das gebootstrapte Unternehmen hat große Wachstumspläne. Um die Skalierbarkeit der Plattform vollständig auszuschöpfen, möchte das Gründer-Duo in weitere EU-Länder expandieren. Dafür braucht das Start-up zusätzliche Unterstützung und ist aktuell auf der Suche nach Investor*innen, um das Team auf 40 Mitarbeitende zu verstärken. „Mit mehr Kapital und Knowledge im Team können wir die Plattform mit zusätzlichen Features ausstatten und den notwendigen Wachstumsboost generieren. In Zukunft wird unternehmensinternes Networking über Collego laufen“, zeigen sich die Gründer überzeugt.

Die 7 top E-Mail-Design-Trends 2023

Die größten E-Mail-Design-Trends 2023, gesammelt von den 99designs-Expert*innen.

Die E-Mail-Trends 2023 sind in unserem Posteingang gelandet und dieses Jahr ist ihre Botschaft unmissverständlich: 2023 dreht sich alles darum, zu zeigen, statt zu erzählen. Wir sehen, wie Grafiken in den Mittelpunkt des E-Mail-Designs rücken, mit Produktfotos, die auf der Seite schweben, Farben, die ein größeres Risiko eingehen, und Animationen, die ins Scheinwerferlicht drängen.

Auch wenn es zum Teil natürlich darum geht, Aufmerksamkeit zu erregen, könnten diese Trends auch ein Zeichen dafür sein, dass die Menschen sich mehr nach Unterhaltung sehnen als nach kalten, harten Fakten. Nach Jahren der Pandemie und Wirtschaftskrise sind diese E-Mail-Design-Trends eine Reaktion auf die aktuelle Zeit. Sie zeigen eine kollektive Sehnsucht nach Rebellion und ein Verlangen nach Freiheit.

Doch das Gute ist, dass sich E-Mails heutzutage nicht mehr so ernst nehmen müssen und so zu einem Vehikel für Eskapismus und sogar hoffnungsvollen Optimismus werden können. In jedem Fall werden die folgenden E-Mail-Design-Trends 2023 zu einem echten Hingucker in unseren Posteingängen.

E-Mail-Design-Trend 1: Schwebende Produkte

Angesichts der Tatsache, dass (an einem guten Tag) weniger als 20 % aller E-Mails überhaupt geöffnet werden – ganz zu schweigen gelesen – tragen Bilder die Verantwortung, sofortige Aufmerksamkeit zu erregen und zu erklären, worum es bei einem Produkt geht. Damit diese Bilder noch mehr Wirkung erzielen, setzen Designer und Designerinnen auf Produktfotos, die in der Luft zu schweben scheinen.

Dieser Stil ist ein todsicherer Weg, das Produktfoto zum wichtigsten Inhalt der Mail zu – das Bild ist nicht nur groß, sondern beinahe transzendent und schwebt über den irdischen Anliegen des Rests der E-Mail. Auch wenn diese Produkte unmöglich schweben können, vermitteln sie ein Gefühl von dreidimensionaler Realität. Sie zeigen, wie das Produkt tatsächlich aussehen könnte, und wirken so real, dass die Menschen das Gefühl haben, sie könnten durch den Bildschirm hindurchgreifen und es anfassen. All das trägt zum Verkaufsabschluss bei.

NIMMSTA: Der Schlüssel zum Erfolg ist das Team

Andreas Funkenhauser und Florian Ruhland, Gründer von NIMMSTA, haben die weltweit erste Industrial Smart Watch auf den Markt gebracht. Damit verfolgen sie ein großes Ziel: Die Logistikbranche revolutionieren. NIMMSTA ist ihr drittes gemeinsames Start-up und die Gründer sind sich zu 100 Prozent sicher: Alleine ihrem Team verdanken sie den Erfolg.

NIMMSTA zu gründen war von Andreas und Florian zunächst eigentlich gar nicht geplant – es war das Team, das die Gründer letztendlich überzeugte. Ausgangspunkt für die Idee war eine Anfrage bei ihrem ersten Start-up, bei der ein Kunde nach einem Scanner gesucht hat, der nicht aktiv gegriffen werden muss und einen Touch-Display hat. Weil es einen solchen Scanner auf dem Markt bisher nicht gab, machten sie sich selbst an die Entwicklung. Für den Bau der ersten Prototypen wurden Teammitglieder an Board geholt, die das technische Know-how mitbrachten.

Genau diese Leute waren es, die Andreas und Florian dazu brachten, aus dem Projekt ein Unternehmen zu machen: „Wir wussten, dass alle Feuer und Flamme für das Projekt sind und ihr Bestes geben – wir konnten uns von Anfang an gegenseitig zu 100 Prozent vertrauen und hatten Rückenwind vom gesamten Team.“ Gemeinsam startete das Team und evaluierte, plante und beseitigte Bugs, Systemfehler, Zugangs- und Update-Probleme.

Beim Gründen und langfristigem Erfolg geht es vor allem um Ausdauer und gute Kommunikation. Etwas, was man nur mit einem Team schaffen kann, dem man blind vertraut. Denn ohne Vertrauen ins Team ist jedes Start-up zum Scheitern verurteilt, so die Gründer.

Vertrauen muss vorgelebt werden, sonst funktioniert es nicht

Gegenseitiges Vertrauen hört sich erstmal einfach an, muss allerdings auch glaubwürdig umgesetzt und gelebt werden. Der Schlüssel zu einer funktionierenden Zusammenarbeit innerhalb des Teams ist für Andreas demnach, genau das auch vorzuleben: „Wenn Florian und ich uns nicht 100 Prozent vertrauen würden, wären wir keine Vorbilder und könnten auch keine vertrauensvolle Kultur im ganzen Unternehmen etablieren.“ Daneben ist auch die Interaktion und Kommunikation innerhalb des Teams essentiell: „Mitarbeitende müssen sich sicher fühlen. Wir geben ihnen ein Sicherheitsnetz, damit sie ihre Ziele erreichen, innovativ denken, Sachen ausprobieren und ihre Meinung einbringen“, so Florian. Genau dieser Ansatz hat auch die Entwicklung und konstante Verbesserung der Produkte so effizient gemacht. Laufende Optimierungsprozesse werden bei einer guten Idee auch mal über den Haufen geworfen und anders angegangen. Funktioniert etwas nicht ganz so wie geplant, ist das für die Gründer auch kein Beinbruch, denn nur durch das Ausprobieren entsteht Fortschritt.

Was die Zusammenarbeit im Team außerdem ausmacht, ist eine offene und ehrliche Kommunikation. Für Andreas und Florian ist das das A&O, denn Probleme sollten nicht nur einmal im Jahr beim Mitarbeitergespräch besprochen werden dürfen. Negative und positive Rückmeldungen, zu jedem Zeitpunkt zu kommunizieren, sind dafür essentiell: Sachen, die nicht gut laufen, werden direkt angesprochen – dadurch entstehen viel weniger Missverständnisse und keiner baut über Monate einen Groll oder Unzufriedenheit auf.

Vertrauen macht Feedbackschleifen unnötig

Vertrauen spiegelt sich bei NIMMSTA aber auch bei der Art und Weise wie gearbeitet wird wider. Andreas und Florian wissen, dass sie absolute Experten in ihrem Team haben, die ihren jeweiligen Arbeitsbereich selbst managen können. Ein Go für Entscheidungen geben die Gründer somit eigentlich nie – sie vertrauen auf die Expertise ihrer Mitarbeitenden. „Wenn ein Teammitglied etwas entscheidet, dann wird das richtig sein und seine Gründe haben. Wir wollen, dass jeder möglichst frei arbeiten kann und mehrfache Feedbackschleifen vermeiden“, so die Gründer. Was den Beiden außerdem wichtig ist: „Jeder darf Fehler machen und muss keine Angst haben, dass es am Ende einen Knall gibt.“

Wer unsere Philosophie nicht lebt, passt nicht ins Team

Gerade weil das Team von NIMMSTA so gut funktioniert und interagiert, müssen Philosophie und Werte bei jedem potenziellen neuen Mitarbeitenden ebenfalls stimmen. Zwar gibt es für die zu besetzenden Stellen auch fachliche Anforderungen, die Vorstellungsgespräche sind aber weniger dazu da, den Lebenslauf rauf- und runter zu besprechen. Wichtiger ist es für Andreas und Florian herauszufinden, was die Person antreibt und wer wirklich dahintersteckt – alles können und wissen muss man nicht. Wer Lust auf Neues hat, mit anpacken kann und für den Selbstmanagement kein Problem darstellt, passt ins Team. „Wir übergeben unseren Mitarbeitenden viel Eigen- und Selbstverantwortung. Wer Hilfe braucht, kann sich immer melden. Wenn jemand Überstunden gemacht hat und deswegen einen Tag früher ins Wochenende geht, um Ski zu fahren oder Wellness zu machen, ist das fein für uns – wir hinterfragen das nicht“, erklären die Gründer.

Die Vertrauensbasis, die Andreas und Florian innerhalb ihres Teams aufgebaut haben, zeigt sich nicht nur bei der Interaktion und Kommunikation. Die Mitarbeitenden vertrauen auch dem Produkt: Die meisten von ihnen haben als Business Angel in NIMMSTA investiert. Ein mehr als deutliches Zeichen, dass das komplette Team hinter NIMMSTA steht.

Der Nachfolge-Innovator

Aktuell stehen so viele Unternehmen wie nie zuvor vor der brisanten Nachfolgefrage. Wie Serial Entrepreneur Tobias Zimmer mit TRADINEO dieses Problem adressiert, Gründer*innen als Nachfolger*innen etabliert und zu Innovator*innen macht.

Wenn ein Vierjähriger sich statt Hund oder Hamster zwei Hühner als Haustiere wünscht, um durch den Verkauf der Eier sein Taschengeld aufzubessern, dann ist schnell klar: Diesem Kind steht eine spannende, unternehmerische Karriere bevor. Und so sollte es kommen: Tobias Zimmer (36) gründete als Teenager sein erstes Unternehmen, eine Ebay-Verkaufsagentur. Während seines BWL-Studiums in Marburg, Leipzig, New-York und Seoul folgte eine Immobilienfirma. Doch den ersten entscheidenden Schritt in Richtung eines erfolgreichen Unternehmers machte der aus der Region Osnabrück stammende Betriebswirt erst nach seinem Masterabschluss: Er gründete Coffee-Bike, eine mobile Coffee-Shop-Kette, die per Franchise betrieben wird. „Ich habe gesehen, wie viele Cafébesitzer ihren Betrieb aufgrund von zu hohen Fixkosten, insbesondere für die Miete, einstellen mussten. Da kam mir die Idee zu einem mobilen Coffee-Shop. Das erste Bike mit integrierter Siebträger-Maschine habe ich noch mit Vater und Schulfreund in unserer Garage gebaut“, erinnert sich Tobias zurück.

Per Franchisesystems bietet Coffee-Bike seit mittlerweile

12 Jahren auch Menschen mit wenig Startkapital die Möglichkeit, ein eigenes Business auf die Beine zu stellen. Und das Konzept geht auf: Coffee-Bike wächst in wenigen Jahren zu einem der größten Franchisesysteme in Deutschland – und zwar ohne externes Risikokapital. „Das war eine harte Zeit. Die ersten Jahre habe ich mir genauso viel Lohn ausgezahlt wie unserem Werkstudenten – und das obwohl ich 12 Stunden pro Tag gearbeitet habe. Als Mittzwanziger war es irgendwie möglich, so über die Runden zu kommen. Wenn ich mir aber vorstelle, ich würde erst heute, mit Mitte 30 und als Vater gründen, wäre diese Art von Unternehmensführung für mich rein finanziell gar nicht mehr machbar“, sinniert Tobias.

Irgendwie wurden auch die harten ersten Jahre gemeistert: Die charmanten Fahrräder sind aus vielen deutschen Innenstädten nicht mehr wegzudenken – egal ob Düsseldorf, Hamburg oder München. Heute ist Coffee-Bike ein mittelständisches Unternehmen und in 17 Ländern aktiv, unter anderem mit einer Tochtergesellschaft in London.

