9. Deutscher Startup Monitor


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Über 2000 deutsche Start-ups haben an der aktuellen Befragung teilgenommen – hier die spannenden Ergebnisse des Deutschen Startup Monitors in komprimierter Form.

Das Geschäftsklima in der deutschen Start-up-Szene hat sich deutlich aufgehellt und liegt wieder auf dem Niveau von 2019. Gründer*innen finden hierzulande immer bessere Bedingungen vor* Zwei Drittel bewerten das Start-up-Ökosystem an ihrem Standort als gut oder sehr gut – das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider* Die durchschnittliche Beschäftigungszahl steigt von 14 auf 18 und auch bei den geplanten Neueinstellungen zeigt der Trend nach oben. Doch die Talentsuche entwickelt sich neben der Kapitalbeschaffung zu einer der großen Hürden für die Jungunternehmer*innen. Eine weitere große Herausforderung ist außerdem der unzureichende Zugang zu Daten und deren Konzentration bei wenigen internationalen Konzernen.

Zu diesen Ergebnissen kommt der 9. Deutsche Startup Monitor (DSM), den der Bundesverband Deutsche Startups e.V. und PwC in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen erstellt und an dem sich erstmals über 2000 deutsche Start-ups beteiligt haben.

Diversität und Dynamik stärken

Start-ups sind eine treibende Kraft, wenn es um Innovationen und Technologien geht
und schaffen so auch immer mehr neue Arbeitsplätze* In den kommenden Monaten wollen die befragten Unternehmen im Schnitt neun Mitarbeitende rekrutieren. Ob sich die geplanten Neueinstellungen realisieren lassen, hängt allerdings ganz wesentlich von der Lage auf dem Bewerber*innenmarkt ab. Fest steht* Die Personalsuche wird schwieriger. 27 Prozent der Start-up-Gründer*innen bezeichnen sie bereits als größte Hürde – das sind 10 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Ein weiterer zentraler Aspekt im Kontext Wachstum und Personal betrifft die Diversität – mehr Frauen als Gründerinnen heißt in Sachen Talente und Innovationskraft aus dem Vollen zu schöpfen. Vor diesem Hintergrund ist der Anstieg des Frauenanteils um 11 Prozent als positives Signal und erster Schritt in die richtige Richtung hervorzuheben – auch wenn das Niveau mit einem Frauenanteil von knapp 18 Prozent insgesamt noch sehr niedrig ist. Zugenommen hat im Vergleich zum Vorjahr (20 Prozent) außerdem der Anteil an Gründer*innen mit Migrationshintergrund, der jetzt bei 22 Prozent liegt.

„Die Pandemie hat Deutschlands Defizite bei der Digitalisierung schonungslos offengelegt. Start-ups bieten hier Lösungen an und sind Innovationsmotor für die gesamte Wirtschaft. Die Studie zeigt, dass unser Start-up-Ökosystem in Sachen Wachstum und Diversität auf einem guten Weg ist – aber* mit Blick auf den internationalen Wettbewerb muss es in beiden Bereichen noch deutlich schneller gehen,“ kommentiert Franziska Teubert, Geschäftsführerin des Bundesverbands Deutsche Startups, diese Entwicklung.

Gesucht: Wagniskapital und strategische Investor*innen

Neben der Personalsuche stehen die Gründer*innen vor weiteren Hürden, vor allem im Bereich Vertrieb und Kundengewinnung, bei der Produktentwicklung und der Kapitalbeschaffung. Letztere hat sich jedoch positiv entwickelt: In der aktuellen Befragung nennen nur noch 36 Prozent die Geldbeschaffung als Stolperstein, im Vorjahr waren es 43 Prozent. Auch den Zugang zu Kapital und Investitionen bewerten die Befragten deutlich positiver als 2020: 38 Prozent der Befragten sind damit zufrieden, im Vorjahr waren es nur 30 Prozent. Der Grund: Die pandemiebedingten Unsicherheiten bei der Finanzierung haben sich beruhigt und die Startups in den vergangenen Monaten wieder deutlich mehr externes Kapital aufgenommen. Eine große Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit der Finanzierung besteht jedoch nach wie vor beim Wagniskapital: Erst 20 Prozent der Start-ups finanzieren sich auf diesem Weg, aber 42 Prozent würden dies gern. Bei der Finanzierung durch strategische Investoren geht die Schere noch weiter auseinander: Auf sie würden 43 Prozent der Befragten gerne zugreifen, faktisch gelingt dies aber nur 15 Prozent.

Corporate Venture Capital verschafft Vorteile

„Bei Investor*innen und etablierten Unternehmen setzt sich die Erkenntnis leider nur sehr langsam durch, dass sie von strategischen Investitionen in und Kooperationen mit innovativen Start-ups stark profitieren können. Gerade etablierte Firmen sind auf neue Technologien und innovative Geschäftsideen angewiesen – und genau das können Start-ups häufig viel schneller und unkomplizierter entwickeln“, kommentiert Florian Nöll, Head of Corporate Development & Innovation bei PwC Deutschland.

Start-ups stehen der Zusammenarbeit mit Corporates jedenfalls offen gegenüber: Fast die Hälfte der Gründer*innen, die eine Finanzierung über Wagniskapital anstreben, wünscht sich, dass dieses von einem Unternehmen kommt. Von diesem sogenannten Corporate Venture Capital (CVC) erhoffen sie sich nicht nur Kapital, sondern verfolgen auch strategische Ziele wie den Zugang zu Vertriebskanälen und Branchenexpertise

Mehr Open Data Initiativen gewünscht

Eine Forderung an die Wirtschaft und Politik gleichermaßen hat die Szene, wenn es um die Datenbeschaffung geht: Nur 38 Prozent der befragten Unternehmen geben an, ausreichend Zugang zu relevanten Daten zu haben. 53 Prozent wünschen sich hier mehr Offenheit von Seiten der etablierten Wirtschaft und 74 Prozent fordern mehr Open Data Initiativen des Staates. Mit 67 Prozent sieht außerdem eine deutliche Mehrheit der Gründer*innen einen Wettbewerbsnachteil durch die Konzentration von Daten in der Hand weniger internationaler Konzerne.

Hochschulen stärken das Start-up-Ökosystem

Nicht zuletzt sind es zu Beginn einer Gründung aber vor allem die Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die das junge Business-Ökosystem stärken. Die Nähe zu Universitäten schätzen die Entrepreneur*innen bei den Standortfaktoren ganz besonders: 76 Prozent bewerten diesen Aspekt als gut. Dass die Start-up-Szene eng mit der akademischen Forschung verbandelt ist, belegen drei weitere Ergebnisse der Studie: 55 Prozent der Start-ups kooperieren mit wissenschaftlichen Einrichtungen; jede vierte Gründung stammt aus dem Umfeld von Hochschulen und Forschungseinrichtungen und 36 Prozent der Gründer*innen haben ihre Mitgründer*innen an der Hochschule kennengelernt. „Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind wichtige Orte, an denen innovative Unternehmen entstehen. Dafür müssten sie aber die Ausbildung und die Unterstützung von studentischen Gründer*innen viel stärker in ihre DNA übernehmen und dies neben der reinen Forschung ebenso zu einer primären Aufgabe machen“, ist Prof. Dr. Tobias Kollmann von der Universität Duisburg-Essen überzeugt. „Dazu gehört es auch, dass sie das Fach Entrepreneurship früher und spezifischer in ihre Studienangebote aufnehmen und das Schreiben eines Businessplans als Abschlussarbeit zulassen, um einen nahtlosen Übergang für eine Ausgründung zu ermöglichen.“

Sechs spannende Fakten über deutsche Start-ups

  • Paar-Gründungen: Immerhin 8 Prozent gründen mit ihrem Lebenspartner
    oder der Lebenspartnerin.
  • Aus aller Welt: Start-ups in Deutschland beschäftigen im Schnitt 28 Prozent
    internationale Mitarbeitende, in Berlin sind es sogar 45 Prozent.
  • Gemeinsam stärker: 69 Prozent bewerten ihre Netzwerke zu anderen Gründer*innen als gut oder sehr gut – mehr als im Vorjahr.
  • Trotz Remote-Trend: Nach wie vor bewertet über ein Drittel der
    Gründer*innen die Verfügbarkeit bezahlbarer Büroimmobilien als schlecht oder
    sehr schlecht.
  • Geld ist nicht genug: Bei der Auswahl von Investor*innen sind Netzwerke (76
    Prozent) und Expertise (70 Prozent) wichtiger als Finanzstärke (42 Prozent)
  • Widersprüche überwinden: 61 Prozent der Gründer*innen wollen beides –
    sich nachhaltig ausrichten und schnell wachsen.

    Den kompletten Deutschen Startup Monitor 2021 findest du hier

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Gründer*in der Woche: Bone Brox - Superfood Knochenbrühe

Die Berliner Bone Brox GmbH will uns aktiv auf unserem Weg zu einem gesünderen Leben, mehr Wohlbefinden und Vitalität begleiten. Und zwar mit holistischem Wissen, funktionalen Lebensmitteln sowie natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln, inspiriert durch Tradition und Wissenschaft. Was damit genau gemeint ist, erfahren wir im Interview mit den Foundern Jin-Woo Bae und Konrad Kaspar Knops.

Wie habt ihr beiden Founder euch kennengelernt und seid ihr auf die Idee gekommen, aus der alt bekannten Knochenbrühe ein modernes Produkt zu kreieren?

Konrad: Uns verbindet die Liebe zu Kampfkunst – ich war selbst einige Zeit im Shaolin und später im Wudang Tempel. In Berlin traf ich dann Jin. Er lehrte WingTsun bzw. Crossfit. Und bereits am ersten Tag der Begegnung wusste ich: Wir haben eine große Reise vor uns! Wir unterhielten uns viel über Gesundheit und Ernährung und plötzlich war die Idee geboren.
Jin: Bei meiner Mutter gab es jede Woche eine gute koreanische Kraftbrühe. Brühe gehört für mich – wie Kimchi – zum Essen einfach dazu. Als ich dann Konrad traf, erzählte er mir eine ganz ähnliche Geschichte. Wie er bei Fieber und Erkältung immer eine Hühnerbrühe ans Bett bekommen hat. Wir haben mit Hunderten Menschen über ihre eigenen Erfahrungen gesprochen und wissen: Fast jeder verbindet die Kraftbrühe mit einer wohligen, geborgenen Erfahrung im Elternhaus. Das war für uns Grund genug etwas so Starkes, aber dennoch Vergessenes wieder den Menschen zugänglich zu machen.


Was ist das Wertvolle an sich an Knochenbrühe?

