Umweltwirtschaftspreis.NRW 2022 – jetzt bewerben!


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In diesem Jahr wird der Umweltwirtschaftspreis.NRW zum zweiten Mal ausgeschrieben. Der Wettbewerb richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen der Green Economy mit Sitz in Nordrhein-Westfalen. Bis zum 10. April 2022 können sich Unternehmen aus den acht Teilmärkten der Umweltwirtschaft mit innovativen Produkten und Dienstleistungen bewerben. Auf die Gewinner*innen warten Preisgelder in Höhe von insgesamt 60.000 Euro.

Nachhaltig wirtschaften - Klimaschutz ganz praktisch angehen

Klimaschutz im eigenen Betrieb umzusetzen und damit auch noch wirtschaftlich zu wachsen. Wie das geht, zeigen die Sieger des Wettbewerbs Umweltwirtschaftspreis.NRW 2020:

Dr. Christian Schwarz, Christian Grotholt und Niels Pöppel sind Role Model für Mittelständler, die Klima- und Umweltschutz im eigenen Betrieb umsetzen wollen. Alle drei sind Unternehmer der Green Economy und haben mit ihren grünen Geschäftsmodellen gezeigt, dass Ökonomie und Ökologie aufs Engste miteinander verknüpft sein können. Alle drei landeten beim Umweltwirtschaftspreis.NRW 2020 auf dem Siegerpodest. Den Wettbewerb lobte die NRW.BANK, die Förderbank für Nordrhein-Westfalen, gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen Umweltministerium vor zwei Jahren erstmalig aus.

Numaferm

Dr. Christian Schwarz, Mitgründer von Numaferm, und seine Teamkollegen schafften es bei dem Wettbewerb auf Platz eins. Der Biotech-Dienstleister aus Düsseldorf entwickelte ein bio-basiertes, besonders umwelt-, ressourcen- und noch dazu kostenschonendes Verfahren für die Herstellung von Peptiden und Proteinen. Wegen ihrer einzigartigen Eigenschaften kommen diese in den verschiedensten Anwendungen in vielen Industrien zum Einsatz – darunter etwa in der Pharma-, Kosmetik-, Tiermedizin- und Agrarwirtschaftsindustrie.

2G Energy

Christian Grotholt, Chef der 2G Energy AG, dem Zweitplatzierten beim Umweltwirtschaftspreis.NRW 2020, treibt von Heek im Münsterland aus die Energiewende mit voran. 2G baut dezentral installierbare Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen. Diese lassen sich nicht nur mit Erd- oder Biogas betreiben, sondern auch mit Wasserstoff, der aus überschüssiger Solar- und Windkraftenergie gewonnen wurde.

REGUPOL

Platz 3 belegte Niels Pöppel, Gesellschafter des Familienunternehmens REGUPOL BSW aus Bad Berleburg. Der Anbieter von Sport- und Fallschutzböden, Antirutschmatten und Produkten zur Trittschalldämmung stellt fast alle seine Produkte zu 75 bis 90 Prozent aus recycelten polymeren Rohstoffen her.

Innovator*innen gehören ins Rampenlicht!

„Mit dem Umweltwirtschaftspreis.NRW stellen wir Innovatoren ins Rampenlicht, die in besonderem Maße Ressourcenschonung, Klima- und Umweltschutz mit wirtschaftlichem Erfolg vereinen“, sagt Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK. „Ihnen allen ist gemein, dass sie Impulse geben, die gesamte Wirtschaft hin zu einer sowohl nachhaltigeren als auch marktwirtschaftlich erfolgreichen und deshalb zukunftsfähigeren Green Economy zu entwickeln.“

Gut für die Wirtschaft – besser für die Umwelt

Jetzt bewerben: Bis zum 10. April 2022 können sich Unternehmen aus den acht Teilmärkten der Umweltwirtschaft mit innovativen Produkten und Dienstleistungen für den Umweltwirtschaftspreis.NRW bewerben. Auf die Gewinner*innen warten Preisgelder in Höhe von insgesamt 60.000 Euro.

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Gründer*in der Woche: KIRIMANUFAKTUR - modulare Möbel aus Kiri-Holz

Die KIRIMANUFAKTUR, 2021 von Paul Helmeth in München gegründet, hat sich auf die Verarbeitung von nachhaltig in Europa angebautem Kiri-Holz spezialisiert. Wie er dieses besondere Holz für sich entdeckt hat und was Paul daraus fertigt, erfahrt ihr im Interview.

Wann und wie bist du als Pilot im Hauptberuf auf die Idee gekommen, zu gründen bzw. "etwas in Holz" zu machen?

Die nebenberufliche Selbstständigkeit war schon seit Jahren mein Ziel, dabei bietet es sich natürlich immer an aus seinem Hobby einen Beruf zu machen. Die Pandemie war hierfür der perfekte Zeitpunkt, da die Flugzeuge innerhalb weniger Wochen am Boden standen. Als Autodidakt im Möbelbau und mit über 25 Jahren Erfahrung im Holzbau stellte sich „nur“ die Frage: Womit am besten?

Wie bist du dann auf Kiri-Holz gekommen?

Die Wahl des Holzes war kein Zufall, vielmehr hat mich ein langjähriger Freund darauf gebracht – Peter Diessenbacher. Er ist Miteigentümer und Mitgründer des europäischen Marktführers im Kiri-Holz-Bereich, der WeGrow AG. Dabei hat mich das Kiri-Holz von vorne rein durch seine vielen positiven Eigenschaften überzeugt.

Welche Eigenschaften sind das?

Zum einen ist es extrem leicht: mit 270kg/m3 ist es fast halb so schwer wie vergleichbares Bauholz wie Fichte oder Kiefer mit 480kg/m3 – bei ähnlicher Stabilität. Für mich ebenfalls entscheidend ist die homogene Oberfläche, da es nahezu astfrei ist und somit einfach zeitlos. Hinzu kommt die hohe Formstabilität, der hohe Flammpunkt und der hohe Dämmwert, der sich durch den Lufteinschluss der wabenförmigen Struktur ergibt.

Neben den Materialeigenschaften ist Nachhaltigkeit bei der Wahl des Rohstoffes von zentraler Bedeutung. Der Kiri-Baum bindet CO2 wie kaum ein anderer Baum. Auf den Plantagen in Europa wird bis zu viermal so viel CO2 gebunden im Vergleich zu einem europäischen Mischwald. Als Alternative zu Tropenhölzern, schont der Anbau auf Plantagen heimische Wälder und reduziert deren Nutzungsdruck. Hinzu kommt, dass der Kiri-Baum als Pionierpflanze keine nährstoffreichen Böden benötigt. Durch seine großen Blätter entsteht jedoch mit der Zeit nähstoffreicher Humus, mit welchem sich dann weitere Pflanzen und Lebewesen ansiedeln - wie geschaffen für heimische Blumen und Gräser.

Als am schnellsten wachsender Laubbaum der Welt wächst der Kiribaum im ersten Jahr bis zu sechs Meter hoch. Nach fünf bis sechs Jahren werden die ersten Bäume geerntet, nach acht bis zehn Jahren haben sie einen Stammdurchmesser von bis zu 40 cm. Nach der Ernte treibt der Baum erneut aus dem Stumpf heraus aus. Viele Generationen hintereinander kann der Baum so geerntet werden und die Pflanzenwelt darunter bleibt unberührt. Das Wurzelwerk bleibt in Takt und speichert die Feuchtigkeit nach dem Regen viele Meter tief. So verbessert er ganz nebenbei das Mikroklima in Trockengebieten.

Gründer*in der Woche: GoodBytz – der intelligente Robotic-Sous-Chef

Das Hamburger Food-Tech-Start-up GoodBytz entwickelt intelligente Küchenassistenz-Roboter, mit deren Hilfe Köch*innen mehr Freiraum u.a. für kreative Dinge erhalten sollen. Mehr zu dem innovativen Konzept erfahrt ihr im Interview mit GoodBytz-CEO Dr. Hendrik Susemihl.

Wann und wie bist du zusammen mit Kevin und Philipp auf die Idee gekommen, einen Küchenassistenz-Roboter zu entwickeln?

Wir alle waren in den vergangenen Jahren beruflich immer viel unterwegs und haben dabei irgendwann festgestellt, dass wir uns oft bei To-Go oder Lieferessen nur sehr ungesund ernähren konnten. Auch die Qualität des Essens ließ häufig zu wünschen übrig. Irgendwann haben wir uns gefragt, woran das liegen könnte und festgestellt, dass die Gastronomie vor enormen Herausforderungen, wie z.B. dem Fachkräftemangel steht. Da wir zusammen seit vielen Jahren gemeinsam Roboter entwickeln, haben wir schnell erkannt, dass dies die perfekte Lösung für viele Probleme ist, da so nicht nur eintönige, ungesunde und unattraktive Arbeiten übernommen, sondern auch das notwendige Know-how leicht skaliert werden kann. Als uns das Potenzial hierbei klar geworden ist, haben wir kurze Zeit später GoodBytz gegründet.

Was waren die wichtigsten Steps von der Gründung bis zur in Kürze bevorstehenden ersten Pilotphase?

Begonnen haben wir mit Bootstrap und einer Förderung des IFB Hamburg InnoFounder Programms. Mit diesem Geld wurde unser erster Prototyp in gut drei Monaten entwickelt, welcher bereits frische Gerichte in wenigen Minuten voll automatisch zubereiten konnte. Eine erste Herausforderung war zu Beginn der Deep Dive in die Food Industrie, zu der wir bis dahin keinerlei Zugang hatten. Glücklicherweise sind wir sehr schnell auf viele Experten aus allen Bereichen gestoßen und konnten so den Produktfokus schärfen sowie den Markt tiefer durchdringen.

Die nächste Hürde bestand darin, als Hardware-Tech-Company Investoren zu gewinnen, was für viele Gründer die Hardware entwickeln, denke ich, eine Herausforderung darstellt. Da wir den Ansatz verfolgen, immer nach Wegen zu suchen, wie wir auch mit Hardware schnelle Iterationszyklen vergleichbar mit Softwareprodukten realisieren können, ist uns dies jedoch mit unserer Seed Runde und dem Investment von Oyster Bay Venture Capital Anfang des Jahres in kurzer Zeit gelungen.

Was ist das Besondere an euren Küchenassistenz-Robotern, was leisten sie und wo sollen sie zum Einsatz kommen?

Wir sehen Roboter als Tool, um Menschen zu unterstützen. Damit sie dies tun können, müssen sie auch von jedem bedient und programmiert werden können. Unser Fokus richtet sich dabei auf den B2B-Sektor. Jeder Zubereitungsschritt ist bei unserem System in Module aufgeteilt, welche in kürzester Zeit in verschiedenen Konfigurationen aufgestellt und in Betrieb genommen werden können. Was die Systeme dann kochen, können unsere Kunden selbst entscheiden, indem sie über ein ganz einfaches UI eigene Rezepte und Zubereitungsschritte anlernen. Im Anschluss müssen nur noch die Kühlsysteme mit Lebensmitteln befüllt werden und los geht’s!

Um dieses Konzept schnell skalieren zu können, setzen wir nicht auf Sonderbauten, sondern integrieren Standard Profiequipment aus der Gastronomie. Unsere Roboter bedienen dann im Grunde Systeme und Geräte, welche in der Branche bereits lange erprobt und akzeptiert sind.

Die ersten Roboter werden vor allem in systemischen Konzepten wie z.B. dem Delivery Bereich oder in öffentlicher Infrastruktur und Mitarbeiterverpflegung zum Einsatz kommen. Mit modernen Food-Konzepten und dem Einbinden von diversen Food-Creatorn wollen wir dabei vor allem Plant-based und gesundes Essen pushen und massenzugänglich machen.

In einer ersten Seed-Runde habt ihr gerade 2,5 Millionen Euro eingesammelt. Glückwunsch zu diesem Erfolg! Was ist mit dem frischen Kapital geplant?

Vielen Dank! Wir sind sehr glücklich, einen Partner gefunden zu haben, der in Food-Technologien und -Produkte investiert, welche einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben. Mit dem Investment werden wir unsere Roboter weiterentwickeln und in Pilotprojekten am Markt erproben. Als ersten Schritt werden wir dazu ein eigenes Delivery Konzept in Hamburg betreiben, welches Endkonsumenten über die gängigen Plattformen bestellen können. Im zweiten Schritt bringen wir dann Systeme in B2B-Kunden betriebenen Konzepten an den Markt.

Was sind eure weiteren unternehmerischen Ziele?

Unser erstes Ziel ist es, hochwertiges und gesundes Essen überall und jederzeit auf Abruf verfügbar zu machen. Dazu schaffen wir in erster Instanz die erforderliche Roboterinfrastruktur in verschiedenen Konzepten an diversen Standorten.

Neben dem reinen Zubereiten von Gerichten zielen wir insbesondere auf das ganze digitale Ökosystem der Küche, also Warenwirtschaft, POS, Delivery Management und so weiter ab. Mit unseren Systemen im Zentrum lassen sich alle miteinander verknüpfen und so die gesamte Prozesskette vom Lebensmittelerzeuger bis zur Kundenexperience verbessern. Gleichzeitig schaffen wir eine nie da gewesene Datenlage, mit welcher wir bspw. Food-Waste verringern, automatisiert regionale Produkte ordern oder über Forecasting-Modelle und Empfehlungen für Menü-Optimierungen das Angebot je nach Region stetig optimieren und so Gastronomie als Ganzes profitabler gestalten können.

Und last but not least: Was willst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung mit auf den unternehmerischen Weg geben?

  • Der erste Tipp richtet sich vor allem an Gründer*innen, welche ebenfalls Hardwareanteile in ihren Produkten haben: Reduziert euer Produkt auf die wesentlichsten Funktionen, sodass ihr so schnell wie möglich zu Validierungen und Anwendungen bei echten Kunden findet. Nutzt dafür intensiv Technologien wie 3D-Druck und eigene Bearbeitungsschritte, um lange Lieferzeiten und hohe Kosten zu vermeiden. Nur so lassen sich kostenintensive Entwicklungsprozesse richtig steuern, da finanziell oft nur wenige falsche Entscheidungen möglich sind.
  • Die zweite Erfahrung kommt aus dem Talent Sourcing: Schaut vor allem auf das Potenzial zur Weiterentwicklung von neuen Talenten als nur auf die vorhandenen Qualifikationen. Start-Up heißt kontinuierlich zu lernen, also umgebt euch mit Menschen, die genau das gut können.
  • Als letztes kann ich euch nur die intensive Nutzung von digitalen Tools für Finanzen, Rechtliches, Aufgabenmanagement, Visualisierung, Personalwesen usw. ans Herz legen. Diese helfen euch die nötige Verwaltung so gut es geht zu automatisieren oder zu verschlanken, sodass ihr den Großteil eurer Zeit auf das Wichtigste eines jungen Unternehmens legen könnt – euer Produkt.

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Das Interview führte Hans Luthardt

6. EY Startup Academy – jetzt bewerben!

Start-ups aufgepasst: EY sucht Tech-Geschäftsmodelle mit Zukunftspotenzial. Bewerbt euch jetzt für die sechste Edition der EY Startup Academy.

Innovative Start-ups in der Frühphase ihrer Entwicklung können sich nun für die sechste Edition der EY Startup Academy bewerben. Start-ups, die die Alpha-Phase durchlaufen haben, bereits ein Minimum Viable Product oder einen Proof of Concept vorweisen können und innerhalb der nächsten 12 Monate eine Finanzierung anstreben, haben bis zum 31. August 2022 Zeit, sich anzumelden.

In dem sechswöchigen Programm erhalten die teilnehmenden Start-ups die Chance, ihr Geschäftsmodell mithilfe strukturierter Beratung von EY-Expert*innen zu verbessern. Die Gewinner*innen der EY Startup Academy, die im Closing Event am 17. November gekürt werden, erhalten ein Preisgeld und den Zugang zu einem hochkarätigen Netzwerk aus Unternehmen, Investor*innen und weiteren Akteur*innen aus dem Start-up-Ökosystem.

Im Herzen des Start-up-Ökosystems

In diesem Jahr startet das Programm am 15. September mit einem Investors Day und dem Pitch Contest der Start-ups – und das erstmals wieder physisch nach zwei Jahren, in denen das Programm rein virtuell stattfand. Aus einer Vorauswahl der eingegangenen Bewerbungen entscheidet eine mit den Partner*innen der EY Startup Academy besetzte Jury an diesem Tag, welche der Start-ups am vielversprechendsten sind und an der sechswöchigen Finalrunde teilnehmen können.