Auch wenn die Erfolgsgeschichte von Coffee-Bike anhält, am Ende seiner Gründungsgeschichte ist der Niedersachse noch lange nicht: Bereits 2016 suchte der junge Unternehmer eine neue Herausforderung und gründete erneut: Mit myChoco kreierte er eine soziale Schokoladenbrand, die mit einem Teil des Umsatzes soziale Projekte fördert. „Es war mir schon immer wichtig, dass mein Unternehmertum einen positiven Impact hat – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich“, erklärt Tobias. „Der gesellschaftliche Wandel macht soziales Handeln zur Voraussetzung für wirklich gute Marken. Eine Brand ohne Impact-­Thema kann heute eigentlich nicht mehr erfolgreich werden.“

Neue Lösungen für mehr Nachhaltigkeit

Diese fünf nachhaltigen (Start-up-)Konzepte solltet ihr kennen.

Nachhaltigkeit ist ein echtes Trendthema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt und sich durch nahezu alle Lebensbereiche zieht. Wie verbreitet das Thema in Lebens- und auch Unternehmensbereichen ist, zeigen wir euch am Beispiel von fünf Start-ups und jungen Brands mit nachhaltigen Lösungen. Sie sind interessante Cases, weil sie exemplarisch für ihre jeweils eigene Nische stehen.

JES! – günstigen Ökostrom für alle

Die JES.Group ist ein auf Photovoltaik spezialisiertes Unternehmen und treibt

deutschlandweit die Energiewende voran, indem es Ökostrom günstig und für

jedermann anbietet. Als Kostenführer bietet die JES.Group das gesamte Produktspektrum aus einer Hand an, inklusive Großhandel, Inhouse-Installation, Service & Wartung, Anlagenfinanzierung, Stromversorgung und Systemdienstleistungen. CEO Jonas Holtz hat über zehn Jahre Erfahrung im PV-Markt und weiß, worauf es bei PV-Anlagen ankommt. Mit seiner Unternehmensgruppe treibt der erfolgreiche Unternehmer die dezentrale Energiewende deutschlandweit voran und legt damit die Grundlage für eine nachhaltige Energieversorgung.

oecolife – Nachhaltiges Hygienepapier

Die Gründung der Marke oecolife durch das Unternehmen Fripa im Jahre 2021 ist der Tatsache geschuldet, dass Nachhaltigkeit für eine wachsende Zahl von Verbraucher zu einem wichtigen Thema wird. Da ist es naheliegend, dass auch beim Toilettenpapier über alternative Materialien nachgedacht wird.

Toilettenpapier aus Frischzellstoff ist mit Blick auf den Schutz wertvoller Ressourcen nicht zeitgemäß. Der nachhaltige, plastikfreie und umweltverträgliche Zellstoff von oecolife wird dem Wunsch nach verantwortungsvollem Umgang mit Rohstoffen gerecht.

Die Marke oecolife verwendet keine Farb- oder Duftstoffe und vermeidet darüber hinaus alle Materialien und Inhaltsstoffe, die nicht den Anforderungen entsprechen, die das Konzept der Nachhaltigkeit an sie stellt. Es kommen nachwachsende Rohstoffe wie Bambus oder Stroh sowie recyceltes Altpapier zum Einsatz, die durch modernste Verarbeitungstechnik in Sachen Qualität gleichwertig sind.

Laut Unternehmen ist die Materialentwicklung inzwischen soweit, dass heutzutage kaum ein Unterschied zu bemerken ist zwischen dem oecolife-Toilettenpapier und einem Produkt aus Frischzellstoff. Eine PEFC-Zertifizierung und das Siegel Blauer Engel bestätigen die Nachhaltigkeit des oecolife-Toilettenpapiers.

Shopopop – nachhaltige Lieferungen

Shopopop wurde 2016 in Frankreich gegründet. Gerade in der Zeit der Corona-Pandemie mit den lang dauernden, staatlich verordneten Kontaktbeschränkungen erwies sich das Konzept des Unternehmens als sehr hilfreich.

Die Plattform bietet einen Service, durch den sich Lieferungen wieder nachhaltiger gestalten lassen, weil er die drei Hauptakteure zusammenführt: den Handel, die sogenannten Shopper (private Auslieferer) und die Kunden, die eine Lieferung wünschen. Shopopop gibt allen Beteiligten die Möglichkeit, ihre Ressourcen zu optimieren.