Konrad: Uns interessiert an der Knochenbrühe vor Allem das Kollagen. Unser Körper befindet sich ständig in einem Zustand der Regeneration. Der Stoffwechsel repariert pausenlos kleine Verletzungen, die im Alltag oder beim Sport entstehen. Kollagen unterstützt jene Regenerationsprozesse. Zudem fördert es die gesamte Struktur deines Körpers. Ohne Kollagen kann der Stoffwechsel keine Knochen aufbauen. Gelenke brauchen Kollagen für die Bildung von Knorpel.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee bis zu eurem fertigen Produkt?

Jin: Alles begann in einem 2 Liter Topf in meiner damaligen Praxis. Meine Patienten waren auch die, die sich immer wieder Gläser der Brühe mitnahmen, weil sie selbst keine Zeit hatten für 18h welche zu kochen. Natürlich stießen wir schnell an unsere Grenzen und fragten eine kleinere Produktionsküche. Hier waren die Töpfe schon 70 Liter groß, aber als wir zum Spaß ein Glas an die Jury des in der Bio Branche renommierten Next Organic Awards eingeschickt haben und diesen dann sogar gewonnen hatten… hat das natürlich niht mehr ausgereicht. Seitdem kochen wir unsere Brühen in mehreren 5000 Liter Kesseln mit Abfüll- und Etikettiermaschinen. Allerdings waren hier die Wechsel von 2 auf 70 auf 5000 Liter nicht immer einfach, da schließlich auch große Aufgaben der Logistik dahinterstehen. Glücklicherweise haben wir uns von Anfang an auf starke Partner fokussiert. Ohne diese wären Themen des Procurement und des Fulfillment nicht professionell möglich gewesen.
Konrad: Wir persönlich waren zudem ein Fan von MVP – Minimum Viable Product. Das ist die einfachste Konfiguration eines Produkts, die ein Benutzer testen und bewerten kann. So haben wir experimentel herausgefunden, was dem Kunden genau schmeckt, bzw. für welche Zwecke er die Brühe überhaupt einsetzt. Wir fanden so z.B. heraus, dass viele unserer Kunden die Brühe bei Darmbeschwerden einsetzen. Unsere Schlussfolgerun war nun diese auch mit digitalen Produkten bei ihren Themen zu unterstützen.

Gründer*in der Woche: Meisterklasse – das Netflix fürs Kochen

Meisterklasse ist eine der am schnellsten wachsenden Plattformen für Genuss und Kulinarik in Europa, die in Form von Online-Kursen namhafter Koryphäen wie Harald Wohlfahrt und Roland Trettl exklusives Know-how anbietet. Mehr dazu im Interview mit Co-Founder Andreas Leonhard.

Wann und wie ist die Meisterklasse entstanden und wer sind die Köpfe dahinter?

Die Idee zur Meisterklasse kam meinem Co-Founder Michael Krasemann und mir 2018. Wir sind schon lange befreundet und haben getrennt voneinander verschiedene Unternehmen aufgebaut. Wir hatten schon immer den Plan einmal gemeinsam ein Start-Up zu gründen, hatten aber noch nicht die richtige Idee gefunden. Ich selbst bin schon viele Jahre unternehmerisch im E-Learning unterwegs. Bei einem Spaziergang in der Pfalz kam uns die Idee. Anfangs sollte die Meisterklasse eine Plattform für alle möglichen Themen, mit entsprechenden Prominenten und Koryphäen als Meister, sein. Mitgründer waren damals noch Felix Schramm aus Berlin und Florian Hofbauer, mit dem ich auch das Food-Start-up Scraegg gegründet hatte. Mitte 2019 haben wir dann mit unserem Business Angel Carsten Kaisig das Konzept der Meisterklasse weiterentwickelt und uns entschieden, uns vertikal auf die Themen Genuss und Kulinarik zu fokussieren. Wir haben hier besonders gute Chancen gesehen, da Michael ein hervorragendes Netzwerk in die Welt der Kulinarik hat und Carsten und ich viele Möglichkeiten für den Ausbau der Marke zum Zwecke eines stetig wachsenden Customer Lifetime Values im Blick hatten. Heute führen Michael und ich das Unternehmen operativ und werden strategisch von unseren drei Business Angels unterstützt.

Hat euch bzw. eurem Geschäftsmodell Corona in die Karten gespielt?

Klar gab es in den Monaten mit hartem Lockdown einen Schub bei den Buchungen und insgesamt ist das Verständnis und die Offenheit der Menschen für Online Video Learning, nicht zuletzt auch durch die vielen Videokonferenzen, schneller gewachsen.

Insgesamt sind wir aber in Europa grundsätzlich in der Entwicklung noch ein paar Jahre hinter den USA und der Markt in Europa wächst daher schon lange Jahr für Jahr zweistellig.
Es gibt noch viel Luft nach oben und der Markt für didaktisch schlaue und qualitativ gut gemachte Angebote wird immer größer.

Wir haben also schon vor Corona auf das richtige Pferd gesetzt, die Pandemie hat das Wachstum im Markt und bei uns aber sicherlich noch mal zusätzlich beschleunigt.

Was genau bietet ihr mit Meisterklasse und wer sind eure Kund*innen?

Wir bieten videobasierte Online Kurse on demand zu verschiedensten kulinarischen Themen und internationalen Küchen, präsentiert von den jeweiligen Top-Koryphäen ihres Fachs. Man könnte auch sagen, wir sind das Netflix fürs Kochen. Unsere Kunden sind einerseits Hobbyköche, dann Menschen, die gerne mehr über Kulinarik wissen und erlernen wollen und schließlich auch Profis, die von unseren Meistern neue Inspirationen und die besonderen Tricks und Geheimnisse ihrer Kunst erfahren wollen.

Gibt es ein Kursangebot, das aktuell besonders gefragt ist?

Das unterscheidet sich teilweise saisonal. „Die Kunst des Barbecue“ mit Lucki Maurer läuft natürlich im Frühjahr und Sommer besonders gut, „Die Kunst der Weinkunde“ mit Justin Leone nimmt eher im Herbst und Winter Fahrt auf. Aber es gibt natürlich auch Dauerbrenner, wie Harald Wohlfahrts „Die Kunst des Kochens“ oder The Duc Ngo mit seinem Sushi-Kurs. Grundsätzlich kommen die Kurse am besten an, die einen gesunden Mix aus besonderen Gerichten, guter Unterhaltung und exklusivem Wissen und Blicken hinter die Kulissen der Meister bieten.

Wie hebt ihr euch mit eurem Angebot von anderen Kulinarik-Kursangeboten ab?

Die Auswahl der Meister ist schon mal ein starkes Alleinstellungsmerkmal. Auf der Plattform finden sich schon heute für jeden Kurs ganz besondere Koryphäen, deren Können unbestritten ist. Harald Wohlfahrt ist der am höchsten dekorierte Sternekoch in Deutschland. Er hat 25 Jahre lang ohne Unterbrechung drei Sterne gekocht. The Duc Ngo ist Deutschlands erfolgreichster asiatischer Gastronom mit mittlerweile 15 Restaurants in Berlin, Frankfurt und Baden-Baden. Justin Leone gilt als der Rockstar der Weltklasse-Sommeliers, Roland Trettl ist neben Tim Mälzer wahrscheinlich der bekannteste deutschsprachige Koch, der nach seiner Karriere als Sternekoch heute die Menschen vor allem durch seine sympathische und unterhaltsame Art zu Kochen begeistert. Mit Andrea Schirmaier-Huber haben wir eine Konditorenweltmeisterin im Programm und Peter Kapp gilt von der nationalen Gastronomie bis nach Wien als kreativster Bäckermeister. Ludwig Maurer ist unbestritten Deutschlands Grill- und Barbecue-Experte Nr. 1 mit eigener Wagyu-Rinderzucht. Auch bei unseren demnächst folgenden Kursen geht das so weiter.

Des Weiteren grenzen wir uns durch die hohe Qualität der Produktion ab. Ich kenne keinen anderen deutschsprachigen Kursanbieter, der wie wir auf diesem Niveau in Kinoqualität produziert. Die Kurse werden dadurch zu einem echten Entertainment-Erlebnis für unsere Teilnehmer - neben dem vielen Know-how-Transfer macht es einfach Spaß, sie anzuschauen.

Außerdem achten wir sehr auf eine gute didaktische Struktur in den Kursen. Wir wollen unbedingt, dass unsere Teilnehmer besser werden und einen direkten und einfach umsetzbaren Nutzen daraus ziehen. Alle Anleitungen sind sehr praxisnah und bieten echten Mehrwert.

Über unsere Communityfunktion können die Teilnehmer auch Fragen stellen auf die die Meister in regelmäßigen Abständen antworten. Alle Rezepte aus den Kursen gibt es außerdem in Form eines downloadbaren Workbooks inklusive Einkaufslisten.

Zu guter Letzt bauen wir das Angebot der Marke Meisterklasse permanent aus, um der Community ein ganzheitliches kulinarisches Spektrum liefern zu können. In Planung ist zum Beispiel ein Meisterklasse Online-Shop mit von unseren Meistern kuratierten Produkten.

Und wie macht ihr auf euch und eure Angebote aufmerksam?

Online Marketing, vor allem Social Media und Google Search, ist sicherlich ein wesentlicher Treiber. Hier bauen wir paid und organisch kontinuierlich Reichweite auf. Mit jedem neuen Kurs profitieren wir natürlich auch von der bestehenden Community des Meisters, die auf uns aufmerksam wird. Affiliate funktioniert ebenfalls gut und wird weiter ausgebaut. Viele unserer Kunden verschenken die Kurse und somit entsteht ein solides Word-of-Mouth Grundrauschen. Des Weiteren setzen wir auf reichweitenstarke Vertriebskooperationen, wie die mit der Jochen Schweizer/MyDays Gruppe oder dem Weltbild Verlag mit seinen acht Millionen Kunden.

Ab 2022 gibt es die Meisterklasse auch in Form einer stylischen Box im stationären Buchhandel - ein weiterer Vertriebskanal.

Aktuell habt ihr ein Funding auf Seedmatch am Start. Was ist die Motivation für das Funding, was das Ziel und was plant ihr mit dem frischen Kapital?

Wie schon erwähnt haben wir einige Pläne, um die Meisterklasse weiterzuentwickeln. Wir haben bereits mehrere weitere Koryphäen unter Vertrag, mit denen wir neue Kurse produzieren werden. Weiterhin wollen wir das frische Kapital in den Aufbau des Meisterklasse Shops stecken, wir planen eine Meisterklasse App zu entwickeln und natürlich geht das alles nur mit einem guten Team. Daher soll ein Teil des Kapitals auch in den Ausbau unserer Ressourcen und in die Gewinnung neuer Mitarbeiter fließen.
Wir haben uns aus mehreren Gründen bewusst für eine Crowdinvesting-Kampagne entschieden: Einer ist, viele neue Stakeholder in unsere Meisterklasse Familie zu holen, die uns mit Sicherheit mit reichlich guten Ideen und Inspiration bereichern werden. Ein zweiter Grund ist der Ausbau des Bekanntheitsgrades der Meisterklasse durch die Kampagne auf vielen verschiedenen Ebenen.

