Gründer der Woche: Linkando - die Plattform für Crowd Collaboration

Gründer der Woche 37/17


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„Link and Do“ steht für die Vision vom ganzheitlichem Wirken großer Interessengemeinschaften (der Crowd), die sich auf Basis ihrer Fähigkeiten, Erfahrungen und Interessen vernetzen (“Link”), um zusammen Ideen, Aufgaben und Lösungen umzusetzen (“Do”). Mehr zu dem Konzept und zur Gründung erfahren wir im Interview mit dem Gründer Volker Wiora:

Der Linkando-Gründer Volker Wiora

Wie sind Sie auf die Idee zu Linkando gekommen?

Die Idee zu Linkando entstand aus unserer eigenen Erfahrung, als Dienstleister für internationale Unternehmen weltweite Partnernetzwerke aufzubauen. Wir waren regelmäßig in der Situation, große Communities miteinander zu vernetzen und mussten dafür viele verschiedene Kommunikationstools einsetzen, was mit gravierenden Medienbrüchen einherging. Dabei sahen wir den Bedarf und haben daraufhin Linkando entwickelt.

Ihre Linkando GmbH & Co.KG haben Sie dann im August 2016 gegründet. Was waren die größten Herausforderungen / Steps bei der Gründung und dann bis zum Go live der Plattform?

Grundsätzlich lief die Gründung von Linkando nicht nach dem klassischen Schema „Man hat eine Idee, sammelt Geld ein und fängt dann mit der Entwicklung an“ ab. Im Rahmen unseres eigenen Inkubators Wiora Ventures haben wir die Plattform schon vor der Gründung entwickelt und bereits erste Use Cases verprobt. Daher konnten wir, anders als andere Gründer, schneller und mit besserer Finanzierung  mit Linkando an den Start gehen.

Eine große Herausforderung war – und ist es auch noch heute – eine Lösung für so ein komplexes und allgemeingültiges Thema wie Crowd Collaboration auf den Markt zu bringen. Daher waren wir gefordert, dedizierte Lösungsangebote für klar umrissene Einsatzbereiche anzubieten. Das Ergebnis dieser Überlegungen sind die „Linkando Blueprints". Diese sind für verschiedene Einsatzszenarien und die dazugehörigen Prozesse vorkonfiguriert und müssen lediglich an die kundenspezifischen Anforderungen angepasst werden. Ziel dieser Methode ist es, vielen einzelnen Anwendergruppen unsere Lösung einfach und schnell zugänglich zu machen.

Nun zum Geschäftsmodell: Was genau bieten Sie mit Linkando?

Mit Linkando, im Kern eine SaaS-Plattform, bieten wir unseren Zielgruppen die Möglichkeit, die digitale Zusammenarbeit in großen Communities zu vereinfachen. Dabei sieht Linkando den einzelnen Anwender nicht nur als Mitglied eines Teams an, sondern als eigenständigen Akteur innerhalb der gesamten Community.

Konzerne, Firmennetzwerke, Verbände, Vereine, Projektorganisationen oder auch Communities – egal, ob im Kontext ihres unternehmerischen Handelns oder sozialen Engagements – profitieren von einer durchgängigen Collaboration-Lösung. Diese passt sich flexibel an ihre Bedürfnisse an und bleibt gleichzeitig skalierbar. Unsere Plattform ermöglicht es, alle relevanten Stakeholder eines Ökosystems digital einzubinden und untereinander zu vernetzen. Mit den integrierten Interaktions-, Steuerungs- und Kommunikationstools schafft Linkando die Basis für eine effiziente Zusammenarbeit sowie Übersicht über die Aktivitäten und Projekte innerhalb der Community und ermöglicht die Erhebung aussagekräftiger Kennzahlen.

Der größte Vorteil von Linkando liegt in der Ganzheitlichkeit – mit diesem Ansatz beseitigt Linkando Daten- sowie Kommunikationssilos in komplexen Organisationsstrukturen.

Und wen sprechen Sie mit dem Angebot an?

Wie vorher schon erwähnt, ist Linkando für sehr viele unterschiedliche Zielgruppen und Einsatzbereiche entwickelt worden. Im Vordergrund stehen die digitale Vernetzung von Menschen und Organisationen, die Umsetzung von Initiativen und Projekten und das Aufzeigen der digitalen Wirkung. Bedarf findet man beispielsweise in Unternehmen, sozial agierenden Institutionen, Verbänden, NGOs oder auch Non Profit Organisationen. Kurz gesagt, überall dort, wo große Interessensgemeinschaften zusammenarbeiten.

Gibt es vergleichbare Angebote? Wenn ja, was ist Ihr USP?

Für viele unserer Teilfunktionen gibt es Wettbewerbsangebote wie z.B. Slack, Sharepoint oder Trello. Jedoch haben wir alle für Crowd Collaboration wichtigen Funktionen erstmalig auf einer ganzheitlichen Plattform zusammengeführt. Ohne Medienbrüche, ohne Datensilos. Bei der Entwicklung unserer Plattform lag das Augenmerk darauf, große Gemeinschaften zu vernetzen und nicht nur kleine Teams bedienen zu können.

Was sind Ihre kommenden unternehmerischen Pläne?

Wir wollen ein stabiles Kernunternehmen aufbauen, das seine Kunden und Partner ideal unterstützt und das gesund wächst. Zudem wollen wir in Zukunft auch verstärkt den internationalen Anforderungen unserer Kunden gerecht werden.

Und last but not least: Was raten Sie anderen Gründern aus eigener Erfahrung?

Es gibt leider keinen Pauschalrat. Jedes Projekt und jeder Case ist anders und jede Gründung ist einzigartig. Wenn es etwas Allgemeingültiges gibt: Sucht euch eure Investoren gut aus – nicht nur wie viel Geld sie euch geben können, sondern wie sie euch mit Rat und Tat sowie mit vorhandenen Geschäftsbeziehungen weiterbringen. Wir haben das große Glück, mit einem tollen Investorenteam zusammenzuarbeiten, das sehr pragmatisch mit uns an einem Strang zieht.

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Das Interivew führte Hans Luthardt

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