Die Shopper können mithilfe der Plattform ihre ohnehin notwendigen Fahrten besser planen und verdienen dabei durch die Belieferung noch zusätzliches Geld. Den Kund*innen wird durch Shopopop ermöglicht, einfach von daheim aus einkaufen zu gehen und auf die Lieferung durch die privaten Shopper zu warten. Das Modell ist ein Beitrag zur Reduzierung von CO-Emissionen.

Das Start-up ist in acht Ländern in Europa aktiv und möchte sich jetzt auch in Berlin positionieren. Bisher gibt es 2.400 etablierte Partner, z.B. Decathlon, Spar und Famila. Inzwischen haben die mehr als 500.000 registrierten Shopper über vier Millionen Lieferungen realisiert.

mySWOOOP – Gebrauchte Technik

mySWOOOP wurde von Simon Gabriel und Benjamin Gabriel in Bremen gegründet. Begonnen haben die beiden Gründer mit einem stationären Handel für den An- und Verkauf von gebrauchter Technik.

Die grundlegende Idee hinter dem Konzept war, gebrauchte Elektrogeräte als Alternative zu neuen Geräten im stationären Handel zu platzieren. Seitdem hat sich mySWOOOP zu einem reichweitenstarken Online-Shop entwickelt, der auf über 950.000 Kund*innen und 350 stationäre Anlaufstellen verweisen kann.

Zwar verkauft mySWOOOP keine nachhaltig produzierte Technik, aber durch den Ankauf und Verkauf von gebrauchter Technik trägt das Unternehmen dennoch zur Nachhaltigkeit bei. Um dem Willen einen Nachdruck zu verleihen, hat mySWOOOP die #GOECO Kampagne ins Leben gerufen und 150.000 Bäume gepflanzt.

mula. – Nachhaltige Teambekleidung

Das 2018 von Marco Lawrenz und Marvin Müller in Berlin gegründete Start-up mula. ist eine digitale B2B-Merchandise-Plattform. Über diese Plattform können sämtliche Merchandise-Aktivitäten für Unternehmen und ihre Mitarbeitenden vereinfacht, standardisiert und gemanagt werden.

Grundlage ist dabei die Automatisierung von Prozessen. So lassen sich beispielsweise kundeneigene HR- und CRM-Tools, etwa HubSpot oder Salesforce, mittels API-Integration mit der Plattform verknüpfen. Das Mitarbeitenden- und Kund*innen-Onboarding wird vereinfacht, indem Daten hinterlegt und dann ganz automatisch und rechtzeitig zum Start als personalisierte Onboarding-Boxen verschickt werden.

Zudem haben Kund*innen die Möglichkeit, ihr eigenes Merchandise sowie ihre Teamkleidung über die Plattform auszuwählen, individualisieren zu lassen und mithilfe eines eigenen Shops bestimmten Gruppen zur Verfügung zu stellen. Das Start-up legt dabei viel Wert auf nachhaltige Produkte, die umweltschonend sind. Sämtliche Produkte sind zu 100 Prozent CO-neutral, vegan & aus organischen & recycelten Materialien hergestellt. Bei mula. erfolgt die Lieferung CO-neutral und selbst die Verpackung besteht aus biologisch abbaubarem Material.

Wunderflats: 7 Tipps aus 7 Jahren Unternehmensgeschichte

Arkadi Jampolski, Co-Gründer und COO von Wunderflats, mit sieben Learnings aus sieben Jahren Start-up-Unternehmertum.

Die sieben Weltwunder, die sieben Todsünden, sieben Jahre Pech, das verflixte siebte Jahr, im siebten Himmel: Kaum eine Zahl ist mit so vielen Mythen verbunden wie die Sieben. Immer wieder erscheint sie uns als relevante Größe, an der man Dinge misst. Auch für junge Unternehmen ist die Zahl Sieben ein relevanter Erfolgsindikator. Durchschnittlich 90 Prozent aller gegründeten Start-ups scheitern bereits nach fünf Jahren. Ist dieser statistische Meilenstein geschafft, kann es also nur noch nach oben gehen – so die Hoffnung.

