Eine Weiterbildung zum Data Analyst, ganz bequem von Zuhause aus


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In diesem Artikel geht es um die Vorteile von Online-Weiterbildungsangeboten im Bereich Data Analysis. Dabei wird zunächst beleuchtet, welche Rolle die Pandemie auf das bereits bestehende Kompetenzdefizit hat und wie sich anschließend die Weiterbildungsanbieter*innen an die Herausforderungen des Online-Lernens angepasst haben. Abschließend wird dargelegt, warum ein Fernkurs zum Data Analyst gegenüber einer klassischen Weiterbildung in Präsenzunterricht nicht nur deutlich komfortabler, sondern auch effizienter und kostengünstiger ist.

Welchen Einfluss hatte die Pandemie auf das bestehende Kompetenzdefizit?

Die Pandemie hat nicht nur viele Veränderungen im alltäglichen Leben, sondern auch mit Blick auf die Berufswelt mit sich gebracht. Einige dieser Veränderungen haben die Qualifikationslücken in Unternehmen nicht nur besonders deutlich gemacht, sondern noch weiter vergrößert. Zwei Entwicklungen waren dabei maßgebliche Treiber dieser Kompetenzdefizite. Zum einen hat der Einfluss der Digitalisierung aufgrund der unvermeidbaren Umstellung des Arbeitsplatzes auf Home Office nochmal deutlich an Momentum gewonnen. Dies hat die Notwendigkeit des Erwerbs neuer Kompetenzen zusätzlich verschärft. Gleichzeitig wurden jedoch das Budget für Weiterbildungen infolge der pandemiebedingten, wirtschaftlichen Schwierigkeiten vieler Unternehmen reduziert. Sollte es hier zu keiner Trendwende kommen, wird das Kompetenzdefizit zukünftig weiter wachsen.

Dieser Umstand ist besonders bedenklich, da er sich indirekt auf die Arbeitsmoral der Mitarbeitenden auswirkt. Fehlendes Vertrauen in die eigenen Kompetenzen beeinträchtigt das persönliche Wohlbefinden und ist zudem eine Stressquelle. Darunter kann folglich nicht nur die Arbeitsqualität, sondern auch die -quantität leiden. Schaffen Unternehmen also keine Weiterbildungsangebote für ihre Mitarbeitenden, so schadet dies nicht nur der Produktivität, sondern auch der langfristigen Mitarbeitendenbindung. Fehlende Mitarbeitendenbindung ist dabei ein Luxus, den sich Unternehmen in Zeiten von wachsendem Fachkräftemangel nicht leisten können.

Wie hat sich die Pandemie auf das Weiterbildungsangebot ausgewirkt?

Home Office und der damit ausgebliebene Weg zur Arbeit haben zu einer deutlichen Zeitersparnis geführt. Gleichzeitig hat die Pandemie bei vielen Arbeitgeber*innen zu einem Umdenken hinsichtlich ihrer beruflichen Zufriedenheit geführt. Aufgrund dieser beiden Phänomene haben sich zunehmend mehr Arbeitnehmende mit dem Thema Weiterbildungen auseinandergesetzt.

Doch die Pandemie hat nicht nur Veränderungen für Arbeitnehmende mit sich gebracht, sondern zwang auch Bildungsträger*innen dazu, ihr Angebot an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Eine Weiterbildung in der traditionellen Lernumgebung war in Zeiten von strengen Hygienevorschriften nicht nur gesetzlich kaum umsetzbar, sondern auch für Interessierte aus Gründen der persönlichen Risikoabwägung keine Option.

Zwar gab es bereits zuvor Anbieter*innen, die sich auf Fernkurse spezialisiert haben, seit 2020 hat sich die Anzahl aber nochmal deutlich erhöht. Damit ging nicht nur ein breiteres Angebot an Bildungsträger*innen einher, sondern eben auch eine größere Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

Welche Kompetenzen sind am gefragtesten?

Bei der Suche nach einer Weiterbildung sollten nicht nur die eigenen Interessen als gewichtigstes Kriterium einfließen, sondern zudem auch ein Blick auf die Nachfrage nach den meist gesuchten Fertigkeiten auf dem Arbeitsmarkt geworfen werden. Aus einer Studie von Degreed geht hervor, dass IT- und Programmierskills zu den gefragtesten Kompetenzen zählen. Neben sozialen Skills finden sich zudem noch fortgeschrittene Datenanalyseskills in den Top 10. Dieses Ranking macht also mehr als deutlich, dass fortgeschrittene EDV-Kenntnisse ein Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Arbeitsplatzsuche darstellen.

Welche Vorteile bietet ein Online-Kurs zum Data Analyst im Vergleich zum klassischen Präsenzunterricht?

Spätestens seit dem Beginn der Pandemie ist eine Online-Weiterbildung nicht mehr nur eine Alternative, sondern häufig sogar die erste Wahl für Arbeitnehmende. Wenngleich es Unterschiede mit Blick auf die Eignung der Weiterbildungsthemen, so eignet sich das Online-Lernen insbesondere im Bereich der EDV-Weiterbildungen. Dazu gehört auch eine Weiterbildung zum Data Analyst. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Effizienz

Das Online-Lernen bietet Lehrkräften eine effiziente Möglichkeit, den Lernenden Wissen zu vermitteln. Besonders eignet sich dieses Format dabei beispielsweise für eine Weiterbildung zum Data Analyst. Zum einen erfordert die Durchführung der Weiterbildung technische Hilfsmittel. Dazu zählen beispielsweise eine interaktive Coding-Plattform. Dank virtueller Maschinen benötigt der Teilnehmer nämlich längst keinen leistungsfähigen Computer mehr. Denn die Rechenleistung wird ohnehin von einem Server zur Verfügung gestellt. Zum anderen ermöglicht er es, dem/der Dozent*in, Fortschritt und Schwierigkeiten des/der Lernenden möglichst objektiv zu identifizieren.

Örtliche und zeitliche Flexibilität

Ein weiterer Vorteil einer Online-Weiterbildung zum Data Analyst besteht darin, dass Lernende von jedem beliebigen Ort aus an den Kursen teilnehmen können. Dies kommt insbesondere Lernenden zu Gute, die in weniger besiedelten Gegenden mit einem entsprechend begrenzten Weiterbildungsangebot wohnen. Dadurch ist die Auswahl an möglichen Weiterbildungen beschränkt. Die Wahl erfolgt entsprechend nicht auf Grundlage von Qualitätskriterien, sondern ausschließlich nach Verfügbarkeit. Denn anders als beispielsweise bei Fremdsprachenkursen gibt es im Bereich Data Analysis nur sehr wenige Anbieter*innen.

Neben der zeitlichen Flexibilität bietet ein Fernkurs zum Data Analyst aber auch den Vorzug, dass er aufgezeichnet werden kann. Dadurch wirkt sich die Abwesenheit während eines Kurses weitaus weniger stark auf den Lernerfolg aus, da die Inhalte jederzeit nachgearbeitet werden können. Dies wiederum macht beispielsweise auch einen Urlaub während der oft mehrmonatigen Weiterbildung möglich. Die Aufzeichnung erlaubt es überdies, die Inhalte nochmals zu wiederholen und damit das Wissen zusätzlich zu vertiefen. Insgesamt ist zudem erwiesen, dass Lernende beim Online-Unterricht weniger Fehlstunden vorweisen, da sie von zu Hause oder einem Ort ihrer Wahl aus daran teilnehmen können.

Kostenersparnis

Zudem ist ein Online-Kurs im Bereich Data in der Regel mit geringeren finanziellen Kosten verbunden. Dies macht sich auf zweierlei Weise bemerkbar. Einerseits entfallen für den Lernenden die Transportkosten, um sich zu der Lernstätte zu begeben, andererseits können Online-Weiterbildungen aufgrund der geringeren Durchführungskosten auf Seiten des/der Bildungsträger*in zu einem geringeren Preis angeboten werden. So entfallen beispielsweise die Miete von Unterrichtsräumen oder auch die Bereitstellung der Unterrichtsmaterialien in Papierformat. Positiver Nebeneffekt ist, dass die Lernenden in doppelter Hinsicht durch eine Online-Weiterbildung auch zum Umweltschutz beitragen. Damit kann auch dem zunehmendem Fokus auf Nachhaltigkeit im Weiterbildungsbereich Rechnung getragen werden.

Insgesamt spart der/die Lernende durch einen Fernkurs also an zwei Stellen. Zum einen sind Online-Kurse tendenziell günstiger als Präsenzunterricht und zum anderen entfallen die Transport- und Opportunitätskosten, die mit dem Weg zur Lehreinrichtung verbunden sind, ganz zu schweigen von der Zeitersparnis!

Anpassbarkeit an unterschiedliche Lernstile

Lernende sind sehr unterschiedlich. Selbst Teilnehmer*innen von ein und derselben Weiterbildungen sind trotz des gemeinsamen Interesses an der Datenanalyse zum Teil sehr heterogen was ihre Lernstile anbelangt. So gibt es visuelle Lerner*innen, die am besten auf optische Reize ansprechen. Dem gegenüber stehen auditive Lerner*innen, für die mündlich kommunizierte Informationen die beste Methode für langfristiges Lernen darstellt.

In einer klassischen Lernumgebung ist es sehr schwierig, auf diese individuellen Unterschiede und die damit verbundenen Bedürfnisse einzugehen. Genau hier bietet das Online-Lernen eine effiziente Alternative. Es erlaubt nämlich, die Methodik auf die Bedürfnisse des einzelnen Lerners bzw. Der Lernerin abzustimmen und trägt damit zu einem größeren Lernerfolg bei.

Komfortablere Umgebung

Die Möglichkeit einer Data-Weiterbildung ortsunabhängig nachgehen zu können, erlaubt es dem/der Lernenden seine/ihre bevorzugte Lernumgebung selbst auszuwählen.

Darüber hinaus stellen traditionelle Klassenräume aufgrund des direkten Vergleichs mit anderen Teilnehmer*innen für einige Lernende einen Stressfaktor dar. Bei einer Online-Weiterbildung hingegen entfällt dieser Wettbewerb, der für einige und dadurch den Lernerfolg beeinträchtigt. Darüber hinaus kann der/die Lernende bei einem Fernkurs seinen/ihren eigenen Rhythmus festlegen. Dies kommt sowohl leistungsstärkeren als auch leistungsschwächeren Teilnehmenden zu Gute.

Das Wichtigste auf einen Blick

Die wachsende Anzahl von Online-Weiterbildungen wäre aufgrund der technischen Möglichkeiten früher oder später unausweichlich gewesen. Durch die Pandemie und das damit verbundene auferlegte Home Office wurde diese Entwicklung aber zweifelsfrei beschleunigt. Die Akzeptanz von digitalen Bildungsangeboten ist parallel dazu deutlich gestiegen.

Dementsprechend stellt eine Online-Weiterbildung zum Data Analyst heutzutage die bequemste Option dar, um das eigene Wissen in diesem Bereich zu vertiefen. Nicht nur eignet sich diese Weiterbildung aufgrund des Schwerpunkts auf Programmierung und Coding, das einen Computer erfordert, besonders für einen Fernkurs, sondern eine Online-Weiterbildung in diesem Bereich ist zudem kostengünstiger, flexibler und nicht zuletzt auch besser auf die Lernenden zugeschnitten.

