Namensstreit beendet: Aus Volabo wird Molabo


44 likes

Das Start-up Volabo produziert die weltweit ersten Elektroantriebe, welche bei berührsicheren Spannungen von 48 Volt eine Dauerleistung von 50 Kilowatt erbringen können. Grund dafür ist unter anderem der innovative Aufbau des Elektromotors. Nach 4 Jahren auf dem Markt wird das Unternehmen ab dem 20. Juli 2020 nun seinen Namen auf ‚Molabo‘ ändern. Grund dafür ist der Einspruch eines großen Konzerns.

Das Start-up aus Ottobrunn bei München agiert nun schon seit fast vier Jahren unter dem Namen ‚Volabo‘ auf dem Markt. Zuerst als Entwicklungsdienstleister für die von ihnen entwickelte ISCAD Technologie, nun als Produzent der weltweit ersten 48 Volt Elektromotoren mit 50 Kilowatt in Serie.

Wie das Start-up nun bekanntgab, vollzieht es eine Namensänderung: Ab dem 20. Juli 2020 wird man nach Außen nur mehr unter dem Namen „Molabo“ auftreten. Grund dafür ist der Einspruch eines großen Konzerns gegen den Markennamen Volabo.

„Als wir den Markennamen ‚Volabo‘ anmeldeten, haben wir natürlich mit Hilfe unserer Anwälte alle nötigen Backgroundchecks vorgenommen. Es sah alles gut aus“, erzählt Patzak, „aber es kommt natürlich nicht immer alles wie geplant“. Innerhalb einer Frist von drei Monaten nach dem Tag der Veröffentlichung der Eintragung einer Marke kann Wiederspruch erhoben werden. „Am letzten Tag der Frist wurde Einspruch gegen den Namen ‚Volabo‘ eingereicht“, berichtete Patzak.

Das Verfahren dauerte fast drei Jahre. Am Ende wurde zugunsten des Konzerns entschieden. „Gegen die Rechtsabteilung von so großen Konzernen hat man als junges Unternehmen meist keine großen Chancen“, kommentiert Patzak.

Weiter Vollgas unter den Namen Molabo

Der neue Name für das Unternehmen ist Molabo. Der Name steht dabei für 'Motor Laboratory' und schafft eine Verbindung zu den Wurzeln der Firma, die an der Universität der Bundeswehr München entstanden ist. Die Homepage ist unter www.molabo.eu erreichbar. Das neue Logo wurde in Anlehnung an das alte gestaltet, wobei die weißen Linien in dem M die Stäbe des von Molabo entwickelten Statorkäfigs symbolisieren. Molabo verwendet im Stator, dem feststehenden Teil des Elektromotors, Stäbe anstelle von Wicklungen.

Das Unternehmen lässt sich durch die Namensänderung nicht den Wind aus den Segeln nehmen. Mit einem neuen Namen kommt auch ihr erstes Produkt auf den Markt: der Elektroantrieb ISCAD V50. Der Antrieb ist nach der Sportbootrichtlinie qualifiziert und wiegt inklusive Controller gerade einmal 45 Kilogramm. Der Antrieb ist ab sofort bestellbar und die ersten Exemplare werden bereits im Dezember 2020 verfügbar sein. Zusammen mit der Firma Hechinger produziert Molabo den neuen ISCAD V50 Antrieb auf höchstem Qualitäts- und Industriestandard.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: