Gründer der Woche: Librileo - Lese-Power für alle Kids!

Gründer der Woche 46/17


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Librileo ist ein Anfang 2015 in Berlin gegründetes gemeinnütziges Unternehmen. Die Gründer Sarah Seeliger und Julius Bertram haben ein innovatives Reading Empowerment Programm zur Frühförderung von Kindern zwischen 0 und 6 Jahren aus sozial schwachen Familien entwickelt. Über den unternehmerischen Weg und das, was die beiden Gründer antreibt, erfahren wir mehr im Interview mit Sarah Seeliger.

Wie sind Sie beide auf die Idee zu Librileo gekommen?

Wir wollten Eltern den Aufwand der Bücherauswahl abnehmen und das Vorlesen zu Hause fördern. Wir starteten als klassisches Start-up. Nach einem Jahr haben wir den Entschluss gefasst, eine gemeinnützige Organisation zu gründen. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt einen Weg zu finden, um ein kostenfreies Angebot für Familien in schwierigen Lagen zu schaffen, sodass alle Kinder gerechte Bildungschancen haben.

Was waren die Beweggründe für diesen Schritt?

Unwissenheit. Wir wussten nicht, welche Möglichkeiten man als Non Profit Organisation hat. Auch die Zielgruppe Familien, mit finanziellen und / oder sozialen Herausforderungen kannten wir viel zu schlecht. Es war am Anfang für uns schneller umsetzbar wieder ein Start-up zu gründen. Doch der Wunsch, etwas Gutes zu tun und die Welt ein Stück zu verbessern, war immer da.

Und was waren dann die größten Herausforderungen, um zur Non Profit Organisation zu werden?

Wir haben im Prinzip von vorne angefangen. Wir mussten neu gründen, entscheiden welche Rechtsform wir sein wollen, unser Produkt neu konzipieren, unsere Zielgruppe kennenlernen und einen Weg für die Finanzierung finden. Das ging natürlich alles nicht von heute auf morgen. Doch wir waren fest entschlossen, das zu schaffen.

Ihr Ziel ist es, dass jedes Kind in Deutschland Zugang zu Büchern hat und damit gute Bildungschancen und eine erfolgreiche Zukunft erhält. Dazu haben Sie dann Ihr Leseförderprogramm zur Frühförderung entwickelt. Was genau verbirgt sich dahinter?

Familien in Armut haben die Möglichkeit über das Bildungs- und Teilhabepaket Mitglied bei Librileo gemeinnützig zu werden. Sie erhalten dann alle drei Monate eine Bücherbox und können an Vorleseveranstaltungen bei sich im Kiez teilnehmen. Die Bücherboxen beinhalten immer ein Kinderbuch, ein Spiel und einen Ratgeber. Alle Inhalte sind neu, hochwertig und dürfen natürlich behalten werden. Damit die Familien wirklich Freude an den Bücherboxen haben, sind sie immer auf das Alter und die Entwicklungsphase des Kindes abgestimmt. Themen sind zum Beispiel: Auf´s Töpfchen gehen, Trotzphase oder Einschlafen.

Wie kommt Ihre Zielgruppe in den Genuss des Förderprogramms? Was kostet die Teilhabe?

Um die Bücherboxen zu erhalten muss ein Antrag vom Jobcenter ausgefüllt werden. Das ist der Bildungs- und Teilhabepaket Antrag (BuT-Antrag). Dieser kann auf der Website von Librileo gemeinnützig heruntergeladen werden. Außerdem informieren Erzieher in Kitas über das Angebot von Librileo gemeinnützig und verteilen dort den BuT-Antrag an die Eltern. Es dauert dann ca. 14 Tage bis das Jobcenter den Antrag bearbeitet und weitere 14 Tage bis die erste Box versendet wird. Der Antrag wird meistens für 1 Jahr bewilligt und kann dann ganz einfach verlängert werden.

Wie machen Sie auf sich und Ihr Programm aufmerksam?

Wir denken uns Aktionen aus um auf uns aufmerksam zu machen. Zum Beispiel haben wir im letzten Jahr die „hanging book“ Aktion initiiert und 500 Kinderbücher an herunterhängenden Bändern an Bushaltestellen aufgehängt. Oder wir haben Kinderbuchhelden wie Pipi Langstrumpf, Janosch und die Tigerente und viele weitere ‚sterben’ lassen und ihre Silhouetten mit Kreide auf den Boden gesprüht. Wir haben auch einige bekannte Unterstützer, wie zum Beispiel ist die Senatorin Elke Breitenbach unsere Schirmherrin.

Was muss aus Ihrer Sicht grundlegend geschehen, dass Kinder aus einem sozial benachteiligten Umfeld bessere Bildungschancen erhalten? Ist hier in erster Linie die Politik gefragt oder die Eltern?

Hier ist die Politik gefragt. Die Eltern brauchen mehr Geld. Es ist einfach schwer möglich mit dem Hartz 4 Regelsatz auszukommen und sich und seinen Kindern ein schönes Leben zu schaffen. Die Eltern resignieren. Sie verlieren ihren Mut und ihren Optimismus. Das prägt die Kinder auch und daraus resultiert dann leider ein Teufelskreis.

Was sind Ihre weiteren unternehmerischen Pläne?

Wir sind momentan in Berlin und Brandenburg aktiv und wollen im Jahr 2018 auch in Hamburg, Bremen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aktiv werden. In den nächsten Jahren werden wir unser Leseförderprogramm deutschlandweit allen Familien zugänglich machen. Um dies zu vereinfachen haben wir eine online BuT-Plattform programmiert. Diese ist bereits online unter: http://but-antrag.de. In Kürze wird es möglich sein, Anträge in allen Sprachen leicht verständlich online auszufüllen. In dieser BuT-Plattform werden auch andere Angebote (Fußballverein, Musikschule etc.) sichtbar sein. Sodass Familien auf einen Blick sehen können, was in ihrer Umgebung kostenfrei angeboten wird. So haben Kinder die Möglichkeit, am sozialen und Kulturellen Leben zu partizipieren.

Und last but not least: Was raten Sie anderen Gründern aus eigener Erfahrung?
Gründet eine gemeinnützige Organisation. Es gibt noch viele Probleme, die verbessert werden müssen. Sprecht mit vielen Menschen über eure Idee und lasst euch Feedback geben. Ich finde es sehr wichtig, auf das Bauchgefühl zu hören, und es gibt kaum etwas wichtigeres als ein gutes Bauchgefühl. Trotzdem: Messt von Anfang an eure Ergebnisse, sodass ihr schnell auf der Grundlage von Zahlen entscheiden könnt, ob etwas gut läuft oder nicht. So spart ihr Zeit und könnt bessere, neue Wege finden, um eure Ziele zu erreichen.

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Das Interview führte Hans Luthardt

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Gründer*in der Woche: Clanq - Sparen mit Family & Friends

Clanq ist ein junges Zürcher Fintech-Start-up, das junge Familien mit mittlerem Einkommen bei der finanziellen Vorsorge für ihr(e) Kind(er) unterstützen will. Wie, das verrät uns CEO und Co-Founder Benedict von Hoffman im Interview.

Wann und wie bist du zusammen mit deinen Mitgründern Christina Hammer und Jakob Kaya auf die Idee zu Clanq gekommen?

In der Ursprungsform ist uns die Idee zu Clanq während der Ausarbeitung eines Kundenprojektes bei unserem ehemaligen Arbeitgeber gekommen. Damals ging es darum, die Kund*innen-Demografie für eine renommierte Bank zu verjüngen. Beim Research für das Projekt sind Jakob und ich auf für uns sehr erschreckende Statistiken über die finanzielle Vorsorge und Bildung von Kindern gestoßen. Dieses Entsetzen war quasi der Grundstein für Clanq. In den darauffolgenden Monaten haben wir akribisch unser Geschäftsmodell validiert und dabei Christina kennengelernt, die unser Team mit ihrer Finanzexpertise komplettierte und uns zur Gründung der Clanq AG bewegte.

Zu euren beruflichen Vorleben: Stammt ihr allesamt aus der Finanzbranche?

Christina, unsere CMO, bringt mit 30 Berufsjahren in der Finanzbranche die größte Erfahrung mit. Das ist essenziell, denn sie ist verantwortlich für die Kommunikation mit unseren Kund*innen und soll deren Sorgen und Bedürfnisse beim Thema Sparen erkennen.

Jakob ist eine echte Koryphäe auf dem Gebiet der Software- und Produktentwicklung. Da wir uns nicht primär als Bank sehen, sondern vielmehr als Begleiter*in für Familien, ist diese Kernkompetenz essenziell für uns. Wir wollen die Kundenbedürfnisse ins Zentrum stellen und nicht das Produkt. Deshalb konzentrieren wir selbst uns auf die relevanten Kundenthemen und kaufen das regulatorische Know-how ein.

Ich selbst habe mein fundiertes Wissen rund ums Sparen und Anlegen durch meine privaten Invest-Erfahrungen gesammelt. Seit ich 20 Jahre alt bin, ist „Money-Management“ fester Bestandteil meines Lebens. In unserem Unternehmen sorge ich dafür, Talente, Kompetenzen und Persönlichkeiten zusammenzubringen – und so die optimalen Bedingungen zu schaffen, um unser Ziel einer einfachen, effektiven und nachhaltigen Finanzplanung für Familien zu erreichen.

Nun zu Clanq: Ihr versteht euch als „digitaler Mentor“ und Plattform für Fragen rund um Familienfinanzen. Welches Problem wollt ihr konkret lösen?

Wusstest du, dass mehr als die Hälfte der Familien in Deutschland Mühe haben, für ihre Kinder vorzusorgen? Dieses Problem ist noch viel fundamentaler, wenn wir berücksichtigen, dass sich zudem 60 Prozent der Jugendlichen in Deutschland finanziell ungenügend für die Zukunft vorbereitet fühlen und dass sieben von zehn Frauen die Vermögensplanung ihrem Partner überlassen. Das sind eindrückliche Zahlen. Es verbirgt sich dahinter aber auch ein enormes Potenzial für die finanzielle Stabilität und Bildung von Familien und speziell für Mütter und Kinder.

Was waren die wichtigsten Steps von der Gründung bis zum bald bevorstehenden Launch eurer Finanz-Plattform und -App?

Da wir ein ganz junges Unternehmen sind, gab es in den letzten Monaten keinen Schritt, der nicht von großer Bedeutung für unser Vorankommen war. Dennoch waren unsere größten Meilensteine sicherlich die Finanzierung unseres Unternehmens, die regulatorischen sowie die IT-Sicherheitsgenehmigungen zu erhalten und den Vertrag mit unserem Partner Solarisbank zu unterzeichnen.

Was ist das Besondere an Clanq? Was bietet ihr und wie unterscheidet ihr euch von anderen modernen Banking-Plattformen?

Wir sind der einzige Anbieter, der sich ganz auf Mütter, Väter und ihre Kinder fokussiert. Dabei bieten wir eine einzigartige Kombination von Bankkonto, Sparplan, Cashback-Gutschriften und nachhaltigen Anlagen an, bei denen der ganze Familienclan unterstützen kann. Wir führen spezialisierte Angebote für Familien auf einen Blick in einer App zusammen.

Wie habt ihr die Produktentwicklung und damit auch euch selbst bislang finanziert?

Rund die Hälfte des bislang gebrauchten Kapitals wurde vom Gründungsteam selbst getragen. Die restlichen Gelder wurden von privaten Investoren aus der Schweiz und Deutschland gestellt.

Was sind eure weiteren unternehmerischen Steps nach dem offiziellen Launch?

Der Fokus wird auf unseren drei Hauptpfeilern Wachstum der Kundenbasis, Auf- und Ausbau der Marke und kontinuierliche Weiterentwicklung unserer App liegen. Nebst den nachhaltigen Sparplänen und kleineren Feature-Updates haben wir bereits ein paar äußerst spannende Major-Releases in der Pipeline. Diese werden unser Angebot weiter abrunden, sodass wir für alle finanziellen Angelegenheiten die Anlaufstelle für junge Familien sind – also eine Art „Held*innen“-App für Familien.

Und last, but not least: Was rätst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

Du kannst und wirst niemals alles wissen oder können. Musst du aber auch nicht. Lies viel und höre deinen Kund*innen, Partner*innen und Mitarbeiter*innen zu. Das ist der direkteste Weg für das kontinuierliche Wachstum deiner selbst. Dein Unternehmen wird es dir danken.

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Das Interview führte Hans Luthardt

BioTech-Starthelfer

Wir stellen zwei Initiativen vor, die sich um den boomenden BioTech-Bereich und die Gründungsförderungen intensiv bemühen, sowie Start-ups, die davon bereits profitiert haben.

Biotechnologie kann Antworten auf große Fragen der Menschheit geben – nicht zuletzt wurde dies während der Corona-Krise deutlich. Die Kreativität der Unternehmen gerade für neue Lösungen zur Pandemiebekämpfung war und ist enorm, die Finanzierungszahlen explodierten und selbst die Politik schaltete sich aktiv in die Entwicklungen ein. Dass darüber hinaus die ersten Corona-Impfstoffe originär auch noch aus Deutschland kamen und die zugrunde liegenden Technologien in Deutschland ihren Ursprung hatten, verstärkte hierzulande schlagartig das Interesse an der Biotechnologie. Vor allem die Leuchttürme der Branche haben weltweit für Sichtbarkeit gesorgt: BioNTech und CureVac. Dennoch bleiben die Fragen: Was kommt nach Corona? Was kommt nach dem Boom? Welche Leistungen sind neben den Finanzen noch wichtig?

Die deutsche Biotechnologie ist extrem leistungsfähig und verdient auch nach der Pandemie weiterhin erheblich mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung. Doch bisher ist es immer noch eine Orchideen-Branche – gerade im Hinblick auf Gründungen, Förderungen und öffentliche Aufmerksamkeit. Förderungen müssen über die Universitäten und Frühphasenunterstützung hinaus gehen. Doch für diese spätere Entwicklungsphase gibt es hierzulande – im Gegensatz zum Ausland – nur in geringem Umfang staatliche Fördermöglichkeiten, und wenn, dann mit sehr bürokratischen Hürden verbunden. Das bremst die Anzahl der Gründungen.

Im Folgenden stellen wir zwei Initiativen vor, die sich den besonderen Herausforderungen im BioTech-Bereich sowie der Gründungsförderungen verschrieben haben, und erfolgreiche Start-ups, die davon profitieren bzw. profitiert haben.

BioTech-Starthelfer I: Life Science Factory

Wer im Life-Science-Bereich gute Ideen und Projekte umsetzen will, hat es in Niedersachsen, genauer gesagt in Göttingen, bald viel leichter. Mit ihrem Rundum-Service sorgt die gemeinnützige Life Science Factory künftig dafür, dass Forschende und Start-ups ohne lange Planungs-, Bau- und Wartezeiten sofort mit ihren Projekten starten können. Der Gründungshub im Sartorius Quartier ist derzeit noch im Bau und wird ab Januar 2022 auf vier Stockwerken über modernste S1-Labore, mit der Möglichkeit auf S2-Labore aufzurüsten, eine Prototyping-Werkstatt – die Maker’s Factoy sowie über Büro-, Veranstaltungs- und Community-Räumlichkeiten verfügen. Alles wird dann on demand verfügbar sein. Das ermöglicht nach Vertragsabschluss den Direct Start – meist innerhalb von nur 24 Stunden. „Bei uns profitieren Forschende und Gründende unter anderem auch davon, dass sie sich um bau- oder sicherheitsrechtliche Vorgaben keine Gedanken machen müssen. Zudem wird es auch allgemeine Flächen geben, wie beispielsweise Geräteräume für Zentrifugen, Bioreaktoren oder zur Zellkultivierung. Sowohl in der Größe wie auch in der Ausstattung werden die Labore hochflexibel und modular auf die jeweiligen Bedürfnisse der künftigen Mieter anpassbar sein“, erläutert Marco Janezic, Managing Director der Life Science Factory, das ambitionierte und zukunftsweisende Konzept.

Diese beiden Start-ups sind Teil der Community der Life Science Factory:

Cinference

Rund 30 Prozent aller Therapien haben eine Proteinkomponente, doch die therapeutische Proteinentwicklung ist kostspielig und dauert zwei bis drei Jahre. Cinference ist ein Life-Science-BioTech-Start-up, das sich auf die Verbindung von Biologie und Datenwissenschaft spezialisiert hat und therapeutische Proteine – De-novo-Proteine – designt. Die Mission ist es, den Proteinentwicklungsprozess auf ein bis zwei Monate zu verkürzen. Dafür nutzt das Unternehmen daten­effiziente Algorithmen in Kombination mit großen AI-Modellen, die auf Millionen von Proteinsequenzen trainiert wurden. So lassen sich 99 Prozent des Designprozesses digital durchzuführen und Designparameter simultan optimieren. Das junge Start-up befindet sich auf Wachstumskurs, stellt verstärkt Biologie-Talente ein und beginnt erste Partnerschaften mit dem Pharmabereich. Cinference plant im März 2022 als Labormieter in die Life Science Factory einzuziehen.

OptoGenTech

OptoGenTech strebt mit der Entwicklung eines optogenetischen Cochlea-Implantats eine transformierende Verbesserung der Versorgung von Schwersthörigen an. Elektrische Cochlea-Implantate werden weltweit von mehr als einer Mio.hochgradig hörgeschädigten oder tauben Menschen verwendet und ermöglichen typischerweise das Sprachverstehen in ruhiger Umgebung. Cochlea-Implantat-Patient*innen haben jedoch große Schwierigkeiten, Sprache in geräuschvoller Umgebung zu verstehen und Melodien in Sprache oder Musik zu verfolgen. Durch die Verwendung von Licht zur Stimulation (Optogenetik) hat OptoGenTech die Frequenzauflösung von Cochlea-Implantaten verbessert, denn Licht kann besser als elektrischer Strom im Raum begrenzt werden. Die Markteinführung wird für das Jahr 2029 erwartet. Das Marktvolumen für Cochlea-Implantate wird voraussichtlich 4,5 Milliarden USD betragen. Angesichts der sich wandelnden Technologie und des erwarteten grundlegenden Fortschritts in der Hörqualität gehen die Gründer Prof. Tobias Moser, Dr. Daniel Keppeler, Dr. Christian Goßler und Prof. Ulrich Schwarz davon aus, dass ein beträchtlicher Marktanteil für das optogenetischen Cochlea-Implantats erreicht werden kann.

Gründer*in der Woche: SeaTable – das Excel der Zukunft

Die Brüder und Gründer von SeaTable – Dr. Ralf Dyllick-Brenzinger und Christoph Dyllick-Brenzinger – wollen die Art und Weise verändern, wie wir künftig Spreadsheets verwenden. In ihrer SaaS-Lösung SeaTable sollen alle privaten oder beruflichen Informationen zusammenlaufen und uns damit eine neue Art des Arbeitens ermöglichen. Mehr dazu im Interview mit Ralf und Christoph.

Wann und wie seid ihr auf die Idee zu SeaTable gekommen?

Ralf: Bevor wir 2014 unser erstes gemeinsames Unternehmen gegründet haben, waren wir beide als Unternehmensberater für große europäische und internationale Unternehmen tätig. Bis dahin hatten wir beide jeweils schon zwei Firmen gegründet, diese aber nur nebenbei betrieben. 2014 haben wir uns dann dazu entschlossen, unsere damaligen Jobs zu kündigen, die bisherigen Firmen links liegen zulassen und uns gemeinsam in die Unternehmerwelt zu stürzen.

Die erste Idee war allerdings nicht die beste. Laut Businessplan hätten wir schon im zweiten Jahr Umsatzmillionäre sein sollen. Daraus ist leider nichts geworden, aber es war der Beginn unserer Reise, die uns dorthin gebracht hat, wo wir heute stehen.

Wir haben jahrelang beobachtet, wie langsam und ineffizient technische Innovationen gelebt werden. Das ist kein typisches deutsches Problem, wobei wir in Deutschland aufgrund der fehlenden Fachkräfte und der konservativen Haltung besonders langsam sind. Daher wollen wir mit SeaTable Teams, Unternehmen und Institutionen jeder Größe und Branche dabei helfen, schnell, einfach und effizient nützliche Anwendungen für Ihre alltäglichen Herausforderungen zu entwickeln.

Was hat euch an bestehenden Lösungen gestört? Es gibt ja bspw. Airtable aus den USA, das hier Maßstäbe setzt …

Christoph: Wie Airtable kommen ein Großteil ähnlicher Lösungen aus dem US-Raum. Fakt ist, dass kein US-Softwarehersteller an europäische Datenschutzbestimmungen gebunden ist. Für viele in Europa angesiedelte Unternehmen ist dies ein nicht zu verachtendes und sehr relevantes Thema bei der Einführung neuer Software-Lösungen. Neben extremer Einhaltung aller europäischen Datenschutzbestimmungen und Serverstandorten in Deutschland bieten wir mit SeaTable neben unserem Cloud-Angebot auch die Möglichkeit einer Installation im eigenen Rechenzentrum an. Damit schaffen wir einen enormen Mehrwert für die Unternehmen, denen es wichtig ist, permanent die eigene Datenhoheit und Kontrolle zu behalten. Zudem heben wir uns mit dieser Möglichkeit klar vom derzeitigen Wettbewerb ab.

Allein aus den eben genannten Gründen finden immer mehr Unternehmen weltweit den Weg zu SeaTable, erkennen die Mehrwerte und vertrauen auf unsere Lösungen. Das macht uns sehr glücklich, stolz und dankbar zugleich.

Was waren die wichtigsten Steps von der Gründung bis zum Go-live von SeaTable?

Ralf: Neben den gängigen Formalitäten der Gründung und der eigentlichen Entwicklung unserer Software bis zum Go-live galt es natürlich auch unseren Auftritt nach Außen, das Team sowie alle internen Mechanismen und Prozesse genauestens zu planen und umzusetzen, sodass wir einen reibungslosen Start im Juli 2020 hinlegen konnten.

Am Anfang haben wir primär an unserer Webseite gearbeitet, Serveranbieter für unser Cloud-Produkt definiert, aber auch bereits die ersten Marketinghebel, Plattformen und Tools in Bewegung gesetzt. Unsere Nutzer sollten sich vom ersten Tag an bestens aufgehoben fühlen und im Mittelpunkt der Entwicklung stehen. Dies macht sich seit Go-live nicht nur durch unsere sehr hohe Nutzer- und geringe Abmelderate bemerkbar, sondern auch durch eine sehr gute Nutzerzufriedenheit über alle gängigen Bewertungsplattformen hinweg.

Dadurch konnten wir bereits mehr als 100.000 Downloads und mehr als 100.000 Cloud-Nutzer verzeichnen, was uns wahnsinnig stolz macht. Zugleich zeigt es uns wie gut unser Produkt in kürzester Zeit angenommen und für Ideen, Aufgaben und Prozesse jeglicher Art verwendet wird.

Auf den Punkt gebracht: Was ist das Besondere an SeaTable, wie unterscheidet ihr euch von anderen SaaS-Lösung in diesem Bereich?

Christoph: SeaTable ist ein Tabellen- und Datenbankhybrid, der ohne Programmierkenntnisse mit den individuellen Bedürfnissen des Nutzers mitwächst und sich hierbei flexibel an die gewünschten Prozesse anpasst. Informationen in Form von Daten aller Art können in unserer Software erfasst, strukturiert, organisiert und ausgewertet werden. Prozesse können im Handumdrehen digitalisiert und Workflows automatisiert werden.

Bildlich gesprochen könnte man auch sagen: SeaTable ist der Software-Baukasten von Lego, mit dem ich mir sofort meine ganz individuellen Prozesse zusammenbauen kann. Dies ermöglicht ein komplett neues und zugleich effizientes Arbeiten im Team.

Mehrere Hunderttausende Datensätze können in unserer Software-Lösung erfasst werden, was bei anderen ähnlichen Produkten auf dem Markt nicht möglich ist. SeaTable ist eine Software, die mit den Anforderungen des Nutzers mitwächst und nicht wie bei vielen angebotenen Lösungen den Nutzer in klar vordefinierte Prozesse zwingen. Zudem kann man SeaTable nicht nur als DSGVO-konformes Cloud-Produkt nutzen, sondern auch im eigenen Rechenzentrum betreiben, was uns einzigartig und zusätzlich im Punkt Datenhoheit für viele Unternehmen sehr attraktiv macht.

E-Ladespezialist HeyCharge sammelt 4,7 Mio. US-Dollar ein

BMW i Ventures investiert als Lead-Investor in das Münchner Start-up HeyCharge, das den Zugang für das Laden von Elektro-Pkw vereinfacht.

Das 2020 von dem US-Amerikaner Chris Cardé und dem Deutschen Dr. Robert Lasowski gegründete Münchner Start-up HeyCharge will den Zugang für das Laden von Elektro-Pkw demokratisieren und das Aufladen von Elektrofahrzeugen in Mehrfamilienhäusern alltagstauglich machen.

Die von HeyCharge zum Patent angemeldete “SecureCharge”-Technologie kommuniziert via Bluetooth. So wird vor Ort (u.a. in Tiefgaragen und Parkhäusern) keine Internetverbindung mehr für das Laden von E-Pkw benötigt. Die Lösung der Münchner richtet sich damit vor allem an Verbraucher*innen, die Ladeinfrastruktur in Tiefgaragen von Wohnanlagen, Bürogebäuden und Hotels nutzen.

Insgesamt sammelte das Start-up für seine Seed-Finanzierung 4,7 Millionen US-Dollar ein.

Chris Cardé und Dr. Robert Lasowski sind seit 2001 im Bereich E-Fahrzeuge und Mobilität tätig und haben für eine Reihe von Automobilmarken wie Mercedes-Benz, Google, BMW und SIXT gearbeitet. Mit ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung in diesem Sektor sind sie bestens aufgestellt, um die Einführung und Demokratisierung von E-Ladestationen auf der ganzen Welt voranzutreiben. Das Team setzt sich zudem aus internationalen Expert*innen zusammen, die Mehrheit der Entwickler*innen ist in Kiew, Ukraine ansässig.

„Die Lösung von HeyCharge macht das Aufladen von Elektrofahrzeugen nicht nur skalierbar, sondern auch kostengünstiger, sodass ein einfaches Aufladen von Elektrofahrzeugen überall dort möglich ist, wo man lebt oder arbeitet", so Chris Cardé. "Wir sind begeistert, in dieser Runde mit BMW i Ventures zusammenzuarbeiten und freuen uns darauf, diese Investition zu nutzen, um unser Produkt weltweit im Markt zu positionieren und zu skalieren und den Verbrauchern kostengünstige Lademöglichkeiten anzubieten."

5 Neuigkeiten aus der Krypto-Welt

Obwohl er am Sonntag für kurze Zeit über 50.000 US-Dollar stieg, fiel der Bitcoin-Preis dann Anfang der Woche wieder. Die größte Kryptowährung nach Marktwert wird laut Coin Metrics am Montagnachmittag mit rund 47.358 US-Dollar gehandelt. Andere Top-Kryptowährungen sind momentan rückläufig, darunter auch Ether, die zweitgrößte Kryptowährung. Gehandelt wird Ether mit derzeit rund 3.813 US-Dollar. In der Welt der Kryptowährungen ist also wieder einiges passiert. Wir fassen die wichtigsten Neuigkeiten in diesem Artikel zusammen.

Krypto-News 1: Kickstarter will auf Blockchain umsteigen

Seit mehr als einem Jahrzehnt überzeugt Kickstarter Menschen davon, für die Umsetzung ihrer Ideen zu bezahlen. Egal, ob es um ein Kunstwerk, einen Film oder ein besonderes Gerät geht – Kickstarter ist oft das Mittel der Wahl. Digitale Währungen basieren auf dezentraler Organisation, Kryptowährungen und NFT-Kunst – und Kickstarter möchte beide Welten jetzt miteinander verbinden. Gegründet werden soll ein eigenständiges Unternehmen, welches auf Crowdfunding-Basis läuft und damit dem von Kickstarter ähnelt. Zum Einsatz kommen soll aber die Blockchain-Technologie.

Wie das neue Unternehmen, das digitale Währungen unterstützt, heißen soll, ist aktuell noch nicht bekannt. Im nächsten Jahr möchte man aber direkt mit der Umsetzung beginnen, sodass wir voraussichtlich schon im Jahr 2022 gute Einblicke in die neue Crowdfunding-Plattform bekommen können. Umgestellt wird aber hinter den Kulissen und auf der aktuellen Seite wird man von den Änderungen nichts spüren. Zu rechnen ist mit einem großen Unterfangen, aber das Unternehmen hat die Chance, andersartige und kreative Projekte auf diese Weise zum Leben zu erwecken. Wir sind gespannt auf weitere Details, denn sicher muss noch eine Menge geplant werden, bis die neue Plattform an den Start gehen kann.

Krypto-News 2: 90 % der Bitcoin-Vorratsmenge wurden in Umlauf gebracht

Am 12. Dezember feierten Kryptofans die Tatsache, dass 90 % der 21 Millionen Bitcoins, die jemals existiert haben, in Umlauf gebracht wurden. Die momentane jährliche Inflationsrate des Bitcoins liegt bei rund 1,88 % und damit unter den Zielvorgaben der zentralen Banken, die einen Prozentsatz von 2 % festlegen. Kryptowährungen gleichen noch immer einem Glücksspiel. In einem Casino eine Sofortauszahlung vornehmen, nachdem ein großer Gewinn gelandet wurde, erscheint manchmal ähnlich aufregend wie der Handel mit Bitcoin und Co.

Aktuell erwarten Experten, dass die Inflationsrate von Bitcoin in 875 Tagen auf gerade einmal 1,1 % sinken wird. Dann werden 19,98 Millionen Bitcoins geschürft worden sein. Bis dahin können Miner also weiterhin verdienen, genauer gesagt bleiben noch 119 Jahre. Bitcoin basiert auf dem Proof-of-Work-Modell. Miner müssen dabei um die Lösung komplexer mathematischer Probleme konkurrieren, um die Transaktionen zu validieren. Dabei handelt es sich um keinen einfachen Prozess, was auch daran ersichtlich wird, dass man für die jetzt bekannt gewordenen 90 % stolze 12 Jahre gebraucht hat.

Krypto-News 3: Arrow Glacier Upgrade ist auf Ethereum live gegangen

Bei Arrow Glacier handelt es sich um ein Upgrade für das Ethereum-Netzwerk, welches kürzlich aktiviert wurde. Mit dem Upgrade verschieben sich Schwierigkeiten, die das Mining von Ethereum einfrieren oder zumindest verlangsamen könnten, auf Juni 2022. Man hofft, dass man dann vom Proof-of-Work-Modell zum Proof-of-Stake-Modell umstellen kann. Nach der Umstellung soll es die Probleme nicht mehr geben. Aktuell arbeitet das Unternehmen mit dem Proof-of-Work-Modell, bei dem Miner versuchen, komplexe Probleme zu lösen, welche Transaktionen validieren können. Dieses Modell wird aber stark kritisiert, da es Umweltprobleme befeuert, denn es erfordert extreme Mengen an Computerleistung. Im kommenden Jahr möchte Ethereum hier nun Änderungen vornehmen. Das neue Proof-of-Stake-Modell soll auf den von Nutzern gehaltenen Münzen basieren, mit denen Transaktionen validiert werden. Das kann die derzeit verwendeten energieintensiven Mining-Rigs ersetzen. Dieser wichtige Schritt ist Teil von Eth2. Das System wird große Auswirkungen haben, denn es wird die Struktur von Ethereum verändern und Mining schlussendlich überflüssig machen.

Sobald das neue System Eth2 implementiert wurde, versprechen die Betreiber eine nachhaltigere, sicherere und skalierbarere Währung. Tatsächlich würde die Umweltbelastung um 99 % sinken, gleichzeitig wird Ethereum-Mining keine Einnahmen mehr generieren können. Bis wir konkrete Ergebnisse sehen, werden noch einige Monate vergehen. Sicher ist, dass bei Ethereum große Veränderungen anstehen.

Krypto-News 4: Neuer Krypto-Beratungsdienst bei Visa

Visa führt neue Beratungs- und Betreuungsdienste ein, um seine Kunden in Sachen Krypto zu beraten. Der Zahlungsriese teilte letzte Woche in einer Pressemitteilung mit, dass die Beratungen für Einzelhändler, Finanzinstitute wie auch andere Firmen Ratschläge beinhalten werden, die dabei helfen sollen, die Krypto-Welt besser zu verstehen. Zwar betrifft diese Ankündigung nicht den direkten Verbraucher, doch es zeigt sich ganz deutlich, dass Kryptowährungen auf dem amerikanischen Markt zunehmend an Bedeutung und Akzeptanz gewinnen. Das wiederum wird sich positiv auf den Wert der Krypto-Bestände auswirken, die Investoren aktuell innehaben.

Der verkündete Schritt ist der jüngste Versuch von Visa, tiefer in den Kryptomarkt einzutauchen. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit bereits verschiedene Patente im Bereich der Blockchain angemeldet. Ein zuständiges Forschungsteam arbeitet zudem an einem Universal Payment Channel-Projekt, bei dem verschiedene Blockchain-Netzwerke miteinander verbunden werden sollen. Visa ist zudem nur einer von vielen Zahlungsabwicklern, die sich vermehrt mit Kryptowährungen befassen. So sehen wir zum Beispiel auch bei PayPal oder MasterCard, dass man Kryptowährungen zunehmend mehr Aufmerksamkeit schenkt: Bei MasterCard möchte man Kunden und Händlern sowie auch Banken künftig ermöglichen, per Kryptowährung zu zahlen. Bitcoins werden dann künftig über das neue System gesendet und empfangen werden können. Bei PayPal gibt es zudem bereits seit März dieses Jahres die Möglichkeit, den Checkout über Kryptowährungen durchzuführen. Für deutsche Kunden ist diese Funktion noch nicht verfügbar, Briten können dagegen schon problemlos per Kryptowährung bezahlen.

Krypto-News 5: Höhen und Tiefen bei Bitcoin und Ethereum

Bitcoin sprang zuletzt wieder über 49.000 US-Dollar, Ethereum auf über 4.000 US-Dollar. Beide Währungen haben in den letzten Wochen aber extreme Höhen und Tiefen durchlebt, was jeweils in einem Allzeithoch endete.

Die Volatilität folgt dabei unter anderem einer wirtschaftlichen Unsicherheit, die durch die neue COVID-Variante Omicron entsteht. Auch anhaltende Kommentare von US-Gesetzgebern und Beamten zu Krypto-Regulierungen sorgen für Unruhe, ebenso wie das von Präsident Biden unterzeichnete 1,2-Billionen-Dollar-Infrastrukturgesetz. Letzteres enthält Krypto-Steuerbestimmungen, die in der Form eine Neuheit darstellen. Das neue Gesetz beinhaltet, dass Krypto-Broker Transaktionen an die Steuerbehörde melden müssen, wenn deren Wert 10.000 US-Dollar übersteigt. Diskutiert wird dabei, wie die vollumfängliche Meldepflicht überhaupt in die Tat umgesetzt werden soll, zumal die neuen Gesetze auch eine plötzlich auftretende enorme steuerliche Belastung bedeuten. Der Markt reagierte darauf direkt mit bedeutenden Schwankungen.

Rising Stars 2021

Der Report „Rising Stars 2021“ zeigt erstmals, wie junge, innovative FinTech- und InsurTech-Gründer*innen und -Start-ups aus Deutschland und Österreich 2021 den Markt erobern.

Der Rising Start Report ist eine in diesem Jahr erstmals erscheinende Online-Publikation, herausgegeben von FinTech Innovators, einer Community von und für die deutsche FinTech- & InsurTech-Innovationsszene.

Der Rising Stars Report 2021 zeigt die aktuellen Trends rund um FinTechs/InsurTechs auf, liefert belastbares Zahlenmaterial und präsentiert Top-Start-ups und ambitionierte Gründer*innen aus diesen hochinnovativen Branchen. Der Fokus liegt auf junge Start-ups, die nicht länger als 5 Jahre am Markt sind. Damit hat der Report, der künftig einmal im Jahr publiziert wird, zugleich das Zeug zur zentralen Informationsquelle für alle, die ein Teil des dazugehörigen Ökosystems sind bzw. werden wollen.

Dr. Florian Kandler, Geschäftsführer der FinTech Innovators: „In Zusammenarbeit mit Investor*innen, Akzelertoren, Berater*innen, Corporates und Gründer*innen der FinTech-Community haben wir diesen Report konzipiert. Das Ziel: einen wertvollen Überblick für alle in unserem Ökosystem zu liefern und gleichzeitig die jungen Start-ups dabei zu unterstützen, entdeckt oder noch bekannter zu werden.“

Kein klassischer Daten-Report
Der Rising Stars Report 2021 basiert auf der Befragung und Auswertung von 111 Datensätzen, welche durch die explizite Mitwirkung der Gründer*innen der deutschen und österreichischen FinTech- und InsureTech-Szene erhoben worden sind. Inkludiert sind zahlreiche, zum Teil bislang noch nicht veröffentlichte Daten, die erstmals von den teilnehmenden Gründer*innen und Start-ups im Rahmen des „Rising Stars“ Report kommuniziert wurden.

Wichtig zu wissen: „Rising Stars“ unterscheidet sich von klassischen Daten-Reports in der Art der Datenerhebung und dem Fokus, junge FinTechs/InsurTechs und ihre Gründer*innen ins Rampenlicht zu rücken. Der Report will kein wissenschaftlicher Bericht mit Anspruch auf Vollständigkeit sein. „Vielmehr laden wir alle Gründer*innen ein, im Report dabei zu sein. Ein großer Teil der von der Community nominierten und von uns kontaktierten Start-ups haben diese Einladung angenommen“, so Dr. Kandler.

Wertvolle Start-up-Insights
Unterteilt ist der „Rising Stars 2021“ in die Start-up-Präsentation der Neuen, der Jungen sowie der Etablierten. Hinzu kommen u.a. Porträts von Start-ups, die ihren Markteintritt erst im Jahr 2022 planen und damit quasi schon einen spannenden Ausblick auf die kommenden Innovationen der Branche und Inhalte des Rising Stars Report 2022 bieten.

Auf die Leser*innen warten Quick Facts (wie Gründungsjahr, Launch-Datum, Umsatz, Umsatzplan etc.), Produkt-Insights (bspw. Besonderheiten, Zielgruppe(n), Marktstrategie) sowie spannenden Infos zu den Erfolgen und zur Traction der porträtierten Start-ups.

Abgerundet wird der „Rising Stars 2021“ Report durch informative Gastbeiträge namhafter Player und Expert*innen des FinTech- und InsureTech-Ökosystems.

In Summe: über 250 Seiten, vollgepackt mit innovativen FinTech-/Insur-Tech-Infos und Know-how.

Den Fintech Innovators Report „Rising Stars 2021“ erhältst du hier

EY Startup Academy Award 2021

The winner is … AlphaSys Brain Technologies gewinnt die EY Startup Academy 2021!

Am 18. November war es so weit: Nachdem die neun Finalisten des diesjährigen Programms in mehr als 30 Workshops und Events über einen Zeitraum von sechs Wochen von EY-Experten und den Partnern der EY Startup Academy gecoacht wurden, hat die mit Experten besetzte Jury entschieden, welches der Startups die größten Fortschritte gemacht hat. Mit spannenden Vorträgen und Diskussionen mit Manuel Müller, dem CEO und Gründer von Emma, und den beiden EY Startup Academy-Alumni Anders Nordvist vom schwedischen FinTech Asteria und Maximilian Klinke von PigTie wurden die Zuschauer auf das große Finale eingestimmt.

Am Ende des Abends konnte sich als Gewinner das Startup AlphaSys Brain Technologies (Geschäftsname: EmoSys) gegen ambeRoad, AristanderAI, autogramm.io, evAI Intelligence, HCP Sense, Ignition, MotionsCloud und Summetix durchsetzen. Das niederländische Tech-Startup des Gründerteams Mehrdad Seirafi und Nitzan Merguei arbeitet an einem tragbaren Gerät, das epileptische Anfälle erkennen und verhindern kann. Bei der Abschlusspräsentation überzeugte das Startup die Jury vor allem mit der Darstellung seines Wachstumspotenzials. Auf Platz 2 landete mit IGNITION ein HR-Tech-Startup, das eine Plattform für ganzheitliche HR-Lösungen entwickelt hat. Auf Platz 3 wählte die Jury autogramm.io, das eine KI-basierte Lösung entwickelt hat, um unstrukturierte Daten in Dokumenten in Erkenntnisse zu verwandeln. Doch nicht nur die Jury darf darüber abstimmen, welcher der Teilnehmer sich am besten weiterentwickelt hat, auch die Zuschauer der EY Startup Academy dürfen ihren Favoriten wählen. Der Publikumsfavorit war in diesem Jahr die evAI Intelligence GmbH, ein KI-basiertes Unternehmen und Lösungsanbieter im Markt für Contextual Intelligence.

Die Jury beim Closing Event der EY Startup Academy setzt sich aus Vertretern des Partnernetzwerks zusammen. Die Zahl der Kooperationspartner der EY Startup Academy ist seit dem Jahr 2017, als die Initiative ins Leben gerufen wurde, kontinuierlich gestiegen. Die EY Startup Academy 2021 wurde von 18 Kooperationspartnern unterstützt, die von Unternehmen über Interessensverbänden bis hin zu Investoren und anderen Akteuren die ganze Vielfalt des Startup Ökosystems widerspiegeln. Zu den Partnern zählen die Austrian Angels Investors Association, BERLIN-CHEMIE AG, BlackWood Capital Partners, Bundesverband Deutsche Startups, Business Angels FrankfurtRheinMain, C3 Management, Campus Founders, Deutsche Bahn Digital Ventures, Dieter von Holtzbrink Ventures (DvH Ventures), HIGHEST, High-Tech Gründerfonds (HTGF), IBM, seed + speed Ventures, SixThirty Ventures, Sparkassen Innovation Hub, TechQuartier, UPSTART und w&w brandpool.

EY wird sowohl die Gewinner als auch die Teilnehmer der EY Startup Academy auf ihrem weiteren Weg begleiten. Und bereits jetzt ist klar: auch 2022 wird sich wieder die Frage stellen, wer den EY Startup Academy Award gewinnt!

Weitere Infos zur EY Startup Academy findest du hier

Black Friday: Die Rabatt-Schlacht und die Folgen

Black Friday: Zwischen Rabatt-Schlachten und Angebotsknallern wird auch dieses Jahr vermutlich wieder der Vorweihnachtskaufrausch eingeläutet. Der Einzelhandel profitiert: An Shopping-Tagen wie diesen überzeugt besonders das haptische und optische Live-Erlebnis.

Mit dem Black Friday startet der Einzelhandel in den oft so umsatzstarken Jahresendspurt. Die Geschäfte, ob Tante-Emma-Laden oder Elektronik-Fachmarkt, mussten sich von heute auf morgen digital aufstellen. Neue Vertriebskanäle wie „Click & Meet“, „Click & Collect“ oder „Livestream-Shopping“ sprossen aus dem Boden. Für Verbraucher*innen und Ladenbetreiber*innen scheinbar ein Segen, denn der Einzelhandel verzeichnete nun das stärkste Umsatzplus seit 1994, an dem besonders das Online-Geschäft einen großen Anteil trägt.

Doch ein Wermutstropfen bleibt: das Ausfallrisiko im Einzelhandel ist im Vergleich zu anderen Branchen weiterhin überdurchschnittlich hoch. Die Wirtschaftsauskunftei Creditsafe Deutschland hat sich die Zahlen genauer angeschaut und untermauert Meilensteine in der Geschichte des Einzelhandels.

Pandemie beschleunigt das Online-Geschäft

Das Online-Volumen im Einzelhandel ist zwischen 2012 und 2020 von 28 auf 72,8 Milliarden Euro gestiegen - allein 2020 lag der Zuwachs bei 13,6 Milliarden Euro. Einer der größten Umsatztreiber? Die Elektronik-Branche. Der Bereich der sogenannten Fast Moving Consumer Goods, kurz: FMCG, wuchs um 44 Prozent, und macht damit 10 Prozent des gesamten Online-Geschäfts aus. Ähnlich umsatzstark zeigte sich der Sektor, der sich vor allem auf „Heimwerken und Garten“ konzentriert, hier gab es ein Umsatzplus von 30 Prozent.

Schon 2020 verzeichnete der Einzelhandel ein Umsatzzuwachs von 4 Prozent zum Vorjahr, als die Pandemie-Lage noch kaum denkbar war. Der Online-Handel allein meldete sogar 23 Prozent mehr Umsatz binnen eines Jahres. Die Zahl der Online-Einkäufer stieg um 5,4 Prozent, deren Ausgaben jeweils um 16,5 Prozent. 2021 geht die Verbrauchs- und Medienanalyse (kurz: VuMA) davon aus, dass der Umsatz sogar auf 85 Milliarden Euro steigen wird. Während die Zahl der digitalen Shopper leicht um 7,2 Prozent angewachsen ist, geben sie nun im Durchschnitt 33,9 Prozent mehr Geld aus.

Elektronik top, Fashion flop

Der Einzelhandel hat – wie zu erwarten – deutlich mit den Folgen der letzten zwei Jahre zu kämpfen. 20,1 Prozent aller Unternehmen sind hier überschuldet. Im Vergleich: Deutschlandweit liegt der Wert bei nur 15,4 Prozent. Auch in Anbetracht der durchschnittlichen Risikoprognose schneidet der Einzelhandel im Vergleich nicht gut ab. Mit 1,54 Prozent liegt dieser Sektor weit über dem Durchschnittswert in Deutschland (1,36 Prozent). Der Fachhandel tanzt aus der Reihe und weist ein durchschnittliches Ausfallrisiko von 1,23 Prozent auf - 70 Prozent der Unternehmen haben hier ein niedriges oder sehr niedriges Risiko. Im Gegensatz dazu ist der „Fashion und Accessoires“-Bereich mit einem Ausfallrisiko von 1,84 Prozent nicht gut aufgestellt. Nur 57 Prozent der Firmen weisen hier ein niedriges oder sehr niedriges Risiko auf, 22 Prozent der Unternehmen haben ein hohes Risiko.

Bei der Datenanalyse hat sich Creditsafe Deutschland auf die bisher eingereichten Jahresabschlüsse 2020 bezogen. Auffallend ist hierbei, dass jene Firmen die Zahlen eingereicht haben, eine signifikant bessere Risikostruktur aufweisen als die, bei denen 2020 noch aussteht. Es bleibt demnach abzuwarten, ob sich die branchenübergreifenden, stark verbesserten Bilanzen auch in Zukunft abzeichnen.

Die Schnäppchenjagd läuft: Einzelhandel bleibt geöffnet

Zwischen Rabatt-Schlachten und Angebotsknallern wird auch dieses Jahr vermutlich wieder der Vorweihnachts-Kaufrausch eingeläutet. Trotz der steigenden Corona-Zahlen dürfen die Pforten fast aller Läden in Deutschland dieses Jahr geöffnet bleiben. Besonders der Einzelhandel dürfte sich über diese Tatsache freuen. Denn im Kampf gegen den Online-Handel überzeugt besonders das haptische und optische Live-Erlebnis an Shopping-Tagen wie diesen.

Gründer*in der Woche: hello again - das nächste Level der Kundenbindung

Zusammen mit seinen Co-Foundern bietet Franz Tretter mit hello again White-Label-Loyalty-Apps mit automatisierter Kund*innenkommunikation an, um den Wert der Kund*innen und somit den Umsatz zu steigern. Das in Österreich bereits als Vorreiter für Kund*innenbindungsprogramme etablierte Start-up tritt nun auch in Deutschland an. Mehr dazu im Interview mit Franz.

Wann und wie bist du mit deinen Co-Foundern Michael Schöndorfer, Mario Pecile und Sebastian Auberger auf die Idee zu hello again gekommen?

Wir helfen Unternehmen, ihre eigene Treue-Community aufzubauen. Viele Unternehmen und Marken kennen ihre Kund*innen nicht. Die Wechselbereitschaft von Kund*innen und die Relevanz des Smartphones, als wichtigstes Medium der heutigen Gesellschaft, steigt. Das führte schlussendlich zur Gründung von hello again im Jahr 2017. Mit unserer Lösung helfen wir Unternehmen dabei, ihre Kund*innen besser kennenzulernen und sie mit relevanten Inhalten zu bespielen. So werden Kund*innen zu Fans, sie kommen wieder zurück und nehmen auch Freund*innen mit. Der Kundenwert steigt und in Folge auch der Umsatz des Unternehmens.

In Österreich habt ihr einen rasanten Start hingelegt. Was waren die wichtigsten Meilensteine auf diesem beachtlichen Erfolgsweg?

Wichtige Milestones auf unserem Weg gab es viele: Unseren ersten Key-Account-Kunden “claro” hatten wir z.B. bereits vor unserer offiziellen Gründung. Dies zeigte uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Des Weiteren war ein großer Schritt, dass nun in Österreich und Deutschland auf jeder Rechnung ein QR-Code mit Umsatzinformationen abgedruckt ist. Damit können unsere Kund*innen unser System ganz einfach ohne Kassenintegration verwenden und ihre Kund*innen ganz einfach Treue-Punkte sammeln.

2020 war auch ein tolles Jahr für uns: Hier sind das 6-stellige Investment durch Florian Gschwandtner, Alexander Kudlich und Hansi Hansmann zu nennen sowie den Gewinn der Handelskette Müller als unseren Kunden.

Als weiteren Meilenstein haben wir heuer die Grenze der 400 Kund*innen in insgesamt 25 Ländern überschritten. Mittlerweile beschäftigt hello again über 50 Mitarbeiter*innen. Eine Entwicklung, auf die ich wirklich extrem stolz bin. Aber wir haben uns auch für die nächste Zeit einiges vorgenommen: Wir sind in den letzten Monaten erfolgreich in Deutschland gestartet und bauen vor Ort ein eigenes Sales-Team auf. Zudem haben wir uns als Ziel gesetzt, das Wachstum weiter jährlich um 100 Prozent zu steigern und unser Team zu verdoppeln.

Nun auf den Punkt gebracht: Was genau bietet eure hello again White-Label-Lösung, wen adressiert ihr und was unterscheidet sie von bestehenden Angeboten?

