Gründer der Woche: Humanoo - Gesundheitsmanagement per App

Gründer der Woche 36/16


44 likes

Der 27-jährige Digital-Health-Unternehmer Philip Pogoretschnik will mit seiner App Humanoo unsere Gesundheit managen. Wie das funktioniert, verrät der Humanoo-Gründer im Interview.


Wie sind Sie auf die Idee zu Humanoo gekommen?
Mein Bruder und ich haben bereits vor 4 Jahren begonnen, uns mit dem Thema betriebliches Gesundheitsmanagement zu befassen. Das rührt vor allem daher, dass sowohl meine Mutter als auch mein Vater bis heute eigene Unternehmen führen: Mein Vater hat ein eigenes Modehaus und meine Mutter ist behandelnde Therapeutin in ihrer eigenen physiotherapeutischen Praxis.
Nach meinem Studium im Bereich International Business arbeitete ich als Produkt Manager für ein bekanntes europäisches Modelabel. Danach unterstützte ich meinen Vater in der Geschäftsleitung seiner Filialen. Durch diese praktischen Erfahrungen in beiden Bereichen - dem Einzelhandel und der Physiotherapie - habe ich schnell erkannt, dass jedes Unternehmen mit zwei großen Herausforderungen zu kämpfen hat: Präsentismus – das Verhalten von Arbeitnehmern, trotz Krankheit zur Arbeit zu kommen und Absentismus – Fehlzeiten aufgrund von Krankheiten, Problemen im privaten Umfeld und motivationalen Ursachen.
Diese zwei Herausforderungen kosten ein Unternehmen in Deutschland im Jahr durchschnittlich 4.600 Euro pro Mitarbeiter. Die Erkenntnis, dass betriebliche Gesundheitsförderung und damit das Wohlbefinden der Mitarbeiter heutzutage das A und O eines jeden Unternehmens sind, brachte mich dazu, meiner Mutter beim Ausbau ihrer Praxis in diesem Bereich zu unterstützen. Schon nach kurzer Zeit etablierte sich die Praxis zum größten Anbieter Bayerns im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Basierend auf dieser Erfolgsgeschichte entwickelte sich vergangenes Jahr schließlich die Idee für das digitale Gesundheitstool Humanoo – mit dem Ziel, betriebliches Gesundheitsmanagement zu revolutionieren.


Was waren dann die wichtigsten Steps bis zum Launch der Plattform bzw. App?
Die größte Herausforderung bestand sicherlich darin, unsere Idee in einen vorzeigbaren Prototypen zu verwandeln, den wir als Showcase verwenden konnten. Das wiederum hängt stark mit der richtigen Wahl eines Digitalen Partners zusammen. Gerade im E-Health-Sektor spielt das eine große Rolle. Unsere Anwendung verknüpft im Offline-Bereich angeeignetes Expertenwissen mit digitaler Infrastruktur. Bei der Verwirklichung derart komplexer Strukturen und Vorstellungen ist eine durchdachte Strategie in jedem Fall essentiell. Zum Glück haben wir den für uns passenden Partner schnell gefunden: wir entwickeln Humanoo nun seit Anfang dieses Jahres zusammen mit Rheingau Founders am Standort Berlin. Die Umsetzung dieser Strategie ist aber auch nur mit einem wohl überlegten Team möglich, das nicht nur eine kurzfristige Zusammenarbeit, sondern langfristige Ziele erreichen möchte. Das schaffen wir durch eine innige Partnerschaft, gegenseitige Motivation und kreative Köpfe.


Wie haben Sie diese Startphase finanziert?
Nachdem unsere Idee ausgreift war und wir einen Prototypen entwickelt hatten, nutzte ich Ende 2015 die Gelegenheit, Humanoo auf den Entrepreneurshipdays an der EBS in Oestrich-Winkel vorzustellen. Dort kam ich schnell mit den Rheingau Founders ins Gespräch. Rheingau war gleich von der Idee angetan und finanzierte uns die spannende Startphase. Die Anschlussfinanzierung erfolgte dann durch Rocket Internet, die sich mit unserem Produkt schließlich auch im Gesundheits-Segment platzieren.


Nun zu Ihrer App: Wie schafft diese es konkret, das Wohlbefinden der Nutzer zu steigern?
Wer sich wohlfühlt, ist motiviert – wer motiviert ist, arbeitet gerne und effizient. Humanoo unterstützt den einzelnen Mitarbeiter dabei, gesünder und fitter zu werden. Die Übertragung des im Offline-Bereich angeeigneten Know-hows in ein digitales Tool sorgt für ein ganzheitliches Training. Humanoo ermittelt den physischen sowie mentalen Gesundheitszustand jedes Mitarbeiters und schlägt ihm dann individuell zugeschnittene Trainingspläne und Übungen aus den Bereichen Körper, Wohlfühlen und Ernährung vor. Diese Online-Coachings können auch pro-aktiv abgerufen werden. Humanoo holt den Mitarbeiter dort ab, wo es sich für ihn am besten eignet – ob am Arbeitsplatz, zu Hause oder unterwegs.


Und wie lässt sich die Produktivität der Nutzer steigern und der Krankenstand in Großunternehmen minimieren?

Das personalisierte Übungsprogramm verbessert maßgeblich den Gesundheitszustand der Mitarbeiter, verringert Arztbesuche, reduziert Stress und erhöht letztendlich auch die Freude der Mitarbeiter am Arbeitsplatz und im privaten Umfeld. Der Nutzer kann sich die App herunterladen oder er greift auf die browserbasierte Version zurück, um sich mit seinem universellen Aktivierungscode anzumelden. Nachdem er sich eingeloggt hat, kann er aus rund 1.000 Übungen wählen. Der Live Chat mit den entsprechenden Experten rundet vor allem die akute Symptombehandlung ab.
Das Unternehmen hat jederzeit die Möglichkeit, den gesundheitlichen Zustand seiner Belegschaft online abzurufen: die anonymisierten Daten werden in einem umfassenden Reporting dargestellt. Um die Einbindung von Humanoo im Unternehmen in Gang zu setzen, gibt es eine Humanoo-Geschenkbox, die einen Faszienball, den Aktivierungscode und Kopfhörer enthält. Die Daten können weder mit dem Namen noch mit anderen sensiblen Angaben des jeweiligen Mitarbeiters in Zusammenhang gebracht werden.


Wie gewährleisten Sie die Qualität Ihrer Angebote?
Wir haben einen sehr hohen Qualitätsanspruch an uns selbst. Gerade, weil wir viele verschiedene Fachbereiche abdecken, müssen wir dafür sorgen, dass wir unserer Funktion als eigenständiges Gesundheitstool in jeder Hinsicht gerecht werden. Und das tun wir: statt als Marketplace zu agieren, erstellen wir alle Inhalte für alle Bereiche selbst. Dafür arbeiten wir mit namhaften Experten aus ganz Deutschland zusammen. So können wir bewährte Offline- mit Online-Maßnahmen kombinieren.
In Form von Videos, Audiocoachings, E-Readings und Bildern wird der Mitarbeiter auf dem Weg in einen gesunden (Arbeits-)Alltag begleitet. Im Bereich Körper hat der Mitarbeiter die Möglichkeit, Übungen der Fachgebiete der Physiotherapie, Logopädie und Yoga durchzuführen. Der Bereich Wohlfühlen wird mit Entspannungs-, Schlaf-, Konzentrations- und Motivationseinheiten abgedeckt und im Bereich Ernährung unterstützen ihn zahlreiche Rezepte und Ernährungstipps bei der Umsetzung eines gesunden Lebensstils.