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Full-Service-eCommerce Plattformen

Sinnvolle Tools für mehr Erfolg im Online-Handel.

Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie erlebt der Bereich eCommerce einen Bedeutungszuwachs, der Offline-Handel mit seinem Konzept stationärer Ladengeschäfte hingegen hat den Kampf um Marktanteile inzwischen so gut wie verloren. Immer mehr eCommerce-Brands suchen nach Möglichkeiten, ihre Performance weiter zu optimieren und setzen verstärkt auf die Tools sogenannter Full-Service-eCommerce Plattformen.

Prognosen sehen rapide Umsatzzuwächse im eCommerce

Durch den Fortschritt bei der Digitalisierung, den zunehmenden Grad an Automatisierung und auch aufgrund der Corona-Krise mit all ihren Beschränkungen konnte der Online-Handel in den letzten beiden Jahren enorme Umsatzzuwächse verzeichnen. Wurden im Jahr 2021 im B2C-eCommerce in Deutschland insgesamt 86,7 Milliarden Euro umgesetzt, was einer Steigerung um 19 Prozent zu 2020 entspricht, erwarten Experten für 2022 einen Gesamtumsatz von ca. 126,2 Milliarden Euro. Für 2025 prognostizieren sie etwa 168,5 Milliarden Euro. Auch hinsichtlich der Nutzerzahlen (ca. 68,4 Millionen), der sogenannten Penetrationsrate (81,9 Prozent) sowie dem Erlös pro Nutzer (etwa 1.880 Euro) sind die Prognosen für 2025 beeindruckend.

Solche Zahlen, aber auch der immer dichtere Wettbewerb und der komplexere eCommerce-Markt veranlassen immer mehr eCommerce-Brands dazu, nach Optimierungsmöglichkeiten zu suchen. Für sie stellt sich die Frage, wie sie sich noch erfolgreicher aufstellen, das eigene Brand noch mehr von Mitbewerbern abheben und ihren Kunden noch bessere Services bieten können. Genau hier setzen Full-Service-eCommerce Plattformen mit ihren Tools zur Kontrolle und Überwachung der wichtigsten Kennzahlen an.

Tools einer Full-Service-eCommerce Plattform unterstützen bei der Skalierung

Wer bereits über eine eCommerce-Brand verfügt, der steht in einem immer komplexer und größer werdenden Markt immensen Herausforderungen gegenüber. Es gilt nicht nur, die erarbeitete Marktposition zu halten, sondern sie im Idealfall noch zu verbessern. Zudem stellen Kundinnen und Kunden immer neue Anforderungen an die Website eines Online-Shops. Alles soll möglichst sicher sein (Stichwort Kundendaten), schnell gehen und dabei unkompliziert bleiben. Um die Anforderungen zu erfüllen, bieten Full-Service-eCommerce Plattformen wie das im Jahr 2016 gegründete Osnabrücker Start-up AMZSCALE verschiedene Tools, die ein eCommerce-Brand entweder einzeln nutzen oder im Rahmen eines Gesamtpakets verwenden kann.

Die Kosten und der Umsatz sind zwei wichtige Kennzahlen für jedes Unternehmen. Durch die Nutzung spezieller Tools lässt sich beispielsweise eine Senkung der Logistikkosten um 25 Prozent realisieren. Zudem können sie dabei helfen einen zusätzlichen Umsatz von bis zu 40 Prozent zu generieren, was vor allem durch eine Internationalisierung und die EU-Expansion funktioniert. Darüber hinaus sorgen Tools für die Verhinderung von “Out-of-Stock”-Produkten, wodurch sich der realisierte Profit um 20 Prozent steigern lässt.

Dashboards sorgen für Überwachung und Darstellung wichtiger KPI’s

Wer seine eCommerce-Brand erfolgreich am Markt behaupten und weiter erfolgreich wachsen möchte, der muss seine wichtigsten KPI’s (Key Performance Indicator) im Blick behalten, sie möglichst effizient steuern und bei Bedarf an neue Situationen anpassen. Full-Service-eCommerce Plattformen, beispielsweise AMZSCALE, bieten hier mittels technisch ausgereifter Dashboards die Möglichkeit, diese Leistungskennzahlen ständig zu überwachen, z B. die Anzahl der Orders, Produkt- und Werbungskosten (Product & Advertising costs), Erstattungskosten (Reimbursement costs), Kredite (credits) für Rabatte, defekte Produkte usw. oder Steuern (sales tax).

Die wichtigsten Tools einer Full-Service-eCommerce Plattform sind neben dem eben genannten Profit-Dashboard auch Tools für PPC-Management, Order-Management, Rückerstattungen, Logistik, Compliance-Check und Qualitätsmanagement. Auch ein OEM-Zugang für die automatische Erstellung von Komplementärprodukten zum Zweck der Portfolio-Erweiterung und Produktdiversifizierung steht zur Verfügung.

Anhand dieser Tools und den durch sie gewonnenen Kennzahlen lassen sich sämtliche Geschäftsabläufe nicht nur kontrollieren. Man kann auch gegensteuern, sobald einzelne Kennzahlen vom Standard abweichen und so nahende oder schon vorhandene Problemstellungen signalisieren. Die Unterstützung durch einzelne Tools oder sogar ein Gesamtpaket einer Full-Service-eCommerce Plattform ist vor allem für Start-ups eine Lösung, denn sie sind mit ihrer Brand noch neu am Markt, was zu hausgemachten Fehlern und daraus resultierenden Problemen hinsichtlich der erfolgreichen Entwicklung und Platzierung der Marke führen kann.

Cybercrime: Was Gründer*innen wissen müssen und tun sollten

So können sich Start-ups gegen die digitale Gefahr schützen.

Wann immer sich in der Weltgeschichte ein neues Themenfeld auftat, machten sich Kriminelle bereits frühzeitig daran, es für sich zu entdecken und sich anzupassen. Unsere moderne digitale (Geschäfts-)Welt stellt hierbei keine Ausnahme dar. Schon, als das Internet lediglich eine Idee war und es nur firmen- und regierungsinterne Netzwerke gab, drangen bereits Personen illegal ein – sei es aus Vergnügen, krimineller Energie oder als Handlangertätigkeit großer Geheimdienste.

Doch nicht zuletzt aufgrund der mittlerweile extremen Bedeutung des Digitalen für sämtliche Lebens- und Wirtschaftsbereiche und äußerst vielfältiger Angriffsvektoren können viele Kriminelle heute so trickreich vorgehen, dass selbst Sicherheitsexperten Mühe haben, den ständig neuen Maschen zu folgen. Gründer*innen haben es diesbezüglich besonders schwer – dürfen aber keine Nachlässigkeit zeigen, denn es geht buchstäblich um alles.

1. Cybercrime: Ein Blick auf den Stand der Dinge

Cybercrime ist einer jener Dachbegriffe, unter denen sich viele Ausprägungen verbergen. Das BKA als in Deutschland wichtigste damit befasste Strafverfolgungsbehörde definiert diese Kriminalität folgendermaßen:

  • Cybercrime im engeren Sinne (Straftaten, die sich gegen das Internet, Datennetze, informationstechnische Systeme oder deren Daten richten) und
  • Cybercrime im weiteren Sinne (Straftaten, die mittels Informationstechnik begangen werden)“

Verschiedene Thinktanks schätzen den weltweiten Schaden durch Cybercrime im Jahr 2021 auf 6 Billionen (Trillion) US-Dollar. Zum Vergleich: Der gesamte weltweite Handel mit illegalen Drogen wird auf einen Marktwert von ungefähr 400 Milliarden Dollar geschätzt. Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands liegt bei 3,8 Billionen, dasjenige der USA bei 20,9.

Wann immer also digitale Informationstechnik irgendwie in eine Straftat involviert ist, spricht man bereits von Cybercrime. Daher ist das Eindringen in ein Firmennetzwerk zum Zweck des Diebstahls von Betriebsgeheimnissen ebenso Cybercrime wie etwa der Betrieb einer Darknet-Plattform, um illegale physische Güter zu verkaufen.

Dazu einige Zahlen, die verdeutlichen, wie dramatisch die Lage heutzutage aussieht.

2007 gab es in Deutschland lediglich 34.180 polizeilich erfasste Fälle von Cybercrime im engeren Sinn; 2021 war die Zahl auf 124.137 angeschwollen. Im selben Jahr betrug die Aufklärungsquote keine 30 Prozent – bei Mord waren es 94,2 Prozent. Zwischen 2019 und 2021 stieg die Zahl von Angriffen hierzulande um ganze 358 Prozent an; Grund dafür war unter anderem die im Zuge der Pandemie stark gestiegene Bedeutung des Home-Office. 86 Prozent aller Unternehmen vermeldeten Schäden mit einer Rekordsumme von 223 Milliarden Euro – wie gesagt, nur in Deutschland und nur auf Unternehmen bezogen. Was die Opferzahlen anbelangt, gehen die Werte weltweit ebenfalls in die Millionen. Indien, als Rekordhalter, vermeldete für 2021 133,5 Millionen Personen, die Opfer von Cybercrime wurden. In den USA waren es 117,9 Millionen, in Brasilien 71,1 und in Deutschland immerhin 17,7 – bei einer Bevölkerung von zirka 83 Millionen.

Ablauf eines Penetrationstests: Vorteile einer kontrollierten Überprüfung des IT-Systems

Um vorhandene oder potenzielle Schwachstellen im eigenen IT-System zu identifizieren, ist eine kontrollierte Überprüfung des IT-Systems mithilfe eines Penetrationstests sinnvoll. So geht’s.

Wer ein Unternehmen führt und dazu ein eigenes IT-System nutzt, der muss dafür sorgen, dass die darin enthaltenen Daten und Informationen möglichst gut gesichert sind. Ist die Cybersicherheit nicht gewährleistet, könnten professionelle Hacker in die IT-Infrastruktur eindringen und große finanzielle oder auch systemische Schäden anrichten. Um vorhandene oder potenzielle Schwachstellen zu identifizieren, kann eine kontrollierte Überprüfung des IT-Systems mithilfe eines Penetrationstests sinnvoll sein.

Die wichtigsten Begriffe kurz erklärt

  • IT-Infrastruktur: Sie beschreibt die gesamten, in einem Unternehmen genutzten IT-Systeme (materielle und immaterielle Güter, durch die die Verwendung von Anwendungssoftware gewährleistet ist).
  • Netzwerk: Dieses steht in der Informationstechnologie für die Verbindung von mindestens zwei Computersystemen (via Kabel oder Funkverbindung) mit der Möglichkeit des Zugriffs auf die Daten der verbundenen Computer.
  • Pentester: Person, die den Penetrationstest durchführt. Es handelt sich um geschulte IT-Sicherheitsexperten, die über fundiertes, aktuellstes Hackerwissen verfügen.  