Bei unserem 2015 gegründeten Berliner Unternehmen Wunderflats ist genau das der Fall gewesen. Aus einer einfachen Idee – möblierten Wohnraum einfach, flexibel und sicher zwischen Mieter*innen und Vermieter*innen zu vermitteln – ist im siebten Jahr des Bestehens Deutschlands Marktführer für möbliertes Wohnen auf Zeit geworden. Dass der Weg vom jungen, wilden Start-up hin zum dynamischen Scale-up von Veränderung und Umbrüchen geprägt war, versteht sich von selbst. Wir teilen unsere sieben wichtigsten Learnings.

Verbindet Vielfalt durch eine gemeinsame Mission

Zahlreichen Studien zufolge ist ein diverses (Gründer-)Team erfolgreicher als ein homogenes. Meinen Mitbegründer Jan Hase und mich verbindet eine übereinstimmende Wertebasis – wir teilen eine Vision und verfolgen die gleiche Mission. Dass wir zudem beide aus bescheidenen Verhältnissen kommen, ist ein weiterer gemeinsamer Nenner. Doch Arbeit und Leben gestalten wir oft unterschiedlich. Für uns zählt Vielfalt – das gilt auch für die gesamte Wunderflats-Familie: Wir bringen Führungskräfte aus jungen Unternehmen wie GetYourGuide, AirBnB oder Flixbus mit anderen zusammen, die in sehr professionellen Konzernen wie Mercedes gelernt haben. Bei uns arbeiten Menschen mit Top-Uniabschlüssen, Kolleg*innen ohne Studium, junge und jung gebliebene Mitarbeitende ziehen an einem Strang und ergänzen einander. Denn für uns ist eines klar: Wer Unterschiedlichkeiten durch ein gemeinsames Fundament aus Vertrauen, gegenseitigem Verständnis und transparenter Kommunikation zusammenbringt und eine vereinende Mission verfolgt, gewinnt.

Fortschritt im Markt für Fortschritt im Unternehmen

Eine weitere wichtige Erkenntnis, die Gründer*innen verinnerlichen sollten: Ein Unternehmen schwebt nicht auf einer einsamen Wolke, sondern ist immer eingebettet in ein Ökosystem aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Es lohnt sich für Unternehmerinnen und Unternehmer, sich mit anderen Stakeholdern zu vernetzen und gemeinsam die Branche voranzubringen, statt immer nur das eigene Unternehmen im Blick zu haben. Mein Co-Gründer Jan beispielsweise engagiert sich in mehreren Kommissionen wie der Bundeskommission für Digitalisierung oder der Bundesfachkommission Bau, Immobilien & Smart Cities, deren Arbeit indirekt auch auf unsere Unternehmensziele einzahlt. Auf diese Weise entstehen Symbiosen, die für alle Beteiligten sinnvoll und gewinnbringend sind.

Das Bauchgefühl durch Analysen zu unterdrücken ist fatal

Jede Unternehmerin, jeder Unternehmer steht an irgendeinem Punkt im Unternehmenszyklus vor harten Entscheidungen. Die wichtigsten Fragen, die man sich in solchen Momenten stellen sollte, lauten: Wie groß ist das Erfolgspotenzial? Wie hoch sind die Kosten, diese Entscheidung in Zukunft zu ändern, anzupassen oder weiterzuentwickeln? Liegen alle Perspektiven auf dem Tisch? Wie viel Momentum verlieren wir, wenn wir uns nicht sofort entscheiden? Auch wenn die rationale Faktenlage noch so klar sein mag, am Ende darf eine Entscheidung auch immer emotional geprägt sein; durch das altbekannte Bauchgefühl. Wenn nötige Fakten fehlen, um eine Entscheidung zu treffen, hilft oft nur die Intuition. Und anders herum weist uns unser Bauchgefühl auch auf Entwicklungen hin, die sich vielleicht noch nicht in den Daten niederschlagen. Es ist wichtig, sich das bewusst zu machen, denn ein Momentum ist schnell vergangen und ohne Momentum gibt es keinen Fortschritt.