Wenn die App Teil einer Unternehmensstruktur wird, stellt sich aber auch die Frage nach der Vertraulichkeit der Daten. Wie gehen Sie mit diesem Aspekt um?
Humanoo wird jedem Mitarbeiter eines Unternehmens in der Humanoo-Box überreicht. Was steckt in der Box? Ein Faszienball, Kopfhörer sowie die persönliche Humanoo-Karte mit einem universellen Aktivierungscode. Da die Verteilung der Geschenkboxen zufallsbedingt erfolgt, kann der Aktivierungscode nicht mit der Identität des jeweiligen Mitarbeiters in Verbindung gebracht werden – weder vom Unternehmen noch von uns. Es werden keine personenbezogenen Daten wie Namen, Alter, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern gespeichert. Der Mitarbeiter wird seinem Arbeitgeber im Reporting also lediglich als ein anonymer Nutzer dargestellt. Wir unterliegen den strengen Datenschutzrichtlinien der EU - kontrolliert durch den Datenschutzbeauftragten PwC.


Wie schwer ist es, etablierte (Groß-)Unternehmen von Ihrer digitalen Innovation zu überzeugen?

Erst einmal besteht die größte Schwierigkeit sicherlich darin, den passenden Ansprechpartner zu finden und dann auch tatsächlich zu erreichen. Dieser sollte bestenfalls über eine gewisse Budgetverantwortung verfügen, da sich der gesamte Prozess sonst als sehr langwierig gestalten kann. Hinzu kommt, dass gerade große Konzerne neuartige Produkte wie Humanoo nicht einfach so über ihr Unternehmen ausrollen. Nicht selten kommt es vor, dass Großunternehmen nach einer Testphase verlangen, in der sie das Gesundheitstool im kleinen Kreis unter Beweis stellen möchten. Es ist also sehr schwer, potentielle Großkunden von Anfang an zu überzeugen. Haben wir aber einmal die Chance, uns über einen Test-Zeitraum hinweg zu profilieren – dann stehen die Chancen gut, dass Humanoo im ganzen Konzern eingebunden wird.


Was sind Ihre nächsten unternehmerischen Schritte bzw. Pläne?
Aus unternehmerischer Sicht besteht das Ziel darin, die größte Content-Datenbank Europas in unserem Bereich, digitaler betrieblicher Gesundheitsförderung, zu werden. Bis zum Jahre 2017 möchten wir 150.000 Mitarbeiter auf ihrem Weg in die Gesundheit begleiten. Außerdem ist geplant, eine Studie zu entwickeln, die aufzeigt, dass Humanoo den Präsentismus innerhalb eines Unternehmens senkt und damit einhergehend den Erfolg der Nutzung von Humanoo zur betrieblichen Gesundheitsförderung bestätigt.


Und last but not least: Was raten Sie anderen Gründern aus eigener Erfahrung?
Die Basis einer Ideenverwirklichung ist immer eine solide Finanzierung. Die Idee kann noch so gut sein – wenn die Mittel nicht ausreichen, leidet zwangsläufig die Qualität des Produktes oder der Dienstleistung. Außerdem sollte man sich wirklich genug Zeit nehmen, das richtige Team zusammenzustellen. Das geht ja auch einher mit dem Leitbild von Humanoo: wer sich wohlfühlt, arbeitet gern und damit auch effizient. Eine gute Zusammenarbeit ist also Teil des Fundaments für den Unternehmenserfolg. Eine weitere Erkenntnis, die ich schon nach kurzer Zeit gewonnen habe, ist, dass man sich nicht auf Businesspläne oder administrative Angelegenheiten fokussieren sollte - der Verkauf ist das oberste Ziel. Wer nicht verkauft, stirbt am Ende!

Hier geht’s zu Humanoo


Das Interview führte Hans Luthardt

Vorschläge für diese Rubrik an [email protected]


Sie möchten selbst ein Unternehmen gründen oder sich nebenberuflich selbständig machen? Nutzen Sie jetzt Gründerberater.deDort erhalten Sie kostenlos u.a.:

  • Rechtsformen-Analyser zur Überprüfung Ihrer Entscheidung
  • Step-by-Step Anleitung für Ihre Gründung
  • Fördermittel-Sofort-Check passend zu Ihrem Vorhaben

E-Carsharing Service ELOOP gibt Vollgas

Ein Jahr nach seiner letzten Finanzierung erweitert der Wiener E-Carsharing-Anbieter ELOOP die Seed-Runde nun um rund eine weitere Million Euro und holt Bitpanda-Gründer als Investor an Bord.

ELOOP ist ein E-Carsharing Service aus Wien. Mit leisen und emissionsfreien Fahrzeugen möchte das Start-up die Lebensqualität in der Stadt verbessern und den positiven Wandel in der urbanen Mobilität vorantreiben. Mit dem hauseigenen ELOOP ONE Token wird der Sharing-Ansatz noch weitergedacht und allen eine Beteiligung an den Fahrtumsätzen ermöglicht.

3 Mio. Umsatz im Jahr 2021 - Expansion nach München

Das 2019 gegründete Start-up hat – nach eigenen Angaben - im Jahr 2021 bereits einen Umsatz von rund drei Millionen Euro erzielt – das entspricht einer Verfünfzehnfachung im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Wachstumskurs soll nun fortgesetzt werden: Mit dem Investment will ELOOP die Expansion nach München vorantreiben und die Flotte in Wien weiter ausbauen. Um das geplante Wachstum umzusetzen, wird auch das Team vergrößert werden, das im vergangenen Jahr bereits um das Dreifache gewachsen ist. Das mittlerweile 30-köpfige Team darf sich künftig über ein neues Beteiligungsprogramm für Mitarbeiter*innen freuen. “Wir sind unglaublich stolz und dankbar, so viele Visionär*innen gefunden zu haben, welche an die Mission von ELOOP glauben und daran arbeiten, Städte lebenswerter zu gestalten”, so Leroy Hofer, CEO von ELOOP. Es soll noch dieses Jahr die Finanzierungsrunde Series A folgen.

Weltweit erstes Blockchain-basiertes Carsharing

Auch der hauseigene Blockchain-basierte Krypto-Token ELOOP ONE soll weiterentwickelt und international ausgerollt werden. ELOOP ONE ist der erste Security Token weltweit, der eine Umsatzbeteiligung an einer rein elektrischen Carsharing-Flotte ermöglicht. Damit denkt ELOOP den eigentlichen Sharing-Ansatz sogar noch weiter. Seit dem ersten Token Sale im August 2020 ist die tokenisierte Flotte mittlerweile von 4 auf 21 E-Fahrzeugen der Klasse Tesla Model 3 erweitert worden. Von den 1.785.000 ELOOP ONE Token sind nur mehr 10 Prozent verfügbar. Neben dem bestehenden Carsharing-Service und dem Token wurde das Angebot zuletzt um das Abo-Modell “ELOOP Flat” erweitert.