In den darauffolgenden mehr als 30 Veranstaltungen haben die teilnehmenden Start-ups die Chance, in Workshops, Training Events und Fireside Chats sowohl die EY-Expert*innen als auch die über 20 Partner*innen des Programms kennen zu lernen. Von Verbänden wie der Austrian Angels Investors Association oder den Business Angels FrankfurtRheinMan über Unternehmensvertreter*innen wie BERLIN-CHEMIE AG, Deutsche Bahn Digital Ventures, Deutsche Börse Venture Network, IBM, dem Sparkassen Innovation Hub, oder w&w brandpool bis hin zu Finanzinvestor*innen wie BlackWood Capital Partners, C3 Management, Dieter von Holtzbrink Ventures, neoteq ventures, seed + speed Ventures, SixThirty Ventures oder SpeedInvest decken die Partner*innen der EY Startup Academy das gesamte Spektrum des Ökosystems ab. Dies wird durch weitere, im Ökosystem gut vernetzte Akteur*innen wie Campus Founders, HIGHEST, TechQuartier und UPSTART komplementiert.

Ziele der EY Startup Academy

Mit der EY Startup Academy möchte EY Tech-Geschäftsmodelle mit Zukunftspotenzial bei ihrer Weiterentwicklung unterstützen. „Die EY Startup Academy bietet Gründern und Gründerinnen einen Zugang zu Kapitalgebern, Experten und potenziellen Kunden. In unseren Workshops vermitteln wir Start-ups Expertise zu wichtigen Fragestellungen rund um die wichtigsten Themen für ihre Entwicklung: von Klassikern wie Pitching und Finanzplan, bis hin zu Steuern, Buchhaltung und Bewertung, aber auch Vertrieb und Marketing. So können Start-ups ihre Investor Readiness schneller erreichen“, erläutert Dr. Francesco Pisani, Programmmanager der EY Startup Academy.

Asteria, Divizend, Finoa oder Finexity sind nur einige der Start-ups, die in den vergangenen Jahren an der EY Startup Academy teilgenommen haben und sich überaus erfolgreich entwickelt haben. Ihr wollt in diese Fußstapfen treten?

Watch & Build gewinnt den German Innovation Award in Gold

Gestern Abend wurden die Gründer von Watch & Build, eine 2021 gelaunchte Plattform für Aufbau-Anleitungen, mit dem German Innovation Award in Gold in der Kategorie „Excellence in Business to Business – Retail & Trade Solutions“ ausgezeichnet.

Für das 2021 gegründete Start-up Watch & Build sind "goldene Zeiten" angebrochen. Dafür hat am gestrigen Abend im Futurium in Berlin die Jury des German Innovation Award gesorgt. Denn das sechsköpfige Gremium hat dem Berliner Tech-Start-up, das Aufbauanleitungen für erklärungswürdige Produkte als Videos auf einer digitalen Plattform veröffentlicht, die renommierte Auszeichnung in Gold verliehen, und zwar in der Kategorie „Excellence in Business to Business – Retail & Trade Solutions“.

Der German Innovation Award zeichnet branchenübergreifend Produkte und Lösungen aus, die sich vor allem durch Nutzerzentrierung und einen Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen unterscheiden. Die „Watch & Build-Engine“ fällt als Self-Enabling-Plattform für Endverbraucher*innen voll in dieses Profil, wie die Jury in ihrer Preisbegründung erläutert: „Sie hilft Herstellerinnen und Herstellern verschiedener Branchen wie z B. Möbel und Einrichten, Haushaltsgeräte, Consumer Electronics oder Sport und Freizeit, für ihre Produkte eine gute und verständliche Montage- oder Bedienungsanleitung zu erstellen.“

Insbesondere lobt die Jury die Nutzer*innenfreundlichkeit der Anwendung: „Die Plattform wirkt äußerst durchdacht und überzeugt mit einer klaren, bedienfreundlichen Oberfläche, die durch eine kontextbezogene dynamische Verlinkung statische Elemente wie Bilder und Text mit Videos und Animationen kombiniert. Je komplexer ein Produkt ist, umso wichtiger ist eine gute Anleitung. Das verbessert die User Experience und auch die Hersteller*innen selbst profitieren davon, da Reklamationen und Retouren reduziert werden und die Bereitschaft der Kundinnen und Kunden, Produkt und Marke weiterzuempfehlen, steigt.“

Dass die Jury gleich im ersten Jahr nach dem Start von Watch & Build zur höchsten Auszeichnung gegriffen hat, erfüllt die beiden Gründer Arndt Rubart und Heinrich Erkens mit Stolz und Freude: „Wir möchten mit unserer Lösung dazu beitragen, die Customer Journeys in unterschiedlichen Konsumgüterbranchen zu optimieren. Wir sind sehr glücklich, dass die Expertinnen und Experten in der Jury das ebenfalls so bewerten“, sagt Arndt Rubart. Heinrich Erkens ergänzt: „Der Award verleiht uns einen kräftigen Schub für die nächsten Schritte von Watch & Build. Wir möchten den Self-Enabling-Ansatz auch am anderen Ende der Customer Journey ermöglichen. Konsumgütermarken und -hersteller sollen die Plattform zukünftig auch selbst managen können, wenn sie das wünschen, um die Verbraucher unabhängig und kosteneffizient mit ihren Montagevideos erreichen zu können.“

Wir suchen: (Junior-)Marketing/Sales/Events Manager:in (w/m/d)

Der brutkasten ist das Leitmedium des deutschsprachigen Innovations-Ökosystems mit Sitz in Wien, München und Berlin. Wir sind auf Wachstumskurs und suchen ab sofort Verstärkung für die zur brutkasten-Mediengruppe gehörenden Publikationen/Plattformen StartingUp und VentureCapital Magazin am Standort München:

(Junior-)Marketing/Sales/Events Manager:in (w/m/d) in Vollzeit

Und hier bekommst du schon Mal einen kleinen Vorgeschmack, welches Umfeld dich bei uns erwartet:

Wir kommunizieren mit unserer innovativen Zielgruppe bestehend aus Gründer:innen, Macher:innen, Start-ups, Unternehmer:innen, Investor:innen, Business Angels, Consultants, kurzum aus den Entscheider:innen von heute und morgen, tagesaktuell und multimedial über unsere Plattformen starting-up.de und vc-magazin.de, via Social Media (LinkedIn, Twitter, Facebook, Xing) und über unsere hochwertigen Print-/Online-Magazine. Entdecke und begleite mit uns die aktuellen und künftigen Top-Start-ups und werde Mitglied der innovativen Gründer:innen- und Venture-Capital-Szene!

Dein Umfeld, um erfolgreich zu sein

  • Du bekommst einzigartige Einblicke hinter die Kulissen eines jungen, schnell wachsenden Scale-Ups
  • Du hast erhebliche Entscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeiten und übernimmst eine äußerst verantwortungsvolle Rolle
  • Du hast die Möglichkeit zur Schwerpunktlegung des Aufgabengebietes nach Stärken/ Neigungen
  • Freue dich auf eine motivierende Arbeitsatmosphäre in einem engagierten Team
  • Home Office und zeitlich flexibles Arbeiten ist (in Absprache) möglich

Dein Aufgabengebiet

  • Aufbau und Pflege von Medienpartnerschaften und Event-Kooperationen
  • Betreuung und Gewinnung von Partner:innen und Werbekund:innen
  • Mitwirkung bei der Konzeption und Durchführung von (Online-)Events
  • Unterstützung der Online-Redaktion (Wordpress, Typo3)
  • Pflege der Social-Media-Kanäle
  • Teilnahme an Events aus der Start-up-Szene
  • Druckdaten-Verwaltung und Abstimmung mit dem Bereich Grafik/Website

Diese Skills bringst du mit

  • Abgeschlossenes Studium oder einschlägige Berufsausbildung
  • Ausgeprägtes Interesse bzw. erste Erfahrungen im Bereich Marketing/ PR/Events
  • Sicherer Umgang mit Google Workspace
  • Wortgewandtheit und Kreativität
  • Eine strukturierte Arbeitsweise und Organisationsgeschick
  • Gute Englischkenntnisse
  • Interesse an Start-up- und Investmentthemen

Art der Anstellung und Gehalt

Wir bieten eine unbefristete Festanstellung auf Vollzeitbasis, eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit hoher Eigenverantwortung und eine attraktive Arbeitsatmosphäre in einem dynamischen Team mit flachen Hierarchien.

Für die ausgeschriebene Stelle bieten wir ein Jahresgehalt von € 33.600,- brutto auf Vollzeitbasis mit der Bereitschaft zur Überzahlung, je nach Qualifikation.

Komm mit an Board und werde Teil eines top motivierten, engagierten Teams!

