SaaS-Plattform Workpath schließt Mio.-Finanzierungsrunde ab


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Das Münchner Start-up Workpath erhält ein neues Millionen-Investment des auf Enterprise-Tech spezialisierten Risikokapitalgebers signals Venture Capital.

Johannes Müller, Thomas Obermüller und Pascal Fritzen gründeten die Workpath GmbH im Jahr 2017. Ziel war eine intuitive Kollaborationsplattform, mit der Teams schneller von strategischen Zielen zu Ergebnissen gelangen und Unternehmen anpassungsfähiger werden konnten.

Das Ergebnis ist Workpath: Über Abteilungsgrenzen hinweg können Unternehmen Ziele besser planen, koordinieren und erreichen. Workpath unterstützt Firmen mittels Objectives und Key Results (OKRs) bei der flexiblen und effektiven Umsetzung ihrer Strategie. Die eigens dafür entwickelte Software fußt auf Management-Ansätzen rund um agiles Arbeiten und “New Work” und ermöglicht es Teams, transparent und effizient Ziele zu definieren, abzustimmen und zu verfolgen.

Diese Transparenz vereinfacht nicht nur die Prozesse, sondern motiviert vor allem jeden Mitarbeiter. Workpath vermittelt das übergeordnete Zielbild im Arbeitsalltag eines jeden Teammitglieds. Weiterer elementarer Bestandteil des Prozesses sind schnellere Feedback- und Lernzyklen sowie eine kontinuierliche Verbesserung hin zu agilen Organisationsstrukturen. Neben der Software bietet das Unternehmen auch Trainings, interaktive Lernformate und Events, sowie ein Netzwerk mit Experten und Beratern.

Die Gründer finanzierten sich bis 2019 durch eigene Mittel und erste Umsätze. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt konnten sie große Kunden wie SAP, Scout24, Metro und Hella gewinnen. signals Venture Capital schließt sich damit dem bestehenden Gesellschafterkreis an und erweitert die aktuelle Finanzierungsrunde, in welcher ebenso bereits der High-Tech Gründerfonds investierte. „Mit seinem Enterprise-Software-Fokus und den erfahrenen Köpfen von Christian Weniger und Marcus Polke ist signals Venture Capital ein starker Partner für uns, um weitere europäische Großunternehmen zu gewinnen und sie dabei zu unterstützen, wettbewerbsfähige Steuerungsprozesse zu etablieren”, so Johannes Müller, CEO Workpath.

Workpath erzielt nach eigenen Angaben seit Gründung stark steigende Umsätze, die im siebenstelligen Bereich liegen.

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Ein Feuerwerk an Jubiläen: 20 Jahre StartingUp, 10 Jahre brutkasten – 5 Jahre gemeinsam auf Erfolgskurs

Seit fünf Jahren ist StartingUp Teil des in Wien beheimateten Mediums brutkasten, das in Österreich, aber auch weit über die Grenzen des Landes hinaus zum Dreh- und Angelpunkt für das Start-up- und Innovations-Ecosystem avanciert ist. In diesem Jahr feiert brutkasten sein zehnjähriges Bestehen. Wir gratulieren unseren lieben Wiener Kolleg*innen aufs Herzlichste und sind stolz, Teil des „brutkasten-Universums“ zu sein!

Hier das Statement von Dejan Jovicevic, brutkasten-Gründer und CEO, zum 10-jährigen brutkasten-Jubiläum:

Liebe Gründerinnen und Gründer, liebe Innovatorinnen und Innovatoren, liebe Investorinnen und Investoren,

seit 10 Jahren ist brutkasten mit großer Leidenschaft der Ort für die Gestalter*innen der Zukunft: Wir sind der Dreh- und Angelpunkt für Gründerinnen und Gründer, für Innovatorinnen und Innovatoren, für Investorinnen und Investoren – kurz: für das gesamte Startup- und Innovations-Ecosystem.

Ich habe brutkasten aus einer tiefen Überzeugung gegründet: Diese unternehmerisch agierenden Köpfe, die Ideen zu marktfähigen Innovationen machen, brauchen einen medialen Enabler, der sie versteht, schätzt und ihre unternehmerische Kraft sichtbar macht. Ich glaube an die transformative Kraft des Unternehmertums, ich glaube an das Foundertum: „Business is the greatest platform for change“.

Kein anderes Medium in Österreich bietet eine vergleichbare Bühne und Vernetzung für die Gestalter*innen der Zukunft.

  • Knapp 16.000 Artikel auf brutkasten.com seit dem Start im Jahr 2014, sowie
  • über 3.000 Videos und Podcasts;
  • Quartalsweise erscheinende Printmagazine;
  • Eine starke Community mit über 100.000 Followern auf Social Media;
  • Mehr als 50 brutkasten Events, als Orte für anregende Diskussionen, Vernetzung und Austausch, wie “Find You Co-Founder”, themenspezifische Meetups, Roadshows oder Community Events.

Wir agieren an der Quelle der Innovation und machen Dinge sichtbar, die andere noch nicht am Radar haben oder noch nicht verstehen.

Brutkasten ist mehr als ein journalistisches Medium. Als Brückenbauer im Ecosystem fördern wir von Beginn an die Zusammenarbeit zwischen Startups, Corporates, Investor:innen und Institutionen. Mit unserer Tätigkeit konnten wir das Ecosystem mitprägen und mitaufbauen. Wir gestalten gemeinsam die Zukunft.

Unsere Angebote und Kanäle schärfen wir weiter, um den Bedürfnissen unserer Community optimal zu entsprechen – auf der Webseite, im neu konzipierten Printmagazin, in innovativen Broadcast-Formaten wie „Das Leben nach dem Exit“ und demnächst wieder bei den berühmten brutkasten-Events. Wir werden unsere sämtlichen Kanäle weiter ausbauen, multianalog und multidigital.

Unser neues Printmagazin kommt super an, der digitale Footprint wächst stetig weiter und bald erreichen wir auf LinkedIn 50.000 Abonnenten – eine Spitzenposition in Österreich. Als Team sind wir stärker denn je und voller Tatendrang, die Welt zu erobern.

Abschließend ein herzliches Dankeschön an unsere Community, Partner*innen, Investor*innen und alle weiteren Unterstützer*innen, die dies alles möglich gemacht haben, sowie an alle Kolleginnen und Kollegen, die brutkasten in den letzten 10 Jahren geprägt haben.

Auf die nächsten 10 Jahre, Ihr Lieben!

Euer Dejan

HTGF Opportunity Fonds startet mit 660 Mio. Euro für die Wachstumsphase

Mit dem zehnten Baustein des Zukunftsfonds setzt die Bundesregierung eine weitere Maßnahme ihrer Start-up-Strategie um und stärkt so den Start-up-Standort Deutschland.

Der Zukunftsfonds des Bundes hat zum Ziel, die Wachstumskapitalfinanzierung bis zum Jahr 2030 und darüber hinaus deutlich auszubauen – durch öffentliche Mittel, die stets gemeinsam mit privatem Kapital investiert werden. Durch die verschiedenen Bausteine des Zukunftsfonds profitieren insbesondere Start-ups in der Wachstumsphase mit hohem Kapitalbedarf. Durch zusätzliche Mittel aus dem ERP-Sondervermögen, vom EIF, von der KfW/KfW Capital und insbesondere von privaten Investoren wird substanziell zusätzliches Kapital gehebelt. KfW Capital koordiniert im Auftrag des Bundes den Zukunftsfonds in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und dem Bundesministerium der Finanzen. Bislang sind bereits zehn Bausteine des Zukunftsfonds (inkl. des HTGF Opportunity-Fonds) mit einem Gesamtvolumen von mehr als 10 Mrd. Euro umgesetzt; weitere Bausteine in Höhe von 1,75 Mrd. EUR sind in Vorbereitung.

HTGF Opportunity Fonds als zehnter Baustein des Zukunftsfonds

Die deutsche Bundesregierung verstärkt mit dem zehnten Baustein des Zukunftsfonds ihr Engagement im Bereich der Wachstumsfinanzierung und setzt eine weitere Maßnahme der Start-up-Strategie um. Sie stellt dafür Mittel aus dem Zukunftsfonds sowie dem ERP-Sondervermögen zur Verfügung. Die privaten Fonds-Investoren der vier Frühphasenfonds des HTGF werden die Möglichkeit erhalten, sich über einen separaten Fonds an dieser Initiative zu beteiligen. Der HTGF Opportunity Fonds startet mit einem Fondsvolumen von 660 Millionen Euro

Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz: „Seit der Initiierung durch das BMWK im Jahr 2005 hat der High-Tech Gründerfonds über 750 Gründungsteams finanziert und so einen erheblichen Beitrag zur Belebung der deutschen Start-up-Szene geleistet. Nun wird ihm mit Hilfe des Zukunftsfonds ermöglicht, die Besten auch in späteren Finanzierungsrunden über den HTGF Opportunity mit zusätzlichen Millionen Euro zielgerichtet zu unterstützen. Dies ist ein zentraler Baustein unserer Start-up-Strategie und ein weiterer wichtiger Impuls für den gesamten Start-up Standort Deutschland.“