Und was sind eure weiteren unternehmerischen Pläne?

Langfristig wollen wir die Meisterklasse zu einer führenden kulinarischen Marke in Europa entwickeln. Internationalisierung wird also eine wichtige Rolle spielen. Wir sehen hier sowohl die Übersetzung unserer bestehenden Kurse in andere Sprachen, als auch den Aufbau von länderspezifischen Meisterklassen mit regionalen Koryphäen. Hier gibt es bereits erste Kontakt nach UK, Italien und Frankreich. Weiterhin wollen wir das Portfolio unter der Marke Meisterklasse kontinuierlich ausbauen. So ist es auch angedacht, eigene Meisterklasse Lebensmittel- und Küchenutensilien-Produkte auf den Markt zu bringen.

Und last but not least: Welche Tipps hast du für andere Gründer*innen aus der Food-Branche aus eigener Erfahrung?

Ganz wichtig: Voller Fokus beim Start und dann fortlaufender Ausbau und Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. In der Regel hat man gleich zu Beginn der Entwicklung seines Geschäftsmodells dutzende von Ideen, was man alles reinpacken könnte und welche Optionen und Features das Ganze noch besser machen würden. Die Gefahr, sich an dieser Stelle zu verzetteln und zu wenig Fokus auf den Kern der Idee zu haben, ist riesig. Man muss sich wirklich disziplinieren, alle Ideen erfassen und auf später schieben und eben zu 100% konzentriert auf das Wesentliche der Geschäftsidee bleiben. Man darf nicht dem Irrglauben erliegen, man müsse gleich alles von Anfang mit entwickeln, weil sonst vielleicht Wettbewerber diese Ideen früher umsetzen. Das wird in der Regel nicht passieren.

Mein zweiter Tipp ist, so wählerisch wie möglich beim Aufbau des Teams zu sein. Wenn das Team passt, alle miteinander harmonieren, sachlich und gut diskutieren können und vor allem gleichermaßen professionell sind, wenn es keine Egos im Team gibt, man sich blind vertrauen kann und alle mit gleich großem Engagement auf das eine Ziel hinarbeiten, dann hat man schon 50% des Erfolgs in der Tasche. Die beste Geschäftsidee wird scheitern, wenn du nicht das richtige Team zur Umsetzung am Start hast. Daher lasst euch Zeit bei der Wahl eurer Partner und bei den ersten zehn bis 20 Mitarbeiter*innen, denn die prägen eure Kultur und den weiteren Verlauf eurer Story.


Hier geht’s zum Seedmatch-Funding


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Das Interview führte Hans Luthardt

Gründer*in der Woche: Aulios - übersetzt Sound in Licht

AULIOS übersetzt Sound in Licht und kreiert die weltweit erste Software zur vollautomatisierten Erstellung soundbasierter Lichtshows in Echtzeit für Clubs, Konzerte und Festivals. Mehr über die innovative Idee der Gründer Alexander Gerick und Marius-Julian Marx und die Anwendungsmöglichkeiten im Interview mit Marius-Julian.

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu AULIOS gekommen?

Ursprünglich brauchten wir nur ein wenig Party Beleuchtung für Alex 18. Geburtstag und wollten die Smart Lights von Phillips Hue dafür verwenden. Die Sound-Licht-Synchronisation war jedoch so schlecht, dass wir uns dazu entschlossen, etwas Eigenes zu entwerfen. Es verging dann eine Menge Zeit, in der wir dieses Vorhaben nur unregelmäßig verfolgten. Als wir dann nach unserem Umzug nach Berlin mit DJs und Clubbesitzern in Kontakt kamen, entstand schließlich die heutige Idee zu AULIOS.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee über die Gründung bis zur fertigen Software im Testeinsatz?

Nach dem Slash Hackathon im Oktober 2020 haben wir angefangen, unser Vorhaben ernster zu nehmen. Wir bekamen sehr positives Feedback für unser Vorhaben, Sound und Licht für den Smart Home Bereich zu synchronisieren. Es folgte eine Menge Recherche und wir wollten einen intelligenteren Smart-Home-Brand entwickeln, welcher sämtliche Konkurrenzprodukte im Smart Home Bereich bei weitem übertreffen würde. Dieses Vorhaben änderte sich, nachdem wir mit einigen erfahrenen Investoren gesprochen und verstanden hatten, dass eine Hardware-fokussierte Firma hinsichtlich der Wachstumsgeschwindigkeit und dem Grundkapitalbedarf einige erschwerende Aspekte aufweist.

Ungefähr zu diesem Zeitpunkt kamen wir dann auch mit DJs in Berlin in Kontakt, welche unsere Idee cool fanden und uns immer wieder fragten, weshalb wir so etwas denn nicht für Clubs entwickeln. Dieser Punkt, an dem wir herausfanden, dass Lichtshows immer noch manuell erstellt werden, regte uns dazu an, von dem Smart-Home-Vorhaben abzulassen und uns komplett auf eine B2B-Lösung zu fokussieren.

Wie habt ihr die Startphase und damit auch euch selbst finanziert?

Wir hatten ein wenig Geld angespart, aber der herausforderndste Teil war es, ein Team zusammenzustellen, ohne das Geld zu haben, diese zu bezahlen und ohne Investoren zu einem Zeitpunkt reinzuholen, an dem die Vision hinter AULIOS noch nicht klar und fortgeschritten genug war, um vernünftige Konditionen zu bekommen. Wir wussten, dass unser Vorhaben nicht durch Alex und mich allein realisiert werden konnte. Wir motivierten daher Mitstudenten, uns bei der Entwicklung der Software zu helfen, indem wir ihnen – anstelle einer Bezahlung in Form von Geld – die Möglichkeit boten, ihr Studium voranzubringen und gleichzeitig in einem Projekt zu arbeiten, das einem klar erkennbaren Sinn folgt. Seit Beginn unseres Projekts halfen uns rund 15 Studenten – einige werden auch weiterhin bei AULIOS bleiben und hoffentlich auch bald als erste Mitarbeiter der AULIOS GmbH bezahlt werden können.

Nun zu AULIOS: Was ist das Besondere an eurer Software? Wie hebt ihr euch von anderen Lösungen in diesem Kontext ab?AULIOS ist die weltweit erste Software, welche komplexe Lichtshows basierende auf Sound vollautomatisiert erstellen kann. Anstelle eines Lichtjockeys oder Lichttechnikers wird nur ein Computerprogramm benötigt, um die entsprechende Lichtshow zu erstellen und dies geschieht zudem noch in Echtzeit. Wir können damit Kosten für Veranstalter senken und gleichzeitig die Qualität der Lichtshows deutlich verbessern. Zudem ist AULIOS rund um die Uhr Einsatzbereit und immer nur einen Klick entfernt

Gründer*in der Woche: hello again - das nächste Level der Kundenbindung

Zusammen mit seinen Co-Foundern bietet Franz Tretter mit hello again White-Label-Loyalty-Apps mit automatisierter Kund*innenkommunikation an, um den Wert der Kund*innen und somit den Umsatz zu steigern. Das in Österreich bereits als Vorreiter für Kund*innenbindungsprogramme etablierte Start-up tritt nun auch in Deutschland an. Mehr dazu im Interview mit Franz.

Wann und wie bist du mit deinen Co-Foundern Michael Schöndorfer, Mario Pecile und Sebastian Auberger auf die Idee zu hello again gekommen?

Wir helfen Unternehmen, ihre eigene Treue-Community aufzubauen. Viele Unternehmen und Marken kennen ihre Kund*innen nicht. Die Wechselbereitschaft von Kund*innen und die Relevanz des Smartphones, als wichtigstes Medium der heutigen Gesellschaft, steigt. Das führte schlussendlich zur Gründung von hello again im Jahr 2017. Mit unserer Lösung helfen wir Unternehmen dabei, ihre Kund*innen besser kennenzulernen und sie mit relevanten Inhalten zu bespielen. So werden Kund*innen zu Fans, sie kommen wieder zurück und nehmen auch Freund*innen mit. Der Kundenwert steigt und in Folge auch der Umsatz des Unternehmens.

In Österreich habt ihr einen rasanten Start hingelegt. Was waren die wichtigsten Meilensteine auf diesem beachtlichen Erfolgsweg?

Wichtige Milestones auf unserem Weg gab es viele: Unseren ersten Key-Account-Kunden “claro” hatten wir z.B. bereits vor unserer offiziellen Gründung. Dies zeigte uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Des Weiteren war ein großer Schritt, dass nun in Österreich und Deutschland auf jeder Rechnung ein QR-Code mit Umsatzinformationen abgedruckt ist. Damit können unsere Kund*innen unser System ganz einfach ohne Kassenintegration verwenden und ihre Kund*innen ganz einfach Treue-Punkte sammeln.

2020 war auch ein tolles Jahr für uns: Hier sind das 6-stellige Investment durch Florian Gschwandtner, Alexander Kudlich und Hansi Hansmann zu nennen sowie den Gewinn der Handelskette Müller als unseren Kunden.

Als weiteren Meilenstein haben wir heuer die Grenze der 400 Kund*innen in insgesamt 25 Ländern überschritten. Mittlerweile beschäftigt hello again über 50 Mitarbeiter*innen. Eine Entwicklung, auf die ich wirklich extrem stolz bin. Aber wir haben uns auch für die nächste Zeit einiges vorgenommen: Wir sind in den letzten Monaten erfolgreich in Deutschland gestartet und bauen vor Ort ein eigenes Sales-Team auf. Zudem haben wir uns als Ziel gesetzt, das Wachstum weiter jährlich um 100 Prozent zu steigern und unser Team zu verdoppeln.

Nun auf den Punkt gebracht: Was genau bietet eure hello again White-Label-Lösung, wen adressiert ihr und was unterscheidet sie von bestehenden Angeboten?

Wir helfen dem Power-Mittelstand dabei, seine Endkund*innen wertvoller zu machen - mit unserem Produkt, das aus zwei Komponenten besteht. Eine Steuerungszentrale inklusive Dashboard und Kundendatenbank für das Unternehmen und eine White-Label Loyalty-App, die für verschiedene Anforderungen modular anpassbar ist und von Endkund*innen verwendet wird. Durch das Zusammenspiel dieser Komponenten schaffen wir einen enormen Mehrwert für das Unternehmen und die Endkonsument*innen. Kundenwert und Umsatz werden nachweislich drastisch gesteigert.

