Berliner Start-up Gorillas wird zum Einhorn


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Das On-Demand-Delivery-Start-up Gorillas erreicht eine Bewertung von über einer Milliarde US-Dollar und damit den Einhorn-Status, so schnell wie noch kein Start-up in Europa.

Das von Kağan Sümer gegründete Gorillas hat eine Infrastruktur für die schnelle Last-Mile-Lieferung von lebenswichtigen menschlichen Bedürfnissen entwickelt. Das On-Demand-Delivery-Start-up benötigt nach eigenen Angaben nur zehn Minuten, um die gewünschten Waren vom Warenkorb eines Nutzers zum gewünschten Ort zu bringen. Nutzer der App haben Zugang zu mehr als 2000 lebenswichtigen Artikeln zu Einzelhandelspreisen. Indem Gorillas das Einkaufs- und Lieferkettenkonzept von traditionellen Einzelhandelsunternehmen aufbricht, prägt es ein neues Konsumentenverhalten im Lebensmittelbereich (Need-Order-Get).

In seiner jüngsten Finanzierungsrunde, angeführt durch den Altinvestor Coatue Management, hat Gorillas 244 Millionen Euro in seiner Serie-B-Runde eingeworben. Damit ist Gorillas – nur wenige Monate nach Abschluss der Serie-A-Runde über 37 Millionen Euro – Europas Start-up, das am schnellsten Einhorn-Status erreicht hat. Weitere Investoren sind DST Global, Tencent, Greenoaks und Fifth Wall (Atlantic Food Labs ist ebenfalls beteiligt).

Im Gegensatz zu etablierten Gig-Economy-Modellen beschäftigt Gorillas seine mehr als tausend Fahrer*innen direkt – und will damit auch für einen Wandel in seiner Branche sorgen. In etwas mehr als zehn Monaten expandierte Gorillas in mehr als zwölf Städte, darunter Amsterdam, London und München, und baute über 40 Mikro-Fulfillment-Center auf. Derzeit ist die App in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien verfügbar. Die neue Finanzierung wird genutzt, um das Wachstum weiter voranzutreiben. Gorillas will in mehr als zehn Länder mit über 50 Städten expandieren, darunter auch Paris. Zeitnah will man den Schritt in die USA gehen, beginnend in New York.

Darüber hinaus plant das Start-up, seine Technologie und digitale Infrastruktur zu optimieren. Dadurch soll ein einzigartiges, vertikal integriertes Modell entstehen und die Community wachsen. „Die Branche hat ihre Kunden schon viel zu lange vernachlässigt: Anstatt sich auf den Kunden einzustellen, setzen traditionelle Supermärkte auf lange Verfallsdaten und Menschenmassen, die am Wochenende Schlange stehen, um ihre Lebensmittel zu bekommen. Wir bei Gorillas wollen unbedingt die Art und Weise ändern, wie der Lebensmitteleinkauf von unseren Nutzern erlebt wird. Es ist keine lästige Pflicht, sondern eine Aufgabe, die Spaß macht und zu einer gesunden und frischen Lebensmittelauswahl führt. Unseren Kunden scheint es zu gefallen: Aufgeteilt auf alle Bestellungen und Erstbestellungen haben wir einen Net Promoter Score von mehr als 92 Prozent – etwas machen wir also richtig. Jetzt streben wir die 99 Prozent an“, so Sümer.

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