Kultur frisst die Strategie zum Frühstück

Ein weiterer Punkt mit enormer Strahlkraft ist die eigene Unternehmenskultur. Gerade für neue Teammitglieder und junge Menschen, die frisch in den Arbeitsalltag starten, bietet eine starke Firmenkultur eine hervorragende Orientierung dafür, welche Werte im Berufsleben hochgehalten und aktiv vertreten werden können. Die Formulierung und der erklärte Purpose sind das Eine – doch den schönen Worten müssen Taten folgen. Gemeinsame und von allen geteilte Werte sind so etwas wie der Kleber eines Unternehmens, der die verschiedenen Puzzleteile zusammenhält. Nur mit einer wertebasierten Unternehmenskultur können Teams das gemeinsame Ziel verfolgen und an einem Strang ziehen. Gerade für Unternehmen im Wachstum ist eine geteilte Kultur enorm wichtig, um Teams zusammenzuschweißen und nicht ins Micromanagement zu verfallen.

Lernen, lernen, lernen – und dabei den Fokus nicht verlieren

Je größer ein Start-up wird, desto komplexer werden die Herausforderungen, die mit dem Wachstum einhergehen. Die Offenheit für andere Meinungen und die Bereitschaft zu kontinuierlichem Lernen sind wesentliche Fähigkeiten einer guten Unternehmensleitung. Als Team profitieren wir vom ständigen Austausch zu Erfahrungen – auch mit neuen Kolleg*innen. Am besten lernt man differenziell. Der Begriff kommt aus der Sportwissenschaft und bezeichnet das explorative Testen unterschiedlicher Optionen: Man überlegt sich Abläufe oder Neuerungen und probiert sie aus. Dann wird geschaut, was gut funktioniert oder was stattdessen funktionieren könnte. Dazu sucht man sich Best Practices. Dem differenziellen Lernprozess vorangestellt ist die Fähigkeit, zu beobachten und zuzuhören. Stress, Ablenkung und Alltagslärm strapazieren unsere Präsenz und Aufmerksamkeit, so dass wir schließlich aufhören, dazuzulernen. Das kann zum Stillstand führen und am Ende zum selbstverursachten Ende des Unternehmens.

Jedes Unternehmen trägt als Teil der Gesellschaft Verantwortung

Jedes Unternehmen ist Teil der Gesellschaft und trägt damit Verantwortung. Jedes Team verfügt über einzigartige Fähigkeiten, die es im Sinne der Gesellschaft zu nutzen gilt, nicht nur für den eigenen Unternehmenswert. Diese einzigartigen Fähigkeiten sollten dafür eingesetzt werden, um zuallererst den Firmen-Zweck, die eigene Mission zu fördern und voranzutreiben. Unterstützend braucht es Professionalität, ein funktionierendes Geschäftsmodell und damit verbundene Profitabilität, gesichert durch finanzielle Nachhaltigkeit – denn ein Unternehmen ist eine Organisationsform in der Gesellschaft, die Wohlstand schaffen muss, sonst kann es keinen gewinnbringenden Beitrag für die größere Mission leisten.

Sei bescheiden. Bleibe bescheiden

Zum Abschluss einer der wichtigsten Tipps für Gründer*innen: Vergesst nie eure Anfänge. Wir können unser Glück und den Zufall nicht beeinflussen. Wenn wir Glück haben, können wir mit unserer Leistung aber mehr daraus machen. Erfolg hängt also mit Leistung zusammen, es braucht dafür aber auch immer die entscheidende Portion Glück. Das Zurückbesinnen auf die eigenen Anfänge im Berufsleben, auf die individuelle Entstehungsgeschichte – und eben auf das Quäntchen Glück – erdet im Sog von Finanzierungsrunden und Expansion ganz besonders. Sei also bescheiden – und bleibe es.

Über Arkadi Jampolski

Arkadi Jampolski ist Co-Gründer und COO von Wunderflats. In Russland geboren und aufgewachsen, kam Arkadi mit acht Jahren mit seiner Familie nach Deutschland. Neben seinem Doppel-Bachelor-Abschluss (BA European Business & BSc Financial Management) war Arkadi einige Zeit selbständig und hatte bereits ein mal gegründet, bevor 2015 Wunderflats, die führende deutsche Plattform für möbliertes Wohnen auf Zeit, entstand.