Wir freuen uns auf deine Bewerbungsunterlagen an unsere HR-Beauftragte Pia Windbichler: [email protected]

Gründer*in der Woche: GreenFor - für die Welt von morgen und die Kids von heute

Das Ziel des Thüringer Start-ups GreenFor ist es, Kitas, Schulen, Bildungseinrichtungen etc. durch fair gehandelte und abbaubare Verbrauchsprodukte auf Nachhaltigkeit umzustellen. Wie die Gründerinnen Franziska Seebauer und Manuela Büttner das schaffen wollen, erzählen sie uns im Interview.

Wann und wie seid ihr beiden auf die Idee zu GreenFor gekommen?

Franziska: Alles fing bei unserer Arbeit in der Kita an. Am Mittag beim Zähneputzen fragte mich ein Kind, warum ich mir denn mit einer „Holzzahnbürste“ die Zähne putze. Es war eine Bambuszahnbürste und die hat uns im Frühling 2020 zum Nachdenken angeregt.

Mit unseren Kindern sprachen wir viel über die Themen Umwelt, Natur und Nachhaltigkeit und sie waren super sensibel dafür. Wenn wir in der Natur waren, nahmen wir immer einen Müllbeutel mit, um den gefunden Müll einzusammeln. Auch Mülltrennung war für unsere Kinder ein Leichtes – warum dann nicht auch nachhaltige Produkte im Kita-Alltag einführen und nutzen?

Was waren dann die wichtigsten Steps von der GreenFor-Gründung bis zum Markteintritt (online und Vor-Ort-Service)?

Manuela: Ja, nach dem wir uns diese Frage gestellt hatten, lies sie uns auch nicht mehr los. Jede freie Minute recherchierten wir nach Produkten, Möglichkeiten und ob es da nicht schon jemanden gab, der sich auf Kitas und Schule spezialisiert hatte. Nachdem uns klar war, dass alle Plattformen und Onlineshops, die wir fanden, entweder super komplex waren, die Auswahl viel zu groß oder die Entscheidung zwischen wirklich nachhaltigen Produkten und Greenwashing nur schwer möglich war, gründeten wir im Oktober 2020, GreenFor.

Ein entscheidender Schritt war, Menschen zu finden, die uns in den Bereichen unterstützen, von denen wir nur wenig Ahnung hatten.

Weitere wichtige Schritte waren die Namensfindung, das Erarbeiten des Logos, die Websiteerstellung, Produktrecherche, Social-Media-Kanäle, Markenauftritt, Businessplan …

Auf den Punkt gebracht: Was ist das Besondere an GreenFor bzw. eurem Konzept und wer sind eure Kund*innen?

Franziska: Unsere Kund*innen sind Kitas, Schulen, SOS-Kinderdörfer, Unternehmen aber auch private Haushalte. Wir bieten alles kompakt auf einer Seite an, d.h. alles, was unsere Kund*innen an nachhaltigen, gut recherchierten Verbrauchsprodukten benötigen. Sie haben eine Zeitersparnis und wir die Möglichkeit, flächendeckend einen Mehrwert zu schaffen.

Das Konzept ist klar, der Nutzen auch. Doch wenn es dann darum geht, dass die Täger*innen einer Einrichtung mehr Geld investieren sollen, wird’s wahrscheinlich oft eng – oder nicht? Wie überzeugt ihr eure Kund*innen?

Manuela: Wir nutzen gern das Wort begeistern, überzeugen möchten wir unsere Kund*innen nicht. Sie wissen um die Problematik, in der unser Planet steckt, und sie wissen auch, dass wir handeln müssen. Ja, und die finanziellen Mittel sind natürlich ein Thema, jedoch darf man dazu sagen, dass einige Kommunen in Deutschland bereits in einer Transformation in Richtung Klimaneutralität stecken und diese bereits schrittweise umsetzen. Das ist natürlich eine gute Grundlage, da ist das Verständnis schon präsent und deren Umsetzung im Alltag leichter anzugehen.

Der Preis, den unsere kommenden Generationen zahlen werden, ist ein ganz anderer, wenn wir uns nicht zeitnah auf den Weg machen! Getreu unserem Motto: „Im Kleinen GROSSES bewirken!“

Wie habt ihr euch und damit die Startphase von GreenFor finanziert?

Franziska: In erster Linie mit Eigenkapital, Privatinvestor*innen aus Familie, Freundeskreis und mithilfe der BAFA-Förderung. Das erste Jahr nach der Gründung haben wir parallel zu GreenFor noch in unserem Job in der Kita gearbeitet, bis zu dem Zeitpunkt, wo beides miteinander zeitlich nicht mehr vereinbar war.

Erst jetzt haben wir einen Bankkredit bekommen, doch der Weg dahin war mehr als steinig und von Vorurteilen und veralteten Strukturen geprägt.

Was sind eure weiteren unternehmerischen To Do's und Ziele?

Manuela: Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, bis 2030 zwischen 25 und 30 Prozent aller Kitas und Schulen in Deutschland auf nachhaltig umgestellt zu haben. Das klingt viel, aber 30 Prozent sind noch nicht 100 Prozent und das sollte und wird das eigentliche Ziel sein.

Aktuell arbeiten wir an unserer Marketingstrategie, um noch mehr Menschen auf uns und die Problematik aufmerksam zu machen. Ich denke, ansonsten haben wir ähnlich Ziele wie viele andere Start-ups: Stabilität zu erreichen, noch weitere Unterstützung zu erhalten, z.B. in Form von Investor*innen mit einem größeren Netzwerk und Know-how, weitere Kooperationen mit nachhaltigen Unternehmen eingehen, die Etablierung auf dem deutschen Markt und darüber hinaus auf dem europäischen Markt sowie eigene Produkte anzubieten.

Und last but not least: Was wollt ihr anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung mit auf den unternehmerischen Weg geben?

Franziska: „Nach jedem Tief kommt ein Hoch!“ Ganz egal, wie steinig der Weg ist, wie groß die Hürden sind, es lohnt sich, dran zu bleiben. Scheut euch nicht davor, Fehler zu machen. Fehler gehören dazu und lassen euch lernen und wachsen. Netzwerken macht Spaß, es gibt tolle Netzwerke mit Menschen, die euch auf eurem Weg unterstützen. Fragt nach und vernetzt euch. Noch ein letzter Tipp: Manchmal hilft es wie Kinder zu denken, nicht in Problemen, sondern in Lösungen!

Hier geht's zu GreenFor

Das Interview führte Hans Luthardt

6 der reichsten Frauen der Welt und ihre Erfolgsgeschichte

Unter den vielen Milliardären, die sich jedes Jahr auf der Forbes-Liste befinden, gibt es immer auch ein paar Frauen. Viele der reichen Frauen haben geerbt, andere haben sich ihr Vermögen aber selbst aufgebaut. Wir stellen einige der reichsten Frauen der Welt vor und haben uns angesehen, wie sie es zu so viel Geld gebracht haben.

Françoise Bettencourt Meyers

Das Nettovermögen von Françoise Bettencourt Meyers wird im Jahr 2022 auf rund 66,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie ist eine französische Milliardärserbin – und zwar nicht irgendeine. Ihre Familie ist im Besitz des Konzerns L’Oréal. Nach dem Tod ihrer Mutter Liliane erbte sie das Vermögen des Unternehmens. Nebenbei arbeitet Françoise Bettencourt Meyers außerdem als Autorin von Bibelkommentaren und Werken, die sich mit jüdisch-christlichen Beziehungen befassen.

Alice Walton

Auch bei dieser Frau handelt es sich um eine Milliarden-Erbin. Ihre Familie verknüpft man mit dem Walmart-Einzelhandelskonzern, der in Amerika jedem Menschen ein Begriff sein dürfte. Das private Vermögen von Alice Walton schätzt man auf rund 62 Milliarden Dollar. Der Jahresumsatz von Walmart liegt bei über 55 Milliarden Dollar.

Mit ihrem Vermögen macht die Frau, die gern große Brillen trägt, ohne Probleme Melinda Gates oder obig genannter Françoise Bettencourt Meyers Konkurrenz. Je nachdem, wie es an der Börse steht, schwankt ihr Vermögen durchaus um mehrere Milliarden Dollar. Stören dürfte das bei dem Nettovermögen aber nicht wirklich, denn ihre Finanzen hat Alice Walton offensichtlich bestens im Griff – und Geld ist definitiv genug da. Davon kann so mancher Start-up-Unternehmer nur träumen.