Christian Lindner, Bundesminister der Finanzen: „Deutschlands Gründerinnen und Gründer sind der Motor für künftiges Wachstum. Sie prägen unsere Innovationskraft und schaffen neue Arbeitsplätze. Umso mehr freue ich mich, dass es uns mit dem HTGF Opportunity Fonds gelingt, ausgewählte Unternehmen nun auch in späteren Wachstumsphasen mit großen Finanzierungssummen zu unterstützen. Nur wenn wir es schaffen, vermehrt privates Kapital zu mobilisieren, verbessern sich die Finanzierungsbedingungen für Start-ups in Deutschland nachhaltig. Es liegt an uns, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen, um die Wirtschaftswende zu schaffen und sicherzustellen, dass wachsende und aufstrebende Unternehmen sich langfristig in Deutschland ansiedeln.“

Dr. Alex von Frankenberg, Geschäftsführer des HTGF: „Mit dem HTGF Opportunity Fonds wird es uns gelingen, den allerbesten HTGF-Portfoliounternehmen die Mittel zur Verfügung zu stellen, um deutlich größer zu werden und marktführende Positionen zu erreichen. Idealerweise erreichen sie dann eine Größe, die es ihnen ermöglicht, über Börsengänge als neue unabhängige Unternehmen weiter zu wachsen. Aus dem sehr erfolgreichen HTGF-Portfolio und deutschen Start-up-Ökosystem müssen und werden mehr internationale Champions entstehen. Wir danken unseren Fondsinvestoren für das Vertrauen.“

Later-Stage-Finanzierungsrunden bedarfsgerecht vergrößern

Ziel des HTGF Opportunity Fonds ist es, das Volumen von Later-Stage-Finanzierungsrunden bedarfsgerecht zu vergrößern; denn gerade bei Wachstumsfinanzierungen besteht in Deutschland im Vergleich zu anderen Nationen wie etwa den USA ein erheblicher Rückstand.  Der HTGF kann mit dem neuen Fonds in der Regel bis zu 30 Millionen Euro, in Ausnahmefällen auch bis zu 50 Millionen Euro in ausgewählte Portfolio-Unternehmen investieren. Dabei finanziert er stets gemeinsam mit einem oder mehreren privaten Investoren. Der HTGF Opportunity Fonds ist dabei voll in die bestehende Struktur des HTGF integriert. Das Management übernehmen als Chief Investment Officers Dr. Ulrich Schmitt, Partner beim HTGF, und Dr. Anke Caßing, Principal beim HTGF.

Zentur.io: Mio.-Seed-Finanzierung für die Fernwärmewende

Zentur.io, 2021 gegründeter Spezialist für die Digitalisierung und Dekarbonisierung von Fernwärmenetzen, hat eine Seed-Finanzierungsrunde im siebenstelligen Bereich erfolgreich abgeschlossen. Bayern Kapital hat sich erstmalig gemeinsam mit dem Co-Investor Enpulse Ventures GmbH beteiligt.

Zentur.io wurde im Jahr 2021 von Michael Detke und Alexander Stoll, zwei Absolventen der Hochschule Landshut, gegründet. Das Unternehmen hat bereits verschiedene Pilotprojekte erfolgreich abgeschlossen, kleine bis große Fernwärmeversorger als Kunden an Bord geholt und außerdem mehrere Innovationswettbewerbe, unter anderem den Gründerpreis „Digitale Innovationen“, gewonnen. Mit den Mitteln aus der Finanzierungsrunde sollen das Kernteam des Unternehmens erweitert und die Vertriebskapazitäten für weitere Produkte gesteigert werden. Außerdem sollen weitere Produkte ausgerollt und neue, zusätzliche Kunden an Bord geholt werden, vor allem Energieversorger und Stadtwerke.

„Unser Ziel ist es, die Fernwärmeversorgung digitaler, kundenzentrierter und grüner zu machen und so die ‚Fernwärmewende‘ zu beschleunigen. Wir freuen uns, für diese Vision die Unterstützung von Bayern Kapital erhalten zu haben und werden uns in Zukunft insbesondere darauf fokussieren, mit weiteren Lösungen noch zusätzliche Teile der Wertschöpfungskette von Wärmenetzen abzudecken und weiter in den Markt zu expandieren“, sagt Michael Detke, Co-Gründer und CEO bei Zentur.io.

Mit Blick auf die wirtschaftlichen, politischen und ökologischen Herausforderungen, die der Klimawandel für die Gesellschaft mit sich bringt, ist es essenziell, dass die einzelnen Komponenten unserer Energie- und Wärmeinfrastruktur so effizient wie möglich sind – vor allem, da nach wie vor 80 Prozent unserer Wärme aus fossilen Energieträgern stammt. Insbesondere in Bestandsgebäuden und Ballungsräumen bieten Fernwärmenetze deshalb enormes Potenzial zur Einsparung von Emissionen. Diese Effizienz sicherzustellen, ist das Ziel von Zentur.io, einem Unternehmen mit Sitz in Landshut, das sich auf die Digitalisierung und Dekarbonisierung von Fernwärmenetzen spezialisiert hat.

Zentur.io nutzt dafür einen herstellerunabhängigen und verbraucherzentrierten Ansatz zur Sammlung von Daten: Diese werden direkt von Verbraucherzählern gesammelt, die bis 2026 ohnehin fernauslesbar sein müssen. Die aufbereiteten Daten ermöglichen präzisere Berechnungen über das gesamte Fernwärmenetz hinweg, von Erzeugung über Netzbetrieb bis hin zum Verbrauch. Auf Basis dieser Daten erhalten Verbraucher und Versorger mehr Transparenz über ihren Energieverbrauch, und verschiedene Optimierungen des Netzes werden möglich. Dazu zählen beispielsweise die Senkung von Wärmeverlusten und die effizientere Nutzung von Primärenergie, wodurch gleichzeitig CO2-Emissionen reduziert werden.

Für die Implementierung der Netzoptimierungen hat Zentur.io eine KI-basierte Software-as-a-Service-Lösung (SaaS) entwickelt, mit der sich Fernwärmenetze effizienter und damit kostengünstiger und umweltfreundlicher betreiben lassen. Diese „District Heating AI“ unterstützt Energieversorger entlang der kompletten Wertschöpfungskette eines Wärmenetzes, von der Planung und dem Bau neuer Netze bis hin zur Transformation und Integration erneuerbarer Energiequellen.

Die Beteiligung von Bayern Kapital stammt aus dem kürzlich gestarteten Innovationsfonds EFRE II, mit dem vor allem junge, technologieaffine Start-ups in Regionen außerhalb des Großraums München unterstützt werden sollen. Die Mittel aus der Finanzierungsrunde sollen in den Ausbau des Teams von Zentur.io sowie in die Produktneu- und -weiterentwicklung und die Marktexpansion fließen.

„Bestehende Energiequellen so effizient wie möglich zu nutzen, ist ebenfalls Teil der Strategie, die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern voranzutreiben. Zentur.io hat mit seiner ‚District Heating AI‘ eine KI-basierte Lösung entwickelt, die genau darauf einzahlt und es den Betreibern von Wärmenetzen ermöglicht, ihre Netze so effizient und nachhaltig wie möglich zu gestalten. Mit dem Bayern Kapital Innovationsfonds EFRE II sowie Enpulse und EnBW ist bei Zentur.io ein kompetentes, leistungsstarkes Konsortium engagiert“, sagt Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital.

Hunderunde: DHDL-Investor Nils Glagau sichert sich 20 Prozent Anteile

Seit 2019 setzen sich Luis Kesten und Fabio Lehnert mit ihrem Social Start-up Hunderunde für den Tierschutz ein. Jetzt konnten sie sich einen Investoren-Deal in der "Höhle der Löwen" sichern.

Die Verbindung zwischen Luis und Fabio hält schon lange an, denn sie kennen sich seit ihrer Kindheit. Sie haben denselben Freundeskreis und zusammen Fußball gespielt. Und da beide schon immer ein bisschen „out oft he box“ gedacht haben, war die Gründung eines gemeinsamen Start-ups schon frühzeitig ein Thema.

In einer Pizzeria entstand die Idee des Start-ups Hunderunde

Während einer längeren Reise durch Asien konnte Luis das Problem der Straßenhunde das erste Mal mit eigenen Augen sehen. Zurück in Deutschland, tauschte er sich mit Fabio in einer Pizzeria darüber aus und schnell war klar: Die beiden wollten etwas verändern. Mit jeweils 22 Jahren gründeten die beiden Freunde das Start-up Hunderunde. Sie wollten etwas Langfristiges und Nachhaltiges aufbauen und Hundebesitzer*innen im Hundealltag begleiten. Zeitgleich war ihre Vision, einen Teil der Erlöse an verschiedene Tierschutzprojekte spenden zu können. Mit Erfolg: Denn seit der Gründung konnten sie schon mehr als 200.000 Euro an Tierschutzprojekte spenden und so u.a. schon ein Tierheim in Rumänien finanzieren.

Fünf Prozent des Nettoumsatzes werden gespendet

Doch wie haben sie das geschafft? Im Onlineshop lassen sich zum einen Armbänder passend für verschiedene Hunderassen kaufen. So haben Käufer*innen das Gefühl, den eigenen Hund immer bei sich zu tragen. Zum anderen bieten sie mit den „Hundehappen“ ideale Snacks für allergische Hunde: ohne tierisches Protein, getreidefrei, fettarm und vegan. Fünf Prozent des Nettoumsatzes werden dann gespendet. Gleichzeitig wollen sie die sozialen Medien nutzen, um Menschen über die Verhältnisse der Straßenhunde in Ländern wie Rumänien aufzuklären. Dazu sind sie selbst mehrmals im Jahr vor Ort.

