Frühstück für Founder

Autor: Dimitri Rutansky
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Experten-Tipps von Personal Trainer Dimitri Rutansky für den ersten, nahrhaft gestalteten Energieschub des Tages.

Haben wir das nicht alle schon mal gehört: „Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages!“. Das klassische Standardfrühstück besteht dabei aus Gebäck, Müsli und Haferflocken. Begleitet wird es von Milchkaffee oder Saft. In vielen Fällen ist es so, dass man erschöpft aufwacht und sich in aller Eile noch etwas beim Bäcker holt. Häufig wird das Frühstück auch einfach ausgelassen.

Optimal sind all diese Varianten nicht. Die oben erwähnten Frühstücksoptionen haben durchaus negative Auswirkungen auf deinen Blutzuckerspiegel, die Körperfettreduktion, Heißhunger-Attacken, dein Energie- und Stresslevel und auf das allgemeine Wohlbefinden. Mit einigen wenigen Ausnahmen empfehle ich grundsätzlich den meisten Vielbeschäftigten zu frühstücken!

Mikronährstoffe helfen, der Belastung standzuhalten

Schnell wach werden hat Priorität. Denn die vielen To Do’s erledigen sich nicht von selbst. Stress ist der DER Nährstofffresser. Überstunden, Verantwortung, Erreichbarkeit und Wachstumsdruck! Die Ernährung sollte deine Leistung, dein Energielevel und deinen Schlaf optimieren. Die Ernährung ist dein Ass im Ärmel in stressigen Zeiten. Es gilt: Nur wer genügend Mikronährstoffe zu sich nimmt, kann dieser Belastung standhalten. Wer frühstückt, hat mit der zusätzlichen Mahlzeit eine bessere Chance, seinen Körper mit all den wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Es geht also darum, sich mit einem guten Frühstück für den Tag zu rüsten, um bestmöglich leistungsfähig zu sein.

Tim Ferriss, Autor von u.a. Tools of Titans und The Four Hour Body, empfiehlt, innerhalb von 30 Minuten nach dem Aufstehen ca. 30g Protein zu sich zu nehmen. Das sind etwa 3 bis 4 Eier oder 150g Mandeln.

Wolfgang Unsoeld, Headcoach von Your Personal Strength Studio in Stuttgart, der bereits Trainer in über 26 Ländern ausgebildet hat, sowie der verstorbene Charles Poliquin, ein bekannter Olympia-Trainer, empfehlen ein Frühstück aus Fleisch und Nüssen, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten.

So wird ein Mittagstief vermieden. Ursache hierfür ist, dass Eiweiße die Abgabe von Neurotransmittern fördern, die uns leistungsfähig halten. Sowohl im Alltag, als auch im Training.

Serotonin: entspannt fühlen, aber nicht fit sein

Der Konsum von Müsli, Haferflocken oder Gebäck am Morgen stimuliert die Produktion von Serotonin, dem Neurotransmitter für Wohlfühlen und Entspannung. Folge ist, dass wir uns zwar entspannt fühlen, aber alles andere als körperlich und geistig optimal leistungsfähig sind. Wir kennen diesen Effekt alle, wenn wir zum Beispiel einen Teller Pommes oder Reis zum Mittagessen verzehrt haben. Wir fühlen uns voll, ermüdet und ein Mittagstief stellt sich ein.

Wenn wir also mit Kohlehydraten in den Tag starten, erleben wir denselben Effekt. Die Folge sind tagsüber Blutzuckerschwankungen, begleitet von einer Müdigkeitsphase nach dem Frühstück, die sich später in Heißhunger äußern kann.

Wir benötigen in der ersten Tageshälfte Energie, „Drive“ und Konzentration.

Was man isst, beeinflusst Neurotransmitter im Gehirn

Aminosäuren sind Bausteine von Neurotransmittern. Diese sind für die Weitergabe von Informationen verantwortlich. Also für das, was wir denken, reden, fühlen, träumen und woran wir uns erinnern. Die Neurotransmitter sind für Signalübertragung  von einer Nervenzelle zur nächsten zuständig. Zur Herstellung benötigt der Körper bestimmte Nährstoffe. Fehlen die, können die Nervenzellen nicht mehr richtig kommunizieren, und es kann zu einem deutlichen Leistungsabfall kommen.

Entscheidest du dich für hochwertige Eiweiße und gesunde Fette, um die Ausschüttung der Neurotransmitter Dopamin und Acetylcholin anzuregen, dann sorgt diese Kombination für ein hohes Maß an Motivation, "Drive" und einer langen Aufmerksamkeitsspanne: mehr Fokus und Motivation.

Gute Quellen für das richtige Frühstück sind Nüsse, Kerne, Samen, tierische Eiweiße, und fetter Fisch wie z.B. Lachs, kombiniert mit einem Avocado-Salat. Beim Thema Fisch und Fleisch gilt als oberste Regel: Qualität ist entscheidend.

Achte besonders auf die Qualität der Lebensmittel, die du kaufst, ganz besonders bei Fleisch und Fisch – dies spielt eine große Rolle bei unserer Gesundheit, im Umgang mit den Tieren und natürlich der Umwelt. Daher: Iss nicht weniger, sondern lieber etwas mehr vom Richtigen!

Ein intelligent gestaltetes Frühstück stimuliert bestmöglich die Dopaminproduktion und liefert darüber hinaus wertvolles Eiweiß, welches das Immunsystem stärkt, die Leber bei der Entgiftung unterstützt und den Abbau von Muskeln verhindert.

Ein paar tolle Frühstückvarianten für mehr Leistung und einen besseren Körperfettanteil sind:

  • Skyr mit Heidelbeeren und Pinienkernen
  • Diverse Eier Variationen mit Pilzen in Butter gebraten
  • Lachs, geräuchert und eine halbe Avocado
  • Ein Burger-Patty aus Rind und eine Handvoll Kürbiskerne
  • Sardinen mit viel Salat und Pinienkernen
  • Forellenfilet, geräuchert und eine Handvoll geröstete, gesalzene Cashews
  • Hühnchen-Steak und eine Handvoll Macadamias

Guten Appetit und viel Erfolg mit diesen (neuen) Erkenntnissen zum Thema Frühstück!

Der Autor Dimitri Rutansky ist einer von nur rund 75 TÜV-geprüften Personal Trainern in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Zu seinen Klienten gehören Manager, Selbständige, Ingenieure, Wirtschaftsprüfer und IT-Spezialisten, https://ptbydimitri.de

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