„Ich bin selbst begeisterter ELOOP-Nutzer sowie Token-Halter und sehe ein großes Potenzial für Carsharing”, so Christian Trummer, Gründer und CTO von Bitpanda. Auch der Präsident des European Super Angels Club, Berthold Baurek-Karlic, welcher über die Luxemburger Venionaire Ventures Sárl unter anderem den Syndikatsfonds des Clubs – „EXF Alpha S.C.S.“ – verantwortet, zeigt sich erfreut: „Wir können den Wachstums- und Innovationskurs eines so erfolgreichen österreichischen Startups mit unserem Kapital und Know-how weiter intensiv vorantreiben und seine Nachhaltigkeitsvision unterstützen. Mit ELOOP investieren wir nicht nur in innovative Mobilitätslösungen, sondern in die Mobilität der Zukunft.“

Public Value Award for Start-ups 2021

Sieben spannende Finalist*innen – drei glückliche Gewinner*innen: Hier gibt’s die Details zum renommierten Public Value Award for Start-ups.

Seit 2016 zeichnet EY in Zusammenarbeit mit der HHL Leipzig Graduate School of Management Start-ups, die einen besonderen Beitrag zum Gemeinwohl leisten, mit dem Public Value Award for Start-ups aus. Der Award wurde zuletzt noch als EY Public Value Award for Start-ups ausgelobt, 2020 aufgrund der Corona-Pandemie jedoch nicht ausgerufen. Die Pause nutzen die Partner*innen, um die Plattform zum Thema Gemeinwohl für Gründer*innen und junge Unternehmen einer Neuausrichtung zu unterziehen. Träger des Public Value Award ist nun der gemeinnützige Verein Forum Gemeinwohl e.V., Partner*innen sind neben EY und HHL die Stadt Leipzig und ZEISS.

140 Bewerbungen – 7 Finalist*innen

Im Jahr 2021 haben sich 140 junge Unternehmen für diese Auszeichnung beworben, sieben wurden von einer zehnköpfigen Jury rund um die Juryvorstände Markus T. Schweizer (EY) und Prof. Dr. Timo Meynhardt (HHL) ins Finale gewählt.

Unternehmerischer Erfolg sollte nicht nur in Zahlen gemessen werden, weil unternehmerisches Handeln und soziale Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind und ein Fokus auf den eigenen Gemeinwohlbeitrag einem Unternehmen dabei helfen kann, langfristig Aktionäre zu gewinnen und Stakeholder Returns zu generieren.  Grund genug, die diesjährigen Finalist*innen des Public Value Awards genauer unter die Lupe zu nehmen und der Frage nachzugehen, wie ihr Beitrag zum Gemeinwohl aussieht und wodurch sie sich von ihren Mitbewerber*innen abgehoben haben.

Markus T. Schweizer (EY) ergänzt zusammenfassend: „Die Pandemie hat gezeigt, dass sich Unternehmen mit einem hohen Gemeinwohlbeitrag oft durch eine starke Resilienz auszeichnen. Die Finalist*innen und Sieger*innen des Public Value Awards for Start-ups sind damit nicht nur innovative Jungunternehmer, sondern leisten auch einen spürbaren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Wirtschaft.“

Wie man Public Value messen kann

Bewertet wurden die Bewerber*innen anhand der Public Value Scorecard. In jeder der fünf Dimensionen dieser Scorecard konnten zwischen 0 und 100 Punkten vergeben werden. Auch die Start-ups selbst mussten sich in ihrer Bewerbung punktemäßig festlegen und Argumente für jede Dimension anführen. Das gab ihnen die Chance, ihren Beitrag zum Gemeinwohl in Zahlen messbar zu machen und sich näher mit diesem zu beschäftigen. Viele haben die Erkenntnisse aus dem Bewerbungsprozess zum Anlass genommen, um ihre Außendarstellung und ihren Purpose neu zu definieren.

And the Winner is …

Nach einem wochenlangen Coaching durch EY und die HHL fand am 14. Oktober 2021 schließlich das Finale des Public Value Award for Start-ups in der Kongresshalle am Zoo in Leipzig statt. Vor rund 150 Gästen pitchten die Finalist*innen live um den Sieg in der Jurywertung. Bereits im Vorfeld an die Veranstaltung hatten Menschen weltweit zudem die Möglichkeit, online für ihren Favoriten abzustimmen und diesem damit eine Chance auf den Publikumspreis zu geben.

Sowohl die Jury-, als auch die Publikumsentscheidung fielen sehr knapp aus. Darüber, dass alle sieben Start-ups einen herausragenden Beitrag zum Gemeinwohl leisten, bestand Einigkeit. „Die diesjährigen Finalisten zeigen wieder einmal, dass insbesondere junge Unternehmen der Motor für eine zukunftsfähige Gesellschaft sein können. Mit ihren vielfältigen Ideen stärken sie das Miteinander und sorgen so für ein gesellschaftliches Klima, in dem wir alle gern leben möchten“, zieht Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY in Deutschland, sein Resümee.

Aber auch knappe Entscheidungen sind letztlich Entscheidungen und so wurde das Start-up Too Good To Go mit dem 3. Platz in der Jurywertung ausgezeichnet. Auf Platz 2 erklommen die Gründer von HeartBeat Edutainment das Siegertreppchen. Die Frankfurter sicherten sich zusätzlich den Publikumspreis und reisten am Abend mit zwei Trophäen im Gepäck ab. Platz 1 wurde an Africa GreenTec vergeben.

Deutscher Gastro-Gründerpreis 2022

Am 30. April wurde auf der internationalen Leitmesse für Hotellerie, Gastronomie, Bäckereien und Konditoreien INTERNORGA der Deutsche Gastro-Gründerpreis verliehen. And the Winner is …

Die diesjährige Gastro-Start-up-Krone geht nach Trier. Das entschied das Publikum beim Finale des Deutschen Gastro-Gründerpreises per Live-Abstimmung auf der INTERNORGA. Der Gewinner darf sich über den Hauptgewinn von 10.000 Euro sowie viel Anerkennung aus der Branche freuen.