Wir helfen dem Power-Mittelstand dabei, seine Endkund*innen wertvoller zu machen - mit unserem Produkt, das aus zwei Komponenten besteht. Eine Steuerungszentrale inklusive Dashboard und Kundendatenbank für das Unternehmen und eine White-Label Loyalty-App, die für verschiedene Anforderungen modular anpassbar ist und von Endkund*innen verwendet wird. Durch das Zusammenspiel dieser Komponenten schaffen wir einen enormen Mehrwert für das Unternehmen und die Endkonsument*innen. Kundenwert und Umsatz werden nachweislich drastisch gesteigert.

Bis heute gibt es keine vergleichbare Lösung am Markt, die Unternehmen ein derart umfassendes Paket anbietet: automatisierte, personalisierte Kommunikation über mehrere Kanäle hinweg, ein Treue-Club-System mit vielen Mechanismen, die die Kundenloyalität fördern, die Möglichkeit durch Stammkund*innen neue Kund*innen zu gewinnen, eine integrierte Kundendatenbank und mächtige Datenanalysetools. Und ein weiterer entscheidender Faktor ist, dass unsere Lösung auch für KMUs leistbar und in wenigen Tagen einsatzbereit ist.

Wie du bereits erwähnt hast, seid ihr nun auch in Deutschland aktiv: Was und wen wollt ihr auf dem deutschen Markt bewegen?

Nach dem Erfolg und vor allem dem extrem positiven Feedback in Österreich sehen wir großes Potenzial bei deutschen Unternehmen. Unsere bisherigen Erfahrungen bestätigen das auch. Wir möchten Unternehmen ein Mittel an die Hand geben, um Kundenloyalität und Kundenwert zu steigern. Insbesondere mittelständische Unternehmen suchen nach Wegen, um sich von den großen Mitbewerbern abzuheben. Genau da kommen wir ins Spiel. Unsere Kund*innen haben, unabhängig von Branche und Unternehmensgröße, eines gemeinsam: Sie möchten ihre Zukunft aktiv mitgestalten und sehen externe Einflussfaktoren und Trends wie die Digitalisierung nicht als Gefahr, sondern möchten diese für die Weiterentwicklung ihres Unternehmens nutzen. Wir nennen diese Unternehmen den Power-Mittelstand. Und den gibt es natürlich auch in Deutschland.

Darüber hinaus seid ihr bereits in insgesamt 25 Ländern aktiv. Wo siehst du hello again in einem Jahr, nicht nur geografisch aufgestellt?

Wir unterstützen aktuell 400 Unternehmen mit unserer Lösung. Unser großes Ziel ist es diese Zahl innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre auf 1.000 zu erhöhen. Wir nennen das in unserem Team “Howard 1000” - eine Hommage an Howard Carpendale und seinen Schlagerhit “Hello again”. Aktuell liegt unser Fokus ganz klar auf dem deutschen Markt. Wir bauen dort gerade unsere Sales-Mannschaft auf. Das Büro in München haben wir schon vor einigen Monaten bezogen – Hamburg, Berlin und Frankfurt folgen bald. Und danach folgt der Rest Europas (grinst).

Und last but not least: Was rätst du anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

Mein wichtigster Tipp für alle Gründer*innen: Sucht euch ein starkes Team! Alleine kann man kein Unternehmen groß machen. Umgebt euch immer mit Personen, die euch einen Schritt voraus sind – so kommt ihr am schnellsten voran.

Hier geht's zu hello again

Das Interview führte Hans Luthardt

Gründer*in der Woche: Mondoo - die Cybersecurity-Experten

Mondoo ist ein junges DevOps-Sicherheitsunternehmen, das von Soo Choi-Andrews, Christoph Hartmann und Dominik Richter gegründet wurde. Das Start-up mit Sitz in Berlin und San Francisco will die Art und Weise, wie Cybersecurity in Unternehmen organisiert wird, vollkommen umkrempeln. Wie, das erklären uns Christoph Hartmann und Dominik Richter im Interview.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, Mondoo zu gründen?

Die Idee hinter Mondoo basiert auf unserer über zehnjährigen Expertise beim Betreiben und Bereitstellen von sicheren Infrastrukturen. Durch unsere Erfahrung bei der Deutschen Telekom haben wir bereits 2014 das Open-Source Projekt https://dev-sec.io/ gegründet, welches Server automatisch und sicher konfiguriert.

Trotz Automatisierung ist es sehr komplex sich einen fundierten Überblick über die Sicherheitslage der eigenen Infrastruktur zu verschaffen. Nicht nur fehlt oft die notwendige Information über die Sicherheitsrisiken, vielmehr erschwert diese Situation auch die Abstimmung der Teams untereinander und die Priorisierung von Aufgaben, die das eigene Unternehmen zu bewältigen hat. Als Reaktion auf diese Situation haben wir Vulcano Security und InSpec – als Open-Source-Projekt – gegründet. Mit InSpec konnten wir Compliance-Anforderungen automatisch verifizieren. Damit etablierten wir neue Standards wie den Policy-as-Code in der Industrie. Insbesondere internationale Banken und Versicherungen nutzten unser Produkt, um kontinuierlich Compliance-Reports zu erstellen.

Allerdings hat sich die Welt in den letzten Jahren stark gewandelt. Wir sehen, wie Unternehmen unter der steigenden Komplexität und verschiedenartiger Tools begraben werden; gleichzeitig aber dennoch nichts gegen Schwachstellen im Sicherheitssystem tun können. Unsere Mission ist einfach: Entwickler und Sicherheitsteams zusammenzubringen, sie mit einem gemeinsamen Ziel vereinen, um skalierbare effiziente – und vor allem sichere Lösungen zu schaffen. Es gibt immer mehr Technologien und verschiedenste Cloud-Umgebungen, die es immer komplexer machen, die Heterogenität effektiv zu managen. Daher reichen spezielle Silo-Tools nicht mehr aus. Vielmehr ist es von größter Dringlichkeit, eine einheitliche Sichtweise über verschiedene Infrastrukturen hinweg bereitzustellen.

Was waren die wichtigsten Meilensteine seit der Gründung im Jahr 2020 bis zum Launch eurer Plattform?

Häufig sind existierende Tools für spezielle Umgebungen optimiert, helfen jedoch nicht einen gesamtheitlichen Überblick zu erhalten. Von Anfang an war unser Ziel, Nutzer dabei zu unterstützen, Informationen über Ihre IT-Infrastruktur zu erhalten. Dies ist ein komplexes Unterfangen und deshalb haben wir von Beginn an mit Design-Partnern zusammengearbeitet, um Mondoo als DevOps-Security-Platform für die gesamte IT-Flotte bereitzustellen.

Wir glauben, dass Produkte intuitiv nutzbar sein müssen. Daher haben wir im zweiten Schritt aktiv daran gearbeitet, Mondoo so einfach wie möglich zu gestalten. Dadurch können sich unsere Nutzer auf das Lösen von erkannten Schwachstellen fokussieren.

Was ist das Besondere an eurer Technologie, und was unterscheidet sie von bestehenden Konzepten?

Wir sehen zwei Trends in der Industrie: Zum einen den Trend zur immer schnelleren Bereitstellung von neuen digitalen Produkten. Zum anderen die wachsende Komplexität durch heterogene Technologien. Unternehmen wollen die beste Technologie für ihren konkreten Anwendungsfall nutzen. Daher sehen wir es als wichtig an, Sicherheit in existierenden DevOps- und Automatisierungsprozesse zu integrieren. Mondoo funktioniert perfekt mit Infrastructure-as-Code-Produkten wie Terraform oder Ansible und erlaubt daher eine sehr schnelle Einbindung.

Durch die flexible Auswahl der besten Technologien, nimmt eben auch die Komplexität zu. Mit Hybrid / Multi-Cloud, Virtual Machines, Container, von AWS über Kubernetes bis hin zu VMware ist alles vertreten und relevant. Wir wollen Unternehmen helfen diese Komplexität zu managen. Deshalb ist Mondoo darauf optimiert, sich in diese Produkte integrieren zu lassen.

Das Ziel ist, dass Nutzer sich auf die wichtigen Fragen konzentrieren können: Wie sicher ist meine Infrastruktur? Welche Risikoquellen muss ich im Auge behalten? Wie kann ich als Team den Sicherheits-Reifegrad verbessern?

Wer sind eure Kund*innen?

Wir arbeiten mit DevOps- und Security-Experten zusammen. Die Zusammenarbeit mit Pentestern und Zertifizierern hat uns geholfen, Mondoos Policy-Engine gegen typische Angriffsszenarien zu testen. Durch die Einbindung von Mondoo in CI/CD-Plattformen können Sicherheitsrisiken erkannt werden bevor sie in produktiven Systemen auftreten.

Ihr habt vor Kurzem den erfolgreichen Abschluss einer Series-A-Finanzierungsrunde in der Höhe von 12 Mio. US-Dollar bekannt gegeben. Was ist mit dem vielen frischen Kapital geplant?

Wir werden damit im Wesentlichen den Aufbau unseres Teams in Deutschland und den USA vorantreiben. Dies erlaubt uns, unser Produkt weiterzuentwickeln und auf dem Markt zu etablieren.

Euer Ziel ist es, ein neuer globaler Marktführer im Bereich der Cybersicherheit zu werden. Wann soll es so weit sein und was sind die größten To Do's auf eurer strategischen Roadmap?

Wir freuen uns vor allem eine Community aufzubauen, welche gemeinsam die schwierigsten Herausforderungen hinsichtlich sicherer Infrastrukturen angeht. Wir glauben, dass Information zum Konfigurieren von sicheren Infrastrukturen aktuell schwer zugänglich sind. Um Security-by-Design zu fördern, müssen Informationen frei verfügbar sein. Wir durften bereits in der Vergangenheit erfahren, was Wunderbares passiert, wenn man mit Menschen aus der ganzen Welt an einem gemeinsamen Ziel zusammenarbeitet. Wir wollen dies nun auch für Cybersicherheit aufbauen. Ihr könnt uns mithelfen und unserer Community auf Discord beitreten.

Und last but not least: Was ratet ihr anderen Gründer*innen aus eigener Erfahrung?

Erstens: Die Frage wird nicht sein, ob ihr Fehler macht, sondern wie schnell ihr aus ihnen lernt. Dabei ist es immer hilfreich den Fokus auf Nutzer und Kunden des eigenen Produktes zu legen. Mit Kunden zu arbeiten, ihre Expertise in das Produkt einfließen zu lassen und dadurch wiederum die tägliche Arbeit der Kunden zu verbessern, dazu können wir nur raten.

Zweitens: Die Zusammenarbeit mit anderen klugen Köpfen erweitert immer den eigenen Horizont. Als Teil eines Teams etwas gemeinsam zu erschaffen, bereitet viel Freude und lässt einem auch schwierige Zeiten besser durchstehen. Wir haben über die Jahre viele Freunde fürs Leben gewonnen.

Hier geht's zu Mondoo

Das Interview führte Hans Luthardt

Die 5. EY Startup Academy sucht ihren Gewinner

Am 18. November 2021 findet das Closing Event des sechswöchigen Programms mit der Verleihung des Academy Awards statt.

Mit der EY Startup Academy erhalten Startups seit 2017 die Chance, an einem sechswöchigen Programm teilzunehmen, in dem sie ihr Geschäftsmodell und dessen Hauptkomponenten mit strukturierter Hilfe und Beratung von EY-Experten und einem externen Partner-Netzwerk verbessern können. Zielsetzung der EY Startup Academy ist es, aussichtsreiche Tech-Geschäftsmodelle mit Zukunftspotenzial bei ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen.

Nachdem am 16. September in einem hybriden Pitch Contest neun Finalisten aus den eingegangenen Bewerbungen ausgewählt wurden, haben sie in den folgenden Wochen an über 30 Workshops und Trainings teilgenommen. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten zählten neben Pitch Training, Fundraising, Pricing, Business Planung und Investor Readiness auch Regulatorik und Datenschutz, IP-Recht, Compliance und IT sowie in diesem Jahr erstmals Marketing und Vertrieb.

Darüber hinaus bietet die EY Startup Academy den Teilnehmern Zugang zu einem exklusiven Branchennetzwerk aus Venture Capital Fonds, Business Angels und Unternehmensvertretern. Von ursprünglich vier Partnern ist das Netzwerk der EY Startup Academy in den letzten Jahren auf 17 angewachsen. Heute bildet es ein breites Branchenspektrum ab: 2021 wird die EY Startup Academy von der Austrian Angels Investors Association, BERLIN-CHEMIE AG, BlackWood Capital Partners, dem Bundesverband Deutsche Startups, den Business Angels FrankfurtRheinMain, C3 Management, Campus Founders, der Deutsche Bahn Digital Ventures, Dieter von Holtzbrink Ventures (DvH Ventures), HIGHEST, dem High-Tech Gründerfonds (HTGF), IBM, seed + speed Ventures, SixThirty Ventures, dem Sparkassen Innovation Hub, dem TechQuartier und w&w brandpool unterstützt. Jedem der neun Teilnehmer wird zudem für die Dauer des Programms ein Mentor zur Seite gestellt. Denn mit der EY Startup Academy will EY das Startup Ökosystem und vor allem die teilnehmenden Gründer ganzheitlich bei ihrer Reise „from idea to exit“ unterstützen.

Wer gewinnt den EY Startup Academy Award 2021?

Am 18. November können die neun Teilnehmer der EY Startup Academy zeigen, wer in dem sechswöchigen Programm die größten Fortschritte gemacht hat. Mit Alpha Brain Technologies BV, ambeRoad, AristanderAI, autogramm.io, evAI Intelligence, HCP Sense, Ignition, MotionsCloud und Summetix stehen neun junge Unternehmen mit ganz unterschiedlichen Geschäftsmodellen im Finale: das Spektrum reicht von dem Vorhaben, epileptische Anfälle zu verhindern über eine Plattform für ganzheitliche HR-Lösungen hin zur Automatisierung der Erfassung von Versicherungsschäden.

Eine mit Experten aus dem Partner-Netzwerk besetzte Jury und die Zuschauer stimmen am Ende des Abends darüber ab, welches der Gründerteams während des sechswöchigen Programms die größten Fortschritte gemacht hat und den Academy Award 2021 gewinnt. Zusätzlich zu einer Geldprämie wird EY das Gewinner-Startup mit freien Beratertagen bei seiner weiteren Entwicklung unterstützen.

Ihr wollt wissen, wer die EY Startup Academy 2021 gewinnt? Meldet euch jetzt für das Closing Event am Donnerstag, 18. November, ab 18 Uhr an und verfolgt die spannenden Pitches im Livestream.

Public Value Award for Start-ups 2021

Sieben spannende Finalist*innen – drei glückliche Gewinner*innen: Hier gibt’s die Details zum renommierten Public Value Award for Start-ups.

Seit 2016 zeichnet EY in Zusammenarbeit mit der HHL Leipzig Graduate School of Management Start-ups, die einen besonderen Beitrag zum Gemeinwohl leisten, mit dem Public Value Award for Start-ups aus. Der Award wurde zuletzt noch als EY Public Value Award for Start-ups ausgelobt, 2020 aufgrund der Corona-Pandemie jedoch nicht ausgerufen. Die Pause nutzen die Partner*innen, um die Plattform zum Thema Gemeinwohl für Gründer*innen und junge Unternehmen einer Neuausrichtung zu unterziehen. Träger des Public Value Award ist nun der gemeinnützige Verein Forum Gemeinwohl e.V., Partner*innen sind neben EY und HHL die Stadt Leipzig und ZEISS.

140 Bewerbungen – 7 Finalist*innen

Im Jahr 2021 haben sich 140 junge Unternehmen für diese Auszeichnung beworben, sieben wurden von einer zehnköpfigen Jury rund um die Juryvorstände Markus T. Schweizer (EY) und Prof. Dr. Timo Meynhardt (HHL) ins Finale gewählt.

Unternehmerischer Erfolg sollte nicht nur in Zahlen gemessen werden, weil unternehmerisches Handeln und soziale Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind und ein Fokus auf den eigenen Gemeinwohlbeitrag einem Unternehmen dabei helfen kann, langfristig Aktionäre zu gewinnen und Stakeholder Returns zu generieren.  Grund genug, die diesjährigen Finalist*innen des Public Value Awards genauer unter die Lupe zu nehmen und der Frage nachzugehen, wie ihr Beitrag zum Gemeinwohl aussieht und wodurch sie sich von ihren Mitbewerber*innen abgehoben haben.

Markus T. Schweizer (EY) ergänzt zusammenfassend: „Die Pandemie hat gezeigt, dass sich Unternehmen mit einem hohen Gemeinwohlbeitrag oft durch eine starke Resilienz auszeichnen. Die Finalist*innen und Sieger*innen des Public Value Awards for Start-ups sind damit nicht nur innovative Jungunternehmer, sondern leisten auch einen spürbaren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Wirtschaft.“

Wie man Public Value messen kann

Bewertet wurden die Bewerber*innen anhand der Public Value Scorecard. In jeder der fünf Dimensionen dieser Scorecard konnten zwischen 0 und 100 Punkten vergeben werden. Auch die Start-ups selbst mussten sich in ihrer Bewerbung punktemäßig festlegen und Argumente für jede Dimension anführen. Das gab ihnen die Chance, ihren Beitrag zum Gemeinwohl in Zahlen messbar zu machen und sich näher mit diesem zu beschäftigen. Viele haben die Erkenntnisse aus dem Bewerbungsprozess zum Anlass genommen, um ihre Außendarstellung und ihren Purpose neu zu definieren.

And the Winner is …

Nach einem wochenlangen Coaching durch EY und die HHL fand am 14. Oktober 2021 schließlich das Finale des Public Value Award for Start-ups in der Kongresshalle am Zoo in Leipzig statt. Vor rund 150 Gästen pitchten die Finalist*innen live um den Sieg in der Jurywertung. Bereits im Vorfeld an die Veranstaltung hatten Menschen weltweit zudem die Möglichkeit, online für ihren Favoriten abzustimmen und diesem damit eine Chance auf den Publikumspreis zu geben.

Sowohl die Jury-, als auch die Publikumsentscheidung fielen sehr knapp aus. Darüber, dass alle sieben Start-ups einen herausragenden Beitrag zum Gemeinwohl leisten, bestand Einigkeit. „Die diesjährigen Finalisten zeigen wieder einmal, dass insbesondere junge Unternehmen der Motor für eine zukunftsfähige Gesellschaft sein können. Mit ihren vielfältigen Ideen stärken sie das Miteinander und sorgen so für ein gesellschaftliches Klima, in dem wir alle gern leben möchten“, zieht Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY in Deutschland, sein Resümee.

Aber auch knappe Entscheidungen sind letztlich Entscheidungen und so wurde das Start-up Too Good To Go mit dem 3. Platz in der Jurywertung ausgezeichnet. Auf Platz 2 erklommen die Gründer von HeartBeat Edutainment das Siegertreppchen. Die Frankfurter sicherten sich zusätzlich den Publikumspreis und reisten am Abend mit zwei Trophäen im Gepäck ab. Platz 1 wurde an Africa GreenTec vergeben.

Science4Life Businessplan-Wettbewerb startet

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Science4Life, Deutschlands größter Businessplan-Wettbewerb für Life Sciences, Chemie und Energie, startet.

Science4Life ist Deutschlands größter Businessplan-Wettbewerb für Life Sciences, Chemie und Energie. Das Programm begleitet Start-ups von der ersten Idee über das Geschäftsmodell bis zum fertigen Businessplan. 1.300 Unternehmen wurden seit dem Start von Science4Life bereits gegründet. Denn Start-ups gewinnen nicht nur ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 85.000 Euro, sondern profitieren von intensiven Coachings mit Branchen-Experten und bauen ihr eigenes Netzwerk aus. Hinter Science4Life stehen die Hessische Landesregierung und das Gesundheitsunternehmen Sanofi.

Um Start-ups auf ihrem Weg bis zum fertigen Businessplan und darüber hinaus bestmöglich zu unterstützen, bietet Science4Life ein maßgeschneidertes Programm in drei Phasen: Ideenphase, Konzeptphase und Businessplanphase. Start-ups aus den Branchen Life Sciences und Chemie werden mit dem „Science4Life Venture Cup“ ausgezeichnet. Mit dem „Science4Life Energy Cup“ wird ein weiterer branchenspezifischer Preis für hervorragende Gründungsvorhaben aus dem Bereich Energie verliehen.