Dr. Miriam Adelson

Sie ist Ehefrau des 2021 verstorbenen Las Vegas Sands-Gründers Sheldon Adelson und die höchstplatzierte Global Playerin der Glücksspielindustrie auf der Forbes-Liste der Milliardäre 2022. In Zeiten der Online Casinos zu bestehen, ist dabei durchaus eine Leistung. Schließlich entscheiden sich immer mehr Menschen dafür, auf Internet-Glücksspielseiten zu zocken. Wer den Titel als bestes Online Casino Schweiz trägt, verraten seriöse Vergleichsportale, die ebenfalls immer populärer werden. Nicht zu vergessen außerdem die Pandemie, in der die Menschen vermehrt Zeit zu Hause verbrachten und lokale Casinos sogar zeitweise geschlossen blieben.

Doch all das kann Miriam Adelson nichts anhaben: Ihr Vermögen wird im Jahr 2022 auf rund 27,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Damit trotzt sie auch der internationalen Konkurrenz, obwohl sich auch auf dem asiatischen Markt einiges bewegt.

Oprah Winfrey

Auf unserer Liste nicht fehlen darf Oprah Winfrey, die selbstgemachte Milliardärin. Obwohl ihre kultige Sendung im Jahr 2011 endete, hörte ihr Imperium nicht auf, weiter zu wachsen. Geschätzt wird ihr Nettovermögen auf mehr als 2,8 Milliarden Dollar. Anders als die anderen Frauen auf unserer Liste ist sie keine Erbin, sondern hat sich ihr Geld hart erarbeitet. Dabei wurden ihr viele Steine in den Weg gelegt, die sie im Laufe der Jahre immer wieder thematisierte. Sie wuchs in sozial schwachen Verhältnissen auf und erlebte als schwarze Frau viel Diskriminierung.

Ihre harte Arbeit, ihr Geschäftssinn und ihr Durchhaltevermögen haben ihr zu einem beispiellosen Erfolg verholfen. Sie ist zudem die erste schwarze Milliardärin, die es auf die Forbes-Liste schaffte.

Rihanna

Eine weitere Frau, die im Jahr 2021 offiziell von Forbes zur Milliardärin gekürt wurde, ist Ikone Rihanna. Sie gilt damit als die reichste Musikerin der Welt, und ihr Vermögen wird auf 1,7 Milliarden US-Dollar geschätzt. Den Großteil ihres Geldes machte sie aber nicht mit der Musik, sondern ihrem Einstieg ins Mode- und Schönheitsgeschäft.

Rihanna ist zu 50% an Fenty Beauty beteiligt. Hier schätzt man das Vermögen auf stolze 2,8 Milliarden US-Dollar. Zusätzlich hält sie einen Anteil von der Dessous-Linie Savage x Fenty, und auch hier läuft das Business ziemlich gut: Rund 270 Millionen Dollar ist das Unternehmen wert.

Julia Flesher

Die letzte Frau auf unserer Liste ist die amerikanische Geschäftsfrau Julia Flesher. Ihr Nettovermögen wird auf rund 62 Milliarden Dollar geschätzt. Sie erbte ihr Vermögen als Witwe des milliardenschweren Tycoons David Koch.

Als David Koch starb, schätzte man ihr Erbe auf ein Vermögen von etwa 50 Milliarden Dollar. Das machte Julia Flesher direkt zu einem der reichsten Menschen der Welt. Momentan gilt sie als die drittreichste Frau der Welt und immerhin eine der 25 reichsten Menschen der Welt. Nachdem ihr Mann verstorben war, erbten sie und ihre Kinder im Jahr 2019 einen Anteil von 42% an Koch Industries. Dabei handelt es sich um das zweitgrößte Unternehmen in Privatbesitz in den Vereinigten Staaten. Dass sich auch das Immobilien-Portfolio der Familie sehenlassen kann, versteht sich wohl von selbst. Im Jahr 2018 kauften David und Julia unter anderem ein Townhouse in New York City mit einem Wert von mehr als 40 Millionen Dollar.

E-Commerce zwischen Lieferengpässen und Kaufzurückhaltung

Die Berliner Online-Marketing-Agentur Smarketer hat auf der Basis von rund 1000 Werbekonten analysiert, wie sich die aktuelle Krisensituation auf die wichtigsten Marketing-KPIs auswirkt.

Der Krieg in der Ukraine verändert neben seiner politischen und gesellschaftlichen Komponente auch vieles auf dem Gebiet der Wirtschaft – bei den ohnehin unter Druck stehenden Lieferketten, durch unterbrochene Geschäftstätigkeit in Russland und nicht zuletzt auch durch die finanzielle Verunsicherung eines Großteils der Verbraucher*innen, die zwischen Hamsterkäufen und Kaufzurückhaltung schwanken. Diese kritische Wirtschaftssituation mit gebremstem Wachstum hat für viele Marketingverantwortliche neue Herausforderungen geschaffen.

Die Google Ads-Agentur Smarketer hat anhand von Zahlen der eigenen Kund*innen analysiert, welche Veränderungen derzeit auf Unternehmen zukommen und wie sich diese auf deren Werbeaktivitäten generell und Performance-Kampagnen im Besonderen auswirken können. „Entscheidend ist hierbei“, erklärt Eric Hinzpeter, Content-Marketing-Experte von Smarketer, „wie stark Unternehmen derzeit und in der Zukunft von Lieferkettenproblemen betroffen sein werden und auf welche Lagerbestände sie dabei setzen können. Händler*innen sollten dabei aber die die Inflationsrate und die individuellen Lagerkosten im Blick behalten. Ein Patenrezept gibt es hier allerdings nicht.“

Kombination von Online und Offline gewinnt

Gerade angesichts der endenden Corona-Maßnahmen ist zu erwarten, dass das Pendel wieder etwas mehr zu Gunsten des Präsenzhandels ausschlagen wird und dass auch wieder mehr Ausgaben für Dienstleistungen (Gastronomie, Kultur) getätigt werden. „Werbetreibende sollten daher ihre Werbeausgaben entsprechend justieren, vermehrt in Performance-Kanäle investieren und Werbekampagnen an die neue Situation anpassen“, rät Hinzpeter. „Wer bei Marketing und Kundenbindung Online- und Offline-Kanäle optimal verzahnen kann, wird in der jetzigen Lage profitieren.“

Die Krise ist auch im Rahmen des Performance Marketing deutlich spürbar, wie interne Auswertungen der Smarketer-Analysten zeigen, die auf den über tausend Werbekonten beruhen. Während 3,2 Prozent weniger Impressions gemessen wurden, ermittelten die Analysten 24,4 Prozent höhere Cost-per-Click-Werte (CPCs). Betrachtet wurden dabei die ersten 60 Tage seit dem Kriegsbeginn am 24. Februar im Vergleich zum identischen Vorjahreszeitraum (YoY-Vergleich).

Kein einheitliches Bild bei Impressions und CPCs

Doch die aktuelle Lage stellt sich je nach Branche unterschiedlich dar: In den Segmenten Hobby & Freizeit ergaben sich 20,6 Prozent mehr Impressions, aber um 27,2 Prozent höhere CPCs im Vergleich zum Vorjahr, während bei Tourismus & Gastronomie 50,4 Prozent mehr Impressions gemessen wurden, die mit 7,4 Prozent höheren CPCs zu Buche schlugen. Bei Finanzen, Versicherungen & Immobilien kam es dagegen (wohl aufgrund reduzierter Investitionsneigung und wachsender Verunsicherung) zu 51,1 Prozent weniger Impressions bei 18,7 Prozent höheren CPCs.

Es ist daher zu raten, die SEA-Strategien in der Krise anzupassen und durch ein sorgfältiges tägliches Monitoring situativ agil zu reagieren. „Unternehmen sollten bei steigenden Conversion-Raten und/oder sinkenden Impression Shares ihre Budgets erhöhen, um eine optimale Positionierung den Mitbewerbern gegenüber sicherzustellen“, so Hinzpeter. Bei ausreichend Warenbestand könne man insbesondere auf dynamisches Remarketing setzen, um die Chancen für Produktverkäufe zu fördern. Bei niedrigen Warenbeständen sollten sich Händler*innen vor allem auf Google Shopping und Search fokussieren.