Nach zwei Jahren Wartezeit und einem digitalen Pitch konnten die fünf Finalist*innen des Deutschen Gastro-Gründerpreises sich und ihre Gastro-Ideen dem Fachpublikum auf der Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt endlich wieder persönlich präsentieren. Im spannenden, von 2-Sternekoch Tohru Nakamura moderierten Finale mussten sich die rund 1.000 Teilnehmer*innen der Abstimmung online und vor Ort neben dem Barbecue-Imbiss aus Trier, zwischen der vegan-vegetarischen Tagesbar „Beetschwester“ aus Münster, afrikanischer Fusion-Küche von „Lordi Kocht“ aus Hamburg, den Lebensmittelretter*innen aus der Münchner „Community Kitchen“ und hausgemachter Pasta von „Nudel & Holz“ aus Düren entscheiden. „Die Entscheidung war wieder einmal ausgesprochen schwer“, kommentiert INTERNORGA-Chefin Claudia Johannsen die Wahl. „Alle Gründer*innen und ihre Ideen begeistern und werden die Gastro-Szene sicher auch in Zukunft nachhaltig bereichern. Deswegen sind aus unserer Sicht auch alle fünf Gewinner!“

And the winner is: A. Max Laux, Gründer von Flieten Franz

„Ich freue mich riesig, dass ich unsere regionale Spezialität Flieten der ganzen Welt nahe bringen kann“, kommentierte Maximilian Laux den Gewinn des Hauptpreises. Denn Flieten sollte jede*r mal probiert haben. Schon, weil Worte nicht ausreichen, um zu erklären, warum sie so gut schmecken. Das finden nicht nur die meisten Trierer*innen, sondern auch der Gründer. Für alle, die nicht aus der Region kommen: „Flieten sind die besten frittierten Hähnchenflügel, die es gibt! Innen butterzart und außen knusprig, mit einer unverwechselbaren Gewürzmischung“, erklärt der vom Land Rheinland-Pfalz für sein kulinarisches Start-up „Flieten Franz“ zur Unternehmerpersönlichkeit des Jahres 2021 gekürte Gastronom. „Mit dem Preis im Rücken wird es Flieten sicherlich auch bald außerhalb von Trier geben“, verspricht Laux. „Aber erst einmal investieren wir in unseren neuen Standort in der ehemaligen Pferdeklinik, den wir zu einem Barbecue Hotspot ausbauen werden."

Das sind die übrigen vier Finalist*innen

Den Großen Kiepenkerl kennt in der westfälischen Metropole jede*r. Seit Juni 2020 sorgt hier auch seine kleine, grüne Schwester für Furore. Regina von Westphalen, die den Kiepenkerl gemeinsam mit ihren Eltern übernommen hat, überführt mit ihrem Start-up Beetschwester die Genussphilosophie des zünftigen Slow-Food-Gasthauses in das Format einer vegetarisch-nachhaltigen Tagesbar für alle Generationen.

In ihrer Community Kitchen rettet Gründerin Günes Seyfarth unverkäufliche Lebensmittel von Erzeuger*innen, Verarbeiter*innen und Großhändler*innen. Anschließend werden daraus in einer 2.000 qm großen ehemaligen Kantine Mahlzeiten für Gäste und Catering oder „Eingemachtes“ wie haltbare Suppen, Chutneys und Marmeladen für den Verzehr zu Hause. Was nicht verarbeitet werden kann, wird kostenlos weitergegeben.

„Es gibt viel zu wenig afrikanisch geprägte Küche in der deutschen Gastro-Kultur!“, finden Louis und Lucy Larbi und wollen mit ihrem Pop-up-Konzept Lordikocht genau das ändern. In Hamburg und Umgebung servieren die Geschwister Afro-Fusion-Küche vom Feinsten. Dabei kombinieren sie bekannte westliche Trend Dishes wie Burger, Bowls und Wraps mit westafrikanischem Soulfood, das buchstäblich die Seele bewegt.

In Düren heißt es seit dem Sommer 2020 immer häufiger: Wir treffen uns im Nu! „Nu“ steht dabei als Abkürzung für die Pastabar Nudel & Holz der beiden Gründer Bastian und Mats Geuenich. Hier gibt es den italienischen Klassiker handgemacht und in all seiner Vielfältigkeit: Mehr als 1.000 verschiedene Varianten und Kombinationen sind im Baukastenprinzip aus Pasta, Sauce und Toppings ganz nach individueller Vorliebe bestellbar.

Mehr Infos zum Deutschen Gastro-Gründerpreis findest du hier

Deutscher Innovationsgipfel 2022 – der Business-Turbo

Das crossindustrielle & technologieübergreifende Entscheider*innentreffen findet am 1. Juni 2022 in München statt. Das erwartet euch als teilnehmende Start-ups.

Neben großen, innovativen Unternehmen und Partnern des DIG2022 bietet der Deutsche Innovationsgipfel (#15DIG2022) auch Start-ups am 1. Juni 2022 in München die Chance, neue Kund*innen, hochwertige Kontakte und große Deals einzufädeln.

Neben ausgewählten Gründer*innen wie everwave, HQS, Ottobahn oder Web Inclusion (Eye-Able), sind noch einige Plätze frei, den Reigen spannender Geschäftsmodelle abzurunden, die Gründer am 1. Juni in München auf dem crossindustriellen & technologieübergreifenden Entscheidertreffen präsentieren.

Ihr könnt euch jetzt noch bewerben über www.deutscher-innovationsgipfel.de

Networking am Vorabend

Die hochkarätige Vernetzung der Gründer*innen findet bereits am Vorabend des DIG statt, einer Plattform, auf der Vordenker*innen, Wegbereiter*innen und andere kreative Köpfe ihr Wissen, ihre Erfahrungen teilen, gemeinsam neue Geschäftsmodelle entwickeln. Auf Einladung des Schirmherrn, des bayerischen Wirtschaftsministers, und des Innovation Network, mit seinen mehr als 4.000 Unternehmen Veranstalter des Deutschen Innovationsgipfel, treffen sich Partner*innen und Gründer*innen bereits zum Auftakt in exklusiver Runde. Dabei positioniert das Innovation Network die Jungunternehmer*innen so, dass deren Geschäftsmodelle zu den Geschäftsführer*innen und Vorständen namhafter Unternehmen im Umfeld passen.

Mittelstand: Krisenfest und zukunftssicher aufstellen

Am 9. Mai bringt die NRW.BANK in der Rheinterrasse Düsseldorf mit der 16. Private Equity-Konferenz NRW wieder innovative Unternehmen und starke Partner zusammen. Im Fokus stehen in diesem Jahr die Transformationen Nachhaltigkeit und Digitalisierung und wie der Mittelstand diese meistern kann.

In spannenden Vorträgen, Diskussionsrunden und Gesprächen mit bekannten Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft erhalten Gäste einen Überblick über die Möglichkeiten der Finanzierung durch Private Equity und Finanzierungsoptionen mit Beteiligungskapital. Als Keynote-Speaker referieren der Ökonom Prof. Dr. Ottmar Georg Edenhofer, der Soziologe und Sozialpsychologe Prof. Dr. Harald Welzer und der Volkswirt Prof. Dr. Dr. h. c. Clemens Fuest.

Schirmherr der Veranstaltung ist NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart. Kooperationspartner sind der BVK e. V. – Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften und das Private Equity-Forum NRW e.V.

16. Private Equity-Konferenz NRW

Motto: „ Private Equity – Partner für die Herausforderungen des Mittelstands“

Wann? Montag, 9. Mai 2022, ab 14 Uhr

Wo? Rheinterrasse Düsseldorf

Mehr Informationen und das Formular zur Anmeldung gibt es hier: www.nrwbank.de/pek

Female Founders Award 2022

Die American Chamber of Commerce in Germany e.V. (AmCham Germany) hat gestern zum dritten Mal den Female Founders Award verliehen.

Die AmCham Germany versteht sich als die Stimme der transatlantischen Wirtschaft Die AmCham Germany ermöglicht interkulturelles Verständnis, Zusammenarbeit und neue Investitionen und steht für einen transparenten Dialog, freien Handel und ein wettbewerbsfähiges und offenes Wirtschaftsklima.

In diesem Jahr wurden drei Gründerinnen geehrt, die mit ihren innovativen und erfolgreichen Geschäftsmodellen hervorgetreten sind. Diese Modelle befassen sich mit Nachhaltigkeit, künstlicher Intelligenz und Gesundheit, und sozialer Inklusion.

Die Preisträgerinnen des Female Founders Award 2022 sind:

Allison Dring, CEO & Co-Founder, Made of Air GmbH

Diana Heinrichs, CEO & Co-Founder, Lindera GmbH

Maria Möller, CEO & Co-Founder talking hands flipbooks GmbH

Die von Allison Dring mitbegründete Made of Air GmbH konzentriert sich auf die Verwendung einzigartiger klimaschützender Materialien wie Biokohle, um fossile Brennstoffe zu binden, den Plastik- und Aluminiumverbrauch bei der Herstellung von Produkten zu reduzieren und so Nachhaltigkeitsziele entlang der verschiedenen Stufen der Lieferkette eines Unternehmens zu erreichen, um schließlich eine Netto-Null-Wirtschaft zu erreichen. "Es ist ein Ehre, diese Auszeichnung im Namen meines unglaublichen Teams bei Made of Air entgegenzunehmen. Die Anerkennung durch die AmCham Germany hilft uns, unser Geschäft und den Abbau von Kohlenstoff in den Fokus zu rücken, und wirft ein Licht auf wirklich widerstandsfähige Gründerinnen, die etwas für den Klimaschutz tun," sagte Dring.

Die Lindera GmbH, mitbegründet von Diana Heinrichs, ist eine App-basierte Mobilitätsanalysesoftware zur Entwicklung von Lösungen für ein breites Spektrum von Erkrankungen wie Orthopädie, Neurologie und Geriatrie. Mithilfe von KI und 3D-Technologie werden unzählige digitale Workouts und Therapien maßgeschneidert, um die menschliche Bewegung zu verfolgen und zu verbessern. "Es gibt so viele, inspirierende und zukunftsweisende Tech-Gründerinnen in Deutschland und in den USA, doch es gibt nur sehr wenig Plattformen, die diese Talente sichtbar machen und über ihre Landesgrenzen hinweg miteinander vernetzen. Ich freue mich daher sehr über die Auszeichnung und Wertschätzung von AmCham Germany. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass der amerikanische und der deutsche Digital Health Markt - zwei sich rasant entwickelnde Märkte - ungemein voneinander lernen", so Heinrichs.

Maria Möller, Mitbegründerin der talking hands flipbooks GmbH, hat eine Reihe von beeindruckenden Kinderbüchern herausgebracht, um die Inklusion von klein auf zu fördern. Das Ziel dieser Produkte ist es, eine einfache Plattform zwischen Kindern mit und ohne (Sprach-)Behinderung zu schaffen, mit großer Wirkung: eine inklusive Gesellschaft zu schaffen und mitzugestalten. "Ich fühle mich geehrt, von der AmCham für den diesjährigen Female Founders Award ausgewählt worden zu sein. Ich freue mich darauf, Teil dieses großartigen Netzwerks zu sein und mehr Frauen in der Branche kennenzulernen", erklärte Möller.

Mehr zu Maria Möller und Laura Mohn, den Gründerinnen von talking hands, lest ihr hie in unserem Gründer*in der Woche Interview

Die folgenden Gründerinnen wurden in die engere Auswahl genommen:

Lara Obst, Mitgründerin & Chief Sustainability Officer, THE CLIMATE CHOICE
Anne-Sophie Panzer, Mitgründerin & Leiterin der Kreativabteilung, ZAUBAR

є!Креатив / e!Creative - Hilfe für ukrainische Kreativschaffende

Die Non-Profit-Plattform є!Креатив (aus dem Ukrainischen: Es gibt kreative Arbeit) hilft ukrainischen Kreativen bei der Auftragssuche.

є!Креатив / e!Creative ermöglicht Marken, Agenturen oder Start-ups den Kontakt zu ausgewählten Kreativen aus der Ukraine, um Projekte aus Marketing und Werbung schnell und unbürokratisch zu beauftragen. Alle Interessierten sind ab sofort eingeladen, sich auf der Plattform anzumelden.

Der Krieg gegen die Ukraine hat schreckliche Folgen für die Menschen im gesamten Land, einschließlich des Endes der lokalen Nachfrage nach kreativer Arbeit. Die meisten Kreativschaffenden haben schon jetzt ihre Beschäftigung verloren und können in Zukunft weder sich noch ihre Familien ernähren oder andere finanziell unterstützen.

Genau hier setzt є!Креатив / e!Creative an. Auf der Plattform treffen Unternehmen mit projektbezogenen Aufträgen wie zum Beispiel Logo Entwicklung, Illustrationen, Gestaltung von Social-Media-Material und vieles mehr auf die ukrainische „creative class“. Die Plattform ist eine Initiative von Nadia Skrynnyk (Creative Director bei AdBakers Ukraine), Ingmar Janson (ehemaliger Managing Director bei Scholz & Friends International und S&F-Kiev) Liz von Loewen (Head of Operations bei Talenthouse) Talenthouse und ElloWorks by Talenthouse.

є!Креатив / e!Creative sorg dabei für das Matchmaking und eine reibungslose Zusammenarbeit von der Auswahl bis zur Abrechnung. ElloWorks by Talenthouse sowie die Co- Gründer Nadia Skrynnyk und Ingmar Janson arbeiten pro bono. 100 Prozent der Honorare gehen direkt an die Kreativen.

Nadia Skrynnyk, Creative Director aus Kiev sagt: „Der Krieg hat uns nicht nur unserer Häuser beraubt, er hat uns auch die Möglichkeit genommen, uns selbst zu ernähren und unser Vertrauen in die Zukunft erschüttert. Doch der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, die Arbeit hochkarätiger Designer oder Texter wird immer gefragt sein. Wir müssen nur neue Verbindungen herstellen, neue Türen öffnen und genau das leistet є!Креатив / e!Creative. ich hoffe, dass sie für viele Kreative aus der Ukraine zu einem Rettungsring wird.“

Bereits heute hat das Team von є!Креатив / e!Creative mehr als 1.000 hoch qualifizierte Kreative aus der Ukraine identifiziert, die nun bereit sind, Kreativ-Projekte von etablierten Marken, Agenturen oder Start-ups zu übernehmen.

So funktioniert das Matchmaking für Auftraggeber*innen

  • Marken, Agenturen oder Start-ups registrieren sich unter über https://e-creative.io/
  • Nach einem ausführlichen Onboarding können sie ihr Briefing aus den Bereichen Grafikdesign, Printdesign, Illustration, Infografiken, Social Media oder ähnlichem auf der Plattform veröffentlichen.
  • Die künstliche Intelligenz von ElloWorks by Talenthouse schlägt die für die Aufgaben am besten geeigneten Kreativen vor. Sobald auch die Auftragnehmenden zugestimmt haben, beginnt die Arbeit. Kunden können mit dem Kreativen über die Plattform interagieren, Feedback zu Entwürfen geben und erhalten die Ergebnisse zum gewünschten Termin.

So funktioniert das Matchmaking für Kreative

  • Um Aufträge zu erhalten, registrieren sich Kreative unter http://e-creative.io
  • Um sich für Aufträge zu qualifizieren, werden Teilnehmende gebeten, ihr Profil einschließlich Arbeitsbeispielen zu veröffentlichen.                                                 
  • Das Honorar für die Arbeit wird automatisch nach durchschnittlichen europäischen Tagessätzen festgelegt. Es besteht kein Verhandlungsbedarf, ElloWorks by Talenthouse stellt sicher, dass Auszahlungen an Kreative in der Ukraine innerhalb von 7 Tagen per SWIFT-Überweisung erfolgen.

Ewor: Gründer*innen per feeding ground zu Serial Entrepreneurs

Die Ewor-Gründer Daniel Dippold und Alexander Grots sehen in Sachen Unternehmertum ein klares Defizit im europäischen Bildungssystem. Mit ihrem Ewor-Fellowship und ihrer Academy wollen sie dem aktiv entgegensteuern und aus Gründer*innen Serial Entrepreneurs machen.

Daniel Dippold und Alexander Grots von von der bayerischen Founder*innen-Schmiede Ewor sprechen im brutkasten-Talk über die Gründer*innenlandschaft in Europa und wie sie diese verändern wollen. Da sie mit Blick auf das Unternehmertum bereits im Bildungssystem einige Mängel erkennen, möchten sie Entrepreneur*innen mit dem Ewor-Fellowship und der Ewor-Academy aktiv fördern. Hier soll ein Ökosystem geschaffen werden, worin einzelne Persönlichkeiten mit ihren Ideen gut wachsen können. Profitieren sollen dabei sowohl die Teilnehmer*innen, als auch Ewor und die Unternehmen, die hier mitarbeiten können.

Bei Ewor liege der Fokus laut Grots in erster Linie auf dem Individuum. Hier sollen Gründer*innen zum Serial Entrepreneur entwickelt und ausgebildet werden. “Wir investieren nicht in Ideen, sondern in die Menschen”, meint Grots und betont dabei, dass es ihnen nicht zwangsweise um die smartesten Menschen gehe, sondern um jene Menschen mit Potential – manche würden das besser zeigen können, als andere. Ewor wolle also einen feeding ground bieten, wo man den Gründungsprozess gemeinsam erleben könne. Grundlage für dieses Ökosystem bieten die zwei entwickelten Plattformen: das Ewor-Fellowship und die Ewor-Academy.

Ewor-Fellowship für junge Entrepreneur*innen

Das Fellowship richtet sich an all jene, die noch nicht gegründet haben und noch keine eigene Idee mitbringen. Hier haben Industrie bzw. große Unternehmen die Möglichkeit, ihre Ideen und Themen mit einzubringen, erklärten die Ewor-Gründer. Eine Gruppe junger Entrepreneur*innen wird in dem Fellowship zusammen gebracht und anhand des ausgewählten Themas dazu ausgebildet, ein eigenes Venture zu gründen. Aktuell bietet das Fellowship 30 Plätze pro Jahr, während die Academy bereits Plätze im dreistelligen Bereich anbietet.

Academy für Menschen, die bereits gegründet haben

Bei der Academy gehe es wiederum weniger um den Gründungsprozess als viel mehr um den Wissensaustausch. Hier haben die Teilnehmer*innen bereits eine Idee, hätten in der Academy aber die Möglichkeit, die Vorteile des ewor-Netzwerks zu nutzen und noch mehr Wissen zu erlangen. Auf diesem Wege könne man laut ewor die eigene Idee weiterentwickeln und ein Venture bauen.

Für die Teilnahme wird ein Betrag verrechnet, der laut Dippold aktuell noch ein bisschen steigen würde. “Langfristig wollen wir mit der Academy ein Modell erreichen, mit dem wir am Gründungserfolg partizipieren, zugleich aber auch nichts verdienen, wenn der oder die Gründer:in von unserem Ökosystem nichts mitnimmt”, erklärt Dippold. Das Gründer-Team von Ewor betont dabei, dass sie mehr Raum geben wollen, als es die meisten Accelerators und Incubators tun würden.

Was sind die Vorteile für die Unternehmen?

Die beiden Founder haben selbst bereits ein breites Netzwerk, das sie für das Fellowship und die Academy mitbringen. So haben sich insgesamt neben den Talenten, den Partner*innen, den Mentor*innen auch schon Investments ergeben. Bei dem starken Fokus auf Founder*innen würden laut Ewor aber auch die Unternehmen nicht zu kurz kommen. Schließlich bringe man bei Ewor nicht die Ideen, sondern die dahinterstehenden Personen voran, die hier eine Ausbildung zum Unternehmertum erhalten.

„Die Ideen entstehen aus den Menschen heraus, während wir sie auf diesem Journey begleiten. Das ist dann auch der Wert für die Unternehmen – sie haben Menschen dabei betreut, persönlich zu wachsen. Zukunft ist nicht der Kampf um Ideen, sondern der Kampf um Talente“, erklären die Initiatoren. Während das Unternehmen also Talente fördern und voranbringen wolle, hätten andere Firmen beispielsweise die Möglichkeit, strategischer Partner zu werden. Dieser Schritt habe laut Dippold auch finanzielle Vorteile für die Unternehmen, da er billiger ist, als firmenintern in R&D (Research & Development) zu investieren.

Ewor hat das erste Fellowship im März 2021 gelauncht, davor aber bereits verschiedene Pilotprojekte ausprobiert. Mit ihrer Arbeit wollen sie weiter ihre Vision verfolgen, ein Ökosystem aufzubauen, in dem jede(r) der oder die etwas weltveränderndes bewegen möchte, Unterstützung findet.

Dieser Beitrag ist zuerst auf brukasten.com veröffentlicht worden

ottobahn: erster Spatenstich für die Testtrecke in Taufkirchen

Die ottobahn GmbH mit Sitz in München entwickelt ein CO2-neutrales und vollautomatisiertes Transportsystem oberhalb heutiger Straßen. Heute erfolgte der erste Spatenstich für die Teststrecke vor den Toren Münchens.

Urbane Städte bekommen damit eine schnelle und kostengünstige Lösung ihrer Verkehrsprobleme Die Gleisträger werden begrünt und mit Solarzellen ausgestattet. Personen und Güter werden in hängenden Kabinen befördert, die schienengeführt fortbewegt werden. Keine Staus, keine Bahnhöfe, alles on-demand per App.

Hier könnte ihr unser „Gründer*in-der-Woche“-Interview mit ottobahn CEO Mac Schindler nachlesen.

Heute, am 17. März 22, erfolgte der erste Spatenstich für die Teststrecke der ottobahn. Vor den Toren Münchens, zwischen den Gemeinden Taufkirchen und Ottobrunn, beginnt damit der Bau für den fast einen Kilometer langen Rundkurs, auf dem im Rahmen des Zulassungsverfahrens 100.000 Testkilometer absolviert werden. Bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres soll die erste Gondel der Hochbahn in fünf Metern Höhe ihre Runden über bayerischen Feldern drehen.