Bis heute gibt es keine vergleichbare Lösung am Markt, die Unternehmen ein derart umfassendes Paket anbietet: automatisierte, personalisierte Kommunikation über mehrere Kanäle hinweg, ein Treue-Club-System mit vielen Mechanismen, die die Kundenloyalität fördern, die Möglichkeit durch Stammkund*innen neue Kund*innen zu gewinnen, eine integrierte Kundendatenbank und mächtige Datenanalysetools. Und ein weiterer entscheidender Faktor ist, dass unsere Lösung auch für KMUs leistbar und in wenigen Tagen einsatzbereit ist.

Wie du bereits erwähnt hast, seid ihr nun auch in Deutschland aktiv: Was und wen wollt ihr auf dem deutschen Markt bewegen?

Nach dem Erfolg und vor allem dem extrem positiven Feedback in Österreich sehen wir großes Potenzial bei deutschen Unternehmen. Unsere bisherigen Erfahrungen bestätigen das auch. Wir möchten Unternehmen ein Mittel an die Hand geben, um Kundenloyalität und Kundenwert zu steigern. Insbesondere mittelständische Unternehmen suchen nach Wegen, um sich von den großen Mitbewerbern abzuheben. Genau da kommen wir ins Spiel. Unsere Kund*innen haben, unabhängig von Branche und Unternehmensgröße, eines gemeinsam: Sie möchten ihre Zukunft aktiv mitgestalten und sehen externe Einflussfaktoren und Trends wie die Digitalisierung nicht als Gefahr, sondern möchten diese für die Weiterentwicklung ihres Unternehmens nutzen. Wir nennen diese Unternehmen den Power-Mittelstand. Und den gibt es natürlich auch in Deutschland.

Darüber hinaus seid ihr bereits in insgesamt 25 Ländern aktiv. Wo siehst du hello again in einem Jahr, nicht nur geografisch aufgestellt?

Wir unterstützen aktuell 400 Unternehmen mit unserer Lösung. Unser großes Ziel ist es diese Zahl innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre auf 1.000 zu erhöhen. Wir nennen das in unserem Team “Howard 1000” - eine Hommage an Howard Carpendale und seinen Schlagerhit “Hello again”. Aktuell liegt unser Fokus ganz klar auf dem deutschen Markt. Wir bauen dort gerade unsere Sales-Mannschaft auf. Das Büro in München haben wir schon vor einigen Monaten bezogen – Hamburg, Berlin und Frankfurt folgen bald. Und danach folgt der Rest Europas (grinst).

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

Mein wichtigster Tipp für alle Gründer*innen: Sucht euch ein starkes Team! Alleine kann man kein Unternehmen groß machen. Umgebt euch immer mit Personen, die euch einen Schritt voraus sind – so kommt ihr am schnellsten voran.

Hier geht's zu hello again

Das Interview führte Hans Luthardt

Gründer*in der Woche: Golixxo – die erste Groupware-Lösung nach europäischen Sicherheitsstandards

Die Plutus GmbH, gegründet von Andre Braun und Marko Kraemer, bietet digitale Infrastrukturen und fokussiert auf eine anhaltende digitale Transformation in sämtlichen Lebensbereichen. Mit Golixxo haben die beiden jungen Gründer nun die erste Groupware-Lösung nach europäischen Sicherheitsstandards gelauncht. Mehr dazu im Interview mit Andre und Marko.

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu Golixxo gekommen?

[Marko]: Uns ist aufgefallen, dass es europaweit keinen einzigen Anbieter gibt, der ein vergleichsweise ähnlich ausgeprägtes Produktportfolio in einer einzigen App integriert und anbietet. Außerdem werden in europäischen Unternehmen für die Kommunikation oftmals amerikanische Systeme und Dienstleister genutzt. Unserer Meinung nach fehlt eine europäische Alternative. Ganz wichtig ist bei der Entwicklung natürlich, dass die europäischen Datenschutz- und Sicherheitsstandards berücksichtigt werden, nicht nur über die ausschließliche Nutzung europäischer Server. Deshalb sind wir auf die Idee gekommen, mit Golixxo die europäischen Sicherheitsanforderungen und die Erwartungen unserer Kunden zu verbinden, um so Digitalisierung grundsätzlich in Unternehmen und Europa zu vereinfachen.

Was waren die wichtigsten Steps von der Idee bis zum Launch eurer Softwarelösung?

[Marko]: Genau genommen haben wir ja verschiedene Angebote. Ob das Plutus für die mittelständischen Unternehmen ist, MeineStadt.digital als Lernplattform im kommunalen Umfeld oder eben Golixxo als Softwarelösung in der Breite. Und bei allen Ideen lassen wir uns zunächst von den Kundenbedürfnissen leiten. Seien wir doch mal ehrlich, den meisten geht es um Einfachheit und Sicherheit. Deswegen setzen wir genau an diesen Punkten an: Wir prüfen, welche Ansätze am meisten Mehrwert liefern, und dann arbeiten unsere Coder die besten Ansätze aus und führen sie zu unseren eigenen zusammen. Dass wir dabei on track bleiben, dafür sind Andre und ich permanent im Dialog mit unseren Kunden. Die sind faktisch Teil des Prozesses. Und so ist der Launch dann eigentlich nur noch Vollzug der Idee.

Was genau ist und kann Golixxo?

[Andre]: Golixxo bietet eine Software für die Optimierung interner Kommunikation und vereint mehrere Funktionalitäten, wie beispielweise Videocalls, Internettelefonate, den Emailverkehr, einen Kalender, ein interner Chat und auch ein Drive-System. Mit der Zeit sollen immer mehr Tools hinzukommen. Golixxo fasst also mehrere Apps zusammen und vereinfacht so die interne und externe Interaktion eines jeden Unternehmens. So wird ein wesentlicher Teil eines Unternehmens digital transformiert – und zwar jegliche Austauschprozesse. Im zweiten Schritt sparen die Mitarbeiter vor allem Zeit: Informationen können schneller verbreitet und Daten einfacher und sicherer geteilt werden. Das Ganze funktioniert sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Desktop eines Computers.

Public Value Award for Start-ups 2021

Sieben spannende Finalist*innen – drei glückliche Gewinner*innen: Hier gibt’s die Details zum renommierten Public Value Award for Start-ups.

Seit 2016 zeichnet EY in Zusammenarbeit mit der HHL Leipzig Graduate School of Management Start-ups, die einen besonderen Beitrag zum Gemeinwohl leisten, mit dem Public Value Award for Start-ups aus. Der Award wurde zuletzt noch als EY Public Value Award for Start-ups ausgelobt, 2020 aufgrund der Corona-Pandemie jedoch nicht ausgerufen. Die Pause nutzen die Partner*innen, um die Plattform zum Thema Gemeinwohl für Gründer*innen und junge Unternehmen einer Neuausrichtung zu unterziehen. Träger des Public Value Award ist nun der gemeinnützige Verein Forum Gemeinwohl e.V., Partner*innen sind neben EY und HHL die Stadt Leipzig und ZEISS.

140 Bewerbungen – 7 Finalist*innen

Im Jahr 2021 haben sich 140 junge Unternehmen für diese Auszeichnung beworben, sieben wurden von einer zehnköpfigen Jury rund um die Juryvorstände Markus T. Schweizer (EY) und Prof. Dr. Timo Meynhardt (HHL) ins Finale gewählt.

Unternehmerischer Erfolg sollte nicht nur in Zahlen gemessen werden, weil unternehmerisches Handeln und soziale Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind und ein Fokus auf den eigenen Gemeinwohlbeitrag einem Unternehmen dabei helfen kann, langfristig Aktionäre zu gewinnen und Stakeholder Returns zu generieren.  Grund genug, die diesjährigen Finalist*innen des Public Value Awards genauer unter die Lupe zu nehmen und der Frage nachzugehen, wie ihr Beitrag zum Gemeinwohl aussieht und wodurch sie sich von ihren Mitbewerber*innen abgehoben haben.

Markus T. Schweizer (EY) ergänzt zusammenfassend: „Die Pandemie hat gezeigt, dass sich Unternehmen mit einem hohen Gemeinwohlbeitrag oft durch eine starke Resilienz auszeichnen. Die Finalist*innen und Sieger*innen des Public Value Awards for Start-ups sind damit nicht nur innovative Jungunternehmer, sondern leisten auch einen spürbaren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Wirtschaft.“

Wie man Public Value messen kann

Bewertet wurden die Bewerber*innen anhand der Public Value Scorecard. In jeder der fünf Dimensionen dieser Scorecard konnten zwischen 0 und 100 Punkten vergeben werden. Auch die Start-ups selbst mussten sich in ihrer Bewerbung punktemäßig festlegen und Argumente für jede Dimension anführen. Das gab ihnen die Chance, ihren Beitrag zum Gemeinwohl in Zahlen messbar zu machen und sich näher mit diesem zu beschäftigen. Viele haben die Erkenntnisse aus dem Bewerbungsprozess zum Anlass genommen, um ihre Außendarstellung und ihren Purpose neu zu definieren.

And the Winner is …

Nach einem wochenlangen Coaching durch EY und die HHL fand am 14. Oktober 2021 schließlich das Finale des Public Value Award for Start-ups in der Kongresshalle am Zoo in Leipzig statt. Vor rund 150 Gästen pitchten die Finalist*innen live um den Sieg in der Jurywertung. Bereits im Vorfeld an die Veranstaltung hatten Menschen weltweit zudem die Möglichkeit, online für ihren Favoriten abzustimmen und diesem damit eine Chance auf den Publikumspreis zu geben.

Sowohl die Jury-, als auch die Publikumsentscheidung fielen sehr knapp aus. Darüber, dass alle sieben Start-ups einen herausragenden Beitrag zum Gemeinwohl leisten, bestand Einigkeit. „Die diesjährigen Finalisten zeigen wieder einmal, dass insbesondere junge Unternehmen der Motor für eine zukunftsfähige Gesellschaft sein können. Mit ihren vielfältigen Ideen stärken sie das Miteinander und sorgen so für ein gesellschaftliches Klima, in dem wir alle gern leben möchten“, zieht Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY in Deutschland, sein Resümee.

Aber auch knappe Entscheidungen sind letztlich Entscheidungen und so wurde das Start-up Too Good To Go mit dem 3. Platz in der Jurywertung ausgezeichnet. Auf Platz 2 erklommen die Gründer von HeartBeat Edutainment das Siegertreppchen. Die Frankfurter sicherten sich zusätzlich den Publikumspreis und reisten am Abend mit zwei Trophäen im Gepäck ab. Platz 1 wurde an Africa GreenTec vergeben.

