VCs for Female Founders


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Initiative zur Unterstützung weiblicher Gründerteams gelauncht - 38 Partner rufen "VCs for Female Founders" ins Leben.

Weibliche Gründerteams sind in Deutschland noch immer stark unterrepräsentiert. Die Gründe hierfür sind vielfältig, lassen sich unter anderem auch mit einer Diskrepanz bei der Finanzierungsfrage erklären. Frauen haben es schwerer als Männer, einen Investor für ihre Idee zu gewinnen.

50,6 Prozent aller Menschen, die 2020 in Deutschland leben, sind weiblich (Statista 2020). Ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis, das sich so allerdings nicht in der Gründerszene widerspiegelt. Nur 15,7 Prozent aller GründerInnen in Deutschland sind weiblich. Wie die aktuelle Ausgabe des Female Founders Monitor berichtet, liegt ein Kernproblem in der Finanzierungsfrage.

Diskrepanz bei der Finanzierungsfrage

Mehr als 56 Prozent aller Gründerinnen haben Probleme, überhaupt Zugang zu Investoren und deren Netzwerk zu bekommen – und das, obwohl weiblich geführte Start-ups nachweislich mehr Gewinn bringen als solche mit männlichen Gründern. Dass dennoch nur fünf Prozent aller weiblichen Gründerteams, dafür aber knapp ein Drittel aller männlichen Gründer, bereits von Finanzierungsrunden mit einem Investitionsvolumen von mehr als einer Millionen Euro profitiert haben, zeigt, wie ungleich Venture Capital in Deutschland verteilt ist.

Um den ersten Schritt in eine gerechtere Zukunft zu gehen und ambitionierte Frauen zu einer Gründung zu ermutigen, rufen der führende Berliner Frühphaseninvestor APX und der Startup-Fond für die Neue Industry JOIN Capital die Initiative „VCs for Female Founders“ ins Leben. Erstmalig bringt diese 38 erfahrene Investoren, darunter Intel Capital, SamsungNext, Speedinvest und UnternehmerTUM zusammen, um Gründerinnen und gemischte Gründerteams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf ihrem Weg zu unterstützen.

Das volle Gründerinnen-Potenzial ausschöpfen

„Chancengleichheit ist vielschichtig und lässt sich natürlich nicht an einem Nachmittag herstellen“, erklärt Melanie Schröder, Director Portfolio und Finance bei APX. „Wir verstehen unser Engagement als einen ersten Schritt in die richtige Richtung und möchten dazu beitragen, dass Gründerinnen ihr volles Potenzial entfalten können. Entscheidend dafür ist die Erkenntnis bei InvestorInnen, dass Investments in von Frauen geführte Start-ups wirtschaftlich sehr erfolgreich sein können.”

Die Initiative richtet sich an weibliche Gründerinnen und gemischte Gründerteams mit digitalem Geschäftsmodell, die sich in der Frühphase vor der Series A-Finanzierung befinden und ihren Hauptsitz in der DACH-Region haben. Im Rahmen individueller Gespräche beraten die teilnehmenden InvestorInnen Gründerinnen in Finanzierungsfragen, arbeiten mit ihnen an überzeugenden Pitch-Strategien und stellen Kontakte zu führenden Fonds her.

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