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In New York, wo die beiden Gründer vor zehn Jahren lebten, hat alles begonnen: Auf einem Antiquitätenmarkt haben sie alte Fotoabzüge entdeckt und beschäftigen sich seitdem intensiv mit der Fotokunst. Zurück in Berlin merkte das Paar, dass ihre Freunde zwar von den Fotos begeistert waren, aber sie sich kaum leisten konnten. Schnell war die Idee der Demokratisierung geboren, denn zwischen exklusiver Kunst und billigen Postern gab es kein Angebot. Innerhalb eines Jahres recherchierten sie mit einem Team von Spezialisten interessante Fotokünstler, stellten das Programm zusammen und entwickelten das Konzept. „In der Kunstbranche ist unsere Art von Vertrieb, Personaleinsatz und Kommunikation ganz neu“, berichtet Julia Heinemann, Pressesprecherin von Lumas: „Die Fotokunstwerke werden in großer Auflage für einen Preis von 120 bis 600 Euro vor Ort und über das Internet angeboten – ergänzt von einem bilingualen Magazin, das zwei- bis dreimal im Jahr in einer Auflage von 960.000 Exemplaren erscheint. Ein Kuratorium aus Fachleuten stellt das Portfolio zusammen, die Abzüge werden dann in unserem Partnerlabor in Köln produziert. Die Galerien-Teams und alle Mitarbeiter treffen sich zweimal im Jahr in Berlin, bilden sich weiter und tauschen aus.“

Und auch neue Wege der Kapitalbeschaffung sind Stefan Ullrich und Stefanie Harig gegangen: „Bei den Neuerungen und Gründungen weiterer Standorte hilft – neben der Investition des Burda Verlags, der 2006 auf uns zugekommen ist – eine Aktiengesellschaft, in die der Erlös unserer vorherigen Unternehmen eingeflossen ist. Da sie nicht börsennotiert ist, können wir frei darüber verfügen.“ Die schnelle Expansion schaffe Lumas, da sich das zehnköpfige Kernteam wöchentlich treffe: „Neue Ideen können hier sofort besprochen und umgesetzt werden“, so die Sprecherin der Galerie. „Vor kurzem ist die Beta-Version von www.whitewall.com online gegangen. Galeristen, Künstler und Sammler entwickeln hier selbst das Programm. Mit der Online-Community wollen wir den Kunstmarkt weiter demokratisieren.“

Vorteile kleiner Unternehmen

Kleine Unternehmen sind – trotz einiger struktureller Hindernisse (siehe die Grafik „Die größten Killerfaktoren für Innovationen“) – bei Innovationsprozessen im Vorteil, betont Innovationsforscher Erich Schwarz: Sie können Ideen schnell aufgreifen und mit relativ wenig Kosten umsetzen. Auch die Bedürfnisse ihrer Kunden kennen die Kleinen besser und können gezielter Lösungen für deren Probleme entwickeln. Das geht mit mehr Nachdruck als bei manchem großen Top-Innovator, denn hier kümmert sich der Chef um die Generierung neuer Ideen und treibt den Prozess voran, so der Innovations- und Gründungsforscher.

„Ziehen Sie sich regelmäßig mit Disziplin aus dem Alltagsgeschäft zurück und halten Sie sich den Spiegel vor“, rät Anja Förster dringend allen Chefs kleiner Unternehmen. Je kleiner ein Unternehmen, umso einfacher ist es dabei, sich mit den Mitarbeitern auszutauschen und eine gute Kommunikations- und Innovationskultur zu pflegen – auch mit Teams, die neue Ideen entwickeln. Ebenso gilt es, Außenstehende bei der Generierung neuer Ideen einzubeziehen, am besten eignen sich bereits vorhandene Kontakte.


Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 02/2008

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So hatte Peter sich das nicht vorgestellt. Von einem Monat auf den anderen will ihn die Firma nicht gehen lassen. Schließlich müssten die laufenden Projekte noch abgewickelt und ein Nachfolger eingearbeitet werden. Peters Vater ist strikt gegen die Pläne. Gerade auf seinen Vater hatte Peter jedoch gehofft. Schon nächsten Monat könnte er das perfekte Ladenlokal beziehen. Die Zeit hierfür drängt, während die Finanzierung noch Zeit in An­spruch nehmen würde. Mit seiner Firmenleitung wird er sich schon einigen können. Er hat einige Rücklagen, aber es gilt schließlich zwei Monate finanziell zu überbrücken, bis die bewilligten Gelder fließen würden. Schließlich kann Peter seinen Vater überzeugen. Sein alter Herr leiht ihm die fehlenden 5000 Euro – zinsfrei und ohne sofortige Rückzahlungsverpflichtung. Und in der Firma bereiten ihm die alten Kollegen einen berührenden Ab­schied.

Was lernen wir daraus? Jetzt wird es erst mal hart. Um sich wirklich auf neuem Terrain wiederzufinden, gilt es die Auseinandersetzung zwischen dem Helden und seinem Widersacher zu führen. Wer oder was macht den Weg wirklich frei? Der Boden, an den Sie gewöhnt sind, ist plötzlich unsicher geworden, aber auch neu und spannend. Er fühlt sich gut an unter Ihren Füßen. Neue Befürworter stehen Ihnen bei. Erste und auch größere Schwierigkeiten stellen sich ein. Ein paar Bremser wollen Ihnen etwas einreden. Aber Sie lassen sich nicht entmutigen. Sie sind schon ein Stück gewachsen und wachsen mit jedem Tag mehr. Sie lösen Ihre Probleme und schauen voraus.

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