Mit Investor Nils Glagau und seinem Team wollen Luis und Fabio ihr Sortiment künftig erweitern: „Wir freuen uns wirklich sehr, mit Nils den passenden Löwen für uns begeistert zu haben. In den letzten Monaten haben wir zusammen schon unheimlich viel umsetzen können. In Zukunft wollen wir uns noch mehr auf den Snackbereich fokussieren. Denn: der Tierschutz beginnt im eigenen Napf. Wir wollen zeigen, dass unser Wirtschaftssystem ein großer Treiber sein kann, um etwas positiv in der Welt zu verändern“, sagen die beiden Gründer Luis und Fabio.

Auch Nils Glagau ist stolz auf den Deal: „Luis und Fabio haben mich mit ihrem Pitch und ihrer Vision absolut begeistert und sind für mich ein ideales Gründer-Duo. Ich bin stolz darüber, ihre authentische Geschichte nun zusammen fortzuschreiben. Gemeinsam mit meinem Team und Luis und Fabio haben wir künftig noch viel vor.“

Nils Glagau erhielt für 100.000 EUR 20 Prozent Anteile an Hunderunde.

Was der Wirtschaftsstandort Wien und die ViennaUP rund um KI zu bieten hat

Die von der Wirtschaftsagentur Wien initiierte ViennaUP 2024 bietet mit ihren über 50 Veranstaltungen ein umfassendes inhaltliches Rahmenprogramm – unter anderem zum Thema künstliche Intelligenz (KI). Wir haben uns mit KI-Expertin Jeannette Gorzala unterhalten, welche Vorteile der Wirtschaftsstandort für Gründer*innen bietet, die an KI-Lösungen arbeiten. Zudem liefern wir einen Überblick zu spannenden Events rund um KI, die ihr nicht verpassen solltet.

Heute, am 3. Juni, fällt offiziell der Startschuss zu Österreichs größtem Startup Festival – der ViennaUP. Im Zeitraum vom 3. Juni bis 9. Juni 2024 werden über 50 Veranstaltungen angeboten, die an bekannten Orten in der ganzen Stadt stattfinden werden – angefangen von Co-Working-Spaces über Konferenzsäle bis hin zur weltbekannten Hofburg. Auch in diesem Jahr werden im Rahmen des dezentralen Startup-Festivals wieder Vielzahl an Zukunftsthemen beleuchtet – darunter branchenübergreifend das Thema der Künstlichen Intelligenz.

Warum Wien bei KI-Talenten punkten kann

Der Wirtschaftsstandort Wien bietet auch für Start-up-Gründer*innen, die an KI-Lösungen arbeiten, eine Vielzahl an Chancen. „Wien, mit rund zwei Millionen Einwohnern, ist eine geschäftige und lebendige Stadt. Gleichzeitig ist sie klein genug, um den Aufbau eines starken Netzwerks zu erleichtern“, so Jeannette Gorzala. Als Juristin ist sie in Österreich und darüber hinaus in der EU eine der führenden Expertinnen für den EU AI Act und AI Governance. Zudem ist sie als Deputy Chairperson im KI-Beirat der Bundesregierung vertreten und übt die Position des Vice President im European AI Forum aus.

Und die ausgewiesene Expertin merkt hinsichtlich der Chancen, die Wien zu bietet hat, an: „Ein großer Vorteil ist die hohe Lebensqualität bei relativ niedrigen Lebenshaltungskosten.“ Diese Faktoren würden insbesondere von jungen Talenten immer stärker gewichtet, was es Unternehmen erleichtert, Top-Talente zu gewinnen. „Beispielsweise haben die Niederlande ein lebendiges KI-Ökosystem, aber der starke Anstieg der Immobilienpreise hat zu einem Zustrom niederländischer Talente nach Österreich geführt“, so die Expertin.

Die Standortvorteile der Bundeshauptstadt würden sich zudem positiv auf das gesamte KI-Ökosystem in Österreich auswirken. Dieses wächst stetig mit rund zehn Prozent jährlich und umfasst laut der aktuellen AI-Landscape Austria mittlerweile mehr als 400 Unternehmen. Und noch ein Faktor würde sich laut Gorzala insbesondere positiv auf frühphasige KI-Startups auswirken: „Die umfassende Förderlandschaft durch aws, FFG und Wirtschaftsagentur Wien bietet Zugang zu eigenkapitalfreien Mitteln, was für Unternehmen in der Anfangsphase entscheidend ist.“

Vernetzung von Stakeholder*innen

Auf Industrie-Ebene hat laut der Expertin hierzulande der Siegeszug generativer KI vor allem die Werbe-, Kreativ- und Medienindustrie erfasst. Aber auch im Finanz- und Versicherungsbereich, der logistischen Optimierung und im Gesundheitssektor bei der Diagnose sowie der Wirkstoff- und Arzneimittelentdeckung gebe es noch viel Potenzial.

Damit sich das KI-Ökosystem noch weiter entfalten kann, bedarf es auch entsprechender Vernetzungsangebote, die KI-Talente aus unterschiedlichen Branchen zusammenbringt. „Die Eröffnung für Möglichkeiten zum offenen Diskurs, wie zum Beispiel im Rahmen der ViennaUP, ist aus meiner Sicht sehr wichtig für eine erfolgreiche Transformation und vor allem den Abbau von Ängsten im Zusammenhang mit KI“, so Gorzala.

Und die KI-Expertin wird auch selbst an der ViennaUP teilnehmen – unter anderem am Event AI for Good: Leveraging AI for Environmental and Social Progress am 3. Juni. „Zielsetzung der Veranstaltung ist es, unterschiedliche Stakeholder aus dem Ökosystem zu vernetzten und den Diskurs anzuregen, wie KI für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft gewinnbringen genutzt werden kann.“ Persönlich schätzt sie die holistische Betrachtungsweise der Veranstaltung, an der unter anderem Payal Dalal (Mastercard), Katharina Herzog (money:care), Elvira Wagner (RBI) und Natalie Staniewicz (Accenture) teilnehmen werden.

Teilnehmer*innen können Branchenvielfalt nutzen

Für Teilnehmer*innen der ViennaUP gibt Grozala folgenden Tipp: „Die ViennaUP bietet eine Woche lang die Möglichkeit, sich frei nach seinen Interessen zu vernetzten, auszutauschen und weiterzubilden. Ich kann allen nur empfehlen, durch das umfassende Programm zu cruisen und teilzunehmen.“ Zudem sollte man insbesondere die Branchenvielfalt nutzen, die in dieser Woche geboten wird – angefangen vom Gesundheitsbereich bis hin zur Kreativwirtschaft.

So wird beispielsweise das Event AI in Health Care am 6. Juni, die Rolle und das Potenzial von KI im Gesundheitswesen thematisieren. Experten auf dem Gebiet der KI, aufstrebende KI-Startups und Fachleute aus dem Gesundheitswesen kommen zusammen, um zu diskutieren, wie KI das Gesundheitswesen verbessern und revolutionieren kann. Zu den Themen gehören die Verbesserung und Personalisierung der Patient*innenversorgung, der Einsatz von KI zur Verbesserung von Diagnoseverfahren und die Steigerung der Effizienz im Gesundheitswesen. Am Event vertreten sind unter anderem Irene Fialka (INITS) Philipp Hainzl (LISAvienna) Astrid Kaltenböck, (EIT Health Austria), Georg Langs (contextflow) und viele mehr.

Neben dem Gesundheitsbereich bringt künstliche Intelligenz auch in der Kreativwirtschaft zahlreiche Chancen aber auch Herausforderungen mit sich. Welche Schnittpunkte es aktuell zwischen Kultur und Technologie gibt, beleuchtet das Event AI and the Evolution of Creativity, das am 4. Juni von der CultTech Association und New Renaissance Ventures veranstaltet wird. Unter anderem wird der Frage nachgegangen, welche Ansätze erwägenswert sind, und ob wir uns über die Rolle der „menschlichen Intelligenz“ Sorgen machen müssen. Unter anderem werden am Event Benjamin James (Atlas Design), Alex Brix (Canva) und Tonia Samsonova (Excatly.ai) vertreten sein.

Zudem werden auch die beiden Events Open Link Day – Bridging Communities with Open Source, Open Data, and Open Standards am 5. Juni und Gigabit x Beyond am 6. Juni das Thema der künstlichen Intelligenz in den Fokus rücken. Beide Veranstaltungen bieten auch ideale Networking-Möglichkeiten, um sich mit internationalen Teilnehmer*innen interdisziplinär auszutauschen.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit hebt auch Gorzala abschließend hervor, um künftig die Akzeptanz von künstlicher Intelligenz in der Wirtschaft und Gesellschaft zu steigern. „KI ist eine Technologie, die bereits jetzt viele Aspekte unseres privaten und professionellen Lebens bedeutend beeinflusst und verändert. Durch die Einbindung der Zivilgesellschaft und die Förderung interdisziplinärer Zusammenarbeit können unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt und eine breite Akzeptanz und Mitgestaltung ermöglicht werden.“

+++ Hier findet ihr das gesamte Programm der ViennaUP +++

Tipp der Redaktion

Netzwerken kann man aber nicht nur auf den zahlreichen Events der Programm-Partner. Auch in diesem Jahr bietet die ViennaUP mit der Homebase am Karlsplatz eine zentralen Treffpunkt. Teilnehmer*innen aus dem In- und Ausland können dort bei einem speziellen Musikprogramm das Wiener Lebensgefühl genießen. Zudem beteiligen sich auch Kaffeehäuser als Partner im Rahmen der ViennaUP.

Inwiefern Gründer*innen die ViennaUP zum Fundraising nutzen können, hat uns Laura Raggl von ROI Ventures hier erzählt. Zudem sind über das Vienna Startup Package auch in diesem Jahr wieder 14 internationale Startups in Wien. Darunter ist auch trashify-Gründerin Nikhita Bhagwat aus Estland. Sie gab uns einen Überblick über das Programm und darüber, was man auf der ViennaUP nicht verpassen darf.

Aspiring Entrepreneurship 2024 Report

Der internationale Report zeigt u.a., dass Unternehmer*innen in Deutschland trotz erheblicher finanzieller und regulatorischer Herausforderungen bemerkenswert resilient sind und dass die junge Generation starkes Interesse am Gründen zeigt. Hier gibt's die wichtigsten Ergebnisse für Deutschland.

Hohe Risikobereitschaft trotz Misserfolge

Unternehmer*innen in Deutschland zeigen eine beeindruckende Risikobereitschaft: Mit 46 Prozent hat fast die Hälfte bereits ein gescheitertes Unternehmen hinter sich. So geben 42 Prozent der Befragten an, dass zwei bis drei Gründungen erfolglos blieben. Dennoch schreckt dies nicht ab, sondern ermutigt zur Neugründung. Diese Entschlossenheit und der Mut, erneut zu starten, sind zentrale Aspekte, die den Unternehmergeist in Deutschland kennzeichnen.

Junge Generation zeigt starkes Interesse an Unternehmertum

Besonders junge Menschen in Deutschland im Alter von 16 bis 24 Jahren sind stark an der Gründung eigener Unternehmen interessiert. Mit einer Quote von 73 Prozent können sie die nächste Welle von Start-ups und Innovationen in Deutschland prägen. Ihr Enthusiasmus und ihre Bereitschaft, Risiken einzugehen, machen sie zu einer wichtigen Zielgruppe für Initiativen zur Förderung des Unternehmertums.

Finanzielle Hürden und Investitionsunterschiede zwischen Geschlechtern

Obwohl viele der Befragten gern selbständig wären, gibt es finanzielle Hürden. Besonders auffällig ist der Unterschied in der Investitionsbereitschaft zwischen Männern und Frauen. Während 79 Prozent der Männer bereit wären, eigenes Geld in ihr Unternehmen zu investieren, sind es bei den Frauen nur 67 Prozent. Diese geschlechtsspezifischen Unterschiede verdeutlichen die Notwendigkeit gezielter Förderprogramme für Gründerinnen.

Unternehmertum oft als Nebenprojekt gestartet

Ein erheblicher Teil (40 Prozent) der Unternehmer*innen in Deutschland startet ihr Unternehmen als Nebenerwerb. Von diesen 40 Prozent haben 20 Prozent ihren sogenannten „Side Hustle“ in eine Vollzeitbeschäftigung umgewandelt. Dabei denken Menschen in Deutschland im Durchschnitt vier Jahre darüber nach, den Schritt ins Unternehmertum zu wagen. 42 Prozent der Befragten ziehen es ernsthaft in Betracht, innerhalb der nächsten zwölf bis 24 Monate ihr erstes Unternehmen zu gründen.

Unterstützungsnetzwerke als Erfolgsfaktor

Die Studie unterstreicht die Bedeutung von Unterstützung durch Familie, Freunde und Mentoren. Über die Hälfte (53 Prozent) der potenziellen Unternehmer*innen würde von der Ermutigung durch ihr soziales Umfeld profitieren. Besonders in der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen sind es sogar 73 Prozent, die angeben, dass Unterstützung durch ihr soziales Umfeld sie zur Gründung motivieren könnte. Darüber hinaus könnte auch Mentorship eine entscheidende Rolle spielen. 54 Prozent der Befragten in Deutschland sagen, dass ein(e) Mentor*in sie dazu bringen könnte, ein Unternehmen zu gründen – obwohl sie den Schritt noch nicht gehen wollten.

Wunsch, positiven Einfluss zu nehmen

Ein signifikanter Anteil der Unternehmer*innen und potenziellen Gründer*innen möchte durch ihr Unternehmen positive gesellschaftliche Veränderungen bewirken. Die Studie zeigt, dass 15 Prozent der aktuellen Unternehmer*innen ihr Geschäft mit dem Ziel gestartet haben, einen positiven Einfluss auf die Welt auszuüben. Zudem haben 14 Prozent der Befragten angegeben, dass sie ihr Unternehmen gegründet haben, um ihre Gemeinschaft zu unterstützen. Dieser Wunsch nach positiven Veränderungen ist unter den potenziellen Gründer*innen mit ganzen 22 Prozent sogar noch ausgeprägter.

Notwendigkeit politischer Unterstützung und regulatorischer Erleichterungen

Viele Unternehmer*innen sehen die Regierung als entscheidenden Faktor für ihren Erfolg. Vereinfachte Bürokratie und bessere finanzielle Unterstützung könnten den Weg für noch mehr Gründungen ebnen. Über ein Viertel (26 Prozent) der Unternehmer*innen in Deutschland äußert Bedenken wegen persönlicher finanzieller Risiken beim Start eines Unternehmens, während 16 Prozent angeben, dass ihnen das notwendige Startkapital fehlte. 28 Prozent der Befragten sehen die staatliche Bürokratie als Haupthindernis für die Unternehmensgründung. Für diejenigen, die ernsthaft über eine Unternehmensgründung nachdenken, sind die Herausforderungen ähnlich: 29 Prozent der potenziellen Gründer*innen nannten unzureichendes Startkapital als eine der größten Barrieren, gefolgt von Inflation (23 Prozent) und persönlichen Finanzsorgen (21 Prozent). Diese Zahlen verdeutlichen die finanzielle Belastung und Unsicherheit, die viele angehende Unternehmer*innen empfinden.

„Die Ergebnisse unserer Studie zeigen deutlich, dass der Unternehmergeist in Deutschland trotz Herausforderungen stark ausgeprägt ist", kommentiert Linda Hoffmann, Head of Partnerships DACH bei Shopify. „Besonders die junge Generation ist bereit, den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen. Es ist jetzt an der Zeit, Gründer*innen zu unterstützen und die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Indem wir den Zugang zu Finanzierung erleichtern, finanzielle Risiken verringern und unterstützende staatliche Maßnahmen umsetzen, können wir die Einstiegshürden für angehende Unternehmer*innen abbauen und somit wirtschaftliches Wachstum, Innovation und Arbeitsplätze für alle fördern. "

Zur Methodik der Befragung

Der „Aspiring Entrepreneurship 2024 Report" wurde von Censuswide im Auftrag von Shopify durchgeführt. Die Umfrage fand zwischen dem 08.05.2024 und dem 13.05.2024 statt und umfasste 14.047 allgemeine Verbraucher*innen sowie 1.428 Geschäftsinhaber*innen (KMUs) in Großbritannien, Kanada, Australien, Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien. Censuswide hält sich an die Prinzipien der Market Research Society, die auf den ESOMAR-Grundsätzen basieren und ist Mitglied des British Polling Council.

EY Biotechnology Report 2024

Der Report belegt steigende Investitionen in deutsche BioTechs, wobei die Frühphasenfinanzierung Sorgen bereitet. Für Optimismus sorgen gut gefüllte Pipelines und KI-Anwendungsmöglichkeiten.

Die Kapitalaufnahme stieg im Jahr 2023 auf 1,1 Milliarden Euro – ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als 921 Millionen Euro eingesammelt werden konnten. Der aktuelle Wert liegt damit wieder in etwa auf dem Vor-Pandemie-Niveau – allerdings deutlich unter den Summen, die während der Corona-Krise 2020 (3,1 Milliarden Euro) und 2021 (2,3 Milliarden) in der Biotechnologie-Branche in Deutschland erzielt wurden. Im Verlauf der Krise konnten zahlreiche hiesige Unternehmen des Sektors mit ihrer Expertise einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie weltweit leisten.

Investitionen in Form von Venture Capital stiegen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls an, von 465 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 533 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Allerdings: Fast die Hälfte dieser Summe (255 Millionen Euro) ging an ein einzelnes Unternehmen, die ITM Isotope Technologies Munich SE aus München. Und auch im internationalen Vergleich erscheinen die Investitionssummen eher gering: In Deutschland wurden 0,01 Prozent des BIP in BioTech investiert, während es im restlichen Europa immerhin 0,02 Prozent und in den USA sogar 0,05 Prozent waren.

Frühphasenfinanzierung bleibt herausfordernd

Herausfordernd bleibt die Lage vor allem, was die Frühphasenfinanzierung zu Beginn der Unternehmensgründung betrifft: 2023 wurde Kapital in Höhe von 203 Millionen Euro von BioTech-Start-ups in der Frühphase eingesammelt, was den geringsten Wert der vergangenen sechs Jahre darstellt und auch deutlich unter dem Schnitt dieses Zeitraums (325 Millionen Euro) liegt. Insgesamt gab es achtzehn Investitionsrunden in der Frühphase, das durchschnittliche Transaktionsvolumen schrumpfte auf elf Millionen Euro und lag damit deutlich unter dem 6-Jahres-Durchschnitt von 21,2 Millionen Euro.

Insgesamt lag der Gesamtumsatz der BioTech-Branche im Jahr 2023 bei 12,7 Milliarden Euro – ein Minus von 51 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatzeinbruch ist vor allem auf die rückläufige Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen zurückzuführen. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stieg dagegen um zehn Prozent auf 61.705 Angestellte in inzwischen 996 Unternehmen (plus drei Prozent). Die Unternehmenszahl setzt sich aus 784 Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland und 212 deutschen Tochtergesellschaften zusammen.

Zweites Jahr in Folge ohne BioTech-Börsengang

Zum zweiten Mal in Folge gab es keinen Börsengang (IPO) eines deutschen BioTech-Unternehmens. Dieser Trend ist vor allem vor dem Hintergrund, dass IPOs eine wichtige Exit-Möglichkeit für Investor*innen darstellen, herausfordernd. Die Tatsache, dass die letzten zehn Börsengänge allesamt an der US-amerikanischen NASDAQ stattfanden – und das letzte Debüt an einer deutschen Börse im Jahr 2016 – unterstreicht den Negativ-Trend. Zum Vergleich: In Europa gab es im vergangenen Jahr nur zwei Börsengänge, in den USA waren es dagegen 16 IPOs.

Das sind die zentralen Ergebnisse des Deutschen Biotechnologie-Reports 2024 der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY, der in enger Kooperation mit dem Branchenverband BIO Deutschland erstellt wurde.

Unbefriedigende Finanzierungssituation der BioTech-Branche

Klaus Ort, Partner bei EY und Leiter des Marktsegments Life Sciences & Gesundheitswesen: „Die Finanzierungsschwierigkeiten junger BioTech-Start-ups stellen eine große Herausforderung für das nachhaltige Wachstum der Branche in Deutschland dar, auch mit Blick auf die wirtschaftlich schwierige Gesamtgemengelage. Speziell die Situation in der Frühphase ist alarmierend, denn dies ist die Phase, die enorm wichtig für das zukünftige Wachstum des Sektors ist. Sie ist entscheidend, wenn es darum geht, innovative Ideen zu potenziellen Produkten mit entsprechenden Umsatzchancen weiterzuentwickeln. Denn Fakt ist: Das Potenzial und die Stärke sind in der Branche vorhanden.“

Ein Grund für die noch unbefriedigende Finanzierungssituation der Branche sei unter anderem, dass es großen Geldgebern wie etwa Pensionsfonds, Versicherungen und anderen institutionellen Investoren noch verwehrt ist, stärker in risikobehaftete Assetklassen, wie BioTech-Unternehmen, zu investieren, erläutert Oliver Schacht, Präsident BIO Deutschland e.V.: „Grundsätzlich sind wir aber in Deutschland auf dem richtigen Weg. Der Zukunftsrat des Bundeskanzlers hat wichtige Maßnahmen für einen starken Biotech-Standort skizziert. Die EU-Kommission hat eine deutliche Stärkung von Biotechnologie und Bioproduktion empfohlen. Der Anschluss an die USA und China kann noch gelingen, wenn wir jetzt endlich ins Handeln kommen und die vielen richtigen Empfehlungen umsetzen.“

Volle Pipelines lassen hoffen

Trotz aktueller Herausforderungen und zurückhaltender Investoren: Die Pipelines deutscher BioTechs sind derzeit noch besser gefüllt als in den Vorjahren. Vor allem in klinischen Phase 1 (60 klinische Studien, sechs mehr als im Jahr 2022) und Phase 2 (92 klinische Studien, zwölf mehr als im Jahr 2022). Die Anzahl der klinischen Studien in Phase 3 blieb 2023 im Vergleich zum Vorjahr konstant und liegt bei 17. Die breit aufgestellte klinische Pipeline umfasst dabei innovative Therapien aus allen Arten von Medikamentenklassen. Der Fokus liegt nach wie vor auf dem Gebiet der Krebsforschung mit 94 laufenden klinischen Studien zur Therapie verschiedener Arten von Krebs. Die Suche nach Möglichkeiten, Infektionskrankheiten zu bekämpfen, folgt auf Platz zwei, hier laufen aktuell 23 klinische Studien.

Schacht: „Gut gefüllte Pipelines sind ein starkes Signal der Branche – an potenzielle Investoren, aber auch an die Gesellschaft. Denn deutsche BioTechs leisten mit ihrer Forschungsarbeit bei wichtigen Gesundheits- und Ernährungsthemen einen entscheidenden Beitrag für die Suche nach Lösungen für Herausforderungen, die uns alle betreffen.“ So arbeiten BioTech-Unternehmen aus Deutschland beispielsweise an nachhaltigen Alternativen zu konventionellen Lebensmitteln. Wichtig sei aber auch, dass wir unsere Erfindungen „Made in Germany“ durch Patente schützen können, ergänzt Schacht. Denn nur dann seien sie für Investoren interessant und hätten dadurch eine Chance einmal als Innovation Patient*innen und Konsument*innen zu erreichen.

KI als Innovator der Biotechnologie

Weiteres Top-Thema der Branche sind die Anwendungsmöglichkeiten künstlicher Intelligenz – und diese sind bei BioTechs so verschieden und riesig wie in wenigen anderen Branchen. Nicole Damani, Partnerin bei EY und Life Sciences Strategy and Transactions Lead: „Künstliche Intelligenz hilft Biotech-Unternehmen schon heute: Die neue Technologie kann den Entwicklungsprozess von Arzneimittelkandidaten beschleunigen, Ausfallraten verringern, und sogar bessere Ergebnisse, zum Beispiel in Form völlig neuer oder optimierter Medikamente, liefern. Schon heute werden jedes Jahr fast 500 Medikamentenkandidaten mithilfe künstlicher Intelligenz entwickelt – Tendenz steigend.“

Klaus Ort von EY ergänzt: „Ob es um die Simulation klinischer Studien, die Auswertung großer Datenmengen oder die Entwicklung personalisierter Medikamente geht: Die BioTech-Branche steht am Anfang dieser Entwicklung, die ein riesiges Potenzial birgt, um die nächste Phase der biowissenschaftlichen Innovation einzuläuten. Bei allem angebrachten Optimismus müssen wir dabei allerdings gerade im Gesundheitsbereich die ethischen und gesellschaftlichen Folgen durch den Einsatz von KI immer vor Augen haben.“

Beliebt: BioTech Made in Germany

Was – neben innovativen Produkten, KI-Anwendungsmöglichkeiten und gut gefüllten Pipelines – außerdem Hoffnung macht: Die Beliebtheit von „BioTech Made in Germany“ bei internationalen Investoren und Kooperationspartnern bleibt unverändert hoch, was sich in der Zusammensetzung der Finanzierungskonsortien bei den gut finanzierten VC-Runden und den anhaltend hohen Transaktionsvolumen bei den Partnerschaften widerspiegelt. Zudem fand Anfang dieses Jahres die größte M&A-Transaktion in der Geschichte der deutschen Biotech-Industrie statt: MorphoSys unterzeichnete eine Übernahmevereinbarung mit Novartis in Höhe von 2,7 Milliarden Euro. Darüber hinaus fand auch der größte M&A-Exit eines deutschen Biotech-Unternehmens seit 2020 statt, die Übernahme von Cardior Pharmaceuticals aus Hannover durch Novo Nordisk für eine Milliarde Euro.

Hier kannst du die vollständige Studie kostenlos bestellen.

Social-Media-Plattform Jodel übernimmt Tech-Start-up LAYZR

Jodel, das größte soziale Netzwerk aus Deutschlands, kauft das 2021 von Peter Krysta, Tom Lamsfuß und Tom Segbers gegründete Tech-Start-up LAYZR, um seine Plattform mit Avataren interaktiver zu gestalten.

LAYZR ist vor allem in der Gaming-Community bekannt. Nutzer*innen können einen digitalen Avatar erstellen, der Twitch-Streams integriert werden konnte. Das ermöglicht ein Community-Gaming bei dem Tausende von Zuschauer*innen mit ihren Avataren live im Stream und ohne Downloads dabei sind, um ihre Lieblingsstreamer*innen zu unterstützen – so werden ganz persönliche Interaktionen zwischen Zuschauer*innen und Streamer*innen möglich. Es hat mehrere Preise gewonnen, darunter den Top 50 Startup Award 2021, den Digital Rising Award und den Next in Esports Award. Zum Zeitpunkt der Übernahme hatte LAYZR nach eigenen Angaben 100.000 Nutzer*innen und 1.000 Partnerschaften mit Streamern. Das Start-up war bisher VC-finanziert, mit einer Seed-Runde unter der Leitung von Atlantic Labs und dem Evolve Incubator.