Der Penetrationstest – Ablauf der IT-Sicherheitsüberprüfung

Schon vor dem eigentlichen Start des Pentests müssen Auftraggeber und ausführendes Unternehmen zahlreiche Details zum bevorstehenden Penetrationstest klären, um beide Seiten bestmöglich rechtlich abzusichern. Immerhin handelt es sich bei einem Penetrationstest im Grunde um einen Hackerangriff auf die IT-Infrastruktur des Auftraggebers. Diese Phase wird als Scoping (Definition von Leistungsumfängen), Planung oder einfach Vorbereitung bezeichnet.

Der wichtigste Unterschied zu einer realen Attacke besteht darin, dass der Penetrationstest vom Auftraggeber gewollt ist und in einer sicheren Umgebung stattfindet. Um diese zu kreieren, braucht es konkrete Absprachen, etwa zum Umfang des Pentests. Das bedeutet, dass er das gesamte Netzwerk beinhalten oder nur bestimmte Bereiche (z.B. Web-Application oder Cloud) berücksichtigen kann.

Zu den besprochenen Details gehören darüber hinaus beispielsweise die Art des Tests (interner oder externer Pentest), der Zeitraum, in dem der Test durchgeführt wird, erlaubte und nicht erlaubte Methoden, die Klärung der Frage, ob der Test angekündigt wird oder nicht sowie rechtliche Aspekte. Hier stehen vor allem die Eigentumsrechte von Software bzw. Dienstleistungen auf Seiten des Auftraggebers im Fokus. Nur was tatsächlich in seinem Eigentum steht, darf getestet werden, für alles andere muss vorher die Genehmigung des Eigentümers eingeholt werden.

Nach Klärung aller Details und ihrer Festschreibung in einem Dienstleistungsvertrag kann der eigentliche Penetrationstest beginnen. In einem kürzlich veröffentlichten Gastbeitrag hat Dr. Ewan Fleischmann, Gründer und Geschäftsführer der auf Penetrationstests spezialisierten Redlings GmbH beschrieben, wie ein solcher Penetrationstest zur Abwehr von Cyberbedrohungen normalerweise abläuft. Vor allem folgende Schritte sind wesentliche Bestandteile:

  • Sammeln möglichst umfangreicher technischer Informationen zum zu testenden IT-System (Enumeration).
  • Identifikation möglicher Schwachstellen (z.B. Fehlkonfigurationen, Programmierungsfehler, Exploits).
  • Ausnutzung identifizierter Schwachstellen (um herauszufinden, wie weit ein Eindringen ins System möglich ist).
  • „Aufräumarbeiten“ im System (die Beseitigung von möglichen Test-Spuren, sogenannten Artefakten).
  • Analyse & Abschlussbericht (beinhaltet identifizierte Schwachstellen sowie Vorschlägen zu deren Schließung).

Die Ergebnisse des Penetrationstests geben dem beauftragenden Unternehmen die Möglichkeit, sich einen Überblick über Schwachstellen sowie den Istzustand der IT-Sicherheit zu verschaffen. Der Test kann somit als Grundlage für eine Optimierung der unternehmenseigenen IT-Infrastruktur dienen.

Welche Vorteile bietet die kontrollierte Überprüfung des IT-Systems?

Es gibt zahlreiche Vorteile für Unternehmen, die regelmäßige Penetrationstests durchführen lassen. Diese Vorteile beziehen sich nicht alleine auf finanzielle Aspekte, sondern auch auf die Reputation des Unternehmens.

Größere IT-Sicherheit, geringeres Angriffsrisiko

Sie profitieren vor allem von der gesteigerten Sicherheit des eigenen IT-Systems, denn wenn ein Unternehmen seine Schwachstellen kennt und die vorhandenen Sicherheitsperipherien stärkt, wird Hackern das Eindringen ins System nahezu unmöglich gemacht. Ein daraus erwachsender Vorteil ist das geringere Risiko gestohlener Daten oder lahmgelegter Netzwerke. Das Unternehmen schützt durch Pentests letztendlich seine eigenen Werte bzw. seine wertvollste Ressource.

Erhalt von Vertrauen bei Kunden & Geschäftspartnern

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Penetrationstests, die aus ihnen gewonnen Informationen und entsprechend eingeleitete Optimierungen der Cybersicherheit das Vertrauen der Kunden in das jeweilige Unternehmen stärkt. Letztlich wird ein Kunde nur mit einem Unternehmen zusammenarbeiten, bei dem er seine Informationen (z. B. Kundendaten, Zahlungsdaten oder Geschäftsdaten) in sicheren Händen weiß.

Effiziente Überprüfung eigener Sicherheitskonzepte

Mit Penetrationstests lassen sich bereits vorhandene Sicherheitskonzepte überprüfen. Sie zeigen nicht nur Schwachstellen auf, sondern benennen auch besonders effizient arbeitende Sicherheitsmaßnahmen bzw. besonders gut geschützte Bereiche der IT-Infrastruktur. Dies ermöglicht es dem Unternehmen sehr zielgerichtet zu agieren und die IT-Sicherheit an der Stelle zu stärken, an der es notwendig ist.

Mit dem Penetrationstest immer einen Schritt schneller

Eine Besonderheit bei Pentests besteht darin, der der ausführende IT-Sicherheitsexperte über umfassendes Hackerwissen verfügt. Das bedeutet, dass er beim Penetrationstest exakt so vorgeht, wie es ein professioneller Cyberkrimineller tun würde. Dadurch verschafft sich das getestete Unternehmen einen Vorteil gegenüber den Hackern, weil es schnell reagieren und identifizierte Schwachstellen zielgenau schließen kann.

Dies erfordert vom Sicherheitsexperten zwar ein stetiges Dazulernen, denn die Hacker entwickeln immer wieder neue Methoden. Neben den bekannten Mitteln wie Ransomware oder DDoS-Attacken kommt immer häufiger Siegeware (spezielle Schadsoftware zur Übernahme ganzer Smart Buildings) zum Einsatz und auch sogenannte „Deep Fakes“, also unechte Video- oder Audiodateien, bzw. Schatten-ITs sind zu finden. Hier gilt es für den IT-Sicherheitsexperten, sich hinsichtlich aktuellster Trends im Bereich Cyber-Security sowie der neuen Hacker-Methoden umfassend zu informieren und diese auch bei einem Penetrationstest zu nutzen. So wird das Unternehmen in die Lage versetzt, sich mit Gegenmaßnahmen ausreichend auf ein entsprechendes Szenario vorzubereiten.

Kosten für Penetrationstests & Folgekosten

Cyberkriminelle hacken IT-Netzwerke nicht zum Spaß, sondern verfolgen ganz bestimmte Ziele. Durch das Eindringen in die IT-Infrastruktur eines Unternehmens wollen sie Zugang zu Informationen und Daten, um diese zu stehlen und dann zu verkaufen oder gegen ein Lösegeld zurückzugeben. Darüber hinaus platzieren Hacker nur von ihnen selbst zu deaktivierende Schadsoftware, legen mit dieser Teile des IT-Systems oder das gesamte Netzwerk lahm und erpressen Geld vom Unternehmen, nach dessen Erhalt sie die Blockade aufheben. Zu den größten Bedrohungen gehören Attacken auf Systeme, um terroristische Ziele zu erreichen. Das Lahmlegen sämtlicher Kühlsysteme in einem Atomreaktor hätte beispielsweise ungeahnte Konsequenzen, ähnlich denen der Katastrophe im AKW Tschernobyl.

Aus diesen Gründen ist es für Unternehmen sinnvoll, in Penetrationstests zu investieren, denn die Folgekosten in Form von Lösegeld, langwierigen Betriebsausfällen oder gar radioaktiver Verstrahlung ganzer Regionen als Folgen eines erfolgreichen Hackerangriffs wären vermutlich um ein Vielfaches höher.

Mitarbeitergeschenke: Ein Werkzeug zur Mitarbeiterbindung

Kleine Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft, sondern steigern auch die Mitarbeiterbindung, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels.

79 Pozent der Mitarbeiter, die kündigten, taten, dies weil sie sich auf ihrer Arbeitsstelle nicht wertgeschätzt fühlten. Mitarbeitergeschenke sind daher ein dabei ein effektives Mittel, um genau diese Wertschätzung zu zeigen und damit die Mitarbeiterbindung zu steigern.

Fehlende Wertschätzung kann der Grund für eine Kündigung sein

Geld ist ein wichtiger Faktor. Doch ist Geld tatsächlich nicht alles und im Berufsleben ist die monatliche Überweisung oft kein Wohlfühlgrund. Fühlt sich ein Mitarbeiter nicht wertgeschätzt, übersehen oder glaubt er, niemand würde von seinen Mühen Notiz nehmen, so ist er eher bereit, den Arbeitsplatz zu wechseln. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist dies ein Problem, denn mitunter sind Fachkräfte rar gesät und scheidende Mitarbeiter lassen sich nicht adäquat ersetzen. Unternehmen müssen also umdenken und die Wertschätzung nicht nur proklamieren, sondern leben. Aber wie funktioniert das?

  • Lob – das ist die günstigste Form der Wertschätzung und wenngleich mit Lob überlegt umgegangen werden sollte, so hilft ein einfaches ›Dankeschön‹ schon weiter. Wer nun als Vorgesetzter noch achtsam ist und Kleinigkeiten bemerkt, der ist auf einem guten Weg der Wertschätzung.
  • Aufmerksamkeiten – ein Mitarbeiter hat sich schier die Haare ausgerissen, um ein Projekt abzuschließen? Oder er hatte es mit einem sehr anstrengenden Kunden zu tun? Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass Sie die Anstrengung wahrnehmen.
  • Geschenke – Mitarbeitergeschenke sind ein wunderbares Zeichen der Wertschätzung.

In Großbritannien fand das Umdenken laut einer Studie der Marketingagentur Worldwide zufolge bereits vor der Coronakrise statt. Unternehmen steigerten hier ihre Ausgaben für Mitarbeitergeschenke demzufolge um satte 44 Prozent.

In Deutschland scheint gerade in Zeiten des Homeoffices die Beliebtheit von Mitarbeitergeschenken in betrieben zu wachsen. Nach Aussage von Johannes Mahlich, Geschäftsführer der auf Werbegeschenke spezialisierten SOURCE GmbH, gibt es immer mehr Anfragen wegen Mitarbeitergeschenken. Während in Vergangenheit Werbegeschenke noch fast ausschließlich für Kunden bestellt wurden, so machen sie inzwischen bereits fast die Hälfte des Umsatzes des Unternehmens aus.