Warenbestand den Kund*innen gegenüber kommunizieren

Wichtig sei aber auch, die Kommunikation zu optimieren. „Die Verfügbarkeit rückt, wie schon zu Anfang der Pandemie, für viele Kaufwillige in den Vordergrund. Teilen Sie Ihren Kund*innen auf der Website und in Ihren Ads mit, ob Produkte On-Stock sind oder wann damit zu rechnen ist – und benachrichtigen Sie diese, sobald Ware wieder verfügbar ist,“ so Hinzpeter. Ein Problem könnte in diesem Zusammenhang neben dem gebremsten Wirtschaftswachstum die steigende Inflation werden – bereits im April 2022 lag die Inflationsrate bei 7,4 Prozent. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat kürzlich seine Umsatzprognose für 2022 um eine Milliarde Euro auf 97,4 Milliarden Euro Gesamtumsatz gesenkt. Die Folgen von Inflation, Ressourcenknappheit und gestörten Lieferketten werden wohl in allen Handelssegmenten zu spüren sein, wenn auch in sehr unterschiedlicher Ausprägung. „Unternehmen sollten daher jetzt die eigene Situation gründlich analysieren und geeignete Maßnahmen treffen, um gerade in den nächsten Monaten Werbebudgets mit Bedacht auszugeben und die Conversion-Rate nicht unnötig zu senken“, rät Hinzpeter. 

Das 30-seitige Whitepaper zum Thema „Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes: Wie Sie die wirtschaftlichen Folgen für Ihr Unternehmen einschätzen und mindern“ kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

ViennaUP’22 – Let’s talk startups

Die ViennaUP'22 wird vom 27. Mai bis zum 03. Juni 2022 über die Bühne gehen und legt dieses Jahr unter anderem wieder einen Fokus auf "Female Entrepreneurship". Wir liefern für euch einen Überblick über die wichtigsten Events, die weiblich geführte Start-ups und Top-Speakerinnen vor den Vorhang holen.

In einem jüngst von startupheatmap.eu veröffentlichten Ranking hat Wien in Sachen „Events & Female Entrepreneurship“ die Nase vorn: Von allen untersuchten europäischen Städten gibt es in der Donaumetropole den höchsten Anteil an frauenspezifischen Start-up-Events. Einen neuerlichen Boost in diesem Bereich erhält der Startup-Standort Wien durch die ViennaUP’22, die dieses Jahr wieder weiblich geführte Start-ups und Unternehmen verstärkt vor den Vorhang holt und einem internationalen Publikum präsentiert.

„Wir legen bei der heurigen Ausgabe der ViennaUP den Fokus stark auf weibliche Start-ups und Unternehmerinnen. Wir können auf Frauen und ihre Sichtweise nicht verzichten. Deshalb ist es wichtig, dass Frauen als Unternehmerinnen die Wirtschaft mitgestalten. Und es ist auch richtig: Diverse Unternehmen sind nachhaltiger und wirtschaftlich erfolgreicher aufgestellt“, so Gabriele Tatzberger, Leiterin Start-up Services der Wirtschaftsagentur Wien.

Female Entrepreneurship bei der ViennaUP’22

Das Thema „Female Entrepreneurship“ ist für die Wirtschaftsagentur Wien als Initiatorin der ViennaUP allerdings kein Trendthema. So fanden bereits im vergangenen Jahr unter der Dachmarke ViennaUP’21 zahlreiche Events statt, die sich mit dem Thema „Female Entrepreneurship“ beschäftigten. Ein Höhepunkt des Festivals war beispielsweise „the global limitless conference“, die von „the female factor“ veranstaltet wurde und über 1500 Teilnehmer*innen zählte. Der Schwerpunkt wird auch dieses Jahr wieder seine Fortsetzung in zahlreichen Veranstaltungen finden.

Lead Today. Shape Tomorrow | 01.06-02.06. hybrid

So wird beispielsweise vom 1. Juni bis 2. Juni Lead Today. Shape Tomorrow (LTST2022) als hybrides Event über die Bühne gehen, das von Female Founders organisiert wird. LTST2022 ist Europas führende Veranstaltung für weibliches Unternehmertum. Insgesamt werden mehr als 2.500 Teilnehmer*innen erwartet. An insgesamt zwei Eventtagen bietet die Konferenz inspirierende Speaker*innen aus der Start-up- und Technologiebranche, anregende Podiumsdiskussionen und Kamingespräche. Zudem wird es einen eigenen Wettbewerb für von Frauen geführten Start-ups geben, die um ein Investment pitchen können. Zudem stehen auch interaktive Breakout-Sessions am Programm, um sich mit Investor*innen und Unternehmen zu vernetzen.

Zum Event werden zahlreiche führende Top-Gründer*innen der europäischen Tech-Szene erwartet. So wird unter anderem Lubomila Jordanova von Plan A im Rahmen des Events sprechen. Mit ihrem Berliner CO2-Reduktionsstartup expandiert Jordanova aktuell europaweit und hat zudem im Herbst 2021 zehn Millionen Dollar Investment erhalten. Weites mit an Bord ist auch die international bekannte Seriengründerin Kimberly Ofori, die aktuell die Strategic Innovation Agency OFori & Co führt. Zudem hat Ofori, auch Apreneur gegründet, eine Social-Networking-Plattform für Unternehmer*innen in Afrika. Auch VCs, wie Speedinvest, sind bei LTST2022 vertreten. So wird unter anderem Deepali Nangia, Venture Partner bei Speedinvest, wertvolle Inputs liefern. Die UK-Investorin verstärkt seit Anfang 2021 Speedinvest und setzt sich seitdem beim VC für mehr Deals mit Female Entrepreneurship ein.

Leadership Fair | 31.05. digital

Ein weiteres Event im Rahmen der ViennaUP’22, dass sich speziell dem Thema „Leadership & Frauen“ widmet, ist die leadership fair. Sie findet am 31. Mai im digitalen Raum statt und wird von the female factor organisiert. Im Rahmen der digitalen Karrieremesse stehen Leadership-Skills im Zentrum. Zudem wird der Frage nachgegangen, wie Leadership in Startups, Unternehmen und Organisation gelebt werden kann. Insgesamt werden mehr als 250 weibliche Führungskräfte ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit den Besucher:innen teilen. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, sich nicht nur mit inspirierenden Führungskräften und über 50 Unternehmen zu vernetzen. Zudem wird es sogenannte Solution Labs geben. Dabei werden gemeinsam Leadership-Lösungen in kleinen Gruppen von maximal zehn Frauen erarbeitet.

Collaboration > Competition | 31.05. hybrid

Gemeinsam mit mehreren internationalen Partner*innen veranstaltet WoMentor am 31. Mai ein Hybrid-Event zum Thema Collaboration. WoMentor ist ein Business-Netzwerk, das von Désirée Jonek gegründet wurde und ein Mentoringprogramm und Coaching speziell für Frauen anbietet. Im Zentrum stehen die Themen Selbstvertrauen und Persönlichkeitsentwicklung.

Im Zuge des Events im Rahmen der ViennaUP’22 soll laut den Organisatorinnen der Frage nachgegangen werden, wie mithilfe von Collaboration individuelle Stärken gefördert und Schwächen gemeinsam überwunden werden können. Im Zentrum stehen dabei die Themen internationales Community-Building, Kreislaufwirtschaft und New Work. Inputs werden dabei im Rahmen von Keynotes, Workshops, Podiumsdiskussionen & Pitch Sessions vermittelt. Das Event wird zudem von tech2impact rund um Sasha Lipman unterstützt. Bei tech2impact handelt es sich um ein neues Mentoring-Programm für Impact Tech-Start-ups, das 2020 in Wien gestartet ist und international Gründer*innen unterstützt.

Find Your Female Cofounder | 30.05. onsite

Gründer*innen, die auf der Suche nach einer weiblichen Co-Founderin sind, sollten sich das Format Find Your Female Cofounder nicht entgehen lassen. Das kostenlose Event findet am 30. Mai statt und wird im Rahmen der ViennaUP’22 von WeDO5 organsiert. Die Teilnehmer*innen erhalten im Rahmen des Events die Möglichkeit innerhalb von drei Minuten ihre Geschäftsidee zu pitchen und so neue Teammitglieder zu finden. Vor dem Pitching-Event bietet WeDO5 zudem ein eigenes Pitch-Training an, um sich professionell auf den Pitch vorzubereiten.

Wie die Wirtschaftsagentur Wien neben der ViennaUP noch unterstützt

Neben der ViennaUP’22 bietet die Wirtschaftsagentur Wien auch unter dem Jahr zahlreiche Förderprogramme und Beratungsleistungen speziell für Unternehmerinnen und Gründerinnen an. Geförderte Projekte, die von einer Frau geleitet werden, erhalten beispielsweise zusätzliche Mittel. Eigene Workshops mit dem Ziel, bei Mädchen die Begeisterung an Wissenschaft und Forschung auszulösen, tragen zudem bereits früh zur Sensibilisierung für Berufsbilder abseits von Rollenklischees bei.