„Wir haben Bitmoji gebaut, aber in der cooleren Version – eine Plattform für die User-Streamer-Bindung. Bei einem Fußballspiel kauft man zum Beispiel ein Trikot, um seine Unterstützung für die Mannschaft zu demonstrieren – aber in der Streaming-Welt, in der alles digital ist, geht das nicht. Dort braucht man einen digitalen Avatar“, sagt Tom Segbers, CTO und Mitbegründer von LAYZR.GG.

LAYZR hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bindung zwischen Streamer*innen und ihrer Community zu stärken und sie durch Avatar-Interaktionen noch spannender zu machen. Bisher war LAYZR dafür mit der Streaming-Plattform Twitch kompatibel. Außerdem gibt es einen Marktplatz, auf dem digitale Add-Ons, wie Outfits oder Animationen für die Avatare gekauft werden können. Die Technologie rund um Avatare, Animationen und Interaktivität wird nun schrittweise Teil des Jodel-Ökosystems.

„Soziale Netzwerke haben einen riesigen Kund*innenstamm, aber es kann eine Herausforderung sein, diesen zu monetarisieren. Wir bieten da eine Lösung“, so Dr. Peter Krysta, CEO und Mitbegründer, LAYZR.GG

Jetzt wird das Start-up mit seiner Avatar-Technologie Teil der Jodel-Plattform. Jodel ermöglicht seinen Nutzer*innen, anonyme Beiträge zu veröffentlichen - entweder einen Text (in begrenzter Länge), ein Foto mit einem kurzen Kommentar oder ein Video. Mit den Avataren von LAYZR geht man von der visuellen Anonymität zur Pseudonymität über: Die Identität kann spielerischer und kontextabhängiger sein. Die Plattform gehört zu den ersten sozialen Netzwerken, die über Abonnements und In-App-Käufe monetarisieren. Das wird zukünftig durch die Funktionen von LAYZR ergänzt.

„Wir waren unter den ersten sozialen Netzwerken, die Nutzer*innenabonnements und Konsumgüter angeboten haben - jetzt folgen die großen Namen und springen auf den Zug auf. Durch unser spielerisches soziales Netzwerk eröffnen wir neue Wege der Monetarisierung und des Engagements“, so Alessio Avellan Borgmeyer, CEO und Gründer von Jodel.

Jodel und LAYZR teilen sich den gemeinsamen Investor Atlantic Labs. Atlantic Labs hat Jodel bei Pre-Seed, Seed und Series A unterstützt - und LAYZR in der Seed-Runde: „Wenn wir uns die Zukunft der sozialen Netzwerke ansehen, sind Gemeinschaft und Teilhabe das, was die Nutzer*innen wollen und Jodel ist da weiterhin ganz vorne mit dabei. Die Übernahme von layzr.gg unterstreicht das. Wir freuen uns sehr, dass die beiden sich auf einem unserer Portfolio-Events kennengelernt haben und nun ihre Kräfte bündeln“, sagt Ruben Schultz, Principal, Atlantic Labs.

ecoLocked: 4 Mio. Euro, um den CO2-Fußabdruck der Bauindustrie zu bekämpfen

Das Berliner ClimateTech-Start-up ecoLocked entwickelt kohlenstoff-negative Baumaterialien und verwandelt Gebäude und Infrastruktur in die größte, von Menschen geschaffene Kohlenstoffsenke.

EcoLocked, das 2021 von CEO Mario Schmitt, CTO Micheil Gordon und CCO Stefanie Gerhart in Berlin gegründete Climate-Tech-Start-up, entwickelt funktionale, kohlenstoff-negative Baumaterialien, um den Netto-CO2-Fußabdruck von Bauprojekten zu reduzieren. Jetzt hat das Unternehmen den Abschluss seiner 4 Mio. Euro Seed-Finanzierungsrunde bekannt gegeben. Die Runde wurde von VCs Matterwave Ventures und Climentum Capital angeführt, mit Beteiligung der bestehenden Investoren Counteract, SFO, Sabanci Building Solutions und Voyagers.

Technologien zur Abscheidung von Kohlendioxid (CDR) sind ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung des Klimawandels. Auf Biochar Carbon Removal (BCR) entfallen 94 % der im Jahr 2023 ausgegebenen CO2-Zertifikate. Mit ihrem innovativen Ansatz der Umwandlung von sequestriertem Kohlenstoff in hochleistungsfähige Baumaterialien bietet ecoLocked den Herstellern von Biokohle Zugang zu einer hochgradig skalierbaren Endanwendung und erschließt Gebäude und Infrastruktur als größte vom Menschen geschaffene Kohlenstoffsenke.

Die erste Produktlinie, eLM Zero, ist ein Zusatzstoff, der kohlenstoff-neutralen Beton ermöglicht. Mehrere Betonhersteller in der DACH-Region und den Niederlanden haben eLM Zero bereits in ihr Produktportfolio aufgenommen. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen mit führenden Akteuren der Zementindustrie zusammen und kooperiert mit Kommunen und Immobilienentwicklern, um den CO2-Fußabdruck von Bauprojekten zu minimieren.

„Um die Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen, reicht es nicht aus, die Emissionen zu reduzieren: Kohlenstoff muss aus der Luft entfernt und sicher gespeichert werden. Biokohle ist eine der billigsten und am besten skalierbaren Lösungen dafür, und ihre Beimischung zu Baumaterialien bietet eine wirksame Möglichkeit, die Baubranche unmittelbar zu dekarbonisieren“, erklärt Ines Kolmsee, General Partner bei Matterwave Ventures, einem VC, der in die nachhaltige Zukunft der europäischen Industrie investiert. „In diesem Zusammenhang spielt ecoLocked eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen dem Biokohlemarkt und der Bauindustrie.“

„Die Emissionen von Baumaterialien machen 15 % der europäischen Kohlenstoffemissionen aus und sind nur sehr schwer zu vermeiden. Wir haben uns eine breite Palette von Technologien angeschaut und uns für ecoLocked entschieden, da es eine Lösung bietet, die bereits heute funktioniert und sehr gut mit zukünftigen Dekarbonisierungstechnologien für Beton kombiniert werden kann“, bemerkt Dörte Hirschberg, General Partner bei Climentum Capital, einer Risikokapitalgesellschaft, die in europäische Dekarbonisierungs-Champions investiert.

EcoLocked wird die neuen Mittel nutzen, um seine Produktionsanlage zu erweitern, zusätzliche Produktlinien einzuführen und die Abnahme seiner Produkte zu beschleunigen. Mit Investitionen in sein Forschungs- und Entwicklungsteam wird ecoLocked außerdem seine KI- gesteuerte Plattform ausbauen, die es dem Unternehmen ermöglicht, die Variabilität der Rohstoffe - eine große Herausforderung für den Bausektor - zu nutzen, um auf effiziente Weise konsistente, hochwertige Produkte herzustellen. „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Zukunft der Kohlenstoffabscheidung in der Entwicklung von Produkten liegt, die den abgeschiedenen Kohlenstoff nicht nur über lange Zeiträume speichern, sondern auch in wertvollen Ressourcen für lokale Industrien, wie z.B. den Bausektor, verwandeln. Die neue Finanzierung wird es uns ermöglichen, unser Produktportfolio zu erweitern und unsere Aktivitäten mit Hilfe starker neuer Partner auszubauen", sagt Dr. Mario Schmitt, CEO von ecoLocked.

JUPUS: 1,3 Mio. Euro für 1. juristisches KI-Sekretariat

JUPUS bietet ein KI-Sekretariat für Jurist*innen, das erstmals eine juristisch trainierte und vollautomatisierte Kommunikation und Bearbeitung in juristischen Anliegen ermöglicht.

In den Lead geht der High-Tech Gründerfonds (HTGF), daneben Combination VC bestehend aus Business Angels wie Refurbed-Gründer Kilian Kaminski und Wandelbots-CTO Georg Püschel. Auch bestehende Investor*innen sind erneut mit an Bord, neben namhaften Family Offices zählen hierzu Foodpanda-Gründer Felix Plog sowie die Rechtsanwälte und Legal Tech-Experten Philipp Hammerich (rightmart) und Stefan Schicker (SKW Schwarz). Mit den 1,3 Mio. Euro kann das mittlerweile 15-köpfige JUPUS-Team seine KI-Software weiter ausbauen. Aktuell ist das Tool bereits bei hunderten Rechtsanwält*innen deutschlandweit im Einsatz.

Erstes juristisches KI-Sekretariat im europäischen Raum

Als erstes juristisches KI-Sekretariat im europäischen Raum führt das Kölner Start-up JUPUS die Mandatsannahme vom Erstkontakt bis zur vollständigen Akte vollautomatisiert durch. Rechtsanwält*innen werden dabei unterstützt von einem KI-Chatbot, einem Online-Terminbuchungstool und einer KI-Plattform, die Anfragen, Informationen und Dokumente automatisiert einsammelt und aufbereitet sowie eine automatisierte Kommunikation mit Mandant*innen ermöglicht.

"Die Rechtsbranche steht vor dem größten Wandel der letzten 120 Jahre“, erklärt JUPUS-Gründer René Fergen. „Wir sind hier einer der Haupttreiber für den praktischen Einsatz von KI und lassen sowohl die Akteure der Rechtsbranche als auch Rechtsuchende von dieser Technologie profitieren." Schon seit der Pre-Seed im Januar 2023 ist das Team von zwei auf 15 Mitarbeitende gewachsen. Seit Mai 2023 bearbeiten hunderte Kanzleien in ganz Deutschland ihre Anfragen über JUPUS, das KI-Tool übernimmt bereits mehr als 200 Anfragen pro Tag.