„i-care-Award“ für digitale Innovationen in der Pflege beim Deutschen Pflegetag verliehen

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Digitale Innovationen in der Pflege: Der „i-care-Award“ für digitale Innovationen in der Pflege wurde beim Deutschen Pflegetag verliehen.

Digitale Innovationen können eine gute pflegerische Versorgung unterstützen und den Arbeitsalltag von professionell Pflegenden entlasten. Das private, internationale Pharmaunternehmen Servier hat dazu mit dem „i-care-Award“ eine Auszeichnung für Startups und junge Unternehmen vergeben, die derartige digitalen Innovationen entwickeln.

Der mit einer Förderung der Preisträger versehene „i-care-Award“ wurde im Rahmen des Deutschen Pflegetages am 13. Oktober 2021 in Berlin verliehen. Eine interdisziplinär zusammengesetzte Jury hat sich aus einer Fülle an Bewerbungen für folgende zwei gleichwertige Preisträger entschieden:

Digitale Lernplattform für Pflegeausbildung und mobiles Ausfall-/Aufgabenmanagement

Die Novaheal GmbH hat eine digitale Lernplattform entwickelt, die die gesamte Pflegeausbildung in einer Plattform bündelt, um die Pflege durch digitale Bildung zu stärken. Damit können Pflege-Auszubildende sicher und praxisnah auf dem Weg zur Pflegekraft begleitet werden. Multimediale Tests, Quizduelle, Mediathek und weitere Funktionen bieten praxisnahes Lernen, spielerisches Üben und intelligentes Nachschlagen. Lehrkräfte aus unterschiedlichen Kliniken sichern Praxisbezug und Qualität der Lerninhalte.

Die Cliniserve GmbH hat eine digitale mobile Anwendung entwickelt, die Krankenhausmitarbeiter und Pflegekräfte dabei unterstützt, mehr Zeit für die Patienten aufbringen zu können. Durch smartes Aufgabenmanagement können doppelte Laufwege und aufwändige Telefonate reduziert werden, Aufgaben priorisiert und delegiert werden und die Mitarbeiterzufriedenheit gesteigert werden. Eine Anwendung für das Management von Personalausfällen ermöglicht mehr Wertschätzung für besonderen Einsatz und reduziert Organisationsprozesse.

Digitalisierung etablieren, um Herausforderungen in der Pflege zu meistern

„Wenn wir die Herausforderungen der Pflege mit Erfolg meistern wollen, muss sich auch in diesem Bereich die Digitalisierung konsequent etablieren“, sagt Oliver Kirst, Geschäftsführer der Servier Deutschland GmbH. „Bei Servier stehen Innovationen für Patienten im Mittelpunkt aller Aktivitäten. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, zu dem Arzneimittel ebenso gehören wie digitale Innovationen. Daher unterstützen wir auch digitale Innovationen gerade im Pflegebereich, um eine verbesserte Gesundheitsversorgung der Zukunft aktiv mit zu gestalten.“

„Die Vorstellung innovativer Ideen und Projekte ist ein Kernstück des Deutschen Pflegetages. Auch 2021 widmen wir digitalen Innovationen und Aspekten in der Pflege eine eigene Programmsäule. Wir freuen uns sehr über die Initiative unseres Premiumpartners Servier, mit dem ‚i-care-Award’ diese Entwicklung zu unterstützen. Wir schätzen es sehr, dass die Preisverleihung im Rahmen des Deutschen Pflegetages stattfindet. Der Deutsche Pflegetag ist die perfekte Bühne, neue Ideen direkt der Zielgruppe zu präsentieren und mit ihr zu diskutieren“, so Jürgen Graalmann, Geschäftsführer der Deutscher Pflegetag Servicegesellschaft mbH und Veranstalter des Deutschen Pflegetages.

„Die Verleihung des ‚i-care-Award 2021‘ stellt eine große Ehre für uns dar und würdigt den Einsatz, den wir in den vergangenen Jahren in der Produktentwicklung und Implementierung in mehr als 20 Kliniken und Pflegeeinrichtungen geleistet haben“, sagt Julian Nast-Kolb, Geschäftsführer der Cliniserve GmbH. „Wir möchten den ‚i-care Award‘ aber auch allen Pflegekräften und Entscheidern widmen, die uns von Anfang an unterstützten und das Potenzial in neuen, digitalen Arbeitsweisen in der Pflege gesehen haben. Gemeinsam haben wir bereits viel zusätzliche Zeit für Patientenfürsorge ermöglichen können und ziehen noch mehr Motivation daraus, die Pflegearbeit weiter zu verbessern.“

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung mit dem ‚i-care-Award 2021‘ auf der großen Bühne des Deutschen Pflegetages“, sagt Turan Tahmas, Gründer und Geschäftsführer der Novaheal GmbH. „Mit Novaheal wollen wir die Profession Pflege nachhaltig stärken und Auszubildenden mehr Sicherheit im Praxisalltag vermitteln. Für eine qualitativ hochwertige und attraktive Pflegeausbildung in Deutschland, die sich international sehen lassen kann. Der ‚i-care-Award 2021‘ ist eine großartige Bestätigung unserer Arbeit und unterstreicht auch die Wichtigkeit unserer Mission.“

„i-care-Award 2022“: Bewerbungen ab Dezember 2021

Als Stifter des Preises hat sich Servier zum Ziel gesetzt, digitale Innovationen zu finden, auszuzeichnen und auch durch die Preisverleihung bekannt zu machen. Dazu werden jedes Jahr bis zu drei digitale Innovationen ausgezeichnet, die es Pflegenden in ambulanten Pflegediensten, Tagespflegen, stationären Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern ermöglichen, mehr Zeit und Qualität für den direkten Kontakt mit Patienten und Hilfsbedürftigen aufzuwenden und damit die Pflege menschlicher zu machen. Die Erstplatzierten erhalten jeweils eine Förderung in Höhe von bis zu 5.000 Euro. Bewerbungen zum „i-care-Award 2022“ können ab Dezember 2021 eingereicht werden. Antragsberechtigt sind alle Unternehmen mit Sitz im deutschsprachigen Raum (DACH), die jünger als fünf Jahre sind und weniger als 100 Mitarbeiter/­innen haben. Das Produkt sollte frühestens seit dem 01.01.2019 in Deutschland vermarktet werden. Die Bewerbungsunterlagen können Sie unter der Mail-Adresse [email protected] anfordern und Rückfragen zur Ausschreibung stellen.

Über Servier

Servier ist ein privates, global agierendes und forschendes Pharmaunternehmen, das gemäß seinem Leitbild die Bedürfnisse von Patienten sowie Innovationen in den Mittelpunkt aller Aktivitäten stellt.

Das mit 22.500 Mitarbeitern zweitgrößte Pharmaunternehmen Frankreichs erwirtschaftete im Jahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von rund 4,7 Milliarden Euro in 150 Ländern. Täglich werden 100 Millionen Patienten weltweit versorgt. Das 1954 gegründete Unternehmen vertreibt 50 Original-Medikamente und 1.500 Generika aus den Bereichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, metabolische Erkrankungen, Krebs, Autoimmunerkrankungen und neurodegenerative Erkrankungen.

Servier investiert jährlich über 20 Prozent seiner Pharma-Umsatzerlöse in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente und innovativer Therapien und kooperiert multidisziplinär mit renommierten akademischen und industriellen Partnern. Als führendes Unternehmen im Bereich Kardiologie ist es das Ziel, Servier auch in der Onkologie/Hämatologie als namhaftes und innovatives Unternehmen zu etablieren.

Die deutsche Niederlassung des französischen Traditionsunternehmens mit Hauptsitz in Suresnes bei Paris wurde 1996 in München gegründet. Schwerpunkt: Marketing/Vertrieb von Medikamenten zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Depressionen sowie innovativen digitalen Gesundheitsanwendungen. Servier übernimmt im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens eine hohe gesellschaftliche Verantwortung und unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Forschungs- und Förderpreise, soziale Initiativen und Stiftungen. (www.servier.de)

Über den Deutschen Pflegetag

Der Deutsche Pflegetag ist Deutschlands führender Pflegekongress und die zentrale Branchenveranstaltung für Pflege in Deutschland. Der Deutsche Pflegetag bildet die neuesten Themen und Trends in der Pflege ab. Die begleitende Fachausstellung schafft eine Plattform für Experten, Entscheider und Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft, Pflege und Gesellschaft.

Die organisatorische Verantwortung für den Deutschen Pflegetag trägt die Deutscher Pflegetag Servicegesellschaft (DPSG). Der Deutsche Pflegerat e.V. ist ideeller Veranstalter des Deutschen Pflegetages.

Über die Cliniserve GmbH

Die Cliniserve GmbH hat das Ziel, mit Software einen Beitrag zur Lösung des Pflegeengpasses zu leisten. Dafür benötigt es neue Arbeits- und Personaleinsatzmodelle in der Pflege, die Cliniserve ermöglicht.

Cliniserve CARE unterstützt bei der Digitalisierung des Aufgabenmanagements in der Pflege sowie bei der Kommunikation zwischen Pflege und Patienten und der Kommunikation zwischen Krankenhausmitarbeitern. Die Cliniserve ist dabei die digitale Benutzeroberfläche für das Personal, über die via Smartphone Aufgaben empfangen, Aufgaben erstellt und via Chat kommuniziert werden kann – unter anderem auch an und von IoT und Robotik Systemen sowie als Service Call von Patienten. Cliniserve TEAM bietet eine Lösung, um im täglichen Ausfallmanagement nicht nur wertvolle Zeit und Kosten zu sparen, sondern auch Engpässe leichter abzufangen und Mitarbeitende für ihren aktiven Einsatz in der Cliniserve Mitarbeiter-App zu belohnen. 2018 gegründet, konnte Cliniserve deutschlandweit bereits über 20 Kunden wie das UKSH in der Pflege entlasten. Nähere Informationen zu Cliniserve finden Sie unter: www.cliniserve.de

Start-up-Initiative für mehr Unabhängigkeit von Google oder Apple

Das Start-up "Hallo Welt Systeme" hat die Initiative für eine Alternative zu Produkten der Big-Tech-Unternehmen ergriffen. Dafür setzt es auf Partnerschaften mit kleinen und mittelständischen Unternehmen und Organisationen.