Rechtliche Regelungen rund um Mitarbeitergeschenke

Grundsätzlich können Mitarbeiter abseits des Gehalts Bezüge erhalten. Einmal gibt es die Möglichkeit des Geldbezugs und die des Sachbezugs. Geldwerte Geschenke unterliegen der Versteuerung, sodass von 50 Euro effektiv nach allen Abzügen nur rund 22 Euro beim Mitarbeiter ankommen. Anders verhält es sich bei den Sachbezügen, zu denen Mitarbeitergeschenke zählen:

  • Limitmonatlich gilt ein Limit von 50,00 Euro je Mitarbeiter, im Jahr also 600,00 Euro. Das Limit wurde erst zum Anfang des Jahres 2022 von 44 auf 50 Euro angehoben. Es gibt zudem für betriebliche Veranstaltungen, zu denen Geschenke verteilt werden, zusätzliche Regelungen: 120 Euro im Jahr.
  • Voraussetzungen – damit diese Mitarbeitergeschenke steuerfrei bleiben und nicht zu versteuerbaren Sonderleistungen werden, dürfen sie nicht in Bargeld umgewandelt werden können, ebenso darf es nicht möglich sein, sie via PayPal umzutauschen. Bei Gutscheinen gilt die Devise, dass sie marken- oder produktabhängig sein müssen. Es wäre beispielsweise möglich, einen Gutschein über 50 Euro eines Möbelhauses oder eines Bekleidungsgeschäfts zu verschenken.
  • Besonderheiten – unabhängig von dieser Regelung dürfen Unternehmer einmal jährlich einem Mitarbeiter zu besonderen Anlässen ein Mitarbeitergeschenk in einem Wert von bis zu 60 Euro zukommen lassen. Dies wäre bei Geburtstagen, Hochzeiten, der Geburt des Kindes oder auch bei Prüfungen möglich.

Die vom Unternehmen getätigten Mitarbeitergeschenke laufen übrigens unabhängig von etwaigen Geschenken unter Kollegen. Eine Absprache ist also nicht notwendig, die Kollegengeschenke zählen als Privatangelegenheit.

Je individueller das Geschenk desto größer der Effekt

Umso einzigartiger ein Mitarbeitergeschenk ist, desto stärker zeugt es von der Wertschätzung durch das Unternehmen. Jede individuelle Note offenbart, dass sich der Unternehmer mit dem Mitarbeiter auseinandergesetzt hat und zumindest herausfand, ob oder was ein Mitarbeiter besonders schätzt. Natürlich ist dies in kleinen Betrieben wesentlich einfacher als in Großunternehmen.

So digitalisieren Sie den Prozess des Schenkens in Ihrem Unternehmen

Zugegeben, individuell zu schenken kann mitunter ziemlich aufwendig sein. Das geht los bei der Auswahl des richtigen Geschenkes bis hin zur Übergabe – vor allem, wenn der Mitarbeiter im Homeoffice sitzt. Es bietet sich daher an, eine Plattform wie Giftosa zu integrieren. Hier werden nach Filterfragen bereits Geschenk-Ideen vorgeschlagen. Im Warenkorb haben Sie die Möglichkeit sich einen Link generieren zu lassen, mit dem der Beschenkte den Artikel digital annehmen kann und seine Versandadresse – z.B. das Homeoffice – selbst eingibt.

Auch Geschenkverpackungen, handschriftliche Karten oder Geschenkboxen lassen sich auswählen.

Fazit – die Wertschätzung steht im Mittelpunkt

Mitarbeiterbindung bedeutet mehr, als den Dienstwagen anzubieten oder ein höheres Gehalt anzupreisen. Diese Angebote sind mehr oder minder einmalige Faktoren, die schnell in den Alltag übergehen. Sie haben jedoch nichts mit der Wertschätzung des Mitarbeiters an sich, als Mensch, gemeinsam. Echte gelebte Wertschätzung geschieht im Alltag und halten sich an den Spruch: „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“.

Grundsätzlich ist es nicht notwendig, dass das monatlich zur Verfügung stehende Budget ausgereizt wird. Doch hin und wieder freut sich jeder Mitarbeiter, wenn er ein Präsent oder eine kleine Aufmerksamkeit erhält. Übrigens dürfen solche Mitarbeitergeschenke auch einen Bezug zur Arbeit haben: Ein Gutschein für die Kantine zählt ebenso zu den steuerfreien Sachbezügen.

5 Tipps, um als Entrepreneur einen klaren Kopf zu behalten

Wer ein Start-up führen will, muss gute Nerven haben. Diese Tipps können dir dabei helfen, auch unter Druck einen kühlen Kopf zu bewahren.

Wer ein Start-up führen will, muss gute Nerven haben. Ständig ist das Geld knapp, immer wieder gibt es Rückschläge und Zeit zum Entspannen gibt es nicht einmal am Wochenende. Wer nicht verzweifeln will, braucht einen starken Willen – und ein paar gute Strategien, um mit dem andauernden Stress fertig zu werden. Denn ansonsten wird der Traum vom eigenen Unternehmen ganz schnell zum Albtraum.

Am besten ist es, sich die entsprechende Geisteshaltung und die richtigen Rituale schon anzugewöhnen, bevor es in die heiße Phase geht. Denn wer erst einmal in einem Teufelskreis aus Stress und fehlenden Möglichkeiten zur Entspannung gefangen ist, schafft nur schwer den Ausstieg.

Diese Tipps können dir dabei helfen, auch unter Druck einen kühlen Kopf zu bewahren.

CBD statt Nikotin

Dass gestresste Menschen öfter Raucher sind, ist bekannt. Leider sind Zigaretten ein zweischneidiges Schwert. Denn während sie kurzfristig durchaus dabei helfen können, mit Stress umzugehen, verhält es sich langfristig anders. So können sich Raucher beispielsweise insgesamt schlechter konzentrieren als Nichtraucher. Besser ist es also, gegen Stress etwas weniger bedenkliches einzunehmen, wie beispielsweise CBD. Rauchern gelingt es zwar in der Regel nicht, von einem Tag auf den anderen aufzuhören. Es gibt aber bislang keine Hinweise darauf, dass sich CBD und Nikotin nicht kombinieren ließen. Möglicherweise könnten Hanfextrakte wie Cibdol sogar bei der Rauchentwöhnung helfen. Das wäre natürlich ideal, denn so könnten zwei Ziele auf einmal erreicht werden. In jedem Fall aber steht die entspannende Wirkung von CBD nicht im Widerspruch zum Rauchen.

Sport treiben

Eine anstrengende Trainingsrunde im Fitnessstudio oder eine Joggingrunde kostet zunächst einmal Überwindung. Wer seine ganze Willenskraft schon für die Arbeit aufgebraucht hat, lässt den Sport daher gerne einmal ausfallen. Dabei wäre er eine hervorragende Möglichkeit, auf andere Gedanken zu kommen. Denn Sport tut nicht nur dem Körper gut, sondern ist auch eine gute Möglichkeit, festgefahrene Gedankenkreisläufe zu durchbrechen und sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Allzu viel Sport kann allerdings auch zur Belastung werden – ein bis zwei mal die Woche dürften für gestresste Unternehmer daher ideal sein.

Mit Freunden sprechen

Wer unter Druck steht, zieht sich oft zurück und vernachlässigt seine sozialen Kontakte. Das ist ein Fehler, denn kaum etwas hilft so gut gegen Stress wie ein Gespräch mit Freunden. Dabei ist es egal, ob man ihnen seine Sorgen anvertraut oder sich über ganz andere Themen unterhält. Die menschliche Interaktion kann so manche Last leichter erscheinen lassen.

Den Schlaf zählen lassen

Start-up-Gründer, die Nacht für Nacht neun Stunden schlafen, sind eher selten, Schlafmangel die Regel. Umso wichtiger ist es, das bisschen Schlaf, das möglich ist, wirklich zählen zu lassen. Dazu gehört es, möglichst regelmäßige Zeiten einzuhalten und schon in der Zeit vor dem Schlafengehen für etwas Entspannung zu sorgen.

Kleine Erfolge zelebrieren

Vor lauter Problemen ist es leicht, kleinere Erfolge nicht richtig wahrzunehmen. Dabei können gerade sie dabei helfen, die nötige Motivation aufzubringen, um mit größeren Herausforderungen fertig zu werden. Wer jeden Tag zumindest eine Kleinigkeit findet, über die er sich freuen kann, gewinnt dadurch Halt und Selbstvertrauen.

Virtuelle Assistenz: mehr Luft fürs Business

Wie du mit Outsourcing an eine virtuelle Assistenz Freiräume für dein Business schaffen kannst.

Hand aufs Herz, ein eigenes Unternehmen zu gründen, egal ob als Start-up oder Solopreneur*in, ist großartig, aber es gibt auch einige Schatten­seiten. Denn im Mittelpunkt steht nicht nur deine fantastische Idee, sondern auch viel Ausdauer und Zeit, sowie Geld und Personal, weil deine Idee langfristig und gewinnbringend umgesetzt werden will.

Der bürokratische sowie administra­tive Hintergrund wird oft unterschätzt und mit steigenden Umsätzen steigt auch der Aufwand der verwaltungstechnischen Aufgaben. Zusätzlich fehlen auch oft die Fachkompetenzen für die unterschiedlichen Bereiche – so werden vermeintlich kleine Aufgaben zu zeitfressenden Dauerthemen auf deiner To-do-Liste und halten dich von dem ab, was wirklich zählt: die Weiterentwicklung deines Business.

Die Lösung wäre eine Person ohne Festeinstellung, die flexibel auf Abruf wichtige Aufgaben erledigt. Denn ein(e) feste(r) Mitarbeiter*in ist zu Beginn der Selbständigkeit sehr kosten- und zeitintensiv und damit für viele Jungunternehmer nicht zu realisieren.

Outsourcing

Outsourcing ist hier das richtige Stichwort. Als Erstes denkt jede(r) an eine Agentur oder eine(n) Freelancer*in, der/die Grafik- und Marketingthemen übernimmt. Inzwischen ist aber weitaus mehr möglich.

Die Buchung einer virtuellen Assistenz (VA), die in Ländern wie England oder Amerika schon gang und gäbe ist, steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen, kann für Solopreneur*innen und Start-ups aber eine interssante personelle Ergänzung sein.

Die Vorteile einer virtuellen Assistenz liegen klar auf der Hand:

  • Unternehmer*innen können sich wieder voll auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und Umsätze steigern.
  • Buchungen sind absolut flexibel und können auf den Bedarf des Unternehmens angepasst werden.
  • Unternehmer*innen haben die vollständige Kostenkon­trolle, denn Lohn- und Lohnnebenkosten entfallen.
  • Eine ortsunabhängige Zusammenarbeit erleichtert das Finden der passenden VA und es müssen weder Räumlichkeiten noch Büroausstattung zur Verfügung gestellt werden.
  • Überfüllte To-do-Listen gehören der Vergangenheit an und können durch eine(n) Partner*in mit einem breitgefächerten Erfahrungsschatz fokussiert abgearbeitet werden.
  • Eine ausgewogenere Work-Life-Balance rundet das Paket ab und ermöglicht durch eine höhere Zufriedenheit mehr Erfolg und Leichtigkeit im Berufs- und Privatleben.
  • Zu guter Letzt arbeiten virtuelle Assistenzen ausschließlich digital und müssen sich täglich an den wandelnden Markt anpassen. Sie sind somit ein Tor für Unternehmer*innen in die digitale Transformation und Automatisierung.

Beliebte Aufgaben, die outgesourct werden können, sind zum Beispiel das Office Management, wie etwa vorbereitende Buchhaltung, Recherchearbeiten, Projektmanagement, Auftragswesen, Pflege und Einführung von Tools oder Prozess­optimierung.

Auch im Marketing können viele Aufgaben delegiert werden. Virtuelle Assistenzen übernehmen die Betreuung von Social-Media-Kanälen, erstellen suchmaschinenfreundliche Webseiten und Wettbewerbsanalysen sowie Grafiken oder unterstützen Unternehmer*innen bei der Planung und Umsetzung von Marketingmaßnahmen und Strategien. Texterstellung- und korrektur sowie Lektorat und Übersetzung von Texten können ebenfalls problemlos an virtuelle Assitenzen ausgelagert werden.

Eine weitere dankbare VA-Tätigkeit ist die Betreuung und Erstellung von Podcasts und Online-Kursen sowie das Anlegen von Newsletter-Kampagnen.

Welche Aufgaben ein Unternehmen letztlich auslagern möchte, ist von mehreren Faktoren abhängig. Dabei sollte sich jede(r) Unternehmer*in die Frage stellen, welche Aufgaben, diese(r) gut kann, gern selbst erledigt und leicht von der Hand gehen. Unternehmer*innen sollten sich im besten Fall ausschließlich mit produktiven Themen beschäftigen und alle notwendigen unproduktiven Themen an eine VA auslagern.

Vertrauen und Professionalität

In unserer digitalen Zeit ist es inzwischen irrelevant, ob man in einem Raum oder an einem Tisch sitz, um ein gemeinsames Projekt zu verwirklichen. Das Einzige, das zwingend stimmen muss, sind die Vertrauensbasis sowie die Werte. Dabei sind eine offene Kommunikation und eine Begegnung auf Augenhöhe elementare Bestandteile einer digitalen Zusammenarbeit.

Besonders wichtig ist ein vertrauensvolles Verhältnis, da du als Unternehmer*in viele Aufgaben, Zugangsdaten sowie finanzielle oder firmeninterne Informationen offenlegst. Frage deine VA bei eurem Kennenlerntermin, wie sie deine Daten und Passwörter speichert und stelle sicher, dass sie einen sicheren Server sowie ein passwortgeschütztes Programm für deine Zugangsdaten nutzt, bspw. LastPass.

Außerdem sollte das Thema Datenschutz ernst genommen werden. So solltest du spätestens bei der Auftragserteilung eine Verschwiegenheitserklärung und einen AV-Vertrag unterzeichnen lassen.

Transparenz und Kommunikation

Zudem sollte eine möglichst transparente Zusammenarbeit gewährleistet werden, was bedeutet, dass man sich auf eine Kommunikationsplattform verständigt, wie zum Beispiel Teams, Trello oder Slack, um dort alle relevanten Informationen zur Zusammenarbeit auszutauschen. Auch sollten die Stunden getrackt und in regelmäßigen Abständen zur Verfügung gestellt werden.

Ein weiteres wichtiges Thema ist das Briefing der virtuellen Assistenz. Denke immer daran, dass die Person nicht in deinem Unternehmen beschäftigt ist und du alle notwendigen Informationen so ausführlich wie möglich bereitstellen solltest. So vermeidest du lästige Rückfragen und deine VA kann direkt mit der Arbeit beginnen und dich entlasten.

Virtuelle Assistenzen rechnen oft mit Stundenpaketen ab. Das heißt, du buchst ein bestimmtes Stundenkontingent, welches du meist im Voraus bezahlst – deine VA arbeitet die an sie/ihn delegierten Aufgaben ab. Für eine langfristige Zusammenarbeit mit fest zugesagten monatlichen Stundenkontingenten solltet du als Planungssicherheit für beide Seiten einen Dienstleistungsvertrag abschließen. So kann die VA feste Zeiten für dich einplanen und du weißt, dass deine externe Arbeitskraft garantiert deine Aufgaben erledigen kann.

Es gibt VA-Portale, die dir Angebote ab 3,50 Euro pro Stunde anbieten. Dabei muss sich jede(r) Unternehmer*in die Frage stellen, was sie/er für qualitativ hochwertige Arbeit bereit ist zu zahlen. Merke: Die meisten Portale vermitteln fremdsprachige Arbeitskräfte ohne Berufserfahrung.

Wie finde ich meine perfekte virtuelle Assistenz?

Du hast mehrere Möglichkeiten: Suche nach deiner virtuellen Assistenz bei Google und Co. oder in Social-Media-Portalen, vorrangig bei Facebook oder LinkedIn. Bei Facebook gibt es diverse Gruppen. Dort können Gesuche von beiden Seiten gepostet werden, ihr könnt euch vernetzen bzw. interessierte VAs werden dir eine Nachricht schicken. Oder suche bei LinkedIn, vielleicht findet sich sogar in deinem vorhandenen Netzwerk eine passende VA, und sende eine Nachricht. Beachte dabei: Auch VAs haben oft Spezialisierungen, sodass es sinnvoll sein kann, sich ein Team von verschiedenen VAs aufzubauen, um alle Bereiche deines Unternehmens professionell abzudecken.

Die Autorin Aline Pelzer ist Gründerin von Deine virtuelle Assistenz. Sie bietet virtuelle Leistungen rund um Office Management, Marketing, Texterstellung sowie Buiness-Road­map-Erstellung.

Briefe digital versenden - 6 Vorteile für Ihr Business

Geschäftsbriefe verschicken geht ab sofort viel leichter. Dafür gibt es das praktische Tool der Deutschen Post, den E-POST MAILER. Er macht die digitale Einlieferung möglich, zugestellt wird in den Briefkasten. Warum sich das für junge Unternehmen lohnt.

Nahezu alle Geschäftsprozesse laufen heute digital – doch wichtige Briefe werden oft noch klassisch versendet. Effizienter geht das, indem man Briefe digital schreibt und sie mit einem Klick abschickt. Die Zustellung erfolgt dann wie gewohnt physisch in den Briefkasten der Empfänger. So sparen Sie Aufwand, Material, Porto und Zeit.

1. Einfach per Mausklick

Für das Versenden von Briefen direkt vom PC aus braucht es nicht viel, eigentlich nur einen Internetzugang. Einfach beim E-POST MAILER registrieren, das Programm herunterladen und es auf dem Computer installieren. Schon ist der digitale Versand der physischen Briefe als eine Option im Druckmenü verfügbar. Sie können darüber beliebige Schreiben versenden: Einzelsendungen genauso wie große Sendungsmengen und Serienbriefe, egal ob Rechnungen oder Kundeninformationen. Auch für die Gestaltung gibt es viel Spielraum: Sowohl individuelle Vorlagen als auch Farbdruck oder beidseitiger Druck sind möglich, zudem gibt es eine Funktion für die Automatisierung von Überweisungsträgern.

Start-ups und der TÜV

Was auf den ersten Blick vielleicht wie ein etwas merkwürdiger Witz klingen mag: „Trifft sich ein Start-up mit dem TÜV …“, ist auf den zweiten Blick weitaus sinnvoller als vielleicht angenommen. Fünf erfolgreiche Start-up‘ler aus verschiedenen Branchen beschreiben ihre Erfahrungen mit dem TÜV und warum sie mit ihm kooperieren.

Die Deutschen lieben Ordnung, Gründlichkeit und Sicherheit – so zumindest das Klischee. Der TÜV steht sinnbildlich für dieses Bedürfnis, stets auf der sicheren Seite zu sein. Auch viele Start-ups und Tech-Unternehmen haben das inzwischen erkannt, und arbeiten eng mit dem TÜV zusammen, um ihre Produkte oder gleich das ganze Unternehmen zertifizieren zu lassen. Denn Start-ups sind zwar für ihre schnellen, innovativen Lösungen und Produkte bekannt – gleichzeitig fehlt es Ihnen aufgrund ihrer Neuartigkeit auf dem Markt häufig an Vertrauen bei den Endverbraucher*innen. Was auf den ersten Blick also wie ein etwas merkwürdiger Witz klingen mag: Trifft sich ein Start-up mit dem TÜV …, ist auf den zweiten Blick weitaus sinnvoller als angenommen. Führungskräfte von fünf Unternehmen aus den verschiedensten Branchen beschreiben ihre Erfahrungen mit dem TÜV und warum sie mit ihm kooperieren. Dazu geben sie konkrete Tipps für die Zusammenarbeit.

„Wir haben bereits im September 2019 die Initiative ergriffen und sind auf den TÜV Rheinland zugegangen, um das Angebot der Studienkreis Online-Nachhilfe zertifizieren zu lassen. Unsere Intention war es, das eigene Angebot auf den Prüfstand zu stellen und uns durch die Zusammenarbeit mit dem TÜV zu verbessern. Viele Eltern haben noch Vorbehalte vor Online-Nachhilfe, mit der TÜV-Zertifizierung geben wir ihnen und ihren Kindern die Sicherheit, dass unser Angebot professionell und genauso gut ist wie die klassische, physische Nachhilfe. Online-Nachhilfe ist spätestens durch Corona zu einer berechtigten Alternative zur klassischen Nachhilfe geworden. Da wurde es Zeit, auch die Professionalität extern prüfen und bestätigen zu lassen. Anfang November 2021 war es dann endlich soweit: Wir wurden als eines der ersten Unternehmen für Online-Nachhilfe vom TÜV zertifiziert. Neben der erfolgreichen Zertifizierung, über die wir uns natürlich riesig freuen, war bereits der gesamte Prozess mit dem TÜV gewinnbringend für uns. Deshalb kann ich jedem Start-up und Tech-Unternehmen nur wärmstens empfehlen, den Kontakt zum TÜV zu suchen. Auch wenn die Prozesse für Start-up-Verhältnisse lange erscheinen mögen und der TÜV den Ruf einer verstaubten Institution haben mag – die Wirkkraft des TÜV sollte nicht unterschätzt werden!“

Cyber-Security: die Challenge für Start-ups

Warum Cybersicherheit in Start-ups im Jahr 2022 ein Top-Ranking haben sollte.

In einer Umfrage sollten Start-ups vor wenigen Wochen die fünf größten Herausforderungen nennen, vor denen sie stehen: IT- und Daten-Sicherheit wurde dabei nicht erwähnt (Statista 11/2021). Angesichts von immer häufigeren Hacker*innenangriffen ist das erstaunlich, denn viele Maßnahmen, um die IT-Security zu stärken, werden staatlich bezuschusst. Am fehlenden Wissen der Start-Upper liegt es meistens nicht, dass oft Lücken in der IT-Sicherheit bestehen. Unserer Erfahrung nach haben Gründer*innen oft keine Zeit und Ressourcen, sich mit Cyber-Security auseinanderzusetzen. Sich dann intensiver mit Sicherheitsfragen auseinanderzusetzen, wenn entweder ein Kunde bzw. eine Kundin höhere Sicherheits-Standards verlangt oder aber – der schlimmere Fall – bereits ein Hacker*innenangriff stattgefunden hat ist aber zu spät.