1,3 Millionen Euro für den weiteren Ausbau

Bei der Finanzierung kommen insgesamt 1,3 Millionen Euro für den weiteren Ausbau von JUPUS zusammen. Die zweite FInanzierungsrunde war dabei schnell überzeichnet. „VCs haben großes Interesse an der Entwicklung im Bereich LegalTech und an unserem Ansatz gezeigt“, erzählt Fergen. Neben renommierten Business Angels aus der Rechtsbranche und erfolgreichen Playern aus der deutschen Gründer*innenszene hat JUPUS nun auch die Aufmerksamkeit des High Tech Gründerfonds auf sich lenken können – Deutschlands aktivster und größter Frühphaseninvestor. „Wir freuen uns sehr, mit dem HTGF einen tollen neuen Partner gewonnen zu haben,“ so Fergen.

Anwaltskanzleien stehen heute vor erheblichen Problemen im operativen Geschäft, da Fachkräfte fehlen, während die Komplexität der Mandantenaufnahme und Fallbearbeitung zunimmt. „Das Team von JUPUS begegnet der Herausforderung mit ihrer vielseitigen KI-Lösung insbesondere im Mandatsmanagement eindrucksvoll“, erklärt Max Bergmann, Investment Manager beim HTGF, die Entscheidung. „JUPUS hat es in kurzer Zeit geschafft, eine signifikante Kundenbasis aufzubauen. Wir als Investor glauben daran, gemeinsam ein führendes Unternehmen in einem unterdigitalisierten Markt zu schaffen.“

Die rund 50.000 Anwaltskanzleien in Deutschland kämpfen mit einem enormen Fachkräftemangel und gestiegenen Mandant*innenerwartungen. „Dabei gehen Zeit, personelle Kapazitäten und auch lukrative Mandate verloren“, erklärt Fergen. Mit JUPUS sparen Kanzleien laut Angaben des Start-ups monatlich 40 Arbeitsstunden ein und verwandeln zwei Mal mehr mehr Website-Besucher*innen in Anfragen.

Der Druck auf die Anwaltsbranche hin zur Digitalisierung wird immer größer. Eine aktuelle Erhebung der Bundesrechtsanwaltskammer zeigt: Während sich die Anzahl der Rechtsanwält*innen seit 1990 fast verdreifacht hat, sank die Anzahl neuer Auszubildender Rechtsanwaltsfachangestellten im gleichen Zeitraum um 70%. „Alle, die jetzt noch kein Personalproblem im Anwaltssekretariat haben, werden es in den nächsten Jahren noch bekommen“, prognostiziert Fergen. „Aber mit JUPUS können wir diesen Trend abfedern und geben Anwält*innen ein leistungsstarkes digitales Tool an die Hand.“

Gründer*in der Woche: ChildHood Design – nie mehr „schief gewickelt“

Niklas Schäfer und Holger Bauer, die Gründer des Freiburger Social Start-ups ChildHood Design, entwickeln Wickeltische für den öffentlichen Raum, in dem das Grundbedürfnis auf sauberes und bequemes Wickeln von Säuglingen und Kleinkindern in der Gestaltung bisher noch zu wenig Beachtung findet.

Sobald es das Wetter zulässt, tummeln sich viele junge Familien draußen auf den Spielplätzen und Parks der Städte und Gemeinden. Irgendwann stellt sich dann für viele Eltern oder Großeltern die Frage: Wo kann ich mein Kind wickeln? Die unattraktiven Optionen: Parkbank oder Boden.

Das Problem ist offensichtlich: An belebten Orten im Freien, die attraktiv für den Aufenthalt von Familien mit Kindern sind, gibt es so gut wie keine Wickelmöglichkeiten, die den Ansprüchen des Wickelns in Bezug auf Sicherheit, Schutz und Komfort gerecht werden. Für Kinder, die im Wickelalter stark fürsorge- und schutzbedürftig sind, und deren Bezugspersonen gehört das Wickeln jedoch zu einem Grundbedürfnis, das in der Gestaltung des öffentlichen Raums bisher wenig Beachtung findet.

Kindgerechtes Wickeln

Die Erfinder und ChildHood Design-Gründer Niklas Schäfer und Holger Bauer wollen das ändern. „Wir sind auf diese Problematik aufmerksam geworden, als wir mit einer Freundin und ihrem Kind auf einem Spielplatz waren. Als sie ihr Kind wickeln musste, stand ihr keine dafür vorgesehene und geeignete Wickelmöglichkeit zur Verfügung. Inmitten des belebten städtischen Spielplatzes gab es weder eine sichere Liegefläche für das Kind, noch eine Rückzugsmöglichkeit, um sich bewusst auf das Wickeln einlassen zu können. Diese Erfahrung nahmen wir zum Anlass, die Thematik des kindgerechten Wickelns im Rahmen unseres Studiums der Sozialen Arbeit genauer zu untersuchen und mit weiteren wickelnden Menschen in den Austausch zu kommen“, berichtet Niklas.

Herausgekommen dabei ist die Idee zu einem im Freien festinstallierten Wickeltisch, der das geschützte, saubere und bequeme Wickeln von Säuglingen und Kleinkindern ermöglichen soll.

Starthilfe per Innovationsprogramm

Mit ihrer noch jungen Idee haben die beiden studierten Sozialarbeiter im Frühjahr 2022 am Sozialstarter-Programm des Social Innovation Lab (SIL) teilgenommen. Hierbei handelt es sich um ein kostenfreies Gründungsprogramm, das seit 2020 für Social Start-ups angeboten und über Fördermittel der Deutschen Postcode Lotterie und der Heidehof Stiftung finanziert wird. Das SIL ist ein Angebot des Grünhof e.V., der 2018 gegründet wurde und die Anlaufstelle für alle im Freiburger Raum ist, die sozial-innovative Wege gehen wollen.

„Wir haben uns und unsere Idee in kurzer Zeit fokussieren können, was uns ohne das Sozialstarter-Programm sicherlich nicht gelungen wäre“, sagt Mitgründer Niklas. Auch über das Angebot hinaus wurden er und sein Mitgründer Holger vom SIL unterstützt. „Zum Beispiel bei unserer Crowdfunding Kampagne“, sagt Holger. „Hier hat man uns die Startnext-Plattform ans Herz gelegt und uns unter anderem ermutigt, ein Video zu drehen, um uns und unsere Idee dort besser zu präsentieren.“

Entwicklung macht den Meister

Diese Starthilfe und Tipps erwisen sich als goldrichtig. Nach wenigen ­Wochen hatten die beiden Erfinder die 4000 Euro für den Bau ihres ersten Wickelboards zusammen. Dieses ist ein fest­stehender Wickeltisch mit einer Stehhöhe von 90 cm, um ein komfortables Wickeln im Stehen zu ermöglichen. Die Wickelfläche bietet mit einer Größe von 80 x 80 cm viel Platz für das Kind und mitgebrachte Wickelutensilien. Die Überdachung schützt vor direkter Sonneneinstrahlung und hält Laub und andere Verschmutzungen von der Wickelfläche fern. Die Seitenwände bieten Fall- und Sichtschutz, um die Intimsphäre zu wahren. Zudem ermöglicht die offen gestaltete Bauweise der wickelnden Person die Umgebung im Blick zu behalten. Und last, but not least, weisen eine Infotafel und Hinweisschilder auf die Funktion und sachgerechte Nutzung des Wickelboards hin.

Durch die Crowdfunding­Kampagne wurde auch der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) auf das Social Start-up aufmerksam. Mitte Juni 2023 wurde es dann stressig: „Wir mussten den Aufbau unseres ersten Wickelboards auf dem Freiburger Tier-Natur-Erlebnispark Mundenhof hinbekommen, der MDR hatte uns Druck gemacht, einen Sendetermin noch vor der Sommerpause zu realisieren“, sagt Niklas. Aufbau, Abnahme und Dreh erfolgten in nur einer Woche.

Kurz nach der Ausstrahlung der TV-Sendung hatten die beiden jungen Social Entrepreneurs bereits rund 70 Anfragen aus ganz Deutschland in ihrem Postfach. Anfang Februar dieses Jahres wurde das erste Wickelboard nach Mönchengladbach verschickt. „Das waren viele neue Schritte für uns:  Wie verpacken wir das? Wie verschicken wir es?“, erinnert sich Holger. In vier montierbaren Einzelteilen ging das fast 200 Kilogramm schwere Paket per Spedition nach Nordrhein-Westfalen.

Ein schnelles Learning für die beiden Jungunternehmer: „Der Verkaufspreis war für viele Interessent*innen zu hoch, sodass wir reagieren mussten.“ Also entwickelten die beiden eine zweite, kostengünstigere Variante ihres Wickelboards – insgesamt eckiger; statt Edelstahl wird feuerverzinkter Stahl verwendet und für die Wickelfläche Holz von der Douglasie anstelle von Robinie. Auch das günstigere Wickelboard hat eine Lebenserwartung von rund zehn Jahren, versichern die Erfinder. „Jetzt können wir sowohl den kleinen Verein als auch die Großstadt, die finanziell mehr Möglichkeit hat, bedienen“, sagt Niklas. Wichtig ist den beiden Gründern zudem, dass der soziale Gedanke auch bei der Herstellung weitergedacht wird.