Gemeinsam bieten die Partner eine Gesamtlösung für mehr Einfachheit, Sicherheit und Selbstbestimmung in der mobilen, digitalen Welt. Zu den Partnern gehören Gigaset Communications als Hardware Hersteller, die Ubports Stiftung für das quelloffene Betriebssystem Ubuntu Touch und der VPN Anbieter Hide.me. Neu dabei: Die Suchmaschinen Startpage und MetaGer für anonyme Suche im Internet und StartMail für sichere E-Mails. Motivation für Volla sind neben der wachsenden Dominanz der Big-Tech Unternehmen auch aktuelle Entscheidungen zur Überwachung im digitalen Raum.

Smartphone mit Fokus auf mehr Datenschutz und Privatsphäre

Vergangenes Jahr hat das junge Remscheider Unternehmen "Hallo Welt Systeme" mit seinem Volla Phone einen Paradigmenwechsel am Handymarkt eingeleitet. Denn im Unterschied zu gängigen Mobiltelefonen verzichtet das Volla Phone auf alles, was die Nutzer ablenkt und punktet mit einem eigens entwickelten Betriebssystem, dem Volla OS auf Basis eines quelloffenen Android (Android Open Source Project). Im Vordergrund steht dabei der Schutz der Privatsphäre sowie ein neues, einfaches Benutzererlebnis, das sich durch Konzepte wie dem Springboard und automatischen Zusammenstellungen von Inhalten (Collections) auszeichnet.

Gründer Dr. Jörg Wurzer will mit seinen Produkten eine Alternative zu großen Unternehmen wie Google oder Apple bieten: "Unsere Strategie ist, gemeinsam mit unseren Partnern, einer Community von Entwicklern und Anwendern ein Marktsegment für Konsumenten zu erschließen, die heute keine Alternative zu Apple oder Google kaufen können. Was für ein einzelnes Start-up zu ambitioniert erscheine, kann in der Zusammenarbeit gelingen."

Partner für digitale Selbstbestimmung

Gemeinsam mit anderen kleinen und mittleren Unternehmen und Orgabisationen hat Dr. Wurzer eine Allianz für mehr Unabhängigkeit, Selbstbestimmung, Schutz der Privatsphäre ins Leben gerufen, die Themen wie Datenschutz, digitale Selbstbestimmung, Open Source, Privatsphäre und Unabhängigkeit von den großen Technologie-Unternehmen nicht nur vorantreiben, sondern umsetzen möchte. Zu den Partnern zählen Gigaset Communications, die UBports Foundation, Hide.me, Startpage sowie der SUMA e. V. bzw. Metagerund StartMail.

Jörg Wurzer: "Als junges Unternehmen sind wir auf Wachstumskurs und spüren einen zunehmenden Wunsch nach mehr Selbstbestimmung und Sicherheit bei den Usern. Wir sehen, dass es sich um mehr als nur eine Marktnische handelt und dass dieses Marktsegment stetig wächst. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir hier Akzente setzen, indem wir mit ergänzenden Produkten hier echte Innovationen im Smartphone Segment bieten und so zur qualitativen Alternative werden."

Starkes Signal für mehr Unabhängigkeit setzen

Zu den Partnern der ersten Stunde zählt unter anderem der in Bocholt produzierende Telekommunikations- und Smart-Home-Spezialist Gigaset Communications, der die Hardware für das Volla Phone und das Volla Phone X - die robuste "Rugged Smartphone" Variante - in Deutschland liefert. "Wir freuen uns mit unserer Hardware einem jungen Start-up helfen zu können", so Andreas Merker VP Smartphones bei Gigaset. "Die Tatsache, dass die Hallo Welt Systeme bei ihrem sehr sicheren und kundenorientierten Ansatz auf Gigaset Hardware setzt, spricht für die Qualität unserer Produkte und deren flexible Gestaltungsmöglichkeiten.

Das Volla Phone ist alternativ zum eigenen Betriebssystem Volla OS auch in einer Variante mit dem mobilen, vorinstallierten Linux Betriebssystem Ubuntu Touch erhältlich. Umgesetzt wurde diese Variante gemeinsam mit der UBports Foundation mit Sitz in Berlin und der dahinterstehenden Community. Als Gold Sponsor unterstreicht sie die Qualität des Projekts und unterstützt das Team rund um Gründer Dr. Wurzer bei der Weiterentwicklung und weiteren Marktpositionierung des Volla Phone.

Der stellvertretende Vorsitzende der UBports-Stiftung, Ricardo Mendoza, zeigt sich äußerst zufrieden mit den erreichten Zielen in 2020: "Wir können Anwendern dank der Kooperation mit Hallo Welt Systeme ein aktuelles Gerät mit vorinstalliertem Betriebssystem anbieten. Bisher mussten viele Anwender zu gebrauchten Geräten greifen und noch dazu selbst Hand anlegen, wenn sie Ubuntu Touch installieren wollten. Außerdem hat die Kooperation es uns ermöglicht, die Unterstützung für andere Geräte mit Android-9-Basis voranzutreiben."

Das Sprungbrett von Volla OS ist der schnelle Start für alle wichtigen Alltagsfunktionen des Volla Phones. Dazu gehört auch die Suche im Internet, für die Anwender nun zwischen verschiedenen Suchmaschinen auswählen können. Mit Startpage und MetaGer hat Volla dafür zwei starke Partner gefunden, die nicht nur konsequent die Privatsphäre schützen, sondern und auch qualitativ einen Mehrwert bieten.

Hinter der Suchmaschine Startpage steht das Unternehmen Startpage BV aus den Niederlanden, das Suchanfragen anonymisiert an Google übermittelt und somit auf den Google Index zugreift, ohne dabei eine IP-Adresse, eine User-ID oder Tracking-Cookies einzusetzen oder den Suchverlauf zu speichern.

Robert E.G. Beens, Mitgründer und COO von Startpage zur Kooperation: "Durch die vermehrte Nutzung von Mobiltelefonen geht viel Privatsphäre verloren. Mit dem Volla-Telefon gibt es endlich eine Möglichkeit, die Kontrolle über unsere Handy-Daten zurückzuerlangen. Startpage freut sich sehr, als Standard-Suchmaschine auf Volla verfügbar zu sein. Unsere Partnerschaft ist dabei eine ideale, gegenseitige Ergänzung. Wir teilen dieselbe Mission zum Schutz der Privatsphäre und können unseren Kunden gemeinsam ein einzigartiges und wirklich anonymes Sucherlebnis bieten."

Die deutsche Metasuchmaschine MetaGer, die seit 2004 von dem gemeinnützigen Verein SUMA e. V. betrieben wird, kombiniert anders als die Marktführer mehrere Such-Indizes als Datenquelle für eine Suchanfrage. Dazu gehören bei MetaGer vor allem der Such-Index von Bing, aber auch von Medien wie Zeit Online und neue, innovative Alternativen wie die Peer-to-Peer-Suche von yacy.net.

"Digitale Technik, vor allem wenn sie so grundlegend wie eine Suchmaschine ist, sollte frei und unabhängig von kommerziellen und staatlichen Interessen sein," meint Manuela Branz, Sprecherin des SUMA e.V. und diese Philosophie passt perfekt zu der Motivation hinter dem Volla Phone und Volla OS. Anwender sollen die Wahl haben, zu entscheiden wo sie sich informieren. Und das ohne die Beobachtung und Beurteilung durch Dritte. Und Dominik Hebeler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied ergänzt: "Mit uns behalten Nutzer die volle Kontrolle über Ihre Daten. Wir tracken nicht. Wir speichern nicht."

Seit der ersten Auslieferung kommt des Volla Phone mit einem standardmäßig integrierten Virtual Privat Network (VPN) von Hide.me, das für einen geschützten Zugang zum Netz sorgt. Hide.me bzw. die dahinterstehende eVenture Ltd. ist aufgrund seines Standortes in Malaysia nicht zur Aufzeichnung der Verbindungen verpflichtet und protokolliert daher keine Netzaktivitäten. Das ermöglicht zusätzliche Anonymität im Netz.

Robert Smorhaj von Hide.me: "Als Volla auf uns zukam, hide.me VPN in seinen datenschutzfreundlichen Smartphones zu integrieren, waren wir begeistert. Die Gelegenheit, zu diesem Projekt beitragen zu können, welches Online-Datenschutz ebenfalls großschreibt, ist fantastisch. Eine erfolgreiche Kooperation, die durch Datenschutz und Privatsphäre langfristig Ihre Freiheit online gewährleistet."

Last but not least zählt seit einigen Tagen auch der E-Mail-Service StartMail zu den Volla-Phone-Partnern. StartMail ist der sichere E-Mail-Service, der von den Menschen hinter Startpage entwickelt wurde. Die Web-Anwendung macht die Verwendung einer hochgradigen Verschlüsselung mit dem bewährten und offenen PGP-Standard so einfach wie möglich. Dafür arbeitet das Unternehmen aus den Niederlanden eng mit dem Erfinder Phil Zimmermann zusammen und bietet so eine komfortable und moderne Verschlüsselung und Technologie für E-Mails. Volla möchte mit StartMail allen Anwendern einen konsequenten Schutz der Privatsphäre für die digitale Kommunikation bieten.

"Durch die Nutzung unserer Mobiltelefone geht ein Großteil der Privatsphäre verloren. Mit dem Volla-Telefon haben die Menschen endlich eine Möglichkeit, die Kontrolle über ihre mobilen Daten zurückzuerlangen. Als privater Anbieter sind wir stolz darauf, der E-Mail-Partner von Volla in dieser Allianz zu werden", sagt Robert E.G. Beens, CEO von Startmail. "Wir teilen dieselbe Mission in Bezug auf den Datenschutz und freuen uns darauf, den Nutzern von Volla-Telefonen unseren E-Mail-Service anbieten zu können."

Gründer*in der Woche: LEILA - die Online-Kinderwunsch-Plattform

LEILA ist ein FemTech Start-up aus Berlin, das durch sein CE-zertifiziertes Medizinprodukt die Diagnostik von Fruchtbarkeitsstörungen automatisiert. Mit der selbst entwickelten Software wird die Ursache der Störungen in kurzer Zeit erkannt, die intelligenten Algorithmen verraten, welche Umstellungen notwendig sind, um den Kinderwunsch Realität werden zu lassen. Mehr dazu im Interview mit Co-Founderin Caroline Mitterdorfer.

Wie steht es hierzulande um das traurige (Tabu-)Thema unerfüllter Kinderwunsch? Wie viele Paare sind betroffen, welches sind die Hauptursachen und wie vielen Paaren kann bislang effektiv geholfen werden?

Allein in Europa sind 25 Millionen Menschen von Unfruchtbarkeit betroffen. Als unfruchtbar gelten bereits Frauen, wenn sie über 35 Jahre alt sind und länger als 6 Monate versuchen schwanger zu werden oder Frauen unter 35 Jahren, die es länger als ein Jahr versuchen.