Cyber-Sicherheit steht bei der Politik weit oben auf der Tagesordnung

Nicht nur Start-ups können bei den Bemühungen im maximale IT-Sicherheit auf höchste politische Unterstützung zählen: Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte in ihrer Rede zur Lage der EU vor dem Europäischen Parlament: „Wir sollten nicht allein damit zufrieden sein, dass wir gegen Cyberbedrohungen vorgehen – wir sollten danach streben, bei Cybersicherheit führend zu werden“. Auch der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung will Cyberbedrohungen „durch eine ehrgeizige Cybersicherheitspolitik entgegentreten“. Die Rückversicherung Munich Re zählt Cyberattacken längst zu den größten Risiken für den Unternehmenserfolg.

Höchster Alarm wegen einer harmlosen Java-Anwendung

Dass die Zahl an Cyberattacken wöchentlich zunimmt, ist keine Schwarzmalerei. Aktuell hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die höchste Alarmstufe ausgelöst:  Die IT-Schwachstelle „Log4Shell“ in der Software-Plattform Java kann zu Millionenschäden führen. Inzwischen ist Log4DShell zwar durch eine hacker-sichere Version ersetzt worden, aber man muss davon ausgehen, dass die Anwendung in der gefährlichen Originalfassung noch auf Hunderttausenden von Rechnern installiert ist – das perfekte Einfallstor für Cyber-Kriminelle.

“Noch immer sind Unternehmen auf der Suche, in welchen Produkten die betroffene Java-Bibliothek überhaupt zum Einsatz kommt, um Updates einzuspielen“, sagt Achim Berg, der Präsident des IT-Verbandes Bitkom in der Wirtschaftswoche. Genau diese zeitaufwendigen Suchen sind für Start-ups ohne externe Unterstützung kaum leistbar, denn sie gehen auf Kosten der Produktentwicklung und der Kund*innenbetreuung – auf der 2do-Liste ist Datensicherheit kein wichtiges Thema, siehe oben. Bis zur vergangenen Woche wurden mehr als 800.000 Hacker*innenangriffe über Log4DShell weltweit registriert.

Angriffe auf die eigene IT-Infrastruktur in Auftrag geben

Schwachstellen-Scans und Penetrationstests sind zwei der wichtigen Sicherheits-Checks, damit auch das Management von Start-ups ruhig schlafen kann. Wenn professionelle “Hacker*innen” einen Angriff simulieren und nach Einfallstoren suchen, ist der Erkenntnisgewinn meistens groß. Das IT-Verantwortliche eines kleineren Unternehmens unmöglich alle Angriffsmöglichkeiten überschauen können ist eine Binsenweisheit: Ihnen stehen Heerscharen krimineller Digitalexpert*innen aus aller Welt gegenüber, viele mit Verbindungen zu Geheimdiensten, mit großen finanziellen und technischen Möglichkeiten.

Interne Sicherheitslücken von externen Dienstleister*innen aufdecken zu lassen setzt eine zeitgemäße Unternehmenskultur voraus, in der nicht nach “Schuldigen” gesucht wird, sondern sich Management, Mitarbeitende und IT-Verantwortliche gemeinsam für den Erfolg einsetzen – in diesem Fall ist der Erfolg der maximale Schutz der eigenen Daten und IT-Prozesse. Dieser Erfolg lässt sich in Zahlen fassen: Laut TÜV Rheinland kostet die Beseitigung der angerichteten Schäden nach einer erfolgreichen Cyberattacke ein Unternehmen durchschnittlich 72.000 Euro. Das ein Hacker bzw. eine Hackerin längst in das System eingedrungen ist wird durchschnittlich erst nach 200 Tagen festgestellt, so die IT-Experten des TÜV.

2022 wird in Sachen Hacker*innenangriffe nichts besser – im Gegenteil

Für das nächste Jahr könnte Cyberkriminalität eine neue Dimension erreichen. Es zeichnet sich ab, dass aus kleineren Hacker*innengruppen regelrechte Kartelle werden, die immer professioneller vorgehen: Bis zur finalen Attacke können Monate vergehen, in dieser Zeit wird die IT-Struktur des Opferunternehmens ausgeforscht und dokumentiert. Eine weitere gefährliche Entwicklung: Sind die Sicherheitsbarrieren des eigentlichen Ziels zu hoch, werden Hacker*innen den Umweg über Zuliefernde oder Dienstleistende des Zielunternehmens gehen. Deswegen muss immer mehr darauf geachtet werden, ganze Lieferketten abzusichern.

Der Autor Jan Kahmen hat als CEO von
turingpoint mehrere Jahre Erfahrung in der Gründung von Unternehmen und als Product Owner in einer Vielzahl von Projekten. Jan arbeitet aktuell an der Application Security as a Service Platform turingsecure und an turingpoints 50%-Tochter Pulso Media GmbH.

Lieber Gründen statt Schulbank drücken?

Es gibt immer mehr junge Unternehmer*innen, die ihre Ideen oder Geschäftsmodelle schon während der Schule umsetzen wollen. Doch wie schlau ist es, dafür gleich auch die Schule zu schmeißen?

Garry Lazovskis (17) ist Gymnasiast und Co-Founder der in Frankfurt/Main im Januar 2021 gegründeten SocialSpark UG (haftungsbeschränkt). SocialSpark hilft Unternehmen, sich zielgerichtet und nachhaltig auf Social Media zu platzieren. In seinem schulischen Umfeld hatte Garry immer wieder mit jungen Leuten zu tun, die die Schule vorschnell abgebrochen haben, um eigene Ideen zu verfolgen – und diesen Schritt zumeist im Nachhinein bitter bereuten. Hier sein Plädoyer fürs Gründen mit Weitblick.

Es gibt immer mehr junge Unternehmer*innen, die ihre Ideen oder ihre Geschäftsmodelle schon während der Schule umsetzen wollen. Den Vorsatz finde ich sehr gut und kann ihn nur unterstützen. Doch leider gibt es auch Jungunternehmer*innen, die das Gründen eher als Ausrede nutzen, um nicht mehr in die Schule gehen zu müssen. Was ich davon halte, möchte in diesem Artikel darstellen.

Wie Schulabbrecher*innen argumentieren

Kommen wir erstmal zu den Gründen, warum viele Schülergründer*innen die Schule abbrechen wollen. Das sind die Gründe, die ich am häufigsten von anderen Jungunternehmer*innen zu hören bekam:

Die Doppelbelastung führt zu Zeitmangel und (noch) schlechteren Noten

Viele meiner Gesprächspartner*innen sagten mir, dass sie durch das Gründen einfach viel weniger Zeit zum Erledigen der Hausaufgaben, zum Lernen und allgemein für viele andere schulische Dinge haben. Viele von ihnen legen vor allem am Anfang den Fokus voll auf die Entwicklung des Geschäftsmodells und wollen das natürlich auch voranbringen. Durch diesen Prioritätenwechsel und den zunehmenden Stress werden bei vielen dieser jungen Gründer*innen die Noten schlechter – natürlich kommt dann häufig die Aussage, dass sich das Weitermachen in der Schule so oder so nicht mehr lohnt.

Gleichgültigkeit gegenüber dem Schulsystem

Diesen Grund habe ich früher sehr stark selbst vertreten. Meine Meinung war: Was man mir in der Schule beibringt, bringt mir nichts. Mir war alles egal, denn das Schulsystem war meiner Meinung nach veraltet und hätte mir 0,0 beim Gründen und meinen zukünftigen Plänen geholfen. Viele Jungunternehmer sind sich vor allem in der Anfangsphase sicher, dass ihre zukünftigen Pläne schon in dem jungen Alter feststehen und sich gar nicht mehr verändern werden – dies hat ein Gefühl der Gleichgültigkeit zur Folge.

Die eine Idee oder gar keine

Vor allem am Anfang des Gründungsprozesses sind die meisten Gründer*innen mit maximaler Leidenschaft dabei und stehen zu 100 Prozent hinter ihrer Idee. Manche erzählen mir aber auch, dass ihre Idee die Welt schon jetzt verändern würde und dass sie sich sicher seien, einen großen Erfolg zu landen. Die Realität zeigt: Manche behalten Recht, viele scheitern.

Glamouröse Vorstellungen vom Gründen

Heutzutage gibt es aber auch sehr viele junge Leute auf Instagram, TikTok usw., die mit teuren Uhren, teuren Autos und Co. am Strand posieren. Wir leben in einer Vergleichswelt. Sehr viele Jugendliche werden von diesen Posts beeinflusst und dazu verleitet, ein eigenes Business zu gründen (so wie die anderen es angeblich machen – dafür wird dann häufig mit Online-Kursen, eBooks etc. von den jeweiligen Influencer*innen geworben). Diese Vielfalt an Emotionen und die Honungen, die dadurch entstehen, verleiten einige dazu, ihren Fokus von der Schule komplett auf das angeblich „nützliche“ Wissen aus den Kursen zu lenken.

Das Autoritätsargument

Der letzte und meines Erachtens beliebteste Grund, den junge Gründer*innen für einen Schulabbruch nennen, ist, dass Mark Zuckerberg, Bill Gates usw. doch auch die schulische Ausbildung abgebrochen haben und jetzt Milliardäre sind. Hier gilt: Vorbilder werden angehimmelt – man versucht sich der Sichtweise bzw. des Lebensinhalts jener eher autoritätsfernen Businessstars anzugleichen.

(M)ein Plädoyer für den Abschluss

Warum es meines Erachtens sinnvoll sein kann, trotz einer Gründung weiterhin einen Abschluss (Realschulabschluss, Abitur usw.) anzustreben:

Zeitmanagement hilft bei der Doppelbelastung

Wie schon erwähnt, sagen viele Schülergründer*innen, dass sie aufgrund des Zeitmangels noch schlechtere Noten bekommen. Eigentlich ist mangelnde Zeit in den meisten Fällen lediglich eine Ausrede. Wer sich selbst analysiert, wie viel Zeit er bzw. sie wirklich eektiv für das Business nutzt, erkennt, dass eigentlich gar nicht mal so viel Zeit dafür investiert wird. Die meisten sitzen eher am Handy und entspannen sich, statt wirklich eektiv zu arbeiten. Wenn man also mal das Handy weglässt und mithilfe von To-Do-Listen sowie Morgen- und/oder Abendroutinen arbeitet, schat man es ganz sicher, genug Zeit sowohl für die Schule als auch für das Business zu haben. Es gilt somit herauszufinden, was für unproduktive Aktivitäten einem die Zeit rauben (am Handy sein, mit Freund*innen stundenlang telefonieren etc.). Denn dann kann man mit einer guten Struktur und Planung so gut wie alles unter einen Hut bekommen, auch Business und Schule.

Nicht nur ans Heute denken

Einige Gründer*innen geben sich der Gleichgültigkeit hin, weil sie denken, dass ihre zukünftigen Pläne schon jetzt im jungen Alter feststehen und sich gar nicht mehr verändern werden. Das kann auch so sein, dennoch sollte man auch mal weiterdenken. Sowohl Interessen als auch Werte ändern sich gefühlt jedes Jahr aufgrund von neuen Eindrücken, Erfahrungen etc. und da kann es auch mal passieren, dass man plötzlich nach zehn Jahren vorhat, Medizin studieren zu wollen. Schule ist also natürlich zum Zeitpunkt des Gründens für die meisten gefühlt unnötig und man hat natürlich andere Prioritäten. Es sollte jedoch verstanden werden, dass sich Interessen ändern können und auch Vorteile durch die Schule im Zusammenhang mit dem Gründen gegeben sind: In der Schule geht es um mehr als nur um die Fächer oder das sture Pauken. Man lernt, wie man sich ein Thema erarbeitet, Termine einhält und Verantwortung übernimmt, was einem später beim Gründen enorm weiterhelfen kann. Also sollte man sowohl die Vorteile als auch die Möglichkeit zukünftiger Interessensänderung in Betracht ziehen.