Für die bevorstehende Serienproduktion haben Niklas und Holger bereits ein Lager in Freiburg angemietet. „Weitere soziale Komponenten in unsere Arbeit aufzunehmen, darauf freuen wir uns sehr“, sagt Holger. Auch neue Produkte möchten die beiden Erfinder in Zukunft angehen – Ideen haben sie genug.

Vom Schwarzwald in die Welt

Mithilfe eines QR-Codes am allerersten Wickelboard konnten die Nutzer*innen über zwei Monate das Produkt bewerten. Knapp 40 Rückmeldungen gingen ein, insgesamt gab es die Umfragenote 1,1 fürs Wickelboard. „Es war vor allem viel Dankbarkeit, die wir erfahren haben und der Wunsch, weitere Wickelboards gern noch an anderen öffentlichen Stellen in der Stadt zu sehen“, sagt Niklas. „Das hat uns motiviert und uns gezeigt, dass wir etwas richtig machen.“

Aktuell befinden sich einige Interessent*innen noch in Entscheidungsprozessen, doch schon bald könnten „Wickelboards made in Schwarzwald“ in Hamburg und Potsdam stehen. Auch Anfragen aus Österreich und Bayern liegen im Postfach der Wickelboard-Boys. „Es ist schön, dass unser Wickelboard für die Nutzer*innen kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Wir freuen uns, wenn die Städte dahingehend ihre öffentlichen Räume kinder- und familienfreundlicher gestalten – vielleicht auch bald vermehrt in Freiburg“, sagt Niklas.

825.000 Euro-Investment: Wildplastic schließt nachhaltige Finanzierungsrunde ab

Wildplastic hat eine 2. Finanzierungsrunde in Höhe von 825.000 Euro abgeschlossen. Diese Finanzierung statuiert zugleich auch ein Exempel für passende Finanzierungen nachhaltiger Geschäftsmodelle.

Die Wildplastic GmbH mit Sitz in Hamburg wurde im Jahr 2019 von sieben Mitstreiter*innen mit der Mission gegründet, die Welt vom wilden Plastikmüll zu befreien. Wildes Plastik ist all das Plastik, welches sich außerhalb des Recyclingkreislaufs auf illegalen Mülldeponien, in der Natur oder im Straßenbild befindet.

Wildplastic holt in Ländern ohne ausreichende Abfallwirtschaft wildes Plastik in die Recyclingkreisläufe zurück und verarbeitet es zu neuen Produkten wie Müllbeuteln und Versandtaschen. Die Hamburger arbeiten dabei mit lokalen Organisationen in Ländern wie Indien, Thailand, Ghana oder Indonesien zusammen. Allein im vergangenen Jahr hat Wildplastic knapp 310 Tonnen wildes Plastik in den Recyclingkreislauf zurückgeholt und damit etwa 700 Tonnen CO2 eingespart. Außerdem wurden mehr als 6.700 Tage mit besseren Arbeitsbedingungen für Sammler*innen vor Ort ermöglicht. Darüber hinaus setzt sich das in Verantwortungseigentum gegründete Unternehmen für eine zukunftsweisende Wirtschaft und ein nachhaltiges Unternehmer*innentum ein.

Mit der gerade abgeschlossenen Finanzierungsrunde erhält Wildplastic Kapital von sieben neuen Finanzierungspartner*innen: Cantella, Focussed Business Events, Matthias Fricke, Janina Weingarth, Karma Capital, Nadia Boegli und Wilfried Gillrath. Zu den bisherigen Finanzierungspartner*innen zählen Purpose Ventures, Planet A Ventures, Golzern Holding und Innovation for Impact.

„Ein riesiger Dank gilt unseren neuen und bestehenden Finanzierungspartner*innen. Denn, ob wir die nachhaltige Transformation der Wirtschaft realisieren können, hängt maßgeblich von der passenden Finanzierung ab“, sagt Christian Sigmund, Mitgründer und CEO von Wildplastic und ergänzt: „Die Kreislaufwirtschaft schafft ein völlig neues System, und dieses System braucht auch neue, regenerative Wege der Finanzierung.“

Unternehmen in Verantwortungseigentum

Neue Wege der Finanzierung braucht Wildplastic auch, weil das Unternehmen als GmbH in Verantwortungseigentum gegründet wurde. Das Besondere dabei ist, dass in diesem Modell die Stimmrechte von den wirtschaftlichen Rechten getrennt sind. So wird sichergestellt, dass Entscheidungen innerhalb des Unternehmens auf der Grundlage des Unternehmenszwecks und nicht nach individuellen finanziellen Motiven getroffen werden. Die Inhaber der Stimmrechte sind Entscheider im Unternehmen und können keine Gewinne oder Vermögenswerte abziehen. Ein klassischer Exit ist somit nicht möglich. Langfristiges, nachhaltiges Wirtschaften ist stattdessen das Ziel. Diese Struktur ist in den Statuten des Unternehmens verankert. Um sie langfristig rechtlich verbindlich zu machen, hat Wildplastic ein Prozent der Stimmrechte der Purpose Foundation anvertraut, die rechtlich verpflichtet ist, gegen Änderungen, die das Verantwortungseigentum untergraben, Einspruch zu erheben, die aber kein weiteres Mitspracherecht im Unternehmen hat.

Vorreiter für eine neue Wirtschaftsform

Mit der Gründung in Verantwortungseigentum ist Wildplastic ein Pionier dieser Art des Wirtschaftens im Start-up-Bereich. Damit gehören sie zu den unternehmerischen Vorbildern für eine wachsende Zahl von Unternehmen, die Unabhängigkeit und den Bestand ihrer Unternehmen im Sinne einer nachhaltigen Wertschöpfung sicherstellen wollen. Um diese zukünftig einfacher umzusetzen, wird derzeit eine neue Rechtsform geschaffen: die Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit gebundenem Vermögen, kurz GmgV. Ein Gesetzesentwurf liegt bereits vor.

Wachstumsfinanzierung für die nachhaltige Mission

„Wir von Wildplastic setzen auf Regeneration statt Extraktion: Wildplastic finanziert sich über Anteile, die Finanzierungspartner*innen eine adäquate Beteiligung am unternehmerischen Erfolg erlauben“, erklärt Christian Sigmund. Die Anteile sind im Gewinnrecht gedeckelt und stimmrechtslos, somit bleibt die Kontrolle im Unternehmen. Im unternehmerischen Erfolgsfall werden Teile der Gewinne verwendet, um die Finanzierungspartner*innen für ihr Risiko adäquat zu kompensieren. Dies geschieht bis zu einem vereinbarten Cap. Danach werden die Gewinne in den Unternehmenszweck reinvestiert. Christian Sigmund: „Somit vereinbaren wir eine nachhaltige Mission mit einer passenden Wachstumsfinanzierung.“

Die abgeschlossene Finanzierungsrunde ermöglicht es Wildplastic, die Lieferketten weiter auszubauen, mehr Sammelorganisationen einzubinden, neue Produkte zu entwickeln und im deutschsprachigen Markt zu wachsen. Denn eines ist sicher: das Wildplastic Team ist wild darauf, die Plastikkrise anzugehen und gleichzeitig Wirtschaft und nachhaltiges Unternehmer*innentum neu zu denken.

Startup-Woche Düsseldorf 2024

Vom 03. bis 07. Juni wird Düsseldorf wieder zum Treffpunkt für Start-ups und Start-up-Interessierte. Das erwartet dich bei der 9. Startup-Woche.

In über 100 Veranstaltungen bietet die 9. Startup-Woche Wissen zu Themen wie Geschäftsmodell, Strategie, Marketing, Finanzen, Investorengewinnung, Förderung und Internationalisierung. Aber auch Themen wie KI, Sustainability und Female Entrepreneurship dürfen natürlich nicht fehlen. Die Mehrzahl der Veranstaltungen finden in Präsenz statt.

Die Wirtschaftsförderung Düsseldorf, Veranstalterin der Startup-Woche, hat wieder ein spannendes Programm zusammengestellt: Ausrichter und Ausrichterinnen aus Privatwirtschaft und Verbänden bieten Seminare, Workshops, Pitch- und Networking-Events an, bei denen sich Start-up-Gründer und -Gründerinnen und Start-up-Interessierte treffen und sich mit Vertretern und Vertreterinnen großer Unternehmen, Investoren und Investorinnen, Beratern und Beraterinnen sowie Mentoren und Mentorinnen vernetzen können.

Neu in diesem Jahr ist auch der zentrale Treffpunkt, der im Zum St. Sebastian, Kurze Straße 2a/Burgplatz 16, 40213 Düsseldorf, während der Startup-Woche eingerichtet wird. Hier können sich Teilnehmende verabreden, miteinander austauschen und mit der Startup Unit der Wirtschaftsförderung treffen.

Da sich immer mehr ausländische Start-ups für Düsseldorf als B2B-Standort für den Einstieg in den deutschen und europäischen Markt interessieren, ist eine Reihe von Angeboten auch zweisprachig bzw. englischsprachig.

Das vollständige Programm der 9. Startup-Woche Düsseldorf ist hier abrufbar: https://www.startupwoche-dus.de/programm