Die ottobahn ist ein auf Schienen geführtes Gondelsystem, das in bis zu zehn Metern Höhe über dem Straßenverkehr operieren soll  - klimapositiv. Die Kabinen werden per App gerufen, der Algorithmus berechnet in Echtzeit stets die schnellste Verbindung für sämtliche Gondeln entlang der Strecke. Zu den Spaten griffen der bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, dessen Vorgängerin Kerstin Schreyersich während ihrer Amtszeit für den Bau der Teststrecke auf einem kommunalen Grundstück eingesetzt hat. Unterstützt wurde er vom Stellvertrenden Landrat des Landkreises München, Ernst Weidenbusch, und von Ullrich Sander, dem Ersten Bürgermeister der Gemeinde Taufkirchen.

In nur 3 Jahren vom Konzept zur ersten Strecke

Marc Schindler, Geschäftsführer und Can-do-Officer der ottobahn GmbH, dankte den anwesenden Politikern und privaten Investoren für die bislang gebotene Unterstützung: "Drei Jahre von der Unternehmensgründung bis zum Bau der ersten Teststrecke sind wahrlich rekordverdächtig. Das ist genau das Tempo, das wir brauchen, um bei der Transformation der Mobilität voranzukommen. Als Start-up in der Verkehrswirtschaft kommen wir mit einer guten Idee und innovativen Technologie allein nicht sehr weit. Wir sind darauf angewiesen, dass Partner von allen Seiten bereit sind, mutig gemeinsam voranzugehen."

Verkehrsminister Christian Bernreiter wies in seiner Rede auf die Bedeutung kreativer Lösungen für den Verkehr in Ballungsräumen wie München hin: "In Bayern denken wir Mobilität schon immer breit und vernetzt. Für einen zukunftsorientierten ÖPNV brauchen wir auch neue und innovative Ideen. Ich freue mich sehr, dass mit dem heutigen Spatenstich für die Teststrecke der ottobahn eine solche Innovation bald auch ganz praktisch getestet und damit ein möglicher weiterer Baustein für eine CO2-neutrale Mobilität in Bayern erprobt werden kann." Bernreiter wies zudem auf die Nähe der Teststrecke zum Hightech-Cluster Ottobrunn/Taufkirchen hin - an der Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie der Technischen Universität München (TUM) wird zu den Themen Energiewende, Klima- und Umweltschutz geforscht.

Bedarfsgerechte ÖPNV-Lösung

"Gerade im Großraum München brauchen wir solche kreativen Ideen, um  den Verkehr zu entzerren", so der Stellvertrende Landrat Ernst  Weidenbusch. Ein besonderer Charme der ottobahn liegt in den vergleichsweise niedrigen Erstellungskosten, dem niedrigen Flächenverbrauch und einer schnellen Umsetzungszeit." Taufkirchens Bürgermeister Ullrich Sander ergänzte: "Für die Anbindung des Umlands an bestehende Verkehrsnetze erscheint uns das Modell der autonomen und bedarfsgerecht verfügbaren Gondeln besonders attraktiv: Hier steckt der öffentliche Nahverkehr immer in der Zwickmühle zwischen einer attraktiven Taktung und vertretbaren Kosten. Die ottobahn könnte dieses Dilemma lösen."

Das Konzept der ottobahn verzichtet auf Fahrpläne, denn die Fahrgäste werden in Zukunft einfach eine Gondel per App bestellen und entlang der Strecke zu jedem Zeitpunkt aus- und zusteigen können, wo sie möchten.

fayrganic apparel: der Perioden-Gamechanger

Fayrganic apparel wurde von Lucie Vollmeyer gegründet, um Frauen den Perioden-Alltag mit einer neuartigen Unterwäsche zu erleichtern. Jetzt möchte Lucie den Markteinstieg mithilfe einer Crowdfunding Kampagne meistern.

Fayrganic apparel wurde Mitte 2021 von Lucie Vollmeyer gegründet, um Frauen im Perioden-Alltag mit einer neuartigen Unterwäsche zu unterstützen. Der Name fayrganic ist eine Mischung aus „fair“ und „organic“ und stellt zwei der Grundwerte der Firma dar. Die von Lucie entwickelte Periodenunterwäsche unterscheidet sich von bestehenden Produkten durch einen modularen Aufbau. Dieser ermöglicht es, die Einlage von der Unterhose zu trennen. So ist ein Auswechseln der Einlage auch unterwegs jederzeit möglich. Damit ist die Periodenunterhose individuell anpassbar und lässt sich zusätzlich als normale Unterhose ohne Einlage tragen. Das Produkt ist zudem vegan, ohne Biozide und aus Bio- Baumwolle hergestellt.

Die Entwicklungszeit der modularen Periodenunterwäsche inkl. der Tests, Produktentwicklung, Unternehmensgründung und Produzentensuche dauerte rund zwei Jahre. Besonders schwierig war es für fayrganic apparel, geeignete GOTS-zertifizierte Produzenten in der EU zu finden, welche sich auf den Unterwäschemarkt fokussieren. Die GOTS-Zertifizierung ist eine der wichtigsten Textilsiegel für Nachhaltigkeit. Sie umfasst strenge Vorschriften über die komplette Wertschöpfungskette sowie für soziale Standards. Nur Produkte aus natürlichen Fasern können GOTS zertifiziert werden. Somit dürfen keine Chemiefasern wie Polyester oder Viskose verwendet werden. Das ist auch der Hauptgrund, weshalb bisher keine GOTS-zertifizierte Periodenunterwäsche auf dem Markt ist.

Nun möchte Lucie den Markteinstieg von fayrganic apparel mithilfe einer Crowdfunding Kampagne auf Startnext meistern. Zum einen soll diese das benötigte Kapital beschaffen, um das Produkt auf den Markt zu bringen. Zum anderen sollen mit der Kampagne bereits potenzielle Kund*innen angesprochen werden. Die Kampagne erzählt mehr zu dem Produkt und bietet die Möglichkeit, erste Unterhosen zu erwerben.

Gründer*in der Woche: MaskMedicare – Businesswandel in Corona-Zeiten

Maximilian Fenninger musste sein Reisebüro pandemiebedingt schließen. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, erfand sich der oberbayerische Unternehmer neu und baute kurzerhand den Online-Shop MaskMedicare, um dabei zu helfen, den enormen Bedarf an Atemschutzmasken und Hygiene-Schutzprodukten zu stillen. Mehr zu dem jungen E-Commerce im Interview mit Founder Maximilian.

Wann und wie bist du auf die Idee zu MaskMedicare gekommen?

Vor Corona hatte ich ein Reisebüro, das leider aufgrund der allseits bekannten Pandemie-Umstände geschlossen werden musste. Schnell erkannte ich, dass am Markt eine große Lücke für Atemschutzmasken und Hygiene-Schutzprodukte klaffte. Das war dann der Sartschuss zu MaskMedicare. Anfangs haben wir nur Produkte vermittelt, bis wir dann die Zügel in die Hand genommen und den Verkauf selbst organisiert haben. Mittlerweile hat MaskMedicare 12 Mitarbeitende – und trotz des generell spürbaren Rückgangs der Nachfrage nach Atemschutzmasken und Hygiene-Schutzprodukten verzeichnen wir immer noch starkes Wachstum.

Was waren die wichtigsten Schritte von der Gründung bis zum Go live deines Online-Shops?

Die größte Herausforderung für uns war, den Online-Shop einwandfrei mit unserem ERP-System zu verknüpfen, sodass zum einen keine Fehler auftreten und zum anderen Bestellungen, die wir zu Beginn noch händisch erledigen mussten, automatisch abgewickelt werden konnten. Hierbei haben uns vor allem externe Dienstleister und Experten viel unter die Arme gegriffen. Davon abgesehen sind wir mit unserem Online-Shop aber noch lange nicht fertig und entwickeln MaskMedicare stetig weiter.

Was sind derzeit deine Top-Seller rund um Corona?

Da sind ganz klar die FFP2-Masken in Schwarz, professionelle Antigen-Schnelltests sowie Laientests mit CE-Zertifizierung. Einfach mal reinklicken in unseren Online-Shop.

Health-Tech DasLab sichert sich 6,2 Mio. Euro frisches Kapital

Das Berliner Health-Tech DasLab – innovativer Mitgestalter des digitalen Gesundheitsökosystems – schließt eine 6,2 Mio. Euro Seed-Finanzierungsrunde ab.

DasLab ermöglicht mit seiner digitalen Plattform einen universellen Zugang zu medizinischer Diagnostik. Dafür vernetzt das 2020 von Dr. Daniel Fallscheer, Etienne Adriaenssen und Jeremy Langworthy gegründete Start-up mit seiner ‘Plug-and-Play’-Lösung alle Akteur*innen des Gesundheitsökosystems, die medizinische Tests nachfragen oder anbieten. Nach eigenen Angaben hat DasLab bereits über 600.000 Tests für seine mehr als 50 Partner*innen an bisher 150 Standorten in Deutschland und Spanien digital ermöglicht. Namhafte Digital-Health-Entrepreneure und Business Angels wie die Gründer von Ada Health, caresyntax, Doctoralia, myoncare und medneo unterstützen das Unternehmen seit der Gründung. Es hat seinen Sitz in Berlin und beschäftigt rund 40 Mitarbeiter an vier Hubs in Europa.

Innovativer Mitgestalter des digitalen Gesundheitsökosystems

„Mit DasLab vereinfachen und demokratisieren wir den Zugang zu Labordiagnostik. Wir sehen uns als innovativer Mitgestalter des digitalen Gesundheitsökosystems. Unsere Vision ist es, eine ‘Plug-and-Play’-Lösung für Digital Health Anbieter, Labore und weitere Plattform-Partner zu schaffen. Wir befähigen Patienten mit unserer Plattform dazu, ihre Gesundheit in die eigenen Hände zu nehmen und ihre Testergebnisse jederzeit digital abrufen und teilen zu können. Damit tragen wir zu einer besseren Gesundheitsversorgung und Krankheitsprävention bei“, kommentiert Dr. Daniel Fallscheer, Co-Founder und CEO von DasLab.

Mehrfach überzeichnete Seed-Finanzierungsrunde

Jetzt hat DasLab in einer mehrfach überzeichneten Seed-Finanzierungsrunde insgesamt 6,2 Millionen Euro erhalten. Lead Investor ist Speedinvest. Daneben haben sich Kaya Ventures, All Iron Ventures, Plug and Play sowie namhafte Digital Health Entrepreneure und Business Angels wie die Gründer von Ada Health, caresyntax, Doctoralia, myoncare und medneo an der Runde beteiligt.

Das frische Kapital soll zur Weiterentwicklung der Plattform, zum Ausbau des Partnernetzwerks sowie zur weiteren Expansion des Teams eingesetzt werden. Das bestehende Portfolio an Tests soll zunächst um eine umfassende Palette an “At-Home” Tests erweitert werden, die Patient*innen zu Hause selbst durchgeführt können und dann in medizinischen Laboren analysiert werden. Anschließend sollen medizinisch relevante Standard-Testpanele, wie das kleine und große Blutbild, in die Plattform integriert werden. Das dafür notwendige Partnernetzwerk zur professionellen Probenentnahme befindet sich aktuell im Aufbau. Verhandlungen mit namhaften Partner*innen und Kund*innen in den beiden Kernmärkten Deutschland und Spanien sind, so das Unternehmen, bereits weit fortgeschritten.

HealthTech-Start-up clare&me erhält € 1 Mio. Pre-Seed Finanzierung

clare&me, HealthTech-Start-up aus Berlin, gibt sechs Monate nach Gründung eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 1 Million Euro bekannt.

Clare&me wurde 2021 von Emilia Theye und Celina Messner in Berlin gegründet, um dem akuten Mangel an Therapieplätzen und der damit einhergehenden Unterversorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen entgegenzuwirken. Ziel des Unternehmens ist es, den Millionen Menschen, die weltweit unter Angstsymptomen und Depressionen leiden, mit einer skalierbaren und niedrigschwelligen Softwarelösung zu helfen. Die Lösung fühlt sich dabei menschlich an, und soll den erheblichen Engpässen in der Behandlungskapazität entgegenwirken. Clare ist eine künstliche Intelligenz, die mit Nutzer*innen Gespräche per Smartphone führt und klinisch erprobte Ansätzen der Verhaltenstherapie vermittelt. Als virtueller Mental Health Companion bietet Clare so psychische Unterstützung für alle Menschen an, ortsungebunden und rund um die Uhr.

Angeführt wird die Runde vom Münchner HealthTech Fonds YZR (u.a. Ex-Gründer der Teleclinic). Weiter beteiligen sich der global agierende Early-Stage-Risikokapitalgeber Antler, sowie namhafte Business Angels, darunter Hans Raffauf (Gründer von Clue, Krisenchat und Hy), Jenny Saft (Gründerin von Oviavo) als Teil des Atomico Angels Programms, Jan Wilmking, Heidrun Twesten (Gründerin von Impacct, Co-Host Equalizer Podcast), sowie die Tomorrow Gründer Inas Nureldin und Michael Schweikart. Das Kapital wird in die Weiterentwicklung des Produkts sowie in den Ausbau des Teams investiert. Der Prototyp wird derzeit in Großbritannien getestet.

“Wir freuen uns sehr, sechs Monate nach der Gründung eine erfolgreiche Pre-Seed Finanzierungsrunde verkünden zu können. Als Psychologin ist die Entstigmatisierung mentaler Erkrankungen eine Herzensangelegenheit für mich – und ein wichtiger gesellschaftlicher Schritt in die richtige Richtung”, sagt Emilia Theye.

Celina Messner ergänzt: “Die mentale Gesundheit von Individuen zu erhalten und zu fördern, ist eine der größten gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Wir wollen proaktiv dazu beitragen, die Lücke zwischen Bedarf und Angebot an psychischer Unterstützung zu schließen. Das kann uns nur gemeinsam gelingen – mit Akteur*innen des Gesundheitswesens, Politiker*innen, Unternehmen und Entwickler*innen von innovativer Technologie.”