Es gibt nicht nur den einen Weg

Zum Argument der einen, jetzt oder nie zu verwirklichenden Idee bzw. zu ergreifenden Chance: Es kann jederzeit zur Änderung von Interessen/Prioritäten kommen (vor allem in der Pubertät, in der man sich nach einem Sinn im Leben sehnt). Deshalb sollte man immer hinterfragen, ob es jetzt wirklich die eine Idee ist. Und selbst wenn dem so ist, lässt sich das Vorhaben – wie zuvor beschrieben – mit einer zeitlich gut ausgeplanten Struktur (besonders am Anfang des Gründungsprozesses) hinbekommen, oder nicht?

Geld ist nicht alles

Wenn jetzt aber ein(e) Gründer*in sagt, dass er/sie endlich mal Geld verdienen möchte, um was Teures zu kaufen oder um Anerkennung zu bekommen etc., dann sollte diese(r) sich fragen, ob er/sie wirklich aus intrinsischen Gründen eine Idee voranbringen möchte und für den Gründungsprozess bereit ist. Ernsthaftes Business sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Stattdessen sollte man wirklich aus einer reifen Denkweise heraus mit der Gründungsumsetzung beginnen. Letztendlich empfehle ich nicht zu gründen, wenn man wirklich nur das Geld, die teuren Klamotten usw. im Blick hat. Natürlich kann das ein Motiv sein, aber bitte nicht der primäre Grund.

Du bist du

Schlussendlich bleibt noch das oben erwähnte Autoritätsargument. Ich bin ehrlich: Natürlich kann man es auch ohne einen Abschluss zu etwas Großem bringen. Es sind jedoch nur extrem wenige, die das schaen. Mark Zuckerberg, Bill Gates und Co. sind Ausnahmen und gehören zu den wenigen Prozent, die sich etwas weltweit Großes aufgebaut haben. Mein Rat: Man sollte stattdessen lieber auf sich selbst schauen, da es nicht unbedingt empfehlenswert ist, sich mit anderen Leuten zu vergleichen.

Fazit

Letztendlich steht ferst, dass man natürlich viel weniger Zeit hat, wenn man nach der Schule nach Hause kommt und anfängt, an einer Idee zu arbeiten, die etwas verändern soll. Aber viele Gründe, es sich vermeintlich leichter machen zu wollen, sind zum Teil lediglich Ausreden. Vor allem als Gründer*in sollte man immer nach Lösungen suchen, statt nur die Probleme zu betrachten. Es gibt durchaus gute Argumente, den Schulabschluss zu machen und zeitgleich das Gründungsvorhaben zu starten. Spätestens, wenn es mit dem Gründen nicht funktioniert, eröffnet der schulische Abschluss viele Möglichkeiten.

Was ich mit all dem sagen möchte? Ganz klar: Gründer*innen, macht euren Schulabschluss! Ich würde es so gut wie niemandem empfehlen, die Schule abzubrechen. Lediglich ein Prozent der Jungunternehmer*innen, die sich parallel zur Schule ein wirklich festes Standbein aufgebaut haben, von dem sie gut leben können und das längerfristig tragfähig erscheint, sollten es in Betracht ziehen, der Schule den Rücken zu kehren – auch ohne Abschluss.

Spezialanfertigungen für Startups

Worauf ist zu achten, wenn Dinge benötigt werden, die nicht von der Stange kommen – also Sonder- beziehungsweise Spezialanfertigungen?

Copy und Paste ist nichts, was in der Startup-Branche wirklich durchsetzungsfähig ist. Es geht darum, neue Wege zu beschreiten, besondere Lösungsansätze zu finden und Kreativität und Innovation ganz oben auf die Liste der Ziele zu setzen. Das ist natürlich Fluch und Segen zugleich, denn einerseits verändert man die Welt, andererseits ist die Welt nicht immer dafür bereit.

Das bedeutet, dass sowohl in der Produktion als auch im täglichen Geschäft möglicherweise Dinge benötigt werden, die nicht von der Stange kommen – also Sonder- beziehungsweise Spezialanfertigungen. Diese können physische Produkte im Herstellungsprozess sein, aber auch individualisierte Softwarelösungen fallen in diese Kategorie.

Spezialanfertigungen in der Produktion

Das Problem mit speziellen Produkten ist, dass sie nun mal nicht massenweise produziert werden – das hebt den Preis an. Doch Gründer sind sich dieser Situation meist bewusst und wollen es trotzdem versuchen. Dann brauchen sie Partner, die Spezialanfertigungen liefern, die bei der Umsetzung der eigenen Vision helfen.

Sondervarianten können unterschiedlich aussehen. Manchmal sind es Kleidungsstücke aus einem bestimmten Stoffmix, manchmal eher Flaschen in besonderen Formen oder aber Spezialschrauben vom Experten. Wie man aus diesen Beispielen sieht – manchmal ist eine Sonderanfertigung schon das Produkt, das am Ende verkauft oder nur noch minimal verarbeitet wird. Oder aber es sind wie im Falle der Spezialschrauben Teile nötig, um die Eigenproduktion überhaupt erst zu ermöglichen.

Wichtig ist bei der Suche nach einem Zulieferer, dass man sich professionell präsentiert. Erfahrene Unternehmer wissen, dass die Zusammenarbeit mit Startups Risiken beinhaltet. Deshalb ist der erste Eindruck wichtig. Doch man darf auch selbst Ansprüche haben – auf keinen Fall sollte man nur wegen eines guten Preises den erstbesten Geschäftspartner wählen, bei dem aber die Chemie so gar nicht stimmt.

Das Besondere im Unternehmen

Neben den notwendigen Spezialanfertigungen, die die Produktion überhaupt erst ermöglichen, gibt es auch noch Sonderanfertigungen, die nicht das Überleben des Startups bedingen. Sie sind eher dazu da, Identität und Wiedererkennungswert zu schaffen.

Das können beispielsweise Werbegeschenke sein. Diese zu individualisieren, ist ein erster Schritt, um sich von ähnlichen Unternehmen zu unterscheiden und ein wenig Aufmerksamkeit zu erhalten. Neben klassischen Werbegeschenken wie Kugelschreibern oder Einkaufschips kann man mithilfe eines Druckservices vielleicht auch Dinge bedrucken, die nicht so weit verbreitet sind, wie Kopfhörer oder Fitnessgeräte.

Besonderheiten gibt es auch für das Büro:

  • Wandmalerei für Aufenthaltsraum
  • höhenverstellbare Tische und Stühle
  • Gründertoken (z.B. Münze oder Plakette)
  • Namensschilder

Die Besonderheiten im Büro helfen nicht nur Besuchern des Startups, sondern auch den Mitarbeitern dabei, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren. Diese müssen nicht immer Sonderanfertigungen sein, aber so kann nun mal das gewisse Etwas in die Büroräume kommen.

Nicht-physische Sonderanfertigungen

Wichtiger als die Gestaltung oder mögliche Werbegeschenke sind individuelle Produkte, die nicht physisch sind. Darunter fallen zum Beispiel Softwarelösungen. Denn nicht alle Startups wollen greifbare Produkte vertreiben. Auch Anwendungen und Programme können Grundlage für ein Unternehmen sein.

Häufig werden Apps innerhalb des Unternehmens entwickelt und müssen somit nicht extern beschafft werden. Doch es gibt auch Situationen, in denen es sinnvoll sein kann, sich Hilfe von außen zu holen. Beispielsweise, wenn ein bestimmter Produktionsablauf automatisiert werden soll oder wenn die Integration von Code in eine bestehende Website oder Anwendung Schwierigkeiten bereitet.

Auch eine Website kann als Sonderanfertigung gelten. Denn eine Website mit Wiedererkennungswert stammt meist nicht aus dem Baukasten. Design, Funktionen, Inhalte, Shops – all das kann ebenfalls durch Dienstleister speziell für das Startup gestaltet werden. Möglicherweise kann man hier schauen, ob man nicht auf Freiberufler oder auch andere Startups setzt, um sich gegenseitig zu unterstützen und auch langfristige Partnerschaften zu knüpfen, die sich später noch einmal auszahlen.

Tipps zum Aufbau deines Online-Business

Wie schafft man es, sein eigenes Online-Business ohne übermäßig große Kosten und unverhältnismäßgen Aufwand ins Digitale zu heben und zum Erfolg zu machen? Dieser kleine Leitfaden hilft dabei.

Der Online-Handel erlebt durch Corona einen regelrechten Boom: Im Vergleich zum Vorjahr ist der B2C-E-Commerce in Deutschland um rund 23 Prozent gestiegen. Dabei wird online längst nicht mehr nur mit physischen Gütern gehandelt, sondern mit Ideen, Visionen, Kreativdienstleistungen, der eigenen Zeit u.v.m. Ob Yoga-Business, Online-Deli, Paartherapie, Online-Design-Shop, Online-Galerie, eigene Portfolio-Seite u.v.m. – Junge Unternehmer*innen können mittlerweile wirklich jede Geschäftsidee online abbilden.

Aber wie schafft man es, sein eigenes Business ohne große Kosten und Aufwand ins Digitale zu heben und zum Erfolg zu machen? Diese Basics sind dabei auf jeden Fall zu beachten:

Schritt 1: Gute Vorbereitung ist alles

  • Finde deinen Namen: Storytelling is key! Er sollte möglichst unverwechselbar sein, eine Geschichte erzählen und auch über Suchmaschinen gut auffindbar sein.
  • Eine klare Strategie: Mach dir direkt zu Beginn klar, was du anbieten möchtest: deine Kunst, ein physisches Produkt, eine Kreativdienstleistung, Kaffee, Yoga-Kurse, Tattoos, Catering? Was unterscheidet dich von deinen Mitbewerbern? Deine Website ist die perfekte Bühne, um das was dich ausmacht, zum Ausdruck zu bringen.
  • Mach dich unverwechselbar: Es kommt darauf an, was du sagst, aber eben auch, wie du es sagst. Mach dir, neben Ansprache und Tonalität, Gedanken zu Farbgebung, Schriftarten und Design. Aber keine Panik – Website-Baukästen greifen dir in Sachen Design unter die Arme. 
  • Pro-Tipp: Lege ein Dokument mit deinen Markenrichtlinien an und sammle dort Farben, Schriftarten, Kernbotschaften etc.

Phase 2: Website erstellen

  • Trial and error: Mit Website-Baukästen kann jede(r) auch ohne Programmierkenntnisse eine professionell gestaltete Website bauen. Dank einer kostenlosen Testphase kann man sich erst mal entspannt ausprobieren.
  • Mach es offiziell: Spätestens jetzt solltest du deine URL festlegen. Du musst diese nicht unbedingt bei einem Domain-Anbieter buchen, sondern kannst das oft auch direkt bei einem Website-Baukasten System erledigen.
  • Choose your look: Entscheide dich für ein Template und passe Farben, Schriften, Bilder und Text individuell an dein Business und deine Persönlichkeit an. 
  • Keine Foto-Sorgen: Du hast (noch) nicht genug eigenes Bildmaterial? Schau dich bei kostenlosen Datenbanken wie unsplash oder Foto-Agenturen wie Getty um. Bei manchen Anbietern von Website-Baukästen sind beide direkt ins Tool integriert, so dass du passende Bilder nahtlos einfügen kannst.
  • Integriere deinen Shop: Nutze die E-Commerce-Integrationen, wenn du etwas verkaufen möchtest oder binde ein Terminbuchungstool ein für dein Restaurant, Deli, dein Massageangebot u.v.m.
  • Pro-Tipp: Wenn du deine Fotodateien für deine Website sammelst, empfiehlt es sich, sie mit entsprechenden Keywords umzubenennen. Das kann dir bei der Suchmaschinenoptimierung helfen.

Phase 3: Sorge dafür, dass man über dich spricht

  • Zeige, dass es dich gibt: Integrierte Marketing-Tools bringen Traffic auf deine Website und sorgen dafür, dass deine Zielgruppe über dich spricht. Integrierte SEO-Tools messen und erhöhen deinen Erfolg.
  • Teile deine Arbeit mit deinen Followern: Binde deine Social-Media-Kanäle ein, teile deine Social-Inhalte direkt auf deiner Website und verkaufe via Social (z.B. über den Instagram-Shop).
  • Mach‘s deinen Kund*innen so komfortabel wie möglich: Erstelle exklusive Mitgliederinhalte, mit denen du deine Online-Community aufbauen und zusätzliche Einnahmen erzielen kannst.
  • Pro-Tipp: Mit der App Unfold kannst du Social Media Posts in deinem eigenen Stil erstellen und für ein einheitliches Markenbild sorgen.

Den kompletten Squarespace-Leitfaden für den Aufbau eines Online-Business findest du hier

Was Gründer*innen von der Musikwelt lernen können

Musik und Unternehmertum werden selten miteinander in Verbindung gebracht, und doch sehen sich die Akteur*innen vielen ähnlichen Herausforderungen gegenüber. Dirigent und Entrepreneur Boian Videnoff gibt Einblicke in beide Welten.

Teamwork als aufmerksames Interagieren

In einem Orchester steht vor allem eine Aufgabe und Herausforderung im Vordergrund: Einheit in der Vielfalt herzustellen. Von der Piccoloflöte bis hin zum Kontrabass kommen die verschiedensten Instrumente, gespielt von den unterschiedlichsten Menschen, zusammen, um eine harmonische Einheit zu bilden. Das ist nur möglich, wenn ein(e) Dirigent*in zuvor durch akribische Analyse des Werks eine klare musikalische Richtung und Vision ausgearbeitet und diese zusammen mit allen Musizierenden einstudiert hat.

Genauso können auch die Mitarbeitenden eines Start-ups nicht effektiv zusammenarbeiten und ein erfolgreiches Produkt entwickeln, wenn sie nicht durch die Vision der Gründer*innen geleitet und in eine gemeinsame Richtung geführt werden. Für diese Zusammenführung und das erfolgreiche Teamwork unterschiedlicher Akteure ergibt sich beim Musikorchester nun eine Besonderheit. Hier sind die einzelnen Musizierenden viel sensibler dem Output der jeweils anderen ausgesetzt und müssen bzw. können so auch viel schneller darauf reagieren und sich entsprechend anpassen. Damit das Projekt „Einheit in der Vielfalt“ funktionieren kann, müssen alle Instrumentalist*innen in Echtzeit hören und verstehen, was gerade im gesamten Orchester passiert, und sich dynamisch darauf einstellen. Dabei geht es nicht nur um eigenes Nachjustieren, sondern auch um eigenverantwortliches Interagieren mit den anderen Orchestermitgliedern. Zum Beispiel könnte es sein, dass ein(e) Sitznachbar*in unbewusst in eine musika­lische Richtung geht, die das gesamte Ensemble auseinander werfen könnte, und entsprechend wieder ins Boot geholt werden muss.

Learning für Gründer*innen: Während in einem Orchester Unstimmigkeiten und „Missklänge“ innerhalb des Teams sofort hörbar sind und von aufmerk­samen Musizierenden schnell erfasst und korrigiert werden können, stellt sich dies in einem Unternehmen viel schwieriger dar. Hier sollte daher eine Kultur des aktiven „Zuhörens“ anderer Teammitglieder etabliert werden, damit niemand aneinander vorbei arbeitet, sondern die interaktive Kooperation in eine gemeinsame Richtung gelingt.

Das Niveau des Teams hängt vom schwächsten Mitglied ab

Dadurch, dass der Output eines jeden Orchestermitglieds deutlicher hörbarer ist als in einem Unternehmen, bestätigt sich in der Musik häufig auch ein weiterer Aspekt von gutem Teamwork: „Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.“ Diese Wahrheit ist dank ihrer kaum zu ignorierenden Konsequenzen für den Gesamtklang fest im Bewusstsein jedes Orchestermitglieds verankert. Wenn auch nur eine Person nicht auf dem gleichen Qualitätslevel wie die restlichen Musizierenden ist, dann zieht sie automatisch das Niveau des kompletten Orchesters herunter. Das Gleiche gilt letztlich auch in einem Start-up: Sämtliche Teammitglieder müssen Top-Qualifikationen besitzen und ihr Bestes geben, damit Qualität und Output des gesamten Teams stimmen und die gewünschten Ziele erreicht werden können. Nur besteht hier wieder die Problematik, dass es im Gegensatz zu einem Orchester länger dauern kann, bis Qualitäts- oder Leistungsdefizite innerhalb des Teams auffallen und sich in den Ergebnissen bemerkbar machen. In der Zwischenzeit haben dann entweder andere Teammitglieder die Schwächen versucht auszugleichen oder es ist sogar schon zu irreversiblen Fehlern gekommen.

Learning für Gründer*innen: Gerade bei Start-ups, die mit neuen Geschäftsideen und technologischen Innovationen auftrumpfen müssen, um erfolgreich wachsen zu können, muss jedes Mitglied im Team ausnahmslos gute Leistungen erbringen. Um „schwer herauszu­hörende“ schwache Glieder in der Kette zu vermeiden, ist das Recruiting daher extrem wichtig. Hier sollten Gründer*innen besonders sorgfältig vorgehen und ein Team aufbauen, das durchgehend das gleich hohe Niveau erreicht.

Leistung durch Leidenschaft und Fleiß

Kommen wir nun von Aspekten des Teamworks hin zur Frage, wie jede(r) Einzelne in einem Orchester oder Start-up die für den Gesamterfolg nötige Qualität abliefern kann. Dabei gibt es in der Musikwelt zunächst ein weit verbreitetes Missverständnis des Verhältnisses von Talent und Fleiß. Viele denken, dass das musikalische Talent den Hauptaspekt einer erfolgreichen Laufbahn ausmacht – und sicherlich ist Talent die entscheidende Grundvoraussetzung hierfür. Letztlich macht dieser Aspekt aber insgesamt nur fünf Prozent aus – der Rest sind Leidenschaft und extrem viel Fleiß.

Es bringt also nichts, wenn jemand noch so talentiert ist und zum Beispiel eine Melodie wunderschön phrasiert, dann aber gleichzeitig an einer anderen technischen Passage stolpert. Vom Anfang bis zum Ende muss eine grundlegende Qualität gewährleistet sein, die sich nur mit sehr viel Arbeit erreichen lässt. Um hierfür so viel Fleiß wie möglich aufbringen zu können, braucht es entsprechend viel Leidenschaft für die Musik. So wundert es kaum, dass professionelle klassische Musiker*innen oftmals eine innige Beziehung zu ihrem jeweiligen Instrument aufbauen und diesem den Großteil ihrer Lebenszeit widmen.

Learning für Gründer*innen: Neben den grundlegenden Qualifikationen und Skills müssen alle Teammitglieder auch den nötigen Fleiß zeigen, um hervorragende Leistungen erbringen zu können. Hierzu sollte wiederum beim Recruiting darauf geachtet werden, dass bereits eine Leidenschaft für das Thema und die Geschäftsidee des Start-ups vorhanden ist. Darüber hinaus können Gründer*innen auch positiven Einfluss auf das Team ausüben, indem sie ihre eigene Vision klar und mitreißend vermitteln und so regelmäßig neue Leidenschaft für das gemeinsame Ziel entfachen.

Details machen den Unterschied zum Mittelmaß aus

Aus den vorangegangenen Absätzen wurde bereits eine zentrale Parallele zwischen Orchestern und Start-ups klar: der Drang und das Ziel, gemeinsam Außergewöhnliches zu erreichen. Jedes Orchester arbeitet permanent am perfekten Einklang und vollendeten musikalischen Moment, während jedes Start-up mit keinem geringeren Anspruch antritt, als mit seinem Produkt oder seiner Dienstleistung den eigenen Markt zu revolutionieren. Dabei stellt sich jedoch die Frage, woran sich dieses Außergewöhnliche bereits während des Prozesses erkennen lässt und was letztlich den Unterschied zu einer mittelmäßigen Performance oder einem ausbleibenden Markterfolg ausmacht.

In der Musikwelt lautet die Antwort eindeutig: Details. Während Laien oftmals keinen großen Unterschied zwischen verschiedenen Interpretationen einer Sinfonie oder unterschiedlichen Weltklasse-Orchestern wie den Berliner Philharmonikern oder den Wiener Symphonikern erkennen, hören Expert*innen und Profis zahlreiche Details heraus. Hat man sich Zeit genommen für eine bestimmte harmonische Wendung, für die motivische Bedeutung einer melodischen Passage oder für den besonderen Klangcharakter einer Instrumentengruppe?

Um diese Feinheiten in den gemeinsamen Proben genau herauszuarbeiten, braucht es Dirigent*innen, die sowohl den Blick und das Ohr für die Details haben, als auch das große Ganze überschauen können. Da der Orchesterzusammenklang sehr komplex ist, müssen sie das Talent besitzen, Zusammenhänge zu erkennen, wo andere sie vielleicht nicht sehen, sowie schnelle Lösungen zu finden und anzubieten. Genau die gleichen Fähigkeiten sind letztlich auch bei der Führung von Start-ups gefragt.

Learning für Gründer*innen: Der Erfolg eines Start-ups hängt von den Details und deren Einbettung in die übergreifende Geschäftsidee ab. Gründer*innen müssen deshalb gleich den Dirigent*innen einen Blick für die Feinheiten haben und überall dort einspringen, wo sie und ihre besondere Art des lösungsorientierten und visionären Denkens benötigt wird.

Der Autor Boian Videnoff ist sowohl Chef-Dirigent der Mannheimer Philharmoniker als auch Gründer des Berliner KI-Start-ups Enote, das digitale Notenblätter einfacher zugänglich, bezahlbarer und interaktiver macht, www.enote.com