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GameChanger des Monats: SHAVENT – ein Family-Business setzt auf Nassrasur

Allein in Deutschland erzeugen Nassrasierer und ihre Wechselköpfe alljährlich rund 100 LKW-Ladungen Müll. Grund genug für Romy Lindenberg und ihren Vater Armin Lutz Seidel, um nach langlebigen Alternativen zu suchen. Herausgekommen ist dabei der plastikfreie-stylische Schwingkopfrasierer SHAVENT. Mehr über unsere GameChanger des Monats im Interview mit Romy.

Wir haben euch als unsere GameChanger des Monats ausgewählt, weil ihr mit eurem Konzept des plastikfreien Rasierens konventionelle Wege verlasst und das Thema Nachhaltigkeit vorantreibt. Wie seid ihr auf die Idee zu dem SHAVENT gekommen und was treibt euch im Sinne eines GameChangers an?

Der Shavent war ein echter „Einfall“ – mein Vater stand in der Dusche beim Rasieren und hat sich gefragt, warum er sich eigentlich mit so viel Plastik und Gummi rasiert – ständig wirft er die recht teuren Wechselköpfe weg und auch die Griffe mit den Gummianlagerungen verschleißen so schnell und spülen jeden Tag Mikroplastik ins Abwasser. Das muss doch besser gehen! Den Rasierhobel seines Opas fand er toll in Sachen Haltbarkeit, aber der Schwingkopf-Komfort hat ihm zu sehr gefehlt. Als leidenschaftlicher Ingenieur hat er sich dann einfach selbst einen Rasierer entwickelt. Die ganze Familie war begeistert: Von Kopf bis Fuß super sanft und unglaublich gründlich – und 100% plastikfrei!

Was ist das Besondere an eurem SHAVENT Schwingkopfrasierer?

Der SHAVENT kombiniert die traditionelle plastikfreie Rasur eines Metallrasierers mit günstigen Standard-Rasierklingen und dem gewohnten Komfort der beweglichen Mehrklingenrasierer. Mit dem leichtgängigen Schwingkopf passt er sich so allen Körperkonturen an und macht das plastikfreie Rasieren einfach und sicher.

Ihr seid ja nicht die ersten Start-ups, die sich dem Thema Rasur auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Einige Versuche von Start-ups sind gescheitert – der Markt scheint vorhanden, der Wettbewerb ebenfalls: Wie unterscheidet ihr euch mit dem SHAVENT in diesem Segment? Der Preis ist es ja wohl eher nicht, oder?

Die Kombination aus Nachhaltigkeit um Komfort sehe ich in der bisherigen Start-up Landschaft bei der Rasur noch nicht. Entweder geht es darum, die bekannten beweglichen Wechselköpfe mit Plastik & Co. günstiger zum Kunden zu bringen, oder es sind die klassischen Rasierhobel, die oft aus Asien eingeflogen werden und mit ihrem steifen Rasierkopf besonders für die Körperrasur nicht wirklich dem nahe kommen, was die meisten Menschen vom Drogerierasierer an Komfort gewohnt sind.

Was wir mit dem SHAVENT Rasierer zeigen: Voller Rasurkomfort und günstige, plastikfreie Klingen schließen sich keinesfalls aus! Wir machen Schluss mit dem „billiger Griff, langfristig teure Klingen“-Trick der großen Marken und bieten stattdessen einen hochwertigen, komplett auf Langlebigkeit ausgelegten Rasierer, der mit Standard-Klingen nicht nur Müll, sondern auch langfristig Geld einspart.

Gründer*in der Woche: Orderlion - das Shopify der B2B Food Supply Chain

Mit Orderlion haben die Gründer Stefan Strohmer und Patrick Schubert quasi in Pionierarbeit ein E-Commerce-System für Lieferant*innen der Lebensmittellieferkette aufgebaut, das es ihnen ermöglicht, interne und externe Prozesse zu digitalisieren und zu optimieren. Mehr dazu im Interview mit CEO Stefan.

Wann und wie bist du zusammen mit Patrick auf die Idee zu Orderlion gekommen?

Patrick und ich kennen uns schon lange, vor Orderlion hatten wir bereits Unternehmen zusammen gegründet. Eines dieser Unternehmen war eine Agentur für Software Consulting mit Fokus auf Prozessoptimierung von Supply Chain Unternehmen. Nachdem wir gemeinsam für eine Zeit lang im Silicon Valley gelebt und gearbeitet haben, war für uns beide klar, dass wir als Gründer die Ambition teilen, etwas Größeres aufzubauen. Wir wollten unsere gesammelte Erfahrung nutzen, um Probleme auf einer globalen Ebene zu lösen und so einen langfristigen positiven Impact auf die Welt zu haben.

Wir hatten damals vor diesem Hintergrund entschieden, eine SaaS-Plattform (”Software as a Service”) zu entwickeln, die dieselben Optimierungsprobleme, die wir für unsere Kunden als Agentur bearbeitet haben, auf einer größeren Skala löst. Die Entscheidung, mit Orderlion eine B2B-Lösung für die Food Supply Chain zu entwickeln, fiel uns in der Hinsicht dann leicht, da wir bereits Kunden in der Lebensmittelbranche hatten. Wir konnten so vorher bereits über einen längeren Zeitraum aus erster Hand sehen, wie analog diese riesige Industrie immer noch arbeitet, und unser Produkt passgenau entwickeln.

Was ist das Besondere an Orderlion, was ist das Innovative an eurem Konzept?

Orderlion ähnelt vom Grundprinzip her Shopify — mit dem Unterschied, dass wir unsere Lösung speziell auf den Lebensmittelgroßhandel zugeschnitten haben. Wir haben basierend auf den Bedürfnissen unserer Kunden eine skalierbare SaaS-Lösung entwickelt, die es jedem Lieferanten innerhalb der Food Supply Chain ermöglicht, interne und externe Prozesse zu digitalisieren. Mit Orderlion stellen wir ein E-Commerce Operating System (OS) zur Verfügung, mit dem z.B. Obst- und Gemüsegroßhändler oder Getränkelieferanten in wenigen Schritten ihren eigenen Webshop sowie eine Bestell-App aufbauen können, die sich nahtlos mit ihren bestehenden ERP-Systemen integriert. So können die bei ihnen täglich einkaufenden Unternehmen einfacher und bequemer online bestellen. Das ist im Endeffekt dann so wie wenn wir etwas zu Hause online via einer App bestellen, nur in monatlichen Millionenbeträgen.

Unsere tiefgehende Marktanalyse der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass Lebensmittellieferanten, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs), besonders viel Wert auf den Erhalt ihrer direkten Kundenbeziehungen legen und Produkte nur ungern über zentralisierte Marktplätze verkaufen. Es fehlte in der Vergangenheit jedoch an Lösungen, die für die Industrie leicht zugänglich und schnell zu implementieren waren. Hier kommt Orderlion ins Spiel - wir sind der Digitalisierungspartner der KMUs, die 99 Prozent der Unternehmen in der Branche ausmachen. Lieferanten können Orderlion zudem zur Vertriebsoptimierung nutzen und zielgruppenspezifische Angebote und Promotions über das System ausspielen, um so bei ihren Bestandskunden Zusatzverkäufe zu fördern. Ebenfalls gestalten sie mit unserem e-Commerce Operating System ihren Kundenservice effizienter. Über einen eingebauten Chat hat zudem jeder Besteller die Möglichkeit, direkt mit seinem Ansprechpartner beim Lieferanten in Kontakt zu treten.

Female Founders Award 2022

Die American Chamber of Commerce in Germany e.V. (AmCham Germany) hat gestern zum dritten Mal den Female Founders Award verliehen.

Die AmCham Germany versteht sich als die Stimme der transatlantischen Wirtschaft Die AmCham Germany ermöglicht interkulturelles Verständnis, Zusammenarbeit und neue Investitionen und steht für einen transparenten Dialog, freien Handel und ein wettbewerbsfähiges und offenes Wirtschaftsklima.

In diesem Jahr wurden drei Gründerinnen geehrt, die mit ihren innovativen und erfolgreichen Geschäftsmodellen hervorgetreten sind. Diese Modelle befassen sich mit Nachhaltigkeit, künstlicher Intelligenz und Gesundheit, und sozialer Inklusion.

Die Preisträgerinnen des Female Founders Award 2022 sind:

Allison Dring, CEO & Co-Founder, Made of Air GmbH

Diana Heinrichs, CEO & Co-Founder, Lindera GmbH

Maria Möller, CEO & Co-Founder talking hands flipbooks GmbH

Die von Allison Dring mitbegründete Made of Air GmbH konzentriert sich auf die Verwendung einzigartiger klimaschützender Materialien wie Biokohle, um fossile Brennstoffe zu binden, den Plastik- und Aluminiumverbrauch bei der Herstellung von Produkten zu reduzieren und so Nachhaltigkeitsziele entlang der verschiedenen Stufen der Lieferkette eines Unternehmens zu erreichen, um schließlich eine Netto-Null-Wirtschaft zu erreichen. "Es ist ein Ehre, diese Auszeichnung im Namen meines unglaublichen Teams bei Made of Air entgegenzunehmen. Die Anerkennung durch die AmCham Germany hilft uns, unser Geschäft und den Abbau von Kohlenstoff in den Fokus zu rücken, und wirft ein Licht auf wirklich widerstandsfähige Gründerinnen, die etwas für den Klimaschutz tun," sagte Dring.

Die Lindera GmbH, mitbegründet von Diana Heinrichs, ist eine App-basierte Mobilitätsanalysesoftware zur Entwicklung von Lösungen für ein breites Spektrum von Erkrankungen wie Orthopädie, Neurologie und Geriatrie. Mithilfe von KI und 3D-Technologie werden unzählige digitale Workouts und Therapien maßgeschneidert, um die menschliche Bewegung zu verfolgen und zu verbessern. "Es gibt so viele, inspirierende und zukunftsweisende Tech-Gründerinnen in Deutschland und in den USA, doch es gibt nur sehr wenig Plattformen, die diese Talente sichtbar machen und über ihre Landesgrenzen hinweg miteinander vernetzen. Ich freue mich daher sehr über die Auszeichnung und Wertschätzung von AmCham Germany. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass der amerikanische und der deutsche Digital Health Markt - zwei sich rasant entwickelnde Märkte - ungemein voneinander lernen", so Heinrichs.

Maria Möller, Mitbegründerin der talking hands flipbooks GmbH, hat eine Reihe von beeindruckenden Kinderbüchern herausgebracht, um die Inklusion von klein auf zu fördern. Das Ziel dieser Produkte ist es, eine einfache Plattform zwischen Kindern mit und ohne (Sprach-)Behinderung zu schaffen, mit großer Wirkung: eine inklusive Gesellschaft zu schaffen und mitzugestalten. "Ich fühle mich geehrt, von der AmCham für den diesjährigen Female Founders Award ausgewählt worden zu sein. Ich freue mich darauf, Teil dieses großartigen Netzwerks zu sein und mehr Frauen in der Branche kennenzulernen", erklärte Möller.

Mehr zu Maria Möller und Laura Mohn, den Gründerinnen von talking hands, lest ihr hie in unserem Gründer*in der Woche Interview

Die folgenden Gründerinnen wurden in die engere Auswahl genommen:

Lara Obst, Mitgründerin & Chief Sustainability Officer, THE CLIMATE CHOICE
Anne-Sophie Panzer, Mitgründerin & Leiterin der Kreativabteilung, ZAUBAR

Bei diesen Start-ups hat Will Smith zugeschlagen

Von FinTech-Start-ups für Teenager über Vitamin-Zahnpasta bis hin zum Blockchain-Start-up, Will Smith verfügt als Business Angel mit eigenem VC über ein umfangreiches bzw. schlagkräftiges Investment-Portfolio.

Immer mehr Promis entdecken das Unternehmertum für sich. Von Snoop Dogg über Jay-Z, viele Promis aus den USA investieren ihr Kapital und ihren Star-Wert in Startups. Dazu gehört auch Will Smith, der kürzlich mit einer Ohrfeige an Komiker Chris Rock die 94. Oscar-Verleihung aufgemischt hat.

Neben seinem Hauptberuf als Schauspieler ist Smith seit 2011 auch als Start-up-Geldgeber aktiv. Als Business Angel und Investment-Partner über sein Venture-Capital-Unternehmen “Dreamers” hat der Künstler laut crunchbase in 23 Unternehmen persönlich und in sechs weitere über seine Dreamers VC investiert. Vier Companies aus seinem Portfolio haben bereits einen Exit geschafft. Attraktiv seien für ihn vor allem Start-ups, die sich in der Seed-Phase befinden.

Das sind die 5 Start-ups, in die Smith investiert hat:

1. Protégé

Im Rahmen seiner jüngsten Finanzierungsrunde konnte sich Protégé eine Investment-Summe von 8.5 Mio. Dollar von einschließlich Will Smith als Investor sichern. Das Star-tup aus Chicago überzeugte den Business Angel mit seiner Mission, den Zugang zu Chancen für jeden zu demokratisieren. Dabei diene die Plattform als eine Mischung aus Cameo und American Idol. Mit einem 60-Sekunden-Video können Eindrücke von talentierten Personen sowie Ideen an prominente Persönlichkeiten gesendet werden. Das besondere an der Idee sei, dass eine Videoantwort garantiert werde. “Du kannst DJ Khaled einen Hip-Hop-Beat für sein nächstes Album schicken, Bebe Rexha eine Gesangsmelodie, an der du gerade arbeitest, oder Jason Alexander deinen Monolog, an dem du schon lange feilst”, so Protégé.

2. Better & Better

Ein Start-up, das Zahnpasta herstellt, dürfte ein ungewöhnliches Investment für jeden Risikokapitalgeber sein. Doch das in New York ansässige Wellness-Start-up Better & Better hat für seine vegane Zahnpasta, die mit den Vitaminen B12 und D3 angereichert ist, vier Mio. Dollar erhalten. Unter den Investoren befindet sich auch Will Smiths Venture Capital Dreams. Das Körperpflege-Start-up verspricht mit seiner Energy-Zahnpasta einen schwungvollen Start in den Tag. 

3. Landis

Das 2018 gegründete Start-up Landis hat es geschafft, die Investorengruppe, zu der Sequoia Capital, Jay-Zs Roc Nation und Will Smiths Dreamers VC gehören, von sich zu überzeugen und holte eine Investment-Summe von 165 Mio. Dollar. Das in New York ansässige Jungunternehmen hilft Mieter:innen beim Erwerb eines Eigenheimes. Den Transformations-Prozess von Mieter:in zur Eigentümer:in hat das Start-up streng geregelt. Landis kauft im Namen seiner Kund:innen ihre Traumimmobilie und vermietet diese an sie. Die Kund:innen arbeiten mit einem Coach für zwölf bis 24 Monate an ihrer Bonität und verbessern ihre finanziellen Kompetenzen. Während dieser Zeit fließt ein Teil der Miete in die Anzahlung für ihr Traumhaus. Nach Ablauf der zwei Jahre können Kund:innen ihre Traumimmobilie mit der Unterstützung von Landis zu einem vorher festgelegten Preis erwerben.

4. Dapper Labs

Eine seiner wohl größten Beteiligungen hat der US-Schauspieler mit seinem Investment an das zukunftsorientierte Start-up Dapper Labs getätigt. Mit einer Investment-Summe von 305 Mio. Dollar schloss das Jungunternehmen im März 2021 seine Series-C Investment-Runde ab. Dapper Labs ist ein verbraucherorientiertes Flow-Blockchain-Produkt. Das Start-up nutzt spielerische Komponenten, um Blockchain-basierte Erlebnisse und digitale Collectibles an Menschen in der realen Welt – nicht nur an Branchen-Insider und Early Adopters – anbieten zu können.

5. Step

Mit der Idee einer digitalen Bank für Teenager konnte Step mehrere prominente Persönlichkeiten, darunter auch Will Smith und Justin Bieber, als Investoren für sich gewinnen. In seiner Series-C Finanzierungsrunde im April letzten Jahres konnte das Start-up eine Investment-Summe von 100 Mio. Dollar erreichen. Das 2018 in Kalifornien gegründete Jungunternehmen dient als Finanzdienstleistungs-Unternehmen, das mobiles Banking für Teenager entwickelt. Das Ziel des Start-ups ist es, Jugendlichen schon in jungen Jahren finanzielle Unabhängigkeit und Wissen beizubringen. Dank der speziell auf sie abgestimmten Bank lernen Teenager ganz autonom, wie sie mit ihrem Geld umgehen können.

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