Die erste Anlaufstelle ist meist die gynäkologische Praxis der Frau. Leider sind in Deutschland nur 0,9 % der Gynäkolog*innen auf Reproduktionsmedizin & Endokrinologie spezialisiert. Diese Spezialisierung ist jedoch erforderlich, um umfangreiche Kinderwunschdiagnostik durchzuführen.

Das Gesundheitssystem sieht also vor, dass jene Paare in die Kinderwunschklinik gehen - dort wo die Experten sitzen. Leider kommen da lediglich 10 % aller Paare an - häufig aufgrund von Stigma, finanzieller Ressourcen und fehlender Information. Kinderwunschkliniken werden nach wie vor mit künstlicher Befruchtung, Designerbabys und Reagenzgläsern in Verbindung gebracht. Leider ist Unfruchtbarkeit immer noch ein riesiges Tabu-Thema in unserer Gesellschaft. Unsere Studie mit über 1500 Frauen hat ergeben, dass Betroffene sich oft alleine gelassen fühlen, stark verzweifelt sind und gar Anzeichen an Depressionen aufzeigen.

Daher ist es wichtig, die übrigen 90 % abzuholen und ihnen eine Lösung zu bieten, den Grund für ihren unerfüllten Kinderwunsch herauszufinden! In fast 70 % der Fälle, reichen sogar schon kleinere Lebensstiländerungen aus, wie die Einnahme von Medikamenten oder eine Ernährungsumstellung, um die Fruchtbarkeit zu erhöhen.

Ein sehr häufiger Grund für Unfruchtbarkeit ist zum Beispiel das polyzystische Ovarialsyndrom, kurz PCOS. Es ist in über 30 % der Fälle die Ursache von Unfruchtbarkeit. Leider dauert die Diagnose für diese häufig vorkommende Krankheit (10 bis 15 % aller Frauen sind betroffen) oft mehrere Jahre. Das gleiche gilt für Endometriose an der 1 von 10 Frauen erkranken. Hier dauert die Diagnose vom Auftreten der ersten Symptome bis zur vollständigen Diagnose im Durchschnitt 10,4 Jahre. Das können wir mit einer leicht zugänglichen, medizinischen Diagnostik ändern!

Wann und wie bist du vor diesem Hintergrund zusammen mit deinen Mitgründerinnen Dr. med. Theresa Vilsmaier und Silvia Hecher auf die Idee zu LEILA gekommen?

Nach meiner Zeit bei einem Start-up in der Hotellerie, habe ich mich nach einer Aufgabe gesehnt, mit der ich wirklich etwas bewegen kann. In meinem Bekanntenkreis wurde das Thema Kinderwunsch immer präsenter, ich selbst habe mich auf Basis meiner eigenen Gesundheit stark mit dem Einfrieren von Eizellen auseinandergesetzt und hier einen Mangel entdeckt: Es gab keine Möglichkeit, sich die sehr teuren Kinderwunschbehandlungen zu finanzieren. Das passte gut zusammen mit meinem Background in Finance, so gründete ich den ersten Kinderwunschkredit in Deutschland.

Auf Silvia wurde ich aufmerksam, als sie ihren Auftritt bei 2 MINUTEN 2 MILLIONEN, dem österreichischen Format von Höhle der Löwen, hatte. Sie präsentierte damals Ivery, einen At-Home-Test für die Bestimmung des letzten fruchtbaren Tages. Im Rahmen unseres Austausches kamen wir auf die Lücke im Gesundheitssystem zu sprechen: Die Fruchtbarkeitsstörung von Frauen kann meist nicht umfangreich beim Gynäkologen diagnostiziert werden und der Besuch in einer Kinderwunschklinik wird meist kategorisch ausgeschlossen. Durch glückliche Umstände über unsere erste Investorin wurden wir dann mit Theresa connected. Als Reproduktionsmedizinerin bestätigte sie uns dieses Problem und gemeinsam haben wir dann im September 2020 gestartet LEILA zu entwickeln.

Worin besteht euer neuartiger Ansatz in der Kinderwunschmedizin?

Mehrere Hundert klinische Leitlinien und Studien im Bereich Kinderwunsch werden erstmals unter der Verwendung von über 30 eigens entwickelten Algorithmen als elektronischer Entscheidungsbaum abgebildet. In Form von einer Software, dem LEILA Fertility Code, bringen wir quasi die smarteste Reproduktionsmedizinerin zur Frau nach Hause. Das spart nicht nur dem Paar und den Ärzt*innen wesentliche Zeit, sondern ermöglicht vor allem eine individualisierte Diagnostik.

Bis dato gibt es rund um den Kinderwunsch nur reine Lifestyle-Produkte mit sehr begrenzten Möglichkeiten am Markt. Wir sind ein Medizinprodukt und können eine ganzheitliche, individualisierte und vor allem wissenschaftlich fundierte Diagnose bieten.

Wie genau funktioniert euer Konzept bzw. digitales Analysetool?

Der LEILA Fertility Code ist web-basiert und somit über jedes Gerät erreichbar. Wir starten zunächst mit einer umfangreichen Anamnese in Form eines medizinischen Fragebogens, das ist die Basis für die Arbeit unseres Algorithms. Anschließend ermittelt dieser welche Blutparameter im Labor abgenommen werden müssen, eine sogenannte Präzisionsdiagnostik. Nach dem Besuch im Labor und Vorlage der Ergebnisse, ermitteln unsere Algorithmen dann die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch und empfehlen direkt individualisierte Therapiemöglichkeiten und nächste Schritte - präzise, medizinisch und vor allem personalisiert. In einer Videosprechstunde mit einem/r Reproduktionsmediziner*in werden dann die Ergebnisse des LEILA Fertility Codes gezeigt und erläutert.

Mit LEILA können Frauen so innerhalb weniger Tage den Grund Ihrer Unfruchtbarkeit feststellen und vor allem ihren Kinderwunsch in Angriff nehmen - für Begleitung nach Diagnose ist bei LEILA in Form von online Therapiestunden und Kursen gesorgt.

Wo kommt euer Medizinprodukt zum Einsatz?

Unser Produkt ist für alle Frauen und Paare, die per Definition als "unfruchtbar" gelten. Wir möchten so die Lücke im System schließen und die Reproduktionsmedizin nahbarer machen. Mit unserer Diagnose empowern wir jene Paare die besten Schritte einzuleiten, um die besten Chancen auf die Erfüllung ihres Kinderwunsches zu haben. Der Faktor Zeit ist schließlich, wie bereits erklärt, ein entscheidender beim Kinderwunsch, daher ist die frühzeitige Erkennung der Unfruchtbarkeitsursache durch LEILA auch so wichtig.

Wie habt ihr euch bzw. den Unternehmensaufbau von LEILA bislang finanziert?

Durch starke Angel Investoren, die an unsere Vision, langfristig eine Lücke im Gesundheitssystem zu schließen, und an LEILA glauben.

Was sind eure nächsten unternehmerischen To Do's?

Seit September ist der LEILA Fertility Code nun offiziell ein Medizinprodukt und darf von Frauen und Ärzt*innen angewendet werden. Unser Fokus liegt nun darauf, die ersten Partnerschaften mit Zyklus-Applikationen bzw. Fruchtbarkeitstrackern zu starten, damit wir die ersten Kundinnen durch die Software führen dürfen. Parallel haben wir eine strategische Partnerschaft mit einer der größten europäischen Laborketten für Endokrinologie gewonnen. Gemeinsam trainieren wir nun unsere Algorithmen mit mehr als 10 Millionen Datensätzen, um schon bald durch Machine-Learning neben Empfehlungen für Diagnostik auch Prognosen anbieten zu können - unter anderen für Behandlungserfolge.

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

  1. Lass dich ja nicht unterbuttern. Es wird immer Leute geben die nicht an dich glauben. Das sollte dich umso mehr anspornen.
  2. Hinfallen und Krone wieder richten. Es wird dir konstant ein Stein in den Weg gelegt. Lass den Kopf nicht hängen und richte dich wieder auf. Fokussiere dich auf deine Vision und lass dich von negativen Erlebnissen nicht irritieren.
  3. Bitte um Hilfe. Gerade als Gründerin hat man oft nicht das passende Netzwerk oder kaum Freundinnen im Freundeskreis die ebenfalls gründen. Lass dir Intros geben, hilf anderen, dann wird dir auch geholfen und leiste dir einen Coach - #1 Tipp!

Hier geht's zu LEILA

Das Interview führte Hans Luthardt

Dropp erhält 2 Mio. Pre-Seed-Finanzierung und launcht grünen Last-Mile-Delivery-Service

Dropp, das grüne Last-Mile-Delivery-Start-up, verkündet seinen Launch in Deutschland und den Abschluss einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde von über 2 Mio. Euro.

„Wir freuen uns, mit der Finanzierung von über 2 Mio. Euro unser Produkt weiterentwickeln und unseren Service bald in weiteren Städten Deutschlands anbieten zu können. Mit unserem innovativen Ansatz, Online-Shops eine klimaneutrale und zeiteffiziente Lieferung zu ermöglichen, kommen wir unserer Vision näher, die Logistik der Zukunft im urbanen Raum entscheidend mitzugestalten“, sagt Alessa Vogler, Mitgründerin und Geschäftsführerin von Dropp.

Das Berliner Start-up Dropp wurde im März 2021 von Alessa Vogler, Nicolas Pörschke und Philip Braun gegründet, die auch allesamt als Geschäftsführer fungieren. Dropp ermöglicht Unternehmen aus dem E-Commerce eine schnelle, klimafreundliche und flexible Zustellung ihrer Produkte an die Konsument:innen. Die Last-Mile-Delivery über Dropp erfolgt über E-Cargo-Bikes und mit Hilfe von ressourcenschonenden Verpackungen. Durch das Prinzip des Quick Commerce mit innerstädtischen Logistikzentren werden die Waren innerhalb von drei Stunden nach der Bestellung oder in einem beliebigen Zeitfenster von zwei Stunden zugestellt.

Mit diesem Versprechen, Lieferungen innerhalb von drei Stunden auszuliefern, positioniert sich das Start-up als innovativer Logistikdienstleister für Online-Shops. Der Service von Dropp ermöglicht es E-Commerce-Händlern, ihre Logistik auf einen sogenannten Quick Commerce-Service umzustellen. Dazu werden, ähnlich wie bei Gorillas oder Flink im Food-Sektor, Produkte in innerstädtischen Logistikzentren gelagert und mittels Fahrradkurieren klimaneutral ausgeliefert.

Mit dem frischen Kapital wird Dropp sein Team weiter aufbauen sowie die Produktentwicklung und Operations weiter entwickeln. Bis Ende des Jahres plant Dropp weitere Logistikzentren in Berlin sowie neue an Standorten in München und Köln.

Start-up Mentoring: Starthilfe auf Augenhöhe

Anhand des invest2grow-Programms von und mit Unternehmer Gerold Wolfarth zeigen wir exemplarisch, wie Gründer*innen von Mentoring profitieren können.

Statistisch gesehen überstehen 70 Prozent aller Start-ups das erste Firmenjahr nicht. Von den 23 Prozent, die es schaffen, scheitern wiederum 70 Prozent in den ersten fünf Jahren. Das sind erschreckende Zahlen. Gerade wenn man bedenkt, wie sehr Markt und Wirtschaft auf Innovationen und zukunftsträchtige Unternehmen angewiesen sind. Doch woran liegt das? Und wie kann Abhilfe geschaffen werden?

Die am häufigsten genannten Problemfelder bei jungen Unternehmen sind Vertrieb, Marketing und Kapital. Die Idee zur Firmengründung kann noch so gut sein – wenn es in den anderen Bereichen an der notwendigen Expertise mangelt, ist das Scheitern fast schon vorprogrammiert. Und genau deshalb lohnt sich für viele Start-ups der Blick über das eigene Unternehmen hinaus. Denn häufig kann Hilfe von Extern den Mangel an Erfahrung ausgleichen und damit über mögliche Stolpersteine in der Gründungsphase hinweghelfen.

Zum Beispiel in Form eines Mentoring-Programms, welches in den ersten Gründungsmonaten oder Jahren unterstützt. Ein solches Mentoring-Programm ist invest2grow von und mit Unternehmer Gerold Wolfarth. „Als ich mein eigenes Unternehmen vor über 20 Jahren gegründet habe, konnte ich niemanden um Rat fragen. Ich hatte weder Unterstützung im Finanziellen noch im Fachlichen. Damals ist in mir der Wunsch entstanden, es selbst einmal anders zu machen und jungen Unternehmer*innen zu helfen“, so Gerold Wolfarth. Aus diesem Wunsch heraus ist sein Mentoring-Programm entstanden, das sowohl das Unternehmen als auch die Unternehmerpersönlichkeit im Blick hat. Das Themenspektrum ist umfassend: Wie findest du die richtigen Mitarbeiter*innen? Wie kannst du deine Zahlen und die Finanzplanung in den Griff bekommen? Wie begeisterst du andere für dein Produkt? Wie wächst du an deinen Aufgaben? Wie baust du dir ein Netzwerk auf? Und wie entwickelst du dich als Persönlichkeit weiter? Über einen Zeitraum von 12 Monaten hinweg arbeitet ein Mentoren-Team an den spezifischen Themen der Teilnehmer*innen.

360-Grad-Blick auf die Start-ups

Das Mentoren-Team von invest2grow kommt aus unterschiedlichen Bereichen und erreicht so einen 360-Grad-Blick auf die Start-ups. Gerold Wolfarth hat sein eigenes Unternehmen in den Bereichen Objektausbau und Facility Management vom kleinen One-Man-Start-up zum Weltmarktführer aufgebaut. Heute ist er für die bekanntesten Retail-Marken der Welt tätig und investiert regelmäßig in Start-ups. Dabei sind ihm die Themen Nachhaltigkeit und Innovation ein besonderes Anliegen. Robert Hornsteiner ist Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der factorP leadership development GmbH & Co.KG. Als Mentor für Unternehmer*innen hat er sich darauf spezialisiert, Führungspersönlichkeiten zu entwickeln und echtes Leadership zu fördern. Burkhard Schneider vervollständigt das Team. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der beewell Business Events GmbH, die das Thema Energieeffizienz verfolgt – also Umweltschutz und wirtschaftlichen Erfolg miteinander verbindet. Er hat bereits mehr als 500 Unternehmensgründer*innen und Start-ups begleitet.

Wie sieht so ein Mentoring-Programm aus?

Bei invest2grow finden alle zwei Wochen Gruppenmeetings statt, in denen unterschiedliche Themenbereiche besprochen werden. Ständige 1-zu-1-Mentoring-Calls mit den Coaches sind zusätzlich möglich, die Teilnehmer*innen erhalten Arbeitsunterlagen und haben Zugriff auf Video-Tutorials zu den unterschiedlichsten Themen. Das Wichtigste: Es geht nicht nur um graue Theorie. Alle Teilnehmenden erhalten Pitch-Möglichkeiten vor möglichen Investoren, etwa bei der Eventreihe THE GROW. Und es besteht die Chance auf ein Invest in Millionenhöhe. Durch die Zusammenarbeit von invest2grow mit dem Kooperationspartner SalsUp entstand die Ökovation Ventures Beteiligungsgesellschaft. Diese unterstützt junge Unternehmen mit Pre-Seed Investments von bis zu 750.000 Euro.

The Grow Summit 2021 – ein Startup-Rückblick

Was uns beim The Grow Summit 2021 – dem „Gipfeltreffen der Startup-Szene & des Mittelstands aus der DACH-Region“ – am 17. September 2021 in Endsee aus Startup-Sicht am meisten beeindruckt hat? Hier ein paar erste Eindrücke.

Die perfekte Organisation – vom Catering über die Location bis hin zur technisch brillanten Bühnentechnik? Das auch!

Die unermüdlich aktiven Gastgeber von The Grow und medialen Bühnen-Profis, Gerold Wolfarth und Bernhard Schindler? Selbstredend!

Die prominenten wie hochkarätigen Gäste und Speaker*innen – live auf der Bühne oder digital zugeschaltet – wie Oliver Kahn, Frank Thelen, Wolfgang Grupp, Daniel Krauss, Sina Trinkwalder, Wolfgang Bosbach, Prof. Tobias Kollmann oder Nina Kristin Pütz? Absolut! Hierzu könnte man stundenlang schreiben, um die Highlights der Panels in die Welt zu tragen. Dies wird in Auszügen noch separat erfolgen, auch audiovisuell.

Exklusiv für StartingUp-Leser*innen: Stipendium für Fundraising Masterclass

In Kooperation mit dem Early-Stage-Venture-Capital-Geber HOWZAT ennea Group vergeben wir – exklusiv an euch StartingUp-Leser*innen – einen der begehrten Plätze für die hochkarätige Fundraising Masterclass 2021.

Bis vor wenigen Jahren wurde Fundraising vornehmlich von Non-Profit-Organisationen durchgeführt, um die satzungsbedingten Vorhaben mittels Spenden etc. zu realisieren. Darüber hinaus wird Fundraising zunehmend als eine wichtige Möglichkeit der Start-up-Finanzierung bzw. zweckgebundenen Projektfinanzierung interessant.

In beiden Fällen gilt: Die Kunst des Fundraisings besteht in erheblichem Maße im Aufbau und der Pflege von Beziehungen zwischen dem zu fördernden Unternehmen und seinen Förderern bzw. Investoren. Hierbei ist die Unterstützung durch erfahrende Expert*innen ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg.

Top-Investoren mit Gründer*innen-Gen

Die HOWZAT ennea Group ist ein Early-Stage-Venture-Capital-Geber für Start-ups. Der Risikokapitalgeber ist 2020 aus einem Zusammenschluss der Gesellschaften HOWZAT Partners und ennea capital partners entstanden. HOWZAT ennea versteht sich nicht nur als klassischer Investor, sondern auch als Wegbereiter für Gründer*innen und Start-ups bei der erfolgreichen Geschäftsentwicklung und Skalierung.

In diesem Kontext bietet HOWZAT ennea als Early-Stage Investor Start-ups finanzielle Unterstützung in der Frühphase, mit Fokus auf die Bereiche Reise, Mobilität, Shopping & Commerce, Education Tech und (Food)-Tech. Anton Werner, erfolgreicher Entrepreneur sowie CFO und Partner bei HOWZAT ennea: „Unsere Mission ist es, mit exzellenten Gründer*innen und Teams zusammenzuarbeiten, um herausragende Technologieunternehmen aufzubauen, zu skalieren und zu etablieren. Wir bieten jungen Unternehmen deshalb neben finanziellen Mitteln Betreuungs- und Beratungsleistungen in zahlreichen strategischen, operativen und administrativen Bereichen.“

Fundraising Masterclass 2021 – jetzt bewerben!

Nachdem HOWZAT ennea in fast 100 Unternehmen in der Frühphase investiert hat (z.B. Trivago, Academia), hat das Unternehmen jetzt seine erste Masterclass für Start-up-Finanzierung ins Leben gerufen, um die Erfahrungen der letzten zwei Jahrzehnte mit der nächsten Generation von Unternehmer*innen in der Frühphase zu teilen.

Ab Oktober dieses Jahres bieten Anton Werner und die übrigen Expert*innen von HOWZAT ennea diese Fundraising Masterclass an. Hier werden die Teilnehmer*innen Informationen sowohl von Investment- als auch Gründerexperten erhalten und lernen, worauf während der Businessplanung und dem Fundraising zu achten ist. „Wir wollen Erstgründer*innen damit die Möglichkeit geben, Fehler, die wir selbst und viele Gründer*innen da draußen gemacht haben, zu vermeiden; also 95 Prozent jener Fehler, die während eines Fundraising-Prozesses auftreten können“, so Anton Werner.

In diesem Video erklärt euch Anton Werner, CFO und Partner bei HOWZAT ennea, kurz und bündig, warum es so wichtig ist, sich als Start-up frühzeitig „VC ready“ zu machen und welchen Mehrwert euch hierbei die Fundraising Masterclass liefert.

THE GROW SUMMIT 2021 - das erwartet dich!

Das Gipfeltreffen der Start-up-Szene & des Mittelstandes - Deutschland, Österreich, Schweiz in Endsee am 17. September 2021. Live vor Ort und/oder digital - das erwartet dich.

Die Initiatoren von "The Grow", Bernhard Schindler, Gerold Wolfarth und Dejan Jovicevic im Gespräch über das große Finale am 17. September 2021: The Grow Summit. Die Diskussion offenbart erste Details zu prominenten Gästen und Speaker*innen und gewährt exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Mehr Infos auf www.the-grow.de bzw. die Tickets gibt's unter https://bit.ly/3j1VSzs

Jetzt für die StartUp Area auf dem THE GROW Summit 2021 bewerben!

Im Rahmen des THE GROW SUMMIT 2021 hast du die Möglichkeit, dich und dein Start-up in der StartUp Area mit einem Messestand live vor Ort und virtuell zu präsentieren. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 begrenzt, Anmeldungen werden bis Ende August angenommen. Hier kannst du dich mit deinem Start-up online bewerben.