Start-up-Initiative für mehr Unabhängigkeit von Google oder Apple

Das Start-up "Hallo Welt Systeme" hat die Initiative für eine Alternative zu Produkten der Big-Tech-Unternehmen ergriffen. Dafür setzt es auf Partnerschaften mit kleinen und mittelständischen Unternehmen und Organisationen.

Gemeinsam bieten die Partner eine Gesamtlösung für mehr Einfachheit, Sicherheit und Selbstbestimmung in der mobilen, digitalen Welt. Zu den Partnern gehören Gigaset Communications als Hardware Hersteller, die Ubports Stiftung für das quelloffene Betriebssystem Ubuntu Touch und der VPN Anbieter Hide.me. Neu dabei: Die Suchmaschinen Startpage und MetaGer für anonyme Suche im Internet und StartMail für sichere E-Mails. Motivation für Volla sind neben der wachsenden Dominanz der Big-Tech Unternehmen auch aktuelle Entscheidungen zur Überwachung im digitalen Raum.

Smartphone mit Fokus auf mehr Datenschutz und Privatsphäre

Vergangenes Jahr hat das junge Remscheider Unternehmen "Hallo Welt Systeme" mit seinem Volla Phone einen Paradigmenwechsel am Handymarkt eingeleitet. Denn im Unterschied zu gängigen Mobiltelefonen verzichtet das Volla Phone auf alles, was die Nutzer ablenkt und punktet mit einem eigens entwickelten Betriebssystem, dem Volla OS auf Basis eines quelloffenen Android (Android Open Source Project). Im Vordergrund steht dabei der Schutz der Privatsphäre sowie ein neues, einfaches Benutzererlebnis, das sich durch Konzepte wie dem Springboard und automatischen Zusammenstellungen von Inhalten (Collections) auszeichnet.

Gründer Dr. Jörg Wurzer will mit seinen Produkten eine Alternative zu großen Unternehmen wie Google oder Apple bieten: "Unsere Strategie ist, gemeinsam mit unseren Partnern, einer Community von Entwicklern und Anwendern ein Marktsegment für Konsumenten zu erschließen, die heute keine Alternative zu Apple oder Google kaufen können. Was für ein einzelnes Start-up zu ambitioniert erscheine, kann in der Zusammenarbeit gelingen."

Partner für digitale Selbstbestimmung

Gemeinsam mit anderen kleinen und mittleren Unternehmen und Orgabisationen hat Dr. Wurzer eine Allianz für mehr Unabhängigkeit, Selbstbestimmung, Schutz der Privatsphäre ins Leben gerufen, die Themen wie Datenschutz, digitale Selbstbestimmung, Open Source, Privatsphäre und Unabhängigkeit von den großen Technologie-Unternehmen nicht nur vorantreiben, sondern umsetzen möchte. Zu den Partnern zählen Gigaset Communications, die UBports Foundation, Hide.me, Startpage sowie der SUMA e. V. bzw. Metagerund StartMail.

Jörg Wurzer: "Als junges Unternehmen sind wir auf Wachstumskurs und spüren einen zunehmenden Wunsch nach mehr Selbstbestimmung und Sicherheit bei den Usern. Wir sehen, dass es sich um mehr als nur eine Marktnische handelt und dass dieses Marktsegment stetig wächst. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir hier Akzente setzen, indem wir mit ergänzenden Produkten hier echte Innovationen im Smartphone Segment bieten und so zur qualitativen Alternative werden."

Starkes Signal für mehr Unabhängigkeit setzen

Zu den Partnern der ersten Stunde zählt unter anderem der in Bocholt produzierende Telekommunikations- und Smart-Home-Spezialist Gigaset Communications, der die Hardware für das Volla Phone und das Volla Phone X - die robuste "Rugged Smartphone" Variante - in Deutschland liefert. "Wir freuen uns mit unserer Hardware einem jungen Start-up helfen zu können", so Andreas Merker VP Smartphones bei Gigaset. "Die Tatsache, dass die Hallo Welt Systeme bei ihrem sehr sicheren und kundenorientierten Ansatz auf Gigaset Hardware setzt, spricht für die Qualität unserer Produkte und deren flexible Gestaltungsmöglichkeiten.

Das Volla Phone ist alternativ zum eigenen Betriebssystem Volla OS auch in einer Variante mit dem mobilen, vorinstallierten Linux Betriebssystem Ubuntu Touch erhältlich. Umgesetzt wurde diese Variante gemeinsam mit der UBports Foundation mit Sitz in Berlin und der dahinterstehenden Community. Als Gold Sponsor unterstreicht sie die Qualität des Projekts und unterstützt das Team rund um Gründer Dr. Wurzer bei der Weiterentwicklung und weiteren Marktpositionierung des Volla Phone.

Der stellvertretende Vorsitzende der UBports-Stiftung, Ricardo Mendoza, zeigt sich äußerst zufrieden mit den erreichten Zielen in 2020: "Wir können Anwendern dank der Kooperation mit Hallo Welt Systeme ein aktuelles Gerät mit vorinstalliertem Betriebssystem anbieten. Bisher mussten viele Anwender zu gebrauchten Geräten greifen und noch dazu selbst Hand anlegen, wenn sie Ubuntu Touch installieren wollten. Außerdem hat die Kooperation es uns ermöglicht, die Unterstützung für andere Geräte mit Android-9-Basis voranzutreiben."

Das Sprungbrett von Volla OS ist der schnelle Start für alle wichtigen Alltagsfunktionen des Volla Phones. Dazu gehört auch die Suche im Internet, für die Anwender nun zwischen verschiedenen Suchmaschinen auswählen können. Mit Startpage und MetaGer hat Volla dafür zwei starke Partner gefunden, die nicht nur konsequent die Privatsphäre schützen, sondern und auch qualitativ einen Mehrwert bieten.

Hinter der Suchmaschine Startpage steht das Unternehmen Startpage BV aus den Niederlanden, das Suchanfragen anonymisiert an Google übermittelt und somit auf den Google Index zugreift, ohne dabei eine IP-Adresse, eine User-ID oder Tracking-Cookies einzusetzen oder den Suchverlauf zu speichern.

Robert E.G. Beens, Mitgründer und COO von Startpage zur Kooperation: "Durch die vermehrte Nutzung von Mobiltelefonen geht viel Privatsphäre verloren. Mit dem Volla-Telefon gibt es endlich eine Möglichkeit, die Kontrolle über unsere Handy-Daten zurückzuerlangen. Startpage freut sich sehr, als Standard-Suchmaschine auf Volla verfügbar zu sein. Unsere Partnerschaft ist dabei eine ideale, gegenseitige Ergänzung. Wir teilen dieselbe Mission zum Schutz der Privatsphäre und können unseren Kunden gemeinsam ein einzigartiges und wirklich anonymes Sucherlebnis bieten."

Die deutsche Metasuchmaschine MetaGer, die seit 2004 von dem gemeinnützigen Verein SUMA e. V. betrieben wird, kombiniert anders als die Marktführer mehrere Such-Indizes als Datenquelle für eine Suchanfrage. Dazu gehören bei MetaGer vor allem der Such-Index von Bing, aber auch von Medien wie Zeit Online und neue, innovative Alternativen wie die Peer-to-Peer-Suche von yacy.net.

"Digitale Technik, vor allem wenn sie so grundlegend wie eine Suchmaschine ist, sollte frei und unabhängig von kommerziellen und staatlichen Interessen sein," meint Manuela Branz, Sprecherin des SUMA e.V. und diese Philosophie passt perfekt zu der Motivation hinter dem Volla Phone und Volla OS. Anwender sollen die Wahl haben, zu entscheiden wo sie sich informieren. Und das ohne die Beobachtung und Beurteilung durch Dritte. Und Dominik Hebeler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied ergänzt: "Mit uns behalten Nutzer die volle Kontrolle über Ihre Daten. Wir tracken nicht. Wir speichern nicht."

Seit der ersten Auslieferung kommt des Volla Phone mit einem standardmäßig integrierten Virtual Privat Network (VPN) von Hide.me, das für einen geschützten Zugang zum Netz sorgt. Hide.me bzw. die dahinterstehende eVenture Ltd. ist aufgrund seines Standortes in Malaysia nicht zur Aufzeichnung der Verbindungen verpflichtet und protokolliert daher keine Netzaktivitäten. Das ermöglicht zusätzliche Anonymität im Netz.

Robert Smorhaj von Hide.me: "Als Volla auf uns zukam, hide.me VPN in seinen datenschutzfreundlichen Smartphones zu integrieren, waren wir begeistert. Die Gelegenheit, zu diesem Projekt beitragen zu können, welches Online-Datenschutz ebenfalls großschreibt, ist fantastisch. Eine erfolgreiche Kooperation, die durch Datenschutz und Privatsphäre langfristig Ihre Freiheit online gewährleistet."

Last but not least zählt seit einigen Tagen auch der E-Mail-Service StartMail zu den Volla-Phone-Partnern. StartMail ist der sichere E-Mail-Service, der von den Menschen hinter Startpage entwickelt wurde. Die Web-Anwendung macht die Verwendung einer hochgradigen Verschlüsselung mit dem bewährten und offenen PGP-Standard so einfach wie möglich. Dafür arbeitet das Unternehmen aus den Niederlanden eng mit dem Erfinder Phil Zimmermann zusammen und bietet so eine komfortable und moderne Verschlüsselung und Technologie für E-Mails. Volla möchte mit StartMail allen Anwendern einen konsequenten Schutz der Privatsphäre für die digitale Kommunikation bieten.

"Durch die Nutzung unserer Mobiltelefone geht ein Großteil der Privatsphäre verloren. Mit dem Volla-Telefon haben die Menschen endlich eine Möglichkeit, die Kontrolle über ihre mobilen Daten zurückzuerlangen. Als privater Anbieter sind wir stolz darauf, der E-Mail-Partner von Volla in dieser Allianz zu werden", sagt Robert E.G. Beens, CEO von Startmail. "Wir teilen dieselbe Mission in Bezug auf den Datenschutz und freuen uns darauf, den Nutzern von Volla-Telefonen unseren E-Mail-